Herstellung von Küchenmöbeln
Braunform GmbH
Unter Gereuth 14, 79353 Bahlingen am Kaiserstuhl, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Himmelsbach seit 26.2.2024 | Prokura |
Joachim Diplom-Ingenieur Stiller seit 28.11.2022 | Geschäftsführer |
Guillaume Hopfner seit 31.5.2021 | Prokura |
Emmanuel Guy André Foyer seit 22.9.2015 | Geschäftsführer |
Oliver Bornhäuser seit 11.3.2010 | Prokura |
Pamela, geb. Braun Braun seit 31.5.2006 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (4)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 51.00% | |
| 29.00% | |
A**** G** | 10.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
4 Gesellschafter
GmbH-Struktur
3 von 4 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Braunform GmbHBahlingen am KaiserstuhlJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Braunform GmbH ist ansässig in Bahlingen. Die Adresse des eingetragenen Firmensitzes lautet: Unter Gereuth 7 + 14, 79353 Bahlingen. Die Gesellschaft ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Freiburg (HRB 270086) eingetragen. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 Abs. 3 HGB auf. Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1 Satz 2, 266 ff. HGB). Die Vorschriften des GmbHG wurden beachtet. Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden können, wurden insgesamt im Anhang aufgeführt. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Berichtsjahr wurden die angewandten Darstellungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen aus dem Vorjahr übernommen. Anlagevermögen Entgeltlich von Dritten erworbene Lizenzen an Rechten und Werten werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig linear, mit ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer, die sich an steuerlichen Nutzungsdauern orientiert, soweit diese dem tatsächlichen Werteverzehr entspricht. Seit dem Jahr 2018 werden geringwertige Vermögensgegenstände bis zu € 250 Anschaffungskosten im Jahr des Zugangs sofort abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände zwischen € 250 und € 1.000 Anschaffungskosten werden in einem Sammelposten erfasst, der über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren linear abgeschrieben wird. Vorräte Die Bewertung der Vorräte erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Rohmaterial wurde gemäß § 240 Abs. 4 HGB nach dem Durchschnittswertverfahren bewertet. Unfertige Werkzeuge wurden gemäß Fertigungsfortschritt mit den Herstellungskosten angesetzt. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Bei Fertigwaren der Produktion wurden die Herstellungskosten retrograd ermittelt. Für untergeordnete Verbrauchsartikel wird ein Festwert angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch Bildung angemessen dotierter Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Latente Steuern Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzenbetrachtung) ein Aktivüberhang der latenten Steuern. In Ausübung des Wahlrechts des § 274 HGB wird dieser nicht bilanziert. Passive latente Steuern entfallen ausschließlich auf das Planvermögen. Aktive latente Steuern ergeben sich bei den Pensionsrückstellungen sowie den sonstigen Rückstellungen. Die Bewertung latenter Steuern erfolgt mit einem durchschnittlichen Steuersatz von 31,2%. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert bilanziert. Bei den Gewinnrücklagen handelt es sich um andere Gewinnrücklagen i.S.d. § 266 Abs. 3 A.III. HGB. Rückstellungen Rückstellungen für Altersvorsorgeverpflichtungen werden entsprechend dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB). Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB). Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert (§ 253 Absatz1 Satz 2 HGB). Fremdwährungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Am Bilanzstichtag erfolgt gemäß § 256a HGB eine Umrechnung der kurzfristigen Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten (Restlaufzeit bis zu einem Jahr oder weniger) zum Devisenkassamittelkurs. III. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Ausleihungen betreffen ein Darlehen, das der Verpachtungsgesellschaft gewährt wurde. Das Darlehen wird auf unbestimmte Zeit gewährt und wird marktüblich verzinst. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Pensionsrückstellungen Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren angewendet. Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:
Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:
Zusätzlich erfolgte im Zinsergebnis eine Verrechnung der Erträge aus dem Planvermögen mit den Zinsaufwendungen aus den Pensionsrückstellungen in Höhe von Euro T€ 39 (Vorjahr T€ -44). Die auf Basis des Zehn-Jahres-Durchschnittszinssatzes bilanzierten Rückstellungen für Pensionen liegen um T€ 26 (Unterschiedsbetrag) unter dem Bewertungsansatz für Pensionsrückstellungen, der sich zum 31. Dezember 2023 bei Anwendung des Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergeben hätte. Der Unterschiedsbetrag aus den Pensionsrückstellungen sowie der Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem zum Zeitwert bewerteten Deckungsvermögen von Pensionsverpflichtungen unterliegen einer Ausschüttungssperre gem. den §§ 253 Abs. 6, 268 Abs. 8 HGB n.F. Nähere Angaben sind unter Punkt V. Sonstige Angaben erläutert. Die Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Steuerrückstellungen (TEUR 605), Urlaubs- und Überstundenrückstellungen (TEUR 663), Gewährleistungsverpflichtungen (TEUR 221) sowie variable Mitarbeitervergütungen (TEUR 192). Die Verbindlichkeiten betragen zum Bilanzstichtag TEUR 8.657 (Vorjahr: TEUR 5.791). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben in Höhe von T€ 1.796 eine Laufzeit bis zu einem Jahr, in Höhe von T€ 3.207 eine Laufzeit zwischen 1 und 5 Jahren und in Höhe von T€ 15 eine Laufzeit von über fünf Jahren. Die übrigen Verbindlichkeiten haben jeweils eine Laufzeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignungen diverser technischer Anlagen, eine Globalzession von Kundenforderungen sowie betragsmäßig beschränkten Bürgschaften besichert. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 173 (Vorjahr TEUR 162). IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Aufgliederung nach geographisch bestimmten Märkten stellt sich wie folgt dar:
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten u.a. mit T€ 96,4 periodenfremde Erträge (Vorjahr T€ 39,2), davon T€ 96,4 (Vorjahr T€ 39,2) aus der Auflösung von Rückstellungen. Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge (in Vorjahr: Zinsen und ähnliche Aufwendungen) enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von T€ 39 (im Vorjahr T€ 72). V. Sonstige Angaben Ausschüttungsgesperrte Beträge (§§ 253 Abs. 6, 268 Abs. 8 HGB n.F.) Zum Abschlussstichtag unterliegen der Ausschüttungssperre:
Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 übersteigen die frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags den Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge. Daher besteht keine Ausschüttungssperre in Bezug auf den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres. Haftungsverhältnisse, sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestanden folgende vermerkpflichtigen Haftungsverhältnisse (§ 251 HGB):
Von einer Inanspruchnahme wird nicht ausgegangen, weil die A-Tec GmbH & Co. KG über entsprechende werthaltige Vermögenswerte verfügt. Ferner ist diese Gesellschaft aufgrund ihrer Ertrags- und Finanzsituation in der Lage, den Kapitaldienst fristgerecht zu erfüllen. Zum 31.12.2023 bestanden neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB) in Höhe von T€ 15.342 aus Miet- und Leasingverpflichtungen. Davon T€ 15.000 gegenüber der Verpachtungsgesellschaft. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 347 (Vorjahr 347) Arbeitnehmer beschäftigt. Davon waren 268 (Vorjahr 269) gewerbliche Arbeitnehmer, 77 (Vorjahr 76) Angestellte und 3 (Vorjahr 3) leitende Angestellte. Die Auszubildenden wurden nicht berücksichtigt (§ 285 Nr. 7 HGB). Geschäftsführer
Die Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB wurde in Anspruch genommen. Gewährte Bezüge für frühere Geschäftsführer bzw. deren Hinterbliebenen Früheren Geschäftsführern sowie deren Hinterbliebenen wurden T€ 153 gewährt. Diesen gewährten Bezügen stehen keine Gegenleistungen im Geschäftsjahr gegenüber. Gebildete Rückstellungen für Geschäftsführer Die Pensionsverpflichtungen gegenüber Geschäftsführern und deren Hinterbliebenen sind voll durch Rückstellungen abgedeckt. Die Rückstellungen betragen T€ 504. Gebildete Rückstellungen für frühere Geschäftsführer Die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Geschäftsführern und deren Hinterbliebenen sind voll durch Rückstellungen abgedeckt. Die Rückstellungen betragen T€ 1.855. Abschlussprüferhonorar Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt T€ 22. Es entfällt mit T€ 22 auf Abschlussprüfung. VI. Nachtragsbericht Nach Ablauf des Geschäftsjahres, bis zur Aufstellung des Geschäftsberichts sind keine Ereignisse bekannt geworden, die für die Geschäftsentwicklung von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung der Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage führen würden. VII. Vorschlag der ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.
Bahlingen, den 12. August 2024 Pamela Braun Emmanuel Foyer Joachim Stiller ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2023Braunform GmbH , Bahlingen
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Gliederung I. Grundlagen des Unternehmens II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf und Lage a) Ertragslage b) Finanzlage c) Vermögenslage 3. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren 4. Gesamtaussage III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Chancenbericht 2. Risikobericht 3. Prognosebericht IV. Sonstige Angaben 1. Forschungs- und Entwicklungsbericht 2. Zweigniederlassungsbericht I. Grundlagen des Unternehmens Seit 1977 steht die Braunform GmbH weltweit für innovative Spitzenleistung in der Kunststofftechnologie. Ein tiefes Verständnis für Technik und die Anforderungen des Kunden, visionäres Denken, höchstes Qualitätsbewusstsein und das Bestreben niemals stehenzubleiben, sind die Antriebskräfte hinter der Braunform Erfolgsgeschichte. Unsere Kunden sind erste Adressen aus den Bereichen Pharma, Personal Care, Consumer Goods, Verpackung, Automobil, Elektro und Wassertechnik. Braunform ist der anerkannte Systemlieferant für integrierte, maßgeschneiderte Gesamtlösungen - vom ersten Entwicklungsschritt bis zur anspruchsvollen Serien- oder Reinraumproduktion. Die Geschäftsbereiche gliedern sich in die Organisationseinheiten Formenbau und Kunststoff- und Pharmatechnik. Der Bereich Formenbau ist am Hauptsitz in Bahlingen angesiedelt. Die Kunststoff- und Pharmatechnik befindet sich größtenteils am neuen Produktionsstandort in Endingen (Produktion unter Reinraumbedingungen). II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das deutsche Bruttoinlandsprodukt schrumpfte im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,3 %. Somit verzeichnet Deutschland seit Beginn der Corona-Pandemie das geringste Wachstum aller Volkswirtschaften im Euroraum. Die Entwicklung im industriellen Sektor trug maßgeblich zu diesem Ergebnis bei. Der industrielle Sektor, ausgenommen das Baugewerbe, verzeichnete einen deutlichen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 2,0 %, wobei die Energieversorgung besonders betroffen war. Auch die verarbeitende Industrie, die fast 85 % des industriellen Sektors ausmacht, verzeichnete einen preisbereinigten Rückgang um 0,4 %. Insbesondere in energieintensiven Industriezweigen, wie der Chemie- und Metallindustrie, fielen Produktionsleistung und Wertschöpfung erneut, nachdem diese Bereiche bereits 2022 stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatten. Hohe Kosten verursachten der Stopp der Erdgaslieferungen aus Russland sowie das Ende der Kernkraft. Im internationalen Vergleich lagen die Preise für Energie und Strom in Deutschland jedoch teilweise ein Vielfaches über dem internationalen Niveau. Von dieser Entwicklung besonders betroffen ist das verarbeitende Gewerbe. Der Rückgang im industriellen Sektor war im Jahresablauf stärker als das gesamtwirtschaftliche Negativwachstum. Dies spiegelt auch der saisonbereinigte Produktionsindex, der weiter auf einem im Vergleich zum Vorpandemieniveau niedrigeren Wert stagniert. Der Arbeitsmarkt blieb robust. Im Jahr 2023 wurde die Wirtschaftsleistung von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht, ein Anstieg um 0,7 % oder 333.000 Personen im Vergleich zum Vorjahr. Der private Konsum ging 2023 preisbereinigt um 0,8 % zurück und entfernte sich damit weiter vom Vorkrisenniveau von 2019 (-1,5 %). Hohe Verbraucherpreise dürften der Hauptgrund für diese Entwicklung sein. Ausgabenrückgänge betrafen insbesondere Bereiche, in denen die Preise im Jahr 2023 auf dem hohen Niveau des Vorjahres blieben oder sogar weiter stiegen. Preisbereinigte Ausgaben für langlebige Güter, wie Möbel und Haushaltsgeräte, gingen besonders stark zurück (-6,2 %). Auch die öffentlichen Haushalte reduzierten ihre preisbereinigten Konsumausgaben im Jahr 2023 (-1,7 %) zum ersten Mal seit fast 20 Jahren. Dies war hauptsächlich auf die Einstellung staatlich finanzierter Covid-19-Maßnahmen zurückzuführen, wie Impfungen und Entschädigungen, die in den Jahren ab 2020 zur Stützung der wirtschaftlichen Leistung beigetragen hatten. Die Konjunkturumfrage des wvib (Wirtschaftsverband Industrieller Unternehmen Baden e.V.) ergab für das Gesamtjahr 2023 eine durchschnittliche Umsatzsteigerung von 3,9 % innerhalb der Medizintechnikbranche. 59 % der befragten Unternehmen meldeten einen gestiegenen, nominalen Umsatz. 38 % berichteten von einer positiven Entwicklung beim Ertrag, während 48 % gleichbleibende und 15 % sinkende Erträge rückmeldeten. 50 % der Medizintechniker beklagten eine verschlechterte Auslastung. 2. Geschäftsverlauf und Lage Die Geschäftsführung der Braunform GmbH beurteilt die Entwicklung des Geschäftsjahres 2023 als nicht zufriedenstellend. Obwohl die Gesamtleistung deutlich gestiegen ist, halbierte sich der Jahresüberschuss. Hierbei hatten die Materialaufwendungen und Fremdleistungen maßgeblichen Einfluss. Aufgrund des hohen Bestandsaufbaus wird allerdings ein deutlicher Gewinn erst im Folgejahr realisiert. Daneben konnten langfristige Projekte akquiriert werden, welche allerdings durch die lange Projektierungsphase erst 2025 zu Umsatzsteigerungen führen wird. a) Ertragslage
Braunform erwirtschaftete 2023 eine um 9,5 % gestiegene Gesamtleistung. Die Gesamtleistung liegt somit 0,7 % (394 T€) über der Planung. In erster Linie sorgten die Abweichung im Materialaufwand von +25,6 % (3.212 T€) gegenüber Budget zur Abweichung im Jahresergebnis. Die restlichen Aufwandspositionen verhielten sich planmäßig, sodass gestiegene sonstige betriebliche Erträge noch zu einem Ausgleich beitragen konnten. Hierbei handelt es sich um in Rechnung gestellte Stornokosten. Das Finanzergebnis ist mit 234 T€ höher als im Vorjahr. Die Verbesserung des Finanzergebnisses resultiert aus den positiven Kursanpassungen der Wertpapiere im Planvermögen. b) Finanzlage Hauptziel des Finanzmanagements ist die Sicherstellung der Liquidität der Gesellschaft. Als wesentliches Nebenziel ist die Minimierung der Zinslast der Gesellschaft zu nennen. Die Finanzlage wird als gut eingeschätzt. Der vereinfachte Cashflow (Jahresüberschuss zuzüglich Abschreibungen) beträgt im Berichtsjahr 5.226 T€. Mit den Zahlungsmittelzuflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit, den Kreditlinien und den hohen Finanzmittelbstand konnten die notwendigen Investitionen finanziert und Zahlungen an Kapitalgeber bedient werden. Ausnahmen war die Finanzierung einer Produktionsanlage zur Erweiterung der Fertigungstiefe über 1.800 T€, von denen 600 T€ im Berichtsjahr in Anspruch genommen wurde. Die Liquiditätslage zum Bilanzstichtag hat sich gegenüber dem Vorjahrweiterhin verschlechtert. Hauptgrund waren die hohen Investitionen und auch die bereits geleisteten Anzahlungen für Investitionen, welche erst im Folgejahr geliefert werden. Die Investitionen betrugen im Berichtsjahr 2023 insgesamt 7.652 T€. Davon betreffen 3.845 T€ Maschinen und 3.113 T€ geleistete Anzahlungen. c) Vermögenslage
Im Berichtsjahr ist die Bilanzsumme erheblich gestiegen. Hierzu haben neben dem gestiegenen Anlagevermögen auch die Erhöhung des Bestandes an unfertigen Erzeugnissen beigetragen. Diese sollen im Folgejahr fakturiert werden. Daneben sind die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen deutlich gestiegen. Diese Forderungen werden in den kommenden Jahren sukzessive abgebaut. Der Eigenkapitalposten hat sich um den Jahresüberschuss erhöht. Aufgrund der gleichzeitig gestiegenen Bilanzsumme verringerte sich allerdings die Eigenkapitalquote um 5,4 Prozentpunkte auf 74,7 %. 3. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Als strategisches Steuerungssystem wird eine individuell an das Unternehmen angepasste strategische Anzeigetafel (Balanced Scorecard = BSC) verwendet. Daneben werden Maschinen- und Mann-Daten monatlich aufbereitet. Sowohl der BSC, wie auch den Maschinen- und Mann-Daten stehen Zielwerte gegenüber, die mit den verantwortlichen Mitarbeitern vereinbart wurden. Die Daten werden monatlich abgeglichen und der Geschäftsleitung präsentiert. Bei unbegründeter Abweichung werden Gegenmaßnahmen eingeleitet. Die Unternehmensaktivitäten sind in folgende operative Segmente unterteilt: Formenbau, Kunststofftechnik und Pharmatechnik. Für diese Bereiche werden getrennte Deckungsbeiträge ermittelt. Die Aus- und Weiterbildung ist eine wichtige Säule unseres Qualitätsstandes. Derzeit werden 41 Auszubildende in verschiedenen Berufen ausgebildet. Die konsequente Weiterbildung umfasste im Berichtsjahr, neben zahlreichen internen Unterweisungen, 148,5 Schulungstage bei externen Anbietern. Daneben wurde ein Projekt zur offenen Führungskultur gestartet. Mitarbeiterbindung nimmt aufgrund des Fachkräftemangels eine immer größere Bedeutung ein. Durch diverse Projekte und Stärkung der Führungskompetenz möchten wir dem entgegenwirken. Aus diesem Grund wurde auch die Personalabteilung verstärkt, um der Einführung des Projektes Fachkarriere fortzuführen. Die Bedeutung des Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit spiegelt sich dadurch wider, dass neben der Einhaltung der Normen DIN ISO 9001:2015, DIN ISO 15378:2017, DIN ISO 13485:2016 und DIN ISO 14001:2015 zusätzlich jährlich die Zertifizierung nach DIN ISO 50001:2018 umgesetzt wird. Neben der konsequenten Mülltrennung und - vermeidung, sowie Nachhaltigkeitsprogramme (Zero Waste/ Umwelttipps, u.v.m) werden unsere Mitarbeiter jährlich über die in ihrem Bereich vorhandenen Gefahrstoffe geschult, um einen für Mensch und Umwelt konformen Umgang mit Gefahrstoffen zu gewährleisten. Der Energie KPI (Stromverbrauch zu Produktionsstunde) verschlechterte sich von 22,03 kWh auf 22,67 kWh. Grund ist eine höhere Durchschnittstemperatur im Jahresverlauf. Häufig pflegen wir bereits langjährige Geschäftsbeziehungen mit unseren Kunden. Dies ist Ausdruck einer hohen Kundenzufriedenheit. Diese ist Voraussetzung für eine positive Entwicklung unseres Unternehmens. 4. Gesamtaussage Unsere Vermögens-, Finanzlage schätzen wir als sehr gut und die Ertragslage im Berichtsjahr als nicht befriedigend ein. Unsere Umsatzergebnis haben wir aufgrund des hohen Bestandsaufwand deutlich unterschritten, wobei hierdurch die Gesamtleistung über der Planung lag. Aufgrund gestiegener Aufwandspositionen haben wir unser Ergebnisziel deutlich verfehlt und hoffen, dass wir im Folgejahr, aufgrund der Fakturierung des Bestandes, ein Großteil wieder aufholen können. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei allen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren, soweit diese vereinbart waren. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Chancenbericht Die Auftragsreichweite ist stabil und stellt einen hohen Forecast dar. Aufgrund der geänderten Kundenstruktur sind allerdings Teilbereiche nicht voll ausgelastet und in anderen Bereichen müssen wir auf externe Dienstleister zurückgreifen. Dies schälert die Profitabilität. Im Bereich Formenbau müssen Aufträge aufgrund der genannten Gründe, sowie des Projektcharakters immer kurzfristiger akquiriert werden. Positiv wirken sich hierbei die breite Aufstellung und die langjährigen Geschäftspartnerschaften aus. Im Bereich Kunststoff- und Pharmatechnik bestehen langjährige Lieferverträge, welche einen nicht unerheblichen Auslastungsgrad garantieren. Für eine optimale Auslastung müssen hier neue Projekte aus der Ramp-up-Phase in die Serienfertigung überführt werden. Die notwendigen Investitionen wurden hierzu angestoßen. Der moderne Maschinenpark wird zu einer höheren Automatisierungsquote führen. Dadurch können wir verstärkt Großprojekte abwickeln, zu denen wir aufgrund unseres Kundenstammes Zugang erhalten können. Dadurch erreichen wir eine verbesserte Maschinenauslastung. Durch Ausweitung unseres Netzes an Handelsvertretungen werden wir unsere Marktdurchdringung geographisch erweitern und so neue Kunden an uns binden. 2. Risikobericht Die Gesellschaft verfügt über ein systematisches Risk Managementsystem. Eine frühzeitige Information der Geschäftsführung über alle wichtigen Entwicklungen wird mit Hilfe des ERP- Systems MS Dynamics 365 Business Central gesteuert. Betriebswirtschaftliche Auswertungen werden Tages-, Wochen-, Monats- oder Quartalsweise erstellt. Hierbei werden neben Vergangenheitsdaten auch Kennzahlen für die Chancen und Risiken zukünftiger Perioden generiert. Soweit wirtschaftlich sinnvoll und möglich werden wesentliche Risiken durch entsprechende Versicherungen abgedeckt. In Zusammenarbeit mit dem Versicherungsmakler werden die bestehenden Risiken jährlich identifiziert und bewertet. Die vorhandenen Versicherungen werden auf Relevanz und Deckungshöhe überprüft und ggf. angepasst. Im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit ist die Gesellschaft keinen wesentlichen Währungsschwankungen ausgesetzt. Umsatz und Materialeinkauf werden weit überwiegend in Euro abgewickelt. Transaktionen in fremder Währung sind von untergeordneter Bedeutung. Fremdwährungszahlungen werden über Derivate abgesichert. Mögliche Wertschwankungen eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktzinssätze sind nicht zu erwarten. Einem möglichen Liquiditätsrisiko wird durch eine revolvierende Liquiditätsvorschau begegnet. Hierin sind die vorhandenen, nicht ausgeschöpften Kreditlimits integriert. Das Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögensgegenständen besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher maximal in Höhe der positiven Zeitwerte gegenüber dem jeweiligen Kontrahenten. Die Gesellschaft geht davon aus, dass durch Wertberichtigungen für Forderungsausfälle das tatsächliche Risiko aus originären Finanzinstrumenten abgedeckt ist. Das Verpachtungsunternehmen baut über den positiven Cashflow seine Verbindlichkeiten mittelfristig ab, sodass das Ausfallrisiko minimalisiert ist. Das Volumen wurde im Berichtsjahr nochmals leicht erhöht. Die Forderungen an dieses Unternehmen sind werthaltig, da entsprechende Vermögenswerte (an die Gesellschaft verpachtete und voll genutzte Immobilien) vorhanden sind. Die Zinszahlungen erfolgen planmäßig. Aufgrund der hohen Schwankungen in der Wirtschaftsleistung ist die Verfügbarkeit von Rohstoffen schwierig. Viele Zulieferer produzieren nur noch auftragsbezogen. Die Einstandspreise unserer speziellen Kunststoffgranulate verharren auf hohem Niveau. Der Verfall der Rohstoffpreise hat sich nicht in einer Verminderung ausgewirkt, da die Hersteller dem durch eine künstliche Verknappung der Kunststoffe entgegenwirken. Bei Rohstahl und Investitionsgütern sind die Preise ebenfalls stark unter Druck. Hier erwarten wir kurzfristig keine wesentliche Entspannung. Haftungsrisiken wegen Schlechtleistung wird durch eine laufende Überwachung der Produktionsprozesse, DIN-Zertifizierungen, Mitarbeiterschulungen etc. entgegengewirkt. Daneben besteht ein angemessener Versicherungsschutz. Insgesamt haben sich Umfang und Gefährdungspotential der Risiken nach Einschätzung der Geschäftsführung gegenüber dem Vorjahr um Beschaffungs- und Preisrisiken bei Vormaterial und Energieeinkauf signifikant erhöht. Bestandsgefährdende Risiken sind aktuell nicht ersichtlich. 3. Prognosebericht Aufgrund großen Erfolgs bei der Akquise sind die Auftragsbücher in beiden Segmenten gut gefüllt, wodurch wir für 2024 für fast alle Fertigungsbereiche mit einer Vollauslastung rechnen. Für den Bereich Produktion ist dies auch für die Folgejahre nachhaltig, wobei für den Bereich Formenbau aufgrund des Projektcharakters Aufträge neu akquiriert werden müssen. Entsprechende Kundenanfragen lassen hier auf eine weiter beständige Auslastung hoffen. Probleme bereiten die Verfügbarkeit von geeignetem Personal, sowie teilweise die Materialverfügbarkeit. Im Bereich der Kunststoff- und Pharmatechnik rechnen wir weiterhin mit Umsatzwachstum. Aufgrund langfristiger Projekteinführung in der Pharmabranche gehen wir für die Jahre 2025 und vor allem 2026 von einer Steigerung der Umsatzerlöse aus, was aufgrund der Fixkostendegression zu einer Ergebnisverbesserung führen wird. Die Investitionstätigkeiten werden wir dem Betriebsergebnis und den Wachstumsprognosen anpassen. IV. Sonstige Angaben 1. Forschungs- und Entwicklungsbericht Gegenstand unserer Entwicklungstätigkeit ist die Herstellung neuer Produkte, die unseren Kunden wirtschaftliche Vorteile generieren lassen, sowie die permanente Optimierung und kontinuierliche Verbesserung der bestehenden Produkte und Prozesse. Im Bereich der Entwicklung und Konstruktion haben wir uns im Jahr 2023 auf die technische Optimierung unserer bestehenden Produkte konzentriert. Hierbei setzen wir zunehmend auf das Synergiepotential unserer Segmente Formenbau und Kunststoff- und Pharmatechnik. Unterstützt wird dieser Bereich durch ein Patentteam. Die Aufgaben dieses Teams bestehen in der Überprüfung der Patentfähigkeit technischer Neuerungen und Beobachtung des Wettbewerbs. Daneben wird in Zusammenarbeit mit der Personalabteilung an der Weiterentwicklung des Konzepts zur Arbeitnehmererfindungsvergütung gearbeitet. Hierdurch sollen Anreize gegeben werden, Erfindungen stärker zu nutzen und durch Patentierung zu schützen. 2. Zweigniederlassungsbericht Unser Unternehmen verfügt neben dem Hauptsitz in Bahlingen über keine weiteren Niederlassungen. Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersAn die Braunform GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Braunform GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Braunform GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümer ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/1-v2-hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.
Freiburg im Breisgau, den 12. August 2024 bws
Graf Kanitz GmbH
Frank Adam, Wirtschaftsprüfer Thorsten Dicke, Wirtschaftsprüfer Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 10. September 2024 festgestellt. |
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