Stammdaten

Register
Amtsgericht Siegen HRB 2496
Vorher
Hees Bürowelt GmbH
Eingetragen
27.8.2003
Branche
Großhandel mit sonstigen Büromaschinen und -einrichtungenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von MöbelnGroßhandel mit Werkzeugmaschinen
Gegenstand
Handel mit Büroeinrichtungsgegenständen jeder Art, und zwar als Groß-und Einzelhandel, der Vertrieb von Büromaschinen, Organisationsmitteln, Büro-und Zeichenbedarf sowie die Unterhaltung einer Reparaturwerkstatt als Nebenbetrieb zugleich aber auch die Übernahme von Werks- und Generalvertretungen für Hersteller von zur Branche zugehörenden Waren sowie die Erbringung von Dienstleistungen aller Art für den Bürobedarf, schließlich die Beteiligung an zur Branche gehörenden Unternehmungen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jan Tiepelmann
seit 27.3.2023
Prokura
Sebastian Leipold
seit 27.12.2010
Geschäftsführer
Florian Leipold
seit 27.12.2010
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
50.00%
50.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Sebastian Leipold
57234 Wilnsdorf
875.000 €
50.00%
Florian Leipold
57234 Wilnsdorf
875.000 €
50.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hees Bürowelt GmbH

Siegen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Hees Bürowelt Unternehmensgruppe ist ein Komplettanbieter für Produkte und Dienstleistungen im Bereich Büro. Mit der zentralen Gesellschaft Hees Bürowelt GmbH, dem verbundenen Unternehmen Hees Raumkonzepte GmbH, sowie dem Gemeinschaftsunternehmen Medientechnik Thomas GmbH bedient die Gruppe Kunden in den Regionen Südwestfalen, Ruhrgebiet, Rheinland und Hessen ganzheitlich mit Produkten und Dienstleistungen rund um das Thema Arbeiten.

Die Hees Bürowelt GmbH gliedert sich im Wesentlichen in vier Fachbereiche: Papier, Bürobedarf, Schreibwaren (kurz: PBS)-Streckengeschäft, Druck und Kopie, Büro- und Objekteinrichtungshandel und IT-Infrastruktur. Neben der Hauptniederlassung in Siegen bestehen Zweigniederlassungen in Dortmund, Hagen, Lohmar, Bochum und Gießen. Eigene Produktentwicklung betreibt die Gesellschaft nicht.

II. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine und dem Angriff auf Israel. Die hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen, insbesondere hohe Energiepreise, steigende Zinsen und sinkende Nachfrage aus dem In- und Ausland dämpften die Konjunktur. Das BIP fiel 0,3 % niedriger aus als im Vorjahr. Preis- und kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. (Quelle: Destatis Pressemitteilung 15.01.2024/30.01.2024). Damit befindet sich Deutschland in einer Rezession.

Geschäftsverlauf

Mit Blick auf das Geschäftsjahr 2022/2023 konnten wir die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um 43,7 % steigern. Ausschlaggebend hierfür sind insbesondere die erfolgten Verschmelzungen der SI-NET GmbH sowie Blesel GmbH zum Stichtag 01.07.2022 auf die Hees Bürowelt GmbH. Ebenso schlägt sich in der Entwicklung die erstmalig ganzjährige Berücksichtigung der Übernahme des operativen Geschäftsbetriebes der BR Digitale Datenarchivierung GmbH nieder, welche zum 01.01.2022 erfolgte. Während des Geschäftsjahres wurden strategische Projekte weiter vorangetrieben. Im Fokus steht dabei die Integration des Geschäftsbetriebes der beiden ehemalig eigenständigen Gesellschaften SI-NET GmbH sowie Blesel GmbH. Insgesamt blicken wir auf eine zufriedenstellende Entwicklung unserer Geschäftstätigkeit im abgelaufenen Geschäftsjahr zurück.

Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren sind das Rohergebnis (definiert als Gesamtleistung inklusive sonstiger betrieblicher Erträge abzüglich Materialaufwand), das Betriebsergebnis bzw. EBIT (definiert als Jahresergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern) sowie das Jahresergebnis.

Über unsere finanziellen Leistungsindikatoren berichten wir nachfolgend im Rahmen der Darstellung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren werden nicht berichtet. Sie sind für die Unternehmensführung und das Verständnis des Geschäftsverlaufs von untergeordneter Bedeutung.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse der Hees Bürowelt GmbH liegen im Geschäftsjahr 2022/23 bei TEUR 63.376 und sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 19.265 gestiegen. Maßgeblich ist diese Entwicklung auf die vorgenannten Verschmelzungen zurückzuführen. Der mit dem Vorjahr vergleichbare Geschäftsumfang ohne die neuen Geschäftsbereiche verzeichnete einen Anstieg um 10,3 %.

Der Materialaufwand erhöhte sich von TEUR 26.921 auf TEUR 40.396. Die Rohergebnismarge zum Umsatz liegt mit 37,9 % (Vorjahr: 40,6 %) unter Vorjahresniveau. Das Rohergebnis des Berichtsjahres (definiert als Gesamtleistung inklusive sonstiger betrieblicher Erträge abzüglich Materialaufwand) beträgt TEUR 24.031 (Vorjahr TEUR 17.917).

Die Personalaufwendungen liegen mit TEUR 16.696 insbesondere aufgrund einer um 43,8 % höheren Anzahl an Mitarbeitern um 35,1 % über den Aufwendungen des Vorjahres. Der Personalbestand (ohne Geschäftsführung und inklusive Auszubildenden) hat sich im Geschäftsjahresdurchschnitt von 266 auf 375 erhöht. Zum 30. Juni 2023 waren insgesamt 378 Personen bei der Hees Bürowelt GmbH beschäftigt, davon 26 Aushilfen und 43 Auszubildende.

Im Vergleich der Kostenstruktur wie sie sich aus der Gewinn und Verlustrechnung ergibt ist festzustellen, dass sich die Materialaufwandsquote im Verhältnis zur Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr um 2,7 %-Punkte auf 62,7 % erhöht hat. Ursächlich sind insbesondere gestiegene Einkaufspreise und Bezugskosten. Die Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen zur Gesamtleistung hat sich geringfügig um 1,3 %-Punkte reduziert. Die Personalaufwandsquote zur Gesamtleistung ist gegenüber dem Vorjahr um 1,7 %-Punkte gesunken.

Im Berichtsjahr konnte ein Betriebsergebnis vor Finanzergebnis und vor Ertragsteuern (EBIT) in Höhe von TEUR 295 (Vorjahr: TEUR 164) erzielt werden.

Das Geschäftsjahr 2022/23 schließt nach Finanzergebnis und Steuern mit einem Jahresüberschuss von TEUR 133 (Vorjahr: TEUR 37) ab.

Im Lagebericht zum Geschäftsjahr 2021/22 hatten wir für 2022/23 einen Anstieg der Umsatzerlöse um 38% prognostiziert. Diese Entwicklung wurde insbesondere vor dem Hintergrund der geplanten Verschmelzungen der Blesel GmbH und SI-NET GmbH erwartet. Mit einem Zuwachs von 43,7 % liegt dieser Wert letztlich über den Erwartungen. Mit Blick auf das EBIT wurde ein Wert erwartet, welcher erheblich über dem Wert des Vorjahres liegt. Tatsächlich liegen das EBIT mit TEUR 295 sowie das Jahresergebnis mit TEUR 133 deutlich über den Vorjahreswerten in Höhe von TEUR 164 bzw. TEUR 37. Diesbezüglich wurden unsere Erwartungen übertroffen.

Finanzlage

Zum Bilanzstichtag 30. Juni 2023 verfügte die Hees Bürowelt GmbH über Bankguthaben in Höhe von TEUR 21 (Vorjahr: TEUR 85). Unserer Gesellschaft steht zudem unverändert eine Kreditlinie in Höhe von TEUR 3.000 für die gesamte Unternehmensgruppe zur Verfügung. Zum Bilanzstichtag betrug die Inanspruchnahme TEUR 2.821.

Einem Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR -356 steht ein Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit von TEUR 1.723 sowie ein Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit von TEUR -1.636 gegenüber.

Unser Unternehmen war im Berichtsjahr und ist bis heute jederzeit in der Lage seinen finanziellen Verpflichtungen innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele unter Abzug von Skonto nachzukommen. Mit den strategisch wichtigen Einkaufsverbänden bestehen Regelungen, die wöchentlichen Abrechnungen per Banklastschrift einzuziehen. Bestehende Bankdarlehen wurden planmäßig getilgt.

Vermögenslage

Im Vergleich zum Vorjahr ergab sich insbesondere durch die mit den Verschmelzungen einhergehenden Erhöhungen des Warenbestandes sowie der Forderungen und Verbindlichkeiten eine auf TEUR 14.453 (Vorjahr: TEUR 11.238) erhöhte Bilanzsumme. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme hat sich von 32,2 % auf rund 31,8 % leicht reduziert.

Der Warenbestand zum Stichtag belief sich auf TEUR 2.212 (Vorjahr: TEUR 1.807). Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der im Zuge der beiden vorgenannten Verschmelzungen übernommenen Warenbestände der zuvor eigenständigen Tochtergesellschaften.

Die Hees Bürowelt GmbH verfügt über ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 3.273 (Vorjahr: TEUR 3.139), was einer Eigenkapitalquote von 22,7 % (Vorjahr: 27,9 %) entspricht. Die Erhöhung der Bilanzsumme und die damit einhergehende Reduzierung der Eigenkapitalquote gegenüber dem Vorjahr sowie die Erhöhung der Forderungen und Verbindlichkeiten ergeben sich durch die Ausweitung der eigenen Geschäftstätigkeit sowie durch die Verschmelzungen der vormals eigenständigen Tochtergesellschaften.

Gesamtaussage zur Lage des Unternehmens

Grundsätzlich blicken wir auf eine zufriedenstellende Entwicklung der Hees Bürowelt GmbH im Geschäftsjahr 2022/23 zurück. Mit den vollzogenen Verschmelzungen der beiden vormals eigenständigen Tochtergesellschaften haben wir einen wichtigen Schritt vollzogen, um einheitlich den Markt unter der Marke Hees Bürowelt GmbH bearbeiten zu können. Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als befriedigend bezeichnet werden.

III. Prognosebericht

Die weiterhin steigende Inflation zu Beginn des Geschäftsjahres 2023/24 erschwert eine verlässliche Prognose zur Entwicklung der Umsatzerlöse. Nach aktuellem Kenntnisstand gehen wir von weiterhin anspruchsvollen Rahmenbedingungen aus. Für das Geschäftsjahr 2023/24 haben wir einen Umsatz von TEUR 67.420 geplant. Diese Erhöhung um 6,4 % ist auf die ausgegebenen Vertriebsziele zurückzuführen. Starkes Umsatzwachstum erwarten wir insbesondere in den Geschäftsbereichen Druck & Kopie sowie IT-Systemhaus.

Unter Berücksichtigung der zuvor aufgezeigten Umsatzerwartungen gehen wir von einem Rohergebnis aus, das mit 1,9 % über dem Wert des Berichtsjahres liegen wird. Die betrieblichen Aufwendungen werden um ca. 1,1 % unter den Kosten des Berichtsjahres liegen. Das EBIT wird demzufolge voraussichtlich stark ansteigen. Eingeplante, deutlich höhere Zinsaufwendungen werden dem nur teilweise entgegenwirken, so dass auch das Ergebnis vor Steuern und der Jahresüberschuss stark ansteigen werden.

Der bisherige Geschäftsverlauf in 2023/2024 bestätigt im Ergebnis diese Prognose.

IV. Chancen- und Risikobericht

Risikobericht

Branchenspezifische Risiken

Dem generell vorherrschenden und anhaltenden Preisdruck begegnen wir auch im Geschäftsjahr 2023/2024 mit dem Ziel die Umsätze in Dienstleistungsbereichen nachhaltig zu steigern, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Die insbesondere zu Beginn des Geschäftsjahres 2022/2023 bestehenden Lieferengpässe haben sich erwartungsgemäß aufgehoben. Wir gehen zum jetzigen Zeitpunkt von einer weiterhin stabilen Situation aus. Gleichwohl wissen wir um die strategische Bedeutung einer vorausschauenden Einkaufspolitik und treffen wo immer notwendig entsprechende Maßnahmen für eine ausreichende und fristgerechte Bevorratung. *

Ertragsorientierte Risiken

Unverändert besteht unser Ziel darin nachhaltig und profitabel zu wachsen. Die Risikopolitik zielt weiterhin darauf ab mögliche Risiken zeitnah zu identifizieren bzw. bestandsgefährdende Risiken auszuschließen. Um die Risiken eines möglichen Cyber-Angriffes zu reduzieren, investieren wir auch weiterhin kontinuierlich in die bestehende IT-Sicherheits-Infrastruktur und setzen zusätzlich auf eine kontinuierliche Sensibilisierung unserer Mitarbeiter. Maßnahmen zur Stärkung unserer Arbeitgebermarke (Social-Media-Auftritt etc.) sowie eine kontinuierlich hohe Ausbildungsquote sollen ferner das Risiko eines weiterhin hart umkämpften Fachkräftemarktes minimieren. Möglichen Risiken durch ansteigende Einkaufspreise für Handelswaren wird mit einer Aufschlagskalkulation vorgebeugt.

Finanzwirtschaftliche Risiken und Verwendung von Finanzinstrumenten

Durch kontinuierliches Kundenforderungsmanagement und die Überwachung von Kundenbonitäten wird den finanzwirtschaftlichen Risiken begegnet. Da die Gesellschaft Geschäfte ausschließlich in Euro abwickelt bestehen keinerlei Währungsrisiken. Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele beglichen. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft über in ausreichender Höhe verfügbare Kreditlinien.

Chancenbericht

Die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen sind zweifelsohne durch die derzeitige Zinspolitik als herausfordernd zu beschreiben. Dennoch erkennen wir umfangreiche Chancen für unser Unternehmen. Der Trend zu einer Marktkonsolidierung und Neuordnung ist weiterhin vorhanden. In der jüngeren Vergangenheit nach wie vor erkennbar ist, dass kleinere Markteilnehmer sukzessive aus dem Wettbewerb ausscheiden und in diesem Zusammenhang Möglichkeiten zur Gewinnung neuer Marktanteile für unser Unternehmen vorhanden sind. Auch zukünftig schätzen wir unser Produkt- und Dienstleistungsportfolio als wettbewerbsfähig ein. Indikator dafür ist der Megatrend New Work der einen Digitalisierungsschub und neue Arbeitsmodelle und -strukturen mit sich bringt. Für genau diese Veränderungen und Bewegungen bietet unser Portfolio passgenaue Lösungen und Antworten.

Gesamtaussage zu den Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Mit Blick auf die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen ist derzeit von einer tendenziellen konjunkturellen Abkühlung auszugehen. Sowohl die Geschäftserwartungen als auch die Geschäftslage ist laut Angaben des ifo-Instituts von Zurückhaltung geprägt. Derzeit sind für uns aber dennoch keinerlei Entwicklungen erkennbar, die bestandsgefährdend sein könnten oder geeignet sind, die Vermögens, Finanz oder Ertragslage unserer Gesellschaft nachhaltig und wesentlich zu beeinträchtigen.

 

Siegen, 22. Februar 2024

Sebastian Leipold

Florian Leipold

Die mit " * " gekennzeichneten Aussagen wurden vom Abschlussprüfer nicht geprüft, weil sie nur bedingt prüfbar sind.

BILANZ ZUM 30. JUNI 2023

AKTIVA

30.6.2023
EUR
30.6.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 4.593.353,58 3.618.398,38
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.647.897,00 666.210,00
1. Entgeltlich erworbene Lizenzen 219.024,00 261.023,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.428.873,00 405.187,00
II. Sachanlagen 944.058,16 750.197,47
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.777,00 1.984,00
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 942.281,16 748.213,47
III. Finanzanlagen 2.001.398,42 2.201.990,91
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 46.173,04 1.553.433,12
2. Beteiligungen 163.500,00 204.266,67
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 818.000,00 234.000,00
4. Sonstige Ausleihungen 973.725,38 210.291,12
B. UMLAUFVERMÖGEN 9.542.782,11 7.471.843,00
I. Vorräte 2.268.604,48 1.806.578,00
1. Unfertige Leistungen 56.258,16 0,00
2. Waren 2.212.346,32 1.806.578,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.253.155,15 5.580.109,45
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.386.143,05 4.033.109,56
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 31.000,00 787.229,24
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 362.889,09 324.251,90
4. Sonstige Vermögensgegenstände 473.123,01 435.518,75
- davon mir einer Restlaufzeit von über einem Jahr: EUR 17.092,67 (Vorjahr: EUR 0,00)
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 21.022,48 85.155,55
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 316.688,92 148.141,37
14.452.824,61 11.238.382,75

PASSIVA

30.6.2023
EUR
30.6.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 3.272.551,39 3.139.286,30
I. Gezeichnetes Kapital 1.750.000,00 1.750.000,00
II. Bilanzgewinn 1.522.551,39 1.389.286,30
B. RÜCKSTELLUNGEN 1.603.973,31 1.427.516,90
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 681.223,00 737.273,00
2. Steuerrückstellungen 180.165,00 37.988,00
3. Sonstige Rückstellungen 742.585,31 652.255,90
C. VERBINDLICHKEITEN 9.466.091,51 6.600.591,55
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.729.018,08 2.878.174,95
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 2.232.338,08 (Vorjahr: EUR 1.463.734,95)
- davon mit einer Restlaufzeit vom mehr als einem Jahr: EUR 1.496.680,00 (Vorjahr: EUR 1.414.440,00)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.672.170,90 1.459.089,94
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 2.672.170,90 (Vorjahr: EUR 1.459.089,94)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 374.114,47 472.645,20
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 374.114,47 (Vorjahr: EUR 472.645,20)
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.430.850,77 1.173.380,85
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: EUR 1.430.850,77 (Vorjahr: EUR 1.173.380,20)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.259.937,29 617.300,61
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.259.937,29 (Vorjahr: EUR 617.300,61)
- davon aus Steuern: EUR 889.472,11 (Vorjahr: EUR 541.374,58)
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 29.667,40 0,00
E. PASSIVE LATENTE STEUERN 80.541,00 70.988,00
14.452.824,61 11.238.382,75

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23

2022/23
EUR
2021/22
EUR
1. Umsatzerlöse 63.375.730,40 44.111.192,38
2. Erhöhung/Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen 56.258,16 -74.406,21
3. Sonstige betriebliche Erträge 995.501,45 800.646,11
4. Materialaufwand -40.396.055,79 -26.920.842,89
a) Aufwendungen für bezogene Waren -39.917.383,06 -26.591.292,86
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -478.672,73 -329.550,03
5. Personalaufwand -16.695.547,01 -12.362.101,23
a) Löhne und Gehälter -14.025.993,16 -10.357.916,71
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.669.553,85 -2.004.184,52
- davon für Altersversorgung: EUR 136.113,45 (Vorjahr: EUR 148.925,78)
6. Abschreibungen -642.101,08 -385.338,58
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -642.101,08 -385.338,58
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.342.322,69 -4.957.413,35
8. Erträge aus Beteiligungen 114.928,80 83.214,43
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 31.000,00 (Vorjahr: EUR 27.181,53)
9. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 20.746,45 7.230,18
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 25.081,06 2.525,58
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -145.500,69 -82.758,09
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: EUR 12.349,00 (Vorjahr: EUR 15.205,00)
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -176.666,76 -137.791,24
- davon aus latenten Steuern: EUR 9.553,00 (Vorjahr: EUR 70.988,00)
13. Ergebnis nach Steuern 190.052,30 84.157,09
14. Sonstige Steuern -56.787,21 -47.498,21
15. Jahresüberschuss 133.265,09 36.658,88
16. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.389.286,30 1.352.627,42
17. Bilanzgewinn 1.522.551,39 1.389.286,30

Anhang des Jahresabschlusses zum 30. Juni 2023

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Hees Bürowelt GmbH hat ihren Sitz in Siegen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Siegen unter HR B 2496 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Der Jahresabschluss zum 30. Juni 2023 ist mit dem Vorjahr nur eingeschränkt vergleichbar, weil zum 01. Juli 2022 die beiden bisherigen Tochtergesellschaften SI-NET Software-Entwicklung und Computertechnologie GmbH, Siegen, und die Blesel GmbH, Hagen, auf die Berichtsgesellschaft verschmolzen wurden.

Durch die Verschmelzungen ergaben sich im Wesentlichen in folgenden Posten der Gewinn - und Verlustrechnung 2022/23 Veränderungen:

in EUR Jahresabschluss davon durch Verschmelzung Pro-forma Beträge
2022/23 2022/23 2022/23
Umsatzerlöse 63.375.730,40 14.741.359,56 48.634.370,84
Bestandsveränderungen 56.258,16 -5.145,18 61.403,34
Materialaufwand
a) für bezogene Waren - 39.917.383,06 -10.149.747,00 - 29.767.636,06
Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter - 14.025.993,16 -2.841.067,95 - 11.184.925,21
b) Sozialausgaben - 2.669.553,85 -543.487,80 - 2.126.066,05
sonstige betriebliche Aufwendungen - 6.342.322.069,00 - 1.422.759,25 - 4.919.563,44
Ergebnis nach Steuern 190.052,30 - 220.847,62 410.899,92
Jahresüberschuss 133.265,09 - 220.847,62 354.112,71

Die Pro-forma-Beträge sind mit dem Vorjahr vergleichbar.

Nachfolgend dargestellte Pro-forma-Bilanz zum 01. Juli 2022 nach Verschmelzung ist vergleichbar mit den Bilanzwerten zum 30. Juni 2023. Die Spalte Verschmelzung zeigt die Differenzen zwischen der Pro-forma-Bilanz zum 01. Juli 2022 und der Bilanz zum 30. Juni 2022.

AKTIVA

in EUR Bilanz 30.06.2023 Pro-forma Bilanz 01.07.2022 Verschmelzung 01.07.2022
Entgeltlich erworbene Lizenzen 219.024,00 261.398,00 375,00
Geschäfts- oder Firmenwert 1.428.873,00 1.542.509,61 1.137.322,61
Bauten auf fremden Grundstücken 1.777,00 1.984,00 0,00
Betriebs- und Geschäftsausstattung 942.281,16 788.005,49 39.792,02
Anteile an verbundenen Unternehmen 46.173,04 12.750,00 - 1.540.683,12
Beteiligungen 163.500,00 204.266,67 0,00
Ausleihung an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 818.000,00 234.000,00 0,00
sonstige Ausleihungen 973.725,38 365.844,51 155.553,39
Unfertige Leistungen 56.258,16 16.000,00 16.000,00
Waren 2.212.346,32 2.518.857,77 712.279,77
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.386.143,05 5.289.918,98 1.256.809,42
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 31.000,00 22.038,76 -765.190,48
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 362.889,09 324.251,90 0,00
Sonstige Vermögensgegenstände 473.123,01 782.896,16 347.377,41
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 21.022,48 98.784,92 13.629,37
Rechnungsabgrenzungsposten 316.688,92 182.216,68 34.075,31
Bilanzsumme 14.452.824,61 12.645.723,45 1.407.340,70

PASSIVA

Eigenkapiital 3.272.551,39 3.139.286,30 0,00
Rückstellungen für Pensionen 681.223,00 737.273,00 0,00
Steuerrückstellungen 180.165,00 37.988,00 0,00
Sonstige Rückstellungen 742.585,31 870.960,20 218.704,30
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.729.018,08 3.732.876,11 854.701,16
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.672.170,90 1.983.367,69 524.277,75
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 374.114,47 256.906,56 -215.738,64
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.430.850,77 1.173.380,85 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 1.259.937,29 642.696,74 25.396,13
Davon aus Steuern 889.472,11 541.721,41 346,83
Rechnungsabgrenzungsposten 29.667,40 0,00 0,00
Passive latente Steuern 80.541,00 70.988,00 0,00
Bilanzsumme 14.452.824,61 12.645.723,45 1.407.340,70

Bezüglich aller Vermögens- und Schuldposten der beiden Tochtergesellschaften gemäß der Verschmelzungsschlussbilanzen zum 30. Juni 2022 wurde die Neubewertungsmethode gewählt. Stille Reserven oder Lasten wurden in den bisher bei den Töchtern bilanzierten Vermögensgegenständen und Schulden jedoch nicht identifiziert, so dass diese einzeln zum bisherigen Buchwert in die Bilanz der Berichtsgesellschaft übernommen wurden. Gleichzeitig wurden die ursprünglichen Anschaffungskosten der durch die Verschmelzung untergegangenen Anteile an den beiden Tochtergesellschaften (TEUR 1.541) im Finanzanlagevermögen der Berichtsgesellschaft in Abgang gebracht. Nach Verrechnung mit den übernommenen Reinvermögen verblieben in beiden Fällen aktive Unterschiedsbeträge von zusammen TEUR 1.137, die entsprechend in der Bilanz der Berichtsgesellschaft als entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte angesetzt wurden. Die Werthaltigkeit wurde mit Gewinnprognosen für die folgenden Geschäftsjahre belegt.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert.

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen wurden höchstens zu Anschaffungskosten angesetzt und bei Abnutzbarkeit um Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vermindert. Dabei kam grundsätzlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Auf Zugänge und Abgänge des Geschäftsjahres wurde die Abschreibung zeitanteilig nach Monaten verrechnet.

Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern wurden wie folgt festgelegt:

Entgeltliche erworbene Lizenzen und Softwarenutzungsrechte 3 bis 5 Jahre
Geschäfts- oder Firmenwerte 10 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 13 Jahre

Weil die voraussichtliche Nutzungsdauer der erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte in keinem Fall verlässlich geschätzt werden konnte, erfolgen die planmäßigen Abschreibungen über zehn Jahre.

Selbstständig nutzbare bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben, sofern ihre jeweiligen Anschaffungs- oder Herstellungskosten EUR 1.000 nicht überstiegen.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgte zu Anschaffungskosten. Bei Anzeichen für voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen werden ggf. Abschreibungen auf den niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert vorgenommen.

Im Posten Unfertige Leistungen wurden Herstellungskosten für angearbeitete, aber zum Stichtag noch nicht abrechenbare Dienstleistungen angesetzt. In die Bewertung flossen Personaleinzelkosten ein. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht eingerechnet.

Die Waren wurden höchstens mit den Anschaffungskosten bewertet. Bei elektronisch geführten Artikeln wird der durchschnittliche Einkaufspreis angesetzt. Zuerst beschaffte Waren werden zuerst entnommen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nennwert ausgewiesen. Alle erkennbaren Einzelrisiken sowie das allgemeine Kreditrisiko wurden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % der Nettoforderungen ohne Umsatzsteuer abgesetzt.

Die Posten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten wurde zum Nennwert bewertet.

Als Rechnungsabgrenzungsposten wurden auf der Aktivseite der Bilanz geleistete Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Innerhalb des Eigenkapitals wurde das Gezeichnete Kapital mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig war, um alle zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen abzudecken.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck - die eine generationenabhängige Lebenserwartung berücksichtigen - nach der Anwartschaftsbarwertmethode gebildet. Für die Zukunft erwartete Rentensteigerungen wurden bei der Ermittlung der Verpflichtungen mit Steigerungsraten von 0,00 % berücksichtigt. Die Abzinsung erfolgte anhand des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Jahre von 1,80 % (im Vorjahr: 1,78 %), der von der Deutschen Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren bekanntgemacht wurde.

Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten wurden auf der Passivseite der Bilanz empfangene Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellten.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ergibt sich aus dem als Anlage zu diesem Anhang beigefügten Anlagenspiegel. Die Verschmelzungszugänge wurden vereinfachend brutto dargestellt um die Abstimmbarkeit mit den zusammengefassten Buchhaltungen aufrechtzuerhalten. Im übernommenen Vermögen wurden im Rahmen der Neubewertung bei Verschmelzung keine stillen Reserven identifiziert, so dass faktisch die Buchwerte fortgeführt wurden.

Durch die Verrechnung der Anschaffungskosten für die Anteile an den beiden verschmolzenen, verbundenen Unternehmen mit den Werten des übernommenen (Rein-)Vermögens gemäß Verschmelzungsschlussbilanzen ergaben sich in beiden Fällen aktive Unterschiedsbeträge. Die übernommenen Geschäftsbereiche wurden fortgeführt. Aufgrund weiterhin positiver Ertragsaussichten dieser Geschäftsbereiche wurden die aktiven Unterschiedsbeträge vollumfänglich als Geschäfts- oder Firmenwerte mit einer geschätzten Nutzungsdauer von 10 Jahren angesetzt.

Finanzanlagen

Bedeutsame Beteiligungen im Sinne von § 285 Nr. 11 HGB bestanden zum Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen:

Name, Sitz Anteil am Kapital Eigenkapital
in EUR
Jahresergebnis
in EUR
Hees Raumkonzepte GmbH, Siegen 51,00 % 140.792 1) 64.133
PSV Neo GmbH, Siegen (vormals PSV Marketing GmbH) 50,00 % -62.503 3) 6.228
Medientechnik Thomas GmbH, Siegen 50,00 % 572.230 2) 387.843
IT-PartnerNet Verwaltungs GmbH, Bochum (inaktiv) 100,00 %, 42.988 1) 2.228

Gemäß letztem vorliegenden Jahresabschluss 1) zum 31. Dezember 2022 bzw. 2) zum 30. Juni 2023 bzw. 3) zum 31. Dezember 2021.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen gegen verbundene Unternehmen gehören in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 515.930,72) mit zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht gehören in Höhe von EUR 182.574,09 (Vorjahr: EUR 47.879,90) mit zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Eigenkapital

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag aus dem vorangegangenen Geschäftsjahr in Höhe von EUR 1.389.286,30 (Vorjahr: EUR 1.352.627,42) enthalten.

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 14.128. Dieser Unterschiedsbetrag ist gemäß § 253 Abs. 6 HGB für Ausschüttungen gesperrt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen mit EUR 589.360,71 (Vorjahr: EUR 553.859,90) weit überwiegend Personalkostenrückstellungen für noch nicht genommenem Urlaub, erfolgsabhängige Vergütungen und Berufsgenossenschaftsbeiträge. Daneben sind Abschluss- und Prüfungskosten, Drohende Verluste aus einem gekündigten Raummietvertrag, Archivierungskosten und Rückstellungen für Gewährleistungen enthalten.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr bestehen ausschließlich gegenüber Kreditinstituten. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren betragen am Bilanzstichtag insgesamt EUR 32.230,00 (Vorjahr: EUR 96.750,00).

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gehören in Höhe von EUR 322.465,72 (Vorjahr: EUR 394.645,20) mit zu den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht gehören in Höhe von EUR 1.430.850,77 (Vorjahr: EUR 1.173.380,85) mit zu den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Passive latente Steuern

Aktive und passive latente Steuern wurden wie folgt miteinander verrechnet:

Stand 01.01. Veränderung Stand 31.12
Aktive latente Steuern 152.243 140.792 169.628
Passive latente Steuern - 223.231 - 26.938 -- 250.169
Bilanzausweis - 70.988 572.230 - 80.541

Ursächlich sind folgende zeitliche Ansatz- und Bewertungsunterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz:

Art des Vermögensgegenstandes Art der Steuerlatenz
Geschäfts- oder Firmenwerte Aktiv
Software- und Hardware Passiv
andere bewegliche Betriebsausstattung Passiv
Anspruch auf Gewinnausschüttung Passiv
Pensionsrückstellungen Aktiv
Drohverlustrückstellung Aktiv

Die Steuerlatenzen wurden mit dem im Zeitpunkt des Abbaus der Differenz voraussichtlich geltenden Steuersatz bewertet. Zum Stichtag 30. Juni 2023 wurde wie im Vorjahr ein Körperschaftsteuersatz inklusive Solidaritätszuschlag von 15,825 % und ein gemischter Gewerbesteuerhebesatz von 488 % (Vorjahr: 485 %) angewendet.

Haftungsverhältnisse

Zum Abschlussstichtag bestehen Haftungsverhältnisse aus Gewährleistungsverträgen im Gesamtbetrag von EUR 1.686.147,68. Es handelt sich um eine gesamtschuldnerische Mithaftung aus einem Rahmenvertrag mit einem Kreditinstitut in Höhe der Stichtagsinanspruchnahme durch die anderen Vertragspartner, an denen die Gesellschafter der Berichtsgesellschaft ebenfalls beteiligt sind. Weitere Sicherheiten hat die Berichtsgesellschaft nicht gestellt. Uns sind keine Umstände bekannt, die für eine bevorstehende Inanspruchnahme der Berichtsgesellschaft sprechen.

Geschäfte mit nahestehenden Personen

Innerhalb des o. g. Finanzverbunds und mit Beteiligungsunternehmen wurden untereinander niedrig- oder unverzinsliche sowie ungesicherte Kredite gewährt. Zum Bilanzstichtag bestehen täglich fällige Ausleihungen an nahestehenden Unternehmen in Höhe von EUR 138.900,00 und täglich fällige Darlehen von nahestehenden Unternehmen in Höhe von EUR 51.648,75. Im Finanzanlagevermögen bestehen unbesicherte Ausleihungen an nahestehende Unternehmen in Höhe von EUR 1.425.880,87.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen im Gesamtbetrag von TEUR 4.901. Sie ergeben sich über die fest vereinbarte Laufzeit aus Raummietverträgen sowie aus Bestellobligo und Leasingverträgen für Fahrzeuge, Kopierer und Notebooks.

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

Tätigkeits- bzw. Geschäftsbereich Umsatzvolumen
in TEUR
IT-Systemhaus 23.469
Büroeinrichtung 15.888
Bürobedarf 12.159
Druck & Kopie 11.327
Verwaltung 533
Summe Umsatzerlöse 63.376

Sonstige betriebliche Erträge

Im Wesentlichen werden in diesem Posten gewöhnliche Erträge aus Sachbezügen der Mitarbeiter und Versicherungserstattung ausgewiesen.

Im Posten sind folgende periodenfremde Erträge enthalten:

Erträge aus der Auflösung von nicht mehr benötigten Rückstellungen TEUR 74

Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen TEUR 18

Gewinne aus Anlagenabgängen TEUR 8

Im Posten sind folgende außergewöhnliche Erträge enthalten:

Öffentliche Zuschüsse für das Leasing von Elektroautos TEUR 65

Personalaufwand

Im Posten sind außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von ca. TEUR 113 enthalten für Personalmaßnahmen im Rahmen der Schließung des Ladengeschäfts im Sieg Carré.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Miet- und Leasingaufwendungen für Räume und Betriebsausstattung, Frachten, Vertriebsprovisionen, Kfz-Betriebskosten und Aufwendungen für Hard- und Software.

Im Posten sind folgende periodenfremde / außergewöhnlich hohen Aufwendungen enthalten aus Verlusten aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von TEUR 142. Der Betrag resultiert aus dem buchhalterischen Restwert von vermieteten Geräten bei Beendigung von Kundenmietverträgen nach der Mindestlaufzeit.

Im Posten sind weitere außergewöhnlichen Aufwendungen enthalten in Höhe von TEUR 52 für den drohenden Verlust aus der vereinbarten Raummiete nach der Schließung des Ladengeschäfts im Sieg Carré bis zum Mietvertragsende.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Im Posten sind Steuererstattungen für Vorjahre in Höhe von TEUR 10 enthalten.

V. Sonstige Angaben

Anzahl der Arbeitnehmer

Im Berichtsjahr wurden durchschnittlich 328 Arbeitnehmer; davon 304 Angestellte und 24 Aushilfen beschäftigt.

Geschäftsführung

Zu Geschäftsführern der Gesellschaft waren im Berichtsjahr bestellt:

Herr Sebastian Leipold, Groß- und Außenhandelskaufmann,

Herr Florian Leipold, B.A. Business Administration.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Gesamtbezüge der Gruppe der ehemaligen Mitglieder der Geschäftsführung und deren Hinterbliebener beliefen sich im Berichtsjahr auf EUR 55.595. Für diese Personengruppe wurden Rückstellungen für Pensionen in Höhe von EUR 665.519 gebildet.

Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 22/23 berechnete Gesamthonorar beinhaltet ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von voraussichtlich TEUR 33.

Vorschlag zur Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Siegen, den 22. Februar 2024

Sebastian Leipold

Florian Leipold

Datum der Feststellung des Jahresabschlusses zum 30. Juni 2023: 25.03.2024

Historische Anschaffungs- /Herstellungskosten
Stand am 01.07.2022
EUR
Verschmelzung
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand am 30.06.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Lizenzen 583.965,94 73.539,95 41.209,46 0,00 0,00 698.715,35
2. Geschäfts- oder Firmenwert 945.414,44 1.137.322,61 78.500,00 0,00 0,00 2.161.237,05
1.529.380,38 1.210.862,56 119.709,46 0,00 0,00 2.859.952,40
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 2.070,00 0,00 0,00 0,00 0,00 2.070,00
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.966.830,65 155.590,40 633.308,04 513.717,63 0,00 2.242.011,46
1.968.900,65 155.590,40 633.308,04 513.717,63 0,00 2.244.081,46
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.591.067,78 -1.540.683,12 27.173,04 0,00 6.250,00 83.807,70
2. Beteiligungen 204.266,67 0,00 0,00 34.516,67 -6.250,00 163.500,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 234.000,00 0,00 818.000,00 234.000,00 0,00 818.000,00
4. Sonstige Ausleihungen 210.291,12 155.553,39 607.880,87 0,00 0,00 973.725,38
2.239.625,57 -1.385.129,73 1.453.053,91 268.516,67 0,00 2.039.033,08
5.737.906,60 -18.676,77 2.206.071,41 782.234,30 0,00 7.143.066,94
kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.07.2022
EUR
Verschmelzung
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Stand am 30.06.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Lizenzen 322.942,94 73.164,95 83.583,46 0,00 479.691,35
2. Geschäfts- oder Firmenwert 540.227,44 0,00 192.136,61 0,00 732.364,05
863.170,38 73.164,95 275.720,07 0,00 1.212.055,40
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 86,00 0,00 207,00 0,00 293,00
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.218.617,18 115.798,38 366.174,01 400.859,27 1.299.730,30
1.218.703,18 115.798,38 366.381,01 400.859,27 1.300.023,30
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 37.634,66 0,00 0,00 0,00 37.634,66
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
37.634,66 0,00 0,00 0,00 37.634,66
2.119.508,22 188.963,33 642.101,08 400.859,27 2.549.713,36
Buchwerte
Stand am 30.06.2023
EUR
Stand am 30.06.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Lizenzen 219.024,00 261.023,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.428.873,00 405.187,00
1.647.897,00 666.210,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.777,00 1.984,00
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 942.281,16 748.213,47
944.058,16 750.197,47
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 46.173,04 1.553.433,12
2. Beteiligungen 163.500,00 204.266,67
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 818.000,00 234.000,00
4. Sonstige Ausleihungen 973.725,38 210.291,12
2.001.398,42 2.201.990,91
4.593.353,58 3.618.398,38

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Hees Bürowelt GmbH, Siegen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Hees Bürowelt GmbH, Siegen, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hees Bürowelt GmbH, Siegen, für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Siegen, 22. Februar 2024

8P Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dipl.-Kfm. S. Schäfer, Wirtschaftsprüfer

Dipl.-Kfm./Dipl.-Vw. D. Neuhaus, Wirtschaftsprüfer

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