DORMA GmbH + Co. Kommanditgesellschaft
Selbe AdresseGlasergewerbe
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Markus Seeland seit 30.8.2022 | Prokura |
Rafael Casajús seit 12.7.2022 | Geschäftsführer |
Oliver Squar seit 9.6.2022 | Geschäftsführer |
Patrik Eigenmann seit 7.6.2022 | Prokura |
Bastian Möller seit 7.6.2022 | Prokura |
Georg Schreiber seit 20.10.2021 | Prokura |
Marc Moosmann seit 13.6.2018 | Prokura |
Bernd Lieding seit 13.6.2018 | Geschäftsführer |
Ralf Laufer seit 13.6.2018 | Prokura |
Felix Maximilian Höllt seit 13.6.2018 | Prokura |
Rainer Cyrus seit 13.6.2018 | Prokura |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
dormakaba EAD GmbHVillingen-SchwenningenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2020 bis zum 30.06.2021LageberichtI. Grundlagen der Gesellschaft1. Organisation Die dormakaba EAD GmbH fasst alle Aktivitäten des Segments AS EMEA (Access Systems Europe, Middle East and Africa) in Deutschland in eine juristische Einheit zusammen und besteht aus folgenden internen Berichtseinheiten: A. KBS (Bereich EAD) mit Standorten in Villingen-Schwenningen, Rutesheim und Bonn. Geschäftszweck der KBS ist die Entwicklung und Herstellung von Geräten und Lösungen zur Zeit- und Betriebsdatenerfassung, Zutrittskontrolle sowie deren Integration in die marktführenden ERP Systeme. Bonn und Rutesheim sind reine Entwicklungsstandorte, während in Villingen-Schwenningen neben Entwicklung auch Supply Chain, Produktion, Vertriebsunterstützung und Verwaltung beheimatet sind. B. KMH (Bereich SAL) mit Standorten in Velbert und Bad Berka Die KMH entwickelt, produziert und vertreibt mechanische und elektronische Sicherheitsschlösser sowie andere Lösungen und Zubehör für den Tresorbau und die Bankeneinrichtungsindustrie sowie Hochsicherheitstürschlösser. Weiterhin fungiert sie als Vertriebsorganisation und Service-Hub im EMEA-Raum für die in den Schwesterunternehmen in den USA und der Schweiz hergestellten Safelock-Produkte. Die 100%ige Tochterunternehmung Mauer Thüringen GmbH in Bad Berka arbeitet als verlängerte Werkbank voll integriert mit Schwerpunkt auf Erstellung von Teilen und Baugruppen, aber auch von Fertigprodukten. Dem "operating model" der dormakaba Gruppe folgend ist der Bereich Produktentwicklung operativ und führungstechnisch in den segmentweit organisierten Funktionsbereich "Product Development" eingegliedert, während der Bereich Fertigung, Logistik und Materialwirtschaft in gleicher Weise dem ebenfalls Segmentweit aufgestelltem Bereich "Operations" zugeordnet ist. Product Management und Business Development sind in der Einheit "GBO" (Global Business Owner) zusammengefasst. 2. Ziele und Strategien dormakaba verfolgt auf Konzernebene im Bereich AS (Access Systems) die Strategie der Innovationsführerschaft. Entsprechend umfangreich sind die R&D Aktivitäten innerhalb des Segments AS EMEA und somit auch bei der dormakaba EAD GmbH. 3. Steuerungssystem (bzw. wertorientierte Unternehmenssteuerung) Unsere zentralen, steuerungsrelevanten Kennzahlen sind insbesondere der Umsatz und das EBIT. Daneben nutzen wir die Gross Margin,das EBITDA und NWC (net working capital). Die monatliche Konzernberichterstattung folgt dem Umsatzkostenverfahren nach SWISS FER. Die laufende Geschäftsentwicklung wird auf Geschäftsleitungssitzungen analysiert, die in der Regel monatlich stattfinden. Auf Ebene der Segmente findet monatlich ein sogenanntes "monthly performance review" (mpr) statt, in welchem die wirtschaftliche Entwicklung im Detail analysiert und bewertet wird. Die Berichterstattung erfolgt monatlich in Konzerneinheitlicher Form unter Nutzung des HFM (Hyperion Financial Management) Systems. Methodisch verwenden wir hierfür das Umsatzkostenverfahren. Im Geschäftsjahr wurde die Konzernberichterstattung ergänzt um einen jeweils auf 12 Monate voraus ausgelegten rolling-forecast, der monatlich aktualisiert wird und die jeweils aktuellen Geschäftsentwicklungen berücksichtigt. 4. Technologie und Innovation (bzw. Forschung und Entwicklung) Der Einsatz von "SAFe ®" (Scaled Agile Framework - Essential) als Modell für die agile Organisation der Produktentwicklung ist inzwischen vollständig etabliert mit sehr positiven Ergebnissen hinsichtlich der Einhaltung von Projektergebnissen (Zeit, Umfang und Kosten). Das Safe Modell entwickelt sich selbst aber auch weiter und bezieht zukünftig neben der reinen Entwicklung auch umgebende Bereiche wie Produktion, Service und Marktgesellschaft verstärkt mit ein. Die strukturelle Organisation innerhalb PD und GBO wurde nicht geändert und orientiert sich nach wie vor an den Hauptproduktgruppen: Terminals, MATRIX PRO/ONE, EACM, B-COMM, Controller & Reader sowie Safelocks. Im Cluster Terminals lag ein Schwerpunkt in der Fertigstellung einer großen OEM Anwendung sowie der Implementierung einer Dual-Stack Lösung IP v4 und IP v6. Die Sicherheit der Lösungen gegenüber neusten Angriffsmethoden wird mittels Security Analysis und externen Penetration Tests regelmäßig überprüft. MATRIX wurde so weiterentwickelt, dass es Mulit-Mandantenfähig ist und somit auch als hoch skalierbare Cloud Lösung im MATRIX PRO Umfeld angeboten werden kann. In MATRIX ONE wurde die leichte Installation und Konfiguration für den indirekten Vertrieb über Distributoren weiterentwickelt. EACM, unser System für SAP-integrierte Zutrittskontrolle und Zeiterfassung wird mittelfristig B-COMM ERP ablösen und der Bereich Solution Engineering unterstützt aktiv die Migrationskampagnen. Im Zukunftsprojekt Porthos arbeiten wir in mehreren Teilprojekten mit dem Ziel, eine einheitliche, cloudbasierte Plattform für alle heutigen Applikationen zu schaffen. Dieses Projekt ist auf mehrere Jahre ausgelegt. Mit der technischen Vorbereitung der Komponenten für die Nutzung in einem IoT (Internet oft hings) Umfeld haben wir die Grundvoraussetzungen geschaffen. Aktuell sind die ersten Funktionsmodule in Umsetzung für Anwendungen, die als Hybrid-Installationen parallel mit heutigen Lösungen betrieben werden können. Die im Cluster C&R (Controller und Reader) erstellte neue Controller Generation wird derzeit im Feld eingeführt bringt den Kunden mehr Funktionalität, Performance und Sicherheit und kann sowohl in klassischen On-Premise oder zukünftigen Cloud Lösungen eingesetzt werden. Der Bereich Mobile Access überzeugt durch innovative Lösungen, wie das sogenannte Tap Go Verfahren um Türen, Gates oder Schleusen zu öffnen, ohne die App explizit starten zu müssen. Ein grosses Augenmerk lag auf der Entwicklung von System Lösungen, die die verschiedenen Produkt Cluster der dormakaba miteinander verbinden wie zum Beispiel Electronic Access mit Fluchtwegs Steuerung, Door Hardware und Entrance Systems. II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das gesamte Geschäftsjahr 2019/20 stand im Zeichen der weltweiten Corona Pandemie. Durch umfangreiche innerbetriebliche Schutzmaßnahmen konnten wir den Geschäftsbetrieb das gesamte Jahr über ohne Ausfälle aufrechterhalten. Ein Großteil der Belegschaft, hauptsächlich im Bereich Produktentwicklung, Produktmanagement und unterstützender Logistikabteilungen hat weitgehend im Homeoffice gearbeitet. Die Produktion wurde hingegen durchgehend vor Ort unter Schaffung geeigneter Schutzmaßnahmen weitergeführt. Auftragsrückgänge zu Beginn des Geschäftsjahres wurden am Standort Schwenningen mit Schließtagen kompensiert, am Standort Velbert in geringem Umfang mit Kurzarbeit. Dabei ist es gelungen, stets sehr kurzfristig auf die aktuelle Lage zu reagieren. Entgegen unserer Befürchtung zu Beginn des Geschäftsjahres wegen der Corona Pandemie verlief die wirtschaftliche Entwicklung in unserer Branche unter den gegebenen Umständen gut. Der Gesamtumsatz konnte gegenüber Vorjahr sogar gesteigert werden, und zwar um 6,3%. Die regionale Entwicklung war allerdings unterschiedlich. Vor allem in der Vertriebsregion South (Spanien, Portugal, Italien und Frankreich) waren die Umsätze rückläufig während in UK Benelux, DACH und Asia/Pacific Zuwächse erreicht wurden. Insgesamt war die regionale Umsatzverteilung ähnlich wie im Vorjahr, die Region DACH (Deutschland, Österreich und Schweiz) mit Schwerpunkt Deutschland bildete auch im Berichtsjahr den mit Abstand stärksten Absatzmarkt. 2. Branchenspezifische Rahmenbedingungen Wir sehen für unser Geschäft folgende globale Wachstumstreiber:
Digitalisierung kann aber durch Änderungen von Geschäftsmodelle oder Nutzungsgewohnheiten von Kundengruppen auch zum Wachstumshemmnis werden. Die Corona-Pandemie könnte hier einen weiteren Schub in Richtung der bargeldlosen Bezahlprozesse liefern, da die von Verkäuferseite gewünschte kontaktlose Zahlung zu einer Veränderung der Zahlungsgewohnheiten bei vielen Menschen geführt hat. Die mit der Corona-Pandemie verbundenen Reise- und Kontaktreduzierungen haben vor allem im ersten Teil des Geschäftsjahres fortgesetzt zu Projektunterbrechungen oder -verschiebungen geführt. Daraus resultierten in dem Bereich der Projektschlösser im ersten Halbjahr weiterhin reduzierte Umsätze. Diese konnten durch die Übernahme der Umsätze eines französischen Kunden teilweise ausgeglichen werden. Dadurch konnte dieser Produktbereich sich insgesamt noch leicht positiv gegenüber dem Vorjahr entwickeln. Im Geschäftsfeld EAD befinden wir uns grundsätzlich nach wie vor in einem attraktiven Marktumfeld. Die Notwendigkeit, Transparenz in der Erstellung der Wertschöpfung zu gewährleisten, besteht weiterhin und ist ein wesentlicher Treiber für Investitionen in betriebliche Abläufe, wie sie z.B. mit Lösungen zur Betriebsdatenerfassung optimiert werden können. Ein weiteres Wachstumsfeld im EAD Bereich stellt der Trend zu smarten Zutrittslösungen dar. 3. Marktstellung dormakaba, Markt und Wettbewerbssituation Der bereits seit längerem zu beobachtende Trend einer Verschiebung der Nachfrage hin zu Gesamtlösungen hat sich im Berichtsjahr weiter fortgesetzt. Das Angebot von SaaS Lösungen (Software as a Service) und Cloud basierenden Anwendungen steigt stetig. Damit verbunden entstehen neue Geschäftsmodelle, die wir durch entsprechende Entwicklungsprojekte aktiv adressieren. Die einheitliche Dachmarke "dormakaba" steigert den weltweiten Bekanntheitsgrad und die wirtschaftliche Stabilität ist ein wichtiges Entscheidungskriterium für Industriekunden, die auf eine langjährige Zusammenarbeit setzen. Im Bereich der SAL hat sich der Wettbewerb weiter konsolidiert, in dem ein lokaler Anbieter die Zusammenarbeit mit einem Wettbewerber angekündigt hat und damit ein Wettbewerber als aktiver Marktteilnehmer aus dem Markt ausscheidet. Das bedeutet einen reduzierten Wettbewerb und dadurch verbesserte Chancen insbesondere auch im mechanischen Produktbereich. 4. Vertrieb Der Vertrieb erfolgt im Bereich des Geschäftsfeldes EAD ausschließlich über die Konzern-Vertriebsgesellschaften in den einzelnen Ländern. Ausnahme ist hier die strategische Partnerschaft mit einem direkt belieferten Kunden, sowie Direktlieferungen im Rahmen des sogenannten Agenturmodells nach Ägypten. Im Bereich SAL wurden Vertrieb und Service für das Vertriebsgebiet EMEA von den dezentralen Verkaufsorganisationen (RMOs) auf eine zentrale werksangebundene Verkaufsorganisation übertragen, um innerhalb dieses Nischenmarktes eine konzentrierte Kundenbetreuung und-versorgung sicherstellen zu können und die Service- und Beratungsqualität zu steigern. Die Umstellung fand in mehreren Stufen statt. Der Vertrieb über die RMOs erfolgt für DACH und EMEA nunmehr lediglich noch im Markt CH, sowie GB und in einigen Märkten außerhalb der Region DACH und EMEA. Die Organisationseinheit BIZ, die die direkte Betreuung Anfang des Geschäftsjahres übernommen hat, wurde im Laufe des Geschäftsjahres weiter aufgebaut und gestärkt. 5. Produktion und Logistik Um unterschiedliche Anforderungen, wie hohe Varianz durch konfigurierbare Geräte, schwankende Auftragseingänge, kurze Lieferzeiten, niedrige Lagerbestände, kurzer Auftragshorizont und Qualitätsansprüche auf hohem Niveau ausbalancieren zu können, ist die Fertigung in VS-Schwenningen unterteilt in Basisproduktion und Endmontage inkl. Test. In der Basisfertigung werden anonym Komponenten gefertigt und auf Lager gelegt, sodass bei Eingang des Kundenauftrags dieser unter Verwendung der vorgefertigten Komponenten schnell assembliert, getestet und versendet werden kann. Um die Vielzahl der möglichen Gerätekonfigurationen handhaben zu können, setzen wir konsequent den SAP Konfigurator ein. Im Rahmen eines Konzernprojektes wurde die Basisfertigung, also im Wesentlichen die SMD Bestückung von Leiterplatten inkl. der dazugehörigen Tests für ganz Europa in Ennepetal zusammengeführt. Ziel ist es, durch Konzentration an einem Standort die ansonsten an mehreren Stellen erforderlichen Investitionen in Maschinen und Ausrüstung auf den neuesten technologischen Stand zu bringen, optimal auszulasten und Synergien aus der Bündelung zu schöpfen. Der Transfer von Schwenningen nach Ennepetal erfolgt in mehreren Wellen und wird Ende des Kalenderjahres 2021 abgeschlossen sein. Im Gegenzug werden mehrere, heute teilweise noch von außerhalb des Konzerns zugekaufte Produkte zukünftig in Schwenningen gefertigt. Im Bereich SAL wurde das Hauptaugenmerk auf die Steigerung der Liefertermintreue und der Erzielung einer weiterhin sehr guten Qualität gelegt. Dazu wurde Verbesserungsprojekte gestartet und erfolgreich umgesetzt. Die Niederlassung Bad Berka stellt neben einigen Endprodukten weiterhin alle eigengefertigten Vorkomponenten inkl. der montagefertigen Schlüsselsätze für die Endmontage der Safelocks her. Die Produktion der Safe- und Hochsicherheitsschlösser zeichnet sich weiterhin durch ihren Variantenreichtum, oft kleine und schwankende Bedarfsmengen, hohe Qualitätsansprüche und verkürzte Lieferzeitanforderungen der Kunden aus. In diesem Bereich werden Teile und Baugruppen vorgefertigt, um dann in einem zweiten Schritt im Endmontage- und Prüfungsprozess jeweils mit Bezug zum Kundenauftrag fertiggestellt zu werden (BTO). 6. Umsatz und Ertragslage Insgesamt betrugen die Umsatzerlöse im Berichtsjahr TEUR 65.098,3 gegenüber TEUR 61.256,4 im Vorjahr. Entgegen den Erwartungen entwickelte sich die Nachfrage im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz der Corona Pandemie positiv. Somit konnte eine Steigerung der Umsatzerlöse von 6,3% gegenüber Vorjahr erzielt werden (vgl. GuV) und die Prognose aus dem Vorjahr von leicht sinkenden Umsatzerlösen übertroffen werden. Im Geschäftsfeld EAD stiegen die Umsätze gegenüber Vorjahr um 4,8%. Zuwächse wurden hauptsächlich in der Vertriebsregion UK / Benelux, China und USA erzielt, während das Geschäft in der Region South (Fr, PT, ES, IT) Corona bedingt unter Vorjahr lag. Enthalten ist der Umsatz aus einem mehrjährigen Entwicklungsprojekt in Höhe von TEUR 1.1693. Im Produktbereich SAL stiegen die Umsätze um 10,6% gegenüber Vorjahr. Mit dem Projekt "Welcome back" wurde die zuvor durch die jeweiligen Vertriebsgesellschaften ausgeübte Marktverantwortung weitgehend in Velbert gebündelt. Grund hierfür ist die Besonderheit des Geschäftsfelds mit Hochsicherheitsschlössern, z.B. für Haftanstalten. Das hierfür erforderliche Spezialwissen war in den Ländergesellschaften nicht überall ausreichend vorhanden. Diese Umstrukturierung führte zu einer Verschiebung von Intercompany Umsätzen hin zu Drittgesellschaften. Im Berichtsjahr wurde für die bereits erwähnte Verlagerung der Basisproduktion von Schwenningen nach Ennepetal und des damit einhergehenden Stellenabbaus eine Restrukturierungsrückstellung in Höhe von TEUR 1.375 gebildet, die den Personalaufwand entsprechend erhöht hat. Neben den Anpassungen der Löhne und Gehälter sind darüber hinaus gegenüber Vorjahr zusätzliche Personalkosten angefallen für die Folgewirkungen aus dem Umstieg in die Tarifbindung sowie für den Aufbau von Urlaubs- und Gleitzeitsalden im Bereich der Entwicklung. Die in den Vorjahren ausgeübte sogenannte Hub Funktion für das Segment AS EMEA, d.h. die Zusammenführung und Weiterverrechnung von Kosten wie Group IT, Segment IT, Marketing und Management fee für das gesamte Segment, wurde Konzernseitig anders organisiert und entfällt damit seit Beginn des Berichtsjahres für die dormakaba EAD GmbH, Betriebsteil DE0004. Damit reduzieren sich sowohl sonstige betriebliche Erträge als auch sonstige betriebliche Aufwendungen um rund 37 Mio EUR, bzw. 35 Mio. EUR. Beide Posten zeigen nun die rein operativen Kosten. Der Personalaufwand reduzierte sich gegenüber Vorjahr um rd. 15%. Grund ist einerseits die im Vorjahr eingebuchte Restrukturierungsrückstellung für den Transfer der Basisfertigung i.H.v. 1,4 Mio EURund andererseits eine veränderte Abrechnung der IT Kosten, die zu rd. 2,1 Mio. niedrigeren Personalkosten führt. Der größte Teil hieraus ist nun via Intercompany Leistungsverrechnung unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Das EBIT wurde gegenüber Vorjahr handelsrechtlich unter Einbeziehung des oben erwähnten Entwicklungsprojektes um 27% gesteigert. Damit wurde die Vorjahresprognose eines leichten Rückgangs des EBIT übertroffen. Das Ergebnis vor Gewinnabführung verbesserte sich um rd. 2,1 Mio. EUR (+46%). Hauptgrund ist neben Volumeneffekten und Kosteneinsparungen die oben erwähnte, im Vorjahr eingebuchte Restrukturierungsrückstellung über rd. 1,4 Mio. EUR. 7. Finanzlage und Vermögenslage Finanziert wird die Gesellschaft aus eigener "free cash flow" Generierung sowie innerhalb des dormakaba Konzerns. Auf Stufe Konzern werden Liquiditätsüberschüsse und -bedarfe über einen cash pool täglich gesammelt bzw. gedeckt. Bankkredite werden nicht in Anspruch genommen. Investiert wurde im Berichtsjahr neben der Arbeitsplatzausstattung hauptsächlich in Maschinen (SAL) aber auch in Test- und Analyseequipment sowie in die Modernisierung und Aktualisierung der vorhandenen IT Infrastruktur. Die Summe der Aktiva wurde von 35,3 Mio EUR auf TEUR 34,0 Mio. EUR reduziert (vergl. Bilanz). Hauptgrund sind die durch die Umsatzrealisierung eines Entwicklungsprojektes abgebauten unfertigen Erzeugnisse. Gegenläufig stiegen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als Folge der höheren Umsätze an. Ebenfalls erhöht sind die Lagervorräte, um mögliche Ausfälle in der Lieferkette auffangen zu können und unsere eigene Lieferfähigkeit sicherzustellen. Die Rückstellungen betrugen zum 30. Juni 2021 TEUR 17,3 Mio. EUR (vergl. Bilanz) und reduzierten sich gegenüber dem Stichtag 2020 um rd. 0,9 Mio. EUR. Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der bereits erwähnten Restrukturierungsrückstellung. Gegenläufig waren um 0,4 Mio. EUR höhere Pensionsrückstellungen. 8. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt waren 261 (Vorjahr: 270) Mitarbeiter beschäftigt. Zusätzlich wurden 8 (Vorjahr: 8) Auszubildende beschäftigt. III. Chancen- und Risikobericht1. Internes Kontrollsystem Für die Hauptprozesse:
bestehen separate Prozessbeschreibungen unter IKS-Aspekten. Diese werden im Rahmen des Jahresabschlusses regelmäßig auf Wirksamkeit hin geprüft. 2. Risikomanagementsystem und Risiken Die wesentlichen Risiken werden in einer "risk analysis matrix" erfasst und bewertet. Entsprechende Maßnahmen zur Vermeidung bzw. Verringerung bestimmter Risiken werden innerhalb der Geschäftsleitung diskutiert und beschlossen. Spezifische Hauptrisiken sind:
Chancen
Bei der Hochsicherheitsschlösser eröffnen sich durch das Interesse verschiedener Bundesländer mögliche neue Chancen auf steigende Umsätze. IV. PrognoseberichtNachdem die deutsche Wirtschaft in 2020 und im Winterhalbjahr 2020/2021 weiter unter der Corona-Pandemie litt, wird eine Erholung im Gesamtjahr 2021 des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland erwartet. So rechnet der Sachverständigenrat mit einem jahresdurchschnittlichen Wachstum von 3,1% und für das Kalenderjahr 2022 von 4%. Marktprognose Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2021/22 keine signifikanten Corona-bedingten Negativeinflüsse am Absatzmarkt. Aktuell kritisch ist allerdings die Situation am Beschaffungsmarkt mit teilweise erheblichen Preissteigerungen und Engpässen in der Verfügbarkeit wichtiger elektronischer Teile wie Chips und Speicherbausteine. Hier besteht das Risiko von Umsatzausfällen mangels Lieferfähigkeit. Für die Gesellschaft sehen wir aufgrund der Stellung im dormakaba-Konzern und den beschriebenen Chancen eine positive Entwicklung für das Geschäftsjahr 2021/2022. Insgesamt planen wir eine leichte Steigerung der Umsatzerlöse von rd. 2,3% sowie eine leichte Steigerung des EBITs gegenüber dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2020/2021. Basis hierfür ist neben einer detaillierten bottom-up Planung der Kosten die Abstimmung der Umsatzbudgetierung mit den dormakaba Marktgesellschaften nach Vertriebsregionen sowie spezielle, Konzern-weit definierte Initiativen, sogenannte ASI (Additional Specific Initiative) um ganz bestimmte Geschäftsfelder zu adressieren. Beispiele sind Upgrade Kampagnen, um die Bestandsinstallationen mit aktuellen Lösungen auszurüsten oder das Segment Airports. Weiterhin ist für 2021/22die Übernahme von bislang in anderen dormakaba Werken gefertigten Geräten zur elektronischen Zutrittskontrolle (c-lever) geplant, was ebenso zu Umsatzsteigerung beitragen wird.
Villingen-Schwenningen, 30. Juli 2021 Geschäftsleitung Bilanz zum 30. Juni 2021Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2020 bis 30. Juni 2021
Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2020 bis zum 30. Juni 2021I. Allgemeine Angaben und WährungsumrechnungDie dormakaba EAD GmbH hat ihren Sitz in Villingen-Schwenningen und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Freiburg (HRB 718253). Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2020 bis zum 30. Juni 2021 wurde nach den Vorschriften der §§ 238 ff. und §§ 264 ff. HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) unter Anwendung der Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde dabei nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind gem. §256a HGB - unter Berücksichtigung des Imparitätsprinzips - mit dem Stichtagskurs (Devisenkassamittelkurs) bewertet. II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenAnlagevermögen Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode über in der Regel drei bis fünf Jahre vorgenommen. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden neben direkt verrechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern betragen zwischen 3 und 13 Jahren. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungs- oder Herstellungswert bis EUR 800 werden im Jahr der Anschaffung sofort abgeschrieben. Im laufenden Jahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf Betriebs- und Geschäftsausstattungen vorgenommen. Umlaufvermögen Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt zu den Anschaffungskosten, erforderlichenfalls mit dem niedrigeren beizulegenden Wert. Absatz- und sonstigen Risiken wird durch angemessene Pauschalabschläge Rechnung getragen. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt. Die unfertigen und fertigen Leistungen/Erzeugnisse sind mit den Herstellungskosten, das heißt zu Material- und Fertigungseinzelkosten zuzüglich angemessener Zuschläge für Material- und Fertigungsgemeinkosten bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Einzelwertberichtigungen wegen drohender Uneinbringlichkeit werden aktivisch von den Forderungen abgesetzt. Die flüssigen Mittel sind zu Nennwerten erfasst. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 2,09%. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,7 % und ein Anstieg der Bemessungsgrundlage von 2,8 % unterstellt sowie eine Fluktuation von 3,2 % unterstellt. Der Rententrend wurde mit 1,6 % angenommen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und Verpflichtungen in angemessenem Umfang. Die Bewertung erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung angemessener Preis- und Kostensteigerungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit einem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre abgezinst. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden zum Nennbetrag angesetzt. III. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen (Anteilsbesitz) setzen sich wie folgt zusammen: Angaben zum Anteilsbesitz
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Das Anlagevermögen hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wie folgt entwickelt: Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2020/2021 (Anlagespiegel)
Umlaufvermögen Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen T€ 783 (Vorjahr: T€ 489) auf die Gesellschafterin. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten zudem T€ 11.732 (Vorjahr: T€ 6.265) aus dem Cash Pooling. Insoweit besteht eine Mitzugehörigkeit zum Posten ''Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten''. Latente Steuern Latente Steuern werden ausschließlich - sofern erforderlich - bei der Organträgerin dormakaba Holding GmbH & Co. KGaA berücksichtigt. Rückstellungen Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 14.075. Aus der Veränderung vom sieben- auf den zehnjährigen Durchschnittszins resultiert ein Unterschiedsbetrag in Höhe von T € 1.543. Für diesen Differenzbetrag zur bilanzierten Pensionsverpflichtung besteht grundsätzlich eine Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB soweit dieser das frei verfügbare Eigenkapital übersteigt. Die sonstigen Rückstellungen teilen sich wie folgt auf:
Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeit gegenüber verbunden Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus laufenden Lieferungen und Leistungen. Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen T€ 6.584 (Vorjahr: T€ 4.500) auf die Gesellschafterin. Von den sonstigen Verbindlichkeiten bestehen T€ 701 (Vorjahr: T€ 524) aus Steuern. Sicherheiten in Form von Pfandrechten oder ähnlichen Rechten bestehen für die ausgewiesenen Verbindlichkeiten nicht. Angaben zu Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse verteilen sich auf folgende Produktgruppen:
Die Umsatzerlöse verteilen sich nach Regionen wie folgt:
Die Umsatzerlöse und damit auch der Gewinn werden bei Werkverträgen grundsätzlich im Abnahmezeitpunkt der vereinnahmten (Teil-)Leistung realisiert; soweit zulässige Teilabrechnungen bestehen, wird der Umsatz bei Abnahme der Teilleistung ausgewiesen. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten überwiegend Kostenbelastungen an verbundene Unternehmen, sind aber durch den Wegfall der sogenannten HUB Funktion für das Segment AS EMEA deutlich reduzierter als im Vorjahr. Analog haben sich auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in gleicher Größenordnung reduziert. Es sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 925 (Vorjahr: T€ 24) im Wesentlichen aus der Auflösung der Restrukturierungsrückstellung enthalten. Aus Währungsumrechnungen sind Erträge in Höhe von T€ 164 (Vorjahr: T€ 386) enthalten. Die Aufwendungen für Altersversorgung belaufen sich auf T€ 202 (Vorjahr: T€ 20). Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind neben Prüfungshonoraren an PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft im Rahmen der Jahresabschlussprüfung in Höhe von T€ 58 (Vorjahr: T€ 50) auch Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von T€ 180 (Vorjahr: T€ 466) sowie periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ 19) enthalten. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe T€ 1.225 (Vorjahr T€ 1.210) enthalten. IV. Sonstiges1. Geschäftsführer
Zur Vertretung der Gesellschaft sind jeweils zwei Geschäftsführer gemeinschaftlich oder ein Geschäftsführer zusammen mit einem Prokuristen befugt. Da nur 2 Geschäftsführer Bezüge der Gesellschaft erhalten, unterbleibt die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung gemäß § 286 Abs. 4 HGB. Ehemalige Geschäftsführer bezogen im Geschäftsjahr Pensionsleistungen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 51). Die für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und deren Hinterbliebene gebildete Pensionsrückstellung betrug T€ 871 per 30. Juni 2020. 2. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt waren 63 (Vorjahr 58) Produktionsmitarbeiter und 197 (Vorjahr 212) Angestellte in anderen Bereichen, zusammen 261 (Vorjahr: 270) Mitarbeiter beschäftigt. Zusätzlich wurden 8 (Vorjahr: 8) Auszubildende beschäftigt. 3. Haftungsverhältnisse Am Bilanzstichtag bestehen keine vermerkpflichtigen Eventualverbindlichkeiten. 4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Stichtag bestehen Verpflichtungen aus Mietverträgen von T€ 1.753 (davon gegenüber verbundenen Unternehmen von T€ 1.255), davon fällig innerhalb eines Jahres sind T€ 721 und aus Leasingverträgen in Höhe von insgesamt noch T€ 202, davon fällig innerhalb eines Jahres T€ 88. Zum Stichtag sind noch Bestellobligos in Höhe von T€ 1 offen. 5. Honorar des Jahresabschlussprüfers Das Gesamthonorar für die Jahresabschlussprüfung beträgt T€ 58. 6. Mutterunternehmen / Konzernabschluss Der Kreis der verbundenen Unternehmen der dormakaba EAD GmbH, Villingen-Schwenningen, umfasst das oberste Mutterunternehmen, dormakaba Holding AG, Rümlang / Schweiz und sämtliche Tochterunternehmen dieses Mutterunternehmens. Da die Gesellschaft und ihr Tochterunternehmen nach § 292 HGB in den Konzernabschluss der dormakaba Holding AG, Rümlang / Schweiz einbezogen wird, hat die dormakaba EAD GmbH, Villingen-Schwenningen darauf verzichtet, einen Teilkonzernabschluss aufzustellen. Der befreiende Konzernabschluss und Konzernlagebericht der dormakaba Holding AG, Rümlang / Schweiz sind einem nach § 291 Abs. 2 Nr. 1 HGB aufgestellten Konzernabschluss und Konzernlagebericht gleichwertig und werden nach den SWISS FER aufgestellt und geprüft. Unterschiede zwischen den SWISS FER und den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften ergeben sich im Wesentlichen aus Zinsunterschieden der Pensionsrückstellungen. Der Konzernabschluss der dormakaba Holding AG, Rümlang / Schweiz, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist bei der dormakaba Holding AG, Rümlang / Schweiz, oder über die Adresse: https://www.dormakabagroup.com/de/investoren/veranstaltungen-und-reports erhältlich und wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Mit der dormakaba Holding GmbH & Co. KGaA, Ennepetal, existiert ein Ergebnisabführungsvertrag. 7. Nachtragsbericht Insgesamt werden die zusätzlichen Risiken aufgrund der COVID-19 Pandemie zum jetzigen Zeitpunkt nicht als existenzgefährdend eingestuft. Der Einfluss auf die Liquidität durch die Verbreitung des COVID-19-Virus wird mit einem strikten Ausgabenmanagement auf allen operativen Ebenen abgemildert. Die eingeleiteten Maßnahmen zur Sicherung der Liquidität sind zum heutigen Zeitpunkt ausreichend. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Going Concern Prämisse. Darüber hinaus gab es für das Geschäftsjahr 2020/21 keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eintreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.
Villingen-Schwenningen, 30. Juli 2021 Die Geschäftsführung Axel Modrack Bernd Lieding Stephen Bewick Bernhard Gerhard Brinker BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die dormakaba EAD GmbH, Villingen-Schwenningen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der dormakaba EAD GmbH, Villingen-Schwenningen, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2020 bis zum 30. Juni 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der dormakaba EAD GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2020 bis zum 30. Juni 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 30. Juli 2021 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Denis Etzel, Wirtschaftsprüfer ppa. Jens Rosenberger, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 30.06.2021 wurde am 28.09.2021 festgestellt. |
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