Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 736005
Vorher
GiS Gesellschaft für integrierte Systemplanung mbHRODIAS GmbH
Eingetragen
17.8.1987
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieSonstige Überlassung von ArbeitskräftenUnternehmensberatung
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Unternehmens- und Organisationsberatung, insbesondere die Planung, Entwicklung, Inbetriebnahme und der Vertrieb von eigener und fremder Software und Softwarelizenzen, insbesondere zur lnstandhaltung und Betriebsführung von lndustrieanlagen im Allgemeinen und Kraftwerksanlagen im Besonderen, die Entwicklung, die Vermittlung und der Vertrieb dazu benötigter Hardware und Softwarepakete einschließlich Einrichtung, Installation, Schulung, Wartung, Pflege, Anpassung und Betrieb sowie die Beratung auf dem Gebiet der Instandhaltung generell und die gewerbsmäßige Arbeitnehmerüberlassung im Bereich der Informations- und Datenverarbeitung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Peter Stängle
seit 18.9.2025
Geschäftsführer
Marc Bogenstahl
seit 18.9.2025
Prokura
Andreas Hertenstein
seit 26.9.2023
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
SPIE Operations SASFRA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
160.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SPIE RODIAS GmbH (vormals: RODIAS GmbH)

Weinheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht Geschäftsjahr 2023

RODIAS GmbH

1 Grundlagen der Gesellschaft

1.1 Geschäftsmodell

Die Firma RODIAS GmbH ist ein im Jahre 1984 gegründetes IT-Beratungs- und Software-Entwicklungsunternehmen mit Fokus auf die Digitalisierung von industriellen Prozessen, insbesondere die Planung, Entwicklung, Inbetriebnahme und der Vertrieb von eigener und fremder Software zur Instandhaltung und Betriebsführung von großen und komplexen Industrieanlagen im Allgemeinen und Kernkraftwerksanlagen im Besonderen. Diese Systeme werden gemeinhin als EAM - Enterprise Asset Management-Systeme bezeichnet.

1.2 Rechtliche Struktur

Die RODIAS GmbH ist seit 2018 zu 100% Tochter der Muttergesellschaft ROBUR Digital GmbH (ehemals ROBUR 12 GmbH). Diese wiederum gehört zur Industry Service Group GmbH, einer Gruppe von Instandhaltungs- und Servicespezialisten in den Industriesegmenten Wind, Wasser, Energie, Industrials und Prozessindustrie. Insgesamt unterstützt die ROBUR Industry Service Group die digitale Transformation sowie den ökologischen Wandel der Industrie.

Hauptsitz der RODIAS GmbH ist Weinheim a.d. Bergstraße. Registersitz ist Mannheim.

1.3 Organisationsstruktur

Geschäftsbereiche

Die Firma RODIAS GmbH ist in drei Geschäftsbereiche aufgeteilt:

• Products (Produktentwicklung eigener Software-Lösungen und Frameworks)

• Solutions (IT-Beratungs- und Implementierungs-Projekte)

• Maintenance & Operations (operative Unterstützung, Support und Wartung)

Der Bereich Products befasst sich mit der Neu- und Weiterentwicklung unternehmenseigener Softwareprodukte (siehe Abschnitt 2.2.3 Products). Neben der Entwicklung von eigenen Softwareprodukten, insbesondere dem Produkt openTALOS als Entwicklungsframework für Betriebsführungs- und Instandhaltungslösungen für kritische Infrastruktur, sowie dem Insight Control Panel als Low-Code Crossover Lösung zur Verbindung und Visualisierung von Legacy Systemen, werden auch kleinere spezifische Lösungen wie das Im- und Export-Tool Maximo Data Manager entwickelt und vertrieben.

Im Bereich Solutions entwickelt RODIAS als langjähriger Solutions-Partner von IBM und von Hexagon Lösungen basierend auf den Standard-EAM-Systemen IBM Maximo sowie HxGN EAM. Darüber hinaus bietet das Unternehmen auch Lösungen auf Basis der RODIAS Eigenprodukte Insight Control Panel und openTALOS. Die Leistungen im Solutions Bereich umfassen den klassischen IT-Projektlebenszyklus - von der Beratung hinsichtlich der involvierten Prozesse, über die Unterstützung bei der Toolauswahl, der Entwicklung einer Zielarchitektur, bis zur Entwicklung, Implementierung und Qualitätssicherung der Lösung.

Im Fokus von RODIAS steht die langfristige Betreuung/Unterstützung der Kunden. Unter die Verantwortung des Bereichs Maintenance & Operations fallen die Erbringung von After-Projekt-, Service-, Wartungs- und Supportleistungen, wie auch der operative Betrieb und die Betriebsunterstützung von bei Kunden in Produktion befindlichen IT-Lösungen. Darüber hinaus betreut der Bereich die interne IT, die interne Applikationslandschaft, sowie die Prozess- und Toolunterstützung der internen Kernwertschöpfungsprozesse.

Die Gesamtleistung des Unternehmens verteilt sich dabei über die drei Geschäftsbereiche Products, Solutions und Maintenance & Operations ungefähr im Verhältnis 2:4:4. Über die vergangenen Jahre ist der Maintenance & Operations Anteil am Geschäft beständig gewachsen und bildet damit einen stabilen Umsatzsockel. Der Solutions-Bereich ist hingegen auch in 2023 naturgemäß volatil im Verlauf, insgesamt wachsend, aber immer abhängig von Anzahl, Art und Dauer der Projekte die begonnen und abgeschlossen werden. Der Produktbereich hingegen wuchs auch 2023 eher langsam, nachdem die Produkte der RODIAS nicht massenskalierbar, sondern auf Nischenmärkte ausgerichtet sind. Hier greift vor allem ein X- und Up-Selling Ansatz, der über alle Bestandskunden praktiziert wird.

Basierend auf der langjährigen Umsetzungs-Expertise in den einzelnen Solutions (openTALOS, IBM Maximo, HxGN EAM und Insight Control Panel) ist RODIAS ideal positioniert, die hochwertige Betreuung der Kundenlösungen auch nach den Einführungsprojekten aufrecht zu erhalten. Dabei deckt das Unternehmen den kompletten Software-Lifecycle und gesamten Technologie Stack (Server, Datenbank, Middleware, Applikationen) ab. Hierzu werden mit den Kunden langfristige Softwarepflege- und Wartungsverträge abgeschlossen. Dieser Geschäftsbereich ist damit ein sehr umsatzstabiles Geschäftsmodell für die RODIAS.

Absatzmärkte

Nachdem die RODIAS GmbH sich in den 90er und frühen 2000er Jahren als führender Anbieter für Instandhaltungs- und Betriebsführungssysteme im Bereich der Kernenergie im deutschsprachigen Markt etablieren konnte, gelang es dem Unternehmen in den Folgejahren erfolgreich, diese Kompetenz über Standard-EAM-Systeme auch in neue Märkte zu transferieren.

Im Berichtsjahr wurden hierzu wesentliche Weichen gestellt. Der Verlauf stellt sich im Einzelnen wie folgt dar:

• Kunden aus dem Energiesektor sind nach wie vor maßgeblich für den Erfolg der RODIAS GmbH verantwortlich. Mehr als die Hälfte des Umsatzes wird in diesem Segment erzielt. Zwei der großen deutschen Energiekonzerne sind langjährige Bestandskunden des Unternehmens und Nutzer der RODIAS Betriebsführungs- und Instandhaltungs-Lösungen.

• Mit einem der großen Energieplayer in der Schweiz konnte die RODIAS GmbH einen Neukunden im europäischen Nuklearmarkt gewinnen.

• Die RODIAS GmbH beteiligte sich zudem mit guter Erfolgschance an internationalen Ausschreibungen zur Einführung von nuklearen Waste Tracking Tools, wie sie im Rahmen der vielen weltweit anstehenden Rückbaumaßnahmen von Kernkraftwerken gebraucht werden.

In den Marktsegmenten außerhalb der Energiewirtschaft konnten, nicht zuletzt durch die Verschmelzung mit dem Schwesterunternehmen EAM Software GmbH im Jahr 2020, ein 13-köpfiges Team mit 20 Jahren IBM Maximo Erfahrung und dazugehörige Kunden in die RODIAS integriert werden. Gemeinsam mit der eigenen, in den vergangenen Jahren aufgebauten Mannschaft verfügt das Unternehmen als Business Partner von IBM EAM und Hexagon EAM nun über eine starke Marktposition wie auch über ein hohes Ansehen als Spezialist im EAM-Segment in Deutschland.

Kompetenzen und Kundenstruktur sind im Wesentlichen in folgenden Branchen vorhanden:

• Energiewirtschaft

• Automobilindustrie

• Pulp & Paper

• Mobility & Transport

• Facility Management

In allen Branchen konnten mehrere Kunden zur Veröffentlichung von Case Studies von gemeinsamen Projekterfolgen überzeugt und damit die Leistungsfähigkeit und Bandbreite der RODIAS belegt werden.

Personal

Angesichts der strukturellen Herausforderung der drohenden Überalterung und Nachfolgesicherung in einem im Jahre 2024 vierzig Jahre alt werdenden IT-Unternehmen hat RODIAS das Thema Personalaufbau und Personalentwicklung zu einem der wesentlichen strategischen Ziele für 2023 gemacht. Neben dem weiteren Ausbau und der Fortführung der Recruiting-Maßnahmen aus 2022 waren insbesondere die Themen Außenwirkung durch Social Media, durch regionales Engagement, sowie durch den Wiedereinstieg in die Berufsausbildung entscheidende Umsetzungsschritte. Diese breiten Maßnahmen im Off- und Onlinebereich führten in der Zeit von Anfang 2022 bis Ende 2023 zu einer Verachtfachung des Bewerbungseingangs. Durch die erfolgreichen Maßnahmen in all den genannten Bereichen erreichten uns im Jahr 2023 mehr als 500 Bewerbungen.

Unter Berücksichtigung von 20 Kolleg*innen, die 2023 das Unternehmen verließen, hatte das Unternehmen zum Ende des Berichtsjahres einen Geschäftsführer, 114 Kolleg*innen und kalkulatorisch eine Anzahl von 103,35 4 FTE (Vollzeit-Arbeitskräften bei 40 Std./Woche). Im Geschäftsjahr 2023 konnten 39 neue Kolleg*innen hinzugewonnen werden, neben 19 Festangestellten, drei Duale Student*innen, drei Azubis, 12 Werkstudent*innen und zwei Praktikanten.

Im Berichtsjahr 2023 hat die Hälfte der Kolleg*innen Fortbildungen besucht, die teilweise mit Prüfungen und Zertifikaten abgeschlossen wurden. Inhalt der Fortbildungen waren unter anderem Ausbildungsgänge wie Requirements Engineering, Qualitätsmanagement (ISO 9001), aber auch rechtliche Themen im Bereich Personalwesen und IT-Vertragsrecht. Ein weiterer großer Fortbildungsblock war dabei auch das Thema IT-Security und ISO 27001. Außerdem haben unsere Führungskräfte in zwei Blöcken à zwei Tagen ein Führungskräftetraining mit einem Business Coach absolviert.

Qualitätsmanagement, ESG & Cyber Security

Zum Erhalt unseres ISO 9001:2015-Zertifikats wurde im November 2022 ein Überwachungsaudit durch die TÜV NORD CERT GmbH durchgeführt und wieder mit Erfolg bestanden. Dieses gilt nun im Verbund mit der ROBUR Industry Service Group GmbH (Mutterunternehmen) als übergeordneter Zertifikatsinhaberin für drei Jahre.

Dieses soll nicht nur nach außen deutlich machen, dass die RODIAS ihre Prozesse kontinuierlich verbessert, sondern besonders intern die Kolleg*innen zur Reflektion der eigenen Tätigkeiten motivieren. Natürlich werden die Prozesse des Unternehmens auch in den Folgejahren durch interne und externe Audits weiter rollierend überprüft sowie Verbesserungen angestrebt und durchgeführt.

Im Rahmen der ISO 27001:2022 ist die Zertifizierung im Jahr 2025 geplant. Durch die Integration in die SPIE-Gruppe wird eine einheitliche Dokumentation für übergreifende Themen angestrebt und in Zusammenarbeit mit den SPIE-Verantwortlichen umgesetzt. Langfristig soll auch hier eine Matrix-Zertifizierung im Verbund der Mutter-Gesellschaft aufgebaut werden.

Durch die Einführung der ISO 27001 soll insbesondere der Bereich Cyber Security weiter gestärkt und verbessert werden. Dieses Thema wird als strategischer Schwerpunkt der nächsten Jahre/Jahrzehnte gesehen, sowie auch als Vorbereitung auf die im Oktober 2024 in Geltung tretende NIS-2 Gesetzgebung. Dazu sind parallel "Härtungen" der IT-Umgebung durchgeführt, sowie neue Techniken zusätzlich eingeführt worden. Diese Maßnahmen wurden durch externe Sicherheitsexperten unterstützt, um möglichst viel Erfahrung zu bündeln, bzw. die Sichtweise möglicher Angreifer zu verstehen.

Im Bereich Nachhaltigkeit wurde RODIAS am 18.09.2023 auditiert. Auch hier wurden keine Probleme sondern nur kleinere Verbesserungen erkannt. Im Zuge von permanent genutzten Kostenreduktionen durch den Einkauf wird hier in enger Absprache mit dem Nachhaltigkeitsbeauftragten zusammengearbeitet.

1.4 Forschung und Entwicklung

NukPlaRStoR / OPTIRA

Bereits im Jahr 2020 startete RODIAS gemeinsam mit dem KIT (Karlsruher Institut für Technologie) ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes Projekt unter dem Namen NukPlaRStoR mit folgender Zielsetzung:

"Entwicklung eines benutzerfreundlichen, kostenoptimierenden Planungswerkzeugs für kerntechnische Rückbauprojekte unter Berücksichtigung von Stoffströmen zur Ressourcenplanung (NukPlaRStoR)"

Ziel des Projektes ist, ein Planungswerkzeug zu entwickeln, welches speziell auf die Bedürfnisse kerntechnischer Rückbauprojekte abgestimmt ist und die Planung wesentlich vereinfacht. Hierbei sollen spezifische Anforderungen zur kerntechnischen Rückbauplanung, insbesondere die Lagerung und Verarbeitung der bei dem Rückbau anfallenden Stoffströme, berücksichtigt werden. Mit Hilfe mathematischer Methoden soll ein optimierender Ansatz zur Projektablaufplanung entwickelt und implementiert werden.

Die erste Version dieser Planungsoptimierungssoftware auf Grundlage des Forschungsprojektes veröffentlichte RODIAS 2022 unter dem Namen OPTIRA.

Seit Mitte 2022 entwickelt RODIAS eine eigene Rückbauplanungssoftware (Rückbau PLANNER), die die speziellen Daten für Stoffströme, Bearbeitungsstationen, Lagerkapazitäten und Behälterlogistik verwalten kann. Aus diesen Daten wird ein initialer Projektplan berechnet. Durch die Kopplung der Rückbauplanungssoftwarekomponente mit OPTIRA kann dieser initiale Projektplan optimiert werden und es können Simulationen von Handlungsalternativen berechnet werden.

Nachdem im Jahr 2022 der erste Kunde aus der nuklearen Branche ein Proof of Concept für den PLANNER mit OPTIRA Integration erfolgreich durchgeführt hat, startete RODIAS in 2023 mit dem Kunden das Rückbauplanungsprojekt von zwei Kernkraftwerksblöcken auf Basis des PLANNERs.

In 2023 wurde in Zusammenarbeit mit dem KIT der Abschlussbericht des Forschungsvorhabens geschrieben. Dieser wurde in der Reihe "Produktion und Energie" veröffentlicht (https://publikationen.bibliothek.kit.edu/1000164205).

Insight Control Panel

Bereits seit dem Jahr 2014 entwickelt die RODIAS die Low Code Plattform Insight Control Panel, um unterschiedlichen Benutzergruppen einen für die jeweilige Rolle optimierten Zugriff auf alle relevanten Daten zu gewähren. Das Ziel ist hier einen idealen Trade-Off zwischen kundenindividueller Lösung, Entwicklungsgeschwindigkeit und Zukunftssicherheit zu erreichen. Das Insight Control Panel bietet sowohl eine Experten-Lösung für den Einsatz von komplexen Analysen und Planungen am Desktop (Insight Desktop), als auch eine auf die einfache Dokumentation der Durchführung von instandhaltungsnahen, bzw. logistischen Tätigkeiten optimierte mobile Lösung (Insight Mobile).

Insight Control Panel ist inzwischen die technologische Basis für diverse Anwendungen bei ca. 50 großen und mittleren Kunden mit insgesamt über 20.000 Anwendern. Die Technologie des Insight Control Panels basiert auf Third-Party Lösungen, die ihrerseits einen eigenen Produktlebenszyklus verfolgen. Die individuellen Lösungen über den Lebenszyklus der zugrunde liegenden Bausteine hinaus ohne Migrationsaufwand weiter nutzen zu können, ist unser Haupt-USP im Vergleich zu anderen Herstellern von vergleichbaren Lösungen.

Daher wurde im Jahr 2022 für das mobile User Interface Insight Mobile mit der Modernisierung der grundlegenden Client-Architektur begonnen. Hierfür wurden in 2022 150 Tage Entwicklung investiert. Ziel war es, ohne Migrationsaufwand die bestehenden kundenindividuellen Lösungen anschließend unverändert für weitere fünf Jahre weiterbetreiben zu können. Die Arbeiten an der Modernisierung der Client-Architektur wurden 2023 fertiggestellt. Weitere Modernisierungen zum Betrieb der Software in Container- und Cloudlösungen wurden ebenfalls vorgenommen und werden in 2024 weiterverfolgt.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Rahmenbedingungen

Die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich im Kontext des fortwährenden Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine, der Eskalation in Israel und der damit einhergehenden Beschränkung der Transportwege durch den Suez-Kanal, wie auch der insgesamt zwar nachlassenden, aber anhaltenden Inflation, hoher Verschuldung und ansteigender Finanzmarktrisiken sowie weiter existierenden Lieferkettenengpässen weniger schlecht entwickelt, als in den Prognosen zum Jahresende 2022 befürchtet (https://economy-finance.ec.europa.eu/publications/european-economic-forecast-autumn-2022_en). Laut Statistischem Bundesamt ist die Wirtschaft in 2023 um 0,3% zurückgegangen (https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2024/bip2023/bruttoinlandsprodukt-uebersicht.html). Die Branche IT-Services weist eine insgesamt stabile Geschäftslage auf und so sieht auch der Branchenverband bitkom nach 2023 für das kommende Jahr eine Aufhellung der Stimmung im Jahr (bitkom Jahrespressekonferenz, 10.01.2024). Basierend auf den vielfältigen Kundenbeziehungen in diversen Branchen sieht RODIAS weiterhin folgende Key Trends als Treiber des IT-Geschäfts rund um Betriebsführung und Instandhaltung:

1. Mobile Instandhaltung: Viele Unternehmen haben zwar EAM-Systeme im Einsatz, haben diese jedoch noch gar nicht oder nicht effizient auf mobilen Plattformen verfügbar gemacht. Das liegt zum einen an der mangelhaften Unterstützung der benötigten Funktionalität der Standard-Software Anbieter, zum anderen an technischen Herausforderungen wie der Kompatibilität mit bestehender Hardware an mobilen Endgeräten.

2. Datenpräsentation und Datenauswertung: Es wird weiterhin viel über KI und Predictive Maintenance gesprochen, in der Realität hängt der Markt aber noch vier Stufen hintendran. Viele Unternehmen nutzen bestehende Daten nur rudimentär, sodass alleine die visuelle Aufarbeitung von bestehenden, verfügbaren Daten im Sinne eines Dashboards schon einen Mehrwert darstellt. Darauf aufbauend ergeben sich erst Anwendungsfälle für Condition Monitoring, danach Preventive Maintenance, und ganz am Ende dieser Evolutionskette das Thema KI und Predictive Maintenance.

3. In dem Maße, wie Industrie aus Deutschland verschwindet, entsteht auch vermehrt eine Fragestellung rund um das Thema Turnaround / Rückbau von industriellen Anlagen. Dies sind oft hochkomplexe und auch dokumentationspflichtige Aufgabenstellungen, die eine entsprechende Unterstützung durch IT-Systeme benötigen. Hier entsteht ein wachsender Bedarf und damit ein Nischenmarkt, der mit Spezialwissen bedient werden kann.

4. Letztlich entwickelt sich das Thema Asset Management in einem ganzheitlichen Sinne weiter über das Thema Asset Performance Management hin zu einem ganzheitlichen Asset Lifecycle Management, in dem die Anlage und ihr digitaler Zwilling von der Planungs- über die Betriebs- bis zur Rückbauphase in IT-Systemen abgebildet werden müssen. Dazu kommen regulatorische Themen wie ESG, Energieverbrauch, Lieferketten, die auch an konkrete Assets aus Datensicht angedockt werden müssen.

All das lässt sich auch weiterhin unter dem Schlagwort digitale Transformation der Industrie zusammenfassen. Diese ist nach wie vor einer der wichtigsten Faktoren für die weitere Wettbewerbsfähigkeit in der verarbeitenden Industrie.

Der Markt für IT-Lösungen für die Instandhaltung hängt bei dieser Entwicklung dem IT-Markt an sich hinterher, wodurch noch eine ganze Zeit lang ein bestehender Stau von verbleibenden Aufgaben durch IT-Service- und IT-Beratungsunternehmen abzuarbeiten ist.

2.2 Geschäftsverlauf

2.2.1 Solutions

Im Bereich Solutions baut RODIAS auf Grundlage der Standard-Lösungen von Partnern oder auf Grundlage von eigenen Software-Produkten Lösungen für seine Kunden. In diesem Bereich hat insbesondere ein Großprojekt in der Energiewirtschaft zu einer optimalen Auslastung der operativen Kolleg*innen und damit zu korrelierenden sehr guten Ergebnissen geführt.

Für die Solution openTALOS konnten weiter wachsende Leistungen insbesondere bei den Schweizer Kunden erbracht werden, die noch auf Jahre hinaus ihre Kernkraftwerke weiter betreiben werden und entsprechend in ihre auf openTALOS basierenden Betriebsführungs- und Instandhaltungsmanagement-Systeme investieren. Im deutschen Markt wird das Leistungsvolumen aufgrund des politisch erzwungenen Ausstiegs aus der Kernenergie langsam, aber sicher reduziert werden, auch wenn für die Dauer des Rückbaus weiterhin die Verfügbarkeit der RODIAS Solution notwendig sein wird und sich damit für mindestens die nächsten zehn Jahre noch gute Absatzchancen ergeben.

Die auf unserem selbst entwickelten Software-Framework Insight Control Panel aufsetzenden Solution Insight konnte in 2023 insbesondere durch erfolgreiche X- und Up-Selling-Projekte als mobile, wie auch Desktop-Erweiterung von IBM Maximo, HxGN EAM aber auch der eigenen Software openTALOS und ihrer Vorgängerversionen Zuwachs generieren. Darüber hinaus hat sich die Software auch als Stand-Alone Lösung für X-Plattform Anwendungsfälle im Markt etabliert.

Auf Basis der vielfältigen technischen Möglichkeiten der Solution IBM Maximo sowie aufgrund der über 20-jährigen Erfahrung in der Implementierung dieses Tools konnte RODIAS ihren Kunden auch im Jahr 2023 die Weiterentwicklung wie auch die Neuentwicklung von Lösungen anbieten. Neben einem fortlaufenden Großprojekt in der Energiewirtschaft sowie mehreren mittelgroßen Projekten in der Transport-, Papier-, Chemie- und Automobilindustrie konnten Kunden in den Bereichen Facility Management und Logistik gewonnen werden.

Die Solution HxGN EAM von Hexagon ist weiterhin die kleinste Organisationseinheit innerhalb der RODIAS GmbH. 2023 stand weiterhin unter dem Zeichen der Veränderung durch die Ende 2021 erfolgte Übernahme der Software durch Hexagon von Infor. Es galt im Jahr 2023 weiterhin Kunden- und Partnerstrukturen sowie die Produktvermarktung und -Positionierung im Markt unter dem neuen Namen zu etablieren. RODIAS unterstützte in Form von Messen und Veranstaltungen und konnte erfolgreich Bestandskunden von Dritten übernehmen und so das Geschäft weiter ausbauen. Zusätzlich wurde das Team der zu Beginn 2023 von ROBUR übernommene Schwesterfirma SPECTADES B.V. verstärkt, sodass unternehmensübergreifend auf ein über 30-köpfiges Team mit über 20 Jahren Erfahrung mit dem Produkt zurückgegriffen werden kann.

Durch die erfolgreiche Umsetzung von Projekten im Berichtsjahr konnten wir die Beziehung zu unseren Kunden stärken, was sich im Abschluss weiterer Aufträge zur Verbesserung kundenseitiger Anlagenverwaltung gezeigt hat. Außerdem stieg die Nachfrage nach Managed-Services-Verträgen, was ebenfalls ein Zeichen wachsenden Vertrauens in unsere Expertise und unseren Support ist, den Anlagenbetrieb unserer Kunden zu gewährleisten.

2.2.2 Maintenance & Operations

Im Bereich Maintenance konnte RODIAS in 2023 zum einen höhere Tagessätze und Wartungsumsätze durchsetzen und damit den stabilen Umsatzsockel erhöhen, zum andern auch vermehrt fixe Jahres-Wartungspauschalen mit Kunden vereinbaren. Insbesondere im nuklearen Bereich hat RODIAS auch längerfristige Verträge zur Zusammenarbeit abgeschlossen. Durch Neuverhandlungen und Umstellungen von Altverträgen auf angepasste juristische Gegebenheiten konnte zudem die Rechtssicherheit für RODIAS - wie auch für die Kunden - den aktuellen IT-Rechts-Standards angepasst und verbessert werden.

Die Kundenbasis konnte im Bereich Maintenance erhöht werden, wodurch ein Umsatzwachstum für diesen Bereich erzielt werden konnte. Mit der Übernahme von Betreuungsleistungen für abgeschlossene Projekte bei den Kunden konnte RODIAS den Maintenance Bereich weiter ausbauen.

Die im Vergleich zu 2022 nochmals verbesserte Kundenbetreuung stellte eine wesentliche Basis des Geschäftserfolges im Bereich Maintenance dar. Dies wurde in der RODIAS Kundenzufriedenheitsstudie 2023 von den Kunden so bestätigt.

Im Bereich Operations und IT-Infrastruktur konnte RODIAS den gestiegenen Anforderungen an Stabilität und Ausfallsicherheit durch Prozessoptimierungen und Komplexitätsabbau gerecht werden. Ein starker Fokus auf das Themengebiet Cyber Security trägt zur Sicherheit der RODIAS eigenen und den zugänglichen Kundensystemen bei. Mit der Einführung eines modernen managed Endpoint Detection and Response (EDR) Systems hat RODIAS einen wesentlichen Schritt zur verbesserten Cyber Security unternommen.

2.2.3 Products

Im Berichtsjahr 2023 fokussierte sich der Geschäftsbereich Products auf die Fortsetzung des Architekturwechsels beim nuklearen Kernprodukt openTALOS sowie auf die planmäßige Weiterentwicklung der Funktionalität der Insight Control Panel Produktgruppe.

Das RODIAS Produkt openTALOS dient als Basis für das Betriebsführungs- und Instandhaltungssystem der Nuklearkunden der RODIAS und liegt mittlerweile in der letzten Version openTALOS V20 für unsere Kunden bereit.

Neben der Umstellung auf die neue Version wurden für openTALOS in 2023 signifikante Aufwände in die Sicherung des Vorgängersystems investiert. Die kontinuierliche Begleitung der installed Base des openJET / openTALOS Ökosystems ist ein Kernwertversprechen der RODIAS an seine Kunden.

Auf Basis des openTALOS wurden ca. 30 % der Gesamtumsätze der RODIAS im Jahr 2023 erwirtschaftet. Dieser Umsatz erstreckt sich über alle drei Geschäftsbereiche.

Die Weiterentwicklung der RODIAS Low Code Integrationsplattform Insight Control Panel war der zweite Schwerpunkt im Geschäftsbereich Products. Im Bereich mobiler Lösungen konnten mit dem RODIAS eigenen Produkt Insight Control Panel (ICP) im Bereich Bestandskunden weitere Erfolge erzielt werden. Das ICP ermöglichte es durch seine Interoperabilität, durch seine Offline-Fähigkeit sowie durch die zugrundeliegende Flexibilität nicht nur im Bestandskundenbereich, sondern auch im Neukundenbereich neue Projekte zu akquirieren. Das ICP wird weiterhin als die strategische Produktplattform der RODIAS ausgebaut. Letztlich wurden im Geschäftsjahr zum einen die technologische Grundlage des mobilen Clients neu geschaffen und ein neues User Interface entwickelt. Der Client Relaunch ermöglicht zusätzliche Funktionalitäten für neue Kundenprojekte und sichert die technologische Zukunftssicherheit der Insight Plattform insgesamt.

Auf Basis des Insight Control Panels wurden ca. 13,1 % der Gesamtumsätze der RODIAS im Jahr 2023 erwirtschaftet. Dieser Umsatz erstreckt sich über alle drei Geschäftsbereiche.

2.3 Wirtschaftliche Lage des Unternehmens

Das Berichtsjahr 2023 war insgesamt geprägt von schwierigen Rahmenbedingungen. Die Nachwirkungen der Pandemie waren wirtschaftlich spürbar. Der Ukrainekonflikt, die Energiekrise, die hohe Inflation und der andauernde Fachkräftemangel haben auch die RODIAS GmbH vor neue Herausforderungen gestellt.

Das EBITDA hat sich im Vergleich zum Vorjahr um fast 30% verschlechtert, lag aber trotzdem jahresbezogen bei 15,84%. Um auch in Zukunft erfolgreich zu sein, soll mittelfristig die Diversifikation in den verschiedenen Wirtschaftssektoren vorangetrieben werden. Die Umsätze im Berichtsjahr 2023 werden mit Kunden aus den Wirtschaftszweigen Energie, Papier, Transport, Industrie sowie Facility Management erzielt. Die RODIAS GmbH strebt danach, neben dem deutschen und schweizerischen Markt weitere Länder zu erschließen.

2.3.1 Ertragslage

Die wesentlichen Erfolgsgrößen, die für die Unternehmensentwicklung von Bedeutung sind, fasst folgende Tabelle zusammen:

Ergebnisquellen Geschäftsjahr
(T€)
Vorjahr
(T€)
Veränderung (T€) /
(%)
Gesamtleistung 13.991 12.373 1.618 +13,07
EBITDA 2.218 3.142 -924 -29,40
Zinsergebnis -5 -34 +29 +85,29
Steuerergebnis -490 -896 +406 +45,31
Jahresergebnis 1.575 2.042 -467 -22,87

Das Rohergebnis des Geschäftsjahres 2023 lag bei T€ 12.141 und damit um T€ 975 höher als im Vorjahr (T€ 11.166). Die Gesamtleistung teilt sich dabei zwischen den Geschäftsbereichen wie folgt auf:

Bei den ausgewiesenen unfertigen Leistungen handelt es sich um die Entwicklung einer neuen Version des Produkts "openTALOS". Die entsprechenden Lizenzverträge sind abgeschlossen und die Auslieferung sowie die finalen Abrechnungen sind für 2025 geplant. Um die einhergehende Wertschöpfung abzubilden, wird sie in der Bilanz ausgewiesen.

Die Zinsergebnisse ergeben sich unter anderem aus Darlehen in Höhe von T€ 4.420 an die Muttergesellschaft ROBUR Digital GmbH, die mit 6% verzinst wurden. Da RODIAS GmbH selbst keinen Darlehen in Anspruch genommen hat, ist ein positives Zinsergebnis erzielt worden. Gegenläufig sind im Zinsergebnis aufgrund der Saldierung nach § 246 Abs. 2 HGB der Rückdeckungsversicherung mit der Altersteilzeitrückstellung die Beitragszahlungen in Höhe von T€ 245 an die Versicherung ausgewiesen.

2.3.2 Vermögenslage

Ergebnisquellen Geschäftsjahr
(T€)
Vorjahr
(T€)
Veränderung (T€) /
(%)
AKTIVA
Anlagevermögen 454 321 133 +41,43
Kurzfristige Vermögenswerte 1) 3.438 2.316 1.122 +48,43
Darlehen INTER COMPANY 4.821 3.906 915 +23,42
Liquide Mittel 982 1.940 -958 -49,38
Passiva
Eigenkapital 6.626 5.051 1.576 +31,19
Rückstellungen 1.190 1.935 -745 -38,48
Verbindlichkeiten inkl. PRAP 1.878 1.497 381 +25,46
Bilanzsumme 9.695 8.483 1.212 +14,29

1) Kurzfristige Vermögenswerte = Umlaufvermögen abzgl. IC-Forderungen und Liquide Mittel zzgl. ARAP

Das Anlagevermögen erhöhte sich auf T€ 454 im Vergleich zum Vorjahr (T€ 321). Die Investitionen im Anlagevermögen beziehen sich hauptsächlich auf die Hardwareausstattung der Kolleg*innen und des operativen Betriebs und Aktivierung der Eigenleistungen (Waste Tracking Tool, Insight etc.).

Die kurzfristigen Vermögenswerte beinhalten "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" in Höhe von T€ 2.329,7. Die "Forderungen gegen verbundene Unternehmen" betragen T€ 4.821.

Die liquiden Mittel haben sich um T€ -958 reduziert, hauptsächlich wegen der gewährten Darlehen an die Muttergesellschaft.

Das Eigenkapital ist um mehr als 31% gestiegen und die Eigenkapitalquote lag entsprechend im Berichtsjahr 2023 bei fast 68% (Vorjahr 59%).

2.3.3 Finanzlage

Die Finanzlage wird als gut eingeschätzt. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt im Berichtsjahr -T€ 676 und ist um -T€ 812 gegenüber dem Vorjahr gesunken (Vorjahr: +T€ 136). Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg einer Forderung an die Muttergesellschaft ROBUR Digital GmbH.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt im Berichtsjahr -T€ 13 und liegt um -T€ 31 unter dem Vorjahr (Vorjahr: T€ 18).

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit lag bei -T€ 268 (Vorjahr: -T€ 207).

Die liquiden Mittel zum Stichtag 31.12.2023 betrugen T€ 982. Aus den liquiden Mitteln wurden auch Darlehen in der Summe von T€ 890 an die Muttergesellschaft ROBUR Digital GmbH ausgestellt.

Im Berichtsjahr 2023 bestanden keine aktiven Darlehen gegenüber Dritten, die bedient werden mussten, bzw. alle bisherigen Darlehen wurden ausbezahlt. Auch die zur Verfügung gestellte Kontokorrentlinie von der IBB-Bank wurde, wenn überhaupt, nur in einem kleinen Umfang und lediglich zeitweise zum Cash Balancing in Anspruch genommen.

Die RODIAS GmbH hat keine Fremdkapitalgeber, die bedient werden mussten. Ausschüttungen an den Gesellschafter sind nicht erfolgt. Alle notwendigen Investitionen wurden aus eigenen operativen liquiden Mitteln finanziert.

Die RODIAS GmbH verfügt über ein internes Kontrollsystem zur Überwachung der verfügbaren Liquidität, sodass auf eventuelle Engpässe reagiert werden kann. Durch die Integration in die ROBUR-Gruppe besteht die Möglichkeit sich mit Darlehen von den Schwesterunternehmen zu finanzieren.

2.4 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

• Rohergebnis

• EBITDA

• Umsatz / Kolleg*in / Tag

Das Rohergebnis lag im Jahr 2023 bei T€ 12.141 (Vorjahr: T€ 11.166) und das EBITDA bei T€ 2.218 (Vorjahr: T€ 3.142). Bei der Kennzahl Umsatz / Kolleg*in / Tag ist es das Ziel, die aufgrund historisch langjähriger Verträge zu niedrigen Tagessätze im Rahmen des möglichen auf einen Industrie-typischen Wert zu heben. In 2023 lag der durchschnittliche Tagessatz weiterhin unter dem angestrebten Zielbetrag.

Auf Jahresumsatz pro Kolleg*in gerechnet, abzüglich Krankheitstage, Fortbildung, Urlaub, nicht-verrechenbare Zeiten, strebt das Unternehmen einen internen Ziel-Umsatz von (253-10-10-30=203 * 80%=162T * 1200=194.400€) Euro / Jahr / Kolleg*in an.

Neben den oben aufgeführten finanziellen Leistungsindikatoren werden folgende Steuerungsgrößen genutzt:

• Utilization (%-Anteil verrechenbarer Leistungen zu gebuchten Arbeitszeiten ohne Krankheit, Fortbildung, Urlaub) zzgl. Faktura-Check (internes Kontrollsystem zur Sicherstellung einer 100%-Abrechnung aller angefallenen Leisetungen)

• Krankheitstage (als Frühindikator von Unstimmigkeiten in der Mannschaft)

• Kununu Mitarbeiterzufriedenheit

• Diverse Indikatoren über Reichweite und Sichtbarkeit in Web und Social Media

2.5 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 steht das Unternehmen stabil im Markt. Die im Jahr 2021 eingeführte neue Unternehmensstruktur hat sich bewährt und zeigt erste strukturelle Erfolge.

Der Erfolg aus 2022 konnte genutzt werden, um Verbindlichkeiten gegenüber Dritten abzubauen. Durch Marketingmaßnahmen wurde das Unternehmen erfolgreich unter der erst 2020 eingeführten Marke im Markt positioniert.

2.6 Risiken der künftigen Entwicklung

Die Risiken des Unternehmens lassen sich wie folgt aufteilen:

1) Zeitlich begrenzte Risiken

2) Operative Risiken

3) Strukturelle Risiken

4) Markt- / Verdrängungsrisiken

5) Finanzrisiken

2.6.1 Zeitlich begrenzte Risiken

Projektgeschäft bedingt für den Auftragnehmer immer auch in einem gewissen Umfang zeitlich begrenzte Risiken. Beginnend mit der Vertragsunterzeichnung bis zur Übergabe des abgeschlossenen Projektes mit entsprechender Leistungsabnahme durch den Auftragnehmer.

Diese Risiken motiviert RODIAS zum einen durch die Befolgung eines in vielen Jahrzehnten weiterentwickelten Projektvorgehensmodells, welches mittlerweile auf agilen Prinzipien beruht. Zum anderen durch die Verhandlung von Haftungs- und Mängelhaftungskonditionen mit dem Auftraggeber, die RODIAS möglichst von nicht selbst verschuldeten Haftungen befreit.

Im Rahmen des agilen Projektvorgehensmodells der RODIAS sind zudem verschiedene qualitätssichernde Mechanismen eingebaut, die gemeinsam mit der Taktung und Teilung des Gesamtprojektaufwandes in einzelne Sprints, die Risiken für große Fehler, für die das Unternehmen einstehen müsste, strukturell minimieren.

Darüber hinaus hat RODIAS seine Standard-Vertragswerke in den vergangenen Jahren kontinuierlich in Zusammenarbeit mit IT-Fachanwälten weiterentwickelt und auf den neuesten Stand gebracht. Gleichzeitig haben Führungskräfte eine Weiterbildung in IT-Recht absolviert, sodass aus rechtlicher Sicht eine möglichst gute Absicherung des Unternehmens auf vertraglicher Basis erreicht werden sollte. Alte Rahmenverträge werden nacheinander abgelöst und durch neue Vertragswerke ersetzt.

2.6.2 Operative Risiken

Neben dem Projektgeschäft bietet RODIAS seinen Kunden auch die fortwährende Betreuung von operativen IT-Systemen an. Diese Leistungen reichen von Update-, Upgrade- und Bugfixing-Leistungen bis zur operativen Applikationsbetreuung wie auch dem operativen Betreiben der technischen Plattformen als SaaS (Software as a Service).

Hierbei entstehen Risiken des Ausfalls von Funktionalität für den Auftraggeber und damit das Risiko der Auswirkung auf die Geschäftstätigkeiten des Auftraggebers, der unsere IT-Lösungen oft als essenziellen Teil der eigenen Wertschöpfung nutzt.

Zur Handhabung dieser Risiken sind mit den Auftraggebern klare vertragliche Regelungen - sogenannten SLA (Service Level Agreements) vereinbart, die Art, Zeit und Umfang des Service beschreiben. RODIAS steuert diese Leistungen über ein integriertes System (Jira, Jira Service Desk) und kann dadurch Sichtbarkeit über Anzahl und Bearbeitungsstatus sowie Bearbeitungszeit von eingehenden Tickets sicherstellen.

Für Leistungen, die von Dritten eingekauft werden (z.B. Hosting), wird über Back-to-Back Agreements sichergestellt, dass dem RODIAS Auftraggeber keine Zusagen gemacht werden, welche nicht durch Zusagen des Lieferanten von RODIAS gedeckt sind.

Eine weitere große Herausforderung im Jahr 2023 war die Akquisition von neuen Kolleg*innen, insbesondere von Kolleg*innen mit relevanter, einsetzbarer Berufserfahrung. Neben der Tatsache, dass es für die von RODIAS eingesetzten Lösungen ganz grundsätzlich keine oder kaum Spezialisten in Deutschland gibt, kommt erschwerend hinzu, dass im IT-Markt ein ruinöser Wettbewerb bezüglich der angebotenen Gehälter besteht.

Eine weitere markttypische Herausforderung besteht in der Abgrenzung von Bestands- zu Neugeschäft, von der Neueinführung und Neuentwicklung von Kundenlösungen zur Betreuung derselben im Nach-Projekt-Geschäft. Hier hat man in der RODIAS mit dem separaten Bereich Maintenance & Operations eine strukturelle Abgrenzung innerhalb des Unternehmens geschaffen, die eine Übergabe von abgeschlossenen Projekten in den Nach-Projekt-Betreuungsbereich vorsieht.

2.6.3 Strukturelle Risiken

Zu den strukturellen Risiken im IT-Beratungs- und -Dienstleistungsgeschäft gehören neben der ganzen Cyber Security Fragestellung auch insbesondere die sich kontinuierlich verändernde Gesetzeslage sowie die fortschreitende Regulation. Seien es Themen wie die DSGVO oder ganz grundsätzlich die Sicherheit von IT-Systemen vor unbefugten Eingriffen Dritter, oder die sich in einem vergleichsweise jungen Rechtsgebiet weiterentwickelnde Rechtsprechung zu den Leistungen der IT. Mitspieler in der Branche müssen hier ständig auf dem neuesten Stand sein.

RODIAS ist als Anbieter von kritischen Infrastrukturbetreibern zu diesen Themen seit jeher sehr konservativ und auf maximale Sicherheit bedacht aufgestellt. Neben der Sicherheitsüberprüfung der betroffenen Kolleg*innen versucht RODIAS durch fortwährende IT-Security Weiterbildung, Security-Checks, Penetration Tests, Security by Design und andere Maßnahmen und Methoden hier den kontinuierlich wachsenden Ansprüchen im Rahmen der Möglichkeiten eines mittelständischen Unternehmens bestmöglich Rechnung zu tragen.

2.6.4 Markt- / Verdrängungsrisiken

RODIAS steht im Wettbewerb mit anderen vergleichbaren mittelständischen Anbietern. Jenseits dieses normalen Geschäftsrisikos, besteht aber ein zunehmendes Risiko durch weitere Veränderungen.

Zum einen wäre die Umstellung der Angebote von IBM und Hexagon auf Cloud-basierte Lösungen zu nennen. Für RODIAS bedeutet das eine Veränderung des Leistungsspektrums. Während auf on-premise Lösungen umfangreiche Anpassungen und tiefe Integrationen in umgebende Legacy Lösungen erforderlich waren, reduzieren sich die Anpassungsmöglichkeiten im Cloud-Geschäft signifikant. Die Anpassungen beschränken sich vorwiegend auf die Konfiguration im Rahmen der vorgegebenen Möglichkeiten, sowie das Programmieren von Schnittstellen über standardisierte, web-basierte Schnittstellen wie REST.

RODIAS stellt in diesem Kontext das Dienstleistungsportfolio um. Neben dem Erlernen der Cloud-spezifischen Fertigkeiten, versucht RODIAS über zu Cloud Lösungen passenden 3rd Party Erweiterungen Zusatzgeschäft zu generieren.

Eine weitere Veränderung im Markt droht durch die Konsolidierung der Anbieter hin zu Playern, die hinsichtlich Größe und Volumen mit den Marktführern IBM, Hexagon und SAP mithalten können. Hier ist insbesondere der Zusammenschluss der Firmen IFS und Ultimo zu nennen, die nach dem Zusammenschluss den höheren Mittelstand ins Visier nehmen.

RODIAS positioniert sich hier weiterhin vorwiegend im hochkomplexen Umfeld, in denen besondere Sicherheitsvorschriften und stark regulierte Prozesse den Einsatz von Lösungen wie IFS/Ultimo erschweren.

Letztlich droht das Risiko der Ausweitung des Zielkundensegmentes der großen IT-Dienstleister nach unten - Unternehmen wie Accenture, T-Systems und andere gehen verstärkt auch mittelständische Unternehmen an. Dies nicht zuletzt auch durch die gezielte Akquise von mittelständischen IT-Dienstleistungsunternehmen.

RODIAS' Antwort auf diese Bedrohung ist die Strategie, gezielt organisch und nicht-organisch im europäischen Markt zu wachsen und dadurch, neben der eigenen Spezialisierung, das notwendige Gewicht im Markt zu erlangen, um auch gegen größere Wettbewerber zu bestehen.

2.6.5 Finanzrisiken

Ziel des RODIAS Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Die Unternehmensleitung verfolgt eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein entsprechendes Debitorenmanagement sowie ein effizientes Mahnwesen.

2.7 Chancen der künftigen Entwicklung

2.7.1 Innovations

Der IT-Markt ist ständig in Bewegung und neue Technologien und neue Standards erobern den Markt. Für RODIAS ist es unumgänglich bei diesen Entwicklungen mit am Ball zu bleiben, gleichzeitig stellt dies das Unternehmen vor erhebliche Herausforderungen hinsichtlich der dafür benötigten Kolleg*innen und Kosten.

RODIAS arbeitet daher intensiv mit externen Technologiepartnern verschiedener Größen zusammen, um neue Herausforderungen mit innovativen Ansätzen und Technologien kennenzulernen und dem eigenen Kundenstamm anbieten zu können und letztlich dadurch den Kunden Wettbewerbsvorteile und Mehrwerte zu schaffen. Im Jahr 2023 hat das in der zweiten Hälfte 2022 ins Leben gerufene Innovationsteam seine Tätigkeiten sukzessive ausgebaut.

Das Ziel für das Jahr 2023 war die Implementierung des Innovation Partner Ecosystems voranzutreiben. In dem Zusammenhang wurden neue Technologiepartner identifiziert und angesprochen. Diese Technologiepartner bieten Lösungen, die das Portfolio der RODIAS GmbH in den Bereichen Predictive Maintenance, Industrial Metaverse, Smart und Dark Factory ergänzen. Diese Technologiepartner sind Scale-ups (junge wachstumsorientierte Technologiefirmen) oder Schwesterfirmen der ROBUR. Das Innovation Partner Ecosystem wird in den kommenden Jahren um strategisch relevante Kompetenzen und Angebote erweitert.

Mit den ausgewählten Technologienpartnern wurde im Jahr 2023 eine Grundlage für die Zusammenarbeit erarbeitet, Anwendungsfälle definiert, kommerzielle und rechtliche Themen geklärt, Unterlagen für die Kommunikation und Vermarktung vorbereitet sowie leichte Integrationen der Technologien in die mobile Instandhaltungsplattform der RODIAS GmbH vorgenommen. Konkret wurden Technologien von zwei Partnern integriert: ViewAR (Indoor Navigation mit Augmented Reality) und Kenbun (KI-basierte Sprachsteuerung). In den Folgejahren werden diese Integrationen vertieft und komplett neue Integrationen anderer Technologiepartnern implementiert.

Die integrierten Anwendungsfälle wurden als Showcases auf verschiedenen Veranstaltungen und Messen gemeinsam mit den Partnern präsentiert, z.B. IBM Maximo Anwendertage oder die Hausmesse der RODIAS GmbH. Die Showcases wurden von den Teilnehmern der RODIAS Hausmesse sehr positiv aufgenommen und haben Interesse bei den Bestandskunden erweckt, sowie, laut Aussagen der Bestandskunden, zu der Modernisierung des Images von RODIAS als Marke beigetragen.

Im Jahr 2023 hat RODIAS Kundenworkshops durchgeführt. Diese Workshops haben das Ziel den Kunden konkrete Technologien in seinem Kontext vorzustellen und relevante mehrwertbringen Anwendungsfälle als einen Ausgangspunkt für mögliche Folgeprojekte zu identifizieren. In diesen Workshops hat RODIAS ihre Kompetenzen z.B. im Bereich Anwendung von KI im Facility Management im Gesundheitswesen sowie Terminoptimierung in der Auftragsabwicklung demonstriert.

Die Verbesserung der Außenwirkung von RODIAS im Hinblick auf Innovation und neue Trends und Technologien stand im Jahr 2023 im Fokus. Die Unternehmenswebseite wurde um relevante Innovationsinhalte erweitert. So entstanden neue Detailseiten mit Inhalten zu Digitalen Zwilling, Digitalen Assistenzsystemen, Digitaler Fabrik, Analytics & Observability und viele mehr.

2.7.2 Nuklearindustrie

Deutschland hat sich nach Fukushima entschlossen schrittweise aus der Kernenergie auszusteigen. Mit GKN 2 wird im April 2023 das letzte deutsche Kernkraftwerk vom Netz genommen. Während der anschließenden ca. fünf Jahre dauernden Nachkühlphase sowie des Rückbaus der Anlagen, welche auf zehn bis 15 Jahre geschätzt wird, werden weiterhin die Lösungen der RODIAS GmbH eingesetzt.

Insbesondere hat sich die RODIAS hier rechtzeitig mit innovativen Rückbaulösungen positioniert, die die Betriebsführungssysteme sinnvoll ergänzen. Hierzu hat das Unternehmen im Berichtsjahr mit der Entwicklung der Business Solution "Digital Driven Dismantling" begonnen. Ziel ist es, eine IT-Plattform für nukleare Kunden bereitzustellen, die den Rückbau von kerntechnischen Anlagen ganzheitlich von der Planung über die Optimierung bis hin zur operativen Abwicklung unterstützen kann. Es gibt bereits mehrere Interessenten sowie laufende Ausschreibungen für diese Lösung.

Zusätzlich gilt es für die RODIAS GmbH insbesondere die weltweite Entwicklung der Kernenergie differenziert zu beurteilen. Im Juli 2023 standen weltweit in 31 Ländern 424 Kernkraftwerke zur Energieversorgung zur Verfügung (https://tinyurl.com/kkw-2023). Im Vorjahresvergleich (411 Atomreaktoren) ist die Anzahl der Anlagen gestiegen (https://tinyurl.com/kkw-1954-2022). Weltweit befinden sich darüber hinaus rund 100 weitere Kernkraftwerksneubauten in der konkreten Projektierungs-, Planungs- bzw. Genehmigungsphase (https://tinyurl.com/kkw-planung).

Als Konsequenz aus dieser Entwicklung fokussiert sich die RODIAS GmbH auf folgende Themenbereiche der Nuklearindustrie:

• Langfristige Stabilisierung des Engagements bei den bestehenden nuklearen Bestandskunden des Unternehmens, sowie die Positionierung als strategischer Partner für den gesamten Rückbau

• Die strategische Positionierung als internationaler Anbieter für Lösungen für den Rückbau von Kernkraftwerken und dadurch

• Mittelfristig Gewinnung von Neukunden außerhalb der Kernenergie im DACH-Markt, die ähnlich komplexe Rückbauthematiken haben (Chemie, Oil & Gas)

Für die Investoren stellt sich der Mehrwert der RODIAS GmbH insbesondere im Know-how der Kolleg*innen, in den innovativen Rückbaulösungen sowie den hervorragenden Referenzen im Bereich der Kernenergie dar.

2.7.3 Übrige Industrien

In Deutschland wird der Markt für komplexe EAM-Lösungen eindeutig von SAP PM dominiert. Jedoch besteht begründete Hoffnung, dass durch den erzwungenen Wechsel auf SAP Hana manches Unternehmen eine Neuevaluierung der eingesetzten Plattform in Erwägung zieht. Gleichzeitig gibt es weiterhin viele Unternehmen, die mit selbstentwickelten Maintenance- Lösungen nur bescheiden skalierbare Ergebnisse erzielen. Auch hier besteht weiterhin die Gelegenheit, insbesondere unter Anbetracht der ESG-Erfordernisse, mit neuen, ganzheitlichen EAM-Lösungen im Markt zu gewinnen.

Letztlich liegt eine große Chance für den EAM-Markt in der Tatsache, dass IT-Lösungen für die Instandhaltung noch nie im Fokus oder Radar der Investitionsentscheidungen lagen. Die Prozesse der Instandhaltung sind so weit nachgelagert, dass auch die Digitalisierung dieser Welt entsprechend zurückhängt. Die technischen Umsetzungen, die in anderen Bereichen bereits in den vergangenen getätigt wurden, stehen in diesem Marktsegment noch an.

2.7.4 Unternehmensportfolio

Eine der Stärken des Unternehmens sind die teils sehr unterschiedlichen Lösungsplattformen, die RODIAS zeitgleich unterstützt. Entsprechend sind Spezialist*innen für die unterschiedlichen Plattformen aufzubauen und vorzuhalten. Diese breite Auswahl im Portfolio bietet potenziell eine breite Marktabdeckung und eine große vielfältige Kundenbasis. RODIAS unterstützte im Jahr 2023 folgende technologischen Plattformen (Solutions):

1) Das RODIAS-eigene Instandhaltungs- und Betriebsführungs-Entwicklungsframework openTALOS (Vorversion openJET)

2) Das RODIAS-eigene Low-Code Instandhaltungsportal für Connectivity & Visualization Insight Control Panel

3) Die marktführende EAM (Enterprise-Asset-Management) Lösung IBM Maximo

4) Die aufstrebende EAM (Enterprise-Asset-Management) Lösung HxGN EAM (Hexagon EAM)

3 Prognosebericht

Der Ausblick auf die kommenden Jahre ist für RODIAS positiv. Nicht zuletzt durch die signifikant verbesserte Sichtbarkeit der Marke - sowohl im Kundenmarkt wie auch im Personalmarkt - ist die Grundlage für künftigen Erfolg geschaffen. Durch die gesteigerten vertrieblichen Aktivitäten wird neues Geschäft jenseits des Bestands akquiriert.

Bei weiterer konsequenter Umsetzung der bestehenden Unternehmensstrategie wird das Unternehmen im europäischen Markt weiter an Gewicht gewinnen und sowohl organisch wie auch durch Akquise wachsen können. Zudem werden strategische Partner RODIAS in vielen Fachthemen ergänzen und damit das Portfolio gegenüber den Kunden vergrößern helfen.

Damit einher geht eine standfestere Position gegenüber großen Kunden, wie auch gegenüber den Partnerunternehmen IBM und Hexagon. In einem sich weiter konsolidierenden Markt, in dem insbesondere das Thema Cloud die Umgebungsvariablen bestimmen wird, ist damit die Möglichkeit geschaffen, auch mittel- bis langfristig eine wertschöpfende Rolle der RODIAS in diesem Markt zu sichern.

Die größte Herausforderung bleibt auch in Zukunft das Recruiting von neuen Kolleg*innen. Die demografische Realität gibt hier wenig Hoffnung auf Entspannung. Die Einstellung von Kolleg*innen aus Europa oder aus dem Rest der Welt geht wiederum mit hohen administrativen Aufwänden wie auch mit komplexen Integrationsprozessen einher. Die deutschen Sprachkenntnisse sind dabei neben der Arbeits- und Kommunikationskultur nur ein kleines Problem.

Die wesentliche Stärke der RODIAS liegt nach 40 erfolgreichen Jahren im Bestandsgeschäft. Die meisten Kunden werden wie in der Vergangenheit auf Jahre eine langfristige Bindung mit dem Unternehmen anstreben. Voraussetzung hierfür ist ein kontinuierliches Verbessern der Kunden-seitigen Prozesse, um die hohe Zufriedenheit der RODIAS Kunden zu sichern und weiter zu steigern.

Neben den marktseitigen Rahmenbedingungen bleibt für RODIAS die Hauptaufgabe, sich von einem familiär, eher kleinteilig geführten Betrieb hin zu einem größeren, auch international agierenden Unternehmen zu entwickeln. Hierfür sind die organisatorischen Grundlagen gelegt und die Führungsmannschaft ist entsprechend aufgestellt.

Aufgrund der Rahmenbedingungen ist es schwer vorhersehbar, wie sich das Jahr 2024 entwickeln wird. Wir streben für das Jahr 2024 ein Rohergebnis und ein EBITDA auf dem Niveau des Vorjahres an.

 

Weinheim, den 11. Juli 2024

RODIAS GmbH

gez. André Panné, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 453.724,47 321.244,41
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 178.754,90 15.457,40
II. Sachanlagen 274.719,57 305.787,01
III. Finanzanlagen 250,00
B. Umlaufvermögen 8.878.838,10 7.846.921,50
I. Vorräte 481.137,09 291.792,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.415.412,71 5.615.225,36
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 982.288,30 1.939.904,14
C. Rechnungsabgrenzungsposten 362.512,40 315.348,60
Summe Aktiva 9.695.074,97 8.483.514,51

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 6.626.700,90 5.051.219,44
I. Gezeichnetes Kapital 160.000,00 160.000,00
II. Kapitalrücklage 344.877,75 344.877,75
III. Gewinnrücklagen 83.712,00 83.712,00
IV. Gewinnvortrag 4.462.629,69 2.420.517,68
V. Jahresüberschuss 1.575.481,46 2.042.112,01
B. Rückstellungen 1.190.276,89 1.934.800,10
C. Verbindlichkeiten 607.848,18 794.255,77
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.216.624,03 703.239,20
E. Passive latente Steuern 53.624,97
Summe Passiva 9.695.074,97 8.483.514,51

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 12.140.550,44 11.166.096,30
2. Personalaufwand 7.953.562,15 6.567.387,62
a) Löhne und Gehälter 6.567.780,64 5.367.623,81
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.385.781,51 1.199.763,81
davon für Altersversorgung 127.556,85 77.804,80
3. Abschreibungen 143.973,30 169.504,50
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 143.973,30 169.504,50
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.968.704,09 1.457.498,60
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 854,68 505,51
davon Aufwendungen nach Artikel 67 Absatz 1 und 2 EGHGB 571,00 1.109,00
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 262.550,54 172.728,72
davon aus verbundenen Unternehmen 261.287,19 171.214,39
davon Erträge aus Abzinsung 1.514,33
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 267.810,68 207.003,53
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 12.753,00 12.157,00
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 489.803,51 896.004,10
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 53.624,97
8. Ergebnis nach Steuern 1.579.247,25 2.041.426,67
9. sonstige Steuern 3.765,79 -685,34
10. Jahresüberschuss 1.575.481,46 2.042.112,01

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

1. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: RODIAS GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Weinheim
Registergericht: Amtsgericht Mannheim
Registernummer: HRB 736005

2. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren beibehalten.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Von dem Wahlrecht nach § 248 Abs. 2 HGB zur Aktivierung selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurde 01.01.2023 erstmals Gebrauch gemacht. Die Bewertung erfolgte zu Herstellungskosten. Die Abschreibung erfolgte linear auf vier Jahre.

Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Entwicklungskosten angesetzt.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen (Nutzungsdauer 3 - 5 Jahre) vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen (Nutzungsdauer 2 - 33 Jahre) vermindert.

Unfertige Leistungen werden zu Vertragspreisen abzüglich der Verwaltungs- und Vertriebskosten sowie Gewinnmarge bewertet (retrogerade Bewertung). Das Niederstwertprinzip wurde beachtet und, sofern erforderlich, entsprechende Abwertungen berücksichtigt (verlustfreie Bewertung).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit ihren Nominalwerten angesetzt und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Der Ansatz des Kassenbestandes und die Guthaben bei Kreditinstituten erfolgte zum Nennwert.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesen Tagen darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Das Eigenkapital wurde zum Nennwert bewertet.

Die Rückstellungen wurden nach üblicher kaufmännischer Schätzung einzeln ermittelt, mit dem Erfüllungsbetrag bewertet und entsprechen in ihrem Wertansatz den jeweils erwarteten Ausgaben. Die Rückstellungen für Pensionen sowie die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen werden pauschal mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen zu Beträgen ausgewiesen, soweit sie Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die passiven latenten Steuern (§285 Nr. 30 HGB) wurden aufgrund unterschiedlicher Ansätze der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit einem kombinierten Steuersatz von 30 % für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer auf den Unterschiedsbetrag gebildet.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr werden am Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsverbindlichkeiten in lokale Währung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

III. Angaben zur Bilanz

Brutto-Anlagenspiegel

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anschaffungskosten
Stand 01.01.2023
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 88.080,00 178.749,90 0,00 266.829,90
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 66.337,95 0,00 0,00 66.337,95
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 154.417,95 178.749,90 0,00 333.167,85
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 14.033,40 0,00 14.033,40
2. Technische Anlagen und Maschinen 287.823,03 0,00 0,00 287.823,03
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 464.608,11 83.420,06 0,00 548.028,17
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.261,01 0,00 0,00 1.261,01
Summe Sachanlagen 753.692,15 97.453,46 0,00 851.145,61
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 250,00 0,00 250,00
Summe Finanzanlagen 0,00 250,00 0,00 250,00
Summe Anlagevermögen 908.110,10 276.453,36 0,00 1.184.563,46
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 77.070,00 11.009,00 0,00 88.079,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 61.890,55 4.443,40 0,00 66.333,95
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 138.960,55 15.452,40 0,00 154.412,95
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 1.040,68 0,00 1.040,68
2. Technische Anlagen und Maschinen 231.155,03 39.232,63 0,00 270.387,66
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 216.750,11 88.247,59 0,00 304.997,70
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 447.905,14 128.520,90 0,00 576.426,04
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 586.865,69 143.973,30 0,00 730.838,99
Buchwerte
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 178.750,90 11.010,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4,00 4.447,40
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 178.754,90 15.457,40
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.992,72 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 17.435,37 56.668,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 243.030,47 247.858,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.261,01 1.261,01
Summe Sachanlagen 274.719,57 305.787,01
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 250,00 0,00
Summe Finanzanlagen 250,00 0,00
Summe Anlagevermögen 453.724,47 321.244,41

Geschäftsjahresabschreibung

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge nicht.

1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Unter den immateriellen Vermögenswerten werden unter anderem Entwicklungsleistungen ausgewiesen.

Die aus der Softwareentwicklung resultierenden Produkte werden von der RODIAS GmbH direkt vertrieben. Durch die Zielgruppenorientierte (Weiter-)Entwicklung der Produkte steht beim Vertrieb neben dem Up-Selling bei Bestandskunden auch das Generieren von weiterem Neukundengeschäft im Fokus.

Die RODIAS GmbH hat zum 31.12.2023 erstmalig die Entwicklungsaufwendungen aus dem Jahr 2023 in Höhe von insgesamt TEUR 178,8 (Vorjahr: TEUR 0,0) für folgende Produkte aktiviert:

- Insight "Neuer Client"

- Insight "HxGN-Connector"

- Waste Tracking Tool

Die gesamten Entwicklungskosten der RODIAS GmbH betreffen sowohl Kosten für die Entwicklung der neuen Releases und Produkte als auch die Kosten der laufenden Pflege der Bestands-Produkte und betrugen in der Berichtsperiode TEUR 1.304,4 (Vorjahr: TEUR 803,9).

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von Euro 4.820.941,96 betreffen Darlehensforderungen in Höhe von Euro 4.749.890,05, sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von Euro 71.051,91.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen aus Steuern in Höhe von Euro 250.926,69. Von den sonstigen Vermögensgegenständen hat ein Teilbetrag in Höhe von Euro 8.126,25 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Forderungen gegenüber Gesellschaftern betragen Euro 4.749.890,05 und sind in der Bilanzposition Forderungen gegen verbundene Unternehmen bilanziert.

3. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage in Höhe von Euro 344.877,75 betrifft den Unterschiedsbetrag aus einer im Jahr 2020 erfolgten Verschmelzung zu Buchwerten.

4. Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der Projected-Unit-Credit-Methode ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck zu Grunde gelegt. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Als Abzinsungsfaktor wurde der dazu von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,83 % angesetzt. Es wurde eine Fluktuationsrate von 0,00 % p.a. sowie ein Rententrend von 2,34 % angesetzt.

Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB bei einer Bewertung der Pensionsrückstellungen zum Siebenjahres-Durchschnittszinssatzes und zum Zehnjahres-Durchschnittszinssatzes beträgt Euro 538,00.

Für einen Teil der Pensionszusagen in Höhe von Euro 307.795 wurde eine Rückdeckungsversicherung über Euro 207.109 abgeschlossen, die über den Pensions-Sicherungs-Verein insolvenzgesichert ist. Der Zeitwert des Deckungsvermögens wurde gem. § 246 Abs. 2 HGB mit den Versorgungsverpflichtungen verrechnet.

In der Position sonstige Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen, Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften, Vorsorgen für Personalaufwendungen sowie Garantieverpflichtungen enthalten. Daneben wurde Vorsorge für Kosten der Abschlusserstellung und -prüfung sowie Archivierung getroffen.

Die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von Euro 451.651,00 wurden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck zu Grunde gelegt. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Als Abzinsungsfaktor wurde der dazu von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre von 1,72 % angesetzt. Der Gehaltstrend wurde mit 2,00 % p.a. angesetzt. Die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtung wurden gem. § 246 Abs. 2 HGB mit dem Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen (Deckungsvermögen) in Höhe von Euro 438.735,33 verrechnet.

Die folgenden Aufwendungen und Erträge wurden saldiert im Zinsaufwand ausgewiesen:

Verringerung Aktivwerts: -110.330,25
Gezahlte Prämien: -134.826,00
Saldo
/ Zinsaufwand: -245.156,25

5. Verbindlichkeiten

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt:

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 31.12.2023
TEuro
kleiner 1 J.
TEuro
1 bis 5 J.
TEuro
größer 5 J.
TEuro
aus Lieferungen und Leistungen 216,2 216,2 0,0 0,0
gegenüber verbundenen Unternehmen 91,0 91,0 0,0 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 300,6 300,6 0,0
Summe 607,8 607,8 0,0 0,0

6. Passiv Latente Steuern

Die passiv latenten Steuern wurden aufgrund unterschiedlicher Ansätze der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens (Handelsbilanz: Euro 453.724,47; Steuerbilanz Euro 274.973,57) mit einem kombinierten Steuersatz von 30 % für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer auf den Unterschiedsbetrag in Höhe von Euro 178.750,90 mit Euro 53.624,97 gebildet. Im Vorjahr wurden keine passiv latenten Steuern ausgewiesen.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist ein Betrag in Höhe von Euro 571,00 aus der Zuführung zur Pensionsrückstellung gem. Art. 67 Abs. 1 EGHGB enthalten.

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Vermögensgegenständen zur Verrechnung gem. § 246 Abs. 2 HGB betreffend die Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von Euro 245.156,25 enthalten. Im Vorjahr ergab sich ein Aufwand in Höhe von Euro 192.962,42.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt Euro 1.575.481,46.

Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrages ergibt sich ein Betrag von Euro 6.038.111,20 der zu verwenden ist.

Auf neue Rechnung werden 6.038.111,15 Euro vorgetragen.

V. Sonstige Angaben

1. Anzahl der Arbeitnehmer

Im Durchschnitt des Geschäftsjahrs wurden 109 (Vorjahr: 85) Arbeitnehmer beschäftigt. Davon waren 76 operative Mitarbeiter und 33 nicht operative Mitarbeiter.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus den bestehenden Miet- und Leasingverträgen ergeben sich sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von Euro 468.354,00.

3. Ausschüttungssperre

Folgende Posten unterliegen der Ausschüttungssperre:

selbstgeschaffene immat. WG nach §268 Abs. 8 HGB 125.125,93 €
Unterschiedsbetrag Pensionsrückstellung nach §253 Abs. 6 HGB 538,00 €

4. Geschäftsführung

Im Berichtsjahr 2023 erfolgte die Geschäftsführung der RODIAS GmbH durch den folgenden Geschäftsführer:

Herr M. A. André Panné, Bonn

Auf die Angabe nach § 285 Nr. 9 HGB hinsichtlich der Gesamtbezüge der Organmitglieder wird in Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

5. Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der ROBUR Industry and Building Service Group GmbH, München, für den kleinsten und den größten Kreis von Unternehmen einbezogen. Der Konzernabschluss wird in Deutschland und in deutscher Sprache im Bundesanzeiger veröffentlicht.

6. Nachtragsbericht

Ab dem 15. März 2024 gehört die RODIAS GmbH, als Teil der ROBUR Gruppe, dem Geschäftsbereich "Industry Services & Wind" der SPIE Gruppe an.

sonstige Berichtsbestandteile

 

Weinheim, 11.07.2024

RODIAS GmbH

vertreten durch den Geschäftsführer

gez. André Panné

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 21.11.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die RODIAS GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der RODIAS GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RODIAS GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Erlangen, 11. Juli 2024

SMDM Steinacker Müller Dehner Meichelbeck Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Markus Müller, Wirtschaftsprüfer

gez. Benedikt Ponnath, Wirtschaftsprüfer

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