FEW Fahrzeug- und Entwicklungswerk Blankenburg GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Lokomotiven und anderen Schienenfahrzeugen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Manfred Dr.-Ing. Ottow seit 24.7.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
FEW Blankenburg GmbHBlankenburgJahresabschluss zum 31.12.2006Lagebericht für das Geschäftsjahr 20061. Darstellung des Geschäftsverlaufs1.1 Entwicklung der Branche und der Gesamtwirtschaft Die Entwicklung der Branche ist insgesamt als positiv zu bewerten. Verantwortlich für die positive Geschäftsentwicklung der Unternehmen der Bahnindustrie waren im Geschäftsjahr 2006 die hohen Auftragsbestände sowie eine anhaltende positive Preisentwicklung für Produkte und Leistungen. Im 1. Quartal 2007 bewerteten 80% der Unternehmen in der Bahnindustrie ihre aktuelle Geschäftslage als gut, die restlichen Unternehmen waren mit ihrer Geschäftslage zufrieden. Nicht ganz so positiv ist die Einschätzung der weiteren Entwicklung der Branche. Hier erwarten "nur" 22% eine noch bessere Entwicklung; die Mehrzahl (73%) rechnet jedoch mit dem Fortdauern der guten Stimmung. Im 1. Quartal 2007 registrierten mehr als zwei Drittel der Firmen eine (weiter) gestiegene Nachfrage nach ihren Produkten und Dienstleistungen. Entsprechend hoch ist der aktuelle Auftragsbestand. 37% meldeten einen verhältnismäßig großen, 63 % einen ausreichenden bzw. saisonüblichen Bestand an Aufträgen. Kaum gedämpfter Optimismus herrscht im Hinblick auf die Entwicklung der Preise: Rückgänge werden derzeit gar nicht erwartet. Zwei Drittel der Unternehmen gehen von einem gleich bleibenden Preisniveau aus, ein Drittel rechnet mit steigenden Preisen. Auch bezüglich der Auslastung von Kapazitäten ist eine deutliche Verbesserung zu verzeichnen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum schnitten die Unternehmen im 1. Quartal 2007 klar besser ab: Über 70 Prozent meldeten eine (deutlich) höhere Auslastung (1/2006: 47%). Drei Viertel der Firmen erwarten für das gesamte Jahr 2007 eine gute bzw. sehr gute Auslastung - im Vorjahr hatten diese positive Erwartung lediglich 50%. Im Fokus der Unternehmen standen dabei 2006 vor allem die Bahnmärkte Asiens und teuropas- noch mehr Erfolge erzielten sie aber in Westeuropa. Insbesondere die Ausfuhr in die Länder der EU 15 boomte 2006. Kontinuierlich gesteigert haben die Unternehmen der deutschen Bahnindustrie in den vergangenen Jahren ihre Exporte nach China. Das "Reich der Mitte" spielt auch in den Planungen für die nächsten 5 Jahre eine zentrale Rolle: Für 58% der befragten Unternehmen hat China "hohe Bedeutung" für das Exportgeschäft. Es folgt mit 39% Indien als zweiter wichtiger Bahnmarkt in Asien. 1.2 Umsatzentwicklung der FEW Blankenburg GmbH Die für das Geschäftsjahr 2006 mit insgesamt € 12,8 Mio. (ohne sonstige Erträge in Höhe von T€ 282) erzielten Umsätze und Bestandserhöhungen entsprachen den Erwartungen. Nach der deutlichen Umsatzsteigerung im Jahre 2005, wo nahezu eine Verdopplung der Umsätze des Jahres 2004 erreicht werden konnte, wurde im Jahr 2006 erneut eine Steigerung der betrieblichen Leistung um mehr als 50% erzielt. Diese Entwicklung ist auf die insgesamt erfreuliche Entwicklung in drei Geschäftsbereichen zurückzuführen, die Entwicklung im Bereich Waschtechnik war nicht so positiv und bleibt hinter den Erwartungen zurück. Die sich bereits in den Jahren 2004 und besonders im Jahre 2005 abzeichnenden Entwicklung des Bereiches "Mobile Montage" konnte auch in 2006 mit nahezu gleicher Geschwindigkeit fortgesetzt werden. Dieser Geschäftsbereich konnte seine Erträge von ca. € 1,3 Mio. im Jahr 2005 auf € 2,1 Mio. im Jahr 2006 steigern. Der Bereich "Schienenfahrzeugtechnik" konnte auch im Jahre 2006 die Instandsetzungs- und die Revisionsaufträge gegenüber der bahneigenen Konkurrenz verteidigen und sogar noch leicht ausbauen, was sich an der Umsatzsteigerung von € 1,3 Mio. im Jahre 2005 auf € 1,6 Mio. im Jahre 2006 (ca. 25%) ablesen lässt. Der Bereich "Waschtechnik" konnte im Jahre 2006 mit insgesamt € 1,0 Mio. keine Ertragssteigerung erzielen. Die Erträge in dem Geschäftsbereich "Rangiertechnik" konnten von€ 4,3 Mio. im Vorjahr auf € 8,6 Mio. im Jahr 2006 verdoppelt werden. Dies ist in großen Teilen dem Projekt Seddin und dem Abschluss des langfristigen Projektes in Gremberg Nord/Süd zuzuschreiben. Es konnten weitere Aufträge in dem Bereich Lohnfertigung akquiriert werden, so dass die Auslastung in der Fertigung verbessert wurde. Das im Jahr 2005 deutlich spürbare Vertrauensverhältnis zwischen unseren Kunden und uns konnte im Jahre 2006 ausgebaut und stabilisiert werden. Unserer Auftraggeber schätzen die Zuverlässigkeit der FEW Blankenburg GmbH und die Bereitschaft für die Entwicklung neuer Produkte. 1.3 Auftragslage Der allgemeine positive Branchentrend spiegelte sich im Geschäftsjahr 2006 bei der FEW insbesondere in der Auftragslage wider. Mit einem Auftragsvolumen von € 7,6 Mio. (inkl. Rahmenverträge) verfügt die Gesellschaft zum 31.12.2006 über Aufträge mit einer Reichweite von ca. 7 Monaten. Von diesem Auftragsbestand können ca. 60% dem Bereich Rangiertechnik, ca. 25% dem Bereich Schienenfahrzeugtechnik, ca. 2% dem Bereich Mobile Montage zugeordnet werden. Der geringe Anteil des Bereiches Mobile Montage ist nicht außergewöhnlich, da die Aufträge dieses Bereiches meistens eine Laufzeit von weniger als einem Monat aufweisen. Zusätzlich ist in den Wintermonaten, bedingt durch witterungsbedingte geringere Bautätigkeit, generell mit einem geringeren Auftragsvolumen für diesen Bereich zu rechnen. Aufgrund der allgemein positiven Nachfragesituation, der steigenden Investitionstätigkeit der Deutsche Bahn AG und die deutliche Verbesserung des Markennamens FEW bei unseren Kunden (siehe 4.b)Forschung und Entwicklung) konnte die Stabilisierung und Verbesserung der Auftragssituation erreicht werden. Die Auftragssituation im ersten Halbjahr 2007 zeigt den saisonbedingten Rückgang besonders in den witterungsabhängigen Geschäftbereich Mobile Montage nicht in dem Ausmaß wie in den Vorjahren. Die Auftragssituation in dem Bereich Schienenfahrzeugtechnik ist aufgrund der vorhandenen Rahmenverträge sehr gut. Es bestehen teilweise Kapazitätsengpässe, die durch Mitarbeiter der anderen Geschäftsbereiche und durch Leiharbeiter ausgeglichen werden konnte. 1.4 Produktion Die im Jahre 2004 begonnenen Rationalisierungsprozesse wurden auch im Jahre 2006 fortgeführt. Die organisatorischen Veränderungen haben im Vergleich zu 2005 zu einem deutlich besseren Ergebnis in der Fertigung geführt. Auch im Jahre 2007 wird die Optimierung der Prozesse weitergeführt, um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Die für das Jahr 2006 angestrebte Produktivitätsverbesserung im Bereich der Lohnfertigung konnte in weiten Teilen erreicht werden. Der laufende Verbesserungsprozess wird auch im Jahr 2007 vorgesetzt werden. 1.5 Investitionen Im Jahr 2006 wurden Investitionen in Höhe von T€ 527 realisiert. Der größte Teil entfiel dabei mit ca. T€ 342 auf Investitionen in Maschinen, Werkstatt- und Laborausrüstungen und Betriebsvorrichtungen sowie auf Büroausstattung. Diese Investitionen dienen dem Erhalt und der Verbesserung der Produktivität im Fertigungs- aber auch im Konstruktionsbereich. Des Weiteren wurden im Geschäftsjahr Investitionen in die Umstellung des ERP-System, inkl. in Höhe von T€ 141 getätigt, inkl. der Finanz- und Anlagenbuchhaltungssoftware. Diese Investitionen dienen der Anpassung der Software an die sich geänderten Anforderungen des Unternehmens und eine Erhöhung der Transparenz der Prozesse. 1.6 Personal- und Sozialbereich Der Personalbestand zum Ende des Jahres 2006 stellte sich wie folgt dar:
Der Personalbestand ist im Vergleich zum Vorjahr in Summe geringfügig angestiegen, wobei der Bestand an hochqualifizierten Mitarbeitern (Dipl.-Ing. oder vergleichbarer Ausbildungsstand) um ca. 10% und somit überproportional angestiegen ist. Diese erfreuliche Entwicklung deckt sich mit dem Unternehmenskonzept und dient der Qualitätsverbesserung der Produkte und der Prozesse. 1.7 Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres 2006 Der wichtigste Vorgang im Jahr 2006 war der Gewinn der Ausschreibung Instandsetzung des Rangierbahnhofs Seddin. Neben den Richtungsgleisbremsen konnten wir auch das für uns wichtige Los der Talbremsen gewinnen sowie den Auftrag für die Steuerungstechnik erhalten.Mit dem Einsatz der EDG als Talbremse ist dieser Bremsentyp in den Bereich der schweren Bremse vorgedrungen. Mit diesem Auftrag ist es uns gelungen, die in den vergangenen Jahren mit großem Engagement neu entwickelte elektrodynamische Gleisbremse (EDG) zum Routineeinsatz zu bringen. Diesen Auftrag konnten wir trotz seiner Komplexität termingerecht, ohne auch nur einen Tag Verzögerung abschließen und den betriebsbereiten Bahnhof nach nur 7 Monaten an den Auftraggeber übergeben. Diese Leistung hat sowohl bei unseren Kunden als auch bei unseren Konkurrenten für großes Aufsehen gesorgt und unser Standing im hart umkämpften Markt der Rangiertechnik gegenüber unseren Hauptkonkurrenten Siemens und Thyssen deutlich verbessert. 2. Darstellung der Lage der Gesellschaft2.1 Vermögenslage Der Buchwert des Anlagevermögens ist geringfügig um T€ 148 auf T€ 2.853 gestiegen. Im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände ist dies auf die Erhöhung der geleisteten Anzahlungen (neues ERP System) in Höhe von T€ 141 zurückzuführen, welches bereits im Jahre 2006 erworben, aber erst im Januar bzw. Juli 2007 in Betrieb genommen wurde. Die Investitionen in Sachanlagen dienen im Wesentlichen dem Ausbau der Fertigungskapazitäten im Bereich Lohnfertigung. Auch in 2006 wurden die geplanten Investitionen in den Abriss des Heizwerkes und den Neubau der Halle nicht realisiert, da aufgrund des hohen Beschäftigungsgrades insbesondere wegen der Abarbeitung des terminkritischen Auftrages "Seddin Süd" die für eine solche Investition notwendigen hauseigenen Planungskapazitäten nicht vorhanden waren. Die Reduzierung der Vorräte um insgesamt ca. 44% ist ganz wesentlich auf die Reduzierung der in Arbeit befindlichen Projekte zurückzuführen. Der erfolgreiche Abschluss eines der wesentlichen Projekte im Bereich der Rangiertechnik und ebenso eines Projektes im Bereich Waschtechnik haben zur Auflösung der in Arbeit befindlichen Aufträge, mit der entsprechenden Erlöswirkung geführt. Der Anstieg der Forderungen um 126% ist ganz wesentlich auf den Abschluss des Projektes Seddin im Dezember 2006 zurückzuführen. Es handelte sich um ein Projekt der Deutsche Bahn AG als Auftraggeber. Die endgültige Projektabrechnung wurde im ersten Halbjahr 2007 erstellt. Im Geschäftsjahr wurden die liquiden Mittel des Vorjahres zum großen Teil aufgebraucht. Die deutliche Reduzierung der Bankguthaben ist auf verzögerte Zahlungseingänge von Kunden sowie auf Verluste aus dem laufenden Geschäft zurückzuführen. Weiterhin wurden die aus dem Betriebsteilkaufvertrag offene Forderung der Übertragung der Anwartschaften der Mitarbeiter im Jahr 2005 weitestgehend abschlossen, welches sich an der deutlichen Reduzierung des Bestandes auf dem so genannten Sperrkonto bemerkbar macht. 2.2 Finanzlage Zum Jahresende 2006 bestanden Verbindlichkeiten gegenüber der Hausbank in Höhe von T€ 334, die aus dem Kontokorrent bei einer Linie von T€ 2.555 bedient wurden. Das max. Guthaben des Kontokorrents lag im Geschäftsjahr 2006 bei T€ 800, die maximale Kontokorrent-Inanspruchnahme bei T€ 790. Den erhaltenen Anzahlungen in Höhe von T€ 2.731 (netto) stehen zum Jahresende geleistete Anzahlungen und in Arbeit befindliche Aufträge in Höhe von T€ 2.576 gegenüber, so dass sich ein leichter Überhang der erhaltenen Anzahlungen ergibt. Den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 1.181, welches eine Zunahme um T€ 600 im Vergleich zum Jahr 2005 bedeutet, standen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 2.377 (Vorjahr T€ 730) gegenüber. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind jedoch noch nicht abgerechnete Forderungen aus dem Projekt Seddin in Höhe von T€ 1.079 enthalten. Nach dieser Bereinigung zeigt sich zwischen Verbindlichkeiten und Forderungen ein nahezu ausgeglichenes Verhältnis. 2.3 Ertragslage 1. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit konnte mit T€- 426 nicht ganz das Ziel eines ausgeglichenen Ergebnisses für das Jahr 2006 erreichen. 2. Der Personalaufwand ist im Jahr 2006 um 3% im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass das Jahr 2006 begonnene Konzept, die Qualifikation des Personalbestandes zu erhöhen, weiter - wenn auch in geringerem Umfang - fortgesetzt wurde um so den Personalbestand an die Anforderungen des Marktes anzupassen. 3. Die Personalaufwandsquote, die bereits im Jahr 2005 von 91% im Jahr 2004 auf 55% im Jahr 2005 reduziert werden konnte, wurde im Jahr 2006 weiter bis auf 34% verringert und liegt nun im Bereich der branchenüblichen Werte. 4. Die Materialeinsatzquote stieg auf einen Wert von ca. 52% an. Dies ist besonders auf den hohen Anteil an Fremdleistungen in den großen rangiertechnischen Projekten, die im Jahre 2006 abgewickelt und beendet wurden, zurückzuführen. Weiterhin wirkten sich auch in diesem Jahr die steigenden Rohstoffpreise (insbesondere Stahl und Energie) auf den Anstieg der Materialeinsatzquote aus. Korrespondierend mit der Materialeinsatzquote konnte eine Rohertragsquote von 48% erreicht werden. 3. RisikoberichtNeben dem für die Entwicklung von mittelständischen Unternehmen der Bahnindustrie in Deutschland immer relevanten Investitionsverhaltens der Deutsche Bahn AG sind die steigenden Rohstoffpreise ein bisher noch nicht genau zu definierendes Risiko. Mit dem Wissen um diese Unsicherheiten haben wir in den letzten beiden Jahren verstärkt Auslastungen unserer Fertigungskapazität mittels Lohnfertigung für komplizierte Bauteile erreichen können. Auf der Basis des erreichten hohen Qualitätsstandards in diesem Bereich, sehen wir gute Chancen, diese Grundauslastung weiter ausbauen zu können. Aus dem Betriebsteilkaufvertrag ergibt sich die Verpflichtung zu einer vertragsstrafebewehrten Investitionszusage in Höhe von insgesamt EUR 5,4 Mio. zuzüglich nicht aktivierungsfähiger Ausgaben für den Ausbau des Marketings und die Entwicklung neuer Produkte bzw. Leistungsfelder des Betriebs von EUR 1 Mio. Die Vertragsstrafe war im Wesentlichen an die Einhaltung fester Investitionstermine gebunden, die im Rahmen der Vertragsverhandlungen zum Kauf des Unternehmens in den Jahren 2001-2003 auf der Basis der damaligen Planungen festgelegt wurden. Werden diese Termine nicht eingehalten, droht eine Vertragsstrafe von 70 % des nicht erreichten Investitionssolls. Die tatsächliche Entwicklung der FEW GmbH hat faktisch zu einem anderen Investitionsverhalten geführt, genannt seien an dieser Stelle insbesondere die Schwierigkeiten beim Erwerb des Heizwerkes. Das tatsächliche Investitionsverhalten, welches zu einem anderen, zeitlich gestrecktem Investitionsplan geführt hat, wurde unserem Vertragspartner bei der Deutschen Bahn AG dargelegt und intensiv erläutert. Diese Verhandlung konnte mit dem Ergebnis einer vertraglichen Anpassung der Investitionstermine erfolgreich abgeschlossen werden. In dieser Vereinbarung vom 2. April 2007 wurde ein Aufschub der Investitionszeitpunkte festgeschrieben und somit eine Aufhebung der drohenden Vertragsstrafe für das Jahr 2006 und 2007 erreicht. Bisher wurden die Investitionen im Wesentlichen aus den kurzfristigen Finanzierungsquellen (Kontokorrent) bedient. Angestrebt ist es, die vertraglich zugesicherten Investitionen für die Jahre 2007 - 2010 über eine Investitionsfinanzierung darzustellen. Als Modelle kommen hierfür z. B. Mietkauf über eine Bankleasinggesellschaft, verbürgte mittelfristige Bankkredite. Gespräch mit unserer Hausbank, dem Land Sachsen-Anhalt bzw. dessen Mandatar, der PWC, sind für das laufende Geschäftsjahr 2007 und 2008 vereinbart. 4. PrognoseberichtErhebliche Chancen ergeben sich aus den für das Jahresende angekündigten Ausschreibungen zur technischen Ausstattung von Hochleistungsrangierbahnhöfen. Aufgrund des erfolgreich abgeschlossenen Referenzprojektes Seddin Süd und der erhaltenen Aufträge sehen wir große Chancen, die entwickelte Technik einzusetzen und eine sehr gute Auslastung in unserer Fertigung und dem gesamten Bereich Rangiertechnik zu erhalten. Die Erschließung ausländischer Märkte, die vor mehr als drei Jahren begonnen wurde, zeigt erste greifbare Erfolge. Die Unternehmensbeziehung zu unserem Indischen Partner in Neu Delhi, konnte im Jahre 2006 ausgebaut werden und hat nun die notwendige Stabilität erreicht, dass wir uns für das Jahr 2007 Chancen ausrechnen, unserer Produkte, insbesondere Produkte aus dem Bereich Waschtechnik, auf dem indischen Markt platzieren zu können. Durch unser neues ERP-System erwarten wir größerer Transparenz in unseren Prozessen, mit dem Ergebnis besser Steuerungs- und Eingriffsmöglichkeiten. 5. Sonstige Angabena. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres ist der Erhalt der Aufträge für den Bau, die Lieferung und die Montage von 31 Richtungsgleisbremsen und die dafür notwendige Steuerungstechnik. b. Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft führt erhebliche Arbeiten zur Entwicklung neuer Produkte und zur Weiterentwicklung bestehender Produkte - wie bereits beschrieben - aus. Im Jahr 2006 wurden Forschungs- und Entwicklungsleistungen in Höhe von T€ 720 erbracht, von denen T€ 414 als Erweiterungsaufwendungen für die Entwicklung innovativer Produkte aktiviert wurden. Schwerpunktmäßig wurden Entwicklungen in den technisierten Bereichen Rangiertechnik und Waschtechnik durchgeführt, die zur mittelfristigen Stabilisierung des Unternehmens in den entsprechenden Märkten von großer Relevanz sind. c. Zweigniederlassungen Die Gesellschaft unterhält derzeit keine Zweigniederlassungen.
Blankenburg, 6. September 2007 Dr. Manfred Ottow Bilanz zum 31. Dezember 2006AKTIVA
Gewinn-
und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis
zum 31. Dezember 2006
|
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| 2006 | 2005 | |||
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| 1. Rohergebnis | 6.457.793,54 | 6.609.896,66 | ||
| 2. Personalaufwand | ||||
| a) Löhne und Gehälter | ./. 3.803.360,73 | ./. 3.450.287,97 | ||
| b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | ./. 772.144,19 | ./. 4.575.504,92 | ./. 987.197,06 | ./. 4.437.485,03 |
| -
davon für Altersversorgung
EUR 4.849,95 (Vorjahr EUR 254.254,36) |
||||
| 3. Abschreibungen | ||||
| auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | ./. 347.165,26 | ./. 365.578,26 | ||
| 4. sonstige betriebliche Aufwendungen | ./. 1.912.371,91 | ./. 2.021.616,66 | ||
| 5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 12,80 | 5.900,73 | ||
| -
davon aus verbundenen Unternehmen
EUR 0,00(Vorjahr EUR 0,00) |
||||
| 6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | ./. 48.762,86 | ./. 65.441,40 | ||
| -
davon an verbundene Unternehmen
EUR 2.617,28(Vorjahr EUR 2.233,78) |
||||
| 7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | ./. 425.998,61 | ./. 274.323,96 | ||
| 8. außerordentliche Erträge | 477.197,82 | 351.214,86 | ||
| 9. außerordentliche Aufwendungen | 0,00 | ./. 75.669,11 | ||
| 10. außerordentliches Ergebnis | 477.197,82 | 275.545,75 | ||
| 11. sonstige Steuern | ./. 51.199,21 | ./. 1.221,79 | ||
| 12. Jahresüberschuss | 0,00 | 0,00 | ||
1. Prüfungspflicht
Die Gesellschaft weist mit einer Bilanzsumme von TEUR 12.520 (Vorjahr: TEUR 13.742), Umsatzerlösen von TEUR 15.362 (Vorjahr: TEUR 6.003) und durchschnittlich 134 Arbeitnehmern (Vorjahr: 128) im Geschäftsjahr 2006 die Größenmerkmale für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Es besteht Prüfungspflicht nach § 316 Abs. 1 HGB für das Geschäftsjahr 2006. Mit der Prüfung gemäß §§ 316 ff. HGB ist die MRT Mitteldeutsche Revision und Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Leipzig, beauftragt.
2. Anwendungen der Vorschriften des Handelsgesetzbuches
Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Dabei wurde die bisherige Form der Darstellung beibehalten.
3. Inanspruchnahme von Erleichterungen nach dem HGB
Hinsichtlich der Aufstellung des Jahresabschlusses werden die gesetzlichen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 276, 288 HGB) teilweise in Anspruch genommen.
Die Aufwendungen für die Erweiterung des Geschäftsbetriebs wurden gemäß § 269 HGB aktiviert. Im Geschäftsjahr wurde dieser Posten nicht aufgelöst. Die Auflösung erfolgt in den folgenden Geschäftsjahren nach § 282 HGB.
Der Ansatz der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskosten vermindert um Investitionszuschüsse sowie planmäßige Abschreibungen. Die Abschreibungen werden unter Anwendung der linearen Abschreibungsmethode über die jeweils steuerlich zulässigen Nutzungsdauern vorgenommen. Die Abschreibungen werden nach der pro rata temporis-Methode ermittelt. Gebäude werden linear mit 2 % bzw. 3 % abgeschrieben. Im Berichtsjahr wurden die geringwertigen Wirtschaftsgüter gemäß § 6 Abs. 2 EStG vollständig abgeschrieben.
Der Bilanzierung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe liegen die Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 1 HGB zu Grunde, die aus den Durchschnittspreisen unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips ermittelt wurden.
Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten nach § 255 Abs. 2 HGB bilanziert. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten. In den Herstellungskosten sind Kosten der allgemeinen Verwaltung und freiwillige soziale Aufwendungen nicht enthalten.
Soweit die Herstellungskosten bei unfertigen und fertigen Erzeugnissen durch die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse bzw. die Auftragssummen unter Berücksichtigung des Fertigstellungsgrades nicht gedeckt sind, wurden besondere Abschläge zur verlustfreien Bewertung vorgenommen.
Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie der liquiden Mittel erfolgte zum Nennbetrag. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden um Einzel- und Pauschalwertberichtigungen gemindert.
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Auflösung der Posten erfolgt linear entsprechend dem Zeitverlauf.
Das Eigenkapital wird nach § 272 i. V. m. § 283 HGB ausgewiesen.
Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe der erwarteten Inanspruchnahme gebildet. Der Ansatz der Pensionsrückstellungen im Berichtsjahr erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit dem Teilwert auf Basis eines Zinsfußes von 6 % (§ 6a EStG) unter Anwendung der "Richttafeln 2005 G" von Dr. Klaus Heubeck.
Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt.
Der passivische Ausgleichsposten aus Betriebsteilübernahme stellt keinen negativen Geschäfts- oder Firmenwert dar. Er resultiert aus dem Saldo aus den Wertansätzen der von der Deutsche Bahn AG übernommenen Vermögensgegenständen und Verpflichtungen per 1. August 2003. Er wird in dem Umfang aufgelöst, der zum Ausgleich eines negativen betrieblichen Jahresergebnisses notwendig ist.
Die Bewertungsgrundsätze blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert.
Die Währungsumrechnung für Forderungen und Verbindlichkeiten erfolgt mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls, soweit nicht der Stichtagskurs zur Berücksichtigung etwaiger Verluste aus Kursänderungen anzuwenden war.
1. Für die Entwicklung von Produktinnovationen wurden Aufwendungen für die Erweiterung des Geschäftsbetriebs nach § 269 HGB aktiviert. Sie betreffen die Neuentwicklung der Stromversorgung für die elektrodynamische Gleisbremse, die Entwicklung neuer Messverfahren in Bremsprobegeräten, die Neuentwicklung von Fördereinrichtungen für Schienenfahrzeuge in Waschanlagen sowie die Entwicklung von Beidrückeinrichtungen hinsichtlich der Reduzierung der Geschwindigkeit von Förderwagen.
Die entstandenen Kosten hierfür wurden im Geschäftsjahr vollständig aktiviert. Sie umfassen Personalkosten in Höhe von TEUR 307, Materialaufwendungen und Fremdleistungen in Höhe von TEUR 82 sowie sonstige betriebliche Kosten in Höhe von TEUR 26.
2. Die Entwicklung des Anlagevermögens und der Abschreibungen des Geschäftsjahres ist in dem als Anlage 1 beigefügten Anlagespiegel dargestellt. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres betragen EUR 347.165,26.
3. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern enthalten sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 108 und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 19.
4. Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten, der durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert ist, beträgt TEUR 399. Bei den Sicherheiten handelt es sich um Sicherungsübereignungen, Grundschuldeintragung und Globalzession von Außenständen.
1. Die Angabe der Gesamtbezüge des Geschäftsführers gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9 Buchstabe a) HGB unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.
2. Die außerordentlichen Erträge beinhalten Erträge von TEUR 477, die sich aus der Auflösung des passivischen Ausgleichspostens aus Betriebsteilübernahme ergeben.
3. Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2006 einschließlich des Geschäftsführers und der Auszubildenden durchschnittlich 137 Personen. Davon entfallen auf:
| Anzahl | |
| - Geschäftsführung | 1 |
| - Angestellte | 43 |
| - Arbeiter | 91 |
| - Auszubildende | 1 |
| - Aushilfen | 1 |
| 137 |
1. Haftungsverhältnisse gemäß § 268 Abs. 7 HGB i. V. m. § 251 HGB bestehen aus der Ausgabe von Bürgschaften in Höhe von TEUR 720.
2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Satz 1 Nr. 3 HGB umfassen Wartungs-, Nutzungs- und Dienstleistungsverträge mit einem jährlichen Volumen von TEUR 104 sowie bis zum Bilanzstichtag ausgelöste Bestellungen mit einem Volumen von TEUR 183.
3. Zur Geschäftsführung war im Geschäftsjahr 2006 Ingenieur Dr. Manfred Ottow, Berlin, bestellt.
Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2006 beträgt EUR 0,00. Somit erübrigt sich ein Vorschlag sowie eine Beschlussfassung über dessen Verwendung.
Blankenburg, 6. September 2007
FEW Blankenburg GmbH
Dr. Manfred Ottow
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der FEW Blankenburg GmbH, Blankenburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2006 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Regelungen im Gesellschaftsvertrag liegen in der Verantwortung des gesetzlichen Vertreters der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben die Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie die Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des gesetzlichen Vertreters sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Leipzig, 7. September 2007
MRT
Mitteldeutsche Revision und Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Dipl.-Ökonom Ulrike Bren, Wirtschaftsprüfer
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