Cytec Engineered Materials GmbH

Industriestraße 3, 76684 Östringen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 231959
Eingetragen
24.7.1995
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Türen und Fenstern aus Kunststoffen
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist Herstellung und Verkauf von Formteilen aus verstärkten Kunststoffharzen, imprägnierten Textilfasern und Bändern aus technischen Geweben und ähnlichen Materialien sowie von Zubehör und verwandten Produkten, jeweils insbesondere unter der Bezeichnung "CYTEC FIBERITE", ferner die Werbung, das marketing und den Kundendienst für diese Produkte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Reinhold Schimpf
seit 11.8.2025
Prokura
Tobias Stach
seit 11.8.2025
Prokura
Geschäftsführer
Frank Nickisch
seit 5.4.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Cytec Engineered Materials LimitedGBR
90.00%
Cytec Global Holdings Inc.USA
10.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Cytec Engineered Materials Limited
United Kingdom
23.400 €
90.00%
Cytec Global Holdings Inc.
United States
2.600 €
10.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Cytec Engineered Materials GmbH

Östringen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Cytec Engineered Materials GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Cytec Engineered Materials GmbH, Östringen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Cytec Engineered Materials GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023.

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 20. September 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Barnstedt, Wirtschaftsprüfer

Bünger, Wirtschaftsprüferin

Bilanz zum 31.12.2023 - mit Vergleichszahlen des Vorjahres -

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen:
I. Immaterielle Vermögensgegenstände:
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.406,00 21.200,00
2. Geleistete Anzahlungen 32.513,27 32.263,79
40.919,27 53.463,79
II. Sachanlagen:
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 21.458.979,63 22.608.191,63
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.300.719,00 6.953.275,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 162.504,88 239.979,88
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.134.887,17 2.012.580,24
31.057.090,68 31.814.026,75
31.098.009,95 31.867.490,54
B. Umlaufvermögen:
I. Vorräte:
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 10.141.552,54 6.772.732,33
2. Unfertige Erzeugnisse 488.245,84 757.555,30
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 14.522.778,43 13.341.349,27
25.152.576,81 20.871.636,90
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände:
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.191.156,14 531.667,89
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 20.018.746,88 19.865.894,02
3. Sonstige Vermögensgegenstände 3.124.849,76 3.378.541,64
24.334.752,78 23.776.103,55
III. Wertpapiere
Anteile an verbundenen Unternehmen 980.000,00 0,00
50.467.329,59 44.647.740,45
C. Rechnungsabgrenzungsposten 10.487,92 90.161,90
Bilanzsumme 81.575.827,46 76.605.392,89

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital:
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Kapitalrücklage 28.685.644,46 28.685.644,46
III. Gewinnvortrag 15.753.887,80 19.388.795,46
IV. Jahresüberschuss (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) 4.861.677,06 -3.634.907,66
49.327.209,32 44.465.532,26
B. Rückstellungen:
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 18.940.924,00 18.683.775,00
2. Steuerrückstellungen 808.064,00 400.000,00
3. Sonstige Rückstellungen 2.368.227,67 3.040.401,43
22.117.215,67 22.124.176,43
C. Verbindlichkeiten:
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.455.799,45 8.409.981,65
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.996.670,51 1.451.508,79
3. Sonstige Verbindlichkeiten 678.932,51 154.193,76
10.131.402,47 10.015.684,20
Bilanzsumme 81.575.827,46 76.605.392,89

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 119.794.015,39 101.589.208,91
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 912.119,70 5.560.699,07
3. sonstige betriebliche Erträge 1.353.915,59 611.426,86
4. Materialaufwand: -79.394.563,43 -70.838.902,71
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -78.352.777,60 -69.983.865,52
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.041.785,83 -855.037,19
5. Personalaufwand: -15.425.345,66 -17.363.342,59
a) Löhne und Gehälter -13.106.229,74 -12.190.287,45
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung, -2.319.115,92 -5.173.055,14
davon für Altersversorgung: EUR 124.669,42 (Vorjahr: EUR 2.799.891,60)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.986.891,17 -3.114.532,12
7. sonstige betriebliche Aufwendungen -19.476.128,12 -19.083.986,12
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 738.956,30 91.642,48
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -173.752,53 -650.280,25
davon an verbundene Unternehmen: EUR 1.773,18 (Vorjahr: EUR 916,83)
davon für Altersversorgung: EUR 171.979,35 (Vorjahr: EUR 629.705,30)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 12.020,00 -396.106,38
11. Ergebnis nach Steuern 5.354.346,07 -3.594.172,85
12. sonstige Steuern -492.669,01 -40.734,81
13. Jahresüberschuss (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) 4.861.677,06 -3.634.907,66

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2023

A. ALLGEMEINES

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB und beim Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter der Nummer HRB 231959 eingetragen. Gesellschafter der Cytec Engineered Materials GmbH sind zu 10 % die Cytec Global Holdings Inc. ("Cytec US"), Wilmington/USA, und zu 90 % die Cytec Engineered Materials Ltd. ("Cytec GB"), Wrexham/Großbritannien.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden die Vorschriften der §§ 242 ff. und 264 ff. des HGB und die einschlägigen Vorschriften des GmbHG beachtet.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Bei der Bilanzierung und Bewertung der einzelnen Bilanzposten werden unverändert die folgenden Grundsätze angewandt:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bewertet, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen entsprechend ihrer Nutzungsdauer. Für entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte wird eine Nutzungsdauer von 15 Jahren zugrunde gelegt.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen aufgrund der wirtschaftlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen erfasst.

Bei den planmäßigen Abschreibungen wird von der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ausgegangen, die grundsätzlich in Anlehnung an die steuerlichen AfA-Tabellen ermittelt wird.

Dabei kommen für die einzelnen Anlagegruppen regelmäßig folgende Abschreibungszeiträume zum Tragen:

Jahre
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 25 bis 50
Technische Anlagen und Maschinen 10 bis 20
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 bis 10

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 250,00 werden sofort als Aufwand erfasst. Vermögensgegenstände, deren Nettoeinzelwert über EUR 250,00 liegen und EUR 1.000,00 nicht übersteigen, werden im Jahr der Anschaffung in einem Sammelposten zusammengefasst und linear über fünf Jahre abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen.

Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert am Abschlussstichtag bewertet. Wertberichtigungen für Bestandsrisiken werden in angemessenem Umfang vorgenommen.

Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten angesetzt, in die neben den direkten Kosten auch angemessene Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Teile des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen werden. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Das Niederstwertprinzip wird beachtet. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Flüssige Mittel, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen, uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Rechnungsabgrenzungsposten sind in der Höhe der geleisteten Ausgaben gebildet, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Latente Steuern werden auf temporäre Unterschiede von Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden zwischen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz gebildet. Zur Berechnung der latenten Steuern wurde ein durchschnittlicher Ertragssteuersatz von 27,725 % (Vorjahr: 27,725 %) verwendet. Dabei wird von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, aktive latente Steuerüberhänge nach Verrechnung mit passiven latenten Steuern nicht zu aktivieren.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach der Projected-Unit-Credit-Methode ermittelt. Bei der Berechnung der Rückstellungen wurden ein Zinssatz von 1,83 % (i. Vj. 1,78 %) und erwartete Entgeltsteigerungen von 3,50 % (i. Vj. 3,50 %) sowie künftige Rentensteigerungen von 2,25 % (i. Vj. 2,25 %) angesetzt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 1,52 - 9,76 % (i. Vj. 1,32 - 3,58 %) berücksichtigt. Bei dem Zinssatz handelt es sich um den für den Bilanzstichtag prognostizierten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit der Verpflichtungen von 15 Jahren ergibt. Unter Anwendung des für den Bilanzstichtag prognostizierten durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre von 1,75 % würde sich im Geschäftsjahr 2023 der Erfüllungsbetrag in Höhe von TEUR 19.267 ergeben. Der Unterschiedsbetrag i. S. d. § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt im Geschäftsjahr TEUR 356. Durch eine Veränderung des Abzinsungssatzes bedingte Wertänderungen der Pensionsverpflichtungen werden im Zinsergebnis erfasst.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt, um alle zum Bilanzstichtag erkennbaren ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften abzudecken. Bei längerfristigen Rückstellungen erfolgt unter Einbeziehung künftiger Preis- und Kostensteigerungen eine Abzinsung mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre entsprechend der Restlaufzeit. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr werden nicht abgezinst.

Die Bewertung der Jubiläumsrückstellungen erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. projizierten Einmalbetragsmethode. Bei der Ermittlung wurden ein Rechnungszinssatz von 1,75 % (i. Vj. 1,44 %) sowie Entgeltsteigerungen von 3,50 % (i. Vj. 3,50 %) angesetzt.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

C. WÄHRUNGSUMRECHNUNG

In Fremdwährung lautende Posten werden gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs bewertet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

D. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagenposten und ihre Entwicklung im Jahr 2023 sind unter der Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind in Höhe von TEUR 19.610 (Vorjahr: TEUR 19.246) dem Cash-Pooling und mit TEUR 409 (Vorjahr: TEUR 619) den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zuzurechnen. Forderungen gegen Gesellschafter bestehen wie im Vorjahr nicht.

Die Gesellschaft veräußert Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen einer Factoring-Vereinbarung mit der Syensqo S.A., Brüssel, Belgien. Das Delkredererisiko wird dabei in voller Höhe auf die Syensqo S.A., Brüssel, Belgien, übertragen. Das Factoring bewirkt eine Verminderung des Forderungsbestands bei der Cytec Engineered Materials GmbH. Die an die Syensqo S.A., Brüssel, Belgien, abgetretenen Forderungen belaufen sich (einschließlich Umsatzsteuer) zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 11.523 (Vorjahr: TEUR 10.996).

Wertpapiere

Für TEUR 980 hat die Cytec Engineered Materials GmbH am 31. Mai 2024 die Anteile der European Carbon Fiber GmbH, Kehlheim, ("ECF") von der SOLVAY GmbH, Hannover, erworben. Die ECF hat ihre operative Geschäftstätigkeit aufgrund einer signifikanten Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und des Verlusts ihres Zugangs zu einer Pilotanlage zur Produktentwicklung im Jahr 2023 eingestellt. Es wird davon ausgegangen, dass diese Anteile nicht mehr dauerhaft dem Geschäftsbetrieb der Cytec Engineered Materials GmbH dienen werden, weshalb sie dem Umlaufvermögen zugeordnet wurden.

Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten setzt sich aus Beiträgen zu diversen Versicherungen zusammen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungen und Kundenrabatte, Jubiläen, Steuern, Resturlaub und Überstunden, Gratifikationen sowie Kommissionen. Sie haben - bis auf die Jubiläumsrückstellungen - eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.997 (Vorjahr: TEUR 2.429) betreffen insgesamt Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung in Höhe von TEUR 1.995 (Vorjahr: TEUR 1.595). Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen TEUR 545 (Vorjahr: TEUR 0) auf die Gesellschafterin Cytec GB. Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von TEUR 160 (Vorjahr: TEUR 152) enthalten.

Latente Steuern

Unterschiedliche Ansätze zwischen der Handels- und Steuerbilanz liegen im Wesentlichen im Bereich der Pensionsrückstellungen vor. Auf Grund eines Aktivüberhangs wurden keine latenten Steuern angesetzt.

E. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse resultieren aus dem Verkauf von Faserverbundwerkstoffen.

Sie gliedern sich nach Regionen wie folgt:

2023
2022
Ausland 114.709.520 96.981.982
Inland 5.084.495 4.607.227
119.794.015 101.589.209

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 495 enthalten (Vorjahr: TEUR 15). Diese betrifft im Wesentlichen die Kostenerstattungen eines Lieferanten aufgrund von fehlerhaften Materialien.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Berichtsjahr wie im Vorjahr keine periodenfremden Aufwendungen enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Gesellschaft ist in Deutschland ertragssteuerpflichtig. Die Gesellschaft hat die Regelungen des Mindeststeuergesetzes entsprechend der Vorgaben der OECD ("Säule 2-Gesetzgebung") analysiert und festgestellt, dass die Besteuerung nach dem Mindeststeuergesetz für die Gesellschaft keine Auswirkungen hat. Bei dem Steuerergebnis handelt es sich im Wesentlichen um Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag 2023 und der Körperschaftsteuererstattung aus dem Jahr 2019.

F. SONSTIGE ANGABEN

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen bestehen in einer Gesamthöhe von TEUR 388 und werden wie folgt fällig:

TEUR
Fällig 2024 115
Fällig 2025 85
Fällig 2026 70
Fällig 2027 43
Fällig 2028 28
Fällig 2029 25
Fällig 2030 22

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich beschäftigt:

2023 2022
Angestellte 69 70
Gewerbliche Mitarbeiter 122 111
191 181

Zum Bilanzstichtag waren 69 Angestellte und 122 gewerbliche Mitarbeiter beschäftigt.

Prüfungshonorar

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023 beläuft sich auf TEUR 49. Dieses entfällt vollständig auf Abschlussprüfungsleistungen.

Organe der Gesellschaft

Geschäftsführung:

Frank Nickisch, (Transformation Project Manager), Martfeld, Deutschland

Pierre-Emmanuel Benjamin Bikard, (Site Director), Bornheim (Pfalz), Deutschland (seit 01. August 2023)

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge nach § 285 Nr. 9 HGB wird gemäß § 284 Abs. 4 HGB verzichtet.

Konzernverhältnisse

Zum Bilanzstichtag wurden die Geschäftsanteile zu 10 % von der Cytec US und zu 90 % von der Cytec GB, gehalten.

Über diese beiden Gesellschaften ist die Cytec Engineered Materials GmbH mittelbares Tochterunternehmen der Cytec Industries Inc., West Paterson/USA. Seit dem 9. Dezember 2015 gehört diese Gesellschaft zum Konzern der Solvay S.A., Brüssel, Belgien. Am 08. Dezember 2023 wurde die Solvay, unter dem Dach der Solvay S.A., Brüssel, Belgien, bestehende Gruppe in zwei voneinander unabhängige, börsennotierte Gruppen - Solvay und Syensqo - aufgeteilt. Die Global Business Unit (GBU) Composites (hierzu gehört die Cytec Engineered Materials GmbH), Specialty Polymers, Novacare, Technology Solutions, Aroma Performance sowie Oil & Gas wurden Syensqo zugeordnet. Damit sind alle mittelbaren und unmittelbaren Tochtergesellschaften der Syensqo S.A., Brüssel, Belgien, verbundene Unternehmen. Diese Gesellschaft stellt nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird bei der belgischen Nationalbank unter der Unternehmensnummer 0798.896.453 hinterlegt.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 4.861.677,06 zuzüglich des Gewinnvortrags zum 31. Dezember 2023 in Höhe von EUR 15.753.887,80 auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Vorgänge, die für die Beurteilung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Cytec Engineered Materials GmbH von besonderer Bedeutung wären, sind nach dem 31. Dezember 2023 nicht eingetreten.

 

Östringen, den 31. Juli 2024

Cytec Engineered Materials GmbH

Frank Nickisch

Pierre-Emmanuel Benjamin Bikard

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 402.581,61 0,00 0,00 0,00 402.581,61
2. Geleistete Anzahlungen 32.263,79 249,48 0,00 0,00 32.513,27
434.845,40 249,48 0,00 0,00 435.094,88
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 31.724.966,43 0,00 0,00 26.109,40 31.751.075,83
2. Technische Anlagen und Maschinen 30.390.659,80 174.145,52 11.722,00 839.862,54 31.392.945,86
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.765.707,32 3.185,30 0,00 51.551,41 4.820.444,03
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.012.580,24 2.039.830,28 0,00 -917.523,35 3.134.887,17
68.893.913,79 2.217.161,10 11.722,00 0,00 71.099.352,89
69.328.759,19 2.217.410,58 11.722,00 0,00 71.534.447,77
kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 381.381,61 12.794,00 0,00 394.175,61
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
381.381,61 12.794,00 0,00 394.175,61
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.116.774,80 1.175.321,40 0,00 10.292.096,20
2. Technische Anlagen und Maschinen 23.437.384,80 1.666.564,06 11.722,00 25.092.226,86
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.525.727,44 132.211,71 0,00 4.657.939,15
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
37.079.887,04 2.974.097,17 11.722,00 40.042.262,21
37.461.268,65 2.986.891,17 11.722,00 40.436.437,82
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.406,00 21.200,00
2. Geleistete Anzahlungen 32.513,27 32.263,79
40.919,27 53.463,79
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 21.458.979,63 22.608.191,63
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.300.719,00 6.953.275,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 162.504,88 239.979,88
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.134.887,17 2.012.580,24
31.057.090,68 31.814.026,75
31.098.009,95 31.867.490,54

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die Cytec Engineered Materials GmbH gehört zur Global Business Unit (GBU) "Composite Materials" der Syensqo Gruppe (Syensqo S.A. mit Sitz in Brüssel/Belgien). Die Gesellschaft produziert Faserverbundwerkstoffe und vertreibt diese fast ausschließlich in der Luft- und Raumfahrtindustrie. Die GBU hat eine globale funktionale Organisationsstruktur und das Fertigungswerk Östringen ist dem Organisationsbereich "Industrial/Operations" zugeordnet.

Die GBU hat stetiges und profitables Wachstum als strategisches Ziel definiert, das über differenzierte und innovative Technologien für Faserverbundwerkstoffe erreicht werden soll. Der Fokus der GBU für Faserverbundwerkstoffe liegt vorwiegend im Luft- und Raumfahrtsegment, da für dieses Segment innovative Leichtbaumaterialien einen erheblichen Mehrwert darstellen. Das Fertigungswerk Östringen produziert aufgrund seiner Historie und Kernfähigkeiten fast ausschließlich Produkte für volumenstarke kommerzielle und militärische Flugzeug-Programme.

Die Steuerung der Cytec Engineered Materials GmbH erfolgt nach den wesentlichen finanziellen Steuerungsgrößen Umsatzerlöse und Erträge aus dem operativen Geschäft (EBITDA). Die Zielgrößen werden im Rahmen eines strategischen Vier-Jahresplans durch den Geschäftsbereich vorgegeben. Dieser strategische Plan wird jährlich aktualisiert und jeweils um detaillierte Geschäftspläne für das folgende Jahr ergänzt.

Die Entwicklung neuer Produkte wird global an zwei Standorten in Großbritannien und den USA vorangetrieben. Die Kommerzialisierung dieser Produkte erfolgt nach Abschluss der Entwicklung auf dafür geeigneten Produktionsanlagen. Aufgrund der vorhandenen Fähigkeiten und Fertigungstechnologien wird der Standort Östringen als eine bevorzugte Option für die Fertigung von neuen Produkten betrachtet. In diesem Zusammenhang wird auch in den nächsten Jahren die Kommerzialisierung von neuen Produkten am Standort Östringen verfolgt.

Am 08. Dezember 2023 wurde Solvay, unter dem Dach der Solvay S.A., Brüssel/Belgien bestehende Gruppe in zwei voneinander unabhängige, börsennotierte Gruppen - Solvay und Syensqo - aufgeteilt. Solvay wurden die derzeitigen GBUs Soda Ash, Peroxides, Silica, Coatis und Special Chem zugeordnet, Syensqo die GBUs Specialty Polymers, Composites, Novecare, Technology Solutions, Aroma Performance sowie Oil & Gas. Die organisatorische Trennung erfolgte bereits zum 01. Juli 2023.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Am 30. Mai 2024 veröffentlichte der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e.V. (BDLI) die Branchendaten für 2023. Daraus geht hervor, dass die Luft- und Raumfahrtindustrie nach den Covid-Jahren erstmalig wieder das Niveau von 2019 erreicht bzw. übertroffen hat. Die Umsätze der zivilen Luftfahrtindustrie sind um 18 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, der militärische Bereich ist um 19 % und das Raumfahrt Segment um 15 % gewachsen. Die Exportquote liegt weiterhin auf einem hohen Niveau von etwa zwei Dritteln.

Das Jahr 2023 war insgesamt von starkem Wachstum der für die Gesellschaft wesentlichen Märkte geprägt. Die vom BDLI beschriebenen Wachstumsraten haben sich für die Gesellschaft bestätigt, die primär Umsätze im zivilen und militärischen Marktsegment generiert. Die globale Erholung der zivilen Luftfahrt nach den Krisenjahren hat sich in 2023 fortgesetzt. Der Pressemitteilung der International Air Transport Association (IATA) vom 31. Januar 2024 ist zu entnehmen, dass der globale Reiseverkehr um 37% gegenüber 2022 zugenommen hat (gemessen in "revenue passenger kilometers" oder RPKs). Damit liegt der globale Reiseverkehr bei 94 % des Niveaus von 2019, dem letzten Jahr vor der Corona-Pandemie. Insofern hat sich die Prognose des Luftfahrtsegments in 2023 bestätigt.

Der Anstieg der globalen Reisetätigkeit führt zu Kapazitätsanpassungen der Airlines und somit zu verbesserten Auftragseingängen der Hersteller von zivilen Flugzeugprogrammen. Alle relevanten Hersteller haben signifikante Anpassungen der Bauraten für die kommenden Jahre geplant und begonnen, diese umzusetzen. Auch wenn der Hochlauf teilweise durch Probleme in den Lieferketten verlangsamt worden ist, wie auch im BDLI Bericht konstatiert, bleibt der Trend stabil.

Während die gesamtwirtschaftliche Lage und Entwicklung in 2023 als eher schwach zu bewerten ist, stellt sich die branchenbezogene Situation für die Gesellschaft sehr positiv dar. Die insgesamt positive Entwicklung des Luft- und Raumfahrtmarkts hat sich gefestigt und verspricht weiterhin gute Wachstumschancen.

2.2. Geschäftsverlauf

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren zur Steuerung des Geschäftsverlaufs unserer Gesellschaft sind die Umsatzerlöse und das zur Vergleichbarkeit innerhalb der Syensqo-Gruppe nach IFRS-Regeln ermittelte EBITDA.

Der Fertigungsstandort Östringen ist für die Lieferung von Produkten für mehrere zivile und militärische Programme qualifiziert. Die Nachfrage nach Produkten für militärische Programme ist nach wie vor auf einem stabil hohen Niveau. Das von der Gesellschaft realisierte Wachstum in 2023 ist insbesondere durch eine erhöhte Nachfrage für zivile Flugzeugprogramme bedingt. Die prognostizierte Erholung des Marktes hat sich umfänglich bestätigt und eine Fortsetzung in den folgenden Jahren wird erwartet.

Die Gesellschaft zählt mit ihren leistungsfähigen Produktionsanlagen nach wie vor zu den attraktivsten Standorten im Konzernverbund. Darüber ist der Standort solide und wettbewerbsfähig aufgestellt und wird auch weiterhin im Wesentlichen Wachstumsprogramme beliefern.

Die Wettbewerbssituation ist nach wie vor durch einige wenige Konkurrenten gekennzeichnet, zudem bieten kostenintensive Qualifikations- und Zertifizierungsanforderungen unserer Produkte im Luftfahrtbereich eine relativ sichere Marktposition.

Die für 2023 erwarteten positiven Annahmen haben sich nach Abschluss des Berichtsjahres bestätigt. Das EBITDA lag mit einem positiven Wert von TEUR 7.764 deutlich über dem Vorjahreswert von TEUR 475. Das lässt sich vor allem auf die Steigerung der Umsätze in Höhe von 18 % zurückführen. Die positive Umsatzentwicklung liegt leicht unter dem prognostizierten Wert von 20 %. Die Steigerung der Umsätze basiert zum einen auf das höhere Verkaufsvolumen und zum anderen auf der Durchsetzung von inflationsbedingten Preiserhöhungen.

Ermittlung EBITDA:

2023
in TEUR
2022
in TEUR
Jahresüberschuss 4.862 -3.635
+ Steuern 480 437
+ Finanzergebnis -565 558
+ Abschreibungen 2.987 3.115
= EBITDA 7.764 475

Das handelsrechtliche Ergebnis vor Steuern lag bei TEUR 5.342 und damit bei 4 % vom Umsatz gegenüber TEUR -3.198 bzw. -3 % im Vorjahr.

Grundsätzlich sehen wir die Gesellschaft im Markt gut aufgestellt und versprechen uns auch zukünftig eine gesicherte Marktposition.

2.2.1 Ertragslage

Der Umsatz des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von TEUR 119.794 erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr (TEUR 101.589) um 18 %, auf Grund der oben bereits beschriebenen generellen Erholung des Marktes für Luftfahrttechnik. Er wurde -wie auch in den Vorjahren - überwiegend in US-Dollar getätigt und erreichte damit nahezu das Vorkrisenniveau. Die Exportquote lag bei 96 % (Vorjahr: 95 %).

Die Kosten für Material nahmen - im Vergleich zur Umsatzveränderung - unterproportional um 12 % zu. Die Personalkosten nahmen im Vergleich zum Vorjahr um 11 % ab, was auf die wesentlich geringeren Aufwendungen für Altersvorsorge in Höhe von TEUR 125 (Vorjahr: TEUR 2.800) zurückzuführen ist. Die Abschreibungen verringerten sich auf Grund der im Vergleich zu den Vorjahren geringeren Anlagenzugänge von TEUR 3.115 im Vorjahr auf TEUR 2.987 im Berichtsjahr.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bewegen sich bei einer Erhöhung von TEUR 393 auf Vorjahresniveau. Um TEUR 565 erhöhte Ausgaben für Lizenzen sowie höhere Kosten für Umstrukturierungsmaßnahmen von TEUR 345 und Instandhaltung von TEUR 242 werden teilweise durch TEUR 1.070 niedrigeren Dienstleistungskosten ausgeglichen.

Somit wird im Berichtsjahr ein Jahresüberschuss von TEUR 4.862 ausgewiesen, nach einem Jahresfehlbetrag von TEUR -3.635 im Vorjahr.

2.2.2. Finanzlage

Die Eigenkapitalquote hat sich um 2,4 % auf 60,5 % erhöht. Dies ist auf das durch den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 4.862 gestiegene Eigenkapital zurückzuführen. Der Deckungsgrad A liegt um 19,1 % über dem des Vorjahres, da der Bestand des Anlagevermögens leicht zurückgegangen ist. Die jederzeitige Sicherstellung der benötigten Liquidität wird für unsere Gesellschaft durch den konzerninternen Cash-Pool der Syensqo S.A., Brüssel/Belgien gewährleistet. Der Cash-Pool-Bestand weist zum 31. Dezember 2023 einen Forderungssaldo in Höhe von TEUR 19.609 auf und ist somit im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 364 gestiegen. Aus ihrer laufenden Geschäftstätigkeit erzielte die Gesellschaft im Jahr 2023 einen operativen Cashflow (= Jahresergebnis +/- Abschreibungen/Zuschreibungen) in Höhe von TEUR 7.849 (Vorjahr: TEUR 520).

2.2.3. Vermögenslage

Die Zugänge zum Anlagevermögen betrugen im Jahr 2023 TEUR 2.217 und waren somit um 30 % höher als im Vorjahr (TEUR 1.702). Es handelt sich im Wesentlichen um Klein- und Ersatzinvestitionen. Als größere Investition ist eine Lösemittelabsaug- und Rückgewinnungsanlage mit TEUR 453 zu nennen. Die Summe der Anlagenzugänge erreicht jedoch nicht das Niveau der Abschreibung.

Bedingt durch die gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöhte Nachfrage sind die Vorräte an Rohstoffen sowie an unfertigen und fertigen Erzeugnissen von TEUR 20.872 auf TEUR 25.153 zum Ende des Jahres 2023 gestiegen.

Bedingt durch gleichbleibende Trendannahmen für Gehaltsanpassungen und durch einen Anstieg des 10-Jahresdurchschnittszinssatz für die Abzinsung der Pensionsrückstellung ist diese um TEUR 257 (Vorjahr: TEUR 3.232) auf TEUR 18.941 gestiegen.

Die Verbindlichkeiten bewegen sich mit TEUR 10.131 (Vorjahr: TEUR 10.016) auf Vorjahresniveau. Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung verringerten sich um TEUR 954 auf TEUR 7.456. Demgegenüber stiegen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 545. Die sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich um TEUR 525, im Wesentlichen aufgrund der Verbindlichkeit aus Grunderwerbsteuer, die auf die Ausgliederung in die Syensqo-Gruppe zurückzuführen ist.

Die Bilanzsumme erhöhte sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 81.576 gegenüber TEUR 76.605 im Vorjahr. Die Eigenkapitalquote stieg unter anderem aufgrund des positiven Jahresüberschusses von 58,0 % in 2022 auf 60,5 % in 2023.

2.3. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Wesentliche nicht-finanzielle Leistungsindikatoren im Hinblick auf Kundenzufriedenheit, die wir zur Unternehmenssteuerung verwenden, liegen im Bereich der Liefertreue sowie bei Kundenreklamationen. Die Anzahl der Kundenreklamationen (Kundenreklamationen werden gemessen als Verhältnis der Anzahl Reklamationen zur Gesamtzahl Versandaufträge) lag bei 8,5 % (Vorjahr: 7,8 %) unserer Lieferungen und damit oberhalb des angestrebten Ziels von 5,6 %. Die Liefertreue (Liefertreue, OTIF = On Time in Full, wird gemessen als Verhältnis der termingerechten zur Gesamtzahl der Lieferungen) lag im Geschäftsjahr 2023 bei 66 % nach 70 % im Vorjahr. Das Ziel von 80 % wurde verfehlt. Diese Kennzahlen wurden deutlich durch die Volumensteigerung und die damit einhergehenden Engpässe in den Produktionsanlagen sowie beim Personal beeinflusst.

Die insgesamt 199 Mitarbeitenden zum Jahresende 2023, weisen eine durchschnittliche Betriebszugehörigkeit von 12 Jahren auf. Das Durchschnittsalter der Belegschaft liegt bei 45,8 Jahren. Die Diversität unserer Mitarbeitenden, vertreten durch 14 verschiedene Nationalitäten und eine Frauenquote von etwa 15 %, bereichert unser Unternehmen mit einer Vielzahl von Perspektiven und Ideen. Die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Belegschaft sind uns ebenso wichtig, was sich in einer Krankenquote von 8,63 % für das Gesamtjahr widerspiegelt. Wir setzen uns kontinuierlich dafür ein, diese Quote durch präventive Maßnahmen und ein unterstützendes Arbeitsumfeld zu verbessern.

Im Jahr 2023 führte die internationale Solvay-Gruppe erneut den Global Performance Sharing Plan durch, um die Leistung, Motivation und den Beitrag unserer Tarif-Mitarbeiter zum Konzernergebnis zu würdigen. Die Auszahlungen, die auf der Grundlage des Erreichens festgelegter finanzieller Ziele und Verbesserungen im Bereich der nachhaltigen Entwicklung basieren, betonten unsere Verpflichtung gegenüber ökologischer, ökonomischer und sozialer Verantwortung. In Deutschland erhielt jeder Tarif-Mitarbeiter eine Bruttoauszahlung von 316 Euro, was unsere Anerkennung für ihren unermüdlichen Einsatz und ihre Beiträge zum Unternehmenserfolg unterstreicht.

Ein hohes Maß an Arbeitssicherheit ist bei Syensqo eines der wichtigsten Ziele. Um die Statistiken innerhalb der Syensqo-Gruppe vergleichbar zu machen, wurde ab Juli 2020 die Statistik auf den amerikanischen OSHA-Standard umgestellt. Die bislang verwendeten Kennzahlen MTAR (medical treatment accident rate = Unfälle, bei denen die Schwere der Verletzung über die erste Hilfe hinausgeht pro 1 Mio. Arbeitsstunden) sowie LTAR (lost time accident rate = Unfälle mit Ausfallzeit pro 1 Mio. Arbeitsstunden) werden durch Reportable Injuries and Illnesses (RII) ersetzt. Die Kennzahl RII bezieht sich auf 200.000 Arbeitsstunden. Sie ist daher mit den in Deutschland üblichen Kennzahlen nicht vergleichbar. Die Kennzahl RII lag für die Cytec Engineered Materials GmbH bei 0,48. Im Vorjahr lag der Wert bei 0,54. Dies ist im Vergleich zum Durchschnitt aller deutschen Syensqo-Gesellschaften etwas höher. Deren Durchschnitt für 2023 lag bei 0,28 und im Vorjahr bei 0,34.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Die geopolitische Lage und die aktuellen Konflikte führen weiterhin zu Erhöhungen der Ausgaben für militärische Anwendungen und Produkte. Auch wenn die Finanzierung dieser Ausgaben nicht unproblematisch ist, ist davon auszugehen, dass der militärische Markt wachsen wird.

Der im Juni 2024 veröffentlichte Jahresbericht der IATA untermauert die positiven Aussichten im zivilen Luftfahrtsegment. Im Passagierbereich gibt es einen soliden Aufwärtstrend, während der Frachtmarkt sich stabil zeigt. Airlines generieren gute Gewinne und haben die Möglichkeit, in zusätzliche Kapazität zu investieren. Dazu kommt ein großer Auftragsbestand bei den etablierten Flugzeugherstellern, der weiterhin steigende Produktionsraten bringen wird.

Auf der Basis dieser Rahmenbedingungen erwarten wir für die Gesellschaft in den kommenden Jahren gutes Umsatzwachstum. Der langfristige Ausblick für den Luft- und Raumfahrtmarkt bleibt unverändert positiv, da die globale Mobilität nach Bewältigung der Krisen wieder auf Wachstum ausgerichtet sein wird und Investitionen in militärische Güter zunehmen werden.

Chancen ergeben sich im Wesentlichen aufgrund der beschriebenen, positiven Aussichten auf unseren Kernmärkten, die ein weiteres Wachstum der Gesellschaft vorantreiben.

Die Risikoeinschätzung für die Cytec Engineered Materials GmbH im kurz- bis mittelfristigen Zeitraum beinhaltet nur wenige Punkte. Die wesentlichen Risiken lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Bedingt durch die Kundenstruktur unterliegt die Gesellschaft auch weiterhin dem Risiko von Schwankungen im Fremdwährungsbereich, insbesondere beim US-Dollar. Bei Bedarf werden Überschüsse dieser Fremdwährung konzernintern bei der Syensqo S.A./Treasury abgesichert.

Auf der Beschaffungsseite sind die Lieferungen von Produktionsmaterialien über Verträge mit unseren Lieferanten weitestgehend abgesichert. Dennoch sind Lieferketten immer wieder von Problemen betroffen, die Störungen im Geschäftsbetrieb hervorrufen können.

Die globale Inflation liegt in vielen Regionen oberhalb des langjährigen Mittels. Daher bleibt abzuwarten, ob diese erhöhte Inflation Auswirkungen auf die Nachfrage in den für die Gesellschaft wichtigen Bereichen (Transport, Reiseverkehr) zeigen wird.

Auf der Absatzseite zeigen die Kennzahlen Kundenzufriedenheit (Anzahl Reklamationen im Verhältnis zur Gesamtzahl Versandaufträge) und Liefertreue (termingerechte Lieferungen im Verhältnis zur Gesamtzahl der Lieferungen) weiterhin ein nicht zufriedenstellendes Ergebnis. In diesem Zusammenhang besteht das Risiko, die gegenwärtige Marktposition, ohne eine Verbesserung dieser Kennzahlen beizubehalten.

Die Gesellschaft ist über die Konzernmutter Syensqo S.A., Brüssel, Belgien in ein Frühwarnsystem für potenzielle Risiken der Geschäftsentwicklung eingebunden, die im Rahmen der laufenden Prozesse überwacht werden und gegebenenfalls zur Einleitung von Gegenmaßnahmen führen. Zudem wird die Erstellung finanzieller Abschlüsse und Berichte intern ausführlich dokumentiert und kontrolliert. Die Gesellschaft hat einen Factoring-Vertrag mit der Syensqo S.A, Brüssel, Belgien. Die Ausfallrisiken sind daher begrenzt bzw. an die Syensqo S.A., Brüssel, Belgien übertragen.

Derzeit sind für uns keine den Bestand der Gesellschaft gefährdenden Risiken bekannt.

Für 2024 wird eine, im Wesentlichen aufgrund des höheren Verkaufsvolumens, Umsatzsteigerung von ca. 18 % sowie ein positives, leicht verbessertes EBITDA im einstelligen Millionenbereich erwartet.

 

Östringen, den 31. Juli 2024

Cytec Engineered Materials GmbH

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