ISL Innovative System Logistik GmbH
Selbe AdresseErbringung von Logistikdienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Braun seit 22.1.2024 | Prokura |
Julia Jost seit 13.1.2023 | Prokura |
Klaus Becker seit 20.11.2020 | Geschäftsführer |
Marco Dr. Keßler seit 19.7.2017 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% |
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ISL Automotive GmbHSaarwellingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Inhaltsverzeichnis A. Prüfungsauftrag B. Grundsätzliche Feststellungen Stellungnahme zur Lagebeurteilung durch die Geschäftsführung C. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks D. Gegenstand, Art und Umfang der Prüfung E. Feststellungen und Erläuterungen zur Rechnungslegung I. Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung 1. Buchführung und weitere geprüfte Unterlagen 2. Jahresabschluss 3. Lagebericht II. Gesamtaussage des Jahresabschlusses 1. Feststellungen zur Gesamtaussage des Jahresabschlusses 2. Wesentliche Bewertungsgrundlagen und deren Änderungen 3. Sachverhaltsgestaltende Maßnahmen 4. Zusammenfassende Beurteilung F. Schlussbemerkung Anlagen 1. Bilanz zum 31. Dezember 2023 2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 3. Anhang zum 31. Dezember 2023 4. Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Allgemeine Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften vom 1. Januar 2017 A. Prüfungsauftrag Die Geschäftsführung der ISL Automotive GmbH, Saarwellingen,- im Folgenden auch "ISL Automotive" oder "Gesellschaft" genannt -hat uns beauftragt, den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 unter Einbeziehung der zugrunde liegenden Buchführung und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 der Gesellschaft nach berufsüblichen Grundsätzen zu prüfen und über das Ergebnis unserer Prüfung schriftlich Bericht zu erstatten. Der vorliegende Prüfungsbericht ist an das geprüfte Unternehmen gerichtet. Dem Prüfungsauftrag lag der Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 28. August 2023 zugrunde, in der wir zum Abschlussprüfer gewählt wurden (§ 318 Abs. 1 Satz 1 HGB). Wir haben den Auftrag mit Schreiben vom 5. September 2023 angenommen. Die Gesellschaft ist nach den in § 267 Abs. 2 HGB bezeichneten Größenmerkmalen als mittelgroße Kapitalgesellschaft einzustufen und daher prüfungspflichtig gemäß §§ 316 ff. HGB. Wir bestätigen gemäß § 321 Abs. 4a HGB, dass wir bei unserer Abschlussprüfung die anwendbaren Vorschriften zur Unabhängigkeit beachtet haben. Über Art und Umfang sowie über das Ergebnis unserer Prüfung erstatten wir den nachfolgenden Bericht, der in Übereinstimmung mit den Grundsätzen ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten (IDW PS 450 n.F. (10.2021)) erstellt wurde. Der Bericht enthält in Abschnitt B. vorweg unsere Stellungnahme zur Lagebeurteilung durch die Geschäftsführung. Der aufgrund der Prüfung erteilte uneingeschränkte Bestätigungsvermerk wird in Abschnitt C. wiedergegeben. Die Prüfungsdurchführung und die Prüfungsergebnisse sind in den Abschnitten D. und E. im Einzelnen dargestellt. Unserem Bericht haben wir den geprüften Jahresabschluss, bestehend aus der Bilanz (Anlage 1), der Gewinn- und Verlustrechnung (Anlage 2) und dem Anhang (Anlage 3), sowie den geprüften Lagebericht (Anlage 4), beigefügt. Der Durchführung des Auftrags und unsere Verantwortlichkeit, auch im Verhältnis zu Dritten, liegen die vereinbarten und diesem Bericht als Anlage beigefügten "Allgemeine Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften vom 1. Januar 2017" zugrunde. Wir verweisen ergänzend auf die dort in Ziffer 9 enthaltenen Haftungsregelungen und auf den Haftungsausschluss gegenüber Dritten. B. Grundsätzliche Feststellungen Stellungnahme zur Lagebeurteilung durch die Geschäftsführung Die Geschäftsführung hat im Lagebericht (Anlage 4) und im Jahresabschluss (Anlagen 1 bis 3), insbesondere im Anhang, die wirtschaftliche Lage des Unternehmens beurteilt. Gemäß § 321 Abs. 1 Satz 2 HGB nehmen wir als Abschlussprüfer mit den anschließenden Ausführungen vorweg zur Lagebeurteilung durch die Geschäftsführung im Jahresabschluss und im Lagebericht Stellung. Dabei gehen wir insbesondere auf die Beurteilung des Fortbestands und der zukünftigen Entwicklung des Unternehmens unter Berücksichtigung des Lageberichts ein. Unsere Stellungnahme geben wir aufgrund unserer eigenen Beurteilung der Lage des Unternehmens ab, die wir im Rahmen unserer Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts gewonnen haben. Folgende Kernaussagen im Lagebericht sind hervorzuheben: Einleitend gehen die gesetzlichen Vertreter auf die Tätigkeitsfelder der Gesellschaft sowie der anderen ISL-Gesellschaften ein. Die ISL Automotive GmbH bietet Dienstleistungen, Modularmontage, Supply Chain Management und Warehouse-Management Systeme für Automobilhersteller und Automobilzulieferer an. Im Anschluss erläutern die gesetzlichen Vertreter die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
In ihrem Chancen- und Risikobericht stellen die gesetzlichen Vertreter die Chancen und Risiken anhand ihres Risikomanagementsystems dar:
Nach dem Ergebnis unserer Prüfung und den dabei gewonnenen Erkenntnissen ist die Beurteilung der Lage der Gesellschaft einschließlich der dargestellten Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung plausibel und folgerichtig abgeleitet. Die Lagebeurteilung durch die Geschäftsführung ist dem Umfang nach angemessen und inhaltlich zutreffend. C. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 (Anlagen 1 bis 3) und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 (Anlage 4) der ISL Automotive GmbH, Saarwellingen, unter dem Datum vom 19. März 2024 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt, der hier wiedergegeben wird: "Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ISL Automotive GmbH, Saarwellingen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ISL Automotive GmbH, Saarwellingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ISL Automotive GmbH, Saarwellingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen." D. Gegenstand, Art und Umfang der Prüfung Gegenstand unserer Prüfung waren die Buchführung, der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 (Anlagen 1 bis 3) und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 (Anlage 4) sowie die Einhaltung der einschlägigen gesetzlichen Vorschriften zur Rechnungslegung. Den Lagebericht haben wir daraufhin geprüft, ob er mit dem Jahresabschluss und den bei unserer Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht und ob er insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt; dabei haben wir auch geprüft, ob die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dargestellt sind. Die Prüfung hat sich auch darauf erstreckt, ob die gesetzlichen Vorschriften zur Aufstellung des Lageberichts beachtet worden sind. Die Geschäftsführung der Gesellschaft ist für die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht, die dazu eingerichteten internen Kontrollen sowie für die uns gemachten Angaben verantwortlich. Unsere Aufgabe ist es, die von der Geschäftsführung vorgelegten Unterlagen und die gemachten Angaben im Rahmen unserer pflichtgemäßen Prüfung zu beurteilen. Soweit nichts anderes bestimmt ist, hat sich unsere Prüfung nicht darauf zu erstrecken, ob der Fortbestand des geprüften Unternehmens oder die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung zugesichert werden kann (§ 317 Abs. 4a HGB). Die Prüfungsarbeiten haben wir in der Zeit vom 11. bis 18. März 2024 in den Geschäftsräumen der Gesellschaft in Saarlouis und in unserem Büro in Saarbrücken durchgeführt. Zur Vorbereitung der Abschlussprüfung haben wir im Dezember 2023 eine Vorprüfung in den Räumen der Gesellschaft in Saarlouis vorgenommen, in deren Verlauf schwerpunktmäßig das interne Kontrollsystem (IKS) geprüft wurde. Ausgangspunkt unserer Prüfung war der von uns geprüfte und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk vom 28. März 2023 versehene Vorjahresabschluss zum 31. Dezember 2022; er wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 28. März 2023 unverändert festgestellt. Als Prüfungsunterlagen dienten uns die Buchhaltungsunterlagen und die Belege sowie das Akten- und Schriftgut der Gesellschaft. Alle von uns erbetenen Auskünfte, Aufklärungen und Nachweise sind uns von der Geschäftsführung und den zur Auskunft benannten Mitarbeitern bereitwillig erbracht worden. Ergänzend hierzu hat uns die Geschäftsführung in der berufsüblichen Vollständigkeitserklärung schriftlich bestätigt, dass in der Buchführung und in dem zu prüfenden Jahresabschluss alle bilanzierungspflichtigen Vermögensgegenstände/Vermögenswerte, Verpflichtungen, Wagnisse und Abgrenzungen berücksichtigt, sämtliche Aufwendungen und Erträge enthalten, alle erforderlichen Angaben gemacht und uns alle bestehenden Haftungsverhältnisse bekannt gegeben worden sind. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben und sind uns bei unserer Prüfung nicht bekannt geworden. In der Erklärung wird auch versichert, dass der Lagebericht hinsichtlich erwarteter Entwicklungen alle für die Beurteilung der Lage der Gesellschaft wesentlichen Gesichtspunkte sowie die nach § 289 HGB erforderlichen Angaben enthält. Bei Durchführung unserer Jahresabschlussprüfung haben wir die Vorschriften der §§ 317 ff. HGB und die vom IDW festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung beachtet. Danach haben wir unsere Prüfung problemorientiert - jedoch ohne spezielle Ausrichtung auf eine Unterschlagungsprüfung - so angelegt, dass wir Unregelmäßigkeiten und Verstöße gegen die gesetzlichen Vorschriften, die sich auf die Darstellung des den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit hätten erkennen müssen. Im Rahmen der Prüfung werden die Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. Der Prüfung lag eine Planung der Prüfungsschwerpunkte unter Berücksichtigung unserer vorläufigen Lageeinschätzung der Gesellschaft und eine Einschätzung der Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems (IKS) zugrunde (risikoorientierter Prüfungsansatz). Die Einschätzung basierte insbesondere auf Erkenntnissen über die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Branchenrisiken, Unternehmensstrategie und die daraus resultierenden Geschäftsrisiken sind aus der Prüfung des Vorjahresabschlusses, aus Gesprächen mit der Geschäftsführung und Mitarbeitern der Gesellschaft bekannt. Aus den im Rahmen der Prüfungsplanung festgestellten Risikobereichen ergaben sich folgende Prüfungsschwerpunkte:
Ausgehend von einer vorläufigen Beurteilung des IKS haben wir bei der Festlegung der weiteren Prüfungshandlungen die Grundsätze der Wesentlichkeit und der Wirtschaftlichkeit beachtet. Sowohl die analytischen Prüfungshandlungen als auch die Einzelfallprüfungen wurden daher nach Art und Umfang unter Berücksichtigung der Bedeutung der Prüfungsgebiete und der Organisation des Rechnungswesens in ausgewählten Stichproben durch bewusste Auswahl durchgeführt. Die Stichproben wurden so ausgewählt, dass sie der wirtschaftlichen Bedeutung der einzelnen Posten des Jahresabschlusses Rechnung tragen und es ermöglichen, die Einhaltung der gesetzlichen Rechnungslegungsvorschriften ausreichend zu prüfen. Analytische Prüfungshandlungen haben wir im Rahmen von Vorjahresvergleichen einzelner Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sowie bei der Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vorgenommen. Einzelfallprüfungen haben wir in Stichproben durch bewusste und zufallsbedingte Auswahl durchgeführt. Zur Prüfung des Nachweises der Vermögens- und Schuldposten der Gesellschaft haben wir u.a. Handelsregisterauszüge, Grundbuchauszüge, Liefer- und Leistungsverträge (Darlehensverträge) sowie sonstige Geschäftsunterlagen eingesehen und Bankbestätigungen, Rechtsanwaltsbestätigungen sowie Saldenbestätigungen für Forderungen und Verbindlichkeiten eingeholt. Saldenbestätigungen zur Überprüfung der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden im Wege der Stichprobe und der bewussten Auswahl zum Bilanzstichtag eingeholt. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Art, Umfang und Ergebnis der im Einzelnen durchgeführten Prüfungshandlungen sind in unseren Arbeitspapieren festgehalten. E. Feststellungen und Erläuterungen zur Rechnungslegung I. Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung 1. Buchführung und weitere geprüfte Unterlagen Das von der Gesellschaft eingerichtete rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem (IKS) sieht dem Geschäftszweck und -umfang angemessene Regelungen zur Organisation und Kontrolle der Arbeitsabläufe vor. Die Verfahrensabläufe in der Buchführung haben im Berichtszeitraum keine nennenswerten organisatorischen Veränderungen erfahren. Die Organisation der Buchführung und das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem ermöglichen die vollständige, richtige, zeitgerechte und geordnete Erfassung und Buchung der Geschäftsvorfälle. Der Kontenplan ist ausreichend gegliedert, das Belegwesen ist klar und übersichtlich geordnet. Die Bücher wurden zutreffend mit den Zahlen der von uns geprüften Vorjahresbilanz eröffnet und insgesamt während des gesamten Geschäftsjahres ordnungsgemäß geführt. Insgesamt lässt sich feststellen, dass die Buchführung und die weiteren geprüften Unterlagen (einschließlich Belegwesen, internes Kontrollsystem, Kostenrechnung und Planungsrechnungen) nach unseren Feststellungen in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorschriften einschließlich der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung entsprechen. Die Prüfung ergab keine Beanstandungen. 2. Jahresabschluss Die Gesellschaft ist zum Abschlussstichtag als mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB einzustufen. Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den handelsrechtlich geltenden Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Von den größenabhängigen Erleichterungen für die Aufstellung des Jahresabschlusses (§§ 276 und 288 HGB) wurde Gebrauch gemacht. Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sind ordnungsgemäß aus der Buchführung und den weiteren geprüften Unterlagen abgeleitet. Die Gliederung der Bilanz (Anlage 1) erfolgt nach dem Schema des § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung (Anlage 2) wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. In dem von der Gesellschaft aufgestellten Anhang (Anlage 3) sind die auf die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ausreichend erläutert. Alle gesetzlich geforderten Einzelangaben sowie die wahlweise in den Anhang übernommenen Angaben zur Bilanz sowie zur Gewinn- und Verlustrechnung sind vollständig und zutreffend dargestellt. Die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB ist bezüglich der Angaben zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung (§ 285 Nr. 9a HGB) im Anhang zu Recht in Anspruch genommen worden. Der Jahresabschluss entspricht nach unseren Feststellungen in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorschriften einschließlich der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung. Die Prüfung ergab keine Beanstandungen. 3. Lagebericht Der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 (Anlage 4) entspricht in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorschriften. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss sowie mit den von uns bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen. Er vermittelt insgesamt eine zutreffende Vorstellung von der Lage der Gesellschaft. Unsere Prüfung hat zu dem Ergebnis geführt, dass im Lagebericht die wesentlichen Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dargestellt und die Angaben nach § 289 Abs. 2 HGB vollständig und zutreffend sind. II. Gesamtaussage des Jahresabschlusses 1. Feststellungen zur Gesamtaussage des Jahresabschlusses Unsere Prüfung hat ergeben, dass der Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorschriften entspricht und in seiner Gesamtaussage, wie sie sich aus dem Zusammenwirken von Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang ergibt, unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung oder sonstiger maßgeblicher Rechnungslegungsgrundsätze ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt (§ 264 Abs. 2 HGB). 2. Wesentliche Bewertungsgrundlagen und deren Änderungen Die allgemeinen Grundsätze über die Bewertung und die Wertansätze der Vermögensgegenstände und Schulden wurden beachtet. Hinsichtlich der einzelnen angewandten und geprüften Bewertungsgrundlagen und -methoden verweisen wir auf die Ausführungen der Gesellschaft im Anhang (Anlage 3) sowie unsere Darstellungen unter "D. Gegenstand, Art und Umfang der Prüfung". Bilanzierungswahlrechte wurden nicht in Anspruch genommen. Bewertungswahlrechte wurden unverändert gegenüber dem Vorjahr angewandt. Eine Änderung bei der Ausnutzung von Ermessensspielräumen ergab sich nicht. Ermessensspielräume wurden dem Grundsatz der kaufmännischen Vorsicht folgend ausgeübt. 3. Sachverhaltsgestaltende Maßnahmen Über sachverhaltsgestaltende Maßnahmen, die einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, ist nicht zu berichten. 4. Zusammenfassende Beurteilung Nach unserer pflichtgemäß durchgeführten Prüfung sind wir zu der in unserem Bestätigungsvermerk getroffenen Beurteilung gelangt, dass der Jahresabschluss insgesamt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. F. Schlussbemerkung Wir erstatten diesen Prüfungsbericht in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen (IDW PS 450 n.F. (10.2021)). Eine Verwendung des unter C. wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen.
Saarbrücken, 19. März 2024 DORNBACH
GmbH
Koch, Wirtschaftsprüfer Westenburger, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
ANHANG zum 31.12.2023ISL Automotive GmbH, SaarwellingenAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Die Ausweisstetigkeit wurde gewahrt. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Ergänzend zu den Vorschriften des HGB waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Aus dem Gesellschaftsvertrag ergaben sich keine weiteren Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, die zu beachten gewesen wären. Im Einzelnen fanden folgende Grundsätze und Methoden Anwendung: Erworbene immaterielle Anlagewerte und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Bei Vorliegen eines niedrigeren beizulegenden Werts wird dieser angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter, deren Anschaffungskosten zwischen 250,00 und 800,00 Euro lagen, wurden aus Vereinfachungsgründen im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben und gleichzeitig von der Fiktion des sofortigen Abgangs Gebrauch gemacht. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt, soweit diesen nicht ein niedrigerer Zeitwert beizulegen war. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Notwendige Einzel- und Pauschalwertberichtigungen wurden vorgenommen. Liquide Mittel wurden zum Nominalwert, das gezeichnete Kapital zum Nennwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen und wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Anlagenspiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge nicht. Zu den Abschreibungen im Zusammenhang mit Zugängen und Abgängen sowie Umbuchungen im Laufe des Geschäftsjahres sind folgende Angaben zu machen: Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023
Angaben zu Restlaufzeitvermerk bei Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen Der Betrag der Forderungen / sonstigen Vermögensgegenständen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 995.275,57 EUR (Vorjahr: 2.316 TEUR). Es handelt sich hierbei um Darlehensforderungen. Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt 0,00 EUR (Vorjahr: 0 TEUR). Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.
Verbindlichkeiten Sämtliche bilanzierte Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit kleiner fünf Jahre. Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 0,00 EUR. Latente Steuern Der Saldo der latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt 3.228.919,89 EUR. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen von wesentlicher Bedeutung, die nicht bilanziert sind, ergeben sich aus bestehenden Mietverträgen für betrieblich genutzten Grundbesitz bzw. für bewegliche Wirtschaftsgüter und aus Leasingverträgen. Die künftigen finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft im Sinne von § 285 Nr. 2 HGB betragen gesamt 7.041 TEUR. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigen Arbeitnehmer beträgt damit 147. Nachtragsbericht Seit Beginn des Geschäftsjahres 2024 haben sich keine wesentlichen Änderungen der Unternehmenssituation ergeben. Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Vergütungen an die Geschäftsführung Auf die Angabe der Organbezüge nach § 285 Nr. 9 HGB wird unter Bezug auf die Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie geschäftsführenden Gesellschafter schlagen vor, den Bilanzgewinn von 3.648.300,13 EUR einschließlich des Jahresüberschusses in Höhe von 448.998,65 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.
Saarwellingen, den 18. März 2024 Die Geschäftsführer Klaus Becker Dr. Marco Keßler LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023Inhalt 1. Grundlagen der Gesellschaft 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Branchenspezifische Rahmenbedingungen 2.2. Geschäftsverlauf der ISL Automotive GmbH 3. Risikobericht 4. Chancenbericht 5. Prognose 1. Grundlagen der Gesellschaft Die ISL Automotive GmbH ist ein rechtlich selbstständiges Unternehmen ohne Konzernzugehörigkeit. Sie hat sich neben den anderen ISL-Gesellschaften, die seit Dezember 2020 von der iCon Management GmbH und der FinCo GmbH als Gemeinschaftsunternehmen geführt werden, vor allem auf Dienstleistungen, Modulmontagen, Supply Chain Management und Warehouse-Management Systeme für Automobilhersteller und Automobilzulieferer spezialisiert. Die international tätigen Gesellschaften der ISL sind Full-Service-Logistik-Provider und bieten unter dem Markennamen "ISL" ganzheitliche Logistiklösungen für Automobilhersteller, Automobilzulieferer, Maschinenbau sowie Health Care und Verpackungsindustrie an. Zu ihren Kernkompetenzen zählen:
Das operative Geschäft betreiben sechs rechtlich selbstständige Unternehmensbereiche, wobei die anderen fünf Gesellschaften nicht im Sinne des § 271 HGB mit der ISL Automotive GmbH verbunden sind. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Branchenspezifische Rahmenbedingungen Die Weltkonjunktur verzeichnete nach Aussage des IfW im Jahr 2023 einen Anstieg um 3,1 % und gewinnt damit nur allmählich an Fahrt. Auch wenn die wirtschaftliche Expansion moderat war, hielt sich die Weltkonjunktur im Berichtsjahr angesichts des Inflationsschocks und der daraufhin erfolgten scharfen geldpolitischen Reaktionen besser als erwartet. Die konjunkturelle Dynamik des Jahres 2023 zeichnete in sektoraler und regionaler Hinsicht ein recht unterschiedliches Bild. In den Schwellenländern wurde das Expansionstempo zuletzt niedriger. Maßgeblich für den Rückgang des Produktionsanstieges war ein geringer Anstieg der Produktion in einzelnen Ländern Südostasiens, insbesondere China. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften setzte sich der verhaltene Produktionsanstieg hingegen fort. Hierbei gab es jedoch große Unterschiede zwischen den einzelnen Wirtschaftsräumen. Während die Konjunktur in den Vereinigten Staaten bis zum Jahresende kräftig war, befindet sich die Wirtschaft im Euroraum in einer Phase der Stagnation. Die Produktion im Vereinigten Königreich und in Japan ging im zweiten Halbjahr 2023 deutlich zurück. Trotz verbesserter Rahmenbedingungen aufgrund der Beendigung der restriktiven Corona-Politik in China, nahm die industrielle Erzeugung im Berichtsjahr weltweit kaum zu. Dieser Trend ist auch in Deutschland zu beobachten, wo sich die Dynamik der Wirtschaft insbesondere zum Jahresende spürbar abgeschwächt hat. Insgesamt erhöhte sich die weltweite Produktion im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr gerechnet auf der Basis von Kaufkraftparitäten um 3,1 % (Vorjahr: 3,2 %). Das IfW prognostiziert für 2024 einen Zuwachs von 2,8 %. Diese gedämpften wirtschaftlichen Aussichten werden von dem Institut mit dem Auslaufen der stützenden Wirkungen der Finanzpolitik, die die Intention hatten die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie und die Auswirkungen gestiegener Energiepreise zu reduzieren, begründet. Weiterhin ist auch die Entwicklung der Inflationsraten zu berücksichtigen. Auch wenn die Inflation nach dem Höchststand Ende 2022 deutlich zurückgegangen ist, war der Rückgang zuletzt nur noch gering. Insbesondere der Preisanstieg für Dienstleistungen erweist sich als hartnäckig, sodass die Inflationsraten voraussichtlich erst im Jahr 2025 wieder nachhaltig in die Nähe der Zielmarken sinken werden. Die Weltwirtschaft wird im laufenden Jahr demnach deutlich verlangsamt expandieren. Für das Jahr 2025 rechnet das IfW mit einer Beschleunigung der Konjunktur auf 3,1 %. Das Jahr 2023 verlief in den einzelnen Wirtschaftsbereichen in Deutschland sehr unterschiedlich. Die Bruttowertschöpfung im Produzierenden Gewerbe ging aufgrund einer sehr viel niedrigeren Produktion im Bereich der Energieversorgung deutlich zurück. Die Automobilindustrie und der sonstige Fahrzeugbau zeigten hingegen positive Impulse. Auch die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftliche Aktivität im Vorjahresvergleich erneut steigern, jedoch fiel der Anstieg insgesamt schwächer aus als in den Vorjahren. Der zusammengefasste Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe sorgte in Summe für eine gebremste Wirtschaftsleistung, was im Wesentlichen auf eine gesunkene Bruttowertschöpfung im Handel zurückzuführen ist. Insgesamt sank in Deutschland das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt laut dem Statistischen Bundesamt um 0,3 %. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft von dem Einbruch im Jahr 2020 aufgrund der Corona-Pandemie im Berichtsjahr 2023 nicht weiter fort. Die Bundesregierung rechnet in ihrer Jahresprojektion vom Februar 2024 mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von Deutschland für das laufende Jahr um 0,2 %. Damit revidierte die Bundesregierung ihre Herbstprojektion, die ein Wachstum um 1,3 % prognostizierte, für das Jahr 2024 deutlich nach unten. Der Pkw-Markt zeigte im abgelaufenen Geschäftsjahr eine positive Entwicklung. In Europa (EU27) und UK erhöhte sich die Produktion der Autokonzerne im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 12,8%. Die Weltautomobilproduktion stieg laut OICA in diesem Zeitraum um 10,3% auf ca. 93,5 Millionen Fahrzeuge. China, auf das mit 30,2 Millionen gebauten Fahrzeugen ca. 32,2 % aller gebauten Fahrzeuge weltweit entfallen, konnte seinen Marktanteil durch eine im letzten Jahr um 11,6 % gesteigerte Produktion erhöhen. Hier ergeben sich auch Risiken für den Verbrennungsmotor durch die Fokussierung der chinesischen Regierung auf die Verbesserung der Umweltqualität. Auch in Deutschland konnte im Vorjahresvergleich ein Anstieg der produzierten Pkw verzeichnet werden. Wie das Statistikportal Statista und der VDA mitteilen, lag die Produktion von Personenkraftwagen im Jahr 2023 bei 4,1 Millionen Fahrzeugen. Auch wenn im Vergleich zum Vorkrisenniveau deutlich weniger Pkw produziert wurden, bedeutet dies im Jahresvergleich einen Anstieg um etwa 18 %. Damit beschleunigte sich die Erholung von der Pandemie im Vergleich zu den Vorjahren in diesem Sektor deutlich. Der Kraftfahrzeugbau hat somit einen positiven Beitrag zum gesamten Verarbeitenden Gewerbe geleistet. In Europa stieg die Anzahl der Pkw-Neuzulassungen 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 13,9 %. Im Gesamtjahr 2023 verzeichnete der Verband der europäischen Automobilhersteller ACEA zum Jahresende ein Volumen von 10,5 Millionen zugelassenen Pkw (Vorjahr: 9,3 Millionen Fahrzeuge). Die Märkte in Europa zeichneten dabei mit Ausnahme von Ungarn ein einheitliches Bild des Wachstums. Während der deutsche Markt ein Anstieg von 7,3 % zeigte, gab der Markt in Ungarn um 3,4 % nach. Die größten europäischen Märkte verzeichneten mit Italien (+18,9 %), Spanien (+16,7 %) und Frankreich (+16,1 %) eine zweistellige Zuwachsrate. Unser größter Kunde verzeichnete im Jahr 2023 mit ca. 518.371 neu zugelassenen Pkw in Europa und UK einen leichten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Trend wurde in Deutschland nicht beobachtet, da dort die Zulassungszahlen dieses OEM im Vorjahresvergleich mit 116.600 Fahrzeugen leicht rückläufig sind. Eine valide Prognose der Zulassungs- und Produktionszahlen in Deutschland für 2024 ist aufgrund der schwierigen Marktsituation nicht möglich. Die Experten sind sich über die Entwicklung des deutschen Automarktes uneinig. 2.2. Geschäftsverlauf der ISL Automotive GmbH Die ISL Automotive GmbH verfolgt als Full-Service-Logistik-Provider die Strategie, durch ihre Dienstleistungen die gesamte Supply Chain ihrer Auftraggeber zu optimieren. Damit wird neben der Erhöhung der Flexibilität für den Kunden ein echter Mehrwert geschaffen. Dies gelingt nur, da sich die Gesellschaft nicht auf klassische Logistikdienstleistungen beschränkt, sondern sich basierend auf langfristigen Exklusivverträgen auf Added-Value-Dienstleistungen (bspw. im Bereich der Montage und des Fahrzeughandlings) fokussiert. Die Logistik ist in Deutschland der größte Wirtschaftsbereich nach der Automobilwirtschaft und dem Handel. Sie rangiert mit mehr als 3 Millionen Beschäftigten noch vor der Elektronikbranche und dem Maschinenbau. Die Steuerung der Waren- und Informationsflüsse, aber auch der Transport der Güter und ihre Lagerung sind wichtige Wirtschaftsfunktionen, die hohe Werte schaffen. Rund 327 Milliarden Euro Umsatz wurden im Jahr 2023 branchenübergreifend erwirtschaftet, dies entspricht einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahr von rund 2,5 %. Nur knapp die Hälfte der logistischen Leistungen, die in Deutschland erbracht werden, besteht in der gemeinhin sichtbaren Bewegung von Gütern durch Dienstleister. Die andere Hälfte findet in der Planung, Steuerung und Umsetzung innerhalb von Unternehmen statt. Als Bestandteil dieses Wirtschaftsbereiches bietet die ISL Automotive GmbH als Full-Service-Logistik-Provider ihren Kunden aus dem Automobilbereich ganzheitliche Logistiklösungen und agiert als zuverlässiger und zukunftsorientierter Partner des Kunden, um Wertschöpfungspotentiale zu erschließen und optimal auszuschöpfen. Der konsequente Ausbau des Lean Management Systems in 2023 mit weiteren nichtfinanziellen Leistungsindikatoren und einer standortbezogenen Analyse führte zu einer weiteren Transparenz der Geschäftsprozesse als Grundlage für Optimierungen. Performance- und Abweichungsanalysen helfen Non-Added-Value Themen zu erkennen und zu eliminieren. Höhere Wertschöpfungsketten und die konsequente Senkung und Vermeidung von Kosten, sowohl in den operativen Einheiten als auch in der Verwaltung, leisten einen weiteren Beitrag, die Ertragskraft der ISL Automotive GmbH zu steigern und die Wettbewerbsfähigkeit weiter zu erhöhen. In 2023 hat unser Kunde der Automobilbranche ca. 120.000 Fahrzeuge (Vorjahr: 98.000 Fahrzeuge) gefertigt. Die Fahrzeugmodelle aus Saarlouis, die für den europäischen Markt bestimmt sind, werden ausschließlich an diesem Standort gebaut und anschließend exportiert. Die wichtigsten Auslandsmärkte sind Großbritannien, Italien, Frankreich, die Türkei, Spanien und die Niederlande. Mit dieser Jahresproduktion wurde die Prognose um ca. 3.000 Fahrzeuge übertroffen. Auf die Ausbringung positiv ausgewirkt hat sich vor allem die erhöhte Nachfrage nach Pkw sowie die rückläufige Fehlteilsituation auf dem Markt. Der Umsatz lag im Jahr 2023 bei 10.202 TEUR und damit um 26,45 % über den Umsatzerlösen des Vorjahres in Höhe von 8.068 TEUR. Die dargestellte Umsatzerhöhung ist im Wesentlichen auf die Gewinnung von Neukunden zurückzuführen. Das Produktionsvolumen unseres Hauptkunden konnte im Jahresvergleich um ca. 22,45 % gesteigert werden. Diese Entwicklung hatten wir zum Zeitpunkt der letzten Jahresabschlusserstellung bereits vorhergesehen und hatten eine moderate Steigerung des Umsatzes prognostiziert. Auch die Prognose eines moderat über dem Vorjahresniveau liegenden EBIT ist - bezogen auf die operative Leistung - eingetroffen. Das EBIT hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 300 TEUR auf 574 TEUR erhöht. Maßgebend für das positive EBIT war vor allem, dass die Umsatzsteigerungen die erhöhten Aufwendungen kompensieren konnten. Die Personalkosten liegen mit 15,21 % über dem Vorjahreswert. Der Materialaufwand erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 605 TEUR auf 2.860 TEUR. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 3,03 % niedriger, was im Wesentlichen auf Kostenoptimierungen zurückzuführen ist. Die Mitarbeiteranzahl verringerte sich von 154 Mitarbeitern für das Jahr 2022 auf 147 Mitarbeiter im Jahr 2023, indem frei gewordene Stellen nicht mehr nachbesetzt wurden. Die Bilanzsumme am 31. Dezember 2023 beträgt 8.289 TEUR. Gegenüber der Bilanzsumme des Vorjahres von 9.733 TEUR ist dies eine Veränderung um -1.444 TEUR oder -14,84 %, aufgeteilt in eine Verringerung des Eigenkapitals von insgesamt 818 TEUR und einer Reduktion des Fremdkapitals um 626 TEUR. Die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag beträgt 47,33 % und deckt 211,21 % des Anlagevermögens ab. Das Anlagevermögen erhöhte sich um 647 TEUR, was im Wesentlichen auf den Kauf eines Grundstückes zurückzuführen ist. Der Kassenbestand am Jahresende beträgt 2.546 TEUR, was einer Liquidität 1. Grades von 2,31 entspricht. Damit war die Gesellschaft jederzeit in der Lage ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Insgesamt war es trotz hoher Inflationsraten ein solides Jahr. Auf dieser Basis ist es das Ziel der ISL Automotive GmbH, mit zufriedenen und motivierten Mitarbeitern, ein Höchstmaß an Kundenzufriedenheit zu erreichen, damit das organische Wachstum der Gesellschaft gewährleistet ist, der Unternehmenswert gesteigert und zukünftige Marktmöglichkeiten zur weiteren Expansion genutzt werden können. 3. Risikobericht Die ISL Automotive GmbH ist in das Risikomanagementsystem der ISL Group Management GmbH eingebunden. Darüber hinaus werden durch die Geschäftsleitung in periodischen Abständen aktuelle Einschätzungen über Risikopotenziale vorgenommen und ausgewertet. Dabei erfolgt vor allem eine differenzierte Betrachtung der folgenden Risikobereiche:
Die oben genannten Risikobereiche unterliegen einer strengen Überwachung durch die verantwortlichen Organe unserer Gesellschaft. Grundsätzlich ist die ISL direkt von der europäischen Automobilkonjunktur abhängig. Risikoorientierte Handlungsszenarien wurden für alle Funktionsbereiche erarbeitet und in einen Maßnahmenkatalog der ISL Automotive GmbH eingearbeitet. Im Bedarfsfall können diese zielgerichtet eingesetzt werden. Hinsichtlich des rechtzeitigen Erkennens von wesentlichen Risiken erfolgt eine regelmäßige Kontrolle der kurz- und langfristigen Unternehmensplanung sowie die regelmäßige Überwachung und Aktualisierung unseres internen Kontrollsystems. Im Einzelnen wurden von uns insbesondere folgende Risiken identifiziert (nach Risiko absteigend):
Dem Absatz- und Marktrisiko mit dem daraus resultierenden Auslastungsrisiko sowie dem Kostendruck wird mittels einer zeitnahen Produktionssteuerung und einer fortlaufenden Überwachung und Planung innerhalb der Gesellschaften der ISL entgegengewirkt. Dem Insolvenzrisiko bei den Lieferanten wird durch ständige Überwachung relevanter Veränderungen und Indikatoren für Insolvenzbedrohung und dem Insolvenzrisiko bei Kunden durch ein zeitnahes Kunden- und Forderungsmanagement entgegengewirkt. Dem Liquiditätsrisiko wird durch eine verstärkte Überwachung von Zahlungseingängen und Zahlungsausgängen im Rahmen eines zentralen Cash-Managements begegnet. Es wird insbesondere versucht, der Abhängigkeit von einigen wenigen Großkunden durch stetige Erweiterung des Kundenkreises entgegenzuwirken. Zum Abschlussstichtag sind die Auswirkungen des Ukraine-Krieges sowie die geopolitischen Risiken nicht sicher einschätzbar. Unser Hauptkunde hat die Beendigung der Produktion der Fahrzeugmodelle im Werk in Saarlouis für Ende 2025 mittgeteilt. Dies könnte bereits frühzeitig zu einer Reduzierung des Produktionsvolumens und damit auch des Umsatzes der ISL Automotive GmbH führen. Um diesem Umsatz- und Liquiditätsrisiko entgegenzuwirken, wird die Akquise neuer Kundenaufträge und die Erweiterung bestehender Aufträge nachhaltig voran getrieben. Daneben und neben den üblichen branchenbedingten Geschäftsrisiken sind keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar. 4. Chancenbericht Aufgrund des starken internationalen Wettbewerbs der Original Equipment Manufacturer in den Modellreihen der Kompaktklasse rechnen wir für 2024 mit einem Produktionsvolumen auf leicht höherem Niveau wie 2023. Dennoch führen hohe Einmalkosten durch die Umstellung auf eine neue Fahrzeugtechnik zu einem Umsatz- und Ertragsrückgang. Durch die damit verbundene Neuausrichtung der Geschäftsmodelle kann es am Logistik- bzw. Automobilmarkt zu verstärkten Nachfragen nach Outsourcing und Dienstleistungen kommen. Durch ihre solide Finanzstruktur und die Konzentration auf Kernkompetenzen hat sich die ISL Automotive GmbH dafür gut aufgestellt. Die logistischen Ausschreibungen wollen wir mit marktgerechten Preisen und einem bekannt guten Service für uns gewinnen. Die frühzeitige Bekanntgabe der Beendigung der Produktion der Fahrzeugmodelle unseres Hauptkunden in Saarlouis, welche ursprünglich für Mitte 2025 terminiert war, jedoch gemäß jüngsten Entwicklungen auf Ende 2025 verschoben wurde, bietet der ISL Automotive GmbH die Möglichkeit den Transformationsprozess mit einer benötigten Vorlaufzeit nachhaltig zu gestalten und neue Kundenaufträge für ihre Mitarbeiter zu akquirieren sowie die Erweiterung bestehender Aufträge voran zu treiben. Weiterhin stellt der Anfang März 2023 zwischen der saarländischen Landesregierung und unserem Kunden in Saarlouis geschlossene Kooperationsvertrag - mit der Intention einer nachhaltigen industriellen Nutzung des Standortes - die Weichen für die zukünftige Folgenutzung der bestehenden Infrastruktur, die auch eine Chance für die ISL Automotive GmbH darstellt. Die Kombination aus der Wahrnehmung leistungswirtschaftlicher Chancen, die sich aus Kostenmanagement und Effizienzsteigerungen im operativen Geschäft ergeben, und die konsequente Nutzung, profitables Geschäft mit unseren bestehenden sowie neuen Kunden zu generieren, wird es der ISL Automotive GmbH in Zukunft ermöglichen, die Ertragskraft zu steigern und unsere Ziele zu erreichen. 5. Prognose Die schwierige konjunkturelle Lage in Deutschland in Verbindung mit den Auswirkungen des Ukraine-Krieges, den ansteigenden Preisen im Energiesegment sowie die allgemein hohen Inflationsraten und gestiegenen Zinsen spiegeln sich in den Prognosen des Bruttoinlandsprodukts wider. Das ifo-Institut geht daher davon aus, dass das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2024 lediglich um 0,2 % im Vergleich zum Vorjahr zunehmen wird. Für das Jahr 2025 rechnet das Institut mit einem Zuwachs von 1,5 %. Auch der Ausblick auf die Automobilindustrie im Jahr 2024 ist geprägt von vielen Unsicherheiten seitens politischer Rahmenbedingungen und weltwirtschaftlicher Entwicklungen. Der VDA sieht für das laufende Jahr einen leichten Absatzrückgang des deutschen Pkw-Marktes um 1 % auf 2,8 Millionen Fahrzeuge. Dies wäre etwa ein Viertel weniger als im Vorkrisenjahr 2019. Für das Jahr 2024 wird für die Inlandsproduktion eine Seitwärtsbewegung erwartet, sodass eine Produktion von 4,1 Millionen Einheiten prognostiziert wird. Das Werk in Saarlouis unseres Hauptkunden plant für 2024 mit einem gedrosselten Produktionsvolumen, es wird eine Jahresproduktion von ca. 108.000 Fahrzeugen erwartet. Die Realisierung des oben genannten Fahrzeugvolumens verbunden mit einer Ausweitung bestehender Kundenaufträge wird für die ISL Automotive GmbH im Jahr 2024 eine Entwicklung des Umsatzes und des operativen EBIT auf Vorjahresniveau zur Folge habe.
Saarwellingen, den 18. März 2024 Die Geschäftsführer Klaus Becker Dr. Marco Keßler |
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