Beteiligungsgesellschaften
Peugeot Sachsen GmbHLiquidiert
01239 Dresden, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Cornelius-Daniel Grzimek seit 29.10.2010 | Geschäftsführer |
Gerold Koehler seit 29.10.2010 | Prokura |
Hervé Krux seit 16.10.2009 | Prokura |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Peugeot Sachsen GmbHDresdenJahresabschluss zum 31. Dezember 2009 und Lagebericht 2009LageberichtDarstellung des GeschäftsverlaufsNationale Marktsituation Der Gesamt-Pkw Markt in Deutschland war im Geschäftsjahr 2009 geprägt von der durch die Bundesregierung zur Verfügung gestellten Umweltprämie. Bundesweit wurden 3.807 Mio. Fahrzeuge zugelassen, was einer Steigerung von 23,21% gegenüber Vorjahr entspricht. Während die deutschen Marken ein Plus von 12,68% erfahren haben, lagen die internationalen Marken mit 43,11% deutlich vorne. Peugeot steigerte im gleichen Zeitraum sein Zulassungsvolumen von 130.207 Fahrzeugen um 37,53%. Verlierer waren die deutschen Premium-Hersteller wie Mercedes, -13,85%, BMW -9,39% und Audi mit -6,58%. Mit 3,4 % ( Vorjahr: 3,1 %) wurde der bisher höchste PKW-Marktanteil erzielt. Der Erfolg der Marke Peugeot lässt sich klar im Bereich der Kleinwagen erkennen. Der Peugeot 206+ sowie der Peugeot 207 profitierten insbesondere von der staatlich geförderten "Abwrackprämie". Hinzu kam die erfolgreiche Markteinführung der Modelle Peugeot 3008 als Crossover sowie die von Kunden und Händler lange erwartete Einführung des Peugeot 5008 im Herbst 2009. Regionale Marktsituation Der Neuwagenmarkt in den neuen Bundesländern weist nach wie vor Unterschiede gegenüber dem Gesamtmarkt und speziell gegenüber den alten Bundesländern auf. In den durch die Peugeot Sachsen GmbH zu betreuenden Marktmessgebieten Leipzig und Dresden wurden insgesamt 60.994 PKW neu zugelassen, was einem Plus von 16.984 Einheiten bzw. 38,6 % entspricht. Mit insgesamt 1.937 Zulassungen erzielte Peugeot einen Marktanteil von 3,18 %, und liegt damit leicht unter den Bundesdurchschnitt, allerdings in Bezug auf die neuen Bundesländer ist dieser Marktanteil überdurchschnittlich. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine erhebliche Steigerung von 26,8 %. Bei Nutzfahrzeugen wurde mit insgesamt 162 Zulassungen ein Rückgang von 22,6 % verzeichnet, was in etwa den Rückgang des Gesamtmarktes im Gebiet von 19,2 % entspricht. Der Marktanteil lag mit 4,1 % nur 0,1 % unter dem des Vorjahres.* Absatz Der Absatz im Neuwagenbereich lag mit 2.684 EH im Jahr 2009 gegenüber 1.994 EH im Jahr 2008 über den geplanten Zielen und weit über dem Vorjahr (+34,6%). Diese Steigerung wurde, dank der Umweltprämie, vor allem durch Zuwachs im Privatkundengeschäft erreicht. Im Gebrauchtwagenbereich konnte der Absatz mit 1.642 (VJ: 1.890 EH) auf hohem Niveau gehalten werden.** Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr. Der Gesamtumsatz vor Nachlässen der Peugeot Sachsen GmbH lag im Geschäftsjahr 2009 bei 67.371 T€ (2008: 61.397 T€). Hiervon entfielen auf den Verkauf von Neufahrzeugen 43.803 T€ (2008: 35.869 T€) und auf den Verkauf von Gebrauchtfahrzeugen 13.893 T€ (2008: 16.490 T€). Im After Sales Bereich lag der Umsatz bei 9.675 T€ (2008: 9.038 T€). Abzüglich der gesamten Preisnachlässe von 9.800 T€ (2007: 7.705 T€) ergibt sich ein Nettogesamtumsatz in Höhe von 57.571 T€ (2008: 53.692 T€)***. Darstellung der Lage des Unternehmens Ergebnis - Ertragslage Vor Ergebnisabführung ergibt sich lt. GuV für das Geschäftsjahr 2009 ein Verlust in Höhe von 868 T€ (Vorjahr -2.254 T€). Mit der Schließung des Standortes Dresden-West sind Rationalisierungskosten und außerordentliche Abschreibungen in Höhe von T€ 419 entstanden. Diese wurden mit einer außerordentlichen Subvention in Höhe von T€ 553 seitens der Peugeot Deutschland GmbH ausgeglichen. Im Bereich Neuwagen hat die Peugeot Sachsen durch eine erhebliche Volumensteigerung und Zielüberfüllung die Bruttomarge um T€ 1.060 gesteigert. Damit ist es gelungen, die Minusentwicklung im Gebrauchtwagengeschäft und die erhöhte Risikovorsorge für Buy-Back Geschäfte abzufedern. Insgesamt kann das Fahrzeuggeschäft, Neu- und Gebrauchtwagen, auf eine Verbesserung der Bruttomarge in Höhe von T€ 724 zurückblicken. Im After Sales Bereich konnte die Peugeot Sachsen durch Stabilität in der Kundenzufriedenheit auf hohem Niveau und gezielte Marketingkampagnen den externen Umsatz erhöhen und damit die Ertragskraft um T€ 211 in der Bruttomarge gegenüber 2008 steigern. Die Strukturkosten konnten wir um insgesamt T€ 81 absenken.** Vermögens- und Finanzlage Bei Fehlen lang- und mittelfristiger Fremdkapitalposten sind nur Anlagevermögen, kurzfristig gebundene Vermögenswerte, Eigenkapital und kurzfristiges Fremdkapital zu zeigen. Das Eigenkapital wird durch konzerninterne Liquidität in Form des Cash Pools ergänzt. Das Stammkapital der PDD blieb seit Gründung mit 25 T€ unverändert. Die Finanzierung des kurzfristigen Vermögens erfolgt fast ausschließlich durch Fremdkapital. Durch die Einbettung der Gesellschaft in den Finanzierungsverbund der deutschen Peugeot Citroen-Gruppe ist die Liquidität der Peugeot Sachsen GmbH gesichert (Kennzahlen finden sich auf der folgenden Seite). Anlagevermögen / Investitionen Im Wirtschaftsjahr 2009 hat unsere Gesellschaft Investitionen in Höhe von 20 T€ für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung getätigt (siehe Anlagespiegel). Mit der Standortschließung Dresden-West zum Jahresende 2009 haben wir Anlagengüter außerordentlich auf Null abgeschrieben, für die wir zum Bilanzstichtag keine Weiterverwendung nachweisen können. In absoluten Zahlen belasten diese außerordentlichen Abschreibungen unser Ergebnis mit T€ 118. Für das Geschäftsjahr 2010 sind Investitionen in Höhe von ca. 25 T€ geplant. Dabei handelt es sich in erster Linie um Ersatzinvestitionen, die aufgrund gesetzlicher Auflagen und zur Verbesserung der Rentabilität notwendig geworden sind. Struktur des Personalaufwands Gemäß Tarif wurden die Löhne und Gehälter zum 01. Januar 2009 um 2 % erhöht, eine weitere Tariferhöhung folgte zum 1.1.2010 mit 2%. Zusätzlich zum Weihnachtsgeld gewähren wir unseren Mitarbeitern 50 % eines Monatseinkommens als Urlaubsgeld. Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Peugeot Sachsen GmbH 92 Mitarbeiter (VJ: 102), davon waren 5 Auszubildende. Aus- und Weiterbildung Wie in den Vorjahren bilden wir im gewerblichen und im kaufmännischen Bereich für unseren eigenen Bedarf aus. Im gesamten Geschäftsjahr waren durchschnittlich 5 Auszubildende tätig, davon 3 gewerbliche und 2 kaufmännische. Analyse der Vermögens- und Kapitalstruktur der Peugeot Sachsen GmbH
Chancen Prognose lokaler Markt Ausgehend von allen vorliegenden Prognosen ist es schwierig, die Entwicklung des Absatzes im Fahrzeuggeschäft in 2010 einzuschätzen. Positiv dabei für die Marke PEUGEOT ist, dass zwei wesentliche Marktsegmente offensiv vorrangetrieben werden. Im Privatmarkt vor allem der Absatz von Klein- und Mittelklassefahrzeugen und im gewerblichen Bereich ein breit aufgestelltes Sortiment an individuellen Transportern aller Klassen. Dadurch konnte auch bei der Peugeot Sachsen in den ersten zwei Monaten des neuen Geschäftsjahres der nach dem Jahr der Umweltprämie erwartetet überproportionalen Rückgang von Auftragseingängen weitgehend abgefedert werden. Außerdem werden durch entsprechende Komplettangebote im Bereich der Finanzprodukte zusätzliche Kaufanreize geschaffen. Auch wird sich weiterhin die neue Kraftfahrzeugsteuerreglung positiv auf die Nachfrage nach Fahrzeugen mit entsprechender Motorisierung auswirken. Hier hat PEUGEOT bekanntlich eine Vorreiterrolle und verfügt mit den modernen Motoren über Fahrzeuge, die im Flottendurchschnitt zu den Marken mit den geringsten Kohlendioxidemissionswerten gehören. Fahrzeugverkauf Der in den vergangenen Jahren aufgebaute stabile Kundenstamm, die optische Präsenz durch gut positionierte und attraktive Verkaufsstellen sowie ein flächendeckendes Vermittlernetz stellen eine gute Ausgangsposition dar. Mit der Übernahme der Betreuung des Marktgebietes Chemnitz wurden weitere 6 Servicepartner als Vermittlern von Neuwagen in den Verbund der Peugeot Sachsen integriert. Deren geschätztes Absatzvolumen beträgt circa 400 Neuwagen. Darauf aufbauend werden die für 2010 geplanten Absatzzahlen bei Neuwagen erneut erheblich über 2000 Einheiten liegen. Außerdem deutet sich ein weiterer Zuwachs im gewerblichen Bereich an, da in vielen Gewerbebetrieben notwendige Ersatzinvestitionen anstehen. In Verbindung mit der Schließung des Standortes Dresden-West ist geplant, auch einen neuen Vermittler in diesem Gebiet der Stadt Dresden zu aktivieren, entsprechende Verhandlungen laufen und sollen bis Ende des ersten Quartals abgeschlossen werden. After Sales Durch die Stabilisierung und den weiteren Ausbau des Händlergeschäfts wird das hohe Niveau im Umsatz insbesondere im Bereich Teile und Zubehör gesichert. Die im Jahr 2010 begonnene Neustrukturierung und der Ausbau der Zentrallagerstruktur sind eine sehr gute Basis für die angestrebte Umsatzrendite in diesem Bereich. Ein guter Service und eine erstklassige Werkstattleistung sind wichtige Grundlagen, um ein hohes Maß an Kundenzufriedenheit zu erzielen und somit langfristig die Erträge im Service zu sichern. In Kundenzufriedenheit und bester Servicequalität kann die Peugeot Sachsen GmbH über mehrere Jahre auf vordere Plätze im Wettbewerb unter den Filialen verweisen. Damit haben wir die Basis geschaffen, um auch weiterhin auf allen Ebenen unser Marktpotential besser auszuschöpfen. Risiken Risikomanagement Wir verfügen über ein effektives betriebliches Planungs- und Analysesystem, welches wichtige Kennzahlen zur Steuerung der Geschäftsfelder liefert. In einem mehrstufigen Informations- und Kontrollsystem erfassen, analysieren und bewerten wir Plan- und Istwerte. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts waren keine Risiken bekannt, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Branchen- und unternehmensspezifische Risiken Neben der generellen wirtschaftlichen Entwicklung und sich abschwächenden Absatzmärkten liegt das Risiko im weiter steigenden Wettbewerbsdruck. Der Erfolg der Peugeot Sachsen GmbH wird dabei durch Volumenzuwachs der eigenen Standorte und Ausbau der Vermittler bestimmt. Ferner beeinflusst auch die Gesetzgebung hinsichtlich Verbrauch und Emissionen sowie der Energiepreis das Wachstum der verschiedenen Segmente. Um der beginnenden Rezession zu begegnen und den Unternehmenserfolg in Zukunft zu sichern, wurden in 2009 Rationalisierungs- und Personalanpassungsmaßnahmen umgesetzt, deren Kostenersparnis im laufenden Geschäftsjahr 2010 zum Tragen kommt. Insbesondere nachfolgende, 2009 realisierte Maßnahmen bewirken eine erhebliche Kosteneinsparung und eine verbesserte Effektivität: 1) Schließung des Standortes Dresden West Als Folge des Restrukturierungsplans wurde dieser Standort zum 31.12.2009 geschlossen. Zum einen bewirkt das eine erhebliche Strukturkostenkosteneinsparung in Höhe von rd. 500 T€, zum anderen kann dadurch effizienter der Standort Dresden-Süd ausgelastet werden, was bereits in den sonst relativ schwachen Monaten Januar und Februar unter Beweis gestellt wurde. 2) Personalreduzierungen Insgesamt werden wir unseren Personalbestand nach Abschluss der Restrukturierungsmaßnahmen zum Jahresende 2010 um ca. 30 Mitarbeiter reduziert haben. Des weiteren werden im Zuge der oben genannten Rationalisierungs- und Personalanpassungsmaßnahmen die Buchhaltungen in den Peugeot-eigenen Filialen geschlossen und zentralisiert. Der Prozeß der Zentralisierung wurde bereits in 2009 in Gang gesetzt und wird Ende 2010 abgeschlossen sein. Hauptziel dabei ist, die Buchhaltungen der einzelnen Filialen zu harmonisieren und dadurch die Filialen besser vergleichen zu können als bisher. Diese Aufgabe wird von der PSA Services Deutschland GmbH in Neu Isenburg wahrgenommen, welches als Konzernunternehmen Dienstleister in verschiedenen Bereichen für die beiden Marken Peugeot und Citroen ist. Ereignisse nach Ablauf des Geschäftsjahres In den ersten beiden Monaten des Geschäftsjahres 2010 konnten gegenüber dem Vergleichzeitraum des Vorjahres eine Verbesserung in der Nettomarge in Höhe von 172 T€ erreicht werden und dies, trotz des erwarteten Rückgangs im Neuwagengeschäft. ** Bis Ende Februar 2010 haben wir 219 Neuwagen abgesetzt. Der Auftragsvorlauf gegenüber Ende Dezember 2009 konnte um mehr als 100 Fahrzeuge ausgebaut werden. Im Gebrauchtwagensektor wurden bei annähernd gleichen Volumen die Finanzergebnisse deutlich verbessert. Bis Ende Februar hat die Peugeot Sachsen 289 Gebrauchtwagen verkauft. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 2008 ist das Fahrzeuggeschäft, Neu- und Gebrauchtwagen, in der Bruttomarge auf Vorjahresniveau geblieben. ** Der Bereich After Sales hat sich trotz des extremen Winters und der Schließung des Standortes Dresden West in den ersten beiden Abrechnungsmonaten 2010 weiter positiv entwickelt. Die Verbesserung in der Bruttomarge beträgt 63 T€.** Erwartungsgemäß haben wir die Strukturkosten per Ende Februar 2010 um 102 T€ gesenkt.** Weitere Ereignisse, welche für das Unternehmen von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung der Lage der Peugeot Sachsen GmbH führen könnten, waren bis zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts nicht eingetreten. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass derzeit keine Anzeichen ersichtlich sind, wonach die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Peugeot Sachsen GmbH nachhaltig und wesentlich negativ beeinträchtigt werden könnte.
Dresden, den 22. März 2010 Die Geschäftsführung Bruce Etienne Brown * Zahlen lt. MIS, Anbieter für Marktanalysen ** Zahlen basieren auf der Auswertung der betriebsinternen Kostenrechnung *** Zahlen basieren auf der Gewinn- und Verlustrechnung 2009/2008 BILANZAktiva
Passiva
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
ANHANGI. Allgemeine Angaben 1. Allgemeines Die Peugeot Sachsen GmbH ist unter HRB 17953 in das Handelsregister beim Amtsgericht Dresden eingetragen. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 in Verbindung mit Abs. 4 Satz 2 HGB. Soweit die Berichtspflichten wahlweise in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang erfüllt werden können, erfolgen diese Angaben überwiegend im Anhang. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bei der Bewertung wird von der Fortführung der Unternehmertätigkeit ausgegangen. Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige sowie im Falle des Geschäfts- oder Firmenwerts um außerplanmäßige Abschreibungen angesetzt. Das Sachanlagevermögen ist mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Bei den geringwertigen Wirtschaftsgütern wurden die neuen Bewertungsvorschriften nach § 6 Abs. 2 und Abs. 2a EStG angewandt. Der gebildete Sammelposten wird über insgesamt 5 Jahre linear abgeschrieben. Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert (entspricht dem Nettoveräußerungswert) angesetzt. Der Nettoveräußerungswert von Fahrzeugen stellt dabei den voraussichtlichen erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Vertriebskosten dar. Dem allgemeinen Lagerhaltungsrisiko, insbesondere dem der Ungängigkeit, wird bei der Vorratsbewertung von Teilen und Zubehör durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen. Aus Gründen der kaufmännischen Vorsicht wurde im Geschäftsjahr der Bewertungsstandard beim Teile- und Zubehörbestand verschärft. Dabei wurde das Bewertungsverfahren an das der PSA-Gruppe angepasst. Dies bedeutet, dass alle Teile, welche länger als 1 Jahr nicht gegriffen wurden, zu 95 % wertberichtigt werden. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zu Nominalwerten angesetzt. Einzelwertberichtigungen wurden in erforderlichem Umfang gebildet. Zum Ausgleich des allgemeinen Kreditrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen in Höhe von 1 Prozent gebildet. Das Ausfallrisiko der unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Forderung gegen das Bundesamt für Wirtschaft und Außenkontrolle aus der Überlassung der Auszahlungsansprüche von Kunden aus der Umweltprämie gemäß der Richtlinie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie zur Förderung des Absatzes von Personenkraftwagen vom 20. Februar 2009 mit Änderungen der Richtlinie vom 17. März 2009 und vom 26. Juni 2009 wurde mit 3 Prozent der Forderung (ohne Umsatzsteuer) berechnet. Die Guthaben bei Kreditinstituten sowie die Kassenbestände sind mit den Nominalwerten angesetzt. Die Rechnungsabgrenzungsposten sind jahresanteilig abgegrenzt. Das gezeichnete Kapital entspricht dem Nennbetrag. Das Stammkapital ist zum Bilanzstichtag voll eingezahlt. Die Rückstellungen bestehen in Höhe ihrer voraussichtlichen Inanspruchnahme und decken alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken ab. Die Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag bilanziert. Aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages wird der Verlust des Geschäftsjahres von der Peugeot Deutschland GmbH, Saarbrücken, übernommen. II. Erläuterungen zur Bilanz 1. Erläuterungen der Aktivseite Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist dem beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen. Die Abschreibung des Geschäftsjahres je Posten der Bilanz ist ebenfalls dem Anlagespiegel zu entnehmen. Sie erfolgte nach der linearen Methode. Wegen der im Geschäftsjahr vollzogenen Schließung einer Betriebsstätte aufgrund deren anhaltend schlechten Ergebnissituation wurden sämtliche Wirtschaftsgüter dieses Standortes außerplanmäßig auf 0 Euro abgeschrieben. Die daraus resultierenden außerplanmäßigen Abschreibungen belaufen sich auf 117,9 T€. In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind insgesamt Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 292,6T€ (Vorjahr 902,8T€) enthalten. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten keine Position mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr. 2. Erläuterungen der Passivseite Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung. Sie wurden u.a. gebildet für Jahresprämien Mitarbeiter 26,7 T€ (Vj. 85,4 T€), Urlaubsrestansprüche 13,5 T€ (Vj. 11,4 T€), Berufsgenossenschaftsbeiträge 38,0 T€ (Vj. 40,0 T€), Jahresabschlusskosten 16,0 T€ (Vj. 16,3 T€), Rücknahmeverpflichtungen 1.054,4 T€ (Vj. 552,4 T€), Boni an Händler 121,1 T€ (Vj. 108,8 T€), Verkäuferprovisionen 77,5 T€ (Vj. 87,2 T€), Restrukturierungsmaßnahmen 86,1 T€ (Vj. 20,7 T€), Versicherungsprämien 8 T€ (Vj. 0 T€) sowie für Ausstehende Rechnungen 290,0 T€ (Vj. 101,8 T€), von denen wiederum 180,6 T€ (Vj. 0,0 T€) eine Weiterbelastung von Personalkosten innerhalb des Konzerns darstellen. Der Geschäftsführer der Peugeot Deutschland GmbH hatte am 9. Dezember 2008 den Konzernbetriebsrat über geplante Personalanpassungsmaßnahmen im Rahmen des Projekts CAP 2010 im Konzern informiert. Die Peugeot Deutschland GmbH hatte deshalb gegenüber der Peugeot Sachsen GmbH in einer gemeinsamen Vereinbarung am 18. Dezember 2008 erklärt, diese von sämtlichen Verpflichtungen aus dieser Restrukturierungsmaßnahme freizustellen. Aus diesem Grund erfolgte im Vorjahr die Bildung der Rückstellung für diesbezügliche Aufwendungen insgesamt bei der Peugeot Deutschland GmbH. Am 11. Dezember 2009 wurde obige Freistellungsvereinbarung dahingehend konkretisiert, dass der im Jahr 2009 entstandene Aufwand aus der außerordentlichen Abschreibung von Anlagevermögen, den Kosten der Freistellung des ausscheidenden Personals sowie die mit der Schließung von Standorten verbundenen Aufwendungen von der Peugeot Sachsen GmbH selbst bilanziert wird. Alle übrigen Aufwendungen, die in Zusammenhang mit der Restrukturierung "CAP 2010" entstehen, werden weiterhin von der Peugeot Deutschland GmbH durch die Rückstellung getragen, welche in 2008 gebildet wurde und die durch interne Weiterbelastungen der Peugeot Sachsen GmbH verbraucht wird. Zwischen der Peugeot Sachsen GmbH und der Alleingesellschafterin Peugeot Deutschland GmbH wurde am 10. Dezember 2009 eine weitere Freistellungsvereinbarung getroffen, in der sich die Peugeot Deutschland GmbH dazu verpflichtet hat, für ihre Tochtergesellschaft den Aufwand aus der Rückstellungsbildung für Jubiläumsaufwendungen und Altersteilzeitvereinbarungen zu übernehmen. Von Seiten der Peugeot Sachsen GmbH wurden demnach Rückstellungen für Jubiläen von 60,7 T€ (Vorjahr 61,0 T€) und für Altersteilzeitverträge von 213,8 T€ (Vorjahr 197, T€) gebildet. Dem gegenüber wurden Forderungen gegen die Gesellschafterin Peugeot Deutschland GmbH in Höhe von 274,6 T€ (Vorjahr 258,0 T€) bilanziert (Ausweis unter der Bilanzposition "Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin"). Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten (Vorjahr in Klammern):
Die Verbindlichkeiten haben insgesamt eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr (im Vorjahr ebenfalls). Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen i.d.R. Sicherungsrechte der Lieferanten in der Form von Eigentumsvorbehalten. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen waren im Vor-Vorjahr insgesamt Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 603,3 T€ verrechnet. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von 8.412,9 T€ (Vorjahr 9.344,5 T€) stellen zugleich Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen dar. Sie setzen sich im Einzelnen folgendermaßen zusammen (Vorjahr in Klammern):
3. Außerbilanzielle Geschäfte Die Peugeot Sachsen GmbH ist Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sowie Rückkaufverpflichtungen für Fahrzeuge eingegangen, die sich wie folgt darstellen (Vorjahr in Klammern):
Des Weiteren bestehen Rückkaufverpflichtungen aus der Drei-Wege-Finanzierung von Kundenfahrzeugen gegenüber der Peugeot Bank in Höhe von 6.534,2 T€ (Vorjahr 8.679,4 T€), deren Eintrittswahrscheinlichkeit nach der letzten empirischen Analyse durch die Peugeot Bank bei 35,5 % liegt. Zusätzlich besteht aus den Aktivitäten des Buy-Back-Programms eine Rücknahmeverpflichtung von 1.809,2 T€ (Vorjahr 57,8 T€) zum 31. Dezember 2009. Nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung besteht insgesamt die Notwendigkeit für die Bildung einer Rückstellung aus Rücknahmeverpflichtungen in Höhe von 1.054,4 T€ (Vorjahr 552,4 €). Zum Zwecke der Aufrecherhaltung des Geschäftsbetriebes werden Mietverträge mit der Muttergesellschaft Peugeot Deutschland GmbH in Saarbrücken, im Wesentlichen für Gebäude, mit je nach Standort unterschiedlich langen Laufzeiten eingegangen. Mögliche Risiken ergeben sich aus den Kündigungsrechten, da die Verträge für die Vertragslaufzeit abgeschlossen und nur aus wichtigem Grund gekündigt werden können. Vorteile ergeben sich insbesondere aus der Einsparung von Verwaltungsaufgaben und verbesserter Liquidität. Die Peugeot Sachsen GmbH ist mit Erklärung vom 10. April 2001 der Unterstützungskasse Peugeot Deutschland GmbH beigetreten. Der Unterstützungskasse wurden im Jahr 2008 8,8 T€ (Vorjahr 8,4 T €) zugeführt. Die Subsidiärverpflichtung der Peugeot Sachsen GmbH als eines der Trägerunternehmen der Unterstützungskasse beträgt am 31. Dezember 2009 131.389 € (Teilwert gem. § 6a EStG, Vorjahr 114.138 €) abzüglich einem tatsächlichen Kassenvermögen von 76.343,89 € (Vorjahr 61.334,71 €), d.h. 55.045,11 € (Vorjahr 52.803,29 €). III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Die Umsätze gliedern sich nach geographischen Gesichtspunkten wie folgt (Vorjahr in Klammern):
Die Umsätze gliedern sich nach Bereichen wie folgt (Vorjahr in Klammern):
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen periodenfremde Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen 71,0 T€ (Vj. 0,0 T€) sowie Erträge aus Herabsetzung von Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen 7,2 T€ (Vj. 6,8 T€). In einem Zusatzposten werden unter der Gewinn- und Verlustrechnung die Erträge aus der Verlustübernahme durch die Peugeot Deutschland GmbH, Saarbrücken, aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages in Höhe von 868,5 T€ (Vorjahr 2.254,1 T€) ausgewiesen. IV. Weitere Angaben 1. Angaben zu den Organen der Gesellschaft Geschäftsführer der Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr Herr Bruce Etienne Brown, Kaufmann, Saarbrücken. Der Geschäftsführer erhielt im Berichtszeitraum keine Bezüge von der Gesellschaft. 2. Beziehungen zu verbundenen Unternehmen Alleinige Gesellschafterin ist die Peugeot Deutschland GmbH, Saarbrücken. Die Peugeot Sachsen GmbH wird in den Konzernabschluss der Automobiles Peugeot S.A., Paris, als dem kleinsten Konsolidierungskreis und der Peugeot S.A., Paris, als Mutterunternehmen mit dem größten Konsolidierungskreis einbezogen. Beide Konzernabschlüsse werden in Frankreich offen gelegt und sind auf Anforderung bei der Peugeot Deutschland GmbH erhältlich. 3. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Konditionen liegen nicht vor. 4. H onorar des Anschlussprüfers Im Geschäftsjahr wurden folgende Honorare des Abschlussprüfers, der PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, berechnet: Abschlussprüfung: 13,6 T€ 5. Beschäftigte Im Jahresdurchschnitt wurden folgende Arbeitnehmer beschäftigt:
Dresden, den 22. März 2010 Die Geschäftsführung Bruce Etienne Brown ANLAGESPIEGEL
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Peugeot Sachsen GmbH, Dresden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Karlsruhe, den 25. Juni 2010 PricewaterhouseCoopers
Annegret Glöckner, Wirtschaftsprüfer Dr. Martin Nicklis, Wirtschaftsprüfer |
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