Momentive Technologies Germany GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Eric Boni seit 5.1.2026 | Geschäftsführer |
John Charles Jeffrey Barlow seit 5.1.2026 | Geschäftsführer |
Thorsten Meyn seit 5.1.2026 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Momentive Technologies Holding Company | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Momentive Technologies SH GmbH
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entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt mit Ausnahme dieser möglichen Auswirkungen unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und |
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vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen, mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen dieses Sachverhalts, steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile
Die Bilanzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember 2022 mit einem Buchwert von TEUR 2.930, der Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit einem Buchwert von TEUR 3.531 sowie der Ausweis der passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 587 ist nicht hinreichend nachgewiesen. Die zum 31. Dezember 2022 durchgeführte systemgesteuerte Umbewertung der Fremdwährungsforderungen (unrealisierte Fremdwährungskursgewinne in den sonstigen betrieblichen Erträgen und unrealisierte Fremdwährungskursverluste in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen) war fehlerbehaftet. Daher waren wir nicht in der Lage, uns durch alternative Prüfungshandlungen von den am 31. Dezember 2022 bilanzierten Werten mit hinreichender Sicherheit zu überzeugen. Da die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen und passive latente Steuern zu Beginn der Periode in die Bestimmung der Ertragslage eingehen, können wir nicht ausschließen, dass Änderungen des in der Gewinn- und Verlustrechnung des Berichtsjahres ausgewiesenen Jahresergebnisses sowie des Eigenkapitals hätten vorgenommen werden müssen.
Dieser Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung.
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang 5steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; |
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gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; |
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beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; |
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ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; |
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beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; |
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beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens; |
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führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 5. Dezember 2024
EY
GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Horn, Wirtschaftsprüfer
Heinrichson, Wirtschaftsprüfer
Aktiva
| 31.12.2023 | 31.12.2022 | |||
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| A. Anlagevermögen | ||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Entgeltlich erworbene Software | 11,00 | 3.650,73 | ||
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 2.334.963,51 | 2.591.454,46 | ||
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 1.957.967,67 | 3.150.280,52 | ||
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 336.451,07 | 300.237,74 | ||
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 2.191.732,92 | 6.821.115,17 | 1.166.330,77 | 7.208.303,49 |
| III. Finanzanlagen | ||||
| Sonstige Ausleihungen | 4.000,00 | 4.000,00 | ||
| 6.825.126,17 | 7.215.954,22 | |||
| B. Umlaufvermögen | ||||
| I. Vorräte | ||||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 2.474.405,62 | 1.782.718,79 | ||
| 2. Unfertige Erzeugnisse | 1.495.714,53 | 921.397,22 | ||
| 3. Fertige Erzeugnisse und Waren | 4.922.190,28 | 8.892.310,43 | 4.578.888,45 | 7.283.004,46 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.659.582,99 | 2.930.432,84 | ||
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 7.894.985,19 | 3.531.135,80 | ||
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 986.153,11 | 10.540.721,29 | 2.544.207,59 | 9.005.776,23 |
| III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 4.533.406,44 | 2.222.905,71 | 2.310.500,73 | |
| 23.966.438,16 | 18.599.281,42 | |||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 26.397,96 | 26.582,32 | ||
| 30.817.962,29 | 25.841.817,96 | |||
Passiva
| 31.12.2023 | 31.12.2022 | |
| EUR | EUR | |
| A. Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 258.202,40 | 258.202,40 |
| II. Kapitalrücklage | 4.279.099,70 | 4.279.099,70 |
| III. Gewinnvortrag | 9.866.044,76 | 5.294.730,52 |
| IV. Jahresüberschuss | 2.874.428,80 | 4.571.314,24 |
| 17.277.775,66 | 14.403.346,86 | |
| B. Rückstellungen | ||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 1.268.936,00 | 1.427.324,29 |
| 2. Steuerrückstellungen | 1.083.575,60 | 2.137.019,03 |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 2.377.021,83 | 2.105.042,42 |
| 4.729.533,43 | 5.669.385,74 | |
| C. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.334.122,58 | 1.646.387,47 |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 4.419.651,91 | 1.050.478,53 |
| 3. Sonstige Verbindlichkeiten | 1.719.593,06 | 2.484.901,92 |
| - davon aus Steuern EUR 80.137,62 (i. Vj. EUR 113.954,49) - | ||
| 8.473.367,55 | 5.181.767,92 | |
| D. Passive latente Steuern | 337.285,65 | 587.317,44 |
| 30.817.962,29 | 25.841.817,96 |
| 2023 | 2022 | |
| EUR | EUR | |
| 1. Umsatzerlöse | 34.282.306,39 | 42.202.970,51 |
| 2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | -26.617.918,17 | -32.127.394,12 |
| 3. Bruttoergebnis vom Umsatz | 7.664.388,22 | 10.075.576,39 |
| 4. Vertriebskosten | -783.962,43 | -1.313.343,63 |
| 5. Allgemeine Verwaltungskosten | -3.097.391,31 | -2.641.095,66 |
| 6. Sonstige betriebliche Erträge | 765.090,24 | 1.928.036,33 |
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -1.020.043,85 | -1.630.660,65 |
| 8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 83,35 | 120,00 |
| 9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 271.088,40 | 183.823,99 |
| - davon aus verbundenen Unternehmen EUR 256.316,32 (i. Vj. EUR 183.823,99) - | ||
| 10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -31.693,00 | -91.359,74 |
| -davon an verbundene Unternehmen EUR 30.592,- (i. Vj. EUR 91.353,23)- | ||
| 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -869.787,30 | -1.916.437,27 |
| - davon latente Steuern EUR +250.031,79 (i. VJ. -EUR 587.314,44) - | ||
| 12. Ergebnis nach Steuern | 2.897.772,32 | 4.594.659,76 |
| 13. Sonstige Steuern | -23.343,52 | -23.345,52 |
| 14. Jahresüberschuss | 2.874.428,80 | 4.571.314,24 |
I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen
Die Momentive Technologies SH GmbH hat ihren Sitz in Geesthacht und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Lübeck (HRB 237 GE).
Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.
Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB), in der aktuellen Fassung und unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.
Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB teilweise in Anspruch.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt.
Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden
1. Allgemeines
Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.
2. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten
Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.
Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die Abschreibungsdauer richtet sich nach der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer und beträgt 3 bis 15 Jahre. Gebäude werden mit einer Nutzungsdauer von 40 Jahren abgeschrieben. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter werden im Jahr der Anschaffung abgeschrieben, von der Poolbildung wird kein Gebrauch gemacht.
Geleistete Anzahlungen sind mit dem Nennbetrag bewertet.
Sonstige Ausleihungen werden mit dem Nennwert angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung vorgenommen.
Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wieder- beschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen.
Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Handelswaren werden zu Anschaffungskosten nach dem FIFO-Verfahren gemäß § 256 HGB oder zu niedrigeren Marktpreisen bewertet.
Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Wertabschläge für nicht gängige und nicht verwertungsfähige Bestände werden gebildet.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.
Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.
Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag an- gesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.
3. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten
Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.
Die Pensionsrückstellungen werden aufgrund der Pensionsverpflichtungen ausschließlich gegenüber Mitarbeitern der ehemaligen Betriebsstätte Bamberg auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Projizierte Einmalbeitragsmethode unter Berücksichtigung der Richttafel 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck und unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,82% bewertet (im Vorjahr 1,78 %). Der Zinssatz entspricht dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer Restlaufzeit der Pensionsverpflichtungen von 15 Jahren (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden keine jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen berücksichtigt, da es sich nicht um aktive Mitarbeiter handelt. Rentensteigerungen von jährlich 2,2 % (im Vorjahr 2,2%) zugrunde gelegt.
Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses erkannten Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt werden. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.
Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.
Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag nach § 256a HGB bewertet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten bestehen zum Bilanzstichtag nicht.
Latente Steuern
Auf steuerliche Korrekturposten für unrealisierte Währungskursgewinne und -verluste, Pensionsrückstellungen sowie sonstige Personalrückstellungen entfallen zeitliche Unterschiede zu den steuerlichen Wertansätzen, aus denen aktive und passive latente Steuern resultieren.
Die Bewertung der zeitlichen Bewertungsunterschiede erfolgt mit einem Steuersatz von 29,83%.
Die Salden entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt (Angaben in TEUR):
| 01.01.2023 | Veränderung | 31.12.2023 | |
| Aktive latente Steuern | 192 | -16 | 176 |
| Passive latente Steuern | 779 | -266 | 513 |
| Aktivüberhang (+) Passivüberhang (-) | -587 | -250 | -337 |
III. Erläuterungen zu Bilanzposten
Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem An- hang als Anlage beigefügt.
Vorräte
Für bestimmte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wird aus Vereinfachungsgründen ein Festwert angesetzt. Zum 31. Dezember 2023 betrug der Festwert TEUR 181. Zum Bilanzstichtag waren zusätzliche Wertminderungen in Höhe von TEUR 146 (i. Vj. TEUR 202) erfasst.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen wie folgt:
| 31.12.2023 | 31.12.2022 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 640 | 1.032 |
| Darlehensforderungen | 7.255 | 2.499 |
| 7.895 | 3.531 |
Eigenkapital
Das Eigenkapital besteht aus dem im Handelsregister eingetragenen voll eingezahlten Stammkapital der Gesellschaft in Höhe von TEUR 258 und der Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 4.279 sowie einem Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 9.866. Der im Eigenkapital aus- gewiesene Jahresüberschuss beträgt TEUR 2.874.
Pensionsrückstellungen
Die Rückstellungen für Pensionen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 1.269 (i. Vj. TEUR 1.427). Der Unterschiedsbetrag gemäß §253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 9 (i. Vj. TEUR 43).
Insgesamt ergibt sich ein Aufwand aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 22 (i. Vj. TEUR 35).
Sonstige Rückstellungen
Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Personalkosten in Höhe von TEUR 1.405 (i. Vj. TEUR 1.330), für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 713 (i. Vj. TEUR 521) sowie Rechts- und Beratungskosten in Höhe von TEUR 260 (i. Vj. TEUR 254) gebildet.
Verbindlichkeiten gegen verbundenen Unternehmen
Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2023 | 31.12.2022 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 4.420 | 1.050 |
| 4.420 | 1.050 |
Verbindlichkeiten
Sämtliche Verbindlichkeiten haben, bis auf eine sonstige Verbindlichkeit für eine Kundenvorauszahlung in Höhe von 1.633.610 EUR mit einer Laufzeit >1 Jahr aber <5 Jahre, wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse fielen im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 7.921 bzw. 18,8% auf TEUR 34.282, insbesondere bedingt durch eine fallende Nachfrage im Tiegelbereich. Der deutsche Absatzmarkt hat sich dabei zur Hälfte an der Entwicklung beteiligt und beläuft sich auf TEUR 10.453 bzw. 30,49 % des Gesamtumsatzes (i. Vj.: TEUR 14.138 bzw. 33,5%). Umsatzerlöse von TEUR 4.282 wurden in der restlichen EU erzielt (i. Vj.: TEUR 5.063), bei den Umsätzen im Rest der Welt ist ebenfalls eine sinkende Entwicklung mit TEUR 2.569 auf TEUR 19.547 eingetreten (i. Vj.: TEUR 23.002). Hier waren in 2023 mit TEUR 9.713 Singapore und mit TEUR 3.653 China die Hauptabsatzländer außerhalb der EU.
Material- und Personalaufwand nach dem Gesamtkostenverfahren
Bei Anwendung des Gesamtkostenverfahrens hätte die Gesellschaft die Materialaufwendungen im Sinne des § 275 Abs. 2 Nr. 5 HGB und die Personalaufwendungen im Sinne des § 275 Abs. 2 Nr. 6 HGB wie folgt ausgewiesen:
| 2023 | 2022 | |
| TEUR | TEUR | |
| Materialaufwand | ||
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren | 13.288 | 10.674 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 805 | 970 |
| 14.093 | 11.644 | |
| Personalaufwand | ||
| Löhne und Gehälter | 7.678 | 7.035 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für die Unterstützung | 1.190 | 1.221 |
| -darin für Altersversorgung TEUR 48 (i. Vj. EUR 37) | ||
| 8.868 | 8.256 |
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
Die allgemeinen Verwaltungskosten betreffen im Wesentlichen Abschreibungen i. H. v. TEUR 1.070 (i. Vj. TEUR 1.272), Rechts- und Beratungskosten i. H. v. TEUR 298 (i. Vj. TEUR 323) und Personalkosten i. H. v. TEUR 1.506 (i. Vj. TEUR 935).
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 765 (i. Vj. TEUR 1.928) betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Währungsumrechnung (TEUR 477; i. Vj. TEUR 1.543).
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.020 (i. Vj. TEUR 1.631) beinhalten im aktuellen Geschäftsjahr Währungskursaufwendungen von TEUR 689 (i. Vj. TEUR 1.575).
Sonstige Zinsen und Erträge
Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge in Höhe von TEUR 271 (i. Vj. TEUR 184) ergeben sich aus dem Bankguthaben in Fremdwährung (i. Vj. Zinserträge gegenüber dem Gesellschafter). Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 32 (i. Vj. TEUR 91) enthalten Zinsen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 31 (i. Vj. TEUR 91).
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag / Sonstige Steuern
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belaufen sich für das Geschäftsjahr auf TEUR 870 (i. Vj. TEUR 1.916). Darin sind Erträge aus der Auflösung von passiven
latenten Steuern in Höhe von TEUR 266 (i. Vj. TEUR 587), sowie Aufwendungen aus der Auflösung von aktiven latenten Steuern von TEUR 16 (i. Vj. TEUR 0), enthalten. Sonstige Steuern fielen in der Höhe von TEUR 23 (i. Vj. TEUR 23) an.
V. Sonstige Angaben
Arbeitnehmer
Die Anzahl der Mitarbeiter (ohne die Geschäftsführer) weist im Jahresdurchschnitt folgenden Stand auf:
| 2023 | 2022 | |
| Gewerbliche Arbeitnehmer | 62 | 61 |
| Angestellte | 16 | 19 |
| Insgesamt | 78 | 80 |
Geschäftsführung
Die hauptberuflichen Geschäftsführer lauten wie folgt:
|
Christian Nasarow, Seligenstadt, Maschinenbauingenieur |
|
|
Philip L. Rose, East Lansing, Michigan/USA, Chemiker (bis 10. August 2023) |
|
|
Chang Bin Im, Seoul, Südkorea, Kaufmann (ab 10. August 2023) |
Unter Inanspruchnahme von § 286 (4) HGB wird auf Angabe der Bezüge verzichtet.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von insgesamt TEUR 399 (davon innerhalb eines Jahres fällig TEUR 69, innerhalb von zwei bis fünf Jahren fällig TEUR 164 und nach fünf Jahren fällig TEUR 166), i. Vj. insgesamt TEUR 415. Sie resultieren aus verschiedenen Miet- und Leasingverträgen.
Bei den Leasing- und Mietverträgen handelt es sich um sogenannte Operating Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Vermögensgegenstände führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden können, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt.
Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.
Konzernzugehörigkeit
Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Muttergesellschaft, das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, der MOMQ Holding Company, mit Sitz in Delaware, USA, und in den Konzernabschluss der obersten Muttergesellschaft, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, der Wonic QnC Corp. mit Sitz in Gumi, Südkorea, einbezogen. Bei diesen Gesellschaften kann der Konzernabschluss angefragt werden (www.wonikqnc.com).
Ergebnisverwendung
Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 von TEUR 2.874 auf neue Rechnung vorzutragen.
Vorgänge nach dem Bilanzstichtag
Es liegen keine besonderen Vorgänge nach dem Bilanzstichtag vor.
Geesthacht, den 30. Oktober 2024
Momentive Technologies SH GmbH
Christian Nasarow
Chang Bin Im
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
| 01.01.2023 | Zugänge | Abgänge | 31.12.2023 | |
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Entgeltlich erworbene Software | 209.726,67 | 0,00 | 0,00 | 209.726,67 |
| 209.726,67 | 0,00 | 0,00 | 209.726,67 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 10.363.429,18 | 4.989,65 | 0,00 | 10.368.418,83 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 34.038.222,17 | 38.643,04 | 47.105,60 | 34.029.759,61 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.157.375,27 | 56.444,84 | 0,00 | 3.213.820,11 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 1.166.330,77 | 1.077.259,14 | 51.856,99 | 2.191.732,92 |
| 48.725.357,39 | 1.177.336,67 | 98.962,59 | 49.803.731,47 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| Sonstige Ausleihungen | 4.000,00 | 0,00 | 0,00 | 4.000,00 |
| 4.000,00 | 0,00 | 0,00 | 4.000,00 | |
| 48.939.084,06 | 1.177.336,67 | 98.962,59 | 50.017.458,14 | |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
| 01.01.2023 | Zugänge | Abgänge | 31.12.2023 | |
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Entgeltlich erworbene Software | 206.075,94 | 3.639,73 | 0,00 | 209.715,67 |
| 206.075,94 | 3.639,73 | 0,00 | 209.715,67 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 7.771.974,72 | 261.480,60 | 0,00 | 8.033.455,32 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 30.887.941,65 | 1.230.955,89 | 47.105,60 | 32.071.791,94 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.857.137,53 | 20.231,51 | 0,00 | 2.877.369,04 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 41.517.053,90 | 1.512.668,00 | 47.105,60 | 42.982.616,30 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| Sonstige Ausleihungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
| 41.723.129,84 | 1.516.307,73 | 47.105,60 | 43.192.331,97 | |
| Buchwerte | ||
| 31.12.2023 | 31.12.2022 | |
| EUR | EUR | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Entgeltlich erworbene Software | 11,00 | 3.650,73 |
| 11,00 | 3.650,73 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 2.334.963,51 | 2.591.454,46 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 1.957.967,67 | 3.150.280,52 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 336.451,07 | 300.237,74 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 2.191.732,92 | 1.166.330,77 |
| 6.821.115,17 | 7.208.303,49 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| Sonstige Ausleihungen | 4.000,00 | 4.000,00 |
| 4.000,00 | 4.000,00 | |
| 6.825.126,17 | 7.215.954,22 | |
I. Grundlagen des Unternehmens
a) Organisation und rechtliche Struktur
Die Momentive Technologies SH GmbH mit Sitz in Geesthacht (nachfolgend auch "MPMQ" oder "Gesellschaft") ist im Zuge des Verkaufs an die Investorengruppe SJL Partners LLC und Wonik QnC Corporation seit dem 01.01.2020 unter dem Gesellschafter MOMQ Holding Company mit Sitz in Delaware, USA, angesiedelt. Die MOMQ Holding Company ist eine Special Purpose Entity (Zweckgesellschaft) der Wonik QnC Corporation.
b) Geschäftsmodell des Unternehmens
Die MPMQ, gehört zum weltweit operierenden Momentive Technologies Konzern. Das Unternehmen produziert in Geesthacht und liefert Tiegel aus Quarzglas in den globalen Markt der Halbleiterindustrie, vornehmlich der Kristallzieher. Neben Tiegeln liefert MPMQ zu einem kleineren Teil Quarzglashalbzeuge in andere Industrien. Zusätzlich zur Produktion von Produkten aus Quarzglas werden keramische Produkte für den europäischen Raum gehandelt.
Die Tiegel aus Quarzglas werden bei den Kunden zum Ziehen von Einkristallen aus Silizium eingesetzt, können aufgrund der Prozessbedingungen nur einmalig verwendet werden und müssen somit ständig ersetzt werden. Die Tiegel sind auf die Produkte und Fertigungsverfahren bei den Kunden individuell abgestimmt und können nur mit aufwändigen Qualifizierungsverfahren durch Konkurrenzprodukte ersetzt werden. Für eine Neuqualifizierung wird mit einem Zeitraum zwischen 18-24 Monaten gerechnet.
c) Forschung und Entwicklung
Außer der ständigen Optimierung der Fertigungsprozesse wird Forschung und Entwicklung am Standort Geesthacht nicht durchgeführt.
II. Wirtschaftsbericht
a) Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen
Das Jahr 2023 zeichnet ein gemischtes Bild des Marktes. Während die Auslastung bis zur Jahresmitte etwa auf dem Niveau des Vorjahres lag, zeigten die letzten 6 Monate eine sehr deutliche Abkühlung des Marktes. Die Bedarfe konnten im Wesentlichen über Inventurbestände unserer Kunden auf Höchstniveau gedeckt werden, zudem war weltweit eine deutlich geringere Nachfrage an Halbleiterbauteilen festzustellen.
Im Jahr 2023 setzte der Markt 532 Milliarden US-Dollar um, was einem Rückgang von 11,2 Prozent gegenüber 2022 entspricht.
Die kurzfristigen Aussichten für den Halbleitermarkt haben sich verbessert. So soll der weltweite Umsatz 2024 auf 631 Milliarden US-Dollar steigen.
Da der wirtschaftliche Gegenwind anhält, wirkt sich die schwache Nachfrage von Endkunden nach Elektronik auf die Unternehmen aus und schafft ein unsicheres Investitionsumfeld. Darüber hinaus führt ein Überangebot an Chips zu einer Erhöhung der Lagerbestände sowie sinkenden Preisen für Chips und beschleunigt den Rückgang des Halbleitermarkts in diesem Jahr", sagt Richard Gordon, Practice Vice President bei Gartner.
b) Geschäftsverlauf
Während das Geschäftsjahr 2023 in den ersten beiden Quartalen noch im Rahmen des Geschäftsplanes lief, stagnierte der Absatz in den letzten beiden Quartalen aufgrund der oben beschriebenen Effekte deutlich. Die erwarteten Umsätze wurden daher um 18,8% unterschritten und der Gesamtumsatz lag deutlich unter dem Vorjahresniveau.
Die Personalstärke mit 61 Mitarbeitern im gewerblichen und 19 Mitarbeitern im administrativen Bereich ist mit durchschnittlich 4 Mitarbeitern leicht gestiegen. Aufgrund des Auftragsbestandes und des Auftragseingangs war die Fertigung in den ersten beiden Quartalen gut ausgelastet.
Der geringere Kapazitätsbedarf in den letzten beiden Quartalen wurde über Streichung von Mehrarbeit/ Überstunden, Einstellungsstopp für neue Mitarbeiter sowie Freistellung von Zeitarbeitnehmern teilweise abgefangen. Die Lieferzeiten haben sich für viele Produkte sukzessive zum Jahresende immer weiter verkürzt.
c) Vermögens, Finanz- und Ertragslage: Darstellung, Analyse, Beurteilung
| I. Ertragslage | 2023 | 2022 | ||
| TEUR | % | TEUR | % | |
| Umsatzerlöse | 34.282 | 100,0 | 42.203 | 100,0 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 7.664 | 22,4 | 10.076 | 23,9 |
| Jahresergebnis | 2.874 | 8,4 | 4.571 | 10,8 |
Aufgrund der reduzierten Nachfrage war es in 2023 nicht möglich, den operativen Gewinn zu verbessern.
Der USD-Wechselkurs war im gesamten Jahr 2023 starken Schwankungen unterlegen, wobei im 2. Quartal Höchststände und 3. Quartal wiederum niedrigste Stände herrschten. Insgesamt wirkte sich der Wechselkurs negativ auf das Betriebsergebnis aus.
MPM verzeichnete im Verlauf des Geschäftsjahres einen verhaltenen Auftragseingang. Dadurch verkürzten sich die Liefertermine kontinuierlich, die Reichweite des Auftragsbestandes betrug zum Jahresende etwa 5 Monate.
Zur Beurteilung der Ertragslage der Gesellschaft auf Ebene der MPMQ wird das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände) ermittelt. Das Geschäftsjahr der Gesellschaft verlief erwartungsgemäß etwas schlechter als das Vorjahr. Die Gesellschaft lag mit einem EBITDA nach HGB von TEUR 5.021 rund TEUR 2.643 unter dem Vorjahreswert. Der Unterschied ergibt sich hauptsächlich aus dem gefallenen Bruttoergebnis vom Umsatz von TEUR -2.411, den gesunkenen sonstigen Erträgen zum Vorjahr (TEUR - 1.163) sowie den gesunkenen sonstigen Aufwendungen zum Vorjahr (TEUR - 611).
| HGB-Gewinn des Geschäftsjahres 2023 | TEUR 2.874 |
| + Steueraufwand | TEUR 870 |
| + Abschreibungen Anlagevermögen | TEUR 1.516 |
| - Zinsertrag | TEUR 271 |
| + Zinsaufwand | TEUR 32 |
| EBITDA nach HGB | TEUR 5.021 |
Die weiteren Ausführungen beziehen sich auf die handelsrechtliche Gewinn- und Verlustrechnung:
| 2023 | 2022 | Veränderung Vorjahr | |
| TEUR | |||
| Umsatzerlöse | 34.282 | 42.203 | -7.921 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | -26.618 | -32.128 | 5.510 |
| Vertriebskosten | -784 | -1.314 | 530 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -3.097 | -2.641 | 456 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 765 | 1.928 | -1.172 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -1.020 | -1.631 | -611 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 271 | 184 | 96 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -32 | -91 | 59 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -870 | -1.916 | -1.046 |
| Sonstige Steuern | -23 | -23 | 0 |
| Jahresüberschuss | 2.874 | 4.571 | -1.697 |
Insgesamt lag die Umsatzentwicklung im Jahr 2023 mit TEUR -7.921 unter dem Vorjahreswert von TEUR 42.203 und fiel im Vergleich zum Vorjahr um 18,8 %. Der Umsatzrückgang ist darauf zurückzuführen, dass sich der Umsatz im Tiegelbereich im Vergleich zum Vorjahr reduziert hat, obwohl sich der Mix der produzierten Tiegelgrößen hin zu Tiegeln der Größe 28" und 32" für die 300 mm Technologie und somit hin zu margenträchtigeren Produkten verändert hat. Die von unseren Kunden im Jahre 2022 gestarteten Investitionen in neue Produktionsanlagen wurden deutlich zurückgefahren. Teilweise wurden nur die Gebäude fertiggestellt und Investitionen in Anlagen und Maschinen gestoppt.
Die Herstellkosten verringerten sich um 17,2 % zum Vorjahr. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen den gesunkenen Umsatzerlösen zuzurechnen sowie einer deutlichen Einsparung der Energiekosten (Strom, Erdgas und technischer Gase).
Das Bruttoergebnis für das Geschäftsjahr 2023 beträgt TEUR 7.664 oder 22,4% der Umsatzerlöse, was ein Rückgang von TEUR 2.411 gegenüber dem Vorjahr ist. Dies ist hauptsächlich in den im Wesentlichen proportional zu den Umsatzerlösen gesunkenen Herstellungskosten begründet. Trotz gesunkener Aufwendungen für Energie und technischen Gasen sowie leicht gestiegenen Preisen beim Quarzsand.
Die Verwaltungskosten sind um TEUR 456 gestiegen. Dies ist auf gestiegene Personalkosten (TEUR 236) und erhöhter Abschreibungsanpassungen im Jahr 2023 (TEUR 244) zurückzuführen. Die Personalkosten sind hauptsächlich aufgrund von Anpassungen bzw. Neuberechnungen bei den Rückstellungen für Jubiläen und Bonusprogrammen, Neueinstellungen und Personalnebenkosten gestiegen.
Die Veränderungen bei den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen sind im Wesentlichen durch realisierte und nicht-realisierte Kursgewinne und -verluste bedingt.
II. Finanzlage
Die Gesellschaft ist in ein aktives Liquiditätsmanagement durch regelmäßige Kontrollen der globalen, liquiden Mittel durch das Konzern-Treasury eingebunden. Hierbei wird durch die Konzernmutter in den USA sichergestellt, dass jederzeit ausreichend liquide Mittel vorhanden sind, um alle Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsziele zu begleichen.
Die Gesellschaft kann und konnte alle Verbindlichkeiten innerhalb der Fälligkeiten aus eigenen Mitteln begleichen.
Es bestehen nur kurzfristig fällige Verbindlichkeiten, die aus eigenen liquiden Mitteln gezahlt werden. Im Geschäftsjahr 2023 wurden insgesamt Investitionen in Höhe von TEUR 1.177 getätigt, welche auf die Ergänzung und den Ersatz von Maschinen und Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung einschließlich der Erweiterung der Produktionsanlagen entfallen (davon ist ein Großteil in den geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau enthalten). Für das Jahr 2024 sind Investitionen in Höhe von insgesamt TEUR 1.570 geplant.
III. Vermögenslage
| 2023 | 2022 | |||
| TEUR | % | TEUR | % | |
| Langfristig gebundenes Vermögen | 6.825 | 22,1 | 7.216 | 27,9 |
| Kurzfristig gebundenes Vermögen | 23.966 | 77,8 | 18.626 | 72,1 |
| Gesamtvermögen | 30.818 | 100,0 | 25.842 | 100,0 |
| Eigenkapital | 17.278 | 56.1 | 14.403 | 55,7 |
| Pensionsrückstellung | 1.269 | 4,1 | 1.427 | 5,5 |
| Kurzfristiges Fremdkapital | 12.271 | 39,8 | 10.011 | 38,7 |
| Gesamtkapital | 30.818 | 100,0 | 25,842 | 100,0 |
Das Anlagevermögen (langfristig gebundenes Vermögen) hat sich aufgrund von Investitionen und der im Bau befindlichen Erweiterung der Produktion, sowie der höheren Abschreibungen erwartungsgemäß verringert.
Kurzfristig gebundenes Vermögen:
Die Vorräte stiegen im Geschäftsjahr um TEUR 1.609 insbesondere aufgrund der Produktionsplanung und einer Bestandsübernahme bei einem Hauptkunden an. Die liquiden Mittel sind auf Grund eines verbesserten Forderungsmanagements und angepassten Investitionsausgaben erheblich gestiegen. Zudem sind die Darlehen gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 4.756 gestiegen. Gegenläufig haben sich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen unter anderem aufgrund des verbesserten Forderungsmanagements entwickelt. Zudem sind die sonstigen Vermögensgegenstände rückläufig gewesen.
Kurzfristiges Fremdkapital:
Der Anstieg resultiert auf im Wesentlichen aus der Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit TEUR 3.369 und der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit TEUR 688, bei einem gleichzeitigen Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten aufgrund einer gesunkenen Kundenvorauszahlung für den Ausbau einer Produktionslinie, auf der die kundenspezifischen Produkte gefertigt werden. Die Rückführung der Zahlung erfolgt über drei Jahre jeweils im Monat Januar 2023, 2024 und 2025.
Das Eigenkapital ist aufgrund des Gewinnes im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 17.278 gestiegen. Die Eigenkapitalquote hat sich damit bei einer um TEUR 4.976 gestiegenen Bilanzsumme auf 56,1 % leicht verbessert.
d) Finanzielle Leistungsindikatoren
Finanzieller Leistungsindikator der Gesellschaft ist in erster Linie das Bruttoergebnis vom Umsatz, das weiterhin positiv ist und sich im Geschäftsjahr aufgrund der beschriebenen Ursachen gegenüber dem Vorjahreswert verringert hat. Des Weiteren das EBITDA, welches sich ebenfalls rückläufig entwickelt hat.
e) Gesamtaussage
Insgesamt ist das Geschäftsjahr 2023 schlechter als geplant verlaufen. Zwar waren die ersten beiden Quartale noch von den positiven Ausläufern des Vorjahres geprägt, ab Jahresmitte erfolgte dann aber eine merkliche Abkühlung des Halbleitermarktes. Die signifikant hohen Einkäufe unserer Kunden in den Jahren der Pandemie und den damit einhergehenden hohen Lagerbeständen reduzierten die Auftragseingänge deutlich. Die noch im Jahr 2022 angeschobenen hohen Investitionen in neue Fertigungsanlagen unserer Kunden wurden in kürzestem Zeitraum stark reduziert bzw. vollständig gestoppt. Für das Jahr 2024 erwartet man eine leichte Erholung gegenüber 2023, wobei dies eher in den letzten beiden Quartalen in 2024 gesehen wird.
IV. Chancen- und Risikobericht
Die MPMQ unterliegt als Hersteller im Bereich von Produkten aus Quarzglas mit dem überwiegenden Anteil seines Umsatzes im Bereich der Kristallzieher genau der Entwicklung dieses Marktes. Die Entwicklung von MPMQ ist somit eng mit dem zyklischen Geschäftsverlauf dieser Industrie verknüpft.
Laut der jüngsten Prognose von Gartner wird der weltweite Halbleiter-Umsatz 2024 um 18,5 Prozent steigen.
Die kurzfristigen Aussichten für den Halbleitermarkt haben sich verbessert. So soll der weltweite Umsatz 2024 auf 631 Milliarden US-Dollar steigen.
"Da der wirtschaftliche Gegenwind anhält, wirkt sich die schwache Nachfrage von Endkunden nach Elektronik auf die Unternehmen aus und schafft ein unsicheres Investitionsumfeld. Darüber hinaus führt ein Überangebot an Chips zu einer Erhöhung der Lagerbestände sowie sinkenden Preisen für Chips und beschleunigt den Rückgang des Halbleitermarkts in diesem Jahr", sagt Richard Gordon, Practice Vice President bei Gartner. 1
V. Vorjahresprognose und tatsächliche Entwicklung sowie Prognose
Der Gesamtumsatz fiel zum Jahresvergleich um TEUR 7.921 bzw. 18,8 %, was durch die folgenden Entwicklungen bedingt war:
Umsätze mit Dritten fielen um TEUR 5.408, die Inter-Company Umsätze fielen um TEUR 1.627. Der Umsatzrückgang ist durch eine niedrige Nachfrage nach Tiegeln besonders der Größen 24" -32" begründet. Die Rohmarge ist damit bei sinkenden Herstellungskosten im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 %-Punkte auf 22,4% gesunken und hat die Prognose ebenfalls nicht voll erfüllt.
Für das Geschäftsjahr 2024 wird im ersten Halbjahr von einem fallenden Bedarf und damit einhergehend von einem rückläufigen Auftragseingang, ausgegangen, mit einer deutlicheren Erholung in der 2. Jahreshälfte und somit insgesamt einer steigenden Nachfrage. Insgesamt ist die Prognose für das Jahr 2024 mit +1.326 Tiegeln gegenüber dem Vorjahr, wobei im ersten Halbjahr der erwartete Rückgang zur Prognose eingetroffen ist. Die hohen Lagerbestände der Halbleiterproduzenten werden zunächst vollständig abgebaut, wodurch es zu einer, wenn auch geringen, Unterauslastung in der Produktion, vor allem in der ersten Jahreshälfte, kommen wird. Gegen die Unterauslastung wird mit den Mitteln des weiteren Überstundenabbaus, der Freisetzung von Zeitarbeitnehmern und angepassten Schichtmodellen gearbeitet. Zudem bedingt durch veränderte Spezifikationen des Hauptkunden, erhöhter Einkaufspreise bei Quarzsand und Energie erwartet die Gesellschaft im Ergebnis einen leichten bis mittleren Rückgang des Bruttoergebnisses vom Umsatz (Rohmarge).
Die Liquidität wird für das Geschäftsjahr 2024 als gut betrachtet, aber im Laufe des Jahres aufgrund der beschriebenen Effekte leicht rückläufig sein. Hier ist auch ein enges Monitoring mit der Treasury-Abteilung der Muttergesellschaft gegeben, so dass nur ein geringes Risiko besteht.
Für das EBITDA wird im Geschäftsjahr 2024 damit ebenfalls ein leichter bis mittlerer Rückgang erwartet.
Der Fokus der Fertigung liegt in 2024 weiterhin auf der Optimierung der Fertigungsabläufe zur Reduzierung der Herstellkosten in allen Bereichen mit einhergehender Qualitätssteigerung.
Table 1. Semiconductor Revenue Forecast, Worldwide, 2022-2024 (Millions of U.S. Dollars)
| 2022 | 2023 | 2024 | |
| Revenue | 599,6 | 532,2 | 630,9 |
| Growth (%) | 0,2 | -11,2 | 18,5 |
Source: Gartner (April 2023) 2
1 Navigating the Dynamics of the Chip Market:
Cyclicality is Back (gartner.com)
2 Navigating the Dynamics of the Chip market:
Cyclicality is Back (gartner.com)
Trotz dieses Rückganges in 2023 wird für 2024 ein Anstieg des Bedarfes und somit der Produktion von Tiegeln auf dem Niveau von 2022 erwartet. Wesentliche Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen sieht die Geschäftsführung nicht.
Die Gesellschaft kauft Rohmaterial auch in USD ein. Die mögliche Schwankung des Wechselkurses wird in der Unternehmensplanung grundsätzlich berücksichtigt. Die sich hieraus ergebenden Risiken werden für die Gesellschaft als gering betrachtet.
Die Geschäftsführung geht derzeit kurzfristig von keiner nennenswerten Veränderung aus. Sollte jedoch die Entwicklung negativ sein, wird hierauf im Einzelfall reagiert werden. Liquiditätsrisiken sind durch die gute Eigenkapitalausstattung und die vorhandenen liquiden Mittel nicht zu erkennen und die Risiken sind als gering zu bewerten. Die Gesellschaft ist in das Berichtswesen der Momentive Technologies- Gruppe eingebunden und berichtet in diesem Zusammenhang monatlich an den Konzern. Auf der Beschaffungsseite können wir auf verlässliche Liefermöglichkeiten mit langjähriger Geschäftsbeziehung zurückgreifen. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch Qualitätskontrollen direkt bei unseren Lieferanten in den Herkunftsländern durch.
Dem bestehenden Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.
a) Risikomanagementsystem
Die MPMQ ist eingebettet in das Risikomanagementsystem der MOMQ Holding Company. Ziel ist es, Risiken, die sich durch die operative Tätigkeit unserer Gesellschaft ergeben, frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen einzuleiten. Dies gilt sowohl hinsichtlich der Risiken für Mensch und Umwelt im Zusammenhang mit der Herstellung von Quarzprodukten als auch für die Steuerung unserer Ergebnisziele und die Einhaltung rechtlicher Vorschriften.
Eingebettet in globale Berichtsstrukturen nutzen wir verschiedene Kennzahlensysteme, um die Arbeitssicherheit, den Arbeitsschutz und die Sicherheit für die Umwelt gewährleisten zu können. Anhand dieser Kennzahlen werden zurückliegende Ereignisse, auch sogenannte "Beinahe Unfälle", bewertet, die Ursachen analysiert und entsprechende Korrekturmaßnahmen eingeleitet. Eine zentrale Rolle spielt hierbei die oben aufgeführte OSHA-Rate, welche sich aus der Anzahl der meldepflichtigen Ereignisse bezogen auf 200.000 Arbeitsstunden ermittelt.
Das operative Geschäft der MPMQ wird durch global operierende Geschäftseinheiten unterstützt. Auf monatlicher Basis werden die aktuellen Ergebnisse anhand von standardisierten Reports mit den Planzahlen verglichen, Abweichungen analysiert und Prognosen und Maßnahmen abgeleitet.
Zur Verbesserung der Effizienz unserer Anlagen betreiben wir ein Energiemanagementsystem, um unsere Energieverbräuche nachhaltig zu reduzieren. Die zugrunde liegenden Prozesse werden zertifiziert.
b) Risiken
Die sich eintrübende weltweite Wirtschaft, zusammen mit dem Krieg in der Ukraine und steigenden Energiekosten können die Nachfrage negativ beeinflussen und damit zu Abweichungen gegenüber Plan führen.
Wir rechnen z.Zt. nicht damit, dass die Personalkapazitäten weiterhin als Engpass zu betrachten sind. Des Weiteren sind die gestiegenen Energiekosten als kritischer Einflussfaktor auf das im Jahr 2024 zu erwartende positive Betriebsergebnis zu sehen.
Das Risiko einer Preissteigerung bei den Quarzsanden für das Jahr 2024 wird als gering eingeschätzt. Die Muttergesellschaft in den USA hat langfristige Lieferverträge mit den entsprechenden Lieferanten abgeschlossen. Hinsichtlich möglicher Preissteigerungen für das Jahr 2025 und die folgenden Jahre geht die Gesellschaft im Augenblick von einem mittleren bis leicht erhöhten Risiko aus. Hier wird durch Anpassung der Lieferantenstruktur, Preisverhandlungen bei Lieferanten und Kunden alles getan, um die Auswirkungen auf die Margen gering zu halten.
Die Lagerung und der Transport von chemischen Produkten innerhalb des Betriebes bergen nicht nur potenzielle Risiken für die Umwelt, sondern auch für die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter. Um die Auswirkungen von eventuellen Schäden möglichst gering zu halten, werden unsere Anlagen zur Herstellung unserer Produkte regelmäßig auf ihre Sicherheit kontrolliert und gemäß den nationalen und internationalen Standards gewartet. Zusätzlich führen wir regelmäßig Schulungen unserer Mitarbeiter durch, um diese für die Gefahren, die mit dem Betrieb solcher Anlagen zusammenhängen, zu sensibilisieren. Trotz der umfangreichen Maßnahmen kann ein Risiko jedoch nicht ausgeschlossen werden. Die Eintrittswahrscheinlichkeit eines bedeutsamen Unfalls schätzen wir insgesamt als gering ein. Ein solcher Unfall kann jedoch erhebliche Auswirkungen auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.
Des Weiteren haftet die Gesellschaft im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen für ihre Produkte. Hierdurch könnten sich Haftungsansprüche unserer Kunden ergeben. Aufgrund der Erfahrungen der Vergangenheit schätzen wir diese Eintrittswahrscheinlichkeit allerdings als gering ein. Mögliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gering ein.
Ein Preisverfall für unsere Produkte wird für 2024 und folgende Jahre nicht erwartet. .
Energiekosten, besonders Strom, hatten auf das Betriebsergebnis 2023 einen erheblichen negativen Einfluss, und sind auf Grund der weltweiten Krisen und der Strompolitik auch für 2024 mit mittlerem Risiko zu bewerten.
Umfangreiche Produktivitätsprogramme, gestartet in 2022, konnten die Erhöhungen der Energiekosten und der stark gestiegenen Kosten für technische Gase zum Teil kompensieren. Das Programm zur Steigerung der Produktivität ist für 2023 definiert.
Tabellarische Darstellung der Risiken und deren Beurteilung:
| Risiko | Eintrittswahrscheinlichkeit | Auswirkung auf Vermögens-, Finanz- und Ertragslage |
| Preisverfall am Absatzmarkt | Gering | Gering |
| Preissteigerungen auf dem Beschaffungsmarkt | Gering | Gering |
| Totaler Ausfall der Produktion von Quarz-Produkten | Gering | Erheblich |
| Haftungsansprüche unserer Kunden | Gering | Gering |
| Liquidität | Gering | Erheblich |
| Beschreibung Eintrittswahrscheinlichkeit | % |
| Gering | <=30 |
| Mittel | 31-60 |
| Hoch | 61-100 |
| Definition Auswirkung auf Vermögens-, Finanz- und Ertragslage | Auswirkung |
| Gering | Unerhebliche oder geringe negative Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage |
| Mittel | Nicht unerhebliche, aber moderate negative Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage |
| Erheblich | Wesentliche negative Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage |
Gesamtbeurteilung der Risikosituation
Auf Basis unseres Risikomanagementsystems werden wesentliche Risiken identifiziert und bewertet. Diese werden durch geeignete Maßnahmen gesteuert und so weit wie möglich beherrscht. Die Entwicklung wesentlicher Risiken wird regelmäßig verfolgt. Die aktuelle Überprüfung der Risikosituationen ergab, dass die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft trotz der weltwirtschaftlichen Gesamtlage, gesichert ist. Aufgrund der breiten Basis an Produkten, Kunden und Lieferanten bestehen aus unserer Sicht keine weiteren Risikokonzentrationen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden würden.
c) Chancenbericht
Die Nachfrage nach unseren Produkten, als elementarer Baustein für die Halbleiterindustrie, war bis zur Mitte des Jahres 2023 weiterhin hoch und auf dem Niveau von 2022. Ab der 2. Jahreshälfte 2023, bedingt durch einen weltweiten Nachfragerückgang, ist ein leichter Rückgang eingetreten, welcher bis Mitte 2024 anhalten wird. Ab der 2. Jahreshälfte 2024 wird mit einer steigenden Nachfrage gerechnet. Wobei Beides mit einer mittleren bis hohen Wahrscheinlichkeit bewertet wird.
Der ständige Kontakt zu unseren Kunden und die enge Zusammenarbeit mit dem Kunden stehen im Mittelpunkt. So können wir unsere Produkte entsprechend an die Marktbedürfnisse anpassen, in vielen Marktsegmenten erfolgreich vertreten sein und auch in den kommenden Jahren zu den führenden Tiegelproduzenten gehören.
Durch den Zukauf einer weiteren Produktionslinie für Tiegel aus Quarzglas sowie dem Zugang zu Produktionstechnologien für eingesetzte Rohstoffe wurde die Geschäftseinheit (BU) global weiter gestärkt und ist aktuell weltweit der größte unabhängige Produzent für Tiegel aus Quarzglas. Die beiden Produktionswerke in Japan wurden im Laufe des Jahres 2023 in Momentive Technologies integriert, es wurde neben den Business Units Quartz und Ceramics die BU Crucibles ins Leben gerufen.
Mit dem Zukauf hat Momentive Technologies Zugang zu allen Fertigungstechnologien in der Herstellung von Tiegeln als auch zu den Aufbereitungsprozessen für die eingesetzten Rohstoffe. Kundenanforderungen hinsichtlich Blasenschicht, Reinheit, Performance, Dimensionen können zukünftig umfänglich abgebildet werden.
Geesthacht, den 30. Oktober 2024
Momentive Technologies SH GmbH
Christian Nasarow
Chang Bin Im
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