BLW Holding UG (haftungsbeschränkt)
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
David Cooper-Parry seit 7.5.2024 | Prokura |
Maurits Schön seit 28.2.2024 | Geschäftsführer |
Patrick Steve Fischer seit 28.2.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
L**** v** C****** | 5.32% |
I*** S********* | 0.66% |
| 0.32% |
| Name | Anteil |
|---|---|
FMS Sports Ventures GmbHEigenbeteiligung | 0.18% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
5 von 72 Anteilseignern sichtbar
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
OneFootball GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Lagebericht1 Grundlagen der Gesellschaft 1.1 Das Unternehmen Die OneFootball GmbH, die Muttergesellschaft (im Folgenden auch "Gesellschaft"), wurde am 27. September 2012 als motain Holding GmbH in Berlin ins Handelsregister eingetragen und im März 2013 in Motain GmbH umbenannt. Im April 2014 erfolgte die Umfirmierung in Onefootball GmbH, um der globalen Ausrichtung als Fußball-Plattform Rechnung zu tragen und zur weiteren Unterstützung des Markenbrandings, und erst zum 10. Dezember 2020 wurde das Unternehmen schließlich in OneFootball GmbH umbenannt. Die Gesellschaft hat sich auf die Entwicklung, den Betrieb und die Vermarktung von mobilen Applikationen mit fußballbezogenen Inhalten spezialisiert. Das Produkt OneFootball wird dabei insbesondere für die Betriebssysteme iOS und Android entwickelt und vertrieben. Seit 2015 verfügt OneFootball zusätzlich über eine Web-Applikation. Kerninhalte der OneFootball App sind Spielstände, Tabellen, Live-Berichterstattungen und Nachrichten. Die Inhalte bezieht OneFootball auf unterschiedliche Weise: Internationale Spieldaten und Nachrichten werden von Drittanbietern lizenziert und nativ in die OneFootball App eingebunden. Neben eigenen Berichterstattungen und eigenproduzierten Video-Formaten werden Artikel und Videos von Fußball-Clubs, Bloggern, Nachrichtenanbietern und Social Media Plattformen automatisiert aggregiert. Ein weiterer wesentlicher Bestandteil von OneFootball ist seit dem 10. Dezember 2020 die OneFootball UK Limited (vormals Dugout Limited) mit Sitz in London, England. Die Gesellschafter der OneFootball UK Limited (vormals Dugout Limited) haben sich zu diesem Zweck mit 35.367 Geschäftsanteilen neu an der Gesellschaft beteiligt und ihre Anteile an der OneFootball UK Limited (vormals Dugout Limited), bewertet mit EUR 76.383.310, in die Gesellschaft eingebracht. Die Kernkompetenz der OneFootball UK Limited liegt in der Bereitstellung digitaler Medieninhalte im Bereich Fußball sowie dem Betrieb einer Plattform. Diese Plattform bietet eine Vielzahl von Videos und Artikeln und ist auf die Zusammenarbeit mit renommierten Fußballclubs und Medienpartnern ausgerichtet. Die OneFootball UK Limited (vormals Dugout Limited) hat Tochtergesellschaften in Singapur, Kairo/Ägypten und Istanbul/Türkei. Zu den weiteren Tochtergesellschaften der OneFootball Unternehmensgruppe zählen: Goal Analytics Holding GmbH (Berlin) - Eine 100%ige Tochtergesellschaft, die sich auf die Entwicklung und Pflege automatisierter statistischer Prognosemethoden zur Vorhersage von Fußballspielergebnissen spezialisiert hat. WeScore Holding Ltd. (Birkirkara/Malta) - ebenfalls eine 99,99%ige Tochtergesellschaft, die im Bereich des Handels mit Vermögenswerten zwischen verschiedenen Buchmachern tätig ist. SPITCH GmbH (Dortmund) - m it einer Beteiligung von 45,1% durch die OneFootball GmbH, fokussiert auf Digital Fantasy Sports. OneFootball Capital GmbH (Berlin) - e ine 100%ige Tochtergesellschaft, die sich auf die Ideenfindung, Schaffung, Entwicklung und das Design von Tokens konzentriert. 1.2 Investitionen Das Geschäftsjahr 2021 stand im Zeichen erster Investitionen im Bereich Web3, mit einem klaren Fokus auf Blockchain-Technologien. Die hierfür aufgewendeten Mittel sind ein Beleg für das Bestreben, eine Vorreiterrolle in diesem aufstrebenden Marktsegment zu übernehmen und das langfristige Potenzial dieser Technologie zu erschließen. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.1.1 Globale und Deutsche Wirtschaftserholung Die globale Wirtschaft erholte sich 2021 trotz der COVID-19-Pandemie mit einem Wachstum von 5,9 %, nach einem Rückgang von 3,5 % im Jahr 2020. Die deutsche Wirtschaft wuchs um 2,7 %, was hinter dem Durchschnitt der großen Euro-Volkswirtschaften zurückblieb, die um 5,2 % expandierten. Haupttreiber für die leichte Erholung in Deutschland waren staatliche Konsumausgaben, wie kostenlose Antigen-Schnelltests und Impfstoffbeschaffung, die um 3,4 % stiegen.1 2.1.2 Arbeitsmarkt und Lohnentwicklung in Deutschland Die Erwerbstätigkeit in Deutschland blieb 2021 stabil bei 44,91 Millionen Beschäftigten. Die Arbeitslosenquote sank auf 5,7 %. Die Bruttolöhne und -gehälter stiegen um 3,8 %, aber aufgrund hoher Inflation sanken die Reallöhne um 0,1 %.2
1
OECD-Wirtschaftsausblick, Mai 2021 2.1.3 Wirtschaftsausblick und Herausforderungen Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Wachstumsprognosen aktualisiert. Für 2024 wird ein globales Wachstum von 3,2 % erwartet, was dem Niveau von 2023 entspricht. Für 2025 wird eine leichte Steigerung auf 3,3 % prognostiziert. Trotz dieser Stabilität bleibt das Wachstum im historischen Vergleich schwach, insbesondere aufgrund anhaltender Bemühungen zur Inflationsbekämpfung und der Auswirkungen des Krieges in der Ukraine.3 In Deutschland wird für 2024 ein minimales Wirtschaftswachstum von 0,1 % erwartet, nachdem die Wirtschaft 2023 eine Rezession mit einem Rückgang von 0,3 % durchlaufen hat. Die Inflation in Deutschland wird voraussichtlich von 6,0 % im Jahr 2023 auf 2,4 % im Jahr 2024 und auf 2,0 % im Jahr 2025 zurückgehen. Diese Entwicklung wird durch eine Erholung der Kaufkraft und eine langsame Wiederaufnahme der Investitionstätigkeiten unterstützt.4 2.1.4 Inflationsdynamik Die Inflationsrate in den Industrienationen wird voraussichtlich von 6,8 % im Jahr 2023 auf 5,9 % im Jahr 2024 und weiter auf 4,5 % im Jahr 2025 sinken. Diese Reduktion zeigt eine langsame Rückkehr zu den Inflationszielen der Vorpandemiezeit.5 2.1.5 Marktdynamik im digitalen Sportmedienbereich Die Branche der digitalen Fußballmedien ist von einer hohen Dynamik und kontinuierlichen Innovationen geprägt. Die rasante Entwicklung neuer Technologien und die Veränderungen im Konsumverhalten der Nutzer stellen zentrale Faktoren dar, die die Marktbedingungen maßgeblich beeinflussen. Insbesondere die zunehmende Nutzung mobiler Endgeräte und sozialer Medien hat die Art und Weise, wie Fußballinhalte konsumiert werden, grundlegend verändert. 2.1.6 Wettbewerbssituation Der Markt für digitale Fußballinhalte ist stark umkämpft und zeichnet sich durch eine hohe Wettbewerbsintensität aus. Die Konkurrenz umfasst sowohl traditionelle Medienunternehmen als auch neue, digitale Akteure. Um sich in diesem Umfeld zu behaupten, ist es entscheidend, kontinuierlich in Qualität, Vielfalt und Zugänglichkeit der Inhalte zu investieren und innovative Wege in der Nutzeransprache und -bindung zu gehen.
3
International Monetary Fund. (2024). World Economic Outlook, April 2024: Steady but
Slow: Resilience amid Divergence. 2.1.7 Entwicklung und Wachstum im Digitalen Werbemarkt in Deutschland Im Jahr 2021 wurde im Bereich der digitalen Werbung, einschließlich In-Stream- und In-Page-Formaten in Online und Mobile, ein Umsatz von rund 5,22 Milliarden Euro erzielt. Für das Jahr 2022 wird ein weiteres Wachstum erwartet, mit einem prognostizierten Umsatz von etwa 5,47 Milliarden Euro. Diese positive Entwicklung zeigt die anhaltende Dynamik und Relevanz digitaler Werbeformate in der heutigen Wirtschaft.6 2.1.8 Expansionsdynamik im In-App-Werbemarkt weltweit Der Markt für In-App-Werbung verzeichnet ein signifikantes Wachstum. Es wird erwartet, dass die Werbeausgaben weltweit in diesem Bereich im Jahr 2024 etwa 322,40 Milliarden Euro betragen werden. Bis zum Jahr 2028 wird ein weiterer Anstieg des Marktvolumens auf 456,60 Milliarden Euro prognostiziert, was einem jährlichen Umsatzwachstum von 9,1% (CAGR 2024-2028) entspricht. Die durchschnittlichen Werbeausgaben pro Nutzer im In-App- Werbemarkt werden voraussichtlich im Jahr 2024 bei etwa 59,27 Euro liegen.7 2.2 Ertragslage 2.2.1 Ertragslage der Gesellschaft 2.2.1.1 Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse des Unternehmens sind im Geschäftsjahr 2021 erheblich auf 25. 160 TEUR gestiegen, was im Vergleich zum Vorjahr (14.543 TEUR) eine signifikante Steigerung darstellt. Dieses Wachstum ist hauptsächlich auf die Zunahme der Erlöse aus Direktgeschäften im B2B-Bereich, die sich auf 20.974 TEUR (Vorjahr: 3.732 TEUR) beliefen, und auf Programmatic Sales, die 3.290 TEUR (Vorjahr: 1.674 TEUR) erzielten, zurückzuführen. Der bemerkenswerte Anstieg in diesen beiden Bereichen hat wesentlich zu der Gesamtsteigerung der Umsatzerlöse beigetragen. 2.2.1.2 Ertrags- und Aufwandsstruktur Die Ertrags- und Aufwandsstruktur des Unternehmens wird durch verschiedene Elemente geprägt. Im Geschäftsjahr 2021 konnten folgende wesentliche Positionen identifiziert werden:
6
Bundesverband Digitale Wirtschaft, September 2023 Der Materialaufwand, insbesondere zusammengesetzt aus Provisionen für Vermarkter und Beratungsaufwand, belief sich auf 934 TEUR (Vorjahr: -1TEUR). Der Personalaufwand betrug 19.609 TEUR (Vorjahr: 15.253 TEUR). Dies entspricht den strategischen Investitionen in das Humankapital des Unternehmens. Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung machten insgesamt 2.786 TEUR aus. Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände beliefen sich auf 3.148 TEUR (Vorjahr: 1.112 TEUR). Der Hauptgrund für diesen Anstieg liegt in den immateriellen Vermögensgegenständen, deren Abschreibungen sich auf 2.493 TEUR beliefen (Vorjahr: 216 TEUR). Grund für den Anstieg sind insbesondere die Abschreibungen der OneFootball App in Höhe von insgesamt 917 TEUR (582 TEUR und 335 TEUR) enthalten, wobei 582 TEUR eine außerplanmäßige Abschreibung darstellen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen signifikant auf 29.305 TEUR (Vorjahr: 12.811 TEUR). Dieser Anstieg ist vor allem auf intensivierte Werbe- und Marketingaktivitäten zurückzuführen. Die sonstigen Steuern beliefen sich auf 1 TEUR (Vorjahr: 11 TEUR). Die Zinsen und ähnlichen Erträge beliefen sich auf 69 TEUR (Vorjahr: 11 TEUR). Zinsaufwendungen und ähnlichen Aufwendungen fielen in diesem Jahr nicht an (Vorjahr: 6 TEUR). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beliefen sich auf 3 TEUR (Vorjahr: 18 TEUR), was eine deutliche Reduktion zum Vorjahr darstellt. Neben diesem Aufwand konnten im Geschäftsjahr 2021 auch sonstige betriebliche Erträge erzielt werden. Diese summierten sich auf 265 TEUR (Vorjahr: 492 TEUR), wobei die Erträge aus der Währungsumrechnung (62 TEUR, Vorjahr: 39 TEUR) und periodenfremde Erträge (84 TEUR, Vorjahr: 28 TEUR) eine signifikante Rolle spielten. Diese Veränderungen in der Ertrags- und Aufwandsstruktur reflektieren signifikante Anpassungen und Entwicklungen in den betrieblichen Abläufen des Unternehmens im Geschäftsjahr 2021. 2.2.1.3 EBITDA und Jahresergebnis Im Vergleich zum Vorjahr, in dem das Unternehmen ein EBITDA von -13.028 TEUR aufwies, hat sich die operative Ertragslage mit einem EBITDA von -24. 354 TEUR im Berichtsjahr deutlich verschlechtert; unter Berücksichtigung der Abschreibungen, der gestiegenen Zinsbelastungen und der reduzierten Steuerlast verdüsterte sich das Bild weiter, und führte zu einem Jahresfehlbetrag von -2 7.436 TEUR gegenüber -14.165 TEUR im Vorjahr, was die Zunahme der finanziellen Belastungen innerhalb des Jahres veranschaulicht. 2.3 Finanzlage 2.3.1 Finanzlage der Gesellschaft Zur Absicherung gegen ein Liquiditätsrisiko wird ein regelmäßiger Cash-Flow Plan erstellt, der alle Barmittel miteinbezieht und eine aktuelle Übersicht der Liquidität darstellt. Im Rahmen der Beurteilung der Finanzlage ist festzustellen, dass die Gesellschaft auf Basis der aktuellen Planungen für den Prognosezeitraum bis Mitte 2025 davon ausgeht, dass ausreichend Liquidität bereitsteht. Allerdings bestehen weiterhin erhebliche Risiken. Bei wesentlichen Abweichungen von der Planung ist die Bereitstellung weiterer Mittel durch Eigen- oder Fremdkapitalgeber erforderlich, wodurch ein bestandsgefährdendes Risiko besteht. Der aktualisierte Businessplan sowie die Liquiditätsvorschau bis Mitte 2025 zeigen eine positive Entwicklung der Zahlungsmittelströme und bestätigen, dass ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, um den fortlaufenden Geschäftsbetrieb und die geplanten Aktivitäten zu finanzieren. Diese Planung unterstreicht die Annahme des Going Concern, welcher die Fortführung des Unternehmens als wirtschaftliche Einheit in absehbarer Zukunft voraussetzt, und legt dar, dass das Unternehmen in der Lage sein wird, seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen und das operative Geschäft weiterhin aufrechtzuerhalten. Kapitalflussrechnung nach DRS 21 Das Periodenergebnis des Unternehmens im Geschäftsjahr 2021 weist einen Verlust von 27.436 TEUR auf, eine erhebliche Verschlechterung gegenüber dem Verlust von -14.165 TEUR im Vorjahr. Die Abschreibungen beliefen sich auf 3.148 TEUR, was einen Anstieg im Vergleich zu den Abschreibungen von 1.112 TEUR im Jahr 2020 darstellt. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit verzeichnete im Berichtsjahr mit einem Betrag von - 48.109 TEUR eine deutliche Verschlechterung im Vergleich zum Vorjahr, in dem ein negativer Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von -15.058 TEUR zu verzeichnen war. Diese Entwicklung wird maßgeblich durch mehrere Faktoren beeinflusst. Zum einen ist das negative Periodenergebnis zu nennen, das sich aufgrund verschiedener betrieblicher Herausforderungen eingestellt hat. Dies beinhaltet beispielsweise höhere Kostenstrukturen. Diese Aufstockungen resultieren aufgrund von Investitionsentscheidungen oder Finanzierungsverzögerungen und belasten somit die Liquidität des Unternehmens. Insgesamt stellt diese Verschlechterung des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit eine herausfordernde Situation dar, die eine sorgfältige Analyse und entsprechende Gegenmaßnahmen erfordern, um die finanzielle Stabilität des Unternehmens langfristig zu gewährleisten. Im Vorjahr betrug der Cashflow aus Investitionstätigkeit -87.269 TEUR und war insbesondere durch extrem hohe Investitionen ins Finanzanlagevermögen bedingt. Diese Investitionen wurden im Berichtsjahr deutlich reduziert, was zu einem niedrigeren Cashflow aus Investitionstätigkeit von -33.864 TEUR führte. Diese Reduktion spiegelt eine Anpassung der Investitionsstrategie wider und zeigt eine Verschiebung der Prioritäten des Unternehmens im Hinblick auf die Kapitalallokation. Im Berichtsjahr verzeichnete der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit eine Veränderung von 95.034 TEUR im Vergleich zum Vorjahr, in dem er 104.413 TEUR betrug. Diese Änderung resultierte hauptsächlich aus Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern, die von 110.130 TEUR im Vorjahr auf 89.408 TEUR im Berichtsjahr zurückgingen. Schlussendlich weist das Unternehmen einen deutlich erhöhten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten von 17.670 TEUR auf, eine beträchtliche Steigerung im Vergleich zu 4.664 TEUR am Ende des Vorjahres zeigt, dass die Gesellschaft auf Basis der aktuellen Planungen für den Prognosezeitraum bis Mitte 2025 davon ausgeht, dass ausreichend Liquidität für zukünftige Operationen und Investitionen bereitsteht. Allerdings bestehen weiterhin erhebliche Risiken. Bei wesentlichen Abweichungen von der Planung ist die Bereitstellung weiterer Mittel durch Eigen- oder Fremdkapitalgeber erforderlich, wodurch ein bestandsgefährdendes Risiko besteht. 2.4 Vermögenslage 2.4.1 Vermögenslage der Gesellschaft 2.4.1.1 Anlagevermögen Die Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen beliefen sich im Geschäftsjahr 2021 auf 1.981 TEUR. Diese spiegeln die kontinuierliche Investition in die Entwicklung unseres Kernproduktes, der OneFootball App, wider, die über verschiedene Betriebssysteme und Endgeräte hinweg genutzt wird. Im Vorjahr 2020 beliefen sich diese Investitionen auf 497 TEUR. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betrugen im Geschäftsjahr 2021 391 TEUR, im Vergleich zu 749 TEUR im Jahr 2020. Diese sind überwiegend durch die Erneuerung und Erweiterung unserer technischen Ausrüstung und Büroinfrastruktur sowie die Anpassung zusätzlicher Büroräume gekennzeichnet. Im Bereich der Finanzanlagen verzeichnete die Gesellschaft im Jahr 2021 eine signifikante Erhöhung auf 121.015 TEUR, gegenüber 87.542 TEUR im Vorjahr. Ein bedeutender Teil dieses Anstiegs ist auf den Erwerb von Anteilen an der Spitch GmbH sowie auf die Erhöhung der Ausleihungen an verbundene Unternehmen zurückzuführen. Nach dem 31.12.2021 entwickelten sich diese Investitionen erheblich schlechter als erwartet, was im Folgejahr zu entsprechenden notwendigen Wertberichtigungen führte. Hauptursachen dafür waren die nach dem 31.12.2021 beschlossene Neuausrichtung der OneFootball GmbH sowie die Insolvenz der Spitch GmbH. 2.4.1.2 Umlaufvermögen Im Bereich des Umlaufvermögens weist die Bilanz der OneFootball GmbH zum Bilanzstichtag am 31.12.2021 eine Summe von 51.900 TEUR aus, im Vergleich zu 11.249 TEUR im Vorjahr. Dieser Anstieg ist größtenteils auf Veränderungen bei den einzelnen Positionen zurückzuführen. Insbesondere sind die eingeforderten, jedoch noch ausstehenden Einzahlungen in die Kapitalrücklage mit 26.864 TEUR hervorzuheben, die im Vorjahr nicht vorhanden waren. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf 5.083 TEUR, wobei ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr (5.496 TEUR) zu verzeichnen ist. Die Position der sonstigen Vermögensgegenstände beträgt 2.173 TEUR und zeigt damit eine erhebliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr mit 1.055 TEUR. Die Liquiditätsposition, reflektiert durch die Höhe der Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten, weist 17.670 TEUR aus, was gegenüber dem Vorjahr (4.664 TEUR) eine beträchtliche Erhöhung darstellt. Außerdem wird ein Betrag von1.803 TEUR unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen, eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr, der 1.342 TEUR betrug. Diese Position reflektiert Ausgaben, die im Berichtsjahr getätigt wurden, deren Nutzen jedoch erst in den folgenden Geschäftsjahren eintritt, und stellt somit eine korrekte Periodenabgrenzung sicher. 2.4.1.3 Eigenkapital Das Eigenkapital umfasste zum Jahresende 168.056 TEUR, was eine solide Kapitalbasis reflektiert. Dieses setzt sich zusammen aus dem gezeichneten Kapital von 188.932 EUR, einer Kapitalrücklage von 257.848 TEUR und dem negativen Ergebnisvortrag von -62.545 TEUR. Das Ergebnis des laufenden Jahres trug mit -27.436 TEUR zum Eigenkapital bei. Zu Beginn des Jahres betrug das gezeichnete Kapital 142.823 EUR. Durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 11.03.2021 wurde es um 10.025,00 EUR erhöht. Durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 24.06.2021 wurde es um 30.447,00 EUR erhöht. Durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 29.09.2021 wurde es um 5.637,00 EUR erhöht. Als Ergebnis dieser Erhöhungen beträgt das gezeichnete Kapital zum Jahresende 188.932 EUR. Die Kapitalrücklage erhöhte sich in dieser Zeit von 145.562 TEUR auf 257.848 TEUR. Diese Erhöhung ist auf die folgenden Kapitalmaßnahmen zurückzuführen: die Finanzierungsrunde Serie C5 in Höhe von 15.013 TEUR, die Serie C6 in Höhe von 28.009 TEUR und die Serie D1 in Höhe von 69.264 TEUR. Außerdem sind die Geschäftsführer durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 29.09.2021 ermächtigt, das Stammkapital bis zum 29.09.2026 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 12.972,00 EUR gegen Bareinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2021/II). 2.4.1.4 Verbindlichkeiten Die Gesamtverbindlichkeiten waren mit 4.979 TEUR (Vorjahr: 17.396 TEUR) relativ gering, was insbesondere darauf zurückzuführen ist, dass sämtliche Anleihenverbindlichkeiten in Höhe von 15.005 TEUR aus dem Vorjahr in diesem Jahr vollständig gewandelt wurden. Diese setzen sich zusammen aus Handelsverbindlichkeiten und anderen kurzfristigen Verbindlichkeiten, die unsere operative Liquidität und finanzielle Flexibilität unterstreichen. 2.4.1.5 Rückstellungen und Rechnungsabgrenzungsposten Die Rückstellungen von 2.695 TEUR (Vorjahr: 1.517 TEUR) und Rechnungsabgrenzungsposten von 151 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) stehen für gegenwärtige Verpflichtungen und dienen der periodengerechten Abbildung. 3 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 3.1 Monatlich Aktive Nutzer (MAUs) Die Zahl der durchschnittlich monatlich aktiven Nutzer sank im Jahr 2021 auf 87 Millionen, was einem Rückgang von gut 48% im Vergleich zu 180 Millionen im Vorjahr entspricht. Dieser Rückgang wird durch die außergewöhnlichen Bedingungen der Corona-Pandemie beeinflusst, die 2020 zu einem Anstieg der Nutzerzahlen geführt hatten. 3.2 Erstmalige Nutzer Der signifikante Anstieg der erstmaligen Zahl der Nutzer von 0,9 Millionen im Jahr 2020 auf 2,9 Millionen im Jahr 2021 spiegelt die erfolgreiche erste Marktdurchdringung des Produkts wider, getrieben durch verstärkte Marketingmaßnahmen. 3.3 Gesamtzuschauerzeit Die Gesamtzuschauerzeit stieg im Jahr 2021 auf 82,7 Millionen Minuten, verglichen mit 20,7 Millionen Minuten im Vorjahr. Dieser Anstieg ist ein Indikator für gesteigertes Nutzerengagement und eine längere Verweildauer auf der Plattform. 4 Prognose-, Chancen- und Risikobericht 4.1 Prognosebericht 4.1.1 Umsatzentwicklung Für das Geschäftsjahr 2022 zeichnet sich eine positive Trendfortsetzung bei der Umsatzentwicklung ab. Diese positive Entwicklung unterstreicht den Erfolg der konsequenten Ausrichtung auf das Kerngeschäft der OneFootball Medienplattform und bekräftigt die Tragfähigkeit der strategischen Ausrichtung in diesem Sektor. Für die Jahre 2023 und 2024 geht die Gesellschaft von einer Fortführung des Umsatzwachstums im unteren einstelligen Prozentbereich aus. 4.1.2 EBITDA-Prognose Das erwartete EBITDA für das Jahr 2022 wird bei -72 Millionen Euro liegen, was einen deutlichen Anstieg des Verlustes im Vergleich zum Berichtsjahr darstellt. Diese Entwicklung ist größtenteils auf ursprünglich optimistisch betrachtete, aber letztendlich nicht erfolgreiche Investitionen im Bereich Web3 zurückzuführen. Während diese Investitionen in der Hoffnung getätigt wurden, langfristig zur Diversifikation und Zukunftssicherung des Unternehmens beizutragen, hat sich herausgestellt, dass sie kurzfristig die Profitabilität belastet haben, ohne die erwarteten langfristigen Vorteile zu realisieren. Für das Jahr 2023 wird ein verbessertes EBITDA von -34 Millionen Euro erwartet. Im Jahr 2024 wird mit einer weiteren Verbesserung gerechnet, wobei das EBITDA voraussichtlich -9 Millionen Euro erreicht. 4.1.3 Zukünftige Entwicklungen der Nutzerzahlen, erstmalige Nutzer und der Zuschauerzeit Für 2022 kalkuliert die Gesellschaft einen Anstieg der MAUs (Monthly Active Users) auf rund 204 Millionen, motiviert durch das große Sportereignis der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar. In Jahr 2023 sollte eine Normalisierung nach dem Event-Jahr 2022 mit einem Rückgang der MAUs auf etwa 188 Millionen eintreten. Für 2024 geht die Gesellschaft von einem prognostizierten leichten Anstieg der MAUs auf 200 Millionen aus, wobei die Annahme insbesondere auf das Großereignis der Fußball-Europameisterschaft der Herren sowie auf die kontinuierliche Anpassung der Strategien zur Nutzerbindung und Akquisition zurückzuführen ist. Die Zahl der erstmaligen Nutzer sollte in 2022 auf etwa 3,1 Millionen steigen und 2023 sowie 2024 wieder auf rund 1,9 Millionen absinken. Diese Prognosen zeigen eine deutliche Abschwächung in 2023, da 2022 durch neue Plattformen und Geschäftsmodelle als Sondereffekt zu sehen ist. Für 2024 prognostizieren die gesetzlichen Vertreter dann eine stabile Entwicklung der erstmaligen Nutzer auf dem Niveau von 2023. Die Gesamtzuschauerzeit wird für 2022 auf rund 89 Millionen Minuten, 2023 und 2024 auf etwa 80 Millionen Minuten geschätzt. Diese Zahlen prognostizieren eine sich verstärkende Nutzerbindung, auch wenn ein leichter Rückgang nach dem Event-Jahr zu erwarten ist. Die Annahmen und die darauf basierenden Prognosen fußen auf einer soliden Grundlage, unterliegen dabei naturgemäß jedoch immer gewissen Unsicherheiten, die im Laufe des Jahres zur Anpassung der Parameter führen können. Das Management ist bestrebt, die vorgestellten Ziele zu erreichen und wird regelmäßig über den Fortschritt informiert. 4.2 Risikobericht 4.2.1 Technologisches Risiko Das Unternehmen ist in hohem Maße von technologischen Entwicklungen abhängig, insbesondere im Bereich mobiler Applikationen. Um Wettbewerbsnachteile, die durch veraltete Infrastruktur oder Technologie entstehen könnten, zu vermeiden, ist es entscheidend, in technologische Innovationen zu investieren und unsere Systeme stets auf dem neuesten Stand zu halten. 4.2.2 Wettbewerbsrisiko Der Markt für mobile Applikationen, speziell mit fußballbezogenen Inhalten, ist stark umkämpft. Um sich gegenüber etablierten Wettbewerbern zu behaupten, ist es notwendig, kontinuierlich in die Entwicklung neuer Inhalte und Funktionalitäten zu investieren, um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und zu stärken. 4.2.3 Regulatorisches Risiko Als internationaler Betreiber mobiler Applikationen unterliegt die Gesellschaft den regulatorischen Anforderungen in den jeweiligen Ländern. Rechtliche Änderungen können zusätzliche Kosten verursachen und die Geschäftstätigkeit beeinträchtigen. Eine ständige Überwachung und Anpassung an diese Änderungen sind daher unerlässlich. 4.2.4 Werberisiko Die OneFootball App und Website sowie deren globales Publisher Netzwerk sind stark von Werbeumsätzen abhängig. Veränderungen im Werbemarkt, wie die Verschiebung zu anderen Medienplattformen, könnten die Einnahmen der Gesellschaft negativ beeinflussen. Eine flexible Anpassung an Marktveränderungen und die Diversifizierung der Werbeeinnahmequellen sind daher von zentraler Bedeutung. 4.2.5 Risiko der Corona-Pandemie Die Corona-Pandemie hat sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf unser Geschäft. Einerseits führten Spiele ohne Zuschauer zu einem Anstieg der Online- Zuschauerzahlen der mobilen Applikationen. Andererseits hatten abgesagte Spiele negative Auswirkungen auf das OneFootball-Angebot und somit auch auf die Einnahmen. Die fortlaufende Bewertung und Anpassung an die durch die Pandemie bedingten Veränderungen ist daher ein wichtiger Bestandteil des Risikomanagements. 4.2.6 Risiko politischer Konflikte Aktuell ist man mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert, die potenzielle Risiken für die Gesellschaft darstellen. Insbesondere der Ukraine-Krieg und die Konflikte im Nahen Osten zwischen Israel, der Hamas, der Hisbollah und den Huthi-Rebellen könnten zu erhöhter politischer Unsicherheit führen, was Auswirkungen auf die globalen Märkte und die wirtschaftliche Stabilität haben könnte. Obwohl OneFootball nicht unmittelbar von Handelsströmen abhängig ist, besteht dennoch das Risiko erhöhter Volatilität und geopolitischer Instabilität, die sich auf die allgemeine Geschäftsumgebung auswirken könnten. 4.2.7 Risiko durch Inflation Die anhaltende Inflation stellt eine weitere Herausforderung dar. Steigende Kosten für Rohstoffe und Arbeitskräfte könnten die betrieblichen Ausgaben erhöhen und entsprechend die Rentabilität beeinträchtigen. 4.2.8 Risiko durch Fachkräftemangel Besonders relevant für die Gesellschaft ist der Fachkräftemangel im IT-Bereich. Die Schwierigkeit, hochqualifizierte IT-Fachkräfte zu rekrutieren und zu halten, könnte sich negativ auf die Entwicklungskapazitäten und Fähigkeit auswirken, mit dem technologischen Wandel Schritt zu halten. Ein Mangel an IT-Fachkräften könnte sowohl die Produktivität der digitalen Plattform beeinträchtigen und demgemäß auch die Bereitstellung qualitativ hochwertiger Inhalte und Dienstleistungen negativ beeinflussen, was wiederum das Umsatzpotenzial der Gesellschaft mindern könnte. 4.2.9 Marktpreisrisiko Im Rahmen der Investitionsstrategie im dynamischen Bereich des Web3-Marktes und der Kryptowährungen ist der Gesellschaft das inhärente Marktpreisrisiko bewusst, welches mit diese n Anlageklassen verbunden ist. Die volatile Natur dieser Märkte, gekennzeichnet durch signifikante Preisfluktuationen, stellt ein potentielles Risiko für die finanzielle Performance der Gesellschaft dar. Im vergangenen Geschäftsjahr wurde eine umfassende Bewertung der Auswirkungen dieser Volatilität auf das Anlageportfolio vorgenommen. Angesichts der hohen Schwankungsbreiten in diesen Segmenten haben wir spezifische Risikomanagementstrategien implementiert, die eine fortlaufende Überwachung der Marktentwicklungen, eine gezielte Diversifikation des Portfolios und den Einsatz von Sicherungsinstrumenten umfassen. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, das Marktpreisrisiko zu minimieren und die finanzielle Stabilität der Gesellschaft zu sichern. Darüber hinaus setzt OneFootball auf eine transparente Bewertungsmethode, um die realistische Einschätzung des Marktwertes der Investitionen im Web3-Markt und in Kryptowährungen zu gewährleisten, und passt Investitionsstrategien kontinuierlich an, um auf Marktveränderungen effektiv reagieren zu können. 4.2.10 Liquiditätsrisiko Die weltwirtschaftliche Lage hat zu einer zunehmend vorsichtigen Haltung bei Investoren und Finanzierungsinstitutionen geführt, was den Druck auf die Liquiditätsplanung und -steuerung erhöht hat. Diese Herausforderungen werden in der Fortführungsprognose ausführlich behandelt. Entsprechende Entwicklungen könnten potenziell zu einer Einschränkung der verfügbaren Liquidität führen, was wiederum die Fähigkeit, finanzielle Verpflichtungen termingerecht zu erfüllen, beeinträchtigen könnte. Im Berichtszeitraum hat OneFootball daher die Liquiditätsrisikomanagementstrategien intensiviert, um eine ausreichende Liquiditätsreserve zu gewährleisten und die finanzielle Flexibilität der Gesellschaft zu erhalten. Dazu gehört eine verstärkte Überwachung der Cashflows, die Anpassung der kurz- und mittelfristigen Finanzierungspläne sowie die Evaluierung zusätzlicher Liquiditätsquellen als präventive Maßnahme gegen mögliche Liquiditätsengpässe. Diese Strategien sind darauf ausgerichtet, die operative und finanzielle Stabilität des Unternehmens auch unter schwierigen Marktbedingungen zu gewährleisten. Das Unternehmen mindert die Ausfall-, Marktpreis- und Zahlungsstromschwankungsrisiken seiner Finanzinstrumente durch sorgfältige Auswahl und Überwachung von Geschäftspartnern, diversifizierte Anlagepolitik sowie regelmäßige Liquiditätsplanung und Risikoanalysen, um die langfristige finanzielle Stabilität sicherzustellen, während die Geschäftsführung zugleich im ständigen Dialog mit den Finanzpartnern bleibt, um auf Veränderungen in der Darlehensvergabepraxis proaktiv reagieren zu können und die Liquiditätsposition zu stärken. 4.2.11 Gesamtaussage zur Risikolage Das Unternehmen sieht sich fortlaufend einer Reihe von Risiken gegenüber, die durch die dynamischen Entwicklungen im Bereich mobiler Applikationen, einschließlich des Web3- und Kryptomarktes sowie durch geopolitische Unsicherheiten beeinflusst werden. Während das Liquiditätsrisiko ein bestandsgefährdendes Niveau erreichte, das besondere Aufmerksamkeit erforderte, konnte die Geschäftsführung durch gezielte Maßnahmen und Anpassungen der Finanzstrategien dieses Risiko effektiv managen und die Liquidität stabilisieren. Neben dem Liquiditätsrisiko hat das Management technologische, Wettbewerbs-, regulatorische, Werbe- und marktspezifische Risiken sowie die Auswirkungen der Corona- Pandemie und politischer Konflikte kontinuierlich im Blick. Jedes dieser Risiken birgt spezifische Herausforderungen, die durch umsichtige Planung und das proaktive Risikomanagement adressiert werden. Die technologische Entwicklung erfordert fortlaufende Investitionen in die IT-Systeme, um wettbewerbsfähig zu bleiben, während das Wettbewerbsrisiko eine ständige Innovation und Anpassung unserer Inhalte und Dienstleistungen notwendig macht. Regulatorische Änderungen verlangen eine flexible Anpassung der Geschäftspraktiken, und die Volatilität des Werbemarktes erfordert eine Diversifizierung der Einnahmequellen. Das Risiko durch Inflation und der Fachkräftemangel im IT-Bereich stellt eine weitere signifikante Herausforderung dar, welche die Kostenstruktur und Entwicklungskapazitäten der Gesellschaft beeinflussen können. Trotz der Vielfalt und Komplexität dieser Risiken ist die Geschäftsführung zuversichtlich, dass der integrierte Risikomanagementansatz die Gesellschaft in die Lage versetzt, diese Herausforderungen effektiv zu bewältigen. 4.3 Chancenbericht 4.3.1 Technologische Innovationen und Marktentwicklung Die dynamische Entwicklung im Technologiebereich, insbesondere bei mobilen Applikationen, bietet der Gesellschaft erhebliche Wachstumschancen. Durch Investitionen in Innovationen kann OneFootball ihr Angebot verbessern und sich in einem wettbewerbsintensiven Markt differenzieren. 4.3.2 Chancen im Werbemarkt Im Werbemarkt, vor allem im digitalen und In-App-Bereich, sieht die Geschäftsführung signifikante Möglichkeiten zur Expansion. Der Trend zu digitalen Werbeformaten und das Wachstum des In-App-Werbemarkts erlaubt es, die Werbeeinnahmen durch gezielte Werbestrategien zu steigern. 4.3.3 Gesamteinschätzung und Ausblick Trotz der genannten Risiken erwartet das Unternehmen eine positive Entwicklung in den Geschäftsfeldern mobiler Applikationen mit fußballbezogenen Inhalten und im globalen Publisher Netzwerk. Diese Prognose basiert auf einer durchdachten Strategie, bestehend aus fortlaufenden Investitionen in Technologien flankiert mit einer proaktiven Risikomanagement- Strategie. Die Geschäftsführung ist zuversichtlich, dass durch diese Maßnahmen die genannten Risiken effektiv gemanagt und das Potenzial von OneFootballs Geschäftsfeldern voll ausgeschöpft wird. Fortführungsprognose Angesichts vergangener Investitionen in neue Märkte und Geschäftsfelder sah sich die Gesellschaft vor ernsthafte wirtschaftliche Herausforderungen gestellt, die Zweifel an einer positiven Fortführungsprognose des Unternehmens aufkommen ließen. Mit Unterstützung eines renommierten international tätigen Beratungshauses hat die Geschäftsführung entscheidende strategische Maßnahmen ergriffen, um die finanzielle Stabilität und operative Effizienz zu verbessern. Zu diesen Maßnahmen zählen die gezielte Personaloptimierung, umfangreiche Kostenreduktionen, die Aufnahme von Gesellschafterdarlehen sowie eine verstärkte Fokussierung auf das Kerngeschäft. Diese Initiativen sind darauf ausgerichtet, die Abhängigkeit von volatilen Marktsegmenten zu reduzieren und profitabel zu werden. Wesentlich für die Sicherung der Fortführungsfähigkeit ist der umfassend entwickelte Finanzplan, der ausgehend vom Datum des Bestätigungsvermerks einen Zeitraum von mindestens zwölf Monaten umfasst. Dieser Plan integriert die detaillierten Ein- und Auszahlungsströme aus Absatz-, Umsatz-, Personal- und Investitionsplänen. Er spiegelt die koordinierte Anstrengung verschiedener Fachfunktionen wider und dient als Grundlage für die Fortführungsprognose, indem er zeigt, wie sich die Liquidität in jedem Planungszeitraum gemäß den zugrundeliegenden Prämissen entwickelt. Das Management arbeitet aktiv an Effizienzsteigerungen sowie der Optimierung der Kostenstruktur und konnte dabei bereits substantielle Potenziale heben. In den kommenden 18 Monaten erwartet die Geschäftsführung die Realisierung weiterer Einsparpotenziale i.H.v. EUR 1,5 Mio. Darüber hinaus steht für Worst-Case Szenarien ein weiterer Sparplan des Managements bereit, der kurzfristig umgesetzt werden könnte, um im Fall einer Planverfehlung die Zahlungsfähigkeit sicherzustellen. Sollten jedoch die Maßnahmen nicht entsprechend umgesetzt werden können und gleichzeitig die Entwicklung der Gesellschaft deutlich hinter der Planung des Worst Case-Szenarios zurückbleiben und in diesem Fall keine weiteren Mittel durch die Gesellschafter oder andere Finanzierungsgeber bereitgestellt werden, wäre der Bestand der Gesellschaft gefährdet. Zudem hat OneFootball einen Comfort Letter mit einem Volumen von TEUR 5.000 von Gesellschaftern erhalten, die bereits in der Vergangenheit durch Wandeldarlehen kurzfristig notwendiges Kapital bereitgestellt haben und die im Bedarfsfall eine Finanzierungslücke von bis zu TEUR 5.000 schließen würde. Diese zusätzliche Sicherheit dient als robuste Rückfallposition. Mit diesen umfassenden Maßnahmen erwartet die Geschäftsführung, die Fortführung des Unternehmens sicherstellen zu können, sofern die eingeleiteten Maßnahmen wie geplant umgesetzt werden können und die Planannahmen erfüllt werden. Diese strategischen Entscheidungen und Sicherheitsvorkehrungen geben OneFootball Anlass zu einer vorsichtigen Zuversicht in die Zukunft. Sofern die eingeleiteten Maßnahmen nicht wie geplant umgesetzt werden können und die Planannahmen verfehlt werden, ist der Fortbestand der Gesellschaft von der Bereitstellung weiterer Mittel durch Fremd- und Eigenkapitalgeber abhängig, und es besteht entsprechend ein bestandsgefährdendes Risiko. Die Geschäftsführung wird die Implementierung dieser Strategien weiterhin genau überwachen und bei Bedarf zusätzliche Anpassungen vornehmen, um die Unternehmensziele effektiv zu unterstützen und die langfristige Wertschöpfung für unsere Gesellschafter sicherzustellen.
Berlin, den 31. Juli 2024 Maurits Schön, Geschäftsführer Patrick Fischer, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva scroll
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Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021scroll
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die OneFootball GmbH, Berlin, (im Folgenden auch “Gesellschaft”) ist zum Stichtag unter der Nummer HRB 144788 B im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg eingetragen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes wurden beachtet. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die Gesellschaft ist nach den Größenkriterien des § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Aus rechentechnischen Gründen können in Tabellen und bei Verweisen Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch exakt ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten. Die Gliederung der Bilanz entspricht den Vorschriften der §§ 247 sowie 264 ff. HGB. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Vorschriften der §§ 275 ff. HGB und ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Für die Anhangangaben nimmt die Gesellschaft die größenabhängigen Erleichterungen gem. § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch und macht von § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. Im Rahmen der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Ausweis von Vorjahreswerten korrigiert. Dies betrifft die Bilanzposten Beteiligungen/Anteile an verbundenen Unternehmen und Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht/Ausleihungen an verbundene Unternehmen sowie den Posten Zinsen und ähnliche Erträge/Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens in der Gewinn- und Verlustrechnung. Darüber hinaus erfolgten aus Übersichtlichkeitsgründen die nachfolgenden Anpassungen im Vergleich zum Vorjahr: Vorjahreszahlen werden fortan in TEUR angegeben, das Berichtsjahr wird einspaltig dargestellt und die Angabe der davon-Vermerke werden in den Anhang verlagert. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) aufgestellt. Für bestehende Gesellschafterdarlehen haben die Mehrheitsgesellschafter im Bedarfsfall eine Laufzeitverlängerung oder eine Konvertierung in Gesellschaftsanteile zugesichert. Darüber hinaus besteht eine "harte Patronatserklärung" mit den vorgenannten Gesellschaftern und der OneFootball GmbH. Hinsichtlich des Vorliegens einer Bestandsgefährdung und für eine detaillierte Darstellung und Beurteilung der Fortführungsprämisse (Going Concern) wird auf den entsprechenden Abschnitt im Lagebericht verwiesen. Hinsichtlich der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Gesellschaft wird ebenfalls auf die Ausführungen im Lagebericht verwiesen. 1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert zum Vorjahr die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibung erfolgt linear (im Jahr des Zugangs zeitanteilig) über eine maximale Nutzungsdauer von 5 Jahren. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den beizulegenden Zeitwert vorgenommen. Sofern die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung in späteren Jahren entfallen, wird eine Zuschreibung bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten vorgenommen. Fremdkapitalzinsen werden gemäß den handelsrechtlichen Grundsätzen nicht aktiviert. Latente Steuern aus selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen werden berücksichtigt. Die Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB wurde beachtet, jedoch lag im laufenden Geschäftsjahr kein entsprechender Sachverhalt vor, während im letzten Jahr entsprechende Sachverhalte in Höhe von 509 TEUR vorlagen. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände in der Entwicklungsphase werden gemäß § 248 Abs. 2 HGB nur dann aktiviert, sofern die Herstellungskosten eindeutig zurechenbar sind und sie voraussichtlich einen künftigen wirtschaftlichen Nutzen generieren. Solche immateriellen Vermögensgegenstände in der Entwicklung werden bis zur Fertigstellung nicht abgeschrieben. Erst nach Fertigstellung und Beginn der Nutzung erfolgen planmäßige Abschreibungen über die geschätzte Nutzungsdauer, basierend auf einer sorgfältigen Einschätzung des Zeitraums, in dem der Vermögensgegenstand voraussichtlich wirtschaftlichen Nutzen für das Unternehmen generiert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen gemindert. Sofern dauerhafte Wertminderungen vorliegen, erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Diesen planmäßigen Abschreibungen liegen Nutzungsdauern zwischen 3 und 15 Jahren zugrunde. Gegenstände des beweglichen Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis EUR 800 werden einheitlich im Jahr des Zuganges in voller Höhe abgeschrieben. Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert. Die Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Vorräte, bestehend aus Waren, werden zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag bewertet, wobei das Niederstwertprinzip zur Anwendung kommt. Für die Bestandsbewertung kam das Durchschnittswertverfahren zur Anwendung, entsprechend der betriebsüblichen Praxis des Unternehmens. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert. Vorhandenen Risiken wird durch angemessene Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Die flüssigen Mittel (Guthaben bei Kreditinstituten, Kassenbestand) werden zum Nominalwert bewertet. Der Ausweis des Rechnungsabgrenzungspostens erfolgt mit den anteilig auf folgende Geschäftsjahre entfallende Aufwendungen. Bei der Bildung von Rückstellungen wird den erkennbaren Risiken aus schwebenden Geschäften und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. In die Bewertung der Rückstellungen wurden entsprechende Kosten- und Preissteigerungen einbezogen. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Wandelanleihen werden zum Rückzahlungsbetrag angesetzt. Die im Zusammenhang mit den Wandelanleihen gewährten Wandlungsrechte, die dem Anleihegläubiger das Recht einräumen, die Anleihe zu einem späteren Zeitpunkt in Eigenkapital umzuwandeln, ergeben sich aus der Differenz zwischen tatsächlichem Ausgabebetrag und Ausgabebetrag ohne Wandlungsrecht und wurden gem. § 272 Abs. 2 Nr. 2 HGB in die Kapitalrücklage eingestellt. Bei Ausübung der Wandlungsrechte wird die Anleihe in Eigenkapital umgebucht. Die Auswirkungen dieser Umwandlung auf die Kapitalstruktur und das Eigenkapital des Unternehmens werden im Anhang des Jahresabschlusses detailliert dargestellt. Die Umsatzerlöse wurden gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB nach dem Realisationsprinzip erfasst. Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen wurden gemäß § 249 HGB vorgenommen, wenn der Grund für die Rückstellung entfallen war. Periodenfremde Erträge wurden im Geschäftsjahr der Identifikation erfasst. Die Aufwendungen für Löhne und Gehälter wurden entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen und arbeitsrechtlichen Verpflichtungen angesetzt. Die sozialen Abgaben wurden entsprechend den gesetzlichen Vorgaben angesetzt. Abschreibungen wurden planmäßig entsprechend der erwarteten Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Außerplanmäßige Abschreibungen wurden erfasst, wenn eine dauerhafte Wertminderung vorlag. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassten eine Vielzahl von Aufwendungen, die entsprechend den jeweiligen sachlichen und zeitlichen Zugehörigkeiten erfasst wurden. Der Jahresfehlbetrag ergibt sich aus der Differenz der Erträge und Aufwendungen nach Berücksichtigung aller Bewertungs- und Bilanzierungsprinzipien. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und der Abschreibungen sind im Anlagenspiegel dargestellt. Die erworbenen Rechte und Lizenzen umfassen primär die Webseite, die Middleware, die für Aggregation, Bearbeitung und Darstellung von Sportinhalten zuständig ist, sowie die technische Softwareinfrastruktur, einschließlich der Schnittstellen, für Sportplattformen. Des Weiteren gehören seit diesem Jahr dazu die Investitionen in virtuelle Marktplätze im Bereich des Web3. Das Sachanlagevermögen beinhaltet im Wesentlichen den Ausbau der Büroräume sowie die Ausstattung der Gesellschaft mit Büromöbeln, Büromaschinen und IT-Hardware. Das Finanzanlagevermögen setzt sich aus Beteiligungen beziehungsweise Anteilen an verschiedenen Gesellschaften zusammen. Diese beinhalten die OneFootball UK Limited (vormals Dugout Limited), mit Sitz in London, Vereinigtes Königreich, die Goal Analytics GmbH mit Sitz in Berlin, die WeScore Holdings Ltd. mit Sitz in Birkirkara, Malta, und die OneFootball Capital GmbH (vormals motain Verwaltungs-GmbH), ebenfalls in Berlin ansässig. Zusätzlich umfasst das Finanzanlagevermögen verzinsliche Darlehen an die WeScore Ltd. in Birkirkara, Malta, sowie an die OneFootball UK Limited (vormals Dugout Limited), London, Vereinigtes Königreich. Umlaufvermögen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen 41 TEUR (Vorjahr: 9 TEUR) und stammen vollständig aus Lieferungen und Leistungen. Die Position Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beläuft sich auf 5.083 TEUR (Vorjahr: 5.496 TEUR). Diese umfasst alle offenen Forderungen gegenüber Kunden aus dem Verkauf von Waren und erbrachten Dienstleistungen, die zum Bilanzstichtag noch nicht beglichen wurden. In diesem Betrag sind keine Forderungen enthalten, die eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden 2.173 TEUR (Vorjahr: 1.055 TEUR) ausgewiesen. Diese Position beinhaltet kurzfristig realisierbare Vermögenswerte sowie Kautionen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (362 TEUR, entsprechend dem Vorjahr mit 362 TEUR), sowie sonstige kurzfristige Forderungen, die im operativen Geschäft des Unternehmens entstehen. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten belaufen sich auf 1.803 TEUR (Vorjahr: 1.342 TEUR). Sie beinhalten Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die erst für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag Aufwand darstellen, wie beispielsweise im Voraus bezahlte Mieten oder Versicherungsprämien, die die nächsten Geschäftsjahre betreffen. Eigenkapital Die Kapitalrücklage ist in der Bilanz mit 257.848 TEUR ausgewiesen (Vorjahr: 145.562 TEUR). Sie umfasst die Beträge, die über das gezeichnete Kapital hinaus von den Anteilseignern geleistet wurden und ist gemäß § 272 Abs. 2 HGB Bestandteil des Eigenkapitals. Der Verlustvortrag beläuft sich auf 62.545 TEUR (Vorjahr: 48.380 TEUR). Der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres wird mit 27.436 TEUR ausgewiesen (Vorjahr: 14.165 TEUR). Dieser Betrag repräsentiert den Nettoverlust des Unternehmens für das Geschäftsjahr und wird nach § 275 HGB in der Gewinn- und Verlustrechnung ermittelt. Der Jahresfehlbetrag verringert das Eigenkapital und wird in der Bilanz unter den Eigenkapitalpositionen aufgeführt. Schulden Die sonstigen Rückstellungen TEUR 2.695 (Vorjahr: 1.517 TEUR) wurden für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Sie setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Bonuszahlungen in Höhe von 714 TEUR (Vorjahr: 613 TEUR), ausstehenden Rechnungen und Beiträgen in Summe von 1.140 TEUR (Vorjahr: 495 TEUR), Urlaubsverpflichtungen von 223 TEUR (Vorjahr: 209 TEUR), Beiträgen zur Berufsgenossenschaft und der Ausgleichsabgabe in Höhe von 103 TEUR (Vorjahr: 90 TEUR) sowie Kosten für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses 2020, die sich auf 515 TEUR belaufen (Vorjahr: 45 TEUR). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 2.816 TEUR (Vorjahr: 1.588 TEUR). Sie entfallen in Höhe von 167 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) auf Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht. Restlaufzeiten von über einem Jahr bestehen bei den Verbindlichkeiten nicht. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich zum Ende des Geschäftsjahres auf insgesamt 314 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR). Davon entfallen sämtliche Verbindlichkeiten auf Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 54 TEUR (Vorjahr: 44 TEUR). Diese Verpflichtungen entstehen aus den gesetzlich vorgeschriebenen Zahlungen für Sozialversicherungsbeiträge. Sie setzen sich aus verschiedenen Positionen zusammen, darunter Verbindlichkeiten aus Sozialversicherungsbeiträgen und sonstigen Verpflichtungen der sozialen Sicherheit. Die Verbindlichkeiten aus Steuern belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 1.754 TEUR (Vorjahr: 380 TEUR). Diese Verpflichtungen umfassen die gesetzlichen Zahlungen für Einkommensteuer, Umsatzsteuer und sonstige Steuern. Sie setzen sich aus verschiedenen Positionen zusammen, darunter Verbindlichkeiten aus Lohnsteuer und sonstigen Steuerverpflichtungen. Eine detaillierte Aufstellung der Verbindlichkeiten ist im Verbindlichkeitenspiegel zu finden. Übrige finanziellen Verpflichtungen Die Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sowie Lizenzverträgen für die nächsten Geschäftsjahre belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 1.769 TEUR (Vorjahr: 3.214 TEUR). Diese betreffen insbesondere künftige vertraglich vereinbarte Mietaufwendungen für die Geschäftsräume Greifswalder Straße 212 1.653 TEUR (Vorjahr: 3.189 TEUR). Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse des Unternehmens beliefen sich auf 25.160 TEUR, was eine erhebliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr mit 14.543 TEUR darstellt. Innerhalb dieser Position sind Erlöse aus Direktgeschäften im B2B-Bereich mit 20.974 TEUR (Vorjahr: 12.185 TEUR) und Programmatic Sales mit 3.290 TEUR (Vorjahr: 1.674 TEUR) als wesentliche Komponenten enthalten. Hierbei ist insbesondere der Anstieg im Bereich der Direktverkäufe sowie bei den Programmatic Sales hervorzuheben, die beide signifikant zu diesem Wachstum beigetragen haben. Der Materialaufwand, zusammengesetzt aus Provisionen für Vermarkter und Beratungsaufwand, beläuft sich in diesem Jahr auf 934 TEUR (Vorjahr: -1TEUR). Die sonstigen betrieblichen Erträge summierten sich auf 265 TEUR (Vorjahr: 492 TEUR), wobei die Erträge aus der Währungsumrechnung (62 TEUR, Vorjahr: 39 TEUR) und periodenfremde Erträge (84 TEUR, Vorjahr: 28 TEUR) eine signifikante Rolle spielten. Im Berichtsjahr registrierte das Unternehmen einen signifikanten Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die von 12.811 TEUR im Vorjahr auf 29.305 TEUR anwuchsen. Diese markante Zunahme ist vorrangig auf intensivierte Werbe- und Marketingaktivitäten zurückzuführen. Darin enthalten sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung (116 TEUR, Vorjahr: 84 TEUR) und periodenfremde Aufwendungen (212 TEUR, Vorjahr: 75 TEUR). Die Aufwendungen für Löhne und Gehälter des Unternehmens beliefen sich auf 16.822 TEUR (Vorjahr: 12.858 TEUR), was den fortgesetzten Investitionen in das Humankapital des Unternehmens entspricht. Die gesetzlichen Sozialaufwendungen und Aufwendungen für Altersversorgung betrugen insgesamt 2.786 TEUR (Vorjahr: 2.395 TEUR), wobei die Aufwendungen für die Altersversorgung 16 TEUR (Vorjahr: 8 TEUR) ausmachten. Im Berichtsjahr betrugen die gesamten Abschreibungen 3.148 TEUR, im Vergleich zu 1.112 TEUR im Vorjahr. Der Hauptgrund für diesen Anstieg liegt in den Abschreibungen von immateriellen Vermögensgegenständen, die sich auf 2.493 TEUR beliefen (Vorjahr: 216 TEUR). Grund für den Anstieg sind insbesondere die Abschreibungen der Onefootball App in Höhe von insgesamt 917 TEUR (582 TEUR und 335 TEUR) enthalten, wobei 582 TEUR eine außerplanmäßige Abschreibung darstellen. Diese Abschreibungen reflektieren die Notwendigkeit, sich an die sich ständig ändernden technologischen Anforderungen und Marktbedingungen anzupassen, was eine Neubewertung dieser digitalen Vermögenswerte erforderlich machte. Gemäß § 253 Abs. 3 HGB sind solche außerplanmäßigen Abschreibungen vorzunehmen, wenn der beizulegende Zeitwert unter die fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten fällt und diese Wertminderung voraussichtlich dauerhaft ist. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sanken auf 0 TEUR (Vorjahr: 6 TEUR). Die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens beliefen sich auf 69 TEUR (Vorjahr: 10 TEUR) und entfallen vollumfänglich auf verbundene Unternehmen. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beliefen sich auf 3 TEUR (Vorjahr: 18 TEUR), was eine deutliche Reduktion zum Vorjahr darstellt. Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft übernimmt durch eine Bürgschaftsvereinbarung die Haftung für ein Darlehen der OneFootball UK Ltd (vormals Dugout Limited), ansässig in London, Vereinigtes Königreich. Abgesehen von dieser Bürgschaft ist das Darlehen unbesichert und belief sich zum 31. Dezember 2020 auf einen Betrag von 15.850 TEUR. Davon wurden im Geschäftsjahr bis zum 31. Dezember 2021 6.500 TEUR zurückgezahlt, und 9.350 TEUR sind am 10. Dezember 2023 fällig. Die Wahrscheinlichkeit, dass auf diese Bürgschaft zurückgegriffen wird, wird als gering betrachtet, da keine Schließung der Gesellschaft geplant ist und bisherige Rückzahlungen pünktlich geleistet wurden, einschließlich der Rückzahlung am 31.12.2021. Die OneFootball GmbH hat der OneFootball UK Ltd (vormals Dugout Limited) eine Garantie für eventuelle Verluste erteilt, die diese in Bezug auf das unternehmensinterne Darlehen mit der Dugout Singapore PTE Ltd, einem Tochterunternehmen der OneFootball UK Ltd (vormals Dugout Limited), erleiden könnte. Zum Stichtag, dem 31. Dezember 2021, belief sich der Wert des unternehmensinternen Darlehens, das von der Dugout Singapore PTE Ltd an die OneFootball UK Ltd (vormals Dugout Limited) geschuldet wurde, auf 3.133 TEUR. Wenngleich zum 31.12.2021 noch keine Anzeichen für eine Inanspruchnahme bestanden, ist die Wahrscheinlichkeit für die Folgejahre als hoch einzuschätzen, da im Geschäftsjahr 2022 die Liquidation der Gesellschaft beschlossen wurde. Sonstige Pflichtangaben gemäß § 285 HGB Die Gesellschaft ist an folgenden Unternehmen beteiligt: scroll
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Für Gesellschaft sind die angegebenen Werte die geprüften Zahlen des 31.12.2021,
da noch keine aktuelleren testierten Zahlen vorliegen. Ab dem 21. August 2023 hat Dr. Rainer Marquart die Position des Geschäftsführers übernommen, der wie sein Vorgänger einzelvertretungsberechtigt war und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit wurde. Dr. Marquart (Chief Executive Officer, hauptberuflich Geschäftsführer der Hamersbach GmbH) trat an die Stelle von Lucas von Cranach (Chief Executive Officer und Gründer), der bis zu diesem Zeitpunkt eine zentrale Rolle im Unternehmen gespielt hatte. Dr. Marquart wurde am 7. Februar 2024 wieder aus der Geschäftsführung abberufen. Die dadurch entstandene Lücke wurde am 7. Februar 2024 durch die Berufung von Patrick Steve Fischer (Chief Executive Officer) und Maurits Schön (Chief Operating Officer) geschlossen. Sie sind gemeinsam zur Geschäftsführung befugt. Diese Angaben sind für das Verständnis der Vertretungsbefugnisse und der organisatorischen Veränderungen innerhalb der Geschäftsführung der Gesellschaft von Bedeutung. Gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Darstellung der Bezüge der Geschäftsführung. Die Gesellschaft verzeichnete im Berichtsjahr eine durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Sinne von § 267 Abs. 5 HGB von 250 (im Vorjahr: 218 Mitarbeiter). Gemäß dieser Vorschrift werden Geschäftsführer und zu ihrer Berufsausbildung Beschäftigte nicht in die Durchschnittsberechnung einbezogen. Die Aufteilung ergibt sich wie folgt: 245 Angestellte (Vorjahr: 213), 4 Werkstudenten (Vorjahr: 4), gefolgt von 2 Praktikanten (Vorjahr: 1) und jeweils 1 Geschäftsführer sowie 1 Teilzeitkraft (Vorjahr: 1 für beide Kategorien). Nachtragsbericht Veränderungen des Stammkapitals Am 20. April 2022 beschloss die Gesellschafterversammlung, das Stammkapital der Gesellschaft durch eine Erhöhung um 23.065 TEUR auf insgesamt 211.997 TEUR anzuheben. In diesem Zusammenhang wurden Ziffer 3 (Stammkapital), Ziffer 8 (Gesellschafterversammlung) und Ziffer 11 (Sitzungen und Beschlüsse des Beirats) des Gesellschaftsvertrags angepasst. Diese Änderungen gingen mit einer umfassenden Neuausrichtung der Gesellschaftsstruktur einher, die es der Geschäftsführung ermöglichen soll, flexibler auf finanzielle Herausforderungen zu reagieren. Zusätzlich erhielt die Geschäftsführung eine weitreichende Ermächtigung, das Stammkapital bis zum 20. April 2027 durch Bareinlagen um bis zu 9.190 TEUR zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2022/I), um die zukünftige Wachstumsstrategie zu finanzieren. Eine weitere Erweiterung des genehmigten Kapitals (2022/II) wurde am 8. Dezember 2022 beschlossen, wodurch das Stammkapital bis zum 7. Dezember 2027 um 4.441 TEUR steigen kann. Diese zusätzliche Ermächtigung versetzt die Geschäftsführung in die Lage, auf Marktentwicklungen effizient und zeitnah zu reagieren. Finanzierung Die Kapitalerhöhung der Finanzierungsrunde Series D3, die ein Investitionsvolumen von insgesamt 120.967 TEUR umfasste, wurde ebenfalls am 20. April 2022 notariell beurkundet. Die Aufteilung dieser Summe erfolgte in 113.468 TEUR für das Erstinvestment (Primary Investment) und 7.499 TEUR für das Zweitinvestment (Secondary Investment). Der Preis pro Anteil betrug 4.921 TEUR, was der bereits genannten Veränderung des Stammkapitals um 23.065 GmbH-Anteile führte und das eingezahlte Kapital der Gesellschaft auf 211.997 TEUR erhöhte. Gleichzeitig wurde die Kapitalrücklage auf 357.648 TEUR gesteigert. Die Gesellschaft hat außerdem im Jahr 2023 eine Vielzahl von Darlehen zu unterschiedlichen Zinssätzen aufgenommen und diese in verschiedene Kategorien eingeteilt. Ein Bridge Loan in Höhe von 12.056 TEUR wurde zu einem Zinssatz von 2% aufgenommen und als Wandeldarlehen strukturiert. Ein weiteres Darlehen in Höhe von 1.100 TEUR, das im Rahmen der neu verhandelten Web3-Verträge zu einem Zinssatz von 1% pro Jahr gewährt wurde, ist ebenfalls als Wandeldarlehen konzipiert. Weitere Wandeldarlehen mit einem Zinssatz von 15% lassen sich in drei Gruppen einteilen: Die erste Gruppe umfasst kleine Darlehen mit einem Volumen von unter 1 Million Euro. Insgesamt wurden hier acht Verträge mit einem Gesamtvolumen von 1.700 TEUR abgeschlossen. Die mittleren Darlehen mit einem Volumen zwischen 1 und bis 5 Millionen Euro bestehen aus vier Verträgen mit einem Gesamtvolumen von 7.050 TEUR. Schließlich gibt es die großen Darlehen mit einem Volumen ab 5 Millionen Euro, die drei Verträge mit einem Gesamtvolumen von 34.350 TEUR umfassen. Veränderungen im Management Am 21. August 2023 erhielt Dr. Rainer Marquart das alleinige Vertretungsrecht für die Gesellschaft und wurde zum Geschäftsführer ernannt, was ihm die Befugnis gab, Rechtsgeschäfte auch mit sich selbst oder als Vertreter Dritter abzuschließen. Dr. Marquart (Chief Executive Officer, hauptberuflich Geschäftsführer der Hamersbach GmbH) trat an die Stelle von Lucas von Cranach (Chief Executive Officer und Gründer), der bis zu diesem Zeitpunkt eine zentrale Rolle im Unternehmen gespielt hatte. Dr. Marquart wurde am 7. Februar 2024 wieder aus der Geschäftsführung abberufen. Die daraus entstandene Lücke wurde am 7. Februar 2024 durch die Berufung von Patrick Steve Fischer (Chief Executive Officer) und Maurits Schön (Chief Operating Officer) geschlossen. Sie sind gemeinsam zur Geschäftsführung befugt. Geschäftsentwicklung und strategische Maßnahmen Die Investitionen im Web3-Markt, die die Gesellschaft in den vergangenen Jahren tätigte, erwiesen sich als risikoreich. Durch gezielte Nachverhandlungen konnten jedoch die Verbindlichkeiten von 172.000 TEUR auf 44.000 TEUR durch Vertragsanpassungen reduziert werden, wobei nur noch in einem Fall eine Vertragsunterschrift fehlt. Um die langfristige Geschäftsfortführung zu gewährleisten und die Kostenstruktur des Unternehmens zu optimieren, führte die Gesellschaft mehrere Personalrestrukturierungen durch. Im Oktober 2022 wurde im Rahmen der Personalrestrukturierung das für die SPITCH-zuständige Team um sechs Mitarbeitende verkleinert. Im Dezember desselben Jahres erfolgte eine Anpassung im Web3-Team, bei der 29 Mitarbeitende ausschieden. Im Februar 2023 betraf die Personalrestrukturierung 68 Mitarbeitende, darunter 11 in der Probezeit und 57 nach der Probezeit. Im Juli 2023 erfolgte eine weitere Phase der Personalrestrukturierung, die 46 Mitarbeitende betraf. Insgesamt wurde die Belegschaft um 149 Mitarbeitende reduziert, und die damit verbundenen Abfindungskosten betrugen insgesamt gut 1.450 TEUR. Insolvenzen und Geschäftsauflösungen Im vierten Quartal 2022 stellte SPITCH einen Insolvenzantrag. Im Januar 2024 wurde die OneFootball US LLC aufgelöst, während OneFootball Turkey vollständig liquidiert wurde. OneFootball Egypt wurde ebenfalls im Januar 2024 vollständig abgewickelt. Die Auflösung dieser Gesellschaften hat keinen nennenswerten Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Darüber hinaus befindet sich die OneFootball Labs GmbH, die ursprünglich als Gesellschaft für das eingestellte Web3-Geschäft vorgesehen war, derzeit in Liquidation. OneFootball Singapore Ltd., die als Verwaltungsgesellschaft aus der OneFootball UK Limited übernommen wurde und mangels wirtschaftlicher Aktivitäten zur Verschlankung des Konzerns ebenfalls ihre Auflösung eingeleitet hat. Jedoch besteht gegenüber der OneFootball UK Limited eine Garantie für ein Darlehen, das mit der OneFootball Singapore Ltd. abgeschlossen wurde. Die Details und mögliche Inanspruchnahme sind Bestandteil des Lageberichts der Gesellschaft. Diese Entwicklungen haben keine Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit von OneFootball, da OneFootball Labs für das eingestellte Web3-Geschäft gedacht war und OneFootball Singapore Ltd. keine aktiven wirtschaftlichen Aktivitäten verfolgte. Sonstiges Die Firmenbezeichnung von OneFootball UK Limited (vormals Dugout Limited) wurde am 28. April 2022 offiziell geändert. Diese Änderung wurde vorgenommen, um die Unternehmensidentität besser widerzuspiegeln und eine klarere Markenkonsistenz zu gewährleisten. Alle rechtlichen und geschäftlichen Verpflichtungen, die unter dem Namen Dugout Limited eingegangen wurden, bleiben weiterhin gültig. Entsprechend wurde der Name in diesem Bericht bereits angepasst. Aufgrund der Planverfehlungen der OneFootball UK Limited nach dem Bilanzstichtag erfolgte im Geschäftsjahr 2022 eine vollständige Wertberichtigung der Anteile. Die Unternehmensstrategie, die der ursprünglichen Planung zugrunde lag, wurde erst nach dem Bilanzstichtag angepasst. Im Oktober 2022 erwarb die Gesellschaft den Vertical Social Club, wobei die notariell beglaubigte Übernahme am 21. Oktober 2022 erfolgte. Daraus ergaben sich keinerlei nennenswerte finanzielle Konsequenzen. Im Dezember desselben Jahres wurde das Silicon Soccer Inc.- Kaufabkommen notariell bestätigt. Diese Gesellschaft war für die Expansion in die USA vorgesehen, zu der es aber aufgrund der globalen wirtschaftlichen Entwicklung nie kommen sollte. Der Verkauf der Goal Analytics wurde schließlich am 5. April 2023 notariell beglaubigt. Dieser Verkauf hatte keinen wesentlichen finanziellen Anteil und wurde aufgrund der Fokussierung auf das Kerngeschäft durchgeführt.
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BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die OneFootball GmbH, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der OneFootball GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der OneFootball GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Passage „Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss“ im Anhang sowie die Passage „Fortführungsprognose“ des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft vor dem Hintergrund der finanziellen Entwicklung in den Geschäftsjahren 2022 und 2023 umfassende Restrukturierungsmaßnahmen eingeleitet und zudem weitere finanzielle Mittel in Form von Eigen- und Fremdkapital erhalten hat. Nach den von den gesetzlichen Vertretern aufgestellten Planungen ist der Fortbestand der Gesellschaft damit im Prognosezeitraum bis zumindest Ende Juli 2025 gesichert. Sollten einzelne von der Gesellschaft eingeleitete und den Planungen zugrunde gelegten Maßnahmen nicht umgesetzt werden können oder die Planungsannahmen nicht wie erwartet eintreten, wäre der Fortbestand der Gesellschaft ohne die Zuführung weiterer Finanzmittel in Form von Eigen- oder Fremdkapital gefährdet. Bei den eingeleiteten und den Planungen zugrunde gelegten Maßnahmen handelt es sich insbesondere um die Verlängerung der Laufzeiten für die Tilgungen und Zinszahlungen der Darlehen bis April 2026, der Umsetzung der Maßnahmen zur Steigerung von Umsatz und Marge sowie zur Reduzierung der Fixkosten. Die Darlehensverträge haben darüber hinaus die Option, die Laufzeiten bis zum 30. April 2027 zu verlängern. Voraussetzung dafür ist, dass die OneFootball GmbH als Darlehensnehmer dies schriftlich mit dem Hinweis anzeigt, dass zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit eine Prolongation erforderlich ist. Wie in der Passage „Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss“ sowie der Passage „Fortführungsprognose“ dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 31. Juli 2024 Deloitte GmbH Patrick Wendlandt, Wirtschaftsprüfer Christina Marquardt, Wirtschaftsprüferin |
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