Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 234724
Vorher
Isarstern Vorrat H 5 GmbH
Eingetragen
25.7.2017
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Die gruppeninterne Erbringung von Beratungsdienstleistungen, sowie die Nutzung und Verwaltung eigenen Vermögens, insbesondere der Erwerb, das Halten und Verwalten von Beteiligungen im eigenen Namen und auf eigene Rechnung, nicht als Dienstleistung für Dritte. Die Gesellschaft betreibt keine erlaubnispflichtigen Geschäfte, insbesondere nach dem KWG, dem KAGB und/oder nach der GewO.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Helene Susanne Heß
seit 21.1.2025
Geschäftsführer
Ralf Dr. Schremper
seit 25.7.2018
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Oakley Capital GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht zum Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeines

Der Jahresabschluss der Oakley Capital GmbH (nachfolgend auch "Gesellschaft") ist nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften und unter Berücksichtigung der auf Finanzdienstleistungsinstitute anzuwendenden, ergänzenden Vorschriften der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV), des GmbH-Gesetzes sowie auf Grundlage des § 340 Abs. 4a HGB gemäß der §§ 340 ff. HGB aufgestellt.

Die Gesellschaft ist auf die Erbringung von Serviceleistungen im Bereich der Informationsgewinnung von Anlagemöglichkeiten in Deutschland spezialisiert und unterhält ihren Sitz in München. Die Gesellschaft erbringt seit Februar 2020 die Anlageberatung im Rahmen einer im Juni 2019 erteilten Erlaubnis gern. § 2 Abs. 2 Nr. 3 WplG.

2. Gesamtwirtschaftliche Lage und Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind weiterhin angespannt. Auch wenn die hohe Inflation rückläufig ist, belastet sie das Wachstum aller Voraussicht nach bis ins Jahr 2024 hinein. Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,3% niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1%. Sollte die Inflation langsamer als erwartet zurückgehen, dann könnte dies dazu führen, dass die Reduzierung der Zinsen durch die EZB langsamer als erwartet umgesetzt wird. Hinzu kommen die anhaltenden geopolitischen Konflikte (wie die Ukraine), die Spannungen zwischen den USA und China sowie die Wahlen in den USA und die damit verbundenen Auswirkungen auf Europa. Diese Entwicklungen könnten die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland erheblich belasten, sodass ein schwaches Wirtschaftswachstum für 2024 wahrscheinlich ist.

Erfreulich zu berichten ist allerdings die Entwicklung des DAX in 2023. Der Dax hatte sein zweitbestes Dax-Jahr der vergangenen zehn Jahre und schloss mit einem Gewinn von rund 20% ab. Im verkürzten Geschäft gewann der deutsche Leitindex 0,30 Prozent auf 16.751,64 Punkte. Der M-Dax der mittelgroßen Unternehmen stieg auf 27.1337,30 Punkte, was in Summe ein Jahresplus von 8,0 Prozent bedeutet.

Die wirtschaftliche Ungewissheit im Jahr 2023 hatte die Finanzmärkte fest im Griff. Diese Unsicherheit hat sich auch auf das Transaktionsgeschehen am Private Equity Markt in Europa niedergeschlagen und die Aktivitäten gebremst, wobei sich das Transaktionsvolumen erfreulicherweise als robust erwiesen hat und nur knapp unter den Zahlen von 2022 liegen dürfte. Der größte Rückgang lag hier vorrangig im Venture Capital und Growth Equity Bereich. Hervorzuheben ist aber, dass die Jahre 2021 und 2022 als Ausnahmejahre gesehen werden müssen und somit die Zahlen von 2023 als Rückkehr zur Normalität zu verstehen sind.

Das Geschäftsklima des deutschen Private Equity Markts durchlief ein turbulentes Jahr. Das Jahr startete mit einem Anstieg des Geschäftsklimaindikators um 17,7 Zähler auf -12,9 Saldenpunkte und konnte somit die Trendbewegung aus dem Jahr 2022 fortführen. Die Investorenstimmung kühlte allerdings im Q2 und Q3 noch einmal ab, endete aber im Q4 2023 mit einem Wert von -17,3 Saldenpunkten. Somit ist die Stimmung weiterhin unterkühlt, aber anhand des verbesserten Lageurteils und insbesondere die Erwartung auf sinkende Leitzinsen sind die Erwartungen für 2024 optimistischer. Zusätzlich zu erwähnen wäre, dass die Zufriedenheit mit den Einstiegsbewertungen im Q3 ein 13-Jahres-Hoch erreichen konnte.

3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Gesellschaft erzielt Provisionserträge resultierend aus dem mit der englischen Muttergesellschaft geschlossenen Dienstleistungsvertrag, der auf den tatsächlich angefallenen Aufwendungen der Oakley Capital GmbH basiert, und mit einem marktüblichen Aufschlag versehen monatlich verrechnet wird.

Die Provisionserträge im Jahr 2023 belaufen sich auf EUR 7.273.506, der Jahresüberschuss auf EUR 402.773. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg von EUR 114.556. Wesentliche Aufwendungen sind auf Löhne und Gehälter (inkl. Abgaben) über EUR 4.285.152, Mietaufwendungen über EUR 338.370, sowie Rechts-, Beratungs- und Buchführungskosten über EUR 367.405 zurückzuführen.

Der Anstieg der Provisionserträge um 41,23% erklärt sich im Wesentlichen durch den Anstieg der Personalkosten im Vergleich zum Vorjahr. Die Bonuszahlungen für 2023 sowie die Einstellung von zusätzlichem Personal (Investment Team) erklären diesen Anstieg der Kosten.

Zum 31. Dezember 2023 lag die Bilanzsumme der Gesellschaft bei EUR 3.844.743. Die Forderungen an Kreditinstitute betrugen zum Stichtag 31. Dezember 2023 EUR 808.263 und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Muttergesellschaft EUR 2.441.633.

Der Großteil an Sonstigen Verbindlichkeiten (EUR 343.945) ist auf Verbindlichkeiten aus dem Gesellschafterdarlehen gegenüber der Muttergesellschaft (EUR 195.293) und auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Muttergesellschaft (EUR 79.263) zurückzuführen. Der Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023 beläuft sich auf EUR 1.155.716.

Wir hatten eine leichte Steigerung des Jahresergebnisses anvisiert, haben diese aber übertroffen und einen Anstieg von 39,7% des Ergebnisses im Vergleich zum Vorjahr erzielt.

4. Risikomanagement & Chancen Bericht

Da der Investitionsfokus der Fonds von Oakley Capital historisch bereits auf nicht-zyklischen, wenig kapitalintensiven, technologisch innovativen Unternehmen mit wiederkehrenden Umsatzmodellen fokussiert war, ergeben sich erst einmal Chancen aus der Realisierung von bestehenden Investitionen zu vorteilhaften Bewertungsniveaus. Gleichzeitig erfordert der zunehmende Fokus anderer Investoren auf die für Oakley Capital relevanten Marktsegmente einen weiterhin disziplinierten Anbahnungs- und Selektionsansatz, um in dem momentan preislich kompetitiven Umfeld weiterhin nachhaltig überdurchschnittliche Renditen erzielen zu können. Vor dem Hintergrund des hohen Zinsniveaus ist auch das Fremdkapitalumfeld derzeit für die Private Equity Branche herausfordernd.

Die Gesellschaft unterhält eine Geschäftsorganisation und ein Risikomanagement. Es besteht eine Risikocontrolling-Funktion, die für die Überwachung und Kommunikation von Risiken auf Unternehmensebene verantwortlich ist. Diese Maßnahmen dienen der Sicherstellung, Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit, der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Die Gewährleistung ausreichender Liquidität wird laufend durch die Geschäftsleitung überwacht. Aufgrund der geschlossenen Vereinbarung mit der englischen Muttergesellschaft stuft das Management das Liquiditätsrisiko als gering ein. Über Vertretungsregelungen reduziert die Gesellschaft operationelle Risiken im Personalbereich. Mit Hilfe der EDV-Ausstattung und externem EDV-Support soll zudem sichergestellt werden, dass auch technische Risiken eingegrenzt werden können. Zudem können alle Mitarbeiter vollumfänglich von zu Hause arbeiten.

Vor diesem Hintergrund werden derzeit keine wesentlichen Risiken gesehen, die die Entwicklung der Gesellschaft beeinträchtigen könnten.

5. Ausblick auf das Geschäftsjahr 2024 und die folgenden Jahre

Die Aussicht auf 2024 ist verhalten und die Erwartungen für eine Erholung der Konjunktur wurde auf das Jahr 2025 geschoben. Die Auswirkungen der ansteigenden Preise im Energiesegment und allgemein der hohen Inflation sowie die allgemeine weltwirtschaftliche Schwäche, unter anderem bedingt durch die Folgen des Krieges in der Ukraine, belasten die deutsche Wirtschaft deutlich stärker als im letzten Jahr angenommen. Laut der momentanen Prognose ist im Jahr 2024 nur mit einem Anstieg von 0,2 Prozent des BIP zum Vorjahr zu rechnen. Es ist davon auszugehen, dass sich der rückläufige Inflationsstrend im Jahr 2024 fortsetzt und die Gesamt- und Kerninflation sich im Bereich von zwei bis drei Prozent gegenüber dem Vorjahr ansiedeln wird. Bei rückläufiger Inflation wird sich der private Konsum wieder etwas erholen, wird aber die negativen Impulse vom Bau, den Anlageinvestitionen und aus dem Außenhandel nicht kompensieren können.

Die Verlangsamung des Wachstums und die nach wie vor angespannten Kreditbedingungen werden die Unternehmensaktivitäten und vor allem die Bereitschaft für große Deals weiter belasten. Die größte Herausforderung für den Private Equity Sektor bleibt in 2024 weiterhin die Mittelbeschaffung. Die anvisierte und erhoffte Zinssenkung in der zweiten Jahreshälfte dürfte das Umfeld verbessern. Es ist anzunehmen, dass der Fokus in 2024 verstärkt auf kleinere und mittelgroße Transaktionen wie Bolt-ons fallen wird, da damit geringere Finanzierungskosten einhergehen.

Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Gesellschaft bleibt weitgehend unabhängig von kurzfristigen Veränderungen im wirtschaftlichen Umfeld, da auch die Muttergesellschaft der Oakley Capital GmbH über monatlich wiederkehrende Einnahmen aus langfristigen Verträgen verfügt, um den Zahlungen an die Gesellschaft nachkommen zu können. Aus diesem Grund wird aktuell mit keinen negativen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Oakley Capital GmbH gerechnet.

Für die Gesellschaft wird derzeit mit leicht steigenden Provisionserträgen im Geschäftsjahr 2024 gerechnet.

Wir gehen derzeit von einer leichten Steigerung des Jahresendergebnisses aus.

 

München, den 28.05.2024

Geschäftsführung

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Forderungen an Kreditinstitute täglich fällig 808.263,09 208.086,36
B. Forderungen an Kunden 2.441.632,58 2.208.835,49
C. Sachanlagen 290.508,00 284.544,00
D. Sonstige Vermögensgegenstände 215.557,48 162.045,07
E. Rechnungsabgrenzungsposten 88.781,72 88.037,45
Bilanzsumme, Summe Aktiva 3.844.742,87 2.951.548,37

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 267.213,94 46.660,44
B. Sonstige Verbindlichkeiten 343.945,27 287.793,58
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.048,40 2.562,64
D. Rückstellungen 1.901.819,68 1.686.589,47
I. Steuerrückstellungen 152.451,75 137.269,78
II. andere Rückstellungen 1.749.367,93 1.549.319,69
E. Eigenkapital 1.330.715,58 927.942,24
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 150.000,00 150.000,00
III. Bilanzgewinn 1.155.715,58 752.942,24
Bilanzsumme, Summe Passiva 3.844.742,87 2.951.548,37

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Zinserträge 11.537,65 5.405,88
2. Zinsaufwendungen 18.914,69 3.739,62
3. Provisionserträge 7.273.506,17 5.150.058,27
4. Sonstige betriebliche Erträge 94.526,71 68.644,95
5. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 6.671.883,97 4.701.916,63
a) Personalaufwand 4.867.476,69 3.401.924,14
Löhne und Gehälter 4.535.152,46 3.193.609,97
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 332.324,23 208.314,17
darunter: für Altersversorgung 73.143,75 37.592,20
b) andere Verwaltungsaufwendungen 1.804.407,28 1.299.992,49
6. Abschreibungen und Wertberichtigungen für Sachanlagen 66.800,60 71.728,48
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.808,42 3.012,71
8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 618.162,85 443.711,66
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag 213.362,36 154.354,37
10. Ergebnis nach Steuern 404.800,49 289.357,29
11. sonstige Steuern 2.027,15 1.139,55
Jahresüberschuss 402.773,34 288.217,74

Ergebnisverwendung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Jahresüberschuss 402.773,34 288.217,74
2. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 752.942,24 464.724,50
3. Bilanzgewinn 1.155.715,58 752.942,24

Anhang zum Jahresabschluss 2023

Oakley Capital GmbH, München

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften und unter Berücksichtigung der auf Finanzdienstleistungsinstitute anzuwendenden ergänzenden Vorschriften, der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV), des GmbH-Gesetzes (GmbHG) sowie auf Grundlage des § 340 Abs. 4a HGB gemäß der §§ 340 ff. HGB aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Oakley Capital GmbH
Firmensitz laut Registergericht: München
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: München
Register-Nr.: HRB 234724

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses der Gesellschaft finden hinsichtlich der Bilanzierung und der Bewertung folglich die Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des GmbH-Gesetzes (GmbHG) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (Kreditinstituts-Rechnungslegungsverordnung - RechKredV) Anwendung.

Die Buchhaltung wird in Euro geführt und der Jahresabschluss in Euro aufgestellt.

Die Gesellschaft erfüllt grundsätzlich die Kriterien einer kleinen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB. Als Wertpapierinstitut hat die Gesellschaft nach § 340 Abs. 4a Satz 1 HGB i. V. m. § 340a Abs. 1 HGB unabhängig von ihrer Größe und Rechtsform die Rechnungslegungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften anzuwenden.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte gem. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB unter der Annahme der Unternehmensfortführung.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurde anhand der Formblätter der RechKredV vorgenommen. Dabei wurde das gesetzliche Gliederungsschema für Bilanz (Formblatt 1) und Gewinn- und Verlustrechnung (Formblatt 3, Staffelform) verwendet.

Die Gesellschaft hat vom Wahlrecht des § 265 Abs. 8 HGB Gebrauch gemacht und Gliederungsposten, die keinen Betrag ausweisen, nicht als Leerposten aufgeführt.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Forderungen an Kreditinstitute

Die Forderungen an Kreditinstitute werden zum Nennwert zuzüglich/abzüglich abgegrenzter Zinsen ausgewiesen. Forderungen, die auf fremde Währung lauten, gibt es nicht.

Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden sind zum Nennwert abzüglich angemessener Einzel- und Pauschalwertberichtigungen bzw. dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Forderungen, die auf fremde Währung lauten, gibt es nicht.

Sachanlagen

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Dabei werden die Zugänge pro rata temporis über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer und nach der linearen Methode abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter bis EUR 250,00 werden sofort aufwandswirksam erfasst. Geringwertige Anlagegüter zwischen EUR 250,00 und EUR 800,00 werden in voller Höhe im Anschaffungsjahr abgeschrieben.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind gemäß § 253 Abs. 1 HGB zu Anschaffungskosten mit dem Nennwert bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen, und sind zu Nennwerten bilanziert.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, gegenüber Kunden und sonstige Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und die sonstigen Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbeträgen angesetzt. Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten, wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Die Bilanzierung erfolgte zu Nennwerten.

Rückstellungen

Rückstellungen werden für Verpflichtungen, die zum Bilanzstichtag dem Grunde und/oder der Höhe nach ungewiss sind, gebildet. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Höhe der Rückstellungen entspricht dem nach vernünftiger kaufmännischer Schätzung ermittelten Erfüllungsbetrag. Bei der Bestimmung werden vorhersehbare Kosten- und Preisänderungen sowie die Risiken und Unsicherheiten in Bezug auf die Verpflichtung berücksichtigt.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen an Kreditinstitute

Die Forderungen an Kreditinstitute resultieren aus Guthaben auf laufenden Bankkonten, die bei konzernfremden Kreditinstituten unterhalten werden.

Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden stellen i. H. v. EUR 2.441.632,58 gleichzeitig Forderungen an Gesellschafter und Forderungen an verbundene Unternehmen dar.

Sie sind mit einer Restlaufzeit von bis zu drei Monaten fällig.

Sachanlagen

Der in den Sachanlagen gebuchte Gesamtbetrag der technischen Anlagen beträgt EUR 51.350,00 (VJ: EUR 71.211,00), der Betriebs- und Geschäftsausstattung EUR 19.212,00 (VJ: EUR 16.715,00), der Büroeinrichtung EUR 219.946,00 (VJ: EUR 195.708,00) und der geleisteten Anzahlungen EUR 0,00 (VJ: EUR 910,00).

Die Entwicklung des Anlagevermögens des Geschäftsjahres 2023 ist im nachfolgenden Anlagespiegel 2023 dargestellt.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter ist im Anlagespiegel enthalten.

Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres: EUR 296.301,76.

Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres: EUR 363.102,36.

Anschaffungskosten/Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
Sachanlagen 580.845,76 72.764,60 653.610,36
Summe Anlagevermögen 580.845,76 72.764,60 653.610,36
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
Sachanlagen 296.301,76 66.800,60 363.102,36
Summe Anlagevermögen 296.301,76 66.800,60 363.102,36
Buchwert
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
Sachanlagen 290.508,00 284.544,00
Summe Anlagevermögen 290.508,00 284.544,00

Sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen ist ein Betrag von EUR 7.728,94 enthalten, der erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entsteht. Dabei handelt es sich um Vorsteueransprüche, für die die Leistung erbracht, jedoch noch nicht gezahlt wurde.

Der Betrag der sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr beträgt EUR 149.338,34 (VJ: EUR 112.405,56).

Im Einzelnen gliedern sich die sonstigen Vermögensgegenstände wie folgt:

Sonstige Vermögensgegenstände 31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
gegenüber Personal 147.602,66 113.750,63
gegenüber ehemaligem Personal 3.754,65 0,00
gegenüber Finanzamt aus Vorsteuerüberschüssen 49.738,77 47.301,10
Sonstige Forderungen 14.461,40 993,34
Summe 215.557,48 162.045,07

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Bei den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich im Wesentlichen um Miet-, Lizenz-, Umlage- und Versicherungszahlungen sowie Zahlungen für betriebliche Altersvorsorge i. H. v. insgesamt EUR 88.781,72 (VJ: EUR 88.037,45), die das Jahr 2024 betreffen.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren aus Schulden auf einem laufenden Bankkonto, die bei einem konzernfremden Kreditinstitut unterhalten werden.

Sonstige Verbindlichkeiten

Der Betrag der sonstigen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr beträgt EUR 195.292,75 (VJ: EUR 85.689,01).

Im Einzelnen gliedern sich die sonstigen Verbindlichkeiten wie folgt:

Sonstige Verbindlichkeiten 31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
gegenüber Gesellschafter 202.433,66 152.790,38
gegenüber Dritter 83.142,75 83.554,01
gegenüber Personal 4.539,09 1.036,19
gegenüber Finanzamt aus Lohnsteuer Dezember 53.829,77 50.413,00
Summe 343.945,27 287.793,58

Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter stellen gleichzeitig Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen dar.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Bei den passiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um Innovationsprämien für Leasinggeschäfte eines elektrisch betriebenen Neufahrzeugs nach Ziffer 2 der Richtlinie zur Förderung des Absatzes elektrisch betriebener Fahrzeuge (Umweltbonus) i. H. v. insgesamt EUR 0,00 (VJ: EUR 815,28) sowie um einen Zuschuss im Rahmen des Förderprogramms "München emobil" für eine geleaste Wallbox zum Aufladen von elektrisch betriebenen Fahrzeugen i. H. v. insgesamt EUR 1.048,40 (VJ: EUR 1.747,36), die das Jahr 2024 und folgende betreffen.

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr sowie das Vorjahr betreffende, noch nicht veranlagte Steuern.

Die anderen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten i. H. v. EUR 24.000,00 (VJ: EUR 24.000,00), für Urlaub i. H. v. EUR 25.963,95 (VJ: EUR 29.556,58) und Personalkosten i. H. v. EUR 1.687.603,98 (VJ: EUR 1.486.333,11).

Eigenkapital

Das Eigenkapital setzt sich zum Bilanzstichtag folgendermaßen zusammen:

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
Kapitalrücklage 150.000,00 150.000,00
Bilanzgewinn 1.155.715,58 752.942,24
Summe 1.330.715,58 927.942,24

Nicht in der Bilanz erscheinende Geschäfte

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen i. H. v. EUR 1.437.120,82 (VJ: EUR 1.855.865,70) sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Die nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:

Laufzeit 31.12.2023
EUR
Mietvertrag für Büroräume und Stellplatz 01.07.2028 1.365.893,82
Leasingvertrag für Volvo XC60 T8 Twin 09.05.2024 1.449,50
Leasingvertrag für Porsche 911 Turbo S 30.09.2025 63.229,32
Leasingvertrag für Drucker 19.11.2024 1.091,88
Leasingvertrag für Kaffeemaschine 01.03.2024 125,00
Mietvertrag für E-Ladestation 01.02.2025 5.331,30
Summe 1.437.120,82

Zur Besicherung eines Kontokorrentkredits über EUR 267.213,94 sind Bankguthaben i. H. v. EUR 267.210,80 per 31. Dezember 2023 verpfändet.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zinserträge

Die Zinserträge resultieren aus der Verzinsung von acht Arbeitnehmerdarlehen i. H. v. EUR 11.320,97 (VJ: EUR 5.336,88), aus der Verzinsung eines Darlehens an eine ehemalige Arbeitnehmerin i. H. v. EUR 216,68 (VJ: EUR 0,00), sowie aus einer Erstattung von zu viel bezahlten Nachzahlungszinsen im Zusammenhang mit der Körperschaftsteuer i. H. v. EUR 0,00 (VJ: EUR 69,00).

Zinsaufwendungen

Die Zinsaufwendungen resultieren aus Kontokorrentzinsen i. H. v. EUR 8.508,28 (VJ: EUR 3.739,62), aus Sollzinsen i. H. v. EUR 3.265,50 (VJ: EUR 0,00) sowie aus Zinsen aus Gesellschafterdarlehen i. H. v. EUR 7.140,91 (VJ: EUR 0,00).

Provisionserträge

Die Provisionserträge werden in Deutschland erzielt und resultieren aus dem mit der englischen Muttergesellschaft geschlossenen Dienstleistungsvertrag.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge erfassen die nicht unter anderen Ertragspositionen auszuweisenden Erträge. Es handelt sich hierbei vor allem um Erträge aus Zuschüssen und Innovationsprämien i. H. v. EUR 1.514,16 (VJ: EUR 4.180,92) und Erträge aus Sachbezügen an Mitarbeiter i. H. v. EUR 92.165,45 (VJ: EUR 60.895,42).

Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

Ausgewiesen werden Aufwendungen für Löhne und Gehälter i. H. v. EUR 4.535.152,46 (VJ: EUR 3.193.609,97) und darauf entfallende Sozialleistungen i. H. v. EUR 332.324,23 (VJ: EUR 208.314,17). Die anderen Verwaltungsaufwendungen gliedern sich wie folgt:

2023 2022
Miet- und Raumkosten 338.370,62 306.640,09
Reparatur- und Wartungskosten 9.995,35 7.368,43
Fahrzeugkosten 116.317,68 70.255,02
Reisekosten 540.929,29 356.842,85
Rechts- und Beratungskosten sowie Buchführungskosten 367.405,21 307.756,11
Kosten für Mietleasing bewegl. WG sowie Lizenzkosten 67.896,66 36.807,60
sonstige Büro- und Verwaltungskosten 315.378,26 209.949,00
Recruitingkosten 43.862,97 3.200,07
Periodenfremde Aufwendungen 4.251,24 1.173,32
1.804.407,28 1.299.992,49

Bei den periodenfremden Aufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um nachträglich entstandene Kosten für den Jahresabschluss 2021 i. H. v. 3.313,00 EUR.

V. Sonstige Angaben

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen

Sämtliche Geschäfte und Transaktionen im Jahr 2023 mit nahestehenden Personen und Unternehmen sind zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen.

Die Gesellschaft unterhält Beziehungen zu nahestehenden Personen in folgenden Bereichen:

Erbringung von Serviceleistungen an die englische Muttergesellschaft im Bereich der Informationsgewinnung von Anlagemöglichkeiten in Deutschland auf Basis eines mit der englischen Muttergesellschaft geschlossenen Dienstleistungsvertrages.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 0
Angestellte 14
Geschäftsführer 1
Teilzeitkräfte 1
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 14.
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 14
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 2
geringfügig Beschäftigte 0

Namen der Geschäftsführer

Geschäftsführer waren während des Geschäftsjahres Dr. Ralf Schremper, München, und David John Till, London/Großbritannien.

Vergütungen der Geschäftsführer

Nach § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe nach § 285 Nr. 9 Buchstabe a) HGB verzichtet.

Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt 24.000,00 EUR und gliedert sich wie folgt:

Honorar des Abschlussprüfers EUR
a) Abschlussprüfungsleistungen 24.000,00
b) Steuerberatungsleistung 0,00
c) sonstige Leistungen 0,00

Einbeziehung in Konzernabschluss

Die Oakley Capital GmbH wird in den Konzernabschluss der Muttergesellschaft Oakley Capital Limited einbezogen. Dieser ist erhältlich bei:

Oakley Capital Limited

3 Cadogan Gate London SW1X 0AS London

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt EUR 402.773,34.

Auf neue Rechnung werden EUR 402.773,34 vorgetragen.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

Für weitere Ausführungen wird auf den Lagebericht verwiesen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

München, 28/5/2024

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zum Unterzeichner:

Dr. Ralf Schremper David John Till
- Geschäftsführer - - Geschäftsführer -

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 29.05.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Oakley Capital GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Oakley Capital GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Oakley Capital GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 29. Mai 2024

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Frank Rudolph, Wirtschaftsprüfer

Jasmin Wild, Wirtschaftsprüferin

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