COMLINE Computer + Softwarelösungen SE

Barnerstraße 14D, 22765 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 155685
Vorher
Atrium 128. Europäische VV SEDritte Dr. Joachim Schmidt Comline SE
Eingetragen
16.2.2018
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieGroßhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und SoftwareErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der Handel und der Vertrieb von Computer- und Softwarelösungen und die Erbringung von Informationstechnologie-Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stojan Jarak
seit 7.6.2019
Prokura
Detlef Jacobs
seit 7.6.2019
Prokura
Christian Seng
seit 7.6.2019
Prokura
Thomas Schremmer
seit 7.6.2019
Prokura
Rainer Schmidt
seit 7.6.2019
Prokura
Carsten Marquardt
seit 7.6.2019
Prokura
Ralf Schäfer
seit 15.2.2019
Vorstandsmitglied
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

olicoo GmbH

Hamburg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2022

1. Grundlagen des Konzerns

Der olicoo-Konzern ist in den beiden Geschäftsfeldern Informationstechnologie ("IT-Gruppe") und Biotechnologie ("Biotech-Gruppe") tätig.

Die IT-Gruppe mit den Gesellschaften COMLINE Computer + Softwarelösungen SE und conplement AG (im folgenden "COMLINE" bzw. "conplement" genannt) erbringt IT-Beratungsleistungen und ist Betreiber von IT-Services. Sie ist deutschlandweit tätig.

Die Biotech-Gruppe mit der Gesellschaft Human Gesellschaft für Biochemica und Diagnostica mbH (im Folgenden "Human" genannt) und ihren Tochtergesellschaften entwickelt, produziert und vertreibt weltweit Reagenzien und Testverfahren im Bereich der klinischen Diagnostik. Die Gruppe versteht sich als globaler Nischenanbieter, der sich im Gegensatz zu den Weltmarktführern verstärkt in den aufstrebenden Märkten Afrikas, Lateinamerikas und Asiens engagiert. Insgesamt ist die Biotech-Gruppe durch ein Distributoren-Netzwerk in rund 160 Ländern vertreten.

Der olicoo-Konzern ist nicht in der Forschung tätig. Die Biotech-Gruppe unterhält allerdings Bereiche in Magdeburg, die sich mit der Entwicklung neuer und der Modifikation bestehender Produkte befassen. Insgesamt sind 27 Mitarbeiter in den Abteilungen tätig, die an der Neu- und Weiterentwicklung von Produkten in den Bereichen klinische Chemie, Autoimmundiagnostik und Infektionsserologie sowie Koagulation arbeiten. Darüber hinaus erstreckt sich die Entwicklungstätigkeit auf die eigene Geräteherstellung.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft hat sich 2022 von der Corona-Krise zwar erholt, ihre Nachwirkungen prägen jedoch weiterhin die wirtschaftliche Entwicklung. Auch der Ukraine Krieg führte zu Störungen in den globalen Wertschöpfungsketten und bremste in vielen Ländern die Industrieproduktion. Aufgrund des Anstiegs der weltweiten Nachfrage und der angebotsseitigen Lieferengpässe sind die Erzeuger- und Verbraucherpreise stark angestiegen. Darüber hinaus macht sich die Inflation deutlich bemerkbar.

Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds wuchs die globale Wirtschaftsleistung um 3,4 % im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr.

In Deutschland stieg 2022 das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt laut dem Statistischen Bundesamt um 1,9 %. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine sowie den extremen Energiepreiserhöhungen, so das Bundesamt weiter. Insgesamt konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 aber dennoch gut behaupten.

Die branchenbezogenen Rahmenbedingungen der beiden Geschäftsfelder stellen sich wie folgt dar:

IT-Gruppe

Der ITK-Markt ist laut Bitkom im Jahr 2022 um 4,0 % gewachsen. Für 2023 wird ein Anstieg von 3,8 % prognostiziert. Im Fokus stehen zum einen die Steigerung der Effizienz in der Serviceproduktion und zum anderen die Fragestellungen, wie mit Unterstützung der IT mehr Geschäft in der Breite und Tiefe erzeugt werden kann.

Auch im Jahr 2022 hatte die IT-Gruppe mit Umsatzeinbußen von Kunden aus der Automobilbranche zu tun. Ein gravierender Faktor sind dabei Produktionsschwierigkeiten in der Industrie, welche in weltweiten Lieferengpässen begründet sind. Trotz vorhandener Nachfrage konnte diese deshalb teilweise nicht, bzw. nicht zeitnah bedient werden.

Biotech-Gruppe

Nach wie vor stellt der weltweite IVD-Markt eine wachstumsstarke Branche innerhalb des Gesundheitssektors dar. Die zunehmende weltweite Prävalenz von akuten und chronischen Infektionskrankheiten im Zusammenhang mit der steigenden geriatrischen Bevölkerung und das wachsende Bewusstsein für eine frühzeitige Krankheitsdiagnose sind die Wachstumstreiber des IVD-Markts.

Ausgelöst durch die Covid 19-Pandemie ist der Bedarf nach Gesundheits-Check-ups sowie die Nachfrage nach den Produkten der IVG-Industrie gestiegen. So wird der IVD-Markt in einem Zeitraum zwischen 2022 und 2029 bei einem CAGR von 6,0% weltweit wachsen.

Hinzu kommt, dass die Einführung der EU-Verordnung zur IVD-Reform aufgrund der strengeren Anforderungen an die Produkte und entsprechender Dokumentation sowie längere Zulassungsverfahren langfristig zu einer Marktkonsolidierung führen wird.

Trotz dieses schwierigen Marktumfelds wird die Biotech-Gruppe die Strategie und das Handeln an diesen Trends ausrichten. Die Biotech-Gruppe arbeitet konsequent an Produkten und Lösungen, die geeignet sind, zur besseren Gesundheitsversorgung einer wachsenden und alternden Bevölkerung beizutragen.

2.2 Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf der beiden Geschäftsbereiche IT und Biotech kann wie folgt aufgezeigt werden:

IT-Gruppe

Die Entwicklung des vergangenen Jahres war für die IT-Gruppe sehr positiv. Das galt für alle wesentlichen Kennzahlen sowie für alle Geschäftsbereiche. Ein wesentlicher Faktor war, dass im Handelswaren-Geschäft ein Ausnahmejahr zu verzeichnen war. Im Dienstleistungsbereich kam es jedoch zur Abkündigung einiger Dienstleistungsverträge, die jedoch durch externe Faktoren begründet und nicht auf ein Schlechtleistung des Bereichs zurückzuführen waren.

Weiterhin konnten viele Grundlagen gelegt werden, die die geschäftliche Entwicklung der nächsten Jahre nachhaltig positiv beeinflussen werden. Dazu gehören die Gewinnung neuer Kunden, die Entwicklung von Neugeschäft bei Bestandskunden sowie die Portfolio-Entwicklung.

Insgesamt konnte die für das Jahr 2022 prognostizierte Entwicklung im Umsatz als auch beim Ergebnis vor Steuern (EBT) trotz der Auswirkungen des Ukraine-Kriegs und den Nachwirkungen der Covid-19-Pandemie übertroffen werden.

Die Umsätze haben sich von EUR 101,5 Mio. im Jahr 2021 auf EUR 134,7 Mio. im Jahr 2022 deutlich um 32,8 % bzw. EUR 33,2 Mio. erhöht. Die Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr wurde hauptsächlich durch das Hardwaregeschäft herbeigeführt, wobei auch der Dienstleistungsbereich in nennenswertem Umfang zur Umsatzsteigerung beitragen konnte.

Auch das Geschäftsjahr 2022 beinhaltete umfangreiche und sofort ergebniswirksamen Maßnahmen. Neben Traineeprogrammen hat die IT-Gruppe im Rahmen von Entwicklungs- und Innovationspartnerschaften Aufwendungen in das technologische Wachstum gesteckt.

Das ordentliche Betriebsergebnis vor Firmenwertabschreibung erhöhte sich deutlich auf EUR 9,0 Mio. im Vergleich zu EUR 5,0 Mio. im Vorjahr. Aufgrund der planmäßigen Abschreibung des Firmenwertes der conplement AG und unter weiterer Berücksichtigung von Finanz- und neutralem Ergebnis wird ein EBT von EUR 8,6 Mio. nach EUR 3,6 Mio. im Vorjahr ausgewiesen.

Biotech-Gruppe

Nachdem die Biotech-Gruppe im Jahr 2021 insbesondere infolge des hohen Absatzes der Nachweistests zur Covid-19-Diagnostik einen Rekordumsatz von fast EUR 67,9 Mio. erzielt hat, fällt der Umsatz im Jahr 2022 mit EUR 64,9 Mio. geringer aus. Auch wenn der Vorjahresumsatz nicht erreicht worden ist, haben gewonnene Tender in Indonesien und Nigeria sowie gestiegene Absätze bei den Geräten zu einem Umsatzwachstum in der Routinediagnostik geführt.

Die Biotech-Gruppe tätigt weiterhin Investitionen in Entwicklungsprojekte, die der Innovation und damit der langfristigen Zukunftssicherung dienen.

Das ordentliche Betriebsergebnis hat sich von EUR 7,3 Mio. im Vorjahr auf nunmehr EUR 4,6 Mio. im Jahr 2022 verringert. Diese Entwicklung war hauptsächlich geprägt durch den Einmaleffekt aus den Aufträgen mit der Covid-19-Diagnostik aus dem Vorjahr.

Unter Berücksichtigung von Finanz- und neutralem Ergebnis wird ein EBT von EUR 3,9 Mio. ausgewiesen, der deutlich unter dem Vorjahreswert (EUR 6,9 Mio.) liegt.

2.3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Zur Steuerung der Aktivitäten des Konzerns werden im Hinblick auf die Unternehmensziele die Leistungsindikatoren Umsatzerlöse, Ergebnis vor Steuern (EBT) sowie Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit verwendet, die geplant und kontinuierlich beobachtet und ausgewertet werden.

Das Geschäftsjahr 2022 schließt mit einem Umsatzanstieg von 17,8 % gegenüber dem Vorjahr ab. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) hat sich von EUR 10,1 Mio. auf EUR 12,1 Mio. erhöht. Die Mitarbeiterzahl hat sich auf durchschnittlich 788 (Vorjahr: 760) erhöht.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit konnte sich trotz der angespannten Lage in der Biotech-Gruppe gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessern.

2022 2021
Umsatzerlöse (TEUR) 199.633 169.403
Umsatzentwicklung (%) 17,8 14,9
EBITDA (TEUR) 15.778 13.329
EBT (TEUR) 12.007 9.984
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (TEUR) 9.188 7.901
Anzahl Personal 788 760

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

3.1. Allgemeines

Während die Prognose der Konzernumsatzerlöse, die im Vorjahr einen deutlichen Umsatzanstieg unterstellt hatte, somit erreicht wurde, wurde die im Vorjahr für 2022 prognostizierte Entwicklung beim EBT (Prognose zwischen EUR 9,0 Mio. und EUR 10,0 Mio.) deutlich übertroffen. EBITDA und EBT konnten gegenüber dem Vorjahr um EUR 2,4 Mio. bzw. EUR 2,0 Mio. gesteigert werden.

3.2. Ertragslage

2022 2021
TEUR TEUR
Umsatzerlöse 199.633 169.403
Ordentliches Betriebsergebnis 11.847 10.382
Neutrales Betriebsergebnis 860 -258
Betriebsergebnis 12.707 10.124
Finanzergebnis -700 -140
Ergebnis vor Ertragsteuern 12.007 9.984
Ertragsteuern 4.218 3.521
Konzernjahresüberschuss 7.789 6.463

Die Umsatzerlöse des Konzerns sind im Jahr 2022 um 17,8 % auf EUR 199,6 Mio. gestiegen.

Die Umsätze im Geschäftsbereich der Biotech-Gruppe verzeichneten einen Rückgang um EUR 3,0 Mio. (4,4 %) und die Umsätze im Bereich der IT-Gruppe eine Steigerung um EUR 33,1 Mio. (32,6 %).

Die Umsätze der Biotech-Gruppe resultieren fast ausschließlich aus dem Auslandsgeschäft. Im Geschäftsjahr 2022 liegt der Exportanteil hier bei 96,0 %. Die Umsätze der IT-Gruppe werden dagegen überwiegend im Inland realisiert.

Das ordentliche Betriebsergebnis konnte sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 1.4 Mio. deutlich verbessern. Gleichzeitig verbesserte sich auch das neutrale Betriebsergebnis um EUR 1,1 Mio., im Wesentlichen bedingt durch geringere Restrukturierungskosten und eine Einmalzahlung im Zuge einer Vertragskündigung. Das Betriebsergebnis beträgt EUR 12,7 Mio.

Im Konzern ist das Betriebsergebnis insgesamt durch planmäßige Firmenwertabschreibungen von EUR 1,4 Mio. belastet, die komplett auf die IT-Gruppe entfallen.

Das Finanzergebnis ist maßgeblich geprägt durch Abschreibungen auf Finanzanlagen von EUR 0,6 Mio. (Vorjahr: EUR 0,0 Mio.), sowie einem negativen Zinsergebnis aufgrund von Darlehensfinanzierungen (EUR -0,3 Mio.; Vorjahr: EUR -0,3 Mio.).

3.3. Vermögens- und Finanzlage

31.12.2022 31.12.2021
TEUR TEUR
Anlagevermögen 22.608 22.995
Gezeichnetes Kapital 27.000 27.000
Rücklagen 10.042 10.042
Bilanzgewinn 20.043 12.254
Bilanzielles Eigenkapital 57.085 49.296
Langfristige Rückstellungen 913 1.078
Langfristige Verbindlichkeiten 2.882 2.447
= Langfristiges Kapital 61.512 52.821
Bilanzsumme 101.305 86.897
Eigenkapitalquote (%) 56,3 56,7

Da sich die Bilanzsumme im Berichtsjahr deutlich erhöht hat, ist die Eigenkapitalquote trotz des positive Konzernergebnisses in Höhe von EUR 7,8 Mio. zum Bilanzstichtag leicht auf von 56,3 % gesunken.

Das kurzfristige Fremdkapital in Höhe von EUR 40,4 Mio. ist durch liquide Mittel von EUR 22,7 Mio. und kurzfristige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände von EUR 36,8 Mio. gedeckt.

Die finanzielle Entwicklung des Konzerns stellt sich wie folgt dar:

2022 2021
TEUR TEUR
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 9.188 7.901
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -3.212 -3.832
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -156 -7.968
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 5.821 -3.899
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 16.871 20.770
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 22.692 16.871

Die Finanzierung des Konzerns wird durch gewährte Gesellschafterdarlehen, Bankkredite und eingeräumte Betriebsmittellinien sowie durch den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit gesichert.

Die wichtigste Quelle der Finanzierung sind die Mittelzuflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit ist im Geschäftsjahr 2022 geprägt durch Auszahlungen für den Erwerb von Wertpapieren des Finanzanlagevermögen sowie einer sonstigen Ausleihung und Investitionen in das Sachanlagevermögen.

Der Konzern hat zum Bilanzstichtag Finanzschulden (inkl. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern) in Höhe von EUR 15,5 Mio. (Vorjahr: EUR 15,3 Mio.), wovon 18,6 % langfristigen Charakter haben. Zusätzlich bestehen kurzfristige nicht ausgeschöpfte Kreditlinien von EUR 8,5 Mio.

4. Chancen- und Risikobericht

Grundlage des Chancen- und Risikomanagements ist die detaillierte Beobachtung und Analyse der individuellen Märkte sowie die frühzeitige Erkennung und Bewertung von Trends, aus denen sich die Identifikation der Chancen ableitet. Dabei werden sowohl gesamtwirtschaftliche, branchenspezifische als auch regionale oder lokale Entwicklungen einbezogen. Zu den Aufgaben der Konzerngesellschaften gehört es, strategische Chancen auf den Märkten wahrzunehmen, in denen sie tätig sind. Dafür werden strategische Rahmen gesetzt und die Finanzierung sowie die Liquidität gesichert.

4.1 Risikobericht

Das größte Risiko aus heutiger Sicht sieht die Geschäftsleitung des Mutterunternehmen darin, dass die internationalen Krisen, der herrschende Ukraine Krieg sowie die nachlaufenden Auswirkungen der Coronapandemie ein Rückschlagpotenzial für die Weltwirtschaft und damit auch für die deutsche Wirtschaft darstellen. Hinzu kommen die Risiken wegen der Inflation und der sich hieraus ergebenden Geldpolitik. Daneben bleiben Branchenrisiken, wie sie teilweise bereits seit einigen Jahren bestehen.

Es ist weiterhin damit zu rechnen, dass die Preise für zu beschaffende Güter und Leistungen zusätzlich zu der bereits angespannten Beschaffungsmarktsituation weiter in erheblichem Umfang wegen des kriegerischen Konflikts in der Ukraine steigen. Versorgungsrisiken können in Abhängigkeit von der weiteren Entwicklung nicht ausgeschlossen werden. Auch wenn die Gesellschaft keine Produkte direkt aus den Kriegsgebieten bezieht, besteht das Risiko, dass die Lieferanten, die Rohstoffe und Materialien bisher aus den Kriegsregionen beziehen, diese nicht kurzfristig von anderen Beschaffungsquellen beziehen oder substituieren können.

Die aktuellen Entwicklungen zur Inflation, zum Ukraine- Krieg sowie zu den Nachwirkungen der Coronapandemie und die damit verbundenen Risiken für beide Geschäftsbereiche werden durch ein Krisenmanagement überwacht. Dazu gehören u.a. Vorsorgemaßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter, um einen Minimalbetrieb sicherzustellen. Risiken liegen neben dem Einschränken des Geschäftsbetriebs infolge erhöhter Krankenquoten in einkaufsseitigen Lieferabrissen.

Bisher wurden keine nennenswerten unerlaubten Zugriffsversuche auf die IT-Systeme verzeichnet. Es wurden und werden weiterhin technische und organisatorische Maßnahmen ergriffen, um sich den aktuellen Herausforderungen anzupassen. Hierzu gehört beispielsweise die erhöhte Überwachung der IT-Infrastruktur sowie die Sensibilisierung aller Beschäftigten.

Weitere Risiken liegen insbesondere in Umsatz- und Ergebnisrückgängen sowie Forderungsausfällen infolge eines möglichen Konjunktureinbruchs.

In den beiden Geschäftsbereichen wurden folgende zusätzliche besondere Risiken für die Zukunft, neben den bereits oben genannten Risiken, identifiziert:

IT-Gruppe

Spezielle Risiken bestehen in den Branchen, in denen wichtige Kunden der IT- Gruppe tätig sind. Diese sind unter anderem die Autobranche im weiteren Sinne, sonstige technische Industrie sowie die Immobilienwirtschaft. In diesen Branchen können sich die Risiken aus Inflation, Zinsen und Energiewende besonders stark auswirken.

Im Infrastrukturbereich gibt es nach wie vor eine nicht unerhebliche Abhängigkeit von einigen großen und wichtigen Technologiepartnern und deren Preispolitik, welche vor allem noch weiter fallende Margen nach sich ziehen könnte.

Der Dienstleistungsbereich ist besser aufgestellt und auf längere Sicht angelegt. Hier besteht jedoch nach wie vor das Risiko, nicht genügend geeignete, qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Wegen der Inflation muss hier mit einem weiteren Anstieg des Gehaltsniveaus gerechnet werden.

Biotech-Gruppe

Infolge der Komplexität des Geschäfts ist die Biotech-Gruppe einer Reihe von Risiken ausgesetzt.

Umfeldrisiken

Die Biotech-Gruppe generiert einen überwiegenden Teil ihrer Umsätze in Schwellenländern. Bei Geschäftsaktivitäten in diesen Ländern bestehen verschiedene Risiken, wie politische Unruhen, kulturelle Unterschiede, wirtschaftliche und staatliche Instabilität, die mögliche Verstaatlichung von Privatvermögen sowie die Auferlegung von Devisenbeschränkungen. Zudem führen weltweite Konfliktsituationen zu einem nicht beeinflussbaren Risikopotenzial in der Geschäftsentwicklung. Diese Risiken aus den internationalen Geschäftsaktivitäten können die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beeinträchtigen.

Aufgrund regelmäßiger Besuche aller wesentlichen Auslandsmärkte, der Beobachtung der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung sowie umfassender Analysen der regionalen Markt- und Wettbewerbssituationen durch die zuständigen regionalen Vertriebsmanager werden länderspezifische Marktchancen und -risiken frühzeitig erkannt und in Berichten an die Geschäftsführung festgehalten. Angesichts der Vielzahl von Vertriebspartnern können Absatzschwierigkeiten in einer Region durch Absatzförderungen in anderen Regionen im Regelfall kompensiert werden.

Qualitätsrisiko

Die Wertschöpfungskette der Biotech-Gruppe umfasst alle Stufen von der Entwicklung über die Produktion bis hin zu Marketing, Vertrieb und Dienstleistungen. Qualitätsprobleme in der Wertschöpfungskette können zu potenziellen Produkt-, Arbeitssicherheits- und regulatorischen sowie Umweltrisiken führen. Gelegentlich können Qualitätsprobleme bei verkauften Produkten auftreten, die aus der Entwicklung oder Produktion dieser Produkte oder der darin integrierten Software resultieren. Solche Risiken verursachen Qualitätskosten und wirken sich negativ auf die Finanz- und Ertragslage aus. Durch die Umsetzung der IVD-Reform werden diese Risiken reduziert.

Währungsrisiken

Währungsrisiken ergeben sich vor allem aus dem Bezug von Rohstoffen und Handelswaren auf US-Dollar-Basis, während die Fakturierung nahezu ausschließlich in Euro erfolgt.

In Einzelfällen werden Kurssicherungen in Form von Devisentermingeschäften durchgeführt, um signifikante Risiken aus Währungskursschwankungen zu vermeiden. Diese Instrumente werden in Abstimmung mit der Geschäftsführung restriktiv eingesetzt. Zum 31. Dezember 2022 bestanden keine offenen Geschäfte.

Finanzrisiken

Den bestehenden Risiken aus möglichen Forderungsausfällen aufgrund der hohen Forderungsbestände wird durch Vereinbarung und Überwachung von Zahlungszielen, Vorauszahlungen, eingeräumten Kreditlinien, Kreditversicherungen sowie durch ein aktives Forderungsmanagement begegnet.

Soweit bei Forderungen Ausfallrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen gebildet.

Den Refinanzierungsrisiken wirkt die Biotech-Gruppe durch ein striktes Cash-Management entgegen. Für Banklinien gilt, dass im Falle der Inanspruchnahme ein Zinsänderungsrisiko immanent vorhanden ist.

Finanzierungsrisiken würden sich ergeben, falls Kreditlinien nicht verlängert würden. Das Management sorgt durch engen Kontakt und Information der Kreditinstitute dafür, dieses Risiko in angemessenem Umfang zu begegnen. Die Abhängigkeit von den finanzierenden Instituten wird außerdem durch einen positiven operativen Cashflow gemindert. Kurzfristiger Finanzierungsbedarf kann über freie Kreditlinien gedeckt werden.

Aufgrund der konservativen Verwendung von Finanzierungsinstrumenten gibt es keine wesentlichen Marktpreisänderungen seitens der Nutzung von Fremdfinanzierungen.

Die Geschäftsführungen der Muttergesellschaft sowie der Tochtergesellschaften haben Möglichkeiten geschaffen, diesen Risiken entgegenzuwirken. So wurden risikominimierende Maßnahmen getroffen, die einer ständigen Verfeinerung unterliegen.

Diese Maßnahmen umfassen neben einer permanenten strategischen Kontrolle durch eine laufende Analyse der Marktsituation auch laufendes Controlling sowie ein internes Kontrollsystem, innerhalb dessen ein umfangreiches Regelwerk (z.B. genehmigungspflichtige Geschäfte, Kalkulationsrichtlinien, Regeln zur Auftragsannahme, generelles Vier-Augen- Prinzip) besteht.

Die Entwicklung der wirtschaftlichen Lage, die Sicherung der Vermögenswerte und das Erreichen angemessener Ziele unterliegen durch das monatliche Berichtswesen einer permanenten Kontrolle der jeweiligen Geschäftsführung. Dabei werden die Ist- und Planzahlen des Geschäftsjahres anhand betriebswirtschaftlicher Auswertungen überprüft und im Rahmen aktueller Hochrechnungen angepasst. Auf Konzernebene ist ein quartalsweises Berichtswesen eingerichtet. In Bezug auf die Tochtergesellschaften werden neben dem Berichtswesen in regelmäßig stattfindenden Beirats-/Aufsichtsratssitzungen alle wesentlichen Aspekte der Geschäftsentwicklung sowie deren Chancen und Risiken erörtert und genehmigungspflichtige Geschäftsvorfälle zur Entscheidung vorgelegt.

Dem Risiko des Fachkräftemangels wird durch Aus- und Fortbildungsprogramme und der stetigen Verbesserung der Attraktivität als TOP-Arbeitgeber entgegengewirkt.

4.2 Chancenbericht

IT-Gruppe

Der ITK-Markt wird gemäß der IDC-Studie in fast allen Segmenten auf absehbare Zeit stark wachsen. Die IT-Gruppe sieht bei ihren Kunden einen überproportionalen Anstieg in den Bereichen Security, Effizienzsteigerung in der Service-Produktion durch hybride Liefermodelle und der digitalen Transformation der Geschäftsmodelle.

Die IT-Gruppe siehts sich in diesem Umfeld bestens aufgestellt. Es besteht aktuell daher keine Notwendigkeit, die Aufstellung und Ausrichtung für 2023 zu verändern. Das Leistungsangebot wird darüber hinaus noch deutlich gesteigert, um insbesondere das Neukundengeschäft positiv voranzubringen.

Biotech-Gruppe

Auf der Basis der Geschäftsentwicklung der Biotech-Gruppe und der Unternehmenslage ergeben sich innerhalb der vorliegenden Rahmenbedingungen unterschiedliche Chancen in den diversen nationalen und internationalen Märkten. Die Biotech-Gruppe wird auch in der Zukunft die sich eröffnenden Potenziale nutzen.

Die Evaluierung weiterer Möglichkeiten erfolgt kontinuierlich in allen Bereichen und ist ein elementarer Teil der Geschäftsstrategie. Wesentliche Chancen ergeben sich u.a. aus der kontinuierlichen Weiterentwicklung von bestehenden und neuen Produkten sowie des konsequenten Ausbaus des Vertriebsnetzwerks.

Die wirtschaftliche Situation in vielen Schwellen- und Entwicklungsländern wird voraussichtlich noch angespannt bleiben. Die Biotech-Gruppe sieht hier aber dennoch Chancen, den Umsatz in diesen Ländern kontinuierlich auszubauen. Hierzu werden diese Märkte präzise beobachtet und es werden gezielte Maßnahmen ergriffen. Mit der kontinuierlichen Verbesserung des Portfolios mit einfachen, wartungsfreundlichen, erschwinglichen und zuverlässigen Produkten werden sich der Biotech-Gruppe Möglichkeiten bieten, in diesen strategischen Wachstumsmärkten Marktanteile zu gewinnen und die lokale Präsenz zu verstärken. Die Erweiterung des Portfolios und die Entwicklung besserer Vertriebskanäle durch den weiteren Einsatz von Country Managern bieten Potenziale zum Umsatzanstieg durch die Bedienung schnell wachsender regionaler Märkte.

Weitere Wachstums-Chancen bieten sich für die Biotech-Gruppe durch die kontinuierliche Weiterentwicklung von Produkten an. Zudem bringt die Biotech-Gruppe verstärkt Geräte auf den Markt, auf denen ausschließlich Human-Reagenzien genutzt werden können und erweitert damit das bestehende Reagenzportfolio. Darüber hinaus wird die eingeführte CLIA- Technologie das bestehende Produktportfolio erweitern.

Weiterhin nutzt die Bio-Gruppe die Chance, kurzfristig Markpotentiale auszuschöpfen wie z.B. zuletzt mit dem Verkauf von Covid-19-Tests.

5. Prognosebericht

Das Jahr 2023 ist durch die Nachwirkungen der Coronapandemie, die Auswirkungen des Ukraine-Konflikts sowie den Auswirkungen der Inflation geprägt. Für das Jahr 2023 wird laut Prognose der Bundesregierung aus dem Januar 2023 ein leichter Anstieg des BIP um 0,2 % erwartet. Das Kriegsgeschehen in der Ukraine, die damit einhergehende Sanktionspolitik, die Energiekriese und die hohe Inflation belasten Haushalte und Unternehmen massiv und trüben den konjunkturellen Ausblick ein.

Die Stimmung der deutschen Wirtschaft hat sich im Mai 2023 erstmals nach mehreren Monaten wieder eingetrübt. Laut dem Münchener IFO- Institut ist der ifo-Geschäftsklimaindex nach sechs Anstiegen in Folge nunmehr rückläufig.

Vor diesem Hintergrund gehen wir von folgenden Entwicklungen für die beiden Geschäftsbereiche aus:

IT-Gruppe

Die IT-Gruppe erwartet für 2023 insgesamt einen erheblichen Umsatzrückgang im Handelswarengeschäft. Der Grund besteht darin, dass 2022 für die Hardwareumsätze ein Ausnahmejahr war und sich diese Umsätze in 2023 geplant nun wieder auf ein Normalniveau einpendeln werden.

Der Dienstleistungsumsatz wird mit einem leichten Anstieg bei einem positiveren Dienstleistungsertrag geplant.

Insgesamt erwarten wir für die IT-Gruppe einen Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr von ca. 30 %. Darüber hinaus wird ein deutlich geringeres Vorsteuerergebnis für 2023 prognostiziert.

Für 2024 wird mit einem Umsatzanstieg von rund 4 % im Vergleich zu 2023 sowie einer leichten Erhöhung des EBT gerechnet.

Biotech-Gruppe

Der IVD-Markt wird weiterhin ein Wachstumsmarkt bleiben, insbesondere in den Märkten der Entwicklungs- und Schwellenländer, in denen die Biotech-Gruppe agiert. Die demografische Entwicklung der Weltbevölkerung verbunden mit einem stärkeren Gesundheitsbewusstsein werden den Gesellschaften der Biotech-Gruppe auch zukünftig die Grundlage für ein ausgedehntes Wachstum bieten.

Die Biotech-Gruppe wird den konsequenten Ausbau des Vertriebs- und Servicenetzes weiter verfolgen und ihre Organisation danach ausrichten. Hierzu gehören zudem umfassende Trainings zu den Produkten, die Erweiterung des Produktangebots sowie eine intensive Länderbetreuung.

Für das Geschäftsjahr 2023 rechnet die Biotech-Gruppe mit einem moderaten Umsatzanstieg in den etablierten Kernprodukten und einen Ausbau der neueren Produktlinien. Angesichts geringerer Margen dieser Produktlinien und steigender Einkaufspreise wird die Rohertragsmarge jedoch leicht rückläufig verlaufen.

Aufgrund der längerfristigen Projekte, der Umsetzung der gesetzlichen Anforderungen aus der IVD-Reform sowie die Weiterentwicklung der Vertriebsstrategie wird das Jahr 2023 weiterhin durch steigende Strukturkosten geprägt sein, die insbesondere auf steigende Personalkosten sowie der umsatzbedingt steigenden Fracht- und Energiekosten zurückzuführen sind. Dies hat zur Folge, dass das EBT voraussichtlich leicht unterhalb dem des Geschäftsjahres 2022 liegen wird.

Für 2024 plant die Biotech-Gruppe insgesamt wieder ein moderates Wachstum.

Gesamtausblick

Für das Jahr 2023 rechnet der Konzern insgesamt mit einem Umsatzniveau leicht unter dem des Vorjahres. Eine analoge Entwicklung wird für das EBT erwartet. Für 2024 geht die Planung von einem Umsatzanstieg im Vergleich zu 2023 im oberen einstelligen Bereich - mit entsprechend weiter steigenden Ergebnissen - aus.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wird leicht unterhalb des Niveaus von 2022 erwartet.

6. Zweigniederlassungen

Die Biotech-Gruppe unterhält eine Zweigniederlassung in Magdeburg. Die Schwerpunkte ihrer Tätigkeit liegen in der Entwicklung neuer und die Übernahme vorher fremdbezogener Produkte in die Eigenproduktion.

Die IT-Gruppe unterhält Geschäftsstellen in Bad Homburg, Bamberg, Berlin, Dortmund, Düsseldorf, Karlsruhe, München, Stuttgart und Wuppertal (bis 31.01.2023).

 

Hamburg, den 30. Juni 2023

olicoo GmbH

Die Geschäftsführung

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

Stand am 31.12.2022 Stand am 31.12.2021
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 417.661,00 596.106,00
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 712.055,00 2.136.163,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 94.882,59
1.129.716,00 2.827.151,59
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.225.414,44 9.571.351,80
2. Technische Anlagen und Maschinen 110.611,00 198.891,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.609.089,80 2.502.979,80
4. Geleistete Anzahlungen 743.660,79 6.966,00
12.688.776,03 12.280.188,60
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 445.413,43 945.412,43
2. Beteiligungen 620.769,98 620.769,98
3. Genossenschaftsanteile 1.000.000,00 1.000.000,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 4.782.121,95 4.901.665,36
5. Sonstige Ausleihungen 1.941.200,00 420.000,00
8.789.505,36 7.887.847,77
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.306.148,19 3.231.491,24
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 497.381,85 2.651.917,42
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 12.557.747,89 9.472.224,56
4. Geleistete Anzahlungen 801.367,77 965.577,54
18.162.645,70 16.321.210,76
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 35.179.150,68 27.631.622,77
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 31.118,01 29.104,50
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.617.499,46 2.202.164,86
36.827.768,15 29.862.892,13
III. Flüssige Mittel 22.692.234,62 16.871.438,07
C. Rechnungsabgrenzungsposten 821.507,36 764.886,38
D. Aktive latente Steuern 193.060,00 81.649,00
101.305.213,22 86.897.264,30

Passiva

Stand am 31.12.2022 Stand am 31.12.2021
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 27.000.000,00 27.000.000,00
II. Kapitalrücklage 10.041.646,25 10.041.646,25
III. Konzernbilanzgewinn 20.042.870,56 12.253.870,56
57.084.516,81 49.295.516,81
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 413.119,44 371.432,44
2. Steuerrückstellungen 4.419.472,90 1.654.800,00
3. Sonstige Rückstellungen 7.075.257,86 6.792.587,19
11.907.850,20 8.818.819,63
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.263.276,15 2.625.214,00
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.243.342,45 2.797.463,18
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.533.427,88 8.283.244,20
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 428.968,11 314.153,81
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 10.200.000,00 12.700.000,00
6. Sonstige Verbindlichkeiten 2.620.215,06 2.062.852,67
- davon aus Steuern: EUR 2.052.433,02 (Vj.: EUR 1.664.675,96)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 96.689,46 (Vj.: EUR 89.051,29)
32.289.229,65 28.782.927,86
D. Rechnungsabgrenzungsposten 23.516,56 0,00
E. Passive latente Steuern 100,00 0,00
101.305.213,22 86.897.264,30

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

2022 2021
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 199.633.483,22 169.402.661,40
2. Verminderung (Vj. Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen/Leistungen -1.592.866,33 1.427.025,25
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 6.303,00
4. Sonstige betriebliche Erträge 3.415.106,95 2.508.338,95
- davon aus Fremdwährungsumrechnung: EUR 966.313,26 (Vj.: EUR 451.114,30)
201.455.723,84 173.344.328,60
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 92.596.837,08 70.347.199,91
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 11.317.007,95 10.707.654,27
103.913.845,03 81.054.854,18
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 47.189.271,60 46.534.380,69
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 8.541.431,79 8.270.252,50
- davon für Altersversorgung: EUR 236.377,36 (Vj.: EUR 261.658,47)
55.730.703,39 54.804.633,19
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.071.419,96 3.115.200,71
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 25.946.569,92 24.064.620,11
- davon aus Fremdwährungsumrechnung EUR 721.401,59 (Vj.: EUR 491.309,77)
12.793.185,54 10.305.020,41
9. Erträge aus Beteiligungen 1.603,90 0,00
10. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 151.584,65 107.258,85
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 101.734,57 36.120,03
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen 637.549,99 0,00
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 317.244,78 375.371,38
- davon aus Aufzinsung EUR 22.986,39 (Vj.: EUR 41.468,05)
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 15.480,83 (Vj.: EUR 9)
-699.871,65 -231.992,50
14. Steuern vom Einkommen 4.218.167,89 3.520.230,86
15. Ergebnis nach Steuern 7.875.146,00 6.552.797,05
16. Sonstige Steuern 86.146,00 90.132,75
17. Konzernjahresüberschuss 7.789.000,00 6.462.664,30
18. Gewinnvortrag 12.253.870,56 5.791.206,26
19. Konzernbilanzgewinn 20.042.870,56 12.253.870,56

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

Die olicoo GmbH ist beim Amtsgericht Hamburg unter der Handelsregisternummer HRB 126416 eingetragen.

Der Konzernabschluss der olicoo GmbH - im Folgenden auch "olicoo Gruppe" genannt - wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den Vorschriften des GmbHG erstellt.

1. Konsolidierungsmaßnahmen

Bei den in die Konsolidierung einbezogenen Konzernunternehmen sind durch organisatorische Maßnahmen geeignete Vorbereitungen für eine systematische Konsolidierung getroffen worden.

Der Abschlussstichtag des Mutterunternehmens und aller einbezogenen Tochterunternehmen ist der 31. Dezember 2022.

Zur Erstellung des Konzernabschlusses wurden zunächst Vorkonsolidierungen der zwei Geschäftsbereiche vorgenommen. Aus den konsolidierten Abschlüssen der zwei Geschäftsbereiche und dem Abschluss des Mutterunternehmens wurde zum 31. Dezember 2022 der Konzernabschluss erstellt.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Vorschrift des § 301 HGB als Vollkonsolidierung unter Anwendung der Neubewertungsmethode. Dabei wurde als Zeitpunkt der Verrechnung des Wertansatzes der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der Tochterunternehmen der Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung der Tochterunternehmen gewählt. Für Zugänge bis zum 31. Dezember 2009 erfolgte die Kapitalkonsolidierung unter Anwendung der Buchwertmethode.

Sich ergebende Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden den Vermögensgegenständen als stille Reserven und den Schulden als stille Lasten insoweit zugerechnet, als die ihnen beizulegenden Werte von den übernommenen Wertansätzen abweichen. Danach verbleibende aktive Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwerte unter den immateriellen Vermögensgegenständen aktiviert und in den Folgejahren planmäßig linear abgeschrieben.

Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge, Zwischenergebnisse sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden eliminiert soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Bei erfolgswirksamen Konsolidierungsmaßnahmen im Sinne des § 306 HGB, die sich voraussichtlich umkehren, werden latente Steueransprüche bzw. latente Steuerrückstellungen gebildet. Sie werden nicht abgezinst und in der Bilanz als aktive latente Steuern bzw. als passive latente Steuern unsaldiert ausgewiesen.

2. Erläuterungen zum Konsolidierungs- und Beteiligungskreis

2.1. Konsolidierungskreis

In Konzernabschluss sind folgende verbundene Unternehmen einbezogen (Kurzbezeichnungen sind vorangestellt):

Kurzbezeichnung Unternehmen Anteil am Kapital
olicoo GmbH olicoo GmbH, Hamburg Mutterunternehmen
Geschäftsbereich Informationstechnologie
olicoo IT olicoo IT GmbH, Hamburg 100,0 v.H.
COMLINE SE COMLINE Computer + Softwarelösungen SE, Hamburg 100,0 v.H.
conplement conplement AG, Nürnberg 100,0 v.H.
Geschäftsbereich Humandiagnostik
olicoo Diagnostik olicoo Diagnostik GmbH, Hamburg 100 v.H.
Human Human Gesellschaft für Biochemica und Diagnostica mbH, Wiesbaden 100 v.H.
Human Grundstück Human Grundstücksverwaltung GmbH, Wiesbaden 100 v.H.
LABiTec LABiTec LAbor BioMedical Technologies GmbH, Ahrensburg 100 v.H.

Die Human wurde erstmals zum 1. April 2004 in den Konzernabschluss einbezogen. Bei der Kapitalkonsolidierung ergab sich ein aktivischer Unterschiedsbetrag von TEUR 17.216, von dem TEUR 156 stille Lasten im Bereich der Pensionsrückstellungen zugeordnet wurden. Der verbleibende aktive Unterschiedsbetrag wurde als Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 17.372 seit 2005 über fünfzehn Jahre linear abgeschrieben, das heißt mit TEUR 1.158 p.a. Die Nutzungsdauer von 15 Jahren war durch langfristig bestehende, wichtige Absatz- und Beschaffungsverträge sowie lange Lebenszyklen der Produkte des erworbenen Unternehmens begründet. Zum 31. Dezember 2022 ist der Geschäfts- oder Firmenwert der Human bereits vollständig abgeschrieben.

Ab dem 1. Oktober 2013 wurde die LABiTec in den Konzernabschluss einbezogen. Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung ergab sich ein aktivischer Unterschiedsbetrag von TEUR 5.367, von dem TEUR 126 stillen Reserven im Vorratsvermögen zugeordnet wurden. Aufgrund der Differenz waren latente Steuern in Höhe von TEUR 38 im Erstkonsolidierungszeitpunkt zu passivieren. Der verbleibende Unterschiedsbetrag wurde als Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 5.279 entsprechend der erwarteten Nutzungsdauer über fünf Jahre linear abgeschrieben, das heißt mit TEUR 1.056 p.a. Zum 31. Dezember 2022 ist der Geschäfts- oder Firmenwert der LABITec daher ebenfalls vollständig abgeschrieben.

Ab dem 1. Juli 2018 wurde erstmals die conplement in den Konzernabschluss einbezogen. Der sich im Rahmen der Kapitalkonsolidierung ergebende aktivische Unterschiedsbetrag von TEUR 6.372 wurde vollumfänglich dem Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet, da keine separierbaren Vermögensgegenstände im Rahmen der Kaufpreisallokation identifiziert wurden. Im Jahr 2021 erfolgte eine nachträgliche Kaufpreiszahlung im Rahmen einer Earn-Out-Regelung in Höhe von TEUR 374, der den Geschäfts- oder Firmenwert entsprechend erhöht hat. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird entsprechend der erwarteten Nutzungsdauer über fünf Jahre linear abgeschrieben, das heißt mit TEUR 1.274 p.a. bis zum 31. Dezember 2020 sowie mit TEUR 1.424 p.a. ab dem 1. Januar 2021. Die Nutzungsdauer von fünf Jahren ist durch langfristig bestehende Kundenbeziehungen begründet. Zum 31. Dezember 2022 beträgt der Restbuchwert dieses Geschäftsoder Firmenwert TEUR 712.

2.2. Übrige verbundene Unternehmen

Die folgenden Unternehmen sind wegen ihrer untergeordneten Bedeutung - einzeln als auch kumuliert - gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht in den konsolidierten Abschluss einbezogen:

Anteile am Kapital
1. Human Diagnostics Asia Pacific (Pte) Ltd., Singapur 100 v.H.
2. Human Diagnostics Middle East FZE, Vereinigte Arabische Emirate 100 v.H.
3. Human Diagnostics Latin America S.A., Panama 100 v.H.
4. Human Diagnostics Products (Beijing) Ltd., Volksrepublik China 100 v.H.

3. Erläuterungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Gliederung der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach den §§ 298, 266 und 275 HGB unter Anwendung der für alle Konzernunternehmen maßgeblichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze. Die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und linear über eine Nutzungsdauer von 3 bis 15 Jahren abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen wird außerplanmäßig abgeschrieben. Die aus der Kapitalkonsolidierung resultierenden Geschäfts- oder Firmenwerte wurden bis zur Änderung des § 309 Abs. 1 Satz 1 HGB durch das BilMoG vom 25. Mai 2009 ab dem auf die Erstkonsolidierung folgenden Geschäftsjahr über eine Zeitdauer von vier oder 15 Jahren abgeschrieben, soweit keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorzunehmen sind. Die danach erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte werden ab dem Erwerbszeitpunkt über fünf Jahre abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bewertet und entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Es wird die lineare Abschreibungsmethode angewendet. Im Jahr des Zugangs wird die Abschreibung pro rata temporis vorgenommen. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren Wert erforderlich ist. Gebäude werden über 19 bzw. 33 Jahre, technische Anlagen und Maschinen über 5 bis 13 Jahre und andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung über 3 bis 20 Jahre abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und ihr sofortiger Abgang unterstellt. Der in den Vorjahren gebildete Sammelposten wird jährlich linear um 20 % aufgelöst.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten oder, falls ihnen ein niedrigerer Wert beizumessen ist, mit diesem angesetzt.

Genossenschaftsanteile, Wertpapiere des Anlagevermögens und sonstige Ausleihungen sind mit dem Nennbetrag oder den niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Beim Vorratsvermögen werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe grundsätzlich zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Fertige und unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen sind zu Herstellungskosten, Waren zu Anschaffungskosten und geleistete Anzahlungen zum Nennwert angesetzt. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Soweit erforderlich, erfolgt die Bewertung der Vorräte mit dem niedrigeren beizulegenden Wert. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus geminderter Verwertbarkeit und technischer Veralterung ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Zwischengewinne werden eliminiert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Für erkennbare Risiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet. Für das allgemeine Kreditrisiko erfolgt ein pauschaler Abschlag. Unverzinsliche oder unterhalb der marktüblichen Verzinsung liegende Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden abgezinst.

Liquide Mittel sind zu Nennwerten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Sie beinhalten Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden ausschließlich Einnahmen bzw. Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, die Ertrag bzw. Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sogenannten "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode). Der Rückstellungsbetrag gemäß PUC-Methode ist definiert als der versicherungsmathematische Barwert der Pensionsverpflichtungen, der von den Mitarbeitern bis zu diesem Zeitpunkt gemäß Rentenformel und Unverfallbarkeitsregelung aufgrund ihrer in der Vergangenheit abgeleisteten Dienstzeiten erdient worden ist. Als biometrische Rechnungslegungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Heubeck verwendet. Es wurde bei der Berechnung dieser Rückstellungen ein Zinssatz von 1,78 % (Vorjahr: 1,87 %) p.a. bei einer durchschnittlichen mittleren Restlaufzeit von 15 Jahren sowie bei einem Rententrend von 2,00 % - 2,40% p.a. (Vorjahr: zwischen 1,75% und 2,0 % p.a.) angesetzt. Die Ergebnisauswirkungen aus der Änderung des Abzinsungssatzes werden im Finanzergebnis erfasst.

Der sich aus der Umstellung vom 7-Jahresdurchschnitt auf den 10-Jahresdurchschnitt bei Rechnungszins ergebene Unterschiedsbetrag von TEUR 21 (Vorjahr: TEUR 30) unterliegt einer Ausschüttungssperre gem. § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB.

Die Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind teilweise durch Vermögensgegenstände gesichert, die bei der Commerzbank AG, Frankfurt am Main, als Bankguthaben treuhänderisch angelegt sind. Diese Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen. Sie wurden nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet. Die Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 196 (Vorjahr: TEUR 196) entsprechen dem beizulegenden Zeitwert am Abschlussstichtag. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beträgt zum Abschlussstichtag TEUR 501 (Vorjahr: TEUR 464).

Steuer- und sonstige Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen gebildet. Sie werden auf der Grundlage des § 253 HGB ermittelt. Anzusetzen ist hierbei der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendige Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 HGB. Bei Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigere bzw. höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag unter Beachtung des Vorsichts- und Realisationsprinzips bewertet.

4. Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Konzernbilanz

4.1. Konzernanlagevermögen

Die Entwicklung des Konzernanlagevermögens einschließlich der Abschreibungen des Geschäftsjahres ist gesondert als Anlagenspiegel (Anlage 4) dargestellt.

Wertpapiere des Konzernanlagevermögens mit einem Buchwert von TEUR 4.782 weisen zum Bilanzstichtag einen Zeitwert von TEUR 4.491 aus. Die niedrigeren beizulegenden Zeitwerte in Höhe von TEUR 291 sind auf kurzfristige Kursschwankungen zurückzuführen und stellen daher keine dauernde Wertminderungen dar. Der Konzern plant diese Wertpapiere bis zur Endfälligkeit zu halten.

4.2. Vorräte

Der Bestand an Vorräten beläuft sich zum Stichtag auf TEUR 18.163 (Vorjahr: TEUR 16.321).

4.3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben in Höhe von TEUR 91 (Vorjahr: TEUR 94) und die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 321 (Vorjahr: TEUR 87) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, Restlaufzeiten bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 31 (Vorjahr: TEUR 29) resultieren aus Lieferungen und Leistungen.

4.4. Aktive und passive Steuerabgrenzung

Von dem Wahlrecht zum Ansatz aktiver latenter Steuern aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB auf Ebene der Einzelgesellschaften wird nicht Gebrauch gemacht. Aktive latente Steuern resultieren insbesondere aus handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätzen der personalbezogenen Rückstellungen. Der durchschnittliche Steuersatz beträgt 30 %.

Die nach § 306 HGB gebildeten aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 193 (Vorjahr: TEUR 82) resultieren aus Zwischengewinneliminierungen.

4.5. Eigenkapital

Die Eigenkapitalentwicklung ist gesondert im Konzerneigenkapitalspiegel (Anlage 6) dargestellt. Diese Darstellung erfolgt nach den Grundsätzen des Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 22.

4.6. Pensionsrückstellungen

Die Pensionsrückstellungen betreffen bestehende Versorgungszusagen für ausgeschiedene Mitarbeiter über die Gewährung einer Alters- und Berufsunfähigkeitsrente. Zur Absicherung der gewährten Versorgungszusagen wurden liquide Mittel in Höhe von TEUR 196 (Vorjahr: TEUR 196) zu Gunsten der Versorgungsberechtigten verpfändet. Diese wurden mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet.

4.7. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2022 31.12.2021
TEUR TEUR
Personalbereich 4.462 4.676
Ausstehende Belastungen 2.020 1.637
Gewährleistung 363 298
Übrige 230 182
7.075 6.793

4.8. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten betragen in Jahren (Vorjahreszahlen in Klammern):

bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr davon über 5 Jahre Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.849 2.414 250 5.263
(709) (1.917) (583) (2.625)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 775 468 0 1.243
(2.267) (530) (0) (2.797)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.533 0 0 12.533
(8.283) (0) (0) (8.283)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 429 0 0 429
(314) (0) (0) (314)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 10.200 0 0 10.200
(12.700) (0) (0) (12.700)
Sonstige Verbindlichkeiten 2.620 0 0 2.620
(2.063) (0) (0) (2.063)
Gesamt 29.407 2.882 250 32.289
(Vorjahr) (26.336) (2.447) (583) (28.783)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 5.263 (Vorjahr: TEUR 2.625) sind durch Grundschulden (TEUR 6.903; Vorjahr: TEUR 9.153) abgesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 429 (Vorjahr: TEUR 314) resultieren aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter betreffen zum Bilanzstichtag ein Darlehen in Höhe von TEUR 10.200 (Vorjahr: TEUR 12.700).

5. Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

5.1. Umsatzerlöse

Umsatzerlöse werden erfasst, wenn die Lieferungen oder Leistungen ausgeführt sind und der Gefahrenübergang erfolgt ist. Von den Umsatzerlösen entfielen auf die einzelnen Geschäftsbereiche:

2022 2021
TEUR TEUR
Informationstechnologie 134.741 101.495
Biotechnologie 64.892 67.908
199.633 169.403
2022 2021
TEUR TEUR
Deutschland 125.072 102.920
Übriges Europa und Nordamerika 20.614 18.069
Asien und Ozeanien 23.886 18.171
Afrika 11.965 9.591
Lateinamerika 9.963 12.263
Mittlerer Osten 8.133 8.390
199.633 169.403

5.2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen (TEUR 504; Vorjahr: TEUR 755), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 368; Vorjahr: TEUR 508), Erträge aus der vorzeitigen Vertragsauflösung mit einem Kunden TEUR 959, Erträge aus Währungsdifferenzen und Kursgewinne (TEUR 966; Vorjahr: TEUR 451), Erträge aus Werbekostenzuschüssen und ähnlichen Provisionen (TEUR 461; Vorjahr 399), Erträge aus weiterberechneten Kosten (TEUR 7; Vorjahr: TEUR 216), Erträge aus Versicherungserstattungen (TEUR 25, Vorjahr: TEUR 0), Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen (TEUR 2; Vorjahr: TEUR 37) und andere periodenfremde Erträge (TEUR 138; Vorjahr: TEUR 38).

5.3. Personalaufwand

Der Personalaufwand beinhaltet Aufwendungen für Abfindungen und Restrukturierungen in Höhe von TEUR 395 (Vorjahr: TEUR 624).

5.4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Währungsdifferenzen und Kursverluste (TEUR 721; Vorjahr: TEUR 491), Zuführungen zu Wertberichtigungen auf Forderungen/Forderungsverluste (TEUR 297, Vorjahr: TEUR 812), Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen (TEUR 26; Vorjahr: TEUR 96), Schadensfälle (TEUR 0; Vorjahr: TEUR 127) und andere periodenfremde Aufwendungen (TEUR 167; Vorjahr: TEUR 45).

5.5. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Steueraufwendungen aus Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer für das laufende Jahr (TEUR 4.200; Vorjahr: TEUR 3.520) und für Vorjahre (TEUR 129; Vorjahr: TEUR -1) sowie latente Steuern (TEUR -110; Vorjahr: TEUR -9) erfasst.

5.6. Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen

Außergewönliche Erträge sowie außergewöhnliche Aufwendungen fielen im Geschäftsjahr 2022 nicht an.

6. Sonstige Angaben

6.1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen, Warenterminkontrakten sowie sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 23.923 (Vorjahr: TEUR 25.123), davon bis zu einem Jahr: TEUR 18.152 (Vorjahr: TEUR 15.008) und über fünf Jahre: TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 87).

6.2. Haftungsverhältnisse

Aus der Übertragung der künftigen Verpflichtungen zur Gewährung von Versorgungszusagen für ausgeschiedene Mitarbeiter an eine Versicherungsgesellschaft ergeben sich Eventualverbindlichkeiten. Sollten die Rentenleistungen der Versicherungsgesellschaft nicht ausreichen, um die gesetzliche Anpassungsregelung fälliger Leistungen gemäß § 16 Abs. 1 Betriebsrentengesetz zu erfüllen, wird das Mutterunternehmen bzw. eine Tochtergesellschaft der Verpflichtung unmittelbar nachkommen. Eine Tochtergesellschaft steht des Weiteren im Rahmen des § 1 Abs. 1 Satz 3 Betriebsrentengesetz subsidiär für die Erfüllung einer mittelbaren Versorgungszusage ein. Die Tochtergesellschaft trägt die Beiträge für den gesetzlichen Insolvenzschutz der Versorgungszusage im Rahmen der Regelungen des Betriebsrentengesetzes. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ergeben sich keine Anhaltspunkte für eine mögliche Inanspruchnahme aus den obigen Verpflichtungen.

Darüber hinaus bestehen zum Bilanzstichtag keine weiteren Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB.

6.3. Personalbestand

Im Geschäftsjahr beschäftigte die Gruppe durchschnittlich 788 (Vorjahr: 760) Gehaltsempfänger.

6.4. Konzernkapitalflussrechnung

Die Konzernkapitalflussrechnung stellt die Zahlungsströme einer Periode unterteilt nach Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit dar, dabei kommt die indirekte Methode zur Anwendung. Das Jahresergebnis wird dabei um zahlungsunwirksame Effekte bereinigt. Zahlungsströme aus Investitions- bzw. Finanzierungstätigkeit werden gesondert ausgewiesen.

Der Finanzmittelfonds betrifft ausschließlich liquide Mittel.

6.5. Honorar des Abschlussprüfers

Die im Geschäftsjahr als Aufwand erfassten Honorare für die Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, als Abschlussprüfer des Jahres- und Konzernabschlusses der olicoo GmbH, Hamburg, und deren Tochtergesellschaften, setzen sich wie folgt zusammen:

2022 2021
TEUR TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 144 154
Steuerberatungsleistungen 31 102
Sonstige Leistungen 0 1
175 257

6.6. Organe des Mutterunternehmens

Geschäftsführer war im Geschäftsjahr 2022:

Lorenz von Schröder

Diplom-Kaufmann, Hamburg

Auf eine Angabe der Gesamtbezüge wird nach § 314 Abs. 3 HGB i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Gegenüber einem ehemaligen Geschäftsführer besteht eine Versorgungszusage über die Gewährung einer Alters- und Berufsunfähigkeitsrente. Für diese Verpflichtung besteht zum Bilanzstichtag eine Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 305 (Erfüllungsbetrag TEUR 501).

6.7 Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens schlägt vor, den erzielten Jahresüberschuss des Mutterunternehmens in Höhe von TEUR 6.354 auf neue Rechnung vorzutragen.

6.8. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Es sind keine nicht marktüblichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigt worden.

7. Befreiung von der Offenlegung gemäß § 264 Abs. 3 HGB

Die olicoo IT GmbH, Hamburg, sowie die COMLINE Computer + Softwarelösungen SE, Hamburg, nehmen die Befreiungsvorschrift von der Offenlegung des Jahresabschlusses gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch.

8. Nachtragsbericht

Es sind keine Ereignisse von wesentlicher Bedeutung nach dem Bilanzstichtag eingetreten.

 

Hamburg, den 30. Juni 2023

olicoo GmbH

Die Geschäftsführung

Entwicklung des Konzernanlagevermögens der olicoo GmbH, Hamburg, im Geschäftsjahr 2022

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2022 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 6.790.042,59 46.760,96 104.552,68 108.234,00 6.833.122,23
2. Geschäfts- oder Firmenwert 44.692.348,33 0,00 0,00 0,00 44.692.348,33
3. Geleistete Anzahlungen 94.882,59 20.495,07 -115.377,66 0,00 0,00
51.577.273,51 67.256,03 -10.824,98 108.234,00 51.525.470,56
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.603.102,67 14.932,71 0,00 0,00 15.618.035,38
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.414.008,20 9.817,86 0,00 3.376,59 2.420.449,47
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.643.559,17 902.330,82 89.140,07 473.718,87 10.161.311,19
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.966,00 815.009,88 -78.315,09 0,00 743.660,79
27.667.636,04 1.742.091,27 10.824,98 477.095,46 28.943.456,83
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 945.412,43 0,00 0,00 0,00 945.412,43
2. Beteiligungen 620.769,98 0,00 0,00 0,00 620.769,98
3. Genossenschaftsanteile 1.000.000,00 0,00 0,00 0,00 1.000.000,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 4.901.665,36 132.584,63 0,00 114.577,05 4.919.672,94
5. Sonstige Ausleihungen 420.000,00 1.521.200,00 0,00 0,00 1.941.200,00
7.887.847,77 1.653.784,63 0,00 114.577,05 9.427.055,35
87.132.757,32 3.463.131,93 0,00 699.906,51 89.895.982,74
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2022 Zugänge Zuschreibungen Abgänge Stand am 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 6.193.936,59 329.752,64 0,00 108.228,00 6.415.461,23
2. Geschäfts- oder Firmenwert 42.556.185,33 1.424.108,00 0,00 0,00 43.980.293,33
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
48.750.121,92 1.753.860,64 0,00 108.228,00 50.395.754,56
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.031.750,87 360.870,07 0,00 0,00 6.392.620,94
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.215.117,20 94.721,27 0,00 0,00 2.309.838,47
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.140.579,37 861.967,98 0,00 450.325,96 7.552.221,39
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
15.387.447,44 1.317.559,32 0,00 450.325,96 16.254.680,80
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 499.999,00 0,00 0,00 499.999,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 137.550,99 0,00 0,00 137.550,99
5. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 637.549,99 0,00 0,00 637.549,99
64.137.569,36 3.708.969,95 0,00 558.553,96 67.287.985,35
Buchwerte
Stand am 31.12.2022 Stand am 31.12.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 417.661,00 596.106,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 712.055,00 2.136.163,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 94.882,59
1.129.716,00 2.827.151,59
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.225.414,44 9.571.351,80
2. Technische Anlagen und Maschinen 110.611,00 198.891,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.609.089,80 2.502.979,80
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 743.660,79 6.966,00
12.688.776,03 12.280.188,60
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 445.413,43 945.412,43
2. Beteiligungen 620.769,98 620.769,98
3. Genossenschaftsanteile 1.000.000,00 1.000.000,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 4.782.121,95 4.901.665,36
5. Sonstige Ausleihungen 1.941.200,00 420.000,00
8.789.505,36 7.887.847,77
22.607.997,39 22.995.187,96

Konzernkapitalflussrechnung der olicoo GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr 2022

2022
TEUR TEUR
Konzernjahresüberschuss 7.789 6.463
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 3.709 3.115
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 325 1.051
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -9.842 -2.352
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 3.392 -2.449
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 25 59
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 62 232
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 4.218 3.520
-/+ Ertragsteuerzahlungen -490 -1.738
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 9.188 7.901
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -67 -586
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 0 21
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -1.742 -773
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 42 938
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -1.654 -3.598
+ Erhaltene Zinsen 209 166
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -3.212 -3.832
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 3.347 0
Auszahlungen aus der (Finanz-) Krediten -3.208 -7.634
Gezahlte Zinsen -294 -334
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -156 -7.968
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 5.821 -3.899
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 16.871 20.770
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 22.692 16.871

Konzerneigenkapitalspiegel der olicoo GmbH, Hamburg, im Geschäftsjahr 2022

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage
TEUR TEUR
Stand am 1.1.2022 27.000 10.042
Sonstige Veränderungen 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 0
Stand am 31.12.2022 27.000 10.042
Eigenkapital des Mutterunternehmens Konzerneigenkapital
Gewinnvortrag Konzernjahresüberschuss Summe Summe
TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand am 1.1.2022 5.791 6.463 49.296 49.296
Sonstige Veränderungen 6.463 -6.463 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 7.789 7.789 7.789
Stand am 31.12.2022 12.254 7.789 57.085 57.085

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die olicoo GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der olicoo GmbH, Hamburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der olicoo GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 30. Juni 2023

Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Julian Breidthardt, Wirtschaftsprüfer

Till Kohlschmitt, Wirtschaftsprüfer

Billigung des Konzernabschlusses

Der Konzernabschluss der Olicoo GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 wurde am 3. Juli 2023 gebilligt.

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