Stammdaten

Register
Amtsgericht Traunstein HRB 19173
Vorher
I.C.S. Computerservice- und Transport GmbHACA Leasing GmbH
Eingetragen
22.3.2000
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenVermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von mehr als 3,5 tEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 t
Gegenstand
Der gewerbliche Güterverkehr, die Spedition, der Groß- und Einzelhandel mit Waren aller Art, insbesondere mit Kraftfahrzeugen, die Vermietung und Leasing von Kraftfahrzeugen aller Art, soweit dies keiner staatlichen Erlaubnis bedarf und private Arbeitnehmerüberlassungen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ronald Wimmer
seit 10.3.2021
Prokura
Hubert Pichler
seit 11.6.2009
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Hubert Pichler
A-5020 Salzburg, Eduard-Baumgartner-Str. 22
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ICS Container-Logistik GmbH

Freilassing

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

ICS Container-Logistik GmbH

I. Grundlagen der Unternehmenstätigkeit

Geschäftsmodell

Die ICS Container-Logistik GmbH betätigt sich als internationale Spedition und Anbieter von logistischen Dienstleistungen in den Bereichen Vor - und Nachlauf von Überseecontainern per Bahn und LKW. Diese Bereiche wiederum unterteilt in den Intermodalverkehr und das Container-Trucking. Intermodalverkehr ist eine Kombination aus Bahn- und LKW-Transporten, welche von der GmbH inkl. der Dokumentation und Zollabwicklung organisiert wird.

Im Rahmen des Container Trucking wird der Vor- und der Nachlauf zum Schienenverkehr für Bahnbetreiber, Speditionen, Operateure, Frächter sowie Reedereien organisiert und abgewickelt. Die Abwicklung erfolgte hierzu über die Containerterminals München und Salzburg. Diese Tätigkeiten bilden den Schwerpunkt der geschäftlichen Tätigkeiten in 2023. Daneben erfolgen noch Lagertätigkeiten insbesondere Zwischenlagerung von beladenen und leeren Containern am Firmenstandort, Bahnumschlagtätigkeiten ab Standort Freilassing sowie Leercontainervermietung und Verkauf.

Grundlage für die Unternehmenstätigkeit ist der Gesellschaftsvertrag in der derzeit gültigen Fassung vom 10.03.2021.

Organisatorische Struktur

Die Geschäftsbereiche der ICS Container-Logistik GmbH gliedern sich in die Organisationseinheiten Abwicklung von Container-Transporten mit den Untereinheiten Deutschlandverkehr und internationaler Verkehr.

Forschung und Entwicklung

Im Bereich Forschung und Entwicklung ist das Unternehmen nicht tätig.

Zweigniederlassungen

Hauptsitz der ICS Container-Logistik GmbH ist Freilassing.

Zweigniederlassungen, Betriebsstätten und Tochterunternehmen bestehen keine.

II. Wirtschaftsbericht

Leistungsindikatoren

Für die interne Unternehmenssteuerung werden als finanzielle Leistungsindikatoren die Kennzahlen Rohergebnis und Betriebsergebnis (EBIT) herangezogen.

Das Betriebsergebnis (EBIT) hat sich im Geschäftsjahr auf 1.134 T€ (Vorjahr: 1.975 T€) verschlechtert.

Der Rohertrag hat sich im Geschäftsjahr auf 4.694 T€ (Vorjahr: 5.624 T€) verschlechtert.

Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 sahen sich internationale Spediteure und Anbieter logistischer Dienstleistungen im Schienen- und Straßengüterverkehr mit herausfordernden gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen konfrontiert.

Die deutsche Wirtschaft befand sich zum Jahreswechsel 2023/24 in einer anhaltenden Schwächephase. Nach einem preis-, saison- und kalenderbereinigten Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im dritten Quartal 2023 stagnierte die Wirtschaftsleistung im vierten Quartal. Diese Entwicklung beeinflusste die Nachfrage nach logistischen Dienstleistungen negativ.

Der internationale Handel zeigte deutliche Schwächen, mit sinkenden Exporten in wichtige Märkte wie die USA und China. Dies führte zu einer verminderten Nachfrage nach Transport- und Logistikdienstleistungen.

Im Jahr 2023 wurden signifikante Rückgänge in der Güterverkehrsnachfrage verzeichnet. Besonders die schwache Baukonjunktur und die Abnahme des deutschen Außenhandels wirkten sich negativ aus. Im Straßengüterverkehr mit deutschen Lastkraftfahrzeugen sank die Verkehrsleistung im Vergleich zum Vorjahr um rund 5,7 %, im Schienengüterverkehr um rund 6,5 %.

Der anhaltende Mangel an qualifizierten Fahrern und Disponenten stellte die Branche vor erhebliche Herausforderungen. Trotz technologischer Fortschritte konnten KI-gestützte Lösungen den Personalmangel nicht vollständig kompensieren.

Die Einführung der CO 2 -Maut zum 1. Dezember 2023 erhöhte die Betriebskosten für Transportunternehmen. Zusätzlich belasteten gestiegene Energiepreise und allgemeine Inflation die Branche.

Die Deutsche Bahn verzeichnete im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatzrückgang von rund 13 % im Vergleich zu 2022, was auf infrastrukturelle Probleme und operative Herausforderungen hindeutet.

Rechtliche Einflussfaktoren und politische Rahmenbedingungen

Ab dem 21. August 2023 müssen alle neu zugelassenen Fahrzeuge innerhalb der EU mit der neuen Version des intelligenten Fahrtenschreibers (GEN II) ausgestattet sein. Dieses Gerät dient der genauen Erfassung von Lenk- und Ruhezeiten und soll die Einhaltung der Arbeitszeitvorschriften verbessern.

Die Europäische Kommission hat Vorschläge unterbreitet, um den Einsatz emissionsfreier Lkw zu fördern. Dazu gehört die Erlaubnis, dass solche Fahrzeuge um 90 cm länger und bis zu 4 Tonnen schwerer sein dürfen. Ziel ist es, den Einsatz schwerer Nutzfahrzeuge mit fossilen Brennstoffen bis 2035 schrittweise einzustellen. In einer Übergangszeit bis Ende 2034 dürfen auch konventionelle Verbrenner-Lkw schwerer und länger sein.

Die rechtliche Grundlage für den Verkehr mit Lang-Lkw in Deutschland bildet eine Ausnahme-Verordnung, die regelmäßig aktualisiert wird. Diese Verordnung legt die Bedingungen für den Einsatz von Lang-Lkw fest und wurde im Jahr 2023 angepasst, um den aktuellen Anforderungen gerecht zu werden.

Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) hat das Innovationsprogramm Logistik 2030 vorgestellt, dass Maßnahmen zur Förderung der Logistikbranche in Deutschland beinhaltet. Dazu zählen unter anderem die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Lkw-Fahrpersonal an Laderampen und in Umschlaganlagen sowie die Einführung von Abbiegeassistenzsystemen für Lkw.

Diese Entwicklungen beeinflussten die operative Praxis und strategische Ausrichtung von Unternehmen im internationalen Speditions- und Logistiksektor im Jahr 2023 maßgeblich.

Geschäftsverlauf und Lage

Unsere Vermögenslage schätzen wir angesichts der guten Eigenkapitalausstattung als gut ein.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt.

Die Entwicklung bei Rohergebnis ist zwar rückläufig, jedoch lagen die realisierten Werte mit -16% besser als der erwartete Rückgang (-25%).

Beim Betriebsergebnis ist der Rückgang mit -42% deutlicher ausgefallen als erwartet (-20%). Dies ist insbesondere auf gestiegene Personalkosten und Preissteigerungen bei den Sachkosten zurückzuführen.

Insgesamt sind wir mit dem Geschäftsverlauf 2023 angesichts der erwarteten angespannten Branchensituation noch zufrieden.

III. Vermögen-, Finanz- und Ertragslage

Ertragslage

Im Bereich unserer Dienstleistungen wurde insgesamt eine Rohergebnisrückgang in Höhe von 931 T€ verzeichnet. Dies ist neben einem Umsatzrückgang auch auf gestiegene Bezugskosten für bezogene Leistungen zurückzuführen.

Der weiter fortschreitende Austausch und die Modernisierung des Fuhrparks führten zu einem Anstieg der Abschreibungen für Sachanlagevermögen. Gleichzeitig ergeben sich hieraus positive Effekte aus reduziertem Kraftstoffverbrauch.

Die Personalkosten sind trotz Reduzierung des durchschnittlichen Personalstands von 53 auf 40 um 163 T€ gestiegen.

Periodenfremde Aufwendungen belasten das Ergebnis mit 435 T€.

Finanzlage und Liquidität

Die Finanzlage wird als gut eingeschätzt. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (Jahresüberschuss zuzüglich Abschreibungen) beträgt im Berichtsjahr 849 T€. Mit den Zahlungsmittelzuflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit sowie aus den Kreditlinien können die notwendigen Investitionen finanziert werden.

Kontokorrentlinien wurden, wie bereits im Vorjahr, nicht beansprucht. Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben im Geschäftsjahr nicht bestanden.

Das Unternehmen befindet sich zum Zeitpunkt der Unterzeichnung des Lageberichts in einer ausreichenden Finanzlage und kann ihre Verbindlichkeiten zum Fälligkeitstermin begleichen.

Vermögenslage und Kapitalstruktur

Das Anlagevermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 496 T€ erhöht. Dabei stehen den Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 888 T€ Anlageabgänge in Höhe von 225 T€ sowie Abschreibungen in Höhe von 359 T€ gegenüber.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind auf 1.630 T€ gesunken. Die unternehmensinterne durchschnittliche Debitorenlaufzeit von 40 Tagen liegt im Vergleich zum Branchendurchschnitt eher im durchschnittlichen Bereich.

Das gesamte Eigenkapital beläuft sich zum Ende des Geschäftsjahrs auf 9.262 T€. Die Eigenkapitalquote liegt bei 82 % und somit über den Größenordnungen vergleichbarer Unternehmen der Branche.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Berichtsjahr um 176 T€ verringert.

IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognose und Chancen

Die Prognosen für internationale Spediteure und Anbieter logistischer Dienstleistungen im Schienen- und Straßengüterverkehr für die Jahre 2024 und 2025 deuten auf eine Mischung aus Herausforderungen und Chancen hin.

Nach zwei Jahren der Rezession wird für 2025 und 2026 ein moderater Anstieg der Gütermengen erwartet, von dem nahezu alle Verkehrsträger profitieren dürften. Für das Logistikjahr 2025 wird eine tendenziell stabile reale und eine leicht wachsende nominale Entwicklung prognostiziert.

Der Mangel an qualifizierten Fahrern und Disponenten wird weiterhin eine zentrale Herausforderung darstellen. Technologische Lösungen wie Künstliche Intelligenz können unterstützen, werden jedoch den Personalbedarf nicht vollständig decken können.

Die zunehmende Bedeutung alternativer Landrouten und multimodaler Transportlösungen bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Dienstleistungen zu erweitern und flexibler auf globale Herausforderungen zu reagieren.

Der Druck zur Implementierung nachhaltiger Praktiken bleibt bestehen. Unternehmen sind gefordert, umweltfreundlichere Lösungen zu entwickeln und umzusetzen. Die steigende Nachfrage nach umweltfreundlichen Transportoptionen eröffnet Chancen für Unternehmen, die in grüne Technologien und Prozesse investieren.

Insgesamt wird erwartet, dass die Branche in den kommenden Jahren vor allem durch die Anpassung an technologische Entwicklungen, die Bewältigung des Fachkräftemangels und die Umsetzung nachhaltiger Praktiken geprägt sein wird. Unternehmen, die proaktiv auf diese Trends reagieren, können ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken und von den sich bietenden Chancen profitieren.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir ein leicht steigendes Rohrergebnis und ein gleichbleibendes Betriebsergebnis.

Durch unsere Flexibilität und unser leistungsstarkes Angebot sehen wir uns diesen Herausforderungen gewachsen.

Risiken

Jede unternehmerische Tätigkeit ist mit allgemeinen sowie mit speziellen aus der Art der Betätigung resultierenden Risiken verbunden, die entweder aus den Geschäftsaktivitäten entstehen oder als Umweltbedingungen auf ein Unternehmen einwirken.

Das Unternehmen verfügt über ein, der Unternehmensgröße angepasstes Risikomanagementsystem, welches auf eine Begrenzung und Beherrschung der durch die Geschäftsführung definierten internen und externen Unternehmensrisiken ausgerichtet ist. Durch Risikoidentifikation, Risikomessung und Implementierung eines Risikobewusstseins bei allen Mitarbeitern soll eine nachhaltige Ertragsentwicklung des Unternehmens gewährleistet werden. Konkrete Risiken für die künftige operative Entwicklung sehen wir aufgrund der weiterhin guten Vermögens-, Finanz und Ertragslage nicht.

Das Risikomanagement setzt sich im Wesentlichen aus den folgenden Komponenten zusammen:

Das Kontrollumfeld, Risikobeurteilungen, Kontrollaktivitäten, Information und Kommunikation sowie die Überwachung bilden die wesentlichen Bestandteile des IKS.

Das Risikomanagement ist als kontinuierliche Aufgabe in die Aufbau- und Ablauforganisation integriert. Aufgaben und Verantwortlichkeiten des Risikomanagements und der Risikoberichterstattung sind durch organisatorische Vorgaben geregelt. Die Risikoberichterstattung erfolgt im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Sitzungen der Geschäftsleitung.

Wesentliche Veränderungen des Risikomanagementsystems und des IKS haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht ergeben.

Unser Risikomanagementsystem zielt darauf ab, die Erfüllung der satzungsmäßigen Aufgaben und den Unternehmenserfolg in allen Geschäftsfeldern nachhaltig zu wirtschaftlichen Konditionen unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben sicherzustellen. Als Risiken gelten alle Entwicklungen, die sich negativ auf das Erreichen dieses übergeordneten Unternehmensziels auswirken können.

Im Rahmen des Risikomanagements werden Risiken regelmäßig erhoben und analysiert. Dabei erfolgt eine Einteilung in die drei Risikokategorien: (1) entwicklungsbeeinträchtigende und bestandsgefährdende Risiken mit akutem Handlungsbedarf, (2) Risiken mit wesentlichen Einfluss auf Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bei denen ein Maßnahmenplanung erforderlich ist und (3) unwesentliche Risiken und allgemeine Geschäftsrisiken deren Risikosituation lediglich zu beobachten ist.

Bei der Bewertung der identifizierten Risiken werden Einschätzungen hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit und der Schadenshöhe im Falle des Schadenseintritts vorgenommen. Dabei werden auch Möglichkeiten rechtlich abgesicherter Risikoabwälzung (z.B. durch Versicherung, Gewährleistung) berücksichtigt.

Risikoidentifikation

Die Geschäftsführung und das der Geschäftsführung direkt unterstellte Logistikmanagement sowie die Controlling Abteilung verfolgen eine laufende Überwachung der externen branchenbezogenen Entwicklungen und Risiken sowie die internen operativen Risiken.

Risikomessung

Das permanent weiterzuentwickelnde Umsatz- und Kostencontrolling dient dazu auftragsbezogene Risiken und Entwicklungen möglichst frühzeitig zu identifizieren, so dass durch die Geschäftsführung rechtzeitig gegengesteuert werden kann. Hierbei bedient sich die Geschäftsführung regelmäßig betriebswirtschaftlicher Auswertungen und Statistiken.

Risikobewusstsein/Risikokommunikation

Die Geschäftsführung der ICS Container-Logistik GmbH zielt darauf ab, ein ausgeprägtes Risikobewusstsein im Sinne einer "Fehler-Vermeidungskultur" vor allem bei den mit der direkten Auftragsabwicklung betrauten Mitarbeitern zu entwickeln. Ferner wird eine entsprechende Risikokultur auf allen Hierarchieebenen durch interne Schulungen und Unterweisungen angestrebt. Außerdem fördert die Unternehmensleitung eine unmittelbare und unverzügliche Kommunikation möglicher Risiken an die dafür vorgesehenen Stellen und hier insbesondere an die Geschäftsführung. Zur Fortentwicklung der Risikokultur des Unternehmens implementiert die Geschäftsführung entsprechende Rahmenbedingungen, die ein effektives Wirken ermöglichen. Hierunter fallen z. B. Personalauswahl, Mitarbeiterförderung, Beurteilungssystematik und zugehörige Sanktionsmechanismen.

Im Rahmen der unternehmerischen Betätigung der ICS Container-Logistik GmbH werden durch die Geschäftsführung v. a. folgende unternehmerische Risikokategorien und Risikofelder identifiziert:

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Für die Jahre 2023 und 2024 ist weltweit und in Deutschland im Speziellen mit einer negativen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zu rechnen. Aufgrund der Ukrainekrise und den damit einhergehenden Kostensteigerungen und Problemen im Energiesektor besteht weiterhin das Risiko, dass sich die Wirtschaft in Deutschland und der Eurozone in eine Rezession bewegt. Außerdem ist der zunehmende Protektionismus der USA und China als weiteres gesamtwirtschaftliches Risiko zu nennen.

Branchenrisiken

Der Logistikstandort Deutschland steht vor großen Herausforderungen. Die Branche plagen nicht nur fehlende Fahrer, sondern auch Konkurrenz- und Termindruck, geringere Margen und eine schnelllebige Just-in-time-Lieferung. Hinzu kommen immer schlankere Prozesse in den Lieferketten und veränderte Rahmenbedingungen durch neue Stadt- und Umweltauflagen.

Das am 01.03.2020 in Kraft getretene Fachkräfteeinwanderungsgesetz sollte den Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt für qualifizierte Fachkräfte erleichtern. Dieser Effekt ist nicht eingetreten. Der Fachkräftemangel bleibt eine der großen Herausforderungen der Branche.

Auch haben sich im Laufe des neuen Geschäftsjahres 2022 die Kraftstoffkosten durch steigende Rohölpreise und die CO 2 -Bepreisung von Kraftstoffen deutlich erhöht. Wir sehen das Risiko weiterer inflationsbedingter Preisanpassungen.

Bonitäts- und Finanzierungsrisiken

Ausfallrisiken der Kunden werden grundsätzlich durch ein konsequentes Debitorenmanagement minimiert. Bei Neukunden werden in der Regel aktuelle Bonitätsauskünfte eingeholt.

Durch die Ukraine Krise und die sich androhende Wirtschaftskrise treten bislang keine wesentlichen Veränderungen im Zahlungsverhalten der Kunden auf. Es bleibt aber abzuwarten, ob durch die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht evtl. eine Verlagerung von Insolvenzen in die Zukunft stattfinden wird.

Unser Unternehmen unterliegt derzeit geringen Finanzierungsrisiken.

Auf Grund unserer Ertragsstärke und unser sehr guten Eigenkapitalausstattung sehen wir uns jederzeit in der Lage, auch künftigen Finanzierungsbedarf mit eigenen Mitteln zu decken.

Haftungsrisiken

Unser Unternehmen hat für eventuell auftretende Haftungsrisiken entsprechende Transportversicherungen abgeschlossen. Hier ist für ausreichend Risikovorsorge gesorgt.

IT-Risiken

Das Unternehmen hat im Bereich der Logistik aktuelle Hard- und Software im Einsatz, um möglichen Risiken der Informationstechnologie zu begegnen und Arbeitsabläufe zu optimieren. Durch den Einsatz von IT-Systemen besteht zwangsläufig die Gefahr einer Abhängigkeit, die das Risiko eines Systemausfalls und von Systemfehlern in sich bergen. Die IT-Infrastruktur hat ein hohes Maß an Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit zu gewährleisten. Derartigen Risiken werden durch Notfallpläne, Datensicherungen, Zugriffschutzsysteme begegnet.

Liquiditätsrisiken

Liquiditätsrisiken wird mit einer laufenden Liquiditätsplanung und ausreichenden Kontokorrentlinien begegnet. Die Beschaffung von evtl. zusätzlich benötigten finanziellen Mitteln für Investitionen gilt als gesichert.

Es ist nicht ausgeschlossen, dass sich der Zugang zu darüber hinausgehendem Fremdkapital erschweren kann. Das im Zuge der derzeitigen weltwirtschaftlichen Lage bestehende Zinsniveau wurde in den Planungen auf dem bestehenden Niveau fortgeschrieben.

Personalrisiken

Qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen, zu entwickeln und zu binden wird für uns zunehmend ein entscheidender Erfolgsfaktor. Wir begegnen dem Risiko von Fluktuation durch attraktive Gestaltung des Arbeitsumfelds mit dem Ziel einer hohen Mitarbeiterzufriedenheit. Die Ausbildung von Lehrlingen im handwerklichen und kaufmännischen Bereich sollte uns zusätzlich helfen, künftigen Personalengpässen zu begegnen.

Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Wir tätigen operative Geschäfte im Wesentlichen auf Euro-Basis. Währungsrisiken sind damit sehr gering. Insgesamt sind wir aufgrund der Struktur der Geschäftstätigkeit nur geringen Zins- und Kreditrisiken ausgesetzt. Auf den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten zur Begrenzung der Finanzrisiken konnte verzichtet werden.

Gesamtrisiko

Wegen der Einschätzung der in Frage kommenden Risiken und der Möglichkeiten zur Reaktion auf eintretende Gefahren ist die Gesellschaft zu dem Ergebnis gelangt, dass Existenz bedrohende Risiken für das Unternehmen nicht bestehen.

V. Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Unternehmens so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens beschrieben sind.

 

Freilassing, den 20.02.2025

ICS Container-Logistik GmbH

Hubert Pichler, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.775.534,00 2.279.345,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 6,00 6,00
1. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 5,00 5,00
II. Sachanlagen 2.775.528,00 2.279.339,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.775.528,00 2.279.339,00
B. Umlaufvermögen 8.456.801,35 7.944.609,39
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 8.127.691,53 6.910.869,74
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 329.109,82 1.033.739,65
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.168,36 800,00
D. Aktive latente Steuern 4.351,00 2.692,00
Summe Aktiva 11.238.854,71 10.227.446,39

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 9.261.640,25 8.770.788,35
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinn-/Verlustvortrag 7.275.041,72
III. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 1.470.746,63
IV. Bilanzgewinn 9.236.640,25
B. Rückstellungen 767.040,68 265.985,79
C. Verbindlichkeiten 1.091.690,78 1.114.645,25
D. Passive latente Steuern 118.483,00 76.027,00
Summe Passiva 11.238.854,71 10.227.446,39

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 4.728.372,42 5.657.632,78
2. Personalaufwand 1.429.319,42 1.266.430,34
a) Löhne und Gehälter 1.158.572,12 1.026.363,19
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 270.747,30 240.067,15
3. Abschreibungen 358.591,49 327.772,94
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 358.591,49 327.772,94
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.771.898,32 2.054.873,87
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 125.076,79 40.432,99
davon aus verbundenen Unternehmen 68.409,17 11.579,44
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 181.882,40 544.655,99
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 40.797,00 46.287,00
7. Ergebnis nach Steuern 1.111.757,58 1.504.332,63
8. sonstige Steuern 620.905,68 33.586,00
9. Jahresüberschuss 490.851,90 1.470.746,63
10. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 8.745.788,35
11. Bilanzgewinn 9.236.640,25

Anhang

1 Allgemeine Angaben

Die ICS Container-Logistik GmbH hat ihren Firmensitz in Freilassing und ist eingetragen im Registergericht Traunstein, HRB 19173 eingetragen.

Die Tätigkeit der Gesellschaft umfasst insbesondere den gewerblichen Güterverkehr, die Spedition, der Groß- und Einzelhandel mit Waren aller Art, insbesondere mit Kraftfahrzeugen, die Vermietung und Leasing von Kraftfahrzeugen aller Art, soweit dies keiner staatlichen Erlaubnis bedarf und private Arbeitnehmerüberlassungen.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Der Jahresabschluss ist daher prüfungspflichtig gemäß §§ 316 HGB.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Ergänzend zu diesen Vorschriften sind die Regelungen des GmbH-Gesetzes (GmbHG) zu beachten.

Der Jahresabschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang. Der Jahresabschluss wird in Euro (EUR) aufgestellt.

Der Jahresabschluss wird unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ("Going-Concern") erstellt.

2 Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.1 Grundlagen des Jahresabschlusses

Im Jahresabschluss müssen in einem begrenzten Umfang Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten haben. Dabei werden sämtliche aktuell verfügbaren Erkenntnisse berücksichtigt.

Die tatsächlichen Werte können von den Schätzungen abweichen. Änderungen von Schätzungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.

Die im Vorjahr angewandten Bewertungsvorschriften und Abschreibungsmethoden werden unverändert beibehalten.

2.2 Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte werden bei Zugang zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren abgeschrieben, sofern sie der Abnutzung unterliegen. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots erfolgen bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen.

2.3 Sachanlagen

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu den historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um die kumulierten, planmäßigen Abschreibungen.

Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Bei der Bemessung der Nutzungsdauer wird auf die betrieblichen Erfahrungen zurückgegriffen, die sich weitgehend mit den Angaben in den steuerlichen AfA-Tabellen decken.

Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt, sobald letztere zu einer höheren Jahresabschreibung führt.

Die geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 250,00 € und 1.000,00 € wurden im abgelaufenen Wirtschaftsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Alle Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu 250,00 € wurden direkt analog § 6 Abs. 2 EStG in voller Höhe als Betriebsausgaben angesetzt.

Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung. Zuschreibungen werden vorgenommen, soweit die Gründe für eine in den Vorjahren vorgenommene Abschreibung nicht mehr bestehen.

2.4 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden ggf. durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

2.5 Liquide Mittel

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks sind zum Nennwert bilanziert.

2.6 Aktive Rechnungsabgrenzung

Ausgewiesen werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Aufwendungen für Disagio in Höhe von Euro 0,00 enthalten.

2.7 Latente Steuern

Die Ermittlung der latenten Steuern wird anhand des bilanzorientierten Konzepts vorgenommen. Danach werden für sämtliche Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände und Schulden und deren steuerlichen Wertansätzen latente Steuern berechnet, sofern sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder umkehren. Dabei wird von der Saldierungsmöglichkeit des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

Aktive latente Steuern werden in Höhe der voraussichtlichen Steuerentlastung in den künftigen Geschäftsjahren gebildet.

Die Abgrenzung beruht auf Bewertungsunterschieden bei den Rückstellungen in der Steuerbilanz. Aktive latente Steuern aus ertragsteuerlichen Verlustvorträgen bestehen nicht. Es wird ein Ertragsteuersatz von 27% zugrunde gelegt.

Die Zusammensetzung und Entwicklung der aktiv latenten Steuern stellt sich wie folgt dar:

Anfangsbestand 2.692 €
Veränderungen 1.659 €
Endbestand 4.351 €

2.8 Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

2.9 Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten alle Steuern, die bis zum Ablauf des Geschäftsjahres entstanden sind, aber bis zur Bilanzaufstellung noch nicht veranlagt wurden.

2.10 Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Bei den sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre vorgenommen.

2.11 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Abzinsungen waren nicht erforderlich. Sofern die Tageswerte über den Erfüllungsbeträgen liegen, werden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt.

2.12 Passive latente Steuern

Die Ermittlung der latenten Steuern wird anhand des bilanzorientierten Konzepts vorgenommen. Danach werden für sämtliche Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände und Schulden und deren steuerlichen Wertansätzen latente Steuern berechnet, sofern sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder umkehren. Dabei wird von der Saldierungsmöglichkeit des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

Passive latente Steuern werden in Höhe der voraussichtlichen Steuerbelastung in den künftigen Geschäftsjahren gebildet.

Die Abgrenzung beruht auf Bewertungsunterschieden im Anlagevermögen in der Steuerbilanz. Aktive latente Steuern aus ertragsteuerlichen Verlustvorträgen bestehen nicht. Es wird ein Ertragsteuersatz von 27% zugrunde gelegt.

Die Zusammensetzung und Entwicklung der passiven latenten Steuern stellt sich wie folgt dar:

Anfangsbestand 76.027 €
Veränderungen 42.456 €
Endbestand 118.483 €

3 Angaben zur Bilanz

3.1 Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens stellt sich wie folgt dar:

Stand 01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Anschaffungskosten 22.785,69 € - € - € - € 22.785,69 €
Rechte und Werte sowie Lizenzen an Kumulierte Abschreibung 22.780,69 € - € - € - € 22.780,37 €
solchen Rechten und Werten Restbuchwert 5,00 € 5,00 €
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs und Anschaffungskosten 3.526.299,82 € 888.052,49 € 225.420,00 € - € 4.188.932,31 €
Geschäftsausstattung Kumulierte Abschreibung 1.246.960,82 € 358.591,49 € 192.148,00 € - € 1.413.404,31 €
Restbuchwert 2.279.339,00 € 2.775.528,00 €
SUMME Anschaffungskosten 3.549.085,51 € 888.052,49 € 225.420,00 € - € 4.211.718,00 €
Kumulierte Abschreibung 1.269.741,51 € 358.591,49 € 192.148,00 € - € 1.436.185,00 €
Restbuchwert 2.279.344,00 € 2.775.533,00 €

3.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Zusammensetzung: davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023
bis zu einem Jahr
zwischen einem und fünf Jahren
von mehr als fünf Jahren
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.629.500,32 € 1.629.500,32 € - € - €
Vorjahr 1.858.458,05 € 1.858.458,05 € - € - €
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.524.433,08 € 39.277,16 € 2.485.155,92 € - €
Vorjahr 2.356.491,22 € 922,42 € 2.355.568,80 € - €
Forderungen gegen Gesellschafter 3.347.067,68 € 190.560,18 € 3.076.507,50 € 80.000,00 €
Vorjahr 2.497.921,86 € 84.345,59 € 2.253.576,27 € 80.000,00 €
Sonstige Vermögensgegenstände 626.690,45 € 575.152,37 € 51.538,08 € - €
Vorjahr 197.998,61 € 188.629,72 € 9.368,89 € - €
Summe 8.127.691,53 € 2.434.490,03 € 5.613.201,50 € 80.000,00 €
Vorjahr 6.910.869,74 € 2.132.355,78 € 4.698.513,96 € 80.000,00 €

In der Position "Sonstige Vermögensgegenstände" sind keine Beträge größeren Umfangs enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstanden sind.

3.3 Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt 25.000,00 € (i.Vj. 25.000,00 €) und entspricht dem Gesellschaftsvertrag.

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von 8.745.788,35 € enthalten.

Die passiven latenten Steuern übersteigen die aktiven latenten Steuern, sodass keine Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB besteht.

3.4 Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren zukünftigen Zahlungsverpflichtungen, Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten der Gesellschaft.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere ausstehende Rechnungen, Personalverpflichtungen sowie Aufbewahrungspflichten.

3.5 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind nach ihrer Fälligkeit in einem Verbindlichkeitsspiegel dargestellt:

Art der Verbindlichkeit Gesamt davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023
Euro
bis 1 Jahr
Euro
zw. 1 und 5 Jahren
Euro
über 5 Jahre
Euro
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 550.763,62 550.763,62 0,00 0,00
Vorjahr 726.938,06 726.938,06 0,00 0,00
Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 418.143,23 418.143,23 0,00 0,00
Vorjahr 298.139,70 298.139,70 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 122.783,93 122.783,93 0,00 0,00
Vorjahr 89.567,49 89.567,49 0,00 0,00
Summe 1.091.690,78 1.091.690,78 0,00 0,00
Vorjahr 1.114.645,25 1.114.645,25 0,00 0,00

Darüber hinaus bestehen für die Verbindlichkeiten im üblichen Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten.

4 Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Im vorliegenden Jahresabschluss wurden die Kfz-Steuern, die bisher unter der Position "sonstige Steuern" ausgewiesen wurden, in den "Materialaufwand" umgegliedert. Diese Änderung dient einer verbesserten Darstellung der wirtschaftlichen Zusammenhänge, da die Kfz-Steuern direkt mit dem betrieblichen Einsatz der Fahrzeuge stehen.

Durch diese Anpassung ergibt sich eine Verschiebung in der Gewinn- und Verlustrechnung, wobei die Position "sonstige Steuern" und 35 TEUR reduziert und die Position "Materialaufwand" entsprechend erhöht. Die Gesamtergebnisrechnung bleibt davon unberührt.

Zur Wahrung der Vergleichbarkeit wurden die Vorjahreswerte entsprechend angepasst. Diese Umgliederung hat keine Auswirkung auf das Jahresergebnis.

4.1 Sachverhalte von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung in Höhe von 151 TEUR aus Umsatzsteuerrückvergütung enthalten.

In den sonstigen Steuern sind Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung in Höhe von 586 TEUR aus der Zuführung in die Rückstellung für das Umsatzsteuerrisiko in Österreich enthalten.

4.2 Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Im Jahresabschluss sind keine periodenfremden Erträge enthalten.

Im Jahresabschluss sind periodenfremden Aufwendungen in Höhe von 435 TEUR aus der Zuführung in die Rückstellung für das Umsatzsteuerrisiko in Österreich enthalten.

4.3 Erträge und Aufwendungen aus Währungsumrechnung

In der Gewinn- und Verlustrechnung sind keine Erträge aufgrund von Währungsumrechnung enthalten.

4.4 Angaben zu Steuern vom Einkommen und Ertrag

Das Ergebnis nach Steuern ist mit Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von TEUR 182 (i.Vj.: TEUR 545) belastet. In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind latente Steuern in Höhe von TEUR 41 (i.Vj.: TEUR 46) enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen die gewöhnliche Geschäftstätigkeit.

5 Sonstige Angaben

5.1 Angaben zur Geschäftsführung

Während des Geschäftsjahres bis zum Bilanzaufstellungstag gehörten folgende Personen dem Geschäftsführungsorgan an:

- Hubert Pichler, Geschäftsführer, Kaufmann und Kfz-Meister

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird unter Inanspruchnahme von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da die Vergütung der einzelnen Mitglieder der Geschäftsführung annähernd bestimmbar wäre.

Über die Vorschüsse und Kredite, die an die Geschäftsführung (insgesamt) vergeben wurden, wird wie folgt berichtet:

Kreditentwicklung Betrag
Euro
Stand bisheriger Kredite 2.481.489,85
Neuvergaben im Berichtsjahr 1.651.365,65
Rückzahlungen im Berichtsjahr 913.747,21
= neuer Kreditbestand 3.219.108,29
Kreditkonditionen
Zinssatz 1% bis 2%
Laufzeit in Jahren zwischen 1 und 6 Jahre

5.2 Konzernzugehörigkeit

Das Einzelunternehmen Hubert Pichler ist das Mutterunternehmen der Pichler Unternehmensgruppe.

5.3 Nahestehende Personen

Sämtliche Geschäfte der Gesellschaft mit verbundenen und nahestehenden Unternehmen erfolgen zu marktüblichen Bedingungen.

5.4 Angabe zu Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

Die Gesamtzahl der durchschnittlich Mitarbeitenden beträgt im Geschäftsjahr 40 und im Vorjahr 53.

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 25,00
Angestellte 15,00

5.5 Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden finanziellen Verpflichtungen zu vermerken:

aus Miet, Pacht- und Leasingverträgen 9.600,00
aus Bestellobligo für Investitionen 0,00
Summe 9.600,00
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen 9.600,00
- davon gegenüber assoziierte Unternehmen 0,00
- davon betreffend die Altersversorgung 0,00

5.6 Honorar des Abschlussprüfers

Das auf das Geschäftsjahr 2023 entfallende Honorar des Abschlussprüfers beträgt:

Für die Abschlussprüfung 12.000,00 EUR
Für sonstige Bestätigungsleistungen 0,00 EUR
Steuerberatungsleistungen 0,00 EUR
Sonstige Leistungen 0,00 EUR
Gesamtsumme 12.000,00 EUR

5.7 Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Jahresabschluss ist nach vollständiger Ergebnisverwendung aufgestellt. Die Ergebnisverwendung ist in der Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Posten Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag dargestellt.

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

- Vortrag auf neue Rechnung

6 Nachtragsbericht

Zwischen dem Bilanzstichtag und dem Zeitpunkt der Berichterstattung ergaben sich keine neuen Erkenntnisse über Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage.

7 Versicherung der gesetzlichen Vertreter und Unterzeichnung

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Unterzeichnung

 

Freilassing, 14.03.2025

gez. Hubert Pichler, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 13.03.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ICS Container-Logistik GmbH, Freilassing

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ICS Container-Logistik GmbH, Freilassing, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ICS Container-Logistik GmbH, Freilassing, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Traunstein, 21. Februar 2025

AGP GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thomas Göntgen, Wirtschaftsprüfer

Daniela Auer, Wirtschaftsprüferin

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