Stammdaten

Register
Amtsgericht Walsrode HRB 121008
Eingetragen
22.6.1998
Branche
BeteiligungsgesellschaftenSonstige Verwertung von AbfällenEnergetische Verwertung von Abfällen
Gegenstand
(1) Gegenstand der Gesellschaft ist die Erfassung, der Transport, die Behandlung, Verwertung, Vermarktung und Entsorgung von Abfällen sowie die gewerbliche Erbringung von Dienstleistungen auf dem Gebiet der Abfallwirtschaft. Dies sind insbesondere Leistungen für den Landkreis Osterholz als öffentlichrechtlichem Entsorgungsträger, sowie Leistungen für Abfallbesitzer aus anderen Herkunftsbereichen als privaten Haushalten. Gegenstand ist auch die Errichtung und der Betrieb von Abfallentsorgungsanlagen. (2) Die Gesellschaft kann sich zur Erfüllung vorstehender Aufgaben Dritter bedienen. (4) Die Gesellschaft ist berechtigt, im Rahmen des Gesellschaftszwecks andere Unternehmen zu gründen und zu betreiben, sich an ihnen zu beteiligten oder solche Unternehmen sowie Hilfs- und Nebenbetriebe zu erwerben, zu errichten, zu pachten oder als Gesellschafter aufzunehmen. (5) Die Führung der Geschäfte wird unter besonderer Beachtung des § 1 des Niedersächsischen Abfallgesetzes in der jeweils geltenden Fassung erfolgen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marcel Patzer
seit 21.10.2020
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Landkreis Osterholz
51.00%
49.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Landkreis Osterholz
Germany
1.138.289 €
51.00%
Germany
1.093.653 €
49.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Abfall-Service Osterholz GmbH

Osterholz-Scharmbeck

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

ABFALL-SERVICE OSTERHOLZ GMBH, OSTERHOLZ-SCHARMBECK

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 8.503.981,90 8.461.487,09
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 51.245,10 52.543,10
II. Sachanlagen 8.452.736,80 8.408.943,99
B. UMLAUFVERMÖGEN 3.230.782,60 3.088.169,68
I. Vorräte 178.430,00 109.132,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.359.435,14 2.307.836,11
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 692.917,46 671.201,57
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 10.522,71 26.055,80
11.745.287,21 11.575.712,57

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 6.224.332,99 6.281.695,51
I. Gezeichnetes Kapital 2.231.942,45 2.231.942,45
II. Gewinnrücklagen 3.751.084,37 3.751.084,37
III. Jahresüberschuss 241.306,17 298.668,69
B. SONDERPOSTEN FÜR ZUWENDUNGEN 406.807,01 0,00
C. RÜCKSTELLUNGEN 171.249,02 166.625,08
D. VERBINDLICHKEITEN 4.942.898,19 5.127.391,98
- davon gegenüber Gesellschaftern: EUR 33.925,61 (Vorjahr: EUR 42.497,51)
- davon aus Steuern: EUR 97.962,81 (Vorjahr: EUR 103.778,25)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 9.091,92 (Vorjahr: EUR 9.791,72)
11.745.287,21 11.575.712,57

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 9.172.638,49 9.015.804,32
2. Personalaufwand -4.684.143,71 -4.315.054,38
a) Löhne und Gehälter -3.899.918,17 -3.582.289,00
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -784.225,54 -732.765,38
- davon für Altersversorgung: EUR 15.783,28 (Vorjahr: EUR 17.025,03)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -910.014,29 -993.091,39
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.208.144,48 -3.205.041,66
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.404,77 1.362,82
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -34.712,42 -34.369,03
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 366,00)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -45.795,99 -124.683,00
8. Ergebnis nach Steuern 291.232,37 344.927,68
9. Sonstige Steuern -49.926,20 -46.258,99
10. Jahresüberschuss 241.306,17 298.668,69

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

Abfall-Service Osterholz GmbH, Osterholz-Scharmbeck

1. Allgemeine Angaben

Die Abfall-Service Osterholz GmbH hat ihren Sitz in Osterholz-Scharmbeck. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Walsrode unter der HRB 121008 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss der Abfall-Service Osterholz GmbH für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften sowie den ergänzenden Regelungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Nach den Größenmerkmalen des § 267 HGB ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Geschäfts- und Firmenwert wurde mit einer Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben.

Die Software und die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten - bei abnutzbaren Anlagegegenständen -, vermindert um planmäßige Abschreibungen, die in der Regel nach der linearen Methode berechnet werden, bewertet.

Die Nutzungsdauern der einzelnen abnutzbaren Anlagegegenstände werden auf der Basis der voraussichtlichen Nutzungsdauern geschätzt. Die Nutzungsdauern werden den amtlichen Abschreibungstabellen entnommen.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von 250,00 EUR werden als Aufwand erfasst. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Einzelwert von 250,00 EUR bis 800,00 EUR werden als Zugang erfasst und im selben Jahr vollständig abgeschrieben.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände sowie Bank- und Kassenbestände werden zu Nennwerten angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem Barwert unter Zugrundelegung des maßgeblichen Zinssatzes der Deutschen Bundesbank angesetzt.

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zu ihrem Erfüllungsbetrag.

3. Angaben zur Bilanz

Die Aufgliederung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt unverändert 2.232 TEUR. Es ist in voller Höhe eingezahlt.

Die Gesellschafter haben auf der Gesellschafterversammlung am 2. Juni 2023 beschlossen, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022 an die Gesellschafter auszuschütten.

Die Pensionsrückstellungen betreffen arbeitsrechtliche Verpflichtungen aus einer Pensionskasse.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten weisen in Höhe von 558 TEUR (Vorjahr: 742 TEUR) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr, in Höhe von 2.083 TEUR (Vorjahr: 1.873 TEUR) eine Restlaufzeit von einem bis zu fünf Jahren und in Höhe von 1.103 TEUR (Vorjahr: 1.025 TEUR) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren auf. Im Übrigen weisen die Verbindlichkeiten wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf.

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Reparaturen für den Fuhrpark (941 TEUR; VJ: 949 TEUR), Instandhaltung von Anlagen (478 TEUR; VJ: 541 TEUR), Raumkosten (261 TEUR; VJ: 301 TEUR), Leasing Fahrzeuge, Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (328 TEUR; VJ: 284 TEUR), Rechts- und Beratungskosten (207 TEUR; VJ: 109 TEUR) und für Versicherungen und Beiträge (220 TEUR; VJ: 211 TEUR).

5. Sonstige Angaben

a. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

Im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2023 waren 100,50 (Vorjahr: 101,25) Mitarbeiter beschäftigt.

b. Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer der Gesellschaft ist Herr Dipl.-Wirt.-Ing. Christof von Schroetter, Bremen. Von der Angabe der Bezüge für die Geschäftsleitung wurde im Hinblick auf § 286 Abs. 4 HGB abgesehen.

c. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

d. Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 241.306,17 EUR auszuschütten.

 

Osterholz-Scharmbeck, den 20. April 2024

gez. von Schroetter, Geschäftsführer

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 431.864,66 24.720,00 0,00 0,00 456.584,66
Geschäfts- oder Firmenwert 221.493,13 0,00 0,00 0,00 221.493,13
653.357,79 24.720,00 0,00 0,00 678.077,79
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.706.430,48 9.792,50 0,00 0,00 11.716.222,98
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.248.894,19 917.996,60 259.200,00 9.469,86 16.416.620,93
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 303.508,25 0,00 -259.200,00 0,00 44.308,25
27.258.832,92 927.789,10 0,00 9.469,86 28.177.152,16
27.912.190,71 952.509,10 0,00 9.469,86 28.855.229,95
ABSCHREIBUNGEN
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 379.323,06 26.018,00 0,00 0,00 405.341,06
Geschäfts- oder Firmenwert 221.491,63 0,00 0,00 0,00 221.491,63
600.814,69 26.018,00 0,00 0,00 626.832,69
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.293.785,42 439.108,01 0,00 0,00 5.732.893,43
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.556.103,51 444.888,28 9.469,86 0,00 13.991.521,93
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
18.849.888,93 883.996,29 9.469,86 0,00 19.724.415,36
19.450.703,62 910.014,29 9.469,86 0,00 20.351.248,05
BUCHWERTE
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 51.243,60 52.541,60
Geschäfts- oder Firmenwert 1,50 1,50
51.245,10 52.543,10
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.983.329,55 6.412.645,06
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.425.099,00 1.692.790,68
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 44.308,25 303.508,25
8.452.736,80 8.408.943,99
8.503.981,90 8.461.487,09

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

Abfall-Service Osterholz GmbH, , Osterholz-Scharmbeck

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Vor dem Hintergrund mittelbarer Folgen der andauernden russischen Aggression gegen die Ukraine, der gestiegenen (Leit-)Zinsen, der relativ schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung, eines hohen Krankenstands, aber auch zunehmender struktureller Herausforderungen hat die Wirtschaftsleistung in Deutschland im Jahr 2023 um 0,3 Prozent abgenommen. Aufgrund ihrer ehemals starken Abhängigkeit von russischen Energielieferungen, dem vergleichsweise hohen Industrieanteil an der Wertschöpfung sowie der ausgeprägten Außenhandelsorientierung wurde die deutsche Wirtschaft stärker als andere große westliche Volkswirtschaften in ihrer Entwicklung beeinträchtigt. Dennoch ist es auf europäischer und insbesondere auch auf nationaler Ebene in kürzester Zeit gelungen, den Ausfall russischer Energielieferungen zu kompensieren und Energiebedarfe - wo möglich - effizient zu reduzieren. Nie zuvor in der deutschen Nachkriegsgeschichte hat das Land seine Energieversorgung in so kurzer Zeit in solch einem Umfang neu organisieren müssen. Nachdem Deutschland im Jahr 2022 die unmittelbaren ökonomischen Folgen der Corona-Pandemie weitgehend überwunden hatte, ist es im Laufe des Jahres 2023 gelungen, Versorgungsengpässe zu vermeiden und auf rückläufige Energiepreise hinzuwirken.

Wirtschaftliches Umfeld der Abfall-Service Osterholz GmbH

Die Abfall-Service Osterholz GmbH (ASO oder auch kurz "Gesellschaft") ist vom Landkreis Osterholz als öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger (örE) mit sämtlichen abfallwirtschaftlichen Dienstleistungen als Dritter gem. § 22 KrWG zum Zweck der Entsorgung der Abfälle aller Privathaushalte im Landkreis beauftragt. Die Entsorgung der Abfälle der gewerblichen Bereiche und Unternehmen führt die ASO als Verpflichtete gem. § 72 Abs. 1 Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) i. V. m. § 16 (2) Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz (KrW/-AbfG) durch.

Die wirtschaftliche Aktivität der Gesellschaft umfasste im Geschäftsjahr 2023 ebenso wie in den Vorjahren die Erbringung aller abfallwirtschaftlichen Dienstleistungen für den Landkreis Osterholz als örE sowie für Abfallbesitzer aus anderen Herkunftsbereichen als privaten Haushalten (Gewerbe).

Im Vergleich zum allgemeinen konjunkturellen Verlauf entwickelte sich das Geschäft der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 schlechter als erwartet, was sich auch in einer seit 2022 niedrigen Umsatzrendite in Höhe von knapp 1,7 % (Vj.: 1,9 %) verdeutlicht.

Eine Besonderheit stellt nach wie vor der Bereich des Makelns und der Vermarktung von Abfallströmen dar. Dieser Markt ist schon immer von starken Schwankungen gekennzeichnet und somit nur sehr schwer kalkulierbar. Insbesondere der Preis für die Vermarktung von Papier ist seit 2022 drastisch gesunken, sodass die Umsätze in diesem Bereich auf einem niedrigen Niveau sind.

Da einige dem Wirtschaftsplan 2023 zugrundeliegenden Annahmen in Teilen nicht eingetreten sind, konnte der avisierte Jahresüberschuss in diesem Jahr leider nicht erreicht werden.

Zusammenfassend kann dennoch von einer langfristig positiven Entwicklung des Unternehmens berichtet werden, die auch mittelfristig als gesichert angesehen werden kann.

Unternehmensstrategie

Das Geschäft der ASO konzentriert sich in erster Linie sowohl auf die ordnungsgemäße Sammlung, Erfassung und Entsorgung von Abfällen aus Privathaushalten, als auch aus gewerblichen Unternehmen. Diese beiden Bereiche stellen somit das Basisgeschäft der Gesellschaft dar.

Die ASO arbeitet auf verschiedenen Gebieten mit weiteren strategischen Partnern zusammen. So ist die Fa. Schorfmann im sog. Ostkreis mit verschiedenen Aufgaben betraut und unterstützt im Bedarfsfall die ASO mit entsprechenden Dienstleistungen. Insbesondere sei aber an dieser Stelle die gute Zusammenarbeit mit dem Mitgesellschafter und Partner Fa. Nehlsen genannt. So führt die ASO beispielsweise für Fa. Nehlsen die Sammlung sowie den Umschlag der LVP-Abfälle (Gelber Sack) durch. Andererseits wird die Vermarktung der Wertstoffe in vielen Fällen mit und durch Fa. Nehlsen durchgeführt. Insgesamt besteht eine sehr zufriedenstellende Zusammenarbeit, die von gegenseitiger Anerkennung geprägt ist.

Alle wesentlichen Aufgaben und Dienstleistungen werden mit eigenen Fahrzeugen, Geräten und Anlagen erledigt. Der Fuhrpark wurde mit Ausnahme der Corona-Jahre sukzessive erneuert und ist damit in einem technisch und qualitativ angemessenen Zustand. Ausfälle aufgrund des Alters der Fahrzeuge konnten im Berichtsjahr leider nicht vermieden werden. Im Berichtsjahr wurde ein Brennstoffzellen-LKW angeschafft, der in Zukunft vor allem im Bereich der Sammlung von Bioabfällen eingesetzt werden soll. Mit dieser Anschaffung erfüllt die ASO die Anforderungen der Clean Vehicles Directive (CVD) in Deutschland.

Vermögenslage

Unter Berücksichtigung der vorgeschlagenen Gewinnausschüttung für das Jahr 2023 in Höhe von 100 % des Jahresergebnisses und einer leicht gestiegenen Bilanzsumme vermindert sich die Eigenkapitalquote auf 50,9 % (Vj.: 51,7 %). Sie ist nach wie vor als absolut ausreichend zu bezeichnen.

Eine fristenkongruente Finanzierung des langfristigen Anlagevermögens ist gegeben. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind vollständig durch kurzfristige Forderungen und liquide Mittel gedeckt. Grundsätzliche strukturelle Veränderungen in der Vermögensstruktur haben sich nicht ergeben.

Die Gesellschaft befindet sich in geordneten finanziellen und bilanziellen Verhältnissen.

31.12.2023 31.12.2022
TEUR % TEUR %
Anlagevermögen 8.504 72,4 8.462 73,1
Umlaufvermögen inkl. Rechnungsabgrenzungsposten 3.241 27,6 3.114 26,9
Aktiva 11.745 100,0 11.576 100,0
Eigenkapital 6.224 53,0 6.282 54,3
Sonderposten für Zuwendungen 407 3,5 0 0,0
Langfristiges Fremdkapital 3.763 32,1 3.661 31,6
Kurzfristiges Fremdkapital 1.351 11,4 1.633 14,1
Passiva 11.745 100,0 11.576 100,0

Finanzlage

Der Bestand der liquiden Mittel liegt mit unverändert 5,9 % der Bilanzsumme auf einem akzeptablen Niveau und ist als stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfristen zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Es wurde im Berichtszeitraum ein neues Darlehen in Höhe von 864 TEUR aufgenommen. Die durchschnittliche Schuldentilgungsdauer unserer langfristigen Verbindlichkeiten beträgt ca. 3,3 Jahre bezogen auf den Cashflow.

2023
TEUR
2022
TEUR
Cashflow 1.143 1.294
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 756 1.343
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -538 -485
Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit -196 -1.513
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands 22 -655
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 671 1.326
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 693 671

Ertragslage

Der Geschäftsverlauf des Jahres 2023 ist im Wesentlichen durch die negative Entwicklung im Bereich des Makelns und der Vermarktung von Stoffströmen im Vergleich zum Vorjahr gekennzeichnet.

Ferner konnte der Mengenrückgang im öffentlichen Bereich im Jahr 2022 noch nicht vollständig kompensiert werden.

Die Entwicklung im Bereich der Umsätze im öffentlichen (+353 TEUR) und sonstigen gewerblichen Bereich (+123 TEUR) kann aufgrund des vorgesagten nur als befriedigend bezeichnet werden.

Grundsätzliche strukturelle Veränderungen sind nicht erkennbar, sie bewegen sich im Bereich der jährlich möglichen Schwankungen.

2023
TEUR
2022
TEUR
Ergebnis- Veränderung
TEUR
Rohergebnis A 8.754 8.672 +82
Rohergebnis B 9.139 9.016 +123
Betriebsergebnis ordentlich 307 462 -155
Finanzergebnis -33 -33 0
Ergebnis vor Ertragsteuern 287 424 -137
Ergebnisabhängige Steuern -46 -125 +79
Jahresüberschuss 241 299 -58

A= ohne Einbeziehung sonstiger ordentlicher betrieblicher Erträge

B= mit Einbeziehung sonstiger ordentlicher betrieblicher Erträge

Mitarbeiter

Im Jahr 2023 waren einschließlich des Geschäftsführers durchschnittlich 101 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Abfall-Service Osterholz GmbH beschäftigt. Des Weiteren sind vier Angestellte nach wie vor beim Landkreis Osterholz angestellt und der ASO bei- bzw. gestellt, organisationsmäßig also dem Geschäftsführer der ASO und disziplinarrechtlich dem Landkreis Osterholz unterstellt. Zum Bilanzstichtag waren fünf Auszubildende bei der ASO beschäftigt.

Risikobericht

Allgemeiner Risikobericht

Die Risiken, die sich aus dem Geschäftsbetrieb der ASO ergeben könnten, werden mit einem der Größe und der Art des Geschäftes angemessenen Risikomanagementsystem überwacht und gesteuert. Im Wesentlichen stützt sich die Überwachung dabei auf detaillierte Auswertungen aus dem Controlling.

Ziel der Geschäftsführung ist es, in erster Linie Risiken zu vermeiden bzw. in einem verantwortbaren Umfang zu halten und zu begrenzen, ohne sich eventuell ergebenden Geschäftschancen dadurch zu verschließen.

Spezieller Risikobericht

Der Bestand des Unternehmens ist, wie bereits an anderer Stelle gesagt, im Wesentlichen durch Rahmenverträge gesichert. Diese sichern die auskömmliche Auslastung der bei dem Unternehmen vorhandenen Kapazitäten. Gleichzeitig limitiert die mehrheitlich kommunale Anteilsituation an der Gesellschaft die unbegrenzte Möglichkeit der Ausweitung des Geschäftes auf weitere Bereiche und Regionen. Grundsätzlich bewegt sich die Gesellschaft jedoch erfolgreich in dem für sie abgesteckten Rahmen/Umfeld. Wie auch an anderer Stelle dieses Berichtes zu ersehen ist, kann die Liquidität der ASO als gesichert betrachtet werden. Finanzierungen von Anlagen und Gebäuden erfolgen i.d.R. über längerfristige fristenkongruente Kredite.

Technologisch gut aufgestellt hat die ASO in der Vergangenheit gezeigt, dass sie alle ihr gestellten Aufgaben weitestgehend zuverlässig erledigen konnte. Die Geschäftsführung ist davon überzeugt, dass dies auch für die Zukunft gilt.

Aufgrund der im Rahmen der Corona Krise und des Ukraine Krieges u.a. stark gestiegenen Beschaffungs- und auch Energiekosten für Strom, Gas und Diesel stellt diese Entwicklung nach wie vor ein Risiko für das Unternehmen dar.

Wie in der Vergangenheit kann und muss zum Thema Risiken u. a. auch die Volatilität des Wertstoffmarktes genannt werden. Diese Entwicklungen sind seitens der Geschäftsführung nicht beeinflussbar und ließen sich lediglich durch Nichtteilnahme an diesem Markt absolut vermeiden. Insofern ist an dieser Stelle ein Abwägen von Risiken und Chancen geboten.

Weitere Risiken, die die Ertragskraft des Unternehmens nachhaltig beeinflussen könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Generell ermöglicht das Risikomanagement der ASO ein frühzeitiges Identifizieren und Steuern eventueller Geschäftsrisiken.

Prognosebericht

Die Nachwirkungen des Ukraine-Krieges werden auf die Entwicklung der Leistungen der Abfall-Service Osterholz GmbH auch im Geschäftsjahr 2024 spürbar sein.

Aufgrund des Vorgesagten wird eine eher durchwachsene Entwicklung der Gesellschaft im Jahr 2024 erwartet und ein Jahresergebnis, das sich aus heutiger Sicht auf dem im Wirtschaftsplan dargestellten Ergebnis in Höhe von 2.203,8 TEuro bewegen wird. Das Jahresergebnis ist vom Verkauf von Grundstücken und der ehemaligen Rottehalle an die Kommunale Entsorgungsanstalt Nord-Niedersachsen gkAöR (KENN) geprägt.

 

Osterholz-Scharmbeck, den 15. April 2024

gez. von Schroetter, Geschäftsführer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 22.05.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Abfall-Service Osterholz GmbH, Osterholz-Scharmbeck

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Abfall-Service Osterholz GmbH, Osterholz-Scharmbeck, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Abfall-Service Osterholz GmbH, Osterholz-Scharmbeck, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Delmenhorst, den 30. April 2024

KOMMUNA-TREUHAND GMBH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Dipl.-Bw. Lothar Jeschke, Wirtschaftsprüfer

gez. Matthias Blümel, Wirtschaftsprüfer

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