Betrieb von Bahnhöfen für den Personenverkehr einschließlich Omnibusbahnhöfen
GRAMMER Automotive GmbHLiquidiert
Wernher-von-Braun-Straße 6, 92224 Amberg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Dipl.-Ing. (FH) Müller, Hartmut M.Sc.BWL seit 11.8.2010 | Geschäftsführer |
Suzana Univ.Dipl.Oec. Filipancic seit 25.4.2008 | Geschäftsführer |
Alois Dipl.Kfm. Ponnath seit 16.7.2003 | Prokura |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Grammer Automotive GmbHAmbergJahresabschluss zum 31. Dezember 2008Inhaltsverzeichnis Bestätigungsvermerk Rechnungslegung Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt Allgemeine Auftragsbedingungen Hinweis: Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt. Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung gemäß § 325 HGB verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. die diesbezüglich erteilte Bescheinigung bestimmt. BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Grammer Automotive GmbH, Amberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Nürnberg, 30. März 2009 Ernst
& Young AG
Schuberth, Wirtschaftsprüfer Helgert, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2008Grammer Automotive GmbH, AmbergAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2008Grammer Automotive GmbH, Amberg
Anhang für 2008Grammer Automotive GmbH, AmbergAllgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Für Verpflichtungen aus bereits am Abschlussstichtag erhaltenen Lieferungen und Leistungen, für die eine Rechnung des Lieferanten noch aussteht, wurde im Berichtsjahr eine Rückstellung für ausstehende Rechnungen unter dem Bilanzposten Sonstige Rückstellungen ausgewiesen. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (3 Jahre; lineare Methode) vermindert. Der Firmenwert wird entsprechend den steuerrechtlichen Vorschriften über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen auf der Grundlage steuerlich anerkannter Höchstsätze vermindert. Für Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 150 und EUR 1.000 wurde der jährlich steuerlich zu bildende melposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen und auf 5 Jahre abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten, Kosten der Fertigungs- und Qualitätsplanung sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bilanziert. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag angesetzt. Soweit der Jahresabschluss Posten enthält, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung lauteten, erfolgt die Umrechnung in Euro auf Basis des Kurses im Transaktionszeitpunkt. Posten der Bilanz werden mit dem Devisenkurs zum Bilanzstichtag unter Beachtung des Imparitätsprinzips bilanziert. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Finanzanlagen Die Zusammensetzung des Anteilsbesitzes ist der Übersicht "Angaben zum Anteilsbesitz" zu entnehmen. Angaben zum Anteilsbesitz
*) Basis ist der lokale Jahresabschluss der
Gesellschaften zum 31. Dezember 2007
Die Gesellschaft Grammer Automotive Metall GmbH, Amberg, nimmt die Erleichterungsvorschriften des § 264 Abs. 3 HGB und die Vorschriften der §§ 246 ff HGB in Anspruch. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen und aus Gewinnabführungsverträgen (TEUR 643). Sie enthalten Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 80 (Vj. TEUR 50). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für geplante Abfindungen, Verpflichtungen im Personal- und Sozialbereich und noch nicht erhaltene Rechnungen gebildet. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit den Rückzahlungsbeträgen angesetzt; sie sind alle innerhalb eines Jahres fällig. Gegenüber der Gesellschafterin bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 10.738 (Vj. TEUR 14.756) aus dem Bankenclearing (TEUR 3.317; Vj. TEUR 8.261), einem Kredit (TEUR 6.000; Vj. TEUR 6.000) sowie weitere aus dem Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von TEUR 1.421 (Vj. TEUR 495). Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft ist aufgrund des mit der Grammer Automotive Metall GmbH, Amberg, geschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages auch zur Übernahme von Jahresverlusten verpflichtet. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.358. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen Mietverträge für das Gebäude am Standort Langenfeld und für ein Vertriebsbüro in Rüsselsheim. Infolge der am 31. Dezember 2008 bestehenden nicht kündbaren Verträge summieren sich die in den folgenden Jahren zu zahlenden Beträge wie folgt:
Erläuterungen zur Gewinn-und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse resultieren einerseits aus dem Verkauf von produzierten Kopfstützen, Armlehnen und Kindersitzen und andererseits aus den Erlösen aus der Auftragsfertigung sowie den erhaltenen Erträgen aus Lizenzen und Patenten aufgrund von Produktionsverlagerungen zu anderen Grammer-Gesellschaften.
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 418 (Vj. TEUR 793) resultierend aus der Auflösung von nicht in Anspruch genommenen Rückstellungen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Kosten für erhaltene Dienste der Grammer AG, Aufwendungen für Leihmitarbeiter, Raum-, Maschinen- und sonstige Mieten sowie Ausgangsfrachten. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen betreffen mit TEUR 997 die Darlehens- und Bankclearingverbindlichkeiten gegenüber der Grammer AG, Amberg. Sonstige AngabenGeschäftsführung
Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Gewinnverwendung/GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn von EUR 11.301.873,85 auf neue Rechnung vorzutragen. Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss des Mutterunternehmens Grammer AG, Amberg, einbezogen.
Amberg, 30. März 2009 Grammer Automotive GmbH Die Geschäftsführung Entwicklung des Anlagevermögens 2008
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2008der Grammer Automotive GmbHWirtschaftliches UmfeldWeltwirtschaft nach positivem Beginn im 4. Quartal stark rückläufig Nach leicht verhaltenem Wachstum und gedämpftem Optimismus im Hinblick auf das Gesamtjahr 2008 noch in der ersten Jahreshälfte, zeichnete sich für die Weltwirtschaft nach Ablauf der ersten sechs Monate bald eine rückläufige Entwicklung ab. Der Optimismus des ersten Halbjahres mit neuen Umsatzrekorden wurde zunehmend von schlechten Nachrichten aus dem Finanzsektor überlagert. Nicht einmal der bis Jahresende auf 40 USD pro Barrel gesunkene Rohölpreis wirkte sich nachhaltig auf den Konsum aus. Nach Zuwächsen von 4,7 % im Jahr 2007 resultiert die Verschärfung der Finanzkrise 2008 in einem deutlichen Rückgang der weltweiten Wirtschaftsentwicklung mit einem Wachstum von lediglich 3,4 %. Insbesondere die Entwicklung im 4. Quartal 2008 zeigt, dass der weltweite Konjunktureinbruch drastischer als zunächst angenommen ist. Alle großen Volkswirtschaften registrieren eine entsprechend negative Entwicklung. Automobilindustrie 2008 im Sog der Finanzkrise Die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise hat die Nachfrage nach Kraftfahrzeugen ab dem Halbjahr des abgelaufenen Geschäftsjahres weltweit drastisch sinken lassen und die Automobil-und Zulieferindustrie damit besonders hart getroffen. In keiner anderen Branche sind die globalen Auswirkungen der Krise so deutlich sichtbar. Im Jahr 2008 wurden laut Statistik des VDA weltweit rund 62 Millionen Fahrzeuge verkauft, was einen Rückgang von gut fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Auch die Produktion von Kraftfahrzeugen verringerte sich im Vergleich zu 2007 um rund fünf Prozent auf weltweit rund 58 Millionen Einheiten. In Europa fiel die Zahl der Pkw-Neuzulassungen um rund acht Prozent auf insgesamt 14,7 Millionen Pkw und erlebte damit den stärksten Abschwung seit 15 Jahren. In Westeuropa hat sich die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise deutlich auf die Automobilmärkte ausgewirkt und laut ACEA zu einem Absatzrückgang von mehr als acht Prozent bei Personenkraftwagen geführt. In Deutschland wurden in 2008 insgesamt 3,09 Millionen Personenkraftwagen neu zugelassen, gegenüber 3,15 Millionen im Vorjahr. Die Pkw-Produktion der deutschen Automobilbauer im Inland verringerte sich im Jahr 2008 um rund drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Ausland hingegen konnten deutsche Autobauer gegen den Trend leicht zulegen. Neben der VW-Gruppe konnte nur noch der Daimler Konzern (+3,8 %) seine weltweit produzierten Stückzahlen erhöhen. BMW (-6,6 %), Ford Deutschland (-0,3 %), Porsche (-9,7 %) und insbesondere Opel (-16,4 %) mussten im vergangenen Jahr ihre weltweite Produktion teilweise deutlich drosseln. ErtragslageGesamtumsatz Die Grammer Automotive GmbH erwirtschaftete 2008 vor diesem gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Hintergrund einen Gesamtumsatz von EUR 86,3 Mio. (Vj 72,9). Im Vergleich bedeutet dies einen Anstieg von EUR 13,4 Mio. gegenüber 2007, welches einem Plus von 18,4 % entspricht. Mit EUR 46,8 Mio. (Vj 42,1) wurden rund 54,2 % des Umsatzes im Inland erzielt. Weitere 26,9 % des Umsatzes entfielen mit EUR 23,2 Mio. (Vj 17,6) auf Umsatzerlöse mit Mitgliedstaaten der Europäischen Union, welches ein Plus von 31,8 % zum Vorjahr bedeutet. Im Bereich der Umsätze mit Drittlandskunden stiegen diese von EUR 13,2 Mio. auf EUR 16,3 Mio. um 23,5 %. Die Gesellschaft generierte ihren Umsatz vorwiegend mit Handelswaren aus dem Konzern. Innerhalb des Umsatzes sind ebenfalls die Erträge aus Lizenzverträgen mit Tochterunternehmen abgebildet. Die Produktion verteilt sich auf die Fertigung von Kleinstserien (wie z. B. Armlehne Hinten Maybach). Im Musterbau werden Musterteile, Prototypenteile sowie Werkzeuge und Vorrichtungen für die Vorserien-und Serienproduktion hergestellt. Durch verlagerte Umsätze in Tochtergesellschaften fließen der Gesellschaft Lizenzerträge aus Entwicklungsprojekten zu. Die sonstigen Erträge beinhalten im Jahr 2008 im Wesentlichen die Auflösung von Rückstellungen und die Erträge aus Kursgewinnen. Aufwendungen Mit EUR 71,7 Mio. (Vj 57,8) lagen die Materialaufwendungen über den Zahlen von 2007. Ausschlaggebend hierfür waren vor allem der Umsatzanstieg im Bereich der Handelswaren. Bezogen auf den Umsatz unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen stieg der Materialaufwand auf 83,6% (Vj 80,3%). Ausschlaggebend für diese Entwicklung waren vor allem der Umsatzanstieg mit einhergehenden Mixverschiebungen und einer schlechteren Margenentwicklung. Der Personalaufwand zeigte mit EUR 8,3 Mio. (Vj 8,7) eine Reduzierung um EUR 0,4 Mio. zum Vorjahr. Diese Entwicklung resultierte vor allem aus dem Mitte 2008 verabschiedeten Sozialplan und damit der Anpassung der Kapazitäten. Die Abschreibungen liegen mit EUR 1,9 Mio. auf Vorjahresniveau (Vj 1,9). Im Bereich des sonstigen betrieblichen Aufwands sind die Ausgaben von EUR 3,5 Mio. auf EUR 4,1 Mio. gestiegen. Die Zunahme der sonstigen betrieblichen Aufwendungen war bedingt durch die erhöhte Abführung von Konzernlizenzen an die Grammer AG, welche sich als Folgewirkung aus den Umsatzanstieg ergeben. Finanzaufwendungen Durch eine geringere Gewinnabführung der Grammer Automotive Metall GmbH und niedrigeren Dividendenerträge von verbundenen Unternehmen sank das Finanzergebnis um EUR 2,4 Mio. auf EUR 0,3 Mio. (Vj 2,7). Jahresüberschuss Der Jahresüberschuss von EUR 0,5 Mio. (Vj 3,1) wird im Vergleich zum Vorjahr insbesondere beeinflusst durch das niedrigere operative Ergebnis, die verringerte Dividendenausschüttung der Tochtergesellschaften und der verminderten Gewinnabführung von der Grammer Automotive Metall GmbH. Finanzlage Die Finanzierung erfolgt über den Cashpool mit der Grammer AG. Diese plant und überwacht die Liquidität und überprüft die Finanzierung des laufenden Geschäftes. Durch die Cashpooling Versorgung wird die Liquidität des Unternehmens sichergestellt und gleichzeitig durch effektives Management für eine niedrige Zinsbelastung gesorgt. Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Vermögenslage Zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2008 betrug die Bilanzsumme der Grammer Automotive GmbH EUR 38,0 Mio. (Vj 40,5). Das bedeutet eine Minderung im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres. Anlagevermögen Das Anlagevermögen summierte sich auf EUR 20,1 Mio. (Vj 21,9), was eine Verringerung von 8,2 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet und sich aus der gewöhnlichen Abschreibung ergibt. Umlaufvermögen Im Vergleich zum Vorjahr sank das Umlaufvermögen um EUR 0,8 Mio. auf EUR 17,8 Mio. Die Vorräte waren mit EUR 0,9 Mio. um EUR 0,3 Mio. niedriger als im Vorjahr. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sanken um EUR 0,4 Mio. auf EUR 16,9 Mio., welches vorwiegend aus dem Intercompany Geschäft resultiert. Verbindlichkeiten Die Rückstellungen beliefen sich auf EUR 1,4 Mio. (Vj 2,3). Die Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 18,6 Mio. (Vj 20,7) bestehen im Wesentlichen gegenüber verbundenen Unternehmen mit EUR 16,4 Mio. (Vj 18,9). Investitionen Die Investitionen in Jahr 2008 in Höhe von EUR 0,1 Mio. (Vj 1,2) beziehen sich hauptsächlich auf die Erweiterung der Technischen Anlagen und Maschinen. Im Vorjahr wurde eine Investition für die Produktion in der Grammer Automotive Polska Sp.Z.o.o. vorgenommen. Die hierfür anfallenden Abschreibungen werden über bestehende Mietverträge mit der Gesellschaft ausgeglichen. Mitarbeiter Am 31. Dezember 2008 waren 99 Mitarbeiter (Vj 125) bei der Grammer Automotive GmbH beschäftigt. Hierin sind 27 Gewerbliche Mitarbeiter und 72 Angestellte enthalten. Durchschnittlich waren im Jahr 2008 bei der Grammer Automotive GmbH 113 Mitarbeiter (Vj 133) beschäftigt. Forschung und Entwicklung Die Grammer Automotive GmbH stellt ein Vertriebs- und Entwicklungszentrum dar und sichert am Standort hochwertige Arbeitsplätze in diesen Bereichen. Das Projektgeschäft ist auf die Kunden GM und Ford fokussiert, was durch die räumliche Nähe eine sehr gute Voraussetzung bildet. Chancen- und Risikomanagement Grammer verfolgt das Ziel, Chancen des unternehmerischen Handelns nachhaltig zu nutzen und Risiken wirksam zu begrenzen. Zins-, Währungs-, Liquiditäts- und Debitorenausfallrisiken werden im Konzernfinanzwesen der Grammer AG zentral erfasst. Die Finanzierung erfolgt über den Cashpool mit der Grammer AG. Diese plant und überwacht die Liquidität und überprüft die Finanzierung des laufenden Geschäftes. Derzeitige und zukünftige Unternehmenspotenziale werden mit Hilfe eines effizienten Chancen- und Risikomanagement ebenfalls zentral von der Grammer AG innerhalb der Konzernabteilungen gesichert. Ausblick Das Jahr 2009 wird insbesonders durch die große Unsicherheit über das Ausmaß und die Dauer der Finanz- und Wirtschaftskrise geprägt sein. Für 2009 stehen die weltweiten Automobilmärkte laut der Erwartung von CSM vor einer weiteren deutlichen Konsolidierung. Speziell in den Absatzmärkten in Nordamerika und Europa werden zweistellige Rückgänge erwartet. Ingesamt rechnet CSM mit einem weltweiten Rückgang von rund acht Prozent bei den PKW-Neuzulassungen, sodass davon sowohl der Inlandsmarkt als auch der Export nachhaltig betroffen sein werden. Positive Einflüsse sind über die Abwrackprämie möglich, allerdings konzentriert sich dieses Volumen eher im Bereich der preisgünstigeren Klein- und Mittelklassefahrzeuge. Für die Produktion wird ein Volumenabschlag von rund 30 % des Vorjahres erwartet. Die Auswirkungen der Finanz-und Wirtschaftskrise werden ebenfalls die weitere Geschäftsentwicklung der Grammer Automotive GmbH beeinflussen. Daher rechnet die Grammer Automotive GmbH für 2009 mit einer Ergebniserwartung, welche deutlich unter dem Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres liegt, welches insbesondere durch den Umsatzrückgang aus dem Handelswarengeschäft geprägt ist. Eine Reduzierung der Ertragsrückflüsse aus den verlagerten Projekten, niedrigere Dividendenzahlungen und eine ebenso niedrigere Gewinnabführung der Grammer Automotive Metall GmbH könnten das Ergebnis der Grammer Automotive GmbH zusätzlich belasten. Das Jahr 2009 wird geprägt sein von den Anpassungen der Beschäftigung und der Fixkostenstrukturen an die aus der Finanzkrise resultierenden Umsatzeinbrüche. Der im Jahr 2008 verabschiedete Sozialplan für die Grammer Automotive GmbH bildet hierfür die Basis. Nachtragsbericht Die Auswirkungen der Finanzkrise und die damit verbundenen negativen Entwicklungen in der Realwirtschaft zeigen in den ersten Monaten des Geschäftsjahres bereits erhebliche Umsatzrückgänge und zwangen die Grammer Automotive GmbH zu Maßnahmen bzgl. Anpassungen in Kapazität, Beschäftigung und Kosten, die umgehend durchgeführt wurden.
Amberg, den 30. März 2009 Grammer Automotive GmbH Die Geschäftsführung Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt Wir, die Ernst & Young AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden. Unserer Tätigkeit liegen unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung, die Besonderen Auftragsbedingungen für Prüfungen und prüfungsnahe Tätigkeiten der Ernst & Young AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft (Stand 1. Juli 2007) sowie die "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2002 zugrunde. Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht. Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert. |
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