Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 730849
Eingetragen
2.7.2018
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehörGroßhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehörEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 t
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Der Handel mit Nutzfahrzeugen und Ersatzteilen sowie die Reparatur von Nutzfahrzeugen und der Werkstattbetrieb sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Schuraw
seit 20.3.2024
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
50.00%
Anton Hegelmann
50.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

76689 Karlsdorf-Neuthard
12.500 €
50.00%
Anton Hegelmann
Kaunas, Litauen
12.500 €
50.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HT Trucks & Parts GmbH

Karlsdorf-Neuthard

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

Die Geschäftstätigkeit der HT Trucks & Parts GmbH erstreckt sich hauptsächlich auf die Überprüfung, Wartung und Reparatur von Nutzfahrzeugen sowie den Handel mit Ersatzteilen für Nutzfahrzeuge.

Die HT Trucks & Parts GmbH ist in den Geschäftsbetrieb der HEGELMANN GROUP eingebunden. Die HEGELMANN GROUP besteht aus juristisch unabhängigen Gesellschaften, die miteinander über die Gesellschafteridentität verbunden sind. Die von der HT Trucks & Parts GmbH ausgeführten Arbeiten erfolgen nahezu ausschließlich an Fahrzeugen von Unternehmen der HEGELMANN GROUP oder deren Subunternehmern.

1.2 Ziele und Strategien

Die Gesellschaft bietet ihren Kunden einen Rundum-Service. Ziel der Gesellschaft ist für die HEGELMANN GROUP alle anfallenden Arbeiten kostengünstiger und schneller im Vergleich zu Fremdwerkstätten durchzuführen. Einkaufsvorteile werden an die Unternehmen der HEGELMANN GROUP teilweise weitergegeben und die Wertschöpfung dadurch verbessert. Neben dem Kostenfaktor sollen durch die Gesellschaft unnötige Verzögerungen bei den Reparaturen vermieden werden. Die HEGELMANN GROUP verdient, wenn die Fahrzeuge rollen. Die Hauptaufgaben der HT Trucks & Parts GmbH liegen darin, die zeitnahe Beschaffung von notwendigen Ersatzteilen zu organisieren, die rechtlichen Aspekte der Nutzung von Technik zu überwachen und die effektive Nutzung der Fahrzeuge zu gewährleisten.

1.3 Bericht über Betriebsstätten

Zum Stichtag besteht eine Betriebsstätte in Bochum. Dort erfolgen ähnliche Arbeiten wie in Karlsdorf-Neuthard.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Das deutsche reale Bruttoinlandsprodukt sank im Jahr 2023 um 0,2 % gegenüber dem Vorjahr. Das Bruttoinlandsprodukt in der Europäischen Union erhöhte sich dagegen um 0,5 % (gem. Eurostat). Besonders hohe Wachstumsraten verzeichneten insbesondere südeuropäische Staaten.

Noch schwächer als die Gesamtwirtschaft verlief in 2023 die Entwicklung im Straßengüterverkehr. Nach vorläufigen Zahlen reduzierte sich die Beförderungsmenge im Straßengüterverkehr in Deutschland gegenüber dem Vorjahr um ca. 6 % auf 3.424 Millionen Tonnen. Endgültige Auswertungen des Statistischen Bundesamtes zur Beförderungsmenge und Beförderungsleistung in Deutschland liegen noch nicht vor. Nach den Auswertungen von Eurostat sank die Beförderungsmenge in Deutschland im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 6,7 % auf 2.857 Millionen Tonnen und die Beförderungsleistung um 5,8 % auf 286.408 Millionen Tonnenkilometer. Etwas geringer sind gem. Eurostat die Rückgänge beim Transportaufkommen (-3,4 %) und der Transportleistung (-3,2 %) in der Europäischen Union. Die HEGELMANN GROUP baute indessen ihr Geschäft in Deutschland weiter aus. Entsprechend erhöhte sich auch der Bedarf an Prüfungs-, Wartungs- und Reparaturarbeiten durch die HT Trucks & Parts GmbH für die zur HEGELMANN GROUP gehörenden Unternehmen und Subunternehmen.

2.2 Unternehmensentwicklung

Im Geschäftsjahr 2023 konnte sich die HT Trucks & Parts GmbH trotz der negativen Branchenentwicklung erfolgreich behaupten. Vor dem Hintergrund der Ausweitung der Aktivitäten der HEGELMANN GROUP entwickelte sich auch das Geschäft der HT Trucks & Parts GmbH im Jahr 2023 sehr positiv. Die Umsätze konnten durch den ausgeweiteten Handel mit Reifen und Ersatzteilen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 3.405 (+10,1 %) auf TEUR 37.264 gesteigert werden. Bei ebenfalls gestiegenen Materialaufwendungen erhöhte sich die Marge aus Umsatzerlösen abzgl. Materialaufwand um 17,2 % auf TEUR 19.938. Unter Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge verbesserte sich das Rohergebnis gegenüber dem Vorjahr um 46,9 % auf TEUR 19.088. Hier wirkt sich auch die Änderung des Ausweises von weiterzuberechnenden Kosten (in 2023 TEUR 4.184) aus. Diese sind bisher als Materialaufwand und Umsatzerlöse in das Rohergebnis eingegangen. Ab 2023 werden die Kosten unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen, während die Erträge als sonstige betriebliche Erträge weiterhin in das Rohergebnis eingehen.

Die Personalkosten bewegten sich auf dem Vorjahresniveau (+1,0 %). Die Anzahl der Mitarbeiter zum 31.12.2023 erhöhte sich geringfügig auf 201 (zum 31.12.2022: 195). Wegen der Änderung des Ausweises weiterzuberechnender Kosten sowie deutlich gestiegener administrativer Kosten für das Dokumentenmanagement und die Buchhaltung nahmen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr um 136,8 % bzw. TEUR 5.345 auf TEUR 9.253 zu.

Für das Geschäftsjahr 2023 hatten wir einen Umsatz in Höhe von TEUR 40.000 sowie einen Jahresüberschuss in Höhe des Jahres 2022 (TEUR 646) geplant. Das Umsatzziel wurde nicht erreicht, allerdings lediglich wegen des geänderten Ausweises weiterzuberechnender Kosten. Hauptsächlich aufgrund guter Einkaufskonditionen bei Reifen und Ersatzteilen konnte ein höherer Jahresüberschuss von TEUR 867 erwirtschaftet werden.

Die Geschäftsführung ist mit dem Geschäftsverlauf zufrieden, insbesondere vor dem Hintergrund des schwierigen wirtschaftlichen Branchenumfeldes im Jahr 2023.

2.3 Geschäftsverlauf 2023

Die Umsatzsteigerung basiert in allererster Linie auf dem verstärkten Verkauf von Ersatzteilen und Reifen. Grundlage dieser Entwicklung waren günstige Einkaufskonditionen, die entsprechende Vorteile bei der Preisgestaltung im Verkauf brachte. Gemäß der Unternehmensstrategie konnten so neue Kunden gewonnen werden.

Durch die erheblich verbesserte Marge im Reifen- und Ersatzteilhandel erhöhte sich das Rohergebnis um TEUR 6.097. Die Ausweitung dieses Geschäfts bedingte deutlich höhere administrative Kosten, insbesondere für ausländische Kunden, sodass die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 5.345 zunahmen. Ohne Berücksichtigung der Ausweisänderung von weiterberechneten Kosten hätte sich ein Anstieg des Rohergebnisses von TEUR 1.913 sowie ein Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 1.161 ergeben. Insgesamt entstand ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 867, der TEUR 221 bzw. 34,3 % über dem des Vorjahres liegt.

2.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Ertragsteuern. Für die Ist-Zahlen wird auf die weiteren Ausführungen verwiesen.

3. Darstellung der Lage

3.1 Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich um TEUR 2.576 (+16,7 %) auf TEUR 18.032 und das Eigenkapital um den Jahresüberschuss von TEUR 867 auf TEUR 3.741 (+30,2 %). Dadurch nahm die Eigenkapitalquote von 18,6 % um 2,1 %-Punkte auf 20,7 % zu.

Der Anstieg des Gesamtvermögens resultiert ganz überwiegend aus der deutlichen Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+TEUR 4.540). Das betrifft vorwiegend polnische Gesellschaften der HEGELMANN GROUP und ist durch das Cash-Management innerhalb der HEGELMANN GROUP bedingt. Außerdem erhöhten sich die sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 380. Dagegen verringerten sich die Vorräte (-TEUR 2.316).

Der Buchwert des Anlagevermögens beträgt zum Abschlussstichtag TEUR 1.276 und verminderte sich im Geschäftsjahr um TEUR 10 (-0,8 %). Den Anlagenzugängen in Höhe von insgesamt TEUR 384 (ausschließlich Sachanlagen) standen Abschreibungen von TEUR 392 (davon Sachanlagen TEUR 307) gegenüber. Die Investitionen des Jahres 2023 betrafen hauptsächlich Werkzeuge, geringwertige Wirtschaftsgüter und insbesondere geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau. Letztere betreffen mit TEUR 143 hauptsächlich den Bau von zwei Leichtbauhallen, die zum Jahresende noch nicht fertiggestellt wurden. Das Anlagevermögen ist zu 293 % durch Eigenkapital gedeckt.

Das Umlaufvermögen (ohne Rechnungsabgrenzungen) erhöhte sich im Berichtsjahr um TEUR 2.592 auf TEUR 16.737 (+18,3 %). Diese Zunahme basiert ganz überwiegend auf dem Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 4.540 (+88,0 %), aber auch der sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 380 (+31,7 %). Ein Großteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrifft Forderungen an Gesellschaften der HEGELMANN GROUP. Weitere wesentliche Forderungen bestehen gegenüber Subunternehmern der HEGELMANN GROUP. Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen steht im Zusammenhang mit den gestiegenen Umsatzerlösen. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten hauptsächlich Umsatzsteuer-Erstattungsansprüche. Im Bereich der Vorräte wurde der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen (Reifen und Ersatzteile) um TEUR 2.326 abgebaut. Die wegen Lieferengpässen in den Vorjahren verstärkte Lagerhaltung ist nicht mehr in diesem Umfang erforderlich. Außerdem wurden nicht mehr gängige Waren um TEUR 511 abgewertet.

Die Erhöhung des Gesamtkapitals um TEUR 2.576 beruht in erster Linie auf dem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um TEUR 3.956. Außerdem erhöhte sich das Eigenkapital um TEUR 867. Im Gegenzug sanken die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (-TEUR 804) sowie die sonstigen Verbindlichkeiten (-TEUR 1.589).

Das Eigenkapital erhöhte sich um den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 867.

Aufgrund des guten Jahresergebnisses erhöhten sich die Steuerrückstellungen um TEUR 130. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten hauptsächlich Verpflichtungen für noch zu gewährende Urlaubsansprüche sowie für Gewährleistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten ausschließlich kurzfristige Kontokorrent- und Geldmarktkredite, die zum 31.12.2023 um TEUR 3.956 auf TEUR 5.766 stiegen. Die daraus verfügbaren Mittel dienten der Gegenfinanzierung des höheren Forderungsbestandes, während die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 804 (-10,7 %) auf TEUR 6.674 reduziert werden konnten. Zudem wurde bei den sonstigen Verbindlichkeiten eine Darlehensschuld gegenüber einer Gesellschaft der HEGELMANN GROUP in Höhe von TEUR 1.633 zurückgezahlt. In den sonstigen Verbindlichkeiten werden zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaften der HEGELMANN GROUP in Höhe von TEUR 1.086 bilanziert.

3.2 Finanzlage

Die Finanzierungsstrategie sieht vor, dass die Finanzierung der Geschäftstätigkeit durch das Eigenkapital, die Aufnahme von kurzfristigen Bankkrediten sowie dem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit erfolgt.

Der Finanzmittelfonds umfasst die flüssigen Mittel in Höhe von TEUR 70 (im Vorjahr TEUR 82) abzüglich der Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von TEUR 5.766 (im Vorjahr TEUR 1.810). Wie im Vorjahr ist der Finanzmittelfonds zum Bilanzstichtag negativ und beträgt TEUR -5.696 (im Vorjahr TEUR -1.728). Zum Jahresende reduzierte sich damit die Barliquidität stichtagsbezogen um TEUR 3.968. Im Rahmen des Cash-Managements innerhalb der HEGELMANN GROUP werden über die Begleichung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der HEGELMANN GROUP (zum 31.12.2023 TEUR 8.885) stets ausreichend liquide Mittel zur Verfügung gestellt. Die Finanzierung der Gesellschaft ist dadurch auch künftig jederzeit gesichert. Die Kontokorrentlinien betragen zum Stichtag TEUR 6.000.

Die Investitionen konnten aus dem laufenden Geschäftsbetrieb finanziert werden.

3.3 Ertragslage

Die Umsatzerlöse stiegen im Berichtsjahr um TEUR 3.405 (+10,1 %). Dies ist hauptsächlich auf stark erhöhte Erträge aus dem Handel mit Reifen und Ersatzteilen zurückzuführen (+TEUR 6.749). Aber auch die Erlöse aus Werkstattleistungen nahmen zu, wogegen die Erträge aus LKW-Parkplätzen sanken. Entsprechend der Umsatzentwicklung stieg auch der Materialaufwand gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.440 (+6,9 %). Ursache ist der ausgeweitete Handel mit Reifen und Ersatzteilen, was zu einer Erhöhung des Wareneinkaufs führte. Hervorzuheben sind die inzwischen gewährten Mengenrabatte beim Wareneinkauf, die teilweise an die Kunden weitergegeben werden. Dies führt sowohl zur Steigerung des Umsatzes als auch des Gewinns. Der Saldo aus Umsatzerlösen abzüglich Materialaufwendungen (= Rohgewinn) nahm gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.965 (+15,2 %) auf TEUR 14.865 zu.

Die Personalaufwendungen verharrten im Berichtsjahr annähernd auf dem Vorjahresniveau und stiegen um TEUR 78 (+1,0 %). Die Personalkosten bewegten sich auf dem Vorjahresniveau (+1,0 %). Die Anzahl der Mitarbeiter erhöhte sich im vierten Quartal geringfügig auf 201 (im Vorjahr: 195).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen nahmen im Berichtsjahr um TEUR 5.345 (+136,8 %) auf TEUR 9.253 zu. In diesem Anstieg ist der geänderte Ausweis der weiterzuberechnenden Kosten von TEUR 4.184 enthalten. Ohne diesen Sondereffekt beträgt die Zunahme TEUR 1.161 (+29,7 %). Hauptursachen sind der Anstieg der administrativen Kosten für das Dokumentenmanagement und für die Buchhaltung einschließlich Lohnbuchhaltung um TEUR 701 sowie die Aufwendungen für die Anmietung und Unterhaltung der betrieblich genutzten Grundstücke um TEUR 364 auf TEUR 1.202.

Durch die weitere Darlehensaufnahme bei Kreditinstituten ergab sich ein Finanzergebnis in Höhe von -TEUR 367 (im Vorjahr -TEUR 77).

Der Verbesserung des Rohergebnisses bei gleichbleibenden Personalaufwendungen steht der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber. Insgesamt konnte gegenüber dem Vorjahr eine Ergebnisverbesserung in Höhe von TEUR 221 bzw. 34,3 % erzielt werden, sodass ein Jahresüberschuss von TEUR 867 erwirtschaftet wurde.

3.4 Gesamtaussage

Die Eigenkapitalquote verbesserte sich aufgrund der stärkeren Zunahme des Eigenkapital gegenüber über der Bilanzsumme von 18,6 % auf 20,7 %.

Aufgrund der Finanzierungsstrategie in der HEGELMANN GROUP war die HT Trucks & Parts GmbH jederzeit in der Lage, die finanziellen Verpflichtungen gegenüber Dritten vollumfänglich und zeitnah zu erfüllen.

Die Ertragslage ist durch einen günstigen Wareneinkauf gekennzeichnet, der Möglichkeiten zur Umsatzsteigerung und Gewinnsteigerung eröffnet. Dies führte zu einer deutlichen Verbesserung des Rohergebnisses. Dem stehen zusätzliche sonstige betriebliche Aufwendungen gegenüber. Insgesamt entwickelte sich die Gesellschaft positiv und das Ergebnis verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr.

4. Zukunftsorientierte Angaben

4.1 Prognosebericht

4.1.1 Entwicklung der Branche

Der europäische Markt für den Straßengüterverkehr erholt sich derzeit nach dem schwierigen Jahr 2023. Nach dem Transportbarometer der Frachtenbörse TIMOCOM bewegte sich das Verhältnis von Fracht und Laderaum auf dem Spotmarkt in Europa seit März 2024 wieder im Bereich von über 70 % und damit deutlich über dem Vorjahresniveau. Insgesamt ist in 2024 eine unerwartete Verbesserung zu verzeichnen. Dies ist auch durch eine Reduzierung der Ladekapazität verursacht.

Die Fahrleistung im deutschen Straßengüterverkehr in 2024 bewegt sich jedoch bisher etwa auf dem Stand des Vorjahres. Nach dem Lkw-Maut-Fahrleistungsindex des Statistischen Bundesamts (Fahrleistung der mautpflichtigen Lastkraftwagen) lag der Index in den ersten fünf Monaten des Jahres 2024 teilweise über und teilweise unter den Werten des jeweiligen Vorjahresmonats. Endsprechend stagniert der Markt für Prüfungs-, Wartungs- und Reparaturarbeiten.

4.1.2 Entwicklung der Gesellschaft

Bei der HEGELMANN GROUP stehen die Zeichen weiter auf Expansion. Für den deutschen Bereich ist eine weitere Umsatzsteigerung geplant. Dies erfordert eine höhere Fahrleistung der Fahrzeuge der HEGELMANN GROUP und deren Subunternehmer. Die notwendigen Prüfungen, Wartungen und Reparaturen der Fahrzeuge sollen weiterhin durch die HT Trucks & Parts GmbH erfolgen, sodass sich hier ein stetiges Umsatzpotenzial ergibt.

Für das Jahr 2024 rechnet die HT Trucks & Parts GmbH mit einem Umsatz auf dem Niveau des Berichtsjahres. Auf Basis der guten Margen geht die Geschäftsführung für das Jahr 2024 von einem weiterhin guten Ergebnis in Höhe von ca. TEUR 1.200 vor Ertragsteuern aus.

Die Erfolgsplanungen sowie Ergebniserwartungen beruhen auf Annahmen und Planungsrechnungen. Die Ergebniserwartungen sind mit Unsicherheiten behaftet. Insofern kann es zu Abweichungen zwischen den Erwartungswerten und den Ist-Ergebnissen kommen, woraus sich Chancen und Risiken ergeben können.

4.2 Risiken und Chancen der voraussichtlichen Entwicklung

Ein besonderes Risiko liegt im anhaltenden und sich verstärkenden allgemeinen Fachkräftemangel bei Handwerksberufen (z.B. Kfz-Mechaniker) in Westeuropa. Unbesetzte Stellen können dazu führen, dass Fahrzeuge nicht bei der HT Trucks & Parts GmbH geprüft bzw. repariert werden. Stattdessen müssten diese Arbeiten von anderen Werkstätten für Nutzfahrzeuge übernommen werden. Trotz vorhandener Beauftragung würde das Ergebnis negativ beeinflusst. Im Extremfall müsste der Fuhrpark der HEGELMANN GROUP sogar reduziert werden. Ziel der HT Trucks & Parts GmbH ist, die Fahrbereitschaft aller Fahrzeuge, die der HEGELMANN GROUP dienen, zuverlässig aufrecht zu erhalten. Die HT Trucks & Parts GmbH unterstützt letztlich den Gütertransport der HEGELMANN GROUP. Das Risiko wird als hoch bewertet.

Politische und gesamtwirtschaftliche Risiken, insbesondere im Bereich des produzierenden Gewerbes, können die Situation jedoch ändern. Falls die Fahrleistung der Fahrzeuge abnehmen sollte, könnten weniger Schäden entstehen und somit der Bedarf an Reparaturleistungen entsprechend sinken. Eventuell steigende Einkaufspreise für Ersatzteile und Reifen haben ebenfalls Einfluss auf das Ergebnis. Das Risiko wird als mittel bewertet.

Risikobehaftete Kundenbeziehungen werden regelmäßig geprüft, bewertet und erfasst. Dies betrifft vor allem fremde Subunternehmer der HEGELMANN GROUP, deren Fahrzeuge ebenfalls bedient werden.

Chancen ergeben sich für die HT Trucks & Parts GmbH hauptsächlich durch das Wachstum der HEGELMANN GROUP und die damit verbundene Vergrößerung der Fahrzeugflotte, die in Deutschland eingesetzt wird. Aber auch die zusätzliche Akquisition von sog. Servicekunden, d.h. Kunden, die keinen weiteren Bezug zur HEGELMANN GROUP haben, bietet Wachstumschancen. Durch die Größe der HEGELMANN GROUP und die von ihr generierten Umsätze bringen Rabattvorteile beim Wareneinkauf und eine bessere Marktposition gegenüber Wettbewerbern.

Zu Beginn des Jahres 2024 wurde in Form eines Share Deal eine angrenzende Lkw-Waschanlage erworben. Nach einem Umbau soll diese auch als Tech Check und für Sicherheitsprüfungen dienen. Die Nutzung der Waschanlage in Verbindung mit diesen Serviceleistungen generiert zusätzliches Umsatzpotential, insbesondere bei Kunden, die bisher noch keine Verbindung zur HEGELMANN GROUP haben. Die weitere Akquise von Großkunden - unabhängig von der HEGELMANN GROUP - ergänzen die Bestrebungen des Umsatzwachstums.

4.3 Abschließende Beurteilung

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass aufgrund der Struktur sowie der Chancen und Risiken der zukünftige Fortbestand der Gesellschaft nicht gefährdet ist. Die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist, solange die Gesellschaft zur HEGELMANN GROUP gehört, nachhaltig gesichert.

 

Karlsdorf-Neuthard, 3. Dezember 2024

Alexej Schlegel, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.275.880,82 1.285.741,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 364.980,00 450.528,00
1. Geschäfts- oder Firmenwert 364.979,00 436.778,00
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 1,00 13.750,00
II. Sachanlagen 910.900,82 835.213,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1,00 113,00
2. technische Anlagen und Maschinen 91.401,00 97.244,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 668.427,00 737.856,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 151.071,82
B. Umlaufvermögen 16.736.873,15 14.144.521,94
I. Vorräte 5.385.698,30 7.701.293,72
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 11.281.561,06 6.361.693,52
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 17.800,00 31.800,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 69.613,79 81.534,70
C. Rechnungsabgrenzungsposten 19.365,62 25.941,86
Summe Aktiva 18.032.119,59 15.456.204,80

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 3.740.783,95 2.873.611,10
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 2.848.611,10 2.202.705,29
III. Jahresüberschuss 867.172,85 645.905,81
B. Rückstellungen 635.369,24 463.225,00
C. Verbindlichkeiten 13.655.966,40 12.119.368,70
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.766.266,10 1.810.222,32
2. sonstige Verbindlichkeiten 7.889.700,30 10.309.146,38
Summe Passiva 18.032.119,59 15.456.204,80

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 19.088.331,50 12.991.514,25
2. Personalaufwand 7.800.631,14 7.722.408,87
a) Löhne und Gehälter 6.511.783,14 6.444.874,48
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.288.848,00 1.277.534,39
davon für Altersversorgung 27.055,31 16.086,96
3. Abschreibungen 392.066,52 330.226,15
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 392.066,52 330.226,15
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 9.253.156,39 3.907.804,91
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung -0,38 84,35
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 512,59 2.157,39
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 367.015,97 78.844,26
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 98,00 59,00
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 403.958,85 302.746,74
8. Ergebnis nach Steuern 872.015,22 651.640,71
9. sonstige Steuern 4.842,37 5.734,90
10. Jahresüberschuss 867.172,85 645.905,81

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Die HT Trucks & Parts GmbH hat ihren Sitz in Karlsdorf-Neuthard und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter der Nummer HRB 730849 eingetragen. Der Jahresabschluss ist auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches sowie den Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gesellschaft ist zum 31.12.2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB, da zum 31.12.2022 und zum 31.12.2023 die Grenzwerte nach § 267 Abs. 1 HGB überschritten sowie die Grenzwerte nach § 267 Abs. 2 HGB unterschritten wurden. Dementsprechend wurde der Jahresabschluss zum 31.12.2023 nach den Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Zum 31.12.2023 wurde erstmals eine Abwertung von alten und nicht mehr gängigen Vorräten bzw. Ersatzteilen vorgenommen. Infolgedessen verminderte sich der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen um € 510.860,00. Entsprechend verminderte sich das Rohergebnis sowie das Jahresergebnis.

Im Vergleich zum Vorjahr wurde der Ausweis weiterberechneter Kosten in der GuV geändert. Die Erlöse aus weiterberechneten Kosten werden seit dem Geschäftsjahr 2023 unter den sonstigen betrieblichen Erträgen und die korrespondierenden Kosten unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. In den Vorjahren erfolgte die Erfassung unter den Umsatzerlösen bzw. dem Materialaufwand. Dadurch sind für das Geschäftsjahr 2023 das Rohergebnis und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beeinflusst. Ohne die Änderung des Ausweises in 2023 würden die Umsatzerlöse und der Materialaufwand jeweils € 4.183.986,76 höher ausgewiesen werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge sowie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind dementsprechend um diesen Betrag im Geschäftsjahr 2023 erhöht. Das Rohergebnis ist durch diese Ausweisänderung um diesen Betrag positiv beeinflusst im Geschäftsjahr 2023.

II. Allgemeine Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Das entgeltlich erworbene immaterielle Anlagevermögen und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten angesetzt und - soweit abnutzbar - um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden im Jahr der Anschaffung nur zeitanteilig für den (vollen) Monat der Anschaffung und die folgenden Monate in Anspruch genommen. Selbstständig nutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 wurden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind nach dem Fifo-Verbrauchsfolgeverfahren (first in - first out) bewertet. Das strenge Niederstwertprinzip und die Verwertbarkeit werden bei der Bewertung beachtet. Wertabschläge wegen Veräußerungsrisiken sowie dem Grundsatz der verlustfreien Bewertung wurde Rechnung getragen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die flüssigen Mittel sind mit den Nominalbeträgen und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält Auszahlungen, die in künftigen Perioden zu Aufwand werden.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen auf der Grundlage einer vernünftigen kaufmännischen Beurteilung alle zum Bilanzstichtag vorhandenen und bis zur Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt unter Berücksichtigung von Preis- und Kostensteigerungen mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre unter Berücksichtigung der Restlaufzeit der jeweiligen Verpflichtung abgezinst. Aufgrund der Art und Zusammensetzung der sonstigen Rückstellungen sind keine wesentlichen Schätzverfahren erforderlich.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem jeweiligen Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Zur Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den Anlagespiegel verwiesen, der diesem Anhang beigefügt ist.

Unter den immateriellen Vermögensgegenständen ist der Geschäfts- und Firmenwert aus dem im Jahr 2019 erworbenen Technikbereich ausgewiesen, der über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben wird. Da die Nutzungsdauer des Geschäfts- und Firmenwertes nicht zuverlässig ermittelt werden kann, wurde die typisierte Nutzungsdauer nach § 253 Abs. 3 HGB angewendet.

Das Sachanlagevermögen enthält im Wesentlichen die technische Betriebsausstattung sowie die Büroausstattung. Die Nutzungsdauer des beweglichen Sachanlagevermögens beträgt in der Regel 3 bis 23 Jahre.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zu ihrem Nominalwert bewertet. Die wegen eingetretenen oder zu erwartenden Zahlungsausfällen notwendigen Wertberichtigungen wurden im erforderlichen Umfang vorgenommen. Für das allgemeine Kosten- und Ausfallrisiko wurde eine pauschale Wertberichtigung in Höhe von 0,5 % der Nettoforderungen gebildet.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben, die vor dem Abschlussstichtag angefallen sind, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit danach darstellen.

Das eingetragene Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 25.000,00.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten vor allem Aufwendungen für noch zu gewährende Urlaubsansprüche, für zu erwartende Gewährleistungsarbeiten sowie für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses. Mit Ausnahme der Rückstellungen für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen haben sämtliche Rückstellungen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt (§ 268 Abs. 5 S. 1 HGB, § 285 Nr. 1 und Nr. 2 HGB):

Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
EUR bis ein Jahr
EUR
über ein bis fünf Jahre
EUR
über fünf Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.766.266,10 5.766.266,10 0,00 0,00
(Vorjahr: 1.810.222,32 1.810.222,32 0,00 0,00)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr: 26.411,02 26.411,02 0,00 0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.674.047,53 6.647.074,53 0,00 0,00
(Vorjahr: 7.477.595,79 7.477.595,79 0,00 0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 1.215.652,77 1.215.652,77 0,00 0,00
(Vorjahr: 2.805.139,57 2.805.139,57 0,00 0,00)
Summe 13.655.966,40 13.655.966,40 0,00 0,00
(Vorjahr: 12.119.368,70 12.119.368,70 0,00 0,00)

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 2.911.027,58 (Vorjahr: EUR 0,00) sind durch die Sicherungsübereignung des Warenlagers gesichert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im üblichen Umfang durch Eigentumsvorbehalt gesichert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern EUR 37.715,25 (Vorjahr EUR 45.613,89) und im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 24.837,05 (Vorjahr EUR 18.718,39).

IV. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren sowie unter Beachtung der Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

V. Sonstige Pflichtangaben

Der Gesamtbetrag der finanziellen Verpflichtungen von nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften i. S. d. § 285 Nr. 3a HGB beträgt insgesamt EUR 2.721.710,20. Hiervon sind EUR 946.445,20 innerhalb eines Jahres fällig, EUR 1.691.880,00 haben eine Fälligkeit von über einem Jahr bis zu fünf Jahren und EUR 83.385,00 von über fünf Jahren. Die Verpflichtungen resultieren aus Mietverträgen für Betriebsgebäude, Büros, Dienstwohnungen und LKW-Abstellplätze. Die Verpflichtungen haben eine maximale Laufzeit bis zum 31.05.2031. Darüber hinaus bestehen zum 31.12.2023 Verpflichtungen aus abgeschlossenen und noch nicht erfüllten Verträgen (Bestellobligo) in Höhe von ca. EUR 30.000,00. Die über den Bilanzstichtag hinaus verpflichtenden Verträge dienen der Planungssicherheit und führen dabei erst bei Vertragserfüllung zum Kapital- bzw. Liquiditätsabfluss.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich 206 Personen beschäftigt, davon 12 leitende Angestellte sowie 194 übrige Angestellte und Arbeiter.

Die Transaktionen zu nahestehenden Unternehmen der HEGELMANN GROUP stellen sich für das Geschäftsjahr 2023 wie folgt dar (jeweils in TEUR):

Verkäufe Käufe Erbrachte Dienstleistungen Bezogene Dienstleistungen
19.579 1.496 14.270 3.888

Ergebnisverwendungsvorschlag:

Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresüberschuss zum 31.12.2023 von EUR 867.172,85. Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von insgesamt EUR 3.715.783,95 auf neue Rechnung vorzutragen.

Geschäftsführung:

Einzelvertretungsberechtigte Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2023 waren:

Herr Viktor Schwab, Forst, technischer Leiter (bis 26.01.2023)

Herr Andreas Schuraw, Nackenheim, CFO/kaufmännischer Leiter (bis 07.02.2024)

Herr Wladimir Krieger, Landau, CEO (bis 07.02.2024)

Herr Alexej Schlegel, Östringen, technischer Leiter (seit 07.02.2024)

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

 

Karlsdorf-Neuthard, 3. Dezember 2024

gez. Alexej Schlegel, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Brutto-Anlagenspiegel zum 31.12.2023

Anschaffungskosten 31.12.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungskosten 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 55.000,00 0,00 0,00 0,00 55.000,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 717.994,00 0,00 0,00 0,00 717.994,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 772.994,00 0,00 0,00 0,00 772.994,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.463,00 0,00 0,00 0,00 5.463,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 133.152,05 6.892,20 0,00 0,00 140.044,25
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.488.425,74 225.770,32 2.200,00 0,00 1.711.996,06
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 151.071,82 0,00 0,00 151.071,82
Sachanlagen 1.627.040,79 383.734,34 2.200,00 0,00 2.008.575,13
Anlagevermögen 2.400.034,79 383.734,34 2.200,00 0,00 2.781.569,13
kumulierte Abschreibungen kumulierte Buchwert Buchwert
Abschreibungen 31.12.2022
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Abschreibungen 31.12.2023
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 41.250,00 13.749,00 0,00 54.999,00 1,00 13.750,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 281.216,00 71.799,00 0,00 353.015,00 364.979,00 436.778,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 322.466,00 85.548,00 0,00 408.014,00 364.980,00 450.528,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.350,00 112,00 0,00 5.462,00 1,00 113,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 35.908,05 12.735,20 0,00 48.643,25 91.401,00 97.244,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 750.569,74 293.671,32 672,00 1.043.569,06 668.427,00 737.856,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 151.071,82 0,00
Sachanlagen 791.827,79 306.518,52 672,00 1.097.674,31 910.900,82 835.213,00
Anlagevermögen 1.114.293,79 392.066,52 672,00 1.505.688,31 1.275.880,82 1.285.741,00

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 30.12.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HT Trucks & Parts GmbH, Karlsdorf-Neuthard, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HT Trucks & Parts GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Karlsruhe, den 3. Dezember 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Hanns-Jörg Schwebler, Wirtschaftsprüfer

gez. Philipp Bormann, Wirtschaftsprüfer

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