WPP Deutschland Holding GmbH & Co. KG
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Benjamin Dr. Ballensiefen seit 9.5.2023 | Geschäftsführer |
Petra Dittrich seit 14.10.2022 | Prokura |
Bettina Kahr-Geleng seit 8.6.2022 | Prokura |
Andreas Wolfgang Pohle seit 17.9.2021 | Geschäftsführer |
Holger Laube seit 16.10.2019 | Prokura |
Tino Stolzenburg seit 16.10.2019 | Prokura |
Barbara Thym seit 15.11.2018 | Prokura |
Frank Emil Paule seit 25.10.2013 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Kantar Square Two B.V. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Kantar GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 20231. Wirtschaftsbericht 1.1 Grundlagen des Unternehmens Kantar ist ein weltweit führendes Unternehmen für Marketingdaten und Analyse mit rund 25.000 Mitarbeitern in über 100 Ländern. 1 Die globale Kantar Gruppe wird vom Branchenverband Esomar als Nummer 6 der globalen Insights Unternehmen geführt. 2 Der weltweite Insights Markt ist im Jahr 2023 um 8 % gewachsen. Dieses Wachstum ist jedoch vor allem auf den Sektor der Research Software zurückzuführen, während Market Research währungsbereinigt, stabil blieb (-0,3 %). 3 Die Kantar Gruppe ist im Jahr 2023 insgesamt im Gross Revenue um 4 % 4 gewachsen. Die Kantar GmbH als größtes Unternehmen der Kantar-Gruppe in Deutschland konzentriert sich auf Marketing-Beratung für Unternehmen. Kantar stellt mit der Strategie "Shape your brand future" Marken und Unternehmen in den Fokus. Kantar unterstützt und berät Kunden bei der Optimierung der Markenstrategie und der Umsatzsteigerung und schafft durch den Einsatz von Expertise, modernsten Analysemethoden, Produkten und Plattformen ein einzigartiges Verständnis darüber, wie Menschen denken und handeln. Die Kantar GmbH erbringt Dienstleistungen in den Bereichen Brand, Creative, Media, Customer Experience, Innovation, Analytics und Market Understanding vornehmlich für private Unternehmen. Dabei werden quantitative und qualitative Forschungsansätze verfolgt. Neben dem Hauptsitz in München ist die Gesellschaft an den Standorten Frankfurt und Nürnberg vertreten. Im Rahmen der Fokussierung auf Unternehmen und Marken erfolgte auch der global initiierte Verkauf der Public Division an Trilantic Europe, der in Deutschland zum 1. Februar 2023 mit einem Verkauf von Assets aus der Kantar GmbH sowie der Beteiligung an der Infratest dimap GmbH vollzogen wurde. Die Public Division war in den Bereichen Policy und Society meist für öffentliche Auftraggeber tätig. Die datengestützten Dienstleistungen basieren in der Regel auf selbst erhobenen oder extern bezogenen Daten. Onlineerhebungen werden meist durch das weltweit tätige Kantar Profiles Audience Network durchgeführt. Leistungen der telefonischen Datenerhebungen werden überwiegend durch die Tochtergesellschaft Telquest GmbH erbracht. F2F (face-to-face) Befragungen werden auch in Zukunft in größerem Umfang über die Verian Group (ehemalige Public Division) bezogen.
1 Kantar Annual Report and Accounts 2023, Seiten
37, 56.
Die Kundenliste ist breit gefächert und erstreckt sich über alle Branchen und Größenklassen. 1.2 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Laut Daten des Statistischen Bundesamtes verzeichnete die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 einen leichten Rückgang von -0,3 %. Wesentliche Faktoren dieser Entwicklung waren gestiegenen Energiepreise und die Rekordinflation. Während die Energiepreisentwicklung für Kantar nur wenig Bedeutung hat, ist die allgemeine Lage der deutschen Wirtschaft eine Herausforderung auch für Kantar. 5 Auch die Entwicklung der Marktforschungsbranche in Deutschland liegt unter dem globalen Trend und ist nur um rund 1 % gewachsen. Die dem Branchenverband ADM angehörenden Unternehmen sind eher dem Bereich der Marktforschung zuzuordnen und befinden sich in einem insgesamt schwierigen, konjunkturellen Umfeld. 6 1.3 Geschäftsverlauf Für das Jahr 2023 sowie den Vergleichszeitraum 2022 sind einige Unternehmenstransaktionen relevant, die hier zunächst dargestellt werden. Am 10. Mai 2022 hat die Kantar Gruppe den Verkauf der Public Division an Trilantic Europe bekannt gegeben. Die Umsetzung der Transaktion in Deutschland erfolgte auf Grundlage des Kaufvertrags vom 30. Januar 2023 mit Stichtag 1. Februar 2023, sowohl für die Assets der Public Division als auch für den Anteil an der Infratest dimap GmbH. Im Weiteren wurden zum Stichtag 1. März 2023 die Assets der Media Division verkauft. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr um -33,9 Mio. EUR bzw. -23,3 % gesunken. Auf die Public Division entfällt hier ein Rückgang von -17,2 Mio. € (im Jahr 2023 nur bis zum Verkauf 01.02.2023 berücksichtigt), auf die Media Division ein Rückgang von -4,6 Mio. € (im Jahr 2023 nur bis zum Verkauf 01.03.2023 berücksichtigt) und auf den Bereich Sonstiges ein Rückgang von -2,8 Mio. €, welche im Wesentlichen konzerninterne Dienstleistungen betreffen. Die Umsatzerlöse der Insights Division waren im Jahr 2023 um -9,3 Mio. € bzw. -8,3 % rückläufig. Die Umsatzerlöse auf Basis der deutschen Rechnungslegung sind dabei deutlich negativer, als die im Rahmen der Konzernrechnungslegung nach IFRS ermittelten Werte, die sogar ein leichtes Wachstum von rund +1,5 % zeigen. Der Rückgang ergab sich in den Bereichen, in denen eher traditionelle Marktforschungsinstrumente eingesetzt werden, während das Geschäft mit dem plattform-basierten Kantar Marketplace und im Bereich Analytics deutliche Wachstumsraten zeigen.
5 Wirtschaftswachstum Deutschland -
Veränderung des BIP bis 2023 | Statista:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/2112/umfrage/veraenderung-des-bruttoinlandprodukts-imvergleich-zum-vorjahr/
1.4 Lage 7 1.4.1 Ertragslage Die Ertragslage der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar:
Die Umsatzerlöse gliedern sich in die Insights Division mit 102,7 Mio. € (Vorjahr 112,0 Mio. €), Public Division mit 3,6 Mio. € (Vorjahr 20,7 Mio. €), Media/TGI Division mit 0,4 Mio. € (Vorjahr 5 Mio. €) sowie sonstigen Bereichen mit 4,7 Mio. € (Vorjahr 7,6 Mio. €). Die geographische Aufteilung ist wie folgt:
Der Deckungsbeitrag ist gegenüber dem Vorjahr um -20,6 Mio. € rückläufig, wobei sich der prozentuale Deckungsbeitrag und damit die Geschäftsstruktur um 0,4 %-Punkte verbessert hat. Dies ist im Wesentlichen auf die Veränderung im Konsolidierungskreis und die stärkeren Deckungsbeiträge der Insights Division gegenüber dem erhebungsorientierteren Geschäft der Public Division zurückzuführen. Auch innerhalb der Insights Division ist es gelungen, die Geschäftsstruktur positiv zu verändern und den prozentualen Deckungsbeitrag um +0,4 %-Punkte zu steigern. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge ohne Sondereffekte sind um -7,9 Mio. € bzw. -24,9 % zurückgegangen, was in etwa dem Rückgang der Gesamtleistung entspricht. Die Erträge / Aufwendungen aus Sondereffekten belaufen sich per Saldo auf Erträge in Höhe von 12,1 Mio. € wobei 14,9 Mio. € auf den Asset Verkauf für die Public Division inkl. der Beteiligung infratest dimap sowie die Media Division entfallen. Demgegenüber standen im Wesentlichen Restrukturierungsaufwendungen. Der operative Personalaufwand konnte insgesamt um -10,3 Mio. € reduziert werden, wobei sich aus den Unternehmenstransaktionen ein Effekt von -9,5 Mio. € ergibt. In der Insights Division wurden die Personalkosten relativ konstant gehalten. Die Erträge aus Beteiligungen sind gegenüber dem Vorjahr stabil geblieben bei 0,5 Mio. €. Die Aufwendungen aus Verlustübernahmen sind durch Verluste bei der Tochtergesellschaft Telquest GmbH entstanden. Hier konnten die Kostensteigerungen aus den Erhöhungen der Mindestlöhne der letzten Jahre nicht in vollem Umfang weitergegeben werden. Aufgrund der hohen, verzinslichen Forderung an die Muttergesellschaft, konnte bei gestiegenem Zinsniveau per Saldo ein Zinsertrag von 2,4 Mio. € (Vorjahr per Saldo Zinsaufwand von 3,3 Mio. €) erreicht werden. Insgesamt konnte das Jahresergebnis ohne Berücksichtigung von Sondereffekten auf 5,0 Mio. € mehr als verdoppelt werden, was insbesondere durch eine umsichtige Personalpolitik und ein ausgeprägtes Kostenbewusstsein erreicht werden konnte. Die Vorjahresprognosen zu den steuerungsrelevanten finanziellen Leistungsindikatoren (siehe 1.5) wurden für die Umsatzerlöse mit 111,4 Mio. € (Prognose: 116,0 Mio. € +/-5 %) sowie für den Deckungsbeitrag mit 64,1 % (Prognose: 62 % +/-3 %-Punkte) erreicht. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern inkl. Sondereffekte lag deutlich über dem erwarteten Wert (14,7 Mio. € erreicht / 6,0 Mio. € +/-20 %), das Ergebnis ohne Sondereffekte unter dem erwarteten Wert (2,6 Mio. € erreicht). Bei der Mitarbeiterzahl als nicht-finanziellem Leistungsindikator wurde die Prognose mit in 2023 durchschnittlich 493 Mitarbeitern leicht übertroffen (460 +/-5 %). 1.4.2 Finanzlage und Vermögenslage Die Finanzlage und Vermögenslage stellen sich wie folgt dar:
Finanzlage Die Gesellschaft hat mit der Muttergesellschaft Kantar Holding GmbH einen Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen und nimmt am Cash-Pooling der internationalen Kantar-Gruppe teil. Vorhandene Barmittel werden einem Verrechnungskonto zugeführt und entsprechend verzinst. Notwendige liquide Mittel werden über diesen Weg ebenfalls über marktübliche Konditionen zur Verfügung gestellt. Der Finanzmittelbestand beläuft sich somit zum 31. Dezember 2023 auf 21,2 Mio. € und ist um 7,6 Mio. € gegenüber dem Vorjahresstand gestiegen, was eine positive Cash-Generierung zeigt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 2,1 Mio. € auf 9,0 Mio. € erhöht. Im Gegenzug sind die Bestände zum Jahresende um -2,3 Mio. € gesunken. Insgesamt zeigt sich hier auch das verbesserte Cash Management und eine frühzeitigere Fakturierung der Leistungen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen ergeben sich durch ein Darlehen an das Mutterunternehmen in Höhe von 43,0 Mio. €, den positiven Saldo des Cash Pools in Höhe von 21,2 Mio. € sowie Forderungen an die übrigen Konzerngesellschaften, im Wesentlichen Darlehensforderungen in Höhe von 4,3 Mio. €. Wesentliche Investitionen in neue Tools und Prozesse werden von der Kantar Gruppe global erbracht und über Konzernumlagen an die Gesellschaften verrechnet. In Deutschland wird in den Erhalt und die Weiterentwicklung der Infrastruktur investiert. 2023 erfolgten Investitionen in Höhe von rund 0,04 Mio. € vor allem im IT-Bereich und der Büroausstattung. Der Anteil an verbundenen Unternehmen ist insbesondere durch den Verkauf der TNS Worldwide sowie der Media Division um 26,3 Mio. € deutlich reduziert. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr von 153,4 Mio. € auf 88,0 Mio. € deutlich reduziert. Neben der Reduktion der Beteiligungen sind insbesondere auch die Darlehensforderungen gegen die Muttergesellschaft deutlich reduziert worden. Auf der Passivseite verminderten sich insbesondere die Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführungsverträgen aufgrund der Zahlung der Ergebnisabführung für das Jahr 2021 in Höhe von 72,3 Mio. € deutlich. Im Gegenzug steigt die Verbindlichkeit zum 31.12.2023 aufgrund der Ergebnisabführung 2023 um 17,1 Mio. € an. Das Eigenkapital bleibt unverändert bei 31,1 Mio. €. Die Rückstellungen haben sich zum Bilanzstichtag um -3,9 Mio. € reduziert. Im Wesentlichen ist dies auf einen Rückgang von Projektrückstellungen sowie von Rückstellungen im Personalbereich zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote liegt im Geschäftsjahr bei 35,4 % und konnte sich aufgrund der gesunkenen Bilanzsumme deutlich erhöhen. 1.5 Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Die Kantar GmbH nutzt zur Unternehmenssteuerung als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren die Umsatzerlöse, den Deckungsbeitrag in % und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern. Die Anzahl der Mitarbeiter betrug im Geschäftsjahr 2023 im Durchschnitt 493 (Vorjahr: 637). 1.6 Erklärung zur Unternehmensführung Im Jahr 2023 wurde ein neuer Aufsichtsrat mit dem Vorsitzenden Marc Feliu, Kantar Spanien gewählt. Im Zusammenhang mit den Regelungen für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst haben die Geschäftsführung und die Gesellschafterversammlung Zielgrößen und Fristen für die Zielerreichung festgelegt. Der Frauenanteil im Aufsichtsrat hat eine Zielgröße von 33 % (1 von 3), der Frauenanteil in der Geschäftsführung 33 % (1 von 3), der Frauenanteil in der ersten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung von 33 % und in der zweiten nachgeordneten Führungsebene von 33 %. Diese Zielgrößen sollen bis 31. Dezember 2026 erreicht werden. Aktuell beläuft sich der Frauenanteil im Aufsichtsrat auf 33 %, in der Geschäftsführung auf 0 %, in der ersten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung auf 50 % und der zweiten nachgeordneten Führungsebene auf 22 %. 2. Nachtragsbericht Im Jahr 2024 wurden weitere Projekte zur Vereinfachung der Konzernstruktur durchgeführt, die zu einer Sonder-Dividende aus der TNS Research Ltd. in niedriger zweistelliger Millionenhöhe geführt haben. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Das Unternehmen wird sich in 2024 voll auf die Insights Division und die Beratung von Unternehmen und Marken als Kunden fokussieren. 3.1. Prognosebericht Für die Insights Division wird für das Jahr 2024 von einem stabilen bis leicht steigendem Geschäft ausgegangen. Allerdings trüben sich die konjunkturellen Entwicklungen in 2024 zunehmend ein und die als Kundengruppe stark vertretene Automobilindustrie verzeichnet überdurchschnittliche Probleme, die das Geschäft der Kantar GmbH beeinflussen. Die Kostenstruktur sollte sich im Jahr 2024 positiv entwickeln, wodurch eine Verbesserung des Ergebnisses erwartet wird.
3.2 Chancen- und Risikobericht 3.2.1 Risikomanagementsystem Die Kantar GmbH ist in das Risikomanagementsystem der Kantar Gruppe eingebunden. So werden Chancen und Risiken rechtzeitig identifiziert und die Beurteilung und Reaktion durch die Geschäftsführung ermöglicht. Risiken definiert Kantar als das potentielle Eintreten interner sowie externer Ereignisse, die das Erreichen der Unternehmensziele negativ beeinflussen können. Als Chancen werden interne und externe Möglichkeiten gesehen, die genutzt werden können, um die Unternehmensziele zu erreichen bzw. zu übertreffen. Die Risikopolitik von Kantar GmbH ist auf nachhaltiges, profitables Wachstum ausgerichtet mit dem Ziel, die nachfolgend genannten Chancen zu nutzen und Risiken zu minimieren. 3.2.2 Chancen Die Insights Division ist mit ihrer Vernetzung in der global aufgestellten Kantar Gruppe sehr gut auf Wachstum ausgerichtet. Insbesondere durch die Entwicklung von innovativen, automatisierten Lösungen in den Bereichen Brand und Creative sowie Innovation wird hier der Grundstein für Erfolge gelegt. Ein Beispiel bildet die Plattform Marketplace 8 , die seit 2020 im Markt erfolgreich ist und sukzessive weiter ausgebaut wurde und bereits für rund 5 % des deutschen Umsatzes steht. Außerdem wurden bereits vor einigen Jahren im Bereich Customer Experience Partnerschaften mit relevanten Plattform-Anbietern gebildet, die eine erfolgreiche Weiterentwicklung dieses Geschäftsfeldes untermauern. Die neue Kantar Strategie mit der Ausrichtung auf Markenunternehmen bündelt die Stärken in diesen Geschäftsfeldern. Diese Kunden unterstützt Kantar durch das bessere Verständnis ihrer Konsumenten bei der Steigerung ihres Erfolgs und der Gestaltung ihrer Zukunft. Kantar untermauert diese Fokussierung durch gezielte Investitionen, die auch das deutsche Kantar Geschäft sinnvoll ergänzen. Beispielsweise werden Produkte der von der Kantar Gruppe übernommenen Unternehmen MeMo2 (Niederlande) und Blackwood 7 (Dänemark) auch den deutschen Kunden erfolgreich angeboten. 3.2.3 Risiken Marktrisiko Die Kundenbasis der Kantar GmbH ist insgesamt breit gefächert. Die größten 20 Kunden decken rund 62 % des Gesamtumsatzes, auf keinen Kunden entfallen dabei jedoch mehr als 12 % des Gesamtumsatzes. Diese großen Kunden sind entweder börsennotierte Konzerne oder öffentlich-rechtliche Unternehmensgruppen. Aufgrund der Kundenstruktur ist die wirtschaftliche Abhängigkeit zu einzelnen Kunden begrenzt.
8 https://www.kantar.com/marketplace
Die Marktentwicklung der Marktforschung wird durch die wirtschaftliche Gesamtentwicklung der deutschen Wirtschaft beeinflusst und unterliegt weiterhin dem Kostendruck der Kunden und der Transformation zu günstigeren Erhebungsmethoden. Gegen diesen Trend können neue Produkte sowie eine zukunftsorientierte Strategie erfolgreich sein. Aktuell wird in Deutschland auch für das Jahr 2024 von einem leichten Rückgang des BIP um -0,2 % ausgegangen 9 und auch für das Jahr 2025 sind die Erwartungen gedämpft. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und die notwendigen Transformationsprozesse für die deutsche Wirtschaft bleiben eine Herausforderung. In diesem Marktumfeld sieht die Kantar GmbH weiterhin gute Chancen, sich gegen die Marktrisiken zu behaupten und die Kunden für die Zukunft Ihrer Marke erfolgreich zu beraten und begleiten. Personalrisiken Ein weiteres Risiko ergibt sich auf dem Arbeitsmarkt. Die Gewinnung von Fach- und Führungskräften stellt aufgrund der demographischen Faktoren der Gesellschaft zunehmend schwieriger dar. Es besteht das Risiko, dass offene Stellen nicht oder nicht rechtzeitig besetzt werden können. Durch die globale Einbindung des Unternehmens hat die Kantar GmbH hier Zugriff auf Ressourcen in anderen Ländern und kann dem entgegenwirken. IT Risiken - Cyber Risk Vor dem Hintergrund des deutlichen Anstiegs von Cyberattacken auf Unternehmen allgemein besteht das Risiko, dass IT-Systeme bzw. -Anwendungen für bestimmte Zeiträume nicht oder nicht in vollem Umfang verfügbar sind und unbefugter Zugriff auf interne Daten erfolgt. Die Kantar GmbH hat bereits vor Jahren ein IT Risikomanagement-System innerhalb des ISO 27001 Frameworks und TISAX umgesetzt. Die Mitarbeiter werden in regelmäßigen Trainings auf aktuelle Risiken geschult. Die Kantar Gruppe hat sich als eigenständiger Konzern in den Bereichen Data Protection und Cyber Security sehr professionell aufgestellt. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten sowie Finanz- und Liquiditätsrisiken Durch ihre operative Geschäftstätigkeit ist die Kantar GmbH hinsichtlich ihrer Finanzinstrumente verschiedenen Risiken ausgesetzt. Hierunter fallen Marktrisiken (Preisrisiken) sowie Kredit- und Liquiditätsrisiken. Zu den originären Finanzinstrumenten zählen auf der Aktivseite insbesondere Liquide Mittel und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie gegen verbundene Unternehmen, auf der Passivseite Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie gegenüber verbundenen Unternehmen. Derivative Finanzinstrumente bestehen nicht. Die Kantar GmbH arbeitet im Wesentlichen für große und mittelgroße deutsche Unternehmen mit guter Liquidität sowie öffentliche Auftraggeber, wodurch i.d.R. ein sehr geringes Ausfallrisiko von offenen Forderungen besteht. Zudem werden in vielen Fällen Anzahlungsrechnungen gestellt, die eine gewisse Vorfinanzierung der Dienstleistungen sicherstellen. Darüber hinaus ist die Kantar GmbH in den Cash Pool der Kantar Gruppe eingebunden. Die zu den Marktrisiken (Preisrisiken) zählenden Währungsrisiken bestehen nur in geringem Umfang, da der allergrößte Teil der Umsätze als auch des Einkaufs in Euro abgewickelt wird. Zinsrisiken sind von insgesamt untergeordneter Bedeutung. 3.2.4. Übergreifende Einschätzung der Risiken und Chancen Das Gesamtrisiko ist im Vergleich zum Vorjahr für 2024 als unverändert einzuschätzen. Insgesamt ergeben sich aus unserer Sicht aktuell keine bestandsgefährdenden Risiken.
München, den 19. Dezember 2024 Die Geschäftsführung: Bilanz zum 31. Dezember 2023der Kantar GmbH, MünchenAktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023der Kantar GmbH, München
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023I. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuchs sowie des GmbH-Gesetzes erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht München mit der Registernummer HRB 114447 im Handelsregister eingetragen. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden planmäßig linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 3 - 5 Jahren abgeschrieben. Die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige bzw. außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 3 - 23 Jahren linear. Zugänge werden pro rata temporis abgeschrieben. In Bezug auf die Bilanzierung von geringwertigen Wirtschaftsgütern wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbstständigen Nutzung fähig sind, werden im Geschäftsjahr der Anschaffung in voller Höhe als Abschreibung erfasst, wenn die Anschaffungskosten € 800 nicht übersteigen; im Anlagengitter wird periodengleich ihr Abgang unterstellt. Im Geschäftsjahr wurden gemäß dieser Regelung T€ 2 (Vorjahr: T€ 11) als Abschreibung erfasst. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder, bei voraussichtlich dauernder Wertminderung, mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Zuschreibungen erfolgen, soweit der Grund für die Wertminderung entfallen ist, bis höchstens zu den Anschaffungskosten; diese werden dann innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge ausgewiesen. Unfertige Leistungen sind zu Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Materialeinzelkosten, hierbei insbesondere Aufwendungen für bezogene Leistungen, sowie Fertigungseinzelkosten, die im Wesentlichen aus Personalkosten bestehen. Weitere Bestandteile sind Fertigungsgemeinkosten und angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Ausstehende Projektkosten bei fertigen bzw. abgerechneten Leistungen, für die zum Bilanzstichtag eine Umsatz- und Gewinnrealisierung erfolgte, werden durch die Bildung von Rückstellungen für eventuelle Nachleistungen berücksichtigt. Eine verlustfreie Bewertung der unfertigen Leistung ist gewährleistet. Für nach Abwertung eines Aktivwerts verbleibende Verlustrisiken werden Drohverlustrückstellungen gebildet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag oder mit dem am Stichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Ferner wird für das allgemeine Ausfallrisiko eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von einem Prozent des Nettoforderungsbestandes gebildet. Die Bankguthaben sind zum Nennwert bilanziert. Die unter den Rückstellungen ausgewiesen Posten für Pensionen und Jubiläen werden auf Basis anerkannter, versicherungsmathematischer Grundsätze bewertet. Die Höhe der Pensionsrückstellung ergibt sich aus einem versicherungsmathematischen Gutachten. Die Bewertung erfolgte auf Basis der "Projected Unit Credit Methode" unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck. Für die Abzinsung wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre (1,83 %; Vorjahr: 1,78 %) verwendet, wie er von der Deutschen Bundesbank gem. RückAbzinsV ermittelt wurde; für erwartete Rentensteigerungen wurden unverändert 2,00 % berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden bei Einbuchung mit dem Transaktionskurs bzw. am Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Bei einer Restlaufzeit kleiner ein Jahr werden gem. § 256a HGB das Realisations- und das Anschaffungskostenprinzip nicht beachtet. Die Realisierung der Umsatzerlöse erfolgt zu dem Zeitpunkt, zu dem die Leistungen erbracht worden sind. Die Umsatzrealisierung erfolgt auf Basis von vertraglich vereinbarten Fallpauschalen, Rekrutierungen, Meilensteinen oder anderen Vertragsgrundlagen. III. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagengitter (Anlage zum Anhang) ersichtlich. Die Finanzanlagen enthalten Anteile an verbundenen Unternehmen sowie Beteiligungen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden die Anteile an der Infratest dimap Gesellschaft für Trend- und Wahlforschung mbH sowie an der TNS Worldpanel Ltd. veräußert. Der Anteilsbesitz ist danach zum 31. Dezember 2023 wie folgt:
*) Geschäftsjahr 2022
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen wie im Vorjahr nicht, mit Ausnahme von in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Mietkautionen in Höhe von T€ 1.085 (Vorjahr: T€ 1.124). Die Gesellschaft hat wie im Vorjahr einen Teil ihrer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen eines Factoring-Vertrages (sog. "echtes Factoring") an einen Dienstleister abgetreten. Der Sicherheitseinbehalt des Factors mit T€ 1.911 (Vorjahr: T€ 2.355) wird in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen gegen den Gesellschafter Kantar Holding GmbH in Höhe von T€ 21.774 (Vorjahr: T€ 98.190); die Position setzt sich zusammen aus Cash-Pooling in Höhe von T€ 21.236 (Vorjahr: T€ 13.675) sowie Verrechnungen aus anrechenbaren Steuern in Höhe von T€ 538 (Vorjahr: T€ 476). Die im Vorjahr enthaltene Darlehensforderung über T€ 84.038 wurde beglichen. Des Weiteren sind in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen Darlehens- und Zinsforderungen in Höhe von T€ 47.308 (Vorjahr: T€ 0) enthalten. Darüber hinaus sind die übrigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen wie im Vorjahr in voller Höhe mitzugehörig zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Rückstellungen Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (1,83%) ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (1,75%) ein Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 23. Dieser Betrag ist grundsätzlich ausschüttungs- jedoch nicht abführungsgesperrt. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen, ebenso wie im Vorjahr, nicht. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus der Gewinnabführung gegenüber dem Gesellschafter Kantar Holding GmbH in Höhe von T€ 21.467 (Vorjahr: T€ 75.119). Darüber hinaus entfallen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wie im Vorjahr vollständig auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse 1 Die Umsatzerlöse gliedern sich in die Insights Division mit 102,7 Mio. € (Vorjahr: 112,0 Mio. €), Public Division mit 3,6 Mio. € (Vorjahr: 20,7 Mio. €), Media/TGI Division 0,4 Mio. € (Vorjahr: 5,0 Mio. €) sowie sonstige Bereiche mit 4,7 Mio. € (Vorjahr: 7,6 Mio. €). Die geographische Aufteilung ist wie folgt:
Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 1.170 (Vorjahr: T€ 2.632) aus der Auflösung von Rückstellungen sowie Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 242 (Vorjahr: T€ 226) enthalten. Ferner sind außergewöhnliche Erträge in Höhe von T€ 20.175 aus dem Verkauf der Geschäftsbereiche "Public" und "Media/TGI" sowie zweier Beteiligungen enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von T€ 2.595 (Vorjahr: T€ 1.515) enthalten. Ferner sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 469 (Vorjahr: T€ 165) enthalten. Des Weiteren sind außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von T€ 5.000 aus dem Verkauf der Geschäftsbereiche "Public" und "Media/TGI" sowie zweier Beteiligungen enthalten. Im Vorjahr waren Aufwendungen aus dem Verkauf einer Beteiligung in Höhe von T€ 89 enthalten. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von T€ 42 (Vorjahr: T€ 41) ausgewiesen. V. Sonstige Angaben Mutterunternehmen und Konzernabschluss Die Gesellschaft ist Teil des Kantar-Konzerns und wird in den Konzernabschluss der Kantar Global Holdings S.a r.l., Luxemburg, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und für den größten Konzernkreis aufstellt. Dieser Konzernabschluss ist beim Handels- und Firmenregister (RCS) in Luxemburg sowie auf der Webseite von Kantar erhältlich. Die Kantar GmbH ist aufgrund § 291 Abs. 1 HGB von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts befreit. Der durch die Kantar Global Holdings S.a r.l. aufgestellte befreiende Konzernabschluss wird nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt und im Einklang mit der Richtlinie 2006/43/EG geprüft. Der befreiende Konzernlagebericht wird im Einklang mit der Richtlinie 2013/34/EG aufgestellt und im Einklang mit der Richtlinie 2006/43/EG geprüft. Mit dem Gesellschafter Kantar Holding GmbH, München, besteht ein Ergebnisabführungsvertrag und eine steuerliche Organschaft. Geschäftsführung Zu Geschäftsführern der Gesellschaft waren im Berichtszeitraum bzw. sind aktuell bestellt: Herr Frank Paule, Gilching, Geschäftsführer Finance Herr Andreas Pohle, Eichenau, Geschäftsführer HR Herr Ingo Schier, Wiesbaden, Geschäftsführer Public (bis 31.01.2023) Herr Dr. Stefan Stumpp, Graben, Geschäftsführer Insights (bis 31.05.2023) Dr. Benjamin Ballensiefen, Nürnberg, Geschäftsführer Insights (seit 01.05.2023) Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen in 2023 T€ 1.496. Aufsichtsrat Mitglieder des Aufsichtsrats sind aktuell: Herr Mark Feliu, Barcelona/Spanien, Chief Financial Officer, Kantar Insights EMEA Frau Camila Perina London/Großbritannien, Chief People Officer, Kantar Insights EMEA Herr Dr. Jonas Kütt, Nürnberg, Director Marketing, Vertreter der Arbeitnehmer (Ersatzmitglied für Dr. Jonas Kütt als Vertreter der Arbeitnehmer ist Frau Sylvie Meinert, Nürnberg, Associate Director Internal Services.) Auf eine Angabe der Bezüge der Aufsichtsratsmitglieder wird unter Inanspruchnahme von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da nur zwei Mitglieder des Aufsichtsrats Bezüge von der Gesellschaft erhalten haben. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte sowie Sonstige finanzielle Verpflichtungen Ein Teil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden im Rahmen eines Factoring-Vertrages in Form echten Factorings (d.h. Übernahme des Delkredererisikos durch den Factor) an einen Dienstleister abgetreten. Zum Bilanzstichtag betrugen die verkauften Forderungen T€ 19.405 (Vorjahr: T€ 17.739). Der Forderungsverkauf dient der Verbesserung der Liquidität und vermeidet das Risiko von Forderungsausfällen. Dem gegenüber stehen die Kosten für das Factoring. Des Weiteren bestehen finanzielle Verpflichtungen für Miet- und Leasingverträge wie folgt:
Der Abschluss von Miet- und Leasingverträgen dient der Verringerung der Kapitalbindung und verlagert das Risiko der Verwertung zumindest nach Ablauf der Vertragslaufzeit auf den Vermieter/Leasinggeber. Anzahl der Arbeitnehmer Die Gesellschaft hat im Jahresdurchschnitt 2023 493 Mitarbeiter beschäftigt; davon waren 466 Mitarbeiter fest angestellt und 27 Mitarbeiter als Aushilfen tätig. Honorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Honorar beträgt insgesamt T€ 406 und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Im Jahr 2024 wurden weitere Projekte zur Vereinfachung der Konzernstruktur durchgeführt, die zu einer Sonder-Dividende aus der TNS Research Ltd. in niedriger zweistelliger Millionenhöhe geführt haben. Weitere wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich für die Gesellschaft nicht ergeben.
München, den 19. Dezember 2024 Die Geschäftsführung: Entwicklung des Anlagevermögens
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Kantar GmbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Kantar GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kantar GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt 1.6 Erklärung zur Unternehmensführung des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die in Abschnitt 1.6 des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 19. Dezember 2024 Deloitte
GmbH
Julius Pinckernelle, Wirtschaftsprüfer Simone Hüper, Wirtschaftsprüferin |
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