Jonas & Redmann Automationstechnik GmbH
Segelfliegerdamm 65, 12487 Berlin, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Neumann seit 16.8.2005 | Prokura |
Stefan Jonas seit 21.10.2004 | Geschäftsführer |
Lutz Redmann seit 21.10.2004 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Jonas & Redmann Automationstechnik GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023Jonas & Redmann Automationstechnik GmbH, BerlinA. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Die Jonas & Redmann Automationstechnik GmbH, Berlin, (kurz: J&R AT) ist im Bereich Sondermaschinenlösungen in den Sparten kristalline Silizium-Solarindustrie, Medizintechnik, Batteriemontage, Energiespeicher und Automotiv tätig. Das Tätigkeitsfeld erstreckt sich von der Entwicklung und Produktion bis hin zum Service für die eigenentwickelten und produzierten Maschinen. Der internationale Vertrieb wird im Wesentlichen von Gesellschaften des Konzernverbundes der Jonas & Redmann-Gruppe übernommen. 2. Unternehmensstruktur Die J&R AT wurde im Jahr 1989 gegründet und ist das Kernunternehmen der Unternehmensgruppe Jonas & Redmann. Im Jahresdurchschnitt waren 422 (Vorjahr: 373) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig. 3. Unternehmenssteuerung Die Geschäftsführung trifft die operativen und strategischen Managemententscheidungen auf Grundlage unserer konzernweit verwendeten Leistungsindikatoren für Wachstum, Profitabilität, und Liquidität. Die für uns bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind nachfolgend erläutert: Wachstum Im Rahmen unserer Wachstumsstrategie ist die Umsatzentwicklung und in den Unternehmensbereichen von zentraler Bedeutung. Die J&R AT hat sich mittelfristige Wachstumsziele gesetzt. Die Messung dieser Ziele erfolgt im Wesentlichen über die Auftragseingänge als Frühindikator und den Umsatz als den zentralen KPI. Basierend auf den Vorjahreszahlen, soll das durchschnittliche jährliche Umsatzwachstum in einer Bandbreite von 5 bis 10% liegen. Für den Bereich Photovoltaik haben wir uns mehr als 50% des Gesamtumsatzes in 2024 / 2025 vorgenommen. Profitabilität Die Ertragskraft des Konzerns messen wir mit dem Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) und dem Deckungsbeitrag je Projekt. Hierzu verwenden wir hierzu primär das Jahresergebnis. Die Deckungsbeiträge der einzelnen Projekte werden fortlaufend auf Basis des Projektcontrollings überwacht, um negativen Entwicklungen entgegenwirken zu können. Liquidität Die Liquidität messen wir in den freiverfügbaren Barmitteln und den verfügbaren Barkreditlinien. Hier planen wir mit einem Liquiditätszuwachs im Rahmen des angestrebten Umsatzwachstums. 4. Forschung und Entwicklung Forschung und Entwicklung (F&E) sind entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft des Unternehmens. Diese Aktivitäten konzentrieren sich im Allgemeinen darauf, neue Technologien zu entwickeln bestehende Prozesse zu verbessern und maßgeschneiderte Lösungen für spezifische industrielle Anforderungen zu entwickeln. Der Maschinenbau zählt zusammen mit dem Fahrzeugbau, der Elektroindustrie sowie der Pharma- und Chemieindustrie zu den forschungs- und entwicklungsstärksten deutschen Wirtschaftsbereichen und hat nach Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz einen Anteil von 10 % an den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen der Gesamtwirtschaft. Ein großer Teil der F&E konzentriert sich auf die Integration von Automatisierungslösungen und Robotik. Dies beinhaltet die Entwicklung von fortschrittlichen Roboterarmen, autonomen mobilen Robotern (AMRs) und kollaborativen Robotern (Cobots), die sicher mit menschlichen Arbeitskräften zusammenarbeiten können. Ziel ist es, die Effizienz und Präzision in der Produktion zu erhöhen. Die Digitalisierung spielt eine zentrale Rolle in der F&E im. Hierzu gehören die Implementierung von Sensorik, IoT (Internet der Dinge) und Datenanalyse, um Maschinen in Echtzeit zu überwachen und zu steuern. Dies ermöglicht Predictive Maintenance (vorausschauende Wartung), die Maschinenstillstände reduziert und die Produktivität erhöht. Die Forschung konzentriert sich auch auf die Entwicklung von Digital Twins, virtuellen Modellen, die physische Maschinen und deren Betrieb simulieren. Die Integration von KI und maschinellem Lernen in den Sondermaschinenbau ermöglicht die Optimierung von Produktionsprozessen und die Anpassung an variable Produktionsbedingungen. F&E-Aktivitäten umfassen die Entwicklung von Algorithmen zur Mustererkennung, die Automatisierung von Entscheidungsprozessen und die Verbesserung der Mensch-Maschine-Interaktion. Im Berichtsjahr wurden im Hinblick auf zukünftige Marktpotenziale im Bereich Montageautomation/Automotiv und neuartige Fertigungsmethoden im PV-Bereich erhebliche Entwicklungsleistungen erbracht. Erfreulich ist, dass es der Gesellschaft gelungen ist, bereits in beiden strategischen Entwicklungsfeldern Aufträge zu generieren oder bestehende Aufträge auszuweiten. Weitere Aufträge für die neuentwickelten Maschinenkonzepte werden vielversprechend mit den potenziellen Auftragsgebern geführt. Die F&E Leistung wird in Zusammenarbeit mit unseren Kunden im Rahmen individueller Lösungsansätze erbracht. Hier haben wir im Berichtszeitraum allein in den Bereichen Laseranwendungen und der Entwicklung von Brennstoffzellen Entwicklungsaufwendungen von rund EUR 1,1 Mio. erbracht. Im Jahr 2023 haben wir begonnen unser seit Ende 2022 in der Einführung befindliche BI System zu einem operativen Steuerungssystem für unsere Projekt weiterzuentwickeln. Ziel ist es, datengestützt Abweichungen in unseren Projekten früher erkennen zu können und Korrekturmaßnahmen einleiten zu können. Unser kontinuierliches Mitarbeiterfortbildungsprogramm wurde ausgeweitet und fand reges Interesse bei unseren Mitarbeitern, wobei hier fachliche als auch nicht fachliche Fortbildungen angeboten wurden. Insgesamt ist das Unternehmen auf nachhaltige Prozesse ausgerichtet, die kontinuierlich im Rahmen unserer QM-Strategie weiterentwickelt und auf den Prüfstand gestellt werden. Unser Ziel ist es, nicht nur unsere Produktion ressourcenschonender zu gestalten, sondern auch für unsere Kunden Maschinenkonzepte zu entwickeln, die bei optimalen Leistungsparametern durch eine geringe Energie- und Verbrauchsmaterialieneinsatz in deren Produktion führend sind. Insgesamt erfreuen wir uns einer großen Kundenzufriedenheit, die wir durch maßgeschneiderte Anlagenkonzeptionen und unser kundenorientiertes Projektmanagement gewährleisten. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - wurde dagegen preisbereinigt deutlich mehr investiert als im Jahr 2022 (+3,0 %). Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 %). Die Stimmung unter den Unternehmen hat sich eingetrübt. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Dezember auf 86,4 Punkte gefallen, nach 87,2 Punkten (saisonbereinigt korrigiert) im November. Die Unternehmen waren weniger zufrieden mit den laufenden Geschäften. Zudem blickten sie skeptischer auf das erste Halbjahr 2024. Die Konjunktur blieb auch in der Weihnachtszeit schwach. Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Geschäftsklimaindex merklich gefallen. Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Geschäftslage deutlich schlechter. Auch bei den Erwartungen nahm der Pessimismus wieder zu. Insbesondere energieintensive Branchen tun sich schwer. Der Auftragsbestand ist insgesamt weiter rückläufig. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Der Maschinenbau ist einer der führenden industriellen Sektoren der deutschen Wirtschaft. Er produziert Investitionsgüter wie Turbinen, Motoren, Getriebe, Bau- und Werkzeugmaschinen sowie Automatisierungs- und Fördertechnik. Die Entwicklung der Branche war im Jahr 2023 von mehreren Schlüsseltrends und Herausforderungen geprägt: a. Marktwachstum und -dynamik Die Branche verzeichnete weltweit ein solides Wachstum, getragen von der steigenden Nachfrage nach individualisierten Produktionslösungen in verschiedenen Sektoren, wie der Automobil-, Luft- und Raumfahrtindustrie, der Medizintechnik und der Konsumgüterindustrie. Der Bedarf an maßgeschneiderten Maschinenlösungen, die spezifische Anforderungen und Prozesse erfüllen können, führte zu einer erhöhten Nachfrage bei spezialisierten Maschinenbauunternehmen. b. Technologische Innovationen Die Branche ist zudem weiterhin stark geprägt von technologischen Innovationen. Insbesondere die Integration von Industrie 4.0-Technologien, wie dem Internet der Dinge (IoT), künstlicher Intelligenz (KI) und fortgeschrittenen Automatisierungslösungen, trieb die Effizienz und Anpassungsfähigkeit von Sondermaschinen voran. Diese Technologien ermöglichten eine bessere Vernetzung und Echtzeit-Überwachung, was zu einer höheren Betriebszeit und einer verbesserten Produktionsqualität führte. c. Herausforderungen durch Lieferketten und Rohstoffe Die Branche sah sich 2023 mit anhaltenden Herausforderungen in den globalen Lieferketten konfrontiert, die durch geopolitische Spannungen verschärft wurden. Engpässe bei Rohstoffen und Komponenten sowie steigende Materialkosten beeinflussten die Produktionszeiten und die Kostenstruktur im Sondermaschinenbau. Unternehmen mussten flexibel und anpassungsfähig bleiben, um diesen Herausforderungen zu begegnen. Allgemeine Preissteigerungen, Lieferketten und Materialverfügbarkeiten bleiben eine Herausforderung für ein produzierendes Unternehmen wie die JR AT GmbH. Angesichts des Anstiegs der Inflation auf Rekordhöhen und dem Gegensteuern der Zentralbanken durch Zinserhöhungen kam eine weitere Belastung auf uns zu. d. Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein Ein starker Fokus auf Nachhaltigkeit und umweltfreundliche Produktionsweisen prägte die Branche im Jahr 2023. Hersteller investierten in die Entwicklung energieeffizienter Maschinen und Prozesse, um den Energieverbrauch zu senken und den CO 2 -Fußabdruck zu reduzieren. Nachhaltigkeitsinitiativen wurden zu einem wichtigen Verkaufsargument und beeinflussten die Kaufentscheidungen der Kunden. e. Steigender Fachkräftemangel Der Mangel an qualifizierten Fachkräften stellte weiterhin eine große Herausforderung dar. Die Nachfrage nach hochspezialisierten Ingenieuren und Technikern überstieg das Angebot, was zu einem intensiven Wettbewerb um Talente führte. Viele Unternehmen investierten in Ausbildungsprogramme und Kooperationen mit Hochschulen, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. f. Regionale Unterschiede und globale Expansion Die Nachfrage nach den Leistungen der Branchenakteure wird stark von der Entwicklung des globalen makroökonomischen Umfelds beeinflusst, da sie in erster Linie Investitionsgüter produzieren und eine hohe Exportquote aufweisen. Das aktuelle Marktumfeld, das von schwachen Konjunkturprognosen, erhöhter Inflation und politischen und wirtschaftlichen Auseinandersetzungen zwischen wichtigen Volkswirtschaften wie den USA und China geprägt ist, stellt den Maschinenbau vor große Herausforderungen. Je nach Region verzeichnete die Branche in 2023 unterschiedliche Wachstumsraten: In entwickelten Märkten wie Europa und Nordamerika gab es eine stabile Nachfrage, während Schwellenländer wie China und Indien ein starkes Wachstumspotenzial zeigten. Die globale Expansion bleibt ein zentrales Thema, da Unternehmen versuchten, neue Märkte zu erschließen und ihre Präsenz in bestehenden Märkten zu stärken. g. Wettbewerb Deutschland zählt zu den weltweit führenden Maschinenproduzenten. Gemessen am Umsatz belegt das Land im weltweiten Vergleich den dritten Platz hinter China und den USA. Die Ausfuhr von Maschinen, insbesondere in den europäischen, amerikanischen und asiatischen Raum, ist für die Umsatzentwicklung der Akteure des Sektors von entscheidender Bedeutung. Allerdings stehen im Inland aktive Produzenten in einem intensiven Wettbewerb mit ausländischen Unternehmen. Vor allem chinesischen Produzenten ist es in den vergangenen Jahren gelungen, international wettbewerbsfähiger zu werden und ihren globalen Marktanteil auf Kosten anderer wichtiger Maschinenbaulieferanten zu erhöhen. Insgesamt lässt sich festhalten, dass die Branche trotz Herausforderungen durch Lieferkettenprobleme und Fachkräftemangel weiterhin ein dynamischer und wachsender Sektor war. Innovationen und eine zunehmende Fokussierung auf Nachhaltigkeit und Digitalisierung spielten dabei eine zentrale Rolle. 2. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen 2.1 Allgemeine Geschäftsentwicklung Der Umsatz stieg in 2023 auf TEUR 59.720 (Vorjahr: TEUR 51.437). Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern beträgt TEUR 313 und liegt damit über dem Vorjahr (Vorjahr: TEUR 75). Nach Zinsen und Steuern ergibt sich ein Jahresüberschuss von TEUR 55 (Vorjahr: TEUR 778). Trotz der widrigen wirtschaftlichen Umstände konnten wir von der verstärkten Neuausrichtung der Energiepolitik profitieren. Der kraftvolle Ausbau der Erneuerbaren Energien hat unseren Bereich Photovoltaik gestärkt und unsere Kunden zu Erweiterungsinvestitionen bewogen. Auch brachte der fortwährende Umbau der Automotivindustrie einen großen Zuwachs mit vielversprechenden Marktpotenzialen rund um die E Mobilität. Im Berichtszeitraum konnten aufgrund der technologischen Positionierung des Unternehmens signifikante Aufträge von fast allen namhaften Automotivplayern akquiriert werden, wobei Aufträge im Bereich Energiespeichertechnik und autonomes Fahren im Zentrum stehen. Im Berichtszeitraum konnte der Auftragseingang in den Kerngeschäftsbereichen kontinuierlich gesteigert werden. Die Projekte wurden grösser und werden über einen längeren Zeitraum bearbeitet. Die durchschnittliche Projektlaufzeit stieg seit 2019 kontinuierlich von 14 auf 19 Monate. Der Auftragseingang nach Sitz unseres Kunden konzentrierte sich mit über 70 % auf den EU - Markt, wobei hiervon ca. 90% auf Deutschland entfielen. Asien nimmt nur noch rd. 2% unseres Auftragseingangs ein und ist damit weiter auf dem Rückzug. Gute Nachfrage haben wir aus Nordamerika erhalten. Insgesamt ist festzuhalten, dass unsere Einzelprojekte im Volumen grösser wurden und komplexer, was insgesamt zu einer deutlichen Verlängerung der Projektlaufzeiten und der damit verbundenen Endabnahmen geführt hat und in Zukunft noch deutlicher führen wird. Bei den Umsatzerlösen ist diese Entwicklung noch deutlicher: ca. 90% der Erlöse wurden in 2023 in Europa generiert und nur ca.10% im Rest der Welt. Diese Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt, wie sich unsere Zielmärkte immer wieder regional unterschiedlich entwickeln. Die positive Belebung der Bereiche PV, Automotiv und Medizintechnik hat für unsere Gesellschaften in den letzten Jahren zu einem stark erhöhten Entwicklungsaufwand für neue Automationslösungen und damit verbunden neuen Produkten mit einem hohen Zukunftspotenzial geführt, die wir im Berichtszeitraum erfolgreich in den Markt einführen konnten. Kapazitätsengpässe im F & E Bereich, dem Engineering und anderen Bereichen konnten durch die Einstellung qualifizierter Mitarbeiter nicht gänzlich behoben werden, wobei sich die Gewinnung neuer qualifizierter Mitarbeiter zunehmend als schwierig erweist, sodass wir unsere Wachstumspotenziale nicht vollständig ausschöpfen können. 2.2 Vorgänge von besonderer Bedeutung im Geschäftsjahr 2023 Von besonderer Bedeutung im Geschäftsjahr 2023 war der Beschluss, die Jonas & Redmann Photovoltaics Production Solutions GmbH auf die JR AT GmbH zum 1.9.2023 zu verschmelzen. Vor dem Hintergrund der Vereinfachung der internen Prozesse und der Schärfung des Marktauftritts der JR AT GmbH war dieser Schritt folgerichtig. Im Frühjahr 2023 haben wir mit einem Neubau zur Erweiterung unserer Produktionsflächen auf unserem Grundstück am Segelfliegerdamm begonnen, der voraussichtlich nun in Q3 2024 genutzt werden kann. 3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 3.1 Ertragslage
Zu einzelnen Posten der Ertragslage folgen ergänzende Erläuterungen: Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse der Gesellschaft stiegen in 2023 gegenüber dem Vorjahr von TEUR 51.437 um TEUR 8.283 auf TEUR 59.720. Dies entspricht einer Zunahme um 16,1 %. Insoweit wurde das Ziel, von einem jährlichen Umsatzwachstum in einer Bandbreite von 5 bis 10% erfüllt. Hierin spiegelt sich die Veränderung der bearbeiteten Aufträge in deren Umfang, hin zu vermehrten Produktionslinienkonzeptionen, die grundsätzlich die Konzeptionsphasen und die Produktionsphasen im Unternehmen verlängern, sodass wir inzwischen bis teilweise über 24 Monate bis zur Umsatzrealisierung veranschlagen. Die Umsatzerlöse im Berichtszeitraum wurden zu 90% (Vj. 89%) in der EU erzielt. Der Großteil der Umsatzerlöse wurde im Bereich PV inkl. Service & Ersatzteile mit 62% (Vj. 40%) erzielt, gefolgt vom Bereich Montageautomation 11% (Vj. 29%), Energiespeicher mit 9% (Vj. 18%) und Medical mit 9% (Vj. 4%) sowie Sonstige & Konsolidierungseffekte mit 9% (Vj 9%). Materialaufwand Die Materialkosten bilden in aller Regel den größten Einzelposten in der Kostenstruktur der Branche. Die Kosten umfassen dabei im Wesentlichen die mit der eigentlichen Fertigung verbundenen Materialausgaben für Metallkomponenten und Elektronikbauteile. Letztere umfassen u.a. Mess- und Lasertechnikelemente, Schaltanlagen sowie Pumpen, Generatoren und Motoren. Mit 46,0% (Vj. 43,7%) lag die Materialintensität in 2023 leicht über dem Niveau des Vorjahres und damit auf einer für die Branche des Sondermaschinenbaus übliche Höhe. Der Anteil des Materialaufwands hat sich in den vergangenen fünf Jahren aufgrund von pandemiebedingten Produktionsengpässen, Störungen in den internationalen Lieferketten und der Energiekrise in Europa strukturell leicht erhöht. Insbesondere die Versorgung mit Elektronikkomponenten kam aufgrund begrenzter Produktionskapazitäten und einer im Verlauf des Jahres 2021 stark anziehenden Nachfrage immer wieder ins Stocken. Diese Entwicklung manifestierte sich in den Folgejahren in deutlichen Preissteigerungen bei Mikrochips und anderen Elektronikkomponenten, die auch Ausdruck der gestärkten Verhandlungsposition der Elektronikzulieferer waren. Personalaufwand Der Personalaufwand stieg um rund 9% von TEUR 23.720 auf TEUR 25.934. Ursächlich hierfür waren neben einer Reihe von Neueinstellungen - die durchschnittliche Zahl an Mitarbeitern stieg von 373 in 2022 auf 428 in 2023 - im Weiteren an Mitarbeiter ausgereichte Bonuszahlungen. Die J&R liegt mit einem Personalkostenanteil von 42,0% im Branchendurchschnitt, der - angesichts des starken Innovationsdrucks und des hohen Bedarfs an hoch qualifizierten Ingenieuren und Facharbeitern - grundsätzlich einen höheren Personalkostenanteil aufweist als Industrieunternehmen aus anderen Zweigen des verarbeitenden Gewerbes. Sonstigen betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen leicht um TEUR 460 auf TEUR 7.021 (Vj TEUR 6.561). 3.2 Finanzlage Im Rahmen unseres Finanzmanagements wird vorrangig darauf geachtet, sämtliche Zahlungsverpflichtungen aus dem laufenden Geschäftsverkehr termingerecht nachkommen zu können. Die J&R AT war im abgelaufenen Geschäftsjahr durchgehend in der Lage bestehende Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, Zahlungsstörungen ergaben sich insoweit nicht. Liquidität Der Bestand an Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalenten stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 4.060 auf TEUR 5.209 (Vj. TEUR 1.149). Der Anstieg verteilt sich dabei auf folgende Tätigkeitsbereiche:
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit spiegelt sich in der Entwicklung des Net Working Capital wider: So betrug das Net Working Capital (als Saldo des kurzfristig gebundenen Vermögens und der kurzfristigen Verbindlichkeiten abzüglich der liquiden Mittel) insgesamt EUR 14,2 Mio. (Vj EUR 17,8 Mio.) Im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist die planmäßige Tilgung bestehender Finanzverbindlichkeiten berücksichtigt. Zudem ist hierin die Einbringung des Vermögens der Jonas & Redmann Photovoltaics Production Solutions GmbH im Rahmen der zum 01.09.2024 erfolgten Verschmelzung als zahlungsunwirksame Einlage berücksichtigt. Zum Bilanzstichtag bestehen im Weiteren zugesagte, jedoch nicht ausgenutzte Kreditlinien in Höhe von EUR 33,2 Mio. (Vj EUR 10,8 Mio.), die teilweise als Barkreditlinie bzw. als Avalkreditlinie in Anspruch genommen werden können. Kapitalstruktur Der Anstieg des Eigenkapitals ist im Wesentlichen das Ergebnis der Verschmelzung mit der Jonas & Redmann Photovoltaics Production Solutions GmbH zum 01.09.2024. Die Eigenkapitalquote lag Ende 2023 folglich mit 65,7% deutlich über dem Vorjahresniveau (Vj 45,6%). Fällige Finanzverbindlichkeiten wurden planmäßig getilgt. Weitere Änderungen in der Kapitalstruktur ergaben sich nicht. Investitionen Die zum Abschlussstichtag geplanten Investitionsvorhaben beinhalten neben dem Neubau der Produktionsflächen an unserem Firmensitz im Wesentlichen geschäftsübliche Reinvestitionsverpflichtungen die überwiegend aus Fremdmitteln darzustellen sind. 3.3 Vermögenslage Nach Fristigkeit unterteilt, ergibt sich für die Vermögenslage folgendes Bild:
Der Rückgang des langfristig gebundenen Vermögens ist neben planmäßigen Abschreibungen des immateriellen Anlagevermögens bzw. des Sachanlagevermögens weitestgehend auf Abgänge im Bereich des Finanzanlagevermögens zurückzuführen. Im Bereich des Sachanlagevermögens lag der Anlagenabnutzungsgrad - als Indikator für Modernisierungsinvestitionen und dem damit verbundenen Kapitalbedarf - bei moderaten 52% (Vj 47%). Im Vergleich hierzu veränderte sich das kurzfristig gebundene Vermögen gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen in der Zusammensetzung, mit einem Anstieg des Forderungsbestands sowie der liquiden Mittel bei gleichzeitigem Rückgang des Vorratsbestands. Demgegenüber steht ein Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung. 3.4 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Die Geschäfte der J&R AT haben sich im Berichtsjahr, insbesondere aufgrund des hohen Auftragseingangs positiv entwickelt. Leider kam es durch den Beschluss der Verlagerung der neuen Produktionskapazitäten von Deutschland in die USA bei einem unserer Kunden zu Verzögerungen im Projektablauf, die bei uns zu nicht unerheblichen Anpassungen der bereits produzierten Maschinen auf den US-Standard geführt haben. In der Folge kam und wird es zu größeren Verzögerungen bei der Abnahme und Auslieferung von Maschinen kommen, was Umsatz und Gewinnrealisierung beeinflusst. Wiederholt überstieg der Auftragseingang im Jahr 2023 die bestehende Produktionskapazität, so dass Teile der Aufträge erst in 2024 umsatzrelevant werden. Die Ausweitung der Produktion ist damit zu der zentralen Herausforderung für unser Unternehmen geworden, der wir durch einen bereits genehmigten Neubau von Produktionsflächen an unserem Firmensitz Rechnung tragen. Durch bauseitige Verzögerungen werden wir die neuen Produktionsflächen erst ab Q4 2024 nutzen können. Der im Vorjahr für 2023 prognostizierte Umsatz zwischen EUR 50-55 Mio. wurde im Berichtsjahr trotz verzögerten Projektrealisierungen erreicht. Der Anstieg des Auftragseingangs liegt im Bereich unserer Erwartungen und ist Ausdruck unserer intensivierten Vertriebsaktivitäten. Insgesamt konnten wir die sich erstarkende Marktsituation im PV-Bereich nutzen, um als etablierter Player bei einer Erholung des Marktes zu partizipieren. Gleichfalls war es uns möglich, unsere Kompetenzen in den Bereichen Energiespeichermontage, Automotive- und Medizintechnik zu nutzen und damit unsere weiteren Standbeine zu festigen. Der Auftragseingang in unseren Kernbereichen verstärkte sich ab Q3 des Berichtszeitraumes. Die Geschäftsführung beurteilt die geschäftliche Entwicklung des Unternehmens als zufriedenstellend in an Betracht der globalen Herausforderungen. C. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht 1. Branchen und allgemeine Geschäftsrisiken Unser Unternehmen ist seit Mitte 2011 mit der Konsolidierung der PV-Industrie konfrontiert, die auf Grund der weltweiten Überkapazitäten in der Zellproduktion zu einem immer ruinöser werdenden Preiswettbewerb unserer Kunden führte. Dieser Prozess hat 2014 den Boden gefunden und seit Beginn des Jahres 2015 zu ersten größeren Investitionen in den Ausbau der Kapazitäten geführt. Wir verfügen trotz erheblicher Zunahme der Wettbewerbsintensität gerade in und aus China über signifikante Wettbewerbsvorteile im Bereich innovativer Technologien, um ein anhaltend starker Marktteilnehmer zu sein. Vor diesem Hintergrund muss auf die Entwicklung des politischen und wirtschaftlichen Umfeldes (Ukraine, Energiepreise, Lohnpreisspirale, USA-China-Handelsstreitigkeiten und den wiederaufflammenden Nahostkonflikt hingewiesen werden. Insgesamt zeichnen sich eine Abschwächung der inländischen Konjunktur ab, die im Anlagen- und Maschinenbau schon jetzt zu einem abnehmenden Auftragseingang führt. Besonders die hinter den Erwartungen zurückbleibende Nachfrage im Bereich der e Mobilität führt zu ersten Projektverschiebungen in der Branche. Insgesamt haben sich unsere Lieferketten stabilisiert und Preissteigerungen sind zurückgegangen. Grundsätzlich hat uns unser Dualsourcing-Ansatz im Einkauf geholfen, zügig auf andere Lieferanten zurückzugreifen oder kritische Komponenten durch eine Ausweitung des Lagerbestandes vorzuhalten. Die Erfahrung der letzten Jahre lehrt uns, dass weltpolitische Veränderungen zunehmend einen starken Einfluss auf unser Geschäft haben werden und in unserer Risikovorsorge auch in Zeiten einer Normalisierung stärkere Berücksichtigung finden werden. Zusammenfassend ist die Auftragslage insbesondere vor dem Hintergrund der hohen Auftragseingänge im Jahr 2023 erfreulich. Dies stellt das Unternehmen aber vor neue Herausforderungen, da in allen Bereichen erhebliche Entwicklungsvorleistungen zu erbringen und die Logistik und Beschaffungsthemen im Fokus stehen, um die Bedürfnisse unserer Kunden im gewünschten Zeitfenster umzusetzen. Das "Simultane Engineering" von komplexen Produktionsanlagen unter der Beteiligung von einer Vielzahl von Zulieferern nimmt bei unseren Auftraggebern einen immer größeren Stellenwert von der Auftragsvergabe bis zur Produktion der Anlagen ein. In der Umsetzung bedeutet das für uns eine erhöhte Komplexität in der Abstimmung zwischen Entwicklungspartnern und Endkunden zu gewährleisten. Insgesamt sind hier Linienendabnahmen beim Kunden aufgrund von Verzögerungen bei anderen Partnern oft Auslöser von Verzögerungen in unserer handelsrechtlichen Umsatzrealisierung, die wir nur bedingt beeinflussen können. Neben dem Auftragseingang sind weitere Leistungsindikatoren, mit denen die J&R AT gesteuert wird, der Umsatz und die Deckungsbeiträge der Projekte, die sich ihrerseits im Konzernjahresergebnis niederschlagen. 2. Auswirkungen der Ukrainekrise und des Anstiegs der Inflation Der fortwährende Krieg in der Ukraine hat die politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen für deutsche Unternehmen anhaltend verändert. Die Bremswirkungen des Krieges und sind spürbar, jedoch nicht in dem befürchteten Ausmaß eingetreten. Eine Entspannung auf den Energie- und Rohstoffmärkten und in den Lieferketten ist unseres Erachtens eingetreten, wobei wir von einem einpendeln auf einem dauerhaft höheren Preisniveau ausgehen. Die hohen Energie- und Lohnkosten lassen die Kosten steigen und verschlechtern die Wettbewerbsposition europäischer Unternehmen. Infolge der durch den Krieg in der Ukraine sprunghaft gestiegenen Inflation kam es in der breite zu deutlichen Lohn- und Gehaltsanpassungen, allerdings scheint die Lohn-Preis-Spirale sich nicht weiter zu befeuern und so die Inflation auch nicht weiter hochzutreiben. Insgesamt haben sich jedoch die Lohnkosten für Unternehmen weiter verteuert. Das volle Ausmaß wird sich erst in den kommenden Monaten in Unternehmen zu Buche schlagen. 3. Risikomanagementziele und -methoden in Bezug auf Finanzinstrumente Die wichtigsten Finanzinstrumente sind flüssige Mittel sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit entstehen. Der Hauptzweck dieser Finanzinstrumente ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit. Risikominimierung erfolgt durch permanente Überwachung durch die Geschäftsführung. 4. Die Risiken der Gesellschaft Insgesamt stellt die im Verhältnis zur Größe der Gesellschaft zunehmende Komplexität und das Volumen von Einzelaufträgen eine große Herausforderung dar. Hier ist besonders unser internationales Projektmanagement gefordert, die Risiken aus den unterschiedlichen Märkten und den resultierenden Kundenanforderungen unter Effizienz und Kostenaspekten zu bedienen. Weiterhin besteht, wenn auch im verringerten Maße, die Abhängigkeit vom volatilen PV-Zellproduzentenmarkt., als auch im Automotivsektor Der Bereich der Energiespeichermontage ist weiterhin ein Wachstumsmarkt, der aber aufgrund der komplexen technologischen Herausforderungen eine längere Entwicklungszeit benötigt, als wir erwartet hatten. Trotzdem sind wir auch hier zuversichtlich, dass sich die Entwicklungsinvestitionen mittelfristig durch Folgeaufträge auszahlen werden. Grundlage dafür, der globalen Herausforderung gerecht zu werden, ist weiterhin die zielstrebige Standardisierung der Produkte und Baugruppen in allen Unternehmenssparten, als auch der unternehmenseigenen Steuerungstechnik und Software, die den individuellen Anpassungs- und Inbetriebnahmeaufwand sowie die Serviceeinsätze beim Kunden reduzieren bzw. weiter standardisieren. Gleichzeitig ist damit die Kundenforderung nach erhöhter kurzfristiger Lieferfähigkeit durch die Verkürzung von internen Entwicklungs- und Produktionsabläufen im Fokus der internen Optimierung. Demografische Entwicklungen dürften den Fachkräftemangel weiter verschärfen. Im kommenden Jahrzehnt wird der Sektor laut Branchenexporten allein durch Verrentungen rund 10 % seiner Mitarbeiter verlieren. Die Ausbildung von Nachwuchskräften dürfte ohne zusätzliche Einwanderung und die Steigerung des Frauenbeschäftigungsgrads, der im Maschinenbau aktuell bei unter 20 % liegt, nicht ausreichen, um die altersbedingten Abgänge auszugleichen. 5. Chancenbericht Der derzeitige Marktausblick im PV-Markt ist weiter geprägt von einigen neuen Planungen in den USA. Besonders der Aufbau von US-Kapazitäten bietet für uns eine gute Möglichkeit, diese mit unseren Produkten mit Herterojunctionstechnologie auszurüsten. Hier spielt sicherlich die Neue Energiepolitik in den USA eine entscheidende Rolle. Der Fokus unserer geschäftlichen Aktivitäten hat sich im Laufe der letzten Jahre von Asien hin nach Europa und den NAFTA Staaten entwickelt. Gerade in den USA sehen wir großes Potenzial aufgrund der Rahmenbedingungen des Inflation Reduction Acts (IRA). Da die inländischen Maschinenbauunternehmen bereits heute einen großen Teil ihrer Umsätze im Ausland erzielen und dort die größten Wachstumspotenziale liegen, gilt es, weitere Exportmärkte zu erschließen. Durch Diversifikation kann die Verhandlungsmacht einzelner Abnehmer und Wirtschaftsräume verringert werden. Den Maschinenbauunternehmen dürfte in den kommenden Jahren im Prozess der Dekarbonisierung von Mobilität und industrieller Produktion eine zentrale Rolle zukommen. Maschinenbauunternehmen fertigen für ihre Abnehmer in der Energiewirtschaft oder der Automobilindustrie Maschinen und Anlagen, die diese benötigen, um neue klimaschonendere und ressourceneffizientere Produktionsprozesse und -technologien zu etablieren. Wir erkennen eine verstärkte Nachfrage nach neuentwickelten innovativen Maschinenkonzepten, so dass unserer Auffassung nach der langfristige Wachstumstrend in der PV-Industrie gerade aufgrund des Preisanstieges der fossilen Energieträger weltweit an Fahrt gewinnt, und gute Chancen für unser Unternehmen bietet. In unserem Stammbereich Medizintechnik wurde mit unseren langjährigen Kunden eine neue Maschinengeneration entwickelt, die 2025 wieder kontinuierlich weltweit im Globalfootprint ausgerollt werden soll, um die technologische Kostenführerschaft unseres Kunden zu festigen. Erste Aufträge konnten zum Jahresende 2023 bereits gesichert werden, weitere sind im Laufe des Jahres 2024 zu erwarten. Der Bereich Montageautomation entwickelte sich positiv und weitere Key-Accounts konnten durch neue Aufträge gewonnen werden. Gerade der Umbruch in der Automobilbranche führt zu einer verstärkten Entwicklungstätigkeit in der E-Mobilität. Wir konzentrieren uns hier auf die Entwicklung von Batteriemontageanlagen, Elektromotormontage und mehrere Komponenten im Bereich autonomes Fahren. Unsere Kunden sind breit gestreut und langfristig aufgestellt. 6. Prognosebericht Die globalen Treiber des Branchenwachstums, eine wachsende und im Mittel bessergestellte Weltbevölkerung sowie damit verbunden eine tendenziell steigende weltweite Nachfrage nach hochwertigen Investitionsgütern, haben nichts von ihrer Relevanz verloren. Diese Wachstumsfaktoren sollten die Umsatzentwicklung der deutschen Branchenhersteller mittelfristig positiv beeinflussen, jedoch hat die durch die Coronavirus-Pandemie im Jahr 2020 hervorgerufene Absatzkrise die Notwendigkeit von Rationalisierungsmaßnahmen im Sondermaschinen- und -gerätebau noch einmal verstärkt. In den nächsten fünf Jahren dürften die Umsätze im Bereich des Maschinenbaus leicht wachsen. Eine Herausforderung für die Unternehmen bleibt weiterhin die Steigerung ihrer Profitabilität auf dem international hart umkämpften Markt für Maschinen. Jedoch dürfte die im Rahmen der Energiewende in vielen Ländern fortschreitende Dekarbonisierung der Energiewirtschaft und der industriellen Produktion den Akteuren des Sektors neue Wachstumsperspektiven eröffnen. Der Ausblick für das Geschäftsjahr 2024 war, aufgrund unserer hohen Auftragsbestände zu Jahresbeginn sowie guten Auftragseingängen mit langjährigen Kunden im laufenden Jahr, als gut einzuschätzen. Aufgrund einer kurzfristigen Projektumstrukturierung auf Wunsch eines Keyaccounts im Solarbereich, rechnen wir mit einem negativen Einfluss auf unseren geplanten Umsatz für 2024. Wir erwarten bei einem Umsatz in der Größenordnung von EUR 65-70 Mio. sowie steigenden Material- und Lohnkosten von rund 10% ein leicht positives operatives Ergebnis. Aus heutiger Sicht stellt sich die Weiterführung des Projektes als herausfordernd dar. Die Fortführungsoptionen sind aufgrund des Preisverfalls der PV-Zellen und Module auf dem Weltmarkt einschränkt. Vor dem Hintergrund der bisherigen Zahlungsströme und des Anarbeitungsstandes ist die Erwartung der Beeinträchtigung unserer Margenprognose begründet. Voraussetzungen für diesen Ausblick sind, dass die politischen Spannungen zwischen den USA und China keine weltwirtschaftlichen Unsicherheiten hervorrufen, und ob der Krieg in der Ukraine beendet werden kann oder zumindest nicht weiter eskaliert. Ein weiterer Unsicherheitsfaktor ist die Entwicklung der bis zuletzt stark steigenden Preise für Rohstoffe und Vorleistungen. Hier kalkulieren wir projektbezogen, mit Risikozuschlägen und bei kritischen Komponenten mit Preisgleitklauseln. Zu einem großen Teil können wir diese Preissteigerungen an unsere Kunden weitergeben. Steigenden Kapitalkosten konnten wir durch mittel- bis langfristige Zinsbindungen bereits mittelfristig abfedern. Die Gefahr der Entstehung einer Lohn-Preis-Spirale ist nicht auszuschließen, wobei die EZB zur Abwendung hier bereits deutliche Signale gesetzt hat. Entscheidend bleibt jedoch, dass unsere Projekte entsprechend Ihrer geplanten Zeitschiene durchgeführt werden und im geplanten Geschäftsjahr abgeschlossen werden können.
Berlin, im September 2024 Jonas & Redmann Automationstechnik GmbH BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023JONAS & REDMANN AUTOMATIONSTECHNIK GMBH, BERLINAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023Jonas & Redmann Automationstechnik GmbH, BerlinI. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn und Verlustrechnung Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Firma der Gesellschaft lautet Jonas & Redmann Automationstechnik GmbH. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter HRB 31558 eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Berlin. Die Geschäftsleitung befindet sich ebenfalls an diesem Ort. Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbHGesetzes (GmbHG) aufgestellt worden. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 3 HGB) auf. Die Gewinn und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. Mit Wirkung zum 1.9.2023 hat die Jonas & Redmann Automations GmbH die Vermögenswerte und Schulden ihrer bisherigen Schwestergesellschaft, der Jonas & Redmann Photovoltaics Production Solutions GmbH, im Wege der Verschmelzung übernommen. Die Jonas & Redmann Automations GmbH führt den Geschäftsbetrieb unter der bisherigen Firmierung fort. Die in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnungen enthaltenen aktuellen Angaben beziehen sich auf die konsolidierten Werte nach Verschmelzung. Aufgrund dieser Tatsache ist eine Vergleichbarkeit der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Vorjahr entsprechend § 265 Abs. 2 S. 2 HGB nur eingeschränkt möglich. Die Herstellung der Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen im Bereich der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurde insoweit hergestellt, als dass neben den tatsächlichen Vorjahreszahlen und den aktuellen Zahlen auch die angepassten Vorjahreszahlen (vollständig) angegeben werden (sog. Drei-Spalten-Form). Bei der Anpassung von Vorjahreszahlen (dritte Spalte) wurden offensichtliche Aufrechnungseffekte (z.B. gegenseitige Forderungen und Verbindlichkeiten) berücksichtigt. II. Angaben zu Bilanzierungs und Bewertungsmethoden Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs und Bewertungsmethoden angewandt: Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände wurden mit den bei deren Entwicklung angefallenen Herstellungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu 5 Jahren), bewertet. In die Herstellungskosten der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch notwendige Material und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen einbezogen. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu 5 Jahren), bewertet. Das Sachanlagevermögen wird mit Anschaffungs/Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Bei Gebäuden wird eine Nutzungsdauer von 33 Jahren zugrunde gelegt. Die Nutzungsdauer für technische Anlagen und Maschinen liegt zwischen 5 und 8 Jahren. Die Nutzungsdauer für andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung liegt zwischen 3 und 20 Jahren. Die Gesellschaft wendet die lineare Abschreibungsmethode auf Anlagenzugänge an. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten, in Einzelfällen zu niedrigeren beizulegenden Werten, angesetzt. Die Roh, Hilfs und Betriebsstoffe werden grundsätzlich zu Anschaffungs bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind mit ihren Herstellungskosten berücksichtigt. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkten Material und Fertigungskosten auch Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Erhaltene Anzahlungen auf Vorräte werden von diesen offen abgesetzt. Soweit die erhaltenen Anzahlungen den Wertansatz der Vorräte übersteigen, werden sie unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert nach Abzug der erforderlichen Wertberichtigungen bilanziert. Es werden alle erkennbaren Einzelrisiken berücksichtigt. Flüssige Mittel werden zu Nennwerten bilanziert. Die Rechnungsabgrenzungsposten (aktiv/passiv) enthalten abgegrenzte Zahlungen, die Aufwendungen bzw. Erträge des Folgejahres darstellen. Latente Steuern beruhen auf nachfolgend aufgeführten Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Bilanzansätzen und haben sich wie folgt entwickelt:
Die latenten Steuern werden mit unternehmensindividuellen Steuersätzen von 15,83 % (Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag) und 14,35 % (Gewerbesteuer) bewertet. Aktive und passive latente Steuern werden miteinander verrechnet. Da die aktiven latenten Steuern die passiven latenten Steuern übersteigen, wird der Saldo unter den aktiven latenten Steuern ausgewiesen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach der Anwartschaftsmethode (Projected Unit Credit Method) berechnet. Als Rechnungszins wurde nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB der durchschnittliche Marktzinssatz verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Bei den Renten wurde wie im Vorjahr ein Trend von 0 %, bei den Entgelten ebenfalls ein Trend von 0 % angenommen. Vermögensgegenstände i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden mit den korrespondierenden Schulden verrechnet. Der übersteigende Restbetrag wird in den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ausgewiesen.
Die Ermittlung des Zeitwerts der verrechneten Vermögensgegenstände basiert auf Modellrechnungen, die neben dem Sparanteil der Prämie und den Garantiezinsen auch die Deckungsüberschüsse. Für die Abzinsung wurde der dazu von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre von 1,82 % angesetzt. Aus der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 24. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt (§ 253 Abs. 6 HGB). Bei der Bemessung der Steuer und sonstigen Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung getragen. Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Für Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger findet § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB keine Anwendung. III. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist im Anlagenspiegel der Jonas & Redmann Automationstechnik GmbH dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1.304) enthalten. 3. Eigenkapital Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 1.780 (Vorjahr: TEUR 1.000). Die Erhöhung des Stammkapitals resultiert aus der Verschmelzung der Jonas & Redmann Production Solutions GmbH mit Wirkung zum 1. September 2023. Der Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge beläuft sich auf TEUR 592 und gliedert sich in nachfolgende Bestandteile auf:
4. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen voraussichtliche Aufwendungen für Personalverpflichtungen TEUR 939 (Vorjahr: TEUR 1.034) sowie Gewährleistungen TEUR 280 (Vorjahr: TEUR 460). 5. Verbindlichkeiten Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel (Anlage 3b) zusammengefasst dargestellt. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 178.181,99 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus erhaltene Anzahlungen TEUR 2.044 (Vorjahr: TEUR 2.044), Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 289 (Vorjahr: TEUR 411) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 36 (Vorjahr: TEUR 29). 6. Haftungsverhältnisse/sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Abschlussstichtag bestehen folgende Haftungsverhältnisse und sonstigen finanziellen Verpflichtungen:
Von den oben genannten Haftungsverhältnissen wurden TEUR 20.340 (Vorjahr: TEUR 16.500) zugunsten von verbundenen Unternehmen übernommen. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme wird als gering erachtet, da aus dem Beteiligungscontrolling hervorgeht, dass bei den verbundenen Unternehmen keine Zahlungsschwierigkeiten vorliegen. IV. Angaben zur Gewinn und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse der Gesellschaft gliedern sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt:
2. sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge gliedern sich wie folgt:
3. Personalaufwand Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen TEUR 125 (Vorjahr: TEUR 148). 4. sonstige betriebliche Aufwendungen
5. Finanzergebnis
In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 0) von verbundenen Unternehmen enthalten. Die Erträge aus der Abzinsung betragen EUR 1.334,63 (Vorjahr: TEUR 2). In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen von EUR 0,00 (Vorjahr TEUR 33), Zinsen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 96 (Vorjahr: TEUR 21) und Bürgschaftsprovisionen in Höhe von TEUR 329 (Vorjahr: TEUR 70) enthalten. V. Sonstige Angaben 1. Beschäftigte im Jahresdurchschnitt Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl gem. § 267 Abs. 5 HGB beträgt:
2. Geschäftsführer Der Geschäftsführung gehörten im Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 an: Dipl. Ing. Lutz Redmann Geschäftsführer für Vertrieb, Projektmanagement und Technik - Kleinmachnow Dipl.Wirtsch. Ing. Stefan Jonas, Geschäftsführer für Organisation und Technik - Berlin Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung verzichtet. 3. Konzernzugehörigkeit Den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen, in den die Gesellschaft einbezogen ist, stellt die Jonas & Redmann Group GmbH, Berlin, auf. Dieser Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. Die Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB sind in einem das Unternehmen einbeziehenden Konzernabschluss enthalten. Alle wesentlichen Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen werden zu marktüblichen Bedingungen abgewickelt. Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Ertrags, Finanz und Vermögenslage haben. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2023 in Höhe von TEUR 55 auf neue Rechnung vorzutragen.
Berlin, den 06. September 2024 Jonas & Redmann Automationstechnik GmbH Stefan Jonas Lutz Redmann ANLAGENSPIEGEL FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023Jonas & Redmann Automationstechnik GmbH, Berlin
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde in der Gesellschafterversammlung vom 17. Dezember 2024 festgestellt. Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Jonas & Redmann Automationstechnik GmbH, Berlin Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Osnabrück, den 23. September 2024 Dr.
Klein, Dr. Mönstermann + Partner GmbH
Dr. Niemann, Wirtschaftsprüfer Nickenig, Wirtschaftsprüfer |
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