Baugenossenschaft Odenwaldring eG
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ingo Kison seit 16.6.2023 | Vorstandsmitglied |
Tanja Kötzel seit 10.3.2015 | Vorstandsmitglied |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Baugenossenschaft Odenwaldring eGOffenbach am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 2023Gegenstand des Unternehmens Gegenstand der Baugenossenschaft Odenwaldring eG ist die Errichtung und Bewirtschaftung sowie der Erwerb und die Betreuung von Bauten in allen Rechts- und Nutzungsformen. Kerntätigkeitsfeld ist die Vermietung von Wohnungen in der Stadt Offenbach am Main. Geschäftsverlauf -Rahmenbedingungen Im Hinblick auf den Ukraine-Krieg und den danach stark gestiegenen Energiepreisen sowie der weiterhin hohen Baupreise waren im Jahr 2023 teilweise negative Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung zu verzeichnen. Sie betrafen in Einzelfällen Verzögerungen bei laufenden Bau- und Instandhaltungsmaßnahmen. Die Einwohnerzahl der Stadt Offenbach am Main hat sich im 14. Jahr hintereinander auf nunmehr 144.962 erhöht. Das ist ein weiterer Zuwachs von rund 1 % = 1.284 Menschen. Wie in den letzten Jahren auch, war die Angebots- und Nachfragesituation für Mietwohnungen in Offenbach am Main im Geschäftsjahr 2023 durch einen erheblichen Nachfrageüberhang gekennzeichnet, was der allgemeinen Marktsituation im Rhein-Main-Gebiet entspricht. Nachgefragt werden sowohl günstige Wohnungen in allen Größenklassen als auch qualitativ hochwertige Wohnungen zu höheren Mietpreisen. Da das Rhein-Main-Gebiet nach wie vor Zuzugsgebiet ist, ist davon auszugehen, dass das Leerstandsrisiko dauerhaft gering bleiben wird. Bautätigkeit, Modernisierung und Instandhaltung Die Genossenschaft war im Berichtszeitraum im Wesentlichen mit der Modernisierung und Instandhaltung ihres Gebäudebestandes tätig. Schwerpunkt der Modernisierungs- und Instandhaltungstätigkeit im Jahre 2023 war die Erhaltung und Verbesserung der Bestandsobjekte, um den Wohnwert zu steigern. Energetische Modernisierungen nach KfW-Effizienzhaus-Standard wurden in den nachstehenden Häusern durchgeführt. Folgende Maßnahmen wurden hierbei u.a. umgesetzt:
In den Häusern Aschaffweg 12 und 17 wurden die Kellerdecken gedämmt. Ferner erhielten 3 Wohnungen Innenwanddämmungen. Die Kosten hierfür beliefen sich auf rund 63.000 EUR. In den Häusern Saaleweg 6 und 17 wurde damit begonnen die Giebelseiten zu dämmen, die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2024 vorgesehen. Im Berichtszeitraum fielen hierfür rund 56.000 EUR an Baukosten an. Bei Mieterwechsel werden bei Bedarf Wohnungen vollmodernisiert. Da bei diesen Maßnahmen über den ursprünglichen Zustand hinausgehende, wesentliche Verbesserungen der Wohnungen vorgenommen werden, sind die entstehenden Kosten als Herstellungskosten zu aktivieren. Die Kosten für 4 Wohnungen betrugen im Berichtsjahr rund 185.000 EUR. 641 Wohnungen wurden inzwischen vollmodernisiert und machen ca. 33 % des gesamten Wohnungsbestandes aus. Für das Jahr 2024 sind 450.000 EUR für die Modernisierung von weiteren 10 Wohnungen eingeplant. Bei Bedarf kann auch eine höhere Anzahl umgesetzt werden. Neben einer Vielzahl von kleineren Instandhaltungen wurden folgende, größere Instandhaltungen durchgeführt bzw. begonnen:
Durch fluktuationsbedingte Mieterwechsel wurden im Jahre 2023 in 42 Wohnungen rund 1.095.000 EUR für erhebliche Wertverbesserungen im Rahmen des Instandhaltungsbudgets investiert, um eine nachhaltige Vermietbarkeit auch in Zukunft gewährleisten zu können. Die Wohnungen werden in einen der heutigen Zeit entsprechenden Stand der Technik versetzt. Seit dem Jahr 2023 wird bei jeder Wohnungseinzelmodernisierung zusätzlich eine Netzwerkverkabelung von einem Multimediaverteiler im Flur in jedes Zimmer vorgenommen. Der Aufwand für Instandhaltungen betrug im Jahr 2023 insgesamt 4.522.000 EUR (Vorjahr: 4.207.000 EUR). Hierin sind 453.000 EUR (Vorjahr: 350.000 EUR) für Leistungen des eigenen Regiebetriebes enthalten. Bestandsbewirtschaftung Am 31.12.2023 besitzt die Genossenschaft 1.939 Wohnungen, 16 gewerbliche Einheiten, 386 Garagen, Carports und Stellplätze sowie 12 eigengenutzte Einheiten. 350 Wohnungen sind am 31.12.2023 öffentlich gefördert (= 18,1 %). (2022 - 356 Wohnungen = 18,4 %) 2023 fanden 109 Mieterwechsel statt; die Fluktuation innerhalb des Wohnungsbestandes betrug somit 5,62 % (2022 - 152 Mieterwechsel = 7,84 %). 14 Wechsel = 12,8 % fanden innerhalb der Genossenschaft statt. (2022 - 21 Wechsel = 13,8 %) Nennenswerte Leerstände waren wiederum nicht zu verzeichnen und werden auch künftig nicht erwartet. Die Leerstandsquote beträgt am 31.12.2023 0,83 % (2022: 1,03 %). Leerstände ergeben sich überwiegend aufgrund von durchgeführten Instandhaltungs- und Modernisierungsarbeiten. Mietentwicklung Die durchschnittliche Nettokaltmiete erhöhte sich von 7,68 EUR im Dezember 2022 auf 7,78 EUR pro m 2 Wohnfläche und Monat im Dezember 2023. Dies ist eine Steigerung von 1,30 % (Vorjahr: 4,35 %). Die durchschnittliche Nettokaltmiete für öffentlich geförderte Wohnungen betrug im Dezember 2023 5,85 EUR pro m 2 Wohnfläche und Monat (Vorjahr: 5,58 EUR). Hier wurden die Mieten aufgrund der Erhöhung der allgemeinen Verwaltungs- und Instandhaltungspauschalen angepasst. Die Genossenschaft vermietet Wohnungen in einer Preisspanne von 4,18 EUR pro m 2 bis 10,70 EUR pro m 2. Umsatzerlöse Die Genossenschaft erzielte im Jahr 2023 Erträge aus der Hausbewirtschaftung in Höhe von 14.762,1 TEUR (Vorjahr: 14.435,8 TEUR); davon entfallen 10.711,8 TEUR (ohne Untermietzuschläge) auf Sollmieten (Vorjahr: 10.358,6 TEUR). Wesentliche Gründe für den Anstieg der Sollmieten sind die Anpassungen an die ortsübliche Vergleichsmiete bei Neuvermietungen, Mieterhöhungen aus den durchgeführten Modernisierungsmaßnahmen sowie die ganzjährige Auswirkung von im Jahr 2022 durchgeführten Mietanpassungen an den Offenbacher Mietenspiegel. Erlösschmälerungen wegen Vermietungsschwierigkeiten von Wohnungen sowie modernisierungsbedingte Leerstände minderten die Erträge um rund 93.095 EUR = 0,87 % (Vorjahr: 160.142 EUR = 1,55 %). Wirtschaftliche Lage des UnternehmensVermögens- und Kapitalstruktur Die Vermögenslage der Genossenschaft ist geordnet. Aus der Bilanz ergibt sich folgende Vermögensgliederung:
Der Vermögenszuwachs von TEUR 1.419,2 ergibt ben (TEUR 28,6) sowie der Dividendenausschüt- sich aus dem Jahresüberschuss (TEUR 1.627,3) tung für das Jahr 2022 (TEUR 179,5). abzüglich des Rückgangs von Geschäftsgutha- Finanzlage Die nachfolgende Kapitalflussrechnung zeigt che der Mittelverwendung auf und verdeutlicht die Quellen des Mittelzuflusses und die Berei- somit die Finanzlage der Genossenschaft.
Im Rahmen eines Finanzmanagements wird vorrangig darauf geachtet, sämtlichen Zahlungsverpflichtungen aus dem laufenden Geschäftsverkehr sowie gegenüber den finanzierenden Banken termingerecht nachzukommen. Die Verbindlichkeiten bestehen ausschließlich in der Euro-Währung, so dass Währungsrisiken nicht bestehen. Swaps, Caps oder andere Finanzinstrumente werden nicht in Anspruch genommen. Die Genossenschaft hat im Jahr 2023 die Veränderungen auf dem Kapitalmarkt genutzt und Finanzmittel angelegt. Hierbei wurde auf eine Streuung bei den Geschäftsbanken und Sparkassen geachtet. Die Berechnungen zur Finanzlage der Genossenschaft ergeben, unter Beachtung erkennbarer Einflüsse nach dem 31.12.2023, eine angemessene, zufriedenstellende Finanzreserve zum 31.12.2024. Die in der Bilanz zum 31. Dezember 2023 enthaltenen langfristigen Vermögenswerte, insbesondere Sachanlagen, sind durch Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital gedeckt. Sämtliche Neubau- und Modernisierungsmaßnahmen sind fristgerecht finanziert. Die Genossenschaft konnte jederzeit ihre finanziellen Verpflichtungen erfüllen.
Der Jahresüberschuss ergibt sich im Wesentlichen aus dem positiven Ergebnis der Hausbewirtschaftung, wobei hier als Hauptfaktoren die Mieterlöse auf der Einnahmenseite sowie die Instandhaltungskosten auf der Ausgabenseite bestimmend sind. Wesentliche Werte, von Bedeutung für die Unternehmensentwicklung, sind in folgender Tabelle dargestellt:
Prognose-, Chancen- und RisikoberichtDie Genossenschaft hat ein umfangreiches, internes Risikomanagementsystem implementiert, um frühzeitig auf wesentliche Hinweise über Veränderungen am Markt, reagieren zu können. Die regelmäßige Berichterstattung ist darauf ausgelegt, die dauerhafte Zahlungsfähigkeit der Genossenschaft sicherzustellen. Neben Fluktuation und Vermietungssituation wird ein permanenter Abgleich der laufenden Buchhaltung mit der Wirtschafts-, Finanz- sowie Investitionsplanung vorgenommen. Die ständige Kontrolle im Rahmen des operativen Controllings ermöglicht somit eine zeitnahe, bedarfsorientierte Gegensteuerung, wonach auch Maßnahmen zur Anpassung von operativen Geschäftsprozessen, unter Nutzung aktueller technologischer Möglichkeiten, getroffen werden. Zum internen Kontrollsystem der Genossenschaft gehören auch Regelungen zum Compliance. Neben den geltenden gesetzlichen Bestimmungen sind unternehmensinterne Richtlinien und Anweisungen Bestandteile des Compliance Management Systems, das regelmäßig überprüft, aktualisiert und bei Bedarf weiterentwickelt wird. Entwicklungen am regionalen Wohnungsmarkt gilt es jeweils aktuell, aber auch mittel- und langfristig, bestmöglich einzuschätzen. Die Faktoren Lage, künftige Vermietbarkeit und Modernisierungsaufwand sind von besonderer Bedeutung. Aber auch der Bedarf nach barrierefreiem Wohnraum und solchem mit moderner technischer Ausstattung. Die Einwohnerzahlen der Stadt Offenbach sind seit einigen Jahren ansteigend. Es wird davon ausgegangen, dass auch in den kommenden Jahren mit einem weiteren Anstieg zu rechnen ist, was der regionalen Wohnungsmarktentwicklung zugutekommt. Aufgrund der steigenden Nachfrage nach Wohnraum in allen Größen wird die Marktentwicklung auch für die Zukunft sehr positiv eingeschätzt. Es wird davon ausgegangen, dass der energetische Zustand sowie die technische Ausstattung des Wohnraums zunehmend an Bedeutung gewinnen wird. Die Genossenschaft hat durch ihre konsequente Modernisierungsstrategie der letzten Jahre die Notwendigkeit der Klimaneutralität früh erkannt und saniert kontinuierlich ihre Liegenschaften, unter bestehenden Fördermöglichkeiten, energetisch. Hierdurch wird die Vermietbarkeit des Wohnungsbestandes nachhaltig gesichert und ein wesentlicher Beitrag zum Klimawandel geleistet. Aufgrund der geopolitischen Unsicherheiten im Zuge des anhaltenden Ukraine-Kriegs sowie der weiterhin hohen Energiepreise, ist mit Risiken für die Geschäftsentwicklung und den zukünftigen Geschäftsverlauf der Genossenschaft zu rechnen. Zu nennen sind auch mögliche Risiken aus der Verzögerung von Planungs- und Genehmigungsverfahren, bei der Durchführung von Instandhaltungs- Modernisierungs- und Baumaßnahmen, verbunden mit dem Risiko von deutlichen Kostensteigerungen sowie der Verzögerung von geplanten Einnahmen. Darüber hinaus ist infolge des Zinsanstiegs mit verschlechterten Finanzierungsbedingungen zu rechnen. Einem möglichen Risiko, dass aufgrund kurzfristiger Fluktuation in Schlüsselpositionen nicht ausreichend qualifiziertes Personal zur Verfügung steht bzw. aufgrund des Fachkräftemangels nicht rechtzeitig nachbesetzt werden kann, wird durch verstä rktes Engagement in Ausbildung und Personalentwicklungsmaßnahmen entgegengewirkt. Im Rahmen des novellierten Gebäudeenergiegesetzes hat die Bundesregierung ab 2024 verbindlich den Umstieg auf Erneuerbare Energien im Zuge von Einbauten neuer Heizungsanlagen beschlossen, um den Klimaschutz zu stärken und Abhängigkeiten von Energieimporteuren entgegenzuwirken. In Abstimmung, mit der für 2026 vorgeschriebenen kommunalen Wärmeplanung können jedoch bestehende Öl- und Gasheizungen weiterhin betrieben werden, sofern eine Reparatur dieser möglich ist. Spätestens bis zum Jahre 2045 soll die Nutzung von fossilen Energieträgern im Gebäudebereich beendet sein, was zwangsläufig zu erheblichen Investitionen im Bereich der Heizungsanlagen führen wird. Die Genossenschaft plant bereits gemeinsam mit der Energieversorgung Offenbach den Anschluss an die Fernwärme und den dadurch verbundenen Wegfall von Gasetagenheizung in mehreren Gebieten. Risken bestehen hinsichtlich der Entwicklung des nach dem CO 2 KostAufG selbst zu tragenden Kostenanteils der CO 2 -Kosten bei den fernwärmeversorgten Gebäuden. Vom regionalen Fernwärmeversorger haben wir hierzu für das Jahr 2023 noch keine Informationen erhalten, so dass wir diese Werte geschätzt haben. Für die Folgejahre ergeben sich Risken hinsichtlich der prognostizierten Entwicklung des CO 2 -Preises und dem damit künftig selbst zu tragenden Anteil der CO 2 -Kosten. Verlässliche Aussagen zu möglichen Auswirkungen aus den vorgenannten Risiken ist aus quantitativer Sicht nicht möglich. Auch für das kommende Jahr plant die Genossenschaft die Strategie zur konsequenten energetischen Modernisierung und Verbesserung des Wohnungsbestandes fortzusetzen. Neben der Fertigstellung der energetischen Sanierungen der Liegenschaften Löwenstraße 22 sowie Bettinastraße 18 werden im Jahre 2024 die Umsetzung von energetischen Sanierungen der Häuser Brahmsstraße 13, Ludwigstraße 39 sowie Weikertsblochstraße 75 geplant. Zudem wird das Wohnumfeld für unsere Mieter durch Verschönerungsmaßnahmen der Allgemeinräume und der Außenanlagen verbessert. Für die im Jahre 2025 zur Ausführung vorgesehenen energetischen Sanierungen der Häuser Konrad-Adenauer-Straße 12, 80 und 82, werden im Jahre 2024 bereits die Planungen erfolgen. Da diese Liegenschaften noch der öffentlichen Förderung unterliegen, ist eine Finanzierung mit öffentlichen Baudarlehen vorgesehen, welche bereits im Jahr 2024 beantragt werden müssen. Die Genossenschaft hofft auf die Zuteilung der beantragten Fördermittel, da andernfalls die Modernisierungen der Gebäude voraussichtlich nicht wirtschaftlich umgesetzt werden können. Im Gebiet Tempelsee wurde mit einer umfassenden Aufnahme der Gebäude begonnen, um eine Intensivierung der baulichen Nutzung und eine Verbesserung der freiräumlichen Qualitäten zu erreichen. Die vorhandene Bebauungsstruktur mit Wohnhäusern aus den 50er / 60er Jahren soll sinnvoll weiterentwickelt werden. Des Weiteren wird die energetische Sanierung der Gebäude und die Beheizung mit Erneuerbarer Energien bzw. mit einem Anschluss an die Fernwärme der Stadt Offenbach sowie eine Aufstockung der Gebäude geplant. Nach der Entscheidung zur zukünftigen Beheizung des Quartiers, voraussichtlich im Laufe des 1 Halbjahres 2024, sollen die Planung und die Prüfung der wirtschaftlichen Umsetzbarkeit erfolgen, sodass im Jahre 2025 mit der Umsetzung der Maßnahmen begonnen werden kann. Für das Jahr 2024 werden folgende Ergebnisse erwartet: Die positive Entwicklung der Genossenschaft bestätigt die Geschäftspolitik und das vorausschauende Handeln der letzten Jahre und gibt Zuversicht für den zukünftigen Erfolg. Die soziale Verantwortung gegenüber Mietern und Mitgliedern ist ein wichtiges Anliegen und Basis für die Zukunft der Genossenschaft. Für die Genossenschaft waren für 2023 keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar. Risiken mit einem wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bestehen nach derzeitigem Kenntnisstand auch für den Prognosezeitraum sowie die überschaubare Zukunft nicht, sodass auch für die kommenden Jahren mit positiven Ergebnissen gerechnet wird.
Wohnungswirtschaftliche Kennzahlen
BILANZ zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeine Angaben Die Baugenossenschaft Odenwaldring eG ist eine Genossenschaft, eingetragen in das Genossenschaftsregister beim Amtsgericht Offenbach am Main unter der Registernummer 211. Sitz der Genossenschaft ist in 63071 Offenbach am Main, Waldstraße 182. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den derzeitig gültigen Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des Genossenschaftsgesetzes aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung richtet sich nach dem vorgeschriebenen Formblatt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Das gesamte Sachanlagevermögen wurde zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten, in denen auch die verrechneten Verwaltungsleistungen enthalten sind, wurden auf der Grundlage der Vollkosten ermittelt. Zuschüsse wurden von den Herstellungskosten abgesetzt. Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert. Die planmäßigen Abschreibungen auf abnutzbare Gegenstände des Anlagevermögens wurden wie folgt vorgenommen:
Die unfertigen Leistungen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und die Reparaturmaterialien zu Anschaffungskosten bewertet. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wurden allen erkennbaren Risiken durch Abschreibung Rechnung getragen. Darüber hinaus besteht eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus der Vermietung. Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. C. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung I. Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in dem nachstehenden Anlagespiegel dargestellt.
Beim Zugang der immaterielle Vermögensgegenständen handelt es sich um das Excel-Tool "VNW-VoFi 4.0" vom VdW südwest, welches im Jahr 2023 erworben wurde. Der Wert der Grundstücke und grundstücksgleichen Rechte mit Wohnbauten setzt sich aus Grundstücks- und Erschließungskosten sowie Baukosten einschließlich Nebenkosten zusammen. Bei den Abgängen handelt es sich um KFW-Tilgungszuschüsse bzw. Zuschüsse des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Unter Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts- und anderen Bauten werden 2 Ladenzentren, mehrere Garagen- und Carportanlagen sowie KFZ-Einstellplätze ausgewiesen. Bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung stehen dem Zugang von 24.546,43 EUR, Abgänge von 23.724,24 EUR für nicht mehr im Gebrauch befindliche und geringwertige Wirtschaftsgüter gegenüber. Die Anlagen im Bau enthalten die Kosten für die Maßnahme in der Bettinastraße 18. Hier wurden die Planungskosten aus 2022 von Bauvorbereitungskosten auf Anlagen im Bau umgebucht. Aus den Bauvorbereitungskosten aus dem Jahr 2022 wurden die Planungskosten für die energetische Modernisierung des Hauses Löwenstraße 22 auf Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten umgebucht. Die Bauvorbereitungskosten enthalten die Planungskosten für die anstehenden energetischen Modernisierungen Brahmsstraße 13 und Weikertsblochstraße 75, welche im Jahre 2024 durchgeführt werden. Die Planungskosten für das städtebauliche Konzept im Stadtteil Tempelsee wurden abgeschrieben, da die Genossenschaft sich nunmehr auf die energetische Sanierung der einzelnen Häuser fokussiert und das städtebauliche Konzept nicht mehr weiterverfolgt wird. Umlaufvermögen Unter den unfertigen Leistungen werden die noch nicht abgerechneten Betriebskosten mit 4.469.497,17 EUR (Vorjahr: 4.119.805,29 EUR) und unter den anderen Vorräten das Reparaturmaterial des Regiebetriebes ausgewiesen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit 853.381,11 EUR (Vorjahr: 367.326,98 EUR) stellen sich wie folgt dar:
Unter den Sonstigen Vermögensgegenständen ist u.a. eine Forderung für zwei Tilgungszuschüsse für die energetischen Modernisierungsmaßnahmen in Höhe von 557.203,45 EUR erfasst. Die flüssigen Mittel beinhalten das Guthaben bei Kreditinstituten und Bausparverträge. Rechnungsabgrenzungsposten Der andere Rechnungsabgrenzungsposten enthält den Portobestand der Frankiermaschine. Aktive latente Steuern Aus temporären Differenzen zwischen handelsund steuerrechtlichen Wertansätzen, insbesondere aus dem Posten "Grundstücke mit Wohnbauten", resultieren aktive latente Steuern. Weiterhin bestehen steuerliche Verlustvorträge, die bei der Berechnung aktiver latenter Steuern berücksichtigt werden können. Aufgrund der Inanspruchnahme des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB n.F. werden aktive latente Steuern nicht angesetzt. Rücklagenspiegel
Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Bei der Rückstellung für die Revision Wohngebäudeversicherung handelt es sich um eine Revision seitens der Versicherung. Hier werden eingereichte Versicherungsfälle stichprobenartig überprüft und weiterreichende Unterlagen angefordert. Sofern die Dokumentation nicht einwandfrei zur Zufriedenheit der Versicherung ist, muss die Genossenschaft den an die Versicherung gemeldeten Schaden selbst tragen. Im Berichtsjahr wurde bis zum Bilanzstichtag keine Revision seitens der Versicherung angemeldet. Der Anstieg bei den Rückstellungen für Personalaufwendungen ist auf die im Jahr 2023 beschlossene und im Jahr 2024 auszuzahlende Inflationsausgleichsprämie zurückzuführen. Für den gesetzlich vorgeschriebenen hydraulischen Abgleich sowie für die CO 2 -Abgabe der dezentral beheizten Gebäude wurde erstmalig eine Rückstellung gebildet. Verbindlichkeiten Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten sowie die zur Sicherheit gewährten Grundpfandrechte ergeben sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:
Die Verbindlichkeiten aus der Dauerfinanzierung reduzieren sich im Vergleich zum Vorjahr um rund 386 TEUR. Diese Veränderung ergibt sich aus der planmäßigen Tilgung von 2.285 TEUR sowie der Darlehensneuaufnahme in Höhe von 1.900 TEUR. Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält vorausempfangene Mieten, Gebühren und Umlagen. II. Gewinn- und Verlustrechnung Außerordentliche und periodenfremde Erträge und Aufwendungen sind, soweit vorhanden, in den nachfolgenden Positionen benannt.
Die anderen aktivierten Eigenleistungen betreffen die Verwaltungsleistungen für die Bau- und Modernisierungstätigkeit.
Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten Rückstellungen für die unterlassene Instandhaltung, die nicht in vollem Umfang in Anspruch genommen wurde. Die sonstigen Erträge enthalten Zuschüsse der BAFA in Höhe von 45.419,00 EUR.
Im Personalaufwand sind auch die Lohnkosten des Regiebetriebes sowie die Vergütungen für Hauswarte und geringfügig Beschäftigte enthalten. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen setzen sich zusammen aus
Die Genossenschaft hat Zinsen und ähnliche Erträge von 30.469,17 EUR erzielt. (Vorjahr: 15.470,47 EUR).
D.Sonstige Angaben Es bestehen folgende finanzielle Verpflichtungen aus:
Zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung bestehen folgende, nicht in der Bilanz ausgewiesene, Verpflichtungen:
Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich beschäftigt:
Die Genossenschaft beschäftigte im Berichtsjahr eine Auszubildende. Mitgliederbewegung 2023
Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Das dividendenberechtigte Geschäftsguthaben Mitglieder haben sich im Laufe des Jahres um zum 01.01.2023 beträgt 4.520.737,01 EUR. 29.412,01 EUR erhöht. Die Haftsumme sank im Geschäftsjahr um 3.690,00 EUR und beträgt am 31.12.2023 1.095.930,00 EUR. Am 31.12.2023 betragen die rückständigen fälligen Mindesteinzahlungen auf die Geschäftsanteile 48,80 EUR. Nachtragsbericht Vorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von besonderer Bedeutung wären, sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten. Verwendung des Bilanzgewinns Vorstand und Aufsichtsrat haben auf der Grundlage der Satzungsregelungen beschlossen, vom Jahresüberschuss in Höhe von 1.627.347,83 EUR einen Betrag in Höhe von 163.000 EUR der gesetzlichen Rücklage sowie 1.283.518,78 EUR in die Bauerneuerungsrücklage im Rahmen einer Vorwegzuweisung einzustellen. Der Mitgliederversammlung wird die Feststellung des Jahresabschlusses unter Billigung der Vorwegzuweisung empfohlen. Es wird vorgeschlagen, den verbleibenden Bilanzgewinn 2023 in Höhe von 180.829,05 EUR an die Mitglieder auszuschütten. Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes: Verband der Südwestdeutschen Wohnungswirtschaft e. V. (VdW südwest) Franklinstraße 62, 60486 Frankfurt am Main. Die Organe der GenossenschaftVorstand
Aufsichtsrat
Offenbach am Main, den 31.05.2024 Baugenossenschaft Odenwaldring eG Der Vorstand Bericht des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat hat während des Berichtsjahres die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Es fanden 9 gemeinsame Sitzungen statt, in denen die Geschäftsentwicklung und wichtige Geschäftsvorgänge mit dem Vorstand erörtert wurden. Insbesondere wurde in den Sitzungen über den Wirtschaftsplan, die Modernisierungs- und Neubautätigkeit sowie über Fragen der Organisation beraten. Soweit satzungsmäßige und gesetzliche Beschlüsse notwendig waren, wurden sie in den Sitzungen gefasst. Die gesetzlich vorgeschriebene Prüfung des Jahresabschlusses 2022 wurde vom Verband der Südwestdeutschen Wohnungswirtschaft e.V. in der Zeit vom 26.06.2023 bis 07.07.2023 durchgeführt. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 und der Lagebericht 2023 haben dem Aufsichtsrat vorgelegen. Sie wurden anhand der vorgelegten Unterlagen geprüft und die Ordnungsmäßigkeit festgestellt. Das wirtschaftliche Ergebnis sowie die Vermögens- und Kapitallage wurden mit dem Vorstand erörtert. Der Mitgliederversammlung wird empfohlen, den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 und den Lagebericht 2023 festzustellen und dem Vorschlag des Vorstandes über die Gewinnverwendung zuzustimmen. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die im vergangenen Geschäftsjahr geleistete Arbeit.
Offenbach am Main, im Mai 2024 Der Vorsitzende des Aufsichtsrates Dominic Biste |
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