KLA-Tencor MIE GmbH
Kubacher Weg 4, 35781 Weilburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Kay Thomas Ebert seit 24.3.2026 | Prokura |
Kai-Sven Förster seit 26.5.2025 | Prokura |
Marcus Ritter seit 7.10.2022 | Geschäftsführer |
Bren Douglas Higgins seit 22.2.2016 | Geschäftsführer |
Virendra Arvind Kirloskar seit 10.3.2009 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
KLA-Tencor MIE GmbHWeilburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023A. Allgemeine Angaben sowie rechtliche VeränderungenDiese Gesellschaft ist seit dem 1. April 1990 operativ in der Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Mikroskopen und optikbasierten Systemen und Zubehör für die Halbleiterindustrie tätig. Die MIE Division wurde zum 1. Juli 2011 aufgelöst und nach Produktgruppen in die RAPID bzw. SWIFT Division von KLA-Tencor integriert. In die RAPID Division wurde die Maskenvermessung (LMS IPRO) integriert, in die SWIFT Division wurden die Makrodefektdetektion (LDS) und die Mikroskope aufgenommen. Für die Gesellschaft ergeben sich daraus vor allem interne organisatorische Konsequenzen. Die vollständige Integration in den weltweiten KLA-Konzern ist seitdem abgeschlossen. B. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche Entwicklung und Geschäftsverlauf Der Gesamtmarkt, in dem sich die Gesellschaft befindet, zeichnete sich im Geschäftsjahr 2022/23 durch eine weiterhin steigende Entwicklung aus. Die Nachfrage am Halbleitermarkt soll bis 2032 von einem jährlichen Wachstum um 14,9 % geprägt sein. Die Digitalisierung aller Lebensbereiche und aller Unternehmen hat sich durch die Corona-Pandemie nochmals beschleunigt. In den für KLA wichtigsten Marktsegmenten PC/Tablet und Mobile wird ein deutliches Wachstum erwartet. Dies resultiert zum einen aus der Integration von KI in die Endgeräte, welches die Nachfrage nach neuen Geräten steigern wird, zum anderen befinden wir uns in einem Ersatzzyklus. Die während der Corona-Pandemie gekauften Geräte werden ersetzt, was die Nachfrage steigen lässt. Einer der Wachstumsmärkte bleibt die Automobilindustrie. Hier stehen Energiemanagement und autonomes Fahren im Vordergrund. Die Nachfrage nach Elektroautos steigt zwar aktuell nicht an, aber in modernen Elektrofahrzeugen mit autonomen Funktionen werden viermal so viele Halbleitergeräte benötigt wie in herkömmlichen benzinbetriebenen Autos. Dies erhöht die Nachfrage nach hochwertigen Chips, die in sicherheitskritischen Funktionen eingesetzt werden. Auch profitiert der KLA-Konzern von der positiven Preisentwicklung durch den Bedarf an Halbleitern am Weltmarkt. Der relevante Gesamtmarkt ist abermals gewachsen, wobei sich hier eine zahlenmäßige Auswirkung wesentlich bis 2023 zeigen soll. * Den Weltmarkt im Bereich der Maskenmetrologie (LMS IPRO) teilen sich auch nach wie vor nur einige Anbieter. Auf der Produktseite wurde die Marktpenetration der nächsten Generation der Maskenmetrologie-Systeme (LMS IPRO 7 + 8) weiter ausgebaut. Die Wafer-Inspektionssysteme werden weiterhin gute Ergebnisse erzielen. Die Nachfrage nach Advanced Wafer Level Packaging wird durch die wachsende Bedeutung von KI, Hochleistungsrechnern und Automobilsystemen angetrieben. Technologien wie Fan-Out Panel-Level Packaging (FO-PLP) bieten kosteneffiziente und leistungsstarke Lösungen für KI-Chips und Verbraucherelektronik. Diese Entwicklungen werden KLA helfen, ihre Marktposition weiter zu stärken und von den wachsenden Anforderungen in der Halbleiterindustrie zu profitieren. In Dresden schreitet der Bau für das neue Halbleiterwerk von Infineon voran. Bis 2026 soll die sogenannte Smart Power Fab fertiggestellt werden, 1.000 Jobs sollen dadurch in der Region entstehen. ** Hierdurch erwartet sich die Gesellschaft eine weiterhin hohen Nachfrage nach ihren Produkten, da Infineon bereits zu den Bestandskunden des Konzerns gehört. Weitere Werke werden in Irland und Frankreich gebaut. Auch hiervon erwartet sich die Gesellschaft eine positive Auswirkung. ( * Pressemitteilung vom 14. Oktober 2024, Fortunebusinessinsights) ( ** Statista 5.5.2023) Die Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr mit einem Ergebnis nach Steuern von € 48,5 Mio, was eine Steigerung von 72,5 % entspricht, die Prognose des Vorjahres treffen. Währungsgewinne beeinflussten das Ergebnis nach Steuern durch eine ungünstige EUR-USD Kursentwicklung wesentlich geringer mit € 0,7 Mio als im Vorjahr (Vorjahr 6,3 Mio). Der Umsatz des Geschäftsjahres lag um € 79,0 Mio bzw. 73,7 % abermals über dem Vorjahresniveau. Die Vorjahresprognose wurde damit ebenfalls getroffen Insgesamt beurteilt die Geschäftsleitung das Geschäftsjahr als besonders gut. Vermögenslage Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr um € 24,8 Mio gestiegen. Im Umlaufvermögen haben sich die Vorräte um € 11,2 Mio auf € 85,4 Mio erhöht. Dies ist weiterhin dem gestiegenen Geschäftsvolumen sowie der erweiterten Vorratshaltung geschuldet. Die flüssigen Mittel (inklusive unter den sonstigen Wertpapieren ausgewiesener Geldmarktfondsanteile) sind im Wesentlichen aufgrund des gestiegenen operativen Ergebnisses um € 12,0 Mio auf € 26,0 Mio angestiegen. Die Anlagenintensität betrug zum Ende des Geschäftsjahres 4,0 % (Vorjahr 3,8 %). Die Gesellschaft konnte in den letzten Jahren kontinuierlich ihre Jahresüberschüsse vor Ergebnisabführung steigern. Im Geschäftsjahr konnte ein Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung von € 53,2 Mio erwirtschaftet werden, der im Rahmen des bestehenden Gewinnabführungsvertrags an die KLA-Tencor MIE GmbH & Co. KG abgeführt wird. Aus diesem Grund ist das Eigenkapital der Gesellschaft konstant. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Gesellschafter sind um € 26,5 Mio auf € 138,5 Mio gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf höhere Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter aus der Ergebnisabführung zurückzuführen. Gegenläufig haben sich die Verbindlichkeiten aus dem konzerninternen Liefer- und Leistungsverkehr verringert. Finanzlage Die Finanzierung der Gesellschaft wird unverändert durch entsprechende Mittel im KLA Unternehmensverbund sichergestellt. Die oberste Muttergesellschaft KLA Corporation hat am 4. Mai 2010 zugunsten der KLA Tencor MIE Holdings GmbH & Co. KG und der KLA Tencor MIE GmbH eine Patronatserklärung abgegeben, gemäß der sie zugunsten aller gegenwärtigen und zukünftigen Gläubiger beider Gesellschaften die uneingeschränkte und unlimitierte Verpflichtung übernommen hat, die Gesellschaften in der Weise finanziell auszustatten, dass sie stets in der Lage sind, ihren gegenwärtigen und zukünftigen Verbindlichkeiten in vollem Umfang und fristgerecht nachzukommen. Diese Vereinbarung war bis zum 31. Dezember 2013 unkündbar. Seitdem ist sie jederzeit mit einer Frist von drei Monaten zum Quartalsende schriftlich kündbar. Von dem Kündigungsrecht wurde bislang jedoch noch kein Gebrauch gemacht. Durch die gute Kapitalausstattung bzw. die gute Liquiditätsausstattung wird die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft insgesamt als sehr gut eingeschätzt. Die Verbindlichkeiten sind zwar alle kurzfristig, es wird jedoch mit einer laufenden Refinanzierung gerechnet. Ertragslage Im Berichtsjahr konnten die Zielerwartungen erfüllt werden. Bei den Umsatzerlösen kam es zu einer Steigerung um € 79,0 Mio bzw. 73,7 %. Dies hat seine wesentliche Ursache im Anstieg des Verkaufsvolumens von hochpreisigen Geräten insbesondere der IPRO`s. Des Weiteren wurden Lieferungen dieser Geräte(u.a. auf Grund des Lieferstopps im Vorjahr nach China) erst im Geschäftsjahr 2022/23 realisiert. Unter Berücksichtigung der Bestandsveränderung erhöhte sich die Gesamtleistung um 47,2 % auf € 178,0 Mio. Dies ist durch die deutliche Umsatzsteigerung sowie den Rückgang der fertigen Erzeugnisse begründet. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um € 6,3 Mio gesunken. Dies ist im Wesentlichen geringeren Erträgen aus der Währungsumrechnung durch eine ungünstige EUR-USD Kursentwicklung geschuldet. Die Materialquote (Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung) ist bedingt durch verschiedene Auftragsproduktionen im Inspektionsbereich und im Bereich der Maskenmetrologie (LMS IPRO) von auf 56,1 % (Vorjahr 63,1 %) gesunken. Dieser Effekt resultiert zum einen aus gesunkenen Materialbeschaffungskosten, da die Corona bedingten Teuerungen gerade im Transportbereich zurückgegangen sind. Zum anderen konnten die Expresszahllieferungen aufgrund von Restriktionen bei der Materialverfügbarkeit deutlich reduziert werden. Die im Vorjahr extrem hohen Einkaufspreise, speziell für Elektronikkomponenten haben sich teilweise wieder normalisiert. Insgesamt ist das Rohergebnis (Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderung und sonstigen betrieblichen Erträgen abzgl. Materialaufwand) aufgrund des abermaligen Anstiegs der Umsätze deutlich um 52,6 % gestiegen. Die Personalaufwendungen belaufen sich insgesamt auf € 21,0 Mio. Dies entspricht einem Anstieg von 29,9 % und ist der gestiegenen Mitarbeiterzahl sowie den üblichen Lohn- und Gehaltssteigerungen geschuldet. Das Ergebnis nach Steuern des Geschäftsjahres 2022/23 beträgt € 48,5 Mio (Vorjahr € 28,1 Mio) und wird im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrags an die Muttergesellschaft abgeführt. Investitionen Die Anlageinvestitionen lagen im Geschäftsjahr 2022/23 mit € 4,0 Mio (Vorjahr € 3,3 Mio) über dem üblichen Investitionsrahmen der Vorjahre. Der Anstieg ist dem Neubau eines weiteren Reinraums geschuldet. Weiterhin wurde in Werkzeuge und Sonderbetriebsmittel sowie in Büro- und Geschäftsausstattung investiert. Personal Die Anzahl der Mitarbeiter der KLA-Tencor MIE GmbH hat sich im Vergleich zum Jahresbeginn von 186 (zum 30. Juni 2022) aufgrund des Ausbaus der Geschäftstätigkeit um netto 19 auf 205 zum 30. Juni 2023 erhöht. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl der Gesellschaft beträgt 204 (Vorjahr 169). Die Weiterbildung der Mitarbeiter ist unverändert ein fester Bestandteil der Firmenpolitik. Verschiedene Bildungsmaßnahmen in allen Bereichen des Einkauf, Produktion, Entwicklung sowie im Vertrieb wurden aufgrund der aktuellen Situation digital durch interne und externe Bildungseinrichtungen angeboten. Forschung und Entwicklung Im Bereich Forschung und Entwicklung setzte die Gesellschaft unverändert gegenüber den Vorjahren auch im Jahr 2022/23 die eingeschlagene Innovationsstrategie konsequent fort und betrieb die Entwicklung der Nachfolgegenerationen für Maskenmetrologiesysteme und Inspektionssysteme weiter. Die Gesellschaft setzt unverändert auf die Fortführung der bereits laufenden zukunftsweisenden Projekte in den Feldern Makrodefektdetektion (CIRCL) und Maskenvermessung (LMS IPRO 7+- bzw. IPRO 8-Projekt). Insgesamt beschäftigt die Gesellschaft weiterhin 67 Mitarbeiter (Vorjahr 60) in der Entwicklungsabteilung. Im Berichtsjahr sind Entwicklungskosten in Höhe von € 1,9 Mio (Vorjahr € 2,4 Mio) angefallen. Finanzielle Leistungsindikatoren Als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren verwendet die Gesellschaft für Planung und Steuerung unverändert die Größen Umsatzerlöse und Ergebnis nach Steuern. C. Prognose-, Chancen- und RisikoberichtChancen bestehen für die Gesellschaft weiterhin in der Markteinführung der Produkte (IPRO 7/8, CIRCL und Fortführung der CV350-Einführung) sowie der kontinuierlichen Entwicklung von Nachfolgegenerationen bestehender Produkte. Aufträge in diesem Zusammenhang wurden weiterhin erteilt und Systeme erfolgreich bei Kunden installiert und abgenommen. Die seit Mitte 2012 begonnene Auftragsfertigung von komplexen optomechanischen Modulen gehört fest zum Produktportfolio. Das Streben nach regionaler Autonomie und der Ausbau der Halbleiterproduktion in Europa ist eine weitere Chance für die Gesellschaft. Die Ausweitung verschiedener Standorte der Halbleiterproduktion in Europa führt zu weiteren Absatzmärkten, die ein erhöhtes Umsatzpotential eröffnen. Durch Einführung von Lean-Prinzipien und Weiterentwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI) bei der Fertigung konnte eine kontinuierliche Verbesserung der Prozesse erreicht werden; dies wird in der Zukunft fortgeführt, um der Flexibilisierung und den Anforderungen des dynamischen Halbleitermarktes gerecht zu werden. Im Geschäftsjahr 2024/2025 hat die Gesellschaft das bisher gemietete Produktionsgelände in Weilburg erworben. Dies sichert nachhaltig den Produktionsstandort und eröffnet die Möglichkeit der Produktionsausweitung. Zur Erkennung und Minimierung von wirtschaftlichen, rechtlichen und sonstigen Risiken hat die Geschäftsführung effiziente Planungs-, Kontroll- und Steuerungssysteme implementiert, die über umfassende Planungs-, Entscheidungs- und Controllingprozesse die frühzeitige Identifikation von Risikopotenzialen und damit die Einleitung geeigneter Korrekturmaßnahmen gewährleisten. Besonders zu erwähnen ist hier ein elektronisches Qualitätskontrollsystem, das die einzelnen Produktionsschritte begleitet und bei Problemen zeitnahe Analysen erlaubt. Weiterhin hat die Geschäftsführung durch die Realisierung eines gemäß DIN ISO 9001 zertifizierten Qualitätsmanagement-Systems den ordnungsgemäßen Ablauf aller wesentlichen Geschäftsprozesse im Unternehmen abgesichert. Darüber hinaus sind entsprechende Versicherungen zur Eingrenzung der finanziellen Auswirkungen von Schadensfällen und Haftungsrisiken abgeschlossen. In der Abhängigkeit von der Muttergesellschaft, der KLA Corporation, ergibt sich ein Risiko für diese Territorial Business Unit. Hier stellen insbesondere die Fähigkeit der Muttergesellschaft zum Verkauf am Markt gefragter qualitativer Produkte sowie die Rekrutierung geeigneten Fachpersonals unverändert gewisse Risiken dar. Insgesamt werden diese Risiken jedoch als gering eingestuft. Unverändert stellt der hohe Konzentrationsgrad in der Halbleiterindustrie sowie die damit zusammenhängende Kundenabhängigkeit ein gewisses Risiko dar. Die noch im Vorjahr zu verzeichnenden Materialpreissteigerungen hervorgerufen durch massiv angestiegene Energiepreise sowie Materialknappheit, haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich normalisiert. Das Risiko von Preissteigerungen sowie Materialknappheit durch die geopolitischen Spannungen wird insgesamt als gering eingestuft. Da Einkauf und Verkauf auf USD-Basis erfolgen sowie die Geldmarktfondsanteile in den sonstigen Wertpapieren und die Darlehensforderungen ebenfalls auf USD lauten, bestehen gewisse, jedoch überschaubare Risiken aus der Fremdwährungsumrechnung. Externe Cyberangriffe oder technische Fehlfunktionen können die IT-Systeme der Gesellschaft erheblich beeinträchtigen, was sich negativ auf die Fähigkeit des Unternehmens auswirkt, rechtzeitig Wartungen vorzunehmen oder zu liefern. Zur Überwachung und Steuerung von Abhilfemaßnahmen nutzt die Konzerngesellschaft interne Kontroll- und Managementsysteme. Darüber hinaus werden regelmäßig Schulungen zur Cybersicherheit durchgeführt, um die Sensibilisierung und das Bewusstsein der Mitarbeiter für dieses Thema zu stärken. Auch regelmäßige Online-Erinnerungen zu Cyberangriffen tragen zur IT-Sicherheit bei. Hieraus ergibt sich für die Gesellschaft jedoch kein erhöhtes Risiko. Im Jahr 2022/23 bestanden unverändert aus unserer Sicht keinerlei Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden. Ebenso sind keine weiteren besonderen wirtschaftlichen, rechtlichen oder sonstigen Bestandsgefährdungspotenziale für die Zukunft der Gesellschaft zu erkennen, da die Umsatzlage für das Jahr 2023/2024 und die Auftragslage für 2024/2025 positiv ist. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft ist durch den positiven operativen Cashflow sichergestellt. Für das Geschäftsjahr 2023/24 ergeben vorläufige Zahlen ein Ergebnis nach Steuern, das wieder auf dem Niveau des Jahres 2021/2022 liegen wird. Die Gesellschaft erwartet somit ein Ergebnis im Bereich von € 25 Mio bis € 35 Mio. Weiterhin arbeitet die KLA Unternehmensgruppe mit wichtigen Produktinnovationen an der Ausweitung der Marktposition in den jeweiligen Segmenten und rechnet hier im Geschäftsjahr 2023/24 mit entsprechend positiver Auswirkung auf die Umsatzerlöse. Aufgrund der oben beschriebenen Sondereffekte waren die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2022/23 außergewöhnlich hoch. Die vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2023/24 ergeben Umsatzerlöse im Bereich von € 125 Mio bis € 135 Mio. Im Geschäftsjahr 2024/25 rechnet die Gesellschaft mit einer der allgemeinen Wirtschaftslage angepassten Auftragslage sowie mit konstanten Umsatzerlösen und einem positiven Ergebnis nach Steuern jeweils auf dem Niveau des Jahres 2023/24. Eine Eintrübung der gesamtwirtschaftlichen Lage, insbesondere durch die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine sowie im Nahen Osten, könnte einen negativen Einfluss auf die Entwicklung der Gesellschaft nehmen. Derzeit ist jedoch speziell für die Halbleiterindustrie keine negative Entwicklung erkennbar. Negative Auswirkungen könnten sich allerdings durch die politischen Diskussionen zwischen USA und China ergeben, wenn wir unsere Produkte nicht nach China liefern dürfen. Entsprechende Entwicklungen werden innerhalb des Konzerns eng beobachtet, um kurzfristig darauf reagieren zu können. Bestandsgefährdende Entwicklungen werden zum aktuellen Zeitpunkt hieraus nicht gesehen.
Weilburg, den 22. November 2024 Die Geschäftsführung der KLA-Tencor MIE GmbH Virendra A. Kirloskar Bren Higgins Marcus Ritter Bilanz zum 30. Juni 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023I. Allgemeine AngabenDie Gesellschaft wird im Handelsregister A des Amtsgerichts Limburg an der Lahn unter HRB 4034 geführt. Die Gesellschaft erfüllt die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Ergänzende Bilanzierungsvorschriften aus dem Gesellschaftsvertrag ergeben sich nicht. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewandt. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze und Ausweismethoden1. Allgemeine Angaben Im Berichtsjahr wurden keine Abweichungen von in Vorperioden angewandten Darstellungs-, Bilanzierungs- und/oder Bewertungsmethoden vorgenommen. 2. Bilanzierung und Bewertung der Aktiv- und Passivposten Anlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer Nutzungsdauer (3 Jahre) um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer (zwischen 3 und 12 Jahren) um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Selbst erstellte Anlagen werden zu Herstellungskosten bilanziert, wobei neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Geringwertige Anlagegegenstände im Einzelwert bis € 800 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Abgang ausgewiesen. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände oder Sachanlagen ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Wertaufholungen werden vorgenommen, sofern die Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen. Die als Finanzanlagen bilanzierten Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bzw. bei dauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Wertaufholungen werden vorgenommen, sofern die Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen. Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten nach Standardkosten bewertet, welche zweimal jährlich an die aktuellen, aktuellen Wiederbeschaffungskosten angepasst werden. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten nach Standardkosten und zum Stichtag zu aktuellen Wiederbeschaffungskosten bilanziert, wobei neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert bilanziert. Alle erkennbaren Risiken, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwendbarkeit sowie anderen Gründen ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Diese sind zum Nennwert angesetzt. Ein wesentliches Kredit- und Ausfallrisiko besteht nicht. Sonstige Wertpapiere bestehen aus als Liquidität gehaltenen Geldmarktfondsanteilen auf USD-Basis. Diese - abgesehen von den Kursschwankungen des USD zum Euro - keinen weiteren Kursschwankungen unterliegenden Wertpapiere sind zum Nennwert in USD angesetzt, werden mit dem Kurs zum Zugangszeitpunkt erfasst und am Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Anschaffungskostenobergrenze wird dabei beachtet. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung steht im Zusammenhang mit der Verpflichtung aus Langzeitkonten. Das gezeichnete Kapital wurde mit dem Nennwert bewertet. Die Vorträge der Kapitalrücklage und der anderen Gewinnrücklagen wurden unverändert aus dem Vorjahr übernommen. Rückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen werden gemäß § 253 Abs. 1 und 2 HGB nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren für Leistungszusagen (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Bei diesem Verfahren werden grundsätzlich neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Entgelten (unverändert 3,0 % p.a.) und Renten von 2,20 % (Vorjahr 2,00 % p.a.) berücksichtigt. Die Bewertung basiert wie im Vorjahr auf den biometrischen Grundlagen der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck auf Basis eines Zinssatzes von 1,80 % p.a. zum 30. Juni 2023 bzw. von 1,78 % p.a. zum 30. Juni 2022. Als Fluktuationstrend wurden unverändert zum Vorjahr 4,5 % p.a. berücksichtigt. Die Abzinsung für Pensionsverpflichtungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt gemäß Artikel 75 Abs. 6 Satz 1 EGHGB i.V.m. § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB n.F. mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Jahre. Dabei wird gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Pensionen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Jahren (1,80 % p.a.; Vorjahr 1,78 % p.a.) und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Jahren (1,54 % p.a.; Vorjahr 1,37 % p.a.) beträgt zum 30. Juni 2023 T€ 363 (Vorjahr T€ 558). Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Die Rückstellungen werden grundsätzlich einzeln bewertet. Wie die Rückstellungen für unmittelbare Pensionsverpflichtungen werden sonstige langfristige Personalrückstellungen für Jubiläumszuwendungen und Altersteilzeitverpflichtungen unter versicherungsmathematischen Grundsätzen auf der Basis der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Die Abzinsung dieser ebenfalls nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelten Rückstellungen erfolgt unter Ausübung des Wahlrechts gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 und 3 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre für eine angenommene Laufzeit von fünfzehn Jahren. Der für die Bewertung angewandte Zinssatz beträgt 1,54 % p.a. (Stand 30. Juni 2023) bzw. 1,78 % p.a. (Stand 30. Juni 2022). Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. III. FremdwährungsumrechnungGeschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von bis zu einem Jahr) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von bis zu einem Jahr) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. IV. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und VerlustrechnungAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres ist im Anlagenspiegel dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Gesellschafter resultieren mit T€ 20.132 (Vorjahr T€ 23.435) aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Ein Betrag von T€ 38.481 (Vorjahr T€ 35.256) resultiert aus dem Finanzverkehr und Darlehensgewährung an verbundene Unternehmen. Mit Ausnahme der Darlehensforderungen von T€ 22.952 (Vorjahr T€ 22.758), die eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen, haben alle übrigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Gesellschafter wie im Vorjahr Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr. Für die Darlehensforderungen bestehen keine Sicherheiten. Saldierung Deckungsvermögen Entsprechend der Verrechnungspflicht des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB werden Vermögensgegenstände und Schulden aufgrund von Verpflichtungen aus Langzeitkonten und Altersteilzeit (ATZ) saldiert ausgewiesen. Den Anschaffungskosten des Deckungsvermögens in Höhe von T€ 473 (Vorjahr T€ 473) stand zum Bilanzstichtag ein beizulegender Wert von T€ 557 (Vorjahr T€ 566) gegenüber, der mit T€ 375 (Vorjahr T€ 381) auf die Deckung für Langzeitkontenverpflichtungen und mit T€ 182 (Vorjahr T€ 185) auf die Deckung für ATZ-Verpflichtungen entfällt. Die ATZ-Verpflichtung wurde mit T€ 234 (Vorjahr T€ 121), die Verpflichtung aus Langzeitkonten mit T€ 357 (Vorjahr T€ 312) bewertet, so dass sich hieraus in Bezug auf die Langzeitkonten ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung von T€ 18 (Vorjahr aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung aus Langzeitkonten und ATZ-Verpflichtungen T€ 133) ergibt. In Bezug auf die Altersteilzeitverpflichtung besteht ein passiver Überhang in Höhe von T€ 52 (Vorjahr aktiver Überhang T€ 64), der als Rückstellung erfasst ist. Der Zeitwert der Rückdeckungsansprüche entspricht dem Depotwert der Wertpapiere zum Stichtag. Effekte aus der Saldierung von zugehörigen Aufwendungen und Erträgen sind unwesentlich. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich von T€ 2.519 (Vorjahr T€ 1.933) sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (inklusive Prüfungs- und Beratungskosten) von T€ 1.051 (Vorjahr T€ 1.197). Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert und wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit T€ 12.254 (Vorjahr T€ 34.230) aus dem Liefer- und Leistungsverkehr; hiervon betreffen T€ 11.861 (Vorjahr T€ 34.230) erhaltene Anzahlungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter resultieren vollständig aus dem Ergebnisabführungsvertrag. Umsatzerlöse Umsatzerlöse in Höhe von T€ 186.204 (Vorjahr T€ 107.201) entfallen auf die Segmente Makroinspektions- und Reviewsysteme der SWIFT-Division, Maskenvermessungssysteme der RAPID-Division sowie auf Auftragsproduktionen für Konzerngesellschaften in der Halbleiterindustrie. Im Einzelnen ergibt sich für das Segment Rapid ein Umsatzanteil von 48 % (Vorjahr 27 %), für Swift ein Anteil von 45 % (Vorjahr 9 %), für Auftragsproduktion ergibt sich ein Anteil von 7 % (Vorjahr 64%). Im Gegensatz zum Vorjahr wurde etwaige Ersatzteile (GSS) in der jeweiligen Produktgruppe erfasst. Geografisch werden die Umsätze mit 83 % (Vorjahr 79 %) in den USA, 16% (Vorjahr 20 %) in Asien und 1 % (Vorjahr 1 %) in Europa erzielt. Sonstige betriebliche Erträge Wie im Vorjahr enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge keine periodenfremden Erträge oder Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung. Erträge aus der Währungsumrechnung waren in Höhe von T€ 715 (Vorjahr T€ 7.146) zu verzeichnen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Der Posten enthält analog zum Vorjahr vor allem Aufwendungen für Fremdleistungen, Mieten, Datenverarbeitung, Reisekosten sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ 813). Wie im Vorjahr enthalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen keine periodenfremden Aufwendungen oder Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge / Zinsen und ähnliche Aufwendungen Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Verpflichtungen in Höhe von T€ 166 (Vorjahr T€ 181) stehen im Zusammenhang mit Rückstellungen für Pensionen bzw. Altersteilzeit sowie mit Jubiläumsrückstellungen. Des Weiteren resultieren die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge in Höhe von T€ 598 (Vorjahr T€ 284) und die Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von T€ 1.945 (Vorjahr T€ 594) aus verbundenen Unternehmen. V. Sonstige AngabenErgebnisabführungsverträge/Organschaftsverhältnisse Am 2. November 2006/9. Januar 2007 hat die Gesellschaft rückwirkend zum 1. Januar 2007 einen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der KLA-Tencor MIE Holdings GmbH & Co. KG, Weilburg, abgeschlossen und steht daher mit dieser seit dem 1. Januar 2007 in einem gewerbe- und körperschaftsteuerlichen Organschaftsverhältnis. Seit dem 1. Januar 2008 besteht außerdem ein umsatzsteuerliches Organschaftsverhältnis. Mitarbeiter Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 204 Mitarbeiter (Vorjahr 169) beschäftigt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Im Geschäftsjahr bestehen zum Abschlussstichtag am 30. Juni 2023 folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
Mit Vertrag vom 10. September 2024 wurde das Produktionsgebäude nebst Grundstück erworben. In diesem Zusammenhang wurde der bestehende Mietvertrag zum Übertragragungstichtag beendet. Die Leasing- und Wartungsverträge enden zwischen 2021 und 2024 Sinn und Zweck der Miet- und Leasingverhältnisse sowie Wartungsverträge ist die Nutzung von Vermögensgegenständen, die nicht im wirtschaftlichen Eigentum des Konzerns stehen, aber von diesem für die Ausübung seiner Geschäftstätigkeit benötigt werden. Hierbei handelt es sich insbesondere um die Miete für Geschäfts- und Betriebsräume, Kopiergeräte sowie Leasingraten von Firmenfahrzeugen. Darüber hinaus sind keine weiteren für die Beurteilung der Finanzlage bedeutsamen Verpflichtungen zu vermerken. Honorar des Abschlussprüfers Für Leistungen des Abschlussprüfers sind im Geschäftsjahr 2022/23 folgende Honorare angefallen:
Konzernverhältnisse Alleingesellschafterin der KLA-Tencor MIE GmbH ist die Konzernobergesellschaft KLA-Tencor MIE Holdings GmbH & Co. KG. Deren Gesellschafterin wiederum ist die KLA-Tencor MIE Holdings S.à.r.l., Luxemburg, deren oberste Muttergesellschaft die KLA Corporation, Milpitas/Kalifornien, USA, ist. Als verbundene Unternehmen werden alle direkten und indirekten Gesellschaften der KLA Corporation betrachtet. Der Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis, in den die KLA-Tencor MIE Holdings GmbH einbezogen wird, wird durch die KLA Corporation aufgestellt und ist am Sitz der Muttergesellschaft sowie über die Wertpapieraufsichtsbehörde U.S. Securities and Exchange Commission (www.sec.gov) erhältlich. Der Konzernabschluss ist auf der Grundlage der United States Gernerally Accepted Accounting Principles (US GAAP) erstellt worden. Geschäftsführer sind:
Die Gesellschaft wird durch einen Geschäftsführer allein vertreten, wenn er alleiniger Geschäftsführer ist oder wenn die Gesellschafter ihn zur Alleinvertretung ermächtigt haben. Im Übrigen wird die Gesellschaft gemeinschaftlich durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinschaftlich mit einem Prokuristen vertreten. Die Angabe hinsichtlich der Bezüge der Geschäftsführung entfällt, da kein Geschäftsführer von der Gesellschaft Gehalt bezogen hat. Verpflichtungen aus laufenden Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen für frühere Geschäftsführer und ihre Hinterbliebenen bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Patronatserklärung Die oberste Muttergesellschaft KLA Corporation, Milpitas, Kalifornien/USA, hat am 4. Mai 2010 zugunsten der KLA-Tencor MIE GmbH sowie ihrer unmittelbaren Muttergesellschaft KLA-Tencor MIE Holdings GmbH & Co. KG eine Patronatserklärung abgegeben, gemäß der sie zugunsten aller gegenwärtigen und zukünftigen Gläubiger beider Gesellschaften die uneingeschränkte und unlimitierte Verpflichtung übernommen hat, die Gesellschaften in der Weise finanziell auszustatten, dass sie stets in der Lage sind, ihren gegenwärtigen und zukünftigen Verbindlichkeiten in vollem Umfang und fristgerecht nachzukommen. Diese Vereinbarung war zunächst bis zum 31. Dezember 2011 unkündbar. Mit Ergänzungsvereinbarung vom 31. März 2011 wurde die unkündbare Mindestlaufzeit der Patronatserklärung um ein Jahr bis zum 31. Dezember 2012 sowie anschließend mit Ergänzungsvereinbarung vom 5. September 2012 um ein weiteres Jahr bis zum 31. Dezember 2013 verlängert. Seitdem ist sie jederzeit mit einer Frist von drei Monaten zum Quartalsende schriftlich kündbar. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten. Die Gesellschaft unterhält Beziehungen zu verbundenen Unternehmen in den Bereichen:
Aufgrund konzerninterner Richtlinien werden keine Fremdwährungssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Ausschüttungssperre Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Pensionen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Jahren (1,80 % p.a.; Vorjahr 1,78 % p.a.) und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Jahren (1,54 % p.a.; Vorjahr 1,37 % p.a.) beträgt zum 30. Juni 2023 T€ 363 (Vorjahr T€ 558). Zum Bilanzstichtag am 30. Juni 2023 übersteigen die frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags den Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge. Daher besteht keine Ausschüttungssperre in Bezug auf den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres. Nachtragsbericht Mit Kaufvertrag vom 10. September 2024 hat die Gesellschaft das Betriebsgebäude in Weilburg vom Verpächter für einen Kaufpreis im mittleren zweistelligen Millionenbereich erworben. Der bisher bestehende Mietvertrag für das Betriebsgebäude wurde somit zu diesem Zeitpunkt beendet.
Weilburg, den 22.11.2024 Virendra A. Kirloskar Bren Higgins Marcus Ritter, Geschäftsführer der KLA-Tencor MIE GmbH Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die KLA-Tencor MIE GmbH, Weilburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der KLA-Tencor MIE GmbH, Weilburg, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KLA-Tencor MIE GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 22. November 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Stefan Hartwig, Wirtschaftsprüfer ppa. Johann Horz, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 30. Juni 2023 wurde am 02. Dezember 2024 festgestellt. |
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