Stammdaten

Register
Amtsgericht Würzburg HRB 687
Eingetragen
5.8.1974
Branche
Herstellung von Hebezeugen und FördermittelnHerstellung von Drahtwaren, Ketten und FedernHerstellung von Seilerwaren
Gegenstand
- Herstellung und der Vertrieb von Seilen, Ketten, Ladungssicherungen, Eisenwaren, persönlicher Schutzausrüstung gegen Absturz, Rettungseinrichtungen und textilen Anschlagmitteln. - Herstellung, Montage, Vertrieb und Reparatur von Hebezeugen, Werkzeughydraulik, Lasthebemagnete, horizontale Absturzsicherungen und Vakuumhebetechnik.- Prüfung von Anschlagmitteln, Hebezeugen, Krananlagen, Lastaufnahmeeinrichtungen und Schutzausrüstungen gegen Absturz extern und intern. - Schulungen und Unterweisungen exten und intern.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Oliver Kirsten Schmidt
seit 17.10.2013
Prokura
Andreas Mogel
seit 9.8.2010
Prokura
Uwe Hertlein
seit 9.8.2010
Prokura
Ralf Jens Winkler
seit 9.8.2010
Prokura
Bernhard Etzelmüller
seit 14.1.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Bernhard Etzelmüller
97342 Marktsteft, St.-Stephan-Str. 21
30.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Wiedenmann - Seile GmbH

Marktsteft/Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der WIEDENMANN-SEILE GmbH

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Unternehmensstruktur, Geschäftstätigkeit

Unser im Jahre 1812 gegründeter Betrieb hat sich seit seiner Entstehung ständig den neuen Anforderungen der Technik und unserer Kunden gestellt. Aus einem Kleinbetrieb, der sich vor allem mit der Konfektionierung von Drahtseilen und Ketten, Reparatur von Hebezeugen und der Anfertigung von Hebebändern und Zurrgurten beschäftigte, wurde im Lauf der letzten 20 Jahre ein kompetenter Dienstleister im gesamten Hebetechnik- und Sicherheitsausrüstungsbereich. Zug um Zug wurde die Produkt- und Leistungspalette erweitert, es kamen Höhensicherungs- und Abseilgeräte, Krananlagen, Hydraulik- und Vakuumtechnik und - seit dem Umzug in die neu gebaute Betriebsstätte in Marktsteft - auch die Stahlmanufaktur hinzu. Diese Vielfalt ermöglicht es uns, auf nahezu alle Kundenwünsche im Bereich der Hebe- und Sicherheitstechnik einzugehen.

(Reparatur-)werkstätten in allen unseren Werken, eine eigene Näherei für textile Anschlagmittel und ein gut sortiertes und umfangreiches Lager gewährleisten eine kundenorientierte Fertigung und kürzeste Lieferzeiten.

Basierend auf jahrzehntelanger Erfahrung wird größten Wert auf die Qualität der hergestellten und auch vertriebenen Produkte gelegt. Diese unterliegt im Übrigen der ständigen Kontrolle durch das firmeneigene Qualitätssicherungssystem .

Die Wiedenmann-Seile GmbH ist im Handelsregister unter HR B 687, Amtsgericht Würzburg eingetragen. Die Firma ist an verschiedenen Standorten tätig, darunter Marktsteft (Hauptsitz), Nürnberg, Brehna und Leuna. Zusätzlich befinden sich Service-Stützpunkte in Issum und Minden.

Das Unternehmen hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 191 Mitarbeiter beschäftigt, davon 9 Auszubildende.

1.2 Strategie

An der Strategie, durch gezielte Diversifikation, konsequentes Ausnutzen von Marktnischen und Einbindung von komplementären Produkten verbunden mit dem Streben nach einer ausgewogenen Produktstruktur, die eine kontinuierliche Geschäftsentwicklung ermöglichen soll, wurde festgehalten.

Die künftige Einführung eines neuen ERP-Systems sichert fortlaufende Kontroll- und Entwicklungsmaßnahmen, die eine wesentliche Grundlage für den Markterfolg bildet.

Das Unternehmen pflegt Kooperationen, um einen kontinuierlichen Verbesserungs- und Innovationsprozess bei den Produkten und Dienstleistungen sicherzustellen.

2. Darstellung des Geschäftsverlaufs und Rahmenbedingungen

2.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft in Deutschland 2023

Im Jahr 2023 verzeichnete Deutschland einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,3 %, wie aus dem Jahreswirtschaftsbericht 2024 hervorgeht, der dem Bundestag zur Kenntnis vorliegt. Die deutsche Wirtschaft wird aufgrund ihrer früheren starken Abhängigkeit von russischen Energielieferungen, des hohen Anteils der Industrie an der Wertschöpfung und der ausgeprägten Ausrichtung auf den Außenhandel stärker in ihrer Entwicklung beeinträchtigt im Vergleich zu anderen großen westlichen Volkswirtschaften. Die Inflation ist im Laufe des Jahres deutlich gesunken und betrug im Januar 2024 2,9 %.

Mit 46 Millionen Erwerbstätigen erreichte die Zahl einen historischen Höchststand, was darauf hinweist, dass der Arbeitsmarkt als äußerst robust angesehen wird. Die aktuellen hohen nominalen Lohnsteigerungen in Verbindung mit der rückläufigen Inflation haben zu einem Anstieg der realen Kaufkraft geführt. Der Bericht identifiziert als bedeutende Hindernisse für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland unter anderem übermäßige Bürokratie, Fachkräftemangel, Arbeitskräftemangel sowie unzureichende private und öffentliche Investitionen. Diese Probleme haben sich über viele Jahre hinweg akkumuliert und verfestigt. (vgl. https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-990892)

2.2 Entwicklung der Branche im abgelaufenen Geschäftsjahr

Die deutschen Maschinenbauer spüren die Auswirkungen der schwächelnden Weltkonjunktur, da Kunden zögern, Aufträge zu erteilen. Auch eine leichte Verbesserung zum Jahresende ändert wenig an der Gesamtsituation. Nach einem signifikanten Rückgang der Bestellungen im vergangenen Jahr erwarten die deutschen Maschinenbauer keine schnelle Trendwende. Die exportorientierte Branche war 2023 von der schwachen Weltkonjunktur betroffen, was dazu führte, dass Kunden zurückhaltend bei Aufträgen waren. Der bereinigte Auftragseingang sank im Vergleich zum Vorjahr um 12 % (real), wie vom Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) berichtet wird. (vgl.

https://www.springerprofessional.de/unternehmen-institutionen/maschinen/auftraege-im-maschinenbau-202 3-um-12---gesunken/26704962)

Laut vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hat der Dienstleistungssektor in Deutschland (ohne Finanz- und Versicherungsdienstleistungen) im Jahr 2023 einen realen (preisbereinigten) Umsatzzuwachs von 2,0 % und einen nominalen (nicht preisbereinigten) Anstieg von 2,1 % im Vergleich zum Jahr 2022 verzeichnet. Insgesamt erreichte der Dienstleistungssektor im Jahr 2023 den höchsten realen Umsatz seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2015 und lag um 5,8 % höher als im Vor-Corona-Jahr 2019. (vgl. https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/03/PD24 085 474.html)

Im Jahr 2023 verzeichnete das Verarbeitende Gewerbe in Deutschland einen realen Rückgang der Produktion um 1,2 %. Dies war der zweite aufeinanderfolgende Rückgang und der vierte in den letzten fünf Jahren. Somit lag die Fertigung etwa 9 % unter dem Rekordniveau von 2018. (vgl. https://www.dbresearch.de/PROD/RPS DE-PROD/PROD0000000000532126/Deutsche Industrieproduktion %3A Der R%C3%BCckgang ist noc.pdf)

Im Verlauf des Jahres verzeichnete es einen kalenderbereinigten Rückgang der Auftragseingänge um 5,9 % im Vergleich zum Vorjahr. Dabei war der Rückgang bei den Vorleistungsgütern stärker als bei den Investitionsgütern. Zu den Vorleistungsgütern zählen beispielsweise chemische Erzeugnisse, Metalle, Papier und elektrische Bauteile, während Investitionsgüter Maschinen, Fahrzeuge und Produktionsanlagen umfassen. (vgl. https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/02/PD24 047 421 .html)

2.3 Entwicklung der Wiedenmann-Seile GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr

Das Jahresergebnis war im Wirtschaftsjahr 2023 zufriedenstellend. Im Vergleich zu 2022 konnte eine Umsatzsteigerung von 15,41 % erzielt werden. Durch einen kontinuierlichen Fokus auf exzellenten Kundenservice konnte die Kundenzufriedenheit erheblich gesteigert werden. Ein hoher Servicegrad hat nicht nur zu einer höheren Kundenbindung geführt, sondern auch neue Kunden angezogen, was sich direkt positiv auf den Umsatz ausgewirkt hat.

Gezielte Investitionen in die Erweiterung der Geschäftsfelder haben dazu beigetragen, das Angebot zu diversifizieren und neue Marktsegmente zu erschließen. Diese strategischen Maßnahmen haben die Umsatzsteigerung signifikant gefördert.

Um sicherzustellen, dass das Team stets auf dem neuesten Stand der Branche ist, wurden umfassende Schulungsprogramme für die Mitarbeiter implementiert. Diese Investitionen in die Weiterbildung haben nicht nur die Fachkompetenz erhöht, sondern auch die Effizienz und Qualität der Dienstleistungen verbessert.

Insgesamt zeigt sich, dass in Zukunft weiteres Wachstum erzielt werden kann. Die Optimierung der Prozesse und die Stärkung der Kundenbeziehungen stehen im Fokus, um die Marktposition weiter auszubauen.

3. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

3.1 Ertragslage

Die Gesamtkapitalrentabilität betrug 2,28 %. Diese berechnet sich aus dem Jahresüberschuss und dem Gesamtkapital (Bilanzsumme). Damit lag sie niedriger als die angegebene Mindestrendite von 5,00 %. Dies ist vor allem auf den Anstieg der Personalkosten zurückzuführen. Durch das intensive und dementsprechend erfolgreiche Onboarding wird eine Umsatzsteigerung im nächsten Jahr erwartet.

Der Materialaufwand hat im Jahr 2023 den höchsten Anteil der betrieblichen Kosten im Verhältnis zur Gesamtleistung.

Unter anderem höhere Materialpreise am Beschaffungsmarkt sind die Ursachen.

Der Personalanteil an der Gesamtleistung ist im Vergleich zum Vorjahr nur schwach gestiegen. Dieser Tatbestand ist durch gestiegene Löhne und eine Zunahme der Mitarbeiteranzahl entstanden.

Der Anteil der ordentlichen Abschreibungen an der Gesamtleistung blieb konstant.

3.2 Finanzlage

Am Ende des Jahres 2023 wies das betrachtete Unternehmen einen Eigenkapitalanteil von 44,82 % auf (Vorjahr: 46,94 %). Die Formel lautet hierfür: Eigenkapital x 100 / Gesamtkapital (Bilanzsumme).

Bei wachsender Bilanzsumme und einem positiven Ergebnis vor Steuern blieb der Eigenkapitalanteil auf vergleichbarem Niveau gegenüber dem Vorjahr. Dies ist darauf zurückzuführen, dass sowohl das Eigen- als auch das Fremdkapital annähernd um denselben Prozentsatz zulegen konnten. Die Wiedenmann-Seile GmbH war jederzeit in der Lage, den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Die Fristenstruktur zeigt folgende Veränderung:

Fristenstruktur der Verbundpassiva 2023
EUR
2022
EUR
Verbund 666.104 595.024
kurzfristig (< 1 Jahr) 181.104 595.024
mittelfristig (zw. 1 bis 5 Jahre) 0 0
langfristig (> 5 Jahre) 0 0

Bei der Untersuchung des Fremdkapitals nach seiner Herkunft waren gegenüber dem Vorjahr folgende Veränderungen zu beobachten:

Kapitalgeberstruktur des Fremdkapitals
in %
2023 2022
Rückstellungen 19,14 19,33
Banken 11,81 20,31
Lieferanten 35,89 29,94
Andere 33,16 30,42

3.3 Vermögenslage

Im Rahmen der Analyse des Vermögens erfolgt eine Untersuchung sowohl des Anlage- wie auch des Umlaufvermögens anhand betriebswirtschaftlicher Kennzahlen.

Gegenüber dem Vorjahr ist das Gesamtvermögen um über 10 % gewachsen. Hierbei ist vor allem das Anlagevermögen gestiegen. Vor allem die Investitionen in die Digitalisierung sind hier zu nennen.

3.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

Das Unternehmen zieht für die interne Unternehmensteuerung folgende Leistungskennziffern heran:

- Rohertragsquote

- EBT

Der Rohertrag wird in das Verhältnis zu den Umsatzerlösen gesetzt, um die Rohertragsquote zu erhalten.

Das EBT ergibt sich aus dem Ergebnis vor Steuern.

Die Entwicklung der Kennzahlen ergibt sich aus der Ertragslage.

4. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

4.1 Zukünftige Entwicklung

Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die Geschäftsleitung ein stabiles Jahresergebnis mit einer prognostizierten Umsatzsteigerung von über 9 %. Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2023 ist sehr zufriedenstellend, ebenso wie die positiven Auftragseingänge zu Beginn des neuen Geschäftsjahres 2024. Erste positive konjunkturelle Trends im Maschinenbau, Bauwirtschaft und Dienstleistungssektor deuten auf eine Umsatzsteigerung im Folgejahr 2025 hin. Die Preisentwicklung wird dabei kontinuierlich und dynamisch überwacht.

4.2 Chancen

Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch gut strukturierte interne Abläufe um. Der regelmäßige Informationsaustausch zwischen den einzelnen Abteilungen und Standorten gewährleistet, dass die in der täglichen Kundeninteraktion gewonnenen Erkenntnisse schnell an die Niederlassungsleiter und Produktmanager weitergegeben werden. Diese berichten der Geschäftsleitung in Marktsteft. Durch diese Kommunikation werden Chancen frühzeitig erkannt und effektiv genutzt.

Mit unserer langjährigen Erfahrung, Zuverlässigkeit und einem ausgeprägten Qualitätsbewusstsein begegnen wir dem intensiven Wettbewerbsdruck in der Branche. Zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten sehen wir insbesondere in der Erschließung neuer Absatzmärkte durch den Aufbau zusätzlicher Niederlassungen sowie in der Zusammenarbeit mit strategischen Kooperationspartnern. Unsere Wettbewerbsvorteile sehen wir vor allem im Kundenservice und bei der Bereitstellung maßgeschneiderter Dienstleistungen.

In den hart umkämpften Absatzmärkten setzt die Wiedenmann-Seile GmbH auf eine vielfältige Produktpalette, umfassende Dienstleistungen und die Abwicklung kompletter Prozesse, um langfristig konkurrenzfähig zu bleiben. Dies hat einen positiven Effekt auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird dieser positive Effekt eintreten.

4.3 Risiken

Das Unternehmen hat kontinuierlich Maßnahmen ergriffen, um die Risikoerkennung, -analyse und -kommunikation sicherzustellen.

In Übereinstimmung mit branchenüblichen Standards und gesetzlichen Vorgaben verfügt die Wiedenmann-Seile GmbH seit Jahren über ein umfassendes Kontroll- und Risikomanagementsystem. Dieses System ermöglicht es, potenzielle Risiken frühzeitig zu identifizieren sowie unternehmensweit zu überwachen und zu bewerten.

Die Wahrscheinlichkeit eines Brandes ist zwar gering, jedoch hätte ein solcher Vorfall erhebliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens. Auch der Eintritt eines Stromausfalls, der Ausfall von Servern oder ein Cyberangriff ist sehr unwahrscheinlich, könnten jedoch die Produktivität erheblich beeinträchtigen. Durch kontinuierliche Überwachung, regelmäßige Wartungsmaßnahmen und die Speicherung von Daten in der Cloud wird das Risiko solcher Vorfälle minimiert. Ein Ausfall des Geschäftsführers hätte ebenfalls große Auswirkungen, doch greifen Vertretungsregelungen, die die Auswirkungen eines Ausfalls auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage minimieren. Im Rahmen der Risikobewertung wird die Wahrscheinlichkeit eines solchen Vorfalls als sehr gering eingeschätzt.

Ein Frühwarnsystem sorgt dafür, dass Lieferanten kontinuierlich überwacht werden, um das Entstehen von Lieferantenmonopolen zu vermeiden. Externe Ereignisse wie Pandemien oder extreme Wetterereignisse werden durch aktive Präventionsteams und entsprechende Notfallpläne adressiert. Die Eintrittswahrscheinlichkeit und die möglichen Auswirkungen solcher Ereignisse werden als gering eingeschätzt.

Das Risikomanagementsystem dient dazu, potenzielle Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen. Dabei sind insbesondere ein internes Überwachungssystem sowie ein Controlling- und Frühwarnsystem von Bedeutung. Unser Unternehmen verfügt über umfangreiche Planungs- und Kontrollinstrumente, um Geschäftsrisiken frühzeitig zu identifizieren und entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Zu den wesentlichen Elementen des Risikomanagementsystems zählen die Risikosteuerung, das -controlling und das -reporting. Das interne Überwachungssystem umfasst unter anderem die Anwendung einheitlicher Richtlinien, den Einsatz zuverlässiger Software, die Auswahl und Schulung qualifizierten Personals, Abweichungsanalysen, regelmäßiges Berichtswesen, klare Arbeitsanweisungen, Regelungen zur Vertretungsvollmacht sowie wirksame Maßnahmen zur Funktionstrennung.

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 3.269.246,00 2.619.696,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.355.689,00 730.547,00
II. Sachanlagen 1.895.557,00 1.871.149,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 903.143,00 950.952,00
2. technische Anlagen und Maschinen 485.665,00 512.291,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 490.214,00 406.406,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 16.535,00 1.500,00
III. Finanzanlagen 18.000,00 18.000,00
B. Umlaufvermögen 5.404.362,29 5.217.760,64
I. Vorräte 1.318.312,25 1.432.614,33
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.439.537,71 3.207.455,47
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 482.227,20 538.786,46
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 482.227,20 501.301,46
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.957.310,51 2.668.669,01
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 646.512,33 577.690,84
C. Rechnungsabgrenzungsposten 21.734,00 30.132,50
Summe Aktiva 8.695.342,29 7.867.589,14

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 4.105.983,06 3.896.766,70
I. Gezeichnetes Kapital 60.000,00 60.000,00
II. Gewinnvortrag 3.836.766,70 3.305.238,34
III. Jahresüberschuss 209.216,36 531.528,36
B. Rückstellungen 878.442,00 767.618,08
C. Verbindlichkeiten 3.700.820,23 3.191.985,36
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 541.930,00 806.410,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 41.930,00 57.710,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 500.000,00 748.700,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 632.444,75 586.673,22
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 632.444,75 586.673,22
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 33.659,37 8.350,95
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 33.659,37 8.350,95
4. sonstige Verbindlichkeiten 2.492.786,11 1.790.551,19
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.414.786,11 1.712.551,19
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 78.000,00 78.000,00
D. Rechnungsabgrenzungsposten 10.097,00 11.219,00
Summe Passiva 8.695.342,29 7.867.589,14

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 13.459.432,85 11.900.606,12
2. Personalaufwand 9.319.780,21 7.698.076,18
a) Löhne und Gehälter 7.630.657,79 6.263.589,78
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.689.122,42 1.434.486,40
davon für Altersversorgung 100.730,46 110.630,26
3. Abschreibungen 249.281,00 273.754,00
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 249.281,00 273.754,00
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.595.609,70 3.156.861,71
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 5,00 70,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.077,74 8.138,46
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 24.113,22 27.616,82
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 62.445,95 216.908,36
9. Ergebnis nach Steuern 213.285,51 535.597,51
10. sonstige Steuern 4.069,15 4.069,15
11. Jahresüberschuss 209.216,36 531.528,36

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Wiedenmann - Seile GmbH wird im Handelsregister des Amtsgerichts Würzburg unter der Nummer HRB 687 mit der Geschäftsanschrift Am Traugraben 8, 97342 Marktsteft geführt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung wurden nach den Gliederungsschemata gemäß § 266 Abs. 2 und 3 HGB bzw. §275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften sowie des GmbHG aufgestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungen erfolgen linear. Selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände wurden nicht aktiviert.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungen bei beweglichem Sachanlagevermögen erfolgen linear.

Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen bei Bauten zwischen 10 und 33 Jahren, bei technischen Anlagen und Maschinen sowie bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 20 Jahren.

Bei Zugängen von beweglichen Anlagegütern werden die Jahresabschreibungsbeträge monatsgenau angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Waren sind mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die unfertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Material- und Fertigungseinzelkosten sowie die notwendigen, angemessenen Material- und Fertigungsgemeinkosten. Zinsen für Fremdkapital, das zur Finanzierung der Herstellung der fertigen bzw. unfertigen Erzeugnisse verwendet wird, wurden auch soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen, nicht aktiviert.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Das allgemeine Kreditrisiko wird außerdem durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel werden zum Nennwert angesetzt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Teilwertverfahren unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,82 % p.a. und unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck bewertet. Der Zinssatz entspricht dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer Restlaufzeit der Pensionsverpflichtungen von 15 Jahren.

Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden Rentensteigerungen von jährlich 2 % zugrunde gelegt. Jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen waren nicht zu berücksichtigen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen nach dem Maß vernünftiger kaufmännischer Beurteilung alle bis zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten.

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen passiviert.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in der Anlage 1 zum Anhang gesondert dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 37) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und im Übrigen mit einem Betrag von TEUR 482 (i. Vj. TEUR 501) sonstige Vermögensgegenstände.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen Steuerforderungen von TEUR 176 (i. Vj. TEUR 282), debitorische Kreditoren von TEUR 17 (i. Vj. TEUR 90).

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben insgesamt TEUR 482 (i. Vj. TEUR 501) eine längere Laufzeit als ein Jahr.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Tantiemen von TEUR 56 (i. Vj. TEUR 53), Urlaubsrückstände von TEUR 426 (i. Vj. TEUR 325), Gewährleistungen von TEUR 106 (i. Vj. TEUR 92), Rückstellung für Abschluss und Prüfung von TEUR 44 (i. Vj. TEUR 29), Rückstellung für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen von TEUR 3 (i. Vj. TEUR 3).

Verbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben TEUR 216 (i. Vj. TEUR 264) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und in Höhe von TEUR 326 (i. Vj. TEUR 542) eine Restlaufzeit größer einem Jahr.

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter betreffen in Höhe von TEUR 17 (i. Vj. TEUR 19) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betragen in Höhe von TEUR 485 (i. Vj. TEUR 485) mehr als fünf Jahre. Die restlichen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter betragen bis zu einem Jahr.

Die Restlaufzeiten der übrigen Verbindlichkeiten betragen, bis auf eine Summe von TEUR 78 (i. VJ. TEUR 78), jeweils bis zu einem Jahr.

Latente Steuern

Die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften gem. §288 Abs. 2 HGB werden für die sonstigen Pflichtangaben gem. §285 Nr. 29 HGB in Anspruch genommen.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen gab es keine Beträge von außergewöhnlicher Größenordnung.

V. Beschäftigte

Im Geschäftsjahr 2023 waren gem. § 285 Nr. 7 HGB i. V. m. § 267 Abs. 5 HGB durchschnittlich 191,00 Arbeitnehmer beschäftigt.

Gewerbliche Arbeitnehmer Vollzeit 76,50
Gewerbliche Arbeitnehmer Teilzeit 31,25
Angestellte Vollzeit 64,25
Angestellte Teilzeit 19,00

VI. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet-, Pacht und Leasingverträgen für Immobilien, Kraftfahrzeuge und Büroausstattung in Höhe von TEUR 4.815.

VII. sonstige Angaben

Geschäftsführung

Im kompletten Geschäftsjahr war Herr Bernhard Etzelmüller als Geschäftsführer bestellt. Der Beruf entspricht der Organstellung.

Außer dem Geschäftsführer waren im Berichtsjahr keine weiteren Organe bestellt.

Ergebnisverwendung

Auf Vorschlag der Geschäftsführung soll der Jahresüberschuss vorgetragen werden.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.

 

Marktsteft, 30. September 2024

Bernhard Etzelmüller

sonstige Berichtsbestandteile

 

Marktsteft, den 03. Januar 2025

gez. Bernhard Etzelmüller, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 03.01.2025 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Wiedenmann - Seile GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Wiedenmann - Seile GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Wiedenmann - Seile GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Flensburg, 16. Dezember 2024

burgenta GmbH

gez. Kevin Dietz, Wirtschaftsprüfer

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