Stammdaten

Register
Amtsgericht Neuruppin HRB 9610
Eingetragen
21.5.2012
Branche
Elektrizitätserzeugung aus erneuerbaren Energieträgern zur VerteilungGroßhandel mit PhotovoltaikmodulenElektrizitätserzeugung aus erneuerbaren Energieträgern ohne Verteilung
Gegenstand
Vertrieb von Produkten und Leistungen im Bereich der erneuerbaren Energien, insbesondere, jedoch nicht abschließend, von Photovoltaikanlagen, Batteriespeichersystemen, Ladeinfrastruktur, Wärmepumpen und ähnlichen Anlagen und Systemen, die Installation dieser Anlagen bei Kunden sowie das Erbringen von Serviceleistungen für diese Anlagen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Plenk
seit 21.7.2025
Geschäftsführer
Oliver Koch
seit 21.7.2025
Geschäftsführer
Sven Heyen
seit 12.2.2025
Prokura
Michael Keil
seit 12.2.2025
Prokura
Ines Bodenmüller
seit 12.2.2025
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
SHELL Overseas Investments B.V.NLD
98.33%
sonnen Holding GmbHEigenbeteiligung
1.67%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
sonnen Holding GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Energieinsel GmbH

Oberkrämer

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die Energieinsel GmbH mit Sitz in Oberkrämer, OT Vehlefanz möchte Menschen mit intelligenten erneuerbaren Energiekonzepten unabhängig machen, um saubere Energie für alle zugänglich zu machen. Die Energieinsel GmbH ist deshalb im Bereich des Elektrohandwerks tätig. Wir befähigen Menschen, sauberen Strom wirtschaftlich zu erzeugen und bei Bedarf selbst zu verbrauchen oder auch in das öffentliche Stromnetz abzugeben.

Aktuell fokussierte Zielkunden sind überwiegend Privatkunden mit Einfamilienhäusern, sowie kleine und mittelständische Unternehmen, die einen hohen Anspruch an hochwertige Produkte, eine saubere handwerkliche Leistung und eine qualitativ hochwertige Kundenberatung schätzen.

Externe Faktoren für die Entwicklung des Umsatzes sind derzeit insbesondere die Einführung bzw. Ausweitung der Photovoltaik-Pflicht in verschiedenen Bundesländern, die Fortführung bestimmter Förderprogramme sowie die im Rahmen des Jahressteuergesetzes 2022 geplanten steuerlichen Entlastungen und Vereinfachungen.

Auch der Fachkräftemangel sowie das steigende Zinsniveau haben ebenfalls Einfluss auf die Unternehmensentwicklung.

Die Gesellschaft unterhält neben dem Firmensitz in Oberkrämer einen weiteren Ausstellungstandort in Leipzig.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2022 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 1,9 % höher als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 2,0 %. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2022 um 0,7 % höher. (Quelle: Statistisches Bundesamt)

Der Markt für Photovoltaikanlagen und Stromspeicher entwickelte sich auch im Jahr 2022 deutlich positiv. Im Jahr 2022 wurden 370.000 PV-Anlagen und rund 220.000 Batteriespeicher neu installiert. Damit stieg die Gesamtanzahl von Photovoltaikanlagen von 2,2 Millionen (Stand 2021) auf rund 2,5 Millionen. Das entspricht einer Steigung von ca. 8,3%.

Rund 214.000 Heimspeicher und 3.900 Gewerbespeicher kamen im Jahr 2022 dazu.

Dieses Wachstum ist aufgrund der steigenden Stromkosten auch in den folgenden Jahren zu erwarten. (Quellen: SHK-Magazin, Destatis)

2.2 Geschäftsverlauf

Die Gesellschaft konnte erneut den Umsatz steigern und führte ihre auf Wachstum und rasche Marktdurchdringung gerichtete Strategie konsequent fort. Das Umsatzwachstum als finanzieller Leistungsindikator lag bei 32,39%. Nach einem Jahresüberschuss von TEUR 296 im Geschäftsjahr 2021, wurde im aktuellen Geschäftsjahr aufgrund von der gestiegenen Marktnachfrage, den notwendigen Preiserhöhungen und dem Ausbau der Installationskapazität, ein Jahresüberschuss von T€ 1.088 erzielt. Die prognostizierte Umsatzsteigerung konnte übertroffen werden, was auf die höher als ursprünglich geplante Nachfrage sowie auf die Auf- und Ausbauaktivitäten der Gesellschaft zurückzuführen ist.

2.3 Lage der Gesellschaft

2.3.1 Ertragslage

Die Ertragslage der Gesellschaft wird mit folgenden Kennzahlen dargestellt:

T€ 2020 T€ 2021 T€ 2022
Rohergebnis 4.294 5.505 7.821
Personalaufwand -1.953 -2.807 -3.396
Abschreibungen -115 -176 -194
Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.675 -2.080 -2.754
Finanzergebnis -29 -34 -17
Steuern vom Einkommen/Ertrag -133 -110 -366
Jahresüberschuss 356 296 1.088

Der Personalaufwand stieg im Vergleich zum Vorjahr um rd. 21% von T€ 2.807 im Vorjahr auf T€ 3.396. Der Anstieg beruht im Wesentlichen auf verstärkten Einstellungen von neuen Mitarbeitern. Insgesamt beschäftigte die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2022 durchschnittlich 72 Arbeitnehmer im Vergleich zu durchschnittlich 57 Arbeitnehmer im Vorjahr. Mit dem Ausbau der Mitarbeiter soll das weitere Wachstum der Gesellschaft vorangetrieben werden.

Der Anstieg der Abschreibungen von T€ 176 im Vorjahr auf T€ 194 im Geschäftsjahr 2022 ist auf planmäßige Abschreibungen im Zusammenhang mit Investitionen in die Infrastruktur zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um T€ 674 auf T€ 2.754 im Geschäftsjahr 2022 gestiegen. Dies ist unter anderem auf gestiegene Verkaufsprovisionen an Handelsvertreter zurückzuführen.

Im Ergebnis führte dies zu einem Jahresergebnis von T€ 1.088 im Geschäftsjahr 2022 (Vorjahr Jahresergebnis in Höhe von T€ 296).

2.3.2 Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögens- und Finanzlage zeigt anhand folgender Kennzahlen folgendes Bild:

T€ 2020 T€ 2021 T€ 2022
Bilanzsumme 4.922 6.864 10.461
Eigenkapital 750 946 1.958
Mittelfristig verfügbares Kapital 1.152 1.316 1.322
Investitionen in Sachanlagen 166 278 212

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr von T€ 6.864 auf T€ 10.461 gestiegen.

Auf der Aktivseite wurde insbesondere das Vorratsvermögen zielgerichtet erhöht, um trotz Materialverknappung aufgrund volatiler Lieferketten die Materialverfügbarkeit sicherzustellen.

Die Passivseite ist insbesondere durch erhaltene Anzahlungen geprägt. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Eigenkapital um T€ 1.012 auf T€ 1.958 erhöht (Vorjahr T€ 946). Die Eigenkapitalquote beträgt 18,72% nach 13,78% zum Vorjahres-Bilanzstichtag.

Investitionen

Die Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr T€ 115 in den Fuhrpark, T€ 44 in das unternehmenseigene Grundstück, T€ 2 in eine Beteiligung investiert, sowie T€ 55 in sonstige Ausstattung.

2.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

Zu den wesentlichsten Leistungsindikatoren gehören das Umsatzwachstum im Jahresvergleich sowie die Entwicklung des Rohergebnis, die in Abschnitt 2.3.1 erläutert werden.

Insgesamt sind der Geschäftsverlauf und die Lage der Gesellschaft nach Ansicht der Geschäftsführung als positiv zu beurteilen

3. Prognose, Chancen- und Risikobericht

3.1 Risikomanagement und Risikobericht

Die Energieinsel GmbH passt ihr Risikomanagement ständig an die aus dem Wachstum der Gesellschaft resultierenden Bedürfnisse an. Die Geschäftsführung überwacht die Energieinsel GmbH durch regelmäßig erstellte kurz- und langfristige Umsatz-, Liquiditäts- und Finanzplanungen. Diese Planungen werden mit den tatsächlichen Ergebnissen verglichen, und Abweichungen werden sorgfältig auf ihre Ursachen hin untersucht. Erkennbare Risiken werden von der Geschäftsführung frühzeitig aufgegriffen und, soweit erforderlich, Gegenmaßnahmen eingeleitet. Risiken in Bezug auf Produktentwicklung, regulatorische Änderungen in Märkten und Branchentrends bedingt durch Technologien und Innovationen werden in regelmäßigen Abständen sorgfältig von der Geschäftsführung analysiert

Globale und deutschlandweite Rahmenbedingungen (Risikokategorie A) - bestandsgefährdende Risiken

Als Installations- und Handelsunternehmen ist auch die Energieinsel GmbH auf globale Lieferketten angewiesen, sodass politische Unsicherheiten, geopolitische Auseinandersetzungen (Ukraine-Russland-Konflikt, Auftreten Chinas als Aggressor gegenüber Taiwan) und daraus resultierende Lieferkettenprobleme, die sich bis hin zu ausbleibenden Lieferungen zuspitzen können, eine reelle Gefahr für das Geschäftsmodell darstellen. Auch der Fachkräftemangel, speziell im Bereich der Elektro- und Dachmontage muss berücksichtigt werden.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen (Risikokategorie B) - mittlere Risiken

Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und ihre Auswirkungen auf die Energieinsel GmbH sind schwer vorherzusagen. Dies betrifft insbesondere Einschränkungen entlang der globalen Lieferketten. Der Beschaffungsmarkt wird durch die Gesellschaft permanent beobachtet. Zusätzlich werden die zukünftigen Bedarfe langfristig geplant und mit den Schlüssellieferanten abgestimmt. Einer möglichen Materialverknappung tritt die Gesellschaft mit dem zielgerichteten Aufbau von Vorratsbeständen entgegen. Zudem besteht das allgemeine Risiko, dass Fachkräfte nicht in der notwendigen Anzahl zur Verfügung stehen. Die Umsetzung der langfristig angelegten Personalplanung wird durch ein aktives Recruiting sowie die Ausweitung der Aus- und Weiterbildungsaktivitäten gewährleistet. Ansteigendes Zinsniveau sowie die Inflation können negative Auswirkungen auf die Kaufkraft von potenziellen Kunden haben.

Fallende Strompreise wirken hemmend auf die Investitionsbereitschaft unserer Kunden und haben negative Auswirkungen auf unser Geschäftsmodell.

3.2 Chancenbericht

Der Bundesrat hat am 8. Juli 2022 das vom Bundestag am 7. Juli 2022 verabschiedete Gesetz zu Sofortmaßnahmen für einen beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien und weiteren Maßnahmen im Stromsektor gebilligt. Die Novelle richtet die Klima-, Energie- und Wirtschaftspolitik auf den 1,5-Grad-Klimaschutz-Pfad aus und überarbeitet dazu das gesamte Erneuerbare-Energien-Gesetz grundlegend und umfassend, ändert flankierend zahlreiche andere Gesetze. Den Ausbau von Solarenergie schreibt das Gesetz auf 22 Gigawatt pro Jahr vor - im Jahr 2030 sollen insgesamt rund 215 Gigawatt Solar-Leistung in Deutschland erreicht sein. Aus den vom Gesetzgeber formulierten Zielen ergeben sich für die Energieinsel GmbH wesentliche Chancen und keine ersichtlichen Risiken.

Steigende Strompreise wirken sich positiv auf die Investitionsbereitschaft unserer Kunden aus und haben positive Auswirkungen auf unser Geschäftsmodell.

3.3 Prognosebericht

Die folgenden Aussagen zum künftigen Geschäftsverlauf der Energieinsel GmbH basieren auf bestimmten Annahmen über die künftige wirtschaftliche und branchenspezifische Entwicklung, die die Energieinsel GmbH als realistisch ansieht. Diese sind jedoch mit Unsicherheiten behaftet und bergen das Risiko, dass die prognostizierten Entwicklungen nicht wie erwartet eintreten.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Energieinsel GmbH geht von einer weiterhin steigenden Nachfrage nach Photovoltaikanlagen und Batteriespeichersystemen in Deutschland aus. Positive Impulse geben die Einführung bzw. Ausweitung der Photovoltaik-Pflicht in verschiedenen Bundesländern, die Fortführung bestimmter Förderprogramme sowie die im Rahmen des Jahressteuergesetzes 2022 geplanten steuerlichen Entlastungen und Vereinfachungen.

Wir gehen davon aus, dass das Bedürfnis der Kunden nach energetischer Unabhängigkeit, unter anderem aufgrund der seit Anfang des Geschäftsjahres 2022 stark gestiegenen Strom- und Energiekosten sowie der allgemeinen Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Russland-Ukraine-Konflikt weiter steigt. Es ist jedoch bereits erkennbar, dass die Strompreise sich normalisieren und die Bevölkerung sich an die Verunsicherung durch den Ukraine-Konflikt gewöhnt hat. Wir sehen in diesem Zusammenhang einen Rückgang der Nachfrage.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2023

Die Energieinsel GmbH legt weiterhin ihr besonderes Augenmerk auf die Stärkung ihrer Marktposition und den Ausbau ihrer Präsenz in den neuen Bundesländern.

In der zweiten Jahreshälfte 2023 soll zu diesem Zweck eine neue Niederlassung am Standort Waren eröffnet werden. Gerade im Einzugsgebiet um die Müritz erhofft sich die Gesellschaft eine hohe Nachfrage, sowie zahlungskräftige Privatkunden mit Einfamilienhäusern und kleinen und mittelständischen Unternehmen.

Die Marktpräsenz am bereits bestehenden Unternehmensstandort in Leipzig soll durch gezielte Marketingkampagnen weiter ausgebaut werden. Auch hier ist mit einem Umsatzwachstum zu rechnen. Die nachhaltige Betreuung von Kunden in diesen Gebieten soll auch durch das Einstellen neuer Mitarbeiter bis zu einer Gesamtanzahl von 150 Personen gewährleistet werden. Auch liegt der Fokus darauf, neue Montagekapazitäten, sowohl angestellt als auch in Form von Unterauftragnehmern, aufzubauen, um dem erwarteten steigenden Auftragseingang gerecht zu werden.

Im laufenden Geschäftsjahr 2023 soll durch den Erwerb einer ISO-Zertifizierung das Image gegenüber Dritten nachhaltig verbessert werden. Die Einführung einer neuen Software zur elektronischen Datenverarbeitung sichert die Richtigkeit und Umsetzung entsprechender Vorgaben und Prozesse über alle Unternehmensbereiche hinweg.

Durch den Aufbau eines internen Unternehmenscontrollings will die Gesellschaft die Transparenz hinsichtlich Unternehmenskennzahlen erhöhen, um so zielgerichtete Entscheidungen zu treffen und auch den Erfolg der neuen Unternehmensstandorte zu messen.

Auch wird die Energieinsel GmbH ein Ausbildungszentrum eröffnen, um Unterauftragnehmern sowie externen Firmen das notwendige Knowhow zur Montage von Photovoltaikanlagen sowie Stromspeichern zu vermitteln. Hiermit soll dem Fachkräftemangel im Gebiet der erneuerbaren Energien entgegengewirkt, Unterauftragnehmer ausgebildet sowie der Qualitätsstandard in der Montageleistung vereinheitlicht werden.

Die Gesellschaft prognostiziert unter Annahme der für das Jahr 2023 ein zusätzliches Umsatzwachstum von 20 % bis 50 % im Vergleich zu 2022 und einer Roh-Marge zwischen 30% und 40% vom Umsatz. Die Basis hierfür liegt unter anderem in den akquirierten Aufträgen aus 2022. Basierend auf den oben genannten Annahmen, gehen wir für die Geschäftsjahre 2023 bis 2026 von einem weiterhin starken Markt-, Unternehmens- und Umsatzwachstum aus. Für das aktuelle Geschäftsjahr wird ein Jahresüberschuss über dem Vorjahr erwartet.

 

Oberkrämer, den 26.06.2023

Rico Rückstadt, Geschäftsführer

Susan Käppeler, Geschäftsführerin

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 1.962.663,68 1.943.279,26
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 479,00 3.315,00
II. Sachanlagen 1.960.184,68 1.939.964,26
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.342.592,75 1.356.968,75
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 605.516,00 582.995,51
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 12.075,93
III. Finanzanlagen 2.000,00
1. Beteiligungen 2.000,00
B. Umlaufvermögen 8.385.265,49 4.856.556,56
I. Vorräte 7.229.925,70 4.311.863,58
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 770.974,96 443.368,99
1. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 8,53
2. sonstige Vermögensgegenstände 770.966,43 443.368,99
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 93.435,28 10.429,32
III. Wertpapiere 84.427,88 70.196,87
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 299.936,95 31.127,12
C. Rechnungsabgrenzungsposten 113.012,65 64.487,86
davon Disagio 1.750,00 2.250,00
Aktiva 10.460.941,82 6.864.323,68

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 1.957.628,69 945.906,54
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 844.906,54 624.595,88
III. Jahresüberschuss 1.087.722,15 296.310,66
B. Rückstellungen 742.788,40 307.665,00
C. Verbindlichkeiten 7.708.668,83 5.544.821,69
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.396.695,66 1.420.712,86
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 158.013,77 174.070,03
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.238.681,89 1.246.642,83
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 228.526,85
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,00 228.526,85
3. sonstige Verbindlichkeiten 6.311.973,17 3.895.581,98
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 6.295.670,30 3.804.965,64
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 16.302,87
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 9.130,45
E. Passive latente Steuern 51.855,90 56.800,00
Passiva 10.460.941,82 6.864.323,68

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 7.820.586,95 5.505.491,90
2. Personalaufwand 3.396.279,25 2.807.926,59
a) Löhne und Gehälter 2.757.991,70 2.321.654,33
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 638.287,55 486.272,26
davon für Altersversorgung 3.641,02 2.701,60
3. Abschreibungen 194.317,63 176.081,08
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 194.317,63 176.081,08
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.754.478,47 2.079.892,65
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1.213,64 823,09
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 28.881,38 2.257,05
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 4.656,27
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 42.675,27 36.909,96
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 365.591,46 110.423,54
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 4.944,10
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 200,00
10. Ergebnis nach Steuern 1.092.683,62 297.338,22
11. sonstige Steuern 4.961,47 1.027,56
12. Jahresüberschuss 1.087.722,15 296.310,66

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft wird mit der Firma Energieinsel GmbH unter der Registernummer HRB 9610 NP beim zuständigen Registergericht geführt. Die Gesellschaft hat ihren Sitz Im Gewerbepark 24 in 16727 Oberkrämer OT Vehlefanz.

Die Energieinsel GmbH (im Folgenden kurz "Energieinsel" oder Gesellschaft) weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 Abs. 2 HGB auf.

Der vorliegende Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31.12.2022 ist entsprechend den Regelungen des Gesellschaftsvertrages nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für mittelgroße Kapitalgesellschaften erstellt worden, wobei von der größenabhängigen Ausweiserleichterung für mittelgroße Gesellschaften gemäß § 276 Satz 1 HGB Gebrauch gemacht wurde, die Posten gemäß § 275 Absatz 2 Nr. 1 bis 5 HGB zu einem Posten "Rohergebnis" zusammenzufassen.

Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, die sowohl am Abschlussstichtag als auch im Vorjahr keinen Betrag ausweisen, sind nicht aufgeführt.

Sämtliche Bilanzposten wurden in der Eröffnungsbilanz mit den Werten angesetzt, mit denen sie in der Schlussbilanz des vorhergehenden Geschäftsjahres ausgewiesen waren. Die im Vorjahr unter den Steuerrückstellungen ausgewiesenen latenten Steuern wurden im Berichtszeitraum gemäß § 266 HGB als eigener Posten ausgewiesen. DerVojahresauweis wurde entsprechend angepasst.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes (§ 253 Abs. 1 S. 1, Abs. 3 HGB). Bei den immateriellen Vermögensgegenständen und bei den Sachanlagen erfolgt die Abschreibung linear. Geringwertige Vermögensgegenstände in der Definition des EStG wurden aus Vereinfachungsgründen gemäß § 6 Abs. 2a EStG sofort abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bilanziert.

Die im Umlaufvermögen unter den Vorräten ausgewiesenen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten bewertet. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert angesetzt.

Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt (§ 253 Abs. 1 HGB).

Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB).

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB).

Der Grundsatz zur Abgrenzung von Aufwendungen und Erträgen wurde durch die Bildung von Rechnungsabgrenzungsposten beachtet.

Die auf den Jahresabschluss zum 31.12.2021 angewandten Bewertungsmethoden wurden im Geschäftsjahr 2022 beibehalten.

III. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) ist nachfolgend in der Anlage 1 dargestellt.

In den sonstigen Vermögensgegenständen und sonstigen Verbindlichkeiten sind keine antizipativen Posten größeren Umfangs enthalten.

Die sonstigen Rückstellungen zum 31.12.2022 setzen sich wie folgt zusammen:

EUR
Abgaben 13.680,00
Personalkosten 370.526,18
Gewährleistung 45.500,00
Abschluss und Prüfung 44.600,00
Aufbewahrung 4.198,16
478.504,34

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschilden bzw. Forderungsabtretung besichert. Sie haben in Höhe von T€ 554 eine Restlaufzeit von über 5 Jahren. Die übrigen Verbindlichkeiten sind bis auf die üblichen Eigentumsvorbehalte unbesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG) betragen T€ 0 (Vorjahr T€ 229).

Neben der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten besteht ein Haftungsverhältnis nach § 251 HGB aus einer Bürgschaft gegenüber der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin in Höhe von T€ 500 für fremde Verbindlichkeiten.

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

In den Erträgen und Aufwendungen sind keine Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung bzw. wesentliche periodenfremde Erträge bzw. Aufwendungen enthalten.

IV. Sonstige Angaben

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus bestehenden Miet- und Pachtverträgen in Höhe von T€ 263 p.a. insgesamt T€ 1.615. Die Verträge können i.d.R. während der festen Vertragsbindung nicht gekündigt werden.

Geschäftsführer sind Herr Rico Rückstadt (Kaufmann) sowie Frau Susan Käppeler (seit März 2023 - Dipl. Kaufmann FH). Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird unter Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Vorschüsse oder Kredite wurden den Geschäftsführern nicht gewährt.

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl betrug 90 (Vorjahr 57). Hiervon entfallen auf:

2022 2021
Technischer Bereich 43 33
Kaufmänischer Bereich 29 24
72 57

V. Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Berichtsjahres sind bisher keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten. Lieferengpässe auf Grund des Ukrainekrieges sowie Ausfälle von Personal auf Grund der Corona-Pandemie sind bisher nicht eingetreten, aber zukünftig nicht auszuschließen.

VI. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.088 zzgl. Gewinnvortrag in Höhe von T€ 845 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Velten, 19. Juni 2023

Rico Rückstadt, Geschäftsführer

Susan Käppeler, Geschäftsführerin

Entwicklung des Anlagevermögens 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 18.493,55 0,00 0,00 0,00 18.493,55
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 18.493,55 0,00 0,00 0,00 18.493,55
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 1.500.050,03 32.776,86 0,00 0,00 1.532.826,89
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 883.596,61 166.849,26 0,00 0,00 1.050.445,87
3. geleiste Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 12.075,93 0,00 0,00 12.075,93
Summe Sachanlagen 2.383.646,64 211.702,05 0,00 0,00 2.595.348,69
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 2.000,00 0,00 0,00 2.000,00
Summe Beteiligungen 0,00 2.000,00 0,00 0,00 2.000,00
2.402.140,19 213.702,05 0,00 0,00 2.615.842,24
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2022
EUR
31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.178,55 2.836,00 0,00 0,00 18.014,55 479,00 3.315,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 15.178,55 2.836,00 0,00 0,00 18.014,55 479,00 3.315,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 143.081,28 47.152,86 0,00 0,00 190.234,14 1.342.592,75 1.356.968,75
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 300.601,61 144.328,26 0,00 0,00 444.929,87 605.516,00 582.995,00
3. geleiste Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 12.075,93 0,00
Summe Sachanlagen 443.682,89 191.481,12 0,00 0,00 635.164,01 1.960.184,68 1.939.963,75
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 2.000,00 0,00
Summe Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 2.000,00 0,00
458.861,44 194.317,12 0,00 0,00 653.178,56 1.962.663,68 1.943.278,75

sonstige Berichtsbestandteile

 

Oberkrämer den 19. Oktober 2023

Herr Rico Rückstadt

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 22.12.2023 festgestellt.

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Energieinsel GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Energieinsel GmbH, Oberkrämer, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Energieinsel GmbH, Oberkrämer, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

6. Schlussbemerkung

 

Rostock, den 06.10.2023

Treurat GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Zweigniederlassung Rostock

Marenziehn, Wirtschaftsprüfer

ppa. Dr. agr. Erver, Wirtschaftsprüferin

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