chargebyte
GmbH
Leipzig
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
für das Geschäftsjahr 2023
1 Einleitung
Im Geschäftsjahr 2023 konnte die chargebyte GmbH
ihre Position als einer der führenden Anbieter im
Bereich Elektromobilität-Ladekommunikation weiter
festigen. Trotz der Herausforderungen auf globaler Ebene und
in der Branche hat das Unternehmen bedeutende Fortschritte in
verschiedenen Geschäftsbereichen erzielt. Dieser
Lagebericht soll einen umfassenden Überblick über
die finanzielle Lage, die operativen Leistungen und die
Markttrends geben, die diese Aktivitäten beeinflusst
haben.
2 Grundlagen des Unternehmens
2.1 Geschäftsmodell der Gesellschaft
Das Geschäftsmodell besteht aus der Entwicklung
und Produktion von Produkten (Hard- und Software) und damit
zusammenhängenden Dienstleistungen zur Ladekommunikation
in der E-Mobilität. Kunden sind dabei sowohl
internationale Ladesäule-Hersteller als auch
internationale Fahrzeughersteller. Es handelt sich dabei um
B2B (Business to Business) Vertragsbeziehungen, das
Geschäft mit privaten Konsumenten liegt nicht im Fokus.
Das Unternehmen ist unterhalb der Geschäftsführung
nach Funktionen gegliedert:
·
Entwicklung, mit den verschiedenen Technologie-
und Entwicklungs-Teams
·
Operations, mit Produktion, Logistik, Purchasing
und Support
·
Commercial, mit Business Development, Sales,
Marketing und Auftragsabwicklung
·
People & Organisation, mit Human Resources,
IT &DevOps, Back Office und Compliance
·
Finance
·
Tochtergesellschaft in den USA
Die chargebyte GmbH beschäftigte zum 31.12.2023 73
Mitarbeiter. Diese verteilen sich über die Standorte
Leipzig, Garching, Braunschweig und Ulm. Die Fluktuation lag
mit unter 5 % weit unter dem Marktdurchschnitt und trug stark
zum Erhalt von Know-how und Erfolg am Markt bei.
2.2 Forschung und Entwicklung
Die chargebyte GmbH investierte weiterhin in ihre
Entwicklungs-Teams und stellte weitere Entwickler ein, so
dass nunmehr 38 Mitarbeiter im Bereich der
Produkt-Entwicklung tätig sind. Wesentliche Meilensteine
in der Produktentwicklung: Ein vollumfängliches
Automotive Ladesteuergerät ("Charge Control L") wurde
zur Serienreife gebracht und kann seit 2023 auch an
Hersteller und Zulieferer von Elektrofahrzeugen verkauft
werden. Mit der Beteiligung am Everest-Open-Source Projekt
und der damit verbundenen Integration der SW auf den
Ladesteuergeräten der chargebyte GmbH wurde das
Leistungsangebot und damit der potenzielle Kundenstamm
deutlich erweitert. Durch die Entwicklung der "Charge-Coupled
Devices" (ladungsgekoppelte Bauteile) hat das Unternehmen nun
eine resourcensparende,
kosteneffiziente und damit wettbewerbsfähige
Lösung für den zukünftigen,
großvolumigen Markt der Gleichstrom-Wallboxen. Die
hochvolumige Produktfamilie der PLC-Stamps wurde durch einen
"Multi"-Stamp erweitert, der es ermöglicht verschiedene
Hersteller des strategisch wichtigen PLC-Chips einzusetzen.
Des Weiteren wurde das Angebot an Evaluierungs-Kits
erhöht, um den Kunden das Testen und die Integration
unserer Produkte zu erleichtern.
3. Wirtschaftsbericht
3.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene
Rahmenbedingungen
Das Jahr 2023 war von wirtschaftlichen Unsicherheiten
geprägt, die durch geopolitische Spannungen, steigende
Rohstoffpreise und Überkapazitäten bei Kunden
verursacht wurden. Dies ist begründet zum einen durch
schwächere Nachfrage beim Endkunden aufgrund
auslaufender Förderprogramme und zum anderen voller
Lager bei Kunden, die nach den Lieferkettenproblemen in den
Jahren 2020 bis 2022 sowie im 1. Halbjahr 2023 noch auf
Vorrat bestellt hatten.
Die Markttrends in der E-Mobility-Branche sind
geprägt durch folgende Faktoren.
· Nachhaltigkeit und Regulierungen: Die
globale Bewegung hin zu umweltfreundlicheren Verkehrsmitteln
wurde durch strengere Emissionsvorschriften und staatliche
Förderprogramme verstärkt. Dies führte zu
einer erhöhten Nachfrage nach Elektrofahrzeugen (EVs)
und Ladeinfrastruktur.
· Infrastrukturentwicklung: Der Ausbau der
Ladeinfrastruktur war ein wesentlicher Treiber für das
Wachstum des Marktes. Die Anzahl der öffentlichen
Ladepunkte hat weltweit erheblich zugenommen, was die
Akzeptanz von EVs weiter fördert.
· Standardisierung der Kommunikation
zwischen Lade-Infrastruktur und Fahrzeug: Ein wesentlicher
Fortschritt in der E-Mobility-Branche war die Einführung
und Verbreitung des ISO 15118 Standards. Dieser Standard
regelt die Kommunikation zwischen Elektrofahrzeugen und der
Ladeinfrastruktur, was die Interoperabilität und
Benutzerfreundlichkeit erheblich verbessert. Die chargebyte
GmbH hat sich als führendes Unternehmen in diesem
Bereich positioniert, indem es Lösungen entwickelt, die
diesen Standard implementieren und somit die nahtlose
Integration und Kommunikation zwischen Fahrzeugen und
Ladepunkten ermöglichen.
3.2 Geschäftsverlauf inkl. Strategischer
Ausrichtung
Trotz der geschilderten Herausforderungen im
Marktumfeld konnte die chargebyte GmbH nahe dem
Vorjahresvolumen abschließen. Während das Jahr
2022 noch geprägt war durch die Abarbeitung des Backlogs
an Aufträgen, die aufgrund von
Lieferketten-Engpässen in 2021 nicht ausgeführt
wurden, zeigte insbesondere das 4. Quartal 2023 branchenweit
eine Reduktion der Kunden-Bestellungen. Dies ist als
temporär anzusehen und wird auch 2024 noch anhalten.
Aufgrund der insgesamt starken Nachfrage ist aber bereits ab
2025 wieder mit Wachstum zu rechnen.
Um der steigenden Nachfrage insbesondere im
nordamerikanischen Markt gerecht zu werden, wurde im August
2023 die chargebyte Inc. als Tochter-Firma in South Carolina,
USA gegründet. Diese fokussiert sich auf
Vertrieb/Marketing und Kunden-Support. Die Nähe zum
Kunden ist wichtig zur langfristigen Umsatzsteigerung.
Mit der Teilnahme am Projekt "EVerest" hat sich die
chargebyte GmbH der weltweit größten Initiative
für open source Lösungen der
Elektromobilitätsbranche angeschlossen und ist seit 2023
aktiver Kontributor in diesem Projekt. Mit dem Initiator
Pionix GmbH wurde ein entsprechender Kooperationsvertrag
geschlossen.
Auch die Teilnahme am Forschungsprojekt "BiFlex
Industrie" findet in einem großen und namhaften
Konsortium statt und wird vom Bund mit mehreren Millionen
Euro gefördert.
Eine weiter strategische Initiative im Jahr 2023 war
die Übernahme der österreichischen nymea GmbH,
wodurch das Produktportfolio um eine Software für das
Heim-Energie-Management (HEMS) erweitert wurde. Das Closing
fand am 2. Januar 2024 statt.
3.3 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
3.3.1 Ertragslage
Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die chargebyte GmbH
einen Umsatz von € 17,1 Mio., was einem Rückgang
von 7 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dieser
Rückgang ist bedingt durch die geschilderte Reduktion
der Kundenabrufe aufgrund auslaufender Förderprogramme
und voller Lager bei Kunden, die nach den
Lieferkettenproblemen in den Jahren 2020 bis 2022 und 1.
Halbjahr 2023 noch auf Vorrat bestellt hatten.
Das operative Ergebnis (EBIT) konnte trotz
rückläufigem Umsatz gehalten werden und liegt mit
€ 2,1 Mio. oder 12,4 % vom Umsatz. Dies ist das Ergebnis
eines verbesserten Produkt-Mixes mit höheren Roh-Margen.
So konnten mehr Produkte verkauft werden mit hohem
Software-Anteil und niedrigeren variablen Kosten.
Der Material-Einsatz in % vom Umsatz ging von 59,3 % im
Jahr 2022 auf 51,8 % zurück, was für das
Geschäftsjahr 2023 einen Rohertrags-Marge von 48,2 %
ergibt im Vergleich zu 40,7 % in 2022.
Die Personalkosten stiegen aufgrund des weiteren
Aufbaus der Software-Kompetenz in der Entwicklung von 20,8 %
vom Umsatz in 2022 auf 29,0 % in 2023.
3.3.2 Vermögenslage
Insgesamt hat sich die Bilanzsumme der Gesellschaft auf
€ 12,5 Mio. erhöht. Die Bestände an
Rohmaterial, unfertigen und fertigen Erzeugnissen stiegen von
€ 2,7 Mio. auf € 4,8 Mio. und repräsentieren
38,3 % der Bilanzsumme. Der Anstieg ist bedingt durch die
niedrigere Nachfrage im 4. Quartal 2023. An der
Vermarktbarkeit der Bestände bestehen keine Zweifel. Die
Kennzahl Lagerbestand, welche zur Unternehmenslenkung
verwendet wird, ist unter der unternehmensinternen
Zielgröße, konnte zum Vorjahr jedoch verbessert
werden.
Liquide Mittel stiegen von € 1,7 Mio. in 2022 auf
€ 3,2 Mio. in 2023. Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen betragen € 2,2 Mio. oder ca. 1,6
Monatsumsätze. Die anderen Vermögenswerte sind
vergleichbar mit den Vorjahren.
3.3.3 Finanzlage
Die chargebyte GmbH verfügt weiterhin über
eine solide finanzielle Basis. Die Eigenkapitalquote
beträgt 56,6 %. Dies ist eine sehr gute Basis für
zukünftige Investitionen, Expansionen und
ermöglicht es auch, ein temporär
rückläufiges Geschäft in 2024 zu
überbrücken.
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind
mit € 1,3 Mio. unverändert und Verbindlichkeiten
gegenüber Lieferanten sind von € 1,2 Mio. in 2022
auf € 2,7 Mio. in 2023 angestiegen aufgrund der
Abnahmeverträge für Rohmaterial und
Auftragsfertigung. Diese Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen repräsentieren ca. 1,9
Monatsumsätze.
3.3.4 Finanzielle und nicht finanzielle
Leistungsindikatoren
Die Steuerung des Unternehmens erfolgt über eine
Reihe von finanziellen und nicht-finanziellen Key Performance
Indikatoren (KPI), darunter sind die wesentlichen:
· Rohertrags-Marge der verkauften und
produzierten Produkte · Der Lagerbestand
· Fluktuation der Mitarbeiter
4 Prognosebericht
Für das kommende Geschäftsjahr ist von einer
Reduktion des Volumens aufgrund der vorgenannten
Markt-Faktoren auszugehen, eine Rückkehr zu Wachstum ist
ab 2025 auszugehen.
Bestandsgefährdende Risiken sind nicht zu erkennen
und die Strategie der Erhöhung des Software-Anteils in
den Produkten führt zu einer noch höheren
Differenzierung im Markt und steigender Rohertrags-Marge
durch höhere Wertschöpfung.
Aufgrund niedrigerer Umsätze in 2024 wird das
Ergebnis vor Zinsen und Steuern negativ werden und unter dem
Ergebnis von 2023 liegen. Ab 2025 wird es wieder steigen um
spätestens ab 2026 wieder in den Ziel-Korridor von 5
%-10 % vom Umsatz zu kommen. Dabei ist die Optimierung der
Prozesse und der Kostenbasis ein wichtiger Teil des
Management-Prozesses und trägt zur Steigerung des
Ergebnisses über die nächsten Jahre bei.
Die Gründung der Tochter-Gesellschaft in den USA
wird dabei einen wesentlichen Beitrag zur Umsatz- und
Ertragssteigerung leisten.
Der Lagerbestand wird stetig weiterentwickelt, um die
Lieferfähigkeit gewährleisten zu können. Die
Mitarbeiterzufriedenheit und niedrige Fluktuationsrate stehen
weiterhin im Fokus der Unternehmenstätigkeit.
Sofern unser Lagebericht in die Zukunft gerichtete
Annahmen und Schätzungen enthält, ist zu
berücksichtigen, dass gerade in der schnelllebigen
Elektro-Mobilitäts-Branche erhöhte Unsicherheit von
Prognosen in Bezug auf die tatsächlichen Ergebnisse
besteht.
5 Chancen- und Risikobericht
5.1 Risiken
Die Risiken für die chargebyte GmbH sowie die
mitigierenden Maßnahmen lassen sich wie folgt
zusammenfassen und in den folgenden Risiko-Klassifizierungen
zusammenfassen:
Schadensklasse
|
Qualitativ
|
Quantitativ
|
Wahrscheinlichkeitsklasse
|
Qualitativ
|
Quantitativ
|
1
|
Sehr gering
|
0 - 0,5 Mio. EUR
|
1
|
Unwahrscheinlich
|
0% - 19%
|
2
|
Spürbar
|
> 0,5 Mio. EUR - 1
Mio. EUR
|
2
|
Gering
|
20% - 39%
|
3
|
Bedeutsam
|
> 1 Mio. EUR - 2 Mio.
EUR
|
3
|
Mittel
|
40% - 59%
|
4
|
Erheblich
|
> 2 Mio. EUR - 4 Mio.
EUR
|
4
|
Hoch
|
60% - 79%
|
5
|
Bestandsgefährdend
|
> 4 Mio. EUR
|
5
|
Sehr hoch
|
80% - 100%
|
Rangfolge
|
Risiko
|
|
Schadensklasse
|
Wahrscheinlichkeitsklasse
|
1
|
Make or Buy Entscheidung
von Kunden
|
|
2
|
2
|
2
|
Potentieller Taiwan
Konflikt
|
|
2
|
2
|
3
|
Konsolidierung im
Kundenbereich
|
|
2
|
1
|
4
|
Cyber-Risiken
|
|
1
|
2
|
5
|
Abhängigkeit von
einem Auftragsfertiger
|
|
1
|
1
|
6
|
Fachkräftemangel
|
|
1
|
1
|
1. Make or Buy Entscheidungen von Kunden. Kunden
könnten die Produkte der chargebyte GmbH durch
Eigenentwicklungen ersetzen. Dies begegnet die chargebyte
GmbH mit aktiver Mitarbeit am Industrie-Standard und einer
aktiven Entwicklungs-Roadmap, was es für Kunden sehr
aufwändig macht, selbst die Entwicklung zu machen. Das
Risiko wird mit Schadensklasse 2 und
Wahrscheinlichkeitsklasse 2 eingestuft.
2. Ein potenzieller Taiwan Konflikt und
Auswirkungen auf die Verfügbarkeit der in Taiwan
gefertigten Chips. Die chargebyte GmbH hat bereits seine
Produkte auf verschiedene Chip-Typen und -Hersteller
befähigt. Darüber hinaus werden langfristige
Rahmenverträge mit großen Distributionspartnern
und Komponentenherstellern abgeschlossen, um Lieferungen
abzusichern. Dadurch ist eine bestmögliche Mitigation
gegeben. Das Risiko wird mit Schadensklasse 3 und
Wahrscheinlichkeitsklasse 2 eingestuft.
3. Konsolidierung im Kundenbereich. Da der
E-Mobility Markt noch vergleichsweise jung ist, findet am
Markt eine Konsolidierung von Anbietern statt. Die chargebyte
GmbH hat bereits erfolgreich eine stärkere
Diversifizierung der Kundenbasis erreicht und arbeitet daran
weiter. Das Risiko wird mit Schadensklasse 2 und
Wahrscheinlichkeitsklasse 1 eingestuft.
4. Cyber-Risiken. Ein erfolgter Cyber-Angriff auf
einen Hosting-Dienstleister für das vormalige ERP-System
in 2023 hat dazu geführt, dass alle Prozesse hierzu noch
einmal untersucht wurden und ein Wechsel des ERP-Systemhauses
erfolgte, dass einen stärkeren Schutz vor Cyber-Risiken
gewährleistet. Das Risiko wird mit Schadensklasse 1 und
Wahrscheinlichkeitsklasse 1 eingestuft.
5. Abhängigkeit von einem Auftragsfertiger.
Dieses in der Vergangenheit bestehende wesentliche Risiko ist
bereits durch Diversifizierung auf mehrere Auftragsfertiger
mitigiert. Das Risiko wird mit Schadensklasse 1 und
Wahrscheinlichkeitsklasse 1 eingestuft.
6. Fachkräftemangel. Dank des sehr
performanten Rekrutierungs-Prozesses, im Wesentlichen durch
Mitarbeiter-Referrrals, und einer sehr niedrigeren
Fluktuationsrate ist dieses Risiko eher unwesentlich. Das
Risiko wird mit Schadensklasse 1 und
Wahrscheinlichkeitsklasse 1 eingestuft.
5.2 Chancen
1. Das Spezialisten-Image der chargebyte GmbH und
Sichtbarkeit am Markt haben sehr stark zugenommen. Der
gesamte E-Mobility Markt wird auch mittel- und langfristig
stark wachsen. Auch zukünftig ist allerdings mit
kurzfristigen Transformations-Schwankungen zu rechnen.
2. Neben dem europäischen Markt wachsen die
Märkte in USA, Indien und Asien sehr stark. Die
chargebyte GmbH hat sich mit seiner Tochtergesellschaft in
USA und Kooperationen in Indien und Asien sehr gut
aufgestellt.
3. Stärkere Fokussierung auf Software im
Vergleich zu Hardware in den Produkten. Die Strategie ist es,
den Software-Anteil in den Produkten zu erhöhen. Dies
ist auch bereits in 2023 erfolgreich umgesetzt durch eine
Verstärkung des eigenentwickelten Software-Anteil. Dies
erhöht die eigene Wertschöpfung mit einhergehend
höherem Rohertrag und reduziert die Abhängigkeit
von Komponenten-Zulieferungen.
4. Geschäftsfelderweiterung zu Energie
Management Systemen für Gebäude. Der Markttrend
geht zu einer stärkeren Vernetzung von E-Mobilität
und Gebäude-Energie-Management-Systemen. Die Akquisition
der in Wien ansässigen nymea GmbH zum 1.1.2024 ist ein
wichtiger Schritt für an diesem Markt zu partizipieren.
5. Wiederkehrende Wartungs- und
Lizenzumsätze. Bisher ist ein Großteil der
Umsätze noch Einmal-Produkt-Verkauf. Ziel ist es jedoch
durch intelligente Wartungs- und Lizenzumsätze
wiederkehrende Umsätze mit Kunden zu generieren.
5.3 Gesamtaussage
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Chancen
die Risiken überwiegen und die Risiken ständig
einem Monitoring unterliegen mit den verbundenen
Mitigation-Maßnahmen. Das Geschäftsjahr 2023 war
für die chargebyte GmbH erfolgreich. Trotz der
Herausforderungen auf globaler und branchenspezifischer Ebene
konnten die strategischen Ziele erreicht werden und die
Marktposition gestärkt werden. Wir blicken optimistisch
in die Zukunft und sind als Spezialanbieter für
Ladekommunikation gut aufgestellt, um von den positiven
Markttrends in der E-Mobility-Branche zu profitieren.
Dieser Lagebericht spiegelt die aktuelle Lage der
chargebyte GmbH wider und wurde nach bestem Wissen und
Gewissen erstellt. Wir bedanken uns bei unseren Mitarbeitern,
Kunden und Partnern für ihr Vertrauen und ihre
Unterstützung.
Unterschrift der Geschäftsführung
Leipzig, den 4. November 2024
Geschäftsführer
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
807.213,83 |
749.729,05 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
23.075,60 |
105.757,33 |
| II.
Sachanlagen |
587.659,29 |
643.971,72 |
| 1.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
568.792,12 |
632.636,67 |
| 2.
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
18.867,17 |
11.335,05 |
| III.
Finanzanlagen |
196.478,94 |
|
| 1.
Anteile an verbundenen Unternehmen |
9.283,13 |
|
| 2.
Ausleihungen an verbundene Unternehmen |
187.195,81 |
|
| B.
Umlaufvermögen |
11.655.440,05 |
8.457.971,18 |
| I.
Vorräte |
4.799.474,43 |
2.741.751,86 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
3.691.972,87 |
3.978.071,42 |
| davon
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
22.150,50 |
22.150,50 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
3.163.992,75 |
1.738.147,90 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
62.903,62 |
3.664,54 |
| Aktiva |
12.525.557,50 |
9.211.364,77 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
7.089.111,41 |
5.408.308,15 |
| I.
Gezeichnetes Kapital |
63.000,00 |
63.000,00 |
| II.
Kapitalrücklage |
2.496.083,18 |
2.496.083,18 |
| III.
Gewinnvortrag |
2.849.224,97 |
1.324.754,16 |
| IV.
Jahresüberschuss |
1.680.803,26 |
1.524.470,81 |
| B.
Rückstellungen |
1.029.132,47 |
816.150,72 |
| C.
Verbindlichkeiten |
4.407.313,62 |
2.986.905,90 |
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern |
1.296.060,34 |
1.246.860,34 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
1.296.060,34 |
1.246.860,34 |
| 2.
sonstige Verbindlichkeiten |
3.111.253,28 |
1.740.045,56 |
| davon
mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
3.111.253,28 |
1.740.045,56 |
| Passiva |
12.525.557,50 |
9.211.364,77 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
9.143.887,73 |
7.546.783,76 |
| 2.
Personalaufwand |
4.941.568,32 |
3.812.704,14 |
| a)
Löhne und Gehälter |
4.043.511,44 |
3.207.908,83 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
898.056,88 |
604.795,31 |
| davon
für Altersversorgung |
2.419,25 |
1.555,94 |
| 3.
Abschreibungen |
206.114,58 |
120.334,00 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
206.114,58 |
117.884,00 |
| b)
auf Vermögensgegenstände des
Umlaufvermögens, soweit diese die in der
Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen
überschreiten |
|
2.450,00 |
| 4.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
1.870.823,79 |
1.538.257,18 |
| 5.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
17.605,56 |
-3.935,34 |
| 6.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
55.837,95 |
32.050,00 |
| 7.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
410.225,86 |
515.032,29 |
| 8.
Ergebnis nach Steuern |
1.676.922,79 |
1.524.470,81 |
| 9.
sonstige Steuern |
-3.880,47 |
|
| 10.
Jahresüberschuss |
1.680.803,26 |
1.524.470,81 |
Anhang
Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der
§§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der
ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße
Kapitalgesellschaften gem. §§ 264 ff. HGB sowie den
ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.
Die chargebyte GmbH ist eine mittelgroße
Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB und
hat die größenabhängigen Erleichterungen gem.
§ 288 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen.
Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das
Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB angewandt.
Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut
Registergericht
| Firmenname laut
Registergericht: |
chargebyte GmbH |
| Firmensitz laut
Registergericht: |
Leipzig |
| Registereintrag: |
Handelsregister |
| Registergericht: |
Leipzig |
| Register-Nr.: |
HRB 23784 |
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu
Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung
unterlagen, um planmäßige Abschreibungen
vermindert.
Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um
planmäßige Abschreibungen vermindert.
Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach
der voraussichtlichen Nutzungsdauer der
Vermögensgegenstände linear vorgenommen.
Steuerlich sogenannte geringwertige
Wirtschaftsgüter wurden im Zugangszeitpunkt sofort
vollständig abgeschrieben.
Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und
bewertet:
- Beteiligungen zu Anschaffungskosten
- Ausleihungen zu Anschaffungskosten
Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag
vorliegende niedrigere Wert angesetzt.
Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am
Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.
Die Roh-, Hilfs-, und Betriebstoffe sind
grundsätzlich zu den fortgeführten
Durchschnittspreisen oder zu den niedrigeeren Börsen-
oder Marktpreisen vom Bilanzstichtag angesetzt. Die
Börsen- oder Marktpreise sind aus den Tageskursen des
Beschaffungsmarktes zum Bilanzstichtag abgeleitet worden.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken
bewertet.
Die liquiden Mittel wurden mit dem Nennwert angesetzt.
Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der
Aktivseite Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie
Aufwand für eine bestimme Zeit nach diesem Tag
darstellen.
Das Eigenkapital wurde mit dem Nennwert angesetzt.
Die Steuerrückstellungen beinhalten die das
Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten
Steuern.
Die sonstigen Rückstellungen wurden mit dem nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigem
Erfüllungsbetrag für alle weiteren ungewissen
Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren
Risiken berücksichtigt.
Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag
angesetzt.
Ein Rechnungsabgrenzungsposten auf der Passivseite
wurde nicht gebildet.
Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden
Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen
übernommen werden.
Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht
statt.
Angaben zur Bilanz
Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten
Anlagegegenstände ist im Anlagenspiegel dargestellt. Im
Geschäftsjahr 2023 wurde eine Umgliederung der
Anlageklassen vorgenommen, was zu einer abweichenden
Darstellung zum Vorjahr führt.
Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über
nachstehende Unternehmen berichtet:
Die Gesellschaft besitzt die folgenden 100%-igen
Tochterunternehmen. Die Angaben zum Jahresergebnis sowie zum
Eigenkapital beziehen sich dabei auf das Geschäftsjahr
2023:
Firmenname / Sitz
|
Jahresergebnis
|
Eigenkapital
|
chargebyte Inc.
|
n/a
|
10.000,00 USD
|
Angabe zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
und zu den sonstigen Vermögensgegenständen
Der Betrag der sonstigen Vermögensgegenstände
mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr
beträgt 45.540,41 EUR (Vorjahr: 45.500,41 EUR). Die
restlichen Beträge der Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen sowie der sonstigen Vermögensgegenstände
haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.
Angaben zu sonstigen Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen i. H. v. 310.356,39
EUR (Vorjahr: 398.869,64 EUR) sind sämtlich kurzfristig
und enthalten folgendes:
- Rückstellungen für Personalkosten i. H. v.
167.902,98 EUR (Vorjahr: 179.640,55 EUR)
- Rückstellungen für Gewährleistungen i.
H. v. 85.453,41 EUR (Vorjahr: 183.625,09 EUR)
- Rückstellungen für Abschluss und
Prüfung i. H. v. 57.000,00 EUR (Vorjahr: 35.604,00 EUR)
Angabe zu den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten
Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit
bis zu einem Jahr beträgt 4.216.847,22 EUR (Vorjahr:
2.986.905,90 EUR).
Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen
finanziellen Verpflichtungen
Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten
bestehen in Höhe von 2.511.398,51 EUR sonstige
finanzielle Verpflichtungen. Hierbei handelt es sich um
Verpflichtungen aus bestehenden Mietverträgen sowie
Leasingverträgen. Innerhalb eines Jahres sind hiervon
ca. TEUR 453 fällig.
Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende
Sachverhalte:
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Fällig
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Fällig 2024
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2025 bis 2028
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Fällig ab 2029
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EUR
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EUR
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EUR
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Mietverpflichtungen
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392.662,86
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1.570.649,17
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359.389,86
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Leasingverpflichtungen
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59.944,68
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128.752,51
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Summe
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452.606,97
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1.699.401,68
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359.389,86
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Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind
Zinsaufwendungen gegenüber verbundenden Unternehmen in
Höhe von 49.200,00 EUR (Vorjahr 32.050,00 EUR)
enthalten.
Sonstige Angaben
Durchschnittliche Zahl der während des
Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer
Die durchschnittliche Zahl der während des
Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten
Arbeitnehmer betrug 75 (Vorjahr: 56).
Geschäftsführung
Als Geschäftsführer bestellt und im
Handelsregister eingetragen sind:
Herr Thomas Wagner, Altomünster
Ist ein Geschäftsführer bestellt, ist er
einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen
des § 181 BGB befreit. Sind mehrere
Geschäftsführer bestellt, wird die Gesellschaft
gemeinschaftlich durch zwei Geschäftsführer oder
durch einen Geschäftsführer mit einem Prokuristen
vertreten. Im Übrigen macht die Gesellschaft von der
Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.
Gesamthonorar des Abschlussprüfers
Auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars wird
unter Verweis auf § 288 Abs. 2 HGB i.V.m. § 285 Nr.
17 HGB verzichtet.
Vorschlag für die Verwendung des Ergebnisses
Die Geschäftsführung schlägt vor den
Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.
Nachtragsbericht
Zum 1. Januar 2024 hat die chargebyte GmbH 100% der
Anteile an der nymea GmbH erworben.
Daneben ist über keine weiteren Ergeignisse von
besonderer Bedeutung zu berichten.
Unterschrift der Geschäftsführung
sonstige Berichtsbestandteile
gez. Herr Thomas Wagner (Geschäftsführer)
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 09.12.2024 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
des unabhängigen Abschlussprüfers
An die chargebyte GmbH, Leipzig
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der chargebyte GmbH -
bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem
Anhang, einschließlich der Darstellung der
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der chargebyte
GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis
zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen,
für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum
31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31.
Dezember 2023 und
· vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser
Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht
den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und
des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB
unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen
Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt
"Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts"
unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und
berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen
deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen
Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als
Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für
die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen
für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und
dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung
und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben
sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern
einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie
dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft
vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem
Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen
Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der
zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als
notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines
Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden
deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und
um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen
mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung
gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen
gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen,
der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum
Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine
wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche
Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder
Irrtümern resultieren und werden als wesentlich
angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden
könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der
Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts
getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die
Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im
Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen
Handlungen oder Irrtümern, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch
sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen
Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen
nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass
aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen
kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen
bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen
beinhalten können;
· gewinnen wir ein Verständnis von dem
für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten
internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des
Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um
Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen
Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel,
ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der
Gesellschaft abzugeben;
· beurteilen wir die Angemessenheit der von
den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den
gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte
und damit zusammenhängenden Angaben;
· ziehen wir Schlussfolgerungen über
die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung
der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der
erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben
unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu
modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der
Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks
erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass
die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
· beurteilen wir Darstellung, Aufbau und
Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich
der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die
zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse
so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;
· beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der
Lage des Unternehmens;
· führen wir Prüfungshandlungen
zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten
zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis
ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen
wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben
von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen
Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden
Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung
Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die
Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame
Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger
bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir
während unserer Prüfung feststellen.
München, den 8. November 2024
INTARIA AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft Rechtsanwälte
Fabian
Galler, Wirtschaftsprüfer
Michael
Steck, Wirtschaftsprüfer
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