Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 135851
Vorher
Orchard Enterprises Entertainment GmbH
Eingetragen
17.3.2015
Branche
Vermarktung und Vermittlung von Werbezeiten und WerbeflächenMusikverlageVeröffentlichung von Musikaufnahmen (Labels)
Gegenstand
das Anbieten von Vertriebsdienstleistungen an Plattenverlage, unabhängige Künstler, Film- und Videoproduzenten und Produzenten anderen Inhaltes, sowie Koordination von Veröffentlichungen, die Durchführung von Lizenzvergütungsverwaltung, Marketing und Promotion (Planung/Entwicklung/Strategie), und Beratungsdienstleistungen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michael Kirschnick
seit 20.12.2024
Prokura
Derek Williams
seit 20.12.2024
Prokura
Prokura
Denis F Siek
seit 9.1.2018
Prokura
Bradley Peter Navin
seit 9.1.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert0.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
The Orchard Enterprises, Inc.USA
0.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

The Orchard Enterprises, Inc.
United States
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Orchard GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum 31. März 2023

Lagebericht zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 01.04.2022 bis 31.03.2023

der Orchard GmbH

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Orchard GmbH ist eine Tochtergesellschaft der The Orchard Enterprises Inc., New York/USA und Teil der Sony-Group, Tokio/Japan. Der Geschäftssitz der Gesellschaft befindet sich am Hopfenmarkt 33, 20457 Hamburg. Gegenstand des Unternehmens ist die Vermittlung von vorwiegend musikalischen Inhalten von Musikrechteinhabern (Labels), Plattenverlagen und unabhängigen Künstlern an Distributionsunternehmen und auf digitalen Marktplätzen (DSP). Dabei erbringt Orchard die Koordination der Veröffentlichungen, die Lizenzvergütungsverwaltung, Marketing und Promotion (Planung, Entwicklung, Strategie) sowie Beratungsdienstleistungen gegenüber deren Kunden.

1.2. Forschung und Entwicklung

Unsere Gesellschaft tätigt keine unmittelbaren Investitionen in Forschung und Entwicklung. Diese erfolgen in der Regel zentral in der Muttergesellschaft.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Das gesamtwirtschaftliche Umfeld war im Jahr 2022 und im ersten Quartal des Jahres 2023 weltweit von den Auswirkungen des Ukraine-Konflikts und den damit verbundenen Unsicherheiten gekennzeichnet. Insbesondere kam es zu Engpässen bzw. erheblichen Preissteigerungen bei der Energieversorgung sowie infolge von Sanktionsmaßnahmen gegenüber Russland zu weiteren Einschränkungen in den globalen Lieferketten (z.B. Beschaffung von Basisrohstoffen).

Nachdem sich die Wirtschaft in Deutschland im dritten und vierten Quartal 2022 leicht erholte, führten die vorgenannten Rahmenbedingungen im ersten Quartal 2023 zu einem leichten Abschwung der Konjunktur, was sich in einem um 0,3 % gesunkenen Bruttoinlandsprodukt zeigte. Gleichwohl fiel das Bruttoinlandsprodukt in 2022 insgesamt um 7,2 % höher aus als in 2022. Allerdings war das Konsumverhalten der privaten Haushalte trotz der konjunkturellen Unsicherheiten in 2022 10 % über dem Vorkrisenniveau. (Quelle: Statistisches Bundesamt). Als Auswirkungen des Ukraine-Konfliktes haben sich nicht nur die politischen Rahmenbedingungen aufgrund der von der EU ausgesprochenen Sanktionen geändert, sondern es ergaben sich unmittelbare Folgen für die deutsche Gesellschaft und Wirtschaft (z. B. Flüchtlingsaufkommen, Energiepreise). Spürbar sind die Spannungen auf den Märkten und der anhaltende Preisdruck vor allem durch die Verteuerung von Waren und Dienstleistungen.

Der deutsche Musikmarkt verzeichnete in 2023 mit 6,3 % das fünfte Jahr in Folge mit Umsatzwachstum. Über alle Formate (CD, DVD, Blu-ray, Vinyl, Download und Streaming) setzten die Firmen mit Musikverkäufen im Jahr 2023 rund EUR 2,2 Mrd. um (Vorjahr: EUR 2,0 Mrd.). Dabei wuchs der digitale Musikmarkt mit 7,9 % dynamisch und hielt einen Anteil von 81 % bzw. EUR 1,8 Mrd. (Vorjahr: EUR 1,7 Mrd.) am Gesamtmarkt; größter Wachstumstreiber war der Bereich "Audio-Streaming", der mit einem Anteil von 75 % das umsatzstärkste Segment im Gesamtmarkt darstellte. Weitere Wachstumstreiber waren Vinylverkäufe mit einem Wachstum von 13 % bzw. Umsätzen von EUR 140 Mio. (Vorjahr: EUR 124 Mio.). Rückläufig war der Gesamtmarktanteil sowie die Umsatzentwicklung von Downloads. Im Jahr 2023 wurden in diesem Bereich EUR 43 Mio. (Vorjahr: 45 Mio. Euro) erwirtschaftet. Der Anteil des physischen Marktes stagnierte in 2023 und machte nur noch 18 % bzw. EUR 409 Mio. Euro (Vorjahr: EUR 408 Mio.) des Gesamtmarktes aus, was einem Umsatzplus von 0,1 % entspricht (Quelle: Bundesverband Musikindustrie/BVMI).

2.2. Geschäftsverlauf

Nach den pandemiebedingten Einschränkungen hat sich die Gesamtlage der Gesellschaft wieder entspannt. So konnten neue Label Partner gewonnen und bestehende Label Partner langfristig gebunden werden. Damit konnte die Auftragslage im abgelaufenen Geschäftsjahr verbessert werden.

Die Geschäftsentwicklung für das abgelaufene Geschäftsjahr wird trotz des Rückgangs des Jahresergebnisses von der Geschäftsführung als zufriedenstellend beurteilt.

2.3. Ertragslage

Das Rohergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 6.977 auf TEUR 9.418 erhöht, was einer Steigerung von 386 % entspricht. Maßgeblichen Anteil daran haben Intercompany-Verrechnungen (insbesondere Erstattung von Kosten) mit der Muttergesellschaft.

In den Abschreibungen in Höhe von TEUR 6.149 (Vorjahr: TEUR 17) sind insbesondere außerplanmäßige Abschreibungen auf geleistete Anzahlungen in Höhe von TEUR 6.120 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten.

Der Personalaufwand ist bei gleichbleibender Mitarbeiterzahl gegenüber dem Vorjahr um TEUR 213 gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 558 gestiegen und bestehen im Wesentlichen aus Grundstücksaufwendungen (TEUR 365), Fremdarbeiten (TEUR 245) sowie Rechts- und Beratungskosten (TEUR 128).

Die Gesellschaft weist im Geschäftsjahr 2022//23 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR -141 (Vorjahr: Jahresüberschuss TEUR 21) auf. Das Ergebnis liegt im Rahmen der Planung der Geschäftsführung für das abgelaufene Geschäftsjahr.

2.4. Finanzlage

Das Unternehmen ist zum Ende des Geschäftsjahres solide finanziert, was insbesondere auf Kapitalzuführungen seitens der Muttergesellschaft bzw. Leistungsbeziehungen im Orchard-Konzern beruht. Die Verbindlichkeiten wurden stets innerhalb der Zahlungsfrist beglichen.

Der Cash-Flow aus operativer Tätigkeit beträgt TEUR +2.669 (Vorjahr - TEUR 5.137) und resultiert im Wesentlichen aus der Zunahme der Rückstellungen sowie der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit liegt mit - TEUR 4.845 über dem Vorjahreswert von - TEUR 833 und resultiert aus der Dotierung von Kapitalrücklagen bei Beteiligungsunternehmen. Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit liegt bei TEUR 9.592 (Vorjahr: TEUR 6.050), wobei die von der Muttergesellschaft erbrachten Erhöhungen der Kapitalrücklagen bei der Gesellschaft überwiegend für Investitionen in Finanzanlagen verwendet wurden.

Im Geschäftsjahr erfolgten Investitionen in Höhe von TEUR 4.817 in das Anlagevermögen. Davon entfielen TEUR 17 auf Investitionen in Sachanlagevermögen sowie TEUR 4.799 auf Investitionen in das Finanzanlagevermögen.

2.5. Vermögenslage

Das langfristig gebundene Vermögen besteht insbesondere aus Finanzanlagen in Höhe von TEUR 15.875 (Vorjahr: TEUR 11.076).

Das kurzfristig gebundene Vermögen in Höhe von TEUR 17.775 hat einen Anteil von 52,6 % am Gesamtvermögen und besteht insbesondere aus sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 10.016 (Vorjahr: TEUR 3.220) sowie flüssigen Mitteln TEUR 7.759 (Vorjahr: TEUR 343). Die sonstigen Vermögensgegenstände entfallen überwiegend auf geleistete Anzahlungen in Höhe von TEUR 6.114, die im Vorjahr in Höhe von TEUR 9.660 unter den Vorräten ausgewiesen wurden und zur langfristigen Bindung an Labelpartner geleistet werden. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 2.822 (Vorjahr: TEUR 2.200) resultieren nahezu ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen und bestehen gegenüber der US-amerikanischen Mutter- sowie der britischen Schwestergesellschaft.

Die Gesellschaft verfügt zum Abschlussstichtag über ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 30.730 (Vorjahr: TEUR 21.279). Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von rund 91,0 % (Vorjahr: 88,4 %).

Verbindlichkeiten bestehen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.641 (Vorjahr: TEUR 1.810) sowie gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 675 (Vorjahr: TEUR 584) und sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 110 (Vorjahr: TEUR 121). Dabei resultieren die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen nahezu ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen und bestehen gegenüber der US-amerikanischen Mutter- sowie der britischen Schwestergesellschaft.

3. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

3.1. Finanzieller Leistungsindikator

Wesentlicher finanzieller Leistungsindikator für die Gesellschaft ist das Rohergebnis.

3.2. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Der wichtigste nicht finanzielle Leistungsindikator sind die Mitarbeiter. Die Gesellschaft weist eine geringe Mitarbeiterfluktuation auf, was sich insbesondere in langjährigen Beschäftigungsverhältnissen widerspiegelt.

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl blieb im Geschäftsjahr unverändert bei 25 Vollzeitmitarbeitern (FTE).

4. Risiko- und Chancenbericht

4.1. Risikobericht

Der Krisenmodus der Jahre 2020 bis 2022 (z. B. Lockdowns, Schließung von kulturellen Einrichtungen/Angeboten, Ukrainekrise) hat wirtschaftliche Schäden in der weltweiten Unterhaltungsindustrie hinterlassen. Gleichzeitig hat sich der entsprechende private Konsum von Unterhaltungsdienstleistungen auf Online-Shops bzw. die Nutzung von Streaming-Diensten konzentriert.

Vor diesem Hintergrund hat die Gesellschaft Maßnahmen getroffen, um Risiken zu identifizieren bzw. zu vermeiden und um geeignete Maßnahmen zum Risikomanagement einleiten zu können. Hierzu wurden verschiedene Controlling- und Frühwarninstrumente in angemessenem Umfang zur Unternehmensgröße installiert.

Aktuell sieht die Geschäftsführung keine bestandsgefährdenden bzw. die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinträchtigenden Risiken für die Gesellschaft.

Die identifizierten bedeutsamen Risiken sind - ihrer Bedeutung für die Orchard GmbH nach - im Folgenden dargestellt.

• Reduzierung der Margen der Gesellschaft aufgrund des Wettbewerbs: Die zunehmende Konzentration im internationalen Wettbewerb führt in Teilmärkten zu Druck auf die Margen. Auf der Vertriebsseite ist dieses Risiko gering, da die Gesellschaft von der zunehmenden Stärke der Muttergesellschaft im Markt gegenüber den verschiedenen Digital Sales Points (DSP) profitiert.

• Verlust von Labels als Vertragspartner: Auf der Content-Seite besteht die Gefahr, Labels zu verlieren oder keine neuen Labels hinzugewinnen zu können, wenn es der Gesellschaft nicht gelingt, die Qualität ihrer Dienstleistungen zu vermitteln.

• Verlust von Schlüssel-Mitarbeitern: Die Gesellschaft ist auf die Expertise der Mitarbeiter angewiesen, um das Geschäft entwickeln und Wachstum im relevanten Markt generieren zu können. Wenn es nicht gelingt, diese Mitarbeiter langfristig zu binden oder neue hochqualifizierte Mitarbeiter einzustellen, kann die weitere Geschäftsentwicklung beeinträchtigt werden. Insbesondere bedingt durch die globale Konzernstruktur, in welche die Gesellschaft eingebunden ist, können angemessene Personalentwicklungskonzepte und individuelle Fördermaßnahmen auf globaler Ebene umgesetzt werden, um das Personal-Risiko zu reduzieren.

• Risiken durch globale Konflikte (z. B. Ukraine, Naher Osten, Taiwan): Die Krise in der Ukraine stellt durch Sanktionen bzw. Beeinträchtigungen für die osteuropäischen Märkte sowie die Beeinträchtigung des ukrainischen Marktes grundsätzlich ein (Vertriebs-)Risiko dar. Beide Märkte sind jedoch für die Orchard GmbH - sowohl auf der Content-, als auch auf der Vertriebsseite - bislang von untergeordneter Bedeutung. Die aktuelle Krise im Nahen Osten hat insbesondere Einfluss auf die globalen Lieferketten (z. B. Schiffspassagen durch den Suez-Kanal), was beispielsweise zu höheren Transportkosten führt. Vergleichbare Auswirkungen ergeben sich durch die latente Unsicherheit im südchinesischen Meer bzw. Hinsichtlich des Verhältnisses zwischen China und Taiwan. Die Auswirkungen beider Krisen sind für Orchard minimal und vernachlässigbar.

4.2. Chancenbericht

Die identifizierten bedeutsamen Chancen sind - ihrer Bedeutung für die Orchard GmbH nach - im Folgenden dargestellt:

• Chancen (Forschung und Entwicklung): Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der ausländischen Muttergesellschaft bieten für die Zukunft weitere innovative Lösungen bzw. (technische) Wettbewerbschancen am relevanten Markt.

• Chancen (Entwicklung der Mitarbeiterstruktur): Durch die Entwicklung der Mitarbeiterstruktur auf globaler Ebene hat die Gesellschaft - trotz akutem Fachkräftemangels in Deutschland - eine Basis geschaffen, um zukünftig den relevanten Marktanteil ausbauen zu können.

5. Prognosebericht

Die Aussichten für die globale Wirtschaftsentwicklung werden durch die langfristigen Folgen der COVID19-Pandemie, die anhaltende Störung der weltweiten Lieferströme sowie die Folgen der globalen Konflikte weiterhin belastet. Während die ökonomischen Auswirkungen der COVID19-Pandemie zunehmend geringer ausfallen, haben sich Ukraine- und Gaza-Konflikt bzw. die ergriffenen Sanktionen sowie die Störung weltweiter Wertschöpfungsketten verschärft und erhöhen so den inflationären Druck auf globaler Ebene (Quelle: Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung).

In Deutschland belastete die hohe Inflationsrate (durchschnittlich 8,0 %, gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex zum Vorjahresmonat) die Konsumkonjunktur durch sinkende Kaufkraft bei gestiegenen Finanzierungskosten; demgegenüber werden Wachstumsimpulse durch den Abbau pandemiebedingter Ersparnisse sowie den soliden Arbeitsmarkt erwartet. Allerdings erholt sich die Konjunktur in Deutschland aufgrund nachlassender Lieferengpässe bei Vorprodukten und rückläufigen Energiepreisen nur langsam, sodass das preisbereinigte BIP in 2024 insgesamt lediglich um 0,2 % gegenüber dem Vorjahr zunehmen wird. Für das kommende Jahr wird wieder mit einem Anstieg des BIP um 1,5 % sowie einem Rückgang der Inflationsrate auf 1,6 % gerechnet (Quelle: ifo Konjukturprognose Frühjahr 2024).

Die Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr 2022/23 einige größere Labels neu unter Vertrag nehmen und bestehende Labels langfristig binden. Durch die damit verbundenen positiven Geschäftsaussichten prognostiziert die Geschäftsführung ein leicht steigendes Rohergebnis für das folgende Geschäftsjahr.

6. Gesamtaussage

Bedeutsame Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Die Gesellschaft ist als Teil der SONY-Gruppe gut im relevanten Markt positioniert. Sowohl beim Know-how als auch von der technischen und finanziellen Ausstattung bietet die Orchard-Konzernstruktur sehr gute Voraussetzungen zur Umsetzung der strategischen Ziele der Gesellschaft.

 

Hamburg, 31. Mai 2024

Orchard GmbH

Bradley P Navin, Geschäftsführer

Maik Pallasch, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.03.2023
EUR
31.03.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.290,00 3.290,00
II. Sachanlagen 107.985,80 90.474,75
III. Finanzanlagen 15.875.463,47 11.076.068,59
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 0,00 9.337.754,89
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 10.016.142,61 3.220.465,35
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 7.759.133,41 343.395,49
33.762.015,29 24.071.449,07

Passiva

31.03.2023
EUR
31.03.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklagen 40.698.841,07 31.106.930,13
III. Verlustvortrag -9.853.191,31 -9.874.434,79
IV. Jahresfehlbetrag (Vorjahr: Jahresüberschuss) -141.003,29 21.243,48
B. Rückstellungen 597.952,07 270.044,77
C. Verbindlichkeiten 2.426.466,92 2.514.961,76
D. Rechnungsabgrenzungsposten 7.949,83 7.703,72
33.762.015,29 24.071.449,07

Gewinn- und Verlustrechnung

31.03.2023
EUR
31.03.2022
EUR
1. Rohergebnis 9.417.558,89 2.440.444,17
2. Sonstige betriebliche Erträge 44.550,85 41.530,72
2.1 hiervon Erträge aus Währungsumrechnung 44.474,85 29.158,10
3. Personalaufwand -1.927.761,44 -1.715.022,37
4. Abschreibungen -6.148.544,28 -16.588,00
5. sonstige betriebliche Aufwendungen -1.153.022,43 -595.374,61
5.1 hiervon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung -120.464,03 -27.737,64
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -7.439,50 0,00
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag -364.204,11 -133.746,43
8. Ergebnis nach Steuern -138.862,02 21.243,48
9. Sonstige Steuern -2.141,27 0,00
10. Jahresüberschuss -141.003,29 21.243,48
11. Verlustvortrag aus Vorjahr -9.853.191,31 -9.874.434,79
12. Bilanzverlust -9.994.194,60 -9.853.191,31

Anlagenspiegel zum 31. März 2023

Brutto-Anschaffungskosten

01.04.2022
EUR
Zugänge/ Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31.03.2023
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
entg. erw. Konzessionen, gew. Schutzrechte u. ähnl. Rechte u. Werte s. Lizenzen a. solchen Rechten und Werten 5.593,17 0,00 0,00 5.593,17
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 156.219,15 45.899,45 0,00 202.118,60
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 11.076.068,59 4.799.394,88 0,00 15.875.463,47
11.237.880,91 4.845.294,33 0,00 16.083.175,24

Brutto-Wertberichtigungen

01.04.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.03.2023
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
entg. erw. Konzessionen, gew. Schutzrechte u. ähnl. Rechte u. Werte s. Lizenzen a. solchen Rechten und Werten 2.303,17 0,00 0,00 2.303,17
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 65.744,40 28.388,40 0,00 94.132,80
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
68.047,57 28.388,40 0,00 96.435,97

Nettowerte

01.04.2022
EUR
31.03.2023
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
entg. erw. Konzessionen, gew. Schutzrechte u. ähnl. Rechte u. Werte s. Lizenzen a. solchen Rechten und Werten 3.290,00 3.290,00
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 90.474,75 107.985,80
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 11.076.068,59 15.875.463,47
11.169.833,34 15.986.739,27

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Orchard GmbH, Hopfenmarkt 33, 20457 Hamburg (Registergericht Hamburg HRB 135851), wurde unter Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB auf. Der Jahresabschluss wurde entsprechend den Gliederungsvorschriften der §§ 266 ff. HGB aufgestellt. Die Bilanz ist gemäß § 266 Abs. 1 HGB in Kontoform aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Geschäftsjahr ist der 01. April 2022 bis zum 31. März 2023.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Die angewandten Bewertungs- und Bilanzierungsvorschriften wurden gegenüber dem Vorjahr hinsichtlich des Ausweises der geleisteten Anzahlungen an Labels bzw. Künstler unter den Vorräten geändert.

Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden grundsätzlich mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und planmäßig abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, um die Vermögensgegenstände mit einem niedrigeren beizulegenden Wert zu bewerten, soweit die Wertminderung voraussichtlich dauerhaft ist (gemildertes Niederstwertprinzip).

Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens werden mit den Anschaffungskosten einschließlich der Anschaffungsnebenkosten bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, um die Vermögensgegenstände mit dem Wert anzusetzen, der zum Abschlussstichtag beizulegen ist (strenges Niederstwertprinzip).

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert unter Berücksichtigung angemessener Einzelwertberichtigungen für erkennbare Risiken ausgewiesen. Pauschalwertberichtigungen wurden nicht gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle im Zeitpunkt der Abschlusserstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten mit dem Erfüllungsbetrag, welcher nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Schulden werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Sachanlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist als Anlage ("Anlagenspiegel") beigefügt.

Finanzanlagevermögen (Beteiligungen)

Der Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 i.V.m. § 271 Abs. 1 HGB umfasst eine Beteiligung an der "The Orchard AS", Oslo/Norwegen. Aus dem Jahresabschluss zum 31.03.2023 ergeben sich folgende Werte (jeweils in Norwegischen Kronen/NOK und umgerechnet in EUR):

Beteiligung 100 %
Stammkapital NOK 19.894.194 (EUR 1.755.948)
Kapitalrücklage NOK 14.336.796 (EUR 1.265.428)
Jahresüberschuss NOK 2.194.668 (EUR 193.711)
Eigenkapital NOK 34.230.990 (EUR 3.021.377)

Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgenstände haben die folgenden Fälligkeiten:

Gesamtbetrag
davon mit einer RLZ kleiner 1 Jahr
davon mit einer RLZ größer 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 770.776,64 770.776,64 0,00
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.821.819,52 2.821.819,52 0,00
Sonstige Vermögensgegenstände 6.423.574,97 274.057,70 6.149.517,27
Summe 10.016.171,13 3.866.653,86 6.149.517,27

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind - nach einer Umgliederung aus dem Vorratsvermögen - nunmehr auch die geleisteten Anzahlungen an Labels bzw. Künstler für Vertriebsrechte in Höhe von TEUR 6.114 (Vorjahr: TEUR 9.309) enthalten. Im Berichtsjahr erfolgte eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von TEUR 6.120 infolge der Insolvenz eines Labelpartners.

Forderungen/Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter

In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind Forderungen an Gesellschafter in Höhe von EUR 542.668,66 (Vorjahr: EUR 398.683,76) enthalten. Gleichzeitig bestehen Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von EUR 674.993,41 (Vorjahr: EUR 555.974,37), die unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen werden.

Rückstellungen

Die Rückstellungen bestehen im Wesentlichen für:

Personenbezogene Aufwendungen TEUR 173 (Vorjahr: TEUR 110)
Abschluss- und Prüfungskosten TEUR 63 (Vorjahr: TEUR 43)
Gewerbesteuer TEUR 323 (Vorjahr: TEUR 35)
Körperschaftsteuer TEUR 38 (Vorjahr: TEUR 0)
Sonstiges TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 81)

Verbindlichkeiten

Die Laufzeiten ergeben sich aus dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel:

Gesamtbetrag
RLZ bis 1 Jahr
RLZ mehr als 1 Jahr
davon RLZ mehr als 5 Jahre
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.640.981,01 1.640.981,01 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 675.193,44 675.193,44 0,00 0,00
Umsatzsteuerverbindlichkeiten 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 110.320,99 109.724,25 596,74 596,74
Summe 2.426.495,44 2.425.898,70 596,74 596,74

Pfandrechte oder ähnliche Sicherheiten sind nicht vereinbart worden.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Abschlussstichtag bestanden keine angabepflichtigen Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB bestehen aus Miet- und Leasingverträgen und belaufen sich für das Geschäftsjahr auf TEUR 410 (Vorjahr: TEUR 187), hiervon entfallen TEUR 258 (Vorjahr: TEUR 59) auf verbundene Unternehmen. In den folgenden Geschäftsjahren sind Verpflichtungen in ähnlicher Höhe zu erwarten.

Der Mietvertrag für die Büroräume am Hopfenmarkt 33, Hamburg hat eine Restlaufzeit bis zum 31.07.2024 und ist zweimal um 5 Jahre verlängerbar. Die übrigen Miet- und Leasingverträge haben eine Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren.

Angaben zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Rohergebnis

In Ausübung des Wahlrechts nach § 276 Abs. 1 HGB wird statt der Posten nach § 275 Abs. 2 Nr. 1 bis 5 HGB das zusammengefasste Rohergebnis ausgewiesen. Das Rohergebnis im Geschäftsjahr betrug TEUR 9.462 (Vorjahr: TEUR 2.482).

Erträge / Aufwendungen aus der Währungsumrechnung

Im Geschäftsjahr waren Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 44 (Vorjahr: TEUR 29) und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 120 (Vorjahr: TEUR 28) zu verzeichnen.

Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens

Infolge der Insolvenz eines Labelpartners sind im Geschäftsjahr Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens (geleistete Anzahlungen für Vertriebsrecht) in Höhe von TEUR 6.120 (Vorjahr: TEUR 0) angefallen, welche die in der Gesellschaft üblichen Abschreibungen überschritten haben.

Sonstige Angaben

Durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer:

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 25 Arbeitnehmer (Vorjahr: 24 Arbeitnehmer) beschäftigt.

Geschäftsführungsorgane:

Als Geschäftsführer waren bzw. sind hauptberuflich für die Gesellschaft tätig:

Brad P. Navin, New York/USA,Geschäftsführer,

Maik Pallasch, Berlin, Geschäftsführer (seit 08.03.2022),

Manlio Celotti, Ammersbek, Geschäftsführer (bis 03.06.2022).

Von der Schutzklausel des §283 Abs.4 HGB in Bezug auf die Bezüge der Geschäftsführungsorgane wird Gebrauch gemacht.

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft ist Teil der SONY-Gruppe und wird in den Sony Group K.K. Konzernabschluss zum 31.03.2023 einbezogen, der bei Sony Group K.K.; 7-1, KONAN 1-CHOME, MINATO-KU, TOKYO 108-0075 JAPAN einsehbar ist.

Alle Geschäfte mit verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr erfolgten zu marktüblichen Bedingungen.

Ergebnisverwendung

Die Gesellschafterin hat im Geschäftsjahr TEUR 9.592 (Vorjahr: TEUR 6.051) in die Kapitalrücklage eingestellt. Das Jahresergebnis soll auf neue Rechnung vorgetragen werden, sodass sich ein Bilanzverlust in Höhe von TEUR 9.994 (Vorjahr: TEUR 9.853) ergibt. Zum Abschlussstichtag hat die Gesellschaft ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 30.730 (Vorjahr: TEUR 21.279).

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Ein für die Gesellschaft bedeutendes Label meldete nach dem Abschlussstichtag Insolvenz an. Die Konsequenzen aus diesem Vorgang sind bereits wertaufhellend im vorliegenden Jahresabschluss berücksichtigt und werden für die Zukunft voraussichtlich keinen weiteren Einfluss auf die VFE-Lage haben.

 

Hamburg, 13.11.2024

Orchard GmbH

Bradley P. Navin, Geschäftsführer

Datum der Feststellung: 10.09.2024

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Orchard GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Orchard GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Orchard GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 26. August 2024

Dürkop Möller und Partner mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Carsten Matthäus, Wirtschaftsprüfer

Stephan Harzer, Wirtschaftsprüfer

Soweit der Jahresabschluss wegen der Inanspruchnahme von Erleichterungen nach § 327 HGB nur teilweise offengelegt wurde, bezieht sich der Bestätigungsvermerk auf den vollständigen Jahresabschluss.

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