Kunat & Felder Immobilien eGbR
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Mario Weißensteiner seit 12.8.2019 | Geschäftsführer |
Waldemar Wunder seit 12.8.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 3.33% | |
| 0.67% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
homee GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen des Unternehmens Die homee GmbH ist ein Energieversorger (Strom und Gas) und in der Entwicklung und Vermarktung von neuen und innovativen Produkten und Dienstleistungen im Smart-Home-Bereich und damit verbundene Dienstleistungen tätig. Die Unternehmensaktivitäten der Gesellschaft haben sich in 2023 auf den Strom- und Gasverkauf an Endkunden in Deutschland fokussiert. Die homee GmbH verfügt mit dem Marktplatz unter der Marke stromee in Kombination mit dem Produktangebot stromee+ (Energiezählerauslesegerät) und homee (Smart Horne) über eine starke Wettbewerbsposition. Durch die integrative Betrachtung von Energieerzeugung, -nutzung und -optimierung im Haushalt ist das Unternehmen bereits als Energielösungsanbieter etabliert und verfügt über eine hohe Wertschöpfungstiefe mit hohem Kundenbindungspotenzial. Das Unternehmen wurde 2018 gegründet und hat seinen Sitz in Berlin. Derzeit besteht das Team aus 15 Mitarbeiter*innen am Standort Berlin sowie weiteren 15 Mitarbeiter*innen an den Standorten Chemnitz und Esslingen. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Nach den anhaltenden wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie hat im Geschäftsjahr 2023 der Krieg in der Ukraine und der Nahostkonflikt zu weiteren Verunsicherungen und damit zu negativen Auswirkungen auf die internationale und nationale wirtschaftliche Lage im Berichtsjahr geführt. Die drohende Unsicherheit der Energieversorgung führte seit 2022 zu deutlich steigenden Energiegroßhandelspreisen und trug damit maßgeblich zur stark angestiegenen Inflation bei. Im Jahr 2023 betrug die durchschnittliche Teuerungsrate in Deutschland 5,9 % und in der Eurozone 5,6 % gegenüber dem Vorjahr (Quelle: de.statista.com). Zwar hatten die Strompreise an den Großhandelsmärkten (z.B. EEX) bereits Ende des Jahres 2022 eine deutliche Erhöhung erfahren (von 73,89 €/MWh für das Frontjahresprodukt Base Mitte des Jahres auf 219,88 €/MWh zum Jahresende), doch durch die von dem Konflikt mit Russland hervorgerufene Gasmangellage kletterten diese auf zwischenzeitlich bis zu 985 €/MWh (im August 2022. In der zweiten Jahreshälfte 2023 ist das Marktpreisniveau wieder deutlich gesunken. Dies führte zu einer Intensivierung des Wettbewerbs und damit einhergehend hohe Akquisitionskosten. In Deutschland gibt es 1.017 Stromversorger und 826 Gasversorger, von denen allerdings nur 71 im Strombereich und 43 im Gasbereich bundesweit tätig sind. Durch preisaggressive Energiediscounter und Anbieter dynamischer Tarife besteht die Gefahr einer sinkenden Kundenloyalität, da diese Anbieter sehr kurzfristig auf Marktpreisentwicklungen reagieren und bei sinkenden Beschaffungskosten äußerst attraktive Preise anbieten. Ein positiver Trend, der dem entgegenwirkt, ist die zunehmende Relevanz von Ökologie und digitalen Angeboten. Diese Entwicklung spiegelt ein wachsendes Bewusstsein für nachhaltige Energiequellen und den Wunsch der Verbraucher wider, durch die Entscheidung für grüne Energie einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Mit zunehmender Verfügbarkeit und Wettbewerbsfähigkeit erneuerbarer Energien ist davon auszugehen, dass der Anteil an ökostromaffinen Kunden in Deutschland weiter steigen wird. Der Smart Home-Markt setzt sich aus Technologiegiganten, spezialisierten Smart Home-Unternehmen und traditionellen Haushaltsgeräteherstellern zusammen. Internationale Marken konkurrieren mit etablierten deutschen Unternehmen und bieten eine breite Palette an Produkten und Lösungen an. Grundsätzlich lassen sich die Marktteilnehmer bzw. ihre Systeme in verschiedene Integrationsstufen einteilen - von der einfachen Steuerung, wie z.B. der Beleuchtung, bis hin zu komplexen Algorithmen und Integrationen, wie z.B. der Heizungsautomatisierung und dem Energiemanagement. Der Wettbewerb wird durch strategische Partnerschaften vorangetrieben und ist durch kontinuierliche Innovation und damit verbundene hohe Investitionen in die Entwicklung gekennzeichnet. 2.2 Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2023 wurden die Aktivitäten auf den nachhaltigen Vertrieb von Strom und Gas in Deutschland fokussiert und ein deutliches Kundenwachstum erzielt. Entsprechend dieser Entwicklung haben sich die Absatzmengen stark in Richtung Energievertrieb verschoben. Durch die Erweiterung des Produktangebots und den Ausbau des Gasgeschäfts konnten Skaleneffekte genutzt werden. Der Produktabsatz von homee (Smart Home) konnte stabil gehalten werden und mit der Unterstützung des Vernetzungsstandards "Matter" wurde ein wichtiger Meilenstein in Richtung weiterer Vernetzung und Integration der Produkte stromee und stromee+ zu einem ganzheitlichen Energiemanagementkonzept umgesetzt. Der geplante Produktlaunch von stromee+ im Jahr 2023 wurde aufgrund umfangreicher Penetrationstests auf 2024 verschoben. In Österreich soll das Produkt im ersten Halbjahr 2024 durch die Energie Steiermark am Markt beworben werden. Das Jahresergebnis wurde entsprechend den Budgetvorgaben eingehalten. Neben den Energiekosten wurde ein relevanter Anteil in Wachstum bzw. Kundengewinnung investiert. 2.3 Finanzielle Leistungsindikatoren Zur internen Steuerung des Unternehmens werden neben umfangreichen Finanzkennzahlen und einem OKR-Modell als wesentliche Leistungsindikatoren das Rohergebnis und das Jahresergebnis nach Steuern herangezogen. Der Geschäftsverlauf und die Lage unseres Unternehmens werden im Folgenden unter Einbeziehung dieser Kennzahlen analysiert. 2.4 Lage Ertragslage Die folgenden Kennzahlen beschreiben die Ertragslage der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 verglichen mit dem Vorjahr:
Die Erhöhung der Unternehmensaktivitäten in 2023 und Fokussierung auf den Energievertrieb von Strom und Gasprodukten in Deutschland haben gegenüber dem Vorjahr - entsprechend unserer Planung - zu einer Erhöhung des Rohergebnisses um 287 % auf 8.319 TEUR geführt. Das Rohergebnis dieses Jahres war darüber hinaus durch einmalige Sondereffekte aus dem Verkauf von überschüssigen Mengen zu hohen Marktpreisen positiv beeinflusst. Insbesondere die in Quartal 1 2023 zusätzlich zur Verfügung stehenden Mittel konnten für den nachhaltigen Aufbau des Kundenstammes genutzt werden. Entsprechend dieser starken Expansion des Unternehmens haben sich auch die Personal- und Sachkosten in 2023 stark erhöht, so dass ein EBIT von -1.495 TEUR (Vorjahr: - 2.586 TEUR) erzielt wurde. Steuern vom Einkommen und Ertrag haben in 2023 das Jahresergebnis nicht belastet, so dass das Geschäftsjahr unter Einbeziehung der sonstigen Steuern mit einem Jahresfehlbetrag von -1.535 TEUR (Vorjahr: -2.599 TEUR) abschließt. Vermögenslage Die Vermögenslage ist geprägt durch eine gegenüber dem Vorjahr erhöhte Bilanzsumme von 12.980 TEUR (Vorjahr: 8.714 TEUR). Das Vermögen der Gesellschaft ist überwiegend kurzfristig gebunden und setzt sich zum Abschlussstichtag im Wesentlichen aus Bankguthaben (8.992 TEUR; Vorjahr: 3.622 TEUR), immaterielles Anlagevermögen 1.386 TEUR (Vorjahr: 871 TEUR), sonstigen Vermögensgegenständen 1.672 TEUR (Vorjahr: 370 TEUR) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (628 TEUR; Vorjahr: 865 TEUR) zusammen. Finanzlage - Kapitalstruktur Bei einem geringeren Gesamtkapital hat sich die Eigenkapitalquote im Vergleich zum Vorjahr verringert und beträgt zum Ende des Geschäftsjahres 1,2 % (Vorjahr: 13,7 %). Auf der Passivseite erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr sowohl die Rückstellungen um 3.098 TEUR auf 9.160 TEUR als auch die Verbindlichkeiten um 2.203 TEUR auf 3.663 TEUR zum Bilanzstichtag. Sämtliche Rückstellungen und Verbindlichkeiten sind kurzfristig. - Investitionen In den immateriellen Vermögensgegenständen sind 1.386 TEUR von insgesamt 1.427 TEUR (Vorjahr: 913 TEUR) enthalten. Die in den Sachanlagen ausgewiesene Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt zum Abschlussstichtag 41 TEUR (Vorjahr: 42 TEUR). Wesentliche Investitionen waren im Geschäftsjahr - insbesondere innerhalb der immateriellen Vermögensgegenständen- entgeltlich erworbene Entwicklungskosten für das Produkt stromee+ sowie entgeltlich erworbene Entwicklungskosten für den Ausbau der technischen Infrastruktur für die Produkte homee Cubes. - Liquidität Der Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres beträgt 8.992 TEUR (Vorjahr: 3.622 TEUR). Das Unternehmen war während des Geschäftsjahrs jederzeit dazu in der Lage, seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Durch die Einführung eines modernen Zahlungsmanagements können die monatlichen Abschläge nun frühzeitiger zur Verwendung von Ausgabenleistungen verwendet werden, wodurch die Zahlungsfähigkeit zusätzlich erhöht wurde. 2.5 Gesamtaussage zur Lage des Unternehmens Insgesamt ist das Geschäftsjahr 2023 - das erste Geschäftsjahr, in dem die Gesellschaft ihre Aktivitäten auf Strom- und Gasverkauf zusätzlich zum Smart Home-Bereich fokussiert hat- zufriedenstellend verlaufen. Der Rückgang der Leistungs- und Ergebniszahlen in 2023 ist durch die starke Neuausrichtung der Unternehmensaktivitäten begründet. Der Bedarf an "grüner" Energie bietet im aktuellen Geschäftsmodell Expansionsmöglichkeiten in den kommenden Geschäftsjahren. 3. Risiko- und Chancenbericht 3.1 Risikobericht Die Gesellschaft hat ein der Größe entsprechendes Risikomanagementsystem. Interne und externe Risiken werden in regelmäßigen Abständen identifiziert, bewertet und gesteuert. Folgende Risiken lassen sich für das Unternehmen hervorheben: • Mengenrisiko aufgrund überhöhte Kundenverluste kann zu deutlichen Abweichungen der Ertragslage führen. • Regulatorische Änderungen: Der Energiemarkt unterliegt strengen regulatorischen Vorgaben, die sich ständig ändern können. Besonders relevant sind dabei Vorschriften im Bereich Strommarktpreisdesign, Treibhausgasemissionen sowie Netzkosten. • Operationelle Risiken, die sich bei der Lieferung der Grün- und Graustromtauschgeschäfte ergeben könnten. Aufgrund der Ausgestaltung der Verträge mit Standardvorlagen sind operative Risiken sowie Ausgleichsenergierisiken o.ä. weitgehend ausgeschlossen. • Kontrahentenrisiken aufgrund der Vielzahl an Marktpartnern im Strom- und Gasgeschäft. Zwar ist die Eintrittswahrscheinlichkeit des Ausfalls einzelner Handelspartner durch die stark angestiegenen Strommarktpreise erhöht, doch auch hier begrenzt das Vertragskonstrukt die potenzielle Schadenshöhe erheblich. • Preisrisiken, die infolge veränderter Gebührenpolitik der Strombörsen sowie Netzbetreiber auftreten könnten. Dieses Risiko wird u.a. durch risikominimierende Beschaffungsstrategien reduziert. • Zahlungsausfälle infolge einer steigenden Inflation und sinkender Kaufkraft können zu erhöhten Zahlungsausfällen der Kunden führen. • Personalrisiken die durch den Wegfall einzelner, strategisch relevanter Mitarbeiter*innen entstehen könnten. Der Ausfall einzelner Mitarbeiter*innen wird durch ein Vertretungskonzept sowie den Einsatz externer Berater aufgefangen. Des Weiteren liegt der Fokus bei der Personalführung auf der Mitarbeiterbindung sowie einer kollegialen Zusammenarbeit. • Sonstige: Durch den Wegfall des öffentlichen Zuschusses für die Übertragungsnetzentgelte sollen nun die Kostensteigerungen für den Netzausbau an Endkunden weiterverrechnet werden. Die finalen Netzkosten wurden im Januar 2024 von den Netzbetreibern veröffentlich. Bestimmte Preisgarantien können die Weiterverrechnung verzögern und stellen dadurch ein wirtschaftliches Risiko dar. Um sowohl interne als auch externe Risiken frühzeitig zu identifizieren, bewerten und steuern zu können, haben wir einen systematischen Prozess etabliert, der alle Unternehmensbereiche umfasst. Unsere flache und transparente Organisationsstruktur fuhr dabei zu einer hohen Entscheidungs- und Reaktionsgeschwindigkeit und machen somit eine effektive Risikosteuerung möglich. 3.2 Chancenbericht Chancen ergeben sich für die Gesellschaft aufgrund der Vielzahl an Geschäftsfeldern, die sich durch die Energiewende in Deutschland ergeben. Das Unternehmen hat bereits langjährige Erfahrungen im Bereich der Vermarktung erneuerbarer Energien. Der Bedarf an "grüner" Energie eröffnet zum einen innerhalb des bestehenden Geschäftsmodells Expansionsmöglichkeiten. Darüber führt der Ausbau der Digitalisierung und der damit einhergehende Smart Meter Rollout zu neuen flexiblen Tarifmodellen. Diese werden zukünftig verstärkt mit Horne Energy Management Systemen verknüpft werden. 3.3 Gesamtaussage zu Chancen und Risiken Nach der Fokussierung auf ausgewählte profitable Geschäftsmodelle in der jüngeren Vergangenheit sieht sich das Unternehmen einer Vielzahl von Chancen gegenüber. Der robuste Kapitalstock sowie der Rückhalt der Gesellschafter lassen ein nachhaltiges Wirtschaften bei mittelfristiger Ausweitung des Geschäfts zu. Vor allem die zunehmende gesellschaftliche Fokussierung auf die Energiewende und erneuerbare Energien eröffnen Möglichkeiten, expansiv tätig zu werden. Dementgegen stehen die zurzeit begrenzten Personalkapazitäten, in die es zunächst weitere Investitionen bedürfte. 4. Prognosebericht 4.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Der Energiemarkt in Deutschland befindet sich derzeit in einem tiefgreifenden Wandel, der von den Herausforderungen der Energiekrise und einem starken Wettbewerb geprägt ist. Die jüngsten Impulse durch das Gesetz zum Neustart der Digitalisierung der Energiewende (GNDEW) und das Gebäudeenergiegesetz (GEG) werden zu einem starken Ausbau von Wärmepumpen, Smart Metern, dezentralen erneuerbaren Energien und technologischen Innovationen führen. In den kommenden Jahren sollen nach dem Willen der Bundesregierung bis 2030 15 Millionen Elektroautos und ab 2024 jährlich 500.000 Wärmepumpen in Betrieb gehen. Dazu soll der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung bis 2030 verdoppelt werden und der Bruttostromverbrauch wird sich voraussichtlich von ca. 600 TWh auf ca. 750 TWh erhöhen. Einen wesentlichen Beitrag zu diesem Ausbauziel leisten private PV-Anlagen, sodass Energiekunden zunehmend zu Prosumern werden, die sowohl Energie einspeisen als auch beziehen. Der deutsche Energiemarkt umfasst ca. 52,2 Mio. Zählpunkte im Strombereich und ca. 14,5 Mio. Zählpunkte im Gasbereich, wovon ca. 94% im Strombereich und ca. 87% im Gasbereich auf Haushaltskunden entfallen. Jährlich wechseln ca. 10% aller Haushaltskunden ihren Stromlieferanten und ca. 13% ihren Gaslieferanten. Im Prosumer-Segment wird bis 2030 ein Wachstum von 100% auf 8 Mio. Haushalte erwartet. Die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine dürften auch im Jahr 2024 wirtschaftlich stark spürbar sein. So erwartet der internationale Währungsfonds für Deutschland einen BIP-Rückgang um 0,2 %. Demgegenüber stehen erwartete Inflationsraten im Bereich von 3,4 % (ifo-lnstitut). Wir erwarten, dass die Energiepreise im Vergleich zum Vorkrisenniveau weiterhin auf einem hohen Niveau verharren werden, insgesamt ähnlich auf niedrigerem Niveau wie in 2023 (Durchschnittspreis 2023 EPEX DE Day Ahead: 93,87 EUR/MWh, Erwartung für 2024 ca. 80-100 EUR/MWh (Stand 27.12.2023)). Weiterhin sinkende Energie Beschaffungspreise in 2024 auf ein Niveau von unter 70 EUR/MWh kann zu zusätzlichen Verhaltensveränderungen der Konsumenten und einem stark steigenden Wechseldruck durch die Verbraucher führen. Demgegenüber steht der anhaltend hohe öffentliche Druck nach einer klimafreundlichen Energieversorgung und damit eine anhaltende Nachfrage nach "grünen Produkten", die von der Energiebranche bedient werden muss. Innerhalb der Energiebranche warten verschiedene Herausforderungen auf die Versorger, angefangen bei gestiegenen Beschaffungskosten bis hin zu operativen Schwierigkeiten bei den Energiepreisbremsen. Als Beispiel sei hier die Aussage von Bundeskanzler Olaf Scholz genannt, wonach bis 2030 "vier bis fünf Windräder" täglich gebaut werden müssten. Dieser Ausbau der fluktuierenden Einspeisung und Ausbau der Stromnetze wird die deutsche Energiebranche in vielen Bereichen vor Herausforderungen stellen. 4.2 Geschäftsverlauf und Lage Im Geschäftsjahr 2024 planen wir - ohne strategische Veränderungen - mit einem weiterhin auf Strom- und Gasgeschäfte fokussierten Geschäftsmodell. Dabei rechnen wir aufgrund der trotz gestiegener Energiepreise anhaltenden Nachfrage nach "grünem Strom" mit einem etwa gleichbleibenden Rohergebnis und auch Jahresergebnis im Vergleich zu 2023. Bei den Umsätzen gehen wir - unter der Annahme eines weiteren Wachstums und gesunkenen Stromgroßhandelspreise - von einem Anstieg auf ca. 87 Mio.€ aus. Die durchschnittlichen Strommengen je Kunde dürften jedoch infolge des Ausbaus der Kundensegmente steigen. Insbesondere der Gewerbekundenanteil wird voraussichtlich 2024 deutlich steigen. Die Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft in 2024 sollte damit weitgehend dem Berichtsjahr entsprechen. Zur Sicherung der weiteren Geschäftstätigkeit und einem positiven Eigenkapital sind bereits Zuführungen in die Kapitalrücklagen durch die Gesellschafter in Planung.
Berlin, 1. Februar 2024 Waldemar Wunder, Geschäftsführer Mario Weißensteiner, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeines Der Jahresabschluss der homee GmbH, Berlin, Handelsregister Amtsgericht Berlin (Charlottenburg), HRB 209193 B, zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie nach den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt. Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB Anwendung. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Zur Klarheit der Darstellung werden "Davon-Vermerke" nicht in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern im Anhang vorgenommen. Der in 2020 in den Gesellschaftsvertrag aufgenommene Geschäftsbereich "Betätigung als Energieversorger" wurde im Strombereich in 2023 maßgeblich ausgebaut und um den Bereich Gas ergänzt. Dies führt dazu, dass ausgewiesene Vorjahreswerte nicht in jedem Fall mit den Werten aus dem laufenden Kalenderjahr zu vergleichen sind. Die im Vorjahr 2022 in Höhe von EUR 2.108.365,18 ausgewiesenen geleisteten Anzahlungen auf Vorräte wurden dieses Jahr, 2023, in Höhe von EUR 8.385.528,64 mit den sonstigen Rückstellungen saldiert. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet. Sie werden planmäßig entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Geringwertige Vermögensgegenstände werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Waren werden zu durchschnittlichen Einstandspreisen bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken bei zweifelhaften Forderungen wurden durch entsprechende Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Sonstige Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag gem. § 253 Abs. 1 HGB gebildet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden gemäß § 256a HGB bewertet. III. Erläuterungen zur Bilanz Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wird dazu folgende Erläuterung gegeben: Die Mitzugehörigkeitsvermerke betreffen folgende Posten und Sachverhalte: - Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände 2023 in der Bilanz mit EUR 2.300.401,18 darin enthalten: • Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von EUR 85.980,70 (Vorjahr: EUR 23.620,97), welche auch Forderungen gegen Gesellschafter sind, die zugleich auch Forderungen gegen Unternehmen sind, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, und • Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 625.000,00), welche auch Forderungen gegenüber Gesellschaftern sind, welche sonstige Vermögensgegenstände betreffen. - Verbindlichkeiten 2023 in der Bilanz mit EUR 3.662.822,58 darin enthalten: • Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von EUR 261.839,19 (Vorjahr: EUR 53.488,81), welche auch Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter sind, die zugleich auch Verbindlichkeiten gegen Unternehmen sind, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, und • Verbindlichkeiten gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 503.033,75), welche auch Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind, welche sonstige Verbindlichkeiten betreffen. Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr generell eine Fälligkeit von unter einem Jahr. Im Bilanzverlust ist ein Verlustvortrag in Höhe von EUR 8.593.407,78 (Vorjahr: EUR 5.994.163,29) enthalten. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (EUR 5.063.000,00), Rückstellungen für Provisionen und Boni für Kunden (EUR 1.365.000), Rückstellungen für drohende Verluste (EUR 400.000,00) und Rückstellungen für Mitarbeiterboni (EUR 262.000,00) zusammen. Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen in Höhe von EUR 1.263.674,26 Steuern (Vorjahr: EUR 57.073,28) und in Höhe von EUR 0,00 Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit (Vorjahr: EUR 1.028,67). Sämtliche Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Das Rohergebnis enthält Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 333,12 (Vorjahr: EUR 114,74). Im den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung des Personalaufwands sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 1.168,08 (Vorjahr: EUR 1.460,04) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 275,29 (Vorjahr: EUR 2.292,07). V. Ergänzende Angaben 1. Mitglieder der Geschäftsführung Im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 waren Waldemar Wunder, Kaufmann Mario Weißensteiner, Kaufmann als Geschäftsführer bestellt. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 2. Anzahl Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Gesellschaft 29 (Vorjahr: 20) Arbeitnehmer, wobei es sich ausschließlich um Angestellte handelt.
3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen sowie schwebenden Geschäften betragen am Bilanzstichtag EUR 31.568.446,22 (Vorjahr: EUR 34.253.987,00), davon EUR 31.113.953,91 (Vorjahr: EUR 32.630.071,00) gegenüber assoziierten Unternehmen. Unterschrift der Geschäftsführung
Berlin, 1. Februar 2024 Waldemar Wunder, Geschäftsführer Mario Weißensteiner, Geschäftsführer Anlage zum Anhang - Anlagenspiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 12.03.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkWIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS UND SCHLUSSBEMERKUNG Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 (Anlagen 1 bis 3) und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 (Anlage 4) der homee GmbH, Berlin, unter dem Datum vom 1. Februar 2024 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt, der hier wiedergegeben wird: "Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers An die homee GmbH, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der homee GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der homee GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oderunbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen." Eine Verwendung des oben wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen.
Berlin, den 1. Februar 2024 AIOS
GmbH
Matthias Giese, Wirtschaftsprüfer Marco Schneider, Wirtschaftsprüfer |
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