Stammdaten

Register
Amtsgericht Kassel HRB 18812
Eingetragen
5.10.2021
Branche
Praxen von Steuerberaterinnen und -beratern, Steuerbevollmächtigten sowie steuerberatende BerufsausübungsgesellschaftenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Gegenstand
Erstellung, Betrieb und Vermarktung von SaaS Lösungen im Umfeld von Steuern und Steuerberatung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Inga Krämer
seit 27.6.2022
Geschäftsführer
Björn Kahle
seit 5.10.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Germany
15.612 €
51.00%
Germany
7.500 €
24.50%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

fino taxtech GmbH

Kassel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023


A. Grundlagen der Gesellschaft

Die fino taxtech GmbH (nachfolgend auch "fino taxtech") mit Sitz in Kassel ist Teil der finoGruppe, eines Unternehmensverbundes mit teilweise gleicher Gesellschafteridentität. Sie ist zu 24,5 % Tochter der fino ventures GmbH, zu 24,5 % Tochter der SalesPier Holding GmbH und zu 51 % Tochter der DATEV Beteiligungs-GmbH.

Firmenzweck ist die Erstellung von Software für Privatpersonen und Steuerberater:innen (an dieser Stelle sei erwähnt, dass zugunsten der besseren Lesbarkeit auf weiteres gendern verzichtet wird) aktuell zu den Prozessen rund um die Grundsteuer (GrundsteuerDigital). Zukünftig werden sowohl die Zielmärkte als auch die Programmvielfalt steigen.

B. Wirtschaftsbericht 

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Trotz leichter Rückgänge dämpften weiterhin hohe Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr.

Die Digitalbranche zeigte sich in diesem Umfeld weiter stabil und setzte mit 2,2 % (Quelle: Bitkom, Januar 2024) ihren Wachstumskurs weiter fort. Auch unter schwierigen konjunkturellen Bedingungen, geprägt von geopolitischen Krisen und Haushaltskürzungen, legten Umsätze und Beschäftigung bei den Unternehmen der BITKOM-Branche zu.

Nachdem die Firmengründung im Jahr 2021 unter den Rahmenbedingungen der Corona-Pandemie stattgefunden hat, ist die fino taxtech weitgehend remote aufgestellt.

Der allgemeine Wunsch des Berufsstandes der Steuerberater und auch anderer Zielgruppen nach mehr Digitalisierung und medienbruchfreien Prozessen wird immer größer und deutlicher, da der allgemeine Geschäftsbetrieb vieler Unternehmen weiterhin remote läuft, auch wenn die Pandemie wieder die Zusammenarbeit vor Ort erlaubt. Die Pandemie ist hier sicher als Beschleuniger der digitalen Prozesse zu sehen.

Der Gesetzgeber hat beim Thema Grundsteuer die Rahmenbedingungen für eine weitgehende Digitalisierung geschaffen. Unser Produktangebot GrundsteuerDigital zahlt darauf massiv ein.

2. Geschäftsverlauf

Die Abgabefristen für die Grundsteuererklärungen des Jahres 2022 endeten deutschlandweit am 31.01.2023. Einzig Ausnahme war Bayern mit dem 30.04.2023 als Fristende. Weit über diesen Termin hinaus wurden Erklärungen abgegeben, sodass der Geschäftsverlauf sich im ersten bis dritten Quartal des Jahres kaum veränderte. Im letzten Quartal war der Rückgang der Übermittlungen spürbar und damit natürlich auch ein Umsatzrückgang verbunden.

Die Übermittlungen gingen erwartungsgemäß von im Januar 894.696 auf 19.872 im Dezember zurück.

25 % des Umsatzes wurde von 75 % der Kunden erlöst, nämlich im Basispaket. Der Preis hierfür wurde bereits zum 9. Januar des Geschäftsjahres für Neukunden von 120 Euro Jahresmindestumsatz auf 240 Euro angehoben. Seit Anfang September gilt diese Erhöhung auch für Bestandskunden bei Auslaufen ihrer Verträge.

Die Anzahl der Mitarbeitenden hat sich im Geschäftsjahr von 31 (24,5 VZÄ) auf 34 (27,5 VZÄ) erhöht.

3. Ertragslage

Die Ertragslage unseres Unternehmens, das für die fino-Gruppe im Wesentlichen die Erträge generiert, ist zufriedenstellend. Die Gewinn- und Verlustrechnung schließt mit einem Jahresüberschuss von rund T€ 20.286 ab, nach T€ 11.216 in 2022. In 2023 erfolgten Ausschüttungen an die Gesellschafterinnen von rund T€ 17.172 nach T€ 7.000 in 2022. Ergebnis des Jahres 2023 entspricht unseren Erwartungen und dem Geschäftsplan.

Die Umsatzerlöse betragen T€ 34.329, nach T€ 19.462 im Vorjahr. Die Steigerung ist bedingt durch die Abgabefristen für Steuererklärungen auf den 31.1.2023 bzw. für Bayern auf den 30.4.2023.

Die Personalkosten betrugen im Jahr 2023 T€ 1.723 nach T€ 1.001 im Jahr 2022. Die fino taxtech GmbH beschäftigte im Jahr 2023 durchschnittlich 35 Mitarbeiter (Vorjahr: 22).

Die sonstigen betriebliche Aufwendungen betrugen im Jahr 2023 T€ 2.797 nach T€ 1.966 im Jahr 2022.
Die Erhöhung um T€ 831 betrifft u.a. Fremdarbeiten und Aufwendungen für Lizenzen.

Aufgrund des Geschäftsmodells unseres Unternehmens bestehen vielfältige Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen. Diese Verbindungen sind so ausgestaltet, wie sie auch unter Dritten branchen- und geschäftsüblich wären, zumal wir unsere Leistungen Dritten auch ausdrücklich anbieten. Geschäfte, die zu marktunüblichen Bedingungen zustande gekommen wären, liegen nicht vor.

4. Finanz- und Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich um T€ 4.956 auf T€ 18.874 erhöht.

Die immateriellen Vermögensgegenstände betragen T€ 3.638 (Vorjahr: T€ 3.055). Die Steigerung ist im Wesentlichen durch Investitionen in Software  in Höhe von T€ 1.421 bedingt.

Die Sachanlagen betragen T€ 15 (Vorjahr: T€ 21).

Die Forderungen gegenüber Kunden betragen T€ 638 (Vorjahr: T€ 3.880). Die Verminderung ist durch ein geändertes Mahnwesen bedingt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit T€ 139 (Vorjahr: T€ 48) bilanziert.

Die Wertpapiere betragen T€ 2.687 (Vorjahr: T€ 0). Die Erhöhung betrifft den Kauf von Wertpapieranlagen.

Die Kassen- und Bankguthaben sind in Höhe von T€ 11.727 (Vorjahr: T€ 6.875) bilanziert.

Das Eigenkapital beträgt T€ 8.778 (Vorjahr: T€ 5.664).

Die Rückstellungen für Körperschaft- und Gewerbesteuer beträgt T€ 9.614 (Vorjahr: T€: 2.752). Der Anstieg ist durch den im Berichtsjahr erwirtschafteten, steuerpflichtigen Anteil am Jahresüberschuss bedingt.

Die sonstigen Rückstellungen betragen T€ 169 (Vorjahr: T€ 45). Sie beinhalten mit T€ 3 (Vorjahr: T€ 3) Rückstellungen für Urlaubsansprüche der Mitarbeiter, mit T€ 110 (Vorjahr: T€ 0) für Rückstellungen für Gratifikationen für Mitarbeiter, mit T€ 2 (Vorjahr: T€ 17) für sonstigen Rückstellungen sowie mit T€ 53 (Vorjahr: T€ 25) für Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit T€ 156 (Vorjahr: T€ 990) bilanziert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind mit T€ 21 (Vorjahr: T€ 36) angesetzt.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen T€ 137 (Vorjahr: T€ 4.431).

Bezüglich des Cashflows ist ein hoher Anstieg der Finanzmittel aus der laufenden Geschäftstätigkeit um T€ 8.203 auf T€ 23.066 zu verzeichnen. Davon wurden Ausschüttungen an die Anteilseigner über T€ 17.172 getätigt. Das Guthaben bei Kreditinstituten zum Bilanzstichtag ist von T€ 6.875 auf T€ 11.727 angestiegen.

5. Gesamtaussage

Wir sind mit dem Geschäftsverlauf in 2023 und der Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zufrieden.

6. Finanzielle Leistungsindikatoren

Als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren dienen Umsatzerlöse und das EBIT. Die Umsatzerlöse haben sich gegenüber 2022 von T€ 19.462 auf T€ 34.329 erhöht und entsprechen unseren Erwartungen und dem Geschäftsplan. Das EBIT beträgt T€ 29.497 (Vorjahr: T€ 16.309) und entspricht damit ebenfalls unseren Erwartungen.

7. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

a) Prognosebericht

GrundsteuerDigital wurde entwickelt, um für den Berufsstand der Steuerberater und für private Personen die Deklaration der Grundsteuerdaten zu erleichtern. Diese Deklaration erfolgt grundsätzlich für das Jahr 2022 (sog. Hauptfeststellungszeitpunkt für alle Grundstücke) mit den bereits genannten Fristen und für das Jahr 2029. Dazwischen gibt es Artfortschreibungen, Art- und Wertfortschreibungen (z.B. wird ein unbebautes Grundstück zu einem bebauten) sowie Nachfeststellungen. Diese Feststellungsarten führen auch während der Hauptfeststellungszeitpunkte zu Übermittlungen und somit zu Umsatz. Die Verwaltung von Bescheiden und Einsprüchen spricht ebenfalls dafür, dass viele Kunden ihre Accounts dauerhaft behalten werden und somit die monatlichen Grundgebühren weiterhin zu entsprechenden Umsätzen führen. Die Umsätze von 2023 werden in den nächsten Jahren jedoch deutlich unterschritten. Wir erwarten in 2024 ein EBIT in Höhe von T€ 6.200.

b) Chancenbericht Chancen durch den Gesetzgeber Aufgrund der Verpflichtung, auch nach dem Hauptfeststellungszeitpunkt 2022 weitere Feststellungen z.B. bei Art- oder Wertfortschreibungen eines Grundstücks abzugeben, können wir in 2024 weiterhin mit Feststellungserklärungen und damit mit Umsätzen rechnen. Darüber hinaus verbessern wir das Produkt GrundsteuerDigital insbesondere für die Bearbeitung von Steuerfällen in großer Zahl, sodass z.B. Einsprüche massenhaft möglich sein werden. Dadurch ergibt sich die Chance, weitere Kunden zu akquirieren, um die Prozesse nach Abgabe der Feststellungserklärung zu gestalten. Sollte die Grundsteuer als verfassungswidrig erklärt werden, ergeben sich daraus weitere Umsatzchancen.

Chancen durch neue Produkte Der Kundenstamm aus GrundsteuerDigital und die Datenbasis, die die fino taxtech GmbH aufgebaut hat, sind Grundlagen für die Entwicklung neuer Software. Damit kann die fino taxtech GmbH die Digitalisierung im Berufsstand unterstützen und Software erstellen, die medienbruchfreie Prozesse unterstützt. Für unsere Kunden bietet dies die Möglichkeit, sich neue Geschäftsmodelle zu erschließen.

c) Risikobericht  Risiken aus der Rechtmäßigkeit der Grundsteuerreform  Die Grundsteuerreform ist aktuell auf dem Prüfstand. Ihre Rechtmäßigkeit wird angezweifelt und erste Einzelfallentscheidungen, die die Datenbasis für die Berechnung der Grundsteuer anzweifeln, liegen bereits vor. Sollten sich hier massive Änderungen ergeben, so kommt auf die fino taxtech GmbH erheblicher Aufwand zu, der sich ggf. auf die Neuentwicklung anderer Produkte auswirken kann. Soweit mit den Änderungen neue Übermittlungen verbunden sind, stellt dies jedoch auch eine Umsatzchance dar.

Datenschutzrisiken Für 2022 und 2023 erfolgte eine Zertifizierung durch den TÜV Saarland "TÜV geprüfter Datenschutz". Prüfungsinhalte waren zu allen Grundsteuerlösungen der taxtech (Zielgruppen Steuerberater, Unternehmen und Consumer):
- TÜV Saarland Anforderungskatalog Datenschutz
- Gesetzliche Anforderungen zum Datenschutz 
- Grundsätze der IT-Sicherheit in Anlehnung an den IT-Grundsatz nach BSI sowie der internationalen Norm ISO/IEC 27001
Die Laufzeit erstreckt sich bis zu 19.9.2024.

Das Unternehmen ist vielfältigen Risiken ausgesetzt. Das größte Einzelrisiko mit dem höchsten Schadenpotential ist ein Datendiebstahl oder -verlust. Diesem Risiko begegnen wir mit organisatorisch-technischen Maßnahmen, unserem IT-Sicherheitskonzept, entsprechenden Anlagen in der Produktentwicklung sowie Mitarbeiterschulungen. Wir arbeiten mit dem aktuellen Stand der Technik sowie den gängigen Empfehlungen. Wir gehen daher davon aus, dass ein Datenverlust- oder Diebstahl unwahrscheinlich ist.

Ereignisse, die aus der IT-Sicherheit bzw. Prozessrisiken entstehen, halten wir für möglich. Das Schadenpotential stufen wir allerdings als moderat ein. Wir haben hierfür Prozesse der Risikobewertung unserer Services implementiert und halten uns an das IT-Sicherheitskonzept. Sämtliche Prozesse und Konzepte werden regelmäßig evaluiert und auf dem neuesten Stand der Erkenntnis gehalten.

Personalrisiken
Das Risiko, Schlüsselpersonal zu verlieren, stufen wir aufgrund der Rückmeldungen aus den regelmäßig stattfindenden Personalgesprächen als unwahrscheinlich ein. Hinzu kommt, dass wir den eventuell hieraus entstehenden Schaden als moderat einstufen, da es Teil der Unternehmensstrategie ist, Wissen zentral so verfügbar zu machen, dass darauf zurückgegriffen werden kann, sodass der Anteil individueller Know-how-Träger möglichst minimiert ist.

Unterschrift gem. § 245 HGB  

 

Kassel, den 16. Februar 2024

Björn Kahle

Inga Krämer

Stephanie Zimmermann


Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 3.653.248,59 3.075.748,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.638.112,59 3.055.271,00
II. Sachanlagen 15.136,00 20.477,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.136,00 20.477,00
B. Umlaufvermögen 15.190.999,97 10.801.146,77
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 777.169,55 3.926.529,03
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 10.000,00 10.000,00
II. Wertpapiere 2.686.500,00  
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 11.727.330,42 6.874.617,74
C. Rechnungsabgrenzungsposten 25.244,70 39.627,09
D. Aktive latente Steuern 4.050,00  
Aktiva 18.873.543,26 13.916.521,86

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 8.777.997,34 5.664.354,60
I. Gezeichnetes Kapital 30.612,00 30.612,00
II. Kapitalrücklage 1.394.388,00 1.394.388,00
III. Bilanzgewinn 7.352.997,34 4.239.354,60
davon Gewinnvortrag 2.266.591,76 23.401,05
B. Rückstellungen 9.782.529,20 2.796.855,09
C. Verbindlichkeiten 313.016,72 5.455.312,17
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 20.560,69 34.507,78
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 20.560,69 34.507,78
2. sonstige Verbindlichkeiten 292.456,03 5.420.804,39
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 292.456,03 5.420.804,39
Passiva 18.873.543,26 13.916.521,86

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 34.738.776,84 19.622.665,45
2. Personalaufwand 1.723.437,92 1.000.944,40
a) Löhne und Gehälter 1.416.417,59 798.907,90
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 307.020,33 202.036,50
davon für Altersversorgung 3.577,20 2.492,40
3. Abschreibungen 853.121,86 346.378,26
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 853.121,86 346.378,26
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.796.863,19 1.965.761,61
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 825,11 901,47
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 145.443,13 0,02
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 13.500,00  
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   7,10
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 9.210.891,42 5.093.620,55
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 4.050,00  
9. Ergebnis nach Steuern 20.286.405,58 11.215.953,55
10. Jahresüberschuss 20.286.405,58 11.215.953,55
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.266.591,76 23.401,05
12. Ausschüttung 15.200.000,00 7.000.000,00
13. Bilanzgewinn 7.352.997,34 4.239.354,60

Anhang

fino taxtech GmbH, Kassel

für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben

Die fino taxtech GmbH hat ihren Sitz in Kassel und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Kassel Reg.Nr.18812.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches erstellt, in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) und den Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) sowie den einschlägigen Bestimmungen der Satzung.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Von den größenabhängigen Erleichterungen nach § 288 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang sowie Lagebericht (einschließlich Anlagespiegel). Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert.

1. Grundsätze zur Bilanzierung und Bewertung/Erläuterungen zur Bilanz und GuV

Die zu Anschaffungskosten aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände werden planmäßig linear pro rata temporis über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die voraussichtliche Nutzungsdauer beträgt 3-5 Jahre.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer abzüglich planmäßiger Abschreibungen, angesetzt.Die beweglichen Anlagegüter werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer pro rata temporis linear abgeschrieben.

Die voraussichtliche Nutzungsdauer beträgt 3-5 Jahre.

Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungspreis bis zu € 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalbetrag angesetzt. Erkennbaren Einzelrisiken ist durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen, dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko durch eine Pau­schalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen worden.

Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren Börsenkurs am Abschlussstichtag bewertet.

Die flüssigen Mittel sind in Höhe ihres Nennwerts angesetzt.

Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt.

Bei Bildung der Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen worden. Sie sind in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert.

Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz

Zur Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände sowie der Sach- und Finanzanlagen wird auf den Anlagespiegel verwiesen.

Umlaufvermögen

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stellen sich wie folgt dar:


Geschäftsjahr 31.12.2023
davon mit Restlaufzeit mehr als
1 Jahr
Vorjahr 31.12.2022
davon mit Restlaufzeit mehr als
1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Sonstige Vermögensgegenstände
777.169,55 €
10.000,00 €
3.926.529,03 €
10.000,00 €


Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag angesetzt.

Die wesentlichen sonstigen Vermögensgegenstände sind Forderungen gegenüber der Kasseler Sparkasse in Höhe von 104.053,85 € (Vorjahr: 0,00 €).

Latente Steuern

Es bestehen aktive latente Steuern in Höhe von 4.050,00 €.

Der Wertunterschied zwischen Handels- und Steuerbilanz beruht auf der unterschiedlichen Stichtagsbewertung der Wertpapiere im Umlaufvermögen.

Handelsbilanz niedriger beizulegender Wert: 2.686.500,00 €
Steuerbilanz Nominalwert: 2.700.000,00 €.

Hierbei wurde ein Steuersatz von 30 % zugrunde gelegt.

Eigenkapital

Das Stammkapital von € 30.612,00 ist mit dem Nennbetrag angesetzt und wird wie folgt gehalten:

DATEV Beteiligungen GmbH: 51,00 %
Fino ventures GmbH: 24,50 %
SalesPier Holding GmbH: 24,50 %

Gezeichnetes Kapital
01.01.2023 bis 31.12.2023

30.612,00 €
Kapitalrücklage
01.01.2023 bis 31.12.2023

1.394.388,00 €
Bilanzgewinn



Jahresüberschuss 2023
   20.286.405,58 €


Gewinnvortrag




Euro
Stand 01.01.2023      4.239.354,60
Ausschüttung 2022      1.972.762,84
Vorabausschüttungen 2023             15.200.000,00
Stand 31.12.2023             7.352.997,34
Summe Eigenkapital 31.12.2023            8.777.997,34


Sonstige Rückstellungen

Die wesentlichen sonstigen Rückstellungen betreffen arbeitnehmerbezogene Aufwendungen in Höhe von 113.251,76 € (Vorjahr: 3.505,54 €).

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:


Geschäftsjahr 31.12.2023
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr
davon Restlaufzeit über 1 Jahr
davon Restlaufzeit über 5 Jahre
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
155.914,89 €
155.914,89 €
0,00 €
0,00 €
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
20.560,69 €
20.560,69 €
0,00 €
0,00 €
Sonstige Verbindlichkeiten
136.541,14 €
136.541,14 €
0,00 €
0,00 €

Vorjahr 31.12.2022
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr
davon Restlaufzeit über 1 Jahr
davon Restlaufzeit über 5 Jahre
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
989.445,01 €
989.445,01 €
0,00 €
0,00 €
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
36.210,60 €
36.210,60 €
0,00 €
0,00 €
Sonstige Verbindlichkeiten
4.431.359,38 €
4.431.359,38 €
0,00 €
0,00 €



Unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von € 20.560,69 € (Vorjahr: 36.210,60 €) ausgewiesen.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die wesentlichen sonstigen Verbindlichkeiten bestehen aus Steuern und Abgaben in Höhe von 49.937,52 € (Vorjahr: 4.241.207,17 €).

Angaben zu einzelnen Posten der Gewinn und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind folgende wesentlichen periodenfremde Aufwendungen enthalten:

Sken Data - Abrufmengen Liegenschaften  in Höhe von 60.528,96 €

Personalaufwand

Der Personalaufwand beträgt 1.723.437,92 € (Vorjahr: 1.000.944,40 €). Darin enthalten sind Gratifikationen in Höhe von 109.900 € (Vorjahr: 42.300 €).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Wesentliche sonstige betriebliche Aufwendungen bestehen aus Fremdarbeiten in Höhe von 1.968.753,48 € (Vorjahr: 1.500.528,96 €) sowie Aufwendungen für Lizenzen und sonstige Rechte in Höhe von 341.356,70 € (Vorjahr: 213.969,11 €).

Sonstige Angaben

fino taxtech GmbH fällt als mittelbare Beteiligung der DATEV eG in den Anwendungsbereich des Gesetzes zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen (Mindeststeuergesetz - MinStG), das zum 28.12.2023 in Kraft getreten ist. Für das Geschäftsjahr 2023 ergeben sich keine steuerlichen Auswirkungen, da das Mindeststeuergesetz erst ab 2024 steuerlich wirksam wird. Auch in den Folgejahren ist nicht mit einem Steuerergebnis aus der Anwendung des deutschen Mindeststeuergesetzes bzw. ausländischer Mindeststeuergesetze zu rechnen, da sowohl permanente als auch temporäre Befreiungen greifen. 

Arbeitnehmer

Am Bilanzstichtag waren im Unternehmen durchschnittlich 35 Mitarbeiter beschäftigt.

Gesamtbezüge

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betragen 159.000,00 € (Vorjahr: 127.650,00 €).

Ergebnisverwendung

Das Geschäftsjahr zum 31.12.2023 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 20.286.405,58 € ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 7.352.997,34 € auf neue Rechnung vorzutragen.

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres lag die Führung der Geschäfte unverändert bei Björn Kahle, Kaufmann, Inga Krämer, Kauffrau, Stephanie Zimmermann, Kauffrau. Herr Florian Christ, Kaufmann, war als Geschäftsführer bis zum 30.09.2023 bestellt.

Von den Beschränkungen des § 181 BGB sind die Geschäftsführer befreit. Allen Geschäftsführern ist Einzelvertretungsbefugnis erteilt.

 

Kassel, den 16. Februar 2024

Björn Kahle

Inga Krämer

Stephanie Zimmerman


sonstige Berichtsbestandteile

 

Kassel, den 28.03.2024

gez. Björn Kahle

gez. Inga Krämer

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 28.03.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS


An die fino taxtech GmbH, Kassel

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der fino taxtech GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der fino taxtech GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und
- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.
- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, 16. Februar 2024

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