Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 257042
Vorher
Mainsee 803. V V GmbHAnvitro GmbH
Eingetragen
20.11.2012
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Gegenstand
Das Halten und Verwalten von Beteiligungen, sowie die Verwaltung von eigenem Vermögen und des Vermögens der Tochtergesellschaften, sowie die Erbringung von Dienstleistungen für Informationstechnologie, der Handel, Distribution und Systemintegration von passiven und aktiven Komponenten, Messtechnik und Softwarelösungen im Bereich Telekommunikation und TV Netze.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ingo Marten
seit 11.9.2025
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BTV Multimedia GmbH

Hannover

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

der BTV Multimedia GmbH

Hannover

AKTIVA

2022 2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.423.170,22 927.671,07
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 368.942,14 309.397,60
3. Geschäfts- oder Firmenwert 36.966.134,95 27.224.297,64
38.758.247,31 28.461.366,31
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.967,00 6.140,00
2. technische Anlagen und Maschinen 152.346,98 118.718,88
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.394.647,03 1.702.451,39
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 14.765,59 4.090,52
2.566.726,60 1.831.400,79
III. Finanzanlagen
1. Geleistete Anzahlungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 408.039,76
2. Beteiligungen 766,94 766,94
3. Genossenschaftsanteile 5.200,00 5.200,00
5.966,94 414.006,70
41.330.940,85 30.706.773,80
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 111.997,80 171.382,13
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.211.189,41 428.408,80
3. fertige Erzeugnisse und Waren 24.256.774,91 15.820.865,62
4. geleistete Anzahlungen 793.876,44 663.461,53
26.373.838,56 17.084.118,08
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.987.010,37 13.169.652,75
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.135.284,96 2.602.986,36
16.122.295,33 15.772.639,11
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 8.642.264,84 7.796.709,84
51.138.398,73 40.653.467,03
C. Rechnungsabgrenzungsposten 754.125,26 775.998,77
D. Aktive latente Steuern 0,00 369.153,48
93.223.464,84 72.505.393,08

PASSIVA

2022 2021
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 9.257.418,77 7.552.026,77
III. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 52.907,59 32.822,30
IV. Verlustvortrag -6.417.033,42 -4.697.963,09
V. Konzernjahresfehlbetrag -1.673.355,32 -1.719.070,33
Summe Eigenkapital 1.244.937,62 1.192.815,65
B. Investitionszuschüsse 79.948,51 13.428,91
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 891.034,38 692.801,29
2. sonstige Rückstellungen 4.236.829,48 3.336.873,20
5.127.863,86 4.029.674,49
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 40.022.879,60 32.071.146,85
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 7.969,54 25.896,97
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.816.022,67 9.001.663,24
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 26.086.073,21 22.250.919,72
5. sonstige Verbindlichkeiten 3.517.721,19 2.815.372,42
86.450.666,21 66.164.999,20
E. Rechnungsabgrenzungsposten 290.138,36 1.104.474,83
F. Passive latente Steuern 29.910,28 0,00
93.223.464,84 72.505.393,08

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
für die Zeit vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022

der BTV Multimedia GmbH

Hannover

2022 2021
1. Umsatzerlöse 103.440.964,16 93.258.223,62
2. Erhöhung/Verminderung (-) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 572.102,65 -539.135,13
3. andere aktivierte Eigenleistungen 465.788,37 32.129,31
4. sonstige betriebliche Erträge 3.112.379,20 947.719,78
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 66.277.490,21 55.077.938,89
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 8.573.113,06 11.120.787,28
74.850.603,27 66.198.726,17
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 13.203.003,98 11.607.660,30
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.696.389,30 2.307.863,46
15.899.393,28 13.915.523,76
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 5.074.036,12 4.543.621,43
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 9.421.861,10 7.308.957,80
9. Erträge aus Beteiligungen 80,90 99,92
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 44.621,80 53.698,84
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.105.334,04 2.736.702,03
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 958.075,77 768.296,88
13. Ergebnis nach Steuern - 1.673.366,50 -1.719.091,73
14. Erstattete sonstige Steuern (-) - 11,18 - 21,40
15. Konzernjahresfehlbetrag -1.673.355,32 -1.719.070,33

KONZERNANHANG für das Geschäftsjahr 2022

der BTV Multimedia GmbH

Hannover

A. Angaben zur Identifikation des Konzerns

Firma des Mutterunternehmens: BTV Multimedia GmbH
Sitz: Hannover
Handelsregister: Amtsgericht Hannover HRB 217182

B. Allgemeine Hinweise

Der Konzernabschluss der BTV Multimedia GmbH zum 31. Dezember 2022 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches über den Konzernabschluss (§§ 290 ff. HGB) aufgestellt.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir "davon - Vermerke" zu Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung in den Anhang aufgenommen. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit (§ 298 HGB i. V. m. § 265 Abs. 3 HGB) zu anderen Posten der Bilanz ebenfalls im Anhang gemacht.

C. Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst folgende Unternehmen, an denen die BTV Multimedia GmbH mehrheitlich - direkt oder indirekt - beteiligt ist (Tochterunternehmen):

Anteile
%
Inland
1. ANEDIS GmbH (Antennen und Netzkomponenten Distribution GmbH), Berlin 100,00
2. ANEDIS Management GmbH, Neunburg vorm Wald 100,00
3. antennen electronic braun Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Hannover 100,00
4. braun telecom Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Hannover 100,00
5. Heinrich GmbH, Wismar 100,00
6. Holm Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Hamburg 100,00
7. POTT Kabelservice GmbH, Hamburg 100,00
Ausland
8. BTV Multimedia Verwaltung GmbH, Gössendorf (Österreich) 100,00
9. Dansk Kabel Teknik, DKT AB, Trelleborg (Schweden) 100,00
10. DKT A/S, Kirke Saaby (Dänemark) 100,00
11. DKT Connect A/S, Kirke Saaby (Dänemark) 100,00
12. DKT Fibrecom Ltd., London (Großbritannien) 100,00
13. FiONiS GmbH, Gössendorf (Österreich) 100,00
14. STW Spleißechnik West GmbH, Thaur (Österreich) 100,00

Zum 31. Dezember 2022 werden neben der BTV Multimedia GmbH insgesamt sieben inländische und sieben ausländische Tochterunternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.

Im Berichtsjahr wurde eine ausländische Gesellschaft erstmals konsolidiert. Eine inländische Gesellschaft ist aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden.

Für die Gesellschaften

ANEDIS GmbH (Antennen und Netzkomponenten Distribution GmbH), Berlin,

ANEDIS Management GmbH, Neunburg vorm Wald,

antennen electronic braun Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Hannover,

braun telecom Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Hannover,

Heinrich GmbH, Wismar,

Holm Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Hamburg,

POTT Kabelservice GmbH, Hamburg

wird teilweise bezüglich der Aufstellung und bezüglich der Offenlegung die Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen.

D. Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode im Erwerbszeitpunkt. Ein sich ergebender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesen und über eine planmäßige Nutzungsdauer abgeschrieben. Ein sich ergebender passiver Unterschiedsbetrag wird als Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung nach dem Eigenkapital ausgewiesen und soweit ihm realisierte Gewinne bzw. erwartete Aufwendungen/Verluste gegenüberstehen, erfolgswirksam aufgelöst.

Die Schuldenkonsolidierung erfolgt gemäß § 303 HGB, Zwischenergebnisse werden gemäß § 304 HGB nur eliminiert, wenn sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind.

Eine Eliminierung von Zwischengewinnen im Vorratsvermögen wurde wegen der untergeordneten Bedeutung nicht vorgenommen.

Aufwendungen und Erträge werden entsprechend § 305 HGB konsolidiert. Ebenso werden Gewinnausschüttungen bzw. -abführungen und Verlustübernahmen innerhalb des Konsolidierungskreises eliminiert.

Sofern Konsolidierungsmaßnahmen zu einer sich in nachfolgenden Perioden abbauenden Differenzen zwischen Konzernbilanzwerten und steuerlichen Werten führen, wird eine Steuerabgrenzung vorgenommen.

E. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Konzernabschlusses sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Einzelabschlüsse in- und ausländischer Unternehmen werden nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze des Mutterunternehmens werden für den Konzernabschluss übernommen. Die Grundsätze entsprechen dem deutschen Handelsrecht.

Im Konzern enthaltene auf fremde Währung lautende Jahresabschlüsse wurden entsprechend der Regelungen des § 308a HGB mit Hilfe der modifizierten Stichtagsmethode in Euro umgerechnet.

Im Rahmen der Neubewertung von Tochtergesellschaften für die Erstkonsolidierung wurden aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge gebildet. Warenbestände in den Vorräten wurden auf Basis des zum Erstkonsolidierungszeitpunktes gültigen Einkaufspreises neu bewertet.

Gemäß dem Ansatzwahlrecht werden selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände mit den Herstellungskosten vermindert um die lineare Abschreibung entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (5 Jahre) bewertet.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um die lineare Abschreibung entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (1,5 bis 10 Jahre) bewertet.

Bei Erwerb aller Tochtergesellschaften sind im Rahmen der Erstkonsolidierung Geschäfts- oder Firmenwerte entstanden, die über eine planmäßige Nutzungsdauer von jeweils zehn Jahren linear abgeschrieben werden. Bei der Bestimmung der Nutzungsdauern wurden insbesondere die Stabilität und die Bestandsdauer der Branche und der Unternehmen berücksichtigt. Die erworbenen Unternehmen sind alle bereits seit mindestens 15 Jahren am Markt tätig und haben sich dabei kontinuierlich und branchenkongruent entwickelt. Für die künftige Entwicklung ist mit keinen wesentlichen Änderungen zu rechnen. Eine voraussichtliche Bestandsdauer von 10 Jahren ist daher angemessen.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar um planmäßige Abschreibungen vermindert. Bei den Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen berücksichtigt. In die Herstellungskosten werden neben den Einzelkosten angemessene Teile der Gemeinkosten einbezogen.

Die Vornahme der planmäßigen Abschreibungen erfolgt unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern (1-13 Jahre) nach der linearen Methode.

Sofern bei den Anlagegegenständen zum Abschlussstichtag von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung auszugehen ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit erforderlich werden Abschreibungen vorgenommen.

Der Ansatz des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten sowie angemessene Teile der Gemeinkosten und allgemeine Verwaltungskosten einbezogen. Sofern der Zeitwert bzw. beizulegende Wert am Bilanzstichtag niedriger war, wird dieser angesetzt. Das strenge Niederstwertprinzip wird bei der Bewertung beachtet.

Alle Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert ausgewiesen. Erkennbare Risiken sind durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt worden.

Der Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Anteilige Ausgaben aus der Zeit vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für Folgejahre darstellen, wurden abgegrenzt.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die Kapitalrücklagen sind zum Nennwert bewertet.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken aus schwebenden Geschäften und ungewissen Verpflichtungen, sie sind ausreichend bemessen und nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in der Höhe notwendig. Künftige Preis- und Kostensteigerungen werden in Höhe der allgemeinen Inflationsrate berücksichtigt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden mit den anteiligen Einnahmen aus der Zeit vor dem Abschlussstichtag, die Erträge für Folgejahre darstellen, bewertet.

Aufgrund von Abweichungen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen sowie steuerrechtlichen Verlustvorträgen haben sich aktive und passive latente Steuern ergeben, die saldiert unter dem Posten aktive latente Steuern oder passive latente Steuern ausgewiesen werden. Die Bewertung der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung erfolgt mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen.

Geschäftsvorfälle in fremden Währungen werden in laufender Rechnung zum Zugangszeitpunkt mit aktuellen Kursen umgerechnet. Zum Bilanzstichtag werden auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, deren Laufzeit ein Jahr oder weniger beträgt, mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung mit einer Restlaufzeit größer als ein Jahr erfolgt zum Abschlussstichtag durch Vergleich der Zugangsbewertung mit der Bewertung zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag unter Beachtung des Imparitätsprinzips, wonach Kursverluste aufwandswirksam und Kursgewinne nicht berücksichtigt werden.

Derivative Finanzinstrumente werden zu Sicherungszwecken eingesetzt und mit den jeweiligen Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten bilanziell zusammengefasst, sofern die Voraussetzungen dafür erfüllt sind.

Die bilanzielle Abbildung der wirksamen Teile der Bewertungseinheiten erfolgt nach der Einfrierungsmethode. Demgemäß bleiben Wert- beziehungsweise Zahlungsstromänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft unberücksichtigt, insoweit sie den effektiven Teil der Sicherungsbeziehung betreffen. Der ineffektive Teil wird gemäß dem Imparitätsprinzip als Rückstellung berücksichtigt, sofern dieser einem unrealisierten Verlust entspricht.

F. Angaben und Erläuterungen zu den einzelnen Posten

I. Posten der Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres für die Einzelposten des Anlagevermögens ergeben sich aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel.

Im Anlagevermögen werden selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 1.423 ausgewiesen. Davon betreffen T€ 246 noch nicht abgeschlossene Projekte, die entsprechend auch noch nicht abgeschrieben werden.

Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten des Geschäftsjahres beträgt T€ 648. Davon entfallen auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens T€ 466. Entwicklungskosten für Projekte werden dann aktiviert, wenn die technische Machbarkeit sowie zukünftige Markt- oder Entwicklungsmöglichkeiten erkennbar sind und das Unternehmen eine Nutzung durch Produktion, Vermarktung oder anderweitig beabsichtigt.

Die ausgewiesenen Geschäfts- und Firmenwerte sind bis auf € 0,50 im Rahmen der Kapitalkonsolidierung im Konzern entstanden.

Die Zugänge des Geschäftsjahres bei den Geschäfts- und Firmenwerten betreffen die im Geschäftsjahr neu erworbene Gesellschaft.

Konzern-Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2022

Anschaffungs - und Herstellungskosten
Stand 01.01.2022 Zugänge Zugänge aus Änderung Konsolidierungskreis Umbuchung
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.077.762,38 763.814,20 0,00 6.756,77
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.908.141,11 173.049,14 82.049,90 -6.756,77
3. Geschäfts- oder Firmenwert 37.117.907,81 0,00 13.793.497,28 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 40.103.811,30 936.863,34 13.875.547,18 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.885,15 0,00 0,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 507.539,47 55.892,71 0,00 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.213.650,43 710.038,82 1.541.116,50 0,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.090,52 10.675,07 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 4.741.165,57 776.606,60 1.541.116,50 0,00
III. Finanzanlagen
1. Geleistete Anzahlungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen 408.039,76 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 766,94 0,00 0,00 0,00
3. Genossenschaftsanteile 5.200,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 414.006,70 0,00 0,00 0,00
Anlagevermögen gesamt 45.258.983,57 1.713.469,94 15.416.663,68 0,00
Anschaffungs - und Herstellungskosten
Abgänge Abgänge aus Änderung Konsolidierungskreis Währung Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 27.377,94 0,00 -0,90 1.820.954,51
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 874.267,07 0,00 -150,02 1.282.066,29
3. Geschäfts- oder Firmenwert 9.540,27 -97.493,59 0,00 50.999.358,41
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 911.185,28 -97.493,59 -150,92 54.102.379,21
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 0,00 15.885,15
2. technische Anlagen und Maschinen 155.973,33 0,00 -14,25 407.444,60
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 351.735,97 0,00 6,34 6.113.076,12
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 14.765,59
Summe Sachanlagen 507.709,30 0,00 -7,91 6.551.171,46
III. Finanzanlagen
1. Geleistete Anzahlungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 408.039,76 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 766,94
3. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 5.200,00
Summe Finanzanlagen 0,00 408.039,76 0,00 5.966,94
Anlagevermögen gesamt 1.418.894,58 310.546,17 -158,83 60.659.517,61
Abschreibungen
Stand 01.01.2022 Zugänge Zugänge aus Änderung Konsolidierungskreis Umbuchung
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 150.091,31 270.977,68 0,00 4.129,14
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.598.743,51 117.150,94 75.589,08 -4.129,14
3. Geschäfts- oder Firmenwert 9.893.610,17 4.107.927,74 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 11.642.444,99 4.496.056,36 75.589,08 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.745,15 1.173,00 0,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 388.820,59 22.273,13 0,00 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.511.199,04 554.533,63 1.000.826,65 0,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 2.909.764,78 577.979,76 1.000.826,65 0,00
III. Finanzanlagen
1. Geleistete Anzahlungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Anlagevermögen gesamt 14.552.209,77 5.074.036,12 1.076.415,73 0,00
Abschreibungen
Abgänge Abgänge aus Änderung Konsolidierungskreis Währung Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 27.377,94 0,00 -35,90 397.784,29
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 874.087,07 0,00 -143,17 913.124,15
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 -31.685,55 0,00 14.033.223,46
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 901.465,01 -31.685,55 -179,07 15.344.131,90
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 0,00 10.918,15
2. technische Anlagen und Maschinen 155.972,33 0,00 -23,77 255.097,62
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 348.129,69 0,00 -0,54 3.718.429,09
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 504.102,02 0,00 -24,31 3.984.444,86
III. Finanzanlagen
1. Geleistete Anzahlungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Anlagevermögen gesamt 1.405.567,03 -31.685,55 -203,38 19.328.576,76
Buchwert 31.12.2022 Buchwert 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.423.170,22 927.671,07
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 368.942,14 309.397,60
3. Geschäfts- oder Firmenwert 36.966.134,95 27.224.297,64
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 38.758.247,31 28.461.366,31
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.967,00 6.140,00
2. technische Anlagen und Maschinen 152.346,98 118.718,88
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.394.647,03 1.702.451,39
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 14.765,59 4.090,52
Summe Sachanlagen 2.566.726,60 1.831.400,79
III. Finanzanlagen
1. Geleistete Anzahlungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 408.039,76
2. Beteiligungen 766,94 766,94
3. Genossenschaftsanteile 5.200,00 5.200,00
Summe Finanzanlagen 5.966,94 414.006,70
Anlagevermögen gesamt 41.330.940,85 30.706.773,80

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
bis zu einem Jahr über einem Jahr Gesamt
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.931.079,00 55.931,37 13.987.010,37
(Vorjahr) (13.156.083,53) (13.569,22) (13.169.652,75)
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.385.258,87 750.026,09 2.135.284,96
(Vorjahr) (1.401.496,02) (1.201.490,34) (2.602.986,36)
15.316.337,87 805.957,46 16.122.295,33
(14.557.579,55) (1.215.059,56) (15.772.639,11)

3. Aktive latente Steuern / passive latente Steuern

Die ausgewiesenen Steuern ergeben sich aus den folgenden Sachverhalten (Differenzen bei aktiven latenten Steuern mit positivem, bei passiven latenten Steuern mit negativem Vorzeichen).

Differenzen Betrag Steuersatz
T€ %
Aktivierung selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände -1.424 22-32
Neubewertungnen
Sachanlagevermögen 56 22
Umlaufvermögen -105 22-25
Rückstellungen 213 25
steuerliche Verlustvorträge
Körperschaftsteuer 1.767 16-22
Gewerbesteuer 0 17

4. Verbindlichkeiten

Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten ergibt sich aus dem nachfolgende Verbindlichkeitenspiegel:

bis zu einem Jahr über einem Jahr davon mehr als fünf Jahre Gesamt
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.422.879,60 35.600.000,00 0,00 40.022.879,60
(Vorjahr) (1.952.597,90) (30.118.548,95) (0,00) (32.071.146,85)
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 7.969,54 0,00 0,00 7.969,54
(Vorjahr) (25.896,97) (0,00) (0,00) (25.896,97)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.816.022,67 0,00 0,00 16.816.022,67
(Vorjahr) (9.001.663,24) (0,00) (0,00) (9.001.663,24)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 26.086.073,21 26.086.073,21 26.086.073,21
(Vorjahr) (0,00) (22.250.919,72) (22.250.919,72) (22.250.919,72)
sonstige Verbindlichkeiten 2.814.469,53 703.251,66 0,00 3.517.721,19
(Vorjahr) (2.093.809,00) (721.563,42) (0,00) (2.815.372,42)
24.061.341,34 62.389.324,87 26.086.073,21 86.450.666,21
(13.073.967,11) (53.091.032,09) (22.250.919,72) (66.164.999,20)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignung beweglicher Sachen, Globalzession (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Versicherungsansprüche) und Verpfändung von Bankguthaben gesichert.

Die übrigen Verbindlichkeiten sind teilweise durch übliche Eigentumsvorbehalte besichert.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind enthalten Verbindlichkeiten:

aus Steuern: € 1.971.206,40 (Vorjahr: € 1.775.096,05)

im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 25.730,74 (Vorjahr: € 22.087,61)

II. Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von T€ 103.441 (Vorjahr: T€ 93.258) verteilen sich nach den Tätigkeitsbereichen wie folgt:

2022 % 2021 %
Handel 83 79
Dienstleistungen 17 21
100 100

2. sonstige betriebliche Erträge

In dem Posten sonstige betriebliche Erträge sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von € 2.268.593,00 (Vorjahr: € 291.830,73) enthalten.

Der Posten beinhaltet periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellung und anderen Sachverhalten in Höhe von € 222.020,62.

3. Personalaufwand

Im Gesamtbetrag der Aufwendungen für soziale Abgaben sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von € 256.334,79 (Vorjahr: € 249.612,41) enthalten.

4. sonstige betriebliche Aufwendungen

In dem Posten sonstige betriebliche Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von € 1.072.749,48 (Vorjahr: € 333.880,07) enthalten.

5. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ist ein Aufwand aus Veränderung latenter Steuern in Höhe von € 357.053,83 (Vorjahr: € 17.350,50) enthalten.

G. Angaben zur Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds setzt sich aus dem Kassenbestand und den Guthaben bei Kreditinstituten zusammen.

I. Sonstige Pflichtangaben

I. Nicht in der Konzernbilanz enthaltene Geschäfte / Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Über die in der Bilanz ausgewiesenen Schuldposten hinaus bestehen langfristige sonstige finanzielle Verpflichtungen mit folgenden Beträgen und Restlaufzeiten

Art der finanziellen Verpflichtung bis zu einem Jahr zwischen 2 - 5 Jahren über fünf Jahren
T€ T€ T€
Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen 1.150 3.115 884

II. Abschlussprüferhonorar

Das von dem Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Honorar beträgt für Abschlussprüfungsleistungen € 132.538,19 und für sonstige Bestätigungsleistungen € 2.000,00.

III. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

Im Durchschnitt des Geschäftsjahres waren folgende Mitarbeiter beschäftigt:

2022 2021
Leitende Angestellte 32 33
Sonstige Arbeitnehmer 164 158
Auszubildende 1 0
197 191

In der Angabe zu den sonstigen Mitarbeitern sind Minijobber enthalten (10; Vorjahr 7).

IV. Gesamtbezüge

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung i. S. v. § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB betrugen für das Geschäftsjahr € 1.269.840,08. Darin enthalten sind Korrekturen für das Vorjahr in Höhe von € -23.832,00.

V. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Mit Datum vom 7. Februar 2023 hat die Gesellschafterin die Anteile an der BTV Multimedia GmbH an einen strategischen Investor veräußert (Signing). Die Transaktion war bis zur Aufstellung des Konzernabschlusses noch nicht abgeschlossen.

VI. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzverlust des Mutterunternehmens auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Hannover, 17. Mai 2023

BTV Multimedia GmbH

Joachim Doering, Geschäftsführer

Ludwig Modra, Geschäftsführer

Christian Steer , Geschäftsführer

Tim Strube, Geschäftsführer

Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2022

der BTV Multimedia GmbH

Hannover

Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Eigenkapitaldifferenz aus
Währungsumrechnung
Stand 1. Januar 2021 25.000,00 7.552.026,77 35.849,32
Währungsumrechnung 0,00 0,00 -3.027,02
sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 0,00
Stand 31. Dezember 2021 25.000,00 7.552.026,77 32.822,30
Kapitalerhöhung 0,00 1.705.392,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 16.775,86
sonstige Veränderungen 0,00 0,00 3.309,43
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 0,00
Stand 31. Dezember 2022 25.000,00 9.257.418,77 52.907,59
Verlustvortrag Konzernjahresfehlbetrag Summe
Stand 1. Januar 2021 -2.554.683,11 -2.143.279,98 2.914.913,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 -3.027,02
sonstige Veränderungen -2.143.279,98 2.143.279,98 0,00
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 -1.719.070,33 -1.719.070,33
Stand 31. Dezember 2021 -4.697.963,09 -1.719.070,33 1.192.815,65
Kapitalerhöhung 0,00 0,00 1.705.392,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 16.775,86
sonstige Veränderungen -1.719.070,33 1.719.070,33 3.309,43
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 -1.673.355,32 -1.673.355,32
Stand 31. Dezember 2022 -6.417.033,42 -1.673.355,32 1.244.937,62

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022

der BTV Multimedia GmbH

Hannover

2022 2021
Periodenergebnis (Konzernjahresfehlbetrag) -1.673.355,32 -1.719.070,33
+/- Abschreibungen (+) /Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des Anlagevermögens 5.074.036,12 4.543.621,43
+/- Zunahme (+)/Abnahme (-) der Rückstellungen 711.670,41 658.843,12
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (-)/Erträge -82.093,65 -6.113,56
+/- Zunahme (-)/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere Aktiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -6.040.701,31 -6.279.275,39
+/- Zunahme (+)/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 4.965.459,80 1.828.652,72
+/- Gewinn (-) / Verlust (+) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -11.016,94 -8.258,19
+/- Zinsaufwendungen (+) / Zinserträge (-) 3.060.712,24 2.683.003,19
Sonstige Beteiligungserträge -80,90 -99,92
+/- Ertragsteueraufwand (+) /Ertragsteuerertrag (-) 958.075,77 768.296,88
+/- Ertragsteuerzahlungen -403.491,03 -814.420,30
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 6.559.215,19 1.655.179,65
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 180,00 0,00
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -936.863,34 -535.422,70
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 14.624,22 14.362,63
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -776.606,60 -786.900,18
Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis -14.464.154,80 -309.021,01
+ Erhaltene Zinsen 44.621,80 53.698,84
+ Erhaltene Dividenden 80,90 99,92
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -16.118.117,82 -1.563.182,50
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern 1.705.392,00 0,00
+ Einzahlungen aus Aufnahme von (Finanz-) Krediten 11.557.184,33 247.704,01
Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-) Krediten -1.615.841,50 -1.098.212,66
+ Einzahlungen aus Zuschüssen 0,00 6.542,34
- Gezahlte Zinsen -1.225.737,22 -1.174.469,92
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 10.420.997,61 -2.018.436,23
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 862.094,98 -1.926.439,08
+ Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -16.539,98 -4.291,98
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 7.796.709,84 9.727.440,90
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 8.642.264,84 7.796.709,84

KONZERNLAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2022

der BTV Multimedia GmbH

Hannover

I. Grundlagen des Konzerns

1. Geschäftsmodell

Die Geschäftstätigkeit der BTV Multimedia GmbH umfasst den Erwerb, das Halten und die Veräußerung von Unternehmensbeteiligungen, insbesondere von Firmen der Telekommunikationsbranche, die Verwaltung eigenen Wertpapiervermögens, die Ausführung von genehmigungsfreien kaufmännischen Dienstleistungen und die Unterstützung von Unternehmensleitungen beteiligter Unternehmen.

Der Konzern BTV Multimedia Group ist ein Lösungsanbieter in der europäischen Breitbandindustrie und deckt mit seinen Tochterunternehmen die gesamte industrielle Wertschöpfungskette für den Vertrieb von Netzwerkkomponenten mit Fokus auf den FTTx-, HFC- und Service-Markt ab. Ziel der Unternehmensgruppe ist, einer der führenden europäischen Lösungsanbieter in der Breitbandindustrie zu werden.

2. Forschung und Entwicklung

Der Konzern betreibt eine laufende und stetige Marktbeobachtung sowie Forschung und Entwicklung, um den kundenspezifischen Wünschen und den marktgegebenen Anforderungen gerecht zu werden.

Um eine kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Produkte sicherzustellen und eine anhaltende Qualität bei der Produktion durch unsere Partner in Asien zu gewährleisten, besteht eine Niederlassung der braun telecom GmbH in Taipei / Taiwan. Darüber hinaus besteht am Standort Bad Salzdetfurth ein Prüflabor für EMV Messungen, das seit 2017 nach DIN EN ISO/IEC 17025 zertifiziert ist. Weiterhin betreibt die DKT A/S in Kirke Saaby (DK) ein eigenes Forschungs- und Entwicklungslabor.

Die Konzerntöchter sind tätig in Teilbereichen der nationalen und internationalen Branche in der Entwicklung von passiver F-Verteiltechnik, LWL- und Multimedia-Anschlussdosen sowie modernen und zukunftssicheren Modularen-Antennendosen. Zudem wird das koaxialbasierte Standardportfolio stetig um ein breites Angebot der FTTx und LWL Technologie erweitert.

3. Bestehende Zweigniederlassungen

Die BTV Multimedia GmbH mit Sitz in Hannover ist die Holding der folgenden 100%igen Tochtergesellschaften:

ANEDIS Management GmbH in Neunburg vorm Wald mit Tochtergesellschaft ANEDIS GmbH (Antennen und Netzkomponenten Distribution GmbH) in Berlin,

antennen electronic braun GmbH in Hannover,

braun telecom GmbH mit Zweigniederlassungen in Hamburg, Bad Salzdetfurth, den Niederlanden und in Taiwan,

BTV Multimedia Verwaltung GmbH in Gössendorf/Österreich mit den Tochtergesellschaften FiONiS GmbH, Gössendorf, sowie STW Spleißtechnik West GmbH, Thaur,

DKT A/S in Kirke Saaby/Dänemark mit Tochtergesellschaften in Dänemark, Schweden und Großbritannien,

Heinrich GmbH in Wismar,

Holm GmbH in Hamburg,

POTT Kabelservice GmbH in Hamburg.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

1.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft 1

Die wirtschaftliche Entwicklung in 2022 war im Wesentlichen geprägt vom Krieg in der Ukraine und den damit zusammenhängenden Auswirkungen, insbesondere mit Blick auf die anhaltenden Lieferengpässe, Inflationsraten, die Unsicherheiten über die Einstellung russischer Gaslieferungen Ende August und eine mögliche Gasmangellage im Winterhalbjahr. Die deutsche Wirtschaft hat sich dabei insgesamt bis in den späteren Jahresverlauf als sehr widerstandsfähig erwiesen. Im Gesamtjahr wuchs das Bruttoinlandprodukt (BIP) preisbereinigt um 1,8 Prozent.

Befürchtete Risiken wie eine Gasmangellage über den Winter oder die weitere Verschärfung der Lieferengpässe haben sich nicht realisiert, was sich in einer wirtschaftlich günstigeren Ausgangslage zum Jahreswechsel niedergeschlagen hat. Allerdings bestehen nach wie vor hohe Belastungen: der Krieg in der Ukraine und dessen wirtschaftliche Folgen, die schwache Entwicklung der Weltwirtschaft sowie die im Vergleich zum Vorkrisenniveau anhaltend hohen Energiepreise und Inflationsraten. Angesichts dieser Belastungen rechnet die Bundesregierung für 2023 mit einem nur geringen Wachstum des preisbereinigten BIP um 0,2 Prozent. Anders als noch im Herbst erwartet, wird es jedoch voraussichtlich nicht zu einem Rückgang des BIP in 2023 kommen.

Eine der deutlichsten wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine zeigt sich im drastischen Anstieg der Energie- und Nahrungsmittelpreise. Als Konsequenz wird lt. der Bundesregierung auch in diesem Jahr mit deutlich erhöhten, wenn auch im Jahresverlauf rückläufigen Inflationsraten zu rechnen sein. Für den Jahresdurchschnitt 2023 erwartet die Bundesregierung einen Anstieg der Verbraucherpreise um 6,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die mit den hohen Preissteigerungen verbundenen realen Einkommens- und Kaufkraftverluste werden die binnenwirtschaftliche Entwicklung belasten. Vor allem der private Konsum dürfte nach den pandemiebedingten Nachholeffekten im vergangenen Jahr merklich nachgeben. Zudem könnten vor allem energieintensive Industriebetriebe infolge des Energiepreisanstiegs weitere Kapazitätseinschränkungen vornehmen, wodurch in diesen Bereichen auch die Investitions- und Beschäftigungsentwicklung gedämpft würde.

Mit einer Abschwächung der hohen Inflationsdynamik im Jahresverlauf und der erwarteten, moderaten weltwirtschaftlichen Belebung dürfte die wirtschaftliche Entwicklung jedoch im Verlauf des Jahres wieder an Fahrt gewinnen.

1.2 Entwicklung der Branche

Das Internet wächst weiter global mit 27.000 neuen Nutzern in jeder Stunde. 2 Prognosen sehen die weltweit erzeugte Datenmenge von derzeit 33 auf rund 175 Zettabytes im Jahr 2025 ansteigen. 3 Gleichzeitig wächst der Bedarf der Nutzer nach höherer Datenbandbreite. In Deutschland lag die durchschnittliche Geschwindigkeit der Internetanschlüsse in 2022 mit 85 Mbit/Sekunde 20 Prozent über dem Vorjahreswert. 4 Das über Festnetze transportierte Datenvolumen stieg in 2022 weiter um 21 Prozent und erreichte monatlich annähernd 275 Gigabyte pro Breitbandanschluss. 5 Damit stieg der Bedarf an breitbandigen Glasfaseranschlüssen in 2022 absolut so stark wie nie zuvor von 8,5 auf 12,3 Millionen Anschlüsse. 6

Die Nachfrage nach schnellem Breitband wächst ungebrochen weiter. Für die Telekommunikationsbranche stellen sich gleichzeitig die Herausforderung und die Chance, das starke Volumenwachstum zu monetarisieren. Der darauf abgeleitete Markt für Breitband-Technologie und -Dienstleistungen für den Netzaufbau und -ausbau wächst in den Hauptmärkten der BTV Multimedia Group Deutschland und Österreich mit über 20 Prozent pro Jahr im Jahr 2022 und den folgenden Jahren.

1 https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Publikationen/Wirtschaft/jahreswirtschaftsbericht-2023.html
2 Zippia- HOW MANY PEOPLE USE THE INTERNET? [2023], by Jack Flynn, Jan. 12, 2023, https://www.zippia.com/advice/how-many-people-use-the-internet/
3 IWD - Der Informationsdienst des Instituts der deutschen Wirtschaft, https://www.iwd.de/artikel/datenmenge-explodiert-431851/
4 Statista - Durchschnittliche Verbindungsgeschwindigkeit der Internetanschlüsse (Festnetz) in Deutschland von Oktober 2020 bis März 2023 -F. Tenzer, 19.04.2023, https://de.statista.com/statistik/daten/studie/416534/umfrage/durchschnittliche-internetgeschwindigkeit-in-deutschland/
5 DIALOG CONSULT-/VATM-Analysen und -Prognosen- 24. TK-Marktanalyse Deutschland 2022, 26. Oktober 2022, Seite 22, https://www.vatm.de/wp-content/uploads/2022/10/TK-Marktstudie-2022_DC-VATM_261022.pdf
6 DIALOG CONSULT-/VATM-Analysen und -Prognosen- 24. TK-Marktanalyse Deutschland 2022, 26. Oktober 2022, Seite 14, https://www.vatm.de/wp-content/uploads/2022/10/TK-Marktstudie-2022_DC-VATM_261022.pdf

Die Telekommunikationsbranche ist auf Ebene der Netzbetreiber und auf Ebene der Technologieanbieter von einer hohen Wettbewerbsintensität geprägt. Der rasche technologische Wandel im Telekommunikationssektor erfordert hohe Investitionen, um Netzinfrastrukturen der nächsten Generation auszubauen. Etablierte Telekommunikationsunternehmen wie die Deutsche Telekom, Vodafone, Tele Columbus, u.a. investieren einen substantiellen Anteil ihrer Umsätze in den Ausbau der Netzinfrastruktur. Alternative Telekommunikationsanbieter fordern die etablierten Betreiber mit überregionalen und regionalen Netzen heraus und schaffen einen erweiterten Markt für Technologie-Anbieter und Dienstleistungsunternehmen im Breitband-Markt.

Die Bandbreitennachfrage wird sich in den nächsten 5 Jahren im Download um den Faktor 4-5 erhöhen. 7 Treiber für Privatkunden sind IPTV und Streaming-Dienste, für Geschäftskunden die Umsetzung von Cloud-Architekturen. Im Hauptmarkt Deutschland der BTV Multimedia Group hat die Bundesregierung gemäß ihrer Umsetzungsstrategie "Digitalisierung gestalten" das übergreifende Ziel bestätigt bis 2025 flächendeckende Gigabit-fähige Infrastrukturen in Deutschland zu etablieren. Im weiteren Hauptmarkt Österreich baut die Breitbandstrategie 2030 der österreichischen Regierung auf der Breitbandstrategie 2020 auf und hat als Ziel Österreich bis 2030 flächendeckend mit symmetrischen Gigabit-fähigen Zugangsnetzen zu versorgen.

Kurzfristig war der Breitbandmarkt in 2022 durch Engpässe in den globalen Lieferketten herausgefordert, die sich im Verlauf des Jahres reduziert haben. Eine weitere Herausforderung stellte im Hauptmarkt Deutschland die von der Bundesregierung 2021 verabschiedete Novelle des Telekommunikationsgesetzes (TKG) dar. Diese brachte deutliche Veränderungen und daraus folgend Unsicherheiten für die Geschäftspläne der Netzbetreiber mit sich und verzögerte einzelne Investitionen bei den Netzbetreibern.

2. Geschäftsverlauf

Die BTV Multimedia Group hat sich im abgelaufenen Jahr unter den herausfordernden Marktbedingungen gut behauptet. Trotz der widrigen Rahmenbedingungen ist das Ergebnis im Geschäftsjahr erfreulich, da sich unsere Gruppenunternehmen gut auf die aktuelle Situation eingestellt und dieser entgegengewirkt haben. Insbesondere das Projektgeschäft mit den Netzbetreibern war in diesem Jahr wieder erfolgreich. Im Vorjahr zurückgestellte Investitionen wurden nachgeholt, so dass für Teile der Konzernunternehmen in ihrer Funktion als Vorlieferant die entsprechenden Handelsumsätze deutlich angestiegen sind. Die Umsätze des Konzerns konnten gegenüber dem Vorjahr um 11% gesteigert werden.

Die Corona-Pandemie hat die BTV Multimedia Group auch in ihrem dritten Jahr im Standardgeschäft nicht wesentlich getroffen.

Im August 2022 konnte die BTV Multimedia Group die Unternehmensakquisition der STW Spleißtechnik West GmbH (STW) in Thaur, Österreich, erfolgreich abschließen. Die Gesellschaft wird seither in den Konzernabschluss einbezogen.

Organisatorisch wurden die Weiterentwicklung der Konzernstrukturen - wie die Standardisierung des Berichtswesens und eine einheitlich integrierte Budgetplanung - sowie die weitere Integration der Unternehmenserwerbe der Vorjahre vorangetrieben. Darüber hinaus wurde ein Verkaufsprozess für die Unternehmensgruppe eingeleitet, in den Management und Verwaltung eingebunden waren.

3. Lage des Konzerns

3.1 Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2022 ist der Umsatz von T€ € 93.258 auf T€ 103.441 gestiegen. Etwa 60% der Umsatzerhöhung resultieren aus dem Erwerb der STW. Der Umsatz setzt sich zu etwa 83% (Vorjahr: 79%) aus Handelsumsätzen und zu etwa 17% (Vorjahr: 21%) aus Dienstleistungsumsätzen zusammen. Ursachen dieser Verschiebung sind die Investitionen in die Netzmodernisierung eines deutschen Kabelnetzbetreibers und die damit verbundene sehr gute Entwicklung des Verkaufs von eigenen und fremden Produkten in den Bereichen Kabel-Netz und Glasfasernetz bei gleichzeitigem Rückgang der Ausbauleistungen im Rahmen des wohnungswirtschaftlichen Glasfaserausbaus. Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse, Bestandsveränderung und aktivierte Eigenleistungen) beträgt T€ 104.479 (Vorjahr: T€ 92.751).

7 Der Bundesverband Breitbandkommunikation e.V. (BREKO) und Böcker Ziemen - Marktanalyse Deutschland, Seite 21, https://www.brekover- band.de/site/assets/files/13774/breko_marktstudie21_v11_langversion_pressekonferenz.pdf

Trotz des höheren Anteils an Handelsumsätzen sind die Materialeinsatzkosten mit 72% und die Personalkosten mit 15% in Relation zur Gesamtleistung auf dem Vorjahresniveau. Die Anzahl der Mitarbeiter ist im Jahresdurchschnitt von 191 auf 197 angestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen T€ 9.422 nach T€ 7.309 im Vorjahr. Wesentliche Gründe dieser Entwicklung sind die erstmalige Berücksichtigung der Kosten der STW im Konzern ab Erstkonsolidierung sowie unterjährige Währungsverluste. Diesen stehen aber auch deutlich höhere Währungsgewinne gegenüber, die wesentlich zum Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge von T€ 948 auf T€ 3.112 beitragen.

Die Abschreibungen in Höhe von T€ 5.074 (Vorjahr: T€ 4.544) betreffen mit T€ 4.108 (Vorjahr: T€ 3.710) die Geschäfts- oder Firmenwerte aus allen Unternehmenserwerben.

Das Finanzergebnis beträgt T€ -3.061 (Vorjahr: T€ -2.683) und entsteht im Wesentlichen durch die Finanzierungskosten für alle Unternehmenserwerbe.

Letztendlich verbleibt ein negatives Konzernjahresergebnis von T€ 1.673 (Vorjahr: T€ 1.719).

Unsere Planung für 2022 mit einer erwarteten Gesamtleistung von Mio. € 108 und einem leicht positiven Ergebnis vor Steuern haben wir nicht in Gänze erreicht. Wesentliche Ursache sind verringerte Investitionstätigkeiten von Netzbetreibern, die zu niedrigeren Dienstleistungsumsätzen führten sowie Lieferengpässe aufgrund der Corona-Pandemie und des Kriegs in der Ukraine, mit der Folge von geringeren Handelsumsätzen. Im Wesentlichen bedingt durch den niedrigeren Rohertrag, aufgrund des nicht erreichten Umsatzanstiegs, verbunden mit einem Anstieg nicht operativer Kosten (sonstiger betrieblicher Aufwand, Abschreibung und Finanzergebnis), lag das Jahresergebnis vor Steuern unter dem geplanten Ergebnis.

3.2 Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögenslage des Konzerns ist von den Unternehmenserwerben der Jahre 2018 bis 2022 geprägt. Insgesamt werden T€ 36.966 Geschäfts- oder Firmenwerte aus diesen Erwerben bilanziert.

Das übrige Anlagevermögen ist von untergeordneter Bedeutung für den Konzern.

Das Vorratsvermögen mit einem Gesamtwert von T€ 26.374 (Vorjahr: T€ 17.084) ist zum Bilanzstichtag aufgebaut worden und enthält im Wesentlichen Handelswaren für Kundenbestellungen, die am Anfang des Folgejahres ausgeliefert wurden. Zudem soll der erhöhte Lagerbestand möglichen Lieferverzögerungen entgegenwirken.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich aufgrund der Ausweitung der Geschäftstätigkeit auf T€ 13.987 (Vorjahr: T€ 13.170) erhöht.

Unsere Kapitalstruktur weist, bezogen auf die Bilanzsumme, eine geringe Eigenkapitalquote von 1,3% (Vorjahr: 1,6%) aus bei gleichzeitig hohem mittel- bis langfristigem Fremdkapitalanteil.

Die Finanzierung der Unternehmenserwerbe 2018 bis 2022 ist durch Gesellschafter- und Bankdarlehen erfolgt. Insgesamt weisen T€ 62.389 (Vorjahr: T€ 53.091) unserer Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag Laufzeiten von mehr als einem Jahr aus. Der im Vorjahr gestartete Refinanzierungsprozess zur Ablösung der bestehenden Fremdfinanzierung wurde im Vorfeld des durchgeführten Verkaufsprozesses zunächst ausgesetzt, da im Rahmen der Übernahme mit der Ablösung der Fremdfinanzierung und einer Refinanzierung durch die neuen Gesellschafter gerechnet wird.

Die liquiden Mittel am Bilanzstichtag betragen T€ 8.642. Aus laufender Geschäftstätigkeit wurde ein Cashflow von T€ 6.726 generiert, der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt T€ -16.118 und der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beläuft sich auf T€ 10.421. Die Cashflows aus Investitionstätigkeit bzw. Finanzierungstätigkeit sind im Wesentlichen von der Akquise der STW Spleißtechnik West GmbH und der damit in Zusammenhang stehenden Finanzierung beeinflusst.

Die Liquidität war das ganze Jahr über gesichert.

4. Gesamtaussage

Zusammenfassend lässt sich aus Sicht der Gesellschaft festhalten, dass sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im abgelaufenen Geschäftsjahr unter den besonderen Umständen des Ukraine-Krieges und der Corona-Pandemie zufriedenstellend entwickelt hat.

III. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

1. Prognose

Der Breitbandmarkt in Deutschland und Österreich ist durch den wachsenden Bedarf, die staatlichen Förderungen und die dadurch beschleunigten Investitionen der etablierten Netzbetreiber und alternativer überregionaler Anbieter und regionaler Versorger geprägt. Vor diesem Hintergrund ist von einer anhaltend robusten Nachfrage nach Material / Komponenten und Serviceleistungen auszugehen.

Wir gehen davon aus, dass speziell in den Jahren 2023 bis 2025 die Investitionen und damit der für die BTV Multimedia Group relevante Markt um mehr als 20% wächst. Die wesentlichen Marktfelder werden die Modernisierung der Kabelnetze und der Aufbau und Ausbau der Glasfasernetze sein.

Die BTV Multimedia Group ist in den beiden Wachstumsfeldern mit eigenen Produkten, Partnerprodukten und Dienstleistungen wie Planung, Design, Aufbau und Wartung, gut positioniert und wird in beiden Marktsegmenten von dem Wachstum profitieren.

In 2023 erwarten wir einen deutlichen Anstieg im Projektgeschäft mit den Netzbetreibern und den Ausbau der Konzernaktivitäten beim Glasfaserausbau in Großbritannien. In Summe rechnen wir mit einem organischen Wachstum der Gesamtleistung für das begonnene Jahr 2023 auf einen Betrag von rd. Mio. € 140 und einem Jahresergebnis vor Steuern von rd. Mio. € 3,4.

2. Risikobericht

2.1 Volkswirtschaftliche Risiken

Die Erholung der Weltwirtschaft nach der Corona-Krise ist durch den Krieg in der Ukraine- und dessen wirtschaftlichen Folgen deutlich ins Stocken geraten. Die Prognoseunsicherheit bleibt angesichts der Rahmenbedingungen weiter hoch. Aber fast alle Konjunkturprognosen stimmen darin überein, dass 2023 wirtschaftlich nicht verheerend wird.

Fast nichts deute lt. dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung darauf hin, dass es eine Welle von Unternehmensinsolvenzen geben könnte, die Lieferketten zerstören und viele tausende Arbeitslose schaffen würde. Stützend auf die Wirtschaft wirke sich aus, dass die Regierungen Europas - und allen voran Deutschland - wirksame Hilfspakete aufgelegt haben.

Bei allen positiven Impulsen gäbe es in den vergangenen Jahrzehnten aber auch selten so viele Risiken für die Wirtschaft. Eine Eskalation des Kriegs könnte die europäische Wirtschaft in eine tiefe Rezession oder gar Depression treiben. Ein weiteres wirtschaftliches Risiko sei eine Gas- und Energieknappheit in Deutschland und Europa. Die Prognose der Wirtschaftsforschungsinstitute sieht eine Rezession von bis zu sieben Prozent auf die deutsche Wirtschaft zukommen, sollten Unternehmen gezwungen werden, aufgrund einer Gas- und Energieknappheit ihre Produktion einzustellen. Auch erneute Unterbrechungen der globalen Lieferketten, die nicht nur mit dem Krieg in der Ukraine zusammenhängen, könnten zu Unterbrechungen bei der Produktion oder dem Transport von wichtigen Vorleistungen führen. Die Inflation und die schrumpfende Kaufkraft für Menschen mit mittleren und geringen Einkommen stellen zusätzlich ein Risiko für unsere Volkswirtschaft dar. Ein schwächerer Konsum schadet den Unternehmen.

Hieraus kann grundsätzlich auch die wirtschaftliche Situation und Investitionsbereitschaft unserer Kunden und somit die Nachfrage nach unseren Dienstleistungen nachteilig beeinflusst werden. Gleichzeitig ist die Gefahr von Zahlungsausfällen und Privatinsolvenzen deutlich gestiegen, so dass Investitionsentscheidungen zumindest kurzfristig verhaltener getroffen werden könnten. Um dieser Gefahr entgegenzuwirken wird das Zahlungsverhalten der Kunden laufend überwacht.

Zudem berücksichtigt die BTV Multimedia Group Währungsrisiken auf der Beschaffungsseite durch den Abschluss von Devisenkurssicherungsgeschäften.

2.2 Branchen- und Ertragsrisiken

Die starke Wachstums- und Investitionsdynamik kann in Einzelfällen zu hoher Wettbewerbsdichte führen und in Folge zum Ausfall einzelner Netzbetreiber. Insbesondere im Markt im Vereinigten Königreich zeigt sich eine verstärkte Konsolidierungsdynamik unter den alternativen Glasfaser-Netzbetreibern.

In der Regel werden diese Marktkonsolidierungen durch verstärkte Investitionen anderen Netzbetreiber kompensiert. Bei den Betreibern von HFC-Infrastruktur hat in den letzten Jahren in Europa eine Konsolidierung stattgefunden, die sich fortsetzt. Dies kann im Einzelfall zu Abhängigkeiten von Einzelkunden und damit zu einem Klumpen-Risiko führen.

Die weiterhin hohe Abhängigkeit von Produkten und Komponenten aus Asien kann zu Lieferverzögerungen und Ausfällen führen. Insgesamt hat sich die Liefersituation allerdings gegenüber 2021 in 2022 deutlich verbessert und das Risiko-Profil verringert und es wird erwartet, dass sich dies in 2023 weiter stabilisiert. Weiter wurden seitens BTV Multimedia Group alternative Material- und Lieferkonzepte etabliert, die das Risiko weiter reduzieren.

Direkte Auswirkungen aus dem Angriffs-Krieg in der Ukraine ergeben sich für die BTV Multimedia Group nicht, da weder direkte Kundenbeziehungen noch direkte Lieferantenbeziehungen bestehen. Ein indirekt spürbares Risiko aus dem Ukraine-Krieg stellt der Anstieg der Energie- und Rohstoffpreise dar. Zum einen wirken sich diese Risiken auf die Geschäftspläne der Netzbetreiber aus. Zum zweiten erhöhen sich die Einstands-Kosten für eigene Produkte und Partnerprodukte. In der Regel können diese Kostensteigerungen durch Preisanpassungen auf der Kundenseite kompensiert werden.

Die aktuelle Arbeitsmarktsituation und damit einhergehend der Fachkräftemangel stellen auch uns vor Herausforderungen beim Recruiting neuen Personals, welches aufgrund des schnellen Wachstums der Gruppenunternehmen benötigt wird.

Möglichen Liquiditätsrisken begegnen wir durch Cash Pooling sowie einem engmaschigen Controlling der Finanzsituation der Gruppenunternehmen, um die Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit und die Einhaltung der vorgegebenen Covenants jederzeit gewährleisten zu können. Die Liquidität ist durch eine bestehende Kreditlinie bzw. mögliche Finanzierungsoptionen durch die Gesellschafterin gesichert.

2.3 Gesamtaussage

Insgesamt wird die Risikosituation aufgrund der breiten Positionierung des Konzerns entlang der Wertschöpfungskette als beherrschbar eingeschätzt. Risiken, die den Fortbestand des Konzerns gefährden oder nachhaltig negativ beeinflussen könnten, bestehen aus unserer Sicht nicht. In der Gesamtheit sehen wir uns für die Bewältigung der bevorstehenden Risiken gut gerüstet.

3. Chancen

Die Bedeutung von Breitbanddiensten, d.h. von Dienstangeboten, die eine breitbandige Internetverbindung erforderlich machen, ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich weitergewachsen. Die Netzinfrastruktur muss daher den wachsenden Anforderungen jederzeit gerecht werden. Für die Wirtschaft sind Netze mit hoher Übertragungsgeschwindigkeit ein wichtiger Standortfaktor im globalen Wettbewerb. Sie sind unter anderem Voraussetzung für neue Formen der Produktion, intelligente Mobilität, die Nutzung künstlicher Intelligenz, digitale Bildung und vernetztes Arbeiten.

Zudem lasten auch die privaten Haushalte mit den bestehenden Diensten wie zum Beispiel Videostreaming, die parallele Nutzung von Homeoffice, Homeschooling oder Spielekonsolen und nicht zuletzt der Mobilfunk die verfügbaren Netzkapazitäten stark aus. Diese Entwicklung wird weiter an Dynamik gewinnen. Sie ist - insbesondere auch aufgrund der Förderung des Breitbandausbaus der Bundesregierung - wesentlicher Treiber des Marktwachstums. Bis 2024 ist ein Anstieg des Marktvolumens im Breitbandbereich auf über 3 Mrd. Euro zu erwarten.

Für unseren Konzern ergibt sich hieraus bedeutsames Wachstumspotenzial. An dem sich kontinuierlich weiterentwickelnden und wachsenden Telekommunikationsmarkt kann auf diese Weise partizipiert werden. Unser Augenmerk wird sich dabei als Lieferant vor allem auch auf den Ausbau des Glasfasernetzes richten. Durch unsere konzernweit eingeführte Produktreihe zu Glasfaserlösungen für jede Netzebene bieten wir eine breite Palette zu installierenden Glasfaserprodukten an. Dadurch kann der Konzern eine signifikante Rolle im Ausbau des Glasfasernetzwerks spielen.

Wir erwarten weiteres Wachstum der BTV Multimedia Group aus der Vergrößerung unseres bestehenden Produktportfolios mit den Produkten des neuen Gesellschafters. Damit werden wir die Möglichkeit haben noch allumfassender die Nachfragen unserer Bestandskunden und potentieller Neukunden zu bedienen. Durch die damit verbundene Ausweitung unseres Vertriebsnetzes kann auch eine Erweiterung unserer regionalen Märkte bzw. die Vermarkung unserer Eigenprodukte ermöglicht werden.

 

Hannover, 17. Mai 2023

BTV Multimedia GmbH

Joachim Doering, Geschäftsführer

Ludwig Modra, Geschäftsführer

Christian Steer, Geschäftsführer

Tim Strube, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die BTV Multimedia GmbH, Hannover

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der BTV Multimedia GmbH, Hannover, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der BTV Multimedia GmbH, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, den 17. Mai 2023

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thorsten Schwibinger, Wirtschaftsprüfer

Frank Berger, Wirtschaftsprüfer

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