LEON Strick Design GmbHLiquidiert

Am Wiesengrund, 95032 Hof, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hof HRB 4590
Vorher
LS CXXX Vermögensverwaltungs GmbH
Eingetragen
2.4.2009
Branche
Herstellung von technischen TextilienHerstellung von gewirktem und gestricktem StoffHerstellung von Strumpfwaren
Gegenstand
Entwicklung und Herstellung von Textilien aller Art.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Rödl Rechtsanwaltsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft mbH
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Rödl Rechtsanwaltsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft mbH
Germany
25.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

LEON Strick Design GmbH

Hof

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012

LEON Strick Design GmbH, Hof

I. Grundlagen des Unternehmens

I. Geschäftsmodell des Unternehmens

Wir sind Hersteller modischer Strickbekleidung für Damen und Herren in den Altersgruppen 16-60. Unsere Zielgruppen sind Personen mit Anspruch für Qualität, Passform und Mode. Wir verstehen uns als starker Partner von Großkunden aber auch des Facheinzelhandels mit eigens dafür ausgesuchten Produkten.

In Ergänzung des Produktprogrammes wird allgemeine DOB für die Zielgruppe "große Größen" gefertigt.

II. Forschung und Entwicklung

Wir entwickeln Bekleidung und bedienen uns hier der modernsten auf dem Markt verfügbaren Technik. Entwicklung liegt bei uns im Design der einzelnen Modelle und Kollektionen.

Die Produktentwicklung der verschiedenen, zielgruppenorientierten Kollektionen untersteht jeweils einem autarkem Produktmanagement.

II. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das deutsche Textil- und Bekleidungsgewerbe ist stark in den internationalen Wettbewerb eingebunden. Seit Jahren konkurriert es mit Unternehmen, die an ihren Standorten bedeutend günstiger produzieren können, besonders im Bekleidungsgewerbe. Die kapitalintensiven Zweige des Textilgewerbes stellen weiterhin im Inland her, aber im Bekleidungsgewerbe werden Teile der Produktion mehr und mehr ins Ausland verlagert. Der damit verbundene Personalkostenvorteil verringert sich jedoch stetig.

Nach zwei wachstumsstarken Jahren musste das Textilgewerbe 2012 einen leichten Umsatzrückgang hinnehmen. Auch 2013 wird die Branche unter dem mäßigen Konjunkturverlauf in der Eurozone leiden und wohl nur stagnierende Umsätze vorweisen.

Obwohl die niedrigeren Baumwollpreise die Rohstoffbezugskosten nur begrenzt dämpften und die Branche mit höheren Personalkosten konfrontiert war, konnten die Textilunternehmen 2012 erneut eine zufriedenstellende Ertragslage erzielen. Ein solches Ergebnis sollte trotz einiger Belastungen auch in 2013 realisierbar sein.

Zwar sind deutsche Textilfirmen europaweit führend, Chinas Vordringen in das Segment der technischen Textilien, gefährdet aber ihre Position auf dem Weltmarkt.

Im Anschluss an zwei wachstumsstarke Jahre hatte das Textilgewerbe 2012 einen leichten Umsatzrückgang zu verkraften. Bei einer Exportquote von 46,4% sowie einem Beitrag der Eurozone zum gesamten Auslandsumsatz von 54,0% traf die Nachfrageschwäche aus den Krisenländern der gemeinsamen Währungsunion die Branche besonders hart. So brach das reale Ordervolumen aus dem Euroraum im vergangenen Jahr gegenüber 2011 um rund ein Zehntel ein, wohingegen die Auftragseingänge aus dem sonstigen Ausland mit 1,4% zumindest noch geringfügig zulegen konnten. Die Inlandsaufträge konnten dem nicht entgegenwirken, so dass die Auftragseingänge im Textilgewerbe um insgesamt 7% rückläufig waren. Dennoch hat sich die deutsche - ähnlich wie die italienische - Textilindustrie seit dem Umsatzeinbruch im Krisenjahr 2009 im EU weiten Vergleich noch überdurchschnittlich gut geschlagen.

Es wird erwartet, dass die Textilindustrie im Laufe 2013 allmählich wieder in den Wachstumsbereich zurückkehrt. Stärkere Impulse aus der Gesamtwirtschaft als im vergangenen Jahr sind in 2013 für die Textilbranche aber kaum zu erwarten.

Gemäß der gemeinschaftlichen Konjunkturprognose der Wirtschaftsforschungsinstitute vom April 2013 legen das Bruttoinlandsprodukt sowie darunter die privaten Konsumausgaben nur verhalten zu. Zudem dürfte sich auch das Exportwachstum weiter leicht abschwächen.

Auf der Kostenseite ist die Entwicklung der Baumwollpreise zu betrachten. Die Preise haben sich seit Herbst 2011 wieder auf einem niedrigeren Niveau eingependelt, sind aber immer noch spürbar höher als in den Jahren vor dem enormen Preisanstieg, der Anfang 2010 eingesetzt hatte. Zugleich hat mittlerweile jedoch auch bei den alternativen Ausgangsmaterialein wie Wolle und vor allem Chemiefasern, welche die Baumwolle vermehrt substituieren, eine Verteuerung stattgefunden. Verstärkt wird dieser Effekt durch den weltweit wachsenden Bedarf an chemischen Fasern als Vorprodukte für technische Textilien. Auf die Materialkosten wirkte sich in 2012 zudem der schwache Euro aus, der den Import von Vorprodukten auf Dollar Basis entsprechend verteuert hat.

Von besonderer Relevanz sind die Energiekosten und hier vor allem die Strompreise, welche sich nicht zuletzt aufgrund des ab 2013 spürbar heraufgesetzten EEG- Umlage Satzes erhöht haben. Dies belastete eine Reihe von Textilunternehmen. Zumal in 2012 gerade einmal 16 Textilproduzenten von der Härtefallklausel, die von der Entrichtung der EEG Umlage weitestgehend befreit sind, profitieren. Insgesamt bleiben die Kosten also hoch. Bei zumindest stabil bleibenden Umsätzen sollte es möglich sein, das Jahr 2013 mit einer zufriedenstellenden Ertragslage abzuschließen (Quelle VR Branchen Spezial, Nr. 24, Mai 2013).

Diese gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen haben auch unser Unternehmen beeinflusst und wir haben versucht, entsprechend auf die aktuellen Entwicklungen zu reagieren. Wir verfolgen weiterhin unser Ziel, durch modisches Design, Flexibilität und Schaffung effizienter Strukturen, wichtiger Partner unserer Großkunden und auch verstärkt des Facheinzelhandels zu bleiben bzw. diese Beziehungen auch weiterhin auszubauen. Unser Fertigungs-Know-how in den Auslandswerken sowie die vorhandenen Fertigungskapazitäten sind dabei ein wichtiger Faktor, den wir auch künftig verstärkt nutzen wollen.

II. Geschäftsverlauf

Das Jahr 2012 wurde noch beeinflusst durch den warmen Winter 2011. Das verringerte Bestellverhalten der Kunden sowie der Trend 2012 zu Grobstrick führte zu Umsatzeinbußen im Vergleich zu den geplanten Umsätzen. Die geplante Umsatzerhöhung in Höhe von ca. 1.000 TEUR konnte nur mit 288 TEUR realisiert werden.

Die starke Nachfrage nach gröberen Teilungen (Grobstrick) beeinflusste unsere Materialintensität negativ, die um 4% im Vergleich zu 2011 gestiegen ist.

Wir haben auf diese Entwicklungen auf der Kostenseite reagiert, konnten jedoch die Effekte aus Umsatz- und Rohertragseinbußen nicht vollständig ausgleichen.

III. Lage

a) Ertragslage

Unser Rohergebnis verschlechterte sich mit 3.887 TEUR (Vj. 4.485 TEUR) um 598 TEUR (13,3%). Die Materialaufwandsquote ist um 4,2% gestiegen, da zum einen der Trend zu Grobstrick einen höheren Materialeinsatz nach sich zog und zum anderen auch die Umsätze hinter den Planungen zurückgeblieben sind. Die Personalaufwandsquote stieg leicht um 1,3%. Ursache ist hier vor allem die Einstellung zweier Vertriebsmitarbeiter, mit dem Ziel, die Umsatzsituation zu verbessern. Ergebnisse aus dieser Maßnahme wirken sich erst in 2013 aus. Abschreibungen auf unseren weiterhin technisch aktuellen Maschinenpark sind aufgrund der geringen Abschreibungsdauern um 49% gesunken. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind in allen Bereichen (Verwaltungsaufwand +38 TEUR, Vertriebsaufwand +24 TEUR und sonstige +37 TEUR) angestiegen. Damit war der Betriebsaufwand mit 14.777 TEUR (Vj. 14.355 TEUR) weiterhin zu hoch für das realisierte Umsatzvolumen und führte zu einem negativen Betriebsergebnis (-1.179 TEUR, Vj. -700 TEUR). Der Anstieg der Vertriebsaufwendungen und sonstigen Aufwendungen resultierte im Wesentlichen aus einer verstärkten Reisetätigkeit zur Realisierung des geplanten Umsatzvolumens. Die Vertriebsaufwendungen sind als variable Kosten entsprechend der Umsatzerhöhung gestiegen sowie ebenfalls aus dem genannten Grund, die Marktdurchdringung zu verbessern. Insgesamt sind wir mit der Entwicklung nicht zufrieden, da wir zwar in dem zweiten Jahr unseres operativen Bestehens aus der Ausgründung noch mit einem negativen Ergebnis geplant hatten, jedoch nicht in dieser Höhe.

b) Finanzlage

Das Finanzergebnis beträgt -300 TEUR im Vergleich zu -267 TEUR im Vorjahr und bewegt sich damit nahezu auf Vorjahresniveau. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden planmäßig getilgt und verringerten sich um 563 TEUR auf 2.433 TEUR. Verbindlichkeiten bestehen im mittelfristigen Bereich in Höhe von 698 TEUR (Vj. 1.078 TEUR). Kontokorrentlinien inklusive der Avallinie bestehen in Höhe von 2,3 Mio. EUR und waren im Geschäftsjahr ausreichend. Aktuell wurde die Laufzeit unserer Linie bis zum 31.12.2013 verlängert.

Die planmäßige Tilgung konnte durch die Unterstützung der Muttergesellschaft gewährleistet werden. Aufgrund dessen sind die Verbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft um 708 TEUR gestiegen. Gleichzeitig wurde aber eine Verbindlichkeit gegenüber einer Schwestergesellschaft in Höhe von 471 TEUR verringert.

In Höhe von 1.400 TEUR wurde die Eigenkapitalbasis gestärkt durch die Erhöhung der Kapitalrücklage.

Die Kapitalflussrechnung zeigt, dass der negative cash flow aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit in Höhe von -733 TEUR (Vj. 274 TEUR) sowie die geringe Investitionstätigkeit in Höhe von -105 TEUR( Vj.: -29 TEUR) durch den positiven cash flow aus Finanzierungstätigkeit +838 TEUR (Vorjahr -245 TEUR) aufgefangen wurden. Im Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sind, wie im Vorjahr, die Finanzierungsauswirkungen in der Gruppe mit enthalten, soweit sie nicht die Zuführung in das Eigenkapital betreffen.

c) Vermögenslage

Unsere Bilanzsumme hat sich aufgrund von Tilgungen und aufgrund des Verlustes, der zum Teil durch die Eigenkapitalerhöhung kompensiert wurde, um 367 TEUR verringert. Der Geschäfts- und Firmenwert wurde planmäßig abgeschrieben, ebenso wie das Sachanlagevermögen. Unser Maschinenpark befindet sich auf dem neuesten technischen Stand. Ersatzinvestitionen waren deshalb weiterhin gering. Die Vorräte sind insgesamt um 62 TEUR gesunken.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um 213 TEUR zum Stichtag angestiegen, Forderungen im Verbundbereich wurden in Höhe von 109 TEUR beglichen.

Das Eigenkapital ist mit 128 TEUR noch positiv, wenn auch durch die Verlustvorträge verringert. Die Stärkung der Eigenkapitalbasis durch die Muttergesellschaft war im Berichtsjahr notwendig. Rückstellungen für Pensionen, die mit der Ausgliederung in 2009 übernommen wurden, wurden entsprechend der gesetzlichen Vorgaben bewertet und ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen sind um 25 TEUR leicht angestiegen. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind aufgrund der Gruppenfinanzierung im Saldo um 250 TEUR angestiegen.

IV. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir betrachten für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatzrendite, cash flow (ermittelt nach DRS 2 des Deutschen Rechnungslegungs Standard Committees) und die Materialaufwandsquote. Aufgrund des Jahresfehlbetrages sind die Renditekennzahlen negativ. Die Entwicklung im Jahr 2012 ist erklärbar und notwendige Konsequenzen wurden bereits eingeleitet. Für 2012 war noch ein Verlust geplant, allerdings nicht in dieser Höhe. Die Konsequenzen haben wir sowohl bei der Fertigung als auch bei der Intensivierung der Umsatzbemühungen gezogen.

III. Nachtragsbericht

Ereignisse, die in 2013 stattfanden sind im Prognosebericht erläutert. Darüber hinaus sind uns keine Ereignisse bekannt, über die zu berichten wäre.

IV. Prognosebericht

Planungsrechnungen für 2013 und 2014 liegen vor. Im Jahr 2013 gehen wir davon aus, dass wir den Umsatz aufgrund der getroffenen Maßnahmen um über 2 Mio. EUR steigern können.

Des weiteren werden wir durch die Verlagerung unserer Fertigung ins Ausland weitere erhebliche Kosteneinsparungen vor allem bei den Betriebskosten realisieren. Für 2013 werden hier noch Umstrukturierungskosten entstehen und die Einsparung wird sich erst 2014 bemerkbar machen. Nach dem aktuellen Forecast werden wir in 2013 ein nahezu ausgeglichenes Jahresergebnis erwirtschaften können. Hier sind bereits ca. 368 TEUR Sonderaufwendungen aufgrund unserer Umstrukturierung enthalten. Wir konnten bereits bis zum Halbjahr unsere Materialaufwandsquote gegenüber dem Plan verbessern. Nach aktuellem Stand ist unser Ziel erreichbar. Die zum Zeitpunkt der Berichterstellung aktualisierte Planung 2013/2014 bestätigt weitgehend die zu Jahresbeginn erstellte Planung. Für 2014 gehen wir davon aus, dass das Ergebnis positiv ist und in 2014 in der Summe auch ausreichend cash flow für die Tilgungsleistungen generiert werden kann, da hier die Kosteneinspareffekte vollständig wirksam werden. In 2013 werden wir noch finanzielle Unterstützung der Muttergesellschaft benötigen, die diese durch Desinvestitionen zur Verfügung hat. Im Jahr 2013 werden wir aufgrund verlängerter Zahlungsziele einen Anstieg im Umlaufvermögen zu verzeichnen haben, der unsere Kapitalbindung erhöht. Ein Tilgungsdarlehen wird in 2013 zurückgeführt. Trotz des positiven cash flows in 2014 wird aufgrund des Saisongeschäftes eine unterjährige Finanzierungslücke in Höhe von maximal 500 TEUR auftreten. Hier soll unter Absprache mit den finanzierenden Banken und den Gesellschaftern eine Finanzierungslösung gefunden werden. Unter der Voraussetzung, dass bestehende Kreditlinien weitergeführt werden und zusätzlicher Saisonfinanzierungsbedarf dargestellt werden kann, sehen wir der Fortführung unseres Unternehmens positiv entgegen.

Aufgrund dieser notwendigen Weichenstellungen sind wir der Meinung, dass unser Unternehmen im Umsatz- und Beschaffungsbereich gut aufgestellt ist und die sich stellenden Risiken wie z.B. Witterung, Trend oder Preiseinflüsse meistern wird und eine Finanzierung in 2014 für den unterjährigen Bedarf erreicht werden wird.

V. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Branchenspezifische Risiken:

Die Risiken aufgrund des Strukturwandels in der Bekleidungsindustrie sind weiterhin vorhanden. Die Nachfrage nach unseren Produkten ist sehr stark von der Verfügbarkeit der Kaufkraft und damit auch von der allgemeinen Konjunkturlage und insbesondere auch von den Wetterverhältnissen abhängig.

Ertragsorientierte Risiken:

Der Kostendruck aufgrund der starken Konkurrenz aus Billiglohnländern ist weiterhin stark. Wir stellen uns darauf ein, indem auch wir unsere Fertigungskapazitäten und unser Fertigungs-Know-how in diesen Ländern aufrecht erhalten bzw. ausbauen. Preisschwankungen an den Rohstoffmärkten sind für uns ein erhebliches Risiko. Wir tragen dem Rechnung, indem wir den Markt beobachten und versuchen, schnell zu reagieren, um den daraus resultierenden Druck auf den Deckungsbeitrag möglichst niedrig zu halten.

Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch Qualitätskontrollen und durch Beständigkeit bei der Lieferantenauswahl durch.

Finanzwirtschaftliche Risiken:

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

Aufgrund der Anlaufverluste und der Notwendigkeit der Vorfinanzierung unserer Aufträge sind Liquiditätsrisiken nicht ausgeschlossen. Wir tragen dem Rechnung durch aktuellste Auswertungen, tägliche Finanzstati und rollierende Planungsrechnungen. Eventuelle Engpässe würden dadurch frühzeitig erkannt. Eine weitere Stütze ist die Einbindung in die Gruppe, um kurzfristige Finanzierungsengpässe ausgleichen zu können.

Potentielle Währungsrisiken kompensieren wir durch Marktbeobachtungen und Sicherungsgeschäfte.

Den Fortbestand des Unternehmens unter Finanzierungsaspekten sieht die Geschäftsführung der Gesellschaft als gegeben an. Bei der Annahme geht die Geschäftsführung davon aus, dass die Gesellschafterin notwendige finanzielle Mittel weiterhin zur Verfügung stellt, bestehende Kreditlinien weiter geführt werden und eine Finanzierungslösung mit den finanzierenden Banken und den Gesellschaftern bezüglich der Finanzierungslücke in 2014 in Höhe von maximal 500 TEUR gefunden wird.

VI. Chancenbericht

Den allgemeinen Risiken tragen wir Rechnung, indem wir weiterhin innovativ und flexibel agieren und unsere Qualitätsansprüche aufrecht erhalten. Wir besitzen eine hohe Design- und Kollektionskompetenz.

Unsere Stärken liegen in der flexiblen Reaktionsfähigkeit auf Kundenwünsche und schnellen und termingetreuen Lieferzeiten. Hier können wir auf jahrelange Erfahrung zurückgreifen.

Im Beschaffungsbereich erhalten wir ein sehr gut ausgebautes Kooperationsnetzwerk. Auf diese Weise bleiben wir flexibel und die Gefahr von Abhängigkeiten von Kapazitäten und Preiseänderungen wird gering gehalten.

Unsere Chancen liegen in einem weiteren Ausbau unserer Kollektionen und der Steigerung des Bekanntheitsgrades unserer Marke. Dabei kann uns die allgemeine Marktbereinigung auch hilfreich sein, um weitere Marktanteile zu gewinnen.

VII. Gesamtaussage

Die Entwicklung in 2013 zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir sind zuversichtlich, dass wir ab 2015 ein finanziell eigenständiges und unabhängiges Unternehmen sind.

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in der Konkurrenz aus Billiglohnländern, sowie teilweise unkalkulierbaren Rohstoffpreisen, die gegebenenfalls noch durch Kursschwankungen beeinflusst werden. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind aus unserer Sicht nicht vorhanden bzw. lösbar. Mit den Maßnahmen, die in 2013 noch ergriffen wurden, werden wir unsere Ziele erreichen können. Im Jahr 2014 werden wir nach unserer Planungsrechnung einen ausreichenden positiven cash flow erwirtschaften. Die Finanzierung einer unterjährigen Finanzierungslücke aufgrund des Saisongeschäftes wird derzeit verhandelt.

VIII. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzierungsinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten sowie Gruppenfinanzierung. Forderungsausfälle werden durch ein funktionierendes Debitorenmanagement in Grenzen gehalten. Es bestehen langjährliche Kundenbeziehungen. Wir verweisen hier auf die Darstellung im Risikobericht unter "finanzielle Risiken".

IX. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

 

Hof, im September 2013

gez. Dr. Jakob Gonczarowski, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2012

LEON Strick Design GmbH, Hof

AKTIVA

  31.12.2012
EUR
31.12.2011
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 1.205.758,00 1.499.268,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 807.343,00 866.666,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.344,00 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 799.999,00 866.666,00
II. Sachanlagen 398.415,00 632.602,00
1. technische Anlagen und Maschinen 257.316,00 536.180,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 141.099,00 96.422,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 3.787.479,19 3.860.571,71
I. Vorräte 2.214.138,15 2.275.926,82
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.573.341,04 1.584.644,89
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 202,49 202,50
  4.993.439,68 5.360.042,21

PASSIVA

   
  31.12.2012
EUR
31.12.2011
EUR
A. EIGENKAPITAL 127.572,22 237.562,35
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 3.400.000,00 2.000.000,00
III. Verlustvortrag -1.787.437,65 -806.120,87
IV. Jahresfehlbetrag -1.509.990,13 -981.316,78
B. RÜCKSTELLUNGEN 509.780,25 447.395,00
C. VERBINDLICHKEITEN 4.356.087,21 4.675.084,86
  4.993.439,68 5.360.042,21

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2012

  2012
EUR
2011
EUR
1. Rohergebnis 3.892.268,31 4.487.776,29
2. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -2.770.264,36 -2.613.850,91
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -544.681,13 -546.078,49
- davon für Altersversorgung: EUR 20.193,88 (Vorjahr: EUR 29.980,00)    
3. Abschreibungen -387.268,84 -760.090,87
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -387.268,84 -760.090,87
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -1.396.603,59 -1.278.691,34
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 18.450,35 33.667,41
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 15.552,73 (Vorjahr: EUR 33.472,53)    
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -318.924,87 -301.063,87
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 111.671,10 (Vorjahr: EUR 51.783,76)    
- davon aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung: EUR 17.259,00 (Vorjahr: EUR 15.519,00)    
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -1.507.024,13 -978.331,78
8. sonstige Steuern -2.966,00 -2.985,00
9. Jahresfehlbetrag -1.509.990,13 -981.316,78

Anhang für das Geschäftsjahr 2012

LEON Strick Design GmbH, Hof

A. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

1. Grundsätzliche Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften, den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung sowie den Regelungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt.

Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB Anwendung.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246 - 251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 268-274a, 276-278 HGB, und unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252-256a HGB erstellt.

B. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEN

1. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1.1 Bilanzierungsmethoden

Es wurden keine Ansatzwahlrechte ausgeübt.

1.2 Bewertungsmethoden

Die Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt.

Im Einzelnen erfolgte die Bewertung wie folgt:

ANLAGEVERMÖGEN

Immaterielle Vermögensgegenstände

entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

wurden zu Anschaffungskosten vermindert um planmässige Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauer wurde mit 4 Jahren angesetzt.

Geschäfts- oder Firmenwert

Der Geschäftswert "Kollektion Strick" wurde zu Anschaffungskosten vermindert um planmässige Abschreibungen angesetzt.

Er wurde planmäßig auf die Geschäftsjahre verteilt, in denen er voraussichtlich genutzt wird.

Die Nutzungsdauer beträgt 15 Jahre.

Sachanlagen

Technische Anlagen und Maschinen

sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit den Herstellungskosten bewertet.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die planmässigen Abschreibungen erfolgen entsprechend des Werteverzehrs und im Zugangsjahr pro rata temporis. Die durchschnittliche Nutzungsdauer beträgt 3 bis 6 Jahre.

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen bewertet.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die durchschnittliche Nutzungsdauer beträgt 3 bis 6 Jahre. Geringwertige Anlagegüter aus Anschaffungen 2012 wurden sofort abgeschrieben.

UMLAUFVERMÖGEN

Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

aktuelle Rohstoffe wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Zoll- und Frachtkosten wurden als Anschaffungsnebenkosten berücksichtigt. Garne und Stoffe der aktuellen Saison wurden mit einem Abschlag angesetzt. Für vorsaisonale Garne und Stoffe wurden Abschläge bzw. niedrigere Pauschalwerte angesetzt. Zutaten wurden zu Anschaffungskosten bewertet.

Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen

wurden anhand einer stückzahlmäßigen Auswertung der noch unterwegs befindlichen Waren mit den Herstellungskosten bewertet.

Fertige Erzeugnisse

aktuelle Kollektionsware wurde retrograd vom Nettoverkaufspreis bewertet. Der Wertansatz der Vorräte umfasst Fertigungs-, Materialeinzel- und Gemeinkosten. Bei der retrograden Bewertung wurden Gängigkeitsabschläge und Altersabschläge nach Saisonzuordnung vorgenommen.

Schwimmende Ware

sind zu Nennwerten ausgewiesen, Wertberichtigungen waren nicht erforderlich.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Erkennbare und latente Risiken sind mit Einzelwertberichtigungen erfasst. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung auf die Netto-Forderungen Rechnung getragen.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

betragen zum 31.12.2012 230.859,68 EUR (Vj. 339.718,93 EUR) und sind mit ihrem Nominalwert angesetzt.

Sonstige Vermögensgegenstände

sind mit ihren Nominalwerten, Zahlungsbeträgen oder Barwerten angesetzt.

EIGENKAPITAL

ist zum Nennwert bewertet.

RÜCKSTELLUNGEN

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

werden unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck) mit dem anhand des versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertsverfahrens (Projected-Unit-Credit-Method) ermittelten Erfüllungsbetrags bewertet. Zukünftig erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen waren aufgrund der Struktur der Pensionszusagen bei der Ermittlung des Barwerts der erdienten Anwartschaften nicht zu berücksichtigen. Für die Abzinsung wird seit dem 01. Januar 2010 der jeweilige von der Deutschen Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentlichte Zinssatz verwendet (Stand: 5,04% am 31.12.2012).

Sonstige Rückstellungen

wurden in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dotiert und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. In den sonstigen Rückstellungen sind in angemessenem und ausreichendem Umfang individuelle Vorsorgen für alle erkennbaren Risiken aus ungewissen Verbindlickeiten unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen gebildet. Wesentliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst.

VERBINDLICHKEITEN

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und sonstige Verbindlichkeiten

werden mit ihrem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten sind mit dem Geldkurs am Entstehungstag bzw. dem höheren Kurs zum Bilanzstichtag umgerechnet.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen 2.433.557,49 EUR (Vj. 2.995.728,60 EUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen 1.273.798,63 EUR (Vj. 1.024.383,50 EUR).

2. Grundlagen der Währungsumrechnung

Fremdwährungsposten werden zum Devisenkurs (Geld- bzw. Briefkurs) des Buchungstages, bei Deckung durch Termingeschäfte mit dem Terminkurs bewertet. Buchverluste aus Kursänderungen werden zum Bilanzstichtag berücksichtigt.

3. Gründe für die planmäßige Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts auf eine Zeit von mehr als vier Jahren

Der Geschäftswert Kollektion Strick wird planmäßig entsprechend seiner erwarteten betriebswirtschaftlichen Verwertbarkeit über 15 Jahre abgeschrieben. Für die Annahme einer betriebswirtschaftlichen Verwertbarkeit von über 5 Jahren spricht das vorhandene Know-How und die Kundenstruktur.

C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der Bilanzposten immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen im Geschäftsjahr ist im Anschluss an den Anhang im Anlagenspiegel dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Mitzugehörigkeit zu anderen Posten

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen (EUR 230.859,68) sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 230.859,68 enthalten.

3. Kapitalrücklage

Einstellungen während des Geschäftsjahres

Im Geschäftsjahr wurden EUR 1.400.000,00 in die Kapitalrücklage eingestellt.

4. Rückstellungen

Angabe und Erläuterung von in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Beträgen, die einen nicht unerheblichen Umfang haben

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen: Urlaubs- und Überstundenrückstellung in Höhe von 40 TEUR, Rückstellung für Retouren und Gewährleistungen in Höhe von 49 TEUR, Rückstellung für Bonusgutschriften in Höhe von 33 TEUR, Berufsgenossenschaft in Höhe von 6 TEUR und Abfindung in Höhe von 9 TEUR.

5. Verbindlichkeiten

5.1 Mitzugehörigkeit zu anderen Posten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 57.596,89.

5.2 Restlaufzeiten und Angaben zur Besicherung

Die Restlaufzeiten und Angaben zur Besicherung der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem im Anschluss des Anhangs angefügten Verbindlichkeitenspiegel.

5.3 Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen

In den Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegen den Gesellschafter in Höhe von 1.216.201,74 EUR enthalten.

D. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Periodenfremdes Ergebnis

1.1 Periodenfremde Erträge

Die periodenfremden Erträge setzen sich wie folgt zusammen: Erträge aus Anlagenabgang 2 TEUR und aus Erstattungen für Vorjahre 2 TEUR

1.2 Periodenfremde Aufwendungen

Die periodenfremden Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen: Aufwendungen aus der Zuführung zur Pauschalwertberichtigung 16 TEUR, Zuführung zur Einzelwertberichtigung 7 TEUR und Aufwand aus Anlagenabgang 13 TEUR.

E. SONSTIGE ANGABEN

1. Haftungsverhältnisse

Es bestehen folgende Haftungsverhältnisse:

Gesamtschuldnerische Mithaftung für ein Darlehen der Le-go Bekleidungswerke Inh. Leon Gonczarowski GmbH & Co. KG in Höhe von 875 TEUR (Vj.: 1.175 TEUR) bei der Sparkasse Hochfranken. Davon gegenüber verbundenen Unternehmen 875 TEUR (Vj.: 1.175 TEUR).

Aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung der Gesellschaft wird die Möglichkeit einer Inanspruchnahme als gering eingestuft.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Mietaufwendungen in Höhe von 238 TEUR (Jahresbetrag 2012), davon gegenüber verbundenen Unternehmen 210 TEUR (Jahresbetrag)

3. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigt en Arbeitnehmer nach Gruppen

Arbeiter 69
Angestellte (ohne Geschäftsführung) 43
Auszubildende 9
Mitarbeiter 121

4. Gesellschaftsorgane

4.1 Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft war im Berichtsjahr:

Herr Dr. Jakob Gonczarowski, Kaufmann

4.2. Gesamtbezüge der aktiven Organmitglieder

Die Gesellschaft macht keine Angaben, sie beruft sich auf § 286 Abs. 4 HGB.

5. Honorar des Abschlussprüfers

Die Gesellschaft macht keine Angaben, sie beruft sich auf § 288 Abs. 2 Satz 3 HGB.

6. Konzernzugehörigkeit

Angabe von Name und Sitz des Mutterunternehmens der Gesellschaft des größten Konsolidierungskreises und des Mutterunternehmens des kleinsten Konsolidierungskreises sowie des Orts der Hinterlegung des Konzernabschlusses

Die Gesellschaft ist in den Konzernabschluss der Le-go Bekleidungswerke Inh. Leon Gonczarowski GmbH & Co. KG, Hof (Mutterunternehmen gemäss § 290 HGB) einzubeziehen. Veröffentlichungen der Le-go Bekleidungswerke Inh. Leon Gonczarowski GmbH & Co. KG, Hof, Handelsregister HRA 187, erfolgen im elektronischen Bundesanzeiger (www.bundesanzeiger.de).

  Anschaffungs- und Herstellungskosten
  Stand am 1.1.2012
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2012
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 7.500,00 0,00 7.500,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.000.000,00 0,00 0,00 1.000.000,00
II. Sachanlagen        
1. technische Anlagen und Maschinen 1.853.614,50 0,00 4.963,75 1.848.650,75
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 164.632,37 115.531,84 45.500,00 234.664,21
  3.018.246,87 123.031,84 50.463,75 3.090.814,96
  Abschreibungen
  Stand am 1.1.2012
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2012
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 156,00 0,00 156,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 133.334,00 66.667,00 0,00 200.001,00
II. Sachanlagen        
1. technische Anlagen und Maschinen 1.317.434,50 274.550,00 649,75 1.591.334,75
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 68.210,37 45.895,84 20.541,00 93.565,21
  1.518.978,87 387.268,84 21.190,75 1.885.056,96
  Buchwerte
  Stand am 31.12.2012
EUR
Stand am 31.12.2011
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.344,00 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 799.999,00 866.666,00
II. Sachanlagen    
1. technische Anlagen und Maschinen 257.316,00 536.180,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 141.099,00 96.422,00
  1.205.758,00 1.499.268,00
VERBINDLICHKEITEN 31.12.2012 Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit von einem bis zu fünf Jahren Restlaufzeit über fünf Jahre gesamt Sicherung durch Pfand- und ähnliche Rechte
  EUR EUR EUR EUR EUR Art
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.735.223,91 698.333,58 0,00 2.433.557,49 2.433.557,49 Raumsicherungsübereignung des eig. Warenlagers, Globalzession der eig. Forderungen aus Lieferungen u. Leistungen
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 444.526,13 0,00 0,00 444.526,13    
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.273.798,63 0,00 0,00 1.273.798,63    
4. sonstige Verbindlichkeiten 204.204,96 0,00 0,00 204.204,96    
  3.657.753,63 698.333,58 0,00 4.356.087,21 2.433.557,49  
VERBINDLICHKEITEN VORJAHR Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit von einem bis zu fünf Jahren Restlaufzeit über fünf Jahre gesamt Sicherung durch Pfand- und ähnliche Rechte
  EUR EUR EUR EUR EUR Art
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.917.395,10 1.078.333,50 0,00 2.995.728,60 2.995.728,60 Raumsicherungsübereignung des eig. Warenlagers, Globalzession der eig. Forderungen aus Lieferungen u. Leistungen
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 390.134,02 0,00 0,00 390.134,02    
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.024.383,50 0,00 0,00 1.024.383,50    
4. sonstige Verbindlichkeiten 264.838,74 0,00 0,00 264.838,74    
  3.596.751,36 1.078.333,50 0,00 4.675.084,86 2.995.728,60  

F. UNTERSCHRIFT GEMÄSS § 245 HGB

LEON Strick Design GmbH, Hof

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012

 

Hof, 30. September 2013

gez. Dr. Jakob Gonczarowski, Geschäftsführer

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

"Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der LEON Strick Design GmbH, Hof, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen der Geschäftsführung im Lagebericht unter den Abschnitten "IV Prognosebericht", " V.1. Finanzwirtschaftliche Risiken" und "VII Gesamtaussage" hin. Dort führt die Geschäftsführung aus, dass sie den Fortbestand des Unternehmens unter Finanzierungsaspekten als gegeben ansieht, unter der Annahme, dass die Gesellschafterin notwendige finanzielle Mittel weiterhin zur Verfügung stellt, bestehende Kreditlinien weiter geführt werden und eine Finanzierungslösung mit den finanzierenden Banken und den Gesellschaftern bezüglich der Finanzierungslücke in 2014 in Höhe von maximal 500 TEUR gefunden wird. Die Geschäftsführung führt aus, das trotz des positiven cash flow in 2014, aufgrund des Saisongeschäftes, eine unterjährige Finanzierungslücke in Höhe von maximal 500 TEUR auftritt, hier soll unter Absprache mit den finanzierenden Banken und den Gesellschaftern eine Finanzierungslösung gefunden werden. Unter der Voraussetzung, dass bestehende Kreditlinien weitergeführt werden und zusätzlicher Saisonfinanzierungsbedarf dargestellt werden kann sieht die Geschäftsführung der Fortführung des Unternehmens positiv entgegen. Die Geschäftsführung führt weiterhin aus, dass Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, nicht vorhanden bzw. lösbar sind. Mit den Maßnahmen, die in 2013 noch ergriffen wurden, wird das Unternehmen gemäß den Ausführungen der Geschäftsführung seine Ziele erreichen können. Laut den Ausführungen der Geschäftsführung wird im Jahr 2014 nach der Planungsrechnung ein ausreichend positiver cash flow erwirtschaftet, die Finanzierung einer unterjährigen Finanzierungslücke aufgrund des Saisongeschäftes wird, laut Geschäftsführung, derzeit verhandelt.

 

Nürnberg, den 31. Oktober 2013

Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Leuner, Wirtschaftsprüfer

Völkel, Wirtschaftsprüferin

Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2012

Der Jahresabschluss zum 31.12.2012 wurde durch die Gesellschafterversammlung am 31. Oktober 2013 festgestellt.

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