Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Kreuznach HRB 21787
Eingetragen
7.3.2014
Branche
Herstellung von Futtermitteln für NutztiereVerlegen von ZeitschriftenHerstellung von Futtermitteln für sonstige Tiere
Gegenstand
ist die Produktion und der Vertrieb von Futtermitteln und Ergänzungsfuttern für Heimtiere, Nutztiere und Zootiere, und von Tierarzneimitteln einschließlich der Fütterungsberatung, von Gartenprodukten sowie von Lebensmitteln und der Verlag von Zeitschriften und Büchern sowie redaktionellen Tätigkeiten in diesem Bereich samt der Seminartätigkeit.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thajgoro De Longhi
seit 26.7.2022
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
33.33%
Thajgoro De Longhi
26.33%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
PerNaturam GmbHEigenbeteiligung
33.33%

Gesellschafter

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

3 von 4 angezeigt

Kastellaun
100.000 €
33.33%
Germany
100.000 €
33.33%
Thajgoro De Longhi
Kastellaun
79.000 €
26.33%

Beteiligungen

NameAnteil
33.33%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

PerNaturam GmbH

Gödenroth

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

Festgestellt am 27.08.2024

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

PERNATURAM GMBH, GÖDENROTH

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 6.679.818,32 7.004,9
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 192.828,06 201,3
II. Sachanlagen 6.486.090,26 6.803,6
III. Finanzanlagen 900,00 0,0
B. UMLAUFVERMÖGEN 2.085.806,16 1.808,0
I. Vorräte 1.105.722,10 994,4
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 440.671,40 564,3
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 539.412,66 249,3
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 15.955,27 28,3
8.781.579,75 8.841,2

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
A. EIGENKAPITAL 4.692.926,20 4.505,8
I. Gezeichnetes Kapital 300.000,00 300,0
II. Kapitalrücklage 9.232,38 9,2
III. Gewinnrücklagen 2.025.200,00 2.025,2
IV. Gewinnvortrag 2.171.445,23 2.321,4
V. Jahresüberschuss (i.Vj. -fehlbetrag) 187.048,59 -150,0
B. RÜCKSTELLUNGEN 134.852,19 156,6
C. VERBINDLICHKEITEN 3.945.761,05 4.162,5
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 8.040,31 16,3
8.781.579,75 8.841,2

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
TEUR
1. Rohergebnis 8.666.403,06 8.134,8
2. Personalaufwand 4.374.877,89 4.234,0
a) Löhne und Gehälter 3.647.437,18 3.506,1
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 727.440,71 727,9
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 666.721,69 732,8
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.337.822,34 3.282,8
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.802,78 1,9
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 55.451,38 51,1
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 42.202,53 -19,6
8. Ergebnis nach Steuern 191.130,01 -144,2
9. Sonstige Steuern 4.081,42 5,8
10. Jahresüberschuss (i.Vj. -fehlbetrag) 187.048,59 -150,0

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

PerNaturam GmbH, Gödenroth

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die PerNaturam GmbH hat ihren Sitz in Gödenroth und ist eingetragen in das Handelsregister des Amtsgerichts Bad Kreuznach unter der Registernummer HRB 21787.

Der Jahresabschluss der PerNaturam GmbH wurde für das Geschäftsjahr 2023 nach den handelsrechtlichen Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§ 267 Abs. 2 HGB) sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes (GmbHG) erstellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

I. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen bewertet.

Das Sachanlagevermögen wird mit Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Im Anlagenspiegel werden die Geringwertigen Wirtschaftsgüter als Zu- und Abgang gezeigt.

Die Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. mit der gleitenden Durchschnittsmethode. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert nach Abzug der erforderlichen Wertberichtigungen bilanziert. Es werden alle erkennbaren Einzelrisiken berücksichtigt.

Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung getragen.

Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs am Transaktionstag umgerechnet. Gemäß § 256 a HGB werden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet.

II. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist im Anlagenspiegel dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr i.H.v. TEUR 33 (i.Vj. TEUR 32). Alle sonstigen Forderungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

3. Eigenkapital

Die Kapitalrücklage resultiert aus der Verschmelzung der Schairon GmbH zum 01.01.2018.

4. Rückstellungen

Die Sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Personalbezogene Rückstellungen 29,8 43,0
Andere Rückstellungen 105,1 100,7
134,9 143,7

5. Verbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten haben TEUR 940 (Vorjahr: TEUR 811) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und TEUR 3.006 (Vorjahr: TEUR 3.351) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Bankverbindlichkeiten sind durch Grundschulden i.H.v. TEUR 2.890, durch Bürgschaften der HTT GmbH & Co. KG i.H.v. TEUR 1.700, Bürgschaften der drei Gesellschafter i.H.v. jeweils TEUR 700 sowie durch die Sicherungsübereignung des Warenbestands und diverser technischer Anlagen und Maschinen besichert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 105 (i.Vj. TEUR 63).

5. Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

2024
TEUR
2025 - 2027
TEUR
> 2027
TEUR
Verpflichtungen aus Leasing-/Mietverträgen 310 600 654

Die Gesellschaft hat eine Bürgschaft für ein nahestehendes Unternehmen i.H.v. TEUR 750 (i.Vj. TEUR 750) übernommen. Aufgrund der guten Liquiditätssituation des Gläubigers wird das Risiko der Inanspruchnahme niedrig eingeschätzt.

III. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung i.H.v. TEUR 3,3 (i. Vj. TEUR 2,1) enthalten.

2. Personalaufwand

Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen TEUR 85 (i.Vj. TEUR 87).

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Verluste aus der Währungsumrechnung i.H.v. TEUR 1,3 (i.Vj. TEUR 5,5).

IV. Sonstige Angaben

1. Beschäftigte im Jahresdurchschnitt

Es wurden im Geschäftsjahr durchschnittlich 78 Arbeitnehmer beschäftigt (i.Vj. 86).

2. Geschäftsführer

Herr Manfred Heinrich Heßel, Blankenrath Geschäftsführer

Herr Klaus-Rainer Walter Heinrich Töllner, Blankenrath Geschäftsführer

Herr Ralf Töllner, Bell-Hundheim Geschäftsführer

Herr Thajgoro De Longhi, Kastellaun Geschäftsführer

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführer betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 796.

3. Ergebnisverwendungsbeschluss der Gesellschafterversammlung vom 27.08.2024

Der Jahresüberschuss von TEUR 187 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Gödenroth, den 20. Mai 2024

Anlagenspiegel 2023

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software und Lizenzen 648.687,82 31.030,00 0,00 0,00 679.717,82
Geleistete Anzahlungen 0,00 47.582,56 0,00 0,00 47.582,56
648.687,82 78.612,56 0,00 0,00 727.300,38
II. Sachanlagen
Grundstücke und Bauten auf fremden Grundstücken 4.677.826,21 171.998,39 20.717,58 0,00 4.829.107,02
Technische Anlagen und Maschinen 2.152.326,59 13.516,84 3.710,00 251.596,06 2.413.729,49
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.469.924,91 70.094,45 38.695,57 0,00 1.501.323,79
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 378.893,56 10.813,53 0,00 -251.596,06 138.111,03
8.678.971,27 266.423,21 63.123,15 0,00 8.882.271,33
III. Finanzanlagen
Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 0,00 900,00 0,00 0,00 900,00
9.327.659,09 345.935,77 63.123,15 0,00 9.610.471,71
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software und Lizenzen 447.389,32 87.083,00 0,00 534.472,32
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
447.389,32 87.083,00 0,00 534.472,32
II. Sachanlagen
Grundstücke und Bauten auf fremden Grundstücken 595.203,97 178.777,00 18.128,18 755.852,79
Technische Anlagen und Maschinen 502.187,59 241.604,24 2.031,34 741.760,49
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 665.270,41 159.257,45 38.682,57 785.845,29
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 112.722,50 0,00 0,00 112.722,50
1.875.384,47 579.638,69 58.842,09 2.396.181,07
III. Finanzanlagen
Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 0,00 0,00 0,00 0,00
2.322.773,79 666.721,69 58.842,09 2.930.653,39
NETTOBUCHWERTE
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software und Lizenzen 145.245,50 201.298,50
Geleistete Anzahlungen 47.582,56 0,00
192.828,06 201.298,50
II. Sachanlagen
Grundstücke und Bauten auf fremden Grundstücken 4.073.254,23 4.082.622,24
Technische Anlagen und Maschinen 1.671.969,00 1.650.139,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 715.478,50 804.654,50
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 25.388,53 266.171,06
6.486.090,26 6.803.586,80
III. Finanzanlagen
Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 900,00 0,00
6.679.818,32 7.004.885,30

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

PerNaturam GmbH, Gödenroth

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

PerNaturam GmbH produziert als inhabergeführtes Unternehmen mit Sitz in Gödenroth natürliche Nahrungsergänzungen für die artgerechte Ernährung von Hunden, Katzen und Pferden. Unser vorrangiges Geschäftsziel ist es, den Tieren durch optimierte Fütterung zu helfen, ihre innere Balance zu finden und zu bewahren.

Seit fast 40 Jahren erweitern wir ständig unser Wissen über die Wirkung von Nähr- und Vitalstoffen. Bei der Verarbeitung nutzen wir beste Rohstoffe rein organischen Ursprungs, die unseren hohen Ansprüchen an Qualität und ökologischer Nachhaltigkeit entsprechen. Um die Vielseitigkeit unserer Kräutermischungen zu ermöglichen und auch eine dauerhafte Belieferung gewährleisten zu können, arbeiten wir schon seit Jahrzehnten mit den meisten unserer Lieferanten, größtenteils familiengeführte mittelständische Unternehmen, zusammen.

Das Geschäftsjahr 2023 geprägt von Ukrainekrieg und hohen Energiekosten

Nach den Corona-Jahren war 2023 geprägt von den Auswirkungen des Ukrainekriegs. Starke Steigerungen der Energiekosten und damit Preissteigerungen im gesamten Rohstoff-Bereich waren die Folge, insbesondere der Anbau, die Ernte und Trocknung etc. werden energieintensiv verarbeitet und sind besonders betroffen. Des Weiteren waren erhöhte Logistikkosten hiermit verbunden. Lieferengpässe konnten durch eine ausgeweitete Lagerhaltung größtenteils abgefangen werden, so dass wir in der Kundenbelieferung minimal eingeschränkt waren oder Alternativen anbieten konnten.

Online-Vertrieb

Der Vertriebsweg als Online-Handel bildet den wichtigsten Kanal zu unseren Kunden. Unser Vertriebsgebiet umfasst neben dem gesamten deutschsprachigen Raum auch Luxemburg, Belgien und Frankreich. Diese breite Verteilung und intensive, vertrauensvolle Beziehung mit unseren Kunden, sowie unsere gestärkte digitale Präsenz, haben in den vergangenen Jahren gezeigt, dass wir den richtigen Weg beschreiten.

Insgesamt hat die Bedeutung des Internets für den Kauf von Heimtierprodukten im Jahr 2023 nochmals zugenommen. Das geschätzte Umsatzvolumen betrug circa 1,3 Millarden Euro - eine Steigerung von 9,4 %.

Neben privaten Endverbrauchern sind Tierheilpraktiker, insbesondere als Empfehler unserer Produkte, sowie der Fachhandel wichtige Partner. Der Umsatz mit Wiederverkäufern war in 2023 leicht rückläufig und lag bei 30 % des Gesamtumsatzes (2022 33 %). Zu dieser Entwicklung trägt das Empfehler-Programm bei. Kleinere Händler schwenken hierauf um und der Endkunde bestellt auf deren Empfehlung direkt bei uns.

Empfehler-Programm

Beim Empfehler-Programm stellen die Therapeuten ihren Tierhaltern ein Rezept aus, dieser Kunde bestellt bei PerNaturam mit dem Code des Therapeuten, der Therapeut erhält 10 % Provision, die quartalsweise abgerechnet wird. Der Umsatz beim Empfehler-Programm lag 2022 erstmals über 1 Million Euro, 2023 bei 1,275 Mio. und für 2024 sind 1,6 Mio. geplant.

Influencer leisten in 2023 noch einen kleinen, aber ausbaubaren Anteil zum Umsatz.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Heimtierbranche entwickelt sich trotz der allgemein angespannten Wirtschaftslage weiterhin positiv. Mit einem Umsatz von mehr als 5,6 Milliarden Euro verzeichnete der stationäre Fach- und Lebensmitteleinzelhandel 2023 ein Plus von 9,5 %. Hinzu kamen gut 1,3 Milliarden Euro über den Online-Handel. Der Gesamtumsatz der deutschen Heimtierbranche liegt bei rund 7,1 Milliarden Euro.

Mit rund 4,5 Milliarden Euro übertraf der Umsatz mit Heimtier-Fertignahrung im Fach- und Lebensmitteleinzelhandel das Vorjahresergebnis um 11,4 %. Das Segment Bedarfsartikel und Zubehör legte mit einem Umsatz von etwa 1,1 Milliarden Euro im Vergleich zu 2022 um 2,7 % ebenfalls zu. Im Bereich Heimtierfutter stiegen die Umsätze in fast allen Heimtiersegmenten.

"Die Gründe hierfür sind zum Teil sicherlich auch auf eine erhöhte Nachfrage zurückzuführen", so Georg Müller, Vorsitzender des Industrieverbands Heimtierbedarf. "Der Umsatzanstieg spiegelt aber vor allem die gestiegenen Kosten der Unternehmen für Energie, Rohstoffe, Verpackung und Transport wider", fügt Müller hinzu. (Quelle:Düsseldorf/Wiesbaden, April 2024 Industrieverbands Heimtierbedarf (IVH) e.V)

Anzahl der Heim- und Haustiere

Die Anzahl der Katzen wuchs um rund 1,0 Mio. Tiere auf einen neuen Höchstwert von 16,7 Mio. Katzen. Die Zahl der in Deutschland gehaltenen Hunde fiel um rd. 400.000 Tiere auf ca. 10,3 Mio. Hunde. Die Anzahl der Pferde blieb mit geschätzten 1,25 Mio. Tieren unverändert.Nachdem im Jahr

Die Anzahl der Katzen reduzierte sich um rund 1,0 Mio. Tiere von ihrem Höchstwert 2022 von 16,7 Mio. auf 15,7 Mio. Katzen, dem Wert von 2021.

Die Zahl der in Deutschland gehaltenen Hunde stieg um 200.000 Tiere leicht an auf ca. 10,5 Mio. Hunde. (Quelle IHV e.V. April 2024)

Die Anzahl der Pferde ist mit geschätzten 1,3 Mio. Tieren leicht gestiegen, Zuwachs 2023 ca. 50 Tsd., Pferde, die von 3,89 Millionen Reitern und Reiterinnen als Sport- und Freizeit-Pferde genutzt werden. (Quelle Deutsche Reiterliche Vereinigung, FN)

Von den rund 43,95 Mio. Legehennen wurden 2,1 Mio. in Kleingruppen und ausgestalteten Käfigen gehalten. Das sind die privat gehaltenen Hühner in Gärten und Volieren. Ihre Anzahl ist gegenüber 2022 um 200 Tsd. gesunken. (Quelle Statista Januar 2024)

Die Zahl der in Deutschland gehaltenen Rinder und Schweine hat leicht abgenommen.

Von 11 Mio. Mastrindern auf 10,5 Mio. und Milchkühe von 4,1 auf 3,8 Mio.

Bei den Schweinen von 21,3 Mio. auf 20,7 Mio. (Quelle: Stat. Bundesamt Genesis online)

Die Daten sind für unsere Geschäftsstrategie sehr relevant, weil sie den Fleischmarkt darstellen und mit den angestiegenen Fleischpreisen in Relation stehen. Die Zahlen korrelieren auch mit der gesunken Mischfutterproduktion 2023, sie liegen 0,36 Mio. Tonnen niedriger als im Vorjahr, ein Minus von 1,6 %. (Quelle: Deutscher Verband Tiernahrung e. V)

Katzenfutter nach wie vor größtes Futtersegment

Mit einem Gesamtumsatz von 2,3 Milliarden Euro im stationären Handel und damit einem Plus von 14,4 % gegenüber dem Vorjahr blieb der Markt für Katzenfutter auch im Jahr 2023 das größte Futtersegment. Feuchtfutter mit einem Plus von 15,3 % (insgesamt über 1,5 Milliarden Euro).

Snacks einschließlich Katzenmilch wuchs um 14 % auf 372 Millionen Euro.

Zuwächse Trockenfutter (plus 11,3 %, 396 Millionen Euro).

Umsatz mit Hundefutter legt zu - Feuchtfutter als Wachstumstreiber

Hundefutter wuchs 2023 weiter und erzielte mit knapp 2 Milliarden Euro 9,1 % Umsatzplus stärkstes Wachstum: Segment Feuchtfutter plus 13,7 % auf 677 Millionen gefolgt von Snacks (plus 7,4 %, 748 Millionen Euro)

Trockenfutter (plus 6,1 %, 547 Millionen Euro).

Die Geflügelzucht hat in Deutschland zugenommen. Corona hat dazu geführt, dass in vielen Familien Legehennen angeschafft wurden zur Selbst- oder Grundversorgung. Da sie als Nutztiere gelten, bilden sich die Zuwachsraten nicht im Bereich Ziergeflügel ab, hier ist die Anzahl der gehaltenen Vögel unwesentlich um 200 Tsd. Tiere gesunken.

Hobbyzüchter im Bereich Nutzgeflügel sind im Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter e.V. organisiert.

Der Verband war vor 20 Jahren schrumpfend und überaltert, seit etwa 2010 wieder auf Wachstumskurs mit neuen und vor allem jüngeren Mitgliedern. Im Bereich Nutzgeflügel sind Vereins-Mitgliedschaften obligatorisch, u.a. wegen Meldepflicht, Impfzwang, Tier-Seuchenkassen. Der BDRG hat 180.000 Mitglieder, organisiert in 4600 regionalen Vereinen.

(Quelle: Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter e.V.)

2.2. Geschäftsverlauf

PerNaturam blickt auf ein turbulentes und schwieriges Jahr 2023 zurück.

Umsatz und Rohertrag

Wir konnten einen Umsatzwachstum von 3,4 % gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 verzeichnen. Die Umsatzentwicklung blieb hinter den Erwartungen zurück.

Als Faktoren für diese Entwicklung sind die gestiegenen Lebenshaltungskosten zu nennen, Das Kaufverhalten war vorsichtig, nach Bereinigung der Preiserhöhungen wurde effektiv nicht mehr Futter umgesetzt. Das entspricht den Gesamtzahlen der Zoobranche.

Der Umsatz mit den Händlern sank um 6 %, während wir den Umsatz durch Empfehler 2023 um rd. 32 % anheben konnten.

86 % der Bestellungen wurden über unseren Online-Shop realisiert. Insgesamt hatten wir 7 % mehr Umsatz als im Vorjahr über den Onlineshop bei 10 % mehr Bestellungen.

Der Materialeinsatz (einschl. der Bestandsveränderung) liegt um rd. 3,2 %-Punkte unter dem Vorjahresniveau. Die Rohertragsmarge stieg auf 69,5 % (66,3 % im Vorjahr) der Gesamtleistung. Hierin spiegeln sich Verbesserungen in den Einkaufskonditionen einiger Rohstoffe wider, sowie die Preisanpassungen bei unserem Metzgereisortiment.

Personal

Die Leistungen an unsere Mitarbeiter einschließlich der Unterstützung durch Leiharbeitskräfte erhöhten sich um 140,9 TEUR bzw. 3,3 % auf 4,4 Mio. EUR im Berichtszeitraum. Die Zahl der Mitarbeiter sank auf 95 Personen nach 99 Personen im Vorjahr.

Abschreibungen

Die planmäßigen Abschreibungen des Geschäftsjahres betragen 667 TEUR und haben gegenüber dem Vorjahr um TEUR 47 zugenommen. Diese Entwicklung ist überwiegend auf Investitionen zur Steigerung der Produktivität zurückzuführen.

Sonstige Kosten

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen nahezu auf Vorjahresniveau. Hiervon entfallen TEUR 1.627 (i.Vj. TEUR 1.586) auf Vertriebsaufwendungen. Korrespondierend zur Umsatzsteigerung haben sich die Ausgangsfrachten bzw. Kosten für Verpackung erhöht.

Die übrigen betrieblichen Aufwendungen umfassen vor allem die Bereiche Raumkosten, Rechts- und Beratungskosten sowie IT-Dienstleistungen und liegen etwas über Vorjahresniveau. Das Finanzergebnis ist mit TEUR 53,6 (i.Vj. TEUR 48,9) negativ und resultiert aus der Finanzierung des Anlagevermögens.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) liegt bei TEUR 229 nach einem Fehlbetrag von TEUR 170 im Vorjahr.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 59 auf TEUR 8.782 gesunken. Mit Abschluss der wesentlichen Investitionen hat sich der Bilanzausweis des Anlagevermögens um TEUR 325 auf TEUR 6.680 vermindert. Dem stehen Erhöhungen des Vorratsbestands sowie der liquiden Mittel gegenüber. Auf der Passivseite wurden planmäßig die langfristigen Darlehen zurückgeführt.

Die Eigenkapitalquote zum Stichtag beträgt 53,5 % nach 51,0 % im Vorjahr.

Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten ist sehr stabil. Die Liquidität war zu jedem Zeitpunkt gegeben. Die zur Verfügung stehenden Kreditlinien waren zu jedem Zeitpunkt höher, als es für den laufenden Geschäftsbetrieb notwendig war.

Die Verpflichtungen wurden jederzeit erfüllt, sofern möglich wurden Skonto-Möglichkeiten genutzt.

Der positive Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit im Berichtsjahr beträgt TEUR 836 nach TEUR 639 im Vorjahr.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Wesentlicher Leistungsindikator für unseren Geschäftserfolg sind die Umsatzerlöse. Des Weiteren ziehen wir für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen EBIT sowie die Rohertragsmarge, die Debitorenlaufzeit und die Umschlagshäufigkeit unserer Lagerbestände heran.

3. Prognosebericht

Insbesondere durch die steigende Inflation und die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen der Ukrainekrise und der Kriegsgeschehen zeichnet sich eine Rezession ab. Die Auswirkungen hieraus auf die weltweite Wirtschaft sind abschließend nicht zu beurteilen. Politische und wirtschaftliche Unsicherheiten und die zunehmenden Unzufriedenheiten der Bürger durch die Belastungen steigender Energie- und Lebenshaltungskosten werden sich auf die Kaufkraft der Kunden unserer Kernmärkte im DACH-Raum auswirken.

Für PerNaturam gehen wir davon aus, dass der Onlinehandel (E-Commerce) in den kommenden Jahren noch weiter zunehmen wird und wir in unserem Segment weiterhin davon profitieren können.

3.1. Risikobericht

Branchenspezifische Risiken

Der Erfolg von PerNaturam ist von der Akzeptanz des Onlinehandels abhängig. Der Onlinehandel ist gesellschaftlich inzwischen so verankert, dass eine Abkehr hiervon nicht zu erwarten ist. Der bedeutendste Versandhändler konnte seine Marktmacht weiter ausbauen und hat im Versandhandel viele Konditionen vorgegeben und damit den Wettbewerb diktiert: u.a. im Reklamationsbereich und bei den Rücksendungen.

PerNaturam hatte als Nischenanbieter von Ergänzungsfutter für Heimtiere auf dem deutschsprachigen Markt eine gewisse Marktführung. Wegen der attraktiven Wachstumsmargen im Heimtierbereich und im Bereich Ergänzungsfutter haben sich neue und finanzstarke Mitbewerber am Markt etabliert, die mit hohem Marketingaufwand Kunden abwerben. Das spiegelt sich in den Jahresergebnissen wider, die dem Branchenspiegel nur teilweise entsprechen.

Das größte Segment Fertigfutter Katze kann mit dem PerNaturam Qualitätsanspruch nicht bedient werden und bleibt deswegen ein Nischenbereich. Die Versorgung der Katzen läuft überwiegend über den LEH und Discounter, überwiegend mit Trockenfutter. Im Resultat leiden mehr als 90 % aller Katzen unter Nierenproblemen, Nierenversagen ist die häufigste Todesursache. Hier muss PerNaturam ansetzen und seine Kompetenzen in der Pflanzenheilkunde und der Ernährung mit Kräutern hervorheben. Das Knowhow und die wirksamen Produkte sind vorhanden.

Die Branche der Ergänzungsfutterherstellung wird auch von Änderungen im europäischen Arzneimittelrecht berührt, was bei Änderungen der Regulatorien dazu führen kann, dass einzelne Produkte nicht mehr in Verkehr gebracht werden dürfen oder die Auslobung stark eingeschränkt werden muss. 2023 mussten wir wegen älteren Namensrechten im Bereich Nahrungsergänzungen zwei Produktnamen abändern. Da es beratungsintensive Produkte waren, hatte das keinen Einfluss auf die Absatzzahlen.

Im Jahr 2023 mussten wir den Vertrieb von Pankreatin einstellen, da tierische Enzyme vollständig aus dem Futtermittelbereich herausgenommen wurden.

Operative Risiken

Grundsätzlich kann es durch klimatische Einflüsse zu Ernteausfällen und folglich zu Lieferengpässen kommen. Um dieses Risiko weitgehend zu beherrschen, arbeiten wir mit langfristigen Einkaufskontrakten und einer soliden Lagerdisposition. Im Verlauf der Jahre 2022 und Teilen von 2023 zeigten sich auch die Abhängigkeiten von negativen geopolitischen Entwicklungen. Diese führten zu Verzögerungen bei Lieferungen durch die Logistiker oder machten es notwendig, spontan nicht mehr verfügbare Produkte zu ersetzen. Durch die aktuelle Situation im Nahen Osten kann es wieder vermehrt zu Lieferengpässen oder steigenden Energie- und Lieferkosten kommen.

Weiterhin stellen steigende Frachtkosten ein finanzielles Risiko dar. Diesem Risiko begegnen wir durch die Optimierung der Auslastung unserer Logistikprozesse.

Auf Grund der Auswirkungen durch steigende Energiepreise und Lebenshaltungskosten auf die Kaufkraft der Verbraucher und deren Einkaufsverhalten von PerNaturam-Produkten besteht eine gewisse Unsicherheit. Positiv dürfte wirken, dass PerNaturam in einem überwiegend nichtzyklischen Markt aktiv ist. Auch im Geschäftsjahr 2023 spürten wir keine negative Veränderung in der Zahlungsmoral oder der Forderungsausfälle. Das Umsatzwachstum hat sich jedoch gegenüber den Vorjahren verlangsamt.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Es bestehen ausreichende Kreditfazilitäten, um auf negative Entwicklungen reagieren zu können.

3.2. Chancenbericht

PerNaturam kann als solides Unternehmen in einem Markt mit zahlreichen Chancen arbeiten. Wir können auf eine hohe unternehmenseigene Expertise zur gesunden und artgerechten Tierhaltung und Ernährung bauen. Diese lassen wir verstärkt in digitale Seminare, Schulungen und unsere Beratungen einfließen, was es uns ermöglicht, weitere Kundenpotenziale langfristig zu binden. Die durchschnittliche Teilnahme an den kostenpflichtigen PerNaturam Webinaren war 2023 um ca. 17 % höher als 2022.

Auf der Beschaffungsseite können wir auf langjährige, zuverlässige Lieferantenbeziehungen zählen. Wir können unsere hohen Qualitätsansprüche durch interne und externe Qualitätskontrollen bei uns und bei unseren Lieferanten durchsetzen. Die Einstellung einer Qualitätsbeauftragten hat sich ausgezahlt, inzwischen werden die Mitarbeiter in Qualitätsfragen geschult und in allen Abteilungen stehen Ansprechpartner bei Qualitätsfragen zur Verfügung. Das Qualitätsmanagement bleibt ein ständig fortschreitender Prozess bei PerNaturam.

Wir erwarten eine Fortsetzung des Trends einer gesunden und natürlich artgerechten Ernährung in unserem Kernsegment Heimtier. Dabei müssen wir den Wettbewerb stärker beobachten und auf Entwicklungen im Online-Marketing und im Bereich der Sozialen Medien schneller reagieren. Nur so können wir in den nächsten Jahren weiterwachsen und einen Ausbau des eigenen Geschäftes ermöglichen.

Neue Geschäftsfelder, die angegangen werden müssen, um das PerNaturam Knowhow langfristig zu nutzen, ist die Entwicklung von Medizinprodukten und die Vermarktung von PerNaturam Entwicklungen im Bereich der Arzneimittel. Hierfür haben wir bislang den Weg der Arzneimittelzulassung gescheut. Inzwischen sind wir aber personell so weit qualifiziert, dass die Zertifizierungen und Zulassungsprozesse angegangen werden können. Mit den Vorbereitungen dafür wurde 2023 begonnen, sie werden im Jahr 2024 weitergeführt.

Besonders im Bereich der Fleischproduktion mit geringpreisigen Produkten ist ein intensives Controlling gefordert, da auf Grund gestiegener Energie- und Rohstoffkosten die Produktion deutlich verteuert wurde.

PerNaturam verfügt über außergewöhnliches Knowhow im Bereich der Tierernährung, zum Einsatz einzelner Rohstoffe, über die Wirkung von Heilpflanzen und in der Entwicklung von Kräuterrezepturen. Gut ausgebildete Mitarbeiter bilden das Rückgrat der "PerNaturam Familie". Sie müssen in ihren Verantwortlichkeiten und Möglichkeiten gefördert und ihre Weisungsbefugnisse gestärkt werden.

Für ein gutes Miteinander veranstalteten wir 2023 einen Wertetag und installierten einen Wertekreis der dafür sorgt, dass die PerNaturam-Werte gelebt werden.

Die PerNaturam Marke ist positiv besetzt, dieses Marken-Image muss weiter ausgebaut werden.

4. Gesamtaussage

Risiken für die zukünftige Entwicklung sehen wir insbesondere in stark steigenden Energie- und Lebenshaltungskosten, welche die Kaufkraft unserer Kunden reduzieren und das Kaufverhalten verändern könnten. Hinzu kommt ein stärkerer Konkurrenzdruck.

Mit den eingeleiteten Prozessoptimierungen sowie einer Stärkung der Geschäftsführung und der leitenden Mitarbeiter, sehen wir uns den Herausforderungen des Marktes gewappnet und auf die Bewältigung der möglichen Risiken vorbereitet.

Wir gehen für 2024 von einem weiteren Umsatzwachstum aus, welches wieder stärker ausfallen wird als im Berichtsjahr. Diese Entwicklung ist bereits jetzt absehbar. Der erwartete Ergebnisbeitrag wird nach unserer Einschätzung deutlich über dem Vorjahresniveau liegen.

 

Gödenroth, im Mai 2024

Die Geschäftsleitung

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die PerNaturam GmbH, Gödenroth

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der PerNaturam GmbH, Gödenroth, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PerNaturam GmbH, Gödenroth, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unsere Prüfungsurteile zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Koblenz, den 20. Mai 2024

Dr. Dienst & Partner GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatergesellschaft

Corinne Koblitschek, Wirtschaftsprüferin

Tatjana Kirsch, Wirtschaftsprüferin

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