Finbridge GmbH & Co. KG

61348 Bad Homburg v. d. Höhe, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Homburg HRA 4840
Eingetragen
8.1.2007

Finanzübersicht

Historie

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Management

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Gesellschafter

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Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Finbridge GmbH & Co. KG

Bad Homburg v. d. Höhe

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 392,00 916,00
II. Sachanlagen 126.618,04 93.414,35
III. Finanzanlagen 25.000,00 25.000,00
B. Umlaufvermögen
I. Geleistete Anzahlungen 16.495,00 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.994.098,04 3.798.470,66
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 6.767.655,23 5.297.024,76
C. Rechnungsabgrenzungsposten 38.290,21 17.291,65
9.968.548,52 9.232.117,42

PASSIVA

A. Eigenkapital
Kommanditkapital 35.000,00 35.000,00
B. Rückstellungen 7.866.496,43 7.417.750,95
C. Verbindlichkeiten 2.067.052,09 1.779.366,47
9.968.548,52 9.232.117,42

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

01.01.2023 - 31.12.2023 01.01.2022 - 31.12.2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 22.704.968,53 21.210.844,05
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -13.874.355,65 -12.726.707,41
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.940.126,99 -1.487.280,51
-15.814.482,64 -14.213.987,92
3. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs -55.460,17 -74.428,80
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -1.205.554,17 -932.994,55
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 11.676,67 80,94
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 0,00
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 5.641.148,22 5.989.513,72
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -841.791,72 -853.949,24
9. Jahresüberschuss 4.799.356,50 5.135.564,48
10. Ergebnisverwendung -4.799.356,50 -5.135.564,48
11. Bilanzgewinn/-verlust 0,00 0,00

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2023

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.379,09 0,00 0,00 14.379,09
SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 349.762,36 88.139,86 0,00 437.902,22
FINANZANLAGEN
Beteiligungen 25.000,00 0,00 0,00 25.000,00
389.141,45 88.139,86 0,00 477.281,31
ABSCHREIBUNGEN
01.01.2023 Zuführungen Auflösungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.463,09 524,00 0,00 13.987,09
SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 256.348,01 54.936,17 0,00 311.284,18
FINANZANLAGEN
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
269.811,10 55.460,17 0,00 325.271,27
NETTOBUCHWERTE
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 392,00 916,00
SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 126.618,04 93.414,35
FINANZANLAGEN
Beteiligungen 25.000,00 25.000,00
152.010,04 119.330,35

LAGEBERICHT

FINBRIDGE GMBH & CO. KG, BAD HOMBURG

I. Geschäftstätigkeit

Die Finbridge GmbH & Co. KG hat ihren Sitz in Bad Homburg.

Als fachlich kompetenter, umsetzungsorientierter Partner für die Lösung komplexer Aufgabenstellungen unterstützt die Finbridge GmbH & Co. KG ihre Kunden im Bereich Financial Services bei der Gestaltung und erfolgreichen Umsetzung ihres Veränderungsprozesses aufgrund neuer regulatorischer Anforderung-en, neuer innovativer Finanzprodukte, neuer Technologien oder Anpassungen an ein neues Geschäftsmodell. In zahlreichen Projekten gesetzte Schwerpunkte liegen dabei vor allem in den Bereichen Kredit, Kapitalmarkt, Treasury, Risikocontrolling, Accounting, Financial Controlling, Compliance, Meldewesen sowie digitaler Transformation.

II. Wirtschaftliches Umfeld

Die Finbridge GmbH & Co. KG berät Finanzdienstleister und andere Teilnehmer an Kapitalmärkten. Sie ist wirtschaftlich abhängig vom Beratungsbedarf ihrer Kunden. Als Beratungsunternehmen ist sie daher nicht primär von der finanziellen Entwicklung der Finanzbranche abhängig, sondern insbesondere von dem Beratungsbedarf, der sich aufgrund von Veränderungen der Rahmenbedingungen und der Regularien in der Finanzbranche ergibt. Die Gesellschaft ist somit gering abhängig von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.

In den letzten Jahren haben sich die Regularien der Finanzbranche sowie deren Überwachung weiter verschärft was zu erhöhtem Beratungsbedarf geführt hat.

Laut Bundesverband Deutscher Unternehmensberatungen (BDU) wuchs der Consulting-Umsatz im Jahr 2023 in allen Kundenbranchen. Von den größten Branchen verzeichneten Energie- und Wasserversorgung (10,8%), Versicherungen (10,1%) und Fahrzeugbau (9,9%) überdurchschnittliches Wachstum. Lediglich die Branche Kreditinstitute wuchs mit 4,5 Prozent unter dem Durchschnitt.

Die im BDU organisierten Consulting Unternehmen bewerten ihre Geschäftsaussichten für 2024 stabil. Der Geschäftsklimaindex bleibt laut Pressemitteilung des BDU vom 23. April 2024 mit 96,1 % auf gleichem Niveau. Rund 86 % der in dem Verband organisierten Unternehmen bewerten die aktuelle Geschäftslage und die Geschäftsaussichten als über Budget bzw. im Plan. Am positivstem bewerten demnach mittelgroße Beratungen ihre Geschäftsaussichten, gefolgt von kleinen Beratungen.

Der BDU erwartet für 2024 einen Umsatzwachstum der Branche von 9,8 % auf 51,5 Milliarden Euro. Die Beratungsbranche bleibt demnach weiterhin dynamisch auf Wachstumskurs.

III. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

a) Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf verlief insgesamt zufriedenstellend. Ziel für 2023 war eine konstante Umsatz- und Ertragslage. Dieses Ziel wurde zum Teil erreicht. Einer Umsatzsteigerung von 6,35 % steht ein um 6,5 % gesunkenes Jahresergebnis gegenüber. Grund hierfür sind u.a. die allgemeinen Preissteigerungen und die damit verbundenen Lohnsteigerungen.

b) Ertragslage

Die Gesellschaft erzielte 2023 einen Jahresüberschuss von TEUR 4.799.

Die Aufwendungen sind im Wesentlichen von Personalaufwand und den damit zusammenhängenden Aufwendungen, wie z.B. Reisekosten, Personalbeschaffungskosten und Fortbildungskosten, geprägt. Die Reisekosten sind nach der Corona Pandemie wieder leicht gestiegen. Sie liegen aber immer noch unter dem Niveau vor der Corona Pandemie.

c) Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Bilanzsumme der Gesellschaft beläuft sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 9.968 im Vergleich zu 9.232 TEUR im Vorjahr.

Die Vermögenslage ist nahezu ausschließlich durch das kurzfristig gebundene Vermögen in Form der liquiden Mittel in Höhe von TEUR 6.767 (Vorjahr: TEUR 5.297) und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.965 (Vorjahr: TEUR 3.562) geprägt.

Die Kapitalstruktur ist insbesondere durch die nach Gewinnfeststellung zu zahlenden Tantiemen (Sonstige Rückstellungen) geprägt.

Das Jahresergebnis wurde bereits auf die variablen Gesellschafterkonten verteilt.

d) Finanzlage

Die Finanzlage der Gesellschaft ist geordnet. Die Gesellschaft verfügte zum 31. Dezember 2023 über liquide Mittel in Höhe von TEUR 6.767. Es bestanden keinerlei Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Sämtlichen Zahlungsverpflichtungen konnte die Gesellschaft jederzeit uneingeschränkt nachkommen.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug TEUR 6.194.

e) Beurteilung des Geschäftsverlaufes

Das Geschäftsjahr 2023 hat sich zufriedenstellend entwickelt.

IV. Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Durchschnitt 125 Mitarbeiter.

V. Risiko- und Chancenbericht

Die Finbridge GmbH & Co. KG erbringt Beratungsdienstleistungen. Die im Zusammenhang mit den erbrachten Dienstleistungen sich ergebenden Geschäftsrisiken bestehen im Wesentlichen aus Reputationsschäden und Personalrisiken. Um diese Risiken zu minimieren, erfolgt eine sorgfältige Auswahl der Mitarbeiter und Projektverantwortlichen.

Die Rekrutierung von geeignetem Personal stellt eine der wesentlichen Herausforderungen der nächsten Jahre dar. Aufgrund der Nähe zum Finanzstandort Frankfurt, ein angenehmes Arbeitsumfeld und eine attraktive variable Vergütung wird dem Risiko des Personalmangels begegnet. Dennoch bleibt es auch weiterhin eine der wesentlichen Herausforderungen erfahrene Mitarbeiter und High Potentials zu gewinnen und zu halten.

Die Gesellschaft ist von der Auslastung ihrer Kapazitäten abhängig. Aufgrund der Konzentration der Aufträge auf wenige Auftraggeber ist ein gewisses Abhängigkeitsrisiko und somit Absatzrisiko gegeben. Geschäftsrisiken ergeben sich darüber hinaus aus überwiegend kurzfristigen Beauftragungen für etwa 3-6 Monate.

Finanzielle Risiken sind derzeit nicht erkennbar.

Chancen ergeben sich aus der starken Spezialisierung der Finbridge GmbH & Co. KG und dem weiteren Handlungsdruck der Kunden aufgrund sich verschärfender Regularien.

VI. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir eine im Vergleich zum Vorjahr konstante Umsatz und Ertragslage. Mit unseren Kunden konnten überwiegend Vereinbarungen über eine Fortsetzung bestehender Projekte über Remote Arbeit (Home Office) vereinbart werden, dadurch resultiert eine stabile Auslastung bei unseren Bestandskunden.

Für 2024 steht die Entwicklung neuer Beratungsangebote und -konzepte im Vordergrund. Wir planen, unsere Beratungskapazitäten kontinuierlich auszubauen, um auch bei größeren Transformationsprojekten unserer Kunden unsere Lieferfähigkeit zu erhöhen.

Aufgrund der anhaltend hohen Inflationsraten erwarten wir nachhaltig höhere Kosten (insbesondere Personalkosten), die die Ertragslage belasten. Durch die Wettbewerbssituation bei umsetzungsnaher Beratungsleistung und unverändert hohen Budgetdruck unserer Kunden sind wir aktuell nur sehr begrenzt in der Lage, unsere Beratungshonorare an die Inflationsentwicklung anzupassen.

Insgesamt erwarten wir für 2024 einen Gesamtumsatz auf Vorjahresniveau.

 

Bad Homburg, im Juli 2024

Finbridge GmbH & Co. KG

Geschäftsführung

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Finbridge GmbH & Co. KG, Bad Homburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresschluss der Finbridge GmbH & Co. KG, Bad Homburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Finbridge GmbH & Co. KG, Bad Homburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften und Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Osnabrück, 15. Juli 2024

ECOVIS Audit AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hendrik Niehüser, Wirtschaftsprüfer

Stephan Jäkel, Wirtschaftsprüfer"

Anhang zum 31.12.2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Finbridge GmbH & Co. KG hat ihren Sitz in Bad Homburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Bad Homburg v.d. Höhe unter HRA 4840 eingetragen.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft und Co. KG gem. § 264a Abs. 1 i.V.m. § 267 Abs. 2 HGB auf.

Der Jahresabschluss ist gemäß § 266 HGB, die Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) gegliedert.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Darüber hinaus wurden zwecks Erhöhung der Klarheit und Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses alle weiteren Davon-Vermerke der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung in den Anhang übernommen. Von den größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften gem. § 288 Absatz 2 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Für die Veröffentlichung des Jahresabschlusses werden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen.

II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 252 - 256a HGB vorgenommen. Soweit möglich, wurden bilanzsteuerrechtliche Vorschriften berücksichtigt, um die weitgehende Einheit zwischen Handels- und Steuerbilanz zu erhalten.

Die Bewertung der Vermögensgegenstände erfolgte höchstens mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, die der Verbindlichkeiten mit dem Erfüllungsbetrag. Rückstellungen wurden in Höhe der Beträge gebildet, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung der Risiken und möglichen Verpflichtungen zu deren Erfüllung erforderlich sein werden.

Änderungen der ursprünglich angewandten Bewertungsmethoden wurden nicht vorgenommen. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen.

Aktiva

Das Anlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen erfolgten linear nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 800,00 Euro wurden gemäß § 6 Abs. 2 EStG in voller Höhe abgeschrieben.

Die Entwicklung des Anlagevermögens, welche als Bestandteil des Anhangs auszuweisen ist, ist aus dem anliegenden Anlagenspiegel ersichtlich.

Der Posten A III Finanzanlagen der Bilanz setzt sich wie folgt zusammen:

Berichtsjahr Vorjahr
(Euro) (Euro)
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 25.000,00

Die Gegenstände des Umlaufvermögens wurden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert in Ansatz gebracht.

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.

Bei der Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden allen erkennbaren Einzelrisiken und dem allgemeinen Ausfallrisiko durch angemessene Abwertungen in Form von Wertberichtigungen oder Forderungsabschreibungen Rechnung getragen.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände teilen sich hinsichtlich der Restlaufzeiten gem. § 268 Abs. 4 HGB wie folgt auf:

Forderungen Bis 1 Jahr Über 1 Jahr Gesamt
Euro Euro Euro
Forderungen gegenüber Gesellschaftern 0,00 0,00 0,00
(0,00) (0,00) (0,00)
Übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.994.098,04 0,00 2.994.098,04
(3.798.470,66) (0,00) (3.798.470,66)
Gesamt 2.994.098,04 0,00 2.994.098,04
(3.798.470,66) (0,00) (3.798.470,66)

Vorjahreswerte in Klammern

Passiva

Das vollständig erhaltene Kommanditkapital beträgt 10.000,00 EUR und ist die Hafteinlage der Gesellschaft.

Bei der Bemessung der Rückstellungen wurde allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen. Sie wurden einzeln in Höhe des Betrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung der jeweiligen Risiken und möglichen Verpflichtungen zu deren vollständigen Erfüllung erforderlich sein wird.

Genau bestimmbare Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten teilen sich hinsichtlich der Restlaufzeiten gem. § 268 Abs. 5 HGB und § 285 Nr. 1a HGB entsprechend nachstehendem Verbindlichkeitenspiegel auf.

Verbindlichkeitenspiegel gem. § 268 Abs. 5 HGB und § 285 Nr. 1a HGB:

Verbindlichkeiten Bis 1 Jahr >1 bis 5 Jahre Über 5 Jahre Gesamt
Euro Euro Euro Euro
Erhalten Anzahlungen auf Bestellungen 409.289,25 0,00 0,00 409.289,25
(281.711,48) (0,00) (0,00) (281.711,48)
aus Lieferungen und Leistungen 233.830,52 0,00 0,00 233.830,52
(211.836,92) (0,00) (0,00) (211.836,92)
gegenüber verbundenen Unternehmen 20.760,79 0,00 0,00 20.760,79
(19.510,79) (0,00) (0,00) (19.510,79)
gegenüber Gesellschaftern 799.356,50 0,00 0,00 799.356,50
(635.564,48) (0,00) (0,00) (635.564,48)
Sonstige 603.815,03 0,00 0,00 603.815,03
(630.742,80) (0,00) (0,00) (630.742,80)
- davon aus Steuern 494.002,11 0,00 0,00 494.002,11
(538.103,31) (0,00) (0,00) (538.103,31)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 23.220,13 0,00 0,00 23.220,13
(29.397,53) (0,00) (0,00) (29.397,53)
Gesamt 2.067.052,09 0,00 0,00 2.067.052,09
(1.779.366,47) (0,00) (0,00) (1.779.366,47)

Vorjahreswerte in Klammern

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Grundstücksmietverträgen von 43 TEUR jährlich (Laufzeit befristet).

III. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Auf die Aufgliederung der Umsatzerlöse (§ 285 Nr. 4 HGB) wird in Anwendung der größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 288 Absatz 2 Satz 2 HGB n.F. verzichtet.

Eine Aufschlüsselung des von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar (§ 285 Nr. 17 HGB) wird in Anwendung der größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 288 Absatz 2 Satz 3 HGB n.F. nicht vorgenommen.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag belaufen sich auf 841.791,72 EUR.

IV. Weitere Angaben

Die Gesellschaft ist am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen mit mindestens 20 % beteiligt:

Beteiligungsquote in % Eigenkapital 31.12.2023 Jahresergebnis 31.12.2022
in TEUR in TEUR
Finbridge Beteiligungs GmbH 100 59 2

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 125 Festangestellte.

Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Geschäftsführung durch die Komplementär GmbH, die Finbridge Beteiligungs GmbH. Diese wiederum wird vertreten durch die Geschäftsführer

Herr Dr. Udo Heim, Oberursel

Frau Stefanie Linder, Oberursel

Herr David Lingler, München

Aloys Hüntemann, Oberschleißheim

Bezüglich der Angaben über Bezüge der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

 

Bad Homburg, den 24. Juni 2024

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