Delta G Holding GmbH
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GASAG Contracting GmbHBerlinJahresabschluss zum 31.12.2015Lagebericht für das Geschäftsjahr 20151 Grundlagen des UnternehmensDie GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft, Berlin, nachfolgend GASAG genannt, ist Alleingesellschafterin der GASAG Contracting GmbH, Berlin, nachfolgend GC genannt. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der GASAG einbezogen. Gegenstand der Gesellschaft ist die Vorbereitung und Durchführung von Energiecontracting-Projekten einschließlich der Planung, der Errichtung und des Betriebs von Energieversorgungsanlagen zur Produktion und Lieferung von Wärme, Dampf, Strom, Kälte und Druckluft sowie alle damit verbundenen Energiedienstleistungen einschließlich Dienstleistungen des Facility Management. Sitz der Gesellschaft ist Berlin, in Essen befindet sich eine Zweigniederlassung. Das Unternehmen ist bundesweit tätig. 2 WirtschaftsberichtDie volkswirtschaftliche Gesamtsituation in Deutschland hatte in 2015 keine signifikanten wirtschaftlichen Auswirkungen auf die GC. Das anhaltend niedrige Zinsniveau und der niedrige Ölpreis hemmen jedoch die Nachfrage nach Contracting-Lösungen mit effizienten Energieanlagen. Die ambitionierten Klimaschutzziele der EU und der Bundesrepublik Deutschland dominierten auch in 2015 die energiepolitische Agenda. Wesentliche Handlungsfelder der Energiewende beschäftigen sich mit der Herausforderung, bei garantierter Versorgungssicherheit Energie umweltverträglich zu erzeugen und dabei diesen Strukturwandel ökonomisch verträglich zu gestalten. Neben dem Strommarkt gerät zunehmend auch der Wärmemarkt in den Fokus. Kunden, die in der Vergangenheit im Wesentlichen eine sichere und kostengünstige Energieversorgung erwartet haben, achten verstärkt auf Energieeffizienz und geringe Emissionen klimaschädlicher Gase bei der Wahl ihrer Energieanbieter. Dabei entwickeln sich viele Verbraucher selbst zu Energieproduzenten. Für Anbieter von Energiedienstleistungen wie die GC eröffnet sich damit ein zusätzliches Wertschöpfungspotenzial. Contracting bietet sich hier als nachhaltiges Modell zur dezentralen Energieerzeugung mit effizienten Technologien bei sicherer Versorgung für unsere Kunden an. Mit Kraft-Wärme-Kopplungs-Lösungen und Mieterstrom-Angeboten wird der Strompreiserhöhung für Endkunden begegnet. Das am 3. Dezember 2015 vom Bundestag beschlossene Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG), das am 1. Januar 2016 vorbehaltlich der beihilferechtlichen Genehmigung des Gesetzes durch die Europäische Kommission in Kraft getreten ist, vermindert in Abhängigkeit von Leistungsklassen die Anlagenförderung bei Eigenverbrauch des in KWK-Anlagen erzeugten Stroms. KWK-Anlagen der allgemeinen Versorgung größer 2 MW erhalten künftig eine Bestandsförderung, wenn sie nicht mehr nach KWKG oder dem Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien (EEG) gefördert werden. Da kleinere KWK-Anlagen diese Förderung nicht erhalten, führt dies zu einer Benachteiligung dezentraler KWK-Konzepte. Positiv wirken jedoch die Förderbedingungen für kleinere KWK-Anlagen, wie sie in der Quartiers- und Objektversorgung eingesetzt werden. Außerdem werden künftig gezielt Energiedienstleister gefördert, die ihre Kunden zum Beispiel in einem Gewerbegebiet oder mit einem Nahwärmenetz in der Wohnungswirtschaft versorgen und ihnen KWK-Strom liefern, für den die volle EEG-Umlage gezahlt wird. Im November 2015 hat das Bundeskabinett auch die Energieeffizienzstrategie Gebäude (ESG) verabschiedet, die insbesondere auf Kohlendioxid-Einsparungen im Wärmemarkt abzielt. Die Nachfrage nach Energiedienstleistungen wie Energieberatung und Contracting wird gestärkt, auch wenn wichtige Fragen der Umsetzung noch ungeklärt sind. Die ab 2016 verschärfte Energieeinsparverordnung (EnEV) erhöht erneut die Energiestandards bei Neubauten. Daraus ergeben sich Ansatzpunkte für eine zunehmende Nachfrage nach intelligenten Energieversorgungskonzepten. Ebenfalls im November 2015 verabschiedete das Bundeskabinett ein Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende. Die digitale Vernetzung von dezentraler Erzeugung, Speicherung (z. B. in Form von "Power-to-Heat") und Verbrauch über effizientes Lastmanagement eröffnet für Energiedienstleister neue Geschäftsmodelle. Schon heute sind Blockheizkraftwerke der GC zum Beispiel in das virtuelle Kraftwerk der GASAG ("GASAG EcoPool") zur Steigerung der Wertschöpfung und Anlagenoptimierung eingebunden. Im Jahresdurchschnitt waren bei der Gesellschaft 46 Mitarbeiter, davon vier in Teilzeit beschäftigt. In 2015 gab es keinen meldepflichtigen Arbeitsunfall in der GC. Die Interessen der Mitarbeiter werden bei der GC durch einen aus sechs Mitgliedern bestehenden Betriebsrat wahrgenommen. Umweltvorschriften für die Energieerzeugungsanlagen der GC wurden bei Errichtung und Betrieb eingehalten. Für die Gewährleistung des Gesundheits- und Arbeitsschutzes wurden interne Sicherheitsbeauftragte ernannt, deren Arbeit vom Sicherheitsingenieur der GASAG unterstützt wird. Der Wärmeabsatz erhöhte sich im Geschäftsjahr 2015 um 15,8 Mio. kWh auf 371,6 Mio. kWh. Neben neu in Betrieb genommenen Anlagen ist dies auch auf die milden Temperaturen in 2014 zurückzuführen. Gegenläufig wirken die in 2014 vorgenommenen strukturellen Umstellungen von einigen Energielieferverträgen. 3 Ertrags-, Finanz- und VermögenslageErtragslageIm Geschäftsjahr 2015 hat die Gesellschaft einen Jahresüberschuss in Höhe von 3.992 Tausend Euro (Vj. 3.222 Tausend Euro) erwirtschaftet. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beträgt 5.817 Tausend Euro (Vj. 4.798 Tausend Euro). Die Gesamtumsatzerlöse im Geschäftsjahr betragen 44.885 Tausend Euro und haben sich gegenüber dem Vorjahr (43.160 Tausend Euro) um rd. 4,0 % erhöht. Die Umsatzerhöhung ist hauptsächlich auf neue Projekte, verbesserte Laufzeiten von Blockheizkraftwerken sowie auf witterungsbedingte Einflüsse zurückzuführen. Auf Umsatzerlöse aus Wärme- und Stromlieferungen entfallen 42.523 Tausend Euro (Vj. 40.120 Tausend Euro). Der Materialaufwand ist von 28.332 Tausend Euro im Vorjahr auf 28.162 Tausend Euro im Geschäftsjahr leicht gesunken. Positiven Preiseffekten beim Brennstoffbezug stehen im Wesentlichen Einmalaufwendungen für Anlageninstandhaltungen gegenüber. Auf Materialaufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe entfallen 23.719 Tausend Euro (Vj. 24.774 Tausend Euro). Der Personalaufwand hat sich von 3.617 Tausend Euro im Vorjahr auf 3.951 Tausend Euro erhöht. Diese Veränderung resultiert im Wesentlichen aus dem weiteren Personalaufbau im Rahmen des geplanten Wachstums sowie aus Lohn- und Gehaltssteigerungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 4.844 Tausend Euro liegen rund 3,0 % unter dem Vorjahreswert (4.995 Tausend Euro), im Wesentlichen begründet durch einen verminderten Bedarf an Wertberichtigungen auf Forderungen. Wesentliche Positionen sind Miet- und Leasingaufwendungen (2.061 Tausend Euro), Vergütungen für Geschäftsbesorgungsverträge (434 Tausend Euro) und IT-Leistungen (476 Tausend Euro). Der Finanzierungsaufwand des Jahres 2015 ist auf 438 Tausend Euro (Vj. 535 Tausend Euro) gesunken. Die Ertragsteuern betragen 1.822 Tausend Euro (Vj. 1.507 Tausend Euro). FinanzlageDie Kapitalflussrechnung wurde auf der Grundlage des neuen deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 21 (DRS 21) erstellt. Die Liquiditäts- und Kapitalausstattung setzt sich wie folgt zusammen:
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt 5.271 Tausend Euro. Im Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von -5.090 Tausend Euro sind im Wesentlichen Auszahlungen für Investitionen in Erzeugungs- und Bezugsanlagen enthalten. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von -362 Tausend Euro beinhaltet im Wesentlichen die Ausschüttung des Jahresergebnisses 2014 an die GASAG in Höhe von -3.222 Tausend Euro, die Aufnahme eines langfristigen Gesellschafterdarlehens in Höhe von 5.000 Tausend Euro zur Finanzierung der Sachanlagen sowie Tilgungen von langfristigen Darlehen in Höhe von -1.758 Tausend Euro. Der Finanzmittelfonds besteht aus dem Guthaben bei der GASAG im Rahmen der Clearingvereinbarung in Höhe von 3.794 Tausend Euro und aus dem Kassenbestand in Höhe von 10 Tausend Euro. Zur Finanzierung der Geschäftstätigkeit stehen der Gesellschaft ein Clearingrahmen in Höhe von 3.000 Tausend Euro und ein Gesellschafterdarlehensrahmen in Höhe von 21.000 Tausend Euro bei der GASAG zur Verfügung. Zum Bilanzstichtag wurde der Darlehensrahmen in Höhe von 13.535 Tausend Euro in Anspruch genommen. VermögenslageDie Vermögenswerte haben sich im Berichtsjahr um 137 Tausend Euro verringert. Während sich das Anlagevermögen um 1.896 Tausend Euro erhöhte, verringerte sich das Umlaufvermögen um 1.940 Tausend Euro, im Wesentlichen aufgrund geringerer Forderungen aus noch nicht abgerechneten Energielieferungen. Im Berichtsjahr 2015 hat die Gesellschaft Investitionen in Höhe von 5.559 Tausend Euro getätigt. Es wurden planmäßige Abschreibungen in Höhe von 3.301 Tausend Euro vorgenommen. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt unverändert 2.500 Tausend Euro. Das bilanzielle Eigenkapital liegt mit 10.010 Tausend Euro über dem Vorjahresniveau von 9.240 Tausend Euro. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 27,4 %. Die Rückstellungen wurden überwiegend für ausstehende Rechnungen für den Erdgasbezug sowie zur Mitigation operativer Risiken gebildet. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten durch planmäßige Tilgungen auf 94 Tausend Euro zurückgeführt werden. Es handelt sich dabei um ein festverzinsliches Darlehen. Die Bilanzsumme liegt zum 31. Dezember 2015 mit 36.481 Tausend Euro auf Vorjahresniveau (36.618 Tausend Euro). Nichtfinanzielle LeistungsindikatorenDie Gesellschaft verfügt über gut ausgebildete, erfahrene und motivierte Mitarbeiter, die auch zukünftig für den Erfolg des Unternehmens stehen. Der weitere Kompetenz- und Kapazitätsaufbau wird auch in Zukunft ein zentrales Thema zur Erhaltung und weiteren Steigerung der Leistungsfähigkeit des Unternehmens sein. Eine Bestandsgefährdung der Gesellschaft kann aufgrund der Werthaltigkeit der Verträge im Anlagencontracting ausgeschlossen werden. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen LageIm Vergleich zum Vorjahr konnte das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit durch Ertragssteigerungen bei wachstumsbedingtem Anstieg der Personalkosten auf ein Niveau gesteigert werden, was leicht über der im Vorjahr abgegebenen Prognose liegt. Die fälligen finanziellen Verpflichtungen waren durch die zur Verfügung stehende Liquidität jederzeit gedeckt. 4 NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben. 5 ChancenberichtDie Handlungsfelder der Energiewende rücken nach dem Strom -vermehrt den Wärmemarkt in den Fokus. Die erhöhten Effizienzanforderungen werden in absehbarer Zeit starke Impulse für das Wachstum der Energiedienstleistungen - insbesondere für das Energiecontracting - hervorrufen. Innovative technische Lösungen zur Umsetzung der ehrgeizigen Effizienzziele sind bereits zahlreich am Markt vorhanden. Auf Kundenseite sind diese Lösungen häufig jedoch wenig bekannt beziehungsweise die möglichen wirtschaftlichen Einsparpotenziale nicht hinreichend kommuniziert. Zudem stellt die erfolgreiche Umsetzung dieser immer komplexer werdenden Lösungen die potenziellen Adressaten vor große Herausforderungen. Auch vor diesem Hintergrund sind die Chancen für ein nachhaltiges Wachstum der Gesellschaft im Liefercontracting, eingebettet in die Energiedienstleistungsstrategie der GASAG-Gruppe, deutlich positiv. Die neue Förderkategorie im KWKG für KWK-Anlagen in geschlossenen Verteilernetzen stellt eine Verbesserung für Energiedienstleistungsunternehmen dar. Herauszustellen ist in diesem Zusammenhang der Abschluss eines Energieliefervertrages in 2015 für ein zu errichtendes Wohnquartier in Berlin-Spandau. Zusätzliches Absatzpotenzial sieht die GC hier auch entlang der zur Quartiersversorgung neu zu verlegenden Nahwärmeleitung. Das Bestandsgeschäft bietet vor dem Hintergrund einer gewachsenen Geschäftsbeziehung gute Chancen, in Verbindung mit der Implementierung innovativer Energielösungen nachhaltig Geschäftsbeziehungen aufzubauen. 6 RisikoberichtAls Unternehmerin ist die Gesellschaft Risiken unterschiedlichster Art ausgesetzt. Da unternehmerisches Handeln von der Übernahme angemessener Risiken nicht zu trennen ist, steht der verantwortungsvolle Umgang mit diesen Risiken im Vordergrund des Risikomanagements. Die Gesellschaft ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der GASAG und wird in deren Konzernabschluss einbezogen. Die in dieser Gesellschaft angewandten Management- und Risikomonitoringsysteme orientieren sich an den Anforderungen der GASAG und berücksichtigen die spezifische Situation der Gesellschaft. Auf Konzernebene werden die Risiken über das einheitlich verwendete Gliederungsschema zusammengeführt, analysiert und aufbereitet. Die unterjährige Berichterstattung erfolgt standardisiert vierteljährlich und im Schadensfall unverzüglich. Durch die prozessbegleitende Kommunikation der Beteiligten werden Maßnahmen der Risikosteuerung aufgezeigt und eine unternehmensweite Risikokultur gefördert. Unsere Risikoeinschätzung beruht im Wesentlichen auf einem Unternehmenswertansatz, wobei wir neben der Einstufung als Ergebnis-, Eigenkapital- oder Liquiditätsrisiko zusätzlich alle Risiken mit Hilfe der Parameter Eintrittswahrscheinlichkeit sowie Zahlungs- und Imagewirkung klassifizieren und mögliche Gegenmaßnahmen ableiten. Die Angabe der Eintrittswahrscheinlichkeiten lässt sich der Höhe nach wie folgt unterteilen: Beschreibung Sehr geringe Eintrittswahrscheinlichkeit Geringe Eintrittswahrscheinlichkeit Mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit Hohe Eintrittswahrscheinlichkeit Sehr hohe Eintrittswahrscheinlichkeit Dabei steht "sehr gering" für eine kaum messbare Eintrittswahrscheinlichkeit, während bei "sehr hoch" mit überwiegender Wahrscheinlichkeit vom Eintritt des Risikos ausgegangen werden muss. Die Auswirkung auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft drücken wir mit einer Einstufung des Schadenspotenzials wie folgt aus:
Unsere Risiken unterscheiden wir in einen kurz- und langfristigen Wirkungshorizont, wobei die kurzfristige Betrachtung das nächste Geschäftsjahr betrifft und die langfristige Betrachtung den gesamten Planungszeitraum abdeckt. Die Risiken des Contractinggeschäftes lassen sich weiterhin in technische sowie allgemeine Risiken unterteilen. Die technischen Risiken beziehen sich auf eine Verschlechterung des Wirkungsgrades sowie einen kurzfristigen Ausfall der Energieerzeugungsanlagen. Durch die hohe Redundanzauslegung der Anlagen, Instandhaltungskonzepte und Reparaturen nur durch die Anlagenersteller selbst und zugelassene Fachkräfte wird diesen Risiken Rechnung getragen. Damit wird sichergestellt, dass Qualität und Funktionalität der Energieerzeugungsanlagen über die gesamte Nutzungsdauer erhalten bleiben. MarktrisikenDie Energiewende und zunehmende Digitalisierung ändern die Energiemärkte grundlegend. Viele Energieversorger, die mit sinkenden Margen im klassischen Geschäftsmodell kämpfen, dringen verstärkt in das wachsende Geschäftsfeld der Energiedienstleistungen. Zudem werden neue Marktteilnehmer, vorwiegend aus der IT-Branche, registriert. Der Wettbewerb der Energiedienstleistungsunternehmen wird sich daher weiter intensivieren. Damit verbunden ist ein verstärkter Druck auf die Margen. Geringe Brennstoffpreise und ein niedriges Zinsniveau begrenzen zudem die Marktnachfrage nach Contractinglösungen. Politische RisikenBislang sind eindeutige politische Weichenstellungen, die den Ausbau des Energiedienstleistungsmarktes in Deutschland nachhaltig unterstützen, ausgeblieben. Auch das neue KWKG enthält neben positiven Aspekten Regelungen, die dezentrale KWK-Konzepte im Bestand benachteiligen oder dazu führen, dass Geschäftsmodelle mit Eigenversorgung auf den Prüfstand gestellt werden müssen. Diese Situation kann sich kurzfristig entspannen, sofern die Energiepreise wieder deutlich anziehen sollten und die politische Diskussion konkrete Konzepte und belastbare Entscheidungsgrundlagen hervorgebracht hat. Kurzfristig ist jedoch von stagnierenden und teilweise deutlich sinkenden Energiepreisen auszugehen. Aus den oben stehenden Risiken des rechtlich-politischen Umfelds ergibt sich in Bezug auf das aggregierte Schadenspotenzial ein spürbares Risiko bei einer insgesamt hohen Eintrittswahrscheinlichkeit. Risiken aus PreisgleitformelnDie sich aus der BGH-Rechtsprechung (Urteile vom 6. April 2011 AZ VIII ZR 273/09 und AZ VIII ZR 66/09) zu Preisgleitklauseln in Fernwärmeverträgen ergebenden Risiken konnten im zurückliegenden Geschäftsjahr durch die Anpassungen der Preisgleitklauseln in bestehenden Energielieferungsverträgen weiter begrenzt werden. Risikomanagementziele und -methoden in Bezug auf FinanzinstrumenteDie frühzeitige Erkennung von Liquiditätsrisiken erfolgt durch eine rollierende 12-Monats-Liquiditätsplanung. Hierbei wird ein konzernweit einheitliches System eingesetzt, das die Durchführung des Liquiditätsmanagements unterstützt und das Monitoring der Liquiditätsentwicklung im GASAG-Konzern sicherstellt. Die Liquidität ist durch den Einbezug in das konzernweite Kontenclearing und die Gewährung eines angemessenen Kontokorrentrahmens durch die Gesellschafterin jederzeit gesichert. Im Rahmen des Kontenclearings wird überschüssige Liquidität der Gesellschaft an die GASAG abgegeben, bei einer liquiditätsmäßigen Unterdeckung führt die GASAG einen Ausgleich herbei. Wichtige Finanzinstrumente sind Forderungen und Verbindlichkeiten aus dem Kontenclearing bzw. Lieferungen und Leistungen, die im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit entstehen, Darlehensverbindlichkeiten mit der Alleingesellschafterin sowie flüssige Mittel. Ein Währungsrisiko besteht aufgrund der ausschließlichen Tätigkeit im eigenen Währungsraum nicht. Finanzderivate kommen bei der Gesellschaft nicht zum Einsatz. ForderungsausfallrisikoVor dem Hintergrund der weiterhin guten Konjunkturentwicklung ist das Risiko von Forderungsausfällen konstant gering geblieben. Die Forderungen der Gesellschaft sind im Wesentlichen unbesichert. Die Gesellschaft ist diesbezüglich einem Risiko ausgesetzt, in dem die entsprechenden Beträge uneinbringlich werden können. Durch die große Anzahl an Einzelkunden ist das Forderungsausfallrisiko für die Gesellschaft jedoch weit gestreut. Mit Hilfe eines strukturierten Forderungsmanagements ist eine frühzeitige Erkennung von Ausfallrisiken weitgehend gewährleistet. Der Ausfall von Forderungen stellt in Bezug auf das aggregierte Schadenspotenzial ein geringes Risiko mit einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit dar. Einzelrisiken mit bestandsgefährdendem Charakter wurden für die Gesellschaft nicht identifiziert. ZusammenfassungDie Geschäftsführung sieht derzeit keine bestandsgefährden Risikopotenziale für die GC. Im Hinblick auf die derzeitigen wirtschaftlichen Verhältnisse des Unternehmens besteht kein Anlass zur Vermutung einer in der nächsten Zeit eintretenden Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit. 7 PrognoseberichtFür den Planungszeitraum 2016 bis 2018 geht die Geschäftsführung der GC von einer positiven Geschäftsentwicklung aus. Nach Auffassung der Geschäftsführung ist davon auszugehen, dass in den kommenden Jahren das Geschäftsfeld dezentrale Kraftwärmekopplung ergänzt durch Energiedienstleistungen deutlich an Bedeutung für den Wärmemarkt gewinnen wird. Die Gesellschaft sieht sich bereits gut zur Nutzung der sich bietenden Marktopportunitäten aufgestellt. Neben weiterer personeller Stärkung der GC und damit verbundenem Aufbau von weiterem Fach-Knowhow werden in den kommenden Geschäftsjahren auch Kooperationen mit Unternehmen der Immobilienwirtschaft in den Fokus rücken, um intelligente Energieversorgungskonzepte sowohl bei Neubauprojekten als auch für Bestandsimmobilien der Marktpartner zu entwickeln. Auch mit anderen Unternehmen der GASAG-Gruppe wird künftig die Zusammenarbeit weiter ausgebaut, um neue Produkte und Lösungen mit Mehrwert für unsere Kunden zu entwickeln. Für 2016 erwartet die Gesellschaft einen Jahresüberschuss auf Vorjahresniveau.
Berlin, den 15. Februar 2016 GASAG Contracting GmbH Die Geschäftsführung gez. Frank Mattat gez. Jörn Heilemann Bilanz zum 31.12.2015der GASAG Contracting GmbH, BerlinAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. - 31.12.2015der GASAG Contracting GmbH, Berlin
Anlagenspiegel für die Zeit vom 1.1.2015 bis 31.12.2015 nach HGBder GASAG Contracting GmbH, Berlin
a) davon außerplanmäßige
Abschreibungen
a)
Anhang für das Geschäftsjahr 2015Allgemeine HinweiseDer Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die für einzelne Posten geforderten Zusatzangaben haben wir in den Anhang aufgenommen. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden alle mit arabischen Zahlen versehenen Posten der Bilanz sowie die Unterposten der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Sie werden im Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde werden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: AnlagevermögenErworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten bewertet und werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Zugänge zum beweglichen Anlagevermögen werden zeitanteilig abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von 150 Euro werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben beziehungsweise direkt als Aufwand erfasst. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als 150 Euro bis 1.000 Euro wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird jeweils mit 20 % im Jahr des Zugangs und in den vier darauf folgenden Jahren abgeschrieben. UmlaufvermögenDie Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten beziehungsweise zu den niedrigeren Tageswerten am Abschlussstichtag unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen Leistungen sind zu Herstellungskosten bilanziert. Erkennbare Risiken werden gemäß § 253 Abs. 4 Satz 2 HGB berücksichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt. Für erkennbare Einzelrisiken wurden Wertberichtigungen vorgenommen. Weiteren Risiken wird durch entsprechende Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Forderungsermittlung erfolgte auf der Grundlage der DV-gesteuerten Abgrenzung zum Bilanzstichtag unter Einbeziehung der bereits gelieferten, jedoch noch nicht abgerechneten Energiemengen. FremdkapitalDer passivierte Sonderposten enthält von Kunden empfangene Investitionszuschüsse und wird über die Restnutzungsdauer der betroffenen Anlagegüter aufgelöst. Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren auf der Grundlage versicherungsmathematischer Gutachten bewertet. Den Berechnungen der Rückstellungen für Pensionen wurden 2,0 % Gehaltssteigerungen und 1,0 % Rentensteigerungen sowie die Sterbetafeln Heubeck (2005) und ein Zinssatz von 3,89 % (Vj. 4,53 %) zu Grunde gelegt. Aus der Anpassung der Zinssätze ergibt sich nur eine unwesentliche Erhöhung der Verpflichtungen. Mit der Bildung der Steuerrückstellungen und der sonstigen Rückstellungen werden alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen nach § 249 Abs. 1 HGB abgedeckt. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Die angewandten Zinssätze basieren auf den Abzinsungszinssätzen der Deutschen Bundesbank gemäß § 253 Abs. 2 HGB. Die Verbindlichkeiten sind mit den jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert. Latente SteuernFür die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Erläuterungen zur BilanzAktiva AnlagevermögenDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Vorräte
In den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden Heizölbestände ausgewiesen. Die unfertigen Leistungen umfassen im Wesentlichen die Sanierung einer Heizzentrale. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gliedern sich wie folgt:
Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben 4 Tausend Euro (Vj. 0 Euro) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle weiteren Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren im Wesentlichen aus Energielieferungen. Hierin enthalten sind noch nicht abgerechnete Forderungen in Höhe von 35.055 Tausend Euro (Vj. 38.240 Tausend Euro), die mit den noch nicht abgerechneten Abschlagszahlungen in Höhe von 34.260 Tausend Euro (Vj. 36.275 Tausend Euro) saldiert wurden. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen in Höhe von 3.955 Tausend Euro (Vj. 4.192 Tausend Euro) auf die GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft, Berlin, nachfolgend GASAG genannt. Sie betreffen im Wesentlichen mit 3.794 Tausend Euro (Vj. 3.975 Tausend Euro) Forderungen aus dem Cash Pooling sowie in Höhe von 136 Tausend Euro (Vj. 156 Tausend Euro) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Steuerforderungen in Höhe von 1.563 Tausend Euro (Vj. 2.044 Tausend Euro). Die darin enthaltenen Steuererstattungsansprüche aus der Energiesteuer entstehen rechtlich teilweise erst nach dem Bilanzstichtag. Aktiver RechnungsabgrenzungspostenDer aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen die im Voraus gezahlte Nutzungsgebühr für energietechnische Anlagen an die SKM Stiftungs-Klinikum Mittelrhein gGmbH, Koblenz, in Höhe von ursprünglich 690 Tausend Euro. Die Auflösung erfolgt linear über eine Laufzeit von 15 Jahren des zugrunde liegenden Vertrags. Ferner werden in diesem Posten Aufwendungen für Kundenanlagen, die dem Kunden gemäß Vertrag nach Fertigstellung unentgeltlich übereignet wurden, erfasst. Diese Positionen werden entsprechend der vertraglichen Laufzeit über 20 Jahre aufgelöst. Weiterhin wurden Aufwendungen für die Übernahme von Vollserviceverträgen und Mieten abgegrenzt. Passiva EigenkapitalDas gezeichnete Kapital beträgt zum Bilanzstichtag 2.500 Tausend Euro. Die Gesellschaftsanteile hält zu 100 % die GASAG. Im Geschäftsjahr 2015 wurde der Jahresüberschuss 2014 in Höhe 3.221.850,68 Euro ausgeschüttet. SonderpostenDie Teilauflösungen des Sonderpostens aus Investitionszuschüssen betragen 21 Tausend Euro, zugeführt wurden 51 Tausend Euro, wonach sich der Sonderposten auf 85 Tausend Euro erhöhte. Rückstellungen
In 2015 lagen die Steuervorauszahlungen unter den zu erwartenden Steueraufwendungen. Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen die im Rahmen der bilanziellen Verbrauchsabgrenzung ermittelten Gas- und Strombezugskosten (4.542 Tausend Euro; Vj. 4.277 Tausend Euro) sowie Kosten für Wärmebezug (46 Tausend Euro; Vj. 431 Tausend Euro). Des Weiteren wurden sonstige Rückstellungen für Rückforderungsansprüche (1.672 Tausend Euro; Vj. 1.946 Tausend Euro), Aufwendungen aus ausstehenden Rechnungen (2.209 Tausend Euro; Vj. 1.844 Tausend Euro) und für noch nicht abgerechnete Personalverpflichtungen (288 Tausend Euro; Vj. 295 Tausend Euro) gebildet. VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen im Wesentlichen auf die GASAG und resultieren überwiegend aus Gesellschafterdarlehen (einschließlich Zinsen) in Höhe von 13.592 Tausend Euro (Vj. 10.317 Tausend Euro) und aus Verbindlichkeiten aus Erdgasbezug in Höhe von 1.050 Tausend Euro (Vj. 1.116 Tausend Euro). Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse
Die Umsatzerlöse werden im Inland erwirtschaftet und resultieren überwiegend aus der Lieferung von Wärme und Strom. Sie beinhalten periodenfremde Erlöse in Höhe von 1.024 Tausend Euro. Die Sonstigen Umsatzerlöse enthalten im Wesentlichen die mit dem Betrieb von Energieversorgungsanlagen verbundenen Energiedienstleistungen in Höhe von 1.436 Tausend Euro (Vj. 912 Tausend Euro) sowie in Höhe von 859 Tausend Euro (Vj. 491 Tausend Euro) Erlöse aus der Verpachtung. Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 2.272 Tausend Euro (Vj. 1.634 Tausend Euro) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus dem Verkauf von Versorgungsanlagen in Höhe von 1.207 Tausend Euro (Vj. 273 Tausend Euro), aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 665 Tausend Euro (Vj. 920 Tausend Euro), aus der Veränderung von Wertberichtigungen in Höhe von 85 Tausend Euro (Vj. 55 Tausend Euro) sowie aus sonstigen Erstattungen und Zuschüssen in Höhe von 74 Tausend Euro (Vj. 121 Tausend Euro). Die periodenfremden Erträge betragen 5 Tausend Euro. Materialaufwand
Die Materialaufwendungen beinhalten einen periodenfremden Anteil in Höhe von 422 Tausend Euro. Personalaufwand
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
Im Geschäftsjahr erfolgten außerplanmäßige Abschreibungen auf Wärmeerzeugungsanlagen in Höhe von 204 Tausend Euro (Vj. 0 Euro) sowie auf Verteilungsanlagen in Höhe von 44 Tausend Euro (Vj. 0 Euro). Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die periodenfremden Aufwendungen betragen 68 Tausend Euro. Finanzergebnis
Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen entfallen 418 Tausend Euro (Vj. 497 Tausend Euro) auf Geschäfte mit der GASAG. Steuern vom Einkommen und ErtragDie Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen in Höhe von 1.825 Tausend Euro das Geschäftsjahr (Vj. 1.465 Tausend Euro) und in Höhe von -3 Tausend Euro Vorjahre. Sonstige AngabenLatente SteuernDie aktiven und passiven latenten Steuern aus temporären Unterschieden betreffen die Bewertungsunterschiede zur Steuerbilanz.
Die latenten Steuern wurden mit einem Steuersatz von 31,19 % ermittelt. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Mitarbeiter im JahresdurchschnittDie Angaben sind ohne Auszubildende und Geschäftsführer:
HaftungsverhältnisseZum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse. Außerbilanzielle Geschäfte / sonstige finanzielle VerpflichtungenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen für das Bestellobligo sowie für Mietverpflichtungen belaufen sich auf 3.401 Tausend Euro. Für die Leasingverträge zur Überlassung von Kraftfahrzeugen sowie von Hard- und Softwareausstattungen bestehen bis zum Ende der voraussichtlichen Laufzeiten der Leasingverträge finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 327 Tausend Euro. Hiervon entfallen 241 Tausend Euro auf verbundene Unternehmen des GASAG-Konzerns. Die GASAG Contracting GmbH hat im Jahr 2001 in einem Sale-and-lease-back-Vertrag den überwiegenden Teil ihrer Wärmeanlagen verkauft und für die weitere Nutzung zurück gemietet. Seitdem wurde bis zum 31. Dezember 2010 der überwiegende Teil der entsprechenden Investitionen, in Form von Nachträgen zu dem ursprünglichen Sale-and-lease-back-Vertrag, abgewickelt. Die Mindestlaufzeiten der einzelnen Transaktionen betragen in der Regel 10 Jahre. Der Zinssatz wurde bei Vertragsabschluss fest vereinbart. Nach Ablauf der Grundmietzeit hat die Gesellschaft ein Ankaufsrecht. Es wurden keine Vereinbarungen über Eventualmietzahlungen getroffen. Die Verpflichtungen der Gesellschaft sind durch das rechtliche Eigentum des Leasinggebers auf die geleasten Vermögenswerte besichert. Verlängerungsoptionen bestehen nicht. Bis zum Ende der voraussichtlichen betrieblichen Nutzungsdauer im Jahr 2020 bestehen Verpflichtungen in Höhe von bis zu 3.236 Tausend Euro. Die GASAG Contracting GmbH zieht aus diesen Leasingverhältnissen die Finanzierungsvorteile, muss jedoch den Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen können. Finanzielle Verpflichtungen ergeben sich im Übrigen aus Dienstleistungs- und Nießbrauchverträgen mit der GASAG (511 Tausend Euro) und aus dem Vertrag über Verbrauchsabrechnungsleistungen, die durch die BAS Abrechnungsservice GmbH & Co. KG erbracht werden (56 Tausend Euro). Die mittelbaren Verpflichtungen für Anwartschaften und laufende Leistungen der GASAG Contracting GmbH aus der VEWÖP Unterstützungskasse für öffentliche und privatisierte Einrichtungen e. V., Göttingen, beziehungsweise der Generali Lebensversicherung AG, Frankfurt am Main, betragen zum 31. Dezember 2015 401 Tausend Euro. Dem gegenüber besteht ein Kassenvermögen von 371 Tausend Euro. Die mittelbaren Verpflichtungen sind zulässigerweise nicht in der Bilanz ausgewiesen. Wegen des Übergangs auf das neue beitragsorientierte Versorgungssystem (gültig seit dem 1. Januar 2006) wurden die aktiven Mitarbeiter mit VEWÖP-Zusagen als unverfallbar ausgeschiedene Mitarbeiter bewertet. Ein Währungsrisiko besteht aufgrund der ausschließlichen Tätigkeit im eigenen Währungsraum nicht. Finanzderivate kommen bei der Gesellschaft nicht zum Einsatz. KonzernverhältnisseDie GASAG Contracting GmbH wird im Rahmen des von der GASAG aufgestellten Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2015 als verbundenes Unternehmen vollkonsolidiert. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Angaben zum Gesamthonorar des AbschlussprüfersDie Angaben für das im Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers nach § 285 Nr. 17 HGB erfolgen im von der GASAG aufgestellten Konzernabschluss. GewinnverwendungsvorschlagNach Berücksichtigung des Jahresüberschusses in Höhe von 3.992.321,98 Euro beträgt der Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2015 3.992.321,98 Euro. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2015 in Höhe von 2.500.000,00 Euro auszuschütten und 1.492.321,98 Euro auf neue Rechnung vorzutragen. GeschäftsführungFrank Mattat Sprecher der Geschäftsführung, kaufmännischer Geschäftsführer Jörn Heilemann Technischer Geschäftsführer Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Berlin, den 15. Februar 2016 GASAG Contracting GmbH Die Geschäftsführung gez. Frank Mattat gez. Jörn Heilemann BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss -bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang -unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der GASAG Contracting GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Berlin, 4. März 2016 Ernst
& Young GmbH
Diederichs, Wirtschaftsprüfer Ottenhus, Wirtschaftsprüfer Auszug aus dem Protokoll der Gesellschafterversammlung vom 26. April 2016der GASAG Contracting GmbHTOP 4 Ergebnisverwendung für das Geschäftsjahr 2015Erläuterungsbedarf gibt es nicht und die Gesellschafterversammlung fasst folgenden Beschluss: Die Gesellschafterversammlung der GASAG Contracting GmbH beschließt, vom Jahresüberschuss 2015 in Höhe von 3.992.321,98 Euro einen Anteil in Höhe von 2.500.000,00 Euro am 1. Dezember 2016 an die Gesellschafterin GASAG auszuschütten und einen Anteil in Höhe von 1.492.321,98 Euro auf neue Rechnung vorzutragen.
Berlin, den 26. April 2016 Vera Gäde-Butzlaff, Vorsitzende der Gesellschafterversammlung |
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