Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Homburg HRB 1514
Vorher
ATIS Systems GmbH
Eingetragen
2.1.1974
Branche
Herstellung von elektrischem InstallationsmaterialHerstellung von Geräten der UnterhaltungselektronikHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Gegenstand
Die Entwicklung, der Vertrieb, die Installation und der Support von Produkten und Systemen der elektronischen Kommunikation.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Marc Oliver Dönni
seit 4.3.2011
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Atis Uher SACHE
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Atis Uher SA
Switzerland
1.050.000 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ATIS systems GmbH

Bad Homburg v. d. Höhe

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Gliederung

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

2. Zweigniederlassungsbericht

3. Forschung und Entwicklung

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf

3. VFE - Lage

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

5. Gesamtaussage

III. Prognosebericht

IV. + V. Chancen- und Risikobericht

VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die ATIS systems GmbH ist in der Entwicklung und dem Vertrieb von Produkten zur Telekommunikationsüberwachung und forensischen Lösungen tätig. Dazu werden maßgeschneiderte Hard- und Softwarekomponenten entwickelt, produziert und gepflegt. Wir liefern im Projektgeschäft schlüsselfertige Ende-zu-Ende Lösungen für unsere Kunden und Distributoren.

2. Zweigniederlassungsbericht

Zweigniederlassungen unterhält die Gesellschaft nicht.

3. Forschung und Entwicklung

Unsere Produktlinie Klarios wird kontinuierlich an neue Markt- und Kundenanforderungen angepasst. Der wichtigste Pfeiler unserer Innovationskraft ist unser Team hochqualifizierter Mitarbeiter.

Unsere Bemühungen der letzten Jahre in der Standardisierung von Hard- und Softwarekomponenten zahlt sich aus und wird auch in Zukunft weiter vorangetrieben.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 konnten wichtige neue Kundenkontakte geknüpft und die Basis für weitere Großprojekte in den nächsten Jahren gelegt werden.

Die Qualität, Stabilität und die damit einhergehende Systemverfügbarkeit unserer Klarios-Produktlinie wurden im Berichtsjahr weiter verbessert.

Neu- und Bestandskunden konnten für die strategische Weiterentwicklung der Klarios-Produktlinie gewonnen werden.

Neben den wirtschaftlichen spielen immer häufiger technische Entwicklungen eine erhebliche Rolle in dem auf globaler Ebene stattfindenden Konkurrenzkampf. Der Wettbewerb ist durch die Internet -und Cloud Technologie im Bereich der Cyber-Sicherheit stark gewachsen. Er wird aber weiterhin dominiert durch einige große internationale Anbieter.

Unsere Antwort auf diese Entwicklungen sind innovative Produkte und ein hohes Maß an Zuverlässigkeit und Qualität.

Nach dem Inkrafttreten der vierten Änderung der Außenwirtschaftsverordnung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie konnten einige Projektvorhaben nicht weiterverfolgt werden. Der Abschluss von Neuverträgen verzögert sich entsprechend.

2. Geschäftsverlauf

Unser Geschäftsverlauf spiegelt im Wesentlichen die vorstehend beschriebene Marktentwicklung wider. Wir können insgesamt auf ein gegenüber dem Vorjahr weniger erfolgreiches Geschäftsjahr 2023 zurückblicken.

Die Mitarbeiterzahl fiel zum Ende 2023 auf insgesamt 119 (Vorjahr 122) inklusive Auszubildende.

3. VFE - Lage

a) Darstellung, Analyse und Beurteilung der Ertragslage

Die Gesellschaft erzielte ein um T€ 369 geringeres Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr. Dementsprechend betrug die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag unter Berücksichtigung des Gewinnes des Geschäftsjahres 2023 55,0 % zu 64,4 % im Vorjahr.

Der Umsatz im Berichtszeitraum setzt sich zusammen aus Inland (81 %) und Ausland (19 %). Der Umsatz besteht aus Umsatz für neue Projekte und Umsatz für Wartung sowie Support bereits laufender Anlagen.

Gegenüber dem Vorjahr ist der Umsatz um rund TEUR 900 gesunken.

Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr gering um 1,9 % gestiegen trotz leicht gesunkener Mitarbeiteranzahl.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen weisen in 2023 einen Anstieg um 14 % auf; höhere Reisekosten und Personaleinstellungskosten sind wesentliche Gründe.

b) Darstellung, Analyse und Beurteilung der Finanzlage

Die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft ist geordnet. Die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag betrug 55 %.

Es bestanden zum Stichtag keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus der Inanspruchnahme von Betriebs- und Kontokorrentkrediten.

c) Darstellung, Analyse und Beurteilung der Vermögenslage

Die Finanzierung angefangener Aufträge in der Bilanz erfolgt über eigene Mittel und Mittel nahestehender Gesellschaften.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind etwa doppelt so hoch wie die Verbindlichkeiten.

4. Finanzielle Leistungsindiktatoren

Aufgrund unserer stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend.

Für den kurzfristigen Bedarfsfall im Tagesgeschäft sind mit einer Hausbank zusätzliche Kreditlinien vertraglich vereinbart.

Währungsrisiken bestehen aufgrund nationaler Beauftragungen in Euro-Valuta nicht.

5. Gesamtaussage

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld und dem stagnierenden Preisniveau auf Verkäuferseite, anhaltend hohen Beschaffungskosten nach der Covid-19 Pandemie und der anschließenden Inflation. Die rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen sind allerdings ein spürbarer Wettbewerbsnachteil. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sind wir für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

III. Prognosebericht

Um die positive Entwicklung des Unternehmens zu unterstützen, wurde das Produktportfolio weiter verstärkt. Darüber hinaus sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant.

Wir beurteilen die Entwicklung des Unternehmens weiterhin positiv. Die Nachfrage nach computergestützten Werkzeugen zur Datenverkehrsanalyse, Computer-Forensik und Internetauswertung bietet weiter ein großes Wachstumspotential. Wir können hier mit unseren innovativen Produkten im Wettbewerb mithalten.

Den Risiken von Lieferengpässen begegnen wir durch bewährte kapitalstarke Lieferanten, Partnerschaften und Vertriebskooperationen.

In unserer Planung gehen wir für das Jahr 2024 von einer leichten Umsatzsteigerung aus.

Insgesamt erwarten wir, dass aufgrund weiterer eingeleiteter Effizienzsteigerungsmaßnahmen, des heute bekannten Auftragseingangs sowie unserer kontrollierten Kosten das Jahresergebnis 2024 auf dem Vorjahresniveau bleibt.

IV. + V. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Wir sind verpflichtet auf Risiken der künftigen Entwicklung hinzuweisen, den wesentlichen oder bestandgefährdenden Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben.

Die weltweite Konjunkturschwäche und mögliche Turbulenzen an den Finanzmärkten, der Ukraine-Russland-Konflikt sowie weitere Auswirkungen der Pandemie können die wirtschaftliche Situation unserer Kunden, die Nachfrage nach unseren Produkten und die Lieferketten negativ beeinflussen. Daraus könnten Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen. Als Unternehmen, welches weltweit präsent ist, müssen wir zudem geopolitische Risiken in Kauf nehmen.

Wir können nicht ausschließen, dass wir in Zukunft mit zunehmenden regulatorischen Exporteinschränkungsrisiken konfrontiert werden, da in der neuen EU Dual Use Verordnung grundlegende Paradigmen umgestoßen werden könnten, die eine Neukundengewinnung weiter erschweren. Die Wettbewerbsrisiken haben aufgrund der deutlich verschärften Situation weltweit zugenommen.

Grundsätzliche Risiken ergeben sich aus den konjunkturellen Einflüssen, haushaltspolitisch geprägten Auftragsvergabeverfahren der öffentlichen Hand, sowie in der danach zu bestimmenden Preispolitik. Dadurch kann eine künftige Beeinträchtigung der Ertragslage nicht ausgeschlossen werden.

Darüber hinaus erwarten wir keine besonderen Produktrisiken, da unsere ausgereiften Produkte echte Kosten- und Wettbewerbsvorteile bieten. Vor diesem Hintergrund gehen wir davon aus, dass unsere unternehmerischen Risiken im Vergleich zu den früheren Jahren eher gesunken sind und wir unsere Marktanteile insbesondere im Inlandsmarkt mittelfristig weiter ausdehnen können.

Zur Identifikation und Evaluation der wesentlichen Risiken haben wir ein Kontroll- und Risikomanagement implementiert, welches wir an neue Erkenntnisse fortlaufend weiterentwickeln

2. Chancenbericht

Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter im Internetsegment, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.

Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen, die im Berichtsjahr weiter ausgebaut wurde. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch umfangsreiche Qualitätskontrollen und Abnahmeverfahren durch.

Der Schritt, unsere Gesellschaft auf die Planung, die Erstellung der Software und den Betrieb fokussieren, hat sich zu dem ausgezahlt. Zudem fokussieren wir unsere vertrieblichen Aktivitäten verstärkt auf das Inland und die Europäische Union.

VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungs- und Vorratsmanagement, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Forderungsausfälle sind eher die Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden nicht immer innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird regelmäßig ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement.

 

Bad Homburg v.d. Höhe, im Dezember 2024

gez. Dr. Stefan Diepolder, Geschäftsführer

gez. Daniel Sieh, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.584.709,30 1.194.290,24
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 660.113,32 486.663,80
II. Sachanlagen 924.595,98 707.626,44
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 924.595,98 707.626,44
B. Umlaufvermögen 15.086.514,84 13.304.794,33
I. Vorräte 10.552.874,35 8.418.251,25
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.753.521,72 1.965.596,78
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 210.440,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.780.118,77 2.920.946,30
C. Rechnungsabgrenzungsposten 76.345,74 28.450,16
Summe Aktiva 16.747.569,88 14.527.534,73

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 9.209.203,62 9.357.263,34
I. Gezeichnetes Kapital 536.856,47 536.856,47
II. Kapitalrücklage 1.772.974,57 1.772.974,57
III. Gewinnvortrag 7.047.432,30 6.825.802,12
IV. Jahresfehlbetrag 148.059,72 -221.630,18
B. Rückstellungen 1.083.201,00 1.350.601,00
C. Verbindlichkeiten 6.455.165,26 3.819.670,39
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.118.552,48 1.888.894,67
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.118.552,48 1.888.894,67
2. sonstige Verbindlichkeiten 2.336.612,78 1.930.775,72
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.336.612,78 1.930.775,72
Summe Passiva 16.747.569,88 14.527.534,73

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 13.835.967,84 14.012.241,55
2. Personalaufwand 10.118.067,61 9.928.696,54
a) Löhne und Gehälter 8.623.954,57 8.454.287,12
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.494.113,04 1.474.409,42
davon für Altersversorgung 54.446,40 60.617,39
3. Abschreibungen 614.147,45 534.742,35
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 614.147,45 534.742,35
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.986.167,89 2.616.879,64
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 831,77
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 263.616,33 211.351,98
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.028,28 498.940,86
7. Ergebnis nach Steuern -148.059,72 221.630,18
8. Jahresfehlbetrag 148.059,72 -221.630,18

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Firma der Gesellschaft lautet:

ATIS systems GmbH

Sie hat ihren Sitz in Bad Homburg v.d.Höhe und ist im Handelsregister beim Amtsgericht eben dort unter HRB 1514 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluß ist nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Gesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG und grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluß angewandten Gliederungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Gesellschaften geltenden Vorschriften des HGB aufgestellt (§§ 265 ff. HGB).

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Gegenstände des Anlagevermögens sind mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen aktiviert. Geringwertige Anlagengüter werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Die Entwicklung des Anlagevermögens nach § 268 Abs.2 HGB ist im nachstehenden Anlagenspiegel dargestellt.

Der Warenbestand ist mit den Anschaffungskosten nach Einstandswerten, höchstens dem niedrigeren beizulegenden Wert, erfaßt.

Angefangene Projekte erfaßt die Gesellschaft mit den aufgelaufenen Herstellungskosten (ohne Fremdkapitalzinsen). Falls erforderlich findet eine verlustfreie Bewertung statt. Erhaltene Anzahlungen werden soweit möglich verrechnet.

Forderungen sind mit dem Nominalwert aktiviert; pauschale und Einzelwertberichtigungen sind in angemessenem Umfang berücksichtigt.

Rückstellungen tragen den voraussichtlichen Risiken angemessen Rechnung und sind mit dem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag passiviert.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Fremdwährungsbeträge werden zu einem monatlich festgelegten Kurs gebucht. Der Abgleich erfolgt über Kursdifferenzen. Jahresendsalden rechnet die Gesellschaft zum Stichtagskurs um.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

Das Vorratsvermögen umfaßt die angefangenen Projekte sowie die Fertigwaren, Baugruppen und Ersatzteile.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind binnen Jahresfrist fällig.

Die Pensionsrückstellungen bestehen für vier laufende Pensionen der Gesellschaft. Bei der Ermittlung der Höhe der Pensionsrückstellung kam das PUC-Verfahren zur Anwendung unter Zugrundelegung der Heubeck-Richttafeln 2018. Der 10-Jahresdurchschnittszins beträgt 1,82 %; der 7-Jahresdurchschnittszins 1,74 % und der Rententrend ist mit 1 % berücksichtigt. Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs.6 S.3 HGB beträgt € 4.687.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen Beratungskosten (T€ 74), Archivierung (T€ 22), rückständigen Urlaub (T€ 238), Abgrenzungen (T€ 35).

Die Verbindlichkeiten zum 31.12.2023 gliedern sich nach ihrer Fälligkeit wie folgt:

davon mit einer Restlaufzeit
Betrag
T€
< 1 Jahr
T€
1 - 5 Jahre
T€
> 5 Jahre
T€
Lieferungen u. Leistungen 1.158,3 1.158,3
verbundene Unternehmen 4.118,6 4.118,6
sonstige 1.178,4 1.178,4
gesamt 6.455,3 6.455,3 0,0 0,0
nachrichtlich:
Pensionsrückstellungen 738,5 738,5
Steuerrückstellungen
sonstige Rückstellungen 344,7 322,5 22,2

Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf Steuern T€ 232 (LSt) und T€ 921 (USt).

Ferner bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Waren.

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse wurden ohne Umsatzsteuer und vermindert um Skontoabzüge ermittelt.

Die Bestandserhöhung ergibt sich aus der buchtechnischen Behandlung der angefangenen Projekte des Vorjahres sowie des laufenden Geschäftsjahres.

Als sonstige betriebliche Erträge sind u.a. Sachbezüge (T€ 267) erfaßt.

Die Aufwendungen für bezogene Waren und Leistungen sind ebenfalls ohne Umsatzsteuer und vermindert um Skontoabzüge ausgewiesen.

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen weist die Gesellschaft u.a. aus:

Raumkosten inkl. Nebenkosten, Grundabgaben, Versicherungen (T€ 796), Kfz-Kosten (T€ 427), Vertriebsaufwendungen i.w.S. (T€ 682), Verwaltungskosten (T€ 602).

VI. Sonstige Angaben

Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr durchschnittlich 119 Mitarbeiter einschließlich Auszubildenden aber ohne Geschäftsführer.

Geschäftsführer der Gesellschaft waren

Dr. rer. nat. Stefan Diepolder, Schwalbach / Ts.

Dipl.-Kfm. Daniel Sieh, Frankfurt a/M

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, vertritt er die Gesellschaft alleine. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, erfolgt die Vertretung gemeinsam mit einem Geschäftsführer oder Prokuristen. Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Gesamtprokuristen sind Herr Marc Oliver Dönni, Frau Dörte Knolle.

Leasingobligo zum Jahresende: T€ 377; Obligo für Erfüllungsbürgschaften: T€ 1.526.

Unterschrift gem. § 245 HGB

ATIS systems GmbH Jahresabschluß für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

sonstige Berichtsbestandteile

 

Bad Homburg v.d. Höhe, im Januar 2025

gez. Dr. Stefan Diepolder, Geschäftsführer

gez. Daniel Sieh, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung

Der Jahresabschluss wurde am 30.01.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Prüfungsurteil

Ich habe den Jahresabschluß der ATIS systems GmbH bestehend aus der Bilanz, Gewinn und Verlustrechnung, Anhang, der eine Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden enthält, unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis 31.12.2023 geprüft. Jahresabschluß und Lagebericht zusammen werden nachfolgend Abschluß genannt.

Die Einbeziehung der Buchführung in die Abschlußprüfung nach § 317 Abs. 1 Satz 1 HGB, sowie die Prüfung des Lageberichts nach § 317 Abs. 2 HGB stellen zusätzliche gesetzliche Anforderungen dar, die über diejenigen der Internationalen Prüfungsstandards (ISA) hinausgehen.

Aussagen zum Jahresabschluß

Meine nach § 317 HGB durchgeführte Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach meiner Beurteilung vermittelt der von den gesetzlichen Vertretern der Gesellschaft aufgestellte Jahresabschluß unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Finanz-, Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft zum 31.12.2023 nach deutschen handelsrechtlichen Vorschriften.

Aussagen zum Lagebericht

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse wurden die gesetzlichen Vorschriften zur Aufstellung des Lageberichts beachtet. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluß, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Grundlage für mein Prüfungsurteil

Ich habe meine Jahresabschlußprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der internationalen Prüfungsstandards (ISA) des IAASB vorgenommen. Meine Verantwortlichkeiten sind weiter ausgeführt im Abschnitt "Verantwortung des Abschlußprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und Lageberichts". Ich bin unabhängig von der geprüften Gesellschaft in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Anforderungen und ich habe meine weiteren berufsethischen Verantwortlichkeiten als Voraussetzungen zur Durchführung einer Abschlußprüfung erfüllt. Ich bin der Auffassung, daß die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und angemessen sind, um als Grundlage für mein Prüfungsurteil zu dienen.

Verantwortlichkeiten der Geschäftsführung und der für die Überwachung der Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Verantwortlichen

Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung dieses Jahresabschlusses und Lageberichts in Übereinstimmung mit den handelsrechtlichen Vorschriften und für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft und für die internen Kontrollen, die die Geschäftsführung für notwendig erachtet, um eine Aufstellung zu ermöglichen, die frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung von Jahresabschluß und Lagebericht ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Beurteilung der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit und, sofern zutreffend, zur Angabe weiterer Sachverhalte zur Beurteilung der Fortführungsannahme sowie zur Aufstellung des Jahresabschlusses unter Annahme der Fortführung des Unternehmens, es sei denn, die Geschäftsführung beabsichtigt entweder die Auflösung der Gesellschaft oder die Einstellung der Geschäfte oder es besteht dazu keine realistische Alternative.

Die mit der Überwachung der Aufstellung von Jahresabschluß und Lagebericht betrauten Personen sind dafür verantwortlich, den gesamten Prozeß der Abschlußaufstellung zu überwachen.

Meine Verantwortlichkeiten für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage meiner Prüfung mit hinreichender Sicherheit ein Urteil zu Jahresabschluß und Lagebericht abzugeben, daß dieser Jahresabschluß und der Lagebericht frei sind von wesentlichen, beabsichtigten oder unbeabsichtigten, falschen Darstellungen und einen Bestätigungvermerk zu erstellen, der mein Prüfungsurteil enthält.

Hinreichende Sicherheit bedeutet ein hohes Maß an Sicherheit, stellt aber keine Garantie dafür dar, daß eine Prüfung nach internationalen Standards (ISA) immer alle wesentlichen falschen Darstellungen aufdeckt, sofern diese vorhanden sind. Falsche Darstellungen können bewußt oder durch Fehler entstehen und werden als wesentlich eingestuft, wenn diese allein oder im Ganzen wirtschaftliche Entscheidungen der Adressaten dieses Jahresabschlusses beeinflussen könnten, die aufgrund dieses Jahresabschlusses getätigt wurden. Der Lagebericht ist dahingehend zu beurteilen, daß er im Einklang mit dem Jahresabschluß steht.

Als Teil meiner Prüfung in Übereinstimmung mit ISA übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Außerdem besteht meine Prüfung darin:

• Die wesentlichen Risiken unzutreffender Angaben zu identifizieren und einzuschätzen, seien sie durch Verstöße oder Unrichtigkeiten entstanden; Prüfungsverfahren zu entwerfen und durchzuführen, die auf solche Risiken ausgerichtet sind; Prüfungsnachweise zu erlangen, die eine ausreichende und angemessene Grundlage für mein Prüfungsurteil darstellen.

Das Risiko, daß eine aus einem Verstoß resultierende unzutreffende Angabe nicht aufgedeckt wird, ist höher als bei einer unbeabsichtigten wesentlich falschen Angabe, weil Verstöße mit betrügerischen Absprachen, Fälschungen, vorsätzlichen Auslassungen, Falschdarstellungen oder dem Umgehen von internen Kontrollen einhergehen können.

• Ein Verständnis von den prüfungsrelevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen zu erlangen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Urteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Unternehmens zu fällen.

• Die Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von der Geschäftsführung ermittelten Schätzwerte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben zu beurteilen.

• Eine Schlußfolgerung in Bezug auf die Angemessenheit der Anwendung der Annahme der Unternehmensfortführung als Grundlage der Rechnungslegung durch die Geschäftsführung zu ziehen und, ausgehend von den erlangten Prüfungsnachweisen, eine Schlußfolgerung darüber zu ziehen, ob eine wesentliche Unsicherheit hinsichtlich Ereignissen und/oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen könnte. Komme ich zu der Schlußfolgerung, daß eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, in meinem Bestätigungsvermerk auf die betreffenden Angaben im Abschluß aufmerksam zu machen oder, sofern diese Angaben unangemessen sind, mein Prüfungsurteil zu modifizieren. Meine Schlußfolgerungen basieren auf den bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweisen. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch bewirken, daß die Fähigkeit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit nicht mehr gegeben ist.

Ich erörtere mit der Geschäftsführung unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Abschlußprüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen und bedeutsame Mängel bei internen Kontrollen, die ich während meiner Abschlußprüfung feststellte.

 

Bad Homburg v.d. Höhe, den 20. Januar 2025

Frank Marheinecke, Wirtschaftsprüfer

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