Stammdaten

Register
Amtsgericht Duisburg HRB 14243
Eingetragen
17.12.2003
Branche
BeteiligungsgesellschaftenBau von Industrieanlagen, außer GebäudenSpezialisierte Bautätigkeiten im Tiefbau
Gegenstand
Schachtbau, Untertagebau, Tunnelbau, Stollenbau, Straßenbau, Bohrungen und andere industrielle Tätigkeiten sowie damit zusammenhängende Handelsgeschäfte für eigene oder fremde Rechnung. Die Gesellschaft kann andere Unternehmen erwerben, sich daran unmittelbar oder mittelbar beteiligen, ihre Geschäftsführung oder Vertretung übernehmen und sich mit anderen Unternehmen zu Arbeitsgemeinschaften zusammenschließen. Sie darf Niederlassungen im In- und Ausland errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thorsten Dr. Kratz
seit 23.1.2025
Prokura
Dietmar Lohscheidt
seit 5.1.2023
Prokura
David Voll
seit 4.2.2022
Prokura
Oleg Dr. Kaledin
seit 4.2.2022
Geschäftsführer
Axel Dr. Weißenborn
seit 16.2.2018
Prokura
Markus Dr. Beermann
seit 27.8.2015
Geschäftsführer
Markus Gevers
seit 27.8.2015
Geschäftsführer
Achim Prasuhn
seit 7.1.2015
Prokura
Andreas Masthoff
seit 7.1.2015
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Thyssen Schachtbau Holding GmbH
Germany
20.451.700 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

THYSSEN SCHACHTBAU GMBH

Mülheim an der Ruhr

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die THYSSEN SCHACHTBAU GMBH, Mülheim an der Ruhr

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der THYSSEN SCHACHTBAU GMBH, Mülheim an der Ruhr, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der THYSSEN SCHACHTBAU GMBH, Mülheim an der Ruhr, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 14. Oktober 2024

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hermann Schulze Osthoff, Wirtschaftsprüfer

Robert Schreiner, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.794,00 15.797,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 145.661,96 198.682,96
2. technische Anlagen und Maschinen 10.876.573,00 22.565.269,01
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 833.516,00 1.154.803,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 496.750,00 262.433,21
12.352.500,96 24.181.188,18
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 24.914.183,17 24.914.183,17
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 5.900.000,00 5.950.000,00
3. Beteiligungen 5.436,63 5.436,63
30.819.619,80 30.869.619,80
43.184.914,76 55.066.604,98
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Hilfs- und Betriebsstoffe 2.895.455,80 9.167.708,35
2. in Ausführung befindliche Bauaufträge 35.590.696,63 287.194.553,02
3. geleistete Anzahlungen 13.972.852,55 13.698.845,99
4. erhaltene Anzahlungen auf Bestellung -28.324.580,00 -252.158.905,59
24.134.424,98 57.902.201,77
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 41.539.568,21 38.642.129,96
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 50.652.730,22 38.680.074,27
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5.103.434,13 3.973.826,52
4. sonstige Vermögensgegenstände 9.418.141,78 13.066.393,71
106.713.874,34 94.362.424,46
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 45.171.766,11 22.806.340,51
176.020.065,43 175.070.966,74
C. Rechnungsabgrenzungsposten 603.774,34 2.074.663,77
219.808.754,53 232.212.235,49

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 20.451.700,00 20.451.700,00
II. Kapitalrücklage 3.200.000,00 3.200.000,00
III. Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen 2.680.191,75 2.680.191,75
IV. Bilanzgewinn 15.691.888,80 17.689.352,42
42.023.780,55 44.021.244,17
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 36.360.569,00 35.510.455,98
2. Rückstellungen für Hausbrandversorgung 9.945.215,00 10.845.281,00
3. Steuerrückstellungen 19.059.497,54 18.067.122,54
4. sonstige Rückstellungen 14.237.761,62 31.315.302,19
79.603.043,16 95.738.161,71
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.603.606,47 18.347.025,25
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 7.477.799,20 2.126.701,80
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.831.236,12 13.088.552,34
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 37.355.579,37 36.070.263,87
5. sonstige Verbindlichkeiten 39.913.709,66 22.820.286,35
98.181.930,82 92.452.829,61
219.808.754,53 232.212.235,49

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

01.01-31.12.2023 01.01-31.12.2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 377.976.562,21 124.099.832,88
2. Erhöhung des Bestands an in Ausführung befindlichen Bauaufträgen -251.490.885,62 35.744.633,32
Gesamtleistung 126.485.676,59 159.844.466,20
3. sonstige betriebliche Erträge 31.985.718,64 15.620.709,74
davon Erträge aus der Währungsumrechnung: EUR 8.073.682,81 (i.V. EUR 6.166.615,95)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -23.144.894,79 -28.512.304,86
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -38.704.733,95 -56.167.927,48
-61.849.628,74 -84.680.232,34
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -24.567.639,43 -39.063.336,22
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -12.608.996,89 -12.382.192,94
-37.176.636,32 -51.445.529,16
6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -16.777.211,16 -9.242.187,80
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens -6.887.405,26 0
-23.664.616,42 -9.242.187,80
7. sonstige betriebliche Aufwendungen -34.174.743,32 -27.462.803,40
davon aus Steuern: EUR 84.893,25 (i.V. EUR 56.095,89)
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: EUR 11.072.539,00 (i.V. EUR 4.751.117,62)
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 1.932.648,12 2.527.447,03
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.166.779,98 1.254.628,33
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.149.693,56 -2.168.273,04
davon Abzinsung Rückstellungen: EUR 570.858,41 (i.V. EUR 931.727,70)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.552.968,59 -495.542,12
12. Ergebnis nach Steuern 2.002.536,38 3.752.683,44
13. Gewinnvortrag 17.689.352,42 16.936.668,98
14. Gewinnausschüttung -4.000.000,00 -3.000.000,00
15. Bilanzgewinn 15.691.888,80 17.689.352,42

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

(1) Allgemeine Angaben

Die THYSSEN SCHACHTBAU GMBH hat ihren Geschäftssitz in Mülheim an der Ruhr und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Duisburg unter der Registernummer HRB 14243 eingetragen.

Der Jahresabschluss der THYSSEN SCHACHTBAU GMBH ist nach den für Kapitalgesellschaften maßgebenden Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung ergänzender Regelungen des GmbH-Gesetzes sowie des Gesellschaftsvertrages aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach den Vorschriften der §§ 266, 275 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

(2) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die bisher angewandten Bewertungsgrundsätze wurden, soweit nicht gesondert erwähnt, unverändert fortgeführt.

Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, bei abnutzbaren beweglichen Gegenständen vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Einzelkosten sowie angemessene anteilige Gemeinkosten. Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zugrunde.

Die geringwertigen Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert über EUR 250,00 und bis EUR 800,00 werden im Anschaffungsjahr abgeschrieben.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen wurden mit den Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt; § 253 Abs. 5 HGB wurde beachtet.

Verzinsliche Ausleihungen sind zu Nennwerten bilanziert.

Umlaufvermögen

Innerhalb der Vorräte sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tagespreisen bewertet. Die in Ausführung befindlichen Bauaufträge werden zu Herstellungskosten (unter Einbezug von Gemeinkosten) oder mit dem niedrigeren, am Bilanzstichtag beizulegenden Wert aktiviert.

In Anwendung des § 268 Abs. 5 HGB wurden die erhaltenen Anzahlungen offen von den Vorräten abgesetzt. Dabei wurden Anzahlungen nur so weit saldiert, als bei den entsprechenden Projekten am Bilanzstichtag tatsächlich Vorratswerte ausgewiesen wurden. Die danach nicht verrechnungsfähigen Beträge wurden unter den erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen passiviert.

Die Bewertung der Forderungen erfolgt grundsätzlich zum Nennwert. Bei der Bewertung der Forderungen und der sonstigen Vermögensgegenstände sind alle erkennbaren Einzelrisiken berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine pauschale Wertberichtigung Rechnung getragen.

Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bewertet.

Rückstellungen

Rückstellungen sind für sämtliche erkennbaren Risiken gebildet worden und in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist; § 253 Abs. 2 HGB wurde beachtet.

Für die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen und für Hausbrandversorgung wurde zum 31.12.2023 unter Berücksichtigung der "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck ein prognostizierter Zinssatz in Höhe von 1,74 % verwendet. Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt 316 T€.

Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode).

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.

(3) Währungsumrechnung

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit dem Anschaffungskurs oder - soweit dies erforderlich ist - mit dem ungünstigeren Kurs am Bilanzstichtag bewertet.

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

(4) Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und die Entwicklung des Anlagevermögens sind im Anlagespiegel dargestellt (Anlage 1 zum Anhang). Eine vollständige Liste des Anteilbesitzes ist aus der Anlage 2 zum Anhang ersichtlich.

(5) Vorräte

31.12.2023 31.12.2022
T€ T€
Hilfs- und Betriebsstoffe 2.895 9.168
in Ausführung befindliche Bauaufträge 35.591 287.194
geleistete Anzahlungen 13.973 13.699
52.459 310.061
abzüglich erhaltener Anzahlungen 28.325 252.159
24.134 57.902

Bei der Bewertung der Herstellkosten wurden Sondereinzelkosten der Fertigung mit einbezogen.

In Anwendung des § 268 Abs. 5 HGB wurden die erhaltenen Anzahlungen offen von den Vorräten abgesetzt. Dabei wurden Anzahlungen nur so weit saldiert, als bei den entsprechenden Projekten am Bilanzstichtag tatsächlich Vorratswerte ausgewiesen wurden. Die danach nicht verrechnungsfähigen Beträge wurden unter den erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen passiviert.

(6) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Gesamt 31.12.2023 davon Restlaufzeit über 1 Jahr und bis 5 Jahre 31.12.2023 Gesamt 31.12.2022
T€ T€ T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 41.540 0 38.642
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 50.653 22.932 38.680
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5.103 0 3.974
sonstige Vermögensgegenstände 9.418 2.100 13.066
106.714 22.932 94.362

Eine Forderung in Höhe von 20.132 T€ gegen ein verbundenes Unternehmen wurde bis zum 31.12.2024 gestundet.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten unter anderem:

Forderungen aus Steuern 2.528 T€ (Vorjahr: 4.627 T€), nachträgliche Kaufpreisforderungen inkl. Zinsen 1.438 T€ (Vorjahr: 1.376 T€) und Forderungen an Arbeitsgemeinschaften 2.485 T€ (Vorjahr: 2.802 T€).

(7) Flüssige Mittel

Die flüssigen Mittel betreffen im Wesentlichen Guthaben bei Kreditinstituten. Bezüglich der Kredit-/Avallinien bei Kreditinstituten und Kautionsversicherern sind zum Bilanzstichtag 1,6 Mio. € als Sicherheit hinterlegt.

(8) Rechnungsabgrenzungsposten

Unter dieser Position sind Beitragsvorauszahlungen für 2024 ausgewiesen.

(9) Eigenkapital

Das Stammkapital der THYSSEN SCHACHTBAU GMBH beträgt unverändert 20.452 T€. Der Jahresabschluss weist ein Eigenkapital von 42.024 T€ (Vorjahr: 44.021 T€) aus. Es wurde eine Ausschüttung in Höhe von 4.000 T€ an unsere Gesellschafterin vorgenommen.

(10) Rückstellungen

31.12.2023 31.12.2022
T€ T€
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 36.361 35.511
Rückstellungen für Hausbrandversorgung 9.945 10.845
b) Steuerrückstellungen 19.059 18.067
c) sonstige Rückstellungen 14.238 31.315
79.603 95.738

a) Für die Berechnung der Rückstellungen für Pensionen wurden folgende Annahmen zugrunde gelegt:

Zinssatz: 1,82 %
Anwartschaftstrend: 6,00 % (alle 3 Jahre)
Rententrend: 5,00 % (alle 3 Jahre)
Fluktuation: 5,00 %.

Für die Berechnung der ähnlichen Verpflichtungen und der Hausbrandversorgung wurde ein Zinssatz von 1,82 % und eine Fluktuation von 5,00 % zugrunde gelegt; weitere Annahmen wurden nicht getroffen.

b) Die Steuerrückstellung betrifft im Wesentlichen die Berechnung der Körperschafts- und Gewinnsteuer, des Solidaritätszuschlags und der Gewerbesteuer.

c) Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Prüfung- und Beratungskosten, Verpflichtungen gegenüber der Belegschaft (Urlaub, Abfindungen, Jahresvergütungen), ausstehende Rechnungen sowie Risiken aus Gewährleistungen und Rückbauverpflichtungen.

(11) Verbindlichkeiten

Gesamt 31.12.2023 davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr 31.12.2023 davon Restlaufzeit über 1 Jahr und bis 5 Jahre 31.12.2023 davon Restlaufzeit über 5 Jahre 31.12.2023 Gesamt 31.12.2022
T€ T€ T€ T€ T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.603 4.252 4.351 0 18.347
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 7.478 7.478 0 0 2.127
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.831 4.831 0 0 13.089
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15.772 3.772 8.000 4.000 17.297
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 21.584 21.584 0 0 18.773
sonstige Verbindlichkeiten 39.914 39.914 0 0 22.820
- davon aus Steuern (1.675) (1.675) 0 0 (1.231)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (3.288) (3.288) 0 0 (2.041)
98.182 81.831 12.351 4.000 92.453

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind mit 8.603 T€ (Vorjahr 13.067 T€) durch Grundbucheintragungen bei einer Konzerngesellschaft abgesichert. In den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 39.914 T€ (Vorjahr: 22.820 T€) sind unter anderem Verbindlichkeiten gegenüber den Arbeitsgemeinschaften, Mietkaufverpflichtungen sowie der Belegschaft enthalten.

(12) Latente Steuern

Passive latente Steuern resultieren aus Bewertungsänderungen auf Grund der Umsetzung der Vorschriften des BilMoG bei den sonstigen Rückstellungen. Aktive latente Steuern ergeben sich aus Differenzen zwischen dem handelsrechtlichen und dem steuerrechtlichen Bilanzansatz der Pensionsrückstellungen sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen, mit deren Verrechnung innerhalb der nächsten 5 Jahre zu rechnen ist.

Der sich hieraus insgesamt ergebende Überhang aktiver latenter Steuern wurde in Ausübung des Ansatzwahlrechts des § 274 HGB nicht angesetzt.

(13) Haftungsverhältnisse

Die Eventualverbindlichkeiten der THYSSEN SCHACHTBAU GMBH belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf 30.503 T€ (Vorjahr: 29.192 T€), davon 24.283 T€ (Vorjahr: 21.524 T€) zugunsten verbundener Unternehmen.

Wir schätzen das Risiko der Inanspruchnahme als gering ein, weil es sich um Anzahlungs- und Gewährleistungsbürgschaften handelt und nach der bisherigen langjährigen Erfahrung keine Inanspruchnahme zu verzeichnen war.

(14) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Stichtag bestehen Verpflichtungen in Höhe von 1.294 T€. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich zusammen aus Mietverträgen (1.050 T€), Gerätemieten (120 T€) sowie aus Leasingverträgen (124 T€).

Des Weiteren besteht eine Rangrücktrittsvereinbarung zugunsten eines verbundenen Unternehmens in Höhe von 8.000 T€.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(15) Umsatzerlöse

Die THYSSEN SCHACHTBAU GMBH ist in den Geschäftsbereichen Bergbau sowie Schachtbau und Bohren tätig. Die Umsatzerlöse gliedern sich betriebsstättenübergreifend wie folgt nach geographisch bestimmten Märkten:

2023 2022
T€ T€
Inland 87.385 77.865
Europäisches Ausland 12.981 12.738
Außereuropäisches Ausland 277.611 33.497
377.977 124.100

(16) sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Kursgewinnen (8,1 Mio. €), aus anteiligen Gewinnen aus Arbeitsgemeinschaften (3,2 Mio. €), aus Anlageabgängen (1,8 Mio. €) und der Abrechnung mit der Berufsgenossenschaft (1,8 Mio €). Periodenfremde Erträge belaufen sich auf 14,9 Mio. € (Vorjahr: 3,4 Mio. €).

(17) Materialaufwand

2023 2022
T€ T€
Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 23.145 28.512
Aufwendungen für bezogene Leistungen 38.705 56.168
61.850 84.680

(18) Personalaufwand und Zahl der Mitarbeiter

2023 2022
T€ T€
Löhne und Gehälter 24.568 39.063
soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 12.609 12.383
davon für Altersversorgung (3.190) (41)
37.177 51.446

Im Jahresdurchschnitt waren bei der THYSSEN SCHACHTBAU GMBH 149 (Vorjahr: 578) gewerbliche Arbeitnehmer und 221 (Vorjahr: 323) Angestellte beschäftigt.

(19) Abschreibungen

2023 2022
T€ T€
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 16.777 9.242
Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens 6.888 0
23.665 9.242

Im Geschäftsjahr wurden Sonderabschreibungen auf Sachanlagen (10,5 Mio. €) sowie auf Forderungen gegenüber einem Verbundunternehmen (6,9 Mio. €) vorgenommen.

(20) sonstige betriebliche Aufwendungen

2023 2022
T€ T€
sonstige betriebliche Aufwendungen 34.175 27.463

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind 11,1 Mio. € Kursdifferenzen, 8,4 Mio. € Aufwendungen für Versicherungen, 4,1 Mio. € Abschreibungen auf Forderungen, 2,1 Mio. € Aufwendungen für Mieten, Pachten und Leasing, 1,9 Mio. € Beratungskosten sowie 1,7 Mio. € Zuführungen zu Rückstellungen enthalten. Die verbleibenden Aufwendungen betreffen insbesondere Verwaltungs- und Vertriebsaufwendungen sowie die übrigen Betriebskosten.

(21) Erträge aus Gewinnabführungsverträgen

2023 2022
T€ T€
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 1.933 2.527
davon aus verbundenen Unternehmen (1.933) (2.527)
1.933 2.527

(22) Finanzergebnis

2023 2022
T€ T€
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.167 1.255
davon aus verbundenen Unternehmen (1351) (958)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.150 -2.168
davon an verbundene Unternehmen (-1.367) (-342)
17 -913

SONSTIGE ANGABEN

(23) Bezüge des Aufsichtsrates und der Geschäftsführung

Die Vergütung des Aufsichtsrates beträgt bei der THYSSEN SCHACHTBAU GMBH 0 T€ (Vorjahr: 0 T€). Hinsichtlich der Gesamtbezüge der Geschäftsführung haben wir auf die Angaben nach § 285 Nr. 9a und b HGB unter Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

(24) Aufsichtsrat und Geschäftsführung

Aufsichtsrat:

Claudio L. Graf Zichy-Thyssen, Vorsitzender

Dipl.-Kfm. Michael Klein, stellvertretender Vorsitzender, Geschäftsführer TS Holding

René Rütterswoerden, Betriebsratsvorsitzender

Geschäftsführung:

Betriebsw. (VWA) Markus Beermann, Essen

Dipl.-Betriebsw. Markus Gevers, Bottrop

Dr. Ing. Oleg Kaledin, Mülheim an der Ruhr

(25) Konzernzugehörigkeit

Der Jahresabschluss der THYSSEN SCHACHTBAU GMBH wird in den Konzernabschluss der Thyssen & Co. GmbH, Mülheim an der Ruhr, einbezogen; diese stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss der Thyssen & Co. GmbH wird beim Bundesanzeiger eingereicht und bekannt gemacht.

(26) Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Gesellschafterin hat im Geschäftsjahr 2023 eine Ausschüttung in Höhe von insgesamt 4,0 Mio. € erhalten. Der Bilanzgewinn in Höhe von 15,7 Mio. € wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Mülheim an der Ruhr, 09. Oktober.2024

Die Geschäftsführung

Betriebsw. (VWA) Markus Beermann

Dipl.- Betriebsw. Markus Gevers

Dr. Ing. Oleg Kaledin

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Umbuchung Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.659.607,39 16.304,77 0,00 94.617,00 1.581.295,16
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 301.190,06 0,00 0,00 0,00 301.190,06
2. technische Anlagen und Maschinen 119.760.603,86 5.557.701,75 0,00 5.835.443,52 119.482.862,09
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.704.986,97 253.058,63 0,00 392.891,32 5.565.154,28
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 262.433,21 234.316,79 0,00 0,00 496.750,00
126.029.214,10 6.045.077,17 0,00 6.228.334,84 125.845.956,43
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 32.555.919,41 0,00 0,00 0,00 32.555.919,41
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 5.950.000,00 0,00 0,00 50.000,00 5.900.000,00
3. Beteiligungen 5.436,63 0,00 0,00 0,00 5.436,63
38.511.356,04 0,00 0,00 50.000,00 38.461.356,04
166.200.177,53 6.061.381,94 0,00 6.372.951,84 165.888.607,63
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.643.810,39 19.307,77 94.617,00 1.568.501,16
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 102.507,10 53.021,00 0,00 155.528,10
2. technische Anlagen und Maschinen 97.195.334,85 16.159.701,76 4.748.747,52 108.606.289,09
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.550.183,97 545.180,63 363.726,32 4.731.638,28
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
101.848.025,92 16.757.903,39 5.112.473,84 113.493.455,47
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 7.641.736,24 0,00 0,00 7.641.736,24
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
7.641.736,24 0,00 0,00 7.641.736,24
111.133.572,55 16.777.211,16 5.207.090,84 122.703.692,87
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.794,00 15.797,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 145.661,96 198.682,96
2. technische Anlagen und Maschinen 10.876.573,00 22.565.269,01
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 833.516,00 1.154.803,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 496.750,00 262.433,21
12.352.500,96 24.181.188,18
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 24.914.183,17 24.914.183,17
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 5.900.000,00 5.950.000,00
3. Beteiligungen 5.436,63 5.436,63
30.819.619,80 30.869.619,80
43.184.914,76 55.066.604,98

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Organisationsstruktur und Leistungsspektrum

Die THYSSEN SCHACHTBAU GMBH gehört mit ihrem technischen Know-how und ihrer mehr als 150-jährigen Erfahrung zu den renommiertesten Bergbauspezialgesellschaften der Welt und bietet das komplette Tätigkeitsfeld im untertägigen Streckenvortrieb als auch auf dem Gebiet des Schachtbaus sowie der Bohrtätigkeit im Bergbau an.

Der Geschäftsbereich Schachtbau und Bohren ist das umsatzstärkste Segment unseres weltweit etablierten, international tätigen Konzerns.

Zu seinen Kernaktivitäten zählt die Erschließung untertägiger Rohstoffvorkommen. Neben der konventionellen Schachtabteuftechnik unter Anwendung moderner Bohr- und Sprengverfahren steht insbesondere das Zementationsverfahren und Gefrierschachtverfahren sowie das voll mechanisierte Schachtbohren mit Schachtbohrdurchmessern von über 8,0 m im Fokus. Wir bieten unseren Kunden schlüsselfertige Leistungen von der Projektplanung mit Studien, technischen Gesamtkonzepten, statischen Nachweisen, Fertigungszeichnungen bis zur Ausführung der notwendigen Konstruktionen und die fachkompetente Durchführung der Arbeiten an.

Weiterhin werden unter anderem bergmännische Spezialarbeiten im deutschen Endlagerbergbau, Steinkohlen-, Kali- und Steinsalzbergbau sowie im internationalen Erz-, Kali- und Steinsalzbergbau ausgeführt. Seit einigen Jahren nehmen die Erstellung von Schachtbauwerken und die Durchführung von Spezialtiefbauarbeiten, wie anspruchsvolle Preventer- und Schlagbohrungen sowie Raisebohrungen und Servicedienstleistungen für den Tunnel- und Kraftwerksbau, einen immer wichtigeren Stellenwert ein.

Der Geschäftsbereich Bergbau ist auch nach Auslaufen des deutschen Steinkohlenbergbaus für die RAG Aktiengesellschaft tätig. Diese ist von der RAG-Stiftung beauftragt, die Grubenwasserhaltungsstandorte im Rahmen der "Ewigkeitsaufgabe Wasserhaltung" für die Zukunft umzubauen.

Zu unseren Hauptaufgaben zählen vornehmlich die Sicherung, Verwahrung und Sanierung von ehemaligen Bergwerken sowie die Verfüllung von untertägigen Hohlräumen und Schächten. Aufgrund unserer Expertise, unserer langjährigen Erfahrungen sowie unserer flexiblen Lösungen sind wir für diese anspruchsvollen Aufgaben sehr gut vorbereitet und positioniert.

Die starke Marktpräsenz der THYSSEN SCHACHTBAU GMBH sowohl im nationalen als auch im internationalen Wettbewerb begründet sich aus der Fähigkeit, konstruktive Lösungen für die sich stets neu stellenden Herausforderungen auf dem vielschichtigen und komplizierten Gebiet der Bergbauspezialarbeiten für ihre jeweiligen Auftraggeber zu entwickeln und umzusetzen. Das Management ist somit stets in der Lage, sich adäquat an veränderte Rahmenbedingungen anzupassen und in kurzer Zeit innovative Lösungen zu entwickeln, anzubieten und erfolgreich umzusetzen.

Die THYSSEN SCHACHTBAU GMBH gehört zum Konzernverbund der Thyssen & Co. GmbH, deren Tochtergesellschaft THYSSEN SCHACHTBAU HOLDING GMBH die Geschäftsaktivitäten des Konzerns leitet und koordiniert.

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Aussichten für die Weltkonjunktur waren auch 2023 aufgrund der instabilen geopolitischen Lage, der restriktiven Geldpolitik und der volatilen Energiepreise eingetrübt. Zwar ging die Inflation zügig zurück und die Geldpolitik stellte Zinssenkungen in Aussicht, doch zeichnete sich noch keine konjunkturelle Belebung ab. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften bremste eine hohe Unsicherheit über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und in China blieb die wirtschaftliche Dynamik angesichts struktureller Probleme verhalten.

Auch die deutsche Wirtschaft konnte sich dieser Entwicklung nicht entziehen mit negativen Folgen für das heimische Exportgeschäft. Darüber hinaus belasteten die auf hohem Niveau stabilisierten Energiepreise die Industrieproduktion. Steigende Zinsen verschlechterten die jahrelang günstigen Finanzierungsbedingungen, was insbesondere die Bauwirtschaft bremste. Die geringe wirtschaftliche Dynamik hinterließ auch Spuren am Arbeitsmarkt. Der demographische Wandel und damit verbundene Fachkräftemangel wirkten dem aber entgegen.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) für 2023 ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr gesunken; kalenderbereinigt um 0,1 %. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Die Inflation ist mit 5,9 % aber deutlich gesunken.

Für das Jahr 2024 sind die führenden Institute in Bezug auf die deutsche Wirtschaft weiterhin pessimistisch. So hat das Münchener ifo-Institut kürzlich seine Prognose von 0,9 % auf 0,7 % gesenkt aufgrund der Haushaltsbeschlüsse als Folge des Schuldenurteils des Verfassungsgerichts. Für das Jahr 2025 wird mit einem BIP von 1,3 % gerechnet.

Die Risiken für das globale Wachstum halten sich nach Ansicht des IWF die Waage. Für 2024 wird ein Wachstum von 3,1 % und für 2025 von 3,2 % prognostiziert, was auf die unerwartet hohe Widerstandsfähigkeit der Vereinigten Staaten und mehrerer großer Schwellen- und Entwicklungsländer sowie auf die fiskalische Unterstützung in China zurückzuführen ist.

Lage und Geschäftsentwicklung

Die THYSSEN SCHACHTBAU GMBH verzeichnet einmal mehr ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2023.

Trotz eines projektbedingten Rückgangs der Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr überschreitet diese mit 126,5 Mio. € die Planvorgabe für 2023 um rund 55%.

Auch das ausgewiesene Ergebnis vor Steuern in Höhe von +3,6 Mio. € übertrifft den Planwert um +4,3 Mio. € und beinhaltet zudem außerordentlich hohe Vorsorgemaßnahmen sowie Aufwendungen für Pensions- und Deputatsverpflichtungen von 4,0 Mio. €.

Es ist hervorzuheben, dass es uns unter den allgemein sehr schwierigen Marktbedingungen dennoch gelungen ist, sämtliche Großprojekte, die wir in Westeuropa angeboten haben, zu akquirieren.

Die Kernkennzahlen der THYSSEN SCHACHTBAU GMBH sind:

2023 2022
Mio. € Mio. €
Gesamtleistung 126,5 159,8
Jahresergebnis vor Ertragsteuern +3,6 +4,2

Geschäftsbereich Schachtbau und Bohren

Zu den wichtigsten Projekten in Deutschland gehören bereits seit 14 Jahren diverse langfristige Aufgaben zur Modernisierung der Schachtförderanlagen und Auffahrung schachtnaher Grubenräume auf Schacht Konrad. Aufgrund der hohen Qualität unserer Leistungen hat uns die Bundesgesellschaft für Endlagerung nun auch mit dem Verfüllen des Bergwerks Gorleben unter Verwendung des über Tage gelagerten Salzes beauftragt.

Beim Großprojekt Semmering Basistunnel in Österreich ist unser Unternehmen seit fast zehn Jahren in einer Arbeitsgemeinschaft aktiv. Mit der Fertigstellung dieser Infrastrukturmaßnahme wird nicht vor 2026 gerechnet.

Der weltweit größte Hersteller von Kalk- und Dolomiterzeugnissen hat uns mit der Errichtung und dem Betrieb eines untertägigen Kalksteinabbaus im Bergischen Land beauftragt. Seit dem Start im Dezember 2023 entwickeln wir für zunächst drei Jahre die Kalksteingewinnung aus dem bestehenden Tagebau heraus.

Für einen kanadischen Investor sanieren wir seit Herbst 2023 ein bestehendes Goldbergwerk im Süden Grönlands. Die logistischen und klimatischen Anforderungen bei diesem Projekt sind außergewöhnlich hoch. Dies gilt insbesondere für das vor Ort eingesetzte Personal und die Maschinentechnik.

Mit der in den vergangenen Jahren eingeleiteten Strategie der Diversifizierung ist unser Unternehmen in 2023 sehr erfolgreich. Die akquirierten Projekte sind nicht nur technisch anspruchsvoll, sondern sorgen auch für eine weiterhin kontinuierliche Geschäftsentwicklung mit einem stabilen Auftragsbestand und einem dauerhaft hohen Geschäftsvolumen.

Die Gesamtleistung des Bereiches Schachtbau und Bohren übersteigt auch 2023 den geplanten Wert.

Geschäftsbereich Bergbau

Der Bereich Bergbau erreicht im Geschäftsjahr 2023 das beste operative Ergebnis in der Geschichte der THYSSEN SCHACHTBAU, im Wesentlichen bedingt durch viele Zusatz- und auch vorgezogene Arbeiten auf den ehemaligen Bergwerken und jetzigen Wasserhaltungsstandorten im Rahmen des Grubenwasserkonzepts der RAG.

Schichtvolumen, Gesamtleistung und Ergebnis lagen in 2023 über Plan.

Mitarbeiter und Investitionen

Die Fluktuation auf der Ebene der Führungskräfte ist nach wie vor gering. Der Beschluss vom 26. Juni 2017 zur Einführung einer Frauenquote von 10 % in der ersten sowie 15% in der zweiten Führungsebene konnte aktuell nicht umgesetzt werden. Diese ehrgeizigen Ziele werden weiterhin verfolgt.

Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 beschäftigt der Bereich Schachtbau und Bohren 304 Mitarbeiter. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 182 Mitarbeiter ist im Wesentlichen durch die Fertigstellung der Großprojekte in Russland bedingt.

Der Belegschaftsstand im Bereich Bergbau ist bis Ende 2023 leicht auf 50 Mitarbeiter angestiegen (Vorjahr: 47).

Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände, Sach- und Finanzanlagen sind in 2023 um 1,3 Mio. € auf 6,0 Mio. € angestiegen.

Beteiligungsgesellschaften

Die anhaltende Schwäche der deutschen Bauindustrie hat die Nachfrage nach hochwertigem Innenausbau nahezu zum Erliegen gebracht. Steigende Zinsen und eine unbefriedigende Zahlungsmoral seitens unserer Kunden sind zusätzliche belastende Faktoren. Unsere Tochtergesellschaft DEUTSCHE INNENBAU GESELLSCHAFT MIT BESCHRÄNKTER HAFTUNG konnte daher trotz hervorragender Reputation und Leistungsqualität bis Mitte diesen Jahres kaum noch Neuaufträge akquirieren. Weil eine Erholung des Marktes in absehbarer Zeit nicht zu erwarten ist, hat die Konzernspitze zur Vermeidung weiterer Verluste den Beschluß gefasst, den operativen Betrieb der DEUTSCHE INNENBAU GESELLSCHAFT MIT BESCHRÄNKTER HAFTUNG zu schließen. Die Forderung der THYSSEN SCHACHTBAU GMBH an die Tochtergesellschaft wurde in Höhe des dort zum 31.12.2023 ausgewiesenen negativen Eigenkapitals wertberichtigt. Dem gegenüber werden noch hohe finanzielle Zuflüsse aus laufenden Rechtsstreitigkeiten der DEUTSCHE INNENBAU GESELLSCHAFT MIT BESCHRÄNKTER HAFTUNG erwartet.

Alle anderen operativ tätigen Beteiligungsgesellschaften verzeichnen im Geschäftsjahr in Summe deutlich höhere Leistungsvolumina und Ergebnisse als geplant.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

1. Ertragslage

2023 2022 Veränderung
T€ % T€ % T€
Umsatzerlöse 377.977 298.8 124.100 77.6 253.877
Bestandsveränderungen -251.491 -198,8 35.745 22,4 -287.236
andere aktivierte Eigenleistungen 0 0.0 0 0,0 0
Gesamtleistung 126.486 100,0 159.845 100,0 -33.359
Materialaufwand -61.850 -48,9 -84.680 -53,0 22.830
Rohertrag 64.636 51,1 75.165 47,0 -10.529
sonstige betriebliche Erträge 31.986 25.3 15.622 9.8 16.364
Personalaufwand -37.177 -29,4 -51.446 -32,2 14.269
Abschreibungen -23.664 -18,7 -9.242 -5,8 -14.422
sonstige betriebliche Aufwendungen (inkl. sonstiger Steuern) -34.175 -27.0 -27.463 -17,2 -6.712
EBIT 1.606 1,3 2.636 1,6 -1.030
Beteiligungsergebnis 1.933 1,5 2.527 1.6 -594
Finanzergebnis 17 0.0 -914 -0.6 931
Bereinigtes operatives Ergebnis 3.556 2,8 4.249 2,7 -693
Ertragsteuern -1.553 -1.2 -496 -0,3 -1.057
Jahresüberschuss 2.003 1,6 3.753 2,3 -1.750
Gewinnvortrag 17.689 14,0 16.937 10.6 752
Gewinnausschüttung -4.000 -3,2 -3.000 -1,9 -1.000
Bilanzgewinn 15.692 12,4 17.690 11,1 -1.998

Durch die planmäßige Beendigung unserer Geschäftsaktivitäten in Russland seit Beginn des Jahres vermindert sich die Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr um 20,9 % auf 126,5 Mio. €.

Dieses ist auch ursächlich für den überproportionalen Rückgang des Material- und Personalaufwands gegenüber 2022.

Sonderabschreibungen auf Anlagevermögen und Forderungen haben die Abschreibungen von 9,2 Mio. € auf 23,7 Mio. € anwachsen lassen.

Der starke Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist fast ausschließlich durch hohe Währungskursdifferenzen bedingt.

Unter Berücksichtigung einer Gewinnausschüttung liegt der Bilanzgewinn zum Ende des Geschäftsjahres bei +15,7 Mio. €.

2. Finanzlage

2023 2022 Veränderung
T€ T€ T€
Jahresüberschuss 2.003 3.753 -1.750
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 16.777 9.242 7.535
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -16.134 -974 -15.160
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 22.886 -38.075 60.961
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 15.472 21.641 -6.169
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -1.729 -2.961 1.232
= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 39.275 -7.374 46.649
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 2.895 4.128 -1.233
- Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen -6.061 -4.480 -1.581
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -3.166 -352 -2.814
+/- Einzahlungen/Auszahlungen aus der Begebung/Tilgung von Anleihen bzw. Aufnahme/Tilgung von (Finanz-)Krediten -9.743 -1.734 -8.009
- Ausschüttungen -4.000 -3.000 -1.000
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -13.743 -4.734 -9.009
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 22.366 -12.459 34.825
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 25.506 37.965 -12.459
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 47.872 25.506 22.366

Der Finanzmittelbestand setzt sich zusammen aus 45,2 Mio. € flüssigen Mitteln und 2,7 Mio. € Kapitalanlagen. Vom Finanzmittelbestand am 31. Dezember 2023 sind kurzfristig 43,6 Mio. € frei verfügbar. Des Weiteren stehen für Finanzierungen Betriebsmittelkreditlinien zur Verfügung. Ein Betrag von 1,6 Mio. € dient der Besicherung von Avallinien.

Ziel des Finanzmanagements ist es, den Liquiditätsbedarf der Firmengruppe zu steuern und zu garantieren.

Die Liquidität war während des gesamten Geschäftsjahres gesichert.

Die in 2023 getätigten Investitionen betreffen vornehmlich Produktionsanlagen für den Einsatz in In- und Ausland.

3. Vermögenslage

Aktiva

2023 2022 Veränderung
T€ % T€ % T€
Immaterielle Vermögensgegenstände 13 0.0% 16 0.0% -3
Sachanlagen 12.352 5.6% 24.181 10.4% -11.829
Finanzanlagen 30.820 14.0% 30.870 13.3% -50
Langfristig gebundenes Vermögen 43.185 19,6% 55.067 23,7% -11.882
Vorräte 24.134 11.0% 57.902 24.9% -33.768
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 41.540 18.9% 38.642 16.6% 2.898
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 50.653 23.0% 38.680 16.7% 11.973
Forderungen gegen Beteiligungsgesellschaften 5.103 2.3% 3.974 1.7% 1.129
Sonstige Vermögensgegenstände 9.418 4.2% 13.066 5.6% -3.648
Flüssige Mittel 45.172 20.6% 22.806 9.8% 22.366
Rechnungsabgrenzungsposten 604 0.3% 2.075 0.9% -1.471
Kurz- bis mittelfristig gebundenes Vermögen 176.624 80,4% 177.145 76,3% -521
Bilanzsumme 219.809 100,0% 232.212 100,0% -12.403

Passiva

2023 2022 Veränderung
T€ % T€ % T€
Gezeichnetes Kapital 20.452 9.3% 20.452 8.8% 0
Rücklagen 5.880 2.7% 5.880 2.5% 0
Bilanzgewinn 15.692 7.1% 17.690 7.6% -1.998
Bilanzielles Eigenkapital 42.024 19,1% 44.022 19,0% -1.998
Pensionsrückstellungen 36.361 16.5% 35.510 15.3% 851
Rückstellungen für Hausbrandversorgung 9.945 4.4% 10.845 4.7% -900
Sonstige Rückstellungen 37 0.0% 49 0.0% -12
Verbindlichkeiten Kreditinstitute 0 0.0% 0 0.0% 0
Langfristiges Fremdkapital 46.343 21,1% 46.404 20,0% -61
Langfristige Finanzierung 88.367 40,2% 90.426 38,9% -2.059
Steuerrückstellungen 19.059 8.7% 18.067 7.8% 992
Sonstige Rückstellungen 14.201 6.5% 31.266 13.5% -17.065
Verbindlichkeiten Kreditinstitute 8.604 3,9% 18.347 7.9% -9.743
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 7.478 3.4% 2.127 0.9% 5.351
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.831 2,2% 13.089 5.6% -8.258
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15.772 7.2% 17.296 7.4% -1.524
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 21.584 9.7% 18.774 8.0% 2.810
Sonstige Verbindlichkeiten 39.913 18,2% 22.820 9.8% 17.093
Kurz- bis mittelfristiges Fremdkapital 131.442 59,8% 141.786 61,1% -10.344
Bilanzsumme 219.809 100,0% 232.212 100,0% -12.403

Durch die Beendigung der Aktivitäten in Russland vermindern sich das Sachanlagevermögen und die Vorräte bei einem gleichzeitigen Anstieg der Verbundforderungen und Flüssigen Mittel. Die Bilanzsumme sinkt um 5,3 % auf 219,8 Mio. €.

Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft verbessert sich im Geschäftsjahr leicht auf 19,1 %.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden zum 31.Dezember 2023 in Höhe von 7,5 Mio. € passivisch ausgewiesen.

Insgesamt sehen wir die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft mittel- bis langfristig als gesichert und geordnet an.

Compliance

Nach Beendigung der Corona Krise geht der Ukraine-Krieg in das dritte Jahr. Die dadurch verursachten Beeinträchtigungen sowohl für die Weltwirtschaft als auch im Besonderen für die deutsche Wirtschaft sind enorm.

Im Berichtszeitraum wurden das Hinweisgeberschutzgesetz und das Lieferkettensorgfaltsgesetz umgesetzt. Ein weiterer besonderer Fokus wurde auf die Überarbeitung des konzernweit gültigen Verhaltenscodex, des Code of Conduct, gelegt. Im Anschluss daran wurden die in einem aufwendigen Verfahren identifizierten Angestellten und leitenden Angestellten geschult. Die Schulungen fanden zu über 90%, zur besseren Vermittlung der Inhalte, in Präsenzveranstaltungen statt.

Der THYSSEN SCHACHTBAU Konzern ist sich seiner Verantwortung bewusst und wird weiterhin alles unternehmen, dieser Verantwortung gerecht zu werden.

Chancen- und Risikobericht

Die THYSSEN SCHACHTBAU GMBH ist als weltweit tätiges Unternehmen mit einer Vielzahl von Risiken und Chancen konfrontiert. Die konsequente Nutzung von Chancen sowie die Vermeidung von Risiken sind Grundlage für den unternehmerischen Erfolg des Unternehmens.

Um die Umsetzung der geschäfts- und risikostrategischen Ziele sicherzustellen, ist das Unternehmen in das gruppenweite Risikomanagementsystem der Muttergesellschaft THYSSEN SCHACHTBAU HOLDING GMBH einbezogen. Die organisatorische Verankerung liegt im operativ und strategisch ausgerichteten Controlling der THYSSEN SCHACHTBAU HOLDING GMBH.

Das Risikomanagement ist darauf ausgerichtet, das Risikobewusstsein auf allen Unternehmensebenen zu erhöhen. Deshalb werden Risiken und Chancen im Unternehmen aufbereitet und systematisch in unternehmerische Entscheidungen einbezogen.

Ein zentrales Instrument zum Risikomanagement ist die mindestens halbjährlich ausführliche Berichterstattung zu den

laufenden Projekten,

Altprojekten (Forderungen, Nachträge, Pönale etc.),

anhängigen oder drohenden gerichtlichen Auseinandersetzungen und

sonstigen Fällen.

Wir verhindern Risiken, indem wir unsere risikopolitischen Grundsätze anwenden und keine Geschäfte ausführen, die gegen unsere Verhaltensgrundsätze und Konzernrichtlinien verstoßen.

Mit Beginn des Krieges in der Ukraine im Februar 2022 hatte daher die Prüfung der sich daraus ergebenden Risiken auf sämtliche unserer Geschäftstätigkeiten oberste Priorität. Neben den Lieferketten standen dabei besonders unsere Aktivitäten in der Russischen Föderation im Fokus. Die von der Europäischen Union erlassenen Sanktionsmaßnahmen wurden von uns permanent geprüft und jederzeit vollumfänglich eingehalten.

Obwohl sich unsere Risikoeinschätzung bezüglich der Werthaltigkeit des gebundenen Anlagevermögens sowie der Forderungen nicht verändert hat, haben wir im Geschäftsjahr umfangreiche Vorsorgen treffen können.

Das Liquiditäts- und Bürgschaftsmanagement obliegt konzernweit der Treasury-Abteilung der THYSSEN SCHACHTBAU HOLDING GMBH.

Die hohen Cash-Abflüsse aus Pensions- und Deputatsverpflichtungen werden aus dem operativen Geschäft der beiden Geschäftsbereiche sowie künftig vermehrt aus Zinsgewinnen vollumfänglich getragen.

Prognosebericht

Die eingeleitete Diversifizierung sowie der Ausbau unserer nationalen und internationalen Geschäftsaktivitäten werden auch in 2024 weiter vorangetrieben.

Nach dem Rückzug der THYSSEN SCHACHTBAU GMBH aus der Russischen Föderation liegt unser Fokus im Ausland künftig wieder verstärkt auf den Regionen Europa und Zentralasien.

Mit den ersten Aufträgen für die 2023 neu gegründete THYSSEN SCHACHTBAU IBERIA LDA in Portugal ist uns der Einstieg in einen sehr interessanten Markt auf der iberischen Halbinsel gelungen. Zur Verstärkung unserer Präsenz wurde im Mai diesen Jahres die THYSSEN SCHACHTBAU SPAIN SL gegründet. Mit diesen beiden Gesellschaften werden wir unsere zukünftige Geschäftstätigkeit dort spürbar ausweiten.

Auch die Akquisition des Projekts zur Sanierung und Streckenauffahrung in einer Goldmine in Grönland eröffnet uns die Möglichkeit, an weiteren Projekten in diesem rohstoffreichen Teil der Insel zu partizipieren.

Im Inland haben wir zusammen mit einem ARGE-Partner den Zuschlag zum Teufen von zwei Tagesschächten in Süddeutschland erhalten. Es handelt sich hierbei um einen Großauftrag für die Energieinfrastrukturmaßnahme "Südlink".

Von besonderem Interesse sind für THYSSEN SCHACHTBAU die Erkenntnisse aus der Errichtung und dem Betrieb des untertägigen Kalksteinabbaus im Bergischen Land. Sowohl der Auftraggeber als auch andere Kalksteinproduzenten haben aus umweltrechtlichen Gründen einen hohen Bedarf an untertägigen Erschließungen von Kalksteinvorkommen in Europa.

Zusammen mit den laufenden Bohr- und Auffahrungsarbeiten für unsere Großkunden sind wir für die Zukunft sehr gut aufgestellt. Der weiterhin hohe Auftragsbestand von rd. 250 Mio. € sichert eine hohe Grundauslastung für die kommenden Jahre.

Mit der langjährigen Expertise und dem vorhandenen technischen Know-how hat sich die Gesellschaft bei vielen namhaften potenziellen Auftraggebern etabliert und wird auch mittelfristig weitere Großaufträge akquirieren können.

Die Geschäftsleitung ist der festen Überzeugung, dass die konservativ geplanten Werte für die Kennzahlen Gesamtleistung (rd. 100 Mio. €) und Operatives Jahresergebnis (+1,6 Mio. €) nicht nur erreicht, sondern zum wiederholten Male übertroffen werden.

Auch in Zukunft wird die THYSSEN SCHACHTBAU GMBH mit ausgeprägtem Unternehmergeist auf der Grundlage ihrer mehr als 150-jährigen Erfahrung Auftraggeber und Partner dabei unterstützen, Lagerstätten mit den unterschiedlichsten Rohstoffen weltweit zu erkunden und zu erschließen.

 

Mülheim an der Ruhr, 09. Oktober 2024

Die Geschäftsführung

Betriebsw. (VWA) Markus Beermann

Dr.-Ing. Oleg Kaledin

Dipl.- Betriebsw. Markus Gevers

Bericht des Aufsichtsrates

der THYSSEN SCHACHTBAU GMBH

Die THYSSEN SCHACHTBAU GMBH schließt in 2023 erneut ein äußerst erfolgreiches Geschäftsjahr ab und konnte als eine der führenden Bergbauspezialgesellschaften wesentliche Großprojekte, die in Westeuropa angeboten wurden, akquirieren.

Der Geschäftsbereich Schachtbau und Bohren verfolgt nach Beendigung seiner Aktivitäten in der Russischen Föderation weiterhin konsequent die Strategie der Diversifizierung sämtlicher Geschäftstätigkeiten rund um den Bergbau. Zu den bemerkenswertesten, neu hereingenommenen Großprojekten zählen u. a. die Aufträge der Bundesgesellschaft für Endlagerung mit dem Verfüllen des Bergwerks Gorleben, des weltweit größten Hersteller von Kalk- und Dolomit-erzeugnissen mit der Errichtung und des Betriebs eines untertägigen Kalksteinabbaus im Bergischen Land und eines kanadischen Investors mit der Sanierung eines bestehenden Goldbergwerks im Süden Grönlands.

Im Geschäftsbereich Bergbau übersteigen die Kennzahlen Gesamtleistung, Schichtvolumen und Ergebnis erneut die Planzahlen im hohen zweistelligen Prozentsatz. Darüber hinaus erzielt der Bereich das beste operative Ergebnis in der Geschichte der THYSSEN SCHACHTBAU GMBH.

Ebenso erwirtschaften die operativ tätigen Beteiligungsgesellschaften in Summe deutlich höhere Leistungsvolumina und Ergebnisse als geplant. Lediglich die Tochtergesellschaft DIG Deutsche Innenbau GmbH wurde durch die anhaltende Schwäche der deutschen Bauindustrie, steigenden Zinsen und unbefriedigende Zahlungsmoral seitens der Kunden belastet.

Der Aufsichtsrat hat sich sowohl in zwei Sitzungen, die wiederum im Umlaufverfahren stattfanden, als auch in mehreren Einzelbesprechungen und schriftlichen Ausarbeitungen eingehend über die Lage und die Entwicklung der Gesellschaft unterrichten lassen.

Insbesondere über das Budget, die mittel- und langfristige Unternehmensplanung einschließlich der Finanzierungsfragen und der Investitionspolitik berieten sich die Geschäftsführung und der Aufsichtsrat gemeinsam.

Vorgänge aufgrund gesetzlicher Änderungen oder Anträge entsprechend satzungsgemäßen Bestimmungen wurden dem Aufsichtsrat zur Genehmigung vorgelegt. Darüber hinaus hat er auch personalpolitische Fragen behandelt. Die Geschäftsführung hat den Aufsichtsrat auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen regelmäßig über die Lage des Unternehmens eingehend informiert.

Der Jahresabschluss ist unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts durch die Grant Thornton AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft worden. Es ergaben sich keine Beanstandungen. Der Abschlussprüfer hat dem Jahresabschluss den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu.

Der Aufsichtsrat billigt den von der Geschäftsführung vorgelegten Lagebericht und den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Vorschlag für die Verwendung des Bilanzergebnisses schließt sich der Aufsichtsrat an.

Der zum 31. Dezember 2023 amtierende Aufsichtsrat ist nach den Bestimmungen des Drittelbeteiligungsgesetzes und den ergänzenden Regelungen der Satzung der THYSSEN SCHACHTBAU GMBH wie folgt zusammengesetzt:

Claudio L. Graf Zichy-Thyssen, Vorsitzender des Aufsichtsrates

Dipl.-Kfm. Michael Klein, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates

René Rütterswoerden, Betriebsratsvorsitzender

Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsführung, den Führungskräften und allen Mitarbeitenden des THYSSEN SCHACHTBAU Konzerns für ihr außerordentliches Engagement und ihre Flexibilität unter den herausfordernden Bedingungen sowie den Vertretungen der Mitarbeiter für ihre konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

 

Miami,

Der Aufsichtsrat

Claudio L. Graf Zichy-Thyssen, Vorsitzender

Protokoll über die ordentliche Gesellschafterversammlung der THYSSEN SCHACHTBAU GMBH am 30.10.2024 in Mülheim an der Ruhr, Sandstraße 107-135

Teilnehmer:

THYSSEN SCHACHTBAU HOLDING GMBH als alleinige Gesellschafterin

- vertreten durch Herrn Dipl.-Kfm. Michael Klein als alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer der THYSSEN SCHACHTBAU HOLDING GMBH -

Assistentin der Rechtsabteilung

- Susanne Müller als Protokollführerin -

Herr Dipl.-Kfm. Michael Klein erklärt, dass er die bevorstehende Gesellschafterversammlung der THYSSEN SCHACHTBAU GMBH leiten werde.

Dann eröffnet Herr Dipl.-Kfm. Michael Klein die Gesellschafterversammlung. Er stellt fest, dass sämtliche Geschäftsanteile an der THYSSEN SCHACHTBAU GMBH vertreten sind.

Die einzige Gesellschafterin THYSSEN SCHACHTBAU HOLDING GMBH beschließt durch ihren alleinvertretungsberechtigten gesetzlichen Vertreter, dass die Gesellschafterversammlung ohne Berücksichtigung von Formalitäten und Fristen für die Einberufung und unter Verzicht auf etwaige Einwendungen gegen die Beschlussfassung mit folgender

Tagesordnung

abgehalten wird:

1 Genehmigung des Protokolls der ordentlichen Gesellschafterversammlung vom 23.10.2023

2 Feststellung des Jahresabschlusses für 2023

3 Ergebnisverwendung aus 2023

4 Bestellung des Jahresabschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2024

5 Entlastung der Geschäftsführung

6 Entlastung des Aufsichtsrats

Die Gesellschafterversammlung fasst einstimmig folgende Beschlüsse:

1.

Das Protokoll der ordentlichen Gesellschafterversammlung vom 23. Oktober 2023 wird genehmigt.

2.

Der von der Grant Thornton AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüfte und uneingeschränkt bestätigte Jahresabschluss der THYSSEN SCHACHTBAU GMBH für 2023 mit einer Bilanzsumme in Höhe von 219.808.754,53 € und einem Bilanzgewinn in Höhe von 15.691.888,80 € wird festgestellt.

3.

Der verbleibende Überschuss in Höhe von 15.691.888,80 € wird auf neue Rechnung vorgetragen.

4.

Zum Jahresabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2024 wird die Grant Thornton AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, bestellt.

5.

Den Geschäftsführern Bw. Markus Beermann, Dipl.-Bw. Markus Gevers und Dr. Oleg Kaledin wird für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung erteilt.

6.

Den Mitgliedern des Aufsichtsrats wird für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung erteilt.

Herr Dipl.-Kfm. Michael Klein verkündet die einstimmig gefassten Beschlüsse und schließt die Gesellschafterversammlung.

 

THYSSEN SCHACHTBAU HOLDING GMBH

Dipl.-Kfm. Michael Klein

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