Stammdaten

Register
Amtsgericht Recklinghausen HRB 7931
Eingetragen
28.8.2017
Branche
Ambulante PflegediensteAmbulante Betreuungsdienste für ältere MenschenAmbulante Betreuungsdienste für Menschen mit Behinderung
Gegenstand
Betrieb eines ambulanten Alten- und Krankenpflegedienstes, insbesondere auf dem Gebiet der Intensivpflege.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Konzern- und Jahresabschlüsse

opseo Holding B.V. (vormals: Deutsche Intensivpflege Holding B.V.)

Kelsterbach

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Opseo Holding B.V.
(vormals: Deutsche Intensivpflege Holding B.V.)

Amsterdam (Niederlande)

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 und Konzernlagebericht

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021

1. Grundlagen des Konzerns

a) Die opseo Holding B.V. (opseo B.V.) - Überblick über die Organisation und die Geschäftstätigkeit

Seit Dezember 2016 steht die opseo-Gruppe (bis 9. August 2021: DIH Gruppe) für pflegerische Höchstleistung sowie für nachhaltiges wirtschaftliches Handeln. Mit mittlerweile mehr als 4.000 Mitarbeitern und mehr als 1.100 Patienten ist die opseo-Gruppe einer der führenden Qualitätsanbieter in der außerklinischen Intensivpflege in Deutschland.

Zusätzlich zur außerklinischen Intensivpflege bietet die opseo-Gruppe seit 2021 die Pflege von dementiell erkrankten Patienten in ambulanten Wohngemeinschaften. Dieses neue Angebot der opseo-Gruppe soll neben der Intensivpflege künftig massiv ausgebaut werden, um der hohen Nachfrage seitens der betroffenen Familien und Patienten gerecht zu werden.

Die Intensivpflege erbringt die opseo-Gruppe sowohl im frei wählbaren privaten Wohnumfeld (1:1 Versorgung) als auch in außerklinischen Wohngemeinschaften oder vollstationären Einrichtungen. Einen Schwerpunkt innerhalb des Segments der außerklinischen Intensivpflege bildet die Spezialisierung auf die Pflege von Kindern und Jugendlichen, die in 2020 durch die Neueröffnung von Kinderstationen der Bärenfamilie deutlich ausgebaut wurde. Das Leistungsspektrum der opseo-Gruppe wird ergänzt um das Angebot der REMEO Deutschland GmbH, die im Rahmen einer stationären Versorgung das Ziel verfolgt, den Abhängigkeitsgrad der Patienten von der künstlichen Beatmung zu reduzieren.

Die Leistungserbringung im Gesundheitswesen ist heute mehr denn je hoch spezialisiert. Der speziell entwickelte 360° Grad Versorgungszirkel (opseo Circle) der opseo-Gruppe adressiert die Patientenbedürfnisse in gezielter und personalisierter Weise. Da die opseo-Gruppe sowohl im Segment der Kinderintensivpflege als auch der Erwachsenenintensivpflege tätig ist, können wir unseren Patienten auf Lebenszeit eine dauerhafte Lösung bieten. Und durch die Sicherstellung höchster pflegerischer Qualität sowie den Fokus auf medizinische Rehabilitation unterstützen die Pflegedienste der opseo-Gruppe ihre Patienten sowohl in den REMEO-Centern als auch in allen anderen Einrichtungen bei der Entwöhnung von der Beatmung.

Die Kernaufgabe der ganzheitlichen Intensivpflege wird durch ein starkes Dienstleistungsportfolio ergänzt. Die opseo-Gruppe betreibt und optimiert bei steigenden Anforderungen die Qualität, den Service und die Zuverlässigkeit. Um dies zu gewährleisten, ist die opseo-Gruppe in einer regionalen Clusterstruktur organisiert.

Die regionale Struktur wird im Rahmen einer Matrix-Organisation von zentral geführten funktionalen Teams unterstützt, insbesondere im Hinblick auf die Personalgewinnung und -führung von qualifizierten Pflegekräften, das Überleitungsmanagement der Patienten, die Sicherstellung der Qualität der Pflege und die Verhandlungen mit den Kostenträgern.

Daneben bietet die opseo-Gruppe über ihre Tochtergesellschaft BaWiG GmbH allen Akteuren der Pflege eine zertifizierte Fort- und Weiterbildungsakademie, insbesondere in der Heimbeatmung und der außerklinischen Intensivpflege. Durch ihre verschiedenen Standorte sichert die BaWiG deutschlandweit Qualitätsstandards im Pflege- und Gesundheitswesen, wovon sowohl die Mitarbeiter der opseo-Gruppe als auch Mitarbeiter anderer Pflegebetriebe profitieren. In den letzten beiden Jahren hat die BaWiG dabei ihr digitales Angebot erfolgreich ausgebaut. Im Jahr 2021 verzeichnete die BaWiG mit mehr als 3.500 Seminarteilnehmern, davon über 50% von Pflegebetrieben außerhalb der opseo-Gruppe, den höchsten Wert in ihrer Firmengeschichte.

Die Wachstumsstrategie der opseo-Gruppe basiert seit ihrer Gründung auf zwei wesentlichen Säulen, zum einen auf der Eröffnung von neuen Standorten, zum anderen auf dem Erwerb neuer Gesellschaften. Im Geschäftsjahr 2021 hat die opseo-Gruppe 74 Betten in neuen Einrichtungen eröffnet sowie den Erwerb von sechs weiteren Pflegediensten vollzogen. Darüber hinaus wurden bereits zwei weitere Akquisitionen unterzeichnet, u.a. die Akquisition der AIB-Gruppe in Bayern, die mit rund 1.200 Mitarbeitern in 2021 einen Umsatz von rund 45 Mio. EUR erzielte. Die Transaktion wird voraussichtlich am 01. April 2022 vollzogen und stellt die größte Akquisition in der Geschichte der opseo-Gruppe dar.

b) Organisations- und Führungsstruktur

Der Sitz der opseo B.V. ist in Amsterdam, Niederlande, mit einer Niederlassung in Kelsterbach, Deutschland. Die opseo B.V. fungiert als operative Holdinggesellschaft für die Unternehmen der opseo-Gruppe. Die opseo-Gruppe setzte sich zum Bilanzstichtag neben der opseo B.V. aus weiteren 38 Gesellschaften zusammen.

Die operativen Einheiten der opseo-Gruppe sind in vier regionale Cluster für die Erwachsenenintensivpflege (Süd, West, Nord, Ost) sowie in drei deutschlandweite Cluster für Kinderintensivpflege, REMEO und die Demenzpflege unterteilt. Die Cluster werden jeweils von einem Clusterleiter Management Team verantwortet. Die einzelnen Einrichtungen der opseo-Gruppe werden von entsprechenden Leitungen vor Ort geführt und über das jeweilige Cluster Management gesteuert. Die Umsetzung der pflegerischen Qualität und der Dienstleistungsqualität, die Patientengewinnung, die Personalrekrutierung und -führung sowie die Verhandlungen mit den Kostenträgern werden von der opseo-Gruppe mit einheitlichen Prozessen und Standards unterstützt.

Die Gesellschaften BaWiG GmbH (Fort- und Weiterbildung) sowie JOBMEDICA GmbH und Match-Medics GmbH (Personalüberlassung in der Gesundheitsbranche) werden separat von der jeweiligen Geschäftsführung geleitet.

c) Qualität

Zur Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben werden die Einrichtungen kontinuierlich angemeldeten und unangemeldeten Prüfungen des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) unterzogen. Bei diesen kam es zu keinen Beanstandungen, die etwa einen Versorgungsstopp oder eine Schließung zur Folge hätten.

Zusätzlich zu den MDK-Prüfungen führt die opseo-Gruppe regelmäßig eigene umfangreiche Qualitätsaudits durch, um die Qualität der Versorgung über gesetzliche Vorgaben hinaus stetig zu verbessern.

2. Wirtschaftsbericht

a) Marktumfeld Intensivpflege

Die opseo-Gruppe ist insbesondere im Segment der außerklinischen Intensivpflege tätig. Dieses Teilsegment der Pflege beinhaltet die Versorgung schwerstpflegebedürftiger, vorwiegend beatmeter Patienten. Durchgeführt wird diese Pflege entweder als Einzelversorgung oder als Gruppenversorgung in Intensivwohngruppen oder speziellen stationären Einrichtungen.

Die rechtlichen Rahmenbedingungen ermöglichen die außerklinische Versorgung von Patienten. Ein zentraler Aspekt hierfür ist der Rechtsanspruch der Betroffenen auf häusliche Intensivpflege, der im Sozialgesetzbuch verankert ist. In diesem Zusammenhang hatte der Bundestag im Oktober 2020 das Gesetz zur Stärkung von intensivpflegerischer Versorgung und medizinischer Rehabilitation in der gesetzlichen Krankenversicherung (Intensivpflege- und Rehabilitationsstärkungsgesetz oder 'IPREG') beschlossen. Ziel des IPREG ist es, Intensiv-Pflegebedürftige besser zu versorgen, Fehlanreize in der Intensivpflege zu beseitigen, die Selbstbestimmung der Betroffenen zu stärken sowie den Zugang zur medizinischen Rehabilitation zu verbessern. Die Versorgung kann dabei im ambulanten oder im stationären Umfeld erfolgen. Die opseo-Gruppe hat sich frühzeitig mit den möglichen Auswirkungen des IPREG auseinandergesetzt. Nach Einschätzung der Geschäftsführung wird die opseo-Gruppe aufgrund der hohen pflegerischen Qualität, des breiten Dienstleistungsangebots sowie der hohen Flexibilität der Leistungserbringung von den Regelungen des IPREG profitieren.

Der Bedarf für Intensivpflege in Deutschland wird weiter steigen. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen eine Zunahme von Krankheitsbildern, die zur Intensivpflegebedürftigkeit führen, wie z.B. die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) oder neuromuskuläre Erkrankungen. Ebenfalls bedeutsam für die Marktentwicklung sind die demografische Bevölkerungsentwicklung (Überalterung der Gesellschaft) sowie die Erhöhung der Anzahl intensivpflegebedürftiger Säuglinge und Kinder, bedingt durch die Zunahme von Frühgeburten bei einer gleichzeitigen Erhöhung der Überlebenswahrscheinlichkeit. Außerdem wurde durch das IPREG der Begriff der Intensivpflichtigkeit weiter definiert, wodurch sich für die opseo-Gruppe ein zusätzliches Wachstumspotenzial erschließt.

b) Marktumfeld Demenzpflege

Mit der Akquisition der Hamacher GmbH Gesundheitsdienste ist die opseo-Gruppe in 2021 in den Bereich der Demenzpflege in ambulanten Wohngemeinschaften eingetreten. Das Angebot der Pflege von dementiell erkrankten Patienten in ambulanten Wohngemeinschaften stellt bislang eine Nische innerhalb der Demenzpflege in Deutschland dar, wird aber von Angehörigen und Patienten stark nachgefragt. Starke Unterstützung erfährt dieses Angebot auch von den Städten und Kommunen. Die Nachfrage nach dieser Form der wohnortnahen und wohnlichen Versorgung von dementiell erkrankten Patienten ist bereits enorm und wird weiter deutlich steigen, getrieben durch die demografische Bevölkerungsentwicklung einerseits sowie durch die Attraktivität dieses speziellen Angebots der ambulanten Wohngemeinschaften anderseits.

c) COVID-19

COVID-19 stellte die gesamte Pflegebranche auch in 2021 vor große Herausforderungen. Die ausreichende Beschaffung von Hilfsmitteln, die Dokumentation und Umsetzung von Hygiene- und Quarantäne-Plänen, die Erstellung und Realisierung von Testkonzepten, die Umsetzung von Impfkampagnen, der limitierte Zugang zu Zuweiser-Kliniken, die Formalitäten für Erstattungen durch den Pflegerettungsschirm sowie langwierige und aufwändige Abstimmungsprozesse mit Kostenträgern im Hinblick auf neue Einrichtungen und im Rahmen von Vergütungsverhandlungen führten zu einer enormen Belastung sowohl der Pflegekräfte vor Ort und als auch der Zentralfunktionen. Die opseo-Gruppe hat diese außergewöhnliche Situation auch in 2021 erfolgreich gemeistert.

d) Versorgungssituation

Per 31. Dezember 2021 belief sich die Anzahl der durch die opseo-Gruppe versorgten Intensiv-Patienten auf 1.143 (Vorjahr: 955). Hiervon wurden 767 Patienten in Wohngruppen/Stationen versorgt sowie 376 Patienten als 1:1 Versorgung. Rund 80% der 1:1 Versorgungen entfallen dabei auf Kinder.

d) Personalbereich

Die Personalführung sowie die Personalverwaltung obliegen im Wesentlichen den operativen Einheiten der opseo-Gruppe, die dabei durch gruppeneinheitliche Prozesse und Standards, durch zentral geführte HR-Referenten sowie durch ein zentrales Team für die Lohnbuchhaltung unterstützt werden. Ein besonderer Fokus im Personalbereich liegt auf innovativen Methoden der Personalgewinnung, auf der Weiterbildung der Führungskräfte vor Ort sowie auf der Digitalisierung von Dienstplänen, Zeiterfassung und Lohnabrechnungen, um die Pflegefachkräfte von administrativen Aufgaben zu entlasten.

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2021 betrug 4.013 (VJ: 3.401).

3. Lage der opseo-Gruppe

a) Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2021 hat die opseo-Gruppe Umsatzerlöse in Höhe von EUR 214,6 Mio. (VJ.: EUR 169,5 Mio.) erwirtschaftet. Damit wurden die Umsatzerlöse des Vorjahres um 27% übertroffen, insbesondere aufgrund der Akquisitionen in 2021 sowie der Eröffnung von neuen Standorten in 2020 und 2021 mit einem entsprechenden nachgelagerten Hochlauf. Die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist entsprechend nicht gegeben.

Der Personalaufwand betrug im Geschäftsjahr 2021 EUR 154,7 Mio. (VJ.: EUR 121,4 Mio.). Die Steigerung von +27% gegenüber Vorjahr entspricht dem Umsatzwachstum.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2021 auf EUR 33,4 Mio. (VJ.: EUR 28,3 Mio.). Der Anstieg von +18% gegenüber Vorjahr resultiert insbesondere aus der Ausweitung der Geschäftstätigkeit (neu akquirierte Pflegedienste, Standortkosten für neue Einrichtungen). Aufgrund von Skaleneffekten sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen aber unterproportional zum Umsatzwachstum gestiegen.

Die Abschreibungen auf Vermögenswerte des Anlagevermögens beliefen sich in 2021 auf EUR 16,3 Mio. (VJ.: EUR 12,2 Mio.). Der Anstieg resultiert insbesondere aus höheren Abschreibungen auf Nutzungsrechte nach IFRS 16 aufgrund von neuen Mietverträgen.

Die Abschreibungen auf nicht mehr genutzte Markenrechte betrugen in 2021 EUR 0,8 Mio. (Vorjahr: EUR 10,6 Mio.). Der höhere Wert der Abschreibungen in den Vorjahren war Folge der operativen Integration der in den letzten Jahren zugekauften Tochterunternehmen unter strategisch definierten Kernmarken.

Das Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA) beträgt EUR 30,5 Mio. (VJ.: EUR 23,3 Mio.) und ist gegenüber dem Vorjahr um 31% gestiegen. Das für interne Steuerungszwecke sowie für Zwecke des Kreditvertrags ermittelte EBITDA nach Bereinigung von im Kreditvertrag definierten Sondereffekten beträgt EUR 38,1 Mio. für 2021 (VJ.: EUR 31,6 Mio.). Sondereffekte betrafen in 2021 im Wesentlichen Kosten im Zusammenhang mit neuen Standorten (EUR 5,4 Mio.) sowie Transaktionskosten (EUR 5,3 Mio.), die nach IFRS nicht aktiviert werden.

Die im Vorjahr für das Geschäftsjahr 2021 (ohne Akquisitionen) prognostizierten Umsatzerlöse sowie das geplante EBITDA wurden nicht vollständig erreicht, insbesondere aufgrund der negativen Auswirkungen der anhaltenden COVID 19 Pandemie auf die Patientenakquise und die Produktivität der Mitarbeiter. Aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen ist die Geschäftsführung mit der Entwicklung der opseo-Gruppe in 2021 zufrieden.

b) Vermögenslage

Die Konzernbilanzsumme zum 31. Dezember 2021 beläuft sich auf EUR 412,8 Mio. (VJ.: EUR 367,2 Mio.).

Das Konzernanlagevermögen zum 31. Dezember 2021 beläuft sich auf EUR 328,4 Mio. (VJ: EUR 296,1 Mio.) und beträgt damit 80% (VJ: 81%) der Konzernbilanzsumme:

Der Geschäfts- und Firmenwert liegt bei EUR 176,5 Mio. (VJ: EUR 147,4 Mio.). Die Erhöhung ist insbesondere bedingt durch die getätigten Akquisitionen in 2021.

Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte in Höhe von EUR 50,2 Mio. (VJ: EUR 47,9 Mio.) beinhalten im Wesentlichen die erworbenen Markenrechte (EUR 45,5 Mio.; VJ: EUR 44,8 Mio.) und die erworbenen Pflegeverträge (EUR 3,9 Mio.; VJ: EUR 2,6 Mio.).

Die Sachanlagen blieben in 2021 nahezu unverändert bei EUR 101,7 Mio. (VJ: EUR 100,8 Mio.). Durch den Verkauf und die Anmietung von insgesamt 5 Standorten erhöhten sich die nach IFRS 16 ausgewiesenen Nutzungsrechte aus Leasingverpflichtungen (EUR 85,0 Mio.; VJ: EUR 74,2 Mio.), während der Buchwert für Grundstücke und Gebäude entsprechend zurückgegangen ist (EUR 7,0 Mio.; VJ: EUR 12,0 Mio.).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit EUR 40,3 Mio. (VJ.: EUR 33,7 Mio.) sind als kurzfristig einzustufen und betreffen in erster Linie Forderungen aus den laufenden Patientenabrechnungen gegen die Kranken-/Pflegekassen, Träger der Sozialhilfe bzw. Patienten/Angehörige.

Die liquiden Mittel beliefen sich auf EUR 9,0 Mio. (VJ.: EUR 10,2 Mio.). Die sonstigen Vermögenswerte weisen einen Wert von EUR 17,2 Mio. (VJ.: EUR 10,0 Mio.) und sind alle kurzfristig. Der Anstieg der sonstigen Vermögenswerte ist auf eine Erhöhung der Ansprüche auf Corona-Hilfen zurückzuführen.

Das Eigenkapital des Konzerns beläuft sich zum 31.12.2021 auf EUR 35,9 Mio. (VJ.: EUR 43,3 Mio.). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 7,5 Mio.. Die Eigenkapitalquote liegt bei 9% (Vorjahr: 12%). Die Kapitalrücklage weist einen Wert von EUR 87,8 Mio. (VJ.: EUR 87,8 Mio.) aus.

Die Finanzverbindlichkeiten belaufen sich auf EUR 242,1 Mio. (VJ.: EUR 215,9 Mio.). Davon sind EUR 228,7 Mio. (VJ: EUR 206,9 Mio.) als langfristig eingestuft. Der aktuelle Kreditvertrag der opseo-Gruppe ("Senior Facility Agreement") wurde am 15. November 2019 abgeschlossen mit folgenden wesentlichen Regelungen:

Laufzeit von sechs Jahren

Laufzeitdarlehen mit einer Linie in Höhe von EUR 170 Mio.

Akquisitions- und Investitionsdarlehen mit einer Linie in Höhe von EUR 100 Mio.

Betriebsmittellinie in Höhe von EUR 10 Mio.

Zum 31. Dezember 2021 sind die Laufzeitdarlehen in Höhe von EUR 170,0 Mio. vollständig ausgeschöpft. Die Akquisitions- und Investitionslinie ist in Höhe von EUR 63,0 Mio. und die Betriebsmittellinie ist in Höhe von EUR 1,3 Mio. in Anspruch genommen. Die übrigen Finanzverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen in Anspruch genommene Linien für unechte Pensionsgeschäfte.

c) Finanzlage

Der Finanzmittelfonds beläuft sich auf EUR 9,0 Mio. (VJ: EUR 10,2 Mio.). Die Kapitalstruktur zeigt die solide Struktur der Konzernfinanzierung mit einer überwiegend langfristigen Finanzierung. Den kurzfristigen Schulden von EUR 51,1 Mio. stehen kurzfristige Vermögenswerte von EUR 84,5 Mio. entgegen. Die Liquiditätslage der opseo-Gruppe war im Geschäftsjahr zufriedenstellend. Dies wird sich auch so fortsetzen. Wir gehen davon aus, dass alle im Konsolidierungskreis enthaltenen Konzernunternehmen auch künftig ihre finanziellen Verpflichtungen erfüllen können.

Das Geschäftsjahr 2021 weist einen Nettozahlungsmittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit in Höhe von EUR 19,1 Mio. (VJ.: EUR 13,2 Mio.) aus. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich auf EUR -21,9 Mio. (VJ.: EUR -36,4 Mio.). Hiervon entfallen EUR 28,2 Mio. (VJ: EUR 29,7 Mio.) auf den Erwerb von Tochterunternehmen und die Zahlung von variablen Kaufpreisen. Gegenläufig wirkten sich Einzahlungen aus Anlagenabgängen von EUR 10,8 Mio. (VJ: EUR 2,5 Mio.) aus.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt EUR 1,6 Mio. (VJ: EUR 20,7 Mio.) und weist eine Erhöhung der Bankdarlehen um EUR 26,2 Mio. (VJ: EUR 39,6 Mio.) aus. Die Erhöhung ist im Wesentlichen bedingt durch die Finanzierung neuer Akquisitionen und die Finanzierung von neuen Standorten.

d) Vergleichbarkeit der berichteten Finanzzahlen mit den Vorjahreswerten

Die Vergleichbarkeit der im Konzernabschluss abgebildeten Finanzzahlen mit den Vorjahreswerten ist aufgrund von im Laufe des Jahres getätigten Unternehmensakquisitionen nur eingeschränkt möglich.

4. Chancen- und Risikobericht

a) Risikomanagementziele und -Methoden

Unternehmerisches Handeln ist untrennbar mit Chancen und Risiken verbunden. Zur Sicherstellung eines nachhaltigen Wachstums und der Erreichung der Unternehmensziele hat die opseo-Gruppe ein Risikomanagement eingeführt, das eine hohe Pflegequalität und das frühzeitige Erkennen von Patientenabgängen und den damit verbundenen Umsatzrückgängen gewährleistet.

Hierzu werden verschiedene Kontrollinstrumente und -berichte genutzt, z. B.

Laufendes Monitoring der Patientenentwicklung inklusive Kennzahlen zu Anfragen, Zugängen, Abgängen, Krankenhausaufenthalten

Monatliche Statistik zur Mitarbeiterentwicklung inklusive Kennzahlen zu Fluktuation, Krankheit, Produktivität

Wöchentlicher Liquiditätsstatus aller Tochterunternehmen und der opseo B.V.

Monatliches Konzernberichtswesen mit einer detaillierten Darstellung der wesentlichen Finanzzahlen (Gewinn- und Verlustrechnung für die opseo-Gruppe sowie pro Cluster mit Plan-Ist-Vergleich, Bilanz, Cash Flow)

Monitoring und regelmäßige Abfrage der MDK-Noten der Pflegebetriebe.

b) Risikofelder und deren Bearbeitung

Folgende Risikofelder, sortiert von wesentlich zu weniger wesentlich, werden durch die Geschäftsführung der opseo B.V und ihrer Tochterunternehmen fortlaufend bearbeitet:

Wettbewerbs- und Marktsituation

Die Wettbewerbs- und Marktsituation ist entscheidend für die Übernahme neuer Patienten, die Fortführung ihrer Versorgung und damit den Umsatz einer Intensivpflegegesellschaft. Verschärfter Wettbewerb etwa durch Neueröffnung von Pflegediensten oder Eröffnung von neuen Wohngruppen kann negative Folgen für die Patienten- und Preisentwicklung haben. Die Gesellschaften müssen sich daher permanent durch den Ausbau von Kontakten zu Krankenhäusern sowie durch laufende Abstimmungen mit den Krankenkassen auf derartige Herausforderungen einstellen. Potenzielle neue Pflegeeinrichtungen der opseo-Gruppe werden vorab einer intensiven Wettbewerbsanalyse unterzogen.

Durch die Einführung des IPREG (Intensivpflege- und Rehabilitationsstärkungsgesetz) kann sich die Wettbewerbssituation mittelfristig verändern. Ziel des Gesetzgebers ist die weitere Verbesserung der pflegerischen Qualität, ein stärkerer Fokus auf die medizinische Rehabilitation der Patienten sowie die Sicherstellung von baulichen Standards bei den Einrichtungen der Gruppenversorgung. Die opseo-Gruppe hat sich frühzeitig mit möglichen Auswirkungen des IPREG auseinandergesetzt und kann nach Einschätzung der Geschäftsführung aufgrund der hohen pflegerischen Qualität in der opeo-Gruppe, des breiten Dienstleistungsangebots (ambulant und stationär, REMEO) sowie der hohen Flexibilität der Leistungserbringung (Umwidmung von Wohngemeinschaften zwischen ambulant und stationär) von den neuen Regelungen profitieren. Insgesamt ist in einigen Regionen ein sich verschärfender Wettbewerb zu beobachten. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die gestiegenen Qualitäts-, Berichts- und Nachweispflichten auf Dauer schwer für Kleinbetriebe zu leisten sind.

Belegung der Pflegeplätze und Auslastung

Der Verlust von Patienten durch Tod oder Abwanderung zu anderen Pflegediensten stellt das wirtschaftliche Hauptrisiko von außerklinischen Intensivpflegeunternehmen dar. Eine wesentliche Einflussgröße dabei ist die Qualität der angebotenen Leistungen. Die Gesellschaften unterliegen regelmäßigen externen Untersuchungen des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK). Es ist nicht auszuschließen, dass sich im Falle von wesentlichen Beanstandungen unmittelbar und mittelbar negative Auswirkungen auf die Auslastungssituation und damit auf künftige Jahresergebnisse ergeben können.

Die opseo-Gruppe hat daher ein enges Monitoring und eine regelmäßige Abfrage der MDK-Noten der Pflegebetriebe etabliert. Darüber hinaus führt die opseo-Gruppe eigene Qualitätsaudits durch.

Vergütung durch die Kostenträger/gesetzliche Rahmenbedingungen

Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen im Bereich der Kranken- und/oder Pflegeversicherung könnten gegebenenfalls Risiken für die Gesellschaft beinhalten. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen werden daher fortlaufend beobachtet, Gespräche mit den Entscheidungsträgern werden regelmäßig gesucht. Mit ihrem umfassenden Pflege- und Dienstleistungsangebot sowie dem klaren Fokus auf Qualität ist die opseo-Gruppe auf mögliche Änderungen gut vorbereitet.

Personelle Risiken

Der Fachkräftemangel stellt ein zentrales Risiko im Personalbereich dar. Die Gewinnung und Bindung von qualifiziertem Personal ist ein branchenweites Risiko und eine der zentralen Herausforderungen für die nahe Zukunft, insbesondere in Ballungsregionen. Die opseo-Gruppe verfolgt ein vielschichtiges Maßnahmenprogramm für die Gewinnung neuer Mitarbeiter, das von einer intensiven Zusammenarbeit mit Arbeitsagenturen bis hin zur Integration ausländischer Fachkräfte reicht. Zur Senkung der Fluktuation wird ebenfalls eine Vielzahl von Maßnahmen umgesetzt, wie z.B. flexible Dienstpläne, qualitativ hochwertige Weiterbildungsangebote sowie eine marktgerechte Entlohnung. Die Auswirkungen der einrichtungsbezogenen Impfpflicht gegen COVID-19 schätzt die Geschäftsführung insgesamt als nicht wesentlich für die opseo-Gruppe ein.

Tariftreuepflicht

Mit dem am 19.07.2021 im Bundesanzeiger veröffentlichten Gesetz zur Weiterentwicklung der Gesundheitsförderung (GVWG) verpflichtet der Gesetzgeber die Leistungserbringer in der Pflege, die über Versorgungsverträge nach § 72 SGB XI verfügen, ab dem 01.09.2022 einen sog. "Tariftreuelohn" an ihre in der Pflege tätigen Mitarbeiter zu zahlen. Diese neue Regelung stellt insbesondere kleine Pflegedienste vor große Herausforderungen. Die opseo-Gruppe hatte sich bereits vor dem GVWG mit dem Thema eines Tarifvertrags aus strategischer Sicht auseinandergesetzt und ist in fortgeschrittenen Gesprächen mit möglichen Tarifpartnern. Aufgrund der Refinanzierung der Lohnkosten durch die Kostenträger erwartet das Management aus der Tariftreuepflicht insgesamt keine wesentlichen Ergebnisauswirkungen für die opseo-Gruppe.

Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken

Ein Liquiditätsrisiko ergibt sich, wenn Finanzmittel nicht in ausreichendem Maß zur Verfügung stehen, um fällige Zahlungsverpflichtungen vollumfänglich und fristgerecht bedienen zu können. Ebenso könnte eine Änderung der Zinskonditionen zu einer negativen Belastung führen.

Durch regelmäßige Liquiditätsvorschau wird sichergestellt, dass stets genügend Liquidität zur Zahlung der Verpflichtungen vorhanden ist. Da es sich bei den Debitoren der opseo-Gruppe im Wesentlichen um Krankenkassen handelt und die Abrechnungen und Zahlungen monatlich erfolgen, besteht nur ein geringes Ausfallrisiko hinsichtlich der offenen Forderungen.

Sämtliche identifizierte Risiken werden nach derzeitigem Stand als nicht bestandsgefährdend eingeschätzt.

c) Chancenbericht

Die Chancen sind hierbei von Wesentlich zu weniger Wesentlich aufgeführt:

Organisches Wachstum

Der Markt für außerklinische Intensivpflege birgt nach Auffassung der Geschäftsführung in den kommenden Jahren neben den dargestellten Risiken auch wesentliche Chancen für die Unternehmensgruppe. Die oben beschriebene nachhaltige demographische, medizinische und rechtliche Entwicklung hin zu mehr intensivpflegebedürftigen Patienten wird voraussichtlich zu einem kontinuierlichen Anstieg der Patientenzahlen führen. Die bestehenden Gesellschaften der opseo-Gruppe können durch ihre guten vorhandenen Kontakte an diesem Marktwachstum partizipieren, insbesondere auch durch zusätzliche Kapazitäten infolge von weiteren Neueröffnungen der opseo-Gruppe.

Der Markt der Demenzpflege in ambulanten Wohngemeinschaften ist in Deutschland noch weitestgehend unerschlossen und bietet enormes Wachstumspotenzial.

Wachstum durch Zukäufe

Der Konzern wächst kontinuierlich durch den Erwerb weiterer Unternehmen. Bei Identifikation geeigneter Unternehmen kann der Konzern durch den Erwerb dieser Unternehmen noch schneller wachsen. Hierin sieht die Geschäftsführung einen wesentlichen Faktor zur Unternehmensentwicklung. Sowohl der Intensivpflegemarkt als auch der noch junge Markt der Demenzpflege in ambulanten Wohngemeinschaften sind nach Einschätzung der Geschäftsführung weiterhin stark fragmentiert und haben deshalb weiteren Konsolidierungsbedarf.

Erschließung neuer Geschäftsfelder

Als Qualitätsführer in der komplexen Spezialpflege hat sich die opseo-Gruppe in 2021 mit dem Markteintritt in die Demenzpflege ein zweites Wachstumssegment neben der außerklinischen Intensivpflege geschaffen. Die Geschäftsführung prüft aktuell weitere komplementäre Geschäftsfelder rund um die Kernkompetenzen der opseo-Gruppe als innovativer, agiler, verlässlicher und qualitätsorientierter Anbieter in der Spezialpflege.

5. Prognosebericht

Auf Basis der oben beschriebenen Zunahme intensivpflegebedürftiger Patienten, der sehr starken und aktuell ungedeckten Nachfrage nach Demenzpflege in ambulanten Wohngemeinschaften sowie möglicher neuer Geschäftsfelder rechnen wir in den kommenden Jahren mit deutlichen Umsatzsteigerungen in der opseo-Gruppe.

Nach Einschätzung der Geschäftsführung wird die Nachfrage im Kernsegment der außerklinischen Intensivpflege zwar in den ersten Monaten 2022 aufgrund der COVID-19 Situation in den Zuweiser-Kliniken weiterhin abgeschwächt sein, mittel- und langfristig sieht die Geschäftsführung hier jedoch nach wie vor ein hohes einstelliges Umsatzwachstum. Inwieweit die Behandlung von COVID-19 Patienten einen zusätzlichen Anstieg an dauerhaft beatmeten Patienten nach sich zieht und inwieweit der erweiterte Begriff der Intensivpflichtigkeit nach dem IPREG positive Effekte auf die opseo-Gruppe mit sich bringt, bleibt abzuwarten.

Für das Geschäftsjahr 2022 ist für die bestehende Unternehmensgruppe (vor Akquisitionen) ein Umsatzwachstum von +10% geplant. Zusätzlich zum Umsatzwachstum erwartet die Geschäftsführung durch die weitere Optimierung der gruppeninternen Struktur, durch Kosteneinsparungen sowie durch Nachholeffekte aus dem zentralen Verhandlungsmanagement eine Steigerung des um Sondereffekte bereinigten EBITDA (vor Akquisitionen) auf EUR 45,2 Mio. (2021: EUR 38,1 Mio.).

Daneben soll durch neue Unternehmensakquisitionen ein weiteres Umsatzwachstum von mindestens 60 Mio. EUR realisiert werden. Mit den bereits unterzeichneten Kaufverträgen für den Erwerb der AIB-Gruppe in Bayern (Umsatz 2021 von rund 45 Mio. EUR) sowie der GtIB in Schleswig-Holstein (Umsatz 2021 von rund 9 Mio. EUR) ist dieses Ziel bereits in weiten Teilen erreicht.

 

Amsterdam (Niederlande) / Kelsterbach, den 31. März 2022

opseo Holding B.V.

Die Geschäftsführer

Holger Eden

Simon Faiß

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021

der opseo Holding B.V., Amsterdam (Niederlande)

AKTIVA

TEUR Anhangsangabe 2021 2020
Langfristige Vermögenswerte   328.342 296.120
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 7 50.218 47.930
Geschäfts- oder Firmenwert 7 176.468 147.414
Sachanlagen 6 101.656 100.776
Kurzfristige Vermögenswerte   84.485 71.086
Vorräte 8 927 931
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9 40.265 33.730
Forderungen gegen Gesellschafter 10 17.153 16.218
Barmittel und Bankguthaben 11 8.990 10.173
Sonstige Vermögenswerte 12 17.150 10.034
BILANZSUMME   412.827 367.207

PASSIVA

     
Kapital und Rücklagen   35.908 43.279
Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens      
zurechenbarer Anteil am Eigenkapital   33.471 40.916
Gezeichnetes Kapital 13 888 888
Kapitalrücklage 14 87.791 87.791
Verlustvortrag   -55.209 -47.763
Nicht beherrschende Gesellschafter   2.438 2.363
Langfristige Schulden   325.836 285.912
Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer 17 1.381 1.487
Passive latente Steuern 20 6.331 5.343
Verbindlichkeiten aus Leasingverpflichtungen 22 77.948 68.353
Finanzverbindlichkeiten 16 228.684 206.943
Sonstige Schulden 21 11.493 3.786
Kurzfristige Schulden   51.082 38.016
Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer 17 0 37
Sonstige Rückstellungen 18 126 309
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 19 3.260 2.315
Kurzfristige Steuerschulden 20 2.755 2.459
Verbindlichkeiten aus Leasingverpflichtungen 22 9.521 7.154
Finanzverbindlichkeiten 16 13.463 8.990
Sonstige Schulden 21 21.957 16.753
BILANZSUMME   412.827 367.207

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

der opseo Holding B.V., Amsterdam (Niederlande)

Entwicklung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

TEUR Anhangsangabe 2021 2020
Fortgeführte Geschäftsbereiche      
Umsatzerlöse 24 214.551 169.509
Sonstige Erträge 25 3.983 3.468
Aufwendungen aus Leistungen an Arbeitnehmer 26 -154.675 -121.360
Sonstige Aufwendungen 27 -33.361 -28.273
Abschreibungen auf Umlaufvermögen 28 -2.373 -2.438
Abschreibungen auf Anlagevermögen 29 -16.266 -12.228
Wertminderungen 30 -843 -10.591
Finanzergebnis 31 -15.104 -11.949
Verlust vor Steuern   -4.090 -13.862
Ertragsteuern 20 -3.120 2.363
Verlust nach Steuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen   -7.211 -11.499
Jahresfehlbetrag   -7.211 -11.499
Jahresfehlbetrag auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallend   255 205
Jahresfehlbetrag auf Gesellschafter des Mutterunternehmens entfallend   -7.466 -11.703

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und sonstiges Ergebnis

der opseo Holding B.V., Amsterdam (Niederlande)

Entwicklung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

TEUR 2021 2020
Jahresfehlbetrag   -7.211 -11.499
Sonstiges Ergebnis   20 -90
Posten, die unter bestimmten Bedingungen zukünftig in      
die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden   0 0
Sonstiges - vor Ertragsteuern 0 0
  - Ertragsteuern 0 0
Posten, die zukünftig nicht in die Gewinn- und      
Verlustrechnung umgegliedert werden   20 -90
Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen      
  - vor Ertragsteuern 117  
  - Ertragsteuern -19  
Sonstiges - vor Ertragsteuern -94 0
  - Ertragsteuern 15 0
Gesamtergebnis   -7.190 -11.588
Gesamtergebnis auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallend   0 0
Gesamtergebnis auf Gesellschafter des Mutter-      
unternehmens entfallend   -7.190 -11.588

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

der opseo Holding B.V., Amsterdam (Niederlande)

Entwicklung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

TEUR Gezeichnetes Kapital Kapital-Rücklage Verlustvortrag Davon entfallen auf die Gesellchafer des Mutter-Unternehmens Nicht beherrschende Gesellschafter Summe Eigenkapital und Rücklagen
Zum 31. Dezember 2017 859 84.996 -7.925 77.930 1.965 79.894
Jahresfehlbetrag 0 0 -7.709 -7.709 172 -7.537
Vollständiges Gesamtergebnis für das Geschäftsjahr 0 0 -7.709 -7.709 172 -7.537
Kapitalerhöhungen 30 2.795 0 2.825 0 2.825
Zum 31. Dezember 2018 888 87.791 -15.634 73.045 2.137 75.182
Jahresfehlbetrag 0 0 -22.665 -22.665 201 -22.463
Sonstige Änderungen 0 0 2.248 2.248 0 2.248
Vollständiges Gesamtergebnis für das Geschäftsjahr 0 0 -20.417 -20.417 201 -20.215
Dividendenzahlungen 0 0 0 0 -180 -180
Zum 31. Dezember 2019 888 87.791 -36.051 52.629 2.158 54.787
Jahresfehlbetrag 0 0 -11.703 -11.703 205 -11.499
Sonstige Änderungen 0 0 -9 -9 0 -9
Zum 31. Dezember 2020 888 87.791 -47.763 40.916 2.363 43.279
Jahresfehlbetrag 0 0 -7.466 -7.466 255 -7.211
Sonstige Änderungen 0 0 20 20 0 20
Vollständiges Gesamtergebnis für das Geschäftsjahr 0 0 -7.445 -7.445 255 -7.190
Dividendenzahlungen 0 0 0 0 -180 -180
Kapitalerhöhungen 0 0 0 0 0 0
Umgliederung 0 0 0 0 0 0
Zum 31. Dezember 2021 888 87.791 -55.209 33.471 2.438 35.908

Konzern-Kapitalflussrechnung

der opseo Holding B.V., Amsterdam (Niederlande)

Entwicklung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

TEUR 2021 2020
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit    
Jahresfehlbetrag -7.466 -11.703
Anteil nicht beherrschender Gesellschafter 255 205
Ertragsteuern 3.120 -2.363
Jahresfehlbetrag vor Ertragsteuern und nicht beherrschenden Gesellschaftern -4.090 -13.862
Anpassungen für:    
Sonstiges Ergebnis 20 -90
Abschreibungen von langfristigen Vermögenswerten 16.266 12.228
Wertminderungen auf Markenrechte 843 10.591
Abschreibungen von kurzfristigen Vermögenswerten 2.373 2.438
Erfolgswirksam erfasste Finanzierungsaufwendungen 15.104 11.949
Abnahme (+) / Zunahme (-) der Vorräte 4 -752
Zunahme (-) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen -8.908 -10.603
Abnahme (+) / Zunahme (-) der sonstigen Vermögenswerte -7.116 -830
Abnahme (-) / Zunahme (+) der Rückstellungen -347 -69
Abnahme (-) / Zunahme (+) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten 945 -359
Gewinn / Verlust aus Anlagenabgängen -244 390
Abnahme (-) / Zunahme (+) der sonstigen Schulden 6.063 937
Zahlungsmittelzu-/-abfluss aus betrieblicher Tätigkeit 20.913 11.969
Gezahlte/Erhaltene Ertragsteuern -405 500
Nettoveränderung aktive und passive latente Steuern -1.431 763
Nettozahlungsmittelzu-/-abfluss aus betrieblicher Tätigkeit 19.078 13.232
Cashflow aus Investitionstätigkeit    
Erwerb von Tochterunternehmen -28.174 -29.746
Auszahlungen für Sachanlagen -4.200 -8.928
Einzahlungen aus Anlagenabgängen 10.843 2.493
Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte -279 -106
Sonstige Veränderungen des Anlagevermögens -97 -116
Nettozahlungsmittelabfluss aus Investitionstätigkeit -21.907 -36.402
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit    
Gezahlte Dividenden an nicht beherrschende Gesellschafter -180 0
Einzahlungen aus Bankdarlehen 27.300 45.700
Auszahlungen aus der Rückführung von Bankdarlehen -6.000 -4.000
Sonst. Einzahlungen (+) / Auszahlungen (-) aus Bankdarlehen 4.914 -2.072
Auszahlungen für Leasingverbindlichkeiten (IFRS 16) -8.350 -6.027
Zunahme (-) / Abnahme (+) Darlehen an Gesellschafter -935 -935
Gezahlte Zinsen -15.104 -11.949
Nettozahlungsmittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit 1.646 20.717
(Nettoabnahme)/Nettozunahme von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten -1.183 -2.453
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn des Geschäftsjahres 10.173 12.626
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende des Geschäftsjahres 8.990 10.173

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021

1. Allgemeine Angaben

2. Konsolidierungskreis

3. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

4. Schätzungsunsicherheiten und Ermessensentscheidungen

5. Finanzrisikomanagement

6. Sachanlagen

7. Immaterielle Vermögenswerte

8. Vorräte

9. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

10. Forderungen gegen Gesellschafter

11. Barmittel und Bankguthaben

12. Sonstige Vermögenswerte

13. Eigenkapital

14. Kapitalrücklage

15. Dividenden und Ausschüttungen

16. Finanzverbindlichkeiten

17. Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer

18. Sonstige Rückstellungen

19. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

20. Laufende und latente Ertragsteuern

21. Sonstige Schulden

22. Leasingverhältnisse

23. Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Personen

24. Umsatzerlöse

25. Sonstige betriebliche Erträge

26. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer

27. Sonstige Aufwendungen

28. Abschreibungen auf Umlaufvermögen

29. Abschreibungen auf Anlagevermögen

30. Wertminderungen

31. Finanzergebnis

32. Erwerb von Tochterunternehmen

33. Eventualschulden

34. Honorar des Konzernabschlussprüfers

35. Organe der Gesellschaft

36. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

37. Angaben gemäß § 264 Absatz 3 Nummer 4 des deutschen Handelsgesetzbuches

1. Allgemeine Angaben

opseo Holding B.V. (ehemals Deutsche Intensivpflege Holding B.V. - die Umbenennung erfolgte in 2021) (nachfolgend: "die Gesellschaft" oder "der Konzern") ist eine in Amsterdam, Niederlande, ansässige Kapitalgesellschaft niederländischen Rechts. Die Gesellschaft ist im niederländischen Handelsregister ("Handelsregister Kamer van Koophandel") unter der KvK-Nummer 67441637 erfasst. Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in der Isarstraße 4, 65451 Kelsterbach, Deutschland. Die Gesellschaft wurde am 8. Dezember 2016 vor dem Hintergrund des Erwerbs der Deutschen Intensivpflege Holding Gruppe und der angestrebten Akquisition weiterer deutscher Intensivpflegebetriebe gegründet.

Von 2016 bis 2021 wurden insgesamt weitere 35 Konzerngesellschaften erworben. Im Jahr 2021 wurden folgende 12 Gesellschaften erworben:

kidi häusliche Kinderkranken- und Intensivpflege GmbH Villingen-Schwenningen
IPD-MV GmbH Stralsund
Hamacher GmbH Gesundheitsdienste (ehemals Hamacher GmbH Seniorenservice) Köln
Ambulante Krankenpflege Hamacher GmbH Köln
Hamacher GmbH Intensivkrankenpflege NRW Köln
AerCura Lippe GmbH & Co. KG Bielefeld
BKP Service GmbH & Co. KG Bielefeld
AERCURA Verwaltungs GmbH Bielefeld
Balu Kinderintensivpflegedienst GmbH & Co. KG Hamburg
Balu Management-GmbH Hamburg
NEMOPFLEGE GmbH Erfurt
Pflegedienst Nicole Tobias Thüringen GmbH (ehemals NEMOPFLEGE Ambulante Dienste GmbH) Erfurt

Eine ausführliche Beschreibung der Unternehmenserwerbe findet sich in Angabe 32.2. Unternehmenserwerbe in 2021.

Die Vergleichbarkeit Finanz- und Ertragslage mit dem Vorjahr ist aufgrund der in 2021 getätigten Zukäufe nur eingeschränkt möglich.

Das Kerngeschäft des Konzerns ist die außerklinische Intensivpflege und Heimbeatmung sowohl im privaten Umfeld als auch in Wohngemeinschaften. Im Wettbewerb mit Anbietern vergleichbarer Dienstleistungen etabliert sich der Konzern bezogen auf den bereinigten Umsatz (nur nicht-klinische Intensivmedizin) unter den größten deutschen Anbietern. Außerdem ist die Gesellschaft einer der führenden Anbieter in der Kinderintensivpflege im ambulanten und stationären Bereich. Mit dem Erwerb der Hamacher GmbH Gesundheitsdienste in 2021 erweiterte die Gruppe ihr Geschäftsfeldspektrum um den Bereich der Demenzpflege.

Die Abrechnung der Pflegedienstleistungen erfolgt überwiegend direkt an die Krankenkassen.

Alleiniger Gesellschafter der opseo Holding B.V. ist seit 2019 die Ergon Vehicle Opseo S.à r.l., 19-21, route d'Arlon, L-8009 Strassen, Luxemburg.

Der Konzernabschluss der Gesellschaft umfasst den Jahresabschluss der Gesellschaft sowie die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen zum 31. Dezember 2021.

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 wurde am 25. Mai 2021 genehmigt.

2. Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst neben dem Mutterunternehmen die Vermögenswerte und Schulden der folgenden vollkonsolidierten Tochterunternehmen:

Name Sitz Geschäftsanteile und Stimmenrechte 2021
%
Geschäftstätigkeit Eigenkapital
TEUR
Ergebnis des letzten Geschäftsjahres
TEUR
365°Häusliche Kranken- und Fachpflege Marianne Weiß GmbH * Remscheid 100 Operativ 1.847 -
365°Pflegezentrum Marianne Weiß GmbH * Remscheid 100 Operativ 62 -
3Wkonzepter GmbH * Potsdam 100 Operativ 2.413 -
AerCura Lippe GmbH & Co. KG Bielefeld 100 Operativ 1.020 270
AERCURA Verwaltungs GmbH Bielefeld 100 Holding 32 -18
Ambulante Intensivpflege ape GmbH * Sulzbach-Rosenberg 100 Operativ 3.930 -
Atemzeit GmbH * Recklinghausen 100 Operativ 94 -
Atemzeit Intensivpflege Nord GmbH * Hamburg 100 Operativ 1.213 -
Auralis Intensivpflege GmbH * Darmstadt 100 Operativ 540 -
Balu Kinderintensivpflegedienst GmbH & Co. KG Hamburg 100 Operativ 50 789
Balu Management-GmbH Hamburg 100 Holding 26 -
Bärenfamilie Darmstadt GmbH * Darmstadt 100 Operativ 1.494 -
Bärenfamilie GmbH * Kelsterbach 100 Operativ 10 -
BaWiG GmbH * Kelsterbach 100 Operativ 83 -
Binder Intensivpflege GmbH * Neukirchen beim Heiligen Blut 100 Operativ 10.892 -
BKP Service GmbH & Co. KG Bielefeld 100 Operativ 12 57
CARE Mobiler Sozialer Dienst GmbH * Kall 100 Operativ 1.635 -
CP Kinderintensivpflege GmbH * Bayreuth 100 Operativ 223 -
DIH Immobilienverwaltungsgesellschaft mbH * Dresden 100 Holding -29 -
Fero Medik Intensivpflegedienst GmbH * München 100 Operativ 371 -
Hamacher GmbH Gesundheitsdienste (ehemals Hamacher GmbH Seniorenservice) Köln 100 Operativ 31 -68
Helping Hand Bayern GmbH * Mitterfels 100 Operativ 3.677 -
Humanitair GmbH * Wetter 100 Operativ 7.067 -
IPD-MV GmbH Stralsund 100 Operativ 1.531 923
JOBMEDICA GmbH * Dresden 100 Operativ 448 -
kidi häusliche Kinderkranken- und Intensivpflege GmbH Villingen-Schwenningen 100 Operativ 436 402
Kleine Strolche Kinder-Intensivpflegedienst GmbH * Freital 100 Operativ 178 -
Kronenhof Intensivpflege GmbH * Kempten 100 Operativ 230 -
Lebenswert - Ambulantes Intensivpflegeteam Nordbayern GmbH * Mitterteich 100 Operativ 1.288 -
Match-Medics GmbH * Merseburg 100 Operativ 104 -
MOKI Mobile Kinderkrankenpflege GmbH * Affalterbach 100 Operativ 48 -
opseo Servicegesellschaft GmbH * Kelsterbach 100 Operativ 398 -
Pflegedienst Nicole Tobias GmbH * Freital 100 Operativ 613 -
Philos GmbH Darmstadt 55 Operativ 1.538 567
REMEO Deutschland GmbH * Blankenfelde-Mahlow 100 Operativ 3.688 -
Pflegedienst Nicole Tobias Thüringen GmbH (ehemals NEMOPFLEGE Ambulante Dienste GmbH) Erfurt 100 Operativ -105 -110
WICHTELTEAM GmbH * Aschaffenburg 100 Operativ 1.014 -
Zentrum für Beatmung und Intensivpflege - NRW GmbH * Remscheid 100 Operativ 854 -

* Die betreffenden Gesellschaften verfügen über einen Ergebnisabführungsvertrag und weisen deshalb kein Ergebnis aus.

Die kapitalmäßige Beteiligung entspricht den Stimmrechten. Sämtliche Tochterunternehmen sind vollkonsolidiert. Anteile nicht beherrschender Gesellschafter werden im Eigenkapital dargestellt.

Der Bilanzstichtag aller Konzerngesellschaften ist der 31. Dezember. Für Informationen betreffend der in 2021 erworbenen Tochterunternehmen verweisen wir auf Angabe 32.2.

In den Geschäftsjahren 2020 und 2021 wurden Gesellschaften innerhalb des Konzerns verschmolzen. In 2021 wurde die Hamacher GmbH Intensivkrankenpflege NRW von der opseo Holding B.V. an die 365°Pflegezentrum Marianne Weiß GmbH veräußert und anschließend seitwärts auf die 365°Häusliche Kranken- und Fachpflege Marianne Weiß GmbH verschmolzen.

In 2020 ist mit Wirksamwerden der Verschmelzungen GARANT Pflegedienst GmbH und WBV Verwaltungs GmbH das Vermögen der Garant Krankenpflege 24 GmbH & Co. KG im Wege der Gesamtrechtsnachfolge durch Anwachsung auf die Atemzeit Intensivpflege Nord GmbH übergegangen. Durch die Verschmelzung der Helping Hand Verwaltungs GmbH auf die durch formwechselnde Umwandlung entstandene Helping Hand Bayern GmbH (vormals: Helping Hand Bayern GmbH & Co. KG) ist das Vermögen der Helping Hand GmbH & Co. KG im Wege der Gesamtrechtsnachfolge durch Anwachsung auf die Helping Hand Bayern GmbH übergegangen.

Im Folgenden sind die untergehenden und übernehmenden Konzerngesellschaften dargestellt:

Untergehende Konzerngesellschaft Übernehmende Konzerngesellschaft Wirksam zum
Verschmelzungen im Geschäftsjahr 2021
Vita Home GmbH 365° Pflegezentrum Marianne Weiß GmbH 25.06.2021
HIP Heimbeatmung und Intensivpflege GmbH Pflegedienst Nicole Tobias GmbH 15.12.2021
Humanitair-Ruhr GmbH Humanitair GmbH 26.05.2021
Ambulante Krankenpflege Hamacher GmbH Hamacher GmbH Gesundheitsdienste (ehemals Hamacher GmbH Seniorenservice) 04.08.2021
Hamacher GmbH Intensivkrankenpflege NRW 365° Häusliche Kranken- und Fachpflege Marianne Weiß GmbH 21.12.2021
NEMOPFLEGE GmbH Pflegedienst Nicole Tobias Thüringen GmbH (ehemals NEMOPFLEGE Ambulante Dienste GmbH) 20.12.2021
Verschmelzungen im Geschäftsjahr 2020
KiHa GmbH IntegraCura GmbH 14.09.2020
DIH 1. Beteiligungs- und Betriebs GmbH IntegraCura GmbH 26.10.2020
IntegraCura GmbH 365° Häusliche Kranken- und Fachpflege Marianne Weiß GmbH 16.12.2020
Ad Vitam Intensivpflege und Heimbeatmung GmbH CARE Mobiler Sozialer Dienst GmbH 10.09.2020
Ad Vitam Care GmbH CARE Mobiler Sozialer Dienst GmbH 14.12.2020
Bärenfamilie Essen GmbH Bärenfamilie Darmstadt GmbH 20.10.2020
Floreri GmbH Atemzeit Intensivpflege Nord GmbH 23.10.2020
GARANT Pflegedienst GmbH Atemzeit Intensivpflege Nord GmbH 02.12.2020
Garant Krankenpflege 24 GmbH & Co. KG Atemzeit Intensivpflege Nord GmbH 02.12.2020
WBV Verwaltungs GmbH Atemzeit Intensivpflege Nord GmbH 21.10.2020
Helping Hand GmbH & Co. KG Helping Hand Bayern GmbH 24.12.2020
Helping Hand Verwaltungs GmbH Helping Hand Bayern GmbH 24.12.2020

3. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Erstellung des Konzernabschlusses der opseo Holding B.V. zum 31. Dezember 2021 Anwendung gefunden haben, sind nachstehend erläutert.

3.1. Grundlagen der Aufstellung des Konzernabschlusses

Der Konzernabschluss wurde unter Anwendung der International Financial Reporting Standards ("IFRS"), wie sie in der Europäischen Union zum 31. Dezember 2021 anzuwenden sind und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt.

Der Konzernabschluss wurde auf Grundlage der historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten sowie, wenn zutreffend, auf Grundlage von beizulegenden Zeitwerten aufgestellt. Historische Anschaffungs- oder Herstellungskosten basieren im Allgemeinen auf dem beizulegenden Zeitwert der für den Vermögenswert entrichteten Gegenleistung.

Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt werden würde. Dies gilt unabhängig davon, ob der Preis direkt beobachtbar oder unter Anwendung einer Bewertungsmethode geschätzt worden ist.

Bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts eines Vermögenswerts oder einer Schuld berücksichtigt der Konzern bestimmte Merkmale des Vermögenswerts oder der Schuld, wenn Marktteilnehmer diese Merkmale bei der Preisfestlegung für den Erwerb des jeweiligen Vermögenswerts oder die Übertragung der Schuld zum Bewertungsstichtag ebenfalls berücksichtigen würden. Im vorliegenden Konzernabschluss wird der beizulegende Zeitwert für die Bewertung und/oder die Angabepflichten grundsätzlich auf dieser Grundlage ermittelt. Davon ausgenommen sind Bewertungsmaßstäbe, die dem beizulegenden Zeitwert ähneln, ihm aber nicht entsprechen, z. B. der Nutzungswert in IAS 36 Wertminderungen von Vermögenswerten.

Der beizulegende Zeitwert ist nicht immer als Marktpreis verfügbar. Häufig muss er auf Basis verschiedener Bewertungsparameter ermittelt werden. In Abhängigkeit von der Verfügbarkeit beobachtbarer Parameter und der Bedeutung dieser Parameter für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts im Ganzen wird der beizulegende Zeitwert den Stufen 1, 2 oder 3 zugeordnet. Die Unterteilung erfolgt nach folgender Maßgabe:

Eingangsparameter der Stufe 1 sind notierte Preise (unbereinigt) auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden, auf die das Unternehmen am Bewertungsstichtag zugreifen kann;

Eingangsparameter der Stufe 2 sind andere Eingangsparameter als die auf Stufe 1 enthaltenen notierten Preise, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder direkt beobachtbar sind oder indirekt aus anderen Preisen abgeleitet werden können;

Eingangsparameter der Stufe 3 sind für den Vermögenswert oder die Schuld nicht beobachtbare Parameter.

Der Konzernabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Der Konzernabschluss ist in EUR als funktionale Währung der Gesellschaft und ihren Tochterunternehmen dargestellt. Angaben im Konzernabschluss erfolgen in EUR oder TEUR, wobei Rundungsdifferenzen bei der Angabe in TEUR und Prozent entstehen können.

Im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses ausgeübte Ermessensentscheidungen und Schätzungsunsicherheiten werden in Angabe 4 dargestellt.

3.1.1. Änderung der Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden - Geänderte Standards und Interpretationen

a) Neue Standards oder Änderungen, die erstmals 2021 anzuwenden sind

Im August 2020 veröffentlichte das IASB Änderungen an IFRS 9, IAS 39, IFRS 7, IFRS 4 und IFRS 16 Reform der Referenzzinssätze (IBOR) - Phase 2. Die Änderungen befassen sich mit Fragestellungen zur Finanzberichterstattung bei Leasingverträgen, Sicherungsbeziehungen und anderen Finanzinstrumenten infolge der Ablösung bestehender Referenzzinssätze durch alternative risikofreie Referenzzinssätze. Weiterhin wurden Änderungen an IFRS 4 (Verschiebung von IFRS 9) zum Thema Versicherungsverträge veröffentlicht. Die Änderungen sind verpflichtend seit dem 1. Januar 2021 anzuwenden.

Die erstmalige Anwendung der neuen IFRS-Verlautbarungen führte zu keinen wesentlichen Änderungen der Rechnungslegungsmethoden des opseo Konzerns. Die neuen IFRS-Verlautbarungen hatten keinen oder nur einen unwesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des opseo Konzerns zum 31. Dezember 2021.

Neue und geänderte IFRS-Standards oder -Interpretationen, die zwar veröffentlicht, aber noch nicht in Kraft getreten sind, hat der opseo Konzern nicht vorzeitig angewandt.

b) Zukünftige anzuwendende IFRS-Verlautbarungen (durch EU übernommen)

Folgende Standards und Interpretationen sowie Änderungen von Standards und Interpretationen wurden bereits durch die Europäische Union übernommen, sind aber verpflichtend erst für Abschlüsse nach dem 31. Dezember 2021 anzuwenden.

Künftige neue bzw. geänderte Standards und Interpretationen Anwendungspflicht für Geschäftsjahre beginnend am oder nach
Covid-19 bezogene Mieterleichterungen nach dem 30. Juni 2021 (Änderungen an IFRS 16) 1. April 2021
Verweis auf das Rahmenkonzept (Änderungen an IFRS 3) 1. Januar 2022
Sachanlagen, Erträge vor geplanter Nutzung (Änderungen an IAS 16) 1. Januar 2022
Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen. Belastende Verträge - Kosten für die Erfüllung eines Vertrages (Änderungen an IAS 37) 1. Januar 2022
Jährliche Verbesserungen 2018-2020 1. Januar 2022
- § IFRS 1 - Erstanwendung durch ein Tochterunternehmen  
- § IFRS 9 - Gebühren beim 10 %-Barwerttest vor Ausbuchung finanzieller Schulden  
- § IFRS 16 - Erstattung von Mietereinbauten  
- § IAS 41 - Besteuerung bei Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert (Änderungen an IFRS 1, IFRS 9, IFRS 16, IAS 41)  
Änderungen an IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse 1. Januar 2022
IFRS 17 Versicherungsverträgeund Änderungen an IFRS 17 Versicherungsverträge 1. Januar 2023
Angabe von Rechnungslegungsmethoden (Änderungen an IAS 1 und IFRS Practice Statement 2) 1. Januar 2023
Definition von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen (Änderungen an IAS 8) 1. Januar 2023

Neue und geänderte IFRS-Standards oder -Interpretationen, die zwar veröffentlicht, aber noch nicht in Kraft getreten sind, hat der opseo Konzern nicht vorzeitig angewandt. Es wird erwartet, dass diese Verlautbarungen keine wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss in der Berichtsperiode ihrer erstmaligen Anwendung haben werden.

c) Zukünftige anzuwendende IFRS-Verlautbarungen

(bisher noch kein EU-Endorsement erfolgt)

Künftige neue bzw. geänderte Standards und Interpretationen Anwendungspflicht für Geschäftsjahre beginnend am oder nach
Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig (Änderungen an IAS 1) 1. Januar 2023
Latente Steuern in Zusammenhang mit Vermögenswerten und Schulden aus einer einzigen Transaktion (Änderungen an IAS 12) 1. Januar 2023
Erstanwendung von IFRS 17 und IFRS 9 -Vergleichsinformationen (Änderungen an IFRS 17) 1. Januar 2023
Verkauf oder Einlage von Vermögenswerten zwischen einem Anleger und einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen (Änderungen an IFRS 10 und IAS 28) * unbestimmt

Die in der vorstehenden Tabelle genannten IFRS-Verlautbarungen werden nach gegenwärtiger Einschätzung keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.

3.2. Konsolidierungsgrundlagen

3.2.1. Erwerb von Tochterunternehmen und Geschäfts- oder Firmenwert

Der Erwerb von Geschäftsbetrieben wird nach der Erwerbsmethode bilanziert. Die bei einem Unternehmenszusammenschluss übertragene Gegenleistung wird zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Dieser bestimmt sich aus der Summe der zum Erwerbszeitpunkt gültigen beizulegenden Zeitwerte der übertragenen Vermögenswerte, der von den früheren Eigentümern des erworbenen Unternehmens übernommenen Schulden und der vom Konzern emittierten Eigenkapitalinstrumente im Austausch gegen die erworbenen Anteile am Unternehmen. Dabei wurden die zugrundeliegenden Zinssätze (WACC) aus dem Kapitalmarkt hergeleitet. Die sonstigen Inputfaktoren ergaben sich aus der unternehmenseigenen Konzernplanung (Cash Flows). Mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Transaktionskosten werden bei Anfall erfolgswirksam erfasst.

Der Geschäfts- oder Firmenwert ergibt sich als Überschuss der Summe aus der übertragenen Gegenleistung, dem Betrag aller nicht beherrschenden Anteile an dem erworbenen Unternehmen und dem beizulegenden Zeitwert des zuvor vom Erwerber gehaltenen Eigenkapitalanteils an dem erworbenen Unternehmen (sofern gegeben) über den Saldo der zum Erwerbszeitpunkt ermittelten beizulegenden Zeitwerte der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und der übernommenen Schulden. Für den Fall, dass sich - auch nach nochmaliger Beurteilung - ein negativer Unterschiedsbetrag ergibt, wird dieser unmittelbar als Ertrag erfolgswirksam erfasst.

Anteile nicht beherrschender Gesellschafter, die gegenwärtig Eigentumsrechte vermitteln und dem Inhaber im Falle der Liquidation das Recht gewähren, einen proportionalen Anteil am Nettovermögen des Unternehmens zu erhalten, werden bei Zugang entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens bewertet. Dieses Wahlrecht kann bei jedem Unternehmenszusammenschluss neu ausgeübt werden.

Enthält die übertragene Gegenleistung eine bedingte Gegenleistung, wird diese mit dem zum Erwerbszeitpunkt geltenden beizulegenden Zeitwert bewertet. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der bedingten Gegenleistung innerhalb des vorläufigen Bewertungszeitraums werden rückwirkend korrigiert und entsprechend gegen den Geschäfts- oder Firmenwert gebucht, beziehungsweise, im Falle von negativen Unterschiedsbeiträgen, erfolgswirksam aufgelöst. Berichtigungen während des Bewertungszeitraums sind Anpassungen, um zusätzliche Informationen über Fakten und Umstände widerzuspiegeln, die zum Erwerbszeitpunkt bestanden. Der Bewertungszeitraum darf jedoch ein Jahr vom Erwerbszeitpunkt an nicht überschreiten.

Die Bilanzierung von Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der bedingten Gegenleistung, die keine Berichtigung während des Bewertungszeitraums darstellen, erfolgt in Abhängigkeit davon, wie die bedingte Gegenleistung einzustufen ist. Handelt es sich bei der bedingten Gegenleistung um Eigenkapital, erfolgt keine Folgebewertung an nachfolgenden Abschlussstichtagen, ihre Erfüllung wird innerhalb des Eigenkapitals bilanziert. Eine bedingte Gegenleistung, die einen Vermögenswert oder eine Schuld darstellt, wird an nachfolgenden Abschlussstichtagen gemäß IAS 39 oder IAS 37 Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen, sofern anzuwenden, bewertet und ein resultierender Gewinn oder Verlust in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Ist die erstmalige Bilanzierung eines Unternehmenszusammenschlusses am Ende des Geschäftsjahres noch nicht abgeschlossen, gibt die Gesellschaft für die Posten mit derartiger Bilanzierung vorläufige Beträge an. Sofern innerhalb des Bewertungszeitraums neue Informationen bekannt werden, die die Verhältnisse zum Erwerbszeitpunkt erhellen, werden die vorläufig angesetzten Beträge korrigiert bzw. es werden zusätzliche Vermögenswerte oder Schulden angesetzt.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird als Vermögenswert in der Bilanz erfasst. Er unterliegt einem jährlichen Wertminderungstest. Für Zwecke der Wertminderungsprüfung wird der Geschäfts- oder Firmenwert bei Erwerb auf jene zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (oder Gruppen davon) des Konzerns aufgeteilt, von denen erwartet wird, dass sie einen Nutzen aus den Synergien des Zusammenschlusses ziehen können. Wenn der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit kleiner ist als der Buchwert der Einheit, ist der Wertminderungsaufwand zunächst dem Buchwert eines jeglichen der Einheit zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwertes und dann anteilig den anderen Vermögenswerten auf Basis der Buchwerte eines jeden Vermögenswertes im Verhältnis zum Gesamtbuchwert der Vermögenswerte innerhalb der Einheit zuzuordnen. Dabei ist der erzielbare Betrag der höhere Wert aus Nutzungswert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten.

Jeglicher Wertminderungsaufwand des Geschäfts- oder Firmenwertes wird direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Ein für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand darf in künftigen Perioden nicht aufgeholt werden.

Bei der Veräußerung einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit wird der darauf entfallende Betrag des Geschäfts- oder Firmenwerts im Rahmen der Ermittlung des Abgangserfolgs berücksichtigt.

3.2.2. Tochterunternehmen

Tochterunternehmen sind Gesellschaften, die vom Mutterunternehmen beherrscht werden. Die Gesellschaft erlangt die Beherrschung, wenn sie Verfügungsmacht über das Beteiligungsunternehmen ausüben kann, schwankenden Renditen aus ihrer Beteiligung ausgesetzt ist, und die Renditen aufgrund ihrer Verfügungsmacht der Höhe nach beeinflussen kann. Die Gesellschaft nimmt eine Neubeurteilung vor, ob sie ein Beteiligungsunternehmen beherrscht oder nicht, wenn Tatsachen und Umstände darauf hinweisen, dass sich eines oder mehrere der genannten drei Kriterien der Beherrschung verändert haben. Ein Tochterunternehmen wird ab dem Zeitpunkt, zu dem die Gesellschaft die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt, bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung durch die Gesellschaft endet, in den Konzernabschluss einbezogen. Dabei werden die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen entsprechend vom tatsächlichen Erwerbszeitpunkt bzw. bis zum tatsächlichen Abgangszeitpunkt in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und dem sonstigen Konzernergebnis erfasst.

3.2.3. Anteile nicht beherrschender Gesellschafter

Änderungen der Beteiligungsquoten des Konzerns an Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung über dieses Tochterunternehmen führen, werden als Eigenkapitaltransaktion bilanziert. Die Buchwerte der vom Konzern gehaltenen Anteile und der nicht beherrschenden Anteile werden so angepasst, dass sie die Änderungen der an den Tochterunternehmen bestehenden Anteilsquoten widerspiegeln. Jede Differenz zwischen dem Betrag, um den die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter angepasst werden, und dem beizulegenden Zeitwert der gezahlten oder erhaltenen Gegenleistung wird unmittelbar im Eigenkapital erfasst und den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zugeordnet.

Der Gewinn oder Verlust und jeder Bestandteil des sonstigen Ergebnisses sind den Gesellschaftern des Mutterunternehmens und den nicht beherrschenden Gesellschaften zuzuordnen. Dies gilt selbst dann, wenn dies dazu führt, dass die nicht beherrschenden Gesellschafter einen Negativsaldo aufweisen.

3.2.4. Konsolidierungsvorgänge

Alle konzerninternen Vermögenswerte, Schulden, Eigenkapital, Erträge, Aufwendungen und Cashflows im Zusammenhang mit Geschäftsvorfällen zwischen Konzerngesellschaften werden im Rahmen der Konsolidierung vollständig eliminiert.

3.3. Sachanlagen

Grundstücke und Gebäude beinhalten im Wesentlichen Wohngebäude, Mietereinbauten und andere Einbauten.

Grundstücke und Gebäude, die zur Erbringung von Dienstleistungen oder für Verwaltungszwecke gehalten werden, werden zu fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Verluste aus Wertminderungen bewertet. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- und Herstellkosten aktiviert.

Im Bau befindliche Immobilien zur Erbringung von Dienstleistungen oder für Verwaltungszwecke bzw. ohne Zweckbestimmung werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich erfasster Wertminderungen bilanziert. Diese Vermögenswerte werden mit Fertigstellung und Erreichen des betriebsbereiten Zustands in eine sachgerechte Kategorie innerhalb der Sachanlagen eingeordnet. Die Abschreibung dieser Vermögenswerte beginnt auf der gleichen Grundlage wie bei anderen Gebäuden mit dem Erreichen des betriebsbereiten Zustands.

Grundstücke werden nicht abgeschrieben.

Technische Anlagen und Maschinen sowie Büro- und Geschäftsausstattung werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und erfasster Wertminderungen ausgewiesen.

Die Abschreibung erfolgt derart, dass die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Vermögenswerten (mit Ausnahme von Grundstücken oder Anlagen im Bau) abzüglich ihrer Restwerte über deren Nutzungsdauer linear abgeschrieben werden. Die erwarteten Nutzungsdauern, Restwerte und Abschreibungsmethoden werden an jedem Abschlussstichtag überprüft. Sämtliche notwendige Schätzungsänderungen werden prospektiv berücksichtigt.

Die folgenden wirtschaftlichen Nutzungsdauern wurden für die Ermittlung der Abschreibungen der Sachanlagen zugrunde gelegt:

Gebäude zwischen 10 und 50 Jahren
Einbauten zwischen 5 und 20 Jahren
Maschinen, technische Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 20 Jahren
Fahrzeuge zwischen 2 und 6 Jahren

Eine Sachanlage wird bei Abgang oder dann, wenn kein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen aus der fortgesetzten Nutzung des Vermögenswerts erwartet wird, ausgebucht. Der sich aus dem Verkauf oder der Stilllegung einer Sachanlage ergebende Gewinn oder Verlust bestimmt sich als Differenz zwischen dem Veräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswertes und wird erfolgswirksam erfasst.

3.4. Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte umfassen im Wesentlichen erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte, Markenrechte, Pflegeverträge sowie Software und Domainrechte.

Nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene immaterielle Vermögenswerte mit einer bestimmten Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen erfasst. Die Abschreibungen werden linear über die erwartete Nutzungsdauer aufwandswirksam erfasst. Die erwartete Nutzungsdauer sowie die Abschreibungsmethode werden an jedem Abschlussstichtag überprüft und sämtliche Schätzungsänderungen prospektiv berücksichtigt. Folgende Nutzungsdauern wurden für die Berechnung der Abschreibungen zugrunde gelegt:

Software zwischen 3 und 5 Jahre
Domainrechte zwischen 1 und 5 Jahre
Pflegeverträge zwischen 1,2 und 5,1Jahre

Separat erworbene immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen erfasst.

Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer sind neben den Geschäfts- oder Firmenwerten erworbene Markenrechte.

Immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, werden gesondert vom Geschäfts- oder Firmenwert erfasst und zum Erwerbszeitpunkt mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. In den Folgeperioden werden immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, mit ihren Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und etwaiger Wertminderungen bewertet.

Ein immaterieller Vermögenswert mit bestimmter Nutzungsdauer ist bei Abgang oder wenn kein weiterer wirtschaftlicher Nutzen von seiner Nutzung oder seinem Abgang erwartet wird auszubuchen. Der Gewinn oder Verlust aus der Ausbuchung eines immateriellen Vermögenswertes, bewertet mit der Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswertes, wird im Zeitpunkt der Ausbuchung des Vermögenswertes in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der Ausweis erfolgt in den sonstigen Erträgen bzw. den sonstigen Aufwendungen.

Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich zum Abschlussstichtag (bzw. unterjährig falls Anzeichen einer Wertminderung bestehen) auf Wertminderungsbedarf getestet. Der Umfang des Wertminderungsaufwands bestimmt sich nach dem erzielbaren Betrag eines Vermögenswertes.

3.5. Wertminderung von nicht finanziellen Vermögenswerten

Zu jedem Abschlussstichtag überprüft der Konzern den Buchwert seiner nicht finanziellen Vermögenswerte auf etwaigen Wertberichtigungsbedarf. Falls Anhaltspunkte für eine Wertminderung bestehen, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes geschätzt. Kann der erzielbare Betrag für den einzelnen Vermögenswert nicht geschätzt werden, erfolgt die Schätzung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, zu welcher der Vermögenswert gehört. Wenn eine angemessene und stetige Grundlage zur Verteilung ermittelt werden kann, werden die gemeinschaftlichen Vermögenswerte auf die einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten verteilt. Andernfalls erfolgt eine Verteilung auf die kleinste Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, für die eine angemessene und stetige Grundlage der Verteilung ermittelt werden kann.

Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Wenn der geschätzte erzielbare Betrag den Buchwert unterschreitet, wird der Buchwert des Vermögenswertes auf den erzielbaren Betrag vermindert. Der Wertminderungsaufwand wird sofort erfolgswirksam erfasst, es sei denn, der entsprechende Vermögenswert wird mit seinem Neubewertungsbetrag angesetzt. In einem solchen Fall ist der Wertminderungsaufwand als Verminderung der Neubewertungsrücklage zu behandeln.

Sollte sich der Wertminderungsaufwand in der Folge umkehren, wird der Buchwert des Vermögenswertes auf die jüngste Schätzung des erzielbaren Betrages erhöht. Die Erhöhung des Buchwertes ist dabei auf den Wert beschränkt, der sich ergeben hätte, wenn für den Vermögenswert in den Vorjahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Eine Wertaufholung wird unmittelbar erfolgswirksam erfasst. In einem solchen Fall ist die Wertaufholung als Erhöhung der Neubewertungsrücklage zu behandeln.

3.6. Vorräte

Die Vorräte beinhalten medizinische Hilfsmittel, Hygiene- und Desinfektionsmittel, Sanitär- und Verbandsmaterial sowie Corona Schnelltests und Brennstoffe.

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Vorräten werden nach der FIFO-Methode (first-in-first-out) bewertet. Die Herstellungskosten umfassen direkt zurechenbare Einzel- und Gemeinkosten. Der Nettoveräußerungswert stellt den geschätzten Verkaufspreis der Vorräte abzüglich aller geschätzten Aufwendungen dar, die für die Fertigstellung und die Veräußerung noch notwendig sind.

3.7. Finanzinstrumente

3.7.1. Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte

Fremdkapitalinstrumente, die beide folgenden Bedingungen erfüllen, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet:

Der finanzielle Vermögenswert wird im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten, dessen Zielsetzung in der Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme besteht;

Die Vertragsbedingungen des finanziellen Vermögenswerts stellen ausschließlich Zins und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Nominalbetrag dar.

Fremdkapitalinstrumente, die erfolgsneutral oder erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, liegen nicht vor.

Fortgeführte Anschaffungskosten und Effektivzinsmethode

Die Effektivzinsmethode ist eine Methode zur Berechnung der fortgeführten Anschaffungskosten eines Fremdkapitalinstruments und der Zuordnung von Zinserträgen auf die jeweiligen Perioden.

Für finanzielle Vermögenswerte, bei denen bei Ausreichung oder Erwerb kein objektiver Hinweis auf Wertminderung vorlag, ist der Effektivzinssatz derjenige Zinssatz, mit dem die geschätzten künftigen Einzahlungen (einschließlich aller Gebühren, welche Teil des Effektivzinssatzes sind, Transaktionskosten und sonstiger Agien und Disagien) ohne Berücksichtigung der erwarteten Verluste über die erwartete Restlaufzeit des Fremdkapitalinstruments oder, sofern zutreffend eine kürzere Periode, auf den Bruttobuchwert bei erstmaliger Erfassung abgezinst werden. Für finanzielle Vermögenswerte, bei denen bei Ausreichung oder Erwerb bereits ein objektiver Hinweis auf Wertminderung vorlag, wird ein ausfallrisikoadjustierter Effektivzinssatz auf Basis der erwarteten Zahlungsströme unter Beachtung künftig erwarteter Verluste herangezogen.

Die fortgeführten Anschaffungskosten eines finanziellen Vermögenswerts sind der Betrag, mit dem der finanzielle Vermögenswert bei der erstmaligen Erfassung bewertet wird, abzüglich der Tilgungszahlungen, zuzüglich der kumulierten Amortisierungen unter Verwendung der Effektivzinsmethode auf eine Differenz zwischen diesem Zugangsbetrag und dem Fälligkeitsbetrag, bereinigt um eine Wertberichtigung. Der Bruttobuchwert eines finanziellen Vermögenswerts entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten eines finanziellen Vermögenswerts vor Anpassung um eine Wertberichtigung.

Zinserträge werden bei Fremdkapitalinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, auf Basis der Effektivverzinsung erfasst. Für finanzielle Vermögenswerte, bei denen bei Ausreichung oder Erwerb kein objektiver Hinweis auf Wertminderung vorlag, wird der Zinsertrag unter Verwendung des Effektivzinssatzes auf Basis des Bruttobuchwerts erfasst; ausgenommen davon sind finanzielle Vermögenswerte, bei denen nach Zugang ein objektiver Hinweis auf Wertminderung eingetreten ist (siehe unten). Für solche finanziellen Vermögenswerte erfolgt die Erfassung des Zinsertrags unter Verwendung des ursprünglichen Effektivzinssatzes auf Basis des Nettobuchwerts mit Beginn der Berichtsperiode, die auf den Eintritt des objektiven Hinweises auf Wertminderung folgt. Wenn sich in zukünftigen Berichtsperioden das Ausfallrisiko eines solchen finanziellen Vermögenswerts wieder verbessert, sodass kein objektiver Hinweis auf eine Wertminderung mehr vorliegt, erfolgt mit Beginn der darauffolgenden Berichtsperiode die Erfassung des Zinsertrags wieder unter Verwendung des Effektivzinssatzes auf Basis des Bruttobuchwerts.

Für finanzielle Vermögenswerte, bei denen bei Ausreichung oder Erwerb bereits ein objektiver Hinweis auf Wertminderung vorlag, erfolgt die Erfassung des Zinsertrags unter Verwendung eines ausfallrisikoadjustierten Effektivzinssatzes stets auf Basis des Nettobuchwerts. Dieser ausfallrisikoadjustierte Effektivzins ist, unabhängig von einer Verbesserung des Ausfallrisikos des finanziellen Vermögenswerts und damit dem weiteren Vorliegen eines objektiven Hinweises auf Wertminderung, auch in Folgeperioden zur Ermittlung der Zinserträge heranzuziehen.

Die Zinserträge werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst und wurden im Geschäftsjahr mit in den Posten "Finanzierungskosten" ausgewiesen.

3.7.2. Finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten werden erfasst, wenn ein Konzernunternehmen Vertragspartei des die finanzielle Verbindlichkeit begründenden Finanzinstruments wird. Sie werden entweder gemäß der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Finanzielle Verbindlichkeiten, die aus der Übertragung eines finanziellen Vermögenswerts, die aber nicht die Anforderungen für eine Ausbuchung erfüllt, resultieren oder die das anhaltende Engagement erfassen, und vom Konzern gewährte Finanzgarantien werden jedoch entsprechend der nachfolgend dargestellten spezifischen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden abgebildet.

Finanzielle Verbindlichkeiten sind bei Zugang zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Transaktionskosten, die direkt der Emission von finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, zuzurechnen sind, reduzieren den beizulegenden Zeitwert der finanziellen Verbindlichkeiten bei Zugang. Transaktionskosten, die direkt der Emission von finanziellen Verbindlichkeiten zuzurechnen sind, die erfolgswirksam zum bei zulegenden Zeitwert bewertet werden, werden unmittelbar in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

I. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten werden als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten kategorisiert, wenn es sich um eine bedingte Gegenleistung eines Erwerbers bei einem Unternehmenszusammenschluss handelt, sie zu Handelszwecken gehalten werden oder freiwillig als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert wurden. Zu Handelszwecken gehaltene oder freiwillig als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designierte Verbindlichkeiten lagen im Geschäftsjahr nicht vor.

II. Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten, die keine bedingten Gegenleistungen eines Erwerbers bei einem Unternehmenszusammenschluss darstellen, nicht zu Handelszwecken gehalten werden und nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert wurden, werden gemäß der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Die Effektivzinsmethode ist eine Methode zur Berechnung der fortgeführten Anschaffungskosten einer finanziellen Verbindlichkeit und der Zuordnung von Zinsaufwendungen auf die jeweiligen Perioden. Der Effektivzinssatz ist derjenige Zinssatz, mit dem die geschätzten künftigen Auszahlungen - einschließlich sämtlicher Gebühren und gezahlten oder erhaltenen Entgelte, die integraler Bestandteil des Effektivzinssatzes sind, Transaktionskosten und anderen Agien oder Disagien - über die erwartete Laufzeit des Finanzinstruments oder eine kürzere Periode auf den Nettobuchwert aus der erstmaligen Erfassung abgezinst werden.

III. Ausbuchung finanzieller Verbindlichkeiten

Der Konzern bucht eine finanzielle Verbindlichkeit dann aus, wenn die entsprechende Verpflichtung beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen ist. Die Differenz zwischen dem Buchwert der ausgebuchten finanziellen Verbindlichkeit und der erhaltenen oder zu erhaltenden Gegenleistung wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Wenn der Konzern mit dem bestehenden Kreditgeber ein Schuldinstrument in ein anderes mit substanziell unterschiedlichen Bedingungen umtauscht, wird dieser Austausch als Tilgung der ursprünglichen finanziellen Verbindlichkeit und als Erfassung einer neuen finanziellen Verbindlichkeit behandelt. Ebenso bilanziert der Konzern substanzielle Veränderungen der Bedingungen einer bestehenden Verbindlichkeit oder eines Teils davon als Tilgung der ursprünglichen finanziellen Verbindlichkeit und als Erfassung einer neuen Verbindlichkeit. Eine substanzielle Veränderung der Bedingungen liegt annahmegemäß vor, wenn der mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz diskontierte Barwert der Zahlungsströme unter den neuen Bedingungen, einschließlich der Berücksichtigung gezahlter und erhaltener Gebühren, mindestens 10 % vom diskontierten Barwert der verbleibenden Zahlungsströme der ursprünglichen finanziellen Verbindlichkeit abweicht. Wenn die Modifikation nicht zu einer substanziellen Veränderung der finanziellen Verbindlichkeit geführt hat, ist der Unterschied zwischen dem Buchwert, der Verbindlichkeit vor der Modifikation und dem Barwert der Zahlungsströme nach der Modifikation, erfolgswirksam als Gewinn oder Verlust aus Modifizierung in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Posten "Sonstige Erträge" oder "Sonstige Aufwendungen" zu erfassen.

3.7.3. Barmittel und Bankguthaben

Barmittel und Bankguthaben werden zu Anschaffungskosten bewertet. Sie umfassen Barbestände, auf Abruf zur Verfügung stehende Bankguthaben und andere kurzfristige hochliquide finanzielle Vermögenswerte, die im Zeitpunkt der Anschaffung eine Laufzeit von maximal drei Monaten aufweisen.

3.7.4. Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten

Der Konzern erfasst eine Wertberichtigung für die erwarteten Verluste aus Finanzinvestitionen in Fremdkapitalinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, Forderungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsvermögenswerten und Finanzgarantien.

Die Höhe der erwarteten Verluste wird zu jedem Bilanzstichtag aktualisiert, um den Veränderungen des Ausfallrisikos seit der erstmaligen Erfassung des jeweiligen Finanzinstruments Rechnung zu tragen.

Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsvermögenswerten und Forderungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen erfasst der Konzern stets die über die erwartete Restlaufzeit erwarteten Verluste. Diese werden anhand einer Wertberichtigungsmatrix ("provision matrix"), unter Bezugnahme auf den bisherigen Ausfall der Schuldner und einer Analyse der aktuellen Finanzlage der Schuldner, unter Berücksichtigung von schuldnerspezifischen Faktoren, der allgemeinen wirtschaftlichen Bedingungen der Branche, in der die Schuldner tätig sind, und einer Beurteilung sowohl der aktuellen als auch der prognostizierten Entwicklung der Verhältnisse am Bilanzstichtag, gegebenenfalls einschließlich unter Berücksichtigung des Zeitwerts des Geldes, geschätzt.

Für alle anderen Finanzinstrumente erfasst der Konzern den über die Restlaufzeit erwarteten Verlust nur dann, wenn sich das Ausfallrisiko seit der erstmaligen Erfassung signifikant erhöht hat. Hat sich das Ausfallrisiko seit der erstmaligen Erfassung nicht signifikant erhöht, erfasst der Konzern für diese Finanzinstrumente weiterhin den erwarteten 12-Monats-Verlust als Wertberichtigung.

Der über die Restlaufzeit erwartete Verlust stellt den sich aus allen möglichen Ausfallereignissen über die erwartete Laufzeit eines Finanzinstruments ergebenden Verlust dar. Im Gegensatz dazu repräsentiert der erwartete 12-Monats-Verlust den Teil des über die Laufzeit erwarteten Verlusts, der aus möglichen Ausfallereignissen innerhalb der nächsten zwölf Monate nach dem Abschlussstichtag resultiert.

Finanzielle Vermögenswerte, mit Ausnahme der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte, werden zu jedem Abschlussstichtag auf mögliche Wertminderungsindikatoren untersucht. Finanzielle Vermögenswerte werden als wertgemindert betrachtet, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswertes eintraten, ein objektiver Hinweis dafür vorliegt, dass sich die erwarteten künftigen Zahlungsströme der Finanzanlage negativ verändert haben.

Objektive Hinweise für eine Wertminderung können sein:

Erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Emittenten oder der Gegenpartei,

ein Vertragsbruch wie etwa ein Ausfall oder Verzug von Zins- oder Tilgungszahlungen,

eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass der Kreditnehmer in Insolvenz oder ein sonstiges

Sanierungsverfahren geht, oder

das durch finanzielle Schwierigkeiten bedingte Verschwinden eines aktiven Marktes für diesen finanziellen Vermögenswert.

Bei einigen Kategorien von finanziellen Vermögenswerten, z. B. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, für die keine Wertminderung auf Einzelbasis festgestellt wird, erfolgt eine Prüfung auf Wertminderung auf Portfoliobasis. Ein objektiver Hinweis für eine Wertminderung eines Portfolios von Forderungen können Erfahrungen des Konzerns mit Zahlungseingängen in der Vergangenheit, ein Anstieg der Häufigkeit von Zahlungsausfällen innerhalb des Portfolios über die durchschnittliche Kreditdauer sowie beobachtbare Veränderungen des Wirtschaftsumfelds sein, mit denen Ausfälle von Forderungen in Zusammenhang gebracht werden.

Bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten entspricht der Wertminderungsaufwand der Differenz zwischen Buchwert des Vermögenswerts und dem mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswerts ermittelten Barwert der erwarteten künftigen Zahlungsströme.

Bei zu Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten entspricht der Wertminderungsaufwand der Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswerts und dem mit der aktuellen Marktrendite eines vergleichbaren finanziellen Vermögenswerts ermittelten Barwert der erwarteten künftigen Zahlungsströme. Solche Wertminderungen dürfen in Folgeperioden nicht rückgängig gemacht werden.

Eine Wertminderung führt zu einer direkten Minderung des Buchwerts aller betroffenen finanziellen Vermögenswerte, mit Ausnahme von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, deren Buchwert durch ein Wertminderungskonto gemindert wird. Änderungen des Buchwerts des Wertminderungskontos werden erfolgswirksam über die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Verringert sich die Höhe der Wertminderung eines zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerts in einem der folgenden Geschäftsjahre und kann diese Verringerung objektiv auf ein nach der Erfassung der Wertminderung aufgetretenen Ereignis zurückgeführt werden, wird die vormals erfasste Wertminderung über die Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung rückgängig gemacht. Eine Zuschreibung darf dabei jedoch den Betrag nicht übersteigen, der sich bei Fortführung der Anschaffungskosten ohne Wertminderung ergeben hätte.

In Folge der Ausbuchung eines zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerts wird die Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswerts und der Summe der erhaltenen Gegenleistungen und noch ausstehenden Forderungen erfolgswirksam erfasst.

3.8. Rückstellungen

Rückstellungen werden gebildet, wenn der Konzern eine gegenwärtige Verpflichtung (rechtlicher oder faktischer Natur) aus einem vergangenen Ereignis hat und es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung mit dem Abfluss von Ressourcen einhergeht und eine verlässliche Schätzung des Betrages der Rückstellung möglich ist.

Der angesetzte Rückstellungsbetrag ist der beste Schätzwert, der sich am Abschlussstichtag für die hinzugebende Leistung ergibt, um die gegenwärtige Verpflichtung zu erfüllen. Dabei sind der Verpflichtung inhärente Risiken und Unsicherheiten zu berücksichtigen. Wird eine Rückstellung auf Basis der für die Erfüllung der Verpflichtung geschätzten Zahlungsströme bewertet, sind diese Zahlungsströme abzuzinsen, sofern der Zinseffekt wesentlich ist.

Kann davon ausgegangen werden, dass Teile oder der gesamte zur Erfüllung der Rückstellung notwendige wirtschaftliche Nutzen durch einen außenstehenden Dritten erstattet wird, wird dieser Anspruch als Vermögenswert aktiviert, wenn die Erstattung so gut wie sicher ist und ihr Betrag zuverlässig geschätzt werden kann.

Belastende Verträge

Gegenwärtige Verpflichtungen, die im Zusammenhang mit belastenden Verträgen entstehen, werden als Rückstellung erfasst. Das Bestehen eines belastenden Vertrages wird angenommen, wenn der Konzern Vertragspartner eines Vertrags ist, von dem erwartet wird, dass die unvermeidbaren Kosten zur Erfüllung des Vertrages den aus diesem Vertrag erwachsenden wirtschaftlichen Nutzen übersteigen werden.

3.9. Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer

Zahlungen für beitragsorientierte Versorgungspläne werden dann als Aufwand erfasst, wenn die Arbeitnehmer die Arbeitsleistung erbracht haben, die zu den Versorgungsansprüchen berechtigen. Zahlungen an staatlich geführte Altersversorgungspläne werden als Zahlungen an beitragsorientierte Pläne bilanziert, wenn die Verpflichtungen des Konzerns aus den Plänen denen eines beitragsorientierten Altersversorgungsplans entsprechen.

Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen werden die Kosten für die Leistungserbringung mittels des Verfahrens der laufenden Einmalprämien (Projected Unit Credit Method) ermittelt, wobei zu jedem Abschlussstichtag eine versicherungsmathematische Bewertung durchgeführt wird. Neubewertungen, bestehend aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten, Veränderungen, die sich aus der Anwendung der Vermögenswertobergrenze ergeben und dem Ertrag aus dem Planvermögen (ohne Zinsen auf die Nettoschuld) werden unmittelbar im sonstigen Ergebnis erfasst. Die im sonstigen Ergebnis erfassten Neubewertungen sind Teil der Gewinnrücklagen und werden nicht mehr in die Konzern-Gewinn- oder Verlustrechnung umgegliedert. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird als Aufwand erfasst, wenn die Planänderung oder -kürzung eintritt oder, sofern früher, wenn der Konzern die damit verbundenen Restrukturierungskosten oder Abfindungen ansetzt. Gewinne oder Verluste aus der Abgeltung eines leistungsorientierten Plans werden zum Zeitpunkt der Abgeltung erfasst.

Die Nettozinsen ergeben sich aus der Multiplikation des Abzinsungssatzes mit der Nettoschuld (Pensionsverpflichtung abzüglich Planvermögen) oder dem Nettovermögenswert, der sich ergibt, sofern das Planvermögen die Pensionsverpflichtung übersteigt, zu Beginn des Geschäftsjahres.

Die leistungsorientierten Kosten beinhalten die folgenden Bestandteile:

Dienstzeitaufwand (einschließlich laufendem Dienstzeitaufwand, nachzuverrechnendem Dienstzeitaufwand sowie etwaiger Gewinne oder Verluste aus einer Planänderung oder -kürzung)

Nettozinsaufwand oder -ertrag auf die Nettoschuld oder den Nettovermögenswert

Neubewertung der Nettoschuld oder des Nettovermögenswerts

Der Konzern erfasst den Dienstzeitaufwand innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung im Personalaufwand. Der Nettozinsaufwand wird im Posten Finanzierungskosten ausgewiesen.

Die in der Konzernbilanz als Nettoschuld oder Nettovermögenswert erfasste leistungsorientierte Verpflichtung stellt die aktuelle Unter- oder Überdeckung der leistungsorientierten Versorgungspläne des Konzerns dar. Jede Überdeckung, die durch diese Berechnung entsteht, ist auf den Barwert künftigen wirtschaftlichen Nutzens begrenzt, der in Form von Rückerstattungen aus den Plänen oder geminderter künftiger Beitragszahlungen an die Pläne zur Verfügung steht.

Freiwillige Arbeitnehmerbeiträge zu leistungsorientierten Plänen sind als Reduzierung des Dienstzeitaufwands bei Zahlung an den Plan zu erfassen.

Arbeitnehmerbeiträge, die in den leistungsorientierten Plänen festgelegt sind, sind nur dann als Reduzierung des Dienstzeitaufwands zu erfassen, wenn sie an die Arbeitsleistung gekoppelt sind. Sofern die Höhe der Beiträge von der Anzahl der Dienstjahre abhängig ist, müssen die Beiträge den Dienstleistungsperioden nach derselben Methode zugerechnet werden, wie dies gemäß lAS 19.70 in Bezug auf die Bruttoleistung zu erfolgen hat. Ist die Höhe der Beiträge dagegen unabhängig von der Anzahl der Dienstjahre, werden die Beiträge als Reduzierung des Dienstzeitaufwands in der Periode erfasst, in der die entsprechende Leistung erbracht wird.

3.10. Kurzfristige und sonstige langfristige Leistungen an Arbeitnehmer

Für kurzfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer (Löhne, Krankengeld, Boni etc.) ist in der Periode der Leistungserbringung seitens der Arbeitnehmer der nicht abgezinste Betrag der Leistung zu erfassen, der erwartungsgemäß im Austausch für die erbrachte Leistung gezahlt wird.

Die erwarteten Kosten für kurzfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer in Form von vergüteten Abwesenheiten sind im Fall ansammelbarer Ansprüche dann zu erfassen, wenn die Arbeitsleistungen, die die Ansprüche der Arbeitnehmer auf bezahlte künftige Abwesenheit erhöhen, erbracht werden. Im Fall nicht ansammelbarer Ansprüche erfolgt die Erfassung hingegen in dem Zeitpunkt, in dem die Abwesenheit eintritt.

Verbindlichkeiten aus sonstigen langfristigen Leistungen an Arbeitnehmer werden mit dem Barwert der geschätzten zukünftigen Mittelabflüsse bewertet, die der Konzern für die von den Mitarbeitern bis zum Bilanzstichtag erbrachten Leistungen erwartet.

3.11. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wird als Eigenkapital klassifiziert. Dividenden werden in der Periode im Eigenkapital erfasst, in der sie gebilligt werden.

3.12. Leasingverhältnisse

Bei Vertragsbeginn beurteilt der Konzern, ob der Vertrag ein Leasingverhältnis begründet oder beinhaltet. Dies ist der Fall, wenn der Vertrag dazu berechtigt, die Nutzung eines identifizierten Vermögenswertes gegen Zahlung eines Entgeltes für einen bestimmten Zeitraum zu kontrollieren.

Als Leasingnehmer

Am Bereitstellungsdatum oder bei Änderung eines Vertrages, der eine Leasingkomponente enthält, teilt der Konzern das vertraglich vereinbarte Entgelt auf Basis der relativen Einzelveräußerungspreise auf. Nichtleasingkomponenten fließen nicht in die Leasingbetrachtung nach IFRS 16 ein und werden als Aufwand erfasst.

Am Bereitstellungsdatum erfasst der Konzern einen Vermögenswert für das gewährte Nutzungsrecht sowie eine Leasingverbindlichkeit. Das Nutzungsrecht wird erstmalig zu Anschaffungskosten bewertet, die der erstmaligen Bewertung der Leasingverbindlichkeit entsprechen, angepasst um am oder vor dem Bereitstellungsdatum geleistete Zahlungen, zuzüglich etwaiger anfänglicher direkter Kosten sowie der geschätzten Kosten zur Demontage oder Beseitigung des zugrunde liegenden Vermögenswertes oder zur Wiederherstellung des zugrunde liegenden Vermögenswertes bzw. des Standortes, an dem dieser sich befindet, abzüglich etwaiger erhaltener Leasinganreize.

Anschließend wird das Nutzungsrecht vom Bereitstellungsdatum bis zum Ende des Leasingzeitraums linear abgeschrieben, es sei denn, das Eigentum an dem zugrunde liegenden Vermögenswert geht zum Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses auf den Konzern über oder in den Kosten des Nutzungsrechtes ist berücksichtigt, dass der Konzern eine Kaufoption wahrnehmen wird. In diesem Fall wird das Nutzungsrecht über die Nutzungsdauer des zugrunde liegenden Vermögenswertes abgeschrieben, welche nach den Vorschriften für Sachanlagen ermittelt wird. Zusätzlich wird das Nutzungsrecht fortlaufend um Wertminderungen, sofern notwendig, berichtigt und um bestimmte Neubewertungen der Leasingverbindlichkeit angepasst.

Erstmalig wird die Leasingverbindlichkeit zum Barwert der am Bereitstellungsdatum noch nicht geleisteten Leasingzahlungen bewertet, abgezinst mit dem Leasingverhältnis zugrunde liegenden Zinssatz oder, wenn sich dieser nicht ohne Weiteres bestimmen lässt, mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz des Konzerns.

Zur Ermittlung seines Grenzfremdkapitalzinssatzes erlangt der Konzern Zinssätze von verschiedenen externen Finanzquellen und macht bestimmte Anpassungen, um die Leasingbedingungen und die Art des Vermögenswertes zu berücksichtigen. Werden Zinssätze für endfällige Anleihen herangezogen, so werden sie entsprechend der durchschnittlichen Kapitalbindung (Gesamtlaufzeit des Leasingvertrages geteilt durch zwei) gewählt.

Bei der Bewertung der in die Leasingverbindlichkeit einbezogenen Leasingzahlungen wurden, sofern zutreffend,

feste Zahlungen, einschließlich de facto festen Zahlungen

variable Leasingzahlungen, die an einen Index oder (Zins-)Satz gekoppelt sind, erstmalig bewertet anhand des am Bereitstellungsdatum gültigen Indexes bzw. (Zins-)Satzes

Beträge, die aufgrund einer Restwertgarantie voraussichtlich zu zahlen sind, und

den Ausübungspreis einer Kaufoption, wenn der Konzern hinreichend sicher ist, diese auszuüben, Leasingzahlungen für eine Verlängerungsoption, wenn der Konzern hinreichend sicher ist, diese auszuüben, sowie Strafzahlungen für eine vorzeitige Kündigung des Leasingverhältnisses, es sei denn, der Konzern ist hinreichend sicher, nicht vorzeitig zu kündigen

berücksichtigt.

Die Leasingverbindlichkeit wird zum fortgeführten Buchwert unter Nutzung der Effektivzinsmethode bewertet. Sie wird neu bewertet, wenn sich die künftigen Leasingzahlungen aufgrund einer Index- oder (Zins-)Satzänderung verändern, wenn der Konzern seine Schätzung zu den voraussichtlichen Zahlungen im Rahmen einer Restwertgarantie anpasst, wenn der Konzern seine Einschätzung über die Ausübung einer Kauf-, Verlängerungs- oder Kündigungsoption ändert oder sich eine de facto feste Leasingzahlung ändert.

Bei einer solchen Neubewertung der Leasingverbindlichkeit wird eine entsprechende Anpassung des Buchwertes des Nutzungsrechtes vorgenommen bzw. wird diese erfolgswirksam vorgenommen, wenn sich der Buchwert des Nutzungsrechtes auf Null verringert hat.

In der Bilanz weist der Konzern Nutzungsrechte, die nicht die Definition einer als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie erfüllen, in den Sachanlagen und Leasingverbindlichkeiten in den anderen finanziellen Verbindlichkeiten aus.

Kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse, denen Vermögenswerte von geringem Wert zugrunde liegen

Der Konzern hat beschlossen, Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten für Leasingverhältnisse, denen Vermögenswerte von geringem Wert zugrunde liegen (unter 5.000,00 €), sowie für kurzfristige Leasingverhältnisse (innerhalb von 12 Monaten kündbar), nicht anzusetzen. Der Konzern erfasst die mit diesen Leasingverhältnissen in Zusammenhang stehenden Leasingzahlungen über die Laufzeit des Leasingverhältnisses linear als Aufwand.

Der Konzern agiert nicht als Leasinggeber.

3.13. Ertragsrealisierung

Umsatzerlöse werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu erhaltenden Gegenleistung bewertet und um erwartete Kundenrückgaben, Rabatte und andere ähnliche Abzüge gekürzt.

In der Regel beträgt das Zahlungsziel 30 Tage, wobei die erbrachten Dienstleistungen monatsweise bis spätestens zum achten Tag des Folgemonats gegenüber den Krankenkassen zur Abrechnung kommen. Die Ertragsrealisierung erfolgt somit unmittelbar nach Erbringung der Dienstleistung, eine wesentliche Finanzierungskomponente ist aufgrund des Geschäftsmodells nicht in den Verträgen enthalten.

Wie nach IFRS 15 zulässig, werden keine Angaben zu den verbleibenden Leistungsverpflichtungen zum 31. Dezember 2021 oder zum 31. Dezember 2020 gemacht, die eine erwartete ursprüngliche Laufzeit von einem Jahr oder weniger haben.

3.14. Dividenden und Zinserträge

Zinserträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Zinserträge werden nach Maßgabe des ausstehenden Nominalbetrages mittels des maßgeblichen Effektivzinssatzes zeitlich abgegrenzt. Der Effektivzinssatz ist derjenige Zinssatz, mit dem die erwarteten, zukünftigen Einzahlungen über die Laufzeit des finanziellen Vermögenswertes exakt auf den Nettobuchwert dieses Vermögenswertes bei erstmaliger Erfassung abgezinst werden.

3.15. Ertragsteuern

Der Ertragssteueraufwand stellt die Summe des laufenden Steueraufwands und der latenten Steuern dar. Laufende oder latente Steuern werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie stehen im Zusammenhang mit Posten, die entweder im sonstigen Ergebnis oder direkt im Eigenkapital erfasst werden. In diesem Fall wird die laufende und latente Steuer ebenfalls im sonstigen Ergebnis oder direkt im Eigenkapital erfasst. Wenn laufende oder latente Steuern aus der erstmaligen Bilanzierung eines Unternehmenszusammenschlusses resultieren, werden die Steuereffekte bei der Bilanzierung des Unternehmenszusammenschlusses einbezogen.

Die Berechnung der Ertragsteuern der opseo Holding B.V. und ihren Tochterunternehmen basiert auf den gültigen Gesetzen und Verordnungen. Die im Abschluss dargestellten Steuerpositionen unterliegen jedoch möglicherweise einer abweichenden Interpretation durch Steuerpflichtige einerseits und lokale Finanzbehörden andererseits. Eine etwaige abweichende Interpretation kann sich ggf. aus dem Ansatz und der Bewertung von Bilanzpositionen sowie der steuerlichen Würdigung von Aufwendungen und Erträgen ergeben.

Laufende Steuern

Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens für das Jahr ermittelt. Das zu versteuernde Einkommen unterscheidet sich vom Jahresüberschuss aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung aufgrund von Aufwendungen und Erträgen, die in späteren Jahren oder niemals steuerbar bzw. steuerlich abzugsfähig sind. Die Verbindlichkeit des Konzerns für die laufenden Steuern wird auf Grundlage der geltenden bzw. in Kürze geltenden Steuersätze berechnet.

Latente Steuern

Latente Steuern werden für die Unterschiede zwischen den Buchwerten der Vermögenswerte und Schulden im Konzernabschluss und den entsprechenden steuerlichen Wertansätzen im Rahmen der Berechnung des zu versteuernden Einkommens erfasst. Latente Steuerschulden werden im Allgemeinen für alle zu versteuernden temporären Differenzen bilanziert. Latente Steueransprüche werden insoweit erfasst, wie es wahrscheinlich ist, dass steuerbare Gewinne zur Verfügung stehen, für welche die abzugsfähigen temporären Differenzen genutzt werden können. Solche latenten Steueransprüche und latenten Steuerschulden werden nicht angesetzt, wenn sich die temporären Differenzen aus einem Geschäfts- oder Firmenwert oder aus der erstmaligen Erfassung (außer bei Unternehmenszusammenschlüssen) von anderen Vermögenswerten und Schulden ergeben, welche aus Vorfällen resultieren, die weder das zu versteuernde Einkommen noch den Jahresüberschuss berühren.

Für zu versteuernde temporäre Differenzen, die aus Anteilen an Tochterunternehmen entstehen, werden latente Steuerschulden gebildet, es sei denn, dass der Konzern die Umkehrung der temporären Differenzen steuern kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporäre Differenz in absehbarer Zeit nicht umkehren wird.

Latente Steueransprüche, die sich aus temporären Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen ergeben, werden nur in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass ausreichend steuerbares Einkommen zur Verfügung steht, mit dem die Ansprüche aus den temporären Differenzen genutzt werden können. Zudem muss davon ausgegangen werden können, dass sich diese temporären Differenzen in absehbarer Zukunft umkehren werden.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird jedes Jahr am Abschlussstichtag geprüft und im Wert gemindert, falls es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass genügend zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung steht, um den Anspruch vollständig oder teilweise zu realisieren.

Latente Steuerschulden und Steueransprüche werden auf Basis der erwarteten Steuersätze und der Steuergesetze ermittelt, die im Zeitpunkt der Erfüllung der Schuld oder der Realisierung des Vermögenswertes voraussichtlich Geltung haben werden. Die Bewertung von latenten Steueransprüchen und Steuerschulden spiegelt die steuerlichen Konsequenzen wider, die sich aus der Art und Weise ergeben, wie der Konzern zum Abschlussstichtag erwartet, die Schuld zu erfüllen bzw. den Vermögenswert zu realisieren.

4. Schätzungsunsicherheiten und Ermessensentscheidungen

Bei der Anwendung der unter 3. dargestellten Konzernbilanzierungs- und Konzernbewertungsmethoden muss die Geschäftsführung in Bezug auf die Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden, die nicht ohne Weiteres aus anderen Quellen ermittelt werden können, Sachverhalte beurteilen, Schätzungen vornehmen und Annahmen treffen. Die Schätzungen und die ihnen zugrundeliegenden Annahmen resultieren aus Vergangenheitserfahrungen sowie weiteren als relevant erachteten Faktoren. Die tatsächlichen Werte können von den Schätzungen abweichen.

Die den Schätzungen zugrundeliegenden Annahmen unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung. Schätzungsänderungen werden, sofern die Änderung nur eine Periode betrifft, nur in dieser berücksichtigt. Falls die Änderungen die aktuelle sowie die folgenden Berichtsperioden betreffen, werden diese entsprechend in dieser und den folgenden Perioden berücksichtigt.

Nachfolgend sind die bedeutenden Ermessensausübungen aufgezeigt, welche die Geschäftsführung im Rahmen der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Unternehmens vorgenommen hat, sowie die wesentlichen Auswirkungen dieser Ermessensausübungen auf die im Konzernabschluss ausgewiesenen Beträge. Zudem werden die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie die sonstigen wesentlichen Quellen von Schätzungsunsicherheiten zum Ende der Berichtsperiode angegeben, durch die ein beträchtliches Risiko entstehen kann, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden erforderlich wird.

Grundsätzlich ist anzumerken, dass der Konzern aufgrund seiner Kundenstruktur, wesentliche Kunden sind die Krankenkassen und die Pflegeversicherungen, nur in geringem Umfang werden die erbrachten Pflegeleistungen von den Patienten privat bezahlt, wesentlich von den Entwicklungen im Gesundheitswesen abhängig ist. Die Leistungsfähigkeit ist somit vielmehr von politischen Einflüssen, als von wirtschaftlichen Faktoren beeinflusst.

4.1. Kaufpreisallokation

Der Konzern hat alle identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden mit den beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbsstichtag bilanziert. Neben Geschäfts- oder Firmenwerten wurden Patientenpflegeverträge und Markenrechte aktiviert.

Erworbene Patientenpflegeverträge wurden über die erwartete Restlaufzeit auf Basis der historisch ermittelten durchschnittlichen freien Cashflows pro Vertrag bewertet.

Der tatsächlich realisierte freie Cashflow der Patientenpflegeverträge ist abhängig von der Laufzeit der Verträge sowie der Stabilität der vereinbarten Konditionen. Die auf Basis der aktuellen Restlaufzeiten sowie der daraus abgeleiteten freien Cashflows ermittelten Zeitwerte der erworbenen Patientenpflegeverträge spiegelt die bestmögliche Schätzung der Geschäftsführung wider. Die durchschnittlich erwartete Restlaufzeit der erworbenen Patientenpflegeverträge beträgt rund 2,0 bis 2,7 Jahre.

Markenrechte wurden unter Anwendung der Lizenzpreisanalogie auf der Basis von erwarteten zukünftigen freien Cashflows bewertet. Die der Bewertung zugrunde gelegten freien Cashflows als auch die Abzinsungssätze wurden als bestmögliche Schätzung von der Geschäftsführung ermittelt. Die erworbenen Markenrechte werden regelmäßig auf Wertminderungsbedarf getestet. Betreffend die Beschreibung der Vorgehensweise verweisen wir auf Angabe 4.2.

Der zugrunde gelegte Abzinsungssatz beträgt für Erwerbe aus 2020 2,8% für kurzfristige (<3J) und 3,7% für langfristige (>3J) Zahlungsströme und für Erwerbe aus 2021 3,0% für kurzfristige (<3J) und 4,0% für langfristige (>3J) Zahlungsströme.

4.2. Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte

Der Konzern prüft jährlich, ob Indizien für einen Wertminderungsbedarf des Sachanlagevermögens und der immateriellen Vermögenswerte vorliegen. Eine Übersicht der Buchwerte des Konzernsachanlagevermögens und der immateriellen Vermögenswerte des Konzerns sind in Angaben 6 und 7 dargestellt.

Der Wertminderungstest wird grundsätzlich auf Basis der Nutzungswerte durchgeführt. Dabei kommen Erwartungswerte für zukünftige Cashflows sowie angemessene Diskontierungsraten zur Anwendung. Da es sich um Planwerte handelt, können sich im Nachhinein bedeutende Abweichungen von den bestmöglichen Schätzungen der Geschäftsführung ergeben, die zu einer Wertminderung führen können.

Beispielsweise können die zukünftigen Cashflows durch Änderungen des politischen Umfelds, wie gesetzlicher Änderungen, beeinflusst werden, die bei Erstellung der Planwerte nicht vorhersehbar waren.

Die wesentlichen Planannahmen der Geschäftsführung sind nachstehend dargestellt:

Die Planung basiert auf strategischen Business Plänen, der Kenntnis des Pflegemarktes und der Einschätzung der Geschäftsführung bezüglich erreichbarer Wachstumsziele über die nächsten drei bis fünf Jahre.

Die den erwarteten Cashflows zugrunde gelegten Diskontierungsraten basieren auf einem gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensatz (Weighted Average Cost of Capital, WACC), in den ein angemessener Risikoaufschlag für den Pflegemarkt in Deutschland eingepreist ist.

Erwartete Wachstumsraten basieren auf einer konservativen Einschätzung der weiteren Entwicklung und berücksichtigen die angestrebte Erweiterung neuer Wohneinheiten.

4.3. Wertminderung von Krediten und Forderungen

Zu jedem Abschlussstichtag untersucht der Konzern, ob Hinweise für Wertminderungsbedarf der finanziellen Vermögenswerte vorliegen. Als Hinweise des Wertminderungsbedarfs werden Bonitätskriterien, wie die Wahrscheinlichkeit der Zahlungsunfähigkeit oder wesentliche finanzielle Schwierigkeiten des Kunden sowie die Zahlungshistorie, herangezogen.

Liegen Anzeichen für einen Wertminderungsbedarf vor, werden die erwarteten Cashflows ihrer Höhe nach und bezüglich des Zeitpunkts der Zahlung basierend auf historischen Erfahrungswerten und zukunftsbezogenen Informationen abgeschätzt. Die Angabe zum Wertminderungsbedarf der Forderungen ist unter Abschnitt 9 erfolgt.

Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte des Konzerns sind in Angabe 5 dargestellt.

4.4. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten beinhalten bedingte Kaufpreiszahlungen, die auf Basis der beizulegenden Zeitwerte bewertet wurden. Dabei hat die Geschäftsführung auf Basis der aktuellen finanziellen Entwicklung der Tochterunternehmen sowie der von den lokalen Geschäftsführungen vorgelegten Budgets die Wahrscheinlichkeit der vertraglich vereinbarten Zielerreichung abgeschätzt. Da die vereinbarte Zielerreichung von der Entwicklung der Tochterunternehmen abhängig ist, wird sich im Zeitablauf bessere Kenntnis betreffend die Einschätzung des Eintritts der Bedingungen ergeben.

5. Finanzrisikomanagement

Die Geschäftstätigkeit des Konzerns unterliegt den folgenden Finanzrisiken: Marktrisiko (zinsinduzierte Zeitwertrisiken und Preisrisiken), Ausfallrisiko und Liquiditätsrisiko. Diese Risiken werden regelmäßig durch die Geschäftsführung der Gesellschaft analysiert und überwacht.

Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Schulden des Konzerns sind wie folgt:

Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten

31. Dezember 2021
TEUR
31. Dezember 2020
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Angabe 9) 40.265 33.730
Forderungen gegenüber Gesellschaftern 17.153 16.218
Barmittel und Bankguthaben (Angabe 11) 8.990 10.173
Summe 66.407 60.121

Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten

31. Dezember 2021
TEUR
31. Dezember 2020
TEUR
Langfristige Finanzverbindlichkeiten (Angabe 16) 228.684 206.943
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (Angabe 16) 13.463 8.990
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Angabe 19) 3.260 2.315
Langfristige sonstige Schulden (Angabe 21) 551 356
Kurzfristige sonstige Schulden (Angabe 21) 17.423 14.182
Summe 263.380 232.786

Das Management hat die beizulegenden Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und Schulden beurteilt. Mit Ausnahme der nachfolgend dargestellten Schulden, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, entsprechen die beizulegenden Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und Schulden dem Buchwert.

Schulden, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden

31. Dezember 2021
TEUR
31. Dezember 2020
TEUR
Langfristige bed. Kaufpreisverbindlichkeiten (Angabe 21) 10.942 3.430
Kurzfristige bed. Kaufpreisverbindlichkeiten (Angabe 21) 4.534 2.571
Gesamtsumme 15.476 6.001

Schulden, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden betreffen bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten.

Die Bemessung bedingter Kaufpreisverpflichtungen im Zusammenhang mit bereits erworbenen Tochterunternehmen TEUR 15.476 (i. Vj. TEUR 6.001) erfolgt anhand der Schätzung durch das Management der wahrscheinlichen Höhe und des Fälligkeitszeitpunkts der vertraglichen Verpflichtungen, insbesondere anhand der individuellen mittelfristigen Unternehmensplanung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Die sich aus der Schätzung ggf. ergebende Verpflichtung wurde auf den Stichtag mit dem unternehmensindividuellen Zinssatz (3,0%, i. Vj. 3,7%) abgezinst.

5.1. Marktrisiko

Der Konzern ist Zinsrisiken ausgesetzt, da die Konzernunternehmen Finanzmittel zu festen und variablen Zinssätzen aufnehmen.

Zum 31. Dezember 2021 hat der Konzern Finanzverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 242.147 (i. Vj. TEUR 215.933) passiviert. Diese entfallen im Wesentlichen auf einen in 2019 abgeschlossenen Kreditvertrag ("Senior Facilities Agreement") mit passivierten Finanzverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 228.109 zzgl. TEUR 1.627 zum 31. Dezember 2021 aufgelaufener Zinsen. Die Zinsen in diesem Kreditvertrag sind variabel vereinbart und bemessen sich auf Basis des Euribor. Auf der Grundlage der aktuellen Zinssätze beträgt der Darlehenszins je nach Tranche zwischen 2,75 % und 5,7% per annum. Der Kreditvertrag sieht eine Restlaufzeit von fünf Jahren bis zur Rückzahlung der Darlehen vor, Tilgungen während der Laufzeit sind nicht vorgesehen. Für weitere Informationen verweisen wir auf Angabe 5.4 'Kapitalrisikomanagement' sowie auf Angabe 16 'Finanzverbindlichkeiten'.

Sensitivitätsanalyse:

Aufgrund der aktuell geltenden negativen Zinsphase wird der Euribor mit 0% im Falle eines negativen Euribor festgelegt. Da der Euribor aktuell weiterhin negativ ist, bestand zum 31. Dezember 2021 kein Zinsänderungsrisiko.

Würde zum 31. Dezember 2021, unter der Annahme, dass alle weiteren Variablen konstant blieben, der Euribor 1% betragen, würde sich aufgrund von steigenden Zinsaufwendungen das Periodenergebnis und das Eigenkapital um TEUR 2.300 reduzieren. Aufgrund der in dem Kreditvertrag vereinbarten Festschreibung der Untergrenze für den Euribor von 0% kann sich bei einem Rückgang des Euribor keine positive Auswirkung auf das Periodenergebnis ergeben.

5.2. Ausfallrisiko

Unter dem Ausfallrisiko versteht man das Risiko eines Verlustes für den Konzern, wenn eine Vertragspartei ihren vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt.

Der Konzern bucht einen finanziellen Vermögenswert nur dann aus, wenn die vertraglichen Rechte auf die Zahlungsströme aus dem Vermögenswert auslaufen oder wenn er den finanziellen Vermögenswert und im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum des Vermögenswerts verbunden sind, auf ein anderes Unternehmen überträgt. Wenn der Konzern weder alle wesentlichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, überträgt noch zurückbehält und weiterhin die Kontrolle über den übertragenen Vermögenswert behält, erfasst der Konzern sein anhaltendes Engagement am Vermögenswert und eine damit verbundene Verbindlichkeit für Beträge, die er potentiell zahlen muss. Wenn der Konzern im Wesentlichen alle mit dem Eigentum an einem übertragenen finanziellen Vermögenswert verbundenen Risiken und Chancen behält, erfasst der Konzern weiterhin den finanziellen Vermögenswert und bilanziert eine besicherte Kreditaufnahme für die erhaltenen Erlöse.

In Folge der Ausbuchung eines zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerts wird die Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswerts und der Summe der erhaltenen Gegenleistungen und noch ausstehenden Forderungen erfolgswirksam erfasst.

Das maximale Ausfallrisiko zum Bilanzstichtag stellt sich als Summe der Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte dar.

Die Kunden des Konzerns sind überwiegend institutionelle Kunden, wie Kranken- und Pflegeversicherungsträger. Die Kreditwürdigkeit dieser Kunden ist sehr hoch. Zudem werden alle Konditionen vorab vereinbart. Demzufolge schätzt die Geschäftsführung das Ausfallrisiko als gering ein, und es erfolgen vor Vertragsabschluss keine routinemäßigen Abfragen der Kreditwürdigkeit von Kunden.

Wir verweisen auf Angabe 9 für weitergehende Informationen bezüglich des Ausfallrisikos von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Das Ausfallrisiko aus liquiden Mitteln ist gering, da die Vertragsparteien Banken mit ausgezeichneten Kreditratings von internationalen Kreditratingagenturen sind.

5.3. Liquiditätsrisikomanagement

Die Geschäftsführung muss im Rahmen des Liquiditätsmanagements sicherstellen, dass der Konzern durch ausreichende liquide Mittel und/oder kurzfristige Kreditrahmen jederzeit seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann.

Aufgrund der monatlichen Abrechnung der Pflegeleistungen benötigt der Konzern für die laufende Geschäftstätigkeit keine zusätzliche Finanzierung. Auf Basis des monatlichen Reportings sowie der laufenden Forecasts beurteilt die Geschäftsführung die finanzielle Situation des Konzerns und stellt somit sicher, dass ausreichend liquide Mittel zur Erfüllung der laufenden Verpflichtungen vorhanden sind.

Vertragliche Fälligkeiten der zu Anschaffungskosten bewerteten Finanzschulden

31. Dezember 2021 Unter 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
Über 5 Jahre
TEUR
Summe der vertraglichen Zahlungsabflüsse
TEUR
Summe der Buchwerte
TEUR
Finanzverbindlichkeiten 13.463 228.635 49 242.147 242.147
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.260 - - 3.260 3.260
Sonstige Schulden 17.423 301 250 17.973 17.973
Summe 34.146 228.936 299 263.380 263.380
31. Dezember 2020 Unter 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
Über 5 Jahre
TEUR
Summe der vertraglichen Zahlungsabflüsse
TEUR
Summe der Buchwerte
TEUR
Finanzverbindlichkeiten 8.990 206.882 60 215.933 215.933
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.315 - - 2.315 2.315
Sonstige Schulden 14.182 216 140 14.538 14.538
Summe 25.487 207.099 200 232.786 232.786

Vertragliche Fälligkeiten der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzschulden

31. Dezember 2021 Unter 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
Über 5 Jahre
TEUR
Summe der vertraglichen Zahlungsabflüsse
TEUR
Summe der Buchwerte
TEUR
Sonstige Schulden (bedingte Kaufpreiszahlungen) 4.793 11.783 - 16.576 015.476

Der Unterschied zwischen der Summe der Buchwerte und der Summe der vertraglichen Zahlungsabflüsse in Höhe von TEUR 1.100 ergibt sich aus der Abzinsung.

Im Geschäftsjahr 2021 wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung folgende Erträge und Aufwendungen im Zusammenhang mit der Bewertung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzverbindlichkeiten erfasst:

Erträge aus der Auflösung von Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Anpassung der Bewertungseinschätzung der bedingten Kaufpreise bzw. dem Wegfall der zugrundeliegenden Sachverhalte in Höhe von TEUR 0,4 (i. Vj. TEUR 458)

Aufwendungen aus der Zuführung von Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Anpassung der Bewertungseinschätzung der bedingten Kaufpreise bzw. mit der Änderung der vereinbarten Parameter für bedingte Kaufpreiszahlungen in Höhe von TEUR 694 (i. Vj. TEUR 125)

Aufwendungen aus der Aufzinsung der Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisen in Höhe von TEUR 343 (i. Vj. TEUR 0)

Aufwendungen aus der Aufzinsung der Verbindlichkeiten aus Mietverträgen nach IFRS 16 in Höhe von TEUR 1.647 (i. Vj. TEUR 1.120)

31. Dezember 2020 Unter 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
Über 5 Jahre
TEUR
Summe der vertraglichen Zahlungsabflüsse
TEUR
Summe der Buchwerte
TEUR
Sonstige Schulden 2.571 3.931 - 6.502 6.001

Der Unterschied zwischen der Summe der Buchwerte und der Summe der vertraglichen Zahlungsabflüsse in Höhe von TEUR 501 ergibt sich aus der Abzinsung.

5.4. Kapitalrisikomanagement

Der Konzern steuert sein Kapital mit dem Ziel, sicherzustellen, dass alle Konzernunternehmen unter der Unternehmensfortführungsprämisse operieren können, und zugleich die Verpflichtungen aus den Darlehensverträgen erfüllen können, sowie durch Optimierung der Verhältnisse von Eigen- zu Fremdkapital die Kapitalkosten zu reduzieren. Bankdarlehen wurden zur Finanzierung der Unternehmenserwerbe aufgenommen, wogegen für die laufende Geschäftstätigkeit keine externen liquiden Mittel erforderlich sind.

Die von der Geschäftsführung gesteuerte Kapitalstruktur umfasst die Bankguthaben sowie die Finanzverbindlichkeiten, die die Bankdarlehen widerspiegeln.

Der Konzern unterliegt der Einhaltung der Finanzkennzahlen Pro-Forma-EBITDA und Nettoverschuldungsgrad.

Die Geschäftsführung analysiert monatlich die Profitabilität des Konzerns auf der Grundlage der Monatsberichte der Tochterunternehmen. Jede Abweichung zum Business Plan wird untersucht und Gegenmaßnahmen ergriffen, da die vereinbarten Konditionen im Darlehensvertrag mit den Banken ("Facilities Agreement") auf Basis des Business Plans verhandelt wurden. Die Geschäftsführung erachtet das Kapitalrisiko als gering, da das Business Modell sehr stabil und vorhersehbar ist. Zudem sind nur geringe Investitionen erforderlich.

6. Sachanlagen

TEUR Nutzungsrechte (IFRS 16) Grundstücke und Gebäude Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Summe
Anschaffungskosten          
31. Dezember 2020 85.636 17.586 19.418 6.710 129.350
Zugänge 15.216 354 1.405 2.441 19.417
Zugänge zum Konsolidierungskreis 6.117 557 1.682 6 8.362
Abgänge (-) -993 -7.527 -480 -5.094 -14.095
Umgliederungen 0 437 292 -1.051 -322
31. Dezember 2021 105.976 11.406 22.317 3.011 142.711
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen (-)          
31. Dezember 2020 -11.459 -5.569 -11.546 0 -28.574
Abschreibungen des Geschäftsjahres -9.534 -776 -2.395 -1.035 -13.740
Zugänge zum Konsolidierungskreis 0 -190 -1.190 0 -1.379
Abgänge (-) 0 2.302 334 0 2.636
Umgliederungen 0 -194 194 0 0
31. Dezember 2021 -20.992 -4.427 -14.602 -1.035 -41.057
Buchwerte          
31. Dezember 2020 74.177 12.017 7.873 6.710 100.776
31. Dezember 2021 84.984 6.980 7.715 1.976 101.656

Entwicklung im Vorjahr:

TEUR Nutzungsrechte (IFRS 16) Grundstücke und Gebäude Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Summe
Anschaffungskosten          
31. Dezember 2019 50.202 13.465 16.068 6.597 86.332
Zugänge 28.060 369 1.849 6.710 36.988
Zugänge zum Konsolidierungskreis 13.964 - 2.496 35 16.495
Abgänge (-) -6.590 -2.418 -1.446 -16 -10.470
Umgliederungen - 6.170 452 -6.616 6
31. Dezember 2020 85.636 17.586 19.418 6.710 129.350
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen (-)          
31. Dezember 2019 -5.197 -4.875 -9.284 - -19.356
Abschreibungen des Geschäftsjahres -6.952 -720 -2.316 - -9.989
Zugänge zum Konsolidierungskreis - - -916 - -916
Abgänge (-) 690 26 970 - 1.687
Umgliederungen - - - - -
31. Dezember 2020 -11.459 -5.569 -11.546 - -28.574
Buchwerte          
31. Dezember 2019 45.005 8.590 6.784 6.597 66.976
31. Dezember 2020 74.177 12.017 7.873 6.710 100.776

7. Immaterielle Vermögenswerte

Pflegeverträge, Markenrechte und Geschäfts- oder Firmenwerte mit unbestimmter Nutzungsdauer wurden im Rahmen der Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen aktiviert.

7.1. Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer

TEUR Computersoftware Patente, Lizenzen und Konzessionen Pflege-Verträge und andere immaterielle Vermögenswerte Marken * Summe
Anschaffungskosten          
31. Dezember 2020 8 2.453 20.765 1.393 24.619
Zugänge 0 274 5 0 279
Zugänge durch Unternehmenszusammenschlüsse 0 173 3.690 0 3.863
Abgänge (-) -4 0 0 0 -4
Umgliederungen 0 11 438 0 450
31. Dezember 2021 4 2.911 24.899 1.393 29.206
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen (-)          
31. Dezember 2020 -7 -1.871 -18.190 -1.393 -21.461
Abschreibungen des Geschäftsjahres 0 -136 -2.390 0 -2.526
Zugänge durch Unternehmenszusammenschlüsse 0 -103 0 0 -103
Abgänge (-) 3 -1 -400 0 -399
Umbuchungen 0 0 0 0 0
31. Dezember 2021 -4 -2.112 -20.981 -1.393 -24.489
Buchwerte          
31. Dezember 2020 1 582 2.575 0 3.158
31. Dezember 2021 0 799 3.918 0 4.717

*Die Klasse Marken mit bestimmter Nutzungsdauer ergibt sich aufgrund einer Umgliederung/Designation der Marke Anima in 2018, die aufgrund der Nichtnutzung mit einer Lebensdauer von 2 Jahren versehen wurde und infolgedessen hälftig in 2018 sowie 2019 abgeschrieben wurde.

Die Nutzungsdauer der im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen aktivierten Pflegeverträge wurde auf Basis der bisherigen Erfahrungen über die durchschnittliche Laufzeit solcher Verträge und der bisherigen Laufzeit der erworbenen Verträge geschätzt.

Entwicklung im Vorjahr:

TEUR Computersoftware Patente, Lizenzen und Konzessionen Pflege-Verträge und andere immaterielle Vermögenswerte Marken * Summe
Anschaffungskosten          
31. Dezember 2019 37 2.253 17.726 1.393 21.408
Zugänge - 106 - - 106
Zugänge durch Unternehmenszusammenschlüsse - 46 3.084 - 3.129
Abgänge (-) - -17 -2 - -19
Umgliederungen -29 66 -43 - -6
31. Dezember 2020 8 2.453 20.765 1.393 24.619
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen (-)          
31. Dezember 2019 -36 -1.694 -16.168 -1.393 -19.290
Abschreibungen des Geschäftsjahres -0 -117 -1.352 - -1.468
Zugänge durch Unternehmenszusammenschlüsse - -12 -706 - -719
Abgänge (-) - 15 1 - 17
Umbuchungen 29 -64 34 - -
31. Dezember 2020 -7 -1.871 -18.190 -1.393 -21.461
Buchwerte          
31. Dezember 2019 1 559 1.558 - 2.118
31. Dezember 2020 1 582 2.575 - 3.158

* Die Klasse Marken mit bestimmter Nutzungsdauer ergibt sich aufgrund einer Umgliederung/Designation der Marke Anima in 2018, die aufgrund der Nichtnutzung mit einer Lebensdauer von 2 Jahren versehen wurde und infolgedessen hälftig in 2018 sowie 2019 abgeschrieben wurde.

7.2. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer

TEUR Marken
Anschaffungs- und Herstellungskosten  
31. Dezember 2020 60.711
Zugänge durch Unternehmenszusammenschlüsse 1.572
31. Dezember 2021 62.284
Kumulierte Wertminderungen (-)  
Wertminderung 2020 -15.951
31. Dezember 2020 -15.951
Wertminderung 2021 -843
31. Dezember 2021 -16.794
Buchwerte  
31. Dezember 2020 44.761
31. Dezember 2021 45.490

Die Nutzungsdauer der Marken wurde als unbestimmt angenommen, da ein Ende der Nutzungsdauer nicht bestimmt werden konnte und insgesamt davon ausgegangen wird, dass die erworbenen Markenrechte weiterhin erhalten und genutzt und nicht durch eine andere Marke ersetzt werden. In 2021 wurde eine Marke, die in Zukunft nicht weiter verwendet wird in Höhe ihres gesamten Nettobuchwerts (TEUR 843) abgeschrieben (s. Angabe 30). Im Vorjahr wurden drei Marken in Höhe ihrer gesamten Nettobuchwerte (TEUR 10.591) abgeschrieben.

Entwicklung im Vorjahr:

TEUR Marken
Anschaffungs- und Herstellungskosten  
31. Dezember 2019 59.113
Zugänge durch Unternehmenszusammenschlüsse 1.598
31. Dezember 2020 60.711
Kumulierte Wertminderungen (-)  
31. Dezember 2019 -5.359
Wertminderung 2020 -10.591
31. Dezember 2020 -15.951
Buchwerte  
31. Dezember 2019 53.754
31. Dezember 2020 44.761

In den sonstigen immateriellen Vermögenswerten werden ebenfalls Genossenschaftsanteile an der Volksbank Berlin in Höhe von TEUR 10 (i. Vj. TEUR 10) ausgewiesen. Aufgrund des geringen Betrages wurde auf eine Umgliederung in Finanzanlagen verzichtet.

7.3. Geschäfts- oder Firmenwert

TEUR Geschäfts- oder Firmenwert
Anschaffungs- und Herstellungskosten  
31. Dezember 2020 148.665
Zugänge durch Unternehmenszusammenschlüsse * 29.053
31. Dezember 2021 177.718
Kumulierte Wertminderungen (-)  
Zuführung 2020 -
31. Dezember 2020 -1.250
Zuführung 2021 -
31. Dezember 2021 -1.250
Buchwerte  
31. Dezember 2020 147.415
31. Dezember 2021 176.468

* Davon entfallen TEUR 1.363 auf Anpassungen von PPAs gem. IFRS 3.62b für Erwerbe aus 2020

Entwicklung im Vorjahr:

TEUR Geschäfts- oder Firmenwert
Anschaffungs- und Herstellungskosten  
31. Dezember 2019 125.215
Zugänge durch Unternehmenszusammenschlüsse 23.449
31. Dezember 2020 148.665
Kumulierte Wertminderungen (-)  
31. Dezember 2019 -1.250
Zuführung 2020 -
31. Dezember 2020 -1.250
Buchwerte  
31. Dezember 2019 123.965
31. Dezember 2020 147.414

8. Vorräte

Die Vorräte beinhalten medizinische Hilfsmittel, Hygiene- und Desinfektionsmittel, Sanitär- und Verbandsmaterial sowie Corona-Schnelltest und Brennstoffe. Die Vorräte sind im Wesentlichen auf Vorjahresniveau geblieben.

9. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

31. Dezember 2021
TEUR
31. Dezember 2020
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 42.152 34.797
Wertberichtigung -1.887 -1.067
Summe 40.265 33.730

Bei den Konzerngesellschaften wurden Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 1.887 (i. Vj. TEUR 1.067) für Einzelwertberichtigungen erfasst. Die Zuführung zur Wertberichtigung betrug insgesamt TEUR 1.112 (i. Vj. TEUR 675).

Die Altersstruktur der Forderungen ist wie folgt:

31. Dezember 2021
TEUR
31. Dezember 2020
TEUR
Weder fällig noch wertberichtigt 26.261 23.448
Bis zu 1 Monat überfällig 3.985 4.808
Zwischen 1 und 3 Monaten überfällig 5.244 1.834
Mehr als 3 Monate überfällig 4.775 3.640
Summe 40.265 33.730

Die Altersstruktur der Forderungen zeigt Nettobuchwerte nach Wertberichtigung. Die Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 1.887 (i. Vj. TEUR 1.067) wurden auf die Forderungsklasse "Mehr als 3 Monate überfällig" gebildet.

Das generelle Ausfallrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen kann durch historische Informationen der Zahlungsmoral der Vertragsparteien und deren Seriosität beurteilt werden. Die wesentlichen Kunden des Konzerns sind Kranken- und Pflegeversicherungsträger, deren Ausfallrisiko als gering erachtet wird.

Wir verweisen auf Angabe 5.2 Ausfallrisiko betreffend weitergehender Informationen.

10. Forderungen gegen Gesellschafter

Forderungen gegen Gesellschafter beinhalten ein in 2019 an die Gesellschafter ausgegebenes verzinsliches Darlehen (Zinssatz i.H.v. 6,15%). Zum Bilanzstichtag beträgt die Restlaufzeit des Darlehens weniger als 12 Monate.

11. Barmittel und Bankguthaben

31. Dezember 2021
TEUR
31. Dezember 2020
TEUR
Barmittel 25 18
Bankguthaben 8.965 10.155
Summe 8.990 10.173

12. Sonstige Vermögenswerte

31. Dezember 2021
TEUR
31. Dezember 2020
TEUR
Forderungen Corona-Rettungsschirm 6.179 2.792
Rechnungsabgrenzungsposten 2.694 911
Ertragsteuern 443 611
Umsatz- und andere Steueransprüche 285 625
Andere kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 7.548 5.096
Summe 17.150 10.034

13. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt per 31. Dezember 2021 EUR 888.021 (i. Vj. 888.021) und ist in 888.021 Anteile zu EUR 1,00 eingeteilt. Alle Anteile werden von der Muttergesellschaft Ergon Vehicle Opseo S.à r.l., Luxemburg, gehalten. Im Geschäftsjahr erfolgten keine Erhöhungen des gezeichneten Kapitals.

14. Kapitalrücklage

Am 31. Dezember 2021 beträgt die Kapitalrücklage EUR 87.791.358. Diese resultiert aus Leistungen der Anteilseigner insbesondere zur Finanzierung der in 2016 erfolgten Unternehmenszusammenschlüsse mit der Deutschen Intensivpflege Holding GmbH Gruppe sowie mit der Kronenhof Intensivpflege GmbH und weiterer Unternehmenszusammenschlüsse in 2017. Im Jahr 2018 und 2019 wurden weitere Unternehmenszukäufe getätigt. In 2018 sind dazu im Zuge von Erhöhungen des gezeichneten Kapitals EUR 2.795.400 in die Kapitalrücklage geleistet worden, in 2019, 2020 und 2021 erfolgten keine Erhöhungen.

15. Dividenden und Ausschüttungen

Im Geschäftsjahr 2021 sind keine Dividenden oder andere Ausschüttungen an die Anteilseigner des Mutterunternehmens gezahlt worden. An Konzernfremde Anteilseigner ist eine Ausschüttung aus dem Bilanzgewinn i.H.v. TEUR 180 gezahlt worden (i. Vj. TEUR 0).

16. Finanzverbindlichkeiten

31. Dezember 2021
TEUR
31. Dezember 2020
TEUR
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 228.684 206.943
Kurzfristiger Anteil der Finanzverbindlichkeiten 13.463 8.990
Summe 242.147 215.933

Auf Basis des am 15. November 2019 abgeschlossenen Kreditvertrags ("Senior Facility Agreement") mit einer Laufzeit von 6 Jahren, stehen dem Konzern folgende Kreditlinien zur Verfügung:

Laufzeitdarlehen mit einer Linie in Höhe von EUR 170 Mio.

Akquisitions- und Investitionsdarlehen mit einer Linie in Höhe von EUR 100 Mio.

Betriebsmittellinie in Höhe von EUR 10 Mio.

Zum 31. Dezember 2021 sind die Laufzeitdarlehen in Höhe von EUR 170,0 Mio. (i. Vj. EUR 170,0 Mio.) vollständig ausgeschöpft. Die Akquisitions- und Investitionslinien sind zum 31. Dezember 2021 in Höhe von EUR 63,0 Mio. (i. Vj. EUR 35,7 Mio.), sowie die Betriebsmittellinie in Höhe von EUR 1,3 Mio. (i. Vj. EUR 6,0 Mio.) in Anspruch genommen worden.

Die passivierten Finanzverbindlichkeiten aus dem neuen Kreditvertrag betragen zum 31. Dezember 2021 TEUR 229.380 (i. Vj. TEUR 206.411). Dieser Betrag setzt sich zusammen aus dem Nominalbetrag des Laufzeitdarlehens und der in Anspruch genommenen Linien abzüglich der Darlehensgebühren in Höhe von TEUR 4.891 (i. Vj. TEUR 5.289), welche über die Laufzeit des Vertrags nach der Effektivzinsmethode verteilt werden.

In 2021 wurden vereinbarungsgemäß Darlehensgebühren auf noch nicht in Anspruch genommene Akquisitions- und Investitionslinien bezahlt. Somit belaufen sich die bezahlten Darlehensgebühren auf TEUR 8.150 (i. Vj. TEUR 6.382). Darlehensgebühren i.H.v. TEUR 1.017 (i. Vj. TEUR 0) betreffen zum 31.12.2021 noch nicht in Anspruch genommene Linien und werden in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.

Die den einzelnen Kreditlinien zugrundeliegenden jährlichen Zinssätze im Rahmen des Kreditvertrags variieren zum 31. Dezember 2021 zwischen 2,75% und 5,7%. Die in den Finanzverbindlichkeiten passivierten ausstehenden Zinsen betragen für den neuen Kreditvertrag TEUR 1.627 zum 31. Dezember 2021 (i. Vj. TEUR 1.363).

Als Finanzverbindlichkeiten sind außerdem weitere gewährte Darlehen in Höhe von TEUR 11.140 (i. Vj. TEUR 8.159) ausgewiesen, von denen TEUR 10.564 (i. Vj. TEUR 7.627) innerhalb eines Jahres fällig sind.

Wesentliche Vermögenswerte des Konzerns wurden als Sicherheiten an die Kreditgeber im Rahmen des Kreditvertrags vom 15. November 2019 ("Senior Facility Agreement") gegeben. Angesichts dessen dass es sich bei den gegebenen Sicherheiten um die Verpfändung aller Gesellschaftsanteile und Bankkonten handelt, wurden für die Sicherheiten keine spezifischen Beträge vereinbart. Zudem bestehen Beschränkungen hinsichtlich Ausschüttungen an Gesellschafter sowie der Verfügungsmöglichkeit über die Vermögenswerte.

Der Konzern muss entsprechend des Kreditvertrages regelmäßig über das finanzielle Ergebnis des Konzerns berichten. Dem zwischen den Kreditgebern und der Deutschen Intensivpflege Holding B.V. geschlossenen Kreditvertrag müssen die wesentlichen Tochterunternehmen, die 80% des EBITDA und des Nettovermögens darstellen, als Garantiegeber beitreten.

17. Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer

Der Konzern unterhält leistungsorientierte Pläne für anspruchsberechtigte Arbeitnehmer der REMEO Deutschland GmbH. Zur Erfüllung der Pensionsverpflichtungen wurden die Mittel im Geschäftsjahr 2019, welche vorher in verschiedenen Fonds angelegt und vom Linde Vorsorge Aktiv Fonds. e.V., treuhänderisch verwaltet wurde, auf Treuhandkonten bei der DAB BNP Paribas transferiert. Das Vermögen ist seit Januar 2020 wie folgt angelegt und von der Gesellschaft rechtlich getrennt:

MSCI World Swap UCITS ETF 1C

ISIN: LU0274208692 | WKN: DBX1MW

Die Mittel sind den übrigen Gläubigern somit entzogen.

Insgesamt sind zwei Pläne zu unterscheiden. Zum einen gibt es einen Pensionsplan aus dem Jahr 2016, der alle Mitarbeiter gem. § 5 Abs.1 BetrVG umfasst, die

nach dem 31.12.2015 in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis mit der Remeo eingetreten oder

nach dem 31.12.2015 als Auszubildende in das Unternehmen eingetreten sind, oder

die vor dem 01.01.2016 in das Unternehmen eingetreten sind für Entgeltbestandteile, die ab dem 01.01.2016 fällig werden

Hierbei findet eine Hinterbliebenenversorgung in Höhe von 60 % der Mitarbeiterrente kollektive Berücksichtigung. Die Renten werden jeweils jährlich zum 01.01. um 1 % erhöht.

Zum anderen gibt es einen Pensionsplan für Führungskräfte. Hier sind alle Führungskräfte teilnahmeberechtigt,

die das 20. Lebensjahr vollendet haben,

in einem unbefristeten Anstellungsverhältnis stehen und

die Teilnahme am Programm vertraglich vereinbart wurde.

Die Versorgungsleistungen können demnach ab dem 62. Lebensjahr, spätestens aber mit dem 65. Lebensjahr in Anspruch genommen werden.

Nach diesen Plänen haben Arbeitnehmer Anspruch auf jährliche Rentenzahlungen in Höhe von maximal 50 % des letzten Gehaltes. Für jedes volle Jahr Betriebszugehörigkeit bis zum Erreichen des Ruhestandsalters von 65 Jahre werden 2 % des Jahresgehaltes Ruhegeld gezahlt.

Die leistungsorientierten Pläne erfordern Beiträge der Arbeitnehmer. Die Beiträge werden in den folgenden beiden Formen gezahlt: Eine basiert auf der Anzahl der Dienstjahre und die andere auf einem festen Prozentsatz des Gehalts der Arbeitnehmer. Die Arbeitnehmer können auch nach eigenem Ermessen Beiträge zu den Plänen leisten.

Durch die Pläne ist der Konzern üblicherweise folgenden versicherungsmathematischen Risiken ausgesetzt: Investitionsrisiko, Zinsänderungsrisiko, Langlebigkeitsrisiko und Gehaltsrisiko.

Investitionsrisiko

Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung aus dem Plan wird unter Verwendung eines Abzinsungssatzes ermittelt, der auf Grundlage der Renditen erstrangiger, festverzinslicher Unternehmensanleihen bestimmt wird. Sofern die Erträge aus dem Planvermögen unter diesem Zinssatz liegen, führt dies zu einer Unterdeckung des Plans.

Zinsänderungsrisiko

Ein Rückgang des Anleihezinssatzes führt zu einer Erhöhung der Planverbindlichkeit.

Langlebigkeitsrisiko

Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung aus dem Plan wird auf Basis der bestmöglichen Schätzung der Sterbewahrscheinlichkeit der begünstigten Arbeitnehmer sowohl während des Arbeitsverhältnisses als auch nach dessen Beendigung ermittelt. Eine Zunahme der Lebenserwartung der begünstigten Arbeitnehmer führt zu einer Erhöhung der Planverbindlichkeit.

Gehaltsrisiko

Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung aus dem Plan wird auf Basis der zukünftigen Gehälter der begünstigten Arbeitnehmer ermittelt. Somit führen Gehaltserhöhungen der begünstigten Arbeitnehmer zu einer Erhöhung der Planverbindlichkeit.

Sonstige Leistungen an diese Arbeitnehmer sind nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht vorgesehen.

Infolge der Übernahme der Remeo durch die opseo Holding (ehemals Deutsche Intensivpflege Holding) wurden die Pläne geschlossen, das heißt, dass für die Zukunft keine weiteren Mitarbeiter, neben den bereits am Plan teilnehmenden, den Plan beitreten können.

Die aktuellsten versicherungsmathematischen Bewertungen des Planvermögens und des Bar werts der leistungsorientierten Verpflichtung wurden zum 31. Dezember 2021 von Mercer Deutschland GmbH (für die Mitglieder der Aktuarvereinigung in Deutschland tätig sind) durchgeführt. Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung, der dazugehörige Dienstzeitaufwand und der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand wurden nach dem Verfahren der laufenden Einmalprämien ermittelt.

Die wichtigsten Annahmen gem. IAS 19.144, welche der versicherungsmathematischen Bewertung zugrunde gelegt wurden, sind:

31. Dezember 2021 31. Dezember 2020
Abzinsungssätze 1,13 % 0,78 %
Rententrend 1,0 % */1,7 % ** 1,0 % */1,7 % **

* Rententrend für Zusagen mit Anpassungsgarantie / ** Rententrend für übrige Zusagen

Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck verwendet.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Beträge für diese leistungsorientierten Pläne stellen sich wie folgt dar:

31. Dezember 2021
TEUR
31. Dezember 2020
TEUR
Dienstzeitaufwand 3 7
Nettozinsaufwand 14 18

Der in der Bilanz ausgewiesene Betrag der Verpflichtungen des Konzerns aus seinen leistungsorientierten Pensionsplänen stellt sich wie folgt dar:

31. Dezember 2021
TEUR
31. Dezember 2020
TEUR
Barwert der erdienten Verpflichtung 1.699 1.760
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 317 236
Nettoschuld 1.382 1.524

Die Veränderungen im Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen sowie die Veränderungen des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens im laufenden Geschäftsjahr setzt sich wie folgt zusammen:

Verpflichtungswert
TEUR
Planvermögen
TEUR
Stand 31.12.2020 1.760 236
Versorgungszahlungen -38 -
Mitarbeiterbeiträge 6 6
Arbeitgeberbeiträge - 2
Dienstzeitaufwand für die Anwärter 3 -
Zinsaufwand 14 2
Finanzielle Gewinne / Verluste -117 -
Erfahrungsbedingte Gewinne / Verluste 71 72
Stand 31.12.2021 1.699 317

Entwicklung im Vorjahr:

Verpflichtungswert
TEUR
Planvermögen
TEUR
Stand 31.12.2019 1.643 194
Versorgungszahlungen -37 -
Mitarbeiterbeiträge 6 6
Arbeitgeberbeiträge - -
Dienstzeitaufwand für die Anwärter 7 -
Zinsaufwand 18 2
Finanzielle Gewinne / Verluste 113 -
Erfahrungsbedingte Gewinne / Verluste 11 34
Stand 31.12.2020 1.760 236

Die maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen, die zur Ermittlung der leistungsorientierten Verpflichtung genutzt werden, sind der Abzinsungssatz, erwartete Gehaltserhöhungen und die Sterbewahrscheinlichkeit. Aufgrund der begrenzten Anzahl an Personen, die der Plan umfasst, wurde auf eine Sensitivitätsanalyse gem. IAS 19.145 verzichtet. Der Konzern geht überdies nicht von einer signifikanten Änderung der Abzinsungssätze oder der Sterbewahrscheinlichkeit aus. Die Gehaltserhöhungen bewegen sich im langjährigen Mittel im unteren einstelligen Prozentbereich, weshalb auch hier nicht von einer signifikanten Veränderung der leistungsorientierten Verpflichtung ausgegangen werden würde. Wesentliche Zinsänderungen wurden in den vergangenen Jahren nicht beobachtet und sind auch für die nahe Zukunft nicht zu erwarten. Ein wesentlicher Effekt für den Posten würde sich erst bei größeren Änderungen einstellen, für den Konzernabschluss als Ganzes, ist aufgrund der Größe des Postens, eine etwaige Änderung unwesentlich. Eine etwaig durchzuführende Sensitivitätsanalyse dürfte im Übrigen nicht repräsentativ für die tatsächliche Veränderung der leistungsorientierten Verpflichtung sein, da es als unwahrscheinlich anzusehen ist, dass Abweichungen von den getroffenen Annahmen isoliert voneinander auftreten, da die Annahmen teilweise zueinander in Beziehung stehen würden.

Die Zusammensetzung der vom Plan begünstigten Arbeitnehmer - in Summe 33 Personen - stellt sich wie folgt dar:

Leistungsanwärter aktiv: 15 Personen

Leistungsanwärter unverfallbar ausgeschieden: 17 Personen

Leistungsempfänger: 1 Person

Für das kommende Geschäftsjahr erwartet der Konzern aus dem leistungsorientierten Plan eine Rentenzahlung von TEUR 38 an Leistungsempfänger zu leisten.

18. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

TEUR
Stand zum 1. Januar 2021 309
Inanspruchnahme -183
Zugang 0
Stand zum 31. Dezember 2021 126

Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe von TEUR 126 (i. Vj. TEUR 309) kurzfristiger Natur und betreffen zum 31. Dezember 2021 Rückstellungen für Drohverluste.

19. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

31. Dezember 2021
TEUR
31. Dezember 2020
TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.260 2.315

Alle Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

20. Laufende und latente Ertragsteuern

In der Bilanz erfasste Beträge:

31. Dezember 2021
TEUR
31. Dezember 2020
TEUR
Aktive latente Steuern 3.000 3.411
Passive latente Steuern -9.331 -8.754
Aktive und passive latente Steuern (saldiert) -6.331 -5.343
Kurzfristige Steuerschulden -2.755 -2.459
Netto-Steuerverbindlichkeit -9.086 -7.802

Der Konzern ist der Ansicht, dass ausreichend Steuerverbindlichkeiten für offene Steuerveranlagungen passiviert sind. Dennoch kann nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass es zu Steuernachzahlungen kommen kann, welche die im Abschluss gebildete Vorsorge übersteigen. Die Abschätzung der Steuerschulden basiert auf vorläufigen Steuerberechnungen, die Auslegungen der geltenden Steuergesetze und gängige Praxis berücksichtigen.

In der GuV erfasste Beträge:

31. Dezember 2021
TEUR
31. Dezember 2020
TEUR
Ertragsteueraufwand laufendes Wirtschaftsjahr 1.256 278
Ertragsteueraufwand Vorjahre -67 -173
Ertragsteueraufwand gesamt 1.189 105
Latenter Steueraufwand 1.931 -2.469
Steueraufwand gesamt 3.120 -2.363

Aufteilung der unsaldierten aktiven und passiven latenten Steuern

31. Dezember 2021
TEUR
31. Dezember 2020
TEUR
Aktive latente Steuern aus immateriellen Vermögensgegenständen 1.643 0
Aktive latente Steuern aus Zinsvorträgen 0 2.879
Aktive latente Steuern aus Finanzanlagen (abweichende Beteiligungsansätze) 0 25
Aktive latente Steuern aus IFRS 16 393 210
Aktive latente Steuern aus sonstigen Bilanzpositionen 964 297
Aktive latente Steuern 3.000 3.411
Passive latente Steuern aus immateriellen Vermögensgenständen -9.300 -8.716
Passive latente Steuern aus Finanzverbindlichkeiten -20 -12
Passive latente Steuern aus sonstigen Bilanzpositionen -11 -26
Passive latente Steuern -9.331 -8.754

Im Jahr 2021 wurden TEUR 3.000 aktive latente Steuern mit passiven latenten Steuern saldiert. Die Saldierung der latenten Steuern erfolgte für den Organkreis bzw. je Gesellschaft, sofern die erforderlichen Voraussetzungen vorliegen.

Zum 31.12.2021 betrug der gewerbesteuerliche Verlustvortrag TEUR 38.881 (TEUR 12.756 im Vorjahr). Dieser beinhaltet im Wesentlichen den Verlustvortrag aus dem laufenden Geschäftsjahr. Aufgrund des Geschäftsmodells der Konzerngesellschaften kann nicht mit ausreichendem gewerbesteuerpflichtigem Einkommen gerechnet werden. Der bestehende Gewerbeverlust zum 31.12.2021 in Höhe von TEUR 38.881 ist daher als nicht werthaltig einzustufen und der Ansatz von aktiven latenten Steuern unterbleibt.

Es bestehen körperschaftsteuerliche vororganschaftliche Verlustvorträge bei den Organgesellschaften in Höhe von TEUR 959. Von der Nutzbarkeit und Werthaltigkeit der Verlustvorträge ist nicht auszugehen, da nicht beabsichtigt wird, die bestehenden Organschaften zu beenden.

Auf den körperschaftsteuerlichen Zinsvortrag in Höhe von TEUR 21.309 wurden im Geschäftsjahr erstmalig keine aktiven latenten Steuern angesetzt. Die zum 31.12.2020 noch bestehenden aktiven latenten Steuern auf Zinsvorträge wurden somit vollständig wertberichtigt.

Die einbehaltenen Gewinne bei Tochterunternehmen sollen aus heutiger Sicht überwiegend investiert bleiben. Auf einbehaltene und nicht zur Ausschüttung vorgesehenen Gewinne bei Tochterunternehmen von TEUR 2.327 (VJ: TEUR 2.377) werden keine passiven latenten Steuern berechnet. Bei Ausschüttungen würden die Gewinne zu 5% der deutschen Besteuerung zu unterwerfen sein. Die Ermittlung der zu versteuernden temporären Differenzen wäre mit einem unverhältnismäßig hohen Aufwand verbunden.

Laufende Ertragsteuern

Der anwendbare Konzernsteuersatz beträgt 15,825 % und setzt sich zusammen aus dem anzuwendenden Körperschaftsteuer- und Solidaritätszuschlagssatz. Die Konzerngesellschaften üben eine überwiegend gewerbesteuerbefreite Tätigkeit (Krankenpflege) i.S.d. § 3 Nr. 20 GewStG aus.

Die Überleitungsrechnung zwischen dem Ertragsteueraufwand und dem Produkt aus dem Verlust vor Steuern und dem anzuwendenden Steuersatz des Konzerns stellt sich wie folgt dar:

2021
TEUR
2020
TEUR
Verlust vor Steuern -4.090 -13.862
Erwarteter Steuersatz 15,825% 15,825%
Erwarteter Steuerertrag 647 2.194
Effektive Steuerquote -76,283% 17,049%
Gebuchter Steuerertrag -3.120 2.363
Zu erklärende Differenz -3.767,5 170
(1) Wertberichtigung Verlustvorträge 115 -115
(2) Wertberichtigung Zinsvortrag -2.879 -43
(3) Nichtabziehbare Zinsaufwendungen laufendes Geschäftsjahr -838 0
(4) Nicht abziehbare Aufwendungen DIH -3 -17
(5) Nicht abziehbare Aufwendungen Tochtergesellschaft 0 -20
(6) Sonstige Steuern -4 -10
(7) Steuern Vorjahre -224 189
(8) Permanente Differenz 0 60
(9) Sonstige Abweichungen 65 125
  -3.767 169

21. Sonstige Schulden

31. Dezember 2021
TEUR
31. Dezember 2020
TEUR
Kurzfristige Kaufpreisverbindlichkeiten 4.534 2.571
Langfristige Kaufpreisverbindlichkeiten 10.942 3.430
Personalbezogene Verbindlichkeiten und -abgrenzungen 11.178 8.970
Abgrenzungsposten 429 128
Lohnsteuer und Sozialversicherung 1.714 1.483
Sonstiges 4.652 3.957
Summe 33.449 20.539

Die personalbezogenen Verbindlichkeiten umfassen Ansprüche der Arbeitnehmer aus Lohn- und Gehaltszahlungen, noch nicht genommenem Urlaub, Feiertagszuschlägen sowie aus in 2021 geleisteten Überstunden, Tantiemen, ausstehenden Berufsgenossenschaftsbeiträgen und Schwerbehindertenabgabe-Rückstellungen.

22. Leasingverhältnisse

Der Konzern mietet im Rahmen von Operating-Leasingvereinbarungen Immobilien, Fahrzeuge sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Leasingverhältnisse haben entweder eine unbestimmte Laufzeit, mit kurzen bzw. gesetzlichen Kündigungsfristen < 1 Jahr (betrifft im Wesentlichen Immobilienmietverträge) oder eine vertraglich festgelegte Laufzeit zwischen 1 und 25 Jahren.

Für diese Verträge wurden die künftigen während des voraussichtlichen Vertragszeitraums anfallenden Mietzahlungen ermittelt und auf den Stichtag abgezinst. Die Abzinsung erfolgte zu individuellen und laufzeitabhängigen Zinssätzen (zwischen 0,551% und 3,240%) für Mietverträge, zu einheitlichen Zinssätzen (von 1,5% bis 3,0% für Verträge die in 2019 oder früher abgeschlossen wurden, 1,37% für Verträge aus 2020, 1,52% für Verträge aus 2021, die anhand von Informationen der Haupt-Leasinggesellschaften ermittelt wurden) für KfZ-Leasingverträge und zu einem einheitlichen Zinssatz von 1,1% (für Verträge die in 2019 oder früher abgeschlossen wurden), 1,8% für Mietverträge aus 2020 und 1,4% für Mietverträge aus 2021 für technische Ausstattung.

Für folgende Leasingvereinbarungen hat der Konzern beschlossen weder Nutzungsrechte noch Leasingverbindlichkeiten zu erfassen:

Immobilienmietverträge, die auf eine unbestimmte Laufzeit abgeschlossen wurden und für welche daher gesetzliche Kündigungsfristen (<1 Jahr) Anwendung finden. Für diese sog. kurzzeitigen Leasings (short-term leases) betrugen die Leasingzahlungen TEUR 1.576 (TEUR 2.262 in 2020).

Leasingverträge von geringwertigen Gegenständen deren Neuwert weniger als TEUR 5 beträgt (sog. low-value leases) oder die einen unkündbaren Zeitraum <1 Jahr vorsehen. Für diese Kategorie von Leasingverträgen betrugen die Leasingzahlungen TEUR 265 (TEUR 186 in 2020).

In den vom Konzern abgeschlossenen Leasingverträgen sind keine variablen Leasingzahlungen enthalten, die nicht in die Bewertung einbezogen werden (IFRS 16.53). Variable Leasingzahlungen betreffen lediglich Mietverträge und knüpfen an Indexe (hauptsächlich Mietpreisentwicklungsindexe) an, daher wird bei künftigen Mietzinsanpassungen sowohl die Leasingverbindlichkeit als auch das Nutzungsrecht entsprechend angepasst.

Für Leasingverhältnisse, in denen der Konzern Leasingnehmer ist, und für welche Nutzungsrechte und Verbindlichkeiten bilanziert werden, wurden die nachfolgend dargestellten Beträge erfasst.

Nutzungsrechte

Nutzungsrechte im Zusammenhang mit gemieteten Immobilien, KfZ sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung werden als Sachanlagen dargestellt und setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR Nutzungsrechte Immobilien Nutzungsrechte KfZ Nutzungsrechte technische Ausstattung Summe
2021
Stand zum 1. Januar 72.722 1.315 141 74.177
Abschreibung des GJ -8.573 -819 -141 -9.534
Zugänge zu Nutzungsrechten 19.916 1.264 154 21.333
Abgänge von Nutzungsrechten -993 0 0 -993
Stand zum 31. Dezember 83.072 1.759 153 84.984
TEUR Nutzungsrechte Immobilien Nutzungsrechte KfZ Nutzungsrechte technische Ausstattung Summe
2020
Stand zum 1. Januar 43.859 942 204 45.005
Abschreibung des GJ -6.258 -556 -139 -6.952
Zugänge zu Nutzungsrechten 41.020 928 76 42.024
Abgänge von Nutzungsrechten -5.900 - - -5.900
Stand zum 31. Dezember 72.722 1.315 141 74.177

Verbindlichkeiten aus Leasingverpflichtungen

TEUR Immobilien-Mietverträge KfZ-Leasing Leasing technische Ausstattung Summe
31. Dez 20 74.040 1.325 141 75.506
31. Dez 21 85.542 1.775 152 87.469

Insgesamt sind TEUR 9.521 innerhalb des nächsten Jahres zahlbar und TEUR 32.739 innerhalb der nächsten zwei bis fünf Jahre.

In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Beträge

TEUR 2021 2020
Abschreibungen von Nutzungsrechten 9.534 6.952
Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten 1.647 1.120
Aufwendungen für kurzfristige Leasingverhältnisse 1.576 2.262
Aufwendungen für Leasingverhältnisse über einen Vermögenswert von geringem Wert 265 186

In der Kapitalflussrechnung erfasste Beträge

TEUR 2021 2020
Zahlungsmittelabflüsse für Leasingverhältnisse (exkl. Zinsen) 8.350 6.027
Zahlungen von Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten 1.647 1.120
Summe 9.997 7.147

Verlängerungsoptionen

Einige Leasingverhältnisse (insbesondere Immobilienmietverträge) enthalten Verlängerungsoptionen, die meist zwischen sechs Monaten und einem Jahr vor Ablauf der unkündbaren Vertragslaufzeit vom Konzern ausgeübt werden können. Nach Möglichkeit strebt der Konzern beim Abschluss neuer Leasingverhältnisse die Aufnahme von Verlängerungsoptionen an, um operative Flexibilität zu gewährleisten. Die Verlängerungsoptionen können nur vom Konzern und nicht vom Leasinggeber ausgeübt werden. Der Konzern beurteilt zu jedem Bilanzstichtag, ob die Ausübung von Verlängerungsoptionen hinreichend sicher ist. Der Konzern bestimmt erneut, ob die Ausübung einer Verlängerungsoption hinreichend sicher ist, wenn ein signifikantes Ereignis oder eine signifikante Änderung von Umständen, das bzw. die innerhalb seiner Kontrolle liegt, eintritt.

Der Konzern schätzt, dass die potenziell zukünftigen Leasingzahlungen, sofern die Verlängerungsoptionen ausgeübt werden, zu einer zusätzlichen Leasingverbindlichkeit in Höhe von EUR 68,4 Mio. führen würden.

23. Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Personen

Salden und Geschäftsvorfälle zwischen der Gesellschaft und ihren Tochterunternehmen, die na-he stehende Unternehmen und Personen sind, wurden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und werden in dieser Anhangsangabe nicht erläutert. Einzelheiten zu Geschäftsvorfällen zwischen dem Konzern und anderen nahestehenden Unternehmen und Personen sind nachstehend erläutert. Sämtliche Geschäfte mit nahestehenden Personen erfolgten zu marktüblichen Konditionen.

Wesentliche Transaktionen mit den Gesellschaftern

Alleiniger Gesellschafter der opseo Holding B.V. ist seit 2019 die Ergon Vehicle Opseo S.à r.l. ('Ergon Vehicle'), route d'Arlon 19-21, L-8009 Strassen, Luxemburg. Die Ergon Vehicle hat keine Mehrheitsgesellschafter.

Im November 2019 hat die opseo Holding B.V. der Ergon Vehicle ein Darlehen in Höhe von TEUR 15.200 ausgereicht. Dieses Darlehen wird mit einem marktüblichen Zinssatz verzinst. Per 31.12.2021 beträgt der Darlehensstand TEUR 17.153 (i. Vj. TEUR 16.218).

Wesentliche Transaktionen mit nahestehenden Personen

Die Geschäftsführer der Pflegedienst Nicole Tobias GmbH vermieten Räumlichkeiten an Unternehmen der opseo Gruppe (insbesondere an die Pflegedienst Nicole Tobias GmbH). Das Gesamtvolumen der Mieten aus dieser Geschäftsbeziehung betrug in 2021 TEUR 194 (i. Vj. TEUR 169).

Der ehemalige Geschäftsführer der Pflegedienst Nicole Tobias GmbH ist gleichzeitig Geschäftsführer der PBP Potschappler Bau-, Projekt- und Hausmeisterservicegesellschaft UG (haftungsbeschränkt), Freital, die in 2021 Bau- und Vermietungsleistungen im Gesamtwert von TEUR 324 (i. Vj. TEUR 14) an den Konzern erbracht hat.

Der ehemalige Geschäftsführer der Pflegedienst Nicole Tobias GmbH erhielt in 2021 einen Baukostenzuschuss zum Umbau der an die Pflegedienst Nicole Tobias GmbH vermieteten Räumlichkeiten in Höhe von TEUR 140 (i. Vj. TEUR 0).

Die Geschäftsführer der Pflegedienst Nicole Tobias GmbH betreiben ein Restaurant, das Bewirtungsleistungen und Wäscherei-Service im Gesamtwert von TEUR 62 in 2021 an die Pflegedienst Nicole Tobias GmbH erbracht hat (i. Vj. TEUR 80).

Der Geschäftsführer der Lebenswert - Ambulantes Intensivpflegeteam Nordbayern GmbH vermietet gemeinsam mit seiner Frau 2 Objekte an den Konzern. In 2021 wurden hierfür TEUR 78 (i. Vj. TEUR 64) belastet.

Der Geschäftsführer der 365 Grad Gruppe vermietet 2 Objekte an den Konzern. In 2021 wurden hierfür TEUR 67 (i. Vj. TEUR 59) belastet.

Der Geschäftsführer der 365 Grad Gruppe ist gleichzeitig Gesellschafter der Perspektiva staff GmbH, die in 2021 Leistungen aus der Überlassung von Arbeitnehmern im Gesamtwert von TEUR 451 (i. Vj. TEUR 247) erbracht hat.

Die Tochter der Geschäftsführerin der beiden Humanitair-Gesellschaften vermietet 3 Objekte an den Konzern. In 2021 betrugen die Mieten hierfür insgesamt TEUR 360 (i. Vj. TEUR 360).

Der Geschäftsführer der Wichtelteam GmbH vermietet ein Büro an die Wichtelteam GmbH. In 2021 betrugen die Mieten hierfür insgesamt TEUR 5 (i. Vj. TEUR 5).

Die Ehefrau des Geschäftsführers der Binder Intensivpflege GmbH vermietet 2 Objekte an den Konzern. In 2021 betrugen die Mieten hierfür insgesamt TEUR 137 (i. Vj. TEUR 0 aufgrund des Erwerbs zum 31.12.2020).

Die Geschäftsführerin der IPD-MV GmbH vermietet 1 Objekt an den Konzern. In 2021 wurden hierfür TEUR 87 (i. Vj. TEUR 0, die Gesellschaft wurde in 2021 erworben) belastet.

Die Geschäftsführerin der IPD-MV GmbH und ihr Sohn vermieten zusammen 1 Objekt an den Konzern. In 2021 wurden hierfür TEUR 93 (i. Vj. TEUR 0, die Gesellschaft wurde in 2021 erworben) belastet.

Der Geschäftsführer der Hamacher GmbH Gesundheitsdienste vermietet 1 Objekt an den Konzern. In 2021 betrugen die Mieten hierfür insgesamt TEUR 23 (i. Vj. TEUR 0, die Gesellschaft wurde in 2021 erworben).

Der Geschäftsführer der Hamacher GmbH Gesundheitsdienste ist gleichzeitig Gesellschafter der Markus Schmitt KG, die in 2021 aus der Vermietung eines Objektes, Büro-, Buchhaltungs-, Vermittlungs- und sonstigen -Leistungen im Gesamtwert von TEUR 475 (i. Vj. TEUR 0, die Gesellschaft wurde in 2021 erworben) für den Konzern erbracht hat.

Zum Stichtag 31.12.2021 bestanden keine wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen.

Bezüge der Mitarbeiter in Schlüsselpositionen

Die Geschäftsführer des Mutterunternehmens haben im Berichtsjahr Bezüge in Höhe von TEUR 647 (Vorjahr: TEUR 567) erhalten. Leistungen aus Anlass der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses sind in 2020 und 2021 nicht angefallen. Anteilsbasierte Vergütungen oder Leistungen nach Beendigung eines Arbeitsverhältnisses, wie beispielsweise Pensionszahlungen, sind darin nicht enthalten. Rückstellungen für erwartete Tantiemen wurden in Höhe von TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 40) eingestellt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten keine Vergütung.

24. Umsatzerlöse

Der Konzern realisiert ausschließlich Dienstleistungsumsätze in Deutschland. Diese setzen sich wie folgt zusammen:

31. Dezember 2021
TEUR
31. Dezember 2020
TEUR
Cluster Nord 11.479 -
Cluster Ost 38.934 -
Cluster Nord/Ost - 41.287
Cluster Süd 51.217 43.159
Cluster West 52.344 38.035
Cluster Kinder 30.297 22.022
Cluster Remeo 18.162 20.879
Cluster Demenz 1.698 0
Sonstige * 10.419 4.127
Gruppe 214.551 169.509

*die Position "Sonstige" bezieht sich auf Umsätze von Holdinggesellschaften, der BaWiG, Jobmedica, Match-Medics und enthält ebenfalls Konsolidierungseffekte.

25. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen Erträge außerhalb der Kerngeschäftstätigkeit des Konzerns, wie Sachbezüge oder Investitionsbeihilfen.

26. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer

2021 2020
Angestellte 350 296
Gewerbliche Arbeitnehmer 3.663 3.105
Summe 4.013 3.401

27. Sonstige Aufwendungen

2021
TEUR
2020
TEUR
Rechts- und Beratungskosten 4.903 4.562
Wirtschafts- und Verwaltungsaufwand 7.954 7.412
Fremdleistung Pflege 3.343 2.559
Reisekosten Arbeitnehmer 619 525
Medizinischer und therapeutischer Aufwand 1.289 1.566
Fahrzeugaufwand 2.978 2.324
Mieten und Nebenkosten für Einrichtungen und Verwaltung 4.667 3.900
Sonstige Aufwendungen 7.608 5.425
Summe 33.361 28.273

28. Abschreibungen auf Umlaufvermögen

Die Abschreibungen auf das Umlaufvermögen betreffen Einzelwertberichtigungen sowie Forderungsverluste in Höhe von insgesamt TEUR 2.373 (i. Vj. TEUR 2.438). Als Forderungsverluste wurden dabei die Abschreibungen behandelt, bei denen kein Eingang der Forderungen mehr zu erwarten ist, bei den Wertberichtigungen wird der Forderungseingang zumindest in der Höhe der korrigierten Forderung nach Wertberichtigung mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit erwartet.

In den Geschäftsjahren 2020 und 2021 ist der Wert durch eine konsequente Begutachtung und Bereinigung zweifelhafter Posten quer über alle Konzerngesellschaften hinweg stark erhöht und wird deshalb im Sinne eines true and fair-view in einer eigenen Linie innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung "Abschreibungen auf das Umlaufvermögen", statt im Posten "sonstige Aufwendungen", dargestellt.

29. Abschreibungen auf Anlagevermögen

2021
TEUR
2020
TEUR
Abschreibungen auf Sachanlagen (Angabe 6) 13.740 9.989
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (Angabe 7) 2.526 2.239
Summe 16.266 12.228

30. Wertminderungen

Die in Bezug auf die zum 31. Dezember 2021 mit Buchwerten in Höhe von TEUR 45.490 (i. Vj. TEUR 44.761) ausgewiesenen Marken sowie den mit einem Buchwert in Höhe von TEUR 176.468 (i. Vj. TEUR 147.414) ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwert durchgeführten Wertminderungstests zeigten keinen Wertminderungsbedarf. Die Wertminderung auf Marken im Vorjahr in Höhe von TEUR 10.591 war ausschließlich auf die Entscheidung die Nutzung von drei Marken zu beendigen, zurückzuführen. In 2021 wurde beschlossen die Nutzung der Marke Lebenswert Anfang 2022 einzustellen. Demzufolge wurde eine Wertminderung in Höhe des Markenbuchwerts von TEUR 843 erfasst und die bei der Kaufpreisallokation gebuchten passiven latenten Steuern i.H.v. TEUR 133 aufgelöst.

Der Wertminderungstest beruht auf einer Gegenüberstellung der als Nutzungswerte ermittelten erzielbaren Beträge der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten und den jeweiligen Buchwerten. Die Ermittlung der Nutzungswerte ging von den erwarteten Zahlungsmittelzuflüssen aus, welche mit einem Kapitalkostensatz von 4,0 % (i. Vj. 4,1 %) p.a. abgezinst wurden. Die Zahlungsmittelzuflüsse wurden für das Folgejahr auf Basis der Budgetplanung, ausgehend von den einzelnen Pflegeeinrichtungen geplant; Wachstumsraten für die Folgeperioden wurden je ZGE individuell geplant. Wesentliche Annahmen bei der Schätzung der Zahlungsmittelzuflüsse waren die Anzahl der zu pflegenden Patienten, die Vergütungssätze, welche für die Pflegeleistungen erzielt werden sowie die im Zusammenhang mit den Pflegeleistungen entstehenden Personalkosten. Die Patientenzahlen wurden anhand der Pflegekapazitäten und auf Erfahrungswerten basierender Auslastungen ermittelt. Die Personalkosten wurden auf Basis von erfahrungsbasierten Betreuungsrelationen sowie zukünftig erwarteter Entwicklungen der Vergütung der eingesetzten Pflegekräfte ermittelt. Die verwendeten Daten für die Vergütungssätze für Pflegeleistungen sowie für die Personalkosten des Pflegepersonals entsprechenden am Markt beobachteten Werten. Dem Kapitalkostensatz lag hinsichtlich der Eigenkapitalkosten ein Risikozuschlag von 7,00%-Punkten (7,75%-Punkten i. Vj.) zugrunde. Eine Erhöhung dieses Risikozuschlages auf über 8,5%-Punkte (über 9%-Punkte i. Vj.) würde auf die Bewertung der Marken keinen wesentlichen und auf die Bewertung des Geschäfts- und Firmenwertes keinen Einfluss haben.

Die Bewertung der Geschäfts- und Firmenwerte stellt sich per 31. Dezember 2021 wie folgt dar.

Geschäfts- oder Firmenwert 31. Dez 2020
EUR
Zugänge / Änderungen in 2021
EUR
31. Dez 2021
EUR
365 Grad Gruppe 6.308   6.308
AdVitam Gruppe 6.302   6.302
Integra Cura Gruppe 8.261   8.261
Atemzeit 1.576   1.576
C Braun 364   364
Humanitär 8.315   8.315
ZBI 6.628   6.628
KiHa 165   165
Hamacher Intensiv * 0 6.579 6.579
Aercura (Aercura Lippe, BKP, Aercura Verwaltung) * 0 3.646 3.646
CGU - Cluster West 37.920 10.225 48.145
Tobias Gruppe 19.844   19.844
Kleine Strolche 1.454   1.454
HIP 2.030   2.030
Tobias Thüringen * 0 38 38
CGU - Cluster Ost 23.327 38 23.365
Garant Gruppe 4.479   4.479
Anima 2.016   2.016
3W 7.799   7.799
IPD * 0 7.826 7.826
CGU - Cluster Nord 14.294 7.826 22.119
ape 8.698   8.698
Kronenhof 2.377   2.377
Feromedik 4.309   4.309
Lebenswert 7.947   7.947
Helping Hand 11.082   11.082
Binder 11.070   11.070
Philos; Auralis 3.405   3.405
CGU - Cluster Süd 48.889 0 48.889

* Neuzugang in 2021, vgl. Abschnitt 29.2.1

Geschäfts- oder Firmenwert 31. Dez 2020
EUR
Zugänge in 2021
EUR
31. Dez 2021
EUR
Bärenstark Gruppe 7.945   7.945
Wichtelteam 4.743   4.743
Moki 3.375   3.375
CPK 2.168   2.168
Kidi * 0 2.330 2.330
Balu * 0 3.902 3.902
CGU - Cluster Kids 18.231 6.232 24.463
Hamacher Gesundheitsdienste * 0 3.371 3.371
CGU - Cluster Demenz 0 3.371 3.371
Jobmedica 3.583 -625 2.958
MatchMedics 0 1.988 1.988
Personaldienstleister 3.583 1.363 4.946
BaWiG 1.171   1.171
Summe Gruppe 147.414 29.053 176.468

* Neuzugang in 2021, vgl. Abschnitt 29.2.1

Die Bewertung der Markenwerte stellt sich per 31. Dezember 2021 wie folgt dar.

Marken 31. Dezember 2020
EUR
Wertminderung 2021
EUR
Zugänge 2021
EUR
31. Dezember 2021
EUR
365 Grad Gruppe 3.925     3.925
AdVitam Gruppe 0     0
Integra Cura Gruppe 0     0
Atemzeit 181     181
Humanitär 398     398
Tobias Gruppe 13.712     13.712
Kleine Strolche 0     0
Garant Gruppe 0     0
HIP 0     0
3W 415     415
IPD * 0   455 455
ape 6.010     6.010
Kronenhof 2.731     2.731
Feromedik 1.741     1.741
Helping Hand 1.376     1.376
Lebenswert 843 -843   0
Binder 613     613
Bärenstark Gruppe 7.843     7.843
Wichtelteam 3.277     3.277
CPK 290     290
Moki 363     363
Kidi * 0   316 316
Balu * 0   503 503
Hamacher * 0   298 298
BaWiG 346     346
Jobmedica 695     695
Summe Gruppe 44.761 -843 1.572 45.490

* Neuzugang in 2021, vgl. Abschnitt 32.2.1

31. Finanzergebnis

2021
TEUR
2020
TEUR
Erträge aus Gesellschafterdarlehen -935 -935
Zinsaufwendungen für Bankkredite 14.136 11.749
Aufzinsung von Leasingverbindlichkeiten 1.647 1.120
Aufzinsung von zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Verbindlichkeiten 343 -
Zinsaufwand Pensionsverpflichtungen 117  
Sonstige Erträge -205 16
Summe 15.104 11.949

32. Erwerb von Tochterunternehmen

32.1. Unternehmenserwerbe in 2020

Die in 2020 durchgeführten Unternehmenserwerbe wurden im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 auf Basis der zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses vorliegenden Kenntnisse und unter Berücksichtigung zeitlicher Restriktionen durch die kurze Aufstellungsfrist für den Konzernabschluss vorläufig abgebildet.

Zu folgenden Erwerben wurden wertaufhellende Sachverhalte bekannt, die eine Anpassung der Kaufpreisallokation erforderlich gemacht haben:

JOBMEDICA GmbH

Zum Erwerbszeitpunkt in 2020 war ein Asset der Jobmedica bereits auf eine andere Gesellschaft übergangen. Nachverhandlungen mit dem Verkäufer der Jobmedica haben in 2021 zur Erstattung des ursprünglich darauf entfallenden Kaufpreisanteils in Höhe von TEUR 625 geführt. Der Geschäfts- oder Firmenwert der Jobmedica wurde in 2021 entsprechend um TEUR 625 verringert.

Match-Medics GmbH

Zum Erwerbszeitpunkt in 2020 wurde mit dem Verkäufer und weiterhin Geschäftsführer der Gesellschaft eine Vereinbarung über eine variable Kaufpreiskomponente geschlossen. Daraus ergibt sich eine ergebnisabhängige Vergütung von bis zu TEUR 2.175 (Nominalbetrag) über den Zeitraum 2021 - 2025, die bei der Kaufpreisallokation im Konzernabschluss 2020 nicht berücksichtigt wurde. Aus diesem Grund wurde die Kaufpreisallokation in 2021 angepasst und der Geschäfts- oder Firmenwert der Match-Medics entsprechend auf TEUR 1.987 erhöht (im Konzernabschluss 2020 wurde kein Geschäfts- oder Firmenwert für die Match-Medics erfasst). Der Unterschied zwischen dem Nominalbetrag der vereinbarten ergebnisabhängigen Vergütung und der Erhöhung des Geschäfts- oder Firmenwertes entspricht im Wesentlichen der Abzinsung der erwarteten Zahlungsflüsse.

32.2. Unternehmenserwerbe in 2021

Die im Geschäftsjahr erworbenen Unternehmen hätten bei einer Konsolidierung zum 1. Januar 2021 folgende Auswirkungen auf das Geschäftsjahr gehabt: die Umsatzerlöse wären um rund EUR 11,4 Mio. höher ausgefallen und der Jahresfehlbetrag wäre um EUR 1,5 Mio. geringer ausgefallen. Im Konzernabschluss sind die Neuerwerbe gleichwohl mit ihren Ergebnisbeiträgen erst ab dem jeweiligen Erstkonsolidierungszeitpunkt, wie nachfolgend dargestellt, einbezogen.

Die übernommenen Bruttoforderungen für alle Erwerbe betrugen, bezogen auf den jeweiligen Erstkonsolidierungszeitpunkt, TEUR 2.561. Darauf erfasste Wertberichtigungen betrugen TEUR 10. Auf eine Einzeldarstellung je Erwerb wurde aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet.

Nebenkosten die im Zusammenhang mit den Erwerben für Beratungsleistungen sowie Leistungen im Rahmen von Due Diligence Prüfungen und des M&A-Prozesses inkl. Vermittlungsprovisionen entstanden sind, wurden aufwandswirksam erfasst.

32.2.1. kidi häusliche Kinderkranken- und Intensivpflege GmbH ("Kidi"), Villingen-Schwenningen

Mit Kaufvertrag vom 15. März 2021 hat der Konzern den Erwerb der kidi häusliche Kinderkranken- und Intensivpflege GmbH ("Kidi"), Villingen-Schwenningen vereinbart. Die opseo Holding B.V. hat 100 % der Geschäftsanteile und Stimmrechte erworben.

Die Kidi bietet ambulante Intensivpflegeleistungen in Baden-Württemberg, in der Region des Südschwarzwalds an.

Der Erwerb ist am 30. März 2021 vollzogen worden. Im Geschäftsjahr erzielte die Kidi einen Umsatz in Höhe von rund TEUR 2.767 und ein EBITDA in Höhe von rund TEUR 482

Übertragene Gegenleistung

Die gesamte Gegenleistung für den Kauf von Kidi betrug TEUR 2.966 und wurde in Höhe von TEUR 1.875 in bar geleistet. Weitere TEUR 1.091 sind als zukünftig zu zahlende bedingte Kaufpreise zunächst als Verbindlichkeit erfasst worden. Diese Verbindlichkeit wurde auf Basis der kaufvertraglichen Vereinbarungen über finanzielle Ziele und der Erwartung der Geschäftsführung des Mutterunternehmens über die Erreichung dieser Ziele vor dem Hintergrund der Budgetplanungen zum Fair Value bewertet, sofern deren voraussichtliche Auszahlungszeitpunkt mindestens 12 Monate nach dem Bilanzstichtag liegt. Auch diese Kaufpreise sind bei Eintritt der vertraglich geregelten Bedingungen in bar zu leisten.

Identifizierte Vermögenswerte und übernommene Schulden

Die folgende Tabelle zeigt die für die erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt angesetzten Beträge:

TEUR
Immaterielle Vermögenswerte 1
Sachanlagen 18
Finanzanlagen 0
Vorräte 3
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 246
Sonstige Vermögensgegenstände 24
Barmittel und Bankguthaben 0
Sonstige Aktiva und ARAP 5
Steuerrückstellungen und -verbindlichkeiten -20
Rückstellungen -22
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -6
Sonstige Verbindlichkeiten und PRAP -158
Erworbenes Nettovermögen 90

Geschäfts- oder Firmenwert

Der aus der Akquisition resultierende Geschäfts- oder Firmenwert wurde wie folgt ermittelt:

TEUR
Übertragene Gegenleistung 2.966
(-) Beizulegender Zeitwert des erworbenen Nettovermögens 90
(-) Beizulegender Zeitwert erworbener Pflegeverträge 334
(-) Beizulegender Zeitwert identifizierter Marken 316
(-) Latente Steuern auf Marken und Pflegeverträge -103
Geschäfts- oder Firmenwert 2.330

Die angesetzten immateriellen Vermögenswerte enthalten zum Erwerbszeitpunkt bestehende Pflegeverträge mit einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 2,7 Jahren. Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus der qualitativ hochwertigen Pflegekompetenz der Kidi in der Intensivpflege. Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wurde als über dem Buchwert liegend ermittelt.

32.2.2. IPD-MV GmbH ("IPD"), Stralsund

Mit Kaufvertrag vom 26. Februar 2021 hat der Konzern den Erwerb der IPD-MV GmbH ("IPD"), Stralsund vereinbart. Die opseo Holding B.V. hat 100 % der Geschäftsanteile und Stimmrechte erworben.

Die IPD bietet von ihrem Sitz in Stralsund ambulante Intensivpflegeleistungen in Mecklenburg-Vorpommern an.

Der Erwerb ist am 30. März 2021 vollzogen worden. Im Geschäftsjahr erzielte die IPD einen Umsatz in Höhe von rund TEUR 4.122 und ein EBITDA in Höhe von rund TEUR 1.217.

Übertragene Gegenleistung

Die gesamte Gegenleistung für den Kauf von IPD betrug TEUR 9.927 und wurde in Höhe von TEUR 9.000 in bar geleistet. Weitere TEUR 927 sind als zukünftig zu zahlende bedingte Kaufpreise zunächst als Verbindlichkeit erfasst worden. Diese Verbindlichkeit wurde auf Basis der kaufvertraglichen Vereinbarungen über finanzielle Ziele und der Erwartung der Geschäftsführung des Mutterunternehmens über die Erreichung dieser Ziele vor dem Hintergrund der Budgetplanungen zum Fair Value bewertet, sofern deren voraussichtliche Auszahlungszeitpunkt mindestens 12 Monate nach dem Bilanzstichtag liegt. Auch diese Kaufpreise sind bei Eintritt der vertraglich geregelten Bedingungen in bar zu leisten.

Identifizierte Vermögenswerte und übernommene Schulden

Die folgende Tabelle zeigt die für die erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt angesetzten Beträge:

TEUR
Immaterielle Vermögenswerte 0
Sachanlagen 290
Finanzanlagen 0
Vorräte 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 25
Sonstige Vermögensgegenstände 463
Barmittel und Bankguthaben 16
Sonstige Aktiva und ARAP 354
Steuerrückstellungen und -verbindlichkeiten -66
Rückstellungen -42
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0
Sonstige Verbindlichkeiten und PRAP -174
Erworbenes Nettovermögen 866

Geschäfts- oder Firmenwert

Der aus der Akquisition resultierende Geschäfts- oder Firmenwert wurde wie folgt ermittelt:

TEUR
Übertragene Gegenleistung 9.927
(-) Beizulegender Zeitwert des erworbenen Nettovermögens 866
(-) Beizulegender Zeitwert erworbener Pflegeverträge 1.013
(-) Beizulegender Zeitwert identifizierter Marken 455
(-) Latente Steuern auf Marken und Pflegeverträge -232
Geschäfts- oder Firmenwert 7.826

Die angesetzten immateriellen Vermögenswerte enthalten zum Erwerbszeitpunkt bestehende Pflegeverträge mit einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 2,1 Jahren. Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus der qualitativ hochwertigen Pflegekompetenz der IPD in der Intensivpflege. Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wurde als über dem Buchwert liegend ermittelt.

32.2.3. Hamacher GmbH Gesundheitsdienste ("Hamacher Gesundheitsdienste"), Köln

Mit Kaufvertrag vom 23. April 2021 hat der Konzern den Erwerb der Hamacher GmbH Gesundheitsdienste, ehemals Hamacher GmbH Seniorenservice ("Hamacher Gesundheitsdienste"), Köln vereinbart. Die opseo Holding B.V. hat 100 % der Geschäftsanteile und Stimmrechte erworben.

Die Hamacher Gesundheitsdienste bot zum Erwerbszeitpunkt ambulante Pflegeleistungen and demenzkranke Patienten im Raum Köln an. Mittlerweile bietet die Gesellschaft ihre Pflegeleistungen auch in Süddeutschland an.

Der Erwerb ist am 31. Mai 2021 vollzogen worden. Im Oktober 2021 wurde die weiter unten beschriebene AKP Hamacher GmbH rückwirkend zum 01. Januar 2021 auf die Hamacher Gesundheitsdienste verschmolzen. Im Geschäftsjahr erzielte die Hamacher Gesundheitsdienste einen Umsatz in Höhe von rund TEUR 2.890 und ein EBITDA in Höhe von rund TEUR 22.

Übertragene Gegenleistung

Die gesamte Gegenleistung für den Kauf von Hamacher Gesundheitsdienste betrug TEUR 2.927 und wurde in Höhe von TEUR 993 in bar geleistet. Weitere TEUR 1.934 sind als zukünftig zu zahlende bedingte Kaufpreise zunächst als Verbindlichkeit erfasst worden. Diese Verbindlichkeit wurde auf Basis der kaufvertraglichen Vereinbarungen über finanzielle Ziele und der Erwartung der Geschäftsführung des Mutterunternehmens über die Erreichung dieser Ziele vor dem Hintergrund der Budgetplanungen zum Fair Value bewertet, sofern deren voraussichtliche Auszahlungszeitpunkt mindestens 12 Monate nach dem Bilanzstichtag liegt. Auch diese Kaufpreise sind bei Eintritt der vertraglich geregelten Bedingungen in bar zu leisten.

Identifizierte Vermögenswerte und übernommene Schulden

Die folgende Tabelle zeigt die für die erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt angesetzten Beträge:

TEUR
Immaterielle Vermögenswerte 46
Sachanlagen 142
Finanzanlagen 0
Vorräte 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 315
Sonstige Vermögensgegenstände 6
Barmittel und Bankguthaben 71
Sonstige Aktiva und ARAP 10
Steuerrückstellungen und -verbindlichkeiten -2
Rückstellungen -80
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -25
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -3
Sonstige Verbindlichkeiten und PRAP -405
Erworbenes Nettovermögen 75

Geschäfts- oder Firmenwert

Der aus der Akquisition resultierende Geschäfts- oder Firmenwert wurde wie folgt ermittelt:

TEUR
Übertragene Gegenleistung 2.927
(-) Beizulegender Zeitwert des erworbenen Nettovermögens 75
(-) Beizulegender Zeitwert erworbener Pflegeverträge 265
(-) Beizulegender Zeitwert identifizierter Marken 200
(-) Latente Steuern auf Marken und Pflegeverträge -73
Geschäfts- oder Firmenwert 2.461

Die angesetzten immateriellen Vermögenswerte enthalten zum Erwerbszeitpunkt bestehende Pflegeverträge mit einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 2,6 Jahren. Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus der qualitativ hochwertigen Pflegekompetenz der Hamacher Gesundheitsdienste. Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wurde als über dem Buchwert liegend ermittelt.

32.2.4. Ambulante Krankenpflege Hamacher GmbH ("Hamacher Ambulant"), Köln

Mit Kaufvertrag vom 23. April 2021 hat der Konzern den Erwerb der Ambulante Krankenpflege Hamacher GmbH ("Hamacher Ambulant"), Köln vereinbart. Die opseo Holding B.V. hat 100 % der Geschäftsanteile und Stimmrechte erworben.

Die Hamacher Ambulant bot zum Erwerbszeitpunkt ambulante Pflegeleistungen and demenzkranke Patienten im Raum Köln an.

Der Erwerb ist am 31. Mai 2021 vollzogen worden. Im Oktober 2021 wurde die Hamacher Ambulant rückwirkend zum 01. Januar 2021 auf die Hamacher Gesundheitsdienste verschmolzen.

Übertragene Gegenleistung

Die gesamte Gegenleistung für den Kauf von Hamacher Ambulant betrug TEUR 1.048 und wurde in Höhe von TEUR 450 in bar geleistet. Weitere TEUR 598 sind als zukünftig zu zahlende bedingte Kaufpreise zunächst als Verbindlichkeit erfasst worden. Diese Verbindlichkeit wurde auf Basis der kaufvertraglichen Vereinbarungen über finanzielle Ziele und der Erwartung der Geschäftsführung des Mutterunternehmens über die Erreichung dieser Ziele vor dem Hintergrund der Budgetplanungen zum Fair Value bewertet, sofern deren voraussichtliche Auszahlungszeitpunkt mindestens 12 Monate nach dem Bilanzstichtag liegt. Auch diese Kaufpreise sind bei Eintritt der vertraglich geregelten Bedingungen in bar zu leisten.

Identifizierte Vermögenswerte und übernommene Schulden

Die folgende Tabelle zeigt die für die erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt angesetzten Beträge:

TEUR
Immaterielle Vermögenswerte 4
Sachanlagen 38
Finanzanlagen 0
Vorräte 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 168
Sonstige Vermögensgegenstände 5
Barmittel und Bankguthaben 34
Sonstige Aktiva und ARAP 1
Steuerrückstellungen und -verbindlichkeiten 0
Rückstellungen -45
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -14
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -1
Sonstige Verbindlichkeiten und PRAP -134
Erworbenes Nettovermögen 56

Geschäfts- oder Firmenwert

Der aus der Akquisition resultierende Geschäfts- oder Firmenwert wurde wie folgt ermittelt:

TEUR
Übertragene Gegenleistung 1.048
(-) Beizulegender Zeitwert des erworbenen Nettovermögens 56
(-) Beizulegender Zeitwert erworbener Pflegeverträge 0
(-) Beizulegender Zeitwert identifizierter Marken 99
(-) Latente Steuern auf Marken und Pflegeverträge -16
Geschäfts- oder Firmenwert 909

Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus der qualitativ hochwertigen Pflegekompetenz der Hamacher Ambulant. Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wurde als über dem Buchwert liegend ermittelt.

32.2.5. Hamacher GmbH Intensivkrankenpflege NRW ("Hamacher Intensiv"), Köln

Mit Kaufvertrag vom 23. April 2021 hat der Konzern den Erwerb der Hamacher GmbH Intensivkrankenpflege NRW ("Hamacher Intensiv"), Köln vereinbart. Die opseo Holding B.V. hat 100 % der Geschäftsanteile und Stimmrechte erworben.

Die Hamacher Intensiv bietet ambulante Intensivpflegeleistungen im Raum Köln an.

Der Erwerb ist am 31. Mai 2021 vollzogen worden. Im Dezember 2021 wurde die Hamacher Intensiv konzernintern an die 365° Pflegezentrum Marianne Weiß GmbH verkauft und anschließend rückwirkend zum 01. Januar 2021 seitwärts auf die 365° Häusliche Kranken- und Fachpflege Marianne Weiß GmbH verschmolzen.

Übertragene Gegenleistung

Die gesamte Gegenleistung für den Kauf von Hamacher Intensiv betrug TEUR 7.754 und wurde in Höhe von TEUR 4.969 in bar geleistet. Weitere TEUR 2.785 sind als zukünftig zu zahlende bedingte Kaufpreise zunächst als Verbindlichkeit erfasst worden. Diese Verbindlichkeit wurde auf Basis der kaufvertraglichen Vereinbarungen über finanzielle Ziele und der Erwartung der Geschäftsführung des Mutterunternehmens über die Erreichung dieser Ziele vor dem Hintergrund der Budgetplanungen zum Fair Value bewertet, sofern deren voraussichtliche Auszahlungszeitpunkt mindestens 12 Monate nach dem Bilanzstichtag liegt. Auch diese Kaufpreise sind bei Eintritt der vertraglich geregelten Bedingungen in bar zu leisten.

Identifizierte Vermögenswerte und übernommene Schulden

Die folgende Tabelle zeigt die für die erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt angesetzten Beträge:

TEUR
Immaterielle Vermögenswerte 0
Sachanlagen 49
Finanzanlagen 5
Vorräte 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 379
Sonstige Vermögensgegenstände 438
Barmittel und Bankguthaben 348
Sonstige Aktiva und ARAP 3
Steuerrückstellungen und -verbindlichkeiten -24
Rückstellungen -142
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -2
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -15
Sonstige Verbindlichkeiten und PRAP -347
Erworbenes Nettovermögen 692

Geschäfts- oder Firmenwert

Der aus der Akquisition resultierende Geschäfts- oder Firmenwert wurde wie folgt ermittelt:

TEUR
Übertragene Gegenleistung 7.754
(-) Beizulegender Zeitwert des erworbenen Nettovermögens 692
(-) Beizulegender Zeitwert erworbener Pflegeverträge 573
(-) Beizulegender Zeitwert identifizierter Marken 0
(-) Latente Steuern auf Marken und Pflegeverträge -91
Geschäfts- oder Firmenwert 6.579

Die angesetzten immateriellen Vermögenswerte enthalten zum Erwerbszeitpunkt bestehende Pflegeverträge mit einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 2,1 Jahren. Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus der qualitativ hochwertigen Pflegekompetenz der Hamacher Intensiv in der Intensivpflege. Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wurde als über dem Buchwert liegend ermittelt.

32.2.6. Aercura Lippe GmbH & Co. KG ("Aercura Lippe"), Bielefeld

Mit Kaufvertrag vom 25. Oktober 2021 hat der Konzern den Erwerb der Aercura Lippe GmbH & Co. KG ("Aercura Lippe"), Bielefeld vereinbart. Die opseo Holding B.V. hat 100 % der Geschäftsanteile und Stimmrechte erworben.

Die Aercura Lippe bietet ambulante Intensivpflegeleistungen in Nordrhein-Westfalen an.

Der Erwerb ist am 01. November 2021 vollzogen worden. Im Geschäftsjahr erzielte die Aercura Lippe einen Umsatz in Höhe von rund TEUR 3.520 und ein EBITDA in Höhe von rund TEUR 357.

Übertragene Gegenleistung

Die gesamte Gegenleistung für den Kauf von Aercura Lippe betrug TEUR 3.593 und wurde in Höhe von TEUR 3.433 in bar geleistet. Weitere TEUR 160 sind als zukünftig zu zahlende bedingte Kaufpreise zunächst als Verbindlichkeit erfasst worden. Diese Verbindlichkeit wurde auf Basis der kaufvertraglichen Vereinbarungen über finanzielle Ziele und der Erwartung der Geschäftsführung des Mutterunternehmens über die Erreichung dieser Ziele vor dem Hintergrund der Budgetplanungen zum Fair Value bewertet, sofern deren voraussichtliche Auszahlungszeitpunkt mindestens 12 Monate nach dem Bilanzstichtag liegt. Auch diese Kaufpreise sind bei Eintritt der vertraglich geregelten Bedingungen in bar zu leisten.

Identifizierte Vermögenswerte und übernommene Schulden

Die folgende Tabelle zeigt die für die erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt angesetzten Beträge:

TEUR
Immaterielle Vermögenswerte 12
Sachanlagen 20
Finanzanlagen 0
Vorräte 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 434
Sonstige Vermögensgegenstände 239
Barmittel und Bankguthaben -60
Sonstige Aktiva und ARAP 254
Steuerrückstellungen und -verbindlichkeiten 0
Rückstellungen -8
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -34
Sonstige Verbindlichkeiten und PRAP -104
Erworbenes Nettovermögen 754

Geschäfts- oder Firmenwert

Der aus der Akquisition resultierende Geschäfts- oder Firmenwert wurde wie folgt ermittelt:

TEUR
Übertragene Gegenleistung 3.593
(-) Beizulegender Zeitwert des erworbenen Nettovermögens 754
(-) Beizulegender Zeitwert erworbener Pflegeverträge 288
(-) Beizulegender Zeitwert identifizierter Marken 0
(-) Latente Steuern auf Pflegeverträge und andere immaterielle Vermögensgegenstände 404
Geschäfts- oder Firmenwert 2.146

Die angesetzten immateriellen Vermögenswerte enthalten zum Erwerbszeitpunkt bestehende Pflegeverträge mit einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 2 Jahren. Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus der qualitativ hochwertigen Pflegekompetenz der Aercura Lippe in der Intensivpflege. Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wurde als über dem Buchwert liegend ermittelt.

32.2.7. BKP Service GmbH & Co. KG ("BKP"), Bielefeld

Mit Kaufvertrag vom 25. Oktober 2021 hat der Konzern den Erwerb der BKP Service GmbH & Co. KG ("BKP"), Bielefeld vereinbart. Die opseo Holding B.V. hat 100 % der Geschäftsanteile und Stimmrechte erworben.

Die BKP arbeitet eng mit der Aercura Lippe zusammen. Sie mietet Räumlichkeiten an, stattet sie teilweise aus und vermietet sie an intensivpflegebedürftige Patienten.

Der Erwerb ist am 01. November 2021 vollzogen worden. Im Geschäftsjahr erzielte die BKP einen Umsatz in Höhe von rund TEUR 579 und ein EBITDA in Höhe von rund TEUR 172.

Übertragene Gegenleistung

Die gesamte Gegenleistung für den Kauf von BKP betrug TEUR 1.767 und wurde in Höhe von TEUR 1.767 in bar geleistet. Es wurde kein Zusatzkaufpreis vereinbart.

Identifizierte Vermögenswerte und übernommene Schulden

Die folgende Tabelle zeigt die für die erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt angesetzten Beträge:

TEUR
Immaterielle Vermögenswerte 0
Sachanlagen 300
Finanzanlagen 0
Vorräte 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 158
Sonstige Vermögensgegenstände 12
Barmittel und Bankguthaben 2
Sonstige Aktiva und ARAP 4
Steuerrückstellungen und -verbindlichkeiten -3
Rückstellungen -7
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -405
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -7
Sonstige Verbindlichkeiten und PRAP -56
Erworbenes Nettovermögen 0

Geschäfts- oder Firmenwert

Der aus der Akquisition resultierende Geschäfts- oder Firmenwert wurde wie folgt ermittelt:

TEUR
Übertragene Gegenleistung 1.767
(-) Beizulegender Zeitwert des erworbenen Nettovermögens 0
(-) Beizulegender Zeitwert erworbener Pflegeverträge 0
(-) Beizulegender Zeitwert identifizierter Marken 0
(-) Latente Steuern auf immaterielle Vermögensgegenstände 280
Geschäfts- oder Firmenwert 1.487

Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus der Kompetenz der BKP in der Anmietung, Ausstattung und Weitervermietung von Räumlichkeit für intensivpflegebedürftige Patienten. Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wurde als über dem Buchwert liegend ermittelt.

32.2.8. Aercura Verwaltungs GmbH ("Aercura Verwaltung"), Bielefeld

Mit Kaufvertrag vom 25. Oktober 2021 hat der Konzern den Erwerb der Aercura Verwaltungs GmbH ("Aercura Verwaltung"), Bielefeld vereinbart. Die opseo Holding B.V. hat 100 % der Geschäftsanteile und Stimmrechte erworben.

Die Aercura Verwaltung ist die Komplementärin der höher beschriebenen Aercura Lippe und der BKP und hat außerdem keine operative Tätigkeit.

Der Erwerb ist am 01. November 2021 vollzogen worden. Die Gesellschaft generiert keine Umsätze. Im Geschäftsjahr erzielte die Aercura Verwaltung ein EBITDA in Höhe von rund TEUR 1.

Übertragene Gegenleistung

Die gesamte Gegenleistung für den Kauf von Aercura Verwaltung betrug TEUR 35 und wurde in Höhe von TEUR 35 in bar geleistet. Es wurde kein Zusatzkaufpreis vereinbart.

Identifizierte Vermögenswerte und übernommene Schulden

Die folgende Tabelle zeigt die für die erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt angesetzten Beträge:

TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5
Sonstige Vermögensgegenstände 38
Barmittel und Bankguthaben -3
Rückstellungen -2
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -1
Sonstige Verbindlichkeiten und PRAP -15
Erworbenes Nettovermögen 22

Geschäfts- oder Firmenwert

Der aus der Akquisition resultierende Geschäfts- oder Firmenwert wurde wie folgt ermittelt:

TEUR
Übertragene Gegenleistung 35
(-) Beizulegender Zeitwert des erworbenen Nettovermögens 22
(-) Beizulegender Zeitwert erworbener Pflegeverträge 0
(-) Beizulegender Zeitwert identifizierter Marken 0
(-) Latente Steuern auf Marken und Pflegeverträge 0
Geschäfts- oder Firmenwert 13

Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wurde als über dem Buchwert liegend ermittelt.

32.2.9. Balu Kinderintensivpflegedienst GmbH & Co. KG ("Balu"), Hamburg

Mit Kaufvertrag vom 08. November 2021 hat der Konzern den Erwerb der Balu Kinderintensivpflegedienst GmbH & Co. KG ("Balu"), Hamburg vereinbart. Die opseo Holding B.V. hat 100 % der Geschäftsanteile und Stimmrechte erworben.

Die Balu bietet ambulante Intensivpflegeleistungen im Raum Hamburg an und spezialisiert sich auf die Intensivpflege von Kindern.

Der Erwerb ist am 30. November 2021 vollzogen worden. Im Geschäftsjahr erzielte die Balu einen Umsatz in Höhe von rund TEUR 3.265 und ein EBITDA in Höhe von rund TEUR 800.

Übertragene Gegenleistung

Die gesamte Gegenleistung für den Kauf von Balu betrug TEUR 6.046 und wurde in Höhe von TEUR 4.235 in bar geleistet. Weitere TEUR 1.811 sind als zukünftig zu zahlende bedingte Kaufpreise zunächst als Verbindlichkeit erfasst worden. Diese Verbindlichkeit wurde auf Basis der kaufvertraglichen Vereinbarungen über finanzielle Ziele und der Erwartung der Geschäftsführung des Mutterunternehmens über die Erreichung dieser Ziele vor dem Hintergrund der Budgetplanungen zum Fair Value bewertet, sofern deren voraussichtliche Auszahlungszeitpunkt mindestens 12 Monate nach dem Bilanzstichtag liegt. Auch diese Kaufpreise sind bei Eintritt der vertraglich geregelten Bedingungen in bar zu leisten.

Identifizierte Vermögenswerte und übernommene Schulden

Die folgende Tabelle zeigt die für die erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt angesetzten Beträge:

TEUR
Immaterielle Vermögenswerte 7
Sachanlagen 7
Finanzanlagen 0
Vorräte 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 470
Sonstige Vermögensgegenstände 3
Barmittel und Bankguthaben 44
Sonstige Aktiva und ARAP 0
Steuerrückstellungen und -verbindlichkeiten 0
Rückstellungen -108
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -176
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -10
Sonstige Verbindlichkeiten und PRAP -185
Erworbenes Nettovermögen 50

Geschäfts- oder Firmenwert

Der aus der Akquisition resultierende Geschäfts- oder Firmenwert wurde wie folgt ermittelt:

TEUR
Übertragene Gegenleistung 6.046
(-) Beizulegender Zeitwert des erworbenen Nettovermögens 50
(-) Beizulegender Zeitwert erworbener Pflegeverträge 818
(-) Beizulegender Zeitwert identifizierter Marken 503
(-) Latente Steuern auf Marken, Pflegeverträge und andere immaterielle Vermögensgegenstände 774
Geschäfts- oder Firmenwert 3.902

Die angesetzten immateriellen Vermögenswerte enthalten zum Erwerbszeitpunkt bestehende Pflegeverträge mit einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 2,7 Jahren. Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus der qualitativ hochwertigen Pflegekompetenz der Balu in der Intensivpflege. Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wurde als über dem Buchwert liegend ermittelt.

32.2.10. Balu Management-GmbH ("Balu Management"), Hamburg

Mit Kaufvertrag vom 08. November 2021 hat der Konzern den Erwerb der Balu Management-GmbH ("Balu Management"), Hamburg vereinbart. Die opseo Holding B.V. hat 100 % der Geschäftsanteile und Stimmrechte erworben.

Die Balu Management ist die Komplementärin der höher beschriebenen Balu und hat außerdem keine operative Tätigkeit.

Der Erwerb ist am 30. November 2021 vollzogen worden. Die Gesellschaft generiert keine Umsätze. Im Geschäftsjahr erzielte die Balu Management ein negatives EBITDA in Höhe von rund TEUR 13.

Übertragene Gegenleistung

Die gesamte Gegenleistung für den Kauf von Balu Management betrug TEUR 26 und wurde in voller Höhe in bar geleistet. Es wurde kein Zusatzkaufpreis vereinbart.

Identifizierte Vermögenswerte und übernommene Schulden

Die folgende Tabelle zeigt die für die erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt angesetzten Beträge:

TEUR
Sonstige Aktiva und ARAP 26
Rückstellungen -1
Erworbenes Nettovermögen 26

Geschäfts- oder Firmenwert

Der aus der Akquisition resultierende Geschäfts- oder Firmenwert wurde wie folgt ermittelt:

TEUR
Übertragene Gegenleistung 26
(-) Beizulegender Zeitwert des erworbenen Nettovermögens 26
Geschäfts- oder Firmenwert 0

32.2.11. Nemopflege GmbH ("Nemopflege"), Erfurt

Gemäß Insolvenzplan für die Nemopflege GmbH ("Nemopflege"), Erfurt hat der Konzern die Übernahme der Gesellschaft mit Wirkung zum 01.01.2021 vereinbart. Die Pflegedienst Nicole Tobias GmbH hat 100 % der Geschäftsanteile und Stimmrechte erworben.

Die Nemopflege bietet ambulante Intensivpflegeleistungen in Thüringen an.

Der Erwerb ist am 14. April 2021, Datum der Aufhebung des Insolvenzverfahrens nach rechtskräftiger Bestätigung des Insolvenzplans, vollzogen worden. Im Dezember 2021 wurde die Nemopflege rückwirkend zum 01. Januar 2021 auf die weiter unten beschriebene Pflegedienst Nicole Tobias Thüringen GmbH (ehemals Nemopflege ambulante Dienste GmbH) verschmolzen.

Übertragene Gegenleistung

Die gesamte Gegenleistung für den Kauf von Nemopflege betrug TEUR 0,25 und wurde in bar geleistet. Es wurde kein Zusatzkaufpreis vereinbart.

Identifizierte Vermögenswerte und übernommene Schulden

Die folgende Tabelle zeigt die für die erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt angesetzten Beträge:

TEUR
Immaterielle Vermögenswerte 0
Sachanlagen 20
Finanzanlagen 0
Vorräte 1
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0
Sonstige Vermögensgegenstände 34
Barmittel und Bankguthaben 194
Sonstige Aktiva und ARAP 0
Steuerrückstellungen und -verbindlichkeiten 0
Rückstellungen -18
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -15
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -6
Sonstige Verbindlichkeiten und PRAP -249
Erworbenes Nettovermögen -38

Geschäfts- oder Firmenwert

Der aus der Akquisition resultierende Geschäfts- oder Firmenwert wurde wie folgt ermittelt:

TEUR
Übertragene Gegenleistung 0
(-) Beizulegender Zeitwert des erworbenen Nettovermögens -38
(-) Beizulegender Zeitwert erworbener Pflegeverträge 0
(-) Beizulegender Zeitwert identifizierter Marken 0
(-) Latente Steuern auf Marken und Pflegeverträge 0
Geschäfts- oder Firmenwert 38

Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus der Pflegekompetenz der Nemopflege in der Intensivpflege. Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wurde als über dem Buchwert liegend ermittelt.

32.2.12. Pflegedienst Nicole Tobias Thüringen GmbH ("Tobias Thüringen"), Erfurt

Gemäß Insolvenzplan für die Pflegedienst Nicole Tobias Thüringen GmbH (ehemals Nemopflege ambulante Dienste GmbH) ("Tobias Thüringen"), Erfurt hat der Konzern die Übernahme der Gesellschaft mit Wirkung zum 01.01.2021 vereinbart. Die Pflegedienst Nicole Tobias GmbH hat 100 % der Geschäftsanteile und Stimmrechte erworben.

Die Tobias Thüringen bietet ambulante Intensivpflegeleistungen und bot zum Erwerbszeitpunkt zusätzlich ambulante Tourenpflegedienstleistungen in Thüringen an. Letztere wurden im Laufe des Jahres 2021 an einen Dritten veräußert.

Der Erwerb ist am 14. April 2021, Datum der Aufhebung des Insolvenzverfahrens nach rechtskräftiger Bestätigung des Insolvenzplans, vollzogen worden. Im Dezember 2021 wurde die höher beschriebene Nemopflege rückwirkend zum 01. Januar 2021 auf die Tobias Thüringen verschmolzen. Im Geschäftsjahr erzielte die Tobias Thüringen einen Umsatz in Höhe von rund TEUR 2.514 und ein negatives EBITDA in Höhe von rund TEUR 25.

Übertragene Gegenleistung

Die gesamte Gegenleistung für den Kauf von Tobias Thüringen betrug TEUR 300 und wurde in Höhe von TEUR 0,25 in bar geleistet. Die weiteren TEUR 300 wurden in Form einer Haftungsfreistellung für die Verkäufer geleistet. Der Konzern geht davon aus, dass der wesentliche Teil dieses Freistellungsbetrags auch tatsächlich in Anspruch genommen wird.

Identifizierte Vermögenswerte und übernommene Schulden

Die folgende Tabelle zeigt die für die erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt angesetzten Beträge:

TEUR
Immaterielle Vermögenswerte 0
Sachanlagen 8
Finanzanlagen 0
Vorräte 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 351
Sonstige Vermögensgegenstände 630
Barmittel und Bankguthaben 1.723
Sonstige Aktiva und ARAP 0
Steuerrückstellungen und -verbindlichkeiten 0
Rückstellungen -5
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -14
Sonstige Verbindlichkeiten und PRAP -2.723
Erworbenes Nettovermögen -31

Geschäfts- oder Firmenwert

Der aus der Akquisition resultierende Geschäfts- oder Firmenwert wurde wie folgt ermittelt:

TEUR
Übertragene Gegenleistung 300
(-) Beizulegender Zeitwert des erworbenen Nettovermögens -31
(-) Beizulegender Zeitwert erworbener Pflegeverträge 400
(-) Beizulegender Zeitwert identifizierter Marken 0
(-) Latente Steuern auf Marken und Pflegeverträge 0
Geschäfts- oder Firmenwert -69

Die angesetzten immateriellen Vermögenswerte für erworbene Pflegeverträge betreffen zum Erwerbszeitpunkt den Geschäftsbereich der ambulanten Tourenpflege der im Laufe des 2021 für TEUR 400 an einen Dritten veräußert wurde.

Der negative Unterschiedsbetrag wurde zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung erfolgswirksam aufgelöst.

33. Eventualschulden

Wesentliche Vermögenswerte sind den Kreditgebern als Sicherheit für die Finanzverbindlichkeiten gegeben worden. Wir verweisen auf unsere Ausführungen in Angabe 16. Die in dem Kreditvertrag vereinbarten Konditionen wurden auf der Grundlage eines konservativen Business Plans verhandelt, so dass eine Inanspruchnahme der Sicherheiten in Form von Veräußerungen der Vermögenswerte von der Geschäftsführung nicht erwartet wird. Die Geschäftsführung geht vielmehr davon aus, dass die Verpflichtungen aus dem Bankkredit zu jedem Zeitpunkt erfüllt werden können.

Zudem bestehen Eventualverbindlichkeiten in Form von bedingten Kaufpreiszusagen aus bereits vollzogenen Unternehmenserwerben von Tochterunternehmen. Die bedingten Kaufpreise sind im Fall bereits vollzogener Erwerbe abhängig vom Erreichen zukünftiger Finanzkennzahlen oder dem Eintritt bestimmter, vertraglich vereinbarter Ereignisse.

Basierend auf der aktuellen Ergebnissituation dieser Tochterunternehmen und der Prognose zum Eintritt der vertraglich geregelten Ereignisse wurde in den sonstigen Schulden eine Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 15.476 (i. Vj. TEUR 6.001) passiviert. Eine 100%ige Zielerreichung unterstellt, würde die bedingte Kaufpreisverbindlichkeit TEUR 15.647 (i. Vj. TEUR 6.172) betragen. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass aufgrund der aktuellen Ergebnissituation und der von den Tochterunternehmen eingereichten Planzahlen, eine höhere Zielerreichung als in der passivierten Verbindlichkeit von TEUR 15.476 sehr unwahrscheinlich ist. Der zum 31. Dezember 2021 passivierte Betrag hat in Höhe von TEUR 4.534 kurzfristigen Charakter.

Weitere Eventualverbindlichkeiten bestehen in Form von unterzeichneten Mietverträgen deren zugrundeliegenden Immobilien von der Gruppe noch nicht übernommen wurden und demzufolge noch nicht nach IFRS 16 bilanziert werden. Der beizulegende Zeitwert der in diesen Verträgen vereinbarten Mietzahlungen beträgt EUR 8,8 Mio.

34. Honorar des Konzernabschlussprüfers

Nachstehend werden die Honorare des Konzernprüfers, der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, dargestellt:

2021
TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 255
Steuerberaterleistungen 390
Beratungsleistungen im Rahmen von Unternehmenserwerben und Verschmelzungen sowie IT-Beratung 296
Summe 940

35. Organe der Gesellschaft

Mitglieder der Geschäftsführung waren im Geschäftsjahr:

Holger Eden, CEO

Simon Faiß, CFO

Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr:

Wolgang Christian de Limburg Stirum

Nils Lüssem

Johannes Witt

36. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 30. Dezember 2021 hat die opseo Holding B.V. einen Kaufvertrag unterzeichnet im Hinblick auf die vollständige Übernahme der Anteile an der A.I.H. - Ambulante Intensivpflege Holding GmbH (,AIB') mit Sitz in Auerbach, Bayern. Die Transaktion wird voraussichtlich zum 01. April 2022 vollzogen. AIB betreut mit rund 1.200 Mitarbeitern insgesamt rund 200 Patienten und erzielte in 2021 einen Umsatz von rund 45 Mio. Euro.

Mit Wirkung zum 31. März 2022 hat die opseo Holding B.V. 100% der Anteile an der Gesundheitsteam für Intensivpflege & Beatmung GmbH ('GtIB') mit Sitz in Itzehoe, Schleswig-Holstein, erworben. GtIB betreut aktuell rund 25 Patienten und erzielte in 2021 einen Umsatz von rund 8 Mio. Euro.

Es haben sich keine wesentlichen Ereignisse zwischen dem Bilanzstichtag und dem Datum der Genehmigung des Konzernabschlusses ergeben, die eine Anpassung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2021 erforderlich machen.

37. Angaben gemäß § 264 Absatz 3 Nummer 4 des deutschen Handelsgesetzbuches

Für die folgenden vollkonsolidierten Tochterunternehmen wird durch deren Einbeziehung in diesen Konzernabschluss von der Möglichkeit zur Befreiung von der Offenlegung des Jahresabschlusses und weiterer Unterlagen nach § 264 Abs. 3 des deutschen Handelsgesetzbuches Gebrauch gemacht:

365° Häusliche Kranken- und Fachpflege Marianne Weiß GmbH, Remscheid

365° Pflegezentrum Marianne Weiß GmbH, Remscheid

3Wkonzepter GmbH, Potsdam

AerCura Lippe GmbH & Co. KG, Bielefeld

AERCURA Verwaltungs GmbH, Bielefeld

Ambulante Intensivpflege ape GmbH, Sulzbach-Rosenberg

Atemzeit GmbH, Recklinghausen

Atemzeit Intensivpflege Nord GmbH, Hamburg

Auralis Intensivpflege GmbH, Darmstadt

Balu Kinderintensivpflegedienst GmbH & Co. KG, Hamburg

Balu Management-GmbH, Hamburg

Bärenfamilie Darmstadt GmbH, Darmstadt

Bärenfamilie GmbH, Kelsterbach

BaWiG GmbH, Kelsterbach

Binder Intensivpflege GmbH, Neukirchen beim Heiligen Blut

BKP Service GmbH & Co. KG, Bielefeld

CARE Mobiler Sozialer Dienst GmbH, Kall

CP Kinderintensivpflege GmbH, Bayreuth

DIH Immobilienverwaltungsgesellschaft mbH, Dresden

Fero Medik Intensivpflegedienst GmbH, München

Hamacher GmbH Gesundheitsdienste (ehemals Hamacher GmbH Seniorenservice), Köln

Helping Hand Bayern GmbH, Mitterfels

Humanitair GmbH, Wetter

IPD-MV GmbH, Stralsund

JOBMEDICA GmbH, Dresden

kidi häusliche Kinderkranken- und Intensivpflege GmbH, Villingen-Schwenningen

Kleine Strolche Kinder-Intensivpflegedienst GmbH, Freital

Kronenhof Intensivpflege GmbH, Kempten

Lebenswert - Ambulantes Intensivpflegeteam Nordbayern GmbH, Mitterteich

Match-Medics GmbH, Merseburg

MOKI Mobile Kinderkrankenpflege GmbH, Affalterbach

opseo Servicegesellschaft GmbH, Kelsterbach

Pflegedienst Nicole Tobias GmbH, Freital

Philos GmbH, Darmstadt

REMEO Deutschland GmbH, Blankenfelde-Mahlow

Pflegedienst Nicole Tobias Thüringen GmbH (ehemals NEMOPFLEGE Ambulante Dienste GmbH), Erfurt

WICHTELTEAM GmbH, Aschaffenburg

Zentrum für Beatmung und Intensivpflege - NRW GmbH, Remscheid

 

Amsterdam (Niederlande) / Kelsterbach, den 31. März 2022

opseo Holding B.V.

Die Geschäftsführer

Holger Eden

Simon Faiß

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Opseo Holding B.V., Amsterdam (Niederlande)

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Opseo Holding B.V., Amsterdam (Niederlande), und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung einschließlich Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Opseo Holding B.V. für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 31. März 2022

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Wildermuth, Wirtschaftsprüfer

Rettich, Wirtschaftsprüfer

Billigung des Konzernabschlusses

Der Konzernabschluss der Opseo Holding B.V. wurde am 1. Juli 2022 gebilligt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

2 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.