BÖWE SYSTEC GmbH
Werner-von-Siemens-Straße 1, 86159 Augsburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Korbinian Fürstenau seit 18.3.2026 | Prokura |
Stefan Kooss seit 19.7.2021 | Prokura |
Joachim Koschier seit 19.10.2015 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Possehl-Stiftung | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BÖWE SYSTEC GmbHLübeckJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31.12.2023der BÖWE SYSTEC GmbH, LübeckAktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung zum 31.12.2023der BÖWE SYSTEC GmbH, Lübeck
HRB 10736 HL beim Amtsgericht LübeckAnhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023Allgemeine Grundlagen Die BÖWE SYSTEC GmbH, Lübeck, ein weltweit tätiger Hersteller intelligenter Automatisierungs- und IoT-Softwarelösungen, ist eine Tochter der L. Possehl & Co. mbH, Lübeck, welche 100,00 % ihrer Anteile hält. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 der BÖWE SYSTEC GmbH, Lübeck, ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Bei der Aufstellung des Abschlusses wurden hinsichtlich des Ansatzes, der Bewertung und des Ausweises die Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und der ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes beachtet. Die Gliederung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die auf dem vorhergehenden Abschluss anzuwendenden Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig oder unverändert angewendet. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher im Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Die Gesellschaft weist gemäß § 267 Abs. 3 HGB die Größenkriterien einer großen Kapitalgesellschaft auf. Zum Ablauf des 31. Dezember 2022 wurde der mit L. Possehl am 11/12. November 2014 abgeschlossene Ergebnisabführungsvertrag aufgehoben. Die Vorschriften des § 264 Abs. 3 HGB werden nicht mehr in Anspruch genommen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen und rechtlichen Eigentums zu Anschaffungskosten aktiviert und über ihre betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen und rechtlichen Eigentums zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und wird - sofern abnutzbar - um planmäßige lineare und gegebenenfalls auch bei dauerhafter Wertminderung um außerplanmäßige Abschreibungen vermindert. Die vorgenommenen Abschreibungen orientieren sich an den Abschreibungssätzen der amtlichen Abschreibungstabellen. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt bei
Im Anlagevermögen ist ein Festwert für Werkzeuge in Höhe von Tsd. € 281 enthalten. Die Herstellungskosten selbst erstellter Sachanlagen umfassen und berücksichtigen unter Normalbeschäftigung die direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie anteilige Gemeinkosten der Fertigung einschließlich der fertigungsbedingten Abschreibungen. Reparaturkosten und Zinsen auf Fremdkapital werden als laufender Aufwand erfasst. Selbstständig nutzbare, bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden bei Anschaffungs- und Herstellungskosten bis 250,00 € im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben. Bei Anschaffungs- und Herstellungskosten zwischen 250,00 € und 1.000 € wird die lineare Abschreibungsmethode (Poolabschreibung) über eine Abschreibungsdauer von fünf Jahren unabhängig von der Nutzungsdauer angewendet. Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden mit Anschaffungskosten bilanziert oder bei Vorliegen einer voraussichtlich dauernden Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren realisierbaren Tageswerten bewertet. Bestandteile der Herstellungskosten sind neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie die fertigungsbedingten Abschreibungen soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden grundsätzlich zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Für Bestandsrisiken, die sich aus erhöhter Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, sowie zur verlustfreien Bewertung von angearbeiteten Aufträgen werden angemessene Wertberichtigungen vorgenommen. Es werden keine Zinsen während des Herstellungsprozesses aktiviert. Erhaltene Anzahlungen von Bestandsaufträgen werden mit dem Rückzahlungsbetrag (ohne Umsatzsteuer) von den Vorräten offen abgesetzt. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennbetrag (ohne Umsatzsteuer) ausgewiesen.. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Wertberichtigungen werden vorgenommen auf Forderungen, deren Ausfall droht und auf Forderungen aus Ländern mit Transferrisiken. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr bestehen nicht. Das allgemeine Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch pauschale Wertberichtigungen in Höhe von 1 % auf den Forderungsbestand berücksichtigt, die grundsätzlich auf branchenüblichen Erfahrungswerten beruhen. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert angesetzt. Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, werden auf der Aktivseite als Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, werden auf der Passivseite als Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018G von Klaus Heubeck - die eine generationenabhängige Lebenserwartung berücksichtigen - nach den Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected United Credit Method (PUC)") bewertet. Der Unterschiedsbetrag aus der Anwendung des § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB, welcher eine Verlängerung des Zeitraums von sieben auf zehn Jahre vorsieht, beträgt zum 31. Dezember 2023 rd. Tsd. € 34 (Vorjahr: Tsd. € 134). Dieser Unterschiedsbetrag ist für Kapitalgesellschaften ausschüttungsgesperrt. Als Abzinsungssatz wurde der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz von 1,82 % p.a. angesetzt, der sich bei einer pauschal angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Für die jährlichen Rentensteigerungen werden 2,25 % und keine Fluktuation berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen in Höhe der allgemeinen Inflationsrate bilanziert. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit einem ihrer Restlaufzeit entsprechendem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre, wie er von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben wird, abgezinst. Die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck bewertet. Bei der Bewertung wurde ein Abzinsungssatz in Höhe von 1,12 % zu Grunde gelegt und es wurde von einer Anwartschaftsdynamik in Höhe von 2,75 % ausgegangen. Rückdeckungswerte in Höhe von Tsd. € 1.230, die dem Zeitwert zum 31. Dezember 2023 entsprechen, werden gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit der Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtung verrechnet, Aufwendungen und Erträge in Höhe von Tsd. € 119 wurden saldiert. Die Erfolgswirkungen aus Änderungen des Abzinsungssatzes werden im Finanzergebnis erfasst. Jubiläumsrückstellungen wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen Zinssatz von 1,73 % diskontiert. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden nach den Grundsätzen des § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Auf Fremdwährung lautende Anschaffungskosten von Gegenständen des Anlagevermögens und Vorräten werden mit den Kursen im Zeitpunkt der Anschaffung umgerechnet. Rechnungsabgrenzungsposten in Fremdwährung werden auf der Aktivseite zu den Kursen zum Zeitpunkt der Zahlung ausgewiesen. Bei passiven Rechnungsabgrenzungsposten in Fremdwährung erfolgt die Umrechnung zu den Kursen zum Zeitpunkt der Rechnungsstellung. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären Differenzen zwischen handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge, deren Verrechnung in den nächsten fünf Jahren wahrscheinlich ist, werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastungen oder Steuerentlastungen mit unternehmensindividuellen Ertragssteuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet. Die aus unterschiedlichen Wertansätzen beim Anlagevermögen und den Rückstellungen sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen resultierende aktive Steuerlatenz wurde mit einem Steuersatz von 31,58 % berechnet und in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 HGB nicht bilanziert. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen (1) Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens einschließlich der darauf entfallenden Abschreibungen sind nachfolgend im Anlagenspiegel dargestellt. Es wurden ausschließlich planmäßige Abschreibungen vorgenommen.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (2) Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Es sind angemessene Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von Tsd. € 8.084 (Vorjahr: Tsd. € 4.276) aus Lieferungen und Leistungen. In Höhe von Tsd. € 2.347 (Vorjahr: Tsd. € 2.824) liegen sonstige Forderungen vor. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben Tsd. € 794 (Vorjahr: Tsd. € 1.499) eine Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr. Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden saldiert ausgewiesen, soweit diese nach den gesetzlichen Vorschriften aufrechenbar sind. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit Tsd. € 59 (Vorjahr: Tsd. € 141) enthalten. Eigenkapital (3) Das Stammkapital beträgt Tsd. € 2.000. Die Muttergesellschaft L. Possehl & Co. mbH, Lübeck, hat im Vorjahr auf die Auszahlung des abzuführenden Ergebnisses in Höhe von Tsd. € 12.944 verzichtet und diesen Betrag der Kapitalrücklage zugeführt. Rückstellungen (4) Die sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen gebildet für ungewisse Verpflichtungen, wie noch zu erbringende Leistungen in Bezug auf bereits abgerechnete Aufträge in Höhe von Tsd. € 2.126 (Vorjahr: Tsd. € 2.179), Garantie- und Gewährleistungsverpflichtungen in Höhe von Tsd. € 1.540 (Vorjahr: Tsd. € 2.438), Resturlaub und positive Zeitkonten von Mitarbeitern Tsd. € 1.149 (Vorjahr: Tsd. 1.135 €) sowie für Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern zu künftigen Zahlungen aus Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von Tsd. € 855 (Vorjahr: Tsd. € 937). Verbindlichkeiten (5) Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten die Verbindlichkeit gegenüber der Gesellschafterin L. Possehl & Co. mbH, Lübeck aus einem Cash-Pooling-Vertrag in Höhe von Tsd. € 39.522 (Vorjahr Tsd. € 27.146) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von Tsd. € 325 (Vorjahr: Tsd. € 30). Für die Verbindlichkeiten sind keine Sicherheiten gestellt worden. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Steuerverbindlichkeiten in Höhe von Tsd. € 581 (Vorjahr: Tsd. € 407) enthalten. Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse (6) Nach Regionen stellen sich die Umsatzerlöse wie folgt dar:
Nach Tätigkeitsbereichen teilen sich die Umsatzerlöse wie folgt auf:
Sonstige betriebliche Erträge (7) In den sonstigen betrieblichen Erträgen waren im Berichtsjahr periodenfremde Erträge in Höhe von Tsd. € 2.359 (Vorjahr: Tsd. € 1.820) enthalten. Davon entfallen Erträge in Höhe von Tsd. € 2.319 (Vorjahr: Tsd. € 1.085) auf die Auflösung von Rückstellungen sowie Tsd. € 59 (Vorjahr: Tsd. € 147) auf Erträge aus Währungsumrechnungen. Materialaufwand (8)
Die in den Aufwendungen für bezogene Leistungen enthaltenen Aufwendungen für Leiharbeitnehmer im Produktionsbereich (Tsd. € 4, Vorjahr: Tsd. € 101) wurden im Geschäftsjahr und Vorjahr umgegliedert in den Personalaufwand. Personalaufwand (9)
Sonstige betriebliche Aufwendungen (10) In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind aperiodische Aufwendungen (Tsd. € 2, Vorjahr Tsd. € 5) sowie Aufwendungen aus Währungsumrechnungen (Tsd. € 10, Vorjahr: Tsd. € 6) enthalten. Erträge aus Beteiligungen (11)
Abschreibungen auf Finanzanlagen (12) Die gebuchten Abschreibungen auf Finanzanlagen (Tsd. € 2.979, Vorjahr: Tsd. €: 0) betreffen die Anteile an einem ausländischen Tochterunternehmen sowie die Beteiligung an einem ausländischen Unternehmen. Zinsergebnis (13)
Aus der Diskontierung langfristiger Rückstellungen ergab sich ein Zinsaufwand in Höhe von Tsd. € 67 (Vorjahr: Tsd. € 56). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (14) Im Geschäftsjahr ist kein Steueraufwand entstanden. Sonstige Angaben zum Jahresabschluss Haftungsverhältnisse Es bestehen in Höhe von Tsd. € 15 Verpflichtungen aus Bürgschaften aus der Anmietung von Geschäftsräumen sowie Tsd. € 70 aus der Vertragserfüllung von Geschäftsbeziehungen. Es wurden hierbei keine Sicherheiten durch die Gesellschaft gestellt. Auf Basis einer kontinuierlichen Analyse der Risikosituation der eingegangenen Haftungsverhältnisse und unter Beachtung der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse geht die BÖWE SYSTEC GmbH, Lübeck, derzeit davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zu Grunde liegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können. Die BÖWE SYSTEC GmbH, Lübeck, schätzt daher bei den aufgeführten Haftungsverhältnissen das Risiko einer Inanspruchnahme als nicht wahrscheinlich ein. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen im Wesentlichen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen sowie IT-Dienstleistungen. Die künftigen Zahlungen bis zum Ablauf der Mindestlaufzeit der Verträge haben folgende Fälligkeiten:
Diese Maßnahmen haben liquiditätsschonende Auswirkungen. Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen beläuft sich auf Tsd. € 308 (Vorjahr: Tsd. € 119). Marktübliche Geschäfte Es sind ausschließlich Geschäfte zu marktüblichen Bedingungen mit nahestehenden Unternehmen abgeschlossen worden. Derivative Finanzinstrumente Die BÖWE SYSTEC GmbH ist international tätig und somit Währungsrisiken aus Kursschwankungen der in unterschiedlichen Währungen abgeschlossenen Geschäfte ausgesetzt. Projektbezogen werden Devisengeschäfte (USD, JPY und GBP) abgeschlossen. Es liegen keine Bewertungseinheiten gem. § 254 HGB vor. Zum 31. Dezember 2023 bestehen keine offenen Devisentermingeschäfte. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres, die einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zur Folge gehabt hätten, haben sich nach dem Schluss des Geschäftsjahres im Sinne des § 285 Nr. 33 HGB nicht ergeben. Sonstige Angaben Im Jahresdurchschnitt waren 295 Mitarbeiter (ohne Auszubildende und ohne Geschäftsführer) beschäftigt. Davon entfallen auf gewerbliche Mitarbeiter 137 und auf Angestellte 158. Zusätzlich waren im Jahresdurchschnitt 3 Leiharbeitskräfte im Unternehmen tätig. Auf die Anhangsangabe gemäß § 285 Nr. 17 HGB über das Abschlussprüferhonorar wird verzichtet, weil die Angaben in dem die Gesellschaft einbeziehenden Konzernabschluss der L. Possehl & Co. mit beschränkter Haftung, Lübeck, enthalten sind. Geschäftsführung
Der Geschäftsführer ist von den Beschränkungen des § 181 BGB Rechtsgeschäfte als Vertreter Dritter abzuschließen befreit. Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Konzernverhältnisse Das Mutterunternehmen der BÖWE SYSTEC GmbH, das den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis an Unternehmen aufstellt, ist die L. Possehl & Co. mbH, Lübeck. Der Konzernabschluss der L. Possehl & Co. mbH wird im Unternehmensregister veröffentlicht. Gemäß § 291 Abs. 1 HGB verzichtet die Gesellschaft auf die Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses.
Lübeck, den 10. Juli 2024 BÖWE SYSTEC GmbH, Lübeck Joachim Koschier Geschäftsführung Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2023
1) Bei Fremdwährungsabschlüssen wird
das Eigenkapital zum Stichtagskurs 31. Dezember 2023
umgerechnet, Jahresergebnis mit EUR Durchschnittskurs.
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Geschäftsumfeld Die BÖWE SYSTEC Gruppe (BOWE Group) zählt zu den weltweiten Anbietern intelligenter Automatisierungs- und IoT-Softwarelösungen entlang der gesamten innerbetrieblichen Wertschöpfungskette - und darüber hinaus. Seit mehr als 75 Jahren optimieren die Lösungen der BÖWE SYSTEC GmbH Arbeits- und Produktionsabläufe in den unterschiedlichsten Branchen. Immer mit dem Anspruch, Kunden mithilfe innovativer, maßgeschneiderter Technologien entscheidende Vorteile in ihren Märkten zu verschaffen. Unter dem Dach der BOWE Group bieten drei starke Divisions bzw. Markennamen wegweisende Automatisierungslösungen, die exakt auf die spezifischen Bedürfnisse ihrer Zielmärkte (Geschäftsfelder) abgestimmt sind:
Das 1945 gegründete Unternehmen mit Hauptsitz in Augsburg, Deutschland, ist seit 2010 eine 100- prozentige Tochter der breit aufgestellten, finanzkräftigen Possehl Unternehmensgruppe mit Sitz in Lübeck, Deutschland. Mit knapp 1.000 Mitarbeitern, 31 unmittelbaren und mittelbaren Tochter- und Beteiligungsgesellschaften und über 50 Generalvertretern weltweit gewährleistet die BOWE Group eine reaktionsschnelle lokale Beratungs-, Vertriebs- und Serviceunterstützung von Kunden rund um den Globus. 2. Gesamtwirtschaftliches Umfeld Weltwirtschaftliches Umfeld Im Kalenderjahr 2023 entwickelte sich die Weltwirtschaft mit einem Wachstum von 3,1 Prozent leicht besser als erwartet bzw. prognostiziert. Im Vergleich - ausgenommen der Rezessionsjahre - war das Jahr 2023 jedoch eines der wachstumsschwächsten Jahre der letzten Jahrzehnte (nur 2019 war mit +2,8 Prozent noch schlechter). Länder wie USA (+2,5 Prozent) und mehrere Schwellen- und Entwicklungsländer konnten die Erwartungen hinsichtlich des Bruttoinlandsprodukts 2023 übertreffen. Im Falle der USA trug v.a. die Dynamik des Konsums entscheidend dazu bei. Dagegen verhielten sich die Verbraucher im Euro-Raum aufgrund der hohen Inflationsraten und Energiekosten deutlich und weiterhin zurückhaltender. Weiter bremste auch die Zinsentwicklung den privaten Konsum und die Investitionsbereitschaft der Unternehmen durch die gestiegenen Finanzierungskosten. Unter den größeren Volkswirtschaften zeigte der Euro-Raum folglich zusammen mit dem Vereinigten Königreich mit nur je +0,5 Prozent die schwächsten Performances. Die negativen Auswirkungen des Ukraine Krieges sind nach wie vor am deutlichsten in den Ländern Europas zu spüren. Das Wachstumstempo in den entwickelten Volkswirtschaften (Ausnahme USA) verlangsamte sich deutlich gegenüber 2022 - dahingegen konnte die Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer ihre Dynamik beibehalten mit +4,1 Prozent. Trotz zahlreicher Sanktionen zeigte sich Russland doch recht widerstandsfähig mit +3,0 Prozent. In China belasteten der Immobiliensektor, geopolitische Verstimmungen mit den USA/EU sowie schwache Industrieinvestitionen die konjunkturelle Erholung. Laut Internationalem Währungsfonds (IWF) lag das gesamtwirtschaftliche Wachstum bei +5,2 Prozent. 1 Im Verlauf des Jahres 2023 nahmen die pandemiebedingten Störungen innerhalb der Wertschöpfungsketten sukzessive ab. Die restriktive Geldpolitik der Nationalbanken wurde weitgehend fortgeführt, wodurch sich die Kreditkosten im Laufe des Berichtsjahres weiter erhöhten. In den meisten Ländern gingen die Inflationsraten im Jahresverlauf zwar zurück, übertrafen aber meist trotzdem noch deutlich das Zielniveau. Die geschätzte globale Inflationsrate lag bei +6,8 Prozent. Dagegen wuchs der globale Warenhandel im Gesamtjahr 2023 nur um rund +0,4 Prozent und auch die Industrieproduktion entwickelte sich 2023 schwach mit real +0,9 Prozent. In den Entwickelten Volkswirtschaften reduzierte es sich um -1,2 Prozent (mit Ausnahme USA, wo ein Rückgang der Industrieproduktion vermieden wurde). Zuwächse von +2,8 Prozent erreichten die Schwellen- und Entwicklungsländer, wobei China (+4,4 Prozent) und die osteuropäischen Länder einschließlich der GUS (+3,5 Prozent) überdurchschnittlich zulegen konnten. 2 Die Nachfrage nach Investitionsgütern fiel angesichts des anhaltend unsicheren politischen und wirtschaftlichen Umfelds sowie der gestiegenen Finanzierungskosten schwächer aus als im Vorjahr. Trotz rückläufiger Auftragseingänge entwickelten sich die Umsätze im zyklischen Maschinenbau im Jahr 2023 dennoch teilweise robust - bedingt durch überdurchschnittlich hohe Auftragsbestände zu Jahresbeginn, durch diese die Produktion und Umsatz gepuffert wurden. Im weiteren Verlauf in der zweiten Jahreshälfte nahm die Unterstützung durch diese Auftragspolster jedoch ab, so dass die Umsatzentwicklung preisbereinigt meist negativ ausfiel. Gemäß Schätzung der VDMA-Volkswirte stagnierte der preisbereinigte Maschinenumsatz auf Jahressicht weltweit - nur einige wenige Länder zeigten bessere Entwicklungen. Hinsichtlich der TOP-10-Maschinenbaustandorte sind hier Indien (+10 Prozent), das Vereinigte Königreich (+5 Prozent) und China (+2 Prozent) als Beispiel zu nennen. Die reale Umsatzentwicklung in den USA (- 3 Prozent) und im Euro-Raum (-1 Prozent) war trotz Investitionsförderprogrammen rückläufig. Süd-Korea (-5 Prozent) und Japan (-6 Prozent) waren sogar noch stärker vom Umsatzrückgang betroffen. 3 Europäische Konjunktur Das Bruttoinlandsprodukt innerhalb der EU stagnierte laut dem IWF und wuchs kaum im Jahr 2023 - die Schätzung für den Anstieg liegt bei +0,5 Prozent. Dieser Wert ist schlechter als erwartet und entspricht einem merklichen Verlust gegenüber dem Vorjahr (mit +3,4 Prozent). Die anhaltende Inflation von +6,4 Prozent dämpfte den privaten Konsum spürbar und sowohl Exporte als auch Importe gingen zurück. Mit +1 Prozent stiegen die Investitionen voraussichtlich leicht an. Getrieben durch die Niederlande, Frankreich und Italien entwickelten sich die Ausrüstungsinvestitionen mit +4 Prozent abermals dynamischer. Schwache Nachfrage und Energiepreise drückten auf die Industrieproduktion innerhalb der EU und die höheren Finanzierungskosten dementsprechend auf die Nachfrage nach Investitionsgütern. Nach vorläufigen Zahlen schrumpfte die EU-Maschinenproduktion um -1,4 Prozent (preis- und kalenderbereinigt) im Gegensatz zum Vorjahr (+5 Prozent). Überdurchschnittlich zeigten sich hier u.a. Frankreich, Polen, Schweden, Finnland und Belgien und besonders unterdurchschnittlich die Niederlande, Bulgarien, Dänemark und Rumänien. 4 Deutsche Konjunktur Erste Prognosen gehen von einem Rückgang von -0,3 Prozent im preisbereinigten Bruttoinlandsproduktes im Vergleich mit dem VJ aus. Die anhaltend schwierige wirtschaftlich und politische Lage und das krisengeprägte Umfeld behinderte die gesamtwirtschaftliche Entwicklung Deutschlands. Trotz der jüngsten Rückgänge wirkten die hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen sich negativ auf die Konjunktur aus. Hinzu kamen gestiegene Zinsen und somit schlechtere Finanzierungsmöglichkeiten und gesunkene Nachfragen aus dem In- und Ausland. Folglich setzte sich die Erholung des Deutschen Wirtschaft nach dem corona-bedingten tiefen Einbruches in 2020 nicht weiter fort im abgelaufenen Jahr. Die Bruttowertschöpfung bzw. deren Entwicklung verlief sehr unterschiedlich in den einzelnen Wirtschaftsbereichen. Im produzierenden Gewerbe (ohne Bau) verschlechterte sich die Wirtschaftsleistung um -1,8 Prozent (v.a. durch niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung). Ebenfalls preisbereinigt leicht mit -0,3 Prozent im Minus lag auch das verarbeitende Gewerbe. Einige positive Entwicklungen zeigten sich im Bereich Automobilindustrie sowie dem sonstigen Fahrzeugbau. In den Industriezweigen Chemie und Metall führte sich der - aufgrund der Energieintensivität und der Verteuerung - negative Trend in Produktion und Wertschöpfung fort. Das Baugewerbe wurde negativ durch den Fachkräftemangel, die anhaltend hohen Baukosten und auch die gestiegenen Finanzierungsmöglichkeiten beeinflusst. Der Sektor Dienstleistung steigerte die wirtschaftlichen Aktivitäten und stützte somit die Gesamtwirtschaft im abgelaufenen Jahr.
1 Quelle: VDMA "Maschinenbaukonjunktur
2023/Ausblick 2024"
Erstmals seit fast 20 Jahren reduzierte - vor allem durch den Wegfall von staatlich finanzierten Corona Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen an Krankenhäuser - der Staat seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,5 Prozent) im abgelaufenen Jahr 2023. Dagegen stiegen die Ausrüstungsinvestitionen (v.a. Maschinen, Geräte und Fahrzeuge) um +3,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr 2022. Hier ist u.a. der Anstieg der gewerblichen PKW Neuzulassungen, welcher durch den Umweltbonus für Elektroautos verstärkt wurde, als ein Grund anzuführen. Auch der Handel mit dem Ausland wurden von der verhaltenen weltwirtschaftlichen Dynamik und der schwachen inländischen Nachfrage negativ beeinflusst und ging trotz sinkender Preise zurück. Per Saldo wurde aber ein positiver Außenbeitrag zur Stützung des Bruttoinlandsproduktes - preisbereinigt sanken die Importe stärker mit -3,4 Prozent als die Exporte mit -2,2 Prozent - erreicht. Rund 45,9 Millionen Erwerbstätige mit Arbeitsort in Deutschland erbrachten die Wirtschaftsleistung im Jahr 2023 (+0,7 Prozent). Die Steigerung resultiert u.a. durch die Zuwanderung von ausländischen Arbeitskräften sowie einer steigenden Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels konnten hiermit kompensiert werden, wobei der Beschäftigungsaufbau fast nur den Sektor Dienstleistungen betraf. 5 Im deutschen Maschinen- und Anlagenbau sank die Produktion real um -0,6 Prozent laut vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamts im Vergleich zum Vorjahr, wobei sich die Materialengpässe im Laufe des Jahres weitestgehend aufgelöst haben. Hohe Auftragsbestände zu Jahresbeginn pufferten die Produktion in den ersten Monaten, brachen aber aufgrund der schwachen Dynamik der Auftragseingänge Stück für Stück im Jahresverlauf weg. Die Unsicherheiten spiegelten sich in der Zurückhaltung bei den Bestellungen wider (-12 Prozent preisbereinigt). 6 Vor dem Hintergrund dieser wirtschaftlichen Entwicklungen war das Jahr 2023 für die BÖWE SYSTEC GmbH geprägt von einem schwierigen Umfeld, weiterhin zögerlichem Verhalten seitens der Kunden, einigen Sondereffekten und war schlussendlich sehr herausfordernd, was zu einem negativeren Ergebnis als geplant führte. Dazu verweisen wir auf Punkt 3. 3. Geschäftsverlauf und Ertragslage Die BÖWE SYSTEC GmbH bewegt sich auch weiterhin in einem kompetitiven Marktumfeld. Unsere wirtschaftliche Lage und die Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 wurde durch außerplanmäßige Abschreibungen von Finanzanlagen, negativem Zinsergebnis und Rückgängen von Beteiligungserträgen negativ beeinflusst. Die finanzielle Lage des Unternehmens ist unverändert solide, u.a. auch durch die Zugehörigkeit zum Possehl-Konzern.
5 Quelle: Statistisches Bundesamt
Die BÖWE SYSTEC startete mit einem guten Auftragsbestand in das Geschäftsjahr 2023, der aber leicht unter dem Vorjahr lag. Die schon im Jahr 2022 vorhanden Zurückhaltungen bzw. Verschiebungen bezüglich neuer Bestellungen seitens der Kunden zeigten sich auch im abgelaufenen Jahr, sodass der Umsatz nahezu konstant blieb und die geplante Steigerung nicht erzielt werden konnte. Der Auftragsbestand zum Jahresende lag gegenüber dem Vergleichszeitpunkt des Vorjahres auf leicht erhöhtem Niveau (+1,2 Prozent). Neben dem Auftragseingang, dem Auftragsbestand und dem Umsatz ist ein weiterer finanzieller Leistungsindikator das Betriebsergebnis. Die geplanten Umsätze von EUR 55,8 Mio. für die BÖWE SYSTEC im Jahr 2023 konnten nicht erreicht werden. Somit konnte auch das geplante Betriebsergebnis von EUR 1,3 Mio. nicht erreicht werden. Das ausgewiesene Betriebsergebnis im Geschäftsjahr 2023 beträgt EUR -5,3 Mio. gegenüber EUR 3,3 Mio. im Vorjahr und resultiert u.a. aus Sondereffekten bei den außerplanmäßigen Abschreibungen auf Finanzanlagen sowie Kostensteigerungen (Zinsen, Energie usw). Das genannte Betriebsergebnis entspricht dem Ergebnis vor Steuern, ohne Beteiligungserträge. Die Geschäftsführung ist trotz der Herausforderungen, verbunden mit den erheblichen Investitionen in die neuen Geschäftsfelder mit dem Geschäftsverlauf noch zufrieden. 3.1 Umsatz Die BÖWE SYSTEC GmbH erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von EUR 49,9 Mio., was ziemlich genau dem Vorjahrswert von EUR 50,0 Mio. entspricht. Nach Regionen stellen sich die Umsatzerlöse wie folgt dar:
Nach Tätigkeitsbereichen teilen sich die Umsatzerlöse wie folgt auf:
Im Inlandsbereich wurden die Vorjahreswerte nicht erreicht, wogegen das Ausland die Verluste kompensieren konnte. Während der Inlandsbereich in Deutschland eine Reduktion von gut 11 Prozent verzeichnete, verbuchte das Auslandsgeschäft einen Umsatzgewinn von über 7 Prozent. Guten Geschäften im Ausland, v.a. in Europa, standen rückläufige und zurückhaltende Verkäufe im Inland gegenüber. Unser Geschäft unterliegt aber solchen zyklischen Schwankungen und durch die mehrjährigen Nutzungsdauern unserer Anlagen und Maschinen sind Schwankungen bzw. geographische Verschiebungen hier normal und auch zukünftig zu erwarten. Im Altgeschäft (BOWE SYSTEC) wurden die Vorjahreszahlen nicht ganz erreicht, welche aber durch positive Wachstumsimpulse im Neugeschäft (BOWE INTRALOGISTICS) aufgefangen werden konnten. Das Servicegeschäft inkl. Ersatzteile war trotz zum Teil auslaufenden Serviceverträgen leicht erhöht in Summe verglichen mit dem Vorjahr. 3.2 Rohertrag Die Rohertragsspanne, bezogen auf die Betriebsleistung, lag mit rund 61 Prozent unter dem Niveau des Vorjahreswertes von 64 Prozent. Neben den z.T. anhaltenden Lieferkettenproblemen, Ukrainekrieg (Preissteigerungen) beeinflusste die Verschiebung hin zum Neugeschäft (geringere Margen) diese Kennzahl bezüglich des Rohertrages. Durch unterjährig intensive Preisverhandlungen auf der Vertriebsseite, die Aufnahme von Preis-Indizes-Orientierungen in Serviceverträgen sowie konsequentes Einkaufsmanagement konnten die gestiegenen Preise zum Teil an die Endkunden weitergegeben bzw. aufgefangen werden. Der Rohertrag betrug 2023 EUR 30,1 Mio. (Vorjahr: EUR 32,9 Mio.) und lag unter dem Planniveau (EUR 36,2 Mio.). Der Rohertrag entspricht den Umsatzerlösen abzüglich (Vorjahr: zuzüglich) der Bestandsveränderungen und aktivierten Eigenleistungen abzüglich des Materialaufwandes und der bezogenen Leistungen. 3.3 Ergebnis vor Steuern Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen unter dem Vorjahresniveau, was insbesondere auf der im Vorjahr enthaltenen Versicherungszahlung in Höhe von EUR 1,1 Mio. zurückzuführen ist. Der Personalaufwand und die Beschäftigungszahl sind im Geschäftsjahr weiter gesunken. Die Entwicklungsaktivitäten wurden 2023 durch diverse Projekte weiter vorangetrieben und führten zu erhöhten Kosten verglichen mit den Vorjahren in diesem Bereich. Aufwendungen im Bereich Energie sind im aktuellen Jahr wieder etwas zurückgegangen. Bezüglich Instandhaltung stiegen die Kosten zum Vorjahr etwas. Des Weiteren wurden Dividenden von Tochtergesellschaften in Höhe von EUR 5,1 Mio. vereinnahmt (Vorjahr EUR 9,9 Mio.) und außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen vorgenommen mit EUR 3,0 Mio. (Vorjahr: EUR 0,0 Mio.). Insgesamt wurde mit EUR -0,2 Mio. ein gegenüber dem Vorjahr deutlich reduziertes Ergebnis vor Steuern (EBT) inkl. Beteiligungserträge ausgewiesen (Vorjahr: EUR 13,3 Mio.). Nach wie vor gilt das Hauptaugenmerk dem strikten Kostenmanagement sowie einer stabilen Rohertragsspanne, die durch Effizienzsteigerungen und Materialkostenmanagement gewährleistet werden soll. Im abgelaufenen Geschäftsjahr führten Produktmixverschiebungen von BOWE SYSTEC hin zu BOWE INTRALOGISTICS, zu einer reduzierten Rohertragsspanne in Prozent zur Gesamtleistung. In Bezug auf das Ergebnis vor Steuern ergibt sich eine Umsatzrentabilität von -0,3 Prozent (Vorjahr 26,5 Prozent), v.a. durch die gesunkenen Margen, außerplanmäßigen Abschreibungen auf Finanzanlagen sowie geringere Beteiligungserträge. Der Jahresfehlbetrag beträgt EUR -0,2 Mio. (Vorjahr: EUR 0 Mio.; durch bis dahin bestehenden Ergebnisabführungsvertrag, dabei fiel ein Aufwand aus Gewinnabführung von EUR 12,9 Mio. an. ). 4. Investitionen Das geplante Investitionsvolumen ohne Finanzanlagen lag mit EUR 1,3 Mio. im Geschäftsjahr 2023 deutlich unter dem Volumen des Vorjahres (EUR 2,0 Mio.) - es konnten fast alle Investitionen abgeschlossen werden und somit lag das Ist-Volumen bei EUR 1,3 Mio.. Die Investitionen betrafen v.a. weitere Verbesserungen im Produktionsprozess und der Fertigung, Austausch von Betriebsmitteln, als auch für Energieeinsparungen. Zusätzliche Investitionen betrafen vor allem kleinere Investitionen unter TEUR 10 sowie die Anschaffung von Werkzeugen. Für 2024 sind Investitionen in Höhe von EUR 2,3 Mio. geplant, wobei der Großteil davon weitere Verbesserung im Bereich Produktion/Fertigung betrifft. 5. Vermögens- und Finanzlage 5.1 Analyse der Bilanzstruktur Per 31.12.2023 erhöhte sich die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahreswert um EUR 10,9 Mio. auf EUR 92,4 Mio. (Vorjahr EUR 81,5 Mio.). Die Vermögensstruktur der BÖWE SYSTEC GmbH stellt sich wie folgt dar:
Die Erhöhung des Aktivvermögens ist insbesondere auf den Aufbau des Anlagevermögens/Finanzanlagen (Investition in weitere Beteiligungen) und dem Aufbau der Forderungen gegen verbundene Unternehmen begründet. Die Kapitalstruktur der BÖWE SYSTEC GmbH weist folgendes Bild auf:
Das Eigenkapital ist gegenüber dem Vorjahreswert durch den Jahresfehlbetrag 2023 etwas reduziert ( - 0,2 MEUR). Die Eigenkapitalquote sank von 49,0 Prozent auf immer noch stabile 43,0 Prozent. Die Rückstellungen liegen mit EUR 9,6 Mio. unter dem Vorjahresniveau. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen stichtagsbedingt um EUR 0,8 Mio. und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um EUR 12,6 Mio. auf EUR 39,8 Mio, bedingt durch den Anstieg der Cashpooling Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit den Erwerb von Beteiligungen im Geschäftsjahr 2023. 5.2 Finanzstrategie Die Finanzstrategie der BÖWE SYSTEC GmbH besteht im Erreichen bestimmter Finanzkennziffern, wie einer geringen Nettoverschuldung sowie einer ausreichenden Liquiditätsreserve. Durch eine Teilnahme am Cashpooling mit der Muttergesellschaft wird der Finanzbedarf und die Liquidität bis hin zu unseren Tochtergesellschaften gesichert. In diesem Zusammenhang werden kurz- und langfristige Kredite an Tochtergesellschaften zentral über die BÖWE SYSTEC GmbH vergeben. Zur Begrenzung von Währungskursrisiken werden Sicherungsgeschäfte wie Devisentermingeschäfte abgeschlossen (keine Bewertungseinheiten im handelsrechtlichen Sinne). 6. Zweigniederlassungen Neben dem Verwaltungs- und Produktionsstandort in Augsburg hat die BÖWE SYSTEC GmbH eine Zweigniederlassung in Oberursel, welche ausschließlich für Vertriebs- und Serviceaufgaben in Deutschland verantwortlich ist. Im Ausland werden die Produkte und Dienstleistungen über rechtlich selbstständige Service- und Vertriebsgesellschaften vertrieben. Weitere Produktionsstätten der BOWE Group befinden sich in Beuningen (Holland), Kinna (Schweden), Holmfirth (England) und Misinto (Italien). 7. Mitarbeiter und Arbeitssicherheit Die BÖWE SYSTEC GmbH beschäftigte 2023 durchschnittlich 310 Mitarbeiter, davon 12 Auszubildende (Vorjahr: 322 Mitarbeiter, 16 Auszubildende) inkl. Leiharbeiter ohne Berücksichtigung der Geschäftsführung. Die Mitarbeiter stellen für die BÖWE SYSTEC GmbH einen nicht finanziellen Leistungsindikator dar. Der Personalbestand reduzierte sich im Berichtsjahr 2023. Hierdurch wurde den sich verändernden Rahmenbedingungen sowie des Umsatzrückgangs im rückläufigen Kuvertiermarkt Rechnung getragen. Die personellen Risiken, insbesondere die Rekrutierung erforderlicher qualifizierter Fachkräfte vor dem Hintergrund des bestehenden Arbeitnehmermarktes sowie eine mögliche Personalfluktuation, werden als mittel eingestuft. Vor dem Hintergrund des rückläufigen Arbeitskräfteangebots wurden neben den klassischen Wegen der Personalrekrutierung auch kreative, neue Wege, eingeschlagen, beispielsweise im Bereich Social Media oder die Einstellung von Arbeitskräften aus Drittstaaten (EU Blue Card). Auch der dualen Ausbildung sowohl in technischen wie auch kaufmännischen Berufen kommt hierbei eine besondere Bedeutung zu. Mit einer Ausbildungsquote, die regelmäßig über dem Eigenbedarf liegt, kommen wir unserer gesellschaftlichen Verpflichtung nach. Dabei bieten wir nach Möglichkeit allen Auszubildenden auf Wunsch hin eine mindestens befristete Anschlussbeschäftigung an, damit sie erste Berufserfahrung sammeln können. Neben der Besetzung u.a. von Schlüsselpositionen wird es für den nachhaltigen Erfolg auch eine Rolle spielen, ob es dem Unternehmen gelingen wird, die gut ausgebildeten und erfahrenen Fachkräfte zu halten und an das Unternehmen zu binden. Hierbei wird auf attraktive Arbeitsbedingungen und vor allem ein gutes Mit- und Füreinander gesetzt. Letzteres gilt insbesondere auch für die fruchtbare Zusammenarbeit mit der Arbeitnehmervertretung. Die notwendige Weiterbildung der Belegschaft wurde auch im Berichtsjahr unverändert fortgeführt, wobei ein zusätzlicher Fokus auf Umqualifizierung in Richtung der neuen Geschäftsfelder gelegt wurde (strategische Zielsetzung). Hierbei kommt auch dem innerbetrieblichen Wissenstransfer, auch länderübergreifender Hinsicht, eine besondere Bedeutung zu. Zur Wahrung des Datenschutzes wurde das Bewerbermanagement zwischenzeitlich vollständig digitalisiert, die Umsetzung von Löschfristen erfolgt vollautomatisiert. Auch unterstützen digitale Prozesse die operative Personalarbeit und gewährleisten hierdurch eine gute Arbeitsqualität. Arbeitssicherheit genießt einen hohen Stellenwert, alle gesetzlichen Vorgaben wurden umgesetzt. 8. Forschung und Entwicklung 2023 Im Geschäftsjahr 2023 wurden in vielen Produktbereichen zahlreiche Neuentwicklungen und Entwicklungstätigkeiten durchgeführt. Der Wettbewerbsdruck stellt die Wirtschaftlichkeit weiterhin täglich vor neue Herausforderungen. Dementsprechend fokussieren wir unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten auf die aktuellen Anforderungen unserer Kunden. Hierbei steht die Automatisierung ebenso im Vordergrund, wie die Reduzierung der Lebenszyklus- und Produktionskosten. Darunter fielen unter anderem die Integration/Installation von Automatisierungslösungen im Bereich SYSTEC, Entwicklung neuer Kartenmaschinen und weitere Integrationslösungen wie Cobot und AMR. Im Bereich INTRALOGISTICS wurden Installationen von Fördersystemen abgewickelt und die Produktion von Förderbändern in Augsburg ausgeweitet. Projekte zur Verbesserung bei der Inbetriebnahme, Weiterentwicklung unserer Produkte und weitere Automatisierungskonzepte sind in Arbeit und werden auch teils externer Unterstützung vorangetrieben. Im Geschäftsjahr wurden von rd. 42 F&E Mitarbeitern ca. 10 Projekte bearbeitet, über 45 Tsd. Stunden Entwicklungsleistungen in allen Bereichen geleistet und es konnten weitere 5 Patente zur Anmeldung gebracht werden in den Bereichen SYSTEC und INTRALOGISTICS. Somit haben wir aktuell über 50 aktive Patente, welche sich auf weit über 200 Patente in den unterschiedlichsten Ländern verteilen. 9. Risikomanagement und internes Kontrollsystem Die BÖWE SYSTEC GmbH ist in eine zunehmend komplexe und globale Geschäftswelt eingebunden und somit vielfältigen wirtschaftlichen Risiken ausgesetzt, die sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken können. Zur Identifikation und Bewertung wesentlicher Risiken wurde ein umfassendes Kontroll- und Risikomanagementsystem implementiert, welches fortlaufend weiterentwickelt wird. Das Risikomanagementsystem wird im vierteljährlichen Rhythmus erstellt und enthält spezifische Risikogruppen, die analysiert werden. Weitere Bausteine des Risikomanagementsystems sind detaillierte, zeitnahe monatliche und quartalsweise Berichtsysteme, die einen Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaften der BOWE Group geben. Des Weiteren ist in diesem Zusammenhang die jährliche Unternehmensplanung zu nennen, die neben einer operativen Planung eine umfangreiche strategische Komponente beinhaltet. Ein weiteres Augenmerk wird dem Investitionscontrolling gewidmet, wobei für größere Investitionsprojekte individuelle Rentabilitätsrechnungen durchgeführt werden, die sich an den Richtlinien der Possehl-Gruppe orientieren. Bei der Risikobewertung werden die nachfolgenden Risikofelder schwerpunktmäßig betrachtet. Es sind derzeit keine wesentlichen Risiken bekannt, die den Fortbestand der BÖWE SYSTEC GmbH gefährden könnten. Alle uns bekannten Risiken werden und wurden durch entsprechende Rückstellungen ausreichend abgebildet. Im Wesentlichen sind die folgenden Risiken hinsichtlich ihrer Gewichtung genannt (nicht abschließend): Absatzrisiken Die unternehmerische Tätigkeit der BÖWE SYSTEC GmbH erstreckt sich auf eine Vielzahl internationaler Märkte, aus der sich naturgemäß eine höhere Konjunkturanfälligkeit ergibt sowie eine gewisse Abhängigkeit von den Entwicklungen der lokalen Märkte. Neben den direkten Auswirkungen auf Absatz und Umsatz können sich dabei negative Effekte auf die bilanziellen Wertansätze von Vermögenswerten ergeben. Die Produkte und Dienstleistungen der Gesellschaft werden über eigene Vertriebs- und Servicegesellschaften vertrieben, die in einem engen Kontakt zur BÖWE SYSTEC GmbH und den anderen Produktionsstandorten stehen. So kann auf eventuelle Marktveränderungen zeitnah reagiert werden. Mögliche Risiken im SYSTEC-Bereich ergeben sich u.a. aus der stetig wachsenden Digitalisierung und dem sich abschwächenden Markt und der Wettbewerbssituation. Ein Klumpenrisiko - durch eine Konzentration auf wenige Einzelkunden oder Marktsegmente - liegt nicht vor. Absatzrisiken können sich weiterhin aus gestörten Lieferketten und Preissteigerungen ergeben, welche - aufgrund der daraus resultierenden Fehlteilproblematik - verzögerte Auslieferungszeiten und unter Umständen Pönale-Zahlungen nach sich ziehen. Diese Situation könnte eine Verschiebung von Marktanteilen bewirken. Diese Problematik schwächte sich aber im abgelaufenen Jahr im Vergleich zu den Vorjahren ab. Beschaffungsrisiken Die BOWE SYSTEC GmbH bezieht ihre Waren und Dienstleistungen bei einer Vielzahl von Lieferanten und Herstellern. Dabei ist es ein Ziel, mit Kernlieferanten langfristige Lieferverträge abzuschließen, wobei zur Risikobegrenzung auch alternative Lieferquellen ausfindig gemacht werden, sofern dieses möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist. Auch vor dem Hintergrund potentieller Handelskonflikte und gestörter Lieferketten und politischen Einflüssen ist immer mit weiteren Beschaffungsrisiken zu rechnen. Die in den Vorjahren vorherrschende Lieferkettenproblematik mit signifikanten Produktions- und Fehlteilproblemen schwächte sich deutlich ab im Jahr 2023. Weiterhin sind die in den Vorjahren vorhandenen Risiken in Bezug auf Lieferausfälle, Lieferterminverschiebungen, sowie Kapazitätsengpässe verbunden mit gestiegenen Beschaffungspreisen ebenso zurückgegangen. Durch eine Zweitlieferantenstrategie, Bestandspuffer und -aufbau sowie eine enge Führung und Abstimmung mit den Lieferanten und innerhalb unserer Organisation werden diese Risiken begrenzt bzw. auf ein Minimum reduziert. Positiv hierzu trägt die Umsetzung des Lieferkettensorgfaltsgesetzes bei. Lieferanten werden gezielt beurteilt, Risikoanalysen getätigt, mit gezielten Fragenkatalogen überprüft usw. und mögliche Risiken gezielt aufgedeckt und abgearbeitet. IT-Risiken IT-Risiken sind ein wichtiger Faktor in jedem Unternehmen, da sie Auswirkungen auf die Effizienz, Sicherheit und Finanzen haben können und immer mehr an Bedeutung gewinnen. Risiken entstehen hier durch interne und externe Faktoren wie z.B. Cyberangriffe, Schadsoftware, technische Probleme und vieles mehr. IT-spezifische Risiken können den Missbrauch geheimer Unternehmensdaten oder deren Beschädigung und Zerstörung aber auch die Störung der betrieblichen Abläufe treffen. Durch den Einsatz zeitgemäßer Schutzprogramme und Risikomanagement Prozesse wird das Eindringen und die Verbreitung von Schadsoftware verhindert. Unternehmensrelevante Daten werden durch Mehrfachsicherung und Verschlüsselung vor einem eventuellen Verlust geschützt, die Systeme werden regelmäßig überprüft und Schulungen der Mitarbeiter zur Schärfung der Sensibilität für Cyberkriminalität durchgeführt. Ein zum einen Teil hierarchisch aufgebautes, vor allem aber an den arbeitsplatzspezifischen Notwendigkeiten orientiertes System von Zugriffsberechtigungen auf Daten und Ausführungsberechtigungen von Transaktionen schränkt die Risiken eines eventuellen Datenmissbrauchs ganz erheblich ein. Diese und weitere Sicherungsmaßnahmen sowie fortlaufende Verbesserungen lassen die IT-spezifischen Risiken der BOWE Group gering erscheinen, sind aber nie vollständig auszuschließen. Wechselkursrisiken Die Entwicklung der Wechselkurse wird laufend überwacht und analysiert. Dabei werden mögliche Wechselkursrisiken gegebenenfalls durch Währungssicherungsgeschäfte (keine Bewertungseinheiten gem. § 254 HGB) minimiert. Es können jedoch bei den zunehmenden Volatilitäten von Währungen negative Kurseinflüsse durch unser Auslandsgeschäft (v.a. Japan, Schweden, UK und USA) auch in Zukunft nicht ausgeschlossen werden. Liquiditätsrisiken / Risiken aus Finanzinstrumenten Liquiditätsrisiken können durch den Anstieg des Nettoumlaufvermögens, Investitionen, ansteigende Rohstoffpreise oder durch Zahlungsausfälle entstehen. Um diese Risiken zu begrenzen, wird - neben der Anwendung diverser risikobegrenzender Instrumente - eine Optimierung der Finanzstruktur und das Vorhalten ausreichender Finanzmittel angestrebt. Durch einen guten betrieblichen Cash-Flow sowie der Verfügbarkeit ausreichender Gesellschafterdarlehen und Teilnahme am Cashpooling von L. Possehl war zu jedem Zeitpunkt die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft sichergestellt. Ebenso sind keine Risiken aus Forderungen und sonstigen Finanzinstrumenten ersichtlich. Kreditrisiken (Ausfallrisiken) Kreditrisiken ergeben sich aus den Geschäftsbeziehungen mit Kunden und Lieferanten. Im Risikomanagementprozess der Gesellschaft liegt der Schwerpunkt auf der Identifizierung, Messung und Steuerung der Kreditrisiken und Ihre Auswirkung auf die finanzielle Stabilität und Rentabilität. Durch eventuelle Probleme in der Lieferkette, ein angespanntes Zinsumfeld und weiter ansteigende Anforderungen im Finanzierungssektor kann es für diverse Kundengruppen schwieriger werden, sich zu refinanzieren. Vor diesem Hintergrund sind erhöhte Forderungsausfälle trotz effizienterer Kreditwürdigkeitsprüfungen möglich. Dieses Risiko stufen wir jedoch aufgrund unseres Kundenportfolios als nicht übermäßig ein. Zusätzlich werden bereits bei Vertragsabschluss Anzahlungen eingefordert. Personalrisiken Zu den Personalrisiken verweisen wir auf den o.g. Absatz. 10. Qualitäts- und Nachhaltigkeitsmanagement BÖWE verfügt über ein umfassendes Managementsystem, welches die Anforderungen der Normen DIN EN ISO 9001:2015 (Qualitäts-), 14001:2015 (Umwelt-) sowie des Qualitätsmanagements nach deutschem und internationalem Recht erfüllt und den hohen Qualitätsstandard der BÖWE Produkte sicherstellt. Die Wirksamkeit des Managementsystems wird über jährliche interne und externe Audits überprüft. Um die Nachhaltigkeit zu gewährleisten bzw. auszubauen fand im vorhergehenden Geschäftsjahr der Projektauftakt zu "Ökoprofit" (ÖKOPROFIT ® ist ein regionales ÖKOlogische PROjekt Für Integrierte Umwelt-Technik und ein Instrument, das Unternehmen ein professionelles Umweltmanagementsystem ermöglicht auf Basis von Workshops und betriebsindividuellen Beratungen) statt - inzwischen ist das Projekt abgeschlossen und wir sind zertifiziert als ÖKOPROFIT ® -Betrieb. Investitionen in Nachhaltigkeit wie Umstellung auf LED Beleuchtung in Augsburg innerhalb der Produktion, Modernisierung von Drucklufterzeugung inkl. Wärmerückgewinnung, Umstellung auf Elektrofahrzeuge oder auch Fahrrad-Leasing für Mitarbeiter (Jobrad) wurden weiterhin konsequent verfolgt und ausgebaut. Für 2024 ist auch weiterhin geplant innerhalb dieser wesentlichen Themen konkrete Ziele und Maßnahmen zu setzen, um in den kommenden Jahren schrittweise unser Nachhaltigkeitsengagement auszubauen. 11. Chancenbericht Durch die konsequente Verfolgung einer nachhaltigen, auf profitables Wachstum ausgerichteten Unternehmensstrategie hat die BÖWE SYSTEC GmbH eine Vielzahl von Chancen. Diese werden innerhalb eines strukturierten Prozesses identifiziert und weiterverfolgt. Die Bewertung von Chancen erfolgt insbesondere im Rahmen der operativen und strategischen Planung vor allem in Bezug auf Umsatzerlöse und Rentabilität. Bei Investitionen kommt die Kapitalwertmethode zum Einsatz. Im Jahr 2023 wurde eine Mehrheitsbeteiligung an der Solcon Systemtechnik GmbH, Lübeck, (Solcon) erworben. Mit diesem Schritt erweitert die BOWE GROUP ihr Portfolio insbesondere um leistungsstarke elektronische Ortungs- (RTLS) und RFID-Lösungen, die in der Intralogistik und zahlreichen anderen Branchen in wachsendem Maße gefragt sind. Innovative RTLS -, RFID- und andere elektronische Ortungstechnologien gewinnen als Kerntechnologien von Lokalisierungslösungen (Track & Trace) für die Nutzung im IoT zur Verfolgung von Vermögenswerten und Produkten in unterschiedlichen Branchen immer mehr an Bedeutung. Der Bedarf an kostengünstigen und hochpräzisen RTLS- und GPS-Lösungen steigt rapide an, da diverse Produkte, wie z. B. Antikollisionssysteme, auf den Markt kommen, die auf diesen Technologien beruhen. Die Entwicklung und praktische Implementierung derartiger Lösungen ist heute das Hauptgeschäftsfeld der Solcon Systemtechnik GmbH. Das 1992 gegründete Unternehmen hat sich außerdem als Hersteller von maßgeschneiderten Industrie-PCs für den Einsatz in rauen oder sensiblen Umgebungen sowie von mobilen Computerarbeitsplätzen mit vielfältigen Variationsmöglichkeiten einen Namen gemacht. Durch die Mitte April 2023 vollzogene Beteiligung an Solcon hat sich die BOWE GROUP ein attraktives Portfolio an fortschrittlichen Trend-Technologien erschlossen. Die Entwicklungen von Solcon stärken die Automatisierungskompetenz der gesamten BOWE GROUP. Sie ergänzen die Lösungsangebote der BOWE-Geschäftsbereiche BOWE IQ und BOWE INTRALOGISTICS in den Bereichen Auto-ID, Track & Trace sowie Asset Tracking und Asset Management perfekt. Im Fokus stehen dabei neben RFID-Produkten die Ortungslösungen von Solcon. Zum Beispiel ermöglicht ein von dem Unternehmen auf Basis der Funklaufzeitmessung entwickeltes TDoA (Time Difference of Arrival)- Verfahren eine sehr schnelle und präzise Indoor-Ortung. Mit dieser Technologie lässt sich eine große Anzahl von bewegten Objekten gleichzeitig in Echtzeit lokalisieren. Auf diesem Gebiet verfügt Solcon über umfangreiche Erfahrungen mit Kundenprojekten, bei denen zum Teil mehrere Hundert Flurförderzeuge simultan geortet und überwacht werden. Neben Intralogistik und industriellen Fertigungsabläufen zählt die Ortung von Fahrzeugflotten im ÖPNV zu den wachsenden Einsatzbereichen der Solcon- Ortungstechnologie. Mit dieser neuen Beteiligung erweitern wir unser Portfolio um Lösungskomponenten, die die Angebote von BOWE IQ und BOWE INTRALOGISTICS ergänzen und verbessern. Darüber hinaus besitzen die Technologien von Solcon das Potenzial, die Softwarelösungen unseres Beteiligungsunternehmens MOV.AI für mobile autonome Roboter aufzuwerten und mit dem Antikollisionssystem von Solcon leistungsfähiger zu machen. Insgesamt bauen wir durch diesen Schritt die Wertschöpfungskette der BOWE GROUP weiter aus. Das Engagement bei Solcon entspricht ganz unserer langfristigen Strategie, zum Single Point of Contact für Kunden in den von uns bearbeiteten Märkten zu werden. Des Weiteren haben das gesamtwirtschaftliche Umfeld sowie die Marktentwicklung in den lokalen Märkten einen bedeutenden Einfluss auf die Finanz- und Ertragslage der BÖWE SYSTEC GmbH. Eine verbesserte konjunkturelle Entwicklung in den jeweiligen Absatzmärkten der Gesellschaft würde somit eine bedeutende Chance darstellen. Die Umsatzplanung für 2024 basiert auf den Einschätzungen der Unternehmensleitung unter Berücksichtigung von Fachpublikationen zur konjunkturellen Entwicklung. Sollten sich die Konjunkturdaten verbessert darstellen, so können die Kennziffern Auftragseingang, Umsatz und Betriebsergebnis die Planzahlen übertreffen. Auch wird im Jahr 2024 eine neue Division BOWE MOVE in die Gruppe eingegliedert. Dort werden alle Aktivitäten rund um die autonomen Roboter (AMR) zusammengefasst und Kräfte gebündelt. Der Markt der AMR ist extrem exponentiell und bietet uns sehr gute Umsatzaussichten. Die Division gliedert sich, neben den vorhandenen SYSTEC, INTRALOGISTIK und IQ, nahtlos in unseren Konzernverbund ein und liefert Mehrwerte, Synergieeffekte und stellt eine Erweiterung bezüglich unserer gesamtheitlichen Automatisierungslösungen dar. Weitere Chancen sind in geringeren Beschaffungskosten gegeben, sofern sich niedrigere Einstandspreise für Rohstoffe oder Fertigprodukte ergeben. In diesem Zusammenhang sind günstigere Wechselkurse in Bezug auf die Plankurse (vorgegeben von der Muttergesellschaft L.Possehl) zu nennen, die sich vorteilhaft auf das Ergebnis auswirken würden. Einsparmöglichkeiten auf der Beschaffungsseite ergeben sich auch aus der Verlagerung von Fertigungsarbeiten (In- oder Outsorcing innerhalb der BOWE Group oder auch Possehl-weit sowie extern) und konsequentes Lieferantenmanagement. Chancen ergeben sich weiterhin durch die Einführung neuer und verbesserter Produkte im Bereich SYSTEC, INTRALOGISTICS und IQ sowie der stetig ansteigenden Vernetzung und Automatisierung entlang der kompletten SCM-Kette beim Kunden. Um dieser Entwicklung gerecht zu werden und umfassende Systemlösungen als BOWE Group anzubieten werden wir auch weiterhin sinnvolle Investitionen und Unternehmenszukäufe tätigen. 12. Prognosebericht Der Internationale Währungsfond (IWF) geht für 2024 von einem vergleichbar schwachen Weltwirtschaftswachstum wie 2023 von rund +3,1 Prozent aus. Weitere Dynamikverluste in den entwickelten Volkswirtschaften und die Annahme, dass die US-amerikanische als auch die die japanische Wirtschaft etwas im Wachstum gebremst werden führen hierzu. Das Bruttoinlandsprodukt im EUR-Raum soll um rund 0,9 Prozent steigen, wobei die deutsche Wirtschaft mit nur 0,5 Prozent erneut unterdurchschnittlich erwartet wird. Bei den Schwellen- und Entwicklungsländern wird ähnlich wie 2023 mit einem Zuwachs von 4,1 Prozent gerechnet. Bei China (+4,6 Prozent), Indien (+6,5 Prozent) sowie Lateinamerika (+1,9 Prozent) geht man von geringeren Wachstumsraten aus als im Jahr 2023. Dahingegen erwartet der IWF Verbesserungen im Mittleren Osten / Zentralasien (+2,9 Prozent) und Subsahara-Afrika (+3,8 Prozent). Geopolitische Risiken stellen Gefahren für die Prognose dar. Wie entwickelt sich der Nahostkonflikt oder auch der Ukrainekrieg weiter, auftretende witterungsbedingte Schocks, anhaltende Anstiege der Kerninflation oder Wachstumsverlangsamungen in China sind hier zu nennen. Gegenteilige Effekte könnten aber auch durch eine schnellere Erholung der chinesischen Wirtschaft mit positiven grenzüberschreitenden Wachstumsimpulsen entstehen. Sollte die Inflation schneller zurückgehen oder die Zinspolitik der Zentralbanken nach unten gehen wären auch stärkere Aufschwünge zu erwarten. 7 Für den globalen Maschinenbau erwarten die VDMA-Volkswirte keine großen Veränderungen und eine erneute Stagnation, was den preisbereinigten Maschinenumsatz betrifft. Die Entwicklungen werden recht unterschiedlich prognostiziert. Indien wird in Asien Spitzenreiter bleiben (+5 Prozent), wohingegen Süd- Korea und Japan (+1 Prozent) ihre Rückgänge aus 2023 nur moderat steigern können. China (+2 Prozent) bleibt nach wie vor weit hinter den Jahren vor Corona im Wachstum zurück. Für den EU- Raum und die USA geht man eher von einem Rückgang von je -2 Prozent aus. 8
7 Quelle: IMF World Economic Outlook Update
January 2024
Bezüglich der Deutschen Konjunktur geht die Bundesregierung nur von einem geringfügigen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von +0,2 Prozent im Jahr 2024 aus, aufgrund Belastungen durch geopolitische Krisen sowie geldpolitischer Straffungen. Die erwartete Inflation liegt bei 2,8 Prozent, wobei mit einer Steigerung der verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte von etwa 3,8 Prozent gerechnet wird - was zu einer Steigerung der Reallöhne führt, wovon sich positive Effekte auf Konjunktur und Binnenwirtschaft ergeben sollten. Schlussendlich bleibt der Wirtschaftsstandort Deutschland aber weiter unter Druck. Durch Maßnahmen seitens der Bundesregierung (Wachstumschancengesetz mit Entlastungen für die deutsche Wirtschaft; Forschungszulagen usw.) soll die Investitionsdynamik verstärkt und somit die Wettbewerbsfähigkeit gesteigert werden. Gleichzeitig soll die Bürokratie reduziert werden, z.B. bei der Fachkräftegewinnung aus dem Ausland. 9 Gleiches gilt für den Maschinenbau in Deutschland - es wird abermals ein herausforderndes Jahr. Es wird seitens der VDMA Volkswirte von einer Reduzierung der realen Produktion von 4 Prozent gerechnet. Diese Entwicklung ist aber von vielen, nur schwer abschätzbaren, Faktoren abhängig und somit mit Vorsicht zu betrachten. Schwierige Rahmenbedingungen, die in der Flaute steckende Weltkonjunktur und die verhaltene Stimmung in den Maschinenbauunternehmen führen zu eher pessimistischen Erwartungen und drückt auf die Auftragseingänge. Somit gibt es die ähnlichen Belastungen und Herausforderungen wie im Vorjahr mit dem Krieg in der Ukraine, aber auch durch die politisch verursachten Verunsicherungen weiter negative Einflussfaktoren. Viele Unternehmen haben die Einstellungsabsichten zurückgefahren, was folglich sich auf die Beschäftigung niederschlägt und der Fachkräftemangel bleibt nach wie vor herausfordernd. 10 Das Geschäftsjahr 2024 war bisher geprägt von weiteren Verschiebungen und Zurückhaltungen von Kunden, so dass der zunächst geplante Umsatz für 2024 aller Voraussicht nicht erreicht werden kann. Die kriegerischen Entwicklungen in der Welt haben keinen direkten Einfluss auf die Geschäftsentwicklung oder Umsatz. Vor dem Hintergrund der oben beschriebenen Entwicklungen, den ersten Monaten im Jahr 2024 und dem Umfeld erwartet die BÖWE SYSTEC für die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren aktuell einen Umsatz von etwa EUR 57 Mio., einen Auftragseingang von EUR 56 Mio. und ein ausgeglichenes EBT/Betriebsergebnis für das Jahr 2024. Allgemeiner Hinweis zum Lagebericht Dieser Lagebericht enthält prognostische Aussagen und Informationen, die auf den heute bekannten wirtschaftlichen, finanzpolitischen Rahmenbedingungen und den daraus resultierenden Erwartungen der Geschäftsführungen beruhen.
Lübeck, den 10. Juli 2024 Jochen Koschier, Geschäftsführer
8 Quelle: "Maschinenbau Konjunktur
international", Dezember 2023
Feststellung des Jahresabschlusses und Ergebnisverwendung Unsere alleinige Gesellschafterin, die L. Possehl & Co. mbH, Lübeck, hat in der Gesellschafterversammlung vom 22. Juli 2024 den Jahresabschluss festgestellt und beschlossen, den Jahresfehlbetrag von € -228.581,35 auf neue Rechnung vorzutragen. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die BÖWE SYSTEC GmbH, Lübeck PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der BÖWE SYSTEC GmbH, Lübeck - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BÖWE SYSTEC GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, 18. Juli 2024 BDO
AG
Braunschläger, Wirtschaftsprüfer Uthoff, Wirtschaftsprüferin |
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