Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
PROJECT FLOORS GmbH
Von-Klespe-Straße 1, 50226 Frechen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Zoran Stopar seit 11.2.2020 | Geschäftsführer |
Bernd Greve seit 11.2.2020 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (5)
| Name | Anteil |
|---|---|
Meng-Chao Kang | 30.00% |
| 14.86% | |
| 7.43% |
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
PROJECT FLOORS GmbHEigenbeteiligung | 17.87% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
4 Gesellschafter
GmbH-Struktur
3 von 4 angezeigt
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PROJECT FLOORS GmbHHürthJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 2023der PROJECT FLOORS GmbH, HürthI. Grundlagen und Geschäftsmodell des Unternehmens Die PROJECT FLOORS GmbH mit Sitz in Hürth ist einer der in Deutschland führenden Anbieter von elastischen Bodenbelägen für den Objekt- und Wohnbereich. Wir beliefern Kunden in allen europäischen Ländern, wobei der Schwerpunkt in Deutschland und den angrenzenden deutschsprachigen Regionen liegt. Typische Kunden sind der Groß- und Einzelhandel im Bereich Bodenbelag, das Maler- und Raumausstatter-Handwerk, wie auch Handelsfilialisten und andere gewerbliche Direktkunden. Wir haben uns seit Beginn unserer Geschäftstätigkeit auf die sogenannten PVC-Designbodenbeläge (auch LVT = Luxury Vinyl Tiles genannt) fokussiert und gelten im Markt als Spezialist in diesem Segment. Produziert werden die Bodenbeläge von Partnerunternehmen in Fernost. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland blieb im Jahr 2023 angespannt. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr. Damit kam die wirtschaftliche Entwicklung in einem weiterhin krisengeprägten Umfeld spürbar ins Stocken. Trotz rückläufiger Inflationsraten blieben die Preise in nahezu allen Wirtschaftszweigen hoch. Gleichzeitig erschwerten steigende Zinsen und ungünstige Finanzierungsbedingungen sowohl Investitionen als auch Konsum, während eine schwache Nachfrage aus dem In- und Ausland die Exportmärkte belastete. Die Erholung der deutschen Wirtschaft seit dem pandemiebedingten Einbruch im Jahr 2020 setzte sich somit nicht fort. Diese Entwicklungen wirkten sich auch auf die Bau- und Bodenbelagsbranche aus. Die weiterhin hohen Baukosten, verschärft durch Finanzierungshürden und Fachkräftemangel, führten zu einer stagnierenden bis rückläufigen Bautätigkeit. Besonders der private Wohnbau war 2023 stark rückläufig, was eine geringere Nachfrage nach LVT-Bodenbelägen zur Folge hatte. Gleichzeitig bleibt der Markt für LVT-Bodenbeläge durch eine hohe Wettbewerbsintensität geprägt. Die angespannten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben den Preisdruck zusätzlich verschärft. Absatzpreise, Handelsmargen sowie Zahlungs- und Lieferkonditionen stehen weiterhin unter Druck. PROJECT FLOORS zählt nach wie vor zu den bedeutenden Anbietern in diesem Segment. Eine weitere Steigerung des Marktanteils war angesichts der herausfordernden Rahmenbedingungen allerdings nicht möglich. 2. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2023 war durch ein schwieriges wirtschaftliches Umfeld gekennzeichnet, das sich spürbar auf unsere Geschäftsentwicklung ausgewirkt hat. Die zunächst optimistisch gesetzten Erwartungen konnten nicht erfüllt werden. Insbesondere die anhaltende Kaufzurückhaltung im privaten Konsum sowie die deutlich geschwächte Bautätigkeit wirkten sich dämpfend auf die Nachfrage nach LVT-Bodenbelägen aus. In der Folge verzeichneten wir im Vergleich zum Vorjahr einen Umsatzrückgang um TEUR 5.169 auf TEUR 35.766. Zudem führten erhebliche Kostensteigerungen - sowohl durch weiter steigende Einkaufspreise als auch durch gestiegene Dienstleistungskosten im Zuge allgemeiner Preis- und Lohnanpassungen - zu einem spürbaren Margendruck. Die notwendige Weitergabe dieser Kosten an den Markt war nur begrenzt möglich, da der Wettbewerb unverändert intensiv ist und das Preisniveau unter Druck steht. Trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen haben wir uns bewusst für Investitionen entschieden, insbesondere im Zuge des Relaunchs unserer neuen Kollektion. Ziel war es, unsere Marken strategisch weiterzuentwickeln und für künftige Markterfordernisse zu rüsten. Diese Maßnahmen schlagen sich entsprechend in unserer Kostenstruktur nieder. Für das Geschäftsjahr 2023 ergibt sich ein Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 524 (VJ Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 322). 3. Darstellung, Analyse und Beurteilung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage a) Ertragslage Die Umsatzerlöse reduzierten sich im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 5.169 auf TEUR 35.765. Ausschlaggebend hierfür waren insbesondere die schwache Entwicklung im Bausektor sowie die anhaltende Kaufzurückhaltung infolge wirtschaftlicher Unsicherheiten. Gleichzeitig reduzierte sich der Materialaufwand leicht überproportional um TEUR 4.061 auf TEUR 24.976. Die rückläufigen Seefrachtraten und eine gezieltere Lagerbewirtschaftung wirkten sich entlastend aus, wenngleich Preissteigerungen in Teilbereichen weiterhin zu beobachten waren. Das Rohergebnis - definiert als Differenz zwischen Umsatzerlösen und Materialaufwand - betrug im Geschäftsjahr TEUR 10.790 und lag damit trotz leicht verbesserter Marge infolge der geringeren Umsätze um TEUR 1.108 unter dem Vorjahreswert. Die Personalkosten beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 3.959 und lagen damit nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (TEUR 3.968). Trotz eines leichten Anstiegs der durchschnittlichen Mitarbeiteranzahl führten geringere ergebnisabhängige Tantiemezahlungen zu einem insgesamt stabilen Kostenverlauf. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr leicht um TEUR 69 auf TEUR 7.742. Haupttreiber waren kostenintensive Maßnahmen im Rahmen des Relaunchs der neuen Kollektion sowie inflationsbedingte Preissteigerungen bei den Dienstleistern. Das Finanzergebnis (Saldo aus Zinserträgen und Zinsaufwand) verbesserte sich auf TEUR 8 (Vj. TEUR -6). Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf TEUR -635 (Vj. TEUR 490). Unter Berücksichtigung eines Steuerertrags von TEUR 135 ergibt sich ein Jahresfehlbetrag von TEUR 524 (Vj. Jahresüberschuss TEUR 322). b) Vermögenslage Die Aktiva der Gesellschaft beliefen sich zum 31.12.2023 auf TEUR 17.903 und lagen damit um TEUR 6.057 unter dem Vorjahreswert. Der größte Teil des Vermögens (rd. 68 %, Vj. rd. 75 %) ist weiterhin im Vorratsvermögen gebunden, das sich zum Stichtag auf TEUR 12.261 verringerte (Vj. TEUR 17.904). Der Bestandsabbau erfolgte gezielt zum Zwecke von Liquiditätssicherung und Lageroptimierung. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich korrespondierend zum Umsatzrückgang um TEUR 366 auf TEUR 1.847. Die liquiden Mittel lagen zum Bilanzstichtag bei TEUR 1.258 (Vj. TEUR 1.944) und spiegeln die angespannten Ertragsverhältnisse und Investitionen in Marken- und Produktentwicklung wider. Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich auf TEUR 2.378 (Vj. TEUR 1.743), was unter anderem auf Steuerforderungen und aktivierte Vorauszahlungen zurückzuführen ist. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich auf 73,6 % (Vj. 57 %). Der oben dargestellte gezielte Bestandsabbau und eine gleichzeitige Reduzierung der kurzfristigen Verbindlichkeiten (Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 9.047 auf TEUR 4.016) führten zu einem deutlichen Rückgang der Bilanzsumme von TEUR 23.960 auf TEUR 17.903. Die Rückstellungen reduzierten sich leicht auf TEUR 217 (Vj. TEUR 234), was vor allem auf leicht geringere Rückstellungen für Personalkosten zurückzuführen ist. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden auch zum 31.12.2023 nicht, womit weiterhin bankenunabhängige unternehmerische Entscheidungen möglich sind. c) Finanzlage Bei der Gesellschaft ergeben sich branchenbedingt und aufgrund der Unternehmensgröße regelmäßig übersichtliche und planbare Ein- und Auszahlungsströme, die - abgesehen von der der Planung und Finanzierung eines mit Blick auf die Warenverfügbarkeit ausreichenden Warenlagers - kein besonderes Finanzmanagement erfordern. Die Kontrolle und Lenkung der Finanzmittel erfolgt über die Budgetplanung der Gesellschaft in Verbindung mit den Auswertungen des Rechnungswesens/Controllings. Der Kapitalfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit beläuft sich auf TEUR - 592 (Vj. TEUR - 2.873). Unter Berücksichtigung des Kapitalflusses aus Investitionstätigkeit von TEUR - 94 (Vj. TEUR - 23) und des Kapitalflusses aus Finanzierungstätigkeit von TEUR 0 (Vj. TEUR 0) ergibt sich eine Minderung des Finanzmittelfonds (=liquide Mittel) um TEUR 686 auf TEUR 1.258 (Vj. Minderung TEUR 2.896). 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Zu den finanziellen Leistungsindikatoren werden die folgenden Kennziffern genannt: a) Die Eigenkapitalrendite (Jahresüberschuss/Eigenkapital) beträgt -3,97 % (Vorjahr 2,35 %). b) Die Umsatzrendite (Jahresüberschuss/Gesamtleistung) beträgt -1,46 % (Vorjahr 0,79 %). c) Der einfache Cashflow (Jahresüberschuss + Abschreibungen) beträgt TEUR -473 (Vorjahr TEUR 350). d) Der EBIT (Jahresüberschuss + Steuern E+E + Zinsen) beträgt TEUR -658 (Vorjahr TEUR 492). e) Der EBITDA (Jahresüberschuss + Steuern E+E + Zinsen + Abschreibungen) beträgt TEUR -607 (Vorjahr TEUR 520). 5. Gesamtaussage Vor dem Hintergrund des herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds beurteilen wir die Entwicklung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage insgesamt als stabil. Das Geschäftsjahr war durch gezielte Investitionen im Rahmen des Relaunchs sowie höhere Werbe- und Vertriebsausgaben geprägt. Trotz des daraus resultierenden Jahresfehlbetrags bewerten wir das Ergebnis im Kontext dieser strategischen Maßnahmen insgesamt als zufriedenstellend. Die eingeleiteten Maßnahmen stärken unsere Marktposition nachhaltig und bilden eine gute Grundlage für eine positive Entwicklung in den kommenden Jahren. III. Prognosebericht Für das bereits abgelaufene Geschäftsjahr 2024 ergaben sich verhaltene wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Zwar ist die Inflationsrate im Laufe des Jahres spürbar zurückgegangen und lag für das Gesamtjahr 2024 bei 2,2 %, was grundsätzlich auf eine Entspannung der Preisentwicklung hindeutet. Die Europäische Zentralbank hat als Reaktion auf die schwache Konsumnachfrage im Euroraum erste Zinssenkungen vorgenommen, um Investitionen und Konsum zu stimulieren. Trotz dieser positiven Impulse zeigte sich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland weiterhin verhalten. Das Bruttoinlandsprodukt ging für 2024 um 0,2 % zurück. Die politische Unsicherheit, ausgelöst durch die zunehmende innenpolitische Instabilität der Bundesregierung und die angesetzten Neuwahlen, verstärkte die Kaufzurückhaltung in einem ohnehin krisengeprägten Marktumfeld zusätzlich. Ein Aufschwung in der Bautätigkeit konnte auch im Jahr 2024 nicht beobachtet werden. Hohe Baukosten, lange Planungszeiträume sowie eine schwache Investitionsbereitschaft im Wohn- und Objektbau sowie bei öffentlichen Bauaufträgen prägen weiterhin das Marktgeschehen. In diesem herausfordernden Umfeld konnten wir unsere Kostenstruktur im Vergleich zum Vorjahr deutlich stabilisieren. Insbesondere die niedrigeren Werbe- und Vertriebskosten, bedingt durch die im Vorjahr abgeschlossenen Maßnahmen im Rahmen des Sortiments-Relaunches, wirkten sich positiv auf die Ergebnislage aus. Unterstützend wirkte zudem der im Laufe des Jahres vollzogene Umzug unserer Büroräume von Hürth nach Frechen. Die modernen Arbeitsumgebungen und der neue Showroom verbessern nicht nur die interne Organisation, sondern stärken auch die Außenwirkung. Trotz moderater Umzugskosten erwarten wir langfristig eine spürbare Reduzierung der Betriebskosten. Der Beschaffungsmarkt zeigte sich 2024 weitgehend stabilisiert. Zwar herrscht weiterhin Preisanpassungsdruck seitens vieler Dienstleister, jedoch konnten durch gezielte Einkaufsstrategien und Planungssicherheit größere Schwankungen vermieden werden. Trotz eines voraussichtlich nochmaligen leichten Umsatzrückgangs von TEUR 820 gegenüber dem Vorjahr 2023 auf TEUR 34.945 in 2024 fällt das Jahresergebnis 2024 insgesamt besser aus. Die positiven Effekte aus der Konsolidierung der Kosten werden dazu führen, dass wir das Jahr 2024 mit einem Jahresüberschuss abschließen. Für die weitere Entwicklung im Geschäftsjahr 2025 bleiben wir vorsichtig optimistisch. Unsere strategische Ausrichtung - mit Fokus auf die Zielsegmente Objektgeschäft, Wohnbau und Gesundheitswesen - werden wir konsequent fortführen. Gleichzeitig setzen wir auf eine weiterhin hohe Warenverfügbarkeit und eine gezielte Marktbearbeitung, um unsere Position auch in einem herausfordernden Umfeld zu behaupten und weiter zu wachsen. IV. Risikobericht Das wirtschaftliche Umfeld ist weiterhin von einer Vielzahl externer Risiken geprägt. Die geopolitischen Spannungen, insbesondere die Kriege in der Ukraine und im nahen Osten, belasten die Weltwirtschaft nach wie vor. Eine Ausweitung dieser Konflikte oder weitere politische Unruhen könnten erneut zu spürbaren Verwerfungen in den Beschaffungs- und Absatzmärkten führen. Darüber hinaus birgt die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland ein weiteres Risiko. Trotz einzelner positiver Signale befindet sich die deutsche Wirtschaft in einer anhaltenden Phase wirtschaftlicher Schwäche, was sich mittelfristig negativ auf die Nachfrage nach LVT-Bodenbelägen auswirken und unsere Umsatzentwicklung belasten könnte. Die Gesellschaft unterliegt im operativen Geschäft ferner einem Preisänderungs- und Ausfallrisiko sowie einem Risiko aus Zahlungsstromschwankungen. Insbesondere die Preisvolatilität bei Rohstoffen und Dienstleistungen kann sich negativ auf unsere Margen auswirken. Unser etabliertes Risikomanagementsystem ermöglicht eine laufende Überwachung der wesentlichen externen Einflussfaktoren. Über regelmäßige Auswertungen, Plan-Ist-Vergleiche sowie Marktbeobachtungen stellen wir sicher, dass relevante Entwicklungen frühzeitig erkannt und geeignete Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können. Zur Reduzierung des Ausfallrisikos setzen wir weiterhin auf eine umfassende Warenkreditversicherung, soweit dies wirtschaftlich sinnvoll ist. Ergänzend dazu führen wir ein konsequentes Debitorenmanagement mit regelmäßiger Bonitätsüberwachung durch. Die Rohstoffpreise für PVC-Produkte sowie die Beschaffungskosten im Logistikbereich - insbesondere Seefrachten - zeigten sich im Jahr 2023 volatiler, aber tendenziell rückläufig. Gleichwohl bleibt die weitere Preisentwicklung schwer prognostizierbar und hängt stark von der globalen Nachfrage- und Angebotssituation ab. Hier reagieren wir mit einer vorausschauenden Lager- und Bestellpolitik, um Versorgungssicherheit bei gleichzeitigem Kostenfokus sicherzustellen. Ein weiteres Risiko besteht in der weiterhin aggressiven Preispolitik einiger Wettbewerber. Dies führt zu Druck auf Handelsmargen und Preisniveaus. Unsere Antwort darauf bleibt eine klare Qualitätsstrategie: Wir setzen auf gesundheitlich unbedenkliche, designstarke und technisch hochwertige Produkte, kombiniert mit einem hohen Serviceniveau, exzellenter Warenverfügbarkeit und starker Markenpräsenz. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir derzeit keine Risiken, die unseren Bestand gefährden. V. Chancenbericht Chancen sehen wir weiterhin in den Kernzielgruppen gewerblicher Wohnungsbau, Gesundheitswesen, Hotellerie sowie im gezielten Ausbau des Großhandelsgeschäfts. In diesen Bereichen erwarten wir mittelfristig eine steigende Nachfrage nach hochwertigen, funktionalen und zugleich ästhetischen Bodenbelägen. Unsere Sortimentspolitik wird kontinuierlich an Markt- und Kundenbedürfnisse angepasst. Mit dem erfolgreichen Relaunch unserer Kollektionen haben wir wichtige Akzente gesetzt, die das wachsende Interesse an nachhaltigen, gesundheitlich unbedenklichen Produkten aufgreifen. Durch weitere gezielte Produktentwicklungen stärken wir unsere Marktposition im gehobenen Objektgeschäft. Ein wesentlicher strategischer Schritt war der Umzug in die neuen Büroräume in Frechen. Neben moderner Arbeitsinfrastruktur wurde ein hochwertiger Showroom eingerichtet, der nicht nur für Kundenpräsentationen, sondern auch für gezielte Architektenveranstaltungen genutzt wird. Diese Maßnahmen stärken unsere Kundenbindung und verbessern die Marktwahrnehmung. Im digitalen Vertrieb entwickeln wir uns stetig weiter. Die Erweiterung unserer CRM-Strukturen mit Salesforce ermöglicht eine zielgerichtete Objektbearbeitung sowie eine verbesserte Anbindung zu digitalen Plattformen. Wir sehen in der Integration smarter Technologien - wie der Nutzung künstlicher Intelligenz - einen wichtigen Zukunftsbaustein für nachhaltiges Wachstum. Auch der persönliche Kontakt zu Entscheidern bleibt ein zentrales Element unserer Marktbearbeitung. Für das Jahr 2025 ist die Teilnahme an verschiedenen regionalen Fachmessen geplant, darunter: • Verbandsmesse Südbund (Januar 2025) • Medizin Stuttgart (Januar 2025) • Altenpflege Nürnberg (April 2025) • FIBO Köln (April 2025) • Fachdental Stuttgart/Frankfurt (Oktober/November 2025) Die Präsenz auf Fachveranstaltungen ermöglicht uns einen direkten Zugang zu Planern, Architekten und Entscheidern und trägt dazu bei, unsere Marktstellung zu stärken und den direkten Wettbewerb zu reduzieren. In Summe sehen wir uns gut positioniert, um durch starke Produkte, moderne Vertriebsansätze, digitale Weiterentwicklung und gezielte Kundenansprache nachhaltig zu wachsen und unsere Position auch in einem herausfordernden Marktumfeld weiter auszubauen.
Frechen, den 22.05.2025 gez. Zoran Stopar, Geschäftsführer gez. Bernd Greve, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023 (01.01.2023 bis 31.12.2023)der PROJECT FLOORS GmbH, Hürth,A. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 der PROJECT FLOORS GmbH mit Sitz in Hürth, geschäftsansässig in Von-Klespe-Str. 1, 50226 Frechen, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter HRB 44604, wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie der Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung werden unter Beachtung der in §§ 246 ff. HGB vorgeschriebenen allgemeinen Ansatz- und Bewertungsgrundsätze aufgestellt. Die allgemeinen Gliederungsgrundsätze des § 265 HGB werden eingehalten. Die Gliederung der Bilanz erfolgt gem. § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gem. § 275 Abs. 1 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. B. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Die Bewertung der Aktiva und Passiva erfolgte nach den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Realisations- und Imparitätsprinzips (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB). Die Grundsätze der Bilanzidentität (§ 252 Abs. 1 Nr. 1 HGB), der Bewertungsstetigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 6 HGB), des Going Concern (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) sowie der Einzelbewertung (§ 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB) wurden eingehalten. Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen, vermindert um planmäßige Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu vier Jahren bei immateriellen Vermögensgegenständen und von 6 bis 14 Jahren bei Sachanlagen), bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen bemessen sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände unter Heranziehung der amtlichen (steuerrechtlichen) AfA-Tabellen. Selbständig nutzbare, bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, wurden bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis Euro 800,00 im Berichtsjahr gem. § 6 Abs. 2 EStG voll abgeschrieben. Die Bewertung der bezogenen Waren erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Wertmindernden Umständen wird durch außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag Rechnung getragen. Bei den Waren erfolgt dies vorwiegend auf Grundlage einer absatzmarktbezogenen Betrachtung. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert bilanziert. Allen erkennbaren Einzelrisiken ist durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen worden. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zusätzlich durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Kassenbestände und Bankguthaben sind zu Nennwerten bilanziert. Rechnungsabgrenzungsposten sind zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen sind so bemessen, dass alle Verpflichtungen und erkennbare Risiken ausreichend berücksichtigt sind. Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergibt, abgezinst. Bei den Verbindlichkeiten erfolgt die Passivierung zu ihrem Erfüllungsbetrag. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. In anderen Fällen werden eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt. C. ANGABEN ZUR BILANZ 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem nachstehenden Anlagenspiegel zu entnehmen. 2. Beteiligungsbesitz Die Firma PROJECT FLOORS GmbH hält eine 38 %-Beteiligung (38 GBP) an der PROJECT FLOORS UK Ltd., The Oval 57 New Walk, LE1 7EA Leicester, Großbritannien. Der letzte vorliegende Jahresabschluss zum 31.12.2023 schließt mit einem Gewinn von 124.299 GBP (Vj. 678.877 GBP) ab. Das Eigenkapital der Gesellschaft beläuft sich zum 31.12.2023 auf 905.166 GBP (Vj. 780.867 GBP). 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen im Geschäftsjahr und im Vorjahr nicht. 4. Eigenkapital In dem ausgewiesenen Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von EUR 12.465.982,45 (Vj. EUR 12.341.725,80) enthalten. Die Bilanz ist unter teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Die Geschäftsführung schlägt vor, den verbleibenden Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen. 5. Rückstellungen In den sonstigen Rückstellungen sind als wesentliche Posten Rückstellungen für Abschluss und Prüfung (EUR 78.400,00, Vj. EUR 81.500), für Gewährleistungen (EUR 84.000,00, Vj. EUR 74.500) und für Personalkosten (EUR 50.848,41, Vj. EUR 74.471,99) enthalten. 6. Verbindlichkeiten Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten sowie deren Fristigkeit ist dem nachfolgendem Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen (Berichtsjahr fett, Vorjahr mager). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch Eigentumsvorbehalte der Lieferanten besichert.
D. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse i. H. v. EUR 35.765.647,18 (Vj. EUR 40.934.880,39), die auf den Tätigkeitsbereich des Handels mit Bodenbelägen und zugehörigem Zubehör entfallen, verteilen sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt:
E. SONSTIGE ANGABEN 1. Anzahl der Mitarbeiter Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 49,75 Angestellte (Vj 49,5 Angestellte) beschäftigt. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31.12.2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von EUR 2.765.547,47 (im Vj. EUR 1.332.491,73). Die Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:
3. Angaben zu den Mitgliedern der Geschäftsführung Alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer waren im gesamten Jahr 2023 Herr Zoran Stopar, Kaufmann, und Herr Bernd Greve, Kaufmann. Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wird im Hinblick auf die Angabe der Höhe der Geschäftsführerbezüge Gebrauch gemacht. Die Gesellschaft hat zum 31.12.2023 keine Ansprüche gemäß § 285 Nr. 9c HGB. 4. Abschlussprüferhonorar Für das abgelaufene Geschäftsjahr wurde vom Abschlussprüfer ein Gesamthonorar i. H. von EUR 32.000,00 (Vj. EUR 28.000,00) berechnet, das wie im Vorjahr vollständig auf Abschlussprüfungsleistungen entfällt. 5. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Nach dem Bilanzstichtag zum 31. Dezember 2023 kam es zu gesamtwirtschaftlichen und politischen Entwicklungen, die potenzielle Auswirkungen auf die zukünftige Geschäftsentwicklung haben können: - Politische Unsicherheiten infolge des Regierungswechsels im Jahr 2025 führten zu Verzögerungen bei staatlichen Infrastrukturmaßnahmen, was sich dämpfend auf die Auftragslage im Baugewerbe auswirken kann. - Die Inflationsrate blieb auch im Jahr 2024 auf vergleichsweise hohem Niveau. Nachziehende Preissteigerungen im Dienstleistungssektor führten zu anhaltendem Margendruck. - Die geopolitische Lage blieb aufgrund internationaler Konflikte weiterhin angespannt, was sich negativ auf die Stabilität der Lieferketten auswirken kann. Diese Ereignisse haben keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zum 31. Dezember 2023, begründen keine wesentlichen Unsicherheiten und sind aufgrund der guten Finanzlage der Gesellschaft nicht als bestandsgefährdende Risiken einzuordnen, werden jedoch im Rahmen der laufenden Planung und Risikobewertung berücksichtigt.
Frechen, den 22.05.2025 PROJECT
FLOORS GmbH
gez. Zoran Stopar, Geschäftsführer gez. Bernd Greve, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023Anlagespiegel
Bericht des Aufsichtsratsleer sonstige Berichtsbestandteile
gez. Zoran Stopar, Geschäftsführer gez. Bernd Greve, Geschäftsführer Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 22.05.2025 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Project Floors GmbH: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Project Floors GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Project Floors GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Olfen, 22.05.2025 Osolnik & Patzwaldt GmbH WPG gez. Sebastian Gert Patzwaldt, Wirtschaftsprüfer |
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