PCC Thorion GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Batterien und Akkumulatoren
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Salomon seit 9.7.2024 | Geschäftsführer |
Marvin Köhni seit 9.7.2024 | Geschäftsführer |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
Euro-Line GmbHAufgelöst | 50.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PCC Trade & Services GmbHDuisburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020der PCC Trade & Services GmbH, DuisburgSchwerpunkte unserer Geschäftstätigkeit Im Geschäftsjahr 2020 stand unverändert der Handel mit chemischen Rohstoffen sowie Koks und Anthrazit im Fokus unserer Geschäftstätigkeit. Darüber hinaus war unser Unternehmen auch 2020 im Bereich Transport-Dienstleistungen aktiv. Dieser Bereich blieb jedoch weiterhin von untergeordneter Relevanz. Insgesamt gesehen war das Geschäftsjahr 2020 sehr stark von der Coronavirus-Pandemie geprägt, in deren Verlauf sowohl auf der Nachfrage- als auch auf der Angebotsseite im Vergleich zum Vorjahr rückläufige Tendenzen zu verzeichnen waren. Infolgedessen ging die Absatzmenge um insgesamt 92tto von 545tto auf 453tto zurück. Dies entsprach einem Minus von 16,9 %. Im Geschäftsfeld Koks und Anthrazit lag der Rückgang mit 17,4 % sogar noch leicht darüber. Hier gingen die Absatzvolumina um 64tto von 367tto auf 303tto zurück. Im Geschäftsfeld chemische Rohstoffe reduzierte sich die gehandelte Menge um 29tto (entsprechend 16,2 %) von 178tto auf knapp 150tto. Dieser Rückgang betraf im Wesentlichen das Kokerei-Nebenprodukt Rohbenzol, eines unserer wichtigsten Handelsprodukte. Bei den "sonstigen" Produkten war dagegen 2020 sogar ein Zuwachs zu verzeichnen. Hier spiegelt sich überwiegend die zunehmende Vermarktung von Produkten unserer polnischen Schwestergesellschaften PCC Rokita SA und PCC Exol SA in der Ukraine und in Weißrussland sowie von Dimethylether (DME) in Polen und Südosteuropa wider. Produzent des DME ist das russische Joint-Venture unserer Muttergesellschaft PCC SE, die OOO DME Aerosol, deren Produktionsanlage im Vorjahr final in Betrieb genommen worden war. Aufgrund der rückläufigen Nachfrage gingen auch die Verkaufspreise für chemische Rohstoffe sowie für Koks und Anthrazit im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurück. Hinzu kam der drastische Einbruch des Rohöl-Preises im April 2020, der die Abwärtsspirale bei den Preisen vieler chemischer Basis-Rohstoffe, die den größten Teil unseres Produktportfolios im Geschäftsfeld chemische Rohstoffe ausmachen, noch verstärkte. Infolgedessen ging der Umsatz in diesem Geschäftsfeld im Vergleich zum Absatz sogar überproportional, d.h. um 35,4 %, (=29,5 Mio. €) von 83,3 Mio. € auf 53,8 Mio. € zurück. Auch im Geschäftsfeld Koks und Anthrazithandel war ein überproportionaler Umsatzrückgang um 31,4 % (=19,0 Mio. €) von 60,5 Mio. € auf 41,5 Mio.€ zu verzeichnen. Die Umsätze für Transportdienstleistungen reduzierten sich von 4,2 Mio. € auf 3,5 Mio. €, d.h. um 16,0%. Der Gesamtumsatz verringerte sich 2020 somit im Vergleich zum Vorjahr um ein Drittel (49,4 Mio. €) von 148,3 Mio. € auf 98,9 Mio. €, wie nachstehende Übersicht zeigt:
Neben den vorgenannten Entwicklungen trugen auch Änderungen im Produktportfolio sowie Wechselkurseffekte zu diesem Umsatzrückgang bei. Die hier ausgewiesenen Weiterbelastungen betreffen interne Dienstleistungen, die für verbundene Unternehmen erbracht wurden. Bezogen auf die beiden bedeutenden Unternehmenssparten ist folgendes festzuhalten: Chemische Rohstoffe Unverändert wurde der Handel mit chemischen Rohstoffen sowohl auf der Beschaffungs- als auch auf der Absatzseite durch unsere Büros in Moskau, Russland, sowie in Ventspils, Lettland und Lviv, Ukraine, mitgetragen. In Polen wurde unsere Geschäftstätigkeit durch freie Mitarbeiter unterstützt und in Skandinavien durch eine Mitarbeiterin unserer dortigen, ehemals eigenständigen Schwestergesellschaft PCC Oy. Zum 01. November 2020 wurde außerdem die Online-Handelsgesellschaft der PCC SE, die Distripark GmbH auf unsere Gesellschaft verschmolzen, deren Aktivitäten im Bereich Chemikalien-Handel seither unter unserem Dach weitergeführt werden. Die gehandelte Tonnage im Geschäftsfeld chemische Rohstoffe ging im Berichtsjahr um rund 29tto bzw. 16,9 % auf knapp 150tto zurück. Dieser Rückgang betraf im Wesentlichen das Kerngeschäft unserer Chemie-Sparte, den Handel mit den Kokerei-Nebenprodukten Rohbenzol und Rohteer. Die weltweite Schwäche der Stahlindustrie, die durch den Ausbruch der Coronavirus-Pandemie 2020 noch verstärkt wurde, ist als Hauptursache für diesen Rückgang zu nennen. Die rückläufige Stahlproduktion führte zu einer sinkenden Nachfrage nach Hochofenkoks, in deren Folge die weltweite Koksproduktion heruntergefahren wurde und sich somit das Angebot an Kokerei-Nebenprodukten reduzierte. Insbesondere bei den Rohbenzollieferungen ex Russland und der Ukraine war ein starker Einbruch zu verzeichnen. Die gehandelte Rohbenzol-Tonnage insgesamt sank im Vergleich zum Vorjahr um 27,6tto oder 28,2 % von 98tto auf 70,4tto. Die Rohteer-Menge, die überwiegend in Polen gesourct wird, blieb dagegen mit 52tto nahezu stabil (Vorjahr 54tto). Das durchschnittliche Preisniveau ging jedoch bei beiden Produkten infolge der insgesamt geringeren Nachfrage im Markt im Vergleich zu 2019 erheblich zurück. Der Umsatz mit Kokerei-Nebenprodukten brach demzufolge um 23,9 Mio. € oder 39 % von 61,2 Mio. € auf 37,3 Mio. € ein. Auch die Margen gingen daher - absolut gesehen - im Vergleich zum Vorjahr stark zurück, blieben aber weiterhin deutlich positiv. Inzwischen zeigt die Preiskurve insbesondere beim Benzol wieder deutlich nach oben. Auch die Verfügbarkeiten weisen aufgrund der wieder anziehenden Koksproduktion eine steigende Tendenz auf. Aktuell gilt dies insbesondere für den russischen Markt: Die dortigen Kokereien haben ihre Produktion infolge der stark angestiegenen Nachfrage nach Hochofenkoks aus den bereits wieder wirtschaftlich wachsenden, asiatischen Ländern inzwischen wieder hochgefahren. Auch unsere polnischen Lieferanten gehen für das Jahr 2021 von einem Mengenwachstum aus. Die Absatzvolumina im Geschäftsfeld Kokerei-Nebenprodukte sollten daher 2021 wieder deutlich zunehmen. Beim Umsatz erwarten wir aufgrund der auch wieder anziehenden Preise sogar ein überproportionales Wachstum. Die außerordentlich guten Werte des Vorjahres 2019 dürften aufgrund der immer noch andauernden Coronavirus-Pandemie und der damit verbundenen Unsicherheiten zwar nicht erreicht werden können, das Geschäftsfeld Kokerei-Nebenprodukte wird dennoch auch 2021 für unser Chemiehandelsgeschäft von großer Bedeutung sein. Die gehandelte Reinbenzol-Tonnage blieb auch 2020 mit 6tto (Vorjahr 8tto) auf niedrigem Niveau. Der Umsatz reduzierte sich aufgrund des starken Preisverfalls um 1,7 Mio. € von 3,9 Mio. € auf 2,2 Mio. €. Ursächlich für die negative Preisentwicklung war Wesentlichen der drastische Einbruch des Rohöl-Preises, an dessen Entwicklung sich der Reinbenzol-Preis unter anderem orientiert. Infolgedessen musste im zweiten Quartal 2020 in diesem Geschäftsfeld ein deutlicher Verlust verbucht werden. Aus Gründen der Risikominimierung werden wir das Reinbenzol-Geschäft daher aller Voraussicht nach nicht langfristig fortführen. Beim Styrol ging die Absatzmenge 2020 um 0,4tto von 2,1tto auf 1,7tto zurück. Der Umsatz sank infolge des auch bei diesem Produkt rückläufigen Preisniveaus überproportional, d.h. um 0,6 Mio. € von 1,9 Mio. € auf 1,3 Mio. Für 2021 ist beim Styrol aufgrund bestehender Verträge sowie der aktuellen Marktsituation weiterhin von einem stabilen Absatz verbunden mit steigenden Umsätzen auszugehen. Die Kooperation mit unseren polnischen Schwestergesellschaften wurde 2020 sowohl auf der Beschaffungs- als auch auf der Vermarktungsseite weiter fortgeführt. Hier unterstützen wir unter anderem sowohl die PCC Rokita SA als auch die PCC Exol SA bei der Vermarktung ihrer Produkte in Richtung Weißrussland und Ukraine sowie Naher und Mittlerer Osten. In letztgenannter Region wurden seit Mitte 2019 erste Umsätze getätigt, die 2020 trotz Coronavirus-Pandemie zumindest leicht ausgebaut werden konnten. Die Absatzmenge über alle Produkte erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um über 50 %, und zwar um 2,1tto von 4,0tto auf 6,1tto. Der Umsatz stieg von um 0,9 Mio. € von 2,9 Mio. € auf knapp 3,9 Mio. €. Im Vergleich zum Absatz verlief der Umsatzanstieg damit unterproportional (31,2 %), was im Wesentlichen auf das erneut deutlich niedrigere Preisniveau für die Chlor-Folgeprodukte Caustic Soda Flakes und Natronlauge zurückzuführen ist. Die Preise für Caustic Soda waren bereits seit 2019 aufgrund des verstärkten Wettbewerbs aus China und Indien stark unter Druck geraten. Außerdem hatten die lokalen Wettbewerber der PCC Rokita SA im Jahresverlauf 2019 die erforderlichen Umstellungen ihrer Chlor-Elektrolysen abschließen können, so dass sich auch das Angebot von Natronlauge in der Region seither wieder deutlich erhöhte mit entsprechend negativen Auswirkungen auf die Natronlauge-Preise. Lieferungen nach Weißrussland und in die Ukraine wurden daher für die PCC Rokita bereits im Jahresverlauf 2019 wieder attraktiver und legten im Jahr 2020 weiter zu. Letzteres gilt insbesondere für die regelmäßigen Lieferungen von Natronlauge an einen Großkunden in Weißrussland. Zuwächse waren darüber hinaus auch bei Tenside-Lieferungen in die Ukraine zu verzeichnen. Die mit Abstand größte Steigerung gab es bei der Vermarktung von DME unserer russischen Schwestergesellschaft OOO DME Aerosol in Polen und Südosteuropa. Hier stieg die Absatzmenge von 0,1tto auf 1,8tto. Der Umsatz erhöhte sich von 0,1 Mio. € auf 1,1 Mio. €. Hinzu kamen erste Lieferungen von DME-Gemischen in diese Region. Für 2021 zeichnet sich hier weiteres Wachstumspotenzial ab. Auch bei den Chlor-Folgeprodukten und -Derivaten sowie bei Tensiden ist von höheren Absatzmengen und steigenden Umsätzen, insbesondere auch in die MENA-Region, auszugehen. Auf der Beschaffungsseite trugen wir weiterhin zur Versorgungssicherheit unserer Schwestergesellschaften in Polen bei. Dies galt zum einen für Propylen Trimer und Tetramer aus verschiedenen Provenienzen für die PCC Synteza S.A.: Hier verringerte sich die gehandelte Menge aufgrund des in Folge der Coronavirus-Pandemie leicht rückläufigen Bedarfs seitens PCC Synteza S.A. von 8,0tto auf 7,5tto, d.h. um 6,3 %. Der Umsatz reduzierte sich sogar um 33,0 % (= 2,9 Mio. €) von 8,8 Mio. € auf 5,9 Mio. € - eine Folge des auch bei diesen Produkten im Vergleich zum Vorjahr deutlich niedrigeren Preisniveaus. Für 2021 erwarten wir aufgrund der wieder anziehenden Preise steigende Umsätze. Auch bei den Absatzvolumina ist für 2021 von einer Steigerung auszugehen zumal insbesondere die europäischen Alkylphenol-Verbraucher aufgrund des Brexits zumindest anfängliche Lieferschwierigkeiten bei dem englischen Wettbewerber der PCC Synteza S.A. erwarten, und daher für das erste Quartal bereits größere Aufträge bei unserer Schwestergesellschaft platziert haben. Über die vorgenannten Produkte hinaus lieferten wir 2021 weiterhin sowohl Styrol an PCC Rokita SA als auch Schwefel an PCC Exol SA sowie Magnesiumchlorid an die polnische Online-Handelsgesellschaft der PCC-Gruppe, die distripark.com Sp. z o.o.. Auch diese Aktivitäten werden sich - ebenso wie die Beschaffung von Propylen Trimer und Tetramer für die PCC Synteza S.A. - 2021 weiter fortsetzen und daher auch im laufenden Geschäftsjahr und in den Folgejahren einen wichtigen, stabilen Bestandteil unserer Geschäftstätigkeit bilden. Über alle Produktbereiche hinweg schloss der Chemiehandel das Geschäftsjahr 2020 erneut deutlich positiv ab. Die guten Vorjahreswerte konnten jedoch infolge der hier beschriebenen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie und dem damit verbundenen Schrumpfen der Wirtschaftsleistung nicht erreicht werden. Für das Geschäftsjahr 2021 ist für den Chemiehandel insgesamt aufgrund der aktuell allgemein vorsichtig optimistischen Wachstumsprognosen von einer positiven Entwicklung auszugehen. Dabei wird der Beitrag des übernommenen Online-Handelsgeschäftes der Distripark GmbH von eher marginaler Bedeutung sein. Koks und Anthrazit In diesem Geschäftsfeld fokussierte sich unsere Gesellschaft unverändert auf Ware russischer Provenienz. Wie auch bereits in den vergangenen Jahren wurden im Wesentlichen Koksgrus, Kleinkoks sowie Anthrazit in verschiedenen Körnungen gehandelt. Auf der Beschaffungsseite wurden wir dabei weiterhin vom Moskauer Büro unserer russischen Tochtergesellschaft AO Novobalt Terminal unterstützt. Über den Kaliningrader Hafen dieser Tochtergesellschaft wurde 2020 auch erneut der weitaus größte Teil der gehandelten Tonnage verschifft. Dort kann die Ware vor Verschiffung von Verunreinigungen befreit und mittels unserer eigenen Siebanlagen auf die vom jeweiligen Kunden gewünschte Korngröße gesiebt werden. Beliefert wurden erneut überwiegend europäische Kunden. Außerdem konnten erfreulicherweise auch die Lieferungen nach Kanada weiter fortgesetzt werden. Der Absatz dieses Geschäftsfeldes ging im Berichtsjahr um 64tto von 367tto auf 303tto zurück. Dies entsprach einem Minus von 17,4 %. Der weitaus größte Teil dieses Rückgangs (rund 41tto) entfiel dabei auf Koksgruslieferungen an die Stahlindustrie: Hier reduzierte sich die gehandelte Menge von 118tto auf 77tto -eine Folge der stark rückläufigen Stahlkonjunktur. Die Lieferungen von Kleinkoks insbesondere an Kunden in der Ferrolegierungsindustrie (Zulieferer u.a. für die Stahlindustrie) und in der Siliziummetall-Industrie ging um11tto von 34tto auf 23tto zurück. Auch beim Anthrazit war aufgrund konjunkturbedingt geringerer Nachfrage ein Rückgang um 14tto von 215tto auf 201tto zu verzeichnen Infolge der sinkenden Nachfrage gerieten die Verkaufspreise für Koks und Anthrazit im Jahresverlauf 2020 immer stärker unter Druck, so dass der Umsatz im Geschäftsfeld Koks- und Anthrazithandel im Vergleich zum Absatz überproportional, das heißt um 31,4% bzw. 19,0 Mio. € von 60,5 Mio. € auf 41,5 Mio. € zurück ging. Letzteres wirkte sich, zumindest absolut gesehen, auch auf die Margenentwicklung in diesem Geschäftsfeld aus, die zwar insgesamt gesehen weiterhin positiv verlief, aber ebenfalls unter Vorjahr blieb. Für 2021 gehen wir aufgrund der aktuell vorsichtig optimistischen Wachstumseinschätzungen von einer Erholung der Nachfrage verbunden mit wieder anziehenden Preisen und somit von steigenden Umsätzen bei gleichzeitig steigenden Margen aus. Dabei werden erfreulicherweise auch 2021 - wie bereits in den Vorjahren - regelmäßige Lieferungen von grobkörnigem Anthrazit an zwei Großabnehmer eine stabile Basis für einen positiven Geschäftsverlauf bilden. Darüber hinaus konnte bereits wieder eine größere Menge Anthrazit Fines für die Lieferung nach Kanada kontrahiert werden. Neues Wachstumspotenzial könnte sich 2021 außerdem durch Verkäufe von russischer Kohle an einen norwegischen Abnehmer, an den Ende 2020 eine erste, erfolgreiche Probelieferung erfolgte, sowie durch eventuelle Lieferungen von kasachischer Kohle an unsere Schwestergesellschaft PCC BakkiSilicon hf ergeben. Die dorthin gelieferte Probe kann jedoch erst nach dem Wiederanfahren der Produktion im zweiten Quartal 2021 getestet werden. In jedem Fall wird der Handel mit Koks und Anthrazit auch langfristig eine tragende Säule und - neben dem Handel mit Kokerei-Nebenprodukten - Hauptergebnisträger unseres Geschäftes bleiben. Wirtschaftliche und finanzielle Verhältnisse Wie bereits eingangs erwähnt gingen die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2020 infolge des starken Preisverfalls sowohl bei chemischen Rohstoffen als auch bei Koks und Anthrazit im Vergleich zum Vorjahr von 148,3 Mio. € auf 98,9 Mio. € zurück. In unserer Budgetplanung waren wir dagegen von einem Umsatz auf Vorjahresniveau ausgegangen und hatten dabei ein höheres, durchschnittliches Preisniveau sowie insbesondere bei den Kokerei-Nebenprodukten, Koks und Anthrazit auch etwas höhere Absatzmengen unterstellt. Parallel zum Umsatz verringerte sich 2020 auch der Materialaufwand von 139,3 Mio. € auf 93,6 Mio. €. Der Rohertrag verschlechterte sich demzufolge absolut gesehen von 9,0 Mio. € auf 5,3 Mio. €. Auch die Rohertragsquote lag mit insgesamt 5,36 % unter Vorjahr (6,06 %). Die Verluste im Reinbenzolgeschäft sind als eine der Hauptursachen dafür zu nennen. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich um 0,2 Mio. € von 0,4 Mio. € auf 0,6 Mio. €. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von insgesamt 0,3 Mio. € für fehlende Rechnungen (Forderungen teilweise inzwischen verjährt) sowie für Rechts- und Beratungskosten. Die Abnahme der Erträge aus Kursdifferenzen um 0,1 Mio. € von 0,2 Mio. € auf 0,1 Mio. € wirkte sich hierzu gegenläufig aus. Die Summe der sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrug im Berichtsjahr 2,7 Mio. € und blieb damit um 0,5 Mio. € unter Vorjahr (3,2 Mio. €). Dabei blieben die Aufwendungen aus Kursdifferenzen mit 0,2 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr konstant. Die Lizenzgebühren der PCC SE gingen dagegen infolge des deutlich geringeren Umsatzes 2020 um 0,2 Mio. € von 0,7 Mio. € auf 0,5 Mio. € zurück. Auch die Summe aus Factoring-Gebühren und Kosten des Geldverkehrs reduzierte sich aufgrund des niedrigeren Umsatzes um 0,15 Mio. € von 0,41 Mio. € auf 0,26 Mio. €. Ein noch deutlicherer Rückgang war bei den Reparatur- und Instandhaltungskosten zu verzeichnen: Diese verringerten sich um 0,23 Mio. € von 0,28 Mio. € auf 0,05 Mio. € und betrafen wie im Vorjahr im Wesentlichen Reparatur- bzw. Instandhaltungskosten für unsere Sieb- und Brechanlagen im Terminal in Kaliningrad. Die Aufwendungen für die Auslandsbüros gingen ebenfalls zurück, und zwar um 0,06 Mio. € von 0,56 Mio. € auf 0,5 Mio. €. Dieser Rückgang entfiel zum überwiegenden Teil auf das Moskauer Büro und resultiert unter anderem aus der Verkleinerung der dortigen Bürofläche. Gegenläufig wirkte sich dagegen unter anderem der Anstieg der Kosten aus der Dienstleistungsverrechnung der PCC SE um 0,07 Mio. € von 0,34 Mio. € auf 0,41 Mio. € aus. Darüber hinaus war aufgrund der per 01. November 2020 erfolgten Verschmelzung der Distripark GmbH auf unsere Gesellschaft ein Verschmelzungsverlust von 0,06 Mio.€ zu verbuchen. Bei den Personalaufwendungen war 2020 ein Rückgang um 0,2 Mio. € von 1,8 Mio. € auf 1,6 Mio. € zu verzeichnen. Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen geringere Boni-Zahlungen infolge des geringeren Ergebnisses. Die Summe aus Personalaufwendungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen kumulierte sich auf 4,3 Mio. € und lag somit um 0,8 Mio. € unter dem entsprechenden Vorjahreswert (5,1 Mio. €). Trotzdem verschlechterte sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) aufgrund des im Vergleich zum Vorjahr erheblich geringeren Rohertrages gegenüber 2020 um 2,8 Mio. € von +4,4 Mio. € auf +1,6 Mio. €. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen reduzierten sich um 0,15 Mio. € von 0,4 Mio. € auf 0,25 Mio. €. Dieser Rückgang betraf ausschließlich Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände, das heißt auf das Nutzungsrecht für unseren Hafen in Kaliningrad (AO Novobalt Terminal), welches im Vorjahr komplett abgeschrieben worden war. Die verbliebenen Abschreibungen erfolgten im Wesentlichen auf unseren Maschinenpark in diesem Hafen. Erträge aus Beteiligungen wurden 2020 erneut nicht generiert. Die Zinserträge erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,03 Mio.€ von 0,05 Mio. € auf 0,08 Mio. €. Sie entfielen im Wesentlichen auf das der PCC SE gewährte, kurzfristige Liquiditätsdarlehen. Die Aufzinsung des, unserer stillen Beteiligung Econlux GmbH, Köln, im Jahr 2015 gewährten, langfristigen Darlehens fiel dagegen mit 0,02 Mio. € geringer aus als im Vorjahr (0,04 Mio. €). Das letztgenannte Darlehen resultiert aus der 2015 erfolgten, entsprechenden Umwandlung der gegen diese Gesellschaft bestehenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von rund 4,7 Mio. €. Dieses Darlehen wurde ab 2015 zunächst bis zum 31. Dezember 2019 zinslos gewährt. Durch Ergänzung des Darlehensvertrages wurde die Restlaufzeit im Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2024 verlängert und das Darlehen weiterhin zinslos gestellt. Die unserer Gesellschaft im Rahmen unseres stillen Beteiligungsverhältnisses bei der Econlux GmbH zwecks Absicherung unserer Forderung zustehenden Kontroll- und Zustimmungsrechte haben wir in den vergangenen Jahren unter anderem genutzt, um bei diesem Unternehmen deutliche Kostenreduzierungen durchzusetzen. Die Geschäfts- beziehungsweise Ergebnisentwicklung der Econlux GmbH befanden sich seit 2018 auf einem positiven Weg, der jedoch infolge der Coronavirus-Pandemie im zweiten Quartal 2020 zunächst unterbrochen wurde. Inzwischen verzeichnet die Econlux GmbH jedoch wieder einen kontinuierlich ansteigenden Auftragszulauf. Bei den Zinsaufwendungen war im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang um 0,14 Mio. € von 0,62 Mio. € auf 0,48 Mio. € zu verzeichnen. Dabei reduzierten sich die Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen von 0,19 Mio. € auf 0,02 Mio. €, was aus der im ersten Quartal 2020 erfolgten, vollständigen Tilgung des Darlehens der PCC SE resultiert. Die Zinsaufwendungen gegenüber Dritten erhöhten sich dagegen leicht und betrafen unter anderem das unserer Gesellschaft seitens der Postbank gewährte Kontokorrentdarlehen. Unter Berücksichtigung des vorgenannten Finanzergebnisses ergab sich somit für das Geschäftsjahr 2020 ein Vorsteuerergebnis von knapp 1,0 Mio. €. Bezogen auf den Umsatz lag dieser Wert prozentual gesehen im Rahmen unserer Erwartungen, absolut gesehen jedoch deutlich darunter. Nach Abzug der Ertragsteuern in Höhe von 0,3 Mio. € verblieb für das Geschäftsjahr 2020 ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von +0,6 Mio. € (Vorjahr +2,1 Mio. €) und nach Hinzurechnung der sonstigen Steuern (Erstattung) ein Jahresüberschuss von knapp 0,7 Mio. € (Vorjahr 2,1 Mio. €). Aufgrund des vorgenannten Jahresüberschusses in Höhe von 0,7 Mio. € sowie unter Berücksichtigung der 2020 erfolgten Dividenden-Ausschüttung an unsere Muttergesellschaft PCC SE in Höhe von 1,0 Mio. € verschlechterte sich das Eigenkapital in unserer Bilanz zum 31.12.2020 von 15,1 Mio. € auf 14,7 Mio. €, also um 2,3 %. Im Verhältnis dazu verringerte sich die Bilanzsumme überproportional, das heißt um 19,2 %, von 29,9 Mio. € auf 24,2 Mio. €. was im Wesentlichen auf die Abnahme der Verbindlichkeiten zurückzuführen ist. Demzufolge verbesserte sich die Eigenkapitalquote von 50,3 % auf 60,8 %. Die Verbindlichkeiten reduzierten sich um 5,1 Mio. € von 13,6 Mio. € auf 8,5 Mio. €. Mit Ausnahme der sonstigen Verbindlichkeiten betraf dieser Rückgang alle Verbindlichkeiten-Positionen in der Bilanz und ist im Wesentlichen auf das im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringere Geschäftsvolumen und die erheblich niedrigeren Preise zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gingen demzufolge um 0,9 Mio. € von 4,6 Mio. € auf 3,7 Mio. € zurück. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich um 1,9 Mio. € von 4,4 Mio. € auf 2,5 Mio. € und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sogar um 2,7 Mio. € von 3,9 Mio. € auf 1,2 Mio. €. Hier spiegelt sich auch die bereits erwähnte, vollständige Tilgung des seitens der PCC SE gewährten Liquiditätsdarlehens wider. Die sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich dagegen um 0,5 Mio. € von 0,7 Mio. € auf 1,2 Mio. €, was im Wesentlichen aus dem Anstieg der Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von rund 0,6 Mio. € resultiert. Im Rahmen der Corona-Hilfen hatte unsere Gesellschaft entsprechende Steuerstundungen beantragt. Auf der Aktivseite ging das Anlagevermögen um 0,5 Mio. € von 7,8 Mio. € auf 7,3 Mio. €. Das Sachanlagevermögen verringerte sich dabei im Wesentlichen um die Abschreibungen um rund 0,2 Mio. € auf knapp 1,3 Mio. €. Die Finanzanlagen reduzierten sich um 0,2 Mio. € auf 6,0 Mio. €. Grund hierfür war zum einen die restliche Tilgung (knapp 0,1 Mio. €) des der AO Novobalt Terminal Kaliningrad im Jahr 2018 gewährten, langfristigen Darlehens. Zum anderen spiegelt sich hier die Anpassung des zinslosen Darlehens an die Econlux GmbH wider. Beim Umlaufvermögen war mit 5,3 Mio. € ein deutlich höherer Rückgang zu verzeichnen. Dieser Wert reduzierte sich aufgrund des im Vergleich zum Vorjahr erheblich geringeren Geschäftsumfanges sowie des niedrigeren Preisniveaus von 22,1 Mio. € auf 16,8 Mio. €. Dabei war bei den Vorräten ein Rückgang um 3,3 Mio. € von 10,0 Mio. € auf 6,7 Mio. € zu verzeichnen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich um 3,7 Mio. € von 7,0 Mio. € auf 3,3 Mio. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich dagegen hauptsächlich infolge der Darlehensgewährung an die PCC SE um 1,2 Mio. € von 2,8 Mio. € auf 4,0 Mio. €. Das Guthaben bei Kreditinstituten sank im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 0,5 Mio. € von 0,9 Mio. € auf 0,4 Mio. €. Ergebnisse der Beteiligungsgesellschaften Unsere beiden Beteiligungsgesellschaften, die Hafengesellschaft AO Novobalt Terminal in Kaliningrad, Russland (Anteil 100 %) sowie die Handelsgesellschaft PCC Morava-Chem s.r.o, Tschechien, an der wir 2 % der Anteile halten (98 % = PCC SE) schlossen das Geschäftsjahr 2020 mit unterschiedlichem Erfolg ab. Die Hafengesellschaft AO Novobalt Terminal konnte trotz der im Vergleich zum Vorjahr infolge der Corona-Krise rückläufigen Zahl von Verschiffungen von Koks und Anthrazit auch 2020 wieder ein positives Ergebnis erwirtschaften, was unter anderem auf der sukzessiven Verbesserung der terminal-internen Abläufe zurückzuführen ist. 2021 sind daher erstmalig Dividendenerträge seitens dieser Beteiligung zu erwarten. Die PCC Morava-Chem s.r.o. konnte zwar im zweiten Quartal 2020 von einem unerwarteten Großauftrag für russischen Anthrazit profitieren, insgesamt gesehen befand sich das Handelsgeschäft dieser Beteiligung 2020 jedoch auf relativ schwachem Niveau. Außerdem verlief der Aufbau des Geschäftsfelds Wärmedämmplatten weiterhin deutlich langsamer als erwartet. Dieses Geschäftsfeld blieb auch 2020 weiterhin defizitär. Insgesamt schloss die PCC Morava-Chem s.r.o. das Geschäftsjahr 2020 daher erneut mit Verlust ab. Für das Jahr 2021 zeichnet sich für die AO Novobalt Terminal aufgrund des voraussichtlich wieder ansteigenden Mengenaufkommens erneut eine positive Geschäftsentwicklung ab. Das Handelsgeschäft der PCC Morava-Chem s.r.o. wird dagegen - keine weiteren "Sonderaufträge" vorausgesetzt - voraussichtlich nur in deutlich geringerem Umfang fortgeführt werden können. Der Aufbau des Geschäftsfelds Wärmedämmplatten sollte voraussichtlich im Jahresverlauf 2021 abgeschlossen werden können, so dass hieraus erste positive Ergebnisse für diese Beteiligung zu erwarten sind. Insgesamt gesehen geht die PCC Morava-Chem s.r.o. für das Geschäftsjahr 2021 von einem leichten Jahresüberschuss aus. Ausblick auf das Folgejahr 2021 Die Geschäftsentwicklung unserer Gesellschaft sowie unserer Beteiligungen steht auch 2021 in hoher Abhängigkeit von der zukünftigen weltweiten Konjunkturentwicklung, die 2021 weiterhin stark von der Coronavirus-Pandemie geprägt sein wird. Darüber hinaus spielen der weitere Verlauf der aktuellen internationalen Handelskonflikte, einschließlich des nach wie vor schwelenden Russland-Ukraine-Konflikts, sowie die zukünftige Entwicklung der Rohstoffpreise für unser Handelsgeschäft die wesentlichen Rollen. Im Gegensatz zu den asiatischen Ländern (insbesondere zu China), in denen die Wirtschaft inzwischen wieder stärker wächst, sind die Wachstumsaussichten für den europäischen Raum - und damit für unseren Hauptabsatzmarkt - aktuell eher nur vorsichtig optimistisch. Sowohl die Bundesregierung als auch die OECD hatten ihre ursprünglichen Wachstumsprognosen für 2021 Anfang des Jahres zunächst nach unten korrigiert. Seitens des Wirtschaftsministers wurde diese Prognose jedoch jüngst wieder um 0,5 % auf 3,5 % angehoben. Aufgrund der immer noch andauernden Pandemie wird der eigentliche Wachstumsschub allerdings erst für das zweite Halbjahr 2021 erwartet. Dabei liegen die Prognosen der Politik sowie diverser Banken und Institute weiterhin relativ weit auseinander. Allen Unsicherheiten zum Trotz zeichnet sich auf der Chemie-Rohstoffseite dennoch seit dem vierten Quartal 2020 ein Preisanstieg ab, und auch die Preise für Koks und Anthrazit weisen aufgrund zunehmender Nachfrage inzwischen wieder eine steigende Tendenz auf. Aufgrund bestehender Verkaufsverträge sowie aktueller Lieferabsprachen gehen wir daher für das Geschäftsjahr 2021 erneut von einer positiven Geschäftsentwicklung aus. Dabei wird die Absatzmenge sowohl im Geschäftsfeld chemische Rohstoffe als auch im Geschäftsfeld Koks und Anthrazit voraussichtlich im Vergleich zum Vorjahr wieder ansteigen. Demzufolge ist für 2021 auch von einem Umsatzwachstum auszugehen, das durch das erwartete, höhere durchschnittliche Preisniveau zusätzlich gestärkt werden sollte. Insgesamt gesehen gehen wir für 2021 von einem Umsatzwachstum von 15 bis 20 % aus. Die Rohertragsquote wird sich jedoch unter anderem aufgrund höherer Logistikkosten voraussichtlich reduzieren, absolut gesehen sollten die Margen daher auf dem Vorjahresniveau verharren. Auf der Kostenseite planen wir, die Fixkosten in Deutschland nach Möglichkeit weiterhin auf dem aktuellen Level zu halten. Letzteres gilt auch für die Kosten der Auslandsbüros. Insgesamt gehen wir in unserer ursprünglichen Planung für 2021 von einem positiven Ergebnis auf dem Niveau des zurückliegenden Geschäftsjahres 2020 aus. Aus aktueller Sicht stellt sich diese Prognose, die im vierten Quartal unter dem Eindruck der zweiten Covid-19-Welle und des erneuten Lockdowns erstellt wurde, allerdings als zu pessimistisch dar. Das Vor-Krisenniveau wird allerdings 2021 unserer Einschätzung nach auch aus heutiger Sicht noch nicht wieder erzielbar sein. Alle diese Annahmen setzten voraus, dass die bestehenden Lieferketten weiterhin intakt bleiben, was bei den von unserer Gesellschaft gehandelten Basisrohstoffen wahrscheinlich der Fall sein wird. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Die anhaltende Coronavirus-Pandemie sowie der damit verbundene, erneute Teil-Lockdown wirken sich nach wie vor belastend auf die deutsche und auch die europäische Wirtschaft aus. Auch weltweit sind die Unsicherheiten bezüglich der weiteren Entwicklung nach wie vor hoch. Eine Ausnahme bilden nur die asiatischen Länder (insbesondere China), in denen inzwischen wieder ein deutliches Wachstum zu verzeichnen ist. Weitere Ausführungen hierzu sind dem Ausblick auf das Jahr 2021 zu entnehmen. Mit der Russland-Ukraine-Krise besteht für unsere Gesellschaft nach wie vor auch ein politisches Risiko, welches außerhalb unseres Einflussbereiches liegt. Bis dato sind die von uns gehandelten Produkte ebenso wie unsere dortigen Geschäftspartner nicht von den bestehenden Sanktionen betroffen. Aus heutiger Sicht gehen wir daher davon aus, dass die Importmengen an chemischen Rohstoffen sowie Koks und Anthrazit 2021 aufgrund des Wiederhochfahrens der Koks-Produktion sowie der steigenden Nachfrage im Vergleich zu 2020 gesteigert werden können. Dies könnte sich ändern, falls die EU ihre wirtschaftlichen Sanktionen gegen Russland ausweiten sollte beziehungsweise Russland entsprechende Ausfuhrbeschränkungen verhängen sollte. Hiervon ist zurzeit jedoch nicht auszugehen. Darüber hinaus sind die Auswirkungen des Brexits auf das Wirtschaftswachstum in Europa und damit auf unseren Hauptabsatzmarkt zum jetzigen Zeitpunkt noch immer nicht vollständig abzusehen, zumal das Handelsabkommen zwischen Großbritannien und der EU erst vor Kurzem unterzeichnet wurde. Generell bestehen für unser Handelsgeschäft sowohl Preis- als auch Wechselkursrisiken. Eventuelle Preisrisiken sollen auch in Zukunft dadurch minimiert werden, dass Handelsgeschäfte grundsätzlich entweder auf back-to-back Basis oder auf der Grundlage von Preisformeln abgeschlossen werden. Geschäfte (Ein- und Verkauf) in Fremdwährung werden in der Regel durchgängig in einer Währung getätigt, um Kursrisiken von vornherein auszuschließen. In den seltenen Fällen, in denen Ein- und Verkauf in unterschiedlichen Währungen erfolgen, soll das Fremdwährungs-Exposure grundsätzlich abgesichert werden. Des Weiteren sind mit dem Handelsgeschäft Ausfallrisiken verbunden, die seit 2020 zu großen Teilen durch eine Warenkreditversicherung abgesichert werden. Für nicht versicherbare Debitoren gilt unverändert ein strenges Debitorenmanagement: Seitens der Geschäftsleitung werden Kreditlimits festgelegt, bei deren Überschreitung Geschäfte nur gegen zusätzliche Sicherheiten (Bankgarantien, etc.) beziehungsweise Vorauskasse abgeschlossen werden dürfen. Forderungsausfälle waren daher 2020 - wie auch im Vorjahr - keine zu verzeichnen. Außerdem werden auf Lieferantenseite bereits seit dem Geschäftsjahr 2010 Anzahlungen grundsätzlich nur noch unter der Voraussetzung geleistet, dass die Waren entweder nachweislich bereits für uns verladen sind beziehungsweise in unseren Verfügungsbereich gelangt sind. Personal Die Anzahl der Mitarbeiter in Deutschland blieb zum 31.12.2020 mit insgesamt 30 Personen (Vorjahr 31) nahezu konstant. Für 2021 sind keine wesentlichen Veränderungen beim Personalbestand zu erwarten.
Duisburg, den 6. Mai 2021 PCC Trade & Services GmbH Ulrike Warnecke, Geschäftsführerin BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2020der PCC Trade & Services GmbH, DuisburgA. Allgemeine Angaben Die PCC Trade & Services GmbH mit Sitz in Duisburg ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Duisburg (HRB 6252). Der Jahresabschluss wurde nach den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften einschließlich der einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB. Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Sonderposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sowie Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Die Immateriellen Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Abnutzbare Gegenstände werden planmäßig abgeschrieben. Soweit notwendig erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen. Für planmäßige Abschreibungen werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt: Immaterielle Vermögensgegenstände 15 Jahre, Bauten 20 Jahre, technische Anlagen und Maschinen 5 bis 10 Jahre sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear vorgenommen. Zugänge von beweglichen Anlagengegenständen werden ab dem 1. Januar 2004 pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter, das sind Gegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis einschließlich EUR 250,00, werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Wenn die Anschaffungskosten für den Vermögensgegenstand über EUR 250,00 liegen und den Betrag von EUR 1.000,00 nicht überschreiten, wird den steuerlichen Vorschriften entsprechend, ein Sammelposten eingerichtet. Dieser Sammelposten wird über 5 Jahre linear abgeschrieben. Finanzanlagen werden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bilanziert. Niedrigere Werte werden angesetzt, wenn voraussichtlich dauernde Wertminderungen vorliegen. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag bilanziert und einzeln bewertet. Erkennbare Ausfallrisiken sind durch angemessene Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Fremdwährungsforderungen werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Entstehung der Forderung bewertet. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden stets mit dem Stichtagskurs bewertet. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit ihrem Nominal- bzw. Nennbetrag angesetzt. Guthaben in Fremdwährung werden mit dem Stichtagskurs bewertet. In der Bilanz werden die aktiven und passiven latenten Steuern unsaldiert ausgewiesen. Das Gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie alle ungewissen Verpflichtungen. Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Verbindlichkeitsentstehung oder bei einer Restlaufzeit vom mehr als einem Jahr mit dem höheren Stichtagskurs angesetzt. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden stets mit dem Stichtagskurs bewertet. (1) Sachanlagen Die Entwicklung der Sachanlagen ist in dem als Anlage beigefügten Anlagespiegel dargestellt. (2) Finanzanlagen Die Entwicklung der Finanzanlagen ist in dem als Anlage beigefügten Anlagespiegel dargestellt. Anteile an verbundenen Unternehmen Die Beteiligungsliste der verbundenen Unternehmen stellt sich wie folgt dar:
Ausleihungen an verbundene Unternehmen Mit Vertrag vom 15. August 2016 hat die Gesellschaft der AO "Novobalt-Terminal", Kaliningrad/Russland, ein Darlehen in Höhe von TEUR 1.000 gewährt. Im Berichtsjahr wurde die Restverbindlichkeit in Höhe von TEUR 80 zurückgezahlt. Das Darlehen ist somit in voller Höhe getilgt. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Gemäß Vereinbarung vom 2. Januar 2020 wurde das Darlehen an die Econlux GmbH, Köln, bis zur Endfälligkeit am 31. Dezember 2024 zinsfrei gestellt. Im Berichtsjahr wurde der Bilanzansatz des Darlehens um TEUR 168 abgezinst, sodass der Barwert zum 31. Dezember 2020 TEUR 4.539 beträgt. (3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen überwiegend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen mit TEUR 593 (i.Vj. TEUR 477) das Kaufpreiseinbehaltskonto gegenüber der Coface Finanz GmbH, Mainz. Dieses resultiert aus einem echten stillen Factoringverfahren, welches zur Liquiditätsstärkung der Gesellschaft dient. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von kleiner einem Jahr. (4) Eigenkapital Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 3.000. Die Einzahlungen in die Kapitalrücklage wurden durch die PCC SE geleistet. Die Geschäftsführung schlägt vor, eine Dividenden-Ausschüttung in Höhe von TEUR 1.000 vorzunehmen sowie den übrigen Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. (5) Rückstellungen Sonstige Rückstellungen bestehen im Wesentlichen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 438 (i. Vj. TEUR 563), für Verpflichtungen aus dem Personalbereich in Höhe von TEUR 89 (i. Vj. TEUR 99) sowie für Abschluss- und Prüfungskosten in Höhe von TEUR 32 (i. Vj. TEUR 40). (6) Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 168 (i. Vj. TEUR 3.210) gegenüber der Gesellschafterin PCC SE. Sie resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten haben unverändert gegenüber dem Vorjahr Restlaufzeiten bis zu einem Jahr. Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind nicht besichert. (7) Latente Steuern Die latenten Steuern beruhen auf Differenzen zwischen dem handelsrechtlichen und dem steuerrechtlichen Bilanzansatz bei den Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten. Bei der Bewertung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 30% zugrunde gelegt. Zum 31. Dezember 2020 betragen die aktiven latenten Steuern TEUR 8. Im Berichtsjahr wurden TEUR 6 zugeführt. Demgegenüber betragen die passiven latenten Steuern TEUR 1. Im Berichtsjahr wurden TEUR 2 aufgelöst. (8) Umsatzerlöse
Unterteilt nach Absatzgebieten ergibt sich folgende Zusammensetzung der Umsatzerlöse:
(9) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 305 (i. Vj. TEUR 25). Sie resultieren aus der Auflösung von Rückstellungen. Des Weiteren sind Erträge aus Kursdifferenzen in Höhe von TEUR 128 (i. Vj. TEUR 235) ausgewiesen. (10) Materialaufwendungen
(11) Sonstige betriebliche Aufwendungen
Gemäß Verschmelzungsvertrag vom 12. Oktober 2020 wurde die distripark GmbH, Oberhausen, mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. November 2020 auf die PCC Trade & Services GmbH verschmolzen. Hieraus resultierte ein Verlust in Höhe von TEUR 60. (12) Zinsergebnis
C. Sonstige Angaben Konzernabschluss Herrschendes Unternehmen ist die PCC Societas Europaea, Duisburg (PCC SE), die 100 % der Anteile an der PCC Trade & Services, Duisburg, hält. Die PCC SE erstellt für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) auf. Die PCC Trade & Services GmbH wird in den Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens des PCC-Konzerns, der PCC Societas Europaea, Duisburg (PCC SE), einbezogen. Der Konzernabschluss der PCC SE wird im Bundesanzeiger offengelegt werden. Nachtragsbericht Mit Vereinbarung vom 11. März 2021 hat die Gesellschaft eine harte Patronatserklärung gegenüber der ECONLUX GmbH, Köln, ausgesprochen. Haftungsverhältnisse Im Rahmen der am 11. März 2021 gegenüber der der ECONLUX GmbH, Köln, ausgesprochenen harten Patronatserklärung garantiert die Gesellschaft die Sicherstellung der zukünftigen Zahlungsfähigkeit bzw. die Beseitigung einer Überschuldung der ECONLUX GmbH. Die Rechte aus dieser Patronatserklärung können bis zum 30. Juni 2022 ausgeübt werden. Aus derzeitiger Sicht geht die Geschäftsführung der Gesellschaft nicht von einer Inanspruchnahme aus. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 519. Davon bestehen TEUR 77 gegenüber der Gesellschafterin PCC SE. Mitarbeiter
Honorar des Abschlussprüfers Von der Erleichterungsvorschrift des § 285 Nr. 17 letzter Satzteil HGB wird Gebrauch gemacht. Bezüge der Geschäftsführung Die Geschäftsführerin hat für ihre Tätigkeit keine Bezüge erhalten. Mitglieder der Geschäftsführung Ulrike Warnecke, Geschäftsführende Direktorin der PCC SE, Bereiche Finanzwesen und Personal, Organisation und Öffentlichkeitsarbeit, Handel und Consumer Products, Solingen
Duisburg, den 6. Mai 2021 PCC Trade & Services GmbH Ulrike Warnecke, Geschäftsführerin Anlagenspiegelder PCC Trade & Services GmbH, Duisburg,
sonstige Berichtsbestandteile
gezeichnet Ulrike Warnecke Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 12.05.2021 festgestellt. BerichtsprüfungBestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die PCC Trade & Services GmbH, Duisburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der PCC Trade & Services GmbH, Duisburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PCC Trade & Services GmbH, Duisburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 6. Mai 2021 Warth
& Klein Grant Thornton AG
Stefan Sinne, Wirtschaftsprüfer Marianne Reck, Wirtschaftsprüfer |
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