RSB Retail + Service Bank GmbH

Kornbühlstraße 2, 70806 Kornwestheim, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 200103
Vorher
SABU Schuh & Marketing GmbH
Eingetragen
23.6.1952
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute mit SonderaufgabenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Annahme fremder Gelder als Einlagen, die Gewährung von Krediten, die Abwicklung der Zentralregulierung mit Delkredereübernahme, die Durchführung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs und sonstige einschlägige Bankdienstleistungen im Rahmen der Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Oliver Hoidn
seit 1.2.2023
Geschäftsführer
Adrian Clemens Späth
seit 10.8.2020
Prokura
Eberhard Dietz
seit 10.8.2012
Prokura
Reiner Sax
seit 17.1.2011
Prokura
Bernd Hoffmann
seit 9.3.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
SABU Schuh-Verbund eG
Germany
12.000.000 €
75.00%
INTERCONTACT Beteiligungsgesellschaft mbH
Germany
4.000.000 €
25.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

RSB Retail + Service Bank GmbH

Kornwestheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Bekanntmachung

Die RSB Retail+Service Bank GmbH ist als einziges CRR-Kreditinstitut i. S. v. Art. 4 Abs. 1 Nr. 1 CRR der Gruppe mit Sitz im Inland übergeordnetes Unternehmen der Finanzholding-Gruppe und veröffentlicht unter http://www.rsb-bank.de die Offenlegung von Schlüsselparametern per 31.12.2024 der SABU-Gruppe gemäß Artikel 447 und 433b CRR.

 

Kornwestheim im Mai 2025

RSB Retail+Service Bank GmbH

Geschäftsleitung

Offenlegung der Schlüsselparameter gemäß Art. 433b, 447 CRR der SABU-Gruppe Stichtag: 31. Dezember 2024

Unsere RSB Retail+Service Bank GmbH verfügt gemäß Artikel 431 CRR über geeignete interne Verfahren, in denen wir festgelegt haben, wie wir unseren Offenlegungspflichten nachkommen. Die Offenlegung der Schlüsselparameter nach Art. 433b CRR wurde im Einklang mit diesem Verfahren erstellt und von der Geschäftsleitung freigegeben.

Jährliche Offenlegung von Schlüsselparametern gemäß Art. 447, 433b CRR der SABU-Gruppe, Kornwestheim

in T€ (sofern nicht anders angegeben) 31.12.2024
Verfügbare Eigenmittel (Beträge)
1 Hartes Kernkapital (CET1) 35.280
2 Kernkapital (T1) 36.591
3 Gesamtkapital 38.618
Risikogewichtete Positionsbeträge
4 Gesamtrisikobetrag 74.610
Kapitalquoten (in % der risikogewichteten Positionsbeträge)
5 Harte Kernkapitalquote (CET1-Quote) (%) 47,2865
6 Kernkapitalquote (%) 49,0425
7 Gesamtkapitalquote (%) 51,7603
Zusätzliche Eigenmittelanforderungen für andere Risiken als das Risiko einer übermäßigen Verschuldung (in % des risikogewichteten Positionsbetrags)
EU 7a Zusätzliche Eigenmittelanforderungen für andere Risiken als das Risiko einer übermäßigen Verschuldung (%) 1,0000
EU 7b Davon: in Form von CET1 vorzuhalten (Prozentpunkte) 0,5625
EU 7c Davon: in Form von T1 vorzuhalten (Prozentpunkte) 0,7500
EU 7d SREP-Gesamtkapitalanforderung (%) 9,0000
Kombinierte Kapitalpuffer- und Gesamtkapitalanforderung (in % des risikogewichteten Positionsbetrags)
8 Kapitalerhaltungspuffer (%) 2,5000
EU 8a Kapitalerhaltungspuffer aufgrund von Makroaufsichtsrisiken oder Systemrisiken auf Ebene eines Mitgliedstaats (%) -
9 Institutsspezifischer antizyklischer Kapitalpuffer (%) 0,8861
EU 9a Systemrisikopuffer (%) -
10 Puffer für global systemrelevante Institute (%) -
EU 10a Puffer für sonstige systemrelevante Institute (%)
11 Kombinierte Kapitalpufferanforderung (%) 3,3861
EU 11a Gesamtkapitalanforderungen (%) 12,3861
12 Nach Erfüllung der SREP-Gesamtkapitalanforderung verfügbares CET1 (%) 38,2865
Verschuldungsquote
13 Gesamtrisikopositionsmessgröße 123.414
14 Verschuldungsquote (%) 29,6486
Zusätzliche Eigenmittelanforderungen für das Risiko einer übermäßigen Verschuldung (in % der Gesamtrisikopositionsmessgröße)
EU 14a Zusätzliche Eigenmittelanforderungen für das Risiko einer übermäßigen Verschuldung (%) -
EU 14b Davon: in Form von CET1 vorzuhalten (Prozentpunkte) -
EU 14c SREP-Gesamtverschuldungsquote (%) 3,0000
Anforderung für den Puffer bei der Verschuldungsquote und die Gesamtverschuldungsquote (in % der Gesamtrisikopositionsmessgröße)
EU 14d Puffer bei der Verschuldungsquote (%) -
EU 14e Gesamtverschuldungsquote (%) 3,0000
Liquiditätsdeckungsquote
15 Liquide Aktiva hoher Qualität (HQLA) insgesamt (gewichteter Wert - Durchschnitt) 33.226
EU 16a Mittelabflüsse - Gewichteter Gesamtwert 17.048
EU 16b Mittelzuflüsse - Gewichteter Gesamtwert 22.199
16 Nettomittelabflüsse insgesamt (angepasster Wert) 4.262
17 Liquiditätsdeckungsquote (%) 847,1737
Strukturelle Liquiditätsquote
18 Verfügbare stabile Refinanzierung, gesamt 91.904
19 Erforderliche stabile Refinanzierung, gesamt 45.355
20 Strukturelle Liquiditätsquote (NSFR) (%) 202,6335

 

Kornwestheim, 14.03.2025

gez. Geschäftsleitung

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die RSB Retail+Service Bank GmbH

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der RSB Retail+Service Bank GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RSB Retail+Service Bank GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Art. 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Art. 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis 31. Dezember 2024 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Aus unserer Sicht war folgender Sachverhalt am bedeutsamsten in unserer Prüfung:

Kreditgeschäft: Bewertung der Forderungen an Kunden

Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:

1.)

Sachverhalt und Problemstellung

2.)

Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

3.)

Verweis auf weitergehende Informationen

1.) Sachverhalt und Problemstellung

Die RSB Retail+Service Bank GmbH konzentriert ihre Aktivitäten auf die Zentralregulierung für Händler und Lieferanten im Schuh-, Sport- und Textilbereich. Die Zentralregulierung wird dabei mit und ohne Übernahme des Ausfallrisikos für Lieferanten für mehrere Verbundgruppen durchgeführt. Die Forderungen an Kunden sind mit Mio. EUR 62,3 (Vorjahr Mio. EUR 67,2) der größte Aktivposten der Bilanz. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zu den Forderungen an Kunden sehen eine Bewertung zum Nominalwert und eine Berücksichtigung der Risiken durch Abschreibungen und Wertberichtigungen vor. Es werden hierzu - mit Zwischenstufen - zusammengefasst vier Risikoklassen gebildet. Dieses Klassifizierungssystem lässt sich in die aufsichtsrechtliche Klassifizierung mit drei Risikoklassen überführen. Für ausfallgefährdete Kredite werden Einzelwertberichtigungen gebildet, indem eine vollständige Wertberichtigung des Blankoanteils, also der Differenz zwischen der Inanspruchnahme bzw. höheren Zusage eines Kredites und der erwarteten zukünftigen Zahlungseingänge unter Berücksichtigung des Deckungswerts der Sicherheiten, erfolgt. Der Deckungswert der Sicherheiten wird nach einem von der Bank festgelegten Bewertungsverfahren ermittelt. Bei der Ermittlung zukünftiger Zahlungseingänge bzw. den Verfahren zur Bewertung der Sicherheiten bestehen im Hinblick auf die zugrunde liegenden Sachverhalte und Bewertungsparameter Ermessensspielräume. Zusammen mit der Höhe dieses Bilanzpostens können sich aus den Einzelwertberichtigungen wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage der Bank ergeben, so dass es sich um einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt handelt.

2.) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Bei unserer Prüfung der Werthaltigkeit der Kundenforderungen haben wir insbesondere folgende Prüfungshandlungen vorgenommen:

Analyse der Entwicklung des Kreditportfolios und der adressenausfallbezogenen Risiken des Kreditportfolios,

Beurteilung der für die Ermittlung von Einzelwertberichtigungen im Kreditgeschäft relevanten Methoden und Organisationsanweisungen,

Beurteilung des Aufbaus und der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems in Bezug auf die Ermittlung von Einzelwertberichtigungen im Kreditgeschäft, einschließlich der relevanten IT-Systeme, anhand der entsprechenden schriftlich fixierten Ordnung, Befragungen und Einsicht in die Kontrolldokumentation,

Prüfung der Werthaltigkeit von Kreditengagements anhand einer nach risikoorientierten Kriterien bewusst getroffenen Auswahl aus der Grundgesamtheit der Kundenforderungen, sowie Abstimmung der gebildeten Einzelwertberichtigungen mit den im Rechnungslegungssystem erfassten Informationen.

Die von der Geschäftsleitung gebildeten Einzelwertberichtigungen sind nachvollziehbar und liegen im Rahmen unserer Erwartungen.

3.) Verweis auf weitergehende Informationen

Die Angaben der Bank zur Bewertung der Forderungen sind im Anhang unter dem Abschnitt "B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden" sowie im Lagebericht unter dem Abschnitt "B. Geschäftstätigkeit und Entwicklung der RSB-Bank" bzw. "C. Gesamtbanksteuerung/Risikomanagement" enthalten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirates für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Beirat der Bank ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Übrige Angaben gemäß Art. 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Gesellschafterversammlung am 9. April 2024 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden auf Grundlage dieses Beschlusses von der Geschäftsführung am 23. Oktober 2024 als Abschlussprüfer beauftragt.

Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2021 als Abschlussprüfer der RSB Retail+Service Bank GmbH tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Beirat nach Art. 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Harald Melchior-Becker.

 

Nürnberg, 16. April 2025

Baker Tilly GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Melchior-Becker, Wirtschaftsprüfer

Ginzinger, Wirtschaftsprüfer

1. Jahresbilanz zum 31.12.2024

Aktivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 6.013,80 10
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 7.166,67 598
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 7.166,67 13.180,47 (598)
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 45.834.351,37 44.095
b) andere Forderungen 4.600.000,00 50.434.351,37 4.600
4. Forderungen an Kunden 62.320.292,82 67.220
darunter: Kommunalkredite 572.185,26 (669)
Warenforderungen 59.624.864,47 (62.479)
12. Sachanlagen 116.507,67 114
14. Sonstige Vermögensgegenstände 565.184,03 489
15. Rechnungsabgrenzungsposten 58.048,14 59
Summe der Aktiva 113.507.564,50 117.185

Passivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 1.112.555,38 1.112.555,38 1.403
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 13.095.234,41 16.573
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 70.400.030,02 83.495.264,43 83.495.264,43 69.284
5. Sonstige Verbindlichkeiten 366.276,13 440
7. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen 1.054.625,00 1.115
b) Steuerrückstellungen 0,00 514
c) andere Rückstellungen 450.843,56 1.505.468,56 448
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 120.000,00 0
12. Eigenkapital
a) Eingefordertes Kapital
Gezeichnetes Kapital 16.000.000,00 16.000.000,00 16.000
c) Gewinnrücklagen
cd) andere Gewinnrücklagen 9.608.000,00 9.608.000,00 9.608
d) Bilanzgewinn 1.300.000,00 26.908.000,00 1.800
Summe der Passiva 113.507.564,50 117.185
1. Eventualverbindlichkeiten
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 226.668,55 226.668,55 248
2. Andere Verpflichtungen
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 371.789,13 371.789,13 232

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2024 bis 31.12.2024

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 3.216.974,69 3.216.974,69 3.164
2. Zinsaufwendungen 1.179.098,24 2.037.876,45 855
5. Provisionserträge 12.078.370,98 13.127
6. Provisionsaufwendungen 6.789.264,38 5.289.106,60 7.603
8. Sonstige betriebliche Erträge 104.430,81 120
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 2.489.090,61 2.365
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 427.771,44 2.916.862,05 389
b) andere Verwaltungsaufwendungen 1.907.162,27 4.824.024,32 1.925
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 34.869,65 57
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 22.310,12 44
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 460.606,85 634
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 2.089.602,92 2.539
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 691.917,85 809
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen -22.314,93 669.602,92 0
24a. Aufwendungen aus der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 120.000,00 0
27. Jahresüberschuss 1.300.000,00 1.730
28. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 0,00 70
34. Bilanzgewinn 1.300.000,00 1.800

3. Anhang

A. Allgemeine Angaben

Die RSB Retail+Service Bank GmbH mit Sitz in Kornwestheim ist beim Amtsgericht Stuttgart unter der Handelsregisternummer HRB 200103 eingetragen.

Der Jahresabschluss der RSB Retail+Service Bank GmbH wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) aufgestellt. Die Vorschriften des GmbH-Gesetzes wurden beachtet.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB).

Barreserve

Die Barreserve wurde mit dem Nennwert angesetzt.

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden wurden mit dem Nennwert bilanziert.

Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigen Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet.

Die bei den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken sind durch Bildung von Einzelwertberichtigungen abgedeckt. Bei Leistungsstörungen bildet der Blankoanteil nach Berücksichtigung der angesetzten Sicherheitenwerte die Basis für die Höhe der Einzelwertberichtigungen. Den latenten Risiken im Kreditgeschäft wurde durch die Bildung von Pauschalwertberichtigungen gemäß IDW RS BFA 7 Rechnung getragen. Die Ermittlung der Pauschalwertberichtigung erfolgt über ein Expected-Credit-Loss-Modell, bei dem ein erwarteter Verlust über einen Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten ohne Anrechnung von Bonitätsprämien ermittelt wird. Die Berechnung des erwarteten Verlusts erfolgt unter Berücksichtigung der Ausfallwahrscheinlichkeit, der Verlustquote bei Ausfall sowie der erwarteten Kredithöhe zum Ausfallzeitpunkt für alle unter den Bilanzpositionen Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden ausgewiesenen Geschäften sowie für unter der Bilanz auszuweisende Eventualverpflichtungen und anderen Verpflichtungen (einschließlich unwiderruflicher Kreditzusagen).

Sachanlagen

Die Sachanlagen wurden zu den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen wurden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, die sich grundsätzlich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabellen orientiert, linear vorgenommen.

Die angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Einzelwert bis zu EUR 250 wurden in voller Höhe als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Sie wurden in voller Höhe abgeschrieben, sofern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut über EUR 250, aber nicht über EUR 800 lagen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die Bewertung der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte nach dem strengen Niederstwertprinzip.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag eingestellt, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Verbindlichkeiten

Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag.

Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst.

Die Pensionsrückstellungen wurden versicherungsmathematisch mittels der sogenannten Projected-Unit-Credit-Methode (PUC Methode) ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck mit einem Rechnungszinssatz von 1,90 % (i. Vj. 1,82 %) und einem Rententrend von 2,50 % (i. Vj. 2,50 %) verwendet.

Die Pensionsrückstellungen wurden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre als Rechnungszinssatz abgezinst. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt - TEUR 6.

Die Bildung einer Drohverlustrückstellung gemäß § 249 Abs. 1 Satz 1 Alt. 2 HGB für einen Verpflichtungsüberschuss aus dem Geschäft mit zinsbezogenen Finanzinstrumenten im Bankbuch von Kreditinstituten i.S.d. § 1 Abs. 1 KWG wurde entsprechend geprüft. Nach unseren Berechnungen unter Anwendung der GuV-orientierten Betrachtungsweise liegt unter Berücksichtigung des Geschäftsmodells kein Verpflichtungsüberschuss vor, sodass keine Drohverlustrückstellung zu bilden war.

Latente Steuern sind nicht bilanziert. Die aktiven Steuerlatenzen unter anderem aus dem unterschiedlichen handels- und steuerrechtlichen Ansatz bei den Pensions- und Jubiläumsrückstellungen sowie der Pauschalwertberichtigung werden in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgte mit einem Steuersatz von 29,47 % (i. Vj. 29,47 %).

Verwendung des Jahresergebnisses

Der Jahresabschluss wurde vor Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

C. Entwicklung des Anlagevermögens 2024

Anschaffungs- / Herstellungskosten zu Beginn des Geschäftsjahres Zugänge (a) Zuschreibungen (b) Umbuchungen (a) Abgänge (b) Anschaffungs- / Herstellungskosten am Ende des Geschäftsjahres
im Geschäftsjahr
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte
a) Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 425.828 0 (a) 0 (a) 425.828
0 (b) 0 (b)
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 427.899 0 (a) 0 (a) 427.899
0 (b) 0 (b)
Sachanlagen
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 555.939 37.123 (a) 0 (a) 587.571
0 (b) 5.491 (b)
Summe a 1.409.666 37.123 (a) 0 (a) 1.441.298
0 (b) 5.491 (b)
Änderungen der gesamten Abschreibungen im Zusammenhang mit
Abschreibungen zu Beginn des Geschäftsjahres (gesamt) Abschreibungen Geschäftsjahr (a) Zuschreibungen Geschäftsjahr (b) Zugängen (a) Zuschreibungen (b)
EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte
a) Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 425.828 0 (a) 0 (a)
0 (b) 0 (b)
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 427.899 0 (a) 0 (a)
0 (b) 0 (b)
Sachanlagen
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 441.685 34.870 (a) 0 (a)
0 (b) 0 (b)
Summe a 1.295.412 34.870 (a) 0 (a)
0 (b) 0 (b)
Änderungen der gesamten Abschreibungen im Zusammenhang mit
Umbuchungen (a) Abgängen (b) Abschreibungen am Ende des Geschäftsjahres (gesamt) Buchwerte Bilanzstichtag
EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte
a) Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0 (a) 425.828 0
0 (b)
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 (a) 427.899 0
0 (b)
Sachanlagen
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 (a) 471.063 116.508
5.491 (b)
Summe a 0 (a) 1.324.790 116.508
5.491 (b)

D. Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen an Kreditinstitute

In den Forderungen an Kreditinstitute sind EUR 43.000.000 Übernachtguthaben im Rahmen der Einlagefazilität der Deutschen Bundesbank enthalten.

Forderungen an Kunden

Im Posten Forderungen an Kunden sind im Darunter-Ausweis "Kommunalkredite" Forderungen an Kunden ausgewiesen, soweit die Bank durch öffentliche Förderinstitute von der Haftung freigestellt ist.

Sachanlagen

Im Bilanzposten "Sachanlagen" sind ausschließlich Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von EUR 116.508 enthalten.

Sonstige Vermögensgegenstände

In dem Bilanzposten "Sonstige Vermögensgegenstände" sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:

31.12.2024
EUR
Anspruch aus Quotenrückfluss aus einem Insolvenzfall 297.000
Forderungen an regulierte Verbände aus der Zentralregulierung 163.594
Steuerforderungen 104.590

Restlaufzeitenspiegel für Forderungen

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:

bis 3 Monate mehr als 3 Monate bis ein Jahr mehr als ein Jahr bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
Andere Forderungen an Kreditinstitute (A 3b) (ohne Bausparguthaben) 0 4.600.000 0 0
Forderungen an Kunden (A 4) 59.996.931 363.678 1.542.539 417.145

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Restlaufzeitenspiegel für Verbindlichkeiten

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:

bis 3 Monate mehr als 3 Monate bis ein Jahr mehr als ein Jahr bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b) 62.405 172.216 776.445 101.489
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2b bb) 64.587.151 5.593.571 0 0

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Sonstige Verbindlichkeiten

Im Bilanzposten "Sonstige Verbindlichkeiten" sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:

31.12.2024
EUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 249.005
Steuerverbindlichkeiten 112.497

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die im Posten Verbindlichkeiten gegenüber Kunden ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen EUR 10.782.391 (i. Vj. EUR 8.706.058), davon gegenüber Gesellschaftern EUR 10.779.014 (i. Vj. EUR 8.696.774).

Eigenkapital

Die Gewinnrücklagen betragen unverändert EUR 9.608.000.

Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen

Die in den Posten 1b) und 2c) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen unterliegen den für alle Kreditverhältnisse geltenden Risikoidentifizierungs- und -steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige Erkennung der Risiken gewährleisten.

Akute und latente Risiken einer Inanspruchnahme aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen sind nicht erkennbar. Die in den Posten 1b) und 2c) der unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen betreffen überwiegend breit gestreute Bürgschafts- und Gewährleistungsverträge sowie offene Kreditzusagen.

E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Provisionserträge

In den Provisionserträgen und Provisionsaufwendungen sind im Wesentlichen Erträge bzw. Aufwendungen aus dem Zentralregulierungsgeschäft enthalten.

Die Zins- und Provisionserträge sowie die sonstigen betrieblichen Erträge sind überwiegend im Inland erzielt worden.

Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

Unter den anderen Verwaltungsaufwendungen werden insbesondere Aufwendungen wie EDV-Kosten, Prüfungs-, Rechts- und Beratungskosten sowie Mietaufwendungen ausgewiesen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Abzinsung von Pensions- und Jubiläumsrückstellungen in Höhe von EUR 20.292 enthalten.

Periodenfremde Erträge bzw. Aufwendungen

In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 47.867 und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 7.600 enthalten. Neben Auflösungen von Rückstellungen handelt es sich dabei um Steuererstattungen bzw. -aufwendungen.

F. Sonstige Angaben

Geschäftsführung und Beirat

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung, des Beirats und früherer Mitglieder der Geschäftsleitung wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Für frühere Mitglieder der Geschäftsleitung bestehen zum 31. Dezember 2024 Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 557.663.

Es bestehen keine Forderungen an und Verpflichtungen aus eingegangenen Haftungsverhältnissen für Mitglieder der Geschäftsleitung und des Beirats.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen mit einem Betrag in Höhe von jährlich EUR 219.065 bis Dezember 2025 und Leasingverträgen mit einem Gesamtbetrag in Höhe von EUR 64.315 bis längstens Oktober 2027.

Personalstatistik

Die Zahl der 2024 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Prokuristen 3 0
Sonstige kaufmännische Mitarbeiter 22 15
25 15

Besondere Offenlegungspflichten

Die gemäß Art. 447 CRR als kleines und nicht komplexes Institut offenzulegenden Schlüsselparameter sind zum Teil im Lagebericht enthalten. Wir beabsichtigen, die weiteren Angaben in einem separaten Bericht zu machen und auf unserer Homepage zu veröffentlichen. Die Angaben gemäß § 26a KWG werden in einer Anlage zum Jahresabschluss dargestellt.

Aufwendungen für den Abschlussprüfer

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar schlüsselt sich in folgende Honorare auf:

- Abschlussprüfungsleistungen EUR 123.062

Mitglieder der Geschäftsleitung und des Beirats

Mitglieder der Geschäftsleitung, ausgeübter Beruf

 

Bernd Hoffmann, Geschäftsführer Markt

 

Oliver Hoidn, Geschäftsführer Marktfolge

Mitglieder des Beirats, ausgeübter Beruf

 

Norbert Keller -Vorsitzender-, Bankkaufmann (bis 31.12.2024)

 

Dr. Andreas Maurer -Vorsitzender-, Mitglied der Geschäftsleitung, MERKUR PRIVATBANK

 

KGaA (ab 01.01.2025)

 

Gerhard Schaaf, Bankkaufmann

 

Thomas Storck, Vorstandsmitglied, INTERSPORT Deutschland eG

Gesellschafter

SABU Schuh-Verbund eG, Kornwestheim (75 % des Stammkapitals)

INTERCONTACT Beteiligungsgesellschaft mbH, Heilbronn (25 % des Stammkapitals)

Die INTERCONTACT Beteiligungsgesellschaft mbH ist eine 100 %ige Tochter der INTERSPORT Deutschland eG.

Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Die Geschäftsleitung schlägt im Einvernehmen mit dem Beirat vor, den Jahresüberschuss von EUR 1.300.000,00 vollständig an die Gesellschafter auszuschütten.

 

Kornwestheim, 31. März 2025

RSB Retail+Service Bank GmbH

A. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

1. Konjunktur in Deutschland

Wirtschaftsflaute setzte sich fort

Das Jahr 2024 fiel in Deutschland aus gesamtwirtschaftlicher Sicht abermals schwach aus. Nach ersten Schätzungen des Statistischen Bundesamtes sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,2 %. Bereits im Jahr 2023 war die reale Wirtschaftsleistung aufgrund struktureller und konjunktureller Belastungen etwas zurückgegangen (-0,3 %). Erfreulich ist jedoch, dass die Inflation weiter nachließ. Die Verbraucherpreise stiegen im Jahresdurchschnitt 2024 um 2,2 %, nachdem sie sich 2022 und 2023 noch um hohe 6,9 % und 5,9 % verteuert hatten.

Verhaltener Anstieg des Privatkonsums

Nach dem vor allem inflationsbedingten Rückgang im Vorjahr um 0,4 % schwenkten die preisbereinigten privaten Konsumausgaben 2024 wieder auf ihren Wachstumspfad ein. Hierzu trug der nachlassende Preisauftrieb bei, der zusammen mit kräftigen Lohn- und Rentenzuwächsen zu Kaufkraftgewinnen führte. Das Wachstum des Privatverbrauchs fiel aber mit 0,3 % verhalten aus, auch weil das vergleichsweise hohe Zinsniveau die Sparanreize verstärkte. Dämpfend auf die Konsumneigung wirkten zudem die wirtschaftspolitischen Unwägbarkeiten sowie die eingetrübten Konjunktur und Beschäftigungsaussichten vieler Verbraucher.

Mehr Arbeitslose und mehr Erwerbstätige

Auf dem Arbeitsmarkt hinterließ die hartnäckige Wirtschaftsschwäche deutliche Spuren. Erneut stieg die Arbeitslosenzahl leicht an. Sie kletterte im Jahresdurchschnitt 2024 um 178.000 auf knapp 2,8 Mio. Menschen und damit auf den höchsten Stand seit 2015. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich von 5,7 % im Vorjahr auf 6,0 %. Allerdings legte auch die Erwerbstätigkeit weiter zu, trotz des konjunkturellen Gegenwinds und der voranschreitenden Überalterung der Bevölkerung. Die Erwerbstätigenzahl stieg um 72.000 auf einen neuen Rekordstand von knapp 46,1 Mio. Menschen.

Inflationsrate deutlich zurückgegangen

Die allgemeine Teuerung ließ 2024 erneut nach. Im Januar lag die Inflationsrate, gemessen an der jährlichen Veränderung des Verbraucherpreisindex, noch bei 2,9 %. Im weiteren Jahresverlauf sank die Inflationsrate dann unter Schwankungen auf bis zu 1,6 % im September, bevor sie zum Jahresende wieder anzog. Im Jahresdurchschnitt stiegen die Verbraucherpreise um 2,2 % und damit deutlich schwächer als 2023 (+5,9 %) und 2022 (+6,9 %). Der Rückgang der Inflationsrate war breit angelegt. Energieprodukte verbilligten sich um 3,2 %, nachdem sie sich 2023 noch um 5,3 % verteuert hatten.

2. Finanzmärkte

EZB Leitzinsen

Nachdem die EZB die Leitzinsen in der ersten Jahreshälfte unverändert gelassen hatte, begann sie ab der Sitzung vom 6. Juni mit Zinssenkungen um jeweils 25 Basispunkte. Neben dem Rückgang der Inflation gab vor allem die Verschlechterung der konjunkturellen Lage im Euroraum Anlass zur Lockerung des geldpolitischen Restriktionsgrades. Insgesamt wurden nach Juni im September, Oktober und Dezember noch drei weitere Zinssenkungen vorgenommen, sodass der Zinssatz für die Einlagefazilität zum Jahresende bei 3,0 % lag.

B. Geschäftstätigkeit und Entwicklung der RSB-Bank

Zentralregulierung

Unsere bankgeschäftlichen Aktivitäten konzentrieren sich auf die Händler und Lieferanten im Schuh-, Sport- und Textilbereich sowie in geringem Umfang auf andere Kunden in Deutschland. Darüber hinaus bestehen Geschäftsbeziehungen zu Kunden in westeuropäischen Ländern.

Wir führen die Zentralregulierung mit und ohne Übernahme des Ausfallrisikos für Lieferanten für mehrere Verbundgruppen durch. Wir garantieren den Ausgleich der Rechnungen an die Lieferanten unter Einhaltung der bestmöglichen Zahlungsbedingungen.

Die Händler regulieren ebenfalls zentral durch Zahlung an uns. Aufgrund unserer Bankeigenschaft ist das Doppelzahlungsrisiko faktisch ausgeschaltet.

Im Jahr 2024 hat der Gesamtumsatz in der Zentralregulierung, mit insgesamt € 1.022,1 Mio. etwas nachgegeben. Im Zeitablauf entwickelte sich das Umsatzvolumen der Zentralregulierung in T€ wie folgt:

2021 2022 2023 2024
792.174 1.071.921 1.062.160 1.022.092

Die Umsätze der Zentralregulierung blieben aufgrund des zurückgegangenen allgemeinen Konsumverhaltens mit 3,8 % unter dem Vorjahr, aber um 1,6 % über unserer Prognose für das Jahr 2024.

Ergänzungsgeschäft

Neben unserem Kerngeschäft Zentralregulierung bieten wir das Einlagengeschäft und sonstige Bankdienstleistungen (z.B. Zahlungsverkehr) an. Das Ergänzungsgeschäft ist im Vergleich zur Zentralregulierung von untergeordneter Bedeutung.

Wettbewerb

Durch unsere Geschäfts- und Kundenstruktur entsteht keine direkte Wettbewerbssituation zu örtlichen Geschäftsbanken. Im Bereich Zentralregulierung stehen wir im Wettbewerb mit anderen Zentralregulierungsbanken in Deutschland. Hier sehen wir uns nach wie vor in einer guten und weiterhin ausbaufähigen Marktposition.

Organisation

Neben den zwei Geschäftsführern beschäftigen wir zum 31.12.2024 40 Mitarbeiter, davon 26 Vollzeit- und 14 Teilzeitmitarbeiter.

Unser Institut ist Mitglied des Bundesverbandes deutscher Banken e.V. und ist den entsprechenden Sicherungseinrichtungen angeschlossen.

Ertragslage

Erträge

Die wesentlichen Ertragsquellen unseres Instituts setzen sich aus dem Zentralregulierungsgeschäft, dem Einlagen- und Kreditgeschäft sowie in geringem Umfang aus sonstigen Bankdienstleistungen zusammen.

Der Provisionsüberschuss beträgt T€ 5.289 (Vj. T€ 5.524) und resultiert nahezu ausschließlich aus dem Zentralregulierungsgeschäft. Gegenüber Vorjahr ist dieser um rd. € 0,3 Mio. zurückgegangen und liegt damit auf dem Niveau der Planung. Die Bank erhält aus der Zentralregulierung eine leistungs- und marktgerechte Vergütung, die sich aus den vereinbarten Provisionen und aus Skontoüberschüssen zusammensetzt.

Der Zinsüberschuss ist das Ergebnis aus Zinserträgen und -aufwendungen sowohl aus dem Bereich Zentralregulierung als auch aus dem Ergänzungsgeschäft. Der Zinsüberschuss vermindert sich auf T€ 2.038 (Vj. T€ 2.309) und liegt damit auf dem Niveau der Planung. Treiber dieser Entwicklung war im Wesentlichen der Anstieg des Zinsaufwands.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen T€ 104 (Vj. T€ 120).

Aufwendungen

Die Personalaufwendungen erhöhen sich auf T€ 2.917 (Vj. T€ 2.753). Hintergrund des Anstiegs sind Gehaltsanpassungen und Zusatzaufwendungen aufgrund Fluktuation.

Die anderen Verwaltungsaufwendungen bleiben mit T€ 1.907 (Vj. T€ 1.926) auf Vorjahresniveau.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen blieben mit T€ 35 etwas unter Vorjahr (Vj. T€ 57).

Im Berichtsjahr wird bei den Nettozuführungen zur Risikovorsorge mit T€ 461 ein gegenüber dem Vorjahr (T€ 634) geringerer Betrag ausgewiesen. Obwohl die Aufwendungen für die Kreditversicherungen aufgrund höherer Inanspruchnahmen auf T€ 358 (Vj. T€ 275) angestiegen sind, konnten die Zuführungen zu den Risikovorsorgen reduziert werden.

Ergebnis

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beträgt T€ 2.090 (Vj. T€ 2.539). Nach Zuführung von T€ 120 zu den Sonderposten nach §340g HGB wird im Geschäftsjahr nach Steuern ein Jahresüberschuss in Höhe von T€ 1.300 ausgewiesen (Vj. T€ 1.730). Das Ergebnis liegt damit im Wesentlichen auf dem Niveau der Planung.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Geschäftsleitung steuert das Geschäft mit den wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren Provisions -, Zinsüberschuss und dem bereinigten Jahresergebnis vor Steuern (T€ 2.320, Vj. T€ 2.682), bei dem noch die Veränderungen aus den Vorsorgereserven nach §§ 340f und 340g HGB berücksichtigt werden. Das im letzten Jahr prognostizierte bereinigte Jahresergebnis wurde somit um mehr als € 0,7 Mio. übertroffen, da insbesondere die erforderliche Risikovorsorge geringer als geplant war.

Als nicht bedeutsame, nichtfinanzielle Leistungsindikatoren betrachtet die Bank die kundenbezogene Servicequalität. Unser Ziel, dass Serviceanfragen innerhalb kurzer Zeit beantwortet werden, wurde wieder erreicht. Dabei konnte die Servicequalität eingehalten werden. Dies wird durch die vereinbarten Kennzahlen zur Verfügbarkeit der IT-Systeme und die weitgehend stabile Gesamtkundenanzahl bestätigt.

Vermögens- und Finanzlage

Aufgrund der Innenfinanzierungskraft, des Bestands an Kundeneinlagen und der Refinanzierungsmöglichkeiten auf dem Geldmarkt war die Zahlungsfähigkeit jederzeit gegeben. Diese Finanzierungsinstrumente werden bedarfsgerecht unverändert eingesetzt. Somit ist mit Beeinträchtigungen nicht zu rechnen.

Die bankaufsichtsrechtlichen Vorschriften, insbesondere die Regelungen zu den Eigenmittelanforderungen und die Liquiditätsvorschriften der CRR, haben wir stets erfüllt.

Die Vermögenslage der Bank ist geordnet. Das Stammkapital beträgt unverändert € 16,0 Mio. Das bilanzielle Eigenkapital vermindert sich unter Berücksichtigung der Gewinnrücklagen und des Bilanzgewinns auf € 26,9 Mio. (Vj. € 27,4 Mio.). Bei den Kundenforderungen zeigt sich ein Rückgang um €4,9 Mio. insbesondere aufgrund geringerer Forderungen aus der Zentralregulierung. Die Kundenverbindlichkeiten sind um € 2,4 Mio. zurückgegangen.

Die durchschnittliche aufsichtliche Eigenmittelquote für das Geschäftsjahr 2024 beträgt 33,25 % (Vj. 30,44 %).

Die Bilanzsumme reduziert sich um € 3,7 Mio. auf € 113,5 Mio. (Vj. € 117,2 Mio.). Somit ergibt sich zum Stichtag eine bilanzielle Eigenkapitalquote von 23,7 % (Vj. 23,4 %). Das Geschäftsvolumen beträgt unter Hinzurechnung der außerbilanziellen Positionen € 114,1 Mio. (Vj. € 117,7 Mio.).

C. Gesamtbanksteuerung/Risikomanagement

Die Basis unserer Gesamtbanksteuerung und des Risikomanagements bildet unsere Geschäftsstrategie. Unsere strategische Ausrichtung und Grundlage unseres Geschäftsmodells ist die Zentralregulierung mit und ohne Delkredereübernahme im Einzel- und Großhandel (Kerngeschäft). Weiterer Schwerpunkt ist die zusätzliche Versorgung dieser Kunden mit klassischen Bankprodukten im Kredit- und Einlagengeschäft und anderen Bankdienstleistungen (Ergänzungsgeschäft). Unser Branchenschwerpunkt liegt im Schuh- und Textilbereich. Hier nehmen wir die Risikokonzentration im Schuhhandel bewusst in Kauf, da wir diese Risiken seit Jahrzehnten steuern und Präventionsmaßnahmen (z.B. Steuerung über Limitsysteme) installiert haben.

Aus der Geschäftsstrategie haben wir unsere Risikostrategie entwickelt und prüfen im Rahmen einer jährlichen Risikoinventur, ob Anpassungen unseres Risikomanagementsystems notwendig sind. Für unser Haus haben wir folgende wesentliche Risiken definiert:

Ertragsrisiken

Adressenausfallrisiken

Liquiditätsrisiken

operationelle Risiken

Die Risikoinventur, die Risikopolitik und die jeweiligen Strategien zu den erfassten Risiken haben wir im Risikohandbuch zusammengefasst, die Elemente des Risikosteuerungsprozesses beschrieben und mit entsprechenden Steuerungs- und Überwachungsinstrumenten unterlegt. Die Grundlagen zur Identifizierung und Beurteilung der jeweiligen Risiken sind ebenfalls beschrieben.

Die wesentlichen Risiken, deren Eintrittswahrscheinlichkeiten und die bestehenden Risikobegrenzungsmaßnahmen sind nachfolgend dargestellt.

Ertragsrisiken

Die Ertragsrisiken stufen wir im Kerngeschäft Zentralregulierung als hoch ein, da die Möglichkeit besteht, dass größere Lieferanten oder größere Händler wegfallen können. Im Ergänzungsgeschäft sind die Ertragsrisiken aufgrund der geringeren Valutierungen eher gering einzustufen. Das Risiko von Ertragskonzentrationen begrenzen wir durch die Akquisition neuer Verbundgruppen und Händler. Die angestrebte Diversifikation, auch über die regulierten Branchen Schuhe und Textil hinaus, soll dieses Risiko weiter verringern. Die Eintrittswahrscheinlichkeit stufen wir im Kern- und Ergänzungsgeschäft als gering ein.

Adressausfallrisiken

Die Adressausfallrisiken stufen wir sowohl im Kerngeschäft Zentralregulierung als auch im Ergänzungsgeschäft als mittleres Risiko ein. Risikobegrenzungsmaßnahmen haben wir durch die Hereinnahme von Sicherheiten, durch den bestehenden Eigentumsvorbehalt an der zentralregulierten Ware und durch eine Kreditversicherung bzw. Bürgschaftsmodelle vorgenommen. Zusätzliche Maßnahmen zur Risikobegrenzung sind die üblichen Überwachungsinstrumente (z. B. regelmäßiges Rating der Kreditnehmer).

Die Risikokonzentration im Einzelhandel steuern wir bewusst und versuchen, wie bereits beschrieben, auch durch Akquisition neuer Verbundgruppen und Diversifizierung der Erträge bei bestehenden Verbundgruppen diese Konzentration zu minimieren. Außerdem treffen wir entsprechende Risikovorsorge nach festgelegten Kriterien in Form von Einzelwertberichtigungen bei Sanierungs- oder Abwicklungsengagements. Dies erfolgt auf Basis der aktuellen Obligos abzgl. werthaltiger Sicherheiten (in der Regel Warensicherheiten oder andere bankübliche Sicherheiten). Grundlage für die Festlegung ist das dann verbleibende Blankoengagement.

Den latenten Risiken im Kreditgeschäft wurde durch die Bildung von Pauschalwertberichtigungen gemäß IDW RS BFA 7 Rechnung getragen. Dabei wird im Rahmen eines Expected-Credit-Loss- Modells ein erwarteter Verlust über einen Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten ohne Anrechnung von Bonitätsprämien ermittelt. Die Eintrittswahrscheinlichkeit stufen wir als gering bis mittel ein. Im Stressszenario steigt die Eintrittswahrscheinlichkeit.

Operationelle Risiken

Die operationellen Risiken stufen wir im Zentralregulierungsgeschäft als mittel ein. Im Ergänzungsgeschäft sind diese gering. Risikobegrenzungsmaßnahmen erfolgen durch eine laufende Anpassung der Organisation, Einführung weiterer Kontrollen sowie Weiterentwicklung der eingesetzten Systeme. Die vorhandene Schadenfalldatenbank soll eine Bewertung dieser Risiken verbessern. Außerdem sind wesentliche Schäden durch Versicherungen abgedeckt. Die Eintrittswahrscheinlichkeit größerer Schäden ist gering, steigt jedoch im Stressszenario.

Liquiditätsrisiken

Die Liquiditätsrisiken spielen bei den wesentlichen Risiken eine untergeordnete Rolle und sind als gering einzustufen. Risikobegrenzungsmaßnahmen sind die rechtzeitige Eindeckung mit Liquidität zu den jeweiligen Zentralregulierungsterminen, insbesondere zu den Saisonspitzen. Dies erfolgt in der Regel über die Hereinnahme von kurz- bis mittelfristigen institutionellen Einlagen. Darüber hinaus dient der Bestand an gewerblichen und privaten Einlagen als Refinanzierungsquelle.

Das Refinanzierungsrisiko wird auf Basis der vorhandenen Refinanzierungsstruktur und der vorhandenen Refinanzierungsquellen als gering eingestuft. Darüber hinaus bestehen eine Liquiditätsablaufbilanz, ein Liquiditätsnotfallplan und ein Liquiditätspuffer. Die Eintrittswahrscheinlichkeit ist gering und wird nur im Stressszenario bedeutender. Zum 31.12.2024 beträgt die Liquiditätsdeckungsquote (LCR) 1.282 % (Vj. 1.426 %).

Kernelement des Risikotragfähigkeitskonzepts sind zwei sich ergänzende Perspektiven i. S. einer Risikotragfähigkeitsrechnung in der ökonomischen Perspektive und einer Kapitalplanung in der normativen Perspektive. Neben der Risikotragfähigkeitsrechnung und der Kapitalplanung umfasst der interne Prozess zur Sicherstellung der Risikotragfähigkeit ergänzende Stresstests sowie die prozessuale Verknüpfung mit dem Strategieprozess und den Risikosteuerungs- und -controllingprozessen.

Bei wesentlichen Änderungen erfolgt eine Anpassung zeitnah außerhalb der jährlichen Risikoinventur. Damit wird sichergestellt, dass die wesentlichen Risiken unseres Hauses durch das Risikodeckungspotenzial laufend abgedeckt sind. Risikokonzentrationen (u.a. Konzentration im Einzelhandel) werden dabei berücksichtigt. Diversifikationseffekte werden nicht berücksichtigt.

Das Risikodeckungspotenzial in der ökonomischen Perspektive wird unabhängig von den Bilanzierungskonventionen der externen Rechnungslegung aus den aufsichtlichen Kapitalgrößen abgeleitet. Im Rahmen des Säule 1+ Ansatzes werden zu den Risikowerten der Säule 1 für Adressenausfallrisiken und operationelle Risiken mittels interner Verfahren ermittelte, vereinfacht quantifizierte Risikowerte für nicht hinreichend in Säule 1 berücksichtigte und weitere wesentliche Risikoarten hinzugerechnet. Dabei werden Ertragsrisiken durch eine rückläufige Modellierung der Umsatz- und Ertragsentwicklung unter Berücksichtigung von Konzentrationsrisiken ermittelt. Bei den Liquiditätsrisiken wird das Refinanzierungskostenrisiko auf Basis eines Einlageabzugs und verschlechterter Refinanzierungsbedingungen quantifiziert. Wir haben ein Limitsystem sowohl für die Auslastung der Risikodeckungsmasse insgesamt als auch eine Limitierung für die einzelnen Risikokategorien auf Basis einer Ampelsystematik implementiert.

Die Risikowerte, Limite sowie Limitauslastungen für die wesentlichen Risiken stellen sich in der Risikotragfähigkeitsrechnung per 31.12.2024 wie folgt dar:

Risiko Limit Auslastung
Adressenausfallrisiken 3.873 16.800 23%
Operationelle Risiken 1.074 1.800 60%
Ertragsrisiken 489 1.000 49%
Liquiditätsrisiken 161 400 40%
gesamt 5.597 20.000 28%

Ein Prozess zur Planung des zukünftigen Kapitalbedarfs und der Kapitalausstattung in der normativen Perspektive ist eingerichtet. Dabei werden über einen mehrjährigen Zeitraum über den Risikobetrachtungshorizont des Risikotragfähigkeitskonzepts hinaus Veränderungen der Geschäftstätigkeit und der strategischen Ziele sowie Veränderungen des wirtschaftlichen Umfelds berücksichtigt. Möglichen ungünstigen Entwicklungen wird in einem adversen Szenario angemessen Rechnung getragen.

Das adverse Szenario der Kapitalplanung spiegelt dabei die Auswirkungen eines schweren konjunkturellen Abschwungs auf die zukünftige Kapitalausstattung und Kapitalplanung wider und fungiert als risikoartenübergreifender Stresstest. Zusätzlich werden regelmäßig risikoartenspezifische Stresstests durchgeführt.

Es erfolgt eine kontinuierliche Weiterentwicklung des gesamten Risikomanagementsystems, das mindestens einmal jährlich im Rahmen der Risikoinventur bzw. bei neuen aufsichtsrechtlichen Anforderungen überprüft und ggf. angepasst wird.

Zudem besteht eine Interne Revision, welche wir an eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ausgelagert haben. Außerdem ist die Compliance-Funktion nach AT 4.4.2 MaRisk auf eine weitere Wirtschaftsprüfungsgesellschaft übertragen. Die Zentrale Stelle zur Betrugs- und Geldwäscheprävention haben wir ebenfalls an einen spezialisierten Dienstleister ausgelagert.

D. Finanzholding

Die SABU Schuh-Verbund eG und die RSB Retail+Service Bank GmbH bilden eine aufsichtsrechtliche Finanzholding-Gruppe im Sinne des § 10a KWG. Dabei ist die RSB Retail+Service Bank GmbH als übergeordnetes Institut für die notwendigen Meldungen an die Aufsicht sowie für die Einrichtung eines angemessenen und wirksamen Risikomanagements auf Gruppenebene verantwortlich.

Die gruppenangehörigen Unternehmen werden im Rahmen der jährlichen Risikoinventur eingebunden. Hierzu sind Prozesse bezüglich der Kommunikations- bzw. Informationswege und sich hieraus ergebender Informationspflichten der gruppenangehörigen Unternehmen implementiert. Die wesentlichen Risiken werden unter die Risikoarten der RSB Retail+Service Bank GmbH subsumiert.

Das Adressenausfallrisiko als größtes Risiko innerhalb der Gruppe ist dabei im Wesentlichen beim übergeordneten Unternehmen angesiedelt. Adressenausfallrisiken bei den gruppenangehörigen Unternehmen sind aufgrund der Übertragung des Delkredere-Risikos auf die RSB Retail+Service Bank GmbH bzw. Rückdeckung durch Kreditversicherungen von untergeordneter Bedeutung. Das Risiko einer nachteiligen Entwicklung der Beteiligungsunternehmen der SABU Schuh-Verbund eG wird als Ertragsrisiko auf Gruppenebene erfasst.

Die strategischen Ausrichtungen der gruppenangehörigen Unternehmen sind um eine gruppenweite Strategie ergänzt, die als Richtschnur für die strategische Ausrichtung dieser eingebundenen Unternehmen dient. Durch die Einrichtung eines Strategieprozesses ist sichergestellt, dass strategische Anpassungen der Beteiligungsunternehmen im Einklang mit den gruppenbezogenen Strategien stehen. Entsprechende Kontrollmöglichkeiten sowie regelmäßige Informationspflichten sind verankert.

Zur Sicherstellung der laufenden Risikotragfähigkeit erfolgt vierteljährlich eine Gegenüberstellung der quantifizierten Risiken und des Risikodeckungspotenzials auf Gruppenebene im Rahmen einer Risikotragfähigkeitsrechnung. Eine entsprechende Berichterstattung erfolgt im Rahmen des vierteljährlichen Risikoberichts der Bank. Zur Überwachung der Risikosituation und der Risikotragfähigkeit auf Gruppenebene ist eine Risikocontrolling-Funktion eingerichtet, die mit entsprechenden Informationsrechten ausgestattet ist.

Das Risikomanagementkonzept unterliegt einem laufenden Weiterentwicklungsprozess. Die wesentlichen Risiken der Gruppe liegen in Form der Adressausfallrisiken und den operationellen Risiken bei der Bank. Risiken aus den Beteiligungsunternehmen spiegeln sich im Ertragsrisiko der Gruppe wider. Es ist keine signifikante Änderung der Risikolage zu erwarten.

E. Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der RSB-Bank

Die Entwicklung der Bank im Zentralregulierungsbereich wird wie bisher u.a. von den Wareneinkäufen bei bestehenden Kunden, den Akquisitionen der von uns regulierten Verbände und der Nachfrage nach bankbetriebener Zentralregulierung von weiteren Verbundgruppen/Einkaufskooperationen geprägt sein.

Wir rechnen für das Jahr 2025 nur mit einem leicht ansteigenden Zentralregulierungsvolumen und daraus resultierend mit Provisionserträgen auf dem Niveau des Geschäftsjahres.

Chancen würden sich ergeben, wenn sich das Regulierungsvolumen günstiger entwickelt als geplant. Hier könnten sich sowohl eine schnellere Anbindung von neuen Verbundgruppen/Einkaufsvereinigungen, ein verbessertes Konsumverhalten oder auch die Gewinnung von weiteren Händlern und Lieferanten positiv auswirken. Darüber hinaus soll zur Hebung von Ertragspotenzialen und zur Diversifikation das Kerngeschäft auf weitere Branchen des Einzelhandels durch Akquisition neuer Verbundgruppen ausgeweitet werden.

Im Einlagen- und Kreditgeschäft erwarten wir für das Jahr 2025 wieder ein leicht rückläufiges Zinsniveau bei gleichbleibenden Kreditvolumen im Zentralregulierungsgeschäft. Aus diesen Gründen haben wir das Zinsergebnis für das Folgejahr um etwa € 0,2 Mio. geringer eingeplant.

Die Personalkosten in 2025 haben wir unter Berücksichtigung der vorgesehenen Gehaltsanpassungen um ca. 3 % über dem Niveau von 2024 geplant. Bei den anderen Verwaltungsaufwendungen gehen wir von Kosten leicht über dem Vorjahr aus.

Die Planung der Risikokosten haben wir auf ein Kreditvolumen auf Vorjahresniveau ausgerichtet. Nach wie vor haben wir das Delkredererisiko auch auf Dritte ausgelagert bzw. nicht selbst übernommen.

Wir erwarten für das Jahr 2025 ein bereinigtes Jahresergebnis vor Steuern in Höhe von T€ 1.494 und ein positives Ergebnis von T€ 1.050 und damit unterhalb des Jahresergebnisse 2024.

In unseren Planansätzen sind die wesentlichen Risiken gemäß unserer Gesamtbanksteuerung berücksichtigt und eingeschätzt. Bei der Entwicklung unserer Zentralregulierungsumsätze haben wir uns an den Planzahlen der Verbundgruppen orientiert. Dabei wurden die möglichen Auswirkungen des Konsumverhaltens und die Umsatzentwicklungen bei Bestandskunden berücksichtigt.

Aufgrund der Vermögens- und Ertragslage, der damit verbundenen Risikotragfähigkeit und der Branchenkenntnis im Bereich des mittelständischen Groß- und Einzelhandels haben wir die Möglichkeit, auch künftige Ertragschancen über das Zentralregulierungsgeschäft zu nutzen.

Die konjunkturellen Aussichten für das Jahr 2025 sind derzeit von einer moderaten Erholung geprägt. Gemäß der ifo Konjunkturprognose Frühjahr 2025 wird das globale reale Bruttoinlandsprodukt voraussichtlich um rund 2,3 % wachsen. Für den Euroraum wird mit einem Wachstum von etwa 1,1 % gerechnet, während die deutsche Wirtschaft nach einem schwachen Vorjahr mit einem leichten Aufschwung von 0,2 % rechnen kann.

Die Inflationsraten dürften sich nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank weiter normalisieren und im Jahresverlauf in Richtung des Zielwerts von 2 % zurückkehren. Infolgedessen könnte sich das aktuelle Zinsniveau stabilisieren, was sich positiv auf die Planungssicherheit für Unternehmen und Haushalte auswirken dürfte.

In der Bankenbranche wird für 2025 mit einem weiterhin intensiven Wettbewerb um Einlagen gerechnet. Regulatorische Anforderungen im Bereich IT-Sicherheit werden weiter zunehmen.

Vor dem Hintergrund dieser Rahmenbedingungen erwartet die RSB Retail+Service Bank GmbH ein herausforderndes, jedoch planbareres wirtschaftliches Umfeld. Risiken bestehen vor allem in geopolitischen Spannungen und einer geringeren Konsum- und Investitionsneigung im Privatkundensegment.

Das tatsächliche Ergebnis kann von unserer Planung abweichen.

 

Kornwestheim, 31. März 2025

Die Geschäftsführung

Anlage zum Jahresabschluss per 31.12.2024

der RSB Retail+Service Bank GmbH gemäß § 26a Abs. 1 KWG

Die RSB Retail+Service Bank GmbH, Kornwestheim ist verpflichtet, auf konsolidierter Basis die in § 26a Abs. 1 KWG genannten Informationen offenzulegen.

Der aufsichtsrechtliche Konsolidierungskreis umfasst die SABU Schuh-Verbund, Kornwestheim und deren 75 %-ige Tochter, die RSB Retail+Service Bank GmbH, welche als CRR-Institut übergeordnetes Unternehmen der Finanzholdinggruppe ist.

Der Umsatz entspricht der Summe aus Zinsergebnis, Provisionsergebnis und sonstigen betrieblichen Erträgen sowie den Erträgen aus Beteiligungen und Geschäftsguthaben. Der Umsatz wird vollständig in Deutschland als Sitz der Unternehmen erzielt.

Die SABU Schuh-Verbund eG beschäftigte im Berichtsjahr mehrere Mitarbeiter, die im Angestelltenverhältnis der SABU Schuh & Marketing GmbH stehen und bis auf weiteres gegen Kostenerstattung für die kaufmännische Verwaltung der Genossenschaft abgestellt sind. Deshalb entsprechen die Beschäftigtenzahlen denen der RSB Retail+Service Bank GmbH.

Die Steuern auf Gewinn oder Verlust entsprechen den Posten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag gemäß der Rechnungslegung der Einzelunternehmen.

Die Kapitalrendite der RSB Retail+Service Bank GmbH als Quotient aus Nettogewinn und Bilanzsumme beträgt 1,15 % (Vj. 1,48 %). Auf konsolidierter Basis beträgt die Kapitalrendite 2,54 % (Vj. 2,37 %).

Art der Tätigkeiten im Geschäftsjahr
• Kredit- und Garantiegeschäft
• Einlagengeschäft
• Scheck- und Wechseleinzugsgeschäft
Umsatz im Geschäftsjahr (Definition siehe oben) 9.689 TEUR
Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger (in Vollzeitäquivalenten) 34,9
Gewinn oder Verlust vor Steuern 4.010 TEUR
Steuern auf Gewinn oder Verlust 781 TEUR

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

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Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

2 nahegelegene Organisationen

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