Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 54905
Vorher
Jentsch Logistik GmbH
Eingetragen
10.3.2005
Branche
SpeditionenErbringung von LogistikdienstleistungenGüterbeförderung in der Binnenschifffahrt
Gegenstand
Nationale und Internationale Spedition, Lagerung und Logistikconsulting.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jörg Rotthowe
seit 14.2.2025
Geschäftsführer
Klaus Stäblein
seit 14.2.2025
Geschäftsführer
Hans-Wolfgang Geis
seit 14.2.2025
Prokura
Jochen Geis
seit 14.2.2025
Prokura
Jens Köster
seit 1.2.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Beteiligungen

NameAnteil
3.85%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Gras Logistik GmbH

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Festgestellt am 09.09.2024

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

GRAS LOGISTIK GMBH, KÖLN

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 32.467,25 2,3
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 19.826,00 2,3
2. Geleistete Anzahlungen 12.641,25 0,0
II. Sachanlagen 372.853,00 472,1
III. Finanzanlagen 279.762,25 279,8
Beteiligungen 279.762,25 279,8
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 9.620,94 29,9
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.424.121,22 2.247,2
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 427.313,40 57,5
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 3.213,54 8,4
2.549.351,60 3.097,2

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
A. EIGENKAPITAL 432.296,56 382,2
I. Gezeichnetes Kapital 1.300.000,00 1.300,0
II. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -917.755,11 -1.144,3
III. Jahresüberschuss 50.051,67 226,5
B. RÜCKSTELLUNGEN 300.009,28 401,3
C. VERBINDLICHKEITEN 1.817.045,76 2.313,7
2.549.351,60 3.097,2

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
TEUR
1. Rohergebnis 6.918.982,24 7.662,5
2. Personalaufwand 3.002.213,18 3.144,2
a) Löhne und Gehälter 2.494.562,39 2.582,2
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 507.650,79 562,0
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 136.743,48 172,1
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.757.663,01 4.141,2
5. Erträge aus Beteiligungen 28.160,00 21,6
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 503,25 0,9
7. Ergebnis nach Steuern 51.025,82 227,5
8. Sonstige Steuern 974,15 1,0
9. Jahresüberschuss 50.051,67 226,5

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

Gras Logistik GmbH, Köln

I. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gras Logistik GmbH hat ihren Sitz in Köln und ist eingetragen im Handelsregister Köln unter der Registernummer HRB 54905.

Der Jahresabschluss der Gras Logistik GmbH, Köln, für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften, insbesondere §§ 242 - 256a und §§ 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG erstellt. Es gelten gemäß § 267 HGB die Vorschriften für mittelgroße Gesellschaften.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Aufgrund der Einführung eines neuen Kontenrahmens im Geschäftsjahr 2023 sind die Vorjahreszahlen nur eingeschränkt vergleichbar. Zur Erhöhung der Vergleichbarkeit wurden im Bedarfsfall Umgliederungen der Vorjahreszahlen vorgenommen.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt; vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der branchenüblichen, steuerlich anerkannten Nutzungsdauer. Die Abschreibungen erfolgen linear. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten < EUR 800,00 werden gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr sofort als Aufwand erfasst.

Gegenstände des Sachanlagevermögens werden über folgende Nutzungsdauern abgeschrieben:

Immaterielle Vermögensgegenstände 3 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5 - 14 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 13 Jahre

Niedrigere Wertansätze von Vermögensgegenständen, die auf steuerrechtlichen Abschreibungen beruhen, die in Geschäftsjahren bis einschließlich 2009 vorgenommen worden sind, wurden beibehalten (Fortführungswahlrecht gemäß Art. 67 Abs. 4 EGHGB).

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit erforderlich werden außerplanmäßige Abschreibungen auf das Finanzanlagevermögen vorgenommen.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren Stichtagswert, das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbaren Risiken ist durch ausreichende Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Ausfallrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel sind zum Nominalwert bilanziert.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden für Ausgaben gebildet, die erst in Folgejahren zu Aufwand führen.

Die Rückstellungen berücksichtigen diejenigen Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind und bis zum Tag der Bilanzaufstellung erkennbar waren. Sie sind in Höhe der Beträge angesetzt, die zur Erfüllung erforderlich sind.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Umrechnung von Posten, die auf fremde Währung lauten, erfolgt zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist im Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 0,0 (i.Vj. TEUR 3,3) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Rückstellungen

Der Ausweis der sonstigen Rückstellungen betrifft Personalverpflichtungen (TEUR 166; i.V. TEUR 22), operative Abwicklungsrisiken (TEUR 36; i.V. TEUR 113) und übrige Verpflichtungen (TEUR 98; i.V. TEUR 267).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 55.617,94 (i.Vj. TEUR 17) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von EUR 3,64 (i.Vj. TEUR 48)

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Stichtag bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

vereinbartes Mietvertragsende Gesamtaufwand
TEUR
- Miete für unbewegliche Wirtschaftsgüter 31.10.2026 1.713
- Miete für unbewegliche Wirtschaftsgüter 31.08.2026 1.821
- Miete für unbewegliche Wirtschaftsgüter 31.08.2032 448
3.982
- Miete für bewegliche Wirtschaftsgüter divers, max. 31.01.2028 935
Gesamt 4.917
(Vorjahr) (4.516)

Die Verpflichtungen aus Miete für unbewegliche Wirtschaftsgüter besteht überwiegend gegenüber verbundenen Unternehmen.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Personalaufwand

Es werden Aufwendungen für Altersversorgung i.H.v. TEUR 8 (i.Vj. TEUR 0) ausgewiesen.

Art und Betrag der außergewöhnlichen Erträge und Aufwendungen

Die Position "Sonstige betriebliche Erträge" der Gewinn- und Verlustrechnung enthält Erträge aus Forderungsverzichten der Gesellschafter in Höhe von TEUR 1.400 (i.Vj. TEUR 2.000).

V. Sonstige Angaben

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Gras Spedition GmbH & Co. KG, Neuwied, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.

Durchschnittliche Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer (ohne Auszubildende)

2023 2022
Arbeiter 35 43
Angestellte 32 35
67 78

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft sind:

Herr Horst Stockschläder, Geschäftsführer, Koblenz

Herr Jens Köster, Geschäftsführer, Urmitz (ab 01.02.2023)

Die Geschäftsführung ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit; die Befreiung ist im Handelsregister eingetragen.

Von der Ausnahmeregelung des § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von EUR 50.051,67 zusammen mit dem Verlustvortrag von EUR 917.755,11 als Bilanzverlust in Höhe von EUR 867.703,44 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Köln, den 13. August 2024

Gras Logistik GmbH

Horst Stockschläder

Jens Köster

Anlagenspiegel

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 146.967,93 21.146,00 0,00 0,00 168.113,93
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 12.641,25 0,00 0,00 12.641,25
146.967,93 33.787,25 0,00 0,00 180.755,18
II. Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 15.305,40 0,00 15.305,40 0,00 0,00
Technische Anlagen und Maschinen 18.229,65 0,00 7.713,44 0,00 10.516,21
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.288.209,50 63.188,83 320.225,70 2.432,00 1.033.604,63
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.432,00 0,00 0,00 -2.432,00 0,00
1.324.176,55 63.188,83 343.244,54 0,00 1.044.120,84
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 279.762,25 0,00 0,00 0,00 279.762,25
1.750.906,73 96.976,08 343.244,54 0,00 1.504.638,27
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 144.642,93 3.645,00 0,00 148.287,93
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
144.642,93 3.645,00 0,00 148.287,93
II. Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 5.955,40 1.020,00 6.975,40 0,00
Technische Anlagen und Maschinen 16.826,65 818,00 7.710,44 9.934,21
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 829.336,50 131.260,48 299.263,35 661.333,63
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
852.118,55 133.098,48 313.949,19 671.267,84
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
996.761,48 136.743,48 313.949,19 819.555,77
NETTOBUCHWERTE
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 19.826,00 2.325,00
2. Geleistete Anzahlungen 12.641,25 0,00
32.467,25 2.325,00
II. Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 0,00 9.350,00
Technische Anlagen und Maschinen 582,00 1.403,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 372.271,00 458.873,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 2.432,00
372.853,00 472.058,00
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 279.762,25 279.762,25
685.082,50 754.145,25

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

Gras Logistik GmbH, Köln

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Gras Logistik GmbH betreibt in Köln mit rund 70 Mitarbeitern eine internationale Spedition mit dem Schwerpunkt Sammelgut- und Ladungsverkehr.

Die Gras Logistik GmbH ist Gesellschafter und Franchisenehmer der Mittelstandskooperation "IDS Logistik GmbH", Kleinostheim. Mit dieser Kooperation wird ein flächendeckendendes Netz für systemgeführte Stückgut-Verkehre mit Sendungsverfolgung in standardisiert hoher Qualität bereitgestellt. Im Jahr 2023 betrug das Sendungsaufkommen innerhalb der Kooperation 15,7 Mio. (i.Vj. 16,7 Mio.) Sendungen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,2 % niedriger als im Vorjahr, nachdem es im Jahr 2022 um rund 1,8 % gestiegen war. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher.

Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an.

Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0 %) und die Unternehmensdienstleister (+0,3 %) konnten ebenfalls leicht zulegen. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (-1,0 %) zurück. Das lag vor allem am Groß- und am Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten. Insgesamt ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 leicht zurück (-0,1 %).

Die Stückgutlogistik ist laut DSLV ein entscheidendes Scharnier zwischen den Wertschöpfungsstufen der wichtigsten Industriezweige und den Beschaffungsschnittstellen des Handels. Gleichzeitig übernimmt sie eine wachsende, unmittelbare Versorgungsfunktion für private Haushalte. Im Rahmen der Stückgutlogistik (auch: Systemlogistik oder Sammelgutverkehr) werden in speditionell betriebenen Systemnetzen jährlich mehr als 120 Millionen Sendungen verschiedener Versender in definierten Regionen eingesammelt, in Umschlagdepots und Hubs nach Verkehrsrelationen sortiert, konsolidiert und zu größeren Lkw-Ladungen gebündelt. Im Anschluss an den Hauptlauf über längere Strecken zwischen zwei Depots werden die Ladungen am Zielort im Empfangsdepot wieder getrennt und die einzelnen Sendungen den Empfängern im Nahverkehr zugestellt. Diese Bündelungsfunktion hebt gegenüber Einzelversendungen beachtliche wirtschaftliche und ökologische Reserven.

2. Geschäftsverlauf

a) Ertragslage

Das Geschäftsjahr 2023 der Gras Logistik GmbH entsprach nicht unseren Erwartungen. Wirtschaftlich war das Jahr 2023 weiter angespannt. Die Sendungszahl ist innerhalb des deutschen Netzwerkes um ca. 1 Mio. Sendungen rückläufig gewesen. In unserem Franchisegebiet haben wir einen Rückgang von rd. 21,5 % zu verzeichnen. Hierbei ist ein erheblicher Rückgang des Volumens im Bereich des Sendungseingangs festzustellen. Insbesondere aufgrund von Anpassungen im Distributionsgebiet (Verkleinerung des Sendegebiets) ist das Volumen von 303.000 Sendungen im Jahr 2022 auf 178.000 im Jahr 2023 zurückgegangen (- 58,7%). Im Jahr 2023 haben wir insgesamt rd. 448.000 Sendungen mit 153.000 Tonnen transportiert.

Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr von T€ 28.132 um T€ 2.583 auf T€ 25.549 zurückgegangen. Das entspricht einem prozentualen Rückgang von 9,2 %. Der Materialaufwand und die bezogenen Leistungen sind ebenfalls rückläufig, von T€ 22.520 auf T€ 20.154 (- 10,5 %). Der Rückgang im Materialeinsatz konnte aufgrund der Kostenentwicklung bei den eingesetzten Transportunternehmern nicht entsprechend den Erwartungen umgesetzt werden.

Die Personalkosten betragen T€ 3.002 nach T€ 3.144 im Vorjahr, dies entspricht einem Rückgang von 4,5 %.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen in Höhe von T€ 137 sind gegenüber dem Vorjahr um T€ 35 (20,35 %) geringer.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um 9,3 % auf T€ 3.758 (i.Vj. T€ 4.141) reduziert worden. Die Differenz zum Vorjahr ist im Wesentlichen durch nicht wiederkehrende Belastungen aus Instandsetzungen sowie der Implementierung eines weiteren Hoffahrzeuges und eines Pförtners entstanden.

Das operative Betriebsergebnis (vor Sanierungsmaßnahmen) ist mit T€ - 1.383 weiterhin deutlich negativ (i.Vj. T€ - 1.747) und hat sich nicht ganz wie erwartet verbessert.

Aufgrund von bilanziellen Sanierungsmaßnahmen durch die Gesellschafter verzeichnet die Gesellschaft einen außerordentlichen Ertrag i.H.v.T€ 1.400 (i.Vj. T€ 2.000).

Für das Geschäftsjahr 2023 ergibt sich daraus ein Jahresüberschuss von insgesamt T€ 50 (i.Vj.T€ + 227).

b) Finanzlage

Die Gras Logistik GmbH weist zum 31.12.2023 nach bilanzieller Sanierung ein Eigenkapital i.H.v. T€ 432 (i.Vj. T€ 382) aus.

Die Eigenkapitalquote ist von 12,3 % im Vorjahr auf 16,9 % im aktuellen Jahr gestiegen.

Der Cashflow beträgt aufgrund der Liquiditätszuschüsse durch die Gesellschafter T€ 369 (i.Vj. T€ - 306).

c) Vermögenslage

Die Bilanzsumme reduzierte sich im Berichtsjahr um T€ 548 auf T€ 2.549 (i.Vj. T€ 3.097).

Das Anlagevermögen ist mit T€ 685 gegenüber dem Vorjahr (T€ 754) um T€ 69 zurückgegangen. Die Investitionen des Geschäftsjahres 2023 betrugen T€ 97 in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände bei Abschreibungen von T€ 137.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr von T€ 1.722 auf T€ 1.380 zurückgegangen.

Die Guthaben bei Kreditinstituten haben sich um T€ 370 von T€ 57 im Vorjahr auf T€ 427 gesteigert.

Das Eigenkapital hat sich aufgrund des Jahresergebnisses auf T€ 432 (i.Vj. T€ 382) erhöht.

Die sonstigen Rückstellungen betragen T€ 300 und liegen um T€ 101 unter dem Vorjahresniveau von T€ 401.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um T€ 534 gegenüber dem Vorjahr von T€ 2.206 auf T€ 1.672 gesunken.

d) Zusammenfassende Gesamtaussage

Aus Sicht der Geschäftsführung ist der Verlauf und das Ergebnis des Geschäftsjahres weiterhin nicht zufriedenstellend. In dem Kölner Marktumfeld besteht ein starker Wettbewerb, es bieten sich jedoch weiterhin Potentiale für den Ausbau des Geschäftsbetriebes.

III. Chancen- und Risikobericht

Die Gras Logistik GmbH wird sich weiter auf den Ausbau qualitativ hochwertiger Speditions- und Logistikdienstleistungen fokussieren und die gute Zusammenarbeit mit der Mittelstandkooperation IDS Logistik GmbH unterstützen.

Mit unseren Kunden und Partnern besteht eine langfristig ausgerichtete faire Zusammenarbeit. Vertriebsseitig konnten neue Kunden hinzugewonnen werden und auch bestehende Kundenbeziehungen ausgebaut werden.

Eine positive Entwicklung erwarten wir durch den weiteren Ausbau unseres Vertriebs.

Risiken für unser Unternehmen ergeben sich zum einen aus einem intensiven Wettbewerb und dem damit verbundenen Preisdruck. Zum anderen besteht das Risiko einer geringen Auslastung der eingesetzten Fahrzeuge und beim Lagerumschlag.

Ein weiteres Risiko sehen wir durch Ausfälle bei Kunden, bei Partnern und auch bei Transportunternehmern durch eine möglicherweise ansteigende Anzahl an Insolvenzen.

Eine Herausforderung bleibt die Beschaffung von Fachkräften.

IV. Prognosebericht

Die Logistikweisen, die im Rahmen ihres Frühjahrsgipfels im April 2024 zusammenkamen, haben ihre Erwartungen an den Wirtschaftsbereich Logistik für 2024 auf -3,0 Prozent real beziehungsweise +1,2 Prozent nominal für das Jahr 2024 angehoben. Noch seien die Indikatoren nicht ausreichend, um eine deutlichere Anhebung zu vermelden. Die Hoffnungen ruhen auf dem privaten Konsum. Die meisten Prognosen zur Entwicklung des realen BIP wurden hingegen in den letzten Monaten nach unten korrigiert, heißt es. Die Stimmung der letzten Wochen zeige aber ein positiveres Bild. Eine Erholung in der Bauwirtschaft bleibe allerdings weiterhin aus. Die Automobilindustrie stehe unter Wettbewerbsdruck. Der Auftragseingang des Maschinenbaus habe sich noch nicht ausreichend erholt. Die Chemieindustrie stecke im Strukturwandel.

Trotzdem schaffe die Logistik weiterhin überdurchschnittliche Produktivitätssteigerungen. Zwar stelle sich die Lage mittlerweile weniger pessimistisch als noch im Herbst 2023 dar. Eine deutlich optimistischere Einschätzung sei jedoch nach wie vor nicht möglich. Konsequenterweise sei die Prognose daher auch nur behutsam angepasst worden.

Die wirtschaftliche Entwicklung der Gras Logistik GmbH hängt wesentlich von der Entwicklung der Binnenkonjunktur und deren Auswirkung auf den Transport- und Logistikmarkt ab. Wir beobachten den Markt und die Besonderheiten in dem Umfeld fortlaufend und optimieren unsere operativen Prozesse und Kosten. Wir planen für das Jahr 2024 eine Umsatzsteigerung i.H.v. 9,24 % auf rund T€ 27.500. Grundlage für das Umsatzwachstum sind verhandelte Preissteigerungen zum Jahreswechsel mit Kunden, Neukundengeschäft aufgrund unserer Vertriebsaktivität sowie Mehreinnahmen aus der Mautsteigerung. Wir gehen für das Geschäftsjahr 2024 von einer Ergebnisverbesserung im Vergleich zum Vorjahr aus. Operativ planen wir dennoch für das Geschäftsjahr 2024 einen Verlust i.H.v. rund T€ 600.

Aufgrund der in 2023 anhaltenden Verluste verzeichnet die Gesellschaft weiterhin eine dünne Eigenkapitalausstattung und eine angespannte Liquiditätssituation. Zur Finanzierung der unterjährig im Geschäftsjahr 2024 zu erwartenden Verluste ist die Gesellschaft auf die Nutzung der innerhalb der Gras-Gruppe verfügbaren Mittel und Kontokorrentlinien und ggf. Aufnahme zusätzlicher Mittel bei den kreditgebenden Banken der Gruppe angewiesen. Zusätzlich hat die Gesellschafterin Gras Spedition GmbH & Co. KG eine Patronats- und Rangrücktrittserklärung zu Gunsten der Gesellschaft ausgesprochen. Es besteht diesbezüglich eine wesentliche Unsicherheit, die ein bestandsgefährdendes Risiko darstellen könnte.

 

Köln, den 13.08.2024

Horst Stockschläder, Geschäftsführer

Jens Köster, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Gras Logistik GmbH, Köln

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Gras Logistik GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gras Logistik GmbH, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angabe im Abschnitt IV. Prognosebericht im Lagebericht, in denen die gesetzlichen Vertreter darlegen, dass sich die Gesellschaft in einer angespannten Liquiditätssituation befindet und zur Finanzierung der zu erwartenden Verluste von externen Finanzierungsquellen abhängig ist. Wie im Prognosebericht dargelegt, weist dies auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Koblenz, den 13. August 2024

Dr. Dienst & Partner GmbH & Co. KG
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Prof. Dr. Schneider, Wirtschaftsprüfer

Corinne Koblitschek, Wirtschaftsprüferin

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