Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 139997
Eingetragen
27.11.2001
Branche
Großhandel mit Roh- und SchnittholzGroßhandel mit sonstigen Holzhalbwaren sowie Bauelementen aus HolzTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Rohholz, Holzhalbwaren und Bauelementen aus Holz
Gegenstand
Vertrieb von Holz, Holzwerkstoffen, Kunststoffplatten und verwandten Erzeugnissen, Bodenbelägen und Heimtextilien.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Johann Heiß
seit 15.12.2017
Prokura
Geschäftsführer
Rolf Dr. Engelhard
seit 27.11.2001
Geschäftsführer
Till Dominic Engelhard
seit 27.11.2001
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
ENGELHARD GmbH
Germany
1.020.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Engelhard GmbH

Grünwald

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

Engelhard GmbH, Grünwald b. München

A. Darstellung der Geschäftstätigkeit und des Geschäftsverlaufs

Geschäftstätigkeit der Engelhard Gruppe

Die Engelhard GmbH mit Sitz in Grünwald b. München ist Obergesellschaft des Engelhard Konzerns. Dieser umfasst neben dem Mutterunternehmen insgesamt sechs Tochtergesellschaften, deren Geschäftsanteile zu 100% von der Engelhard GmbH bzw. der Rolf Engelhard GmbH (Gebr. Görgner GmbH) gehalten werden.

Rolf Engelhard GmbH (nachfolgend "REM")

Allgäuer Furnier und Sperrholzhandel GmbH (nachfolgend "AFS")

Rottaler Furnier und Sperrholzhandel GmbH (nachfolgend "RFS")

Inntaler Plattenhandel GmbH (nachfolgend "IPH")

Gebr. Görgner GmbH (nachfolgend "Görgner")

Im Jahr 2022 haben sich die Geschäftsanteile der in der Engelhard GmbH zusammengefassten Geschäftsanteile gegenüber dem Vorjahr insofern verändert, als dass die August Farny GmbH als übertragender Rechtsträger auf Grund des Verschmelzungsvertrages vom 18. Juli 2022 mit der Rolf Engelhard GmbH rückwirkend auf den 1. Januar 2022 verschmolzen wurde.

Unverändert ist der Marktauftritt. Die Engelhard Gruppe ist ein modernes Traditionsunternehmen, das mit fünf Standorten im Freistaat Bayern insbesondere Handwerk, Handel und Planer versorgt. Die Obergesellschaft Engelhard GmbH fungiert als Holding ohne eigene geschäftliche Aktivitäten. Die unternehmerische Tätigkeit obliegt ausschließlich den rechtlich selbständigen Betriebsgesellschaften mit eigenem Marktauftritt, Lagerhaltung, Rechnungswesen und Budgetplanung.

Das Sortiment "Holz + Boden" hat unverändert zwei Pfeiler. "Holz und Holzwerkstoffe" einerseits und der Bereich "Boden" in seiner gesamten Angebotsbreite andererseits. Die wesentlichen Produktgruppen sind in diesem Bereich Parkett, Design-Beläge, Laminat, elastische Beläge, textile Auslegeware und ein sehr umfangreicher Zubehörbereich. Die Möbelstoffaktivitäten der August Farny GmbH sind ein eigener Bereich.

Im Bodenumsatz hat das Angebot in Zubehör eine ganz wichtige Bedeutung, weil hier die Großhandelsfunktion und damit die Verfügbarkeit ab Lager eine für den Kunden besonders bedeutsame Dienstleistung darstellt. Die Verfügbarkeit ist an allen Standorten gewährleistet. Der Umsatz erfolgt allein als Lagergeschäft, Streckengeschäfte finden nicht statt.

Auf Grund der vollen Nutzung der vorhandenen Kapazitäten werden derzeit an verschiedenen Standorten Erweiterungsflächen weiterhin gesucht. Dies betrifft insbesondere auch den Raum Rosenheim, wo als einziger Standort noch in fremdgepachteten Räumen das Geschäft betrieben wird. An anderen Standorten ist die Erweiterung der Kapazitäten und Ausstellungsflächen bereits weiter fortgeschritten.

Unsere Strategie ist, die Struktur des Absatzes derart zu steuern, dass, abgesehen von den laufenden Änderungen in der Nachfrage, bewusst die eigene Angebotsstruktur in Richtung ertragsstärkerer, innovativer und auch beratungsintensiverer Produkte ausgerichtet wird. Der Umsatzanteil volumenstarker aber ertragsschwacher Sortimente wird in den Grenzen gehalten, welcher eine volle Versorgung der Kunden erlaubt, aber sich nicht überproportional zu Lasten des Ergebnisses auswirkt.

Ziel ist es ein Angebot zu bieten, das sich in seiner Zusammensetzung von der Konkurrenz unterscheidet und das, ergänzt durch entsprechende Dienstleistung für die Zielgruppen, interessant wird.

Entsprechende Dienstleistungen umfassen auch die Konfektionierung und Bearbeitung von Holzwerkstoffen. Ferner bestehen weiterhin grundsätzliche Überlegungen über die Ausgestaltung der zukünftigen Digitalisierung einzelner Geschäftsprozesse und Vertriebskanäle.

Konjunkturelle Rahmenbedingungen 2022

Die Engelhard Unternehmensgruppe ist hauptsächlich in Deutschland und dort wiederum in Bayern tätig, in den Regionen der dort ansässigen Gesellschaften. Für die Geschäftsentwicklung ist daher hauptsächlich die Inlandskonjunktur maßgeblich.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2022 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 1,9% gestiegen. Seit dem Winterquartal 2022 (Januar bis März 2022) ist die Deutsche Wirtschaft durch hohe Teuerung und den Folgen des Kriegs in der Ukraine erheblich belastet. Die hohen Energiepreise verstärkten die ohnehin hohe Teuerung und schmälerten dadurch bei den privaten Haushalten die Kaufkraft der Einkommen. Dies belastete den privaten Konsum. Dennoch stiegen die preisbereinigten Konsumausgaben der privaten Haushalte im Inland um 3,4% gegenüber denen des Vorjahrs, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Die Verbraucherpreise haben sich im Jahresdurchschnitt 2022 um 6,9 % gegenüber 2021 erhöht. Die hohe Jahresteuerungsrate wurde vor allem von den Preisanstiegen für Energieprodukte und Nahrungsmittel seit Kriegsbeginn in der Ukraine getrieben. Dazu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, stark steigende Preise sowie der Fachkräftemangel und die anhaltende, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Neben den Preissteigerungen beeinflusste auch der Wegfall fast aller Corona-Beschränkungen das Konsumverhalten der privaten Haushalte. So stiegen im Jahr 2022 die Konsumausgaben für Dienstleistungen. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 waren die gesamten Konsumausgaben der privaten Haushalte im Inland in jeweiligen Preisen 2022 um 9,5 % höher, während die preisbereinigten Ergebnisse noch leicht unter dem Vorkrisenniveau lagen.

Die Baukonjunktur schwächte sich trotz abnehmender Materialengpässe weiter ab. Grund hierfür ist vor allem die sinkende Nachfrage nach Bauleistungen. Sie leidet unter den hohen Baupreisen und den gestiegenen Finanzierungskosten. Die Bauinvestitionen nahmen im Jahr 2022 preisbereinigt um 1,6 % ab. Dabei wirkten sich die fehlenden Baumaterialien und der Fachkräftemangel vor allem im Hochbau und bei Wohnbauten aus. Zunehmende Auftragsstornierungen gewerblicher und privater Bauvorhaben im Zuge andauernd hoher Baupreise sowie steigender Bauzinsen verstärkten den negativen Trend der Bauinvestitionen im Jahresverlauf 2022. Auch die Produktion im Baugewerbe ging deutlich zurück. Gleichwohl erhöhten sich die Umsätze im Bauhauptgewerbe deutlich. Dies dürfte allerdings im Wesentlichen auf hohe Preissteigerungen zurückzuführen sein. Die Investitionen in gewerbliche und öffentliche Bauten entwickelten sich wohl besser als diejenigen im Wohnungsbau.

Im Jahr 2022 wurden in Deutschland 295.300 (+0,6%) Wohnungen fertiggestellt. Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen fiel im Jahr 2022 mit 354 200 (-7,0%) gegenüber dem Vorjahr. Nach Berechnungen des Statistische Bundesamts sanken die für unsere Branche relevanteren Umsätze im Ausbaugewerbe im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2021 real (preisbereinigt) um -4,8% (Vj. -3,2%). Von diesen Umsatzrückgängen waren alle Wirtschaftszweige des Ausbaugewerbes betroffen. Aufgrund der deutlich gestiegenen Baupreise ist der nominale Umsatz dagegen um 10,8 % gestiegen.

Der kräftige Preisauftrieb bei Wohnimmobilien hielt noch bis zur Hälfte des Jahres 2022 an, bevor es im zweiten Halbjahr zu Preisrückgängen kam. Ausschlaggebend für das Ende der Preissteigerungen waren die hohe Inflation und die gestiegenen Finanzierungskosten. Dadurch engte sich der Finanzierungsspielraum für viele Kaufinteressenten stark ein, und die Wohnungsnachfrage ließ nach. Preisdruck kam hingegen von den enorm gestiegenen Baupreisen und der gebremsten Ausweitung des Wohnraumangebots. Laut Angaben des Verbandes deutscher Pfandbriefbanken (vdp) stiegen die Preise für Wohnimmobilien 2022 um 9,0 %. Die Teuerung konzentrierte sich dabei auf die erste Jahreshälfte, wohingegen es im zweiten Halbjahr zu Preisnachlässen kam.

Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2022 um 0,7% höher.

Branchenentwicklung

Das Sortiment der Unternehmensgruppe wird sowohl im Neubau als auch bei der Renovierung bestehender Gebäude verwendet, wobei die Sanierung das höhere Gewicht hat. Mit Blick auf die Bauinvestitionen in Deutschland entfallen grundsätzlich rund 65% auf die Sanierung und 35% auf den Neubau. Durch die derzeitige Entwicklung der Baugenehmigungen kommt es zu Verschiebungen.

Die Entwicklung einzelner Branchen, Segmente und Sortimente auf Ebene des Marktes sowie auf Ebene unserer Unternehmensgruppe kann u.E. wie folgt zusammengefasst werden:

Der Deutsche Holzhandel hat das Jahr 2022 mit einem Umsatzwachstum von knapp +6% (Vj. +18%) abgeschlossen. Das meldet der Gesamtverband Deutscher Holzhandel e.V. (GD Holz). Wie bereits im vorhergehenden Kalenderjahr 2021 sind die Umsatzzuwächse 2022 i.d.R. durch Preiswirkungen erzielt worden und nur in geringem Umfang durch mehr Absatz. Dabei war wiederum eine große Streuung im Umsatz der Sortimente zu verzeichnen.

Am deutlichsten war der Umsatzanstieg in den Sortimenten Plattenwerkstoffe mit +11% und Ausbauprodukte (ohne Fußböden) mit +16% zu verzeichnen. Ferner konnten die Sortimente Fußböden (+4%) und Bauelemente (+9%) einen Umsatzanstieg verzeichnen. Andere Sortimente, wie Schnittholz (+0,5%) und Holz im Garten (- 2%) liegen auf Vorjahresniveau oder darunter.

Die gute Umsatzentwicklung des Jahres 2022 führte dagegen nicht zu einer einheitlich höheren Entwicklung der Deckungsbeiträge. Ein deutlicher Anstieg der Lieferantenpreise belastete die Kalkulation. Neben der Preiskomponente war auch die Beschaffungssituation im deutschen und europäischen Holzhandel noch angespannt. Die hohen Energiepreise, die hohe Inflation und Bauzinsen haben bereits im Jahresverlauf 2022 begonnen die Bauwirtschaft, und damit den deutschen Holzhandel, zu belasten. Laut dem Statistischen Bundesamt sind die Baupreise im Berichtsjahr durchschnittlich um +16,4% (Wohnungsneubau) ggü. Vorjahr gestiegen. Seit der Erhebung im Jahr 1958 war dies die höchste je gemessene Veränderung. Die Jahre 2021 und 2022 waren in der Branche geprägt von einer insgesamt sehr schwierigen Situation auf den Beschaffungsmärkten durch gestörte Lieferketten, Materialknappheit und verteuertes Material, zunächst durch Corona, dann durch den Russland-Ukraine-Konflikt. Der Anteil der Importe aus der Russischen Föderation und der Ukraine an den Gesamtimporten der Europäischen Union betrug im Jahr 2021 im Bereich Schnittholz 44% und bei Holz (verarbeitet) 47%. Für HDF-Faserplatten und Spannplatten lagen die Erzeugerpreise um +46% bzw. +33% über Vorjahr. Handwerksbetriebe konnten Termine nicht halten und müssen innerhalb kürzester Zeit erhebliche Preissprünge, zu deren Weitergabe der Großhandel gezwungen ist, in den bereits kalkulierten Angeboten kompensieren. Der Grad der Weitergabe der höheren Einkaufkosten durch den Großhandel lag im Berichtsjahr lt. dem Ifo-Institut durchschnittlich bei knapp 60%. Dennoch schaut der Holzhandel insgesamt auf ein positives Jahr 2022 zurück.

Zielgruppe für das Holzsortiment sind Schreiner, Zimmerer, Ladenbauer, Montagebetriebe, Regiebetriebe der Industrie. Das Holzsortiment der Gruppe umfasst folgende Artikelbereiche: Holzwerkstoffe im Plattenformat (Rohspanplatten, dekorative Platten, Compactplatten), Bauelemente (einhängefertige Türen, Türrohlinge und Zargen), Schnittholz (für Innenausbau + Konstruktionsvollholz für Zimmerer) und Furniere.

Das Holzsortiment insgesamt erreichte in der Gruppe einen Umsatz leicht über Vorjahresniveau bei unterschiedlicher Entwicklung in den einzelnen Warengruppen. In unserer Unternehmensgruppe war der Umsatzzuwachs in der Warengruppe Spezialplatten im Wesentlichen preisbedingt deutlich positiv. Die weiteren Segmente entwickelten sich uneinheitlich, darunter auch einstellige Rückgänge, wobei grundsätzlich auf Umsatz zugunsten eines höheren Deckungsbeitrags verzichtet wurde. Auch in unserer Unternehmensgruppe waren die Mengen im Jahresverlauf z.T. begrenzt und Preisvereinbarungen wurden uns gekündigt. Die Preise stiegen rasant an. In der Folge waren Mengenentwicklung, Lieferzeiten und Preise im Ausnahmezustand. Ferner haben Umbaumaßnahmen die Lagerkapazitäten unserer Gruppe beeinträchtigt und die Umsätze zeitweise belastet.

Abseits dieses Ausnahmezustands sind in Zukunft weiterhin innovative Produkte im Plattensektor wichtig, die beispielsweise neue Bereiche im Innenausbau eröffnen. Es ist weiterhin schwierig im Volumensortiment unveredelter Platten den erforderlichen Deckungsbeitrag zu erwirtschaften. Deshalb ist der Mix im Verkauf für die Kostendeckung in Zukunft entscheidend.

Wie in der Branche insgesamt wird der Umsatz mit Dienstleistungen im Holzhandel wachsende Bedeutung gewinnen. Der Holzbau hat nach wie vor eine grundsätzlich steigende Tendenz, nicht nur durch die Akzeptanz von Fertighaukonstruktionen aus Holz, sondern auch durch den Ausbau im Bestand in Form von Aufstockungen von bestehenden Gebäuden wie durch Ausbau und Umnutzung von Dachgeschossen. Deshalb werden wir an unseren Standorten, die in diesem Segment weniger stark engagiert sind, unser Sortiment für den Holzbau sowie unsere Beratungstätigkeit weiter ausbauen, insbesondere mit Blick auf die Zielgruppe der Zimmerer.

Insgesamt kam im Berichtsjahr 2022 das Marktwachstum für Bodenbeläge in Deutschland zum Erliegen. Über alle Produktgruppen hinweg liegt das Minus lt. Angaben des statistischen Bundesamtes bezogen auf die Produktion deutscher Hersteller bei -16,2%.

Gemessen am Herstellerumsatz 2022 in Deutschland entfallen nach Erhebungen des Statistischen Bundesamts ca. 41% des Bodenbelagsmarktes auf die Laminatfussböden, 33% auf Elastische Beläge 17% auf textile Beläge. Allerdings lassen sich die Zahlen nicht ohne Weiteres mit der Entwicklung der Bodenbranche und der Entwicklung der abgesetzten Mengen gleichsetzen. Nach früheren Angaben von BRANCHENRADAR.com entfallen ca. 25% der Bodenbelagsumsätze auf Design und Venylbeläge, 21% auf klassische elastische Bodenbeläge, 19% auf textile Bodenbeläge, 18% auf Parkett und 16% auf Laminat. Der Einbruch 2022 in der mengenmäßig größten Produktgruppe Laminat führte auch zu einer Verschiebung bei den Produktions- und Absatzanteilen.

Lt. Marktdaten des Verbandes der Deutschen Parkettindustrie (vdp) verzeichnete die Deutsche Parkettbranche im Jahr 2022 einen Absatzrückgang. Der Umsatz erhöhte sich um +6,5%, während sich der Parkettabsatz um -11,7% verringerte. Ausschlaggebend für das Umsatzwachstum war die Entwicklung im ersten Halbjahr. Ferner war die Umsatzsteigerung geprägt von Verteuerungen in der Lieferkette und hohen Energiepreisen. Nach den ausgeprägten Renovierungsaktivitäten während der Pandemie hat sich die Lage nach Kriegsbeginn in der Ukraine stark gewandelt. Der weitgehende Ausfall von Deckschicht-Lieferungen aus der Ukraine sowie Versorgungsproblemen bei den aus Russland und Weißrussland importierten Nadelschnittholzsortimenten und Sperrhölzern haben zu Verwerfungen auf den europäischen Parkettmärkten geführt. Als Reaktion auf diese Einschränkungen in der Vorproduktversorgung mussten mehrere europäische Parketthersteller ihre Produktion stark einschränken. Ferner war die Parkettindustrie von dem im Berichtsjahr einsetzenden Abschwung in der Bauwirtschaft betroffen. Die schwierige Lage im Immobilienbereich wurde durch stark gestiegene Parkett-Einfuhren, insbesondere aus Fernost, verschärft. So erhöhten sich laut Statistischem Bundesamt allein Deutschlands Importe von Mehrschicht-Parkett aus China im Kalenderjahr 2022 um rund 30%. Auch andere Bodenbeläge verzeichneten Marktrückgänge.

Nach Angaben des Verbands der Europäischen Laminatfußbodenhersteller e.V. verzeichnete auch der Markt für Laminatfußböden nach mehreren erfolgreichen Jahren im Jahr 2022 Einschnitte. So sank der Gesamtabsatz um rund ein Viertel gegenüber 2021.

Auch der Fachverband der Hersteller elastischer Bodenbeläge (FEB) verzeichnete für LVT-Designbeläge absatzseitig einen Einbruch. Im Vergleich zum Vorjahr ging der mengenmäßige Absatz von elastischen Bodenbelägen in der Region DACH 2022 um rund 10% zurück. Diese Entwicklung betraf alle Produktarten. Dabei war der private Bereich stärker vom Rückgang betroffen als das Objektgeschäft mit elastischen Bodenbelägen.

Gegen den Trend entwickelten sich einzig textile Beläge (ca. +3%). Obwohl 2022 erneut weniger gewebte und getuftete Teppichböden produziert wurden, sorgte ein Plus von ca. 8% beim Nadelvlies dafür, dass textile Beläge insgesamt sogar gegen den Trend zulegen konnten. Damit wird auch der Rückgang vergangener Jahre gestoppt. Höhere Preise konnten aber nicht erzielt werden. Die Nachfrage nach textilen Bodenbelägen war beeinflusst von der vergleichsweisen starken Nachfrage im Nichtwohnungsbau, die vorrangig u.a. im Hotelgewerbe sowie im Büro/Ladenbau zum Einsatz kommen.

Der Deutsche Kork-Verband e.V. verzeichnete im Jahr 2022 bei Kork-Fußböden weiterhin einen mehrjährigen Aufwärtstrend bei Nachfrage und Ergebnis. Allerdings trat der Markt, mit sich verschärfender Energiekrise ab Sommer 2022, in eine Seitwärtsewegung ein.

Bei der hier wiedergegebenen Einschätzung der Marktentwicklung gilt es zu bedenken, dass größere Objekte und einzelne Abnehmergruppen häufig von den Herstellern selbst ohne Einbezug des Großhandels beliefert werden, weshalb die Beurteilung der Marktentwicklung anhand der Herstellerumsätze nicht uneingeschränkt auf die Entwicklung des Großhandels übertragen werden kann.

Das Bodensortiment in der Gruppe erzielte im Berichtsjahr 2022 einen Umsatz auf Vorjahresniveau, bei unterschiedlicher Entwicklung in den einzelnen Sortimenten. In unserer Unternehmensgruppe war die Umsatzentwicklung im textilen bzw. elastischen Bereich positiv und in der Warengruppe Parkett leicht rückläufig.

Für unser Bodensortiment, zu dem in unserer Vertriebsorganisation als wichtigste Gruppe Parkett und Laminat gehört, sind die Zielgruppen Raumausstatter, Parkett und Bodenleger, Objekteure, Einzelhandel und Bauträger. Wichtige Abnehmergruppe ist der Verleger ohne Ladengeschäft, der seinen Endverbraucher zur Beratung und zur Auswahl zum Großhandel schickt, um in dessen Ausstellung die Auswahl zu treffen. Deshalb ist der kontinuierliche Ausbau der Ausstellung in der Firmengruppe von Bedeutung. Hier ist die ständige Aktualisierung ein Muss, aber auch die laufende optische Erneuerung. Voraussetzung für den Erfolg ist, dass die Geschäfte ausschließlich über den gewerblichen Kunden abgewickelt werden.

Ein Problem für den Großhandel bei Abwicklung größerer Objekte ist die Direktlieferung durch den Hersteller an den Bauträger oder Objekteur. Dabei wird vom Kunden oft übersehen, dass der Hersteller Aufgaben, die über die reine Lieferung hinausgehen, nicht in der Lage ist anzubieten. Auch in dieser Beziehung ist die Firmengruppe durch ihre regionale Struktur, Kundennähe, Lagerhaltung, Logistik und Finanzstärke in der Lage eine interessante Dienstleistung zu erbringen. Als traditioneller ursprünglich reiner Holzgroßhandel haben wir eine von allen Partnern anerkannte Beratungskompetenz. Wir sind mit allen international maßgeblichen Herstellern in Geschäftsverbindung und bieten ein wettbewerbsstarkes Angebot ab Lager.

Der textile Bereich, in früheren Boomjahren unser wichtigster Umsatzträger, hat über die Jahre stark an Bedeutung verloren. Das zeigt sich auch daran, dass die Vielzahl der Hersteller in der Bundesrepublik auf einige wenige geschrumpft ist und der Einsatzbereich sehr stark auf den Objektbereich konzentriert ist, der heiß umkämpft ist und in dem es keine klaren Vertriebswege mehr gibt. Im Wohnbereich ist der Textilboden zunächst durch Laminat und später zusätzlich durch Designbeläge verdrängt worden. Über die letzten Jahre (bis einschließlich 2021) hindurch war der Designbelag branchenweit der einzige Belag, der kontinuierlich deutliche Zuwächse erzielte. Ein Problem stellt allerdings dar, dass zunehmend billige Designbeläge auf den Markt kommen, die sowohl für Image wie für Rendite schädlich sind und den Lebenszyklus dieser Belagsarten zu verkürzen drohen.

Bei elastischen Belägen haben die sogenannten CV-Beläge ihren Höhepunkt bereits seit langem überschritten. Linoleum und Gummibeläge haben einen vergleichsweise kleinen, aber stabilen Marktanteil.

Nach Branchenradar.com war der Markt für Bodenbelags- und Parkettkleber im Jahr 2022 in Deutschland absatzseitig im mittleren einstelligen Prozentbereich rückläufig. Der überwiegende Teil des Rückgangs beruht auf der Renovierung und dem Nicht-Wohnbau. Umsatzseitig wurde der Markt allerdings von gestiegen Verkaufspreisen gestützt.

Wichtig für den Großhandel ist der Zubehörbereich, in dem der Großhandel seine Funktion als Lagerhalter und Anbieter eines vielseitigen Servicebereichs besonders vermarkten kann und die Konkurrenz durch Direktlieferung der Hersteller an den Verarbeiter nur in Teilbereichen möglich ist. "Zubehör" beinhaltet das komplette Verlegezubehör (Spachtelmassen, Klebstoffe, Profile, Unterlagen, Werkzeug), Renovierungszubehör (Maschinen, Schleifmittel, Lacke und Öle). Hierzu gibt es u.E. keine verlässlichen Marktzahlen. Höherwertige Klebstoffe bzw. Unterlagen sind hier grundsätzlich gefragt, dazu kommt die oft aufwendige Oberflächenbearbeitung bzw. die Renovierung bereits verlegter Flächen. Auf Unternehmensebene konnten wir im Berichtsjahr leichte Zuwächse verzeichnen.

B. Darstellung der Lage

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Steuerung und Kontrolle des Geschäftsverlaufs erfolgt über finanzielle Leistungsindikatoren. Die wichtigsten Steuerungsgrößen stellen der Umsatz bzw. der Rohertrag, das EBIT und die enstprechende Margenetwicklung (Deckungsbeitrag, Rohertrags- bzw. EBIT-Marge) dar sowie ferner die Liquidität und deren Entwicklung im Zeitablauf (Cash-Flow aus der betrieblichen Tätigkeit und Free-Cash-Flow nach der Investitionstätigkeit). Die Entwicklung dieser Größen im Vergleich zum Vorjahr wird im weiteren Verlauf dargestellt.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme bzw. das Vermögen der Engelhard GmbH (Konzern) erhöhte sich per Ende Dezember 2022 auf EUR 62,5 Mio. (+8,5%).

Das langfristig gebundene Vermögen ist insgesamt um EUR 2,1 Mio. (+16,2%) auf EUR 14,8 Mio. gestiegen. Im Berichtsjahr wurde fortgesetzt in die Betriebs- und Geschäftsausstattung investiert, allerdings deutlich weniger als im Vorjahr. Das Sachanlagevermögen stieg daher nur wenig (+1,5%). Das Finanzanlagevermögen, bedingt durch den Anstieg der sonstigen Ausleihungen, stieg um EUR 2,0 Mio. Die Ausleihungen dienen der Finanzierung von Lagerflächen an unseren Standorten.

Das Umlaufvermögen hat sich um EUR 2,9 Mio. (+6,4%) auf EUR 47,7 Mio. erhöht. Mit einem Anteil von 76,2% (Vj. 77,8%) ist das Umlaufvermögen weiterhin der bestimmende Vermögensteil der Gesellschaft. Das Vorratsvermögen bewegte sich im Stichtagsvergleich mit EUR 14,2 Mio. (+19,9%) deutlich über Vorjahressniveau. Ein wesentlicher Faktor für den Anstieg war das höhere Preisniveau im Berichtsjahr. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich im Stichtagsvergleich auf EUR 8,2 Mio. (-3,2%) leicht reduziert. Die Liquiden Mittel sind u.a. bedingt durch die Investitionstätigkeit bzw. die weitere Ausreichung der langfristigen Ausleihungen trotz des deutlich gestiegenen Cash-Flows aus der laufenden Geschäftstätigkeit nur leicht angestiegen (vgl. Finanzlage).

Am Ende des Geschäftsjahres 2022 verfügte der Konzern über EUR 56,8 Mio. Eigenkapital. Der Zuwachs in Höhe von EUR 6,2 Mio. resultiert aus dem Konzernjahresüberschuss 2022 bzw. aus der grundsätzlichen Thesaurierung der Gewinne in der Gruppe. Wie in der Vergangenheit wurden keine Gewinne ausgeschüttet. Die Eigenkapitalquote stieg auf 90,8% (Vj. 87,9%).

Insgesamt bewegen sich die Bilanzpositionen aufgrund des allgemein höheren Preisniveaus in einem höheren Schwankungsbereich und sind Spiegelbild einer fortgesetzt positiven Umsatz und Ertragsentwicklung. Hingegen sind die Rückstellungen auf EUR 2,5 Mio. (-10,7%) sowie die Verbindlichkeiten auf EUR 3,2 Mio. (-21,7%) gesunken. Hier zeigte sich u.a. die grundsätzliche Zurückhaltung zum Jahresende im Bereich des Einkaufs.

Finanzlage

Die Liquiden Mittel sind insbesondere bedingt durch den gestiegenen Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit um EUR 0,5 Mio. (+2,7%) auf EUR 20,2 Mio. gestiegen. Des Weiteren wurden EUR 5,1 Mio. in sonstigen Wertpapieren angelegt. Der Anteil der Liquiden Mittel am Gesamtvermögen beläuft sich auf 32,3% (34,2%).

Der Cashflow auf Ebene der laufenden Geschäftstätigkeit ist auf EUR 3,6 Mio. (Vj. EUR 2,8 Mio.) gestiegen. Dabei wirkte sich insbesondere der Aufbau des Vorratsvermögens bremsend aus.

Der Cashflow auf Ebene der Investitionstätigkeit betrug EUR -3,0 Mio. (Vj. EUR -4,9 Mio.). Im Berichtsjahr haben wir EUR 3,0 Mio. (Vj. EUR 4,5 Mio.) in das Anlagevermögen investiert. Davon entfielen EUR 1,0 Mio. auf das Sachanlagevermögen. Der Free-Cashflow war im Berichtsjahr mit EUR 0,5 Mio. (Vj. EUR 2,0 Mio.) positiv. Die Free-Cashflow-Rendite in Bezug auf die Umsatzerlöse betrug +0,6% (Vj. 2,3%).

Bankkredite werden grundsätzlich nicht in Anspruch genommen, das gilt für die Holding aber auch für die Gruppe insgesamt. Alle Investitionen werden mit Eigenmitteln finanziert. Die Unternehmensgruppe ist schuldenfrei und somit unabhängig von Banken.

Ertragslage

In der Gesamtschau konnten wir im Berichtsjahr ein leichtes Umsatzerlöswachstum und einen höheren Rohertrag i.V.m. einer gestiegenen Rohertragsmarge erzielen. Dabei wurde zum Teil bewusst auf ein Umsatzerlöswachstum zugunsten eines höheren Deckungsbeitrags verzichtet. Das Betriebsergebnis ist im Berichtsjahr um EUR 0,8 Mio. (+9,7%) auf EUR 8,6 Mio. und das Jahresergebnis um EUR 0,6 Mio. (+11,2%) auf EUR 6,2 Mio. gestiegen. Im Einzelnen ergibt sich folgendes Bild:

Auf Gruppenebene stiegen die Umsatzerlöse im Berichtsjahr leicht auf EUR 90,1 Mio. (+0,3%). In der mittelfristigen Rückschau eines 5 Jahresbeobachtungszeitraums konnten die Umsatzerlöse ausgehend von einem Umsatzerlösvolumen im Geschäftsjahr 2018 mit EUR 71,7 Mio. mit einer jährlichen Wachstumsrate von 5,9% (CAGR 2018 bis 2022) gesteigert werden.

Den Umsatzerlösen stand ein auf EUR 64,8 Mio. (-1,5%) gesunkener Materialaufwand gegenüber. Das Rohergebnis lt. Gewinn und Verlustrechnung markierte in der mittelfristigen 5-Jahres-Rückschau einen neuen Bestwert. Dieser konnte im Berichtsjahr um EUR 1,3 Mio. (+5,4%) auf EUR 25,6 Mio. gesteigert werden. Der Deckungsbeitrag (Materialaufwand bezogen auf die Umsatzerlöse) lag im Berichtsjahr mit 28,1% (26,8%) über Vorjahresniveau.

Das Betriebsergebnis stieg auf EUR 8,6 Mio. (+9,7%). Die Umsatzrendite vor Zinsen und Steuern bezogen auf die Umsatzerlöse lag lt. Gewinn und Verlustrechnung mit 9,5% (Vj. 8,7%) über dem Vorjahr. Der Betriebsaufwand insgesamt ist auf EUR 17,0 Mio. (+3,4%) gestiegen. Der Anstieg des Betriebsergebnisses ist in der Gesamtschau auf einen im Vergleich zum Rohergebnis unterproportional gestiegenen Betriebsaufwand zurückzuführen, wobei die Personalkosten wiederum gestiegen sind.

Im Bereich der Personalkosten machten sich insbesondere Lohnerhöhungen, Einmalzahlungen und erfolgsabhänge Vergütungsbestandteile bemerkbar. Der Personalaufwand stieg im Berichtsjahr auf EUR 10,7 Mio. (+2,9%). Die Personalkostenquote bezogen auf die Umsatzerlöse stieg auf 11,9% (11,6%).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lt. Gewinn und Verlustrechnung werden insgesamt mit EUR 5,5 Mio. (+3,4%) ausgewiesen. Die Entwicklung ist regelmäßig durch die Instandhaltung der betrieblichen Räume, den Kollektionsaufwand/ Musterkosten sowie die Kosten für den Fuhrpark beeinflusst.

Das Finanzergebnis, das auf der Einnahmeseite durch das allgemeine Zinsumfeld beeinflusst ist, ist im Berichtsjahr deutlich gestiegen. Es ist im Wesentlichen durch die Zinszahlungen für die sonstigen Wertpapiere angestiegen.

Wie eingangs bereits erwähnt, ergibt sich ein Jahresüberschuss von EUR 6,2 Mio. (Vj. EUR 5,5 Mio.). Die Umsatzrendite nach Steuern wird mit 6,8% (6,2%) ausgewiesen.

C. Voraussichtliche Entwicklung mit Hinweisen auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die Entwicklung der Unternehmensgruppe hängt grundsätzlich ab von der Entwicklung und Umsetzung des Geschäftsmodells, der Entwicklung von Fach und Führungskräften, der Beschaffung von Waren, Dienstleistungen und Energie, Standort und Investitionsentscheidungen sowie der Sicherstellung der Liquidität. Eingegangene Ertragsrisiken müssen durch die erwartete Rendite angemessen verzinst werden. Maßgebliche Kennzahlen basieren auf der Verzinsung des eingesetzten Kapitals und der Umsatzrendite. Die Identifizierung und Reaktion auf erkannte Risiken wird durch Controlling und Planungsprozesse, dem Berichtswesen sowie einem internen Kontrollsystem sichergestellt.

Herausforderungen im Hinblick auf unser Geschäftsmodell bzw. den Absatz unserer Produkte sind die grundsätzlichen strukturellen Veränderungen sowohl im Handel als auch mit Blick auf die Hersteller der Konzentrationsprozess auf der Lieferantenebene. Der Margendruck durch Verdrängungswettbewerb und Überkapazitäten bei den Herstellern von Bodenbelägen bleibt weiterbestehen und deren Auswirkungen auf den örtlichen Handel. Die Lieferanten nehmen immer weniger Rücksicht auf die Einhaltung klassischer Vertriebsstrukturen, sondern agieren zunehmend als Konkurrenten ihrer klassischen Abnehmer, wenn dies von der Größenordnung und der Bonität opportun erscheint. Dies hat zur Folge, dass der Großhandel soweit möglich auf das Herausstellen der Herstellermarke verzichtet und auf eigene Marken setzt. Auf der Großhandelsebene sind die Aktivitäten der Baumärkte zu beobachten, die sich zunehmend der Holz und Bodenschiene zuwenden und den Bauherrn durch großzügige Ausstellungen zu gewinnen versuchen. Sehr genau beobachtet werden muss auch das Einkaufsverhalten der werkstattlosen Abnehmer (auch Generalisten genannt), die im Holzbereich auf den Bezug von Fertig oder Halbfertigelementen ausgerichtet sind, die auf fachliche Beratung und ein breit gefächertes Sortiment wenig angewiesen sind und ihren Bedarf dort decken, wo die billigsten Preise ausgerufen sind.

Eine Möglichkeit, den Veränderungen durch den intensivierten Wettbewerb zu begegnen, ist eine starke Dienstleistungsorientierung, die für den Kunden Mehrwert schafft. Besonderes Augenmerk liegt diesbezüglich auf der Qualität unserer Mitarbeiter, die laufend geschult werden und die insbesondere bei konsumnahen Produkten den Mehrwert für unsere Kunden schaffen. Wir tragen den Risiken Rechnung, indem wir im Verkauf nur Mitarbeiter mit fachhandwerklicher Ausbildung beschäftigen, damit die erforderliche Fachkompetenz geboten werden kann, die wichtiger denn je ist und die einen der wesentlichen Unterschiede zu den Großflächen darstellt. Als zunehmender Engpass stellt sich das Angebot von qualifizierten Nachwuchskräften im Handwerk dar. In Zukunft wollen wir uns auch verstärkt um den Nachwuchs bemühen, um den Personalbedarf durch eigene Ausbildung geeigneter Kandidaten zu decken. Es muss mehr ausgebildet werden und gleichzeitig das Interesse an einer handwerklichen Ausbildung geweckt werden. Dies ist auch eine Aufgabe, die sich der Großhandel stellen muss. Die benötigten Nachwuchskräfte muss der Großhandel selbst ausbilden. Nur die qualifizierte Beratung sichert im Großhandel dessen Zukunft im Markt. Allerdings ist die Engelhard Gruppe bei der Rekrutierung und Loyalität von qualifiziertem Fach und Führungspersonal von vielfältigen externen Faktoren abhängig wie z.B. von dem allgemeinen Arbeitsmarkt und der Branchenentwicklung.

Die Engelhard Gruppe ist als Großhandelsunternehmen auf Lieferanten und Hersteller angewiesen. Insbesondere bei der Auswahl unserer Eigenmarkenlieferanten achten wir auf die Verlässlichkeit mit Blick auf eine hohe Produktqualität. Durch eine stetige Evaluierung des Marktes hinsichtlich alternativer Bezugsquellen und einer Mehrlieferantenstrategie werden die Auswirkungen eines möglichen Lieferantenausfalls reduziert. Bei einer Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen kann nicht ausgeschlossen werden, dass Lieferanten ausfallen, deren Produkte nicht anderweitig beschafft werden können. Ferner führt ein Lieferantenausfall zu einer Wertminderung von bereits lancierten Kollektionen.

Des Weiteren ist die Engelhard Gruppe auf die verlässliche Bereitstellung von Strom und wettbewerbsfähige Strompreise angewiesen. Die Energiepreise belasten insbesondere energieintensive Unternehmen, zu denen wir als Großhandelsunternehmen nicht gehören, sehr wohl aber unsere Lieferanten. Die Energiekosten der Engelhard Gruppe werden insbesondere durch den Verbrauch von Strom und Gas bestimmt. Eine Gasmangellage hätte direkten Einfluss auf die Lagerhaltung temperaturempfindlicher Vorräte wie beispielsweise Klebstoffe oder Spachtelmasse.

An den Energiemärkten war das Geschehen insbesondere im Kalenderjahr 2022 von einem deutlichen Anstieg der Gas- und Strompreise gekennzeichnet, der in Europa besonders ausgeprägt war. Am Stromterminmarkt kam es zu hohen Anstiegen, die Ende August 2022 mit einem weiteren massiven Anstieg ihren Höhepunkt fanden. Die Terminmarktkurven liefen, von einem niedrigeren Zwischenhoch im Dezember 2022 abgesehen, bis Anfang Dezember 2023 deutlich zurück. Trotz des ersten Wintereinbruchs im laufenden Kalenderjahr 2023 ist der Gasterminmarkt derzeit am Fallen. Dabei ist eine Korrektur der im Zuge des Angriffs der Hamas auf Israel aufgebauten Risikoprämie festzustellen. Die vorläufige Entspannung im Nahost-Konflikt brachte das schwache fundamentale Marktumfeld zurück in den Blickpunkt der Marktakteure. Die aktuell gefüllten Gasspeicher und tendenziell milde Temperaturprognosen für das laufende Winterhalbjahr 2023/24 sowie eine konjunkturbedingt schwache Nachfrage überwiegen derzeit. Innenpolitisch rückt außerdem die Haushaltssperre in den Fokus. Energiepolitische Weichenstellungen könnten in Frage stehen.

Die Energiepreise belasten energieintensive Unternehmen. Deutliche (weitere) marktbedingte Energiepreissteigerungen gegenüber dem in der Planung berücksichtigten Preisniveau stellen ein Kostenrisiko dar und können in Zukunft nicht ausgeschlossen werden. Der intensive Wettbewerb und die sich abzeichnende Kaufzurückhaltung der Konsumenten erschwert die Weitergabe der Kostensteigerungen an den Kunden. Mögliche "Blackouts" oder weitere Teuerungsschocks würden die Abläufe in der Produktion unserer Lieferanten stören und könnten auch zu temporären Werksschließungen führen. Aber auch der Großhandel wäre von möglichen "Blackouts" mittelbar betroffen. Wir begegnen diesen Risiken mit Energiesparen. Ferner haben wir an einem Standort eine Photovoltaikanlage installiert. An einem weiteren Standort wird eine im Fremdbesitz bestehende Photovoltaikanlage zukünftig übernommen. Weitere Anlagen werden folgen, wenn die Machbarkeitsstudien zu einem positiven Urteil kommen. In Abhängigkeit der weiteren Entwicklung ist eine Visualisierung, Dokumentation und Analyse der Energiebedarfs und Verbrauchsstruktur durch moderne Stromzähler-Messtechniken (Smart Meters) denkbar. Diese ermöglicht es, Verbrauchs-Hotspots zu erkennen, und bilden eine Hilfestellung für eine stromsparende und energieeffiziente Fahrweise. Ferner stehen wir im Austausch mit unserem Energieversorger.

Ein weiteres Augenmerk liegt auf dem Ausbau der Ausstellungen an allen Standorten. Hier haben wir wichtige Weichenstellungen vorgenommen, die auch die Ausweitung der Lagerkapazitäten betreffen. Investitionen in die Standorte, insbesondere in Form der Ausweitung der Lagerkapazitäten, können negativen Einfluss auf die Ertragskraft des Konzerns haben. Zur Risikominimierung werden deshalb Investitionen in neue Standorte auf der Grundlage unserer detaillierten Marktkenntnisse vorbereitet und Investitionsentscheidungen auf der Basis von Investitionsrechnungen getroffen. Trotzdem kann das Risiko einer nicht zufriedenstellenden Umsatzentwicklung, aufgrund weiterer Einflussfaktoren wie dem Kundenverhalten und der örtlichen Wettbewerbssituation, nicht ausgeschlossen werden. Daher müssen bei grundsätzlich geringem Marktwachstum und starkem Wettbewerb kontinuierlich Investitionen in Standorte und den Ausbau des Kundenservice sowie neuer Konzepte getätigt werden, um die Aufrechterhaltung der Wettbewerbsfähigkeit gewährleisten zu können.

Die Akquisition von Grundstücken, Investitionen in die Standorte sowie der Einkauf großer Warenmengen erfordern die Bereitstellung einer hohen Liquiditätsreserve. Die zur Sicherung der Liquidität erforderlichen Informationen werden durch die tägliche Kontrolle der Zahlungsein- und Ausgänge sowie aufgrund der monatlich aktualisierten betriebswirtschaftlichen Auswertungen sichergestellt. Die hohe Liquidität der Gruppe ist auf alle Unternehmen der Gruppe verteilt. Dies ermöglicht uns eine wichtige Großhandelsfunktion, die Außenstandsfinanzierung aus Eigenmitteln zu bestreiten und damit einen wichtigen Beitrag zur Finanzierung unserer Abnehmer zu leisten. Dies ist besonders wichtig für die Abnehmer, die Objekte abwickeln, bei denen die Wertschöpfung niedrig und der Materialeinsatz hoch ist. Im Rahmen der Finanzierung von Objektaufträgen werden die Zahlungsziele häufig nicht eingehalten. Ebenfalls unverändert besteht die Notwendigkeit der Einräumung von langfristigen Zahlungszielen bei den Bodenbelagskunden. Der Lieferantenkredit bleibt eines der größten Risiken des laufenden Geschäftsbetriebs für den Großhändler. Wir begegnen diesem Risiko bei hohem Obligo durch eine sehr konsequente Außenstandskontrolle, um die Ausfallrisiken zu minimieren. Bei zwei Unternehmen der Gruppe, die verstärkt mit Großobjekten befasst sind, besteht zusätzlich eine Kreditversicherung. Unsere Finanzlage (Liquidität) i.V.m. unserem betrieblichen Forderungsmanagement hilft uns, die Risiken von Zahlungsverzug bis hin zu möglichen Zahlungsausfällen gut zu beherrschen.

Unser Konzept vor Ort ansässiger und weitgehend eigenständig agierender Unternehmen mit regionalen Marktkenntnissen, die in ihrem Marktauftritt eigenverantwortlich agieren und die dadurch auch schneller reagieren können, ist u.E. der geeignete Weg, die aufgezeigten Risiken gut beherrschen zu können. Unser Konzept und unternehmerisches Leitbild sind ferner geprägt von Nachhaltigkeit, ethischer Verantwortung gegenüber Umwelt und Natur, unseren Kunden und unseren Mitarbeitern. Unsere Lieferantenketten im Bereich Holz und Boden werden dokumentiert und wir beziehen unsere Waren verantwortungsbewusst. Wir vermeiden übermäßigen Energieverbrauch, achten auf unsere CO 2 Bilanz sowie auf eine geringe Umweltverschmutzung und gehen mit gefährlichem Abfall verantwortungsvoll um. Wir versuchen unsere Mitarbeiter langfristig zu halten und zu fördern und die Menschenrechte im Betrieb zu schützen.

Im Kalenderjahr 2021 und 2022 zeigten sich die Auswirkungen der Corona-Krise u.a. in unterbrochenen Lieferketten und starken Preissteigerungen bei Rohstoffen und Vorprodukten, die zu starken und wiederholten Preissteigerungen bei unseren Lieferanten sowie Lieferschwierigkeiten bis hin zu Lieferkontingentierungen führten. Betroffen waren auch die Transportkosten. Deshalb musste der Großhandel die Preise ebenfalls erhöhen und konnte die Nachfrage nicht reibungslos bedienen. Ferner ist aktuell ein Deglobalisierungstrend bzw. die Beschränkung des internationalen Handels auf Länder mit gemeinsamen Werten (Friend-Shoring) in der Diskussion. Ein Risiko besteht darin, dass die daraus resultierenden Kostensteigerungen nicht vollständig an unsere Kunden weitergegeben werden können. Ein weiteres Risiko betrifft die Bewertung des Vorratsvermögens. Den zuvor hohen Einkaufspreisen können zukünftig wieder deutlich sinkende Einkaufs- und Absatzpreise gegenüberstehen. Ferner führen die Kostensteigerungen und die Lieferschwierigkeiten zum Teil zu vorgezogenen Vorratskäufen unserer Handwerkerkunden. Ein Risiko stellt ein möglicher Nachfragerückgang dar. Die Materialknappheit beeinflusst ferner unsere Lieferfähigkeit, wenngleich angebotsseitige Probleme, insbesondere Lieferengpässe bei Vorprodukten, aktuell deutlich an Bedeutung verloren haben. Wir begegnen diesen Risiken mit einer ausgewogenen Lagerhaltung und einem engen Monitoring der Preis und Nachfrageentwicklung sowie der möglichst weitgehenden Weitergabe der Preissteigerungen an unsere Kunden bzw. Endverbraucher.

Die gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Auswirkungen, insbesondere nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine am 24. Februar 2022, als auch der Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023, sowie deren Auswirkungen auf die Engelhard Gruppe sind weiterhin schwer einzuschätzen. Für den Holzimport aus den Staaten Russland, Weißrussland und Ukraine stellt sich die Situation weiterhin schwierig dar. Die EU hat für Russland und Weißrussland einen Importstopp verhängt. Aus der Ukraine ist derzeit ein Holzimport nur eingeschränkt möglich. Alle drei Staaten sind wichtige Lieferanten insbesondere für Nadelschnittholz, Birkensperrholz und Laubholz. Eine weiter beschränkte Disponibilität für alle drei Produktbereiche ist zu erwarten. Ferner ist die Preisentwicklung vieler Produkte dadurch beeinflusst. Wir verfolgen sich abzeichnende bzw. eintretende Veränderungen bei der Energieverfügbarkeit und Energiepreisen, den Sanktionen, den Lieferketten sowie der Vorproduktangebots und -nachfragesituation. Zur Abmilderung der Folgen sollen nicht betriebsnotwendige Kosten vermieden werden und staatliche Unterstützungen beantragt werden.

Von zentraler Bedeutung für die Geschäftsaussichten ist die künftige Entwicklung der Konsumnachfrage sowie der Bau und Renovierungstätigkeit. Seit dem ersten Quartal 2022 ist die Deutsche Wirtschaft durch hohe Teuerung und den Russland-Ukraine-Konflikt erheblich belastet.

Die deutsche Wirtschaft bewegt sich nach wie vor in konjunkturell schwerem Fahrwasser. Die Wirtschaftsleistung ging im dritten Quartal 2023 leicht zurück. Laut der aktuellen Schnellmeldung des Statistischen Bundesamtes sank das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) saisonbereinigt um 0,1% gegenüber dem Vorquartal. Die Industrie litt auch im dritten Quartal 2023 unter einer schwachen Auslandsnachfrage und den Folgen des vorangegangenen Energiepreisschocks. Gestiegene Finanzierungskosten schwächten weiterhin die privaten Investitionen und damit auch die inländische Nachfrage nach Industriegütern und besonders nach Bauleistungen. Ferner nahmen die Auftragspolster weiter ab und fingen den Nachfragerückgang in beiden Sektoren zunehmend weniger auf. Angebotsseitige Probleme, vor allem Lieferengpässe bei Vorprodukten, haben hingegen deutlich an Bedeutung verloren. Auch die Bauinvestitionen dürften im dritten Quartal rückläufig gewesen sein. Im Ausbaugewerbe blieb die Produktion zwar nahezu unverändert, aber im Bauhauptgewerbe sank sie stark, vor allem im Hochbau. Hier wird zunehmend die infolge der gestiegenen Finanzierungskosten und der hohen Baupreise deutlich gedrückte Nachfrage nach Bauleistungen ersichtlich. Sie liegt weiterhin auf niedrigem Niveau, vor allem im Wohnungsbau. In diesem Segment ist auch noch keine Besserung in Sicht, denn die Baugenehmigungen gingen bis zuletzt stark zurück. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sind die Baugenehmigungen für Wohnungen gegenüber Vorjahresmonat im September 2023 um - 29,7% gesunken und von Januar bis September 2023 um -28,3% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Laut Umfragen des ifo Instituts ist die Reichweite der Auftragsbestände zwar insgesamt noch überdurchschnittlich, dennoch beklagten sich immer mehr Bauunternehmen über Auftragsmangel. Auch die Auftragsstornierungen stiegen auf lange nicht beobachtete Werte. Der private Konsum blieb im dritten Quartal 2023 noch ohne Schwung. Trotz steigender Reallöhne blieb die Kauflaune der Haushalte gedämpft, und sie hielten sich mit ihren Ausgaben zurück. Im Einzelhandel sanken die preisbereinigten Umsätze in fast allen Bereichen. Der Großhandel (ohne Kfz), der stärker mit den Entwicklungen der Industrie zusammenhängt, kämpfte mit rückläufigen Umsätzen. Für Deutschland erwartet das Ifo-Institut in seiner Herbstprognose eine Fortsetzung der konjunkturellen Abkühlung. Während die Wirtschaftsleistung im Kalenderjahr 2023 noch um -0,4% zurückgehen dürfte, wird sie im kommenden Kalenderjahr 2024 voraussichtlich um 1,4% zulegen. Der Arbeitsmarkt zeigt sich in der aktuellen zyklischen Schwäche als recht robust. Der private Konsum könnte sich im laufenden Winterhalbjahr allmählich erholen. Die gesunkene, aber immer noch hohe Inflation lastete zwar weiter auf der Kaufkraft der Verbraucherinnen und Verbraucher. Dem wirkten jedoch die kräftigen Lohnsteigerungen entgegen. Im Baugewerbe gibt es hingegen noch keine Aussichten auf eine kurzfristige Verbesserung. Die gestiegenen Finanzierungs- und Baukosten lasten auch in naher Zukunft weiter schwer auf der Nachfrage nach Bauleistungen und es ist mit einer weiterhin rückläufigen Produktion zu rechnen.

Der Deutsche Holzhandel verzeichnet laut dem Gesamtverband Deutscher Holzhandel e.V. (GD Holz) im ersten Halbjahr des laufenden Jahres 2023 einen Umsatzrückgang von etwa 14%. Neben den bereits beschrieben Rahmenbedingungen sorgt die Verunsicherung um das geplante Gebäudeenergiegesetz für spürbare Zurückhaltung bei Investitionen in der Bauwirtschaft wie in der Sanierung. Umsätze und Preisentwicklungen des Holzhandels waren daher in den ersten sieben Monaten deutlich rückläufig. Die rückläufigen Umsätze sind nicht nur auf die geringe Nachfrage, sondern auch auf rückläufige Preise zurückzuführen. Aufgrund des anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeldes erwartet der Holzhandel für die kommenden Monate weiterhin ein sehr verhaltenes Geschäft.

Für unsere Unternehmensgruppe erwarten wir für das Geschäftsjahr 2023 eine Umsatzerlös und Ergebnisentwicklung deutlich unter Vorjahresniveau und darüber hinaus für das Jahr 2024 eine Konsolidierung mit einer möglichen Erholung im zweiten Halbjahr 2024. Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir eine weitere Normalisierung der Inflation und ein Absatzwachstum. Vor dem Hintergrund sich abzeichnender sinkender Einkaufspreise und moderateren Energiekosten erwarten wir ergebnisseitig eine Entlastung für das Geschäftsjahr 2024, insgesamt aber eine adäquate Ertragsentwicklung sowie eine Stärkung unserer Marktposition.

 

München, 30. November 2023

Dr. Rolf Engelhard, Geschäftsführer

Christina Engelhard Bourleau, Geschäftsführerin

Till D. Engelhard, Geschäftsführer

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022

ENGELHARD GMBH, GRÜNWALD B. MÜNCHEN

AKTIVA

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 14.843.766,72 12.772.901,23
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 13,51 13,51
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13,51 13,51
II. Sachanlagen 4.796.306,85 4.725.441,36
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 223.490,76 251.913,76
2. technische Anlagen und Maschinen 1.653.077,01 1.628.036,01
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.611.400,08 2.542.741,59
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 308.339,00 302.750,00
III. Finanzanlagen 10.047.446,36 8.047.446,36
1. Beteiligungen 104.990,71 104.990,71
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 2.455,65 2.455,65
3. sonstige Ausleihungen 9.940.000,00 7.940.000,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 47.676.009,11 44.818.558,66
I. Vorräte 14.207.120,35 11.851.264,94
1. fertige Erzeugnisse und Waren 14.207.120,35 11.851.264,94
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 8.199.045,95 8.474.150,94
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.066.915,43 5.401.143,68
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.132.130,52 3.073.007,26
III. Wertpapiere 5.058.793,29 4.813.019,56
1. sonstige Wertpapiere 5.058.793,29 4.813.019,56
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 20.211.049,52 19.680.123,22
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 17.020,42 20.272,10
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 5.170,00 6.420,00
62.541.966,25 57.618.151,99

PASSIVA

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. EIGENKAPITAL 56.779.957,80 50.626.171,94
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.050,00 1.000.050,00
II. Kapitalrücklage 2.260.950,00 2.260.950,00
III. Gewinnrücklagen 4.205.091,74 4.205.091,74
IV. Bilanzgewinn/-verlust 49.313.866,06 43.160.080,20
1. Gewinnvortrag 43.160.080,20 37.628.328,69
2. Jahresüberschuss 6.153.785,86 5.531.751,51
B. RÜCKSTELLUNGEN 2.529.899,43 2.833.887,22
1. Steuerrückstellungen 1.331.602,90 1.716.427,00
2. sonstige Rückstellungen 1.198.296,53 1.117.460,22
C. VERBINDLICHKEITEN 3.232.109,02 4.128.092,83
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 3.090.126,06 (Vorjahr: EUR 3.923.346,23)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren: EUR 141.982,96 (Vorjahr: EUR 204.746,60)
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.656.364,80 2.343.553,37
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.656.364,80 (Vorjahr: EUR 2.343.553,37)
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.575.744,22 1.784.539,46
- davon aus Steuern: EUR 1.154.979,94 (Vorjahr: EUR 1.296.794,96)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 85.794,93 (Vorjahr: EUR 88.107,09)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.433.761,26 (Vorjahr: EUR 1.579.792,86)
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 0,00 30.000,00
62.541.966,25 57.618.151,99

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

2022
EUR
2021
EUR
1. Umsatzerlöse 90.124.800,79 89.835.535,17
2. Gesamtleistung 90.124.800,79 89.835.535,17
3. sonstige betriebliche Erträge 335.649,05 275.626,79
4. Materialaufwand -64.813.029,43 -65.784.470,10
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -64.813.029,43 -65.784.470,10
5. Rohergebnis 25.647.420,41 24.326.691,86
6. Personalaufwand -10.681.971,91 -10.378.180,51
a) Löhne und Gehälter -8.850.706,89 -8.595.115,87
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.831.265,02 -1.783.064,64
7. Abschreibungen -861.902,41 -784.599,69
8. sonstige betriebliche Aufwendungen -5.499.366,59 -5.320.451,71
9. Betriebsergebnis 8.604.179,50 7.843.459,95
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 60.489,16 42.180,53
11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 109.712,67 15.391,65
- davon Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -6.088,68 -1.018,64
- davon Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
13. Finanzergebnis 164.113,15 56.553,54
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.509.356,81 -2.263.612,55
- sonstige: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
15. Ergebnis nach Steuern 6.258.935,84 5.636.400,94
16. sonstige Steuern -105.149,98 -104.649,43
17. Jahresüberschuss 6.153.785,86 5.531.751,51

Konzernanhang 2022

Engelhard GmbH, Grünwald b. München

I. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung

Die Engelhard GmbH hat ihren Sitz in Grünwald bei München und ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 96498 eingetragen.

Die Engelhard GmbH, Grünwald bei München, hat nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für kleine Kapitalgesellschaften einen Einzelabschluss und als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 aufgestellt.

Die Gliederung der Konzernbilanz entspricht § 266 HGB. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. Die Konzern-Kapitalflussrechnung entspricht dem Deutschen Rechnungslegungsstandard (DRS 21, indirekte Methode). Der Konzern-Eigenkapitalspiegel richtet sich nach dem Deutschen Rechnungslegungsstandard DRS 22.

In den Konzernabschluss wurden sämtliche Tochterunternehmen einbezogen. Das Geschäftsjahr für den Konzern und die konsolidierten Unternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen haben ihre Jahresabschlüsse auf den Stichtag des Mutterunternehmens Engelhard GmbH zum 31. Dezember 2022 aufgestellt.

Das Prinzip der Darstellungsstetigkeit wurde beachtet.

Änderungen in den Bewertungsgrundlagen haben sich im Berichtsjahr nicht ergeben.

Der in § 252 Abs. 1 Nr. 6 HGB kodifizierte Stetigkeitsgrundsatz wurde beachtet.

II. Angaben zum Konsolidierungskreis und Konzernanteilsbesitz

Der Konsolidierungskreis besteht neben der Engelhard GmbH, Grünwald bei München, aus folgenden Unternehmen:

Sitz Beteiligungsquote
Rolf Engelhard GmbH München 100,0
Rottaler Furnier- und Sperrholzhandel GmbH Eggenfelden 100,0
Allgäuer Furnier- und Sperrholzhandel GmbH Durach bei Kempten 100,0
Inntaler Plattenhandel GmbH Ampfing 100,0
August Farny GmbH München 100,0
Gebrüder Görgner GmbH Rosenheim 100,0

Über die Rolf Engelhard GmbH besteht zum Bilanzstichtag eine mittelbare Beteiligung in Höhe von 100% an der Gebrüder Görgner GmbH mit Sitz in Rosenheim.

Die Tochterunternehmen der Engelhard GmbH erfüllen die Voraussetzungen des § 264 Abs. 3 HGB und sind daher von den dort geregelten Rechnungslegungs-, Prüfungs- und Offenlegungspflichten befreit.

Bei der Erstkonsolidierung der Tochtergesellschaften zum Zeitpunkt der erstmaligen Erstellung des Konzernabschlusses ergab sich ein passivischer Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung, der entsprechend als Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung ausgewiesen bzw. mit den Gewinnrücklagen verrechnet wurde.

Bei der im Berichtsjahr 2014 erfolgten Erstkonsolidierung der Gebrüder Görgner GmbH zum Zeitpunkt des Beginns des Mutter-Tochter-Verhältnisses (62,5%) ergab sich aktivischer Unterschiedsbetrag bzw. ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 170. Dieser wird über 5 Jahre abgeschrieben.

Bei der im Berichtsjahr 2015 erfolgten (partiellen) Erstkonsolidierung der Gebrüder Görgner GmbH zum Zeitpunkt des Erwerbs der weiteren Anteile (37,5%) ergab sich aktivischer Unterschiedsbetrag bzw. ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 93. Dieser wird über 5 Jahre abgeschrieben.

Im Berichtsjahr 2019 wurde eine nachträgliche Kaufpreisanpassung in Höhe von TEUR 8 an die ehemaligen Gesellschafter der Gebrüder Görgner GmbH ausbezahlt. Die Kaufpreisanpassung führte zu einem Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 8. Dieser wird über die verbleibende Restlaufzeit der im Jahr 2015 erworbenen Gesellschafteranteile abgeschrieben.

III. Konsolidierungsgrundsätze

Kapitalkonsolidierung

Bei der vor der Einführung des BilMoG durchgeführten Kapitalkonsolidierung wurde die Buchwertmethode (§ 301 Abs. 1 Nr. 2 HGB a.F.) angewandt. Dabei erfolgte die Verrechnung mit dem Eigenkapital auf der Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt der erstmaligen Erstellung des Konzernabschlusses.

Die im Zuge des Erwerbs der Gebrüder Görgner GmbH, Rosenheim, vorgenommene Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 S. 2 HGB) durch Verrechnung des Beteiligungsansatzes mit dem (neu bewerteten) Eigenkapital des konsolidierten Tochterunternehmens. Die Einbeziehung erfolgte auf den Zeitpunkt des Erwerbs zum 30. Juni/ 1. Juli 2014 bzw. mit Beginn des Mutter-Tochter-Verhältnisses (§ 301 Abs. 2 Satz 1 HGB).

Mit Wirkung zum 28. Februar 2015/ 1. März 2015 hat sich die Beteiligungsquote an der Gebrüder Görgner GmbH von 62,5% um 37,5% auf 100,0% durch Erwerb des ausstehenden Geschäftsanteils erhöht. Für diesen Anteilszugang ist auf den Erwerbsstichtag am 28. Februar 2015/ 1. März 2015 eine neue partielle Erstkonsolidierung vorgenommen worden. Die Konsolidierungsbuchungen für die bereits vorhandenen Anteile bleiben unverändert. Es erfolgte eine zeitanteilige Aufteilung des Ergebnisses der Gebr. Görgner GmbH. Das Ergebnis bis zum Erwerbsstichtag geht in das Eigenkapital der Gebr. Görgner GmbH ein und wurde bei der Kapitalkonsolidierung verrechnet.

Schuldenkonsolidierung

Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen.

Aufwands- und Ertragskonsolidierung

Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträgen zwischen den Konzernunternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen, sofern die Beträge für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht von untergeordneter Bedeutung waren (Wesentlichkeit). Die Zinserträge und ähnlichen Erträge werden grundsätzlich ebenso mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet.

Behandlung der Zwischenergebnisse

Zwischenergebnisse, die auf Lieferungen und Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beruhen, wurden im vorliegenden Konzernabschluss aufgrund Unwesentlichkeit pauschal bzw. zum Teil nicht eliminiert, da diese für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung waren (Wesentlichkeit).

IV. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den bei der Engelhard GmbH, Grünwald bei München, geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften aufgestellt.

Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen bewertet.

Das Sachanlagevermögen wird mit Anschaffungs-/Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet.

Die Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten angesetzt.

Handelswaren werden mit den Anschaffungskosten angesetzt.

Wertabschläge wegen verlustfreier Bewertung und für erkennbare Risiken aufgrund langer Lagerdauer oder verminderter technischer Verwertbarkeit werden beim Vorratsvermögen in angemessenem Umfang vorgenommen.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert nach Abzug der erforderlichen Wertberichtigungen bilanziert. Es werden alle erkennbaren Einzelrisiken berücksichtigt.

Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 2,0 % auf die nicht bereits einzelwertberichtigten Nettoforderungen ausreichend Rechnung getragen.

Flüssige Mittel werden zu Nennwerten bilanziert.

Rechnungsabgrenzungsposten wurden zeitanteilig gebildet und zum Nominalwert angesetzt.

Das gezeichnete Kapital entspricht der Eintragung im Handelsregister, die Kapitalrücklage und die Gewinnrücklage den Gesellschafterbeschlüssen.

Für die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen wurde der Erfüllungsbetrag als Bewertungsmaßstab berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

V. Angaben zur Konzernbilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022 ist im Anlagenspiegel der Engelhard GmbH (Anlage) dargestellt.

2. Vorräte, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und Vermögensgegenstände haben Restlaufzeiten bis zu einem Jahr.

3. Eigenkapital

Stammkapital:

Das Stammkapital beträgt EUR 1.000.050,00.

Gewinnrücklagen:

Den Gewinnrücklagen wurden weder Beträge zugeführt noch entnommen und sind insofern zum Vorjahr unverändert.

In dem Bilanzgewinn 2021 ist ein ausschüttungsgesperrter Betrag durch die Aktivierung aktiver latenter Steuern in Höhe von EUR 6.420,00 enthalten.

4. Latente Steuern

In der Bilanz angesetzte latente Steuerschulden entwickeln sich im Geschäftsjahr wie folgt:

01.01.2022
EUR
Veränderung
EUR
31.12.2022
EUR
Aktive latente Steuern 16.170 -1.100 15.070
Passive latente Steuern -9.750 -150 -9.900

Latente Steuern werden mit Hilfe der bilanzorientierten Verbindlichkeiten Methode ermittelt. Dabei errechnen sich die latenten Steuern auf temporäre Differenzen zwischen dem Steuerwert von Vermögenswerten und Schulden und ihrem Wert in der Konzernbilanz.

Aktive latente Steuern werden nur in der Höhe angesetzt, in der es wahrscheinlich ist, dass künftige steuerpflichtige Gewinne vorhanden sein werden, gegen die die temporären Differenzen verrechnet werden können. Es wurden aktive latente Steuern für vorhandene temporäre Differenzen in der Konsolidierung angesetzt. Die in dem aktiven Abgrenzungsposten für latente Steuern enthaltene Steuerabgrenzung infolge der Differenz aus der Summe der Einzelergebnisse und dem Konzernergebnis beträgt EUR 6.420,00. Die latenten Steuern sind in der Konzernbilanz auf der Basis der Gesamtdifferenzbetrachtung saldiert ausgewiesen. Zunächst erfolgt eine Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern und dann ein entsprechender Ausweis der Residualgröße. Die Bewertung erfolgte mit einem Steuersatz von 30% und beruht im Wesentlichen auf der Zwischenergebniseliminierung.

5. Verbindlichkeiten

Aufgliederung und Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten:

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeiten Spiegel zusammengefasst dargestellt:

Verbindlichkeiten. 31.12.2022 Gesamt
EUR
bis zu 1 Jahr
EUR
>1 bis 5 Jahre
EUR
>5 Jahre
EUR
Sicherheiten
EUR
-aus Lieferungen und Leistungen 1.656.364,80 1.656.364,80 - - -
-sonstige 1.575.744,22 1.575.744,22 - 141.982,96 -
3.232.109,02 3.090.126,06 - 141.982,96 -

Von den Verbindlichkeiten haben EUR 3.090.126 (Vorjahr: EUR 3.923.346) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, EUR 0 (Vorjahr: EUR 0) eine Restlaufzeit ab einem Jahr bis fünf Jahre und EUR 141.983 (Vorjahr: EUR 204.747) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Von den Verbindlichkeiten sind EUR 0 (Vorjahr: EUR 0) durch Grundpfandrechte und andere Sicherheiten abgesichert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber den (mittelbaren) Gesellschaftern nahestehenden Personen in Höhe von EUR 141.983 (Vorjahr: EUR 204.747).

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 1.154.980 (Vorjahr: EUR 1.296.795) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von EUR 85.795 (Vorjahr: EUR 88.107).

6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Stichtag betragen die sonstigen finanziellen Verpflichtungen:

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
Bestellobligo 7.444.373 8.226.218
Verpflichtungen aus Mietverträgen 1.645.602 1.624.482
Verpflichtungen aus Leasingverträgen 131.729 100.778
Verpflichtungen in Zusammenhang mit begonnen Investitionsvorhaben 302.750 302.750
9.524.454 10.254.228

VI. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des Konzerns verteilen sich auf die einzelnen Tätigkeitsbereiche wie folgt:

Holz- und Boden 99%
Möbelstoffe 1%

Die Umsatzerlöse nach Regionen des Konzerns wurden ausschließlich in Europa und überwiegend im Inland erzielt und verteilen sich wie folgt:

Deutschland 97%
Ausland (EU+Schweiz) 3%

2. Sonstiges

Aufgliederung außergewöhnliche Erträge:

Im Berichtsjahr sind keine wesentlichen Erträge in außergewöhnlicher Größenordnung angefallen.

Aufgliederung außergewöhnliche Aufwendungen:

Im Berichtsjahr sind keine wesentlichen Aufwendungen in außergewöhnlicher Größenordnung angefallen.

Der Aufwand aus Steuern vom Einkommen und Ertrag betrifft i.H.v EUR 1.250,00 (Vj. EUR -3.600,00) einen Aufwand aus latenten Steuern.

VII. Erläuterungen zu Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzern-Eigenkapitalspiegel

Ergänzende Angaben zur Kapitalflussrechnung:

Die Cash-Flow-Rechnung wurde nach dem Deutschen Rechnungslegungs-Standard Nr. 21 (DRS 21) aufgestellt.

Der Finanzmittelfonds besteht bzw. entspricht dem Bilanzposten "Schecks, Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten" und besteht im Einzelnen aus Kassenbeständen und Bankguthaben bzw. -Einlagen/ Festgeld.

Ergänzende Angaben zum Eigenkapitalspiegel:

Der Konzern-Eigenkapitalspiegel wurde nach dem Deutschen Rechnungslegungs-Standard Nr. 22 (DRS 22) aufgestellt.

Der zur Ausschüttung grundsätzlich zur Verfügung stehende Betrag entspricht dem Gewinnvortrag und dem Jahresüberschuss. Darin enthalten ist ein ausschüttungsgesperrter Betrag aus latenten Steuern in Höhe von TEUR 5.

VIII. Sonstige Angaben

1. Beschäftigte im Jahresdurchschnitt

Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl gem. § 267 Abs. 5 HGB beträgt:

2022 2021
gewerbliche Arbeitnehmer
Vollzeit 79 82
Teilzeit 19 19
98 101
Angestellte
Vollzeit 104 102
Teilzeit 28 36
132 138
230 239

2. Geschäftsführer

Der Geschäftsführung der Engelhard GmbH, Grünwald b. München, gehörten im Zeitraum vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 an:

Dr. Rolf Engelhard Grünwald b. München
Kaufmann
Till D. Engelhard München
Kaufmann
Frau Christina Engelhard Bourleau Grünwald b. München
Kauffrau

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung verzichtet.

Die Geschäftsführer sind alleinvertretungsberechtigt und befugt, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte vorzunehmen.

3. Unbeschränkte Haftung bei anderen Gesellschaften

Die Gesellschaft ist unbeschränkt haftende Gesellschafterin der Engelhard Grundstücksverwaltungsgesellschaft GmbH & Co. KG, Grünwald b. München.

4. Konzernzugehörigkeit

Die Engelhard GmbH, Grünwald b. München hat mit diesem Abschluss einen befreienden Konzernabschluss und Konzernlagebericht gemäß § 291 HGB aufgestellt, die im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht werden. Die nachfolgenden Gesellschaften gehören zum Konzern der Engelhard GmbH, Grünwald b. München. Gemäß § 264 Abs. 3 HGB machen die

Rolf Engelhard GmbH, München

Rottaler Furnier- und Sperrholz GmbH, Eggenfelden

Allgäuer Furnier- und Sperrholzhandel GmbH, Durach bei Kempten

Inntaler Plattenhandel GmbH, Ampfing

Gebrüder Görgner GmbH, Rosenheim

von der Befreiung der Offenlegung ihres jeweiligen Jahresabschlusses Gebrauch.

5. Honorar des Abschlussprüfers

Im Geschäftsjahr sind Aufwendungen für Honorare des Abschlussprüfers für Abschlussprüfung i.H.v. EUR 111.000, andere Bestätigungsleistungen (EUR 15.975) und Steuerberatungsleistungen (EUR 46.962) angefallen.

6. Vorgänge von besonderer Bedeutung

Die Gesellschaft August Farny GmbH (Amtsgericht München HRB 140224) ist als übertragender Rechtsträger auf Grund des Verschmelzungsvertrages vom 18. Juli 2022 sowie der Beschlüsse der Gesellschafterversammlungen vom selben Tag mit der Rolf Engelhard GmbH mit dem Sitz in München (Amtsgericht München HRB 139997) rückwirkend auf den 1. Januar 2022 verschmolzen worden.

7. Ergebnisverwendungsvorschlag für das Mutterunternehmen

Ausgehend von einem Jahresüberschuss von EUR 6.153.785,86 ergibt sich unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr in Höhe von EUR 43.160.080,20 ein Bilanzgewinn von EUR 49.313.866,06. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:

31.12.2022
EUR
Vortrag auf neue Rechnung 49.313.866,06
Bilanzgewinn 49.313.866,06

 

Grünwald b. München, den 27. November 2023

Engelhard GmbH

Dr. Rolf Engelhard

Till D. Engelhard

Christina Engelhard Bourleau

die Geschäftsführer

Die Feststellung bzw. Billigung des Konzernabschlusses erfolgte am: 11. Dezember 2023

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 56.133,24 0,00 0,00 0,00 56.133,24
Geschäfts- oder Firmenwert 271.114,94 0,00 0,00 0,00 271.114,94
327.248,18 0,00 0,00 0,00 327.248,18
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 475.416,59 0,00 0,00 0,00 475.416,59
2. technische Anlagen und Maschinen 2.638.042,36 86.221,68 0,00 137.037,00 2.861.301,04
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.766.657,11 949.187,23 -574.319,05 -137.037,00 9.004.488,29
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 302.750,00 5.589,00 0,00 0,00 308.339,00
12.182.866,06 1.040.997,91 -574.319,05 0,00 12.649.544,92
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 104.990,71 0,00 0,00 0,00 104.990,71
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 2.455,65 0,00 0,00 0,00 2.455,65
3. sonstige Ausleihungen 7.940.000,00 2.000.000,00 0,00 0,00 9.940.000,00
8.047.446,36 2.000.000,00 0,00 0,00 10.047.446,36
20.557.560,60 3.040.997,91 -574.319,05 0,00 23.024.239,46
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 56.119,73 0,00 0,00 56.119,73
Geschäfts- oder Firmenwert 271.114,94 0,00 0,00 271.114,94
327.234,67 0,00 0,00 327.234,67
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 223.502,83 28.423,00 0,00 251.925,83
2. technische Anlagen und Maschinen 1.010.006,35 198.217,68 0,00 1.208.224,03
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.223.915,52 635.261,73 -466.089,04 6.393.088,21
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
7.457.424,70 861.902,41 -466.089,04 7.853.238,07
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
3. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
7.784.659,37 861.902,41 -466.089,04 8.180.472,74
NETTOBUCHWERTE
31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13,51 13,51
Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
13,51 13,51
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 223.490,76 251.913,76
2. technische Anlagen und Maschinen 1.653.077,01 1.628.036,01
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.611.400,08 2.542.741,59
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 308.339,00 302.750,00
4.796.306,85 4.725.441,36
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 104.990,71 104.990,71
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 2.455,65 2.455,65
3. sonstige Ausleihungen 9.940.000,00 7.940.000,00
10.047.446,36 8.047.446,36
14.843.766,72 12.772.901,23
Vorjahr Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital
Gezeichnetes Kapital
EUR
Summe
EUR
Stand am 31. Dezember 2020 1.000.050,00 1.000.050,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag
Stand am 31. Dezember 2021 1.000.050,00 1.000.050,00
Vorjahr Eigenkapital des Mutterunternehmens
Rücklagen
Kapitalrücklage
gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1-3 HGB
EUR
Summe
EUR
Stand am 31. Dezember 2020 2.260.950,00 2.260.950,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag
Stand am 31. Dezember 2021 2.260.950,00 2.260.950,00
Vorjahr Eigenkapital des Mutterunternehmens
Rücklagen
Gewinnrücklagen Summe
gesetzliche Rücklage
EUR
andere Gewinnrücklagen
EUR
Summe
EUR
EUR
Stand am 31. Dezember 2020 0,00 4.205.091,74 4.205.091,74 6.466.041,74
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand am 31. Dezember 2021 0,00 4.205.091,74 4.205.091,74 6.466.041,74
Vorjahr Eigenkapital des Mutterunternehmens
Eigene Anteile, die zur Einziehung bestimmt sind
EUR
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
EUR
Gewinnvortrag/ Verlustvortrag
EUR
Stand am 31. Dezember 2020 0,00 0,00 33.189.952,05
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 4.438.376,64
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00 0,00
Stand am 31. Dezember 2021 0,00 0,00 37.628.328,69
Vorjahr Eigenkapital des Mutterunternehmens
Konzernjahresüberschuss/- fehlbetrag, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist
EUR
Eigenkapital
EUR
Stand am 31. Dezember 2020 4.438.376,64 45.094.420,43
Sonstige Veränderungen -4.438.376,64 0,00
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 5.531.751,51 5.531.751,51
Stand am 31. Dezember 2021 5.531.751,51 50.626.171,94
Vorjahr Nicht beherrschende Anteile
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis
EUR
Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
EUR
Konzerneigenkapital
EUR
Stand am 31. Dezember 2020 0,00 0,00 45.094.420,43
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 5.531.751,51
Stand am 31. Dezember 2021 0,00 0,00 50.626.171,94
Aktuelles Jahr Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital
Gezeichnetes Kapital
EUR
Summe
EUR
Stand am 31. Dezember 2021 1.000.050,00 1.000.050,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag
Stand am 31. Dezember 2022 1.000.050,00 1.000.050,00
Aktuelles Jahr Eigenkapital des Mutterunternehmens
Rücklagen
Kapitalrücklage
gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1-3 HGB
EUR
Summe
EUR
Stand am 31. Dezember 2021 2.260.950,00 2.260.950,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag
Stand am 31. Dezember 2022 2.260.950,00 2.260.950,00
Aktuelles Jahr Eigenkapital des Mutterunternehmens
Rücklagen
Gewinnrücklagen Summe
gesetzliche Rücklage
EUR
andere Gewinnrücklagen
EUR
Summe
EUR
EUR
Stand am 31. Dezember 2021 0,00 4.205.091,74 4.205.091,74 6.466.041,74
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand am 31. Dezember 2022 0,00 4.205.091,74 4.205.091,74 6.466.041,74
Aktuelles Jahr Eigenkapital des Mutterunternehmens
Eigene Anteile, die zur Einziehung bestimmt sind
EUR
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
EUR
Gewinnvortrag/ Verlustvortrag
EUR
Stand am 31. Dezember 2021 0,00 0,00 37.628.328,69
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 5.531.751,51
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00 0,00
Stand am 31. Dezember 2022 0,00 0,00 43.160.080,20
Aktuelles Jahr Eigenkapital des Mutterunternehmens
Konzernjahresüberschuss/- fehlbetrag, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist
EUR
Eigenkapital
EUR
Stand am 31. Dezember 2021 5.531.751,51 50.626.171,94
Sonstige Veränderungen -5.531.751,51 0,00
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 6.153.785,86 6.153.785,86
Stand am 31. Dezember 2022 6.153.785,86 56.779.957,80
Aktuelles Jahr Nicht beherrschende Anteile
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis
EUR
Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
EUR
Konzerneigenkapital
EUR
Stand am 31. Dezember 2021 0,00 0,00 50.626.171,94
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 6.153.785,86
Stand am 31. Dezember 2022 0,00 0,00 56.779.957,80

Konzernkapitalflussrechnung

Engelhard GmbH, Grünwald b. München

In der Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme nach den Cashflows für die Bereiche der laufenden Geschäftstätigkeit, der Investitions- und der Finanzierungstätigkeit gesondert dargestellt. Die Ermittlung erfolgt unter Anwendung des Deutschen Rechnungslegungs-Standards Nr. 21 (DRS 21).

2022 2021 Veränderung
Periodenergebnis 6.154 5.532 622
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 862 785 77
+ Zunahme der Rückstellungen 85 88 -3
- Sonstige zahlungsunwirksame Erträge -8 -2 -6
- Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -2.049 -5.205 3.156
- / + Abnahme /Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -923 720 -1.643
+ / - Verlust/Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 12 -56 68
- Zinserträge -167 -43 -124
+ Ertragsteueraufwand 2.509 2.264 245
- Ertragsteuerzahlungen -2.915 -1.246 -1.669
=
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 96 59 37
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -1.041 -2.527 1.486
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 0 360 -360
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -2.000 -2.000 0
- Auszahlungen auf Grund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition -251 -801 550
+ Erhaltene Zinsen 168 44 124
=
Free Cashflow 532 -2.028 2.560
- Gezahlte Zinsen -1 -1 0
=
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes 531 -2.029 2.560
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 19.680 21.709 -2.029
=
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungsmittel 20.211 19.680 531
20.211 19.680 531

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Engelhard GmbH, Grünwald b. München

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Engelhard GmbH, Grünwald b. München, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Engelhard GmbH, Grünwald b. München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Grünwald b. München, den 8. Dezember 2023

LKC Grünwald GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Malte Thalemann, Wirtschaftsprüfer

Dr. Franz-Stephan v. Gronau, Wirtschaftsprüfer

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