ADB Safegate Germany Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Frank Wunderlich seit 10.11.2021 | Geschäftsführer |
Jan Hendrik Hupkens seit 4.2.2008 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
ADB Safegate bvba | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ADB Safegate Germany GmbHMannheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Grundlagen der Gesellschaft 1. Geschäftsmodell der Gesellschaft Mit der Zugehörigkeit zur ADB Safegate Gruppe ist die ADB Safegate Germany GmbH (kurz auch ADB Safegate Germany) ein weltweit führender Anbieter von integrierten Lösungen zur Erhöhung der Effizienz, der Sicherheit und der umweltgerechten Nachhaltigkeit an Flughäfen. Gemeinsam mit unseren Kunden, den Flughäfen, erarbeiten wir ganzheitliche Lösungen zur Verbesserung operationeller Abläufe am Boden von der Landung bis zum Take-Off. Zu unserem Produktportfolio zählen insbesondere Produkte, Systeme und Serviceleistungen für die Bereiche Flughafenbefeuerung (Airfield Solutions), intelligente Andockführung und digitales Vorfeld-Management (Apron Solutions) sowie IT-Lösungen für Prozesse, die sowohl in der Luft als auch am Boden stattfinden (Terminal Systems and Tower Solutions). Die ADB Safegate Germany gehört zur international agierenden ADB Safegate Gruppe mit Hauptsitz in Brüssel (Zaventem), Belgien. Mit ca. 1.375 Beschäftigen betreut die ADB Safegate Gruppe weltweit mehr als 2.700 Flughäfen in mehr als 175 Ländern. An unseren Standorten in Mannheim, Hamburg und Eckental haben wir in 2023 durchschnittlich 95 (Vj.: 94) Mitarbeiter beschäftigt, die ihren Fokus auf Kunden in den Ländern Zentral- und Osteuropas legen. Hinter der ADB Safegate Gruppe steht seit Oktober 2017 die US-amerikanische Carlyle Group Inc. (Carlyle). Carlyle ist eine der weltweit größten börsennotierten Private Equity Gesellschaften, die im Jahr 2023 426 Milliarden US $ verwaltet hat, 28 Büros auf 4 Kontinenten unterhält und ca. 2.200 Mitarbeiter beschäftigt. Die ADB Safegate Germany ist ein Tochterunternehmen der ADB Safegate Germany Verwaltungs GmbH, mit der ein Ergebnisabführungsvertrag besteht. Beide Unternehmen werden in den Konzernabschluss der ADB Safegate Luxembourg 1 S.a.r.l. einbezogen. 2. Forschung und Entwicklung Unsere Kernprodukte sind Konstantstromregler, Einzellampensteuermodule, Control- und Monitoring Systeme sowie ein Asset Management Softwaretool. Diese werden fortlaufend an den aktuellen Stand der Technik und an die Kundenbedürfnisse für ein höheres Maß an Effizienz und Nachhaltigkeit angepasst. Am Standort Mannheim ist ein Kompetenzcenter mit sechs Mitarbeitern entstanden, das sich mit Fragen und Entwicklungsaufgaben rund um die Stromversorgung von Befeuerungssystemen beschäftigt. Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen des Geschäftsjahres 2023 betrugen rund 1,6 Mio. €. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die weltweite Konjunktur zeigte sich 2023 auf einem niedrigeren Niveau als im Jahr 2022. Der Internationale Währungsfonds (IWF) schätzt für das Jahr 2023 ein BIP-Wachstum von 3,1 % (World economic outlook, update Januar 2024) gegenüber 3,5 % in 2022. Das Bruttoinlandsprodukt für Deutschland ging 2023 Ergebnissen des statistischen Bundesamtes zufolge preisbereinigt um 0,1 % gegenüber dem Vorjahr (Statistisches Bundesamt, Monatsbericht des BMF Januar 2024, Seite 69ff.) zurück. In der Luftfahrtbranche sehen wir im Jahr 2023 nach den massiven Corona-bedingten Einbrüchen eine fortlaufende Erholung des Passagieraufkommens. Während die Branche europaweit noch ca. 4,5 % unter den Vor-Corona-Zahlen aus 2019 liegt, erfolgt die Erholung in Deutschland mit einem Minus von ca. 15-20 % etwas langsamer. Im Jahr 2024 wird im europäischen Durchschnitt bereits ein Plus von 1,4 % gegenüber 2019 erwartet. In Deutschland wird die Rückkehr zu Vor-Corona-Zahlen erst für 2025 prognostiziert. Für das Jahr 2027 wird im europäischen Durchschnitt sogar wieder mit Zuwächsen von 9,2 % gerechnet, wobei manche Länder (wie z.B. Griechenland) diese Schwelle schon im Jahr 2023 überschritten haben. 2. Geschäftsverlauf Durch den im Februar 2022 begonnenen Ukraine-Krieg wurden keine neuen Aufträge in Russland, Weißrussland oder der Ukraine akquiriert. Einzelne bereits bestehende Aufträge wurden nach Prüfung und Freigabe der Behörden noch ausgeliefert, andere wurden storniert. Die Probleme in den Lieferketten weltweit halten an und haben sich zum Teil verschärft; davon sind auch wir betroffen und versuchen, die Bevorratung entsprechend anzupassen. Hinsichtlich des wirtschaftlichen Geschäftsverlaufs möchten wir für die nachfolgenden Zahlen darauf hinweisen, dass wir seit Jahren die Unternehmenssteuerung nach den Grundsätzen und Vorschriften der IFRS durchführen, daher sind unsere maßgeblichen Steuerungsgrößen die Umsatzerlöse nach IFRS sowie das EBITDA nach IFRS. Die Umsatzerlöse IFRS (ohne Umsatz mit verbundenen Unternehmen) sind mit 46,3 Mio. € (Vj.: 35,2 Mio. €) im Vergleich zum Vorjahreswert stark gestiegen (32 %). Der starke Anstieg ist zu begründen durch den hohen Auftragseingang im Jahr 2022, der uns zu Jahresanfang 2023 mit einem ebenfalls hohen Bestand starten ließ. Der budgetierte Wert von 48,6 Mio. € wurde knapp verfehlt, begründet durch Verzögerungen in laufenden Projekten. Das EBITDA IFRS beläuft sich auf 9,8 Mio. € (Vj.: 5,9 Mio. €). Die starke EBITDA-Steigerung wird durch das starke Wachstum des Umsatzes erklärt. Der Auftragseingang (Order Intake) ist stark hinter den Erwartungen zurückgeblieben durch Verzögerungen in Ausschreibungen und deutlich langsamere Vergabe von Aufträgen. Per 31.12.2023 weisen wir eine HGB-Gesamtleistung (als Summe von Umsatzerlösen und Bestandsveränderungen) von 49,1 Mio. € (Vj.: 41,0 Mio. €) aus. Die Höhe der Bestandsveränderungen beläuft sich dabei auf 12,9 Mio. € (Vj.: 1,5 Mio. €). Die unterschiedliche Berechnung des Umsatzes nach IFRS und nach HGB resultiert im Wesentlichen aus der unterschiedlichen Umsatzrealisierung der Projekte. Während bei IFRS die PoC-Methode (Percentage of Completion) mit der Erlösvereinnahmung über die Projektlaufzeit zur Anwendung kommt, wird bei HGB die Completed Contract Methode (Erlösvereinnahmung bei Ende des Projekts) herangezogen. Da die Margen nach IFRS bereits mit Projektfortschritt realisiert werden (nach HGB erst mit Abschluss des Projekts), entstehen auch weitreichende Ergebnisunterschiede, die sich im Zeitablauf und schließlich mit Abschluss der Projekte wieder annähern und ausgleichen. Die Aussagekraft der stichtagsbezogenen Betrachtung der Gesamtleistung nach HGB eines im Projektgeschäft tätigen Unternehmens ist mithin beschränkt. In den nachfolgenden Abschnitten zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage werden die Werte des handelsrechtlichen Jahresabschlusses erläutert. 3. Ertragslage In das Bilanzjahr sind wir mit einem Auftragsbestand von 50,0 Mio. € (Vj.: 23,5 Mio. €) gestartet. Im Jahr selbst konnten Aufträge im Gegenwert von 46,6 Mio. € (Vj.: 61,8 Mio. €) gewonnen werden. Die HGB-Gesamtleistung beläuft sich auf 49,1 Mio. € (Vj.: 41,0 Mio. €) und setzt sich aus einer Vielzahl von Projekten zusammen. Die Steigerung der Gesamtleistung leitet sich aus dem gestiegenen Auftragsbestand zu Beginn des Jahres ab. Die Materialaufwandsquote, gemessen an der Gesamtleistung, hat sich erhöht auf 66,0 % (Vj.: 61,2 %). Dies hängt vor allem mit dem Projektmix und gestiegenen Beschaffungspreisen zusammen. Der Personalaufwand stieg nominal von 7,3 Mio. € auf 8,1 Mio. € durch neu eingestellte Mitarbeiter und eine Erhöhung der Löhne und Gehälter von 5,2 %. Prozentual veränderte sich die Personalaufwandsquote infolge einer gestiegenen Gesamtleistung von 17,8 % im Vorjahr auf nunmehr 16,5 %. Abschreibungen wurden mit 311 T€ (Vj.: 469 T€) gebucht, darin enthalten sind die Abschreibungen von 163 T€ (Vj.: 325 T€) auf den aktivierten Kundenstamm aus der Übernahme von Kunden im Jahr 2020, die bis zur Neuordnung der Vertriebsstruktur von anderen ADB Safegate Gesellschaften betreut wurden und dann auf ADB Safegate Germany übergegangen sind. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Berichtsjahr von 4,8 Mio. € auf 5,8 Mio. € gestiegen. Von den Aufwandssteigerungen entfallen 342 T€ auf gestiegene IT-Kosten (ERP System und Cyber Security), 344 T€ auf gestiegene Head Quarter-Kosten und 220 T€ höhere Frachtkosten durch mehr Umsatz. Aufwandseinsparungen bei Versicherungen von 112 T€ und kleinere Einsparungen aus weiteren Kostenblöcken konnten dem Mehraufwand nicht in entsprechendem Maße entgegenwirken. Im Ergebnis wurde ein Jahresgewinn vor Ergebnisabführung von 2,7 Mio. € (Vj.: 3,7 Mio. €) erwirtschaftet, der dem Ergebnisabführungsvertrag mit der ADB Safegate Verwaltungs GmbH unterliegt. 4. Finanzlage Zur Finanzierung des operativen und teilweise auch strategischen Geschäfts setzt die ADB Safegate Gruppe auf den Grundsatz der internen Finanzierung. So werden Liquiditätsüberschüsse der Konzerngesellschaften in einem Cash Pooling gesammelt, um den Finanzierungsbedarf der einzelnen Tochtergesellschaften bei Bedarf möglichst intern decken zu können. Die ADB Safegate Germany GmbH blickt auf eine lange erfolgreiche Historie in den Beziehungen zu ihren Kunden und Lieferanten zurück. Die Zusammenarbeit ist geprägt von einem vertrauensvollen Miteinander. Insofern legen wir großen Wert auf die Begleichung unserer Verbindlichkeiten innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen sowie gleichermaßen auch auf die pünktliche Vereinnahmung unserer Forderungen. Der Stabilität unserer Liquiditäts- und Finanzlage haben wir mit Blick auf die Corona-Pandemie einen noch größeren Stellenwert beigemessen. Forderungen und Verbindlichkeiten haben wir mit größter Aufmerksamkeit gemanagt, um frühzeitig eventuelle Risiken erkennen und entsprechend reagieren zu können. Unsere Finanzlage ist vor diesem Hintergrund als sehr stabil zu bezeichnen; zum Jahresende haben wir der Gruppe insgesamt 8,1 Mio. € (Vj.: 7,2 Mio. €) über das Cash Pooling zur Verfügung gestellt. Sämtliche finanziellen Verpflichtungen wurden fristgerecht bedient. Die Zahlungsfähigkeit war zu jedem Zeitpunkt gegeben. Die Rückführung des Darlehens für das im Eigentum des Unternehmens befindliche bebaute Grundstück wird planmäßig weitergeführt. Der Kauf der Protec Automation GmbH im Jahr 2021 wurde mittels eines Darlehens von ADB Safegate Belgien an die ADB Safegate Germany finanziert. Außerbilanzielle Verpflichtungen, die die wirtschaftliche Lage des Unternehmens negativ beeinflussen könnten, sind nicht bekannt. 5. Vermögenslage Das Anlagevermögen ist im Berichtsjahr von 1,8 Mio. € auf 1,7 Mio. € im Wesentlichen infolge planmäßiger Abschreibungen gesunken. Im Umlaufvermögen sind größere Veränderungen zu erkennen. Der Vorratsbestand ist von 12,0 Mio. € auf 9,1 Mio. € gesunken. Bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wurde der Lagerwert von 2,7 Mio. € auf 2,3 Mio. € reduziert; ein Zeichen unseres Bemühens, die Lagerhaltungskosten zu verringern. Die unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen in Höhe von 40,5 Mio. € (Vj.: 27,5 Mio. €) zuzüglich der geleisteten Anzahlungen von 736 T€ (Vj.: 572 T€) und die fertigen Erzeugnisse und Waren von 0,7 Mio. € (Vj.: 1,2 Mio. €), vermindert um die dafür erhaltenen Anzahlungen von 35,1 Mio. € (Vj.: 20,0 Mio. €) führen in Summe zu einer Reduzierung der Vorräte um 2,9 Mio. €. Diese Minderung ist verursacht durch eine bessere und schnellere Abrechnung von laufenden Projekten und eine Herabsetzung des Lagerbestandes. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich stichtagsbezogen und aufgrund höherer Umsatzerlöse auf 8,0 Mio. € (Vj.: 5,9 Mio. €), die Forderungen gegen verbundene Unternehmen auf 10,1 Mio. € (Vj.: 8,7 Mio. €), die im Wesentlichen aus einem höheren Cash Pooling resultieren. Die liquiden Mittel sind mit 3,3 Mio. € deutlich höher als im Vorjahr (Vj.: 1,9 Mio. €), was in erster Linie auf die schnellere Abrechnung der Projekte zurückzuführen ist. Mit der ADB Safegate Germany Verwaltungs GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Infolgedessen kommt es zu keiner Änderung im Eigenkapital. Die Eigenkapitalquote sinkt aufgrund der um 1,8 Mio. € gestiegenen Bilanzsumme von 16,9 % auf 16,0 %. Die Pensionsrückstellungen sind nach Saldierung mit den Aktivwerten um 36 T€ auf 321 T€ gestiegen. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 4,9 Mio. € (Vj.: 2,9 Mio. €) sind im Wesentlichen aufgrund einer höheren Rückstellung für ausstehende Rechnungen gestiegen. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten handelt es sich ausschließlich um die durch Grundschuld gesicherte Gebäudefinanzierung, die planmäßig jährlich mit 112 T€ p.a. getilgt wird und zum Bilanzstichtag noch mit 279 T€ valutiert. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von 5,3 Mio. € (Vj. 6,5 Mio. €) sind abhängig von den Zahlungsplänen der laufenden Projekte und können je nach Vertragsausgestaltung stark variieren. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind am Stichtag mit 1,6 Mio. € (Vj.: 2,1 Mio. €) ausgewiesen. Dies Veränderung korreliert mit der Steigerung der sonstigen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und ist gesamthaft zu beurteilen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf 13,8 Mio. € (Vj.: 12,4 Mio. €). Darin enthalten sind der gemäß Ergebnisabführungsvertrag abzuführende Jahresgewinn in Höhe von 2,7 Mio. € sowie in Höhe von 1,6 Mio. € das Darlehen zum Kauf der Protec Automation GmbH inklusive Zinsen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus höheren konzerninternen Weiterbelastungen und einem höheren Einkaufsvolumen. Inflations- und Wechselkurseinflüsse haben auf die Vermögenslage keinen nennenswerten Einfluss. 6. Investitionsanalyse Im Jahr 2023 wurden keine nennenswerten Investitionen getätigt. 7. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Die Geschäftsführung ist mit der Unternehmensentwicklung im Berichtsjahr sehr zufrieden. Grund dafür ist vor allem die Steigerung des Umsatzes, aber auch die stabile Ertrags- und Liquiditätslage. Dass der Auftragseingang hinter den Erwartungen etwas zurückblieb, ist bedingt durch verzögerte Ausschreibungen und insofern relativiert zu beurteilen, denn mit entsprechenden Beauftragungen ist weiterhin zu rechnen, nur aber zu jeweils späteren Zeitpunkten. Die HGB-Zahlen spiegeln diese Entwicklung im Bilanzjahr entsprechend wider. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht Nachdem die Corona-Krise zu Ende ist, blicken wir mit Vertrauen in das nächste Jahr 2024. Die Passagierzahlen sowie die Cargo-Aufkommen steigen kontinuierlich an und für das Jahr 2024 werden in Europa schon wieder Vor-Corona-Zahlen erwartet. Die sich immer weiter verschärfende Krise in der Beschaffung, die sich zwischenzeitlich nicht mehr nur auf elektronische Bauteile beschränkt, sondern quer durch alle Branchen zu verzeichnen ist, macht sich auch in unserem Unternehmen bemerkbar. In der Produktion muss teils umgeplant werden, da dringend benötigte Teile nicht rechtzeitig geliefert werden. Dies hat leider zur Folge, dass unsere Kunden längere Lieferzeiten auf ihre bestellten Produkte in Kauf nehmen müssen. Mit der Problematik des Fachkräftemangel sind wir leider längst konfrontiert. Offene Stellen bleiben über einen längeren Zeitraum unbesetzt, Personalaufbau- und -entwicklungsplanung sind erschwert, der Arbeits- und Leistungsdruck auf die eigenen Mitarbeiter nimmt ungewollt zu. Wir sind in das neue Geschäftsjahr 2024 mit einem Auftragsbestand von 50,0 Mio. € gestartet und rechnen für 2024 mit einem Auftragseingang von 59,7 Mio. €. Unsere Planung für 2024 sieht einen auf 52,1 Mio. € steigenden Umsatz (IFRS) vor und einen Anstieg des EBITDA (IFRS) auf 12,0 Mio. €. Diese Annahmen fußen auf dem auch im Jahr 2024 erwarteten hohen Auftragseingang sowie Informationen, die wir über unseren Vertrieb in Gesprächen mit Kunden und Planern über anstehende Infrastrukturmaßahmen sammeln. Die Vermarktung von "ALIS", unserem Asset Management Softwarepaket, für geplanten Service und präventive Wartung bringen wir weiterhin gezielt voran. Das Produkt stößt auf reges Kundeninteresse. 2. Chancenbericht Mit dem im Jahr 2023 in den Markt eingeführten innovativen Konzept Airside 4.0 konnten wir erste signifikante Aufträge akquirieren. Mit Airside 4.0 generieren wir mithilfe von integrierter Sensorik verschiedenste Daten aus den von uns gelieferten Produkten. Durch die intelligente Vernetzung dieser Daten ermöglichen wir unseren Kunden einen effizienteren, kostengünstigeren und zukunftssicheren operationellen Betrieb bei wieder steigendem Verkehrsaufkommen. Damit unterstützen wir die Flughafenbetreiber in ihren Digitalisierungs-, Dekarbonisierungs- und Nachhaltigkeitsstrategien, zu denen sie sich im Rahmen verschiedener überregionaler Initiativen verpflichtet haben. Hierbei kommen auch völlig neue Technologien zum Einsatz, so z.B. die KI-gestützte Auswertung von Kameradaten. In Kombination mit dem o.g. Asset Management Softwarepaket "ALIS" eröffnen sich hierdurch Chancen auf neue Geschäftsfelder. Neben unseren Kernbereichen - Befeuerungsanlagen und Visual Docking Guidance Systeme - sehen wir im Vertrieb dieser Software einen wichtigen Teil unserer Zukunft, denn die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig und auf andere Infrastrukturanlagen übertragbar. 3. Risikobericht Risiken Die ADB Safegate Germany mit ihren Kernbereichen Befeuerung und Visual Docking Guidance Systeme sieht sich in ihrem Vertriebsgebiet nur wenigen Wettbewerbern gegenüber. Das Produktportfolio ist im Markt noch immer einzigartig und wird durch die Geschäftschancen, die Airside 4.0 bietet, nochmals ausgebaut. Daher sind branchenspezifische Risiken kaum zu erkennen, wobei in den kommenden Jahren ein verstärkter Wettbewerb mit Herstellern aus China erwartet wird. Eines der höchsten Risiken stellt aus unserer Sicht die Entwicklung auf dem inländischen Arbeitsmarkt dar. Es wird immer schwieriger, Fachkräfte mit Reisebereitschaft für unser Geschäftsmodell zu rekrutieren. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, setzen wir verstärkt auf zusätzliche Angebote der Berufsausbildung und duale Studiengänge sowie auf die aktive Rekrutierung von Arbeitskräften aus dem Ausland und neue Wege in der Akquisition von Mitarbeitern. Da die Ausweitung des Produktportfolios integrierter und vernetzter Systeme von ADB Safegate Germany GmbH vorangetrieben wird, sind wir auf hochqualifizierte Mitarbeiter angewiesen. Der Abgang einzelner Personen in Schlüsselfunktionen könnte die Perspektive und Entwicklung des Unternehmens nachhaltig beeinträchtigen. Dem wirken wir mit gezielten Maßnahmen zum Aufbau potenzieller Nachfolger entgegen. Aus politischer Sicht bestehen Risiken aufgrund der volatilen geopolitischen Lage, hier seien die Stichpunkte Ukraine-Krieg, Nahost-Krise genannt. Das Reiseverhalten sowie die Dynamik der Luftverkehrsbranche reagieren sehr sensibel auf politische Verwerfungen. Des Weiteren nimmt der Druck auf die Flughafenbranche zu, möglichst schnell emissionsärmer zu wirtschaften. Für das CO2-neutrale Fliegen müssen von der Flughafenbranche sowie Airline-Betreibern massive Investitionen getätigt werden. Eine von der Bundesregierung beschlossene abermalige Erhöhung der Luftverkehrssteuer wirkt sich nach unserem Dafürhalten eher wachstumshemmend aus und trägt nicht zur schnelleren Erholung der Passagierzahlen bei. Ein großes Risiko stellt noch immer die volatile Lage in der Beschaffung von Halbleitern und anderen Elektronikkomponenten dar. Das Angebot und die Anbieter sind begrenzt, die aktuelle politische Lage am Roten Meer oder auch Taiwan tragen nicht zu einer Entschärfung bei. Die Beschaffung bestimmt Liefer- und Produktionszeiten und dominiert die zeitgemäße Fertigstellung unserer Projekte. Um das Risiko kalkulierbarer zu machen, findet in Abstimmung mit anderen Standorten der ADB Safegate Gruppe Beschaffung zu einem früheren Zeitpunkt und in größeren Mengen statt (Aufbau der Sicherheitsbestände). Lange Jahre haben wir uns mit Teuerungsraten wenig bis nicht auseinandersetzen müssen. In den Jahren 2022 und 2023 hat sich dies geändert, zwischenzeitlich standen Inflationsraten von 5 % - 11 % im Raum, obgleich mit Beginn des neuen Jahres eine vorsichtige Entspannung zu verzeichnen ist. Die Konsequenz für uns ist, dass wir bei Projekten mit Laufzeiten über mehrere Jahre künftig vermehrt prüfen müssen, ob wir mit Preisgleitklauseln arbeiten, eine aktive Preissicherung in der Beschaffung betreiben oder aber mit bilateralen Vereinbarungen vertraglich regeln müssen. Neben den unternehmenseigenen Anstrengungen, u. a. die Liquiditätssituation stabil zu gestalten, ist auch ein Konzern-Treasury mit der Überwachung und bei Bedarf mit der Ausstattung finanzieller Ressourcen befasst. Wir fakturieren fast ausschließlich in EURO-Valuta, so dass Währungsrisiken für uns nur eine sehr untergeordnete Rolle spielen. Die Veränderungen unseres Vertriebsgebietes hat daran bisher nichts geändert. Ansonsten sichern wir mit Devisentermingeschäften ab. Risikomanagementsystem Der verantwortungsvolle Umgang mit Risiken und deren engmaschige Steuerung sind wesentliche Elemente der Unternehmensführung. Übergeordnetes Ziel ist es, unternehmerische Chancen bei kontrollierbaren Risiken umfassend zu nutzen, aber auch bei Eintritt von Risiken unverzüglich geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Konzernweite Vorgaben regeln Zuständigkeiten, verweisen auf rechtliche Rahmenbedingungen und bestimmen über Freigabeberechtigungen der Unternehmensführung und einzelner Mitarbeiter. Auf Unternehmensebene ist die Geschäftsführung ab einem definierten Schwellenwert bereits in die Angebotsphase einer Ausschreibung eingebunden. In die Risikoberichterstattung werden die über einer ebenfalls definierten Größenordnung liegenden Risiken identifiziert und hinsichtlich ihrer betriebswirtschaftlichen Bedeutung und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Aufgabe des Projektcontrollings ist es, durch Planabgleich frühzeitig Abweichungen zu erkennen und in Zusammenarbeit mit der Projektabwicklung gegensteuernde Maßnahmen zu entwickeln. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt die Unternehmensführung eine konservative Risikopolitik. Zu den Finanzinstrumenten der ADB Safegate Germany zählen im Wesentlichen die Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im Bedarfsfall kann die ADB Safegate Germany GmbH im kurzfristigen Bereich eine Innenfinanzierung durch Cash Pooling nutzen. Im langfristigen Bereich finanziert die ADB Safegate Gruppe ihre Tochtergesellschaften sofern möglich und sinnvoll durch konzerninterne Darlehen. Forderungsausfälle sind bisher eher selten. Die ADB Safegate Germany verfügt über einen langjährigen Kundenstamm und ein adäquates Forderungsmanagement. Allerdings erfahren wir, dass Kundenzahlungen teilweise verspätet eingehen. Unsere Anstrengungen im Bereich des Cash Managements versuchen dem entgegenzuwirken, indem auch noch nicht fällige Forderungen überwacht werden. Sofern wir konkrete Ausfallrisiken erkennen können, werden umgehend Wertberichtigungen gebildet. Währungsrisiken bestehen kaum, diese werden im Bedarfsfall durch derivative Finanzinstrumente gesichert. Zum Jahresende bestanden keine Währungssicherungsgeschäfte. Zusammenfassung Den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Risiken sind nicht erkennbar. Der Risiken auf der Beschaffungsseite sind wir uns sehr bewusst. Wir bemühen uns, unsere Lagerhaltung auf die Gegebenheiten hin anzupassen. Um die Risiken möglicher finanzieller Schwierigkeiten auf Seiten unserer Kunden abzufedern, beobachten wir durch unser etabliertes Cash Management System negative Entwicklungen genau. Für das laufende Geschäftsjahr sehen wir unsere Umsätze als gesichert, dies vor dem Hintergrund des hohen Auftragsbestands zu Beginn des Jahres und der uns bekannten anstehenden Investitionsvorhaben auf Seiten der Flughäfen. Einschätzungen über die geopolitische Lage, die weitere Entwicklung der Weltpolitik und den Welthandel vermögen wir nicht zu treffen. Deutlich ist jedoch, dass vor diesem Hintergrund in Verbindung mit einer volatilen Inflation der künftige Unternehmenserfolg noch stärker von einem guten Risikomanagement abhängig sein wird. IV. Schlussbemerkung Nach schwierigen Jahren mit Umstrukturierungen, organisatorischen Neuausrichtungen und Neuordnung der Vertriebsgebiete war das Berichtsjahr zum dritten Mal in Folge ein sehr erfolgreiches Jahr. Die Investitionen in die Weiterentwicklung unserer Produkte, IT und Mitarbeiter zahlen sich aus und verheißen in vielerlei Hinsicht auch eine in die Zukunft gerichtete Stabilität. Die bereits angesprochenen politischen und geopolitischen Bedingungen sind hingegen weniger sicher und weder vorhersehbar noch beherrschbar. Doch glauben wir fest daran mit den von uns geschaffenen unternehmerischen Rahmenbedingungen, die Fähigkeit und Möglichkeit erworben zu haben, auf geänderte Gegebenheiten zeitnah reagieren und agieren zu können.
Mannheim, 16.04.2024 ADB Safegate Germany GmbH Geschäftsführung Jan Hupkens Frank Wunderlich
Bilanz
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben Die ADB Safegate Germany GmbH (ADB Safegate Germany) hat ihren Sitz in Mannheim und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim (HRB 9230). Die Gesellschaft weist die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Die Gesellschaft hat von den Erleichterungsvorschriften des § 288 HGB teilweise Gebrauch gemacht. Die ADB Safegate Verwaltungs GmbH, Mannheim, ist alleinige Gesellschafterin. Mit ihr besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Eigentümer der ADB Safegate Gruppe ist seit Oktober 2017 die US-amerikanische Carlyle Group Inc. mit Sitz in Washington D.C., USA. Die Carlyle Group ist eine börsennotierte Private Equity Gesellschaft. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte auf Grundlage der Vorschriften des HGB und der einschlägigen Vorschriften des GmbHG. Der Jahresabschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung sowie den Anhang einschließlich Anlagenspiegel und wird ergänzt durch den Lagebericht. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Wesentlichen unverändert zum Vorjahr angewendet: Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern der Abnutzung unterliegend, planmäßig nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung. Folgende Nutzungsdauern finden Anwendung:
Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Eine außerplanmäßige Abschreibung erfolgt erst bei voraussichtlich dauernder Wertminderung. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren werden - unter Berücksichtigung des Preisverfalls - zu den letzten Einstandspreisen bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Die unfertigen Leistungen werden entsprechend den handelsrechtlichen Vorschriften gemäß der "Completed-Contract-Methode" ermittelt. Dabei erfolgt die Bewertung der unfertigen Leistungen, unfertigen Erzeugnisse und der fertigen Erzeugnisse entsprechend den angefallenen Herstellungskosten unter Einbeziehung der Einzelkosten sowie der angemessenen Teile der Gemeinkosten und aller anderen optionalen Kostenbestandteile gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet. Allen erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, wie Überalterung und niedrigere Wiederbeschaffungskosten, wurde durch angemessene Abwertungen Rechnung getragen. Die Forderungen werden zum Nennwert bilanziert. Einzel- und Pauschalwertberichtigungen wurden im notwendigen Umfang gebildet. Die Forderungen in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Die bestehenden Forderungen in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden das Realisationsprinzip und das Anschaffungskostenprinzip beachtet. Die sonstigen Vermögensgegenstände und die liquiden Mittel werden mit den Nennwerten bzw. Anschaffungskosten angesetzt. Die Guthaben bei Kreditinstituten in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Die bestehenden Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. In den Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sogenannten "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC Methode). Der Rückstellungsbetrag ist unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich der zukünftigen Anwartschafts- bzw. Rentenentwicklung ermittelt. Als Rechnungsgrundlagen wurden die Heubeck-Richttafeln 2018 G verwendet. Bei der Berechnung der Altersvorsorgeverpflichtungen wurde ein pauschaler Rechnungszinssatz der letzten 10 Jahre von 1,83 % bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung zu Grunde gelegt. Zukünftig zu erwartende Rentensteigerungen wurden in Höhe von 2,25 % p. a. eingerechnet, künftige Gehaltssteigerungen sind in Höhe von 2,75 % p. a. berücksichtigt. Fluktuation wurde nicht berücksichtigt. Die Erfolgsauswirkungen aus einer Änderung des Abzinsungssatzes werden im Zinsaufwand erfasst. Die Pensionsverpflichtungen sind zum Teil durch Rückdeckungsversicherungen abgedeckt. Diese werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und als Deckungsvermögen mit den Rückstellungen verrechnet. Entsprechend wird mit den korrespondierenden Aufwendungen und Erträgen verfahren. Soweit das Deckungsvermögen den Rückstellungsbetrag übersteigt, wird dieser Betrag als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. In ihnen sind aus der Einbringung der ADB Niederlassung Nürnberg Verpflichtungen mit Pensionscharakter enthalten, die analog zu den eigenen Pensionsverpflichtungen bewertet sind. Entsprechendes gilt für die Bilanzierung von Deckungsvermögen zu diesen Verpflichtungen. Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen bewertet. Die Verbindlichkeiten in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Die bestehenden Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden das Realisationsprinzip und das Anschaffungskostenprinzip beachtet. Die Gesellschaft ist aufgrund ihres Ergebnisabführungsvertrags eine Organgesellschaft im Sinne des § 14 Abs. 1 Satz 1 in Verbindung mit § 17 Abs. 1 Satz 1 KStG. Infolgedessen ist das steuerliche Einkommen nicht der Organgesellschaft, sondern dem Organträger zuzurechnen. Künftige Steuerbe- oder -entlastungen aus temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Buchwerten und den korrespondierenden steuerlichen Wertansätzen sind daher im Jahresabschluss des Organträgers, nicht aber bei der Organgesellschaft zu berücksichtigen. Daher erfolgt kein Ansatz latenter Steuern. III. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt. Die Gesellschaft hält alle Anteile an der ADB Safegate Hellas Einmann GmbH, Halandri, Griechenland. Das Eigenkapital der ADB Safegate Hellas betrug zum 31.12.2023 1.380 T€ (Vj.: 1.237 T€), es wurde ein Jahresüberschuss 2023 in Höhe von 143 T€ (Vj.: 68 T€) erwirtschaftet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände der ADB Safegate Germany setzen sich wie folgt zusammen (Vorjahresbetrag in Klammern):
Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich in Höhe von 2.000 T€ (Vj.: 1.209 T€) um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Weitere 8.085 T€ (Vj.: 7.181 T€) entfallen auf Cash Pooling. Das Darlehen (inklusive Zins) an ADB Safegate Hellas wurde in 2023 komplett zurückbezahlt (Vj.: 276 T€). Erfüllungswerte der Pensionsrückstellungen in Höhe von 504 T€ (Vj.: 509 T€) wurden personenbezogen mit den Zeitwerten der zur Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen hierfür abgeschlossenen und verpfändeten Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 183 T€ (Vj.: 224 T€) verrechnet. Die Verrechnung führte zum Ansatz einer Pensionsrückstellung von 321 T€ (Vj.: 285 T€). Die Anschaffungskosten der Rückdeckungsversicherung betrugen zum Bilanzstichtag 70 T€ (Vj.: 113 T€) unter Berücksichtigung von Abtretungen an eine Versicherung. In Höhe des die Anschaffungskosten übersteigenden Zeitwerts des Deckungsvermögens besteht eine Ausschüttungssperre von 162 T€ (Vj.: 111 T€). Nach Änderung des § 253 HGB durch das Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetz ist der Zeitraum für die Durchschnittsbildung bei der Ermittlung des Zinssatzes für Pensionsverpflichtungen von sieben auf zehn Jahre erhöht worden. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen mit siebenjähriger und zehnjähriger Durchschnittsbildung bezüglich des verwendeten Zinses beträgt 6 T€ (Vj.: 29 T€). Die verrechneten Zinsaufwendungen belaufen sich auf 5 T€ (Vj.: 44 T€), die verrechneten Erträge aus Deckungsvermögen auf 6 T€ (Vj.: 6 T€). Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen wie folgt zusammen:
Die Erfüllungswerte aus den Verpflichtungen mit Pensionscharakter in Höhe von 1.448 T€ (Vj.: 1.394 T€) wurden mit den Zeitwerten, die deren Anschaffungskosten entsprechen, der zur Erfüllung der Verpflichtungen abgeschlossenen Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 762 T€ (Vj.: 753 T€) verrechnet. Die verrechneten Zinsaufwendungen belaufen sich auf 15 T€ (Vj.: 93 T€), die verrechneten Aufwendungen aus Deckungsvermögen auf 9 T€ (Vj.: Erträge 12 T€). Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen ausgewiesen und setzen sich wie folgt zusammen:
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten handelt es sich wie im Vorjahr um die durch Grundschuld gesicherte Gebäudefinanzierung am Sitz der Gesellschaft. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 9.498 T€ (Vj.: 7.205 T€), Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von 2.659 T€ (Vj.: 3.658 T€) aus dem Ergebnisabführungsvertrag sowie in Höhe von 1.635 T€ (Vj.: 1.575 T€) um Verbindlichkeiten aus einem Darlehen zum Kauf der Protec Automation GmbH in 2021. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Umsatzerlöse wurden entsprechend des § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilRUG erfasst. Die sonstigen betrieblichen Erträge von 455 T€ (Vj.: 500 T€) betreffen im Wesentlichen mit 186 T€ (Vj.: 186 T€) verrechnete Sachbezüge (z. B. Kfz-Gestellung) sowie mit 184 T€ die Förderung für R&D-Ausgaben und den Ertrag aus der Auflösung von Gewährleistungsrückstellungen in Höhe von 43 T€. Erträge aus Kursdifferenzen schlagen mit 40 T€ (Vj.: 27 T€) zu Buche. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Kursdifferenzen in Höhe von 28 T€ (Vj.: 54 T€) enthalten. Die Zinserträge resultieren in voller Höhe aus verbundenen Unternehmen 13 T€ (Vj. 24 T€). Die Zinsaufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 5 T€ (Vj. 144 T€). Die Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen betragen 60 T€ (Vj.: 60 T€). Aufgrund des Organschaftsverhältnisses fallen keine Steuern vom Einkommen und vom Ertrag bei der Gesellschaft an. Diese werden beim Organträger veranlagt. V. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben. VI. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB bestehen nicht. Zum 31.12.2023 bestehen Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von 391 T€ (Vj.: 292 T€). Davon entfallen 190 T€ (Vj.: 190 T€) auf das Jahr 2024. Gegenstand dieser Leasingverträge sind hauptsächlich Fahrzeuge. Derivate Finanzinstrumente werden nicht eingesetzt. Im Jahresdurchschnitt hat die Gesellschaft 95 Angestellte beschäftigt, davon 84 Vollzeit- und 11 Teilzeitkräfte. Als Geschäftsführer sind bestellt:
Auf die Angabe der Gesamtbezüge (§ 285 Nr. 9a HGB) wurde gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die ADB Safegate Germany GmbH ist ein Tochterunternehmen der ADB Safegate Verwaltungs GmbH. Beide Gesellschaften werden in den Konzernabschluss der ADB Safegate Luxembourg 1 S.a.r.l. einbezogen, welche den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Die Veröffentlichung des Konzernabschlusses erfolgt am Sitz der Konzernmutter in Luxemburg.
Mannheim, 16.04.2024 ADB Safegate Germany GmbH Geschäftsführung Jan Hupkens Frank Wunderlich
BestätigungsvermerkAn die ADB Safegate Germany GmbH, Mannheim Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ADB Safegate Germany GmbH, Mannheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ADB Safegate Germany GmbH, Mannheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mannheim, den 16. April 2024 Deloitte
GmbH
Michael
Paul
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Branski
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