PSW automotive engineering GmbH

Carl-Benz-Ring 7, 85080 Gaimersheim, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Ingolstadt HRB 2907
Eingetragen
27.12.2000
Branche
Bearbeitung und Veredlung von KunststoffwarenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Personenkraftwagen und Personenkraftwagenmotoren
Gegenstand
Entwicklung, Konstruktion, Prototypenbau und Kleinserienfertigung von Metall-, Kunstoff- und Naturfaserteilen sowie branchenübliche (Entwicklungs-) Dienstleistungen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sabine Ursula Moch
seit 19.9.2024
Geschäftsführer
Peter Mosch
seit 23.1.2024
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Michael Meyer
seit 10.6.2022
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
201.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

PSW automotive engineering GmbH

Gaimersheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die PSW automotive engineering GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der PSW automotive engineering GmbH, Gaimersheim bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PSW automotive engineering GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die in Abschnitt "IV Erklärung zur Unternehmensführung" des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Wir geben kein Prüfungsurteil zu dem Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung ab.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die oben genannte Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 20. Februar 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Tropschug, Wirtschaftsprüferin

Gössl, Wirtschaftsprüfer

Bilanz für das Geschäftsjahr 2023

AKTIVA

2023 2023 2022
Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 838.117,59 1.055.038,35
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.875.997,50 20.242.803,08
2. technische Anlagen und Maschinen 3.745.805,40 1.056.850,58
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.387.238,09 3.348.252,38
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 299.085,38 27.308.126,37 624.340,92
28.146.243,96 26.327.285,31
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 385.530.513,78 -385.530.513,78 282.494.478,85 -282.494.478,85
2. fertige Erzeugnisse und Waren 28.111,23 28.111,23 34.947,56
28.111,23 34.947,56
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 268.593,90 284.266,37
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 96.603.633,74 62.101.453,23
davon aus Lieferungen und Leistungen EUR 707.460,07 (EUR 737.938,85)
davon aus Finanzverkehr EUR 94.336.601,95 (EUR 60.081.602,80)
davon aus Umsatzsteuerguthaben EUR 1.559.571,72 (EUR 1.281.911,58)
3. sonstige Vermögensgegenstände 5.051.253,76 101.923.481,40 6.101.525,44
davon aus Steuern EUR 0,00 (EUR 702.850,00)
101.923.481,40 68.487.245,04
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.658,07 3.780,95
101.954.250,70 68.525.973,55
C. Rechnungsabgrenzungsposten 945.727,63 881.478,37
131.046.222,29 95.734.737,23

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 201.000,00 201.000,00
II. Gewinnrücklagen 37.911.104,52 37.911.104,52
III. Gewinn-/Verlustvortrag -1.027.494,64 0,00
III. Jahresfehlbetrag/-überschuss 8.820.799,82 -1.027.494,64
45.905.409,70 37.084.609,88
B. Rückstellungen
Steuerrückstellungen 2.361.166,00 0,00
sonstige Rückstellungen 28.233.759,40 24.103.311,15
30.594.925,40 24.103.311,15
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 10.000.000,00
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 42.074.988,28 16.720.055,78
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.480.737,29 5.007.981,80
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 9.480.737,29 (EUR 5.007.981,80)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.319.159,02 905.497,21
davon aus Lieferungen und Leistungen EUR 1.319.159,01 (EUR 905.497,21)
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 1.319.159,01 (EUR 905.497,21)
4. sonstige Verbindlichkeiten 1.671.002,60 1.913.281,41
davon aus Steuern EUR 1.111.012,69 (EUR 1.099.320,50)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 327.456,50 (EUR 288.952,55)
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 1.671.002,60 (EUR 1.913.281,41)
54.545.887,19 34.546.816,20
131.046.222,29 95.734.737,23

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für das Geschäftsjahr 2023

2023 2023 2022
Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 68.351.500,98 54.032.218,96
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 103.081.966,01 84.160.082,00
3. sonstige betriebliche Erträge 2.432.479,93 3.220.933,66
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 0,00 (EUR 90,78)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 654.969,60 953.754,62
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 56.162.246,45 56.817.216,05 40.302.611,63
56.817.216,05 41.256.366,25
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 76.604.800,06 71.680.757,20
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 13.852.465,43 90.457.265,49 12.816.080,27
davon für Altersversorgung EUR 5.725,43 (EUR 5.725,43) 90.457.265,49 84.496.837,47
6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.438.515,28 3.377.651,78
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens 45.931,08 3.484.446,36 181.902,23
3.484.446,36 3.559.554,01
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 14.291.378,92 12.952.537,01
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 0,00 (EUR 45,24)
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.486.065,73 193.531,69
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 135.294,46 528.918,73
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.312.929,67 -194.550,00
11. Ergebnis nach Steuern 8.853.481,70 -992.897,16
12. sonstige Steuern 32.681,88 34.597,48
13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 8.820.799,82 -1.027.494,64

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

I. Erläuterungen zu Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Allgemeine Anmerkungen

Der Jahresabschluss der PSW automotive engineering GmbH, Gaimersheim, (Amtsgericht Ingolstadt, HR B 2907) wird nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.

Die Bilanzierung und Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wird nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung der nach dem Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) geltenden Vorschriften vorgenommen. Die Bilanzierung und Bewertung erfolgten unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Unternehmensfortführung.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2. Angewandte Bewertungsmethoden

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt. Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 250,00 werden sofort als Aufwand erfasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,01 und EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Abgang erfasst. Insgesamt sind die geringwertigen Wirtschaftsgüter von untergeordneter Bedeutung.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die fertigen und unfertigen Leistungen und Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Fremdkapitalzinsen sind nicht enthalten.

Die Waren im PSW-Shop werden mit den Anschaffungskosten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt.

Kassen- und Bankbestände werden zum Nennwert bilanziert.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital entspricht dem Gesellschaftervertrag und dem Handelsregistereintrag. Es ist mit dem Nennwert angesetzt und ist in voller Höhe einbezahlt.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert. Bereits erhaltene Anzahlungen auf unfertige Erzeugnisse werden gemäß Wahlrecht des §268 Abs. 5 S. 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt.

Latente Steuern werden grundsätzlich auf die Unterschiede zwischen den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz ermittelt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Das Wahlrecht gem. § 274 Abs. 1 S. 2 HGB wird dergestalt ausgeübt, dass Aktivüberhänge nicht bilanziert werden.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Langfristige Fremdwährungsforderungen oder -verbindlichkeiten existieren zum Bilanzstichtag nicht.

Die Umsatzerlöse werden grundsätzlich erfasst sobald die vertraglich vereinbarte Leistung vollständig erbracht wurde und entsprechende Abnahmeprotokolle vorliegen.

3. Angaben zu Posten der Bilanz

Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 sind im Anlagenspiegel dargestellt.

Korrespondierend zu den Vorräten in Höhe von 385,56 Mio. EUR (Vorjahr: 282,53 Mio. EUR) hat die Gesellschaft Anzahlungen in Höhe von 385,53 Mio. EUR (Vorjahr: 282,49 Mio. EUR) vereinnahmt. Die Vorräte des Umlaufvermögens haben sich nicht verändert (2023: 0,03 Mio. EUR, 2022: 0,03 Mio. EUR).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 96,60 Mio. EUR (Vorjahr: 62,10 Mio. EUR) betreffen mit 0,10 Mio. EUR (Vorjahr: 0,74 Mio. EUR) Forderungen gegen die Gesellschafterin. Die Forderungen gegen die Gesellschafterin sind wie schon im Vorjahr sämtlich aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus dem Finanzverkehr in Höhe von 94,34 Mio. EUR (Vorjahr: 60,08 Mio. EUR) sowie aus Umsatzsteuerguthaben in Höhe von 1,56 Mio. EUR (Vorjahr: 1,28 Mio. EUR), welche sich mit Restlaufzeiten auf unter einem Jahr verteilen.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 5,05 Mio. EUR (Vorjahr: 6,10 Mio. EUR) sind Kautionen für angemietete Büroflächen in Höhe von 0,06 Mio. EUR (Vorjahr: 0,06 Mio. EUR), Anzahlungen auf sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 0,00 Mio. EUR (Vorjahr: 0,10 Mio. EUR), Steuerüberzahlungen in Höhe von 0,00 Mio. EUR (Vorjahr: 0,70 Mio. EUR) sowie eine Aktivierung der Unfall-Prämien-Rückgewährversicherung in Höhe von 4,99 Mio. EUR (Vorjahr: 4,94 Mio. EUR) enthalten.

Die Restlaufzeiten der sonstigen Vermögensgegenstände verteilen sich wie folgt:

in Mio. EUR Gesamt <1 Jahr > 1 Jahr > 5 Jahre
Kautionen 0,06 0,20 0,04
Forderungen an Krankenkassen 0,00 0,00
Geleistete Anzahlung 0,00 0,00 0,00
Unfall-Prämien-Rückgewähr-Vers. 4,99 4,99
Summe 5,05 0,20 0,04 4,99

Der Jahresfehlbetrag des Vorjahres in Höhe von 1,03 Mio. EUR (Überschuss 2021: 10,50 Mio. EUR) wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

Die sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen aus:

2023 2022
Rückstellung f. Personalaufwand 11,25 Mio. EUR 10,70 Mio. EUR
Rückstellung f. ausstehende Rechnungen 16,55 Mio. EUR 12,98 Mio. EUR
Übrige 0,43 Mio. EUR 0,42 Mio. EUR
28,23 Mio. EUR 24,10 Mio. EUR

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich im Geschäftsjahr auf 1,32 Mio. EUR (Vorjahr: 0,91 Mio. EUR). Darin enthalten sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1,32 Mio. EUR (Vorjahr: 0,91 Mio. EUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin belaufen sich auf 1,12 Mio. EUR (Vorjahr: 0,71 Mio. EUR). Diese entfallen sämtlich auf Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 1,67 Mio. EUR (Vorjahr: 1,91 Mio. EUR) enthalten die noch fehlenden Abbuchungen Dezember 2023 aus Lohn-/Kirchensteuer mit 1,11 Mio. EUR (Vorjahr: 1,10 Mio. EUR, die fehlende Abbuchung der Sozialversicherungsbeträge mit 0,33 Mio. EUR (Vorjahr: 0,29 Mio. EUR), sowie der fehlenden Zinszahlung des Raiffeisenbank-Darlehens in Höhe von 0,00 Mio. EUR (Vorjahr: 0,49 Mio. EUR).

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

Anschaffungs- / Herstellungkosten Zugänge Abgänge Umbuchungen Anschaffungs-/Herstellungkosten
01.01.2023 vom 01.01.2023 bis31.12.2023 vom 01.01.2023 bis31.12.2023 vom 01.01.2023 bis31.12.2023 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.467.229,90 288.011,19 1.527.638,33 0,00 7.227.602,76
Immaterielle Vermögensgegenstände 8.467.229,90 288.011,19 1.527.638,33 0,00 7.227.602,76
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 31.973.229,27 311.383,63 4.016.318,86 182.982,54 28.451.276,58
technische Anlagen und Maschinen 4.416.781,03 2.794.319,50 2.905,12 377.059,18 7.585.254,59
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.859.042,71 1.610.269,27 331.144,99 36.415,80 19.174.582,79
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 624.340,92 271.201,98 0,00 596.457,52- 299.085,38
Sachanlagen 54.873.393,93 4.987.174,38 4.350.368,97 0,00 55.510.199,34
Anlagevermögen 63.340.623,83 5.275.185,57 5.878.007,30 0,00 62.737.802,10
kumulierte Abschreibungen Abschreibungen Abschreibungen Abgänge Abschreibungen Umbuchungen kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 vom 01.01.2023 bis31.12.2023 vom 01.01.2023 bis31.12.2023 vom 01.01.2023 bis31.12.2023 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.412.191,55 504.869,77 1.527.576,15 0,00 6.389.485,17
Immaterielle Vermögensgegenstände 7.412.191,55 504.869,77 1.527.576,15 0,00 6.389.485,17
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.730.426,19 861.171,75 4.016.318,86 0,00 8.575.279,08
technische Anlagen und Maschinen 3.359.930,45 482.423,86 2.905,12 0,00 3.839.449,19
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.510.790,33 1.590.049,90 313.495,53 0,00 15.787.344,70
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Sachanlagen 29.601.146,97 2.933.645,51 4.332.719,51 0,00 28.202.072,97
Anlagevermögen 37.013.338,52 3.438.515,28 5.860.295,66 0,00 34.591.558,14
Buchwert Buchwert
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 838.117,59 1.055.038,35
Immaterielle Vermögensgegenstände 838.117,59 1.055.038,35
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.875.997,50 20.242.803,08
technische Anlagen und Maschinen 3.745.805,40 1.056.850,58
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.387.238,09 3.348.252,38
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 299.085,38 624.340,92
Sachanlagen 27.308.126,37 25.272.246,96
Anlagevermögen 28.146.243,96 26.327.285,31

4. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

2023 2022
Erlöse Inland 65,35 Mio. EUR 51,48 Mio. EUR
Erlöse EU 2,36 Mio. EUR 2,53 Mio. EUR
Erlöse nicht EU-Land 0,64 Mio. EUR 0,02 Mio. EUR
68,35 Mio. EUR 54,03 Mio. EUR

Die Umsatzerlöse werden zu 99,6% (2023: 68,08 Mio. EUR / 2022: 53,70 Mio. EUR) mit Entwicklungsleistungen und zu 0,4% (2023: 0,28 Mio. EUR / 2022: 0,33 Mio. EUR) aus Vermietung und Verpachtung von Büro- und Werkstattflächen an die Gesellschafterin erzielt.

Der Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen erhöht sich durch die Ableistung von langfristigen Projekten um 103,08 Mio. EUR (Vorjahr: Erhöhung 84,16 Mio. EUR).

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 0,45 Mio. EUR (Vorjahr: 1,62 Mio. EUR).

Der Betriebsaufwand erhöhte sich im abgelaufenen Wirtschaftsjahr um 22,78 Mio. EUR auf 165,08 Mio. EUR (Vorjahr: 142,30 Mio. EUR). Der Betriebsaufwand setzt sich aus den folgenden Positionen zusammen: Materialaufwand, Personalaufwand, Abschreibungen Anlage- und Umlaufvermögen, Sonstige betriebliche Aufwendungen, sonstige Steuern.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr ergaben sich außergewöhnliche Belastungen aufgrund von Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögen in Höhe von 0,05 Mio. EUR (Vorjahr: 0,18 Mio. EUR).

Der Aufwand aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag reduziert den Jahresüberschuss im Umfang von 2,31 Mio. EUR (Vorjahr: Verbesserung 0,19 Mio. EUR).

5. Angaben zu den Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten (§ 285 Nr. 1 und 2 HGB)

Gesamtbetrag davon ≤ 1 Jahr
Mio. EUR Mio. EUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9,48 9,48
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1,32 1,32
davon gegen die Gesellschafterin 1,12 1,12
Sonstige Verbindlichkeiten 1,67 1,67
12,47 12,47

6. Angabe, auf welchen Differenzen und Verlustvorträgen die latenten Steuern beruhen und mit welchen Steuersätzen die Bewertung erfolgt ist (§ 285 Nr. 29 HGB)

Geschäftsjahr: Handelsbilanz Steuerbilanz Differenz
Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR
Anlagevermögen 28,15 28,23 0,08
ARAP 0,95 1,11 0,17
Rückstellung Drohverlust -0,00 0,00 0,00
Rückstellung Urlaub/Überstunden -1,15 -1,01 0,14
27,95 28,33 0,39
Vorjahr: Handelsbilanz Steuerbilanz Differenz
Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR
Anlagevermögen 26,33 26,41 0,08
ARAP 0,88 1,05 0,17
Rückstellung Drohverlust -0,03 0,00 0,03
Rückstellung Urlaub/Überstunden -1,34 -1,22 0,12
Verlustvortrag nach KStG 0,00 -2,36 -2,36
Verlustvortrag nach GewSt 0,00 -3,56 -3,56
25,84 20,32 -5,52

Zur Berechnung der latenten Steuern werden die Körperschaftsteuer mit einem Steuersatz von 15 % und der Solidaritätszuschlag mit 5,5 % berechnet. Die Gewerbesteuer wird mit einer Steuermesszahl von 3,5 % sowie einem Hebesatz von 350,0 % ermittelt. Zum Bilanzstichtag ergibt sich ein Aktivüberhang an latenten Steuern, der entsprechend dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht bilanziert wird.

II. Angaben zu bestimmten anderen Sachverhalten

1. Nicht aus der Bilanz ersichtliche sonstige wesentliche finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB)

Zum Bilanzstichtag bestehen folgende finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzanlagen von Bedeutung sind:

Mit einer Restlaufzeit von
Gesamtbetrag Mio. EUR <1 Jahr Mio. >1 Jahr Mio. >5 Jahre Mio.
EUR EUR EUR
Mietverpflichtungen 2,31 0,91 1,40 0,00
Leasingverpflichtungen 0,20 0,20 0,00 0,00
davon ggü. der Volkswagen AG 0,00 0,00 0,00 0,00
2,51 1,11 1,40 0,00

2. Zahl der beschäftigten Mitarbeiter (§ 285 Nr. 7 HGB)

Im Berichtsjahr waren durchschnittlich beschäftigt: 995 Arbeitnehmer
davon Vollzeitbeschäftigte 890 Arbeitnehmer
davon Teilzeitbeschäftigte 105 Arbeitnehmer
Im Vorjahr waren durchschnittlich beschäftigt: 953 Arbeitnehmer
davon Vollzeitbeschäftigte 854 Arbeitnehmer
davon Teilzeitbeschäftigte 99 Arbeitnehmer

3. Angaben zur Geschäftsführung (§ 285 Nr. 9 und § 285 Nr. 10 HGB)

Zu Geschäftsführern der Gesellschaft sind Matthias Pfister (Geschäftsführer Technik & Vorsitzender der Geschäftsführung), Guido Grabo (Geschäftsführung Finanz, Compliance und Integrität) und Sascha Hattemer (Geschäftsführung Personal, Recht und Organisation) bestellt.

Die Gesellschaft wendet für die Geschäftsführer § 286 Abs. 4 HGB an.

4. Angaben zum Aufsichtsrat (§ 285 Nr. 9 und § 285 Nr. 10 HGB)

Bei der PSW automotive engineering GmbH wurde im Jahr 2022 ein Aufsichtsrat nach § 1 Abs. 1 Nr. 3 DrittelbG gegründet. Der Aufsichtsrat besteht aus drei Mitgliedern. Der Aufsichtsrat setzte sich im Jahr 2023 aus den folgenden Mitgliedern zusammen:

1.

Dr. Dietmar Scherer, Leiter Strategie Technische Entwicklung der AUDI AG (Vorsitzender des Aufsichtsrats)

2.

Jens Nuthmann, Betriebsratsvorsitzender Gaimersheim und Gesamtbetriebsratsvorsitzender der PSW automotive engineering GmbH (Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats)

3.

Kai Siedlatzek, Leiter Controlling Produkte der AUDI AG (bis 31.01.2023)

4.

Axel Römer, Leiter Controlling Produkte der AUDI AG (ab 01.02.2023)

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft erhält keine Bezüge.

5. Name und Sitz des Mutterunternehmens (§ 285 Nr. 14 HGB und § 285 Nr. 14a HGB)

Die Gesellschaft ist ein Konzernunternehmen der AUDI AG, Ingolstadt, und der Volkswagen AG, Wolfsburg, welche gleichzeitig oberstes Mutterunternehmen ist.

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Volkswagen AG als kleinster und größter Konsolidierungskreis einbezogen.

Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister veröffentlicht.

6. Honorar des Abschlussprüfers (§ 285 Nr. 17 HGB)

Das Honorar für Leistungen des Abschlussprüfers betrug 0,05 Mio. EUR (Vorjahr: 0,04 Mio. EUR), welches vollumfänglich auf Abschlussprüfungsleistungen entfällt.

7. Nachtragsbericht (§ 285 Nr. 33 HGB)

Zum 01. Januar 2024 ergab sich ein Wechsel in der Geschäftsführung. Herr Sascha Hattemer hat das Amt des Geschäftsführers Personal, Recht und Organisation zum 31. Dezember 2023 niedergelegt. Herr Peter Mosch wurde als neues Mitglied der Geschäftsführung zum 01.01.2024 bestellt und übernimmt die Aufgaben von Herrn Hattemer.

8. Ergebnisverwendung (§ 285 Nr. 34 HGB)

Bis zur Erstellung des Anhangs wurde kein Beschluss über die Ergebnisverwendung des Geschäftsjahres gefasst. Die Gesellschaft schlägt der Gesellschafterversammlung die Zuführung des Jahresüberschusses 2023 zu den Gewinnrücklagen der Gesellschafterin AUDI AG vor.

 

Gaimersheim, den 20. Februar 2024

Matthias Pfister, Geschäftsführer

Guido Grabo, Geschäftsführer

Peter Mosch, Geschäftsführer

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

I. Struktur

Die PSW automotive engineering GmbH erbringt Entwicklungsdienstleistungen für die Automobilindustrie.

Das Unternehmen unterhielt im Berichtsjahr Standorte in Gaimersheim und Neckarsulm Zum 31.12.2023 wurden insgesamt 1.058 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.012 Mitarbeiter) beschäftigt. In den Mitarbeiterzahlen sind neben den aktiven Beschäftigungsverhältnissen auch ruhende und sonstige Arbeitsverhältnisse (z.B. Praktikanten oder Werkstudenten), sowie freie Mitarbeitende (z.B. Bacheloranden und Masteranden) enthalten. Die Gesellschaft erbringt ihre Leistungen im Wesentlichen an die AUDI AG sowie an verbundene Unternehmen des Volkswagen Konzerns.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamt- und branchenwirtschaftliche Rahmenbedingungen

1.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Der Russland-Ukraine-Konflikt hat zu einer erhöhten Unsicherheit in Bezug auf die Entwicklung der Weltwirtschaft geführt und große Teile der westlichen Staatengemeinschaft dazu veranlasst, Russland mit Sanktionen zu belegen. Diese umfassen unter anderem ein weitreichendes Handelsembargo sowie den teilweisen Ausschluss Russlands vom globalen Finanzmarkt. Russland selbst hat in seiner Rolle als Energie-Exporteur Gaslieferungen nach Europa eingeschränkt. Die daraus resultierende Verknappung des Angebots führte insbesondere in 2022 zu steigenden Preisen an den Energie- und Rohstoffmärkten, die infolge der schwächer werdenden globalen Wirtschaftsdynamik im Berichtsjahr 2023 zwar rückläufig waren, aber zum Teil weiterhin auf einem vergleichsweise hohen Niveau liegen. Zudem birgt unter anderem die Lohnentwicklung an den überhitzten Arbeitsmärkten die Gefahr einer anhaltend hohen Inflation.

Nach dem Einbruch der globalen Wirtschaftsleistung im Jahr 2020 und der einsetzenden Erholung aufgrund von Basis- und Nachholeffekten in 2021 und der trotz des Russland-Ukraine- Konflikts weiteren Normalisierung der ökonomischen Aktivität in 2022 verzeichnete die Weltwirtschaft im Jahr 2023 insgesamt ein positives Wachstum von + 2,7 (+ 3,0) %. Die abnehmende Dynamik gegenüber dem Vorjahr war hauptsächlich auf ein schwächeres Wachstum bei den fortgeschrittenen Volkswirtschaften zurückzuführen, während die Veränderungsrate bei der Gruppe der Schwellenländer insgesamt etwas zunahm. Auf nationaler Ebene war die Entwicklung einerseits davon abhängig, inwieweit der erhöhten Inflation von den Notenbanken mit einer restriktiven Geldpolitik, im Wesentlichen durch steigende Zinsen und Abbau der Anleihebestände, entgegengewirkt werden musste und so den privaten Konsum und die Investitionstätigkeit negativ beeinflusste. Andererseits war entscheidend, wie stark die Volkswirtschaften von den Folgen des Russland-Ukraine-Konflikts betroffen waren. Die Preise für Energie- und viele sonstige Rohstoffe waren gegenüber dem Vorjahr rückläufig, die Engpässe von Vorprodukten und Rohstoffen haben sich etwas entspannt. Der weltweite nominale Güterhandel nahm im Berichtsjahr ab.

Die Wirtschaft in Westeuropa verzeichnete im Jahr 2023 mit + 0,4 (+ 3,5) % insgesamt ein positives, aber geringes Wachstum. Diese Entwicklung war bei vielen nord- und südeuropäischen Staaten zu beobachten. Gründe dafür waren vor allem die zwischenzeitlich zum Teil deutlich erhöhten Energie- und Rohstoffpreise, welche die Inflationsraten im Vorjahr erheblich ansteigen ließen und so negativ auf die Stimmung der Konsumenten wirkten. Auch die Stimmung der Unternehmen verschlechterte sich im Durchschnitt über alle Sektoren hinweg. Zudem beeinträchtigten die restriktiven geldpolitischen Maßnahmen zur Bekämpfung der Inflation sowohl den privaten Konsum als auch die Investitionstätigkeit.

Die Volkswirtschaften Zentral- und Osteuropas wiesen im Berichtsjahr ein reales Wachstum des absoluten Bruttoinlandsprodukts (BIP) von + 2,6 (+ 1,1) % auf. Während die Wirtschaftsleistung in Zentraleuropa mit einer positiven, aber weniger dynamischen Rate von + 1,7 (+ 4,5) % wuchs, stieg das BIP in der Region Osteuropa in 2023 erstmals seit Beginn des Russland-Ukraine- Konflikts mit einer Wachstumsrate von + 3,6 (-2,8) % gegenüber dem Vorjahr wieder an. Die Inflationsraten waren im Berichtsjahr in der Gesamtregion Zentral- und Osteuropa durchschnittlich rückläufig, aber weiter auf hohem Niveau.

In der Türkei wuchs die Wirtschaftsleistung im Gesamtjahr 2023 um + 3,8 (+ 5,3) %, bei gleichzeitig sehr hoher Inflation und Abwertung der lokalen Währung. Südafrika wies bei anhaltenden strukturellen Defiziten und politischen Herausforderungen im Berichtsjahr mit + 0,6 (+ 1,9) % eine leichte Zunahme des BIP auf.

Deutschlands Wirtschaftsleistung registrierte im Berichtsjahr mit - 0,2 (+ 1,9) % eine negative Wachstumsrate. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg die saisonbereinigte Arbeitslosenquote im Durchschnitt an. Nachdem die monatlichen Inflationsraten in 2022 historische Höchstwerte erreicht hatten, sanken sie seitdem im Jahresdurchschnitt, blieben aber verhältnismäßig hoch.

1.2 Branchenwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im Geschäftsjahr 2023 lag das weltweite Pkw-Marktvolumen mit 76,6 Mio. Fahrzeugen spürbar über dem Wert des Vorjahres. Dabei verzeichneten die meisten Märkte Zuwächse, was neben den schwachen Vorjahreswerten darauf zurückzuführen war, dass Engpässe und Störungen der globalen Lieferketten nachließen und somit die Fahrzeugverfügbarkeit weniger einschränkten. Während sich die Versorgungslage bei Vorprodukten gegenüber dem Jahr 2022 verbesserte, wirkten unter anderem die Folgen des Russland-Ukraine-Konflikts sowie Vorzieheffekte aufgrund auslaufender Fördermaßnahmen zum Ende des Vorjahres dämpfend auf die Entwicklung der Neuzulassungen einzelner Märkte.

Ein deutliches beziehungsweise starkes Wachstum verzeichneten die Gesamtmärkte der Regionen Westeuropa, Zentral- und Osteuropa, Nahost und Nordamerika. Die Märkte in den Regionen Südamerika lagen leicht, in Asien-Pazifik spürbar über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. In Afrika wurde das Vorjahresvolumen leicht verfehlt.

Das weltweite Neuzulassungsvolumen von leichten Nutzfahrzeugen lag im Berichtsjahr auf dem Vorjahresniveau (-0,2 %).

Die branchenspezifischen Rahmenbedingungen wurden neben fiskalpolitischen Maßnahmen wesentlich durch die konjunkturelle Situation beeinflusst, was im abgelaufenen Geschäftsjahr zu einer uneinheitlichen Absatzentwicklung in den Märkten beigetragen hat. Während die reale Kaufkraft vielerorts sank und Fahrzeugpreise auf hohem Niveau verharrten, konnten durch die gestiegene Fahrzeugverfügbarkeit weltweit Auftragsbestände auf hohem Niveau reduziert werden. Zu den fiskalpolitischen Maßnahmen zählten Steuersenkungen oder -erhöhungen, das Einführen, Auslaufen und Anpassen von Förderprogrammen und Kaufprämien sowie Importzölle. Nichttarifäre Handelshemmnisse zum Schutz der jeweiligen heimischen Automobilindustrie erschwerten darüber hinaus den Austausch von Fahrzeugen, Teilen und Komponenten.

2. Darstellung des Geschäftsverlaufs

Während des gesamten Jahres 2023 machte sich der Wettbewerbs-/ Preisdruck bei den Auftragsvergaben weiter bemerkbar. In der Folge ergab sich ein ähnliches Preisniveau wie im Vorjahr.

Das Unternehmen konnte ganzjährig von einer guten Auftragslage profitieren. Im Laufe des Jahres 2023 wurden keine Großprojekte abgeschlossen, dafür aber einige Linienprojekte. Es ergab sich ein Jahresüberschuss in Höhe von 8,82 Mio. EUR (Jahresfehlbetrag Vorjahr: 1,03 Mio. EUR). Die PSW automotive engineering GmbH kann somit auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2023 zurückblicken.

Aufgrund der verabschiedeten Beteiligungsstategie ist auch weiterhin mit einer stabilen Geschäftsentwicklung zu rechnen.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wesentliche Leistungsindikatoren für die Gesellschaft sind die Betriebsleistung (Summe aus Umsatzerlöse und Bestandsveränderung) sowie die operative Rendite auf die Betriebsleistung (Ergebnis vor Steuern und Zinsen bezogen auf die Betriebsleistung). Im Geschäftsjahr lag die Betriebsleistung aufgrund des hohen und konstanten Auslastungsniveaus bei 171,43 Mio. EUR (Vorjahr: 138,19 Mio. EUR) und die operative Rendite auf die Betriebsleistung bei 5,1 % (Vorjahr: -0,74 %). Die Prognose aus dem letzten Jahr sah eine leicht steigende Betriebsleistung sowie eine stabile bis leicht höhere Rendite auf die Betriebsleistung voraus. Damit wurden die Prognosen beider Leistungsindikatoren übertroffen.

4. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

4.1. Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich im Geschäftsjahr um 35,31 Mio. EUR auf 131,05 Mio. EUR (Vorjahr 95,73 Mio. EUR). Das Anlagevermögen hat sich auf einen Anteil von rund 21,5% an der Bilanzsumme verringert (28,14 Mio. EUR; Vorjahr: 26,33 Mio. EUR). Den Investitionen von 5,62 Mio. EUR standen Abschreibungen auf das Anlagevermögen von 3,44 Mio. EUR gegenüber. Die Investitionen betrafen im Wesentlichen IT-Investitionen (Software und Hardware), sowie Investitionen in Prüfstände und den Neubau eines Empfangsgebäudes.

Die Vorräte lagen mit 0,03 Mio. EUR auf dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 0,03 Mio. EUR). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, einschließlich derer gegen verbundene Unternehmen, betrugen im Geschäftsjahr 0,98 Mio. EUR (Vorjahr: 1,02 Mio. EUR). Die übrigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen i. H. v. 95,90 Mio. EUR (Vorjahr: 61,36 Mio. EUR) betrafen das Guthaben aus der Cash-Pooling-Vereinbarung mit der Volkswagen AG, Wolfsburg sowie das Umsatzsteuer-Guthaben aus der Organschaft mit der VW AG.

Die Rückstellungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr von 24,10 Mio. EUR auf 30,59 Mio. EUR. Sie betrafen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (16,55 Mio. EUR; Vorjahr: 12,98 Mio. EUR), Personalverpflichtungen (11,25 Mio. EUR; Vorjahr: 10,70 Mio. EUR) und Steuerrückstellungen (2,36 Mio. EUR; Vorjahr: 0,00 Mio. EUR).

Die Verbindlichkeiten erhöhten sich um 20,00 Mio. EUR auf insgesamt 54,55 Mio. EUR (Vorjahr: 34,55 Mio. EUR). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, einschließlich derer gegen verbundene Unternehmen, beliefen sich dabei auf 10,80 Mio. EUR (Vorjahr: 5,91 Mio. EUR). Die Verbindlichkeiten durch erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen beliefen sich aufgrund der kontinuierlichen Ableistung der Beauftragungen (v.a. Großprojekte mit mehrjähriger Laufzeit) auf 42,07 Mio. EUR (Vorjahr: 16,72 Mio. EUR).

Im Geschäftsjahr 2023 wurde eine Verbindlichkeit gegenüber einem Kreditinstitut in Zusammenhang mit der Finanzierung des Verwaltungsgebäudes der PSW vollständig getilgt (Vorjahr: 10,00 Mio. EUR).

4.2. Ertragslage

Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr erhöhte sich der Umsatz um 14,32 Mio. EUR, vor allem aufgrund der Beendigung von Linienprojekten (2023: 68,35 Mio. EUR; Vorjahr: 54,03 Mio. EUR). Der Bestand an unfertigen Erzeugnissen erhöhte sich aufgrund der kontinuierlichen Ableistung der Beauftragungen (v.a. Großprojekte mit mehrjähriger Laufzeit) um 18,92 Mio. EUR (2023: 103,08 Mio. EUR; Vorjahr 84,16 Mio. EUR). In Summe erhöhte sich die Betriebsleistung um 33,24 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr (2023: 171,43 Mio. EUR; Vorjahr: 138,19 Mio. EUR). Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen im Geschäftsjahr mit 2,43 Mio. EUR um 0,79 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert von 3,22 Mio. EUR, im Wesentlichen aufgrund geringerer Rückstellungsauflösungen.

Der Betriebsaufwand erhöhte sich um 22,78 Mio. EUR, vor allem durch höhere Materialaufwendungen. Er errechnet sich aus der Summe von Materialaufwand, Personalaufwand, Abschreibungen, sonstigen betrieblichen Aufwendungen und sonstigen Steuern. Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr wurden Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlagevermögens in Höhe von 0,05 Mio. EUR vorgenommen (Vorjahr: 0,18 Mio. EUR). Der Materialaufwand erhöhte sich aufgrund vermehrter Aufwendungen für bezogene Leistungen um 15,56 Mio. EUR auf 56,82 Mio. EUR. Die Personalaufwendungen stiegen um 5,96 Mio. EUR auf 90,46 Mio. EUR.

Das Jahresergebnis lag mit einem Gewinn von 8,82 Mio. EUR um 9,85 Mio. EUR über dem Vorjahresergebnis (Verlust von 1,03 Mio. EUR).

4.3. Finanzlage

Die Gesellschaft ist in das Cash-Pooling der Volkswagen AG, Wolfsburg eingebunden. Der aus dem laufenden Geschäft erwirtschaftete Cashflow stellte die Liquidität des Unternehmens sicher. Laufende Investitionen wurden aus dem Cashflow bedient.

Der Kapitalabfluss aus Investitionen betrug im Berichtsjahr 5,68 Mio. EUR (Vorjahr: 2,18 Mio. EUR). Es bestand ein endfälliges Darlehen mit der Raiffeisenbank Ingolstadt in Höhe von 10,00 Mio. EUR welches zum 30.04.2023 vollständig getilgt wurde. Wie in der Vergangenheit konnte allen finanziellen Verbindlichkeiten nachgekommen werden.

Das Eigenkapital in Höhe von 45,91 Mio. EUR erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr (37,08 Mio. EUR) aufgrund des Jahresüberschusses 2023. Die Eigenkapitalquote verringerte sich auf 35,0% (Vorjahr: 38,7%).

III. Prognose-, Risiken- und Chancenbericht

1. Prognosebericht

Im Folgenden wird die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens und der Rahmenbedingungen ihrer Geschäftstätigkeit beschrieben. Risiken und Chancen, die eine Abweichung von den prognostizierten Entwicklungen bewirken könnten, werden im Risiko- und Chancenbericht dargestellt.

Bei den Prognosen zur gesamtwirtschaftlichen Situation stützt die Geschäftsführung ihre Aussagen insbesondere auf aktuelle Einschätzungen externer Institutionen. Dazu zählen Wirtschaftsforschungsinstitute, Banken, multinationale Organisationen und Beratungsunternehmen.

Die PSW automotive engineering GmbH legt ihren Planungen die Annahme zugrunde, dass die globale Wirtschaftsleistung im Jahr 2024 insgesamt mit einer verringerten Dynamik wachsen wird. Die anhaltend hohe Inflation in vielen Regionen und die daraus resultierenden restriktiven geldpolitischen Maßnahmen der Zentralbanken sollten sich negativ auf die private Nachfrage auswirken. Risiken sieht die Gesellschaft weiterhin in protektionistischen Tendenzen, in Turbulenzen auf den Finanzmärkten sowie in strukturellen Defiziten in einzelnen Ländern. Die Wachstumsaussichten werden zudem von anhaltenden geopolitischen Spannungen und Konflikten belastet; Risiken bergen insbesondere der Russland-Ukraine-Konflikt sowie die Auseinandersetzungen im Nahen Osten. Die PSW automotive engineering GmbH geht davon aus, dass sowohl die fortgeschrittenen Volkswirtschaften als auch die Schwellenländer im Durchschnitt eine positive Dynamik aufweisen werden, wenngleich mit unterdurchschnittlichen Wachstumsraten des Bruttoinlandsprodukts (BIP).

Das Unternehmen rechnet außerdem damit, dass sich die Weltwirtschaft im Jahr 2025 erholen und bis 2028 mit stabilen Veränderungsraten weiter wachsen wird.

In Westeuropa erwartet die Gesellschaft für 2024 ein vergleichsweise niedriges Wirtschaftswachstum. Eine große Herausforderung für Konsumenten und Unternehmen besteht in der insgesamt relativ hoch bleibenden, über den Jahresverlauf aber voraussichtlich weiter abnehmenden Inflation sowie dem vergleichsweise hohen Zinsniveau. Die Europäische Zentralbank (EZB) könnte daher bereits im Jahr 2024 erste Leitzinssenkungen durchführen, um die wirtschaftliche Lage im Euroraum zu unter-stützen.

Es wird erwartet, dass das BIP in Deutschland im Jahr 2024 nur schwach wächst und die Inflation im Jahresdurchschnitt weiter sinkt, aber vergleichsweise hoch bleibt. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt wird sich voraussichtlich verschlechtern.

Aufgrund der angespannten Versorgungslage der Halbleiter, belasteter Lieferketten, dem Konflikt in der Ukraine und der damit einhergehenden Sanktionen gegen Russland geht die Gesellschaft von einer angespannten Budgetsituation beim Haupt-Auftraggeber AUDI AG aus. Dies kann auch Auswirkungen auf die Budgets, für die an PSW zu vergebenden Fahrzeugprojekte, haben. Es kommt vereinzelt auch zu terminlichen Überarbeitungen von Entwicklungsprojekten.

Der Wettbewerb auf dem Markt für Engineering Dienstleistungen ist weiterhin hoch, alle Marktteilnehmer sind daher einem erhöhten Effizienz- und Kostendruck ausgesetzt. Die Gesellschaft ist daher gefordert, sich konsequent auf eine kontinuierliche Kapazitätssteuerung zu fokussieren. Vor diesem Hintergrund wurde im Jahr 2021 durch die Geschäftsführung der PSW gemeinsam mit Vertretern der AUDI AG eine Beteiligungsstrategie mit dem Ziel erarbeitet, die Auslastung der PSW automotive engineering GmbH langfristig zu gewährleisten.

Eine Neuausrichtung der Strategie und der Organisation wurde in den Vorjahren kontinuierlich verfolgt. Analog zur AUDI AG hat die PSW automotive engineering GmbH bereits 2018 eine Matrixstruktur eingeführt. Ziel dieser Struktur ist es, Großprojekte als eigenständiger Generalentwickler effizient und schnell zu bearbeiten. Das Managementsystem sowie die Kompetenz der Gesellschaft, insbesondere als Generalentwickler für gesamtheitliche Modul- und Derivateentwicklung im Automobilbereich, wird durch ISO 9001:2015 AUDITS bestätigt. Im Jahr 2022 wurde diese Zertifizierung vollständig erneuert und ist bis ins Jahr 2025 gültig.

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2022 den größten Auftrag in der bisherigen Firmengeschichte akquiriert mit einer Projektdauer von ca. 5 Jahren. Im Zuge der E-Mobilitäts- Offensive des Hauptkunden verändern sich die an PSW gestellten Anforderungen, denen mit einer an die AUDI AG angelehnten Organisationsstruktur Rechnung getragen wird. Eine Weiterqualifizierung der bestehenden Mitarbeiter in diese neuen Technologiefelder hinein wird durch ein internes Transformations- und Qualifizierungsprogramm gewährleistet. Dadurch konnte sich die PSW automotive engineering GmbH bereits mehrere Aufträge im Bereich Elektrik/Elektronik und FAS/HAF (Fahrerassistenzysteme & Hochautomatiertes Fahren) sichern und rechnet mit weiteren Vergaben im größeren Umfang.

Aufgrund der Charakteristik des Projektgeschäftes und der anzuwendenden gesetzlichen Regelung zur Bestandsbewertung für unfertige Erzeugnisse geht die Gesellschaft davon aus, dass für das Wirtschaftsjahr 2024 eine gleichbleibende Betriebsleistung sowie eine moderat niedrigere operative Rendite erzielt werden.

Aufgrund der weiterhin belasteten Lieferketten und dem Konflikt in der Ukraine kann es kurzfristig zu Verschlechterungen der finanziellen Leistungsindikatoren kommen. Bereits in der Vergangenheit hat die Gesellschaft durch Gründung von speziellen Task-Forces agil auf Krisen reagiert und wird dies zukünftig bei Bedarf wieder tun.

2. Risikobericht

Zur aktiven Überwachung und Steuerung der Risiken hat die PSW automotive engineering GmbH ein Risikomanagement- und Risikofrüherkennungssystem installiert, welches eng an die Konzernstandards angelehnt ist. Die PSW automotive engineering GmbH ist in die vom Vorstand der AUDI AG eingerichtete, unternehmensweite Compliance-Organisation integriert. Dabei wird sie durch einen eigenen Compliance-Officer und Risk-Officer vertreten. Die Kontrollsysteme der Gesellschaft werden durch den im Jahr 2022 gemäß Drittelbeteiligungsgesetz gegründeten Aufsichtsrat im Rahmen seiner Funktion überwacht.

Nachfolgend werden die wesentlichen Risiken absteigend nach ihrer Bedeutung für die Gesellschaft dargestellt. Die Bedeutung orientiert sich an den Auswirkungen auf die Vermögens- , Finanz- und Ertragslage.

Da das Unternehmen im Wettbewerb zu anderen Entwicklungsdienstleistern steht, besteht das erhöhte Risiko, dass Wettbewerber versuchen über starken Preisdruck Auslastung zu generieren. Bei unserem Hauptkunden AUDI AG war das Jahr 2023 geprägt von umfassenden Veränderungen und Kostenreduzierungen. Dadurch herrscht weiterhin eine angespannte Preissensitivität im Umfeld der Entwicklungsdienstleister. Vor diesem Hintergrund wurde in der Vergangenheit von der Geschäftsführung gemeinsam mit der AUDI AG eine Beteiligungsstrategie entwickelt mit dem Ziel, die Auslastung der PSW automotive engineering GmbH langfristig zu gewährleisten.

Im November 2022 wurde zwischen der IG Metall Bayern und dem Arbeitgeberverband VBM Flächentarifverträge abgeschlossen, welche eine Kündigungsmöglichkeit nach zwei Jahren Laufzeit vorsehen. Für PSW ergeben sich bei möglichen Tarifvertragsabschlüssen in der Fläche Übernahme- und Verhandlungsverpflichtungen aus dem PSW Haustarifvertrag. Perspektivisch können sich durch Verhandlungen eines künftig folgenden Tarifvertrags Kostensteigerungen ergeben. Im Rahmen der Verhandlungen sollen die finanziellen Folgen für die PSW automotive engineering GmbH bestmöglich eingedämmt werden.

Veränderungen im Cycle Plan des Hauptkunden AUDI AG können kurzfristig zu fehlender Auslastung der Mitarbeiter bei den Entwicklungsdienstleistern führen. Dadurch können sich kurzfristig Veränderungen der Auftragslage ergeben. Diese stellen die PSW automotive engineering GmbH vor die Herausforderung von potentiell auftretenden Unterauslastungen. Mit einer gezielten und stetigen Kapazitätssteuerung soll den volatilen Rahmenbedingungen Rechnung getragen werden, um etwaige Unterauslastung zu vermeiden. Durch die Ausrichtung der PSW automotive engineering GmbH hin zum Generalentwickler für komplette Derivate hat sich die Gesellschaft einen Wettbewerbsvorteil erarbeitet und versucht so, den genannten Risiken entgegenzuwirken.

Aufträge mit zunehmender Entwicklungsverantwortung und steigendem Umfang sowie technische Innovation beinhalten größere Risiken hinsichtlich Durchführung und Haftung. Durch den wachsenden Anteil an Fremd- und Untervergaben steigen auch die Anforderungen an die Beschaffung und die Projektleitung. Maßnahmen zur Qualitätssicherung, der Ausbau der Einkaufs- und Projektmanagementorganisation sowie ein funktionierendes Controlling gehören zu den Vorkehrungen, diese Komplexität zu beherrschen.

Ein umfassender Versicherungsschutz für Gebäude, Mitarbeiter und technische Einrichtung deckt existentielle Risiken ab.

Im Zuge des Technologiewandels ist die Gesellschaft mit einer erheblichen Verschiebung des Anforderungsprofils und damit der Qualifikation der Mitarbeiter konfrontiert. Durch den anhaltenden Fachkräftemangel in den neuen Technologien (v. a. in den Bereichen Elektrik/Elektronik und Software) sowie einer durch die regionale Vollbeschäftigung begünstigten steigenden Fluktuation besteht für die weitere Entwicklung der PSW automotive engineering GmbH ein moderates Risiko, geeignete Mitarbeiter für die wachsenden Anforderungen in der Automobilentwicklung zu finden. Die kontinuierliche Weiterbildung des bestehenden Personalstammes wird sowohl über interne als auch externe Schulungen sowie über Weiterbildungs- und Transformationsmaßnahmen fortgeführt. Ausbildung und Weiterbildung spielt für die Gesellschaft dabei grundsätzlich eine wichtige Rolle.

Das Management nimmt regelmäßig eine Risikoeinschätzung vor. Dabei werden Risiken identifiziert, bewertet und in drei Stufen klassifiziert. Es wird jeweils die Bedeutung des Einzelrisikos für das operative Ergebnis der Gesellschaft eingeschätzt.

Risikograd "niedrig" bedeutet dabei, dass der Effekt ohne zusätzliche Maßnahmen bleiben kann. "Moderat" würde zu Anpassungsmaßnahmen, wie zum Beispiel Kapazitätsanpassungen, Preiserhöhungen oder Ähnlichem, führen. "Wesentlich" würde die kurzfristige Zielerreichung gefährden. Bei der Eintrittswahrscheinlichkeit "niedrig" wird davon ausgegangen, dass das Ereignis eher nicht eintritt, bei "moderat" sind Alternativszenarien zu definieren. Der Einfluss auf die Gesellschaft ist "wesentlich", wenn der Eintritt des Ereignisses zu wesentlichen Performanceabweichungen führen kann.

Das folgende Tableau zeigt welche Eintrittswahrscheinlichkeit den Einzelrisiken zuzumessen ist und wie sie sich auf das Geschäft der Gesellschaft auswirken können:

Beschriebenes Risiko Risikograd Eintrittswahrscheinlichkeit Einfluss auf die Gesellschaft
Preisdruck wesentlich wesentlich wesentlich
Personalkostensteigerung in Folge Tarifverhandlung moderat wesentlich moderat
Unterauslastung moderat moderat wesentlich
Zunehmende Entwicklungsverantwortung und technischer Fortschritt moderat moderat moderat
Fachkräftemangel moderat moderat moderat

Unter Berücksichtigung aller bekannter Tatsachen und Umstände liegen derzeit keine Risiken vor, die den Fortbestand der PSW automotive engineering GmbH in einem überschaubaren Zeitraum gefährden.

3. Chancenbericht

Den dargestellten Risiken stehen aber auch Chancen gegenüber. Nachfolgend werden die wesentlichen Chancen absteigend nach ihrer Bedeutung für die Gesellschaft dargestellt. Die Bedeutung orientiert sich an den Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Die Ausrichtung hin zum Generalentwickler gibt dem Unternehmen die Möglichkeit, die Betriebsleistung zu steigern und gleichzeitig mit Hilfe von steigenden Fremd- und Untervergaben seine Stundensätze zu optimieren. Mit einigen sogenannten Best-Cost- Anbietern sind Rahmenverträge vereinbart. Auf diese Weise können steigende Lohnkosten teilweise kompensiert und ein Anstieg der Angebotsstundensätze minimiert werden. Durch optimierte Kostenstrukturen sowie potenziell höhere Gewinnmargen in neuen Technologiefeldern wird die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens gestärkt.

Es zeigt sich, dass die Gesellschaft als Tochterunternehmen der AUDI AG mit umfangreicheren Entwicklungsaufträgen beauftragt wird und dabei zunehmend mehr Entwicklungsverantwortung erhält. Diese umfangreichen Projekte bieten nicht nur die Möglichkeit zur Generierung von Synergie- und positiven Ergebniseffekten, sondern sichern auch zukünftig eine hohe Auslastung, erhöhen die Attraktivität der Gesellschaft für vorhandene und neue Mitarbeiter und ermöglichen der PSW automotive engineering GmbH sich von Wettbewerbern abzuheben.

Der mit der IG Metall geschlossene Haustarifvertrag bietet Mitarbeitern Sicherheit und gleiche Entlohnung für vergleichbare Leistung und erhöht dadurch die Attraktivität des Unternehmens als Arbeitgeber für potenzielle neue Mitarbeiter. Somit sichert sich die PSW automotive engineering GmbH einen Vorteil im Werben um Fachkräfte gegenüber Konkurrenzunternehmen, die nicht tarifgebunden sind.

Durch die Zugehörigkeit zum Volkswagen Konzern können Synergien realisiert werden. Aufgrund der Möglichkeit an konzernweiten Qualifizierungsangeboten teilzunehmen und durch den zunehmenden Umfang an Entwicklungsaufträgen besteht die Chance, das Knowhow bei den Mitarbeitern signifikant und nachhaltig zu steigern und sich damit einen Wettbewerbsvorsprung zu erarbeiten. Mit der 100%-Beteiligung der AUDI AG an der Gesellschaft besteht ferner die Chance, Mitarbeiter zwischen den Gesellschaften durch Austausch, Entsendungen o.ä. zu vernetzen. Dadurch erhöht sich nicht nur das Knowhow für die Gesellschaft, sondern auch das Prozessverständnis und die Qualität der Zusammenarbeit.

Das Thema Nachhaltigkeit ist bereits in der Vergangenheit vermehrt in den Fokus der Unternehmensführung gerückt. Dabei spielt ESG (Environmental - Social - Governance oder übersetzt: Umwelt - Gesellschaft - Unternehmensführung) in allen Unternehmensentscheidungen und Dienstleistungen eine wichtige Rolle. Kriterien für ESG sind vor allem der Klimaschutz, der Umgang mit endlichen Ressourcen, Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeitenden sowie die Wahrnehmung von gesellschaftlicher Verantwortung. Weiter zählt, wie robust die Unternehmenssteuerung zum Beispiel beim Compliance- und Risikomanagement aufgestellt ist. Compliance ist eng an die Audi Regelungswelt und das Audi Compliance Management angelehnt und abgestimmt. Dadurch wird das Verständnis in diesen Themen erhöht, ein gemeinsames konzernweites Vorgehen ermöglicht und den Mitarbeitenden sowohl ein unternehmenskonformes als auch konzernweites Regelungswerk an die Hand gegeben.

IV. Erklärung zur Unternehmensführung

Für den Frauenanteil wurde im Jahr 2022 in der ersten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung eine Zielgröße von 15,4% festgelegt, für die zweite Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung eine Zielgröße von 12,5%. Zur Erreichung dieser Zielgrößen wurde ein Zeitraum bis zum 31.12.2025 festgelegt.

Für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und in der Geschäftsführung wurde im vergangenen Geschäftsjahr jeweils eine Zielgröße von 33,3% festgelegt. Zur Erreichung dieser Zielgrößen wurde ein Zeitraum bis zum 31.10.2027 festgelegt.

 

Gaimersheim, den 20. Februar 2024

Matthias Pfister, Geschäftsführer

Guido Grabo, Geschäftsführer

Peter Mosch, Geschäftsführer

Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 2023

Schwerpunkte der Tätigkeit des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der PSW automotive engineering GmbH hat sich im Geschäftsjahr eingehend mit dem Verlauf der Geschäftstätigkeit und der Entwicklung der Gesellschaft befasst und die Tätigkeit der Geschäftsführung entsprechend den gesetzlichen Vorgaben überwacht.

Insbesondere hat der Aufsichtsrat an der Gesellschafterversammlung am 11.07.2023 sowie am 21.11.2023 teilgenommen und wurde durch die Geschäftsführung in diesem Rahmen umfassend zur wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft informiert.

Die Geschäftsführung unterrichtete den Aufsichtsrat über alle für das Unternehmen wesentlichen Aspekte. Der Aufsichtsrat konnte sich dabei von der Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Führung des Unternehmens durch die Geschäftsführung überzeugen.

Besetzung des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2023

Mitglieder des Aufsichtsrats im Jahr 2023 waren:

a)

Dr. Dietmar Scherer, Vorsitzender des Aufsichtsrats wohnhaft in [Kösching, Deutschland].

b)

Jens Nuthmann, Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats wohnhaft in [Altmannstein, Deutschland].

c)

bis zum 31.01.2023

Kai Siedlatzek, wohnhaft in [Radebeul, Deutschland], welcher sein Mandat als Mitglied des Aufsichtsrats mit Wirkung zum Ablauf des 31.01.2023 niedergelegt hat.

d)

ab dem 01.02.2023

Axel Römer wohnhaft in [Ingolstadt, Deutschland], wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 30.01.2023 zum Mitglied des Aufsichtsrats ab dem 01.02.2023 gewählt und bestellt.

Sitzungen des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat trat im Geschäftsjahr 2023 zu zwei Sitzungen zusammen. An beiden Sitzungen haben sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen. Interessenkonflikte traten nicht auf.

Gegenstand der ersten Sitzung am 23. März 2023 war insbesondere die Prüfung und Billigung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2022. In der zweiten Sitzung vom 17.11.2023 erfolgte insbesondere der Beschluss zur Beauftragung des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023. Zudem wurden in der zweiten Sitzung die Inhalte der Gesellschafterversammlung vom 11.07.2023 nochmals aufgegriffen, an welcher sämtliche Aufsichtsratsmitglieder teilgenommen hatten.

Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 nebst Lagebericht wurde durch die beauftragte Abschlussprüferin, der EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (vormals Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft), geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht sowie den Vorschlag der Geschäftsführung zur Verwendung des Jahresüberschusses aus dem Geschäftsjahr 2023 der PSW automotive engineering GmbH eingehend geprüft. Dem Aufsichtsrat wurden der Prüfungsbericht und die Abschlussunterlagen rechtzeitig zur Verfügung gestellt.

Der Aufsichtsrat hat die vorgelegten Unterlagen seinerseits geprüft und diese wurden anschließend in der Sitzung am 14.03.2024 in Gegenwart des Abschlussprüfers ausführlich behandelt. Wesentliche Schwächen des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems wurden nicht festgestellt.

Der Aufsichtsrat hat nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung gegen den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 keine Einwendungen erhoben, das Prüfungsergebnis der EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (vormals Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) zustimmend zur Kenntnis genommen und den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 gebilligt.

Der Aufsichtsrat hat sich dem Vorschlag der Geschäftsführung zur Verwendung des Jahresüberschusses aus dem Geschäftsjahr 2023 nach eigener Prüfung und Abwägung angeschlossen.

Dank

Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsführung und allen Mitarbeitenden der PSW automotive engineering GmbH für ihren Einsatz und ihre Leistung im abgelaufenen Geschäftsjahr.

 

Gaimersheim, den 14.03.2024

Der Aufsichtsrat

Dr. Dietmar Scherer, Vorsitzender des Aufsichtsrats

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