Betserv GmbH
Selbe AdresseEinzelhandel mit Waren verschiedener Art, Hauptrichtung Nicht-Nahrungsmittel
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Mijo Slisko seit 30.9.2004 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Olympico GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Olympico GmbH, MünchenI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Wir vermitteln Sportwetten zu festen Gewinnquoten an staatlich lizenzierte Wettanbieter maltesischen Rechts. Die Annahme der Sportwetten erfolgt in unseren Geschäftslokalen sowie nach Kundenregistrierung online. Des Weiteren werden in unseren Ladenlokalen alkoholfreie Kalt- und Heißgetränke, Zigaretten und Snacks (Süßigkeiten) veräußert. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Statistisches Bundesamt (destatis) weist für das Jahr 2023 ein um 0,3% geringeres preis-, saison- und kalenderbereinigtes Bruttoinlandsprodukt (BIP) als im Vorjahr aus. Nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine, die hohen Energiepreise und die Rekordinflation kam es 2023 zu einer Rezession. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Die schwache Konjunktur ging auch am Arbeitsmarkt nicht spurlos vorüber. Im Jahr 2023 betrug die Arbeitslosenquote durchschnittlich rund 5,7 % und lag damit um 0,4 Prozentpunkte über dem Vorjahresniveau. Im Jahr 2023 sind die Verbraucherpreise in Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um 5,9 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Durch den Krieg in der Ukraine stiegen die Energiepreise in Deutschland auf Rekordniveau an, dadurch stiegen ebenfalls die Produktions- und Lebenshaltungskosten. Im Vorjahr sorgte dies noch für die höchste jährliche Inflationsrate seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges, im Jahr 2023 lag die Teuerungsrate etwas niedriger. Bis zur Einführung des Glücksspielstaatsvertrags im Jahr 2021 verzeichnete der Markt für Sportwetten ein kontinuierliches Wachstum. Wenn man den Sondereffekt des Pandemie-Jahres 2020 außer Acht lässt, war die Entwicklung im Jahr 2022 erstmals rückläufig (-13 %). Dieser Trend hat sich auch im Jahr 2023 fortgesetzt. Im Jahresvergleich ist der Umsatz um weitere 5,4 % gesunken und liegt damit sogar knapp unter dem Pandemie-Jahr 2020. Dies ist auf die einschneidende Regulierung des Glücksspielstaatsvertrags und die Präsenz des Schwarzmarkts zurückzuführen. Mit rund 7,7 Milliarden Euro Spieleinsätzen und 409 Millionen Euro gezahlter Sportwettsteuer 2023 liegen die Zahlen in etwa auf Höhe des Jahres 2018. (www.dswv.de/sportwette/markt) 2. Geschäftsverlauf Der Umsatz hat sich gegenüber dem Vorjahr positiv entwickelt. Mit der im Herbst neu eröffneten Filiale in Neuburg a. d. Donau konnte Zusatzumsatz generiert werden. Durch die positive Umsatzentwicklung stiegen jedoch auch variable Kosten. Zudem fielen Einrichtungskosten für neue Filialen an. In einer Jahresbetrachtung war somit ein stabiler Geschäftsverlauf gegeben. Die im Zeitpunkt der Aufstellung des Vorjahres-Lageberichts erwartete Steigerung des Rohertrags von 5 % wurde nahezu erreicht. Die Verbesserung des Jahresergebnisses auf TEUR 2.061 (Vorjahr TEUR 1.757) ist im Wesentlichen eine Folge unserer positiven Umsatzentwicklung. 3. Lage Die Lage des Unternehmens ist nach wie vor geprägt von unserem operativen Geschäft. a. Ertragslage Unsere wesentliche Ergebnisquelle stellt die Vermittlung der Sportwetten an Wettanbieter dar. Diese machen mit einem Betrag von ca. TEUR 9.442 rund 99,05 % des Rohertrags aus. Die Personalkosten sind im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 3.103) auf TEUR 3.195 gestiegen. Dies ist überwiegend auf Lohnerhöhungen im laufenden Geschäftsjahr sowie auf die Neueröffnung der Filiale in Neuburg a. d. Donau zurückzuführen, welche eine Erhöhung unserer Belegschaftsstärke zur Folge hatte. Unsere Beschäftigungslage ist aufgrund des auch in unserer Branche aufgetretenen Personalmangels nur als befriedigend zu bezeichnen. b. Finanzlage Die Ausstattung unserer Gesellschaft mit Finanzmitteln ist als solide zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen. Aufgrund der regelmäßigen Provisionsabrechnungen gegenüber unseren Wettanbietern und der zeitnah danach erfolgenden Gutschriften sind keine Zahlungsausfälle zu verzeichnen. Die Abrechnungen erfolgen stets im vereinbarten Rhythmus. Erläuterung der Kapitalstruktur anhand externer und interner Finanzierungsquellen: Infolge des erwirtschafteten Jahresüberschusses sowie unter Berücksichtigung im Geschäftsjahr erfolgter Gewinnausschüttungen beträgt die Eigenkapitalquote 52,36 %. Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1 (Vj. TEUR 11) sind besichert durch Eigentumsübertragungen an Vermögensgegenständen des Anlagevermögens sowie durch die Verpfändung von Geschäftsguthaben. Bei am 31.12.2023 offenen Sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 419 handelt es sich um am Stichtag ausstehende Zahlungen für erhaltene Dienstleistungen und erworbene Vermögensgegenstände (ca. 63,4%) sowie vereinnahmte Wettbeträge, die an die Wettanbieter weitergeleitet werden müssen (ca. 36,6%). Sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von weiteren TEUR 65 beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Kundenkartenguthaben (TEUR 34) sowie Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer (TEUR 31). Alle Verbindlichkeiten weisen eine Restlaufzeit von unter 1 Jahr aus. Alle Sonstigen Verbindlichkeiten sind unbesichert. Die liquiden Mittel der Gesellschaft sind gegenüber dem Vorjahr um ca. TEUR 1.854 auf TEUR 1.484 gesunken, vorrangig bedingt durch die im Geschäftsjahr getätigten Gewinnausschüttungen. Investitionsanalyse Im Geschäftsjahr wurden Investitionen im Wesentlichen in Sachanlagevermögen im Zusammenhang mit dem Ausbau des Filialnetzes getätigt. Investitionsverpflichtungen per 31.12.2023 bestanden nicht. Liquiditätsanalyse: Die Gesellschaft war zu jeder Zeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Zum Stichtag ergeben sich nachfolgende Kennzahlen:
c. Vermögenslage Die Bilanzsumme der Gesellschaft betrug zum Stichtag TEUR 9.642 (Vj. TEUR 14.424). Das Gesamtvermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 4.782 bzw. 33,15 % reduziert. Die Vermögensstruktur ist durch einen Anteil vom Anlagevermögen an der Bilanzsumme von 27,29 % gekennzeichnet. Das Umlaufvermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 5.420 gesunken. Die flüssigen Mittel umfassen 15,39 % der Bilanzsumme. Das Unternehmen wird auch künftig seine finanziellen Verpflichtungen erfüllen können. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 3.566, im Wesentlichen durch die Rückzahlung ausgereichter Darlehen. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten erhöhten sich um TEUR 2. Die Verringerung der Bilanzsumme resultiert auf der Passivseite im Wesentlichen aus denen im Wirtschaftsjahr 2023 getätigten Gewinnausschüttungen. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Sachvermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir aufgrund unserer Erfahrungen im Finanzierungsbereich stabil. d. Gesamtdarstellung Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als gut bezeichnet werden. Zum Berichtszeitpunkt liegen keine weiteren Erkenntnisse wesentlicher Art über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft zum 31.12.2023 vor, die nicht bereits berücksichtigt worden sind. III. Prognosebericht Um die Entwicklung des Unternehmens positiv zu unterstützen, werden wir weiterhin in Zukunft die Kundenakquise durch Verstärkung unseres Vertriebs forcieren. Aufgrund unserer Website www.soccer-home.de können wir eine hohe Erreichbarkeit für bestehende Kunden erzielen und diese an unser Unternehmen binden. Darüber hinaus sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant. Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens positiv. Die Sportwetten-Branche bietet - bei unveränderten Marktbedingungen und politischen/ rechtlichen Verhältnissen - trotz aller Restriktionen weiterhin Wachstumspotential. In unserer Planung für das kommende Geschäftsjahr gehen wir zunächst von einer Steigerung des Rohertrags von ca. 7% aus. Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir, bedingt durch die neu eröffnete Filiale in Neuburg a. d. Donau, voraussichtlich eine leichte Erhöhung des Jahresergebnisses. Die deutsche Wirtschaft steckt in der Krise fest. Dabei belasten sowohl konjunkturelle als auch strukturelle Faktoren. Nach einem Rückgang um 0,3% im laufenden Jahr wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im folgenden Jahr wohl nur stagnieren. Die allgemeine konjunkturelle Entwicklung beeinflusst das Verhalten potentieller Kunden. Hinsichtlich der konkreten Auswirkungen für die Olympico GmbH verweisen wir auf den Risikobericht. Wir weisen darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von unseren Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können. IV. Chancen und Risikobericht 1. Risikobericht Das Geschäft der Olympico GmbH ist von allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängig. Eine Verschlechterung der allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, steigende Arbeitslosigkeit, sinkende Realeinkommen, erhöhte Volatilität auf den Kapitalmärkten oder Auswirkungen einer Pandemie können einen negativen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Olympico GmbH haben. a. Branchenspezifische Risiken Die Gesellschaft sieht sich weiterhin vor große Herausforderungen gestellt. Unwägbarkeiten ergeben sich sowohl durch den regulatorischen Rahmen als auch durch einen immer intensiver werdenden Wettbewerb. Gegenwärtig ist das Glücksspielgeschäft, insbesondere auch die Online-Glücksspielgesetzgebung, auf EU-Ebene nicht harmonisiert. Der jeweilige rechtliche Rahmen in den Mitgliedstaaten der EU ist teilweise bei Glücksspielrechtsexperten umstritten. Es besteht das Risiko, dass es künftig zu weiteren Beschränkungen im Glücksspiel- und Wettbereich auf nationaler Ebene kommen könnte. Darüber hinaus könnten ordnungspolitische Maßnahmen (z.B. Zutrittsbeschränkungen, verschärfte Spielerschutzmaßnahmen, Nichtraucherschutzbestimmungen, technische Auflagen, Werbeverbote oder Standortbestimmungen) eingeführt werden. Derartige Maßnahmen könnten einen Besucher- und Umsatzrückgang zur Folge haben. Obwohl Millionen von Menschen in Deutschland großes Interesse an der Sportwette zeigen, wird es für die legalen Anbieter aufgrund einer zu strengen Regulierung und einem ausufernden Schwarzmarkt zunehmend schwerer, die hohe Nachfrage mit attraktiven Produkten zu bedienen. Die bisherigen Vollzugsmaßnahmen der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) stoßen bei der Schwarzmarkt-Bekämpfung sichtlich an ihre Grenzen. Um wettbewerbsfähig zu sein, benötigen die erlaubten Sportwettenanbieter ein möglichst attraktives und breites Angebot. Die äußerst strikten Angebots- und Werbebeschränkungen müssen dringend auf den Prüfstand gestellt werden. Beim Blick ins Ausland zeigt sich vor allem eines: Neben einem attraktiven legalen Markt ist Werbung für erlaubte Sportwetten einer der wichtigsten Faktoren für eine erfolgreiche Regulierung. Zu scharfe Restriktionen und Verbote hingegen schaden dem Sport und dienen nur dem Schwarzmarkt. Die Geschäftsführung beobachtet laufend die weitere Entwicklung zur Identifikation der damit verbundenen Risiken und reagiert bedarfsweise unter Zugrundelegung des Risikomanagementsystems des Unternehmens mit angemessenen Maßnahmen zum Umgang mit den identifizierten Risiken. Dies betrifft auch Maßnahmen zur Anpassung von operativen Geschäftsprozessen unter Nutzung aktueller technologischer Möglichkeiten. b. Ertragsorientierte Risiken Die Wettbewerbsrisiken haben aufgrund der erhöhten Nachfrage an Sportwetten zugenommen. Wir gehen aufgrund unserer langjährigen Erfahrung und der Zusammenarbeit mit unseren Wettanbietern jedoch davon aus, unsere Marktanteile mittelfristig weiter ausdehnen zu können. c. Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund der zufriedenstellenden Liquiditätsausstattung unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. 2. Chancenbericht Durch die Zusammenarbeit mit unseren Wettanbietern und deren Marktmacht ist es uns möglich, Wettbewerber (Vermittler anderer Wettanbieter) vom Markt zu drängen und unseren Rohertrag sowie den Jahresüberschuss zu erhöhen. Unser breites und gut frequentiertes Online-Angebot, das wir kontinuierlich ausbauen werden, unterstützt uns bereits jetzt erheblich bei der Bewältigung standortbedingter Risiken und wird deshalb auch in Zukunft ein wesentlicher Baustein unseres Unternehmenserfolgs sein. 3. Gesamtaussage Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität und unserer langjährigen Erfahrung im Bereich der Sportwetten, sehen wir uns für die Bewältigung der aktuellen und künftigen Risiken gut gerüstet. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Fortführung des Unternehmens in absehbarer Zukunft gesichert ist. Es bestehen keine wesentlichen Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens, seine Geschäftstätigkeit fortzuführen. Diese Einschätzung basiert auf einer detaillierten Analyse unserer aktuellen und zukünftigen finanziellen Lage, einschließlich der vorhandenen Liquiditätsreserven und der geplanten Maßnahmen zur Sicherstellung der Finanzierung. Sonstige Risiken, die - ausgehend von den Werten des Berichtsjahres - die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft wesentlich beeinträchtigen könnten, bestehen nach derzeitiger Beurteilung nicht. Auf Grundlage unserer strategischen Planungen und der erwarteten Marktentwicklungen sind wir zuversichtlich, dass die wirtschaftliche Stabilität und Rentabilität des Unternehmens langfristig gewährleistet sind. Daher bestätigen wir, dass die Fortführungsprognose als gegeben angesehen wird.
München, 30. Januar 2025 gez. Mijo Slisko BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023der Olympico GmbH, MünchenI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelgesetzbuchs in der am Abschlussstichtag gültigen Fassung über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften sowie den Regelungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Die Gesellschaft ist als mittelgroße Kapitalgesellschaft nach § 267 des Handelsgesetzbuches (HGB) einzustufen. Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht München, HRB Nr. 154097 unter der Olympico GmbH eingetragen. Der Sitz der Gesellschaft ist in München. II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246-251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 265, 268-274a, §§ 276-277 HGB, und unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252-256a HGB aufgestellt. Auf die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung finden die Vorschriften der §§ 264c, § 266 und § 275 HGB Anwendung. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten, soweit nicht neue Erkenntnisse eine abweichende Bewertung erforderten: 1. Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden grundsätzlich nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Zugänge werden zeitanteilig abgeschrieben. Für die zugrunde gelegten Abschreibungsätze gilt: • Immaterielle Vermögensgegenstände (mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten) sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (mit Ausnahme geringwertiger sowie in gebrauchtem Zustand erworbener Vermögensgegenstände) werden analog zu den von der Finanzverwaltung veröffentlichten AfA-Tabellen mit den dort jeweils zulässigen Höchstsätzen abgeschrieben. • Entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden unter Berücksichtigung ihrer voraussichtlichen Bestandsdauern und vertraglichen Nutzbarkeiten abgeschrieben. • Grundstücke sowie grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken werden über die sich aus den zugrunde liegenden Nutzungsverträgen ergebenden Einsatzdauern abgeschrieben. • Bei gebraucht erworbenen Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens werden die anhand amtlichen AfA-Tabellen ermittelten Nutzungsdauern um die bereits im Einsatz befindlichen Jahre, höchstens jedoch bis zur Hälfte der laut amtlichen AfA-Tabellen zulässigen Mindestabschreibungsdauern reduziert. • Selbstständig nutzbare, geringwertige Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens mit Netto-Anschaffungskosten bis maximal EUR 800 werden im Zeitpunkt des Zugangs sofort abgeschrieben. 2. Das Finanzanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten bewertet. Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen lagen im Berichtszeitraum nicht vor. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Abzug von Einzelwertberichtigungen angesetzt. 4. Bank- und Kassenguthaben werden zu Nominalwerten bewertet. 5. Die Rückstellungen umfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. 6. Verbindlichkeiten werden zu Erfüllungsbeträgen angesetzt. 7. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben des Geschäftsjahres ausgewiesen, die Aufwand für Zeiten nach dem Abschlussstichtag darstellen. 8. Latente Steuern werden auf Wertansatzunterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz ermittelt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Alle einzeln ermittelten aktiven und passiven latenten Steuern werden saldiert. Aufgrund eines sich am Bilanzstichtag insgesamt ergebenden Aktivüberhangs werden keine latenten Steuern ausgewiesen. Vom Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB wird insoweit kein Gebrauch gemacht. III. Erläuterungen zur Bilanz Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegen Gesellschafter i. H. v. EUR 1.872.816,67 (Vj.: EUR 614.819,70). Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren sind nicht vorhanden. Die Verbindlichkeiten sind wie folgt besichert: - i. H. v. EUR 1.403,85 durch Verpfändung von Geschäftsguthaben. IV. Sonstige Angaben Geschäftsführung im Berichtsjahr Mijo Slisko ausgeübter Beruf: kaufmännischer Geschäftsführer Aleksandar Zivadinovic ausgeübter Beruf: kaufmännischer Geschäftsführer (bis 31.7.2023) Bezüge der Geschäftsführung Die Angaben zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung unterbleiben unter Hinweis auf die Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB. Zahl der Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 68,5 Arbeitnehmer, wovon 1 Arbeitnehmer leitender Angestellter und 5,25 teilzeitbeschäftigt sind. Gewährte Vorschüsse und Kredite an Geschäftsführer Zu den zugunsten einzelner Geschäftsführer vergebenen Krediten wird wie folgt berichtet:
München, 30. Januar 2025 gez. Mijo Slisko, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileAnlagenspiegel zum 31.12.2023 - HandelsrechtOlympico GmbH, München
Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 30.01.2025 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Olympico GmbH, München: Wir haben den Jahresabschluss der Olympico GmbH, München, bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, der eine Zusammenfassung der wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden enthält, unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Olympico GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht erfolgte nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften. Prüfungsurteil Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Nach unserer Beurteilung vermittelt der beigefügte, von den gesetzlichen Vertretern der Gesellschaft aufgestellte Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und entspricht in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften. Die deutschen gesetzlichen Vorschriften zur Aufstellung des Lageberichts wurden beachtet. In allen wesentlichen Belangen steht der beigefügte Lagebericht im Einklang mit dem Jahresabschluss und den bei unserer Prüfung gewonnenen Erkenntnissen, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Grundlage für unser Prüfungsurteil Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der internationalen Prüfungsstandards (ISA) durchgeführt. Wir sind unabhängig von der geprüften Gesellschaft in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen Berufspflichten erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und angemessen sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Die Einbeziehung der Buchführung nach § 317 Abs. 1 Satz 1 HGB in die Prüfung des Jahresabschlusses sowie die Prüfung des Lageberichts nach § 317 Abs. 2 HGB stellen zusätzliche gesetzliche Anforderungen dar, die über diejenigen der Internationalen Prüfungsstandards (ISA) hinausgehen. Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und der mit der Überwachung der Erstellung von Jahresabschluss und Lagebericht betrauten Personen Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit den handelsrechtlichen Vorschriften und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Einhaltung der internen Kontrollen, die sie für notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Der Lagebericht hat insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft zu vermitteln sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang zu stehen, den gesetzlichen Vorschriften zu entsprechen und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darzustellen. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Beurteilung der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit und, sofern erforderlich, zur Angabe weiterer Sachverhalte zur Beurteilung der Fortführungsannahme sowie zur Aufstellung des Jahresabschlusses unter Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen entweder die Auflösung der Gesellschaft oder die Einstellung der Geschäfte oder es besteht dazu keine realistische Alternative. Die mit der Überwachung betrauten Personen sind dafür verantwortlich, den gesamten Prozess der Rechnungslegung und der dazugehörigen Berichterstattung der Gesellschaft zu überwachen. Prüfungsgrundsätze Unsere Zielsetzung ist es, auf der Grundlage unserer Prüfung hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der beigefügte Jahresabschluss als Ganzes frei ist von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Ferner ist es unser Ziel, mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber abzugeben, ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt, in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss und den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den gesetzlichen Vorschriften entspricht sowie die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft zutreffend darstellt. Abschließend ist es unsere Aufgabe, einen Bestätigungsvermerk zu erstellen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht enthält. Hinreichende Sicherheit bedeutet ein hohes Maß an Sicherheit, stellt aber keine Garantie dafür dar, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt, falls eine solche vorliegt. Falsche Darstellungen können beabsichtigt oder unbeabsichtigt entstehen und werden als wesentlich eingestuft, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass diese einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und dieses Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen der Adressaten beeinflussen. In Übereinstimmung mit § 317 HGB und unter Beachtung der ISA führen wir unsere Prüfungshandlungen mit professioneller Sachkunde und pflichtgemäßem Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Insbesondere besteht unsere Prüfung darin: • die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht zu identifizieren und zu beurteilen. Wir planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, eine wesentliche falsche Darstellung nicht aufzudecken, ist bei beabsichtigten Verstößen höher als bei unbeabsichtigten Unrichtigkeiten, da beabsichtigte Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • ein Verständnis von den prüfungsrelevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen zu erlangen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern ermittelten Schätzwerte in der Rechnungslegung und der damit zusammenhängenden Angaben zu beurteilen. • die Angemessenheit der Überlegungen zur Unternehmensfortführung als Grundlage der Rechnungslegung durch die Geschäftsführung zu beurteilen und, ausgehend von den erlangten Prüfungsnachweisen zu beurteilen, ob eine wesentliche Unsicherheit durch Ereignisse und/oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen. Kommen wir zu der Schlussfolgerung, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die betreffenden Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Unsere Schlussfolgerungen basieren auf den bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweisen. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Gesellschaft dazu veranlassen, ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortzuführen. Wir erörtern mit den mit der Überwachung betrauten Personen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung unserer Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel bei internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Chemnitz, 30. Januar 2025 in Dr. Vieler + Partner GbR R. Vieler, Wirtschaftsprüfer |
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