Stammdaten

Register
Amtsgericht Chemnitz HRB 3255
Vorher
comcard GmbH
Eingetragen
14.10.1991
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Haushalts- oder Hauswirtschaftsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung, Personalisierung, Prägung, Codierung und Versand von Plastikkarten aller Art und dabei insbesondere von Smartcard-Systemen für Zahlungsverkehr, Identifikation und Kommunikation sowie alle mit diesem Unternehmensgegenstand direkt oder indirekt verbundenen Tätigkeiten.

Historie

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Management

NameRolle
Enrico Schuck
seit 7.2.2022
Prokura
Lars Lorenz
seit 1.11.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
33.350 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

ComCard GmbH

Falkenstein/Vogtl.

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis 31.12.2018

ComCard GmbH, Falkenstein

I. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell

Als moderner Anbieter von Smartcard-Systemen für Anwendungen im Gesundheitswesen, Zahlungsverkehr, zur Identifikation und Kundenbindung betreut ComCard u.a. Versicherungen, Kreditinstitute, Handelsunternehmen, Verkehrsunternehmen und Systemhäuser. Die Produktpalette umfasst die gesamte Bandbreite moderner Kartentechnik. Von der Kartenproduktion, der elektronischen und optischen Personalisierung von Kartenprodukten, dem Mailingversand, der Responsebearbeitung bis hin zu Leistungen im Datenmanagement deckt ComCard das umfassende Spektrum rund um die Karte ab.

2. Entwicklung der Geschäftsbereiche sowie Ziele

Die deutsche Wirtschaft bewegt sich weiter auf einem Wachstumskurs, wenn auch die Konjunktur durch ein schwieriger werdendes außenwirtschaftliches Umfeld leicht gedämpft wird. Die Kapazitäten sind weiterhin gut ausgelastet und die Erwerbstätigkeit erreicht einen neuen Höchststand.

Trotz neuer innovativer und technisierter Prozesse, auch im Kartenmarkt, ist weiterhin von einer steigenden Nachfrage an Kartenprodukten auszugehen. Diese positive Entwicklung wird insbesondere durch die Geschäftsfelder Giftcard, Bankkarten, Identifikation und Gesundheitskarte mitgetragen.

Die Marktpräsenz im Bereich Giftcard wurde weiter ausgebaut. Der strategische Ansatz, den Kunden Komplettlösungen mit innovativen und konzeptionellen Ideen anzubieten, erweist sich auch weiterhin als zielführend und erfolgreich.

3. Produktion und Beschaffung

Die erfolgreiche Zertifizierung des Qualitätsmanagementsystems nach DIN-ISO 9001:2015 garantiert eine Produktion nach höchsten Sicherheits- und Qualitätsstandards. Jährliche Sicherheitsaudits seitens VISA und Mastercard berechtigen ComCard zur Herstellung und Personalisierung hochwertiger Bank- und Chipkarten.

ComCard ist zur Herstellung und Personalisierung der elektronischen Gesundheitskarte eGK G2 zertifiziert.

Der Maschinenpark wurde in 2018 durch die Anschaffung einer hochleistungsfähigen Karteninspektions- und Sortieranlage sowie neuer Drucktechnik komplettiert.

Die Materialbeschaffung ist wesentlicher Bestandteil unseres Qualitätsmanagementsystems. Kontinuierliche Lieferantenaudits, eine qualifizierte Wareneingangsprüfung und die qualitative Überwachung des Produktionsprozesses tragen wesentlich zur hohen Qualität unserer Erzeugnisse bei.

Mit zusätzlichen Qualitätsaudits sowie der Zertifizierung nach dem Forest Stewardship Council (FSC) stellt sich ComCard auf neue aktuelle Anforderungen am Markt ein. Aktuelle Nachfragen zum Einsatz FSC-zertifizierter Materialien spiegeln die Kundenwünsche bzgl. der ökologischen Nachhaltigkeit von Produkten wider.

4. Forschung, Entwicklung und Strategien

Wir arbeiten derzeit an der Implementierung und Zertifizierung künftiger Kartengenerationen im Bereich Gesundheits- und Bankkarte. Insbesondere im Bereich Bankkarten ist der Trend zur weiteren Individualisierung erkennbar.

Entwicklungstechnische Anpassungen hinsichtlich im ÖPNV zum Einsatz kommender Kernapplikationskarten werden von uns zeitnah für unsere Kunden umgesetzt.

Im Bereich Identifikation befinden sich aktuell Dual-Interface-Karten mit einer veränderten Technologie in der Erprobungs- und Einführungsphase.

II. Wirtschaftsbericht

Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2018 wurde im Vergleich zum Vorjahr ein deutlich höherer Jahresüberschuss i.H.v. TEUR 1.543 (Vj. TEUR 747) erwirtschaftet. Dies ist in erster Linie auf eine niedrigere Wareneinsatzquote im Zusammenhang mit dem Produktmix zurückzuführen.

Es wurde ein Rohergebnis i.H.v. TEUR 9.474 (Vj. TEUR 8.250) erzielt. Wie in den Vorjahren wurden auch in 2018 die Geschäftsfelder Giftcard, Bankkarten, Identifikation, Gesundheitskarten sowie sonstige Kundenkarten bedient. Die Gesamtumsätze konzentrierten sich in erster Linie auf das Inland. Die Exportquote lag bei 0,6 % (Vj. 0,7 %).

Durch neue innovative Produktlösungen, eine hohe Flexibilität in der Auftragsbearbeitung sowie eine aktive Kundenbindung konnte insbesondere der Umsatz im Geschäftsfeld Giftcard weiter ausgebaut werden. Erneuerungsaktionen im Bankkartenbereich führten auch hier zur Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr.

Weiterhin positiv gestaltete sich auch die Umsatzentwicklung im Geschäftsfeld Gesundheitskarte.

Das Unternehmen finanzierte sich im Wesentlichen über den Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit, die Bereitstellung von kurz- bis mittelfristigen Betriebsmittel- und Investitionskrediten der Hausbank sowie über sonstige Darlehen und eine stille Beteiligung.

2. Vermögens-, Finanz und Ertragslage

Das Gesamtvermögen der Gesellschaft betrug zum Geschäftsjahresende TEUR 9.753 (Vj. TEUR 8.143). Der Forderungsbestand verringerte sich stichtagsbedingt gegenüber dem Vorjahr um TEUR 797 auf TEUR 1.858 (Vj. TEUR 2.655). Das Zahlungsziel bei den Forderungen beschränkt sich auf einen Zeitraum von ca. 2,5 Monaten. Ein weiterhin konsequent durchgesetztes Forderungsmanagement trug wesentlich zur Sicherung einer stabilen Liquidität bei.

Die Eigenkapitalquote lag bei rund 60 % und verbesserte sich ggü. dem Vorjahr (Vj. 55 %) auf Grund der Ergebnisentwicklung in 2018.

Es wurde ein Unternehmensergebnis von TEUR 1.543 nach Steuern erzielt. Die Materialeinsatzquote konnte auf rund 42 % (Vj. 44 %) gesenkt werden. Die Rohertragsquote stieg demzufolge auf 58 % (Vj. 56 %).

Die Finanzierung der Gesellschaft ist durch den Cash Flow sowie von der Hausbank gewährte Kreditlinien gesichert. Der operative Cash Flow, der sich aus Jahresergebnis zzgl. Abschreibungen ermittelt, verbesserte sich im Geschäftsjahr auf TEUR 2.102 (Vj. TEUR 1.284).

Ausgehend von der Ergebnisentwicklung, wie auch vom Auftragseingang im 1. Quartal, kann auch in 2019 von einer gleichbleibenden positiven Entwicklung ausgegangen werden.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter gepaart mit dem Einsatz hochmoderner Produktionstechnik garantieren unseren Kunden ein hohes Maß an Flexibilität und eine Fertigung nach höchsten Qualitäts- und Sicherheitsstandards.

Prognosen für das Geschäftsjahr 2019

Für das Geschäftsjahr 2019 wurde ein Rohergebnisziel i.H.v. TEUR 9.000 sowie ein Jahresüberschuss i.H.v. rund TEUR 800 budgetiert. Nach derzeitiger Einschätzung ist davon auszugehen, dass die Planwerte im Jahr 2019 erreicht bzw. überboten werden.

2. Chancen und Risiken

Die Gesellschaft hat Maßnahmen getroffen, mit denen die Risikoerkennung, -analyse und die -kommunikation sichergestellt werden. Mit der Zertifizierung des Managementsystems nach DIN ISO 9001:2015 wurde dies auditiert.

Kunden

Der hohe Umsatzanteil einzelner Kunden am Gesamtumsatz ist auch weiterhin als Risikofaktor anzusehen. Dem wird durch eine kontinuierliche und aktive Betreuung der Kunden, verstärkte Neukundenaquise, die Teilnahme an europaweiten Ausschreibungen sowie der Erschließung weiterer neuer Geschäftsfelder gegengesteuert.

Liquidität

Der Gesellschaft wird seitens renommierter Auskunftsbüros eine sehr gute Bonität zugesprochen. Wesentlichen Beitrag dazu leistet ein sehr gut funktionierendes Forderungsmanagement, eine konsequent umgesetzte Liquiditätsüberwachung sowie die Zusammenarbeit mit Auskunftsbüros.

Zur Abdeckung eventuell auftretender Zahlungsschwankungen dienen von der Hausbank eingeräumte Finanzierungslinien.

IT-Infrastruktur

Das Unternehmen erfüllt alle Voraussetzungen, um den bestehenden Anforderungen des Datenschutzes und der IT-Sicherheit gerecht zu werden. Aktuelle Schutz- und Backupmaßnahmen sichern die Verfügbarkeit der IT-Infrastruktur. ComCard ist nach PCI-Regularien durch VISA und Mastercard zertifiziert.

Produktion

Die Verfügbarkeit von Produktionsanlagen wird weitestgehend über interne Back-Up-Lösungen gesichert. Regelmäßige Wartung sowie die zukunftsorientierte Erweiterung des Maschinenparks tragen dazu wesentlich bei. Mit einigen Kunden gibt es darüber hinaus Vereinbarungen mit externen Partnern zum Back-Up.

Qualität

Zur Erreichung der hohen Qualitätsansprüche unserer Kunden bedienen wir uns der umfassenden Instrumente eines modernen und leistungsfähigen Qualitätsmanagments. Dabei umfassen die organisatorischen und technischen Maßnahmen alle Strukturen und Ebenen des Unternehmens. Ein prozessbegleitendes Prüftool dokumentiert alle qualitätsrelevanten Vorgänge. Die Ausstattung an Prüfmitteln und -technik wird entsprechend der sich ändernden Anforderungen angepasst und auf dem jeweiligen Stand der Technik gehalten.

Personal

Als nach wie vor schwierig erweist sich die Beschaffung von qualifiziertem Personal am Arbeitsmarkt. Hier steuert ComCard mit der Ausbildung eigener Nachwuchskräfte und der gezielten Qualifizierung des vorhandenen Personals gegen.

 

Falkenstein, den 07.05.2019

Jürgen Ficker, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2018
EUR
31.12.2017
EUR
A. Anlagevermögen 2.487.006,42 2.259.143,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 40.491,00 21.638,00
II. Sachanlagen 2.446.015,42 2.237.005,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 191.683,00 162.333,00
2. technische Anlagen und Maschinen 1.594.846,00 1.825.345,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 277.401,00 249.327,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 382.085,42 0,00
III. Finanzanlagen 500,00 500,00
B. Umlaufvermögen 6.786.550,27 5.368.337,62
I. Vorräte 2.061.408,78 1.898.673,96
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.915.087,27 2.751.563,62
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.810.054,22 718.100,04
C. Rechnungsabgrenzungsposten 479.397,54 515.303,15
Summe Aktiva 9.752.954,23 8.142.783,77

Passiva

   
31.12.2018
EUR
31.12.2017
EUR
A. Eigenkapital 5.823.889,30 4.481.269,73
I. Gezeichnetes Kapital / Kapitalkonto / Kapitalanteile 33.350,00 33.350,00
II. Gewinnrücklagen/Ergebnisrücklagen 1.129,41 1.129,41
III. Bilanzgewinn 5.789.409,89 4.446.790,32
B. Sonstige Sonderposten 0,00 1.060,51
I. Sonderposten für Investitionszulagen und für Zuschüsse Dritter 0,00 1.060,51
C. Rückstellungen 1.341.322,24 790.185,57
1. sonstige Rückstellungen 1.341.322,24 790.185,57
D. Verbindlichkeiten 2.587.742,69 2.870.267,96
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 758.000,46 808.104,33
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 235.150,08 220.103,87
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 522.850,38 588.000,46
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 500.000,00 1.150.000,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 500.000,00 1.150.000,00
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.329.742,23 912.163,63
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.329.742,23 903.465,41
Summe Passiva 9.752.954,23 8.142.783,77

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2018 - 31.12.2018
EUR
1.1.2017 - 31.12.2017
EUR
1. Betriebsergebnis 2.297.848,47 1.169.973,01
a) Rohergebnis 9.680.009,08 8.406.698,49
b) Personalaufwand 4.865.079,22 4.664.948,31
Löhne und Gehälter 4.126.299,21 3.967.738,00
soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 738.780,01 697.210,31
c) Abschreibungen 559.369,62 536.837,61
Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 559.369,62 536.837,61
d) sonstige betriebliche Aufwendungen 1.957.711,77 2.034.939,56
2. Finanz- und Beteiligungsergebnis -105.351,35 -110.660,37
a) Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 10,00 10,00
b) sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 0,02
c) Zinsen und ähnliche Aufwendungen 105.361,35 110.670,39
3. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 640.971,42 301.826,40
4. Ergebnis nach Steuern 1.551.525,70 757.486,24
5. sonstige Steuern 8.906,13 10.460,51
Jahresüberschuss 1.542.619,57 747.025,73

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis 31.12.2018

ComCard GmbH, Falkenstein

Allgemeine Hinweise

Die ComCard GmbH hat ihren Sitz in Falkenstein / Vogtland und wird im Handelsregister beim Amtsgericht Chemnitz in Abteilung B unter der Nr. 3255 geführt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Von den größenabhängigen Erleichterungen gemäß §§ 276, 288 Abs. 2 und 327 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Sonderposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird.

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Die Bewertung erfolgte nach dem Vorsichtsprinzip. Alle bis zum Abschlussstichtag vorhersehbaren Risiken und Verluste wurden berücksichtigt, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Zahlungen des Geschäftsjahres wurden unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden entsprechend der gesetzlichen Möglichkeiten linear bzw. entsprechend der voraussichtlichen Abnutzung in fallenden Jahresbeträgen abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftgüter bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe als Betriebsausgaben berücksichtigt und die Sofortabschreibung gewählt.

Die Finanzanlagen werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt.

Die in den Vorräten enthaltenen Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die in den Vorräten enthaltenen unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen wurden zu Herstellungskosten nach § 255 Abs. 2 HGB bewertet. In den Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens einbezogen. Forschungs- und Vertriebskosten nach § 255 Abs. 2 Satz 4 HGB wurden nicht aktiviert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, liquide Mittel und Rechnungsabgrenzungsposten sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko bei den Forderungen ist analog zum Vorjahr durch pauschale Abschläge i.H.v. 1 % des Nettoforderungsbestands berücksichtigt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt.

Das Wahlrecht zur Aktivierung des Überhangs aktiver latenter Steuern für die sich insgesamt ergebende Steuerentlastung wird nicht ausgeübt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem fristenkongruenten, von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Zur Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den in der Anlage zum Anhang dargestellten Anlagespiegel.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Erstattungsansprüche aus Körperschaftssteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer das Geschäftsjahr 2017 betreffend i.H.v. TEUR 19, debitorische Kreditoren i.H.v. TEUR 17, im Folgejahr abziehbare Vorsteuer i.H.v TEUR 7 sowie Freistemplerguthaben i.H.v. TEUR 3.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält unter Anderem eine Mietkostenvorauszahlung i.H.v. TEUR 419, resultierend aus einem Grundstücksmietvertrag, welche monatlich anteilig verrechnet wird.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 33 und ist voll einbezahlt.

Gewinnrücklage

Die Gewinnrücklage beinhaltet Anpassungsbeträge aus der erstmaligen Anwendung des durch das BilMoG geänderten Vorschriften des Handelsgesetzbuches i.H.v. TEUR 1.

Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn enthält den Gewinnvortrag i.H.v. TEUR 4.247 (Vj. TEUR 3.700).

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse wurde in 2018 i.H.v. TEUR 1 in voller Höhe planmäßig aufgelöst.

Verbindlichkeiten

Es bestehen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren i.H.v. TEUR 6. Der Gesamtbetrag der durch Sicherungsübereignung und Globalzession besicherten Verbindlichkeiten beträgt TEUR 758. Darüber hinaus bestehen für die Verbindlichkeiten im üblichen Umfang branchenübliche beziehungsweise kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern resultieren aus einer stillen Beteiligung i.H.v. TEUR 500.

Die übrigen Verbindlichkeiten enthalten sind u.a. Verbindlichkeiten aus einem Darlehen (TEUR 650), aus Steuern (TEUR 198), Verbindlichkeiten bzgl. der Restzahlung von Löhnen und Gehältern den Monat Dezember 2018 betreffend (TEUR 64) sowie Verbindlichkeiten ggü. Krankenkassen (TEUR 2).

Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Versicherungsentschädigungen i.H.v. TEUR 112, der Auflösung von Rückstellungen i.H.v. TEUR 51 und Erträge aus geldwertem Vorteil i.H.v. TEUR 30. Periodenfremde Erträge wurden i.H.v. TEUR 3 gebucht.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen i.H.v. TEUR 1.

Sonstige Pflichtangaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen, Haftungsverhältnisse und nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen i.H.v. TEUR 1.800. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u. a. folgende Sachverhalte:

TEUR
Miet- und Leasingverträge/ Wartung 1.260
Bestellobligo (Anlagevermögen) 563
Gesamt 1.823

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen bestehen für folgende Zeiträume:

TEUR
bis 1 Jahr 305
1 - 5 Jahre 940
größer als 5 Jahre 15
Gesamt 1.260

Nachtragsbericht

Es haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, ergeben.

Geschäftsführung und -bezüge

Geschäftsführer im Jahr 2018 waren Herr Ralph Siegel, Wachau (Diplom-Ingenieur) und Herr Jürgen Ficker, Kottengrün (gepr. Technischer Betriebswirt). Herr Ralph Siegel ist auf Grund seines Ablebens im Dezember 2018 als Geschäftsführer ausgeschieden. Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

Gewerbliche Arbeitnehmer 71
Angestellte 55
  126

Zusätzlich wurden im Jahresdurchschnitt 17 Aushilfen beschäftigt. Das Unternehmen bildet zur Zeit 6 Lehrlinge aus.

Abschlussprüferhonorar

Von der größenabhängigen Erleichterungsvorschrift des § 288 Abs. 2 HGB wird Gebrauch gemacht.

Gewinnverwendung/Gewinnverwendungsvorschlag

Der Jahresüberschuss aus 2018 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

 

Falkenstein, den 07.05.2019

Jürgen Ficker, Geschäftsführer

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am: 15. August 2019

Historische Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2018
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2018
EUR
ANLAGEVERMÖGEN          
I.Immaterielle Vermögensgegenstände 537.454,94 29.071,90 0,00 -163.884,22 402.642,62
II.Sachanlagen          
1.Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.881.975,25 34.848,16 0,00 -2.835,81 3.913.987,60
2.technische Anlagen und Maschinen 8.402.143,42 227.908,56 0,00 -782.606,54 7.847.445,44
3.andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.740.927,71 113.319,00 0,00 -587.904,49 1.266.342,22
4.geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 382.085,42 0,00 0,00 382.085,42
  14.025.046,38 758.161,14 0,00 -1.373.346,84 13.409.860,68
III.Finanzanlagen 500,00 0,00 0,00 0,00 500,00
  14.563.001,32 787.233,04 0,00 -1.537.231,06 13.813.003,30
Abschreibungen
Stand 01.01.2018
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2018
EUR
ANLAGEVERMÖGEN        
I.Immaterielle Vermögensgegenstände 515.816,94 10.218,90 -163.884,22 362.151,62
II.Sachanlagen        
1.Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.719.642,25 5.498,16 -2.835,81 3.722.304,60
2.technische Anlagen und Maschinen 6.576.798,42 458.407,56 -782.606,54 6.252.599,44
3.andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.491.600,71 85.245,00 -587.904,49 988.941,22
4.geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  11.788.041,38 549.150,72 -1.373.346,84 10.963.845,26
III.Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
  12.303.858,32 559.369,62 -1.537.231,06 11.325.996,88
Buchwert
Stand 31.12.2018
EUR
Stand 01.01.2018
EUR
ANLAGEVERMÖGEN    
I.Immaterielle Vermögensgegenstände 40.491,00 21.638,00
II.Sachanlagen    
1.Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 191.683,00 162.333,00
2.technische Anlagen und Maschinen 1.594.846,00 1.825.345,00
3.andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 277.401,00 249.327,00
4.geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 382.085,42 0,00
  2.446.015,42 2.237.005,00
III.Finanzanlagen 500,00 500,00
  2.487.006,42 2.259.143,00

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers:

An die ComCard GmbH, Falkenstein

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ComCard GmbH, Falkenstein, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ComCard GmbH, Falkenstein, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, den 8. Mai 2019

HLB Dr. Schumacher Leipzig GmbH
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Marko Swoboda, Wirtschaftsprüfer

Walter Wilfert, vereidigter Buchprüfer

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