Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 31487
Eingetragen
24.1.1990
Branche
Großhandel mit FlachglasGroßhandel mit keramischen Erzeugnissen und GlaswarenHerstellung von Flaschen und anderen Behältnissen aus Glas
Gegenstand
Die Einfuhr und der Vertrieb von Glasrohstoff für optische Zwecke

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Kouskuke Nakajima
seit 25.7.2023
Geschäftsführer
Masatomo Suzuki
seit 25.7.2023
Geschäftsführer
Brian K. Jeffery
seit 23.11.2004
Geschäftsführer
Peter Mathias Melcher
seit 23.11.2004
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Ohara Inc.JPN
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Ohara Inc.
Japan
100.000 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Ohara GmbH

Hofheim am Taunus

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.11.2022 bis zum 31.10.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23

1. BERICHT ÜBER DEN GESCHÄFTSVERLAUF UND BERICHT ÜBER DIE LAGE DER GESELLSCHAFT

1.1         GESCHÄFTSTÄTIGKEIT DES UNTERNEHMENS

Die OHARA GmbH ist die europäische Zentrale der OHARA Gruppe welche Spezial- und Präzisionsgläser für Medizintechnik, Forschung und Raumfahrt produziert und weltweit liefert.

Seit mehr als 80 Jahren gilt OHARA als einer der weltweit führenden Glashersteller von optischen und technischen Komponenten. Die OHARA Gruppe agiert weltweit und bedient ihre Kunden aus Fertigungs- und Vertriebsstätten in Japan, Taiwan, Malaysia, China, den USA und Deutschland.

Die OHARA GmbH ist eine Tochtergesellschaft der OHARA Inc., Japan und verantwortlich für alle Kundenaktivitäten in Europa.

Hinweis: Lageberichtsfremder Bestandteil, der nicht Prüfungsgegenstand im Sinne des IDW PS 350 ist.

1.2         ENTWICKLUNG VON GESAMTWIRTSCHAFT UND BRANCHE

1.2.1     GESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG UND RAHMENBEDINGEN

Nach einem kräftigen Jahresauftakt hat die Weltwirtschaft im Sommer 2023 etwas an Schwung verloren. Dabei dämpft eine schwache Industrieproduktion schon seit einiger Zeit die Konjunktur, insbesondere in Europa. In China belasten hohe Schulden im Immobiliensektor die Wirtschaft. In vielen anderen Regionen dämpfen die stark gestiegenen Zinsen die Wohnungsbauinvestitionen deutlich. Die USA überraschten in der ersten Jahreshälfte mit einer kräftigen Expansion. Insgesamt stieg die Produktion im ersten Halbjahr in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften deutlich, und auch die Schwellenländer verzeichneten robuste Zuwächse.

Die Weltwirtschaft dürfte in den Wintermonaten weiterhin nur verhalten expandieren. Die Schwäche der Industriekonjunktur wird wohl in den nächsten Monaten andauern, und die hohen Zinsen dämpfen die gesamtwirtschaftliche Nachfrage.

Insgesamt revidieren die Institute ihre Prognose für die Zunahme der Weltproduktion für das Jahr 2023 auf 2,5%, und damit um 0,5 Prozentpunkte nach oben. Die Prognose für den Zuwachs im Jahr 2024 fällt mit 2,3% um 0,3 Prozentpunkte geringer aus als im Frühjahr, denn ab dem zweiten Halbjahr 2023 wird die Konjunktur in Europa und in China nun schwächer eingeschätzt.

Als wesentliche Risiken für die Weltkonjunktur werden Preis- und Zinsänderungen mit dämpfender Wirkung für die Realwirtschaft sowie eine für möglich erachtete Deflation in China genannt.

Bedeutsame geopolitische Risiken ergeben sich auch aus den Spannungen zwischen China und den USA im Zusammenhang mit Taiwan. Aber selbst wenn es lediglich auf wirtschaftlichem Gebiet zu einer Verschärfung des Konflikts zwischen den USA und der EU auf der einen und China auf der anderen Seite kommt, könnte die internationale Konjunktur spürbar in Mitleidenschaft gezogen werden.

Quellenangabe: Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2023, Kiel Institut für Weltwirtschaft, 1. Lage und Prognose der Weltwirtschaft

1.2.2     ENTWICKLUNG IN EUROPA

In Großbritannien hat die Produktion in den vergangenen drei Quartalen jeweils geringfügig zugenommen. Eine Revision der amtlichen Daten hat jüngst ergeben, dass das Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal 2021 um 0,6% höher war als Ende 2019, also vor Ausbruch der Pandemie. Alles in allem wird das Bruttoinlandsprodukts voraussichtlich im Jahr 2023 um 0,8% und im kommenden Jahr um 1,4% expandieren. Die Verbraucherpreisinflation dürfte erst spät im Jahr 2025 in den geldpolitischen Zielbereich um die 2%-Marke kommen.

In den mittel- und osteuropäischen Ländern der Europäischen Union ist die Konjunktur schon seit dem Frühjahr vergangenen Jahres im Abschwung. Die Nachfrage nach Produkten des für den Länderkreis besonders wichtigen Ver-arbeitenden Gewerbes stagniert, und der private Konsum schwächelt vor allem wegen Realeinkommensverlusten infolge starker Teuerung. Alles in allem erwarten die Institute für die mittel- und osteuropäischen Länder der Europäischen Union im Jahresdurchschnitt 2023 einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 0,6% und in den kommenden Jahren einen Anstieg um 2,8% beziehungsweise 3,1%.

Quellenangabe: Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2023, Kiel Institut für Weltwirtschaft, 1. Lage und Prognose der Weltwirtschaft - Großbritannien sowie mittel- und osteuropäische Länder der Europäischen Union.

1.2.3     WIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG IN DEUTSCHLAND

Die Wirtschaft in Deutschland befindet sich seit über einem Jahr im Abschwung. Seit Mitte des Jahres 2022 bleiben die Expansionsraten des Bruttoinlandsprodukts hinter dem Potenzialwachstum zurück. Die Wirtschaftsleistung liegt nunmehr zwar wieder in etwa auf dem Niveau von vor der Pandemie, dazu tragen aber über eine halbe Million Erwerbstätige mehr bei; die Arbeitsproduktivität ist also deutlich gesunken. Dies ist nicht nur einer sinkenden Arbeitszeit je Erwerbstätigen, sondern auch einer stagnierenden Stundenproduktivität geschuldet.

Der durch den russischen Angriff auf die Ukraine ausgelöste sprunghafte Anstieg der Energiepreise hat die Kosten in den energieintensiven Wirtschaftszweigen drastisch erhöht, und ein Teil der Produktion ist dort weggebrochen. Zusammen mit Zweitrundeneffekten bei anderen Gütergruppen hat der Energiepreisschock die schon zuvor anziehende Verbraucherpreisinflation auf über 8% steigen lassen. Dadurch wird den privaten Haushalten in empfindlichem Maße Kaufkraft entzogen. Zudem hat die starke Teuerung die Geldpolitik veranlasst, ihre jahrelange Niedrigzinspolitik aufzugeben; die EZB-Leitzinsen sind innerhalb gut eines Jahres um über vier Prozentpunkte gestiegen. Das trifft insbesondere die Bauwirtschaft, deren Preise und Gewinne bei real sinkender Produktion und Wertschöpfung über einen längeren Zeitraum immer weiter gestiegen waren. Weil die höheren Zinsen die Finanzierung und die Wirtschaftlichkeit vieler Vorhaben nun zusammenfallen lassen, ist die Baunachfrage eingebrochen, und die Baupreise steigen nicht mehr.

Hinzu kommt, dass die Politik der Bundesregierung Unternehmen und Haushalte massiv verunsichert; dies erschwert ökonomische Planungen und trägt dazu bei, dass die Konjunktur nicht zügig aus dem Abschwung herausfindet.

Alles in allem wird das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,6% sinken. Damit revidieren die Institute ihre Prognose vom Frühjahr 2023 kräftig um 0,9 Prozentpunkte nach unten. Der wichtigste Grund dafür ist, dass sich die Industrie und der Konsum langsamer erholen als im Frühjahr prognostiziert worden war. Für das Jahr 2024 liegt die Prognose mit 1,3% nur 0,2 Prozentpunkte unter der Prognose vom Frühjahr 2023. Zum Ende des Prognosezeitraums im Jahr 2025 wird sich bemerkbar machen, dass das Potenzialwachstum aufgrund der schrumpfenden Erwerbsbevölkerung mittelfristig deutlich zusammenschmilzt. Nachdem sich die Unterauslastung der gesamtwirtschaftlichen Produktionskapazitäten im Verlauf des Jahres 2025 abgebaut haben wird, dürften die vierteljährlichen Veränderungsraten des Bruttoinlandsprodukts auf die magere Potenzialwachstumsrate von 0,1% bis 0,2% je Quartal zurückgehen. Weil die Produktion im Zuge der konjunkturellen Erholung aber in den Jahren 2024 und 2025 vorübergehend etwas kräftiger expandieren dürfte, ergibt sich für den Jahresdurchschnitt 2025 eine Veränderungsrate des Bruttoinlandsprodukts von 1,5%.

Die deutsche Konjunktur könnte sich besser entwickeln, wenn die Inflation rascher zurückginge und die Leitzinsen früher als erwartet wieder gesenkt würden.

Als wesentliche Risiken werden steigende Energiepreise, insbesondere für Flüssiggas und die damit einhergehenden Einbußen bei der Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Industrie sowie die Kaufkraftverluste bei den privaten Haushalten genannt. Der Abschwung könnte sich dadurch verschärfen oder verlängern. Ferner stellen die konjunkturelle Entwicklung in China und die sich abzeichnenden neuen Handelskonflikte zwischen der EU und China auf dem Gebiet der Elektrofahrzeuge eine Gefahr für die exportorientierte deutsche Wirtschaft dar.

Auch sorgt das politische Management der Energiewende für große Unsicherheit. Sollte die Politik weiter bevorzugen, die Emissionsreduktionsziele durch kleinteilige Eingriffe in die Entscheidungen der Unternehmen und Haushalte zu erreichen statt auf effiziente marktwirtschaftliche Instrumente wie einen hinreichend hohen CO2-Preis und Zertifikatehandel zu setzen, würde die Energiewende letztlich teurer. Die deutsche Wirtschaft könnte noch mehr an Wettbewerbsfähigkeit verlieren, und die Realeinkommen der privaten Haushalte könnten spürbar sinken.

Quellenangabe: Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2023, Kiel Institut für Weltwirtschaft, 2. Lage und Prognose der deutschen Wirtschaft.

1.2.4     BRANCHENENTWICKLUNG

Ohara entwickelt, produziert und vertreibt optische Gläser, überwiegend für Kunden der Photonik-Branche.

Hinweis: Lageberichtsfremder Bestandteil, der nicht Prüfungsgegenstand im Sinne des IDW PS 350 ist.

Die Photonik umfasst alle Unternehmen, die Produkte und Dienstleistungen zur technischen Anwendung des Lichts entwickeln und produzieren. Wichtige Anwendungsfelder sind Produktionstechnik, Messtechnik, Medizintechnik, Kommunikationstechnik, Informationstechnik sowie Sicherheit und Verteidigung. Die Produkte der Photonik-Branche finden ganz überwiegend in globalen Wertschöpfungsketten ihre Verwendung.

Quellenangabe: www.spectaris.de/Infothek/Photonik/ Steckbrief

Nach Angaben des Industrieverbandes Spectaris e.V. in Trend Report Photonics 2021/22, ist die deutsche Photonik Industrie krisensicher und zukunftsorientiert und stellt sich geschlossen den Herausforderungen der Zukunft. Für das Jahr 2023 wird für die über 1.000 deutschen Unternehmen der Photonik mit rd. 190.000 Beschäftigten mit einer Umsatzsteigerung auf Mrd. EUR 54 gerechnet. Im Detail sollen die Inlandsumsätze um 7,0%, die Auslandsumsätze um bis zu 8,0% steigen. Die große Bedeutung des internationalen Geschäfts zeigt sich in der Exportquote von 73,0%: über Mrd. EUR 39 Umsatz werden im Ausland erzielt. Die deutsche Photonik-Branche trägt damit wesentlich zur europäischen Photonik-Produktion bei.

Die Photonik ist eine Schlüsseltechnologie für Deutschland. Sie liefert wesentliche Komponenten und ganze Systeme in andere Zukunftsindustrien am Standort Deutschland, etwa in die Medizintechnik, den Automobilbau oder den Halbleiterbereich.

Quellenangabe: www.spectaris.de/photonik/zahlen-fakten-und-publikationen

2. GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGEBEURTEILUNG

2.1         GESCHÄFTSVERLAUF

Die Gesellschaft konnte bei starkem Preis- und Wettbewerbsdruck im Geschäftsjahr 2022/23 ihre Marktposition festigen und weiter ausbauen. Die bestehenden Kunden setzten vornehmlich die Zusammenarbeit fort; darüber hinaus konnten neue Kunden akquiriert werden, so dass sich die Kundenbasis verbreitert hat.

Die Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr 2022/23 bei einem Umsatz in Höhe von TEUR 28.941 (im Vorjahr TEUR 22.458) ein Betriebsergebnis (EBIT) in Höhe von TEUR 7.160 (im Vorjahr TEUR 5.641) erwirtschaften.

Die Gesellschaft konnte die für das Jahr 2022/23 gesteckten Ziele erreichen. Der im Geschäftsjahr 2022/23 realisierte Umsatz in Höhe von TEUR 28.941 übersteigt den prognostizierten Umsatz in Höhe von TEUR 20.790 um 39,2%. Auf Basis des erwirtschafteten Umsatzes errechnet sich eine operative Ergebnismarge von 24,7% (im Vorjahr 25,1%) welche über der Prognose von 22,4% liegt. Die Geschäftsführung ist mit dem Geschäftsverlauf zufrieden. Die verbesserte Ergebnismarge wird auf den Produktmix der verkauften Waren und effektive Kontrollen zur Optimierung von Kosten zurückgeführt. Die Bezugskosten und der Produktmix können von der Gesellschaft nur in eingeschränktem Umfang angepasst werden. Zur Steuerung des Unternehmens verwenden wir die Umsatzerlöse und die operative Ergebnismarge (Betriebsergebnis im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren.

2.2         ERTRAGSLAGE

Die Ohara GmbH hat im aktuellen Geschäftsjahr (1. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023) Umsatzerlöse von TEUR 28.941 (im Vorjahr TEUR 22.458) erzielt. Die Performance der Gesellschaft liegt mit einer Steigerung von +28,9% über dem erwarteten Wachstum der deutschen Photonik-Branche in Höhe von 7,0% bis 8,0%. Die Materialaufwandsquote hat sich von 62,1% auf 64,0% erhöht, was in erster Linie auf den spezifischen Produktmix der im Geschäftsjahr abgesetzten Produkte zurückzuführen ist. Der Rohertrag hat sich von TEUR 8.510 auf TEUR 10.405 (bzw. um +22,3%) verbessert.

Die Personalaufwandsquote hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 6,4% auf 5,4% vermindert, was auf die veränderte Bezugsgröße zurückzuführen ist. Der Personalaufwand hat sich im Geschäftsjahr 2022/23 von TEUR 1.436 um TEUR 133 (bzw. +9,3%) auf TEUR 1.569 erhöht.

Die übrigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf insgesamt TEUR 1.590 (im Vorjahr TEUR 1.361). Der Anstieg in Höhe von TEUR 229 betrifft im Wesentlichen Aufwendungen für Reisen, Werbung und Messekosten welche sich um TEUR 118 auf TEUR 283 erhöht haben sowie um TEUR 79 auf TEUR 950 erhöhte externe Vertriebskosten.

2.3         BETRIEBSERGEBNIS UND RENDITE

Das Ergebnis vor Ertragssteuern beträgt TEUR 7.136 (im Vorjahr TEUR 5.599). Bei einer Ertragssteuerbelastung von TEUR 2.054 (im Vorjahr TEUR 1.611) errechnet sich ein Jahresüberschuss von TEUR 5.082 (im Vorjahr TEUR 3.988) was einer Verbesserung um +27,4% (im Vorjahr +30,7%) entspricht.

Ohne Berücksichtigung von Finanz-, Steuer- und neutralen Effekten konnte die Ohara GmbH ein Betriebsergebnis (EBIT) in Höhe von TEUR 7.160 (im Vorjahr TEUR 5.640) erwirtschaften. Hieraus errechnet sich eine operative Ergebnismarge von 24,7% (im Vorjahr 25,1%).

Unter Berücksichtigung der Marktlage unserer Kunden und den vorherrschenden Unsicherheiten sind wir mit dem erwirtschafteten Umsatz in Höhe von TEUR 28.941 zufrieden. Die operative Ergebnismarge liegt mit 24,7% über dem von uns prognostizierten Wert in Höhe von 22,4%. Die Geschäftsleitung ist daher auch mit der Ergebnismarge zufrieden. Unsere mittelfristige Planung haben wir an die aktuelle Marktlage angepasst.

2.4         VERMÖGENSLAGE

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 16.894 um TEUR 4.432 (bzw. +26,2%) auf TEUR 21.326 erhöht. Dem Umlaufvermögen inklusive der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten von TEUR 18.512 (im Vorjahr TEUR 14.107) steht ein kurzfristiges Fremdkapital von TEUR 7.405 (im Vorjahr TEUR 3.899) gegenüber. Damit ist das kurzfristige Fremdkapital vollständig durch das kurzfristig gebundene Vermögen gedeckt. Zur Erhöhung des Umlaufvermögens haben insbesondere der um TEUR 2.260 (bzw. +71,9%) auf TEUR 5.404 erhöhte Warenbestand sowie die um TEUR 2.152 (bzw. +38,0%) auf TEUR 7.815 erhöhten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beigetragen.

Im Geschäftsjahr wurden insgesamt Investitionen in Höhe von TEUR 139 (im Vorjahr TEUR 27) vorgenommen, denen planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 112 (im Vorjahr TEUR 103) entgegenstehen.

Das Anlagevermögen ist wie bisher vollständig durch Eigenkapital gedeckt.

Die Eigenkapitalquote hat sich bei einer um TEUR 4.432 erhöhten Bilanzsumme aufgrund des im Geschäftsjahr erwirtschafteten Jahresüberschusses in Höhe von TEUR 5.082 und der getätigten Ausschüttungen in Höhe von TEUR 3.500 von 73,0% auf 65,1% vermindert.

Die Rückstellungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 569 auf TEUR 2.290 (+33,1%) erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf die Anpassung der Steuerrückstellungen um TEUR 461 (im Vorjahr TEUR 827) sowie auf die stichtagsbedingte Anpassung der sonstigen Rückstellungen zurückzuführen. Die Struktur der sonstigen Rückstellungen hat sich trotz der Erhöhung um TEUR 108 (im Vorjahr Erhöhung um TEUR 118) nicht geändert.

Die Bankverbindlichkeiten wurden im Berichtsjahr vollständig getilgt.

Die übrigen Verbindlichkeiten sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 3.012 (bzw. +142,5%) auf TEUR 5.125 erhöht. Hierbei handelt es sich in Höhe von TEUR 4.224 (bzw. 82,4%), im Vorjahr TEUR 1.915 (bzw. 90,6%) hauptsächlich um Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

2.5         FINANZLAGE

Die Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr 2022/23 aus laufender Geschäftstätigkeit Finanzmittel in Höhe von TEUR 4.172 (im Vorjahr TEUR 3.814) erwirtschaften. Diese Verbesserung in Höhe von TEUR 358 (bzw. 9,4%) resultiert im Wesentlichen aus dem um TEUR 1.094 erhöhten Periodenergebnis, dem eine Erhöhung des Netto-Umlaufvermögens um TEUR 1056,0 entgegensteht.

Die Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr sowie im Vorjahr lediglich Ersatzinvestitionen getätigt. Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR -133 (im Vorjahr TEUR -15) ist daher für die Beurteilung der Finanzlage von untergeordneter Bedeutung.

Auszahlungen an den Gesellschafter in Höhe von TEUR 3.500 (im Vorjahr TEUR 600) sowie die Tilgung von Finanzkrediten in Höhe von TEUR 731 (im Vorjahr TEUR 75 sowie Zinszahlungen in Höhe von TEUR 20 (im Vorjahr TEUR 20) konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr mit  nahezu vollständig (im Vorjahr vollständig) aus dem nach der Investitionstätigkeit verbleibenden Cashflow des Jahres finanziert werden.

Insgesamt hat sich der Finanzmittelfonds gegenüber dem Vorjahr um 4,0% auf TEUR 5.067 vermindert. Er repräsentiert mit rd. 23,8% (im Vorjahr 31,2%) der

Bilanzsumme jeweils eine wesentliche Aktivposition und hat während des Geschäftsjahres  2022/23 jederzeit die vollumfängliche Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft gewährleistet.

2.6         MITARBEITER

Die Ohara GmbH beschäftigte im laufenden Geschäftsjahr inkl. Geschäftsführer und einem Auszubildenden durchschnittlich 15 (Vorjahr: 15) Mitarbeiter, davon jeweils zwei Aushilfen.

3. RISIKOBERICHT

Die unternehmerischen Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens oder das Erreichen strategisch wichtiger Ziele existentiell gefährden könnten, unterliegen der Kontrolle der Geschäftsführung. Die Ohara GmbH ist im Rahmen ihrer unternehmerischen Aktivitäten in den Absatzmärkten den verschiedensten Risiken ausgesetzt, die mit unternehmerischem Handeln verbunden sind. Diese können Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft nehmen.

Der OHARA-Konzern hat zur Minimierung der Risiken ein Controlling Instrumentarium implementiert, wodurch die rechtzeitige Information der Entscheidungsträger zur Einleitung geeigneter Gegenmaßnahmen gewährleistet ist. Innerhalb des Konzerns sind die jeweiligen Zuständigkeiten geregelt. Das Instrumentarium unterliegt einer ständigen Evaluierung, um Strukturveränderungen ausreichend Rechnung zu tragen.

Neben den allgemeinen Geschäftsrisiken haben wir folgende Einzelrisiken identifiziert:

Die von der Ohara GmbH veräußerten Handelswaren werden typischerweise von Mittelständlern und großen Unternehmen erworben. Das Risiko von Forderungsverlusten aus diesem Kundenkreis ist relativ gering. Dennoch hält die Geschäftsführung die Entwicklung des Forderungsbestandes sorgfältig im Auge. Maßnahmen zur Absicherung von Forderungen sind unseres Erachtens nicht erforderlich.

Ein Währungsrisiko liegt nicht vor, da nahezu sämtliche Erwerbe (insbesondere von Handelsware) in Euro erfolgen.

3.1         RISIKOBERICHTERSTATTUNG ÜBER DIE VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und in seltenen Fällen über die Kreditlinien verschiedener Banken.

Das Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement und vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung informieren wir uns stets über die Bonität unserer Kunden.

Nach Analyse der bestehenden Risiken ist der Fortbestand der Gesellschaft aus heutiger Sicht nicht gefährdet.

Die Ohara GmbH ist nicht in Gerichts- oder Schiedsverfahren verwickelt, die einen erheblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten.

Auch in den übrigen Risikobereichen haben sich keine grundlegenden Veränderungen gegenüber der in den Vorjahren gegebenen Situation ergeben.

4. PROGNOSEBERICHT

Für das Geschäftsjahr 2023/2024 haben wir einen Umsatz in Höhe von TEUR 29.230 bei einer operativen Ergebnismarge von rd. 24,9% geplant. Für das Geschäftsjahre 2024/2025 und 2025/2026 haben wir Umsatzsteigerungen von jeweils 2,0% geplant. Die Ergebnismargen werden sich in Abhängigkeit erwarteten Preissteigerungen geringfügig reduzieren.

Unsere Prognose basiert auf den Annahmen, dass die internationale Konjunktur auf-grund von geopolitischen Risiken nicht spürbar einbricht und die deutsche Industrie auf-grund der Abhängigkeit von Exporten in die USA und nach China, nicht maßgeblich durch Beschränkungen belastet wird und OHARA nachhaltig am Weltmarkt für optische Technologien (Photonik) partizipieren kann.

 

Hofheim am Taunus, den 4. Dezember 2023

gez. Brian K. Jeffery

gez. Peter Melcher

gez. Kousuke Nakajima

gez. Masatomo Suzuki

Bilanz

Aktiva

31.10.2023
EUR
31.10.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.813.301,45 2.786.493,45
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 5.718,00 4.913,00
II. Sachanlagen 2.807.583,45 2.781.580,45
B. Umlaufvermögen 18.498.574,89 14.086.019,64
I. Vorräte 5.404.345,99 3.144.336,03
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 8.027.716,96 5.663.142,21
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.066.511,94 5.278.541,40
C. Rechnungsabgrenzungsposten 13.962,68 21.005,09
Summe Aktiva 21.325.839,02 16.893.518,18

Passiva

31.10.2023
EUR
31.10.2022
EUR
A. Eigenkapital 13.911.465,98 12.329.274,00
I. Gezeichnetes Kapital / Kapitalkonto / Kapitalanteile 51.129,19 51.129,19
II. Gewinnvortrag 8.778.144,81 8.290.026,78
III. Jahresüberschuss 5.082.191,98 3.988.118,03
B. Rückstellungen 2.289.540,71 1.720.691,76
C. Verbindlichkeiten 5.124.832,33 2.843.552,42
Summe Passiva 21.325.839,02 16.893.518,18

Gewinn- und Verlustrechnung

1.11.2022 - 31.10.2023
EUR
1.11.2021 - 31.10.2022
EUR
1. Rohergebnis 10.447.562,31 8.559.101,95
2. Personalaufwand 1.569.661,41 1.475.715,30
a) Löhne und Gehälter 1.343.289,79 1.264.647,18
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 226.371,62 211.068,12
3. Abschreibungen 111.960,98 103.530,59
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.610.642,42 1.367.881,65
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.359,93 11.934,44
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 20.472,13 20.669,06
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.053.976,69 1.611.026,73
8. Ergebnis nach Steuern 5.087.208,61 3.992.213,06
9. sonstige Steuern 5.016,63 4.095,03
Jahresüberschuss 5.082.191,98 3.988.118,03

Anhang für das Geschäftsjahr 2022/23

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft:

Firma:                   Ohara GmbH
Sitz:                       Hofheim am Taunus
Registergericht: Amtsgericht Frankfurt am Main, HRB 31487

Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes in den jeweils gültigen Fassungen aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz erfolgte gemäß § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde entsprechend § 275 Abs. 2 HGB in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesellschaft ist nach den in § 267 Abs. 2 HGB bezeichneten Größenmerkmalen als mittelgroße Kapitalgesellschaft einzustufen.

Bei der Aufstellung des Anhangs wurden die für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden größenabhängigen Erleichterungsvorschriften nach § 288 Abs. 2 HGB für die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen (§ 285 Nr. 4 HGB), die Angabe des Honorars des Abschlussprüfers (§ 285 Nr. 17 HGB) in Anspruch genommen. Die Angabe der Bezüge nach § 285 Nr. 9 Buchstaben a) und b) HGB sind mit Hinweis auf die Schutzklausel (§ 286 Abs. 4 HGB) nicht erforderlich.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden, gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unveränderten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen. Zugänge des Geschäftsjahres werden ausschließlich pro rata temporis abgeschrieben. Bewegliche Gegen-stände des Anlagevermögens mit Einzelanschaffungskosten bis einschließlich EUR 800,00 wurden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben.

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Posten mit verminderter Marktgängigkeit wurden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag bilanziert.

Die Rechnungsabgrenzungsposten wurden für transitorische Ausgaben nach handelsrechtlichen Vorschriften gebildet.

Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage einer vorsichtigen Kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel gesondert dargestellt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt gemäß § 272 HGB.

Die Steuerrückstellungen in Höhe von EUR 1.288.072,80 zum 31.10.2023 (Vorjahr EUR 827.010,76) betreffen Steuerzahlungen (Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer) für die Jahre 2021 bis 2023.

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von insgesamt EUR 1.001.467,91 (Vorjahr EUR 893.681,00 ) entfallen im Wesentlichen auf variable Vergütungen, ausstehende Rechnungen, Gewährleistungsverpflichtungen sowie Aufbewahrungs- und Jahresabschlusskosten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betragen zum 31. Oktober 2023 EUR 3.256.056,29 (Vorjahr EUR 1.792.953,14) und sind in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen EUR 4.223.568,75 (Vorjahr EUR 1.915.383,77) enthalten. Die unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesenen Beträge stellen gleichzeitig Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen dar (Mitzugehörigkeitsvermerk gemäß § 265 Abs. 3 HGB).

Die Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Personalaufwand

Davon entfallen EUR 36.696,00 (Vorjahr EUR 42.000,00) auf Altersversorgung.

Im Personalaufwand des Vorjahres sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR40 enthalten.

sonstige betriebliche Aufwendungen

Es sind Wertberichtigungen auf Forderungen TEUR 27 (Vorjahr TEUR 11) als wesentliche periodenfremde Effekte zu nennen.

V. Sonstige Angaben

Die Gesellschaft hat ein Geschäftsjahr vom 1. November bis zum 31. Oktober des folgenden Jahres.

Die Ohara GmbH beschäftigte im wie im Vorjahr durchschnittlich 13 Mitarbeiter, davon 9 Angestellte und 2 gewerbliche Mitarbeiter sowie 2 Aushilfen. Geschäftsführer, Auszubildende und Praktikanten wurden hier nicht mit einbezogen.

Der Nutzung des Fuhrparks sowie eines Gabelstaplers liegen am Bilanzstichtag 4 (Vorjahr: 5) Operating-Leasingverträge zugrunde. Diese Vorgehensweise trägt zur Verringerung der Kapitalbindung bei und belässt das Investitionsrisiko beim Leasinggeber; sie belasten die Liquidität bis zum Ende der Laufzeit. Die Leasingverträge führen zu einem jährlichen Aufwand von TEUR 34 (Gesamtverpflichtung TEUR 165; Restverpflichtung TEUR 76); sie haben noch Restlaufzeiten zwischen 6 und 45 Monaten.

Im Geschäftsjahr 2022/23 erfolgte die Geschäftsführung durch die Herren:

Brian K. Jeffery, Managing Director, New Jersey/USA

Peter Melcher, Dipl.-Ingenieur, Rüsselsheim

Hiroyuki Minamikawa, Senior Executive Officer Ohara Inc., Tokyo/Japan (bis zum 9. April 2023)

Tetsuya Aoki, Managing Executive Officer Ohara Inc., Kanagawa/Japan (bis zum 9. April 2023)

Kousuke Nakajima, Senior Executive Officer Ohara Inc, Tokyo/Japan, (ab dem 9. April 2023)

Masatomo Suzuki, Managing Executive Officer Ohara Inc, Tokyo/Japan (ab dem 9. April 2023)

Die Gesellschaft wird durch zwei Geschäftsführer vertreten. Herr Brian K. Jeffery ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Von den Geschäftsführern hat nur Herr Peter Melcher einen Anstellungsvertrag mit der Ohara GmbH. Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung ist daher gem. § 286 Abs. 4 HGB nicht erforderlich, da sich hierdurch die Bezüge eines einzelnen Mitglieds des Geschäftsführungsorgans feststellen ließe.

Alle Geschäfte mit verbundenen Unternehmen oder nahestehenden Personen (§ 285 Nr. 21 HGB, IAS 24) werden grundsätzlich gemäß den Konzernbilanzierungsvorschriften der Ohara-Gruppe zu marktüblichen Bedingungen und unter Beachtung eines Fremdvergleichs (Dealing at Arm`s Length- Prinzip) geschlossen.

Auf die Angabe des Honorars des Abschlussprüfers wird mit Hinweis auf § 288 Abs. 2 Satz 3 HGB verzichtet.

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der OHARA Incorporated, Sagamihara-Shi/Japan, einbezogen. Der Konzernabschluss der OHARA Incorporated stellt sowohl den größten-, als auch den kleinsten Kreis von Unternehmen dar, in welchen der Jahresabschluss der Ohara GmbH einbezogen wird. Die Veröffentlichung erfolgt an der Tokio Stock Exchange.

VI. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, aus dem Gewinnvortrag zum  31. Oktober 2023 EUR 4.100.000 auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

VII. Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag traten keine Vorgänge von besonderer Bedeutung auf, über die zu berichten wäre.

Unterschrift der Geschäftsführer

 

Hofheim am Taunus , den 4. Dezember 2023

gez. Brian K. Jeffery

gez. Peter Melcher

gez. Kousuke Nakajima

gez. Masatomo Suzuki


Anlagenspiegel

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand Stand
1.11.2022 Zugänge Abgänge 31.10.2023
  EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 221.632,52 3.390,00 0,00 225.022,52
  221.632,52 3.390,00 0,00 225.022,52
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.293.678,77 0,00 0,00 3.293.678,77
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 460.281,33 135.380,98 2.995,00 592.667,31
  3.753.960,10 135.380,98 2.995,00 3.886.346,08
  3.975.592,62 138.770,98 2.995,00 4.111.368,60
Abschreibungen
Änderung der
gesamten
Stand Abschreibungen Abschreibungen  Stand
1.11.2022 Berichtsjahr i. Z. m. Abgängen 31.10.2023
  EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 216.719,52 2.585,00 0,00 219.304,52
  216.719,52 2.585,00 0,00 219.304,52
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 621.405,32 65.411,00 0,00 686.816,32
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 350.974,33 43.964,98 2.993,00 391.946,31
  972.379,65 109.375,98 2.993,00 1.078.762,63
  1.189.099,17 111.960,98 2.993,00 1.298.067,15
Buchwerte
Stand Stand
1.11.2022 31.10.2023
  EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.718,00 4.913,00
  5.718,00 4.913,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.606.862,45 2.672.273,45
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 200.721,00 109.307,00
  2.807.583,45 2.781.580,45
  2.813.301,45 2.786.493,45

Angabe zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 05.12.2023 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: 

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Ohara GmbH, Hofheim am Taunus

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Ohara GmbH, Hofheim am Taunus - bestehend aus der Bilanz zum 31. Oktober 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ohara GmbH, Hofheim am Taunus für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Oktober 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu er-möglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunfts-orientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Offenbach am Main, den 4. Dezember 2023

HaackSchubert GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Hartmut W. Schubert, Wirtschaftsprüfer

gez. Markus Keiner, Wirtschaftsprüfer

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