Siewert & Kau Computertechnik GmbHLiquidiert

Walter-Gropius-Straße 12A, 50126 Bergheim, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 40720
Vorher
Siewert und Kau Computertechnik GmbH
Eingetragen
15.7.1996
Branche
Großhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und SoftwareTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und SoftwareEinzelhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
der Groß- und Einzelhandel mit Gegenständen der Computerperipherie und innovativer Kommunikationstechnik, die Entwicklung und der Vertrieb von Software und Computertechnik, das Betreiben einer Werbeagentur sowie das Einbringen von Transport- und Logistikdienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Geschäftsführer
Tanja Kau
seit 27.6.2018
Prokura
Manuela Frommont
seit 27.6.2018
Prokura
Holger Maria Kau
seit 19.8.2002
Geschäftsführer
Björn Siewert
seit 19.8.2002
Geschäftsführer
Oliver Kau
seit 19.8.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Gesellschafter
Beta

2 von 3 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
Björn Siewert
Agrippinawerft 14, 50678 Köln
33.33%
Oliver Kau
An der Erftaue 21, 50126 Bergheim
33.33%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Siewert & Kau Computertechnik GmbH

Bergheim

Jahresabschluss zum 31.05.22

Bilanz

AKTIVA

31.05.2022
EUR
31.05.2022
EUR
31.05.2021
EUR
A. Anlagevermögen:      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände:      
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten;   78.097,07 38.299,00
II. Sachanlagen:      
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung;   906.874,49 1.038.710,89
III. Finanzanlagen:      
Anteile an verbundenen Unternehmen.   3.011,25 3.011,25
    987.982,81 1.080.021,14
B. Umlaufvermögen:      
I. Vorräte:      
1. Warenbestand; 69.507.070,44   60.582.202,21
2. geleistete Anzahlungen 999.998,35   3.403.728,90
    70.507.068,79 63.985.931,11
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände:      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen; 11.237.486,95   20.617.305,98
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen; 12.547.831,65   11.908.890,00
3. sonstige Vermögensgegenstände; 7.530.861,65   11.751.535,99
- davon mit einer RLZ > 1 Jahr, EUR 50.376,93 (31.05.2021 EUR 54.486,93)   31.316.180,25 44.277.731,97
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten.   12.997.654,98 20.524.110,04
    114.820.904,02 128.787.773,12
C. Rechnungsabgrenzungsposten.   213.714,77 207.646,52
    116.022.601,60 130.075.440,78

PASSIVA

     
31.05.2022
EUR
31.05.2022
EUR
31.05.2021
EUR
A. Eigenkapital:      
I. Gezeichnetes Kapital; 641.160,02   641.160,02
II. Gewinnvortrag; 4.016.336,89   -278.620,59
III. Jahresüberschuss. 7.300.179,58   6.294.957,48
    11.957.676,49 6.657.496,91
B. Rückstellungen:      
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen; 878.209,00   648.257,00
2. Steuerrückstellungen; 2.660.569,00   13.305.733,00
3. sonstige Rückstellungen. 5.087.062,00   6.140.042,00
    8.625.840,00 20.094.032,00
C. Verbindlichkeiten.      
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten; 73.042.576,40   65.058.721,84
- davon mit einer RLZ < 1Jahr: EUR 73.042.576,40 (31.05.2021: EUR 65.058.721,84)      
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen; 17.849.179,39   30.155.950,39
- davon mit einer RLZ < 1Jahr: EUR 17.849.179,39 (31.05.2021: EUR 30.155.950,39)      
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen; 333.660,86   109.153,47
- davon mit einer RLZ < 1Jahr: EUR 333.660,86 (31.05.2021: EUR 109.153,47)      
4. sonstige Verbindlichkeiten. 4.213.668,46   8.000.086,17
- davon aus Steuern, EUR 3.538.053,91 (31.05.2021: EUR 5.587.384,44)   95.439.085,11 103.323.911,87
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit, EUR 11.015,01 (31.05.2021: EUR 0,00)      
- davon mit einer RLZ < 1Jahr: EUR 4.213.668,46 (31.05.2021: EUR 8.000.086,17)      
    116.022.601,60 130.075.440,78

Gewinn- und Verlustrechnung

01.06.2021 bis 31.05.2022 01.06.2020 - 31.05.2021
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse   704.793.057,15 803.622.457,49
2. sonstige betriebliche Erträge   9.921.397,94 13.645.528,98
- davon aus Währungsumrechnung EUR 2.713.221,16; (i.Vj.: EUR 4.636.765,49)      
3. Materialaufwand:      
a) Aufwendungen für bezogene Waren 659.444.175,27   752.138.120,94
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.350.383,89   2.382.811,96
    661.794.559,16 754.520.932,90
4. Personalaufwand:      
a) Löhne und Gehälter 9.043.216,55   9.528.940,56
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung      
- davon für Altersversorgung: EUR 310.933,78; (i.Vj.: EUR 229.559,78) 1.733.339,43   1.518.006,09
    10.776.555,98 11.046.946,65
5. Abschreibungen:      
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   315.995,07 359.871,13
6. sonstige betriebliche Aufwendungen   32.915.177,30 41.586.915,51
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 4.477.599,21; (i.Vj.: EUR 3.413.562,52)      
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   207.069,02 286.131,80
- davon von verbundenen Unternehmen EUR 106.195,33; (i.Vj.: EUR 57.487,31)      
- davon verrechneter Zinsaufwand aus der Aufzinsung EUR 39.208,00; (i.Vj.: EUR 36.871,00)      
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   862.254,54 2.251.228,36
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag   949.366,34 1.462.802,92
10. Ergebnis nach Steuern   7.307.615,72 6.325.420,80
11. sonstige Steuern   7.436,14 30.463,32
12. Jahresüberschuss   7.300.179,58 6.294.957,48

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 01. Juni 2021 bis 31. Mai 2022

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 31.05.2021
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.05.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 285.167,44 72.610,49 0,00 357.777,93
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken; 11.611,44 0,00 0,00 11.611,44
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung; 4.151.057,60 151.850,45 4.050,89 4.298.857,16
  4.162.669,04 151.850,45 4.050,89 4.310.468,60
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 45.448,75 0,00 0,00 45.448,75
  4.493.285,23 224.460,94 4.050,89 4.713.695,28
Abschreibungen Buchwerte
Stand 31.05.2021
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.05.2022
EUR
Stand 31.05.2022
EUR
Stand 31.05.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 246.868,44 32.812,42 0,00 279.680,86 78.097,07 38.299,00
II. Sachanlagen            
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken; 11.611,44 0,00 0,00 11.611,44 0,00 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung; 3.112.346,71 283.182,65 3.546,69 3.391.982,67 906.874,49 1.038.710,89
  3.123.958,15 283.182,65 3.546,69 3.403.594,11 906.874,49 1.038.710,89
III. Finanzanlagen            
Anteile an verbundenen Unternehmen 42.437,50 0,00 0,00 42.437,50 3.011,25 3.011,25
  3.413.264,09 315.995,07 3.546,69 3.725.712,47 987.982,81 1.080.021,14

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Anwendung der gesetzlichen Vorschriften

Der Jahresabschluss der Siewert & Kau Computertechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Juni 2021 bis 31. Mai 2022 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 238 ff. i.V.m. §§ 264 ff. HGB) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 3 HGB.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze erfolgten wie bereits im Vorjahr nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen angesetzt.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- und Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen linear. Es wurde von den Abschreibungsmöglichkeiten des § 6 Absatz 2a EStG für geringwertige Anlagegüter auch in der Handelsbilanz Gebrauch gemacht.

Die Finanzanlagen werden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten angesetzt. Bei einer dauerhaften Wertminderung werden Finanzanlagen außerplanmäßig auf den niedrigeren Wert abgeschrieben.

Die Bestände an Waren sind zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Hierzu werden bei Bedarf einzelne Warenbestände entsprechend abgewertet sowie auf Retourenartikel ein pauschaler Wertabschlag in Höhe von 30 % vorgenommen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten bilanziert. Erkennbaren Einzelrisiken sowie dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. Die Pauschalwertberichtigung wurde mit 1 % bezogen auf die Netto-Forderungen nach Abzug der einzelwertberichtigten und versicherten Forderungen berechnet.

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalbetrag angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das Stammkapital ist zum Nominalbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen wurden mit dem Erfüllungsbetrag nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB, § 253 Abs. 2 HGB) bewertet.

Die Steuerrückstellungen berücksichtigen die voraussichtliche Verpflichtung aus der steuerlichen Veranlagung.

Die sonstigen Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als zwölf Monaten sind gemäß § 253 Abs. 2 S. 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst worden.

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen bilanziert.

II. Einzelerläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres 01.06.2021 - 31.05.2022 sind aus der nachfolgenden Entwicklung des Anlagevermögens gemäß § 284 Abs. 3 HGB ersichtlich.

Finanzanlagen

Zum Bilanzstichtag hält die Siewert & Kau Computertechnik GmbH an folgenden Gesellschaften eine Beteiligung i.S.d. § 271 HGB:

Beteiligungsquote % 31.05.2022 Eigenkapital 31.12.2021 Jahresergebnis 01.01.2021 -31.12.2021
- Siewert und Kau International AG, Bergheim/Deutschland 100 ./. 14 TEUR ./. 1 TEUR
Beteiligungsquote % 31.05.2022 Eigenkapital 31.12.2021 Jahresergebnis 01.01.2021 -31.12.2021
- Siewert und Kau Espana S.L., Alella/Spanien 100 98 TEUR 7 TEUR

Bestand an Waren

Die Warenbestände sind durch Inventurlisten nachgewiesen. Die Waren sind mit durchschnittlichen Einkaufspreisen bewertet. Auf die Bestände wurden Wertabschläge unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips vorgenommen. Ferner wurden Retourenartikel (B-Ware) mit einem pauschalen Abschlag von 30 % i.H.v. EUR 237.959,55 (Vorjahr: EUR 158.732,22) wertberichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und gegen verbundene Unternehmen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von EUR 50.376,93 (i. Vj. EUR 54.486,93) eine Restlaufzeit von über einem Jahr, im Übrigen von unter einem Jahr.

Mit Vereinbarung vom 28.08.2019 wurde der Factoringvertrag vom 19.12.2017 mit der MidCABS Limited auf die Silver Tower S.A. übertragen und verfügt seither über ein Transaktionslimit i.H.v. 60 Mio. EUR.

Mit Datum vom 20.02.2020 wurde ein weiterer Factoringvertrag mit der UniCredit Bank AG mit einem Transaktionslimit i.H.v. 15 Mio. EUR geschlossen. Gemäß dem letzten Nachtrag vom 12.05.2022 beträgt das Transaktionslimit aktuell 20 Mio. EUR.

Alle Sicherheiten und sonstigen Rechte aus den Liefergeschäften zwischen der Gesellschaft und den Kunden sind im Rahmen dieser Verträge an die jeweiligen Factoren abgetreten.

Damit nutzt die Gesellschaft die Vorteile dieses Instruments zur Liquiditätsverbesserung, Verlagerung des Ausfallrisikos, Verringerung der Kreditversicherungskosten und Verbesserung der Bilanzkennzahlen. Daneben fallen für dieses Instrument aber auch Gebühren an, die sich im laufenden Geschäftsjahr auf TEUR 380 belaufen.

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen befinden sich Forderungen gegen nahestehende Unternehmen in Höhe von EUR 1.609,43 (i. Vj. EUR 34.934,39).

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von EUR 4.247.806,80 (i. Vj. EUR 3.039.872,17) enthalten.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen befinden sich EUR 8.714.239,21 (i. Vj. EUR 7.460.647,25) sonstige Forderungen. Im Übrigen betreffen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen den Lieferungs- und Leistungsverkehr.

In den sonstigen Vermögensgegenständen befindet sich eine Forderung gegen ein weiteres nahestehendes Unternehmen über EUR 176.444,00 (i. Vj. EUR 174.022,00). Es handelt sich um ein unbefristetes Darlehen an die Siewert & Kau GbR II, das der allgemeinen Liquiditätsüberbrückung dient.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wird mit dem Nennbetrag bewertet.

Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital beträgt EUR 641.160,02 (DEM 1.254.000,00). Alleinige Gesellschafterin ist die HOB Holding GmbH, Bergheim.

Rückstellungen

Die Pensionsrückstellungen wurden auf der Grundlage entsprechender im Geschäftsjahr 2002 erteilter Versorgungszusagen an die drei Geschäftsführer gebildet. Die Bewertung erfolgte mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB, § 253 Abs. 2 HGB).

Die im versicherungsmathematischen Gutachten über die Bewertung der Versorgungsverpflichtungen verwandten Annahmen werden nachfolgend aufgeführt:

Bewertungsverfahren: Projected Unit Credit Method (PUC Methode)
Sterbetafeln: "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck
Rechnungszins: 1,77% p.a.
Gehaltstrend: 0,00% p.a.
Rententrend: 2,00% p.a.
Fluktuation: 0,00% p.a.
Pensionsalter: 65

Die Pensionsrückstellungen wurden pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich bei einer angenommenen Laufzeit von 15 Jahren ergibt, abgezinst (§ 253 Abs. 2 S. 2 HGB).

Die Differenz der Pensionsgutachten zwischen 7 und 10 Jahren (§ 253 Abs. 6 HGB) führt zu einem ausschüttungsgesperrten Betrag in Höhe von EUR 241.974.

Die Verpflichtungen aus den Pensionszusagen werden mit den korrespondierenden Ansprüchen aus dem Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB saldiert ausgewiesen. Es ergibt sich demnach für die drei Geschäftsführer ein passiver Überhang in Höhe von EUR 878.209 aus der Saldierung der Verpflichtung in Höhe von EUR 2.027.477 und dem Deckungsvermögen in Höhe von EUR 1.149.268. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht dem Buchwert.

Dabei entspricht der handelsrechtliche Zeitwert des Deckungsvermögens dessen steuerlichem Aktivwert.

In der Gewinn- und Verlustrechnung wird entsprechend der Aufwand aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen (EUR 39.208) mit dem Ertrag aus dem Deckungsvermögen (EUR 107.279) unter den Zinserträgen saldiert ausgewiesen.

Für ausstehende Vergütungen nach dem Urheberrechtsgesetz betreffend private Vervielfältigung und Reprographie wurden insgesamt Rückstellungen von EUR 42.985 gebildet.

Die Rückstellung für Drohverluste wurde in Höhe des Erfüllungsbetrags aufgrund einer Zeitwertberechnung der zum Bilanzstichtag noch offenen derivativen Finanzinstrumente der Gesellschaft gebildet.

Die Rückstellung für Gewährleistungsverpflichtungen wurde aufgrund vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung und auf Basis von Erfahrungswerten der Vergangenheit gebildet.

Die Rückstellung für Urlaub und Überstunden wurde auf Basis der entsprechenden Personalunterlagen einschließlich des Arbeitgeberanteils zur Sozialversicherung dotiert.

Im Einzelnen setzen sich die sonstigen Rückstellungen wie folgt zusammen:

31.05.2022
EUR
31.05.2021
EUR
Drohverluste 2.731.637,00 3.223.535,00
Kundenboni 1.259.772,00 923.408,00
Jahresboni 225.000,00 220.000,00
Provisionszahlungen 193.606,00 240.454,00
Gewährleistungen 172.400,00 209.900,00
Resturlaub 156.944,00 174.149,00
VG-Wort 95.682,00 44.766,00
Versicherungen 92.521,00 128.319,00
Abschluss und Prüfungskosten 76.792,00 73.183,00
Rückstellung ZPÜ (Vervielfältigung) 42.985,00 85.840,00
Aufbewahrung Geschäftsunterlagen 18.900,00 18.900,00
Berufsgenossenschaft 13.291,00 12.000,00
Schwerbehindertenabgabe 4.492,00 3.575,00
Überstunden 3.040,00 2.013,00
Tantiemen 0,00 780.000,00
Summe 5.087.062,00 6.140.042,00

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Lieferantenverbindlichkeiten sind durch verlängerten Eigentumsvorbehalt zugunsten der Lieferanten gesichert.

Die Kreditverbindlichkeiten bei der Commerzbank sind über einen Sicherungsübereignungsvertrag gesichert. Des Weiteren wurde seitens der HOB Holding GmbH ein Schuldbeitritt über 35.000.000 EUR erklärt.

III. Einzelerläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden überwiegend im Handel mit Computerzubehör und Peripheriegeräten erzielt und teilen sich im Berichtszeitraum auf folgende geographische Märkte auf:

Mio. EUR %
Inland 544 77,2
Ausland 161 22,8
Summe 705 100,0

Im Vorjahr betrug der Auslandsanteil 29,8%, der Inlandsanteil entsprechend 70,2%.

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 161.869,47 (i. Vj. EUR 215.296,33). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 161.899,04 (i. Vj. EUR 227.975,83).

Die Erträge und Aufwendungen resultieren im Wesentlichen aus der Bereinigung verjährter Beträge im Kontokorrentbereich (Debitoren/Kreditoren).

Materialaufwand

Der Materialaufwand der Berichtsperiode beträgt EUR 661.794.559,16 (i. Vj. EUR 754.520.932,90).

Abschreibungen

Angaben zu den Abschreibungen sind dem im Anhang aufgeführten Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Abschreibungen erfolgten pro rata temporis über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Außerplanmäßige Ab- sowie Zuschreibungen sind nicht vorgenommen worden.

sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen EUR 32.915.177,30 (i. Vj. 41.586.915,51).

Von den Forderungsverlusten i.H.v. EUR 297.753,31 wurden EUR 264.651,59 von der Versicherung erstattet. Die Erträge aus der Erstattung der Versicherung sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten.

IV. Sonstige Angaben

Derivative Finanzinstrumente

Die Siewert und Kau Computertechnik GmbH ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt. Deren Absicherung erfolgt im Wesentlichen durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Es handelt sich meist um außerhalb der Börse gehandelte (sogenannte OTC-) Instrumente. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente erfolgt zur Absicherung des operativen Geschäfts der Gesellschaft - im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Finanzierung des Liefer- und Leistungsverkehrs mit ausländischen Kunden und Lieferanten. Zur Währungssicherung werden vor allem Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäfte eingesetzt. Darüber hinaus werden Termingeschäfte auch ohne Bezug zu einem Grundgeschäft vorgenommen.

Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse die Fluktuationen zu reduzieren, die auf Veränderungen von Wechselkursen zurückgehen.

Ein Preisänderungsrisiko derivativer Finanzinstrumente besteht aufgrund der Schwankungsmöglichkeit der zugrunde liegenden Basisgrößen wie Währungen und Marktpreise. Soweit Derivate zu Sicherungszwecken eingesetzt sind, wird die Möglichkeit von Wertverlusten durch gegenläufige Effekte aus den gesicherten Grundgeschäften kompensiert.

Für Derivate mit positivem Marktwert besteht ein Bonitäts- oder Ausfallrisiko für den Fall, dass die jeweiligen Vertragspartner ihren Erfüllungsverpflichtungen nicht nachkommen können. Zur Minimierung dieses Risikos werden Kontrakte nur über Banken abgewickelt, die über höchste Bonität verfügen. Die folgende Tabelle enthält eine Aufstellung der zum Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente:

Devisentermingeschäfte Deutsche Bank AG
Referenz Währung TRY Endfälligkeit Stichtag EUR MTM Bilanzposten
1037191040/2649905683 3.600.000,00 28.02.2023 -6.113,44 Rückstellung
Devisentermingeschäfte / Forward-Geschäfte / Zinsderivate        
Commerzbank AG
Referenz Währung
USD
Endfälligkeit Stichtag EUR MTM Bilanzposten
142704252 20.000.000,00 27.07.2022 -71.063,82 Rückstellung
139135030 5.000.000,00 28.10.2022 -61.261,23 Rückstellung
CAF0210484292/02 10.000.000,00 02.06.2022 -10.612,17 Rückstellung
CAF0209471490F02 5.000.000,00 28.04.2023 -546.216,30 Rückstellung
Referenz Währung
CHF
Endfälligkeit Stichtag EUR MTM Bilanzposten
142976969 5.000.000,00 02.06.2022 -3,5 Rückstellung
CAF0210430461F02 10.000.000,00 25.05.2023 -323.491,55 Rückstellung
Referenz Währung TRY Endfälligkeit Stichtag EUR MTM Bilanzposten
CAF0210692868F03 8.000.000,00 31.05.2023 -352.674,66 Rückstellung
Referenz Währung
EUR
Endfälligkeit Stichtag EUR MTM Bilanzposten
9398330UK 10.000.000,00 04.09.2022 -18.104,98 Rückstellung
139342149 1 05.01.2023 251.605,41 Keine
140548237 1 28.02.2023 -19.388,62 Rückstellung
Devisentermingeschäfte UniCredit Bank AG
Referenz Währung
USD
Endfälligkeit Stichtag EUR MTM Bilanzposten
0000310522XD03AS 20.000.000,00 02.06.2022 -22.681,85 Rückstellung
0000240522XD018S 10.000.000,00 02.06.2022 -8.174,53 Rückstellung
0000050522XO0062 5.000.000,00 07.06.2022 -6.492,40 Rückstellung
0000050522XO0061 5.000.000,00 07.07.2022 -18.658,01 Rückstellung
0000120522XO0165 5.000.000,00 14.07.2022 -98.965,40 Rückstellung
0000170522XO0156 5.000.000,00 15.07.2022 -19.543,07 Rückstellung
0000200522XO0131 5.000.000,00 21.07.2022 -23.963,52 Rückstellung
0000260422XO0190 10.000.000,00 18.10.2022 -54.419,40 Rückstellung
0000250122XO0164 5.000.000,00 25.10.2022 -90.972,95 Rückstellung
0000030222XO0129 12.000.000,01 18.01.2023 257.606,95 Keine
0000040322XO0452 11.999.999,98 15.02.2023 -112.723,12 Rückstellung
Referenz Währung
EUR
Endfälligkeit Stichtag EUR MTM Bilanzposten
0000040222XO0296 9.917.356,43 02.05.2023 -2.608,23 Rückstellung
MMX_29887435 10.000.000,00 31.03.2025 -158.399,56 Rückstellung
Referenz Währung
CHF
Endfälligkeit Stichtag EUR MTM Bilanzposten
0000270422XD023H 10.000.000,00 28.04.2023 -374.849,06 Rückstellung
0000040522XO0035 5.000.000,00 02.06.2022 -24,72 Rückstellung
Referenz Währung
JPY
Endfälligkeit Stichtag EUR MTM Bilanzposten
0000090522XO0021 600.000.000,00 09.06.2022 -2.524,12 Rückstellung
0000090522XO0020 600.000.000,00 07.07.2022 -16.476,90 Rückstellung
0000290322XO0206 600.000.000,00 28.12.2022 -47.882,25 Rückstellung
0000200422XO0042 600.000.000,00 19.01.2023 -22.450,01 Rückstellung
Referenz Währung TRY Endfälligkeit Stichtag EUR MTM Bilanzposten
0000050522XO0112 8.000.000,00 05.05.2023 -238.553,43 Rückstellung
Devisentermingeschäfte        
Deutsche Postbank AG
Referenz Währung
EUR
Endfälligkeit Stichtag EUR MTM Bilanzposten
750011168 10.000.000,00 31.10.2022 12.974,52 Keine
750011254 15.000.000,00 31.10.2022 18.574,46 Keine
1005717 15.000.000,00 31.10.2022 -1.406,80 Rückstellung
1005705 10.000.000,00 31.10.2022 -937,87 Rückstellung

Zum Bilanzstichtag erfolgte eine Mark to Market Bewertung (MTM) seitens des jeweiligen Kreditinstituts, wobei ein positives Vorzeichen des Marktwertes einen Gewinn aus Sicht von Siewert & Kau Computertechnik GmbH darstellt und ein negatives Vorzeichen einen drohenden Verlust. Bei drohenden Verlusten wurde eine Drohverlustrückstellung passiviert. Gewinne wurden aufgrund des Realisationsprinzips des § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB nicht angesetzt.

Fremdwährungsumrechnung

Im Zeitpunkt des erstmaligen handelsbilanziellen Ansatzes werden die Forderungen bzw. Verbindlichkeiten und Guthaben in Fremdwährung sowie Valutabestände grundsätzlich zum Anschaffungskurs in Euro angesetzt. Die Folgebewertung wird gemäß § 256a HGB vorgenommen.

Anzahl der Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt)

Die Beschäftigtenzahl stellt sich im Berichtszeitraum wie folgt dar:

2021 / 2022 2020 / 2021
Leitende Angestellte 9 9
Kaufmännische Angestellte * 134 128
Teilzeit/Aushilfskräfte 8 4
Summe 151 141
* davon Auszubildende 15 13
Summe ohne Auszubildende 136 128

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Versicherungsverträgen - unter Berücksichtigung der frühestmöglichen Kündigungsmöglichkeit - beträgt: TEUR 15.681, davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 14.825. Von dem Gesamtbetrag entfallen auf den Zeitraum bis ein Jahr TEUR 1.860 (davon verbundene Unternehmen TEUR 1.462) sowie auf den Zeitraum von mehr als einem Jahr TEUR 13.821 (davon verbundene Unternehmen TEUR 13.363).

Haftungsverhältnisse

Seitens der Commerzbank AG ist eine Zollbürgschaft über EUR 37.500,00 an das Hauptzollamt Frankfurt am Main herausgereicht, die die Zahlung der Zoll- und Steuerverpflichtungen durch die Siewert & Kau Computertechnik GmbH besichert, sowie eine Bürgschaft in Höhe von EUR 3.630,00 für Büroräume der Siewert & Kau Benelux B.V.

Zwei Avale der Deutschen Bank AG über insgesamt EUR 200.000,00 besichern Zoll- und Steuerverpflichtungen gegenüber dem Hauptzollamt Köln.

Die Inanspruchnahme aus den Bürgschaften schätzen wir aufgrund der Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor (§ 285 Nr. 27 HGB).

Latente Steuern

Es ergibt sich ein Aktivüberhang latenter Steuern in Höhe von TEUR 1.161 aus den Pensionsrückstellungen (TEUR 383), aus der Drohverlustrückstellung (TEUR 820) und der Stichtagsbewertung von US$/CHF-Debitoren und US$-Kreditoren (TEUR ./.42). Dieser wurde entsprechend des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt. Bei der Ermittlung wurde ein Steuersatz von 30 % zugrunde gelegt.

Abschlussprüferhonorar

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2021/2022 setzt sich wie folgt zusammen:

a) Abschlussprüfungsleistungen 40.000,00 EUR
b) andere Bestätigungsleistungen 0,00 EUR
c) Steuerberatungsleistungen 0,00 EUR
d) sonstige Leistungen 0,00 EUR
Summe: 40.000,00 EUR

Mitglieder der Geschäftsführung

Während des Geschäftsjahres wurden die Geschäfte durch die Geschäftsführer Herr Holger Kau (Bau / Logistik / Service / Personal), Herr Oliver Kau (Einkauf / Verkauf / Finanzen / Backoffice) und Herr Björn Siewert (Einkauf / Verkauf / Technik / Marketing) geführt.

Unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Organbezüge nach § 285 Nr. 9 a) und b) verzichtet.

Es bestehen unbefristete, jedoch jederzeit kündbare Darlehen an die Geschäftsführer in Höhe von EUR 1.500.977,77 (i. Vj. EUR 1.265.808,28), die in Höhe von EUR 437.708,82 als Sonderbetriebsvermögen bei dem nahestehenden Unternehmen Siewert & Kau III GmbH & Co. KG dienen. Im Geschäftsjahr erfolgte keine Rückführung. Der Zinssatz beträgt 1,0 %. Sicherheiten wurden nicht gestellt.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ereignet.

Gewinnverwendung

Der Jahresüberschuss für das aktuelle Geschäftsjahr beträgt EUR 7.300.179,58. Einschließlich des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr in Höhe von EUR 4.016.336,89 und unter Berücksichtigung eines ausschüttungsgesperrten Betrags in Höhe von EUR 241.974,00 hinsichtlich der Pensionsverpflichtungen ergibt sich ein ausschüttbarer Gewinn in Höhe von EUR 11.074.542,47. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. Gemäß dem Beschluss vom 09.06.2022 wurde eine Ausschüttung in Höhe von EUR 1.000.000,00 vorgenommen.

A ngaben zum Mutterunternehmen

Die HOB Holding GmbH, Bergheim, stellt als Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Kreis der einbezogenen Unternehmen auf und veröffentlicht diesen im elektronischen Bundesanzeiger.

Von der Befreiungsvorschrift des § 291 HGB hinsichtlich der Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts auf Ebene der Siewert & Kau Computertechnik GmbH wurde Gebrauch gemacht.

 

Bergheim, den 8. September 2022

Holger Kau

Oliver Kau

Björn Siewert

Lagebericht

A. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft umfasst den Groß- und Einzelhandel mit Gegenständen der Computerperipherie und innovativer Kommunikationstechnik und den Vertrieb von Software und Computertechnik sowie das Betreiben einer Werbeagentur.

Geführt wird das Unternehmen von den Geschäftsführern und mittelbaren Alleingesellschaftern Björn Siewert, Holger Kau und Oliver Kau. Neben dem operativen Geschäft sind die Verantwortlichkeiten wie folgt aufgeteilt.

Björn Siewert: Einkauf / Verkauf / Technik / Marketing

Oliver Kau: Einkauf / Verkauf / Finanzen / Backoffice

Holger Kau: Bau / Logistik / Service / Personal

Der Firmensitz sowie das Zentrallager sind in Bergheim. Darüber hinaus gibt es Vertriebsbüros an mehreren Standorten in Deutschland.

Das Geschäftsjahr beginnt am 01. Juni eines Jahres und endet am 31. Mai des darauffolgenden Jahres.

Die Ertragslage basiert auf Umsätzen von insgesamt rd. EUR 704,8 Mio. (i. Vj. EUR 803,6 Mio.). Der Rohertrag (Umsatz abzgl. Materialaufwand) hat sich zum Vorjahr um EUR 6,1 Mio. auf rd. EUR 43,0 Mio. verschlechtert (i. Vj. Verbesserung um EUR 11,7 Mio. auf rd. EUR 49,1 Mio.). Nach Berücksichtigung der Personalaufwendungen, Abschreibungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergibt sich ein EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern) von rund EUR 8,9 Mio. (i. Vj. EUR 9,7 Mio.). Als Jahresüberschuss wurden rd. EUR 7,3 Mio. erzielt gegenüber einem Jahresüberschuss von EUR 6,3 Mio. im Vorjahr.

Das Unternehmen konnte die eigene Umsatzprognose von 800Mio€ nicht erreichen. Ursächlich dafür waren verschiedene Faktoren, primär aber die Produktgruppen Komponenten wie z.B. Prozessoren und Displays. Neben der bekannten, generellen, Chipkrise, wurde im vorangegangenen Jahr 20/21 noch eine s.g. "End of Life" Deal mit AMD im Wert von rd. 30Mio€ abgewickelt. Ein solches Geschäft konnte aufgrund der schwierigen Rahmenbedingung im letzten Geschäftsjahr nicht generiert werden. Der Gesamtumsatz mit Prozessoren sank von knapp 83,4Mio€ auf 34,5Mio€. Die Lieferprobleme bei Halbleitern haben sich, neben den CPU`s, auch bei anderen Speicherprodukten negativ im Umsatz niedergeschlagen. Insgesamt sank der Komponentenumsatz marktbedingt von rd. 370Mio€ auf 296Mio€. Bei Displays sank der Umsatz durch Probleme in den Lieferketten von knapp 128Mio€ auf knapp 98Mio€. Darüber hinaus war das abgelaufene Geschäftsjahr auch von weiteren, schwierigen Marktbedingungen geprägt. Der IT Coronaboom neigte sich bereits im 2HJ des Geschäftsjahres seinem Ende entgegen - die Nachfrage hat sich in Folge wieder normalisiert. Fortwährende Coronabeschränkungen in China sorgen immer noch - und immer wieder zu Problemen in den Lieferketten. Betroffen waren neben bereits genannten Produkten insbesondere verschieden Komponenten aus dem Netzwerkbereich und dem Druckersegment - hier hält die Verknappung bis heute an. Auch andere Produkte wie hochwertige Notebooks waren von der Verknappung betroffen, da hier immer wieder einzelne Bauteile nicht verfügbar waren. Es galt - je komplexer ein Gerät, desto knapper war es. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine, hat zusätzlich zu Verunsicherung des Marktes beigetragen. Die meisten IT-Hersteller haben den Vertrieb nach Russland sanktioniert. Der Unternehmensumsatz nach Russland reduzierte sich dadurch von knapp 11,9Mio€ auf 4,1Mio€. Stark zulegen konnte das Unternehmen bei dem Vertrieb von Grafikkarten - hier wuchs der Umsatz, trotz extremer Knappheit, von 88Mio€ auf 122Mio€. Der ASP hat ebenfalls stark zugelegt, trotz eines Stückzahlenrückgangs, ist der Umsatz deutlich gewachsen. Wurden im GJ 20/21 noch rd.300K Stück verkauft, sank die Stückzahl im GJ 21/22 auf rd.245K. In Zahlen ausgedrückt stieg der ASP von rd.290€ auf rd.498€.

Die coronabedingte Kaufzurückhaltung von Systemhauskunden hat sich gelöst. Durch Homeofficepflicht und Reisbeschränkungen konnten viele Projekte nicht ausgeliefert bzw. realisiert werden. Nach überwiegendem Wegfall der Maßnahmen konnte hier in Folge Mehrgeschäft generiert werden. Der Umsatz im Systemhauskanal wuchs um knapp 16% im Vergleich zum Vorjahr. Der Markt insgesamt wurde insbesondere im letzten Quartal unübersichtlicher. Die beginnende Kaufzurückhaltung beim Endkunden traf auf eine fortwährende Verknappung bei bestimmten Komponenten. Im Ergebnis hat das beispielsweise bei günstigen Notebooks zu Preissenkungen geführt, wogegen sich verschiedene Serverkomponenten im Preis verdoppelt haben und praktisch nicht verfügbar sind.

B. Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft ist gegenüber dem Vorjahresultimo 31.05.2021 um TEUR 14.052 von TEUR 130.075 auf TEUR 116.023 gefallen. Dies entspricht einer Minderung um 10,8 %.

Der Wert des Anlagevermögens verringerte sich um TEUR 92 auf TEUR 988, da die Abschreibungen höher waren als die Zugänge des Geschäftsjahres.

Bei den Finanzanlagen haben sich keine Veränderungen zum Vorjahr ergeben.

Das Umlaufvermögen verminderte sich um TEUR 13.967 auf TEUR 114.821. Die Reduzierung ist im Wesentlichen durch die um TEUR 9.380 niedrigeren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen geprägt (dies entspricht einem Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 45,5 %). Dem Anstieg der Forderungen wird weiterhin durch Factoring und konsequentes Forderungsmanagement entgegengewirkt. Die liquiden Mittel verminderten sich um TEUR 7.526 auf TEUR 12.998, die sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 4.221 auf TEUR 7.531.

Die Vorräte erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 6.521. Daneben ist ein Anstieg bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 639 auf TEUR 12.548 zu verzeichnen. Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 3.729) und um kurzfristige Darlehen (TEUR 8.819). Die Rechnungsabgrenzungsposten erhöhten sich um TEUR 6 auf TEUR 214.

Das Eigenkapital der Gesellschaft beläuft sich zum 31.05.2022 auf TEUR 11.958 (31.05.2021: TEUR 6.657). Ausgehend vom Stand zum 31.05.2021 entwickelte sich das Eigenkapital im Geschäftsjahr 2021/2022 wie folgt:

Eigenkapital zum 31.05.2021: TEUR 6.658
Ausschüttungen 21/22: TEUR 2.000
Jahresüberschuss 21/22: TEUR 7.300
Eigenkapital zum 31.05.2022: TEUR 11.958

Die Steuerrückstellungen haben sich im Geschäftsjahr um TEUR 10.645 auf TEUR 2.661 verringert.

Die sonstigen Rückstellungen sind mit TEUR 5.087 um TEUR 1.053 niedriger als zum Vorjahresultimo. Die darin enthaltenen größten Positionen decken Drohverluste in Höhe von TEUR 2.732 und Kundenboni i.H.v. TEUR 1.260 ab.

Der Bereich der Verbindlichkeiten ist u.a. durch eine Minderung der Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten in Höhe von TEUR 12.307 gekennzeichnet. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 7.984. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen TEUR 334. Die übrigen sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 4.214 bestehen im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (TEUR 662) und Steuerverbindlichkeiten (TEUR 3.538).

Finanzlage

Die Gesellschaft hat Kredit-Rahmenverträge mit verschiedenen Großbanken geschlossen und verfügt hierdurch über ausreichende kurzfristige Kreditlinien. Der Bestand der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhte sich durch den gestiegenen Warenbestand zum Stichtag im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 7.984 auf TEUR 73.043. Die Zahlungsmittel zum 31.05.2022 betragen TEUR 12.998 (31.05.2021: TEUR 20.524).

Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Gesellschaft hat Factoring Verträge abgeschlossen. Sie nutzt das Factoring zur Liquiditätsverbesserung, Verlagerung des Ausfallrisikos, Verringerung der Kreditversicherungskosten und Verbesserung der Bilanzkennzahlen. Daneben fallen für dieses Instrument aber auch Gebühren an.

Die Gesellschaft ist im Geschäftsjahr 2021/2022 jederzeit liquide und in der Lage gewesen, ihren Verpflichtungen nachzukommen.

Die Investitionen des Geschäftsjahres erfolgten ansonsten im Wesentlichen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Ertragslage

Für das Geschäftsjahr 2021/2022 weist die Siewert & Kau Computertechnik GmbH einen Jahresüberschuss von TEUR 7.300 aus, gegenüber einem Jahresüberschuss von TEUR 6.295 im Vorjahr.

Die einzelnen Ergebniskomponenten stellen sich wie folgt dar:

Die Umsatzerlöse sind für die Siewert & Kau Computertechnik GmbH der wesentliche finanzielle Leistungsindikator und betragen 704,8Mio € (i. Vj. 803,6Mio €). Der Rückgang von rund 12,3 % liegt damit deutlich unter dem im Vorjahr prognostizierten Wachstum von 0%.

Die Umsatzerlöse verteilen sich hauptsächlich auf die folgenden Produktbereiche:

Komponenten inkl. Storage Produkte - wie CPU, Motherboards, VGA, Memory, Festplatten und SSD rd. 296Mio€, Peripherieprodukte inkl. Drucker, Displays und Consumables und Netzwerke mit rd. 228 Mio.€, Computing inkl. Server und professional Storage mit rd. 88,8 Mio.€.

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf TEUR 9.921 (i. Vj. TEUR 13.646) und beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Währungskursdifferenzen, aus Erstattungen der Warenkreditversicherung und aus Termingeschäften.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf TEUR 32.915 (i. Vj. TEUR 41.587). Der Rückgang zum Vorjahr ergibt sich im Wesentlichen aus niedrigeren Aufwendungen aus Währungskursdifferenzen/Termingeschäften.

Der Materialaufwand liegt mit TEUR 661.795 bei rund 93,9 % (i. Vj. 93,9 %) der Umsatzerlöse. Die Materialeinsatzquote ist damit planmäßig.

Der Personalaufwand beträgt TEUR 10.777 nach TEUR 11.047 im Vorjahr und das Finanzergebnis liegt bei TEUR ./. 655 (i. Vj. TEUR ./. 1.965).

Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Der rückläufige Umsatzerlös ist im Wesentlichen auf die bereits genannten Faktoren zurückzuführen. Trotz dieses Umstandes ist die Geschäftsführung mit dem Geschäftsverlauf zufrieden. Unter den äußerst schwierigen Marktbedingungen, gelang es dem Unternehmen dennoch einen guten Ertrag zu erwirtschaften. Zentrale Projekte wie den Ausbau des Herstellers Fujitsu schreiten voran und in Folge konnten hier bereits ca. 9Mio€ Umsatz erwirtschaftet werden. Der Ertrag der verschiedenen Warengruppen bleibt marktechnischen Schwankungen unterworfen - in Summe aber stabil.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Im gesamten Geschäftsjahr wurden mit ca. 8,8 Mio. Stück weniger Artikel als im Vorjahr umgeschlagen. Der Average Selling Price (ASP) über alle Produkte erhöhte sich jedoch von 77,0 € / Stk. im GJ 20/21 auf knapp 80,2 € / Stk. im GJ 21/22.

Die Gesellschaft verfügt über ein nachhaltiges Vertrauen bei Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern. Die weitere Pflege und Verbesserung der Beziehungen zu diesen Stakeholdern sowie die Beibehaltung und Weiterentwicklung der hohen Produkt- und Servicequalität repräsentieren die wichtigsten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren.

C. Chancen- und Risikobericht

Chancen

Mit dem weitestgehenden Ende der Coronamaßnahmen normalisiert sich der Markt fortschreitend und bietet in Folge wieder mehr Möglichkeiten. Die Veranstaltungs- sowie die Tourismusbranche sowie der Einzelhandel fragt wieder IT-Projekte an. Themen wie Hotel TV, Flughäfen, Messen etc. holen aufgeschobene IT-Investitionen nach. Entgegen den Erwartungen, wächst auch der stationäre Handel gegenüber dem Onlinehandel wieder - Erlebnisshopping gewinnt zunehmend an Bedeutung und hierfür werden beispielsweise großformatige Displays am POS benötigt. Investitionen in die IT-Infrastrukturen wurden durch Lieferprobleme und Coronamaßnahmen ausgebremst und nun nachgeholt. Es ist in diesem Jahr von einer Verbesserung der Lieferfähigkeit auszugehen.

Risiken

Die Geschäftspolitik der Siewert & Kau Computertechnik GmbH ist darauf ausgerichtet, den Unternehmenswert langfristig zu steigern. Um dies zu erreichen, müssen die sich am Markt bietenden Chancen unter sorgsamer Abwägung der damit verbundenen Risiken ergriffen werden.

Ziel der Risikopolitik ist es, das Chance-Risiko-Verhältnis unter Vermeidung bestandsgefährdender Risiken zu optimieren. Dabei unterliegt das systematische Risikomanagement direkt der Verantwortung der Geschäftsführung. Die Identifikation und Kommunikation von Risiken erfolgen durch die Geschäftsführung der operativen Einheiten sowie der leitenden Angestellten.

Die für die Siewert & Kau Computertechnik GmbH bestehenden Risiken werden unternehmensweit einheitlich identifiziert, bewertet, kommuniziert und gegebenenfalls begrenzt. Zur Ermittlung von Risiken bedienen wir uns verschiedener Methoden wie der Beobachtung von branchenspezifischen und gesamtwirtschaftlichen Risikoindikatoren oder der Analyse der Beschaffungs- und Absatzmärkte.

Die Risikoidentifizierung wird als Aufgabe aller Mitarbeiter angesehen. Sie wird durch flache Hierarchien und eine von der Geschäftsführung vorgelebte, offene Kommunikationskultur hinsichtlich potenzieller Risiken gefördert.

Die verschiedenen globalen und lokalen Krisen können sich auch auf das Geschäft des Unternehmens auswirken. Insbesondere die grassierende Inflation wirkt sich negativ auf das Kaufverhalten der Verbraucher aus. Der Konsumindex verzeichnet bereits jetzt Tiefststände und unkalkulierbare Energiepreissteigerungen entziehen dem Konsumenten enorme Kaufkraft. Auch eine eventuell bevorstehende Corona Herbst/Winterwelle könnte sich negativ auf den Markt auswirken. Ein Risiko besteht zudem in einer weiteren Eskalation des Russland-Ukraine-Kriegs und im schlimmsten Fall dessen Ausweitung auf andere Staaten. Die durch die EU und viele weitere Staaten verhängten Sanktionen gegen Russland führen unter anderem zu steigenden Energie- und Kraftstoffkosten, die zu einer deutlichen Erhöhung der Beschaffungs - und Frachtkosten führen.

Als besonderes unternehmensspezifisches Risiko ist die geringe Marge im IT-Handel zu nennen. Zudem führen teils sehr kurze Produktzyklen zu Preisverfällen am Markt, welche vom Unternehmen abgefangen werden müssen. Diese sind zwar größtenteils durch sog. "Stockprotection" seitens der Hersteller abgesichert, können aber nicht völlig ausgeschlossen werden.

Daneben stellen nicht völlig auszuschließende Ausfälle bei den (weitgehend versicherten) Kundenforderungen sowie mögliche Belastungen aus Fremdwährungsgeschäften besondere Risiken dar. Die Gesellschaft hat zur Risikoreduzierung eine Warenkreditversicherung abgeschlossen, über die ein Großteil der Forderungen abgesichert sind. Daneben vergibt die Gesellschaft für nicht versicherbare Kunden geringe Kreditlimits oder liefert nur gegen Vorauskasse. Zur Absicherung des Ausfallrisikos aus den Forderungen gegen größere Kunden hat die Gesellschaft Factoring Verträge abgeschlossen.

Im US-Dollarbereich wird den Risiken, wenn angebracht, durch den Einsatz von Währungstermingeschäften entgegengesteuert. Als derivative Finanzinstrumente werden Devisentermin- und Optionsgeschäfte zur Absicherung gegen das Zahlungsstromänderungsrisiko aus Währungskursschwankungen - im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Finanzierung des Liefer- und Leistungsverkehrs mit ausländischen Kunden und Lieferanten - eingesetzt. Abgesichert wird die Nettoposition der Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten. Bilanzielle Bewertungseinheiten bestehen nicht. Darüber hinaus werden Termingeschäfte auch ohne Bezug zu einem Grundgeschäft vorgenommen. Die Kontrakte werden nur über Banken abgewickelt, die über höchste Bonität verfügen. Mögliche Belastungen aus diesen Fremdwährungsgeschäften stellen grundsätzlich Risiken dar. Art und Umfang der zum Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente sind im Anhang angegeben.

Am 28.06.19 hat sich die Zentralstelle für private Überspielrechte (ZPÜ) mit dem Branchenverband Bitkom über eine Festsetzung der Vergütungssätze für USB Sticks und Speicherkarten geeinigt.

Diese Einigung betrifft die Zeiträume ab dem 01.07.2012 und ist auf Unternehmensseite vollumfänglich durch entsprechende Rückstellungen gedeckt.

D. Prognosebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023

Die gesamtwirtschaftliche Situation

Die Konjunkturaussichten trüben sich weiter ein und das Rezessionsrisiko für die Wirtschaft bleibt akut. Die deutsche Wirtschaft ist bereits im zweiten Quartal nicht gewachsen, sondern stagnierte im Vergleich zum ersten Vierteljahr. Schwierige weltwirtschaftliche Rahmenbedingungen mit anhaltender Corona Pandemie, gestörte Lieferketten, Inflation und der Krieg in der Ukraine schlagen sich deutlich in der konjunkturellen Entwicklung nieder. In ihrer Prognose vom April ging die Bundesregierung noch von einer Steigerung des BIP`s von +2,2% für 2022 und +2,5% für 2023 aus. Die OECD senkte bereits ihre Prognose für die Weltwirtschaft 2022 und 2023 deutlich. Mit Blick auf den Ukraine Konflikt und dessen Folgen beurteilt sie die Aussichten der globalen Konjunktur skeptischer. Für das nächste Jahr rechnet sie nur noch mit einem Wachstum der globalen Wirtschaft von +2,8%, nach einer bisher erwarteteten Steigerung von +3,2%. Die Inflation soll noch in diesem Jahr auf 8,5% klettern und 2023 auf 6,0% abebben. Für die deutsche Wirtschaft rechnet die OECD nur noch mit einem Wachstum von +1,9%, im Dezember hat sie noch ca. +4% erwartet. Die EU-Kommission ist noch etwas optimistischer und erwartet für den Euroraum trotz einer höheren Inflation von +7,6% keine Rezession. Sie erwartet nur noch einen Zuwachs bim BIP von +2,6%, im Frühjahr hatte sie noch +2,7% veranschlagt.

Beim deutschen Verbraucher sind die Auswirkungen der anhaltend hohen Inflation und dem Rezessionsrisikos bereits zu spüren. Die Furcht vor einer akuten Gas Krise im Winter und die hohe Inflation verderben den Konsumenten die Laune wie niemals zuvor. Das Barometer der GFK zeigt für August einen Rückgang um 2,9 Zähler auf minus 30,6 Punkte. Das ist der schlechteste Wert seit der ersten Erhebung der Verbraucherstimmung im Jahr 1991. Die Angst vor einer drohenden Rezession zeigt sich in der GFK Konjunkturerwartung, diese gab im Juli gegenüber dem Vormonat um 6,5Punkte nach und sank auf minus 18,2 Punkte. Dies ist der niedrigste Wert seit dem ersten Coronalockdown 2020. Die aktuell hohen Inflationsraten zwischen 7% und 8% beeinträchtigen die Kaufkraft der privaten Haushalte. Sollte die Gaslieferung aus Russland weiter eingeschränkt oder sogar eingestellt werden, dürften die Energiepreise weiter steigen und damit Kaufkraft entziehen. Die aktuelle Schwäche des Euros gegenüber dem USD verteuern Importe aus dem Dollarraum zusätzlich. Der GFK Indikator für die Einkommensstimmung der Deutschen sank im Juli um 12,2 Punkte auf minus 457 Punkte - ebenso ein Allzeit-Tief. Die Bereitschaft für größere Einkäufe ließ ebenfalls nach. Das Barometer dafür verlor 0,8 Punkte auf minus 14,5 Zähler. Wenn mehr Geld für Energie und Lebensmittel aufgewendet werden muss, fehlt das Geld für andere Investitionen. Der deutsche Einzelhandel spürt die Kaufzurückhaltung bereits und verzeichnete den größten Umsatzeinbruch seit 1994. Die Einnahmen fielen im Juni inflationsbereinigt um 8,8% im Vergleich zum Vorjahr. Nicht preisbereinig (nominal) nahm der Umsatz aber nur um 0,8% ab. Der Unterschied zwischen diesen beiden Werten spiegelt die große Preissteigerung wider. Ebenso dürfte die Gasumlage, welche für den Herbst angekündigt ist, einen weiteren Preisschub für viele Bürger bedeuten. Im Fazit fällt der vor einigen Monaten für möglich gehaltene Konsum-Boom in Folge einer entspannteren Coronalage aus. Selbst der erfolgsverwöhne Onlinehandel verbuchte gegenüber dem Vormonat einen Umsatzrückgang von 3,8%. Verglichen mit dem Vorjahresmonat gab es ein Minus von 15,1%. Im Vergleich zum Juni 2019 lag der Umsatz aber immer noch 22,3% über dem Niveau vor der Coronapandemie.

Die Branchensituation

Die Nachfrage nach PC`s und Notebooks schwächt sich nach zwei extrem starken Coronajahren deutlich ab. Nach Berechnungen der Analysefirma IDC fielen die PC-Verkäufe im zweiten Quartal im Jahresvergleich um 15,3% auf 71,3 Millionen Geräte. Die weltweite PC-Auslieferung wird laut Gartner im Jahr 2022 um 9,5% zurückgehen. Zu den Gründen gehören laut Gartner neben einer hohen Inflation und Währungsschwankungen vor allem Lieferengpässe. Im vergangenen Jahr war der Absatz laut Gartner noch um 11% gestiegen. Die Angst vor eine Rezession hat die Nachfrage laut IDC quer durch alle Marksegmente gedämpft. Zugleich würden aber immer noch mehr PC`s verkauft als vor der Pandemie.

In der Informationstechnik wird laut der Bitkom für 2022 ein Umsatz von 113Milliarden € erwartet. Im Vergleich zu 2021 ist das ein Wachstum um 6,8% für Deutschland. Laut einer aktuellen Prognose von Gartner werden die weltweiten IT-Ausgaben im Jahr 2022 rund 4,4Billionen Dollar erreichen. Dies bedeutet einen Anstieg von 4% gegenüber 2021. Gartner beobachtet, dass CIO`s ihre IT Investitionen beschleunigen. Die Analysten des Beratungsunternehmens erwarten eine Steigerung der weltweiten Ausgaben für IT Devices von 1,9% Jahr 2022 und ein weiteres Wachstum von 1,6% im Jahr 2023. Die Ausgaben für Rechenzentrumshardware sollen sich sogar um 5,5% im Jahr 2022 erhöhen. Die Distribution hat ihre Position in der Lieferkettenproblematik als systemrelevantes Bindeglied zwischen Hersteller und Kunde gefestigt. Der Großhandel hat dabei geholfen Lieferketten zu stabilisieren und Warenverfügbarkeit zu gewährleisten. Die russische Invasion wird laut Gartner voraussichtlich keine direkte Auswirkung auf die weltweiten IT-Ausgaben haben. Inwieweit sich die galoppierende Inflation nachhaltig auf die Konsumausgaben für IT im privaten Umfeld auswirkt, bleibt abzuwarten. Aktuell ist die Konsumstimmung auf einem Tiefpunkt und der deutsche Einzelhandel verzeichnet den größten Umsatzeinbruch seit 1994. Die Nachfrage aus dem B2B Segment wird voraussichtlich eher stabil bleiben bzw. weiter zunehmen. Die Digitalisierung ist nicht aufzuhalten und dafür benötigt man IT-Hardware. Laut dem Bitkom Digital Office Index 2022, planen beispielsweise 51% der öffentlichen Verwaltungen, mehr in die Digitalisierung zu investieren.

Zum Thema Lieferkettenprobleme kann zurzeit keine belastbare Aussage getroffen werden. Die chinesische Regierung verfolgt unbeirrt ihre Zero Covid Strategie und das führt immer wieder zu kleineren oder größeren lokalen Lockdowns, wodurch Probleme in den Warenflüssen entstehen können. Zwar sind aktuell weniger Produkte von diesen Verknappungen betroffen - aber wann beispielweise wieder sämtliche Netzwerkprodukte in vollem Umfang verfügbar sein werden, kann aktuell niemand sagen. Die Frachtraten für Überseecontainer haben sich wieder etwas normalisiert und liegen mit rd.9000$ deutlich unter den Werten vom letzten Jahr. Dort war in Spitzen bis zu 18.000$ pro Container gezahlt worden. Bei diesen hohen Raten wurden Importe von "großen&schweren" Produkten zunehmend unwirtschaftlich.

Zukünftige Produkte und Dienstleistungen

Mit dem Hersteller Fujitsu wurde im Frühjahr 2022 wie plant ein Vollvertrag geschlossen, Das Unternehmen vertreibt nun das gesamte Portfolio des Herstellers. Dieses erstreckt sich, ähnlich wie bei dem Hersteller DELL, vom Notebook bis zum Server. Das adressierte Endkundensegment unterscheidet sich jedoch etwas von Dell. Der Hersteller Fujitsu ist deutlich stärker im s.g. public Sektor aufgestellt und eröffnet somit ein weiteres Vertriebsfeld für Siewert & Kau. Das Competence Team Fujitsu wurde bereits im vergangen GJ deutlich aufgestockt und soll weiterwachsen.

Die Portfoliostrategie wird auch weiterhin nachhaltig vorangetrieben und das Unternehmen konzentriert sich hierbei insbesondere auf gesamtheitliche Lösungsanbieter. Insbesondere die technische Infrastruktur ist hier im Fokus. Allerdings erwartet das Unternehmen auch weiterhin starke Nachfrage nach Komponenten und hofft hier auf wachsende Umsätze.

Geplante Investitionen

Aktuell sind keine größeren Investitionen geplant. Die Entwicklung des ERP Systems, sowie des Onlineshops wird weiter vorangetrieben und eher moderate Kosten im sechsstelligen Bereich verursachen. Der neue Logistikbereich wird voraussichtlich im April 2023 bezugsfertig sein, befindet sich jedoch im Besitz einer Zweckgesellschaft und verursacht somit lediglich eine höhere Mietverbindlichkeit für die Siewert & Kau Computertechnik.

Prognose

Das vergangene Jahr hat gezeigt, wie schwierig es ist, eine belastbare Prognose für das Unternehmen abzugeben. Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen dürften sich in diesem Jahr eher verschlechtern. Der Krieg in der Ukraine sowie die hohe Inflation belasten die Wirtschaft und drücken die Konsumlaune. Sofern der Konsum nicht vollständig zum Erliegen kommt und es nicht zu einer schweren Rezession kommt - erwartet das Unternehmen dennoch ein Wachstum der Umsatzerlöse von ca. +6%.

 

Bergheim, den 08.09.2022

Holger Kau

Oliver Kau

Björn Siewert

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Siewert & Kau Computertechnik GmbH, Bergheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Siewert & Kau Computertechnik GmbH, Bergheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Mai 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2021 bis zum 31. Mai 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Siewert & Kau Computertechnik GmbH, Bergheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2021 bis zum 31. Mai 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Mai 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2021 bis zum 31. Mai 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 8. September 2022

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Marc A. Sahner, Wirtschaftsprüfer

Jens Brinkhoff, Wirtschaftsprüfer

Angaben zur Feststellung

 

Bergheim, den 15.09.2022

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am:

 

15.09.2022

gez.

Oliver Kau

Holger Kau

Björn Siewert

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

25 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.