Beteiligungsgesellschaften
KRISTRONICS GmbH
Gewerbegrund 5, 24955 Harrislee, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Vincent Justus Jenssen seit 15.4.2026 | Geschäftsführer |
Björn Twiehaus seit 1.8.2024 | Geschäftsführer |
Rainer Matern seit 20.9.2023 | Prokura |
Andreas Ackermann seit 11.3.2019 | Prokura |
Thomas Braun seit 26.4.2018 | Prokura |
Ralf Vorwalder seit 26.4.2018 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (6)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 45.00% | |
| 30.00% | |
| 14.62% | |
| 9.75% | |
| 0.38% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
KRISTRONICS GmbHHarrisleeJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023KRISTRONICS GmbHI. Grundlagen des Unternehmens I.1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Kristronics GmbH ist ein national aufgestelltes Unternehmen, welches eine Vielzahl von Kunden aus dem industriellen Umfeld sowie der Automobilindustrie beliefert. Produktschwerpunkte sind eigenentwickelte Elektroniken, mit besonderem Schwerpunkt auf mobilen Endgeräten sowie mobile Leistungselektroniken, bevorzugt Hochvolt- und Hochstromanwendungen zur Energiewandlung, Speicherung und Verteilung in Fahrzeugen. Daneben werden von Kunden entwickelte Produkte industrialisiert und gefertigt. Dabei liegt das besondere Know-how in der Fertigung bei der effizienten Produktion von High-Mix-Low-Volume-Produkten. I.2. Forschung und Entwicklung Die Positionierung und Etablierung von Kristronics als innovatives, technologisch führendes Unternehmen erfordert kontinuierliche und hohe Aufwendungen in Forschung und Entwicklung, um bei Produktneu- und Produktfortentwicklungen diesem Anspruch gerecht zu werden. Wie in den Vorjahren, haben wir auch in 2023 unsere F&E-Aufwendungen als strategisch wichtiges Element unseres Geschäftsmodells weiter ausgebaut. Der Schwerpunkt unserer Entwicklungsanstrengungen lag in der Realisierung kundenspezifischer Entwicklungen, hier insbesondere bei elektronischen Baugruppen im Hochvoltbereich, wo wir ein besonderes Know-how in diesem zukunftsträchtigen Gebiet aufgebaut haben. II. Wirtschaftsbericht II.1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Berichtsjahr wurde die Weltwirtschaft weiterhin vom Krieg in der Ukraine und einer daraus resultierenden Unsicherheit in Bezug auf die weltweite konjunkturelle Entwicklung beeinflusst. Hinzu kamen die auf anhaltend hohem Niveau liegenden Energie- und Rohstoffpreise. Darüber hinaus belasteten die weiterhin hohen Inflationsraten - auch getrieben von den Lohnentwicklungen an den überhitzten Arbeitsmärkten - und die daraus resultierende restriktive Geldmarktpolitik der Notenbanken mit hohen Zinsen die Weltwirtschaft. Mit einem realen Wachstum von rund 2,7% wuchs die Weltwirtschaft in 2023 nochmals schwächer als im bereits von abflachender Dynamik geprägten Vorjahr (3,8%). Der weltweite nominale Güterhandel nahm im Berichtsjahr sogar ab. Regional zeigen sich unterschiedliche Ausmaße der wirtschaftlichen Entwicklung. Ursächlich für die Verlangsamung waren vor allem die fortgeschrittenen Volkswirtschaften. In Westeuropa wuchs die Wirtschaft im Berichtsjahr um lediglich 0,4%. Dies war insbesondere durch zwischenzeitlich zum Teil deutlich erhöhte Energie- und Rohstoffpreise getrieben. Die unter anderem daraus resultierenden hohen Inflationsraten wirkten sich negativ auf die Stimmung der Konsumenten aus. Deutschlands Wirtschaftsleistung schrumpfte sogar um 0,2% im Vergleich zum Vorjahr. Besser lief es im Berichtsjahr in den Volkswirtschaften in Zentral- und Osteuropa. Diese Regionen wiesen ein reales Wachstum um 2,6% auf. In den USA war die Wirtschaft im Berichtsjahr von einem angespannten Arbeitsmarkt und einer restriktiven Geldpolitik der US-Notenbank geprägt. Insgesamt stiegen die US-Wirtschaftsleistungen um 2,4% im Vergleich zum Vorjahr. In Mexiko stieg das Bruttoinlandsprodukt um 3,3% im Berichtsjahr. Die chinesische Wirtschaft profitierte von der Aufhebung der Null-Covid-Strategie durch die chinesische Regierung, so dass die Wirtschaftsleistung im Berichtsjahr um 5,4% wachsen konnte. Indien verzeichnete mit 6,9% ein kräftiges Wachstum. In diesem Umfeld waren die Wechselkurse weiterhin weltweit volatil. Der Euro wertete im Jahresdurchschnitt gegenüber dem USD leicht auf. Auch der Chinesische Renminbi wertete im Jahresvergleich zum Euro ab. Dem entgegen notierte der Mexikanische Peso am Jahresende deutlich stärker als der Euro im Vergleich zu Beginn des Jahres. Die oben beschriebenen Rahmenbedingungen prägten auch die Entwicklung des weltweiten Industriemarktes im Berichtsjahr. Der weltweite Markt für industrielle- und medizinische Anwendungen ist unmittelbar mit der allgemeinen konjunkturellen Lage und Stimmung verbunden. Diese Märkte sind somit ebenfalls von den Auswirkungen der weltweit hohen Inflationsraten und der negativen Konsumstimmung betroffen. II.2. Geschäftsverlauf Nachdem Kristronics im Vorjahr den Umsatz um 33,2% steigern konnte, erfuhr der Umsatz auch in diesem Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg um 22,9 % auf 54,2 Mio. €. Somit stieg der Nettoumsatz im zweiten Jahr in Folge stärker als der EMS (Electronic Manufacturing Services) Markt mit erhöhter Nachfrage. Die Diversifikation in unterschiedliche Produktfelder zeigte erneut seine positiven Effekte entlang der Wertschöpfungskette. Die hohe Nachfrage unseres Kundenportfolios - sowohl kapazitiv als auch die materialseitige Disposition - stellte das Unternehmen vor große Herausforderungen. Insgesamt war Kristronics - in Anbetracht der punktuellen gesamtwirtschaftlichen Marktentwicklung, und hier insbesondere auf den Industrie-, Medizin- und Automobilmärkten - mit dem für 2023 erreichten Ergebnis sehr zufrieden. Für das Jahr 2024 sieht die Planung im Seriengeschäft einen Umsatzrückgang von rund 10% gegenüber 2023 vor. Das bedeutet nach zwei aufeinanderfolgenden Jahren mit massiven Steigerungsraten über dem Marktlevel dann eine etwas über 15-prozentige Steigerung im Dreijahresmittel. Wesentliche Einflussfaktoren auf die Planung sind die Nachfragesignale und die Einschätzung einer sich abzeichnenden Marktkonsolidierung. II.3. Lage II.3.a. Finanz- und Ertragslage Bei einer um 10,6 Mio. € auf 55,0 Mio. € gestiegenen Gesamtleistung wurde ein Jahresergebnis nach Steuern von 1,5 Mio. € (Vorjahr 0,1 Mio. €) realisiert. Die Materialintensität bezogen auf den Serienumsatz sank von 74,8% auf 70,4%. Als Gründe hierfür sind im Wesentlichen die überproportionale Weitergabe der Preiserhöhungen von Bauteilen und steigende Fertigungskosten an die Kunden anzuführen. Der Einkaufserfolg aus den Jahrespreisverhandlungen, der bei einigen Baugruppen eine niedrigere Intensität mit sich brachte, ist hier auch zu nennen. Die Personalaufwandsquote sank um 3 Prozentpunkte auf 19,0%, maßgeblich bedingt durch deutlich gesteigertes Umsatzvolumen mit entsprechender Fixkostendegression vornehmlich im Kostenblock Personal. Dieser Synergieeffekt wirkte sich sehr positiv auf die Personalstruktur aus. Die absoluten operativen Aufwendungen stiegen zwar punktuell in einigen Bereichen gegenüber dem Vorjahr, blieben im Verhältnis zur Gesamtleistung jedoch stabil. Die Abschreibungen in 2023 stiegen um mehr als 90% gegenüber dem Vorjahresniveau auf Grundlage des deutlich gestiegenen und benötigten Investitionsvolumens. Das Eigenkapital erfuhr durch den deutlich höheren Gewinn im Vergleich zu Vorjahren und durch eine bereits Ende 2022 getätigte Kapitalrücklage in Höhe 4,5 Mio. € der Marquardt Mechatronik GmbH eine maßgebliche Verbesserung. Der leichte Anstieg der Bilanzsumme auf der Aktivseite um 0,5 Mio. € ist bestimmt durch die Erhöhung des Anlagenvermögens (+1,0 Mio. €) und einem Plus bei der aktiven Rechnungsabgrenzung (+0,1 Mio. €). Dem entgegen standen zum Stichtag eine Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (-0,5 Mio. €.) und der liquiden Mittel (-0,1 Mio. €). Korrespondierend auf der Passivseite fielen die Verbindlichkeiten in Summe um 1,3 Mio. €. Die Höhe der Rückstellungen wurden dem Grundsatz der kaufmännischen Vorsicht folgend geprüft und entsprechend der Bewertung um 0,3 Mio. € erhöht. Abschließend getrieben vom Bilanzgewinn über 1,5 Mio. € wurde der positive Trend des Eigenkapitals erneut bestätigt. II.3.a.1. Investitionen Das Investitionsvolumen im abgelaufenen Geschäftsjahr lag bei rund 1,6 Mio. €. Die maßgeblichen Investitionen wurden mit der abschließenden Inbetriebnahme der neuen ASM SMT- Bestückmaschinen und der Einführung eines Warehouse Moduls im ERP System planmäßig umgesetzt. Der Industrialisierungsbereich konnte erfolgreich eine neue Fertigungs- und Montagelinie für ein Batteriemanagementsystem der Serienfertigung übergeben. Weiter wurde in zwei zusätzliche generische Testsysteme investiert. Diese zusätzliche Testkapazität steht den Bestands- und Neukunden zur Verfügung. II.3.a.2. Produktion Das Produktionsjahr 2023 war ein sehr erfolgreiches Jahr mit einem Wachstum von knapp 35%. Die eingeschränkte Materialversorgung aus dem Jahr 2022 sorgte für einen Nachholbedarf auf der Kundenseite und damit für eine überproportionale Auftragslage. In der Produktion wurden bis zu 50 neue Leiharbeiter aufgebaut, um damit alle Aufträge planmäßig und termingerecht auszuliefern. Das interne "First time Yield" konnte auf einem hohen Niveau von 97,5% gehalten werden. Damit konnten wir qualitativ sehr gute Ergebnisse für die Kunden erzielen. Am Ende des Jahres 2023 wurde ein neues KVP (Kontinuierlicher Verbesserungsprozess) Programm gestartet. Das Ziel der daraus resultierenden Produktivitätssteigerung ist mit 10% berechnet. Das Programm beinhaltet ein kaskadiertes Shop Floor Managementsystem und eine methodische PDCA Vorgehensweise für alle Ebenen in der Produktion. II.3.a.3. Mitarbeiter/innen Die Anzahl des festangestellten Personals stieg aufgrund des starken Wachstums und einiger Nachbesetzungen in 2023 aus Ende 2022 um 8% auf durchschnittlich 168 Personen. Ein nach wie vor hoher Anteil von Gehaltsempfängern ist Ausdruck unserer komplexen und anspruchsvollen Produkte mit einem hohen Elektronik- und Software-Anteil, die entsprechend qualifizierte Beschäftigte in der Entwicklung, aber auch in den produktionsbegleitenden Bereichen bedingen. Nur mit einem solchen qualifizierten Personalstamm können wir unsere Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit auf Dauer sichern. Der Personalaufwand inklusive der Zahlungen für Zeitarbeiter und der freiwilligen sozialen Aufwendungen ist gegenüber dem Vorjahr um 7% absolut gestiegen wenngleich wie auch im vorangegangenen Jahr um 3% im Verhältnis zum starken Umsatzwachstum gesunken. Der Anstieg ist zum größten Teil (ca. 70%) im direkten Personal, in Anbetracht der deutlichen Umsatzsteigerung in der Produktion, begründet. II.3.b. Vermögenslage Die Vermögenslage unserer Gesellschaft hat sich nach den hohen Verlusten der Vergangenheit innerhalb der letzten 3 Jahre deutlich entspannt. Die Aktiva ist weiterhin dominant durch Fremdkapital finanziert, mehrheitlich durch ein Darlehen der Muttergesellschaft. II.4. Finanzielle Leistungsindikatoren Zur internen Unternehmenssteuerung verwenden wir verschiedene Relationen im Vergleich zum Umsatz bzw. zur Gesamtleistung. Die wesentliche Kennzahl ist die Gesamtleistungsrendite, d.h. das Verhältnis des Betriebsergebnisses zur Gesamtleistung. Für das Jahr 2023 wurde im Vergleich zum Vorjahr mit einer deutlichen Steigerung der Rendite geplant, was auch mit einer realisierten Gesamtleistungsrendite 3,7% (Vorjahr 1,6%) erreicht bzw. überschritten werden konnte. Hauptursache für diese Zielerfüllung war im Wesentlichen die überproportional gestiegenen Serienerlöse mit entsprechend starker Fixkostendegression. Eine weitere wesentliche Kennzahl ist die Kombination aus Material- und Personalkosten in Relation zur Gesamtleistung. Hier verzeichneten wir einen positiven Rückgang unserer 93,1% aus dem Vorjahr auf 88,8%. Ausschlaggebend hier wiederum die maximale Auslastung unserer Fertigung mit degressiven Kostenblöcken. Mit den erreichten Werten haben sich alle unsere wesentlichen Leistungsindikatoren weiter positiv entwickelt sowohl gegenüber den entsprechenden Vorjahreswerten wie auch gegen unsere Planung. III. Prognosebericht Die globale Entwicklung der Weltwirtschaft - und somit auch der Automobil- und Industriemärkte - ist weiterhin genauso mit großen Unsicherheiten verbunden wie auch die Fortentwicklung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Unseren Planungen liegt die Annahme zugrunde, dass die Weltwirtschaft im Jahr 2024 insgesamt mit verringerter Dynamik wachsen wird. Hier spielen neben dem weiteren Verlauf der Inflation und der daraus resultierenden geldpolitischen Maßnahmen vor allem auch die geo- und handelspolitischen Entwicklungen eine entscheidende Rolle. Hier können sich negative Auswirkungen insbesondere aus den Spannungen zwischen China und den USA ergeben. Risiken sehen wir auch im Russland-Ukraine-Konflikt sowie in den Auseinandersetzungen im Nahen Osten. Für das Geschäftsjahr 2024 ist für Europa von einem vergleichsweise niedrigen Wirtschaftswachstum auszugehen. Belastend wirken hier die immer noch relativ hohen Inflationsraten sowie das vergleichsweise hohe Zinsniveau. Während sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt voraussichtlich verschlechtern wird, ist davon auszugehen, dass das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland nur schwach wachsen wird. Eine ähnliche Entwicklung wie in Europa sehen wir beim Wirtschaftswachstum in den USA. Im Vergleich dazu sollte die Wirtschaftsleistung in Mexiko etwas stärker wachsen. Für Indien erwarten wir ein Wirtschaftswachstum auf relativ hohem Niveau; ebenfalls für China, wobei wir hier davon ausgehen, dass das Wachstum geringer ausfallen sollte als im Berichtsjahr. Die ungünstigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen dürften auch die weltweiten und speziell unsere regionalen Industriemärkte belasten, so dass davon auszugehen ist, dass sich die weltweite Nachfrage regional uneinheitlich entwickeln sollte und dass diese unter dem Vorjahresniveau liegen wird. Insgesamt ist auf den internationalen Industriemärkten von einer weiter zunehmenden Wettbewerbsintensität auszugehen. Kristronics wird trotz der derzeitigen schwierigen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen versuchen den eingeschlagenen Kurs mit Augenmaß fortzusetzen und weiterhin sehr fokussiert an der Kostenstruktur zu arbeiten. Die Flexibilisierung der Organisation samt Prozesslandschaft wird mit hoher Priorität weiterverfolgt. Aufgrund der Erwartungshaltung sinkender Nachfragen im Industrie- und Medizinsektor gilt ein besonderes Augenmerk weiterhin dem konservativ ausgerichteten Liquiditätsmanagement. Neben diesen Maßnahmen wird sowohl das operative Geschäft mit Akquisitionen bei bestehenden Kunden als auch das Neukundengeschäft kontinuierlich vorangetrieben. Für das Gesamtjahr 2024 kalkulieren wir mit einer Abschwächung der Umsätze im niedrigen einstelligen Prozentbereich angesichts einer Marktsättigung aber ungeachtet dessen mit verbesserter Ertragslage und stabileren finanziellen Leistungsindikatoren im Vergleich zum Vorjahr. Die ersten beiden Monate des Jahres 2024 zeigen dementgegen erhebliche unter Vorjahr und unter unserer Planung liegende Umsätze. Das Vorsteuerergebnis blieb daher weit hinter unseren Erwartungen zurück. IV. Chancen- und Risikobericht IV.1. Risikobericht Die Erfahrungen aus der Vergangenheit, insbesondere auch während der Corona-Pandemie, haben gezeigt, dass unsere strategischen Investitionen im Rahmen der fortlaufenden konzeptionellen Weiterentwicklung unseres Unternehmens aufgrund der zunehmenden Internationalisierung, den sich verkürzenden Produktlebenszyklen sowie dem Wandel in der EMS (Electronic Manufacturing Service) Industrie, richtig sind. Neben der Diversifizierung in unterschiedliche Produktbereiche sowie der Nutzung von Synergien durch eine Funktionalorganisation unterstützen uns verschiedene IT-basierte Softwaresysteme bei der Steuerung des Unternehmens. Diese ermöglichen u.a. zeitnahe Plan-Ist-Vergleiche und Simulationen, um somit schnell auf unterschiedliche Herausforderungen reagieren zu können. Hierzu nutzen wir seit Jahren SAP als vollintegratives ERP-System (Enterprise-Ressource-Planning-System), welches alle geschäftlichen Prozesse systemübergreifend einheitlich abbildet. Risiken im Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit begegnen wir mit entsprechenden Maßnahmen, abgeleitet aus dem eingeführten und zertifizierten Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 sowie der entsprechenden Überwachung der eingeführten Umweltkennzahlen. Prozess- und Produktrisiken werden durch die entsprechenden Prozesskennzahlen des Qualitätsmanagementsystems, zertifiziert nach IATF 16949 / ISO 9001 sowie ISO 13485, adressiert, kontinuierlich überwacht und ggf. neu bewertet. Mit speziellen Analysen werden zudem die Risiken und Chancen für alle Bereiche und für die interessierten Parteien der Organisation betrachtet und kontinuierlich überwacht. Um Klumpenrisiken bei einzelnen Kunden oder Produkten zu vermeiden, wird kontinuierlich in die Verbreiterung der Kundenbasis wie auch des Produktportfolios investiert. Vereinzelt auftretende Kundenkonzentrationen beziehen sich auf Großunternehmen mit überschaubaren Ausfallrisiken. Um Ausfallrisiken bei Lieferanten frühzeitig zu erkennen, werden regelmäßige Informationen eingeholt und - wo angebracht - Second-Source-Lieferanten aufgebaut bzw. identifiziert. Dadurch konnte auch im Geschäftsjahr 2023 die Lieferkette kontinuierlich aufrechterhalten werden, so dass die Lieferfähigkeit stets gewährleistet war. Für mögliche Schadensfälle und Haftungsrisiken sind entsprechende Versicherungen abgeschlossen und in ausreichendem Maße Rückstellungen gebildet. Durch die getroffenen Maßnahmen sind Strukturveränderungen und konjunkturelle Schwankungen frühzeitig erkennbar sowie die finanziellen Folgen anderer kalkulierbarer Risiken zumindest begrenzt. IV.1.a. Branchenspezifische Risiken Branchenspezifische Risiken sehen wir derzeit insbesondere in Abhängigkeit von der Entwicklung der weltweiten Konjunktur sowie der weltweiten Inflationsraten. Sollte sich diese schwächer als erwartet entwickeln bzw. durch unvorhersehbare Faktoren negativ beeinflusst werden, wird sich dies auch auf unsere nationale Kundschaft in der Industrie- und Medizintechnik sowie andere Abnehmerindustrien auswirken. Solche Faktoren können zum Beispiel negative Konjunkturentwicklungen aufgrund weiter steigender Beschaffungskosten oder Unterbrechungen in den Lieferketten sein. Auch höhere Cyberrisiken sind nicht auszuschließen. Vereinzelte Rückgänge in spezifischen Regionen bzw. bei Kunden erwarten wir, durch unser breites Branchenportfolio, weitgehend kompensieren zu können. IV.1.b. Ertragsorientierte Risiken In unseren Produktfeldern sind wir seit Jahren etablierten, aber auch neuen Wettbewerbern ausgesetzt. Durch unsere Innovationskraft und unser hohes technisches Know-how gehen wir davon aus, uns auch weiterhin im Wettbewerb behaupten und ausbauen zu können. Mögliche Zusatzkosten für die Verbreiterung der Markt- und Kundenbasis sind durch unsere sich steigernde Ertragsstärke sowie durch die Unterstützung unseres Gesellschafters gedeckt. Durch neue Kunden und Produkte sowie eine steigende Umsatzentwicklung sehen wir unsere leistungswirtschaftlichen Risiken unverändert zu den Jahren vor der Corona-Pandemie. Herausforderungen sehen wir in anhaltend hohen Rohstoffpreisen sowie in weltweit erhöhten Energiepreisen. IV.I.c. Finanzwirtschaftliche Risiken Die Liquiditätslage ist trotz verbesserter Materialverfügbarkeit von allokierten Bauteilen bei einer gleichzeitig volatilen Umsatzprognose unserer Kunden weiterhin angespannt. Dieser Anspannungsgrad und die daraus resultierende Finanzierung ist abgesichert durch die stabile Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Mutterkonzerns. Daher sind aktuell keine Liquiditätsrisiken erkennbar. Potenzielle Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, sehen wir als mäßig an. Die Liquiditätslage ist gut und die Finanzierung über den Mutterkonzern für das laufende Jahr bereits gesichert, so dass keine Engpässe zu erwarten sind. Darüber hinaus besteht eine langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Kernbanken. IV.2. Chancenbericht Obwohl wir in den von uns belieferten Märkten bereits eine große Anzahl von Kunden beliefern, haben wir die Chance, weitere namhafte Anbieter in unser Kundenportfolio aufzunehmen. Nach leichten Erfolgen in 2023 sehen wir für 2024 die Herausforderung und Chance in komplexeren marktseitig geforderten Baugruppen. Ein Schlüssel zur Realisierung ist der Abschluss der strukturellen Neuausrichtung, um mit den benötigten Kapazitäten die Neuprojekte zu akquirieren. IV.3. Gesamtaussage Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir schwerpunktmäßig in der weltwirtschaftlichen Konjunktur und den weltweiten Inflationsraten sowie in einem nach wie vor anspruchsvollen Wettbewerbsumfeld mit einem herausfordernden Preisniveau. Aufgrund der langjährigen und stabilen Kundenbeziehungen im Industrie- und Medizinbereich, qualifizierten und hochmotivierten Mitarbeitern sowie der Zugehörigkeit zum Marquardt-Konzern sehen wir uns für die Bewältigung künftiger Risiken gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen i. W. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Guthaben und Darlehen bei verbundenen Unternehmen. Das Unternehmen verfügt über einen solventen, vielfach zu internationalen Konzernen gehörenden Kundenstamm mit geringem Insolvenzrisiko, mit dem bereits seit vielen Jahren eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit besteht. Mit wesentlichen Kunden werden die jeweiligen Geschäftszahlen in bilateralen Gesprächen ausgetauscht und bewertet. Forderungsausfälle sind mehr oder weniger nicht existent. Daneben führt ein straffes Mahnwesen mit Kreditlimits zu Liefersperren, so dass Forderungsausfällen frühzeitig begegnet werden kann. Obligatorisch wird vor dem Eingehen einer neuen Kundenbeziehung die Bonität des Kunden überprüft. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen - wenn möglich unter Nutzung von Skonto - gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft mittels Lieferantenkrediten und stringentem Working-Capital-Management, im langfristigen Bereich durch ein Darlehen eines verbundenen Unternehmens. Insgesamt wird revolvierend ein ganzheitlicher Liquiditätsplan sowie eine Cash-Flow-Prognose erstellt. BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023KRISTRONICS GMBH, HARRISLEEAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023KRISTRONICS GMBH, HARRISLEEI. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 1433 FL in das Handelsregister des Amtsgerichts Flensburg eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. II. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden, gegenüber dem Vorjahr unveränderten, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Herstellungskosten bewertet und planmäßig abgeschrieben. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode verringert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode und nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer vermindert. Die Herstellungskosten umfassen Einzelkosten für Lohn und Material zuzüglich anteiliger angemessener Gemeinkosten. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Abschreibungen des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu niedrigeren Tageswerten am Bilanzstichtag angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten aktiviert. Der Ermittlung der Anschaffungskosten liegen gewogene Durchschnittswerte zugrunde. Fertige und unfertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet, die Einzelkosten für Material und Lohn sowie angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten umfassen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Die liquiden Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt. Die Bewertung von Rechnungsabgrenzungsposten erfolgt zu Anschaffungskosten, bezogen auf den jeweiligen Gesamtbetrag unter Berücksichtigung zeitanteiliger Auflösungen. Die Steuerrückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in voraussichtlicher Höhe auf Basis steuerlicher Vorschriften gebildet. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Bei Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr wurden das Anschaffungskosten- bzw. das Realisationsprinzip außer Acht gelassen. Aufwendungen und Erträge in Fremdwährung wurden mit dem Devisenkassamittelkurs des Tages ihrer Entstehung in Euro umgerechnet. III. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist, dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben im Berichtsjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 289.265,20 (i. Vj. EUR 270.098,29) resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Eigenkapital Der Bilanzgewinn enthält einen Verlustvortrag in Höhe von EUR 9.449.014,77. Bei den Gewinnrücklagen handelt es sich um andere Gewinnrücklagen. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Gewährleistungsverpflichtungen, drohende Verluste aus schwebenden Geschäften, Personalverpflichtungen wie Urlaub, Überstunden und Inflationsausgleichprämie sowie ausstehende Eingangsrechnungen gebildet. Verbindlichkeiten
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen Sicherheiten in Form der üblichen Eigentumsvorbehalte. Weitere Sicherheiten sind keine gegeben. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind solche gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 15.000.000,00 (i. Vj. EUR 15.000.000,00) aus Darlehen und in Höhe von EUR 3.175.625,00 (i. Vj. EUR 3.441.875,00) aus Lieferungen und Leistungen enthalten. Alle übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehemen resultieren aus Lieferungen und Leistungen. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind EUR 366.080,28 (i. Vj. EUR 292.122,47) aus Steuern und EUR 10.598,52 (i. Vj. EUR 10.117,68) im Rahmen der sozialen Sicherheit enthalten. Latente Steuern Passive latente Steuern bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Das Wahlrecht zur Aktivierung aktiver latenter Steuern wurde nicht ausgeübt. Der unternehmensindividuelle Steuersatz betrüge 27,6 %. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31. Dezember 2023 bestanden gegenüber verbundenen Unternehmen finanzielle Verpflichtungen aus Mietverhältnis für Anlagevermögen in Höhe von EUR 484.899,36. IV. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Umsatzerlöse Aufgliederung der Umsätze
Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 161.844,70 (i. Vj. EUR 167.504,97) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 37.000,00 (Vj. EUR 106.694,37). Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 205.887,16 (i. Vj. EUR 315.899,80) enthalten. Finanzergebnis In den Zinsaufwendungen sind Zinsen von verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 262.500,00 (i. V. EUR 302.031,25) enthalten. V. SONSTIGE ANGABEN Mitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigte im abgelaufenen Geschäftsjahr 168 Arbeitnehmer, hiervon:
Mutterunternehmen Mutterunternehmen nach § 285 Nr.14 HGB ist die Marquardt Mechatronik GmbH, Rietheim-Weilheim, welche den Verpflichtungen zur Offenlegung nach § 325 Abs.1 Satz 2 HGB nachkommen wird. Ergebnisverwendung Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.516.082,60 ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzverlust in Höhe von EUR 7.932.932,17 auf neue Rechnung vorzutragen. Abschlussprüferhonorar Die für das Geschäftsjahr berechneten Honorare des Abschlussprüfers belaufen sich auf EUR 22.840,00. Davon entfallen EUR 18.000 auf die Prüfung des Jahresabschlusses und EUR 4.840,00 auf Steuerberatungsleistungen. Geschäftsführung Dr. Stefan Diesner Rainer Matern - bis 31.08.2023 Dr. Kristjan Ambroz - ab 01.09.2023
Harrislee, den 28. März 2024 gez. Dr. Stefan Diesner gez. Dr. Kristjan Ambroz Ergänzende Angaben gem. § 327 Satz 2 HGB
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die KRISTRONICS GmbH, Harrislee Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der KRISTRONICS GmbH, Harrislee, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KRISTRONICS GmbH, Harrislee, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 28. März 2024 Mazars
GmbH & Co. KG
Steffen Rapp, Wirtschaftsprüfer Florian Döttling, Wirtschaftsprüfer Hinweis nach § 328 Abs. 1a HGB Der Jahresabschluss wurde in der Gesellschafterversammlung vom 17.05.2024 festgestellt. |
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