FRITZMEIER Composite Auslandsholding GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Florian Linnerbauer seit 30.9.2025 | Prokura |
Andreas Schmid seit 13.8.2025 | Geschäftsführer |
Florian Bauer seit 21.2.2024 | Prokura |
Michael Riepel seit 16.5.2023 | Prokura |
Klaus Porzelt seit 1.9.2022 | Prokura |
Felix Dr. Müller-Mürnseer seit 1.9.2022 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 97.83% | |
| 2.17% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
FMI GmbHAyingKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2021 bis zum 30.06.2022BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die FMI GmbH, GroßhelfendorfEingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und Prüfungsurteil zum Lagebericht Wir haben den Konzernabschluss der FMI GmbH, Großhelfendorf, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. Juni 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der FMI GmbH, Großhelfendorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse:
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Konzernabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und für das Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht Das Vorratsvermögen der Fritzmeier Engineering S.R.L., Rumänien, konnte durch die Inventuraufnahme nicht bestätigt werden. Die im Rahmen der Inventur aufgenommen tatsächlichen Mengen an Beständen der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von TEUR 5.025 sowie unfertige Erzeugnisse in Höhe von TEUR 1.119, haben wesentliche Unstimmigkeiten zu den systemseitig geführten Mengen ergeben. Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" und den "Ereignissen nach dem Bilanzstichtag" im Anhang zum Konzernabschluss sowie die Angaben in Abschnitt "Entwicklung des Fritzmeier Konzerns", "Sanierungsplan" und "Risikoberichterstattung" des Lageberichts zum Konzernabschluss, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass sich der Konzern in einer unbefriedigenden Ergebnissituation befindet und ein Sanierungsgutachten von einem Beratungshaus erstellt wurde, welches die Sanierungsfähigkeit der Gruppe auf der Basis eines von der Gesellschaft erstellten Konzeptes (nach BGH-Rechtsprechung) beurteilt und gutachterlich bestätigt hat. Unter Berücksichtigung der aktuellen Finanzprognose und den der geplanten Maßnahmen zur weiteren Beschaffung von liquiden Mitteln gehen die gesetzlichen Vertreter davon aus, dass der verfügbare Finanzmittelbestand bis zum September 2025 ausreichen wird. Das Gutachten und die gesetzlichen Vertreter weisen ausdrücklich darauf hin, dass diese Einschätzung auf der aktuellen Prognose beruht und der Erfolg der Maßnahmen mit Unsicherheiten behaftet ist, so dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von diesen Annahmen abweichen können. Wie die Angaben im Konzernanhang und im Konzernlagebericht dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten zusammen mit den anderen dort ausgeführten Sachverhalten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften und Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 4. August 2023 Baker
Tilly GmbH & Co . KG
Abel, Wirtschaftsprüfer Biersack, Wirtschaftsprüfer Konzernbilanz zum 30. Juni 2022AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2021/2022
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021/22
Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2021/22
Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022Allgemeine Hinweise Die FMI GmbH, Forststraße 2, 85653 Großhelfendorf, ist unter der HRB Nummer 226521 im Handelsregister des Amtsgerichts München eingetragen. Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Zur Klarheit und Übersichtlichkeit des Konzernabschlusses wurden einzelne Posten der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert erläutert. Die für einzelne Positionen geforderten Zusatzangaben wurden ebenfalls in den Anhang übernommen. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gliederungen sind grundsätzlich unverändert. Tätigkeitsbereich Gegenstand der Unternehmensgruppe sind das Verwalten eigenen Vermögens, die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Zulieferteilen für die Kfz-Industrie, Baumaschinen- und Traktorsicherheitskabinen, Werkzeugen und sonstigen Ersatzteilen und von umwelttechnischen Produkten sowie die Verwaltung und Vermietung bzw. Verpachtung von Grundstücken. Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss umfasst die FMI GmbH, Großhelfendorf, mit einem Stammkapital von TEUR 25 sowie die folgenden inländischen und ausländischen Tochterunternehmen, wobei der Kapitalanteil jeweils 0 % beträgt: In den Konzernabschluss einbezogen werden folgende Unternehmen: Direkte Beteiligungen Inland Georg Fritzmeier GmbH & Co. KG, Großhelfendorf Fritzmeier Umwelttechnik GmbH & Co. KG, Großhelfendorf Fritzmeier Immobilien GmbH & Co. KG, Großhelfendorf Indirekte Beteiligungen Inland FRITZMEIER Composite GmbH & Co. KG, Hinrichssegen FRITZMEIER Composite Holding GmbH, Hinrichssegen FRITZMEIER Composite Auslandsholding GmbH, Aying Fritzmeier Kabinen GmbH, Großhelfendorf FMA GmbH, Großhelfendorf Biotaurus GmbH (vormals: M1-Sportgeräte GmbH), Großhelfendorf M1 -Sporttechnik GmbH & Co. KG, Großhelfendorf FRITZMEIER Composite Verwaltungsgesellschaft mbH, Hinrichssegen FRITZMEIER Systems GmbH, Großhelfendorf FRITZMEIER Technologie Holding GmbH, Großhelfendorf FRITZMEIER Technologie GmbH & Co. KG, Großhelfendorf FRITZMEIER Technologie Verwaltungsgesellschaft mbH, Großhelfendorf Fritzmeier Immobilien Verwaltungs GmbH, Großhelfendorf Fritzmeier Umwelttechnik Verwaltungs GmbH, Großhelfendorf Fritzmeier Auslandsholding GmbH & Co. KG, Großhelfendorf Ausland Fritzmeier Gesellschaft mbH, Wels, Österreich F Holding GmbH, Wels, Österreich Fritzmeier s.r.o., Vyskov, Tschechische Republik Vyskovske Nemovitosti s.r.o., Vyskov, Tschechische Republik FMB s.r.o., Banovce, Slowakische Republik Fritzmeier Kompozit Turkey Sanayi Ve Ticaret Limited Sirketi, Istanbul, Türkei Fritzmeier Engineering s.r.l., Sibiu, Rumänien Die folgenden Unternehmen werden aus Wesentlichkeitsgründen nicht in den Konsolidierungskreis aufgenommen:
Auf das folgende assoziierte Unternehmen wird § 311 Absatz 1, § 312 HGB angewendet:
2) Jahresabschluss zum 31.03.2022
Der Unterschiedsbetrag bei der erstmaligen Konsolidierung zwischen Buchwert und anteiligen Eigenkapital beläuft sich auf TEUR 849. Die Abschreibung erfolgt linear über 10 Jahre. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bilanzierung erfolgt unter der Going-Concern-Prämisse. Sofern die eingeleiteten Maßnahmen (vgl. dazu die Ausführungen im Lagebericht) nachhaltig umgesetzt werden und ihre Wirkung entfalten ist die Fortführung der Geschäftstätigkeit der Gruppe bis mindestens September 2025 gesichert. Die Abschlüsse des Mutterunternehmens und der inländischen und ausländischen Tochterunternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Realisations- und Imparitätsprinzip wurden beachtet; Vermögensgegenstände sind höchstens zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über einen Zeitraum von drei bis vier Jahren linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Soweit möglich erfolgen Abschreibungen korrespondierend zu den steuerlichen Vorschriften. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Das Finanzanlagevermögen wird mit Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert, Ausleihungen mit Nennwerten oder mit den niedrigeren Barwerten des Bilanzstichtags angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. In die Herstellungskosten werden die direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie die notwendigen Teile der Gemeinkosten einbezogen. Dem allgemeinen Lagerhaltungsrisiko, insbesondere dem der Ungängigkeit, wird bei der Vorratsbewertung durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend berücksichtigt. Währungsforderungen werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag angesetzt. Die Berechnung der Pensionsrückstellung erfolgt nach der PUC-Methode. Dabei wird ein Rechnungszins von 1,78 % (Vj. 2,09 %), ein Anwartschaftstrend von 1,8 %, (Vj. 1,8 %), ein BBG-Trend von 1,8 % (Vj. 1,8 %) und ein Rententrend von 2,0 % (Vj. 1,0 %) zugrunde gelegt. Der Berechnung liegen die Generationentafeln 2018 G von Prof. Klaus Heubeck zugrunde. Der Unterschiedsbetrag aus der Umstellung auf die neue Rechtslage in Höhe von insgesamt TEUR 1.174 wurde gemäß Art. 67 Abs. 1 EGHGB nur zu einem Fünfzehntel zugeführt. Die tatsächliche Pensionsverpflichtung beträgt TEUR 6.345 (Vj. TEUR 6.372) und ist damit um TEUR 235 höher als der in der Bilanz ausgewiesene Betrag. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 183 (Vj. TEUR 279). Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Zu erwartende Aufwendungen wurden gemäß § 249 Abs. 1 S. 2 und Abs. 2 HGB berücksichtigt. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in ausländischer Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag passiviert. Passive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Zahlungseingänge und Forderungen vor dem Abschlussstichtag gebildet, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Währungsumrechnung Die Bilanzposten der in ausländischer Währung aufgestellten Einzelabschlüsse werden mit Ausnahme des Eigenkapitals (Gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Ergebnisvortrag), das zu historischen Kursen umgerechnet wird, zum Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages in Euro umgerechnet. Die Umrechnung der Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt gemäß § 308a HGB zum Durchschnittskurs. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 HGB). Dabei wurde der Buchwert der Beteiligung mit dem auf ihn entfallenden Anteil am Eigenkapital des Tochterunternehmens verrechnet. Der sich ergebende Unterschiedsbetrag wurde den Vermögensgegenständen insoweit zugerechnet, als deren beizulegender Wert über dem Buchwert lag. Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Gesellschaften wurden eliminiert. Das Konzerneigenkapital wird durch Währungseffekte aus der at equity-Konsolidierung mit TEUR 40 (Vj. TEUR 114) erhöht (im Vj. belastet). Im Geschäftsjahr 2021/22 wurden Zwischengewinne in Höhe von TEUR 116 im Konsolidierungskreis eliminiert. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel gesondert dargestellt. Vom Ansatzwahlrecht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände wurde kein Gebrauch gemacht. Die F Holding GmbH, Wels, Österreich, hält 50 % der Anteile der Fritzmeier Motherson Cabin Engineering Ltd, New Delhi, Indien. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden dieses Unternehmens entsprechen im Wesentlichen den beim Mutterunternehmen und den vollkonsolidierten Tochterunternehmen angewandten einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Die Gesellschaft wird mit der Equity-Methode konsolidiert. Entsprechend dem zum Stichtag in Euro umgerechneten anteiligen Eigenkapital war eine Erhöhung des Beteiligungsansatzes in Höhe von TEUR 284 notwendig. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen sind kurzfristig fällig. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 36.171 (Vj. TEUR 33.396) enthalten. Daneben sind im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche enthalten. Latente Steuern Aktive latente Steuern wurden im Vorjahr für die Eliminierung eines Zwischengewinns aus einer konzerninternen Transaktion angesetzt. Der Berechnung liegt der durchschnittliche gewichtete Konzernsteuersatz in Höhe von 16,3 % zugrunde. Die passiven latenten Steuern beruhen auf einer Abweichung der handelsrechtlichen Ansätze des Anlagevermögens von den steuerlich angesetzten Werten bei Fritzmeier s.r.o. und bei Vyškovske Nemovitosti s.r.o. Der Berechnung liegt der tschechische Steuersatz in Höhe von 19 % zugrunde. Daneben wurden passive latente Steuern in Zusammenhang mit der Aufdeckung der stillen Reserven aus der Erstkonsolidierung in Höhe von TEUR 6.375 gebildet. Davon wurden im Berichtsjahr TEUR 338 ergebniswirksam aufgelöst. Der Berechnung liegt der durchschnittliche gewichtete Konzernsteuersatz in Höhe von 16,3 % zugrunde. Rückstellungen Die Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Personalrückstellungen (TEUR 15.787; Vj. TEUR 16.403). Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind (in TEUR):
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 12.403 (Vj. TEUR 13.673) sind durch Buchgrundschulden besichert. Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 6.036 (Vj. TEUR 3.297) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 804 (Vj. TEUR 760). Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1.030 (Vj. TEUR 1.294) und periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 2 (Vj. TEUR 1) enthalten. Personalaufwand Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung enthalten Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 634 (Vj. TEUR 141). Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsverlusten in Höhe von TEUR 1.241 (Vj. TEUR 1.636) sowie periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 41 (Vj. TEUR 60) enthalten. Zinsaufwendungen In den Zinsaufwendungen sind Beträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 241 (Vj. TEUR 306) enthalten. Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung Ertragsteuern wurden in Höhe von TEUR 640 (Vj. TEUR 945), Zinsen wurden in Höhe von TEUR 2.451 (Vj. TEUR 2.263) bezahlt. Sonstige Angaben Geschäftsführung Die Geschäftsführung der FMI GmbH, Großhelfendorf, wird von Herrn Georg Fritzmeier, Geschäftsführer, Kleinhelfendorf, wahrgenommen. Geschäftsführerbezüge Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird unter Hinweis auf die Befreiungsvorschriften des HGB verzichtet. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das von dem Abschlussprüfer des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 219. Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten (ohne Auszubildende) betrug:
GewinnverwendungsvorschlagDer Jahresüberschuss der FMI GmbH wird auf neue Rechnung vorgetragen. Konzernverhältnisse Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021/22 werden beim Betreiber des Bundesanzeigers eingereicht und im Bundesanzeiger veröffentlicht. Offenlegung Folgende in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen sind von der Offenlegungspflicht nach § 325 HGB für das Geschäftsjahr 2021/22 gemäß § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264 b HGB befreit:
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Um den negativen Ergebnisentwicklungen entgegenzuwirken, wurde in Abstimmung mit den Kreditgebern ein Beratungshaus ausgewählt, das zwischenzeitlich die Sanierungsfähigkeit des Teilkonzerns Georg Fritzmeier GmbH & Co. KG auf der Basis eines von der Gruppe erstellten Konzeptes (nach BGH-Rechtsprechung) beurteilt und gutachterlich bestätigt hat. Nach diesem Konzept soll Fritzmeier in 2025 seine volle Kreditwürdigkeit wiederhergestellt haben. Weitere Details zur Sanierung der Gruppe werden im Lagebericht erläutert. Im März 2023 wurden die Anteile am Joint-Venture Fritzmeier Motherson Cabin Engineering Ltd. veräußert. Die FMI Gruppe wurde im Januar 2023 Opfer einer Cyber-Attacke. Dabei wurden die Server des Unternehmens durch eine anonyme externe Angreifer-Gruppe mit einer sogenannten Ransomware infiziert und große Teile der gespeicherten Daten verschlüsselt. In Zusammenarbeit mit externen Beratern konnte der Datenzugriff wieder hergestellt werden und größerer Schaden von der Gesellschaft abgewendet werden. Durch schnelles und unbürokratisches Handeln aller Beteiligter konnte die Lieferfähigkeit weitgehend erhalten bleiben bzw. schnell wieder wiederhergestellt werden. Trotz allem entstand der Gruppe ein Schaden im einstelligen Mio. EUR-Bereich. Die innerbetrieblichen Lieferbeziehungen des Produktionsnetzwerkes müssen wieder in einen stabilen Zustand überführt werden. Die Gruppe verfügt zwar über eine Cyberversicherung, eine Regulierung des Schadens hat bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses jedoch noch nicht stattgefunden.
Großhelfendorf, den 4. August 2023 Die Geschäftsführung Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2021/2022
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021/22Allgemeines Die FMI GmbH stellt als Obergesellschaft von Einzelunternehmen der Familiengesellschafter einen Konzernabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021/22 auf. Die Geschäftstätigkeit der FMI GmbH erstreckt sich auf das treuhänderische Halten und Verwalten von Vermögen und Beteiligungen der Eigentümerfamilie. Zum Abschlussstichtag fungiert die Gesellschaft als Holdinggesellschaft für fünf Geschäftsbereiche. Dabei handelt es sich um die Bereiche Kabinen, Kunststoff, Technologie, die im Teilkonzern Georg Fritzmeier GmbH & Co. KG gebündelt sind sowie um die Bereiche Umwelt und Immobilien. Die FMI Gruppe Die FMI Gruppe ist ein innovativer und namhafter Systemlieferant für die Fahrzeugindustrie mit langjährigen Kundenbeziehungen zu führenden Herstellern wie BMW, , Daimler, Linde, MAN sowie zahlreichen weiteren OEMs. Der Konzern ist in fünf Sparten tätig. Kabinen Herstellung von kompletten Fahrerhäusern (inklusive Hydraulik, Elektrik und Sicherheitssystemen) für die Nutzfahrzeugindustrie in den Marktsegmenten Stapler, Material Handling, Baumaschinen und Landtechnik in sechs europäischen Werken und einem Werk in Indien (50 % Joint Venture). Auf dem freien Kabinenmarkt zählt die FMI Gruppe zu den Weltmarktführern. Kunststoff Herstellung von faserverstärkten Kunststoffteilen. Auf Basis der Kerntechnologien RTM, SMI, SMC, S-RIM und LFI werden Compositebauteile mit Langfaserverstärkung (Glasfaser-/ Carbonfasern) für Exterieur- und Interieuranwendungen sowie Strukturbauteile für den Fahrzeugbau gefertigt. Innovative Fertigungsverfahren und neueste Werkzeugtechnologie haben die FMI-Gruppe in diesem Segment zu einem führenden Anbieter werden lassen. Technologie Herstellung von Spezialwerkzeugen, Prototypen, Cubing-Modellen, Prüflehren, Schweißvorrichtungen und Sondermaschinen für die Automobilindustrie sowie für verbundene Unternehmen. Umwelt Als zukunftsorientiertes, innovatives Unternehmen hat die Fritzmeier Umwelttechnik den Brückenschlag von der Präzisionslandwirtschaft bis hin zu biotechnologischen Anwendungen im Business-to-Business- und Endkundenbereich geschafft. Die Fritzmeier Umwelttechnik entwickelt hochgradig innovative Produkte und Verfahren, durch deren Einsatz die Anwender höchsten ökonomischen Nutzen erzielen und dabei gleichzeitig ökologischen Aspekten gerecht werden können. Immobilien Die Immobiliensparte verwaltet und vermietet Immobilien aller Art, im Wesentlichen jedoch die Produktionsimmobilien der FMI Gruppe. Branchenentwicklung Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren im Berichtszeitraum weiterhin durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie und den Ukraine-Russland-Konflikt geprägt und haben unsere geschäftliche Entwicklung deutlich beeinträchtigt. Anhaltende, regional aufkeimende Corona-Wellen, die zur Abfederung von Corona-Effekten weltweit expansive Geldpolitik zahlreicher Notenbanken sowie infolge von allgemeinen Lieferkettenproblemen steigende Material- und Rohstoffpreise und aufgrund des Ukraine-Krieges - nahezu explodierende Energiepreise haben zu einem nachhaltigen Anstieg der Inflationsraten in den Industrienationen geführt. Entsprechend ist die Expansion der Weltwirtschaft im Frühjahr 2022 zum Stillstand gekommen. Für die fortgeschrittenen Volkswirtschaften wird aufgrund der vielen Unsicherheiten für 2023 aktuell lediglich ein Anstieg beim Bruttoinlandsprodukt von 0,9 % prognostiziert (Welt gesamt + 2,5 %). [Quelle: ifw Kiel; Kieler Konjunkturbericht Nr. 96 (2023/Q1)]. Die Nachfrage nach schweren Lastkraftwagen in Europa (+EFTA; +UK) erhöhte sich im Berichtszeitraum im Vergleich zur Vorperiode um 1,8 %, liegt aber noch deutlich unter den Werten vor Ausbruch der Corona-Pandemie. Anhaltende Lieferkettenprobleme und die viele Wochen anhaltende Produktionsunterbrechung eines führenden Herstellers haben einen größeren Anstieg bei den Zulassungszahlen verhindert. Die Entwicklung in einzelnen Märkten verlief teils sehr unterschiedlich. Die größten Zuwächse waren in Polen (+33,6 %) und Italien (+25,9 %) zu verzeichnen. In den mit Abstand größten Märkten Deutschland und Frankreich waren allerdings rückgängige Zahlen von 8,5 % bzw. 6,0 % zu verzeichnen [Quelle: ACEA]. Die weltweite Neuzulassung von Personenkraftwagen hat sich im Jahr 2022 im Vergleich zu 2021 zwar um 0,7 % auf 66,7 Mio. Fahrzeuge erhöht, erreicht allerdings bei Weitem noch nicht das Vor-Corona-Niveau. Für das Gesamtjahr 2023 wird im Vergleich zum Vorjahr ein Wachstum der Zulassungszahlen von 5,7 % erwartet [Quelle: Statista]. Der anhaltende Trend zur Elektromobilität hält vor dem Hintergrund der allgemeinen Klimadebatte und staatlicher Förderprogramme unvermindert an. Der weltweite Absatz von batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV) und Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen (PHEV) hat in 2022 um 55 % gegenüber dem Vorjahr zugenommen. Der Anteil an den insgesamt zugelassenen Fahrzeugen liegt bei 13,0 %. Die weltweit hohe Nachfrage bei landwirtschaftlichen Produkten hält weiter an. Die Investitionsbereitschaft in den einzelnen Landtechnikmärkten entwickelt sich jedoch infolge klimaabhängiger Ernteerträge und Marktschwankungen sehr unterschiedlich. Die exportstarken deutschen Landtechnikhersteller (Landmaschinen und Traktoren) konnten im Jahr 2022 beim Produktionsumsatz ein Wachstum von ca. 18 % und einen Umsatz von mehr als EUR 12 Mrd. erzielen [Quellen: VDMA]. Entwicklung der FMI-Gruppe Die Einflüsse der Corona-Pandemie und die wirtschaftlichen Verwerfungen aufgrund des Ukraine-Krieges führten im vergangenen Geschäftsjahr zu deutlichen Einschränkungen in der wirtschaftlichen Entwicklung innerhalb der FMI-Gruppe. Sich ständig verändernde wirtschaftliche Rahmenbedingungen verlangten von der gesamten Organisation ein Höchstmaß an Flexibilität und Anpassungsbereitschaft. Diese Verwerfungen führten zu deutlichen negativen Einflüssen im Jahresabschluss der FMI-Gruppe. Um diesen negativen Entwicklungen entgegenzuwirken, wurde in Abstimmung mit den Kreditgebern ein Beratungshaus ausgewählt, das zwischenzeitlich die Sanierungsfähigkeit des Teilkonzerns Georg Fritzmeier GmbH & Co. KG auf der Basis eines vom Teilkonzern erstellten Konzeptes (nach BGH-Rechtsprechung) beurteilt und gutachterlich bestätigt hat. Nach diesem Konzept soll Fritzmeier in 2025 seine volle Kreditwürdigkeit wiederhergestellt haben. Weitere Details zur Sanierung des Teilkonzerns werden im Abschnitt "Sanierungsplan" erläutert. Der geplante Gruppenumsatz konnte zwar deutlich übertroffen werden, jedoch konnten die gestiegenen Herstellungskosten nur mit Verzögerung an die Kunden weitergegeben werden. Dies führte zu einem deutlich negativen Betriebsergebnis. Insgesamt beläuft sich der Jahresfehlbetrag im abgelaufenen Geschäftsjahr auf EUR 5,5 Mio. Daneben sind folgende Entwicklungen hervorzuheben: Die Sparte Kunststoff konnte im Geschäftsjahr 2021/22 ihre Umsatzzahlen erneut deutlich steigern. Mit EUR 182,6 Mio. konnte das Vor-Corona-Niveau sogar übertroffen werden. Allerdings konnten die budgetierten Planzahlen nicht ganz erreicht werden. Aufgrund von Kostensteigerungen bei den Material- und Energiepreisen sowie erheblichen Aufwendungen im Zusammenhang mit zusätzlichen Kapazitätserweiterungen wurden die Ergebnisziele verfehlt. Der konsequente Ausbau unserer Kerntechnologien und deren stetige Optimierung und Weiterentwicklung in Verbindung mit unserer Kompetenz und Leistungsfähigkeit haben unsere Marktstellung und Reputation bei unseren Kunden weiter gefestigt und sollten zukünftig wieder eine erfolgreiche Weiterentwicklung der Kunststoff-Sparte ermöglichen. Die Kabinensparte konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr den Vorjahres-Umsatz deutlich übertreffen und erzielte Umsatzerlöse in Höhe von EUR 205,7 Mio. und liegt damit deutlich über den budgetierten Werten. Aufgrund der gestiegenen Einstandspreise, die nur mit Zeitverzügen in den Abgabepreisen ihren Niederschlag finden, konnten die Ergebnisziele nicht erreicht werden. Die Investitionsoffensive im rumänischen Kabinenwerk in Sibiu wurde fortgesetzt, um die zusätzlichen Auftragseingänge abwickeln zu können. Die Sparte Technologie konnte in diesem Geschäftsjahr ihre Umsatz- und Ergebnisziele nicht erreichen. Hier spielten Projektabgrenzungseffekte bei der langfristigen Auftragsfertigung wie auch die deutlich erhöhten Energie- und Rohstoffpreise eine wesentliche Rolle. Durch eine überdurchschnittliche Investitionstätigkeit in den letzten Jahren verfügt das Unternehmen heute über eine moderne Ausstattung in der mechanischen Fertigung und hat durch die hohe Kompetenz in der Herstellung von Cubing-Systemen und Prüfmitteln für die Automobilindustrie eine bedeutende Marktstellung erworben. Die Umweltsparte hatte aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen ebenfalls einen Verlust in Höhe von EUR 2,7 Mio. zu verzeichnen. Die Immobiliensparte vermietet aktuell nur an Konzernunternehmen und verzeichnete keine externen Mieterträge. Sanierungsplan Vor dem Hintergrund der herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Lage und der unbefriedigenden Ergebnissituation im Teilkonzern Georg Fritzmeier GmbH & Co. KG hatte die Geschäftsleitung bereits im letzten Jahr beschlossen, ein externes Beratungsunternehmen damit zu beauftragen, eine Analyse der Geschäftssituation durchzuführen und gemeinsam mit dem Management der Einzelgesellschaften ein Konzept zur Rückgewinnung der operativen Exzellenz zu erarbeiten. Daraus ist ein sogenanntes Resilienz-Konzept entstanden, welches die langfristige Zukunftsfähigkeit des Teilkonzerns gewährleisten soll. Die Ergebnisse der Analyse und die Umsetzungspläne wurden schriftlich fixiert und die sich daraus ergebende Zukunftsfähigkeit des Teilkonzerns gutachterlich (gem. BGH-Rechtsprechung) bestätigt. In den letzten Monaten konnten bereits wesentliche Finanzierungsbausteine fixiert und mit den Finanzierungspartnern eine gemeinsame Finanzierungsbasis zur Absicherung der Geschäftsentwicklung vereinbart werden. Ein Baustein ist die Veräußerung der Anteile am Joint-Venture Fritzmeier Motherson Cabin Engineering Ltd., die im März 2023 vollzogen wurde. Daneben wurde in Zusammenarbeit mit einem der Kreditversicherer ein umfangreiches Factoring-Programm auf den Weg gebracht, welches die Liquiditätsbasis der Gruppe verbessert hat. Unter Berücksichtigung der guten Marktpositionierung sowie des hohen Auftragsbestands wurde die Sanierungsfähigkeit des Teilkonzerns gutachterlich bestätigt. Hierzu werden nun die in der Umsetzungsorganisation verankerten Resilienz-Maßnahmen konsequent vorangetrieben und die Einhaltung der gesetzten Ziele permanent überwacht. Zusätzlich wurde in Zusammenarbeit mit den kreditgebenden Banken eine Finanzierungs-Vereinbarung geschlossen: Auf dieser Basis ist die Finanzierung des Teilkonzerns bis September 2025 sichergestellt. Während dieser Zeit ist vertraglich vereinbart, dass quartalsweise eine gutachterliche Bestätigung über die Einhaltung des Sanierungsfahrplans abgegeben wird. Weitere Financial Covenants sind nicht vorgesehen. Sollte die Gruppe die vertraglichen Bestandteile des Sanierungsfahrplans nicht einhalten, tritt eine vertraglich vereinbarte zusätzliche Besicherung in Kraft. Die Risiken einer Nichteinhaltung des Sanierungsplanes schätzt die Geschäftsleitung derzeit als gering ein. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Ertragslage Der Umsatz konnte trotz der nach wie vor schwierigen Marktsituation um 18,2 % gesteigert werden und beträgt rund EUR 395 Mio. Aufgrund der oben ausgeführten Marktverwerfungen im Beschaffungs- und Energiemarkt konnten die geplanten Ergebnisziele nicht erreicht werden. Gegenläufig zu den operativen Verlusten im Kabinen-, Umwelt und Technologiebereich hat der Sondereffekt aus dem Verkauf eines Grundstücks in Belgien das Ergebnis der FMI- Gruppe positiv beeinflusst. Die Sparte Kabinen stellt 52 % des Konzernumsatzes dar und erzielte im Geschäftsjahr Umsatzerlöse von EUR 206 Mio., was einen Anstieg von 18 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das Spartenergebnis beträgt ca. EUR -3,9 Mio. Die Sparte Kunststoff mit einem Umsatzanteil von 46 % erzielte Umsatzerlöse von EUR 183 Mio. und liegt ca. 20 % über dem Niveau des Vorjahres. Der überwiegende Teil des Umsatzes wird aus dem Seriengeschäft generiert. Das Ergebnis dieser Sparte liegt mit EUR 0,1 Mio. insgesamt deutlich unterhalb der Planungen. Die Sparte Technologie mit einem externen Umsatzanteil von rund 48 % erzielte wieder stabile Außenumsatzerlöse von ca. EUR 5,0 Mio. Die übrigen Umsätze werden vornehmlich intern mit der Herstellung komplexer Werkzeuge für die Kunststoff-Sparte erzielt. Das Ergebnis der Technologie-Sparte beläuft sich insgesamt auf EUR -1,1 Mio. und liegt damit deutlich unterhalb des Planwertes. Die Sparte Umwelttechnik erzielte externe Umsätze in Höhe von ca. EUR 2,2 Mio. Das entspricht einer leichten Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Die Immobiliensparte erzielte im Geschäftsjahr 2021/22 keine Außenumsätze. Insgesamt beurteilt die Geschäftsleitung die Lage des Konzerns in einem schwierigen Marktumfeld als nicht zufriedenstellend. Es wurden daher von der Geschäftsleitung Maßnahmen getroffen, um die wirtschaftliche Situation zu stabilisieren und wieder zufriedenstellende Ergebnisgrößen zu erreichen. Auf diese Maßnahmen wird im Abschnitt "Ereignisse nach dem Bilanzstichtag" ausführlich eingegangen. Finanzlage Diese vereinfachte Kapitalflussrechnung zeigt die Entwicklung der kurzfristig verfügbaren finanziellen Mittel in Anlehnung an DRS 21:
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit weist aufgrund des Jahresfehlbetrages und der hohen Mittelbindung im Working Capital einen negativen Betrag aus. Der Mittelbedarf aufgrund der Investitionstätigkeit wurde durch einen positiven Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit gedeckt. Insgesamt hat sich der Finanzmittelfonds um TEUR 2.417 erhöht. Vermögenslage Überblick Das Sachanlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr 2021/22 von EUR 118,7 Mio. auf EUR 117,7 Mio. leicht verringert. Abgängen in Höhe von EUR 1,9 Mio. und Abschreibungen in Höhe von EUR 10,5 Mio. stehen Neuinvestitionen von EUR 11,5 Mio. im Geschäftsjahr gegenüber. Das immaterielle Anlagevermögen verringerte sich abschreibungsbedingt um EUR 0,3 Mio. Das Finanzanlagevermögen erhöhte sich geringfügig um EUR 0,3 Mio. auf EUR 6,1 Mio.. Insgesamt hat sich damit das Konzernanlagevermögen um EUR 1,0 Mio. verringert. Das Umlaufvermögen erhöhte sich im Geschäftsjahr um EUR 26,6 Mio. Dieser Anstieg vollzog sich vor allem beim Vorratsvermögen sowie den Lieferantenforderungen. Auf der Passivseite vollzog sich der Anstieg im Wesentlichen im Bereich der Bankverbindlichkeiten sowie der sonstigen Verbindlichkeiten. Der Rückgang des Eigenkapitals ist im Wesentlichen auf den Jahresfehlbetrag zurückzuführen. Der Saldo aus Einzahlungen und Tilgungen von Krediten beträgt EUR 25,7 Mio. (Kreditaufnahme). Die kurzfristige Nettoverschuldung des Konzerns beträgt EUR 7,2 Mio. (Vj. EUR 9,6 Mio.). Investitionen Im Geschäftsjahr 2021/22 wurden insgesamt EUR 11,9 Mio. investiert. Schwerpunkte der Investitionstätigkeit waren die Kunststoffsparte (ca. EUR 5,6 Mio.) sowie die Kabinenwerke in Deutschland (EUR 1,0 Mio.), Tschechien (EUR 1,1 Mio.) und Rumänien (EUR 2,4 Mio.). Die Investitionen betrafen schwerpunktmäßig die Kapazitätserweiterung und Modernisierung von Fertigungsanlagen. Aufgrund attraktiver Finanzierungskonditionen wurde insbesondere in der Kunststoffsparte ein großer Teil der Anlagenzuwächse (EUR 2,2 Mio.) geleast und daher nicht im Anlagevermögen ausgewiesen. Eigenkapital / Bilanzsumme Das Eigenkapital liegt mit EUR 122,8 Mio. unter dem Niveau des Vorjahres. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf den Jahresfehlbetrag und Gutschriften auf den Gesellschafterkonten zurückzuführen. Durch den erhöhten Bilanzsummen-Ausweis ergibt sich rechnerisch eine deutlich verringerte Eigenkapitalquote von 39,4 % (Vj. 45,3 %). Liquide Mittel, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 104,5 Mio. (Vj. EUR 77,5 Mio.) stehen liquide Mittel von EUR 4,9 Mio. (Vj. EUR 1,2 Mio.) gegenüber. Die Finanzierungsstruktur der Gruppe wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich erweitert. Vor dem Hintergrund der großen Planungsunsicherheiten aufgrund der COVID19-Krise hatte sich die FMI-Gruppe Kreditlinien aus dem KfW-Sonderprogramm 2020 in Höhe von EUR 45 Mio. zusagen lassen. Davon wurden EUR 18 Mio. im Geschäftsjahr 2020/21 ausbezahlt und die restlichen EUR 27 Mio. im abgelaufenen Geschäftsjahr ausbezahlt. Dabei handelt es sich um eine Betriebsmittelkreditlinie mit einer Gesamtlaufzeit von sechs Jahren, welche bei direkter Auszahlung für zwei Jahre tilgungsfrei gestellt wurde. Die frei verfügbare Liquidität zum Bilanzstichtag betrug ca. EUR 32,5 Mio. (Vj. EUR 61,5 Mio.). Zusammenfassung zur wirtschaftlichen Lage Die Entwicklung der FMI-Gruppe war im abgelaufenen Geschäftsjahr von den Nachwirkungen der Corona-Krise und den unmittelbaren Auswirkungen der Ukraine-Krise geprägt. Die Umsatzzahlen konnten zwar deutlich gesteigert werden, allerdings führten die schlagend gewordenen Preissteigerungs- und Beschaffungsmarktrisiken sowie die beschriebenen Sonderabschreibungen zu erheblichen Ergebniseinbußen. Die Geschäftsleitung hat in Abstimmung mit den Bankpartnern unmittelbar Maßnahmen eingeleitet, um die Ertrags- und Liquiditätssituation der Fritzmeier-Gruppe zu verbessern. Wir verweisen dazu auf die Ausführungen unter dem Punkt "Sanierungsplan". Personal Der Personalstand lag im Jahresdurchschnitt bei 2.093 Mitarbeitern (Vj. 2.023) und damit leicht über dem Niveau des Vorjahres. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Umwelt Wir alle - Unternehmen wie Privatpersonen - sind verantwortlich für unsere Umwelt und legen mit unserem heutigen Handeln fest, in welchem Zustand nachfolgende Generationen die Umwelt vorfinden werden. Ein effizienter Einsatz von Rohstoffen und Energie sowie die Reduktion von Emissionen sind daher auch wesentlicher Bestandteil unserer Umweltstrategie. Mitarbeiter Wir verfügen über gut ausgebildete, leistungsfähige und motivierte Mitarbeiter. Damit dies so bleibt, sehen wir es als moderner und verantwortungsvoller Arbeitgeber als wichtige Aufgabe an, unseren Mitarbeitern neben interessanten und fordernden Aufgaben sowie einem attraktiven Arbeitsumfeld auch eine leistungsgerechte Vergütung und interessante Zusatzleistungen anzubieten. Darüber hinaus bieten wir unseren Mitarbeitern unterschiedliche Arbeitszeitmodelle wie flexible Arbeitszeiten, Teilzeit und mobiles Arbeiten an. Eine wichtige Säule einer nachhaltig ausgerichteten Personalpolitik ist unsere Berufsausbildung. Zum aktuellen Stichtag waren insgesamt 35 Auszubildende bei uns beschäftigt, schwerpunktmäßig in Deutschland. Code of Conduct Das Management der FMI Gruppe hat einen Code of Conduct verabschiedet, der die Mitarbeiter der FMI Gruppe zur Einhaltung von gesetzlichen Regelungen und ethischen Standards verpflichtet. Darunter fallen insbesondere Arbeitnehmerrechte, Arbeitssicherheit, Umweltschutz und Compliance Themen. Finanzielle Leistungsindikatoren Als finanzielle Leistungsindikatoren werden in der Gruppe vor allem die EBITDA- Kennzahlen gesehen. Die geplanten EBITDA-Zahlen (EUR 18,7 Mio.) konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund der oben ausgeführten Effekte nicht erreicht werden. Das EBITDA im Geschäftsjahr 21/22 beträgt EUR 13,1 Mio. Bei Adjustierung der im abgelaufenen Geschäftsjahr vorgenommenen Sonderaufwendungen und Leasingaufwendungen ergibt sich ein EBITDAR-Wert (Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation, Amortization and Rent sowie Sondereffekte) in Höhe von EUR 14,9 Mio. (gemäß Definition im Schuldschein-Darlehensvertrag). Forschung und Entwicklung Die Kosten der laufenden technologischen Weiterentwicklung in den Sparten Kabinen, Kunststoff und Technologie im Rahmen zahlreicher kontinuierlicher Verbesserungsprojekte werden nicht gesondert erfasst. Allerdings werden erhebliche Aufwendungen für den Ausbau der Carbon-Technik getätigt; die mehrjährige Forschungsarbeit ist nun die Grundlage für die Herstellung modernster Faserverbundkunststoffteile für die Automobilindustrie. Risikomanagement und Risikomanagementziele Operative Risiken des Konzerns liegen vor allem im Wettbewerb. Diesen Risiken wird in allen Sparten durch konsequenten Ausbau der Kompetenz als Systemlieferant mit einer leistungsfähigen Entwicklung, innovativen Technologien, hohem Qualitätsstandard und optimierten Logistikprozessen begegnet. Die finanzwirtschaftlichen Risiken werden durch das Risikomanagement der Gesellschaften weitgehend minimiert. Das Forderungsausfallrisiko wird durch Konzentration auf leistungsfähige Kunden, Bonitätsprüfung bei Neukunden und teilweise bestehende Warenkreditversicherungen begrenzt. Wechselkurseffekte entstehen insbesondere für das Kabinenwerk in der Tschechischen Republik, da die Erträge in EUR anfallen, etwa ein Drittel der Kosten jedoch in CZK abgerechnet wird. Die Risiken aus den überschaubaren Rohmaterialeinkäufen in JPY werden derzeit nicht abgesichert. Zinsänderungsrisiken bestehen lediglich für kurzfristige Kreditinanspruchnahmen, werden jedoch durch das Management überwacht. Liquiditätsrisiken einzelner Tochterunternehmen werden durch die rollierende Cash- Planung rechtzeitig erkannt, so dass die Konzernleitung rechtzeitig reagieren kann. Insgesamt sind adäquate Kontrollmechanismen eingerichtet worden, um eine frühzeitige Erkennung von Risiken zu gewährleisten und angemessen auf etwaige Risiken reagieren zu können. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Risikoberichterstattung Die weltweite wirtschaftliche Erholung hat sich in den letzten Monaten unter dem Eindruck hoher Inflation, stark gestiegener Rohstoff- und Energiekosten, hartnäckiger Lieferengpässe und großer Unsicherheiten stark verlangsamt. Belastende Faktoren und ursächlich hierfür sind vor allem der Ukraine-Krieg, die Nachwirkungen der strikten Null-Covid-Politik in China und ein allgemeiner Rückgang beim privaten Konsum. Zudem haben sich die finanziellen Rahmenbedingungen deutlich verschlechtert, da die Notenbanken ihre Politik zum Teil deutlich gestrafft haben und das Zinsniveau weltweit signifikant angestiegen ist. Für die FMI-Gruppe ergeben sich hieraus Risiken sowohl im Bereich Absatz als auch auf der Beschaffungsseite. Durch flexible Produktionsstrukturen, Effizienzsteigerungen in den Produktionsprozessen, den Ausbau der strategischen Beschaffung und die konsequente Weitergabe von Kostensteigerungen in den Produktpreisen werden Risiken weitgehend minimiert. Für das kommende Geschäftsjahr gehen wir jedoch von steigenden Umsätzen und einer deutlichen Ergebnisverbesserung aus. Ein weiteres Risiko besteht in der Nichteinhaltung von vertraglich vereinbarten Bestandteilen des Sanierungsgutachtens. Dies würde eine vertraglich vereinbarte Erweiterung der Besicherung zur Folge haben. Dieses Risiko schätzt die Geschäftsleitung derzeit als gering ein. Chancenberichterstattung Wenngleich sich die allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eintrüben, gehen wir für das kommende Geschäftsjahr aufgrund der hohen Auftragsbestände bei unseren Kunden aus dem Bereich der Lastkraftwagen und Landtechnik sowie dem Hochlauf eines volumenstarken Neuauftrages aus dem Bereich Automotive von deutlich steigenden Umsätzen und einem deutlich verbesserten Ergebnis aus. Das aktuelle Kunden- und Auftragsportfolio aus den Bereichen Nutzfahrzeuge, Automotive und Landtechnik stellt auch in einem gesamtwirtschaftlich schwierigen Umfeld eine stabile Umsatzbasis dar. Weitere Wachstumschancen sehen wir vor allem im Bereich Automotive und der Transformation zur Elektromobilität, welche neue Anwendungsmöglichkeiten für Composite-Bauteile eröffnet. Erste volumenstarke Serienaufträge sind im Hochlauf bzw. in der Vorbereitung für den Serienstart. Im Bereich Lastkraftwagen gehen wir aufgrund des weiter steigenden Güterverkehrsaufkommens davon aus, dass auch bei ungünstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ein hoher Bedarf an Ersatzfahrzeugen besteht und somit keine gravierenden Volumenrückgänge zu erwarten sind. Sobald sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wieder verbessern und entsprechend die weltweite Produktionsleistung ansteigt, sind Volumensteigerungen zu erwarten. Im Bereich Landtechnik erwarten wir auch in Zukunft eine stabile Nachfrage auf hohem Niveau, da durch den Zuwachs der Weltbevölkerung der Bedarf an Nahrungsmittel weiter ansteigt. Bei den Rohstoffpreisen scheint mittlerweile der Zenit erreicht und vereinzelt sind bereits wieder sinkende Notierungen zu verzeichnen. Bei den Energiekosten erwarten wir durch die Energiepreisbremse eine Entlastung. Insgesamt muss jedoch mittelfristig weiterhin von einem hohen Preisniveau für Energie ausgegangen werden. Bedingt durch die aktuell hohen Inflationswerte ist in nächster Zeit zudem mit deutlich höheren Lohnabschlüssen zu rechnen. Die Weitergabe der nicht kompensierbaren Kostensteigerungen an unsere Kunden ist unabdingbar, erfolgt teilweise jedoch erst zeitversetzt. Aktuell geht die Geschäftsleitung davon aus, dass der Umsatz im Geschäftsjahr 2022/23 um mehr als 20 % steigen wird. Bei EBITDA und Jahresergebnis werden planmäßig ebenfalls deutliche Verbesserungen erwartet. Von einer Rückkehr des operativen Jahresergebnisses in die Gewinnzone wird allerdings noch nicht ausgegangen.
Großhelfendorf, den 4. August 2023 Die Geschäftsführung |
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