Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 72742
Vorher
ProAktiva Vermögensverwaltung AktiengesellschaftProAktiva Vermögensverwaltung AG
Eingetragen
28.9.1999
Branche
Alle anderen Finanzdienstleistungen a. n. g.Finanzierungs-ConduitsInstitute für Factoring-Geschäfte
Gegenstand
a) die Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und die Veräußerung von 6 S Finanzinstrumenten oder deren Nachweis (Anlagevermittlung), § 1 Abs. 1 a S. 2 Nr.1 KWG; b) die Abgabe von persönlichen Empfehlungen an Kunden oder deren Vertreter, die sich auf Geschäfte mit bestimmten Finanzinstrumenten beziehen, sofern die Empfehlung auf eine Prüfung der persönlichen Umstände des Anlegers gestützt oder als für ihn geeignet dargestellt wird und nicht ausschließlich über lnformationsverbreitungskanäle oder für die Öffentlichkeit bekannt gegeben wird (Anlageberatung), § 1 Abs. 1 a S. 2 Nr. 1 a KWG; c) die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen für fremde Rechnung (Abschlussvermittlung), § 1 Abs. 1 a S. 2 Nr. 2 KWG; d) die Verwaltung einzelner in Finanzinstrumenten angelegter Vermögen für andere mit Entscheidungsspielraum (Finanzportfolioverwaltung), § 1 Abs.1 a S. 2 Nr. 3 KWG; e) der laufende Ankauf von Forderungen auf der Grundlage von Rahmenverträgen mit oder ohne Rückgriff (Factoring), § 1 Abs. 1 a S. 2 Nr. 9 KWG; f) der Abschluss von Finanzierungsleasingverträgen als Leasinggeber und die Verwaltung von Objektgesellschaften im Sinne des § 2 Abs. atz 1 Nr. 17 KWG (Finanzierungsleasing), § 1 Abs. 1 a S. 2 Nr. 10 KWG; g) die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten für eine Gemeinschaft von Anlegern, die natürliche Personen sind, mit Entscheidungsspielraum bei der Auswahl der Finanzinstrumente, sofern dies ein Schwerpunkt des angebotenen Produktes ist und zu dem Zweck erfolgt, dass diese Anleger an der Wertentwicklung der erworbenen Finanzinstrumente teilnehmen (Anlageverwaltung), § 1 Abs. 1 a Nr. 11 KWG; h) die Beratung von institutionellen und privaten Anlegern, insbesondere durch die Auswahl, Analyse und Empfehlung von kleinen und mittleren Unternehmen; Dienstleistungen aller Art, die im weiteren Umfeld der Vermögensverwaltung anzusiedeln sind und alle mit diesen Zwecken zusammenhängenden Tätigkeiten, für die eine Erlaubnis nicht erforderlich bzw. erteilt ist. Die Gesellschaft ist Finanzdienstleistungsinstitut im Sinne des § Abs. 1a KWG.

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

PROAKTIVA AG

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016

PROAKTIVA AG
Brodschrangen 3-5
20457 Hamburg

Inhaltsverzeichnis

A. Lagebericht des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2016

B. Bilanz zum 31. Dezember 2016

C. Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 - 31. Dezember 2016

D. Anhang

E. Bestätigungsvermerk

F. Bericht des Aufsichtsrats

A. Lagebericht des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2016

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Geschäftsmodell

Der strategische und operative Schwerpunkt der PROAKTIVA AG liegt im Geschäftsbereich der Vermögensverwaltung für private und institutionelle Anleger. Kerngeschäft ist dabei die Finanzportfolioverwaltung gem. § 1 Abs. 1a S. 2 Nr. 3 KWG. Darüber hinaus wird die Anlageberatung gem. § 1 Abs. 1a S. 2 Nr. 1a KWG für professionelle Kunden durchgeführt.

1.2. Unternehmenspolitik

In der Leistungserbringung für unsere Kunden sowie im Umgang mit unseren Geschäftspartnern richten wir unser Handeln auf folgende grundsätzliche Unternehmenspolitik aus:

• Das Wohl unserer Kunden muss unser erstes Anliegen sein. In diesem Sinne erbringen wir unsere Dienstleistungen mit der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit im Interesse unserer Kunden.

• Die Interessen unserer Kunden sollen auch unsere Interessen sein. Mit diesem Ziel bemühen wir uns um Vermeidung von Interessenkonflikten. Größten Wert legen wir auf unsere Wahrnehmung als unabhängiger Vermögensverwalter, ungebunden in der Auswahl der Produkte und Geschäftspartner, ausschließlich unseren Kunden verpflichtet.

• Die Stärke unseres Unternehmens schafft Vertrauen bei Kunden und Geschäftspartnern. Aus diesem Grund soll eine solide Eigenkapitalbasis Vorrang vor persönlichen Interessen unserer Anteilseigner haben.

• Daten und Informationen müssen bei uns in sicheren Händen sein. Daher sind uns Vertraulichkeit, Verschwiegenheit und Datensicherheit oberstes Gebot. Kenntnisse und vertrauliche Informationen dürfen nicht zum eigenen Vorteil ausgenutzt werden.

1.3. Strategie und Unternehmensziele

Die PROAKTIVA AG verfolgt eine Geschäftsstrategie, die sich durch spezifische Dienstleistungs- und Qualitätsmerkmale auszeichnet:

• Die PROAKTIVA AG ist frei und unabhängig seit 1990. Sie ist frei vom üblichen Provisionsdenken herkömmlicher Finanzdienstleister, frei von Interessen Dritter, frei von allem, was nicht unmittelbar mit dem Anlageerfolg ihrer Kunden zu tun hat.

• Sie lebt den Begriff Partnerschaft. Eine Partnerschaft, die Werte schafft. Ihr Vermögen ist das Kapital ihrer Kunden.

• Sie hat Prinzipien. Ihre Proaktivität ist ihre Professionalität. Im Sinne eines proaktiven Verwaltungsansatzes entwickelt sie Vermögen mit Wachsamkeit, Weitblick und Werteverständnis.

• Sie begleitet ihre Kunden von Anfang an und steht ihnen in allen Phasen des Vermögensaufbaus zur Seite.

• Das Vertrauen beginnt mit Personen. Die PROAKTIVA AG hat den Anspruch, dass ihre Kunden die Person finden, die nicht nur professionell zu ihnen passt, sondern auch persönlich.

• Die PROAKTIVA AG verkauft nichts. Für den Anlageerfolg ihrer Kunden kann sie auf sämtliche Wertpapiere zurückgreifen, die der Markt zu bieten hat und die in das Risikoprofil des Kunden passen - ohne jede Abhängigkeit.

• Sie zeichnet sich durch eine transparente und faire Honorarstruktur aus. Je erfolgreicher die PROAKTIVA AG für ihre Kunden arbeitet und damit die Depotwerte steigen, desto höher ist auch der Anteil ihres prozentualen Honorars.

• Die PROAKTIVA AG ist nah an ihren Kunden durch die Präsenz an 2 Standorten: Hamburg und Hannover.

Auf dieser Grundlage sollen langfristige Unternehmensziele erreicht werden, die wir wie folgt definieren:

• Sicherung und Steigerung von hoher fachlicher und persönlicher Kompetenz aller Geschäftsleiter und Mitarbeiter auf allen Unternehmensebenen

• Sicherung und Steigerung einer hohen Qualität in der gesamten Leistungserbringung

• Erhaltung unserer Unabhängigkeit und Handeln im Kundeninteresse

• Erreichung einer langfristigen Kundenbindung und höchstmöglicher Kundenzufriedenheit

• Erreichung einer langfristigen Mitarbeiterbindung und -loyalität sowie eines hohen Engagements unserer Mitarbeiter

• Erzielung eines soliden Unternehmenswachstums bei gleichbleibend stabiler Unternehmensorganisation und effizienten Unternehmensstrukturen

• Sicherung einer stabilen Vermögens-, Finanz- und Ertragsstrategie

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Schon früh zeichnete sich ab, dass das Jahr 2016 von einer Reihe wirtschaftlicher Chancen, vor allem aber auch von ernsthaften politischen Risiken geprägt sein würde. So votierte zunächst die Bevölkerung Großbritanniens überraschend für den Austritt aus der Europäischen Union (Brexit), dann konnte mindestens genauso überraschend der Republikaner Donald Trump die amerikanische Präsidentschaftswahl für sich entscheiden und schließlich musste der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi zurücktreten, nachdem er mit seinem Referendum über die italienische Verfassungsreform gescheitert war. Das politische Umfeld war für Konjunktur und Kapitalmärkte im Jahr 2016 also mehr als herausfordernd. Tatsächlich hat sich die Konjunktur gerade in Deutschland und Europa erfreulich robust entwickelt. Während Italien und Frankreich konjunkturell etwas hinterherhinkten, konnte Spanien trotz einer langen Regierungskrise sogar erneut ein Wachstum von mehr als 3 % erreichen. Besonderes Augenmerk liegt auf Großbritannien. Nach dem Brexit-Referendum ist das Land entgegen mancher Befürchtungen zwar nicht in eine unmittelbare Krise gefallen, aber es hat wegen der anhaltenden Unsicherheit über seinen Status in Europa etwas an Dynamik verloren. Ohnehin werden sich die langfristigen Auswirkungen auf das Wachstum wohl erst nach und nach einstellen.

Ein wenig enttäuschend verlief die wirtschaftliche Entwicklung in den USA. Gleichzeitig hat der Ölpreisverfall einen Rückgang der Investitionen im Energiesektor ausgelöst, ohne dass Unternehmen in anderen Bereichen der US-Wirtschaft ihre Investitionen hochgefahren hätten. Die ausgeprägte Wirtschaftskrise im benachbarten Lateinamerika trug Anfang 2016 ebenfalls zur Delle in der US-Konjunktur bei. Erst im zweiten Halbjahr hat die US-Konjunktur wieder angezogen. Entsprechend lange hat die US-Notenbank gezögert, bis sie im Dezember 2016 schließlich ihre Zinsen um 0,25 Prozentpunkte angehoben hat.

Einmal mehr stand die chinesische Konjunktur im Jahr 2016 im Blickpunkt. Die chinesische Regierung hat wie immer gehandelt und die kurzzeitige Nachfrageschwäche durch ein staatliches Kredit- und Ausgabenprogramm bekämpft. So hat das offiziell ausgewiesene Wachstum mit 6,7 % letztlich sogar leicht positiv überrascht.

Auch 2017 dürfte ein Jahr mit einer Reihe von Unwägbarkeiten werden. Erst in den kommenden Jahren wird sich langsam zeigen, was der Brexit, der Wahlsieg Trumps und die politischen Risiken innerhalb der Eurozone wirtschaftlich wirklich bedeuten. Die Wahlen in den Niederlanden, in Frankreich und in Deutschland könnten die Finanzmärkte spürbar zu berühren. Auch eine Abkehr von der Idee des Freihandels könnte die Wachstumsraten perspektivisch belasten.

Abseits der Risiken zeichnet sich vorerst allerdings insgesamt eine etwas lebhaftere Konjunktur ab. Ein wichtiger Impuls wird aus den USA kommen, da Donald Trump bereits ein größeres Konjunkturpaket in Aussicht gestellt hat. Für die Eurozone deutet sich ein breit abgestütztes Wachstum an. In Zahlen dürfte das Bruttoinlandsprodukt in der Eurozone um etwa 1,5 % zulegen, Deutschland könnte sogar etwas stärker wachsen. In den USA könnte das Bruttoinlandsprodukt dank des Konjunkturprogramms um bis zu 2,5 % steigen, China wird seinen Höhenflug voraussichtlich mit erneut 6,5 % fortsetzen.

2.2. Geschäftsentwicklung

Der Geschäftsentwicklung verlief überaus zufriedenstellend. Wir haben unsere wesentlichen Ziele erreicht. Dabei hat auch das wirtschaftliche Umfeld eine positive Rolle gespielt.

• Die Bruttoerlöse konnten um T€ 438 auf T€ 2.981 gesteigert werden. Davon entfallen

T€ 227 auf gewinnabhängige Vergütungen auf die Investmentberatervergütung für den Wachstum Global I (Vorjahr T€ 108) und T€ 113 auf Gewinnbeteiligungen für Vermögensverwaltungshonorare (Vorjahr T€ 30).

• Die im Vorjahr abgeschlossenen Vertriebskooperationen mit der Tiger Asset Management GmbH, Hamburg, und der BWM AG, Schweiz, konnten weiter ausgebaut werden.

• Im April 2016 wurde ein neuer Kundenbetreuer für das Privatkundengeschäft der Vermögensverwaltung in Hannover eingestellt.

• In der Jahreshauptversammlung 2016 stellte sich der komplette Aufsichtsrat für eine weitere Amtsperiode zur Wiederwahl. Zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden wurde Herr Reemt Reemtsma gewählt.

• Die PROAKTIVA AG verfügte jederzeit über eine uneingeschränkte Liquidität.

• Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ist nach wie vor wenig kapitalintensiv und erwirtschaftet hohe Cash-Flows, so dass eine ausreichende Innenfinanzierung gegeben ist.

• Fremdkapital wird nicht eingesetzt.

• Es liegen keine Klagen, Prozesse oder Beschwerden vor.

2.3. Ertragslage

Als bedeutende finanzielle Leistungsindikatoren kennzeichnet die PROAKTIVA AG ihre Provisionserträge und ihren Jahresüberschuss. Aufgrund von Art und Umfang ihrer Geschäftstätigkeit hat sie diese Parameter als wesentlich eingestuft. Darüber hinaus bedient sie sich zu Analyse- und Prognosezwecken weiterer Kennzahlen wie z. B. der Assets under Management und Kundenanzahl.

Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung für das Geschäftsjahr 2016 i. H. v. T€ 740 konnte gegenüber dem Vorjahr (T€ 629) um T€ 111 gesteigert werden. Wesentliche Gründe dafür liegen im positiven Börsenumfeld und den damit verbundenen erzielten Gewinnbeteiligungen.

Die in 2016 erzielten Provisionserträge i. H. v. T€ 2.981 haben sich gegenüber dem Vorjahr

(T€ 2.543) um 17,22 % erhöht.

Für die zu erwarteten EdW Beiträge für das Geschäftsjahr 2016 wurden Rückstellungen von insgesamt T€ 100 eingestellt.

Die Personalkosten haben sich um T€ 177 auf T€ 1.497 gegenüber dem Vorjahr erhöht. Dies resultiert aus den noch im Vorjahr pro rata temporis verbuchten Mehraufwendungen für einen neuen Kundenberater, erhöhten Tantiemezahlungen sowie der Neueinstellung eines weiteren Kundenberaters im I. Quartal 2016. Rückstellungen für Personalkosten wurden i. H. v. T€ 215 (Vorjahr T€ 168) gebildet.

Im Vorjahr wurden die Provisionserträge und der Jahresüberschuss unter Annahme eines moderaten Wirtschaftswachstums und gleichbleibender Rahmenbedingungen mit einer Erhöhung im einstelligen Bereich prognostiziert. Mit Zuwächsen in den Vermögenverwaltungsmandaten und Steigerungen in den Provisionserträgen von über 17 % und im Jahresüberschuss konnten unsere Prognosen im Geschäftsjahr 2016 deutlich gestärkt werden.

2.4. Finanzlage

Die Liquidität der Gesellschaft war stets uneingeschränkt gewährleistet. Die liquiden Mittel betrugen zum Bilanzstichtag T€ 248 (Vorjahr T€ 1.020). Dieser deutliche Unterschiedsbetrag resultiert im Wesentlichen aus einer Rückzahlung zulasten der Kapitalrücklage i. H. v. T€ 600 an die Muttergesellschaft. Die Forderungen an Kunden erhöhten sich um T€ 402 auf T€ 1.770 gegenüber T€ 1.368 in 2015.

2.5. Vermögenslage

Das Sachanlagevermögen erhöhte sich geringfügig um T€ 5 auf T€ 92 gegenüber dem Vorjahr T€ 87 aufgrund des Austauschs eines Firmenfahrzeugs. Nach Saldierung der Forderungen und liquiden Mitteln ergab sich dabei ein Rückgang des Barvermögens von i. H. v. T€ 375.

Die Bilanzsumme reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr (T€ 2.515) um T€ 375 auf T€ 2.140.

2.6. Kapitallage

Das haftende Eigenkapital gem. KWG i. H. v. T€ 696 setzt sich aus dem gezeichneten Kapital i. H. v. T€ 200, der Kapitalrücklage i. H. v. T€ 371, der gesetzlichen Rücklage i. H. v. T€ 13 und den anderen Gewinnrücklagen i. H. v. T€ 112 zusammen. Die Kapitalausstattung der Gesellschaft ist ausreichend.

Die Eigenmittelkostenrelation gem. Artikel 97 CRR (Capital Requirements Regulation) und der Berechnung der Kapitalquote gem. Artikel 92 CRR betrug zum Bilanzstichtag 35,89 %, die Gesamtkapitalquote betrug 11,48 %.

2.7. Gesamtaussage

Die vorgenannten Aussagen lassen keine wesentlichen negativen Abweichungen oder Entwicklungen erkennen, so dass die Fortführung und Kontinuität einer soliden Werthaltigkeit unseres Unternehmens gegeben ist.

3. Risiko-/Chancenbericht

Trotz sicherheitsorientierter Anlagepolitik und transparenten Organisationsstrukturen ist unser unternehmerisches Handeln untrennbar mit der Übernahme von Risiken verbunden. Somit unterliegen alle Geschäftsbereiche interner und externer Risikofaktoren. Der Notwendigkeit, diese Risiken in einem dem Geschäftsumfang angemessenen eigenen Risikomanagement zu überwachen, wird Rechnung getragen.

Unser Risikomanagement basiert auf den gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen und umfasst ein laufendes Monitoring sowie Steuerung aller wesentlichen Risiken. Die Risikostrategie verfolgt den Zweck, den Erfolg und die Sicherheit der Unternehmensziele innerhalb eines angemessenen Zeitraums zu gewährleisten.

Die Sicherung der Risikotragfähigkeit unseres Unternehmens ist wesentlicher Bestandteil der Risikosteuerung. Zur Ermittlung der Risikotragfähigkeit nehmen wir regelmäßige Risikotragfähigkeitsanalysen vor. Von zentraler Bedeutung für die Risikotragfähigkeit ist die Risikodeckungsmasse. Diese wird durch das zur Deckung eventueller Verluste zur Verfügung stehende Eigenkapital abgebildet. Dagegen werden die laufenden Ertrags- und Aufwandspositionen gestellt. Das Ergebnis dieser Analysen zeigt die Auswirkungen eintretender negativer Entwicklungen und bis zu welchem Grad unser Institut diese kompensieren kann, sprich bis zu welcher Grenze die Risikotragfähigkeit gegeben ist.

Darüber hinaus definieren wir Parameter, die eine negative Geschäftsentwicklung beeinflussen könnten. Die Ergebnisse geben Aufschluss über wesentliche Ertrags- und Gewinneinbußen, die unter der bezeichneten Wahrscheinlichkeitsannahme entstehen könnten. Darüber hinaus können Rückschlüsse zu Einzel- und Klumpenrisiken gezogen werden, die ihrer Schadenshöhe nach beziffert werden können und einer besonderen Risikovorsorge bedürfen.

Ausfallszenarien und Stresstests werden regelmäßig vorgenommen. Alle erforderlichen Dokumentationen liegen schriftlich vor und werden nach Maßgabe der aufsichtsrechtlichen Vorgaben laufend aktualisiert.

Die PROAKTIVA AG hält ihr System von enger Kompetenzbegrenzung und Tageskontrolle durch Vorstand, Rechnungswesen und Revision für ausreichend. Ihre Wertpapierdienstleistungsgeschäfte und internen Kontrollfunktionen wurden im Jahr 2016 einer internen Revision unterzogen. Das Risiko, Vermögensverwaltungsmandate zu verlieren, ist in der privaten Vermögensverwaltung aufgrund der engen und intensiven Kundenbeziehungen sehr begrenzt.

4. Prognosebericht

Für das Jahr 2017 erwartet die PROAKTIVA AG weiter ein moderates globales Wirtschaftswachstum. Dennoch können unerwartete Turbulenzen auf den Finanz- und Kapitalmärkten mit entsprechend negativen Auswirkungen nicht ausgeschlossen werden, so dass eine konkrete Prognose zur Entwicklung der Erlöse und Ergebnisse nicht möglich ist. Mit der gebotenen Vorsicht ist die PROAKTIVA AG aber optimistisch und will ihr kontinuierliches Wachstum weiter fortsetzen. Bei gleichbleibenden Rahmenbedingungen gehen wir davon aus, dass das Provisionsergebnis und der Jahresüberschuss vor Ergebnisverwendung gegenüber 2016 im einstelligen Prozentbereich gesteigert werden können. Die Kostenstruktur der PROAKTIVA AG zeichnet sich einerseits durch statische Fixkosten, andererseits durch variable, aber kalkulierbare Aufwendungen aus, so dass keine wesentlichen Veränderungen zum Vorjahr eintreten sollten.

Die PROAKTIVA AG ist der Überzeugung, dass eine weiter ausgewogene, defensiv und auf Sachwerte ausgerichtete Streuung des Vermögens den besten Schutz für das Vermögen ihrer Kunden darstellt.

Mit ihrer konservativen Anlagepolitik und ihrer engen Kundenbindung ist die PROAKTIVA AG zu einem zuverlässigen Partner ihrer anspruchsvollen Kunden geworden. Sie will diesen Erfolgsweg auch im Geschäftsjahr 2017 weiter fortsetzen.

2017 wird zudem durch intensive Umsetzungsmaßnahmen im Hinblick auf MiFiD II. geprägt sein und eine hohe Aufmerksamkeit erfordern.

 

Hamburg, 24. März 2017

Matthias Witte, Vorstand

Torben Peters, Vorstand

Susanne Treiber, Vorstand

B. Bilanz zum 31. Dezember 2016

PROAKTIVA AG, Hamburg

AKTIVA

Geschäftsjahr 2016 Vorjahr 2015
EUR EUR
1. Barreserve      
a) Kassenbestand   599,71 1.387,48
2. Forderungen an Kreditinstitute      
a) täglich fällig 247.146,91   1.018.386,12
darunter: Forderungen an verbundene Unternehmen (GJ 0,00 / VJ 0,00 EUR)      
b) andere Forderungen 25.877,38 273.024,29 30.418,82
3. Forderungen an Kunden   1.769.903,59 1.367.999,12
darunter: Forderungen an verbundene Unternehmen (GJ 0,00 / VJ 0,00 EUR)      
darunter: an Finanzdienstleistungsinstitute (GJ 364.707,91 / VJ 203.125,96 EUR)      
4. Sachanlagen   91.926,51 87.026,51
5. Sonstige Vermögensgegenstände   4.249,46 7.215,89
darunter: Forderungen an verbundene Unternehmen (GJ 3.002,00 / VJ 3.001,37 EUR)      
6. Rechnungsabgrenzungsposten   104,94 2.070,18
Summe der AKTIVA   2.139.808,50 2.514.504,12

PASSIVA

     
    Geschäftsjahr 2016 Vorjahr 2015
    EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten      
a) täglich fällig   6.036,55 5.456,38
2. Sonstige Verbindlichkeiten   1.033.034,21 900.151,66
darunter: gegenüber verbundene Unternehmen (GJ 740.109,91 / VJ 629.285,21 EUR)      
3. Rückstellungen      
a) andere Rückstellungen   404.696,67 312.855,01
4. Eigenkapital      
a) Gezeichnetes Kapital 200.000,00   200.000,00
b) Kapitalrücklage 371.041,07   971.041,07
c) Gewinnrücklagen     0,00
c. a) gesetzliche Rücklage 13.000,00     13.000,00
c. b) andere Gewinnrücklagen 112.000,00 125.000,00   112.000,00
d) Bilanzgewinn 0,00 696.041,07 0,00
Summe der PASSIVA   2.139.808,50 2.514.504,12

C. Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016

PROAKTIVA AG, Hamburg

Geschäftsjahr 2016 Vorjahr 2015
EUR EUR EUR EUR
1. Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften     2,41 5,23
2. Zinsaufwendungen     -24,39 0,00
3. Provisionserträge     2.980.735,41 2.542.944,54
4. Provisionsaufwendungen     -86.640,44 -87.118,31
5. Sonstige betriebliche Erträge     66.803,20 112.954,66
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen        
a) Personalaufwand        
a. a) Löhne und Gehälter   -1.322.509,93   -1.171.958,06
a. b) Soziale Abgaben   -174.773,67 -1.497.283,60 -147.790,32
darunter: für Altersversorgung     (33.668,11 ) (29.453,60)
b) andere Verwaltungsaufwendungen     -692.512,71 -590.641,59
7. Abschreibungen auf Sachanlagen     -30.969,97 -29.110,94
8. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit     740.109,91 629.285,21
9. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne     -740.109,91 -629.285,21
10. Jahresüberschuss     0,00 0,00

D. Anhang

Anhang für das Geschäftsjahr 2016

PROAKTIVA AG

Inhaltsverzeichnis

A. Allgemeine Angaben

I. Gliederungsgrundsätze / Darstellungsstetigkeit

II. Bilanzierungsmethoden

III. Bewertungsmethoden

1. Barreserve, Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

2. Sachanlagevermögen

3. Verbindlichkeiten

4. Rückstellungen

B. Erläuterungen zur Bilanz

1. Barreserve

2. Forderungen an Kreditinstitute

3. Forderungen an Kunden

4. Sachanlagevermögen

5. Sonstige Vermögensgegenstände

6. Sonstige Verbindlichkeiten

7. Andere Rückstellungen

8. Eigenkapital

C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Sonstige betriebliche Erträge

2. Regionale Aufgliederung der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

3. Sonstiges

D. Anlagenspiegel

E. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

F. Ergänzende Angaben

G. Ergebnisverwendung

H. Nachtragsbericht

A. Allgemeine Angaben

Die PROAKTIVA AG hat ihren Sitz in Hamburg. Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Hamburg unter der Nr. HRB 72742 eingetragen. Der Jahresabschluss der PROAKTIVA AG wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des Aktiengesetzes beachtet. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

I. Gliederungsgrundsätze / Darstellungsstetigkeit

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung änderte sich nicht gegenüber dem Vorjahr.

Die Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sind mit denen des Vorjahres vergleichbar.

II. Bilanzierungsmethoden

Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2016 wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches und der RechKredV aufgestellt. Die Gesellschaft hat danach den Jahresabschluss wie eine große Kapitalgesellschaft aufgestellt.

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen, Grundstücksrechte nicht mit Grundstückslasten verrechnet worden.

Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden sowie die Rechnungsabgrenzungsposten wurden in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend aufgegliedert.

Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Aufwendungen für die Gründung des Unternehmens und für die Beschaffung des Eigenkapitals sowie für immaterielle Vermögensgegenstände, die nicht entgeltlich erworben wurden, wurden nicht bilanziert.

Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Haftungsverhältnisse i.S. von § 251 HGB sind ggf. nachfolgend gesondert angegeben.

III. Bewertungsmethoden

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Einzelne Positionen wurden wie folgt bewertet:

1. Barreserve, Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Die Barreserve, Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennbetrag angesetzt. Soweit es sich um das Körperschaftsteuerguthaben nach § 37 Abs. 2 Satz 3 KStG handelt, wurde es mit dem Barwert angesetzt.

2. Sachanlagevermögen

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet.

Grundlage der planmäßigen Abschreibung war die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes.

Die Abschreibungen wurden beim beweglichen Anlagevermögen nach der linearen Methode vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter (Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 150,00) wurden im Erwerbsjahr voll abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter (Anschaffungs- oder Herstellungskosten von mehr als EUR 150,00 aber nicht mehr als EUR 1.000,00) werden gemäß § 6 Abs. 2a Satz 2 EStG im Wirtschaftsjahr der Bildung und den vier folgenden Wirtschaftsjahren zu jeweils einem Fünftel aufgelöst (Poolabschreibung).

3. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen ausgewiesen. Es sind keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren vorhanden.

4. Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und wurden mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr wurden nicht abgezinst.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (Rückstellung zur Erfüllung der Aufbewahrungspflichten) wurden entsprechend der Restlaufzeit mit einem Zins von 2,30 % abgezinst, der dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gemachten durchschnittlichen Marktzins aus den sieben vergangenen Geschäftsjahren gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung entspricht.

B. Erläuterungen zur Bilanz

1. Barreserve

Bei der Barreserve handelt es sich um den Kassenbestand zum Bilanzstichtag.

2. Forderungen an Kreditinstitute

Die Forderungen an Kreditinstitute sind täglich fällig und bestehen gegenüber drei inländischen Kreditinstituten. Die anderen Forderungen an Kreditinstitute sind innerhalb von drei Monaten fällig.

3. Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden sind innerhalb von drei Monaten fällig.

4. Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen betrifft im Wesentlichen die Firmenwagen (52.655,00 EUR), die Büroeinrichtung (18.794,50 EUR) und Betriebs- und Geschäftsausstattung (20.477,01 EUR).

5. Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten das Körperschaftsteuerguthaben (1.081,28 EUR), Forderungen an verbundene Unternehmen (3.002,00 EUR) sowie sonstige Vermögensgegenstände (40,60 EUR) Das Körperschaftsteuerguthaben ist mit dem Barwert aktiviert worden.

6. Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Umsatzsteuerverbindlichkeiten (171.033,91 EUR), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (95.770,95 EUR) sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (740.109,91 EUR), die aus einem Gewinnabführungsvertrag mit der HÖVELRAT Holding AG resultieren. Sie haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

7. Andere Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten (21.000,00 EUR), Rückstellung für Tantiemen (214.532,00 EUR), Rückstellung für Urlaubsansprüche (16.546,05 EUR) sowie Rückstellungen für die EDW-Beiträge (100.000,00 EUR) zusammen.

8. Eigenkapital

Das voll eingezahlte Aktienkapital beläuft sich auf 200.000,00 EUR und ist eingeteilt in 200.000,00 Stückaktien, die auf den Inhaber lauten.

Aus der Kapitalrücklage wurden im Wirtschaftsjahr 2016 600.000,00 EUR an die HÖVELRAT Holding AG ausgezahlt, der Wert beträgt zum Stichtag 371.041,07 EUR. Die Gewinnrücklagen setzen sich aus der gesetzlichen Rücklage (13.000,00 EUR) und anderen Gewinnrücklagen (112.000,00 EUR) zusammen.

C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus Personalkostenverrechnungen (59.531,70 EUR), Erträge aus den Abgang von Anlagevermögen (6.129,39 EUR) sowie Erstattungen nach dem Aufwendungsausgleichsgesetz (417,22 EUR).

2. Regionale Aufgliederung der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Zinserträge, die Provisionserträge und die sonstigen betrieblichen Erträge sind in der Bundesrepublik Deutschland angefallen.

3. Sonstiges

Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung sind nicht angefallen.

D. Anlagenspiegel

Anschaffungskosten
1.1.2016 Zugänge Abgänge 31.12.2016
EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen        
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 230.644,60 45.706,97 45.008,39 231.343,18
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2016 Zugänge Abgänge 31.12.2016
EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen        
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 143.618,09 30.969,97 35.171,39 139.416,67
Buchwerte
1.1.2016 31.12.2016
EUR EUR
I. Sachanlagen    
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 87.026,51 91.926,51

Die Abschreibungen im Geschäftsjahr (T€ 31) entfallen auf Anschaffungen im Geschäftsjahr (T€ 2) und auf Anschaffungen in Vorjahren (T€ 29).

E. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz erscheinen, belaufen sich am Bilanzstichtag auf 129.595,87 EUR und entfallen auf künftige Mietverpflichtungen.

Die PROAKTIVA AG ist Mitglied in der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunter-nehmen (EdW), Berlin, und haftet grundsätzlich im Rahmen der satzungsmäßigen Bestimmungen. Für das Risiko der künftigen Belastung durch Jahresbeiträge, Sonderbeiträge/-zahlungen für das Geschäftsjahr 2016 wurden eine Rückstellung gebildet.

F. Ergänzende Angaben

(1) Vorstand

Familienname Vorname Funktion Vertretungsbefugnis
Witte Matthias Vorstand Vermögensverwaltung Gesamtvertretung
Peters Torben Vorstand Vermögensverwaltung Gesamtvertretung
Treiber Susanne Vorstand Finanzen, Personal, Controlling, Organisation und Verwaltung Gesamtvertretung

Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder betrugen im Geschäftsjahr 498.500,00 EUR. Darin enthalten sind freiwillige Bonuszahlungen von insgesamt 75.000,00 EUR. Gegenüber den Vorstandsmitgliedern bestehen keinerlei Pensionszusagen seitens der Gesellschaft.

(2) Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr im Jahresdurchschnitt drei Vorstandsmitglieder und dreizehn Angestellte.

(3) Aufsichtsrat

Familienname Vorname Funktion Beruf
Reemstma Reemt Alwin Vorsitzender (ab 20.05.2016) Rechtsanwalt und Notar, Berlin
Kühne Hartmann Stv. Vorsitzender Privatier
Hauschildt Rolf Vorsitzender (bis 20.05.2016), ab 20.05.2016 Mitglied Geschäftsführer der VM Value Management, Düsseldorf

Im Geschäftsjahr haben die Mitglieder des Aufsichtsrats insgesamt 8.000,00 EUR an Bezügen erhalten.

Weitere Mandate der Aufsichtsratsmitglieder:

Herr Hauschildt ist außerdem

• Vorsitzender des Aufsichtsrates der Germania-EPE AG, Gronau

• Mitglied des Aufsichtsrats der Allerthal-Werke AG, Köln

• Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der Solventis AG, Frankfurt

• Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der Scherzer & Co. AG, Köln

Herr Reemtsma ist außerdem

• Mitglied des Beirats der Immobilienwirtschaft der Berliner Volksbank e.G., Berlin

(4) Konzernverhältnisse

Die Aktien der PROAKTIVA AG sind zu 100 % im Besitz des Mutterunternehmens HÖVELRAT Holding AG. Ein Konzernabschluss wird aufgrund der Größenklassenbefreiung für das Geschäftsjahr 2016 nicht erstellt.

(5) Geschäftstätigkeit

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft besteht im Wesentlichen in der Vermögensverwaltung von privaten und institutionellen Kunden.

(6) Vorschüsse und Kredite an Mitglieder der Geschäftsführung sowie Haftungsverhältnisse zugunsten von Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats.

An Mitglieder des Vorstands wurden im Jahr 2016 keine Kredite vergeben.

Haftungsverhältnisse zugunsten von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

(7) Honorar des Abschlussprüfers

Das auf das Jahr 2016 entfallende Honorar des Abschlussprüfers beträgt insgesamt 22.405,44 EUR:

a) Abschlussprüfungsleistungen 8.000,00 EUR
b) Andere Bestätigungsleistungen (WpHG) 8.000,00 EUR
c) Sonstige Leistungen 6.405,44 EUR

(8) Genehmigtes Kapital

Der Vorstand hat von der Ermächtigung, vom 21. November 2011 für den Zeitraum von fünf Jahren das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmalig um insgesamt bis 65.000,00 EUR gegen Bareinlagen oder Sacheinlagen gegen Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital), keinen Gebrauch gemacht.

G. Ergebnisverwendung

Der Jahresabschluss wurde unter Berücksichtigung des Gewinnabführungsvertrages vom 21. September 2009 aufgestellt. Der Jahresüberschuss wurde als sonstige Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen gebucht.

H. Nachtragsbericht

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ergeben, die Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft haben und nicht in der Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind.

 

Hamburg, 24. März 2017

Matthias Witte, Vorstand

Torben Peters, Vorstand

Susanne Treiber, Vorstand

E. Bestätigungsvermerk

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers:

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der PROAKTIVA AG, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Hamburg, den 8. Mai 2017

CASIS Heimann Buchholz Espinoza
Partnerschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Anja Espinoza

Wirtschaftprüferin

Heimo Heimann

Wirtschaftsprüfer

F. Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der PROAKTIVA AG hat sich im Geschäftsjahr 2016 in drei Sitzungen (21.03.2016, 20.05.2016 und 24.11.2016) umfassend über die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung, wichtige Geschäftsvorfälle sowie über die Strategie und Planung der PROAKTIVA AG informiert. Er hat den Vorstand beraten und seine Geschäftsführung überwacht. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend unterrichtet und ihm alle Sachverhalte vorgelegt, die der Mitwirkung des Aufsichtsrates und seiner Entscheidung bedurften.

Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat regelmäßig über die Geschäftspolitik und andere grundsätzliche Fragen der Unternehmensführung und -planung, die Strategie, die finanzielle Entwicklung und Ertragslage der PROAKTIVA AG, das Risikomanagement sowie Geschäfte und Ereignisse, die für die Gesellschaft von wesentlicher Bedeutung waren, berichtet. Darüber hinaus wurden wichtige Themen und anstehende Entscheidungen in Gesprächen zwischen der Aktionärin HÖVELRAT Holding AG, dem Vorstand und Mitgliedern des Aufsichtsrates erörtert.

In der ersten Sitzung am 21. März 2016 ist dem Aufsichtsrat der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss per 31.12.2015 vorgelegt und hinreichend erläutert worden. Weiterhin wurden personelle Themen besprochen, u. a. auch die Einstellung eines neuen Kundenbetreuers in Hannover.

In der zweiten Sitzung am 20. Mai 2016 sind die Herren Heimann und Beiersdorfer von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft CASIS Heimann Buchholz Espinoza Partnerschaft, Hamburg, anwesend gewesen und informierten den Aufsichtsrat noch einmal ausführlich über den Prüfungsauftrag, den Prüfungsumfang sowie die Prüfungsergebnisse zum Jahresabschluss per 31.12.2015. Der Prüfungsbericht wurde dem Aufsichtsrat bereits vorab zugesandt. Es ergaben sich keine weiteren Nachfragen oder Anmerkungen. Das Jahresergebnis 2015 i. H. v. T€ 629 wird aufgrund des Gewinnabführungsvertrages mit der HÖVELRAT Holding AG (vormals nordaktienbank AG) vollständig an die Muttergesellschaft ausgekehrt. Der Jahresabschluss per 31.12.2015 sowie der Lagebericht wurden gebilligt und festgestellt. Diese Sitzung beinhaltete u. a. noch folgende Tagesordnungspunkte:

• Kenntnisnahme des Prüfungsberichts der Wertpapierdienstleitungsgeschäfte für die Zeit vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015.

• Der Vorschlag die CASIS Heimann Buchholz Espinoza Partnerschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, zum Jahresabschlussprüfer und Prüfer der Wertpapierdienstleistungsgeschäfte für das Geschäftsjahr 2016 zu bestellen.

• Wiederwahl des gesamten Aufsichtsrats für eine weitere Amtsperiode.

In der anschließend stattfindenden Hauptversammlung wurde der gesamte Aufsichtsrat für eine weitere Amtsperiode wiedergewählt. Der Aufsichtsrat wählte daraufhin Herrn Reemt Reemtsma in der konstituierenden Sitzung zum Aufsichtsratsvorsitzenden und Herrn Hartmann Kühne zu seinem Stellvertreter.

In der letzten Aufsichtsratssitzung am 24.11.2016 gab der Vorstand einen ausführlichen Bericht über den Verlauf des Geschäftsjahres 2016 ab. Auch wurden personelle Angelegenheiten und aktuelle Akquisitionsprojekte, insbesondere zwischen der HÖVELRAT Holding AG und der Andreas Meißner Vermögensmanagement GmbH besprochen. In diesem Zusammenhang wurden ebenfalls die damit verbundenen Umstrukturierungen sowie strategischen Neuausrichtungen erörtert.

Am 28. März 2017 wurden dem Aufsichtsrat der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss per 31.12.2016 und der Lagebericht zum Geschäftsjahr 2016 vorgelegt und erläutert. Außerdem berichtete der Vorstand über die aktuelle Unternehmens- und Marktentwicklung.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand für die vertrauensvolle Zusammenarbeit, das persönliche Engagement und das erfolgreiche Geschäftsjahr 2016.

 

Hamburg, 30. Mai 2017

Reemt Reemtsma

Vorsitzender des Aufsichtsrates

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