Wemolo Asset Management GmbH
Selbe AdresseBetrieb von Parkhäusern und Parkplätzen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jakob Horst Friedrich Bodenmüller seit 7.8.2019 | Geschäftsführer |
Yukio Francisco Dr. Iwamoto seit 7.8.2019 | Geschäftsführer |
Bastian Kai Pieper seit 7.8.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 17.90% | |
| 17.90% | |
| 17.90% |
| Name | Anteil |
|---|---|
about:seed GmbHEigenbeteiligung | 0.05% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
22 Gesellschafter
GmbH-Struktur
5 von 22 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Wemolo GmbH (vormals: ParkDepot GmbH)MünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023der Wemolo GmbH (bis 1. April 2024 ParkDepot GmbH)I. Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell: Die Wemolo GmbH (vormals ParkDepot GmbH; Eintragung im Handelsregister des Amtsgerichts München am 2. April 2024; nachfolgend "Gesellschaft") mit Sitz in München ist ein Unternehmen für das digitale Betreiben von Parkräumen auf Basis software-gestützter Scanner-Technologie. Leistungsschwerpunkt ist dabei die laufende und automatisierte Kontrolle von gewerblichen Parkflächen zur Abrechnung von Parkvorgängen im Bereich "Bezahltes Parken" bzw. zur Minimierung von unerlaubter Fremdnutzung im Bereich der Parkraumkontrolle. Das Dienstleistungsangebot der Gesellschaft richtet sich in Abhängigkeit des konkreten Nutzungskonzepts an Parkhausbetreiber, Lebensmitteleinzelhändler, Systemgastronomen, Fachmarktketten, Hotels, Kommunen sowie private Immobilieneigentümer in deren Auftrag die Gesellschaft die Parkflächen bewirtschaftet. Ihren Umsatz generiert die Gesellschaft durch (i) die Vereinnahmung von Vertragsstrafen bei Nichteinhaltung der eingestellten Vertragsbedingungen, (ii) über monatliche Service-Entgelte der Parkplatzeigentümer, (iii) über Einnahmen aus der kurz- bzw. langfristigen Vermietung freier Stellflächen (je nach Vertrag mit Umsatzbeteiligung), (iv) Installationsgebühren, sowie (v) über die Einnahme von Parkgebühren (je nach Vertrag mit Umsatzbeteiligung). Das Rohergebnis setzt sich im Geschäftsjahr 2023 im Wesentlichen aus den oben genannten Erlösquellen der Gesellschaft sowie den Niederlassungen Österreich und Schweiz abzüglich der Aufwendungen für die Halterabfragen zusammen. Organisationsstruktur: Die Gesellschaft wird von Jakob Bodenmüller (CEO), Dr. Yukio Iwamoto (CEO) Bastian Pieper (CPTO) und Moritz Bodenmüller (ausgeschieden im Geschäftsjahr 2023) geleitet. Sie werden dabei vom Beirat (Advisory Board) unterstützt. Der Beirat hat ausschließlich eine beratende Funktion. Die Gesellschaft ist in sechs europäischen Ländern vertreten (Deutschland, Österreich, Schweiz, Dänemark, Italien und Polen). Ihre Auslandsaktivitäten in Österreich und der Schweiz organisiert die Gesellschaft über Betriebsstätten, welche in Innsbruck (Österreich) bzw. Wallisellen (Schweiz) registriert sind. In den drei weiteren Ländern hat die Gesellschaft eigenständige Tochtergesellschaften: Parkdepot ApS (Dänemark), Parkdepot SRL (Italien), ParkDepot Sp. z o.o. (Polen). Forschung & Entwicklung: Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 insgesamt 51 Mitarbeiter im Bereich F&E, was einem Anstieg von 16 Mitarbeitern im Vergleich zum Vorjahr entspricht (Geschäftsjahr 2022: 35 Mitarbeiter im Bereich F&E). Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen im Geschäftsjahr 2023 stiegen um 0,70 Mio. EUR von 1,80 Mio. EUR auf 2,50 Mio. EUR. Zudem wurden insgesamt 6 Freelancer als externe Dienstleister (Fremdleistungen) beschäftigt, was der Anzahl externer Dienstleister des Geschäftsjahres 2022 entspricht. Die Investitionen in Forschung und Entwicklung stellen einen wichtigen Grundpfeiler für die kontinuierliche Verbesserung und Erweiterung des Produktportfolios dar. Das Ansatzwahlrecht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens gemäß § 248 Abs. 2 S. 1 HGB wird nicht ausgeübt. Entsprechend wurden keine im Rahmen der F&E-Aktivitäten angefallenen Entwicklungsaufwendungen aktiviert. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogenen Rahmenbedingungen Das deutsche preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr kalenderbereinigt um 0,2% gesunken1. Die konjunkturelle Entwicklung war im Jahr 2023 stark geprägt durch die wirtschaftlichen Folgen des Russisch-Ukrainischen Kriegs, sowie als Folge dessen der hohen Inflation von +5,9% und den gestiegenen Energie- und Rohstoffpreisen. Von den Auswirkungen des inflationären Umfelds war auch die Gesellschaft in Form von höheren Einkaufspreisen (v.a. Hardware) betroffen. Die Gesellschaft sowie Wettbewerber im Bereich Parkraumbewirtschaftung sind bisher nicht in einem Branchenverband organisiert. Branchenvergleichszahlen sowie relevante Marktkennzahlen liegen entsprechend nicht vor. Die Gesellschaft agiert weiterhin in einem Umfeld, dass sich durch eine stabile Branchenkonjunktur auszeichnet. Ursächlich hierfür sind eine Reihe allgemeiner gesellschaftlicher Trends, die insgesamt zu einem steigenden Parkdruck führen, welcher Grundlage des Geschäftsmodells der Gesellschaft ist (vgl. Abschnitt III. Risiko- und Chancenbericht). Der Markt ist im Allgemeinen durch einen intensiven Wettbewerb gekennzeichnet. Durch die niedrigen Markteintrittsbarrieren im Bereich der analogen Parkraumüberwachung sind viele Wettbewerber im Markt aktiv. Die Gesellschaft ist im Vergleich zu etablierten Wettbewerbern weiterhin kleiner, konnte sich jedoch mittlerweile gerade im Geschäftsbereich der Parkraumkontrolle als ein wichtiger Wettbewerber in Deutschland etablieren. Dies trifft insbesondere auch für den Bereich der digitalen Parkraumkontrolle zu, der wesentlich wettbewerbsärmer ist. 2. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2023 ist für die Gesellschaft trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen überaus positiv verlaufen. Zur Steuerung der Gesellschaft werden (i) das Rohergebnis sowie (ii) liquide Mittel verwendet. Die Zielgrößen der steuerungsrelevanten Leistungsindikatoren konnten die Erwartungshaltung erfüllen. Das Rohergebnis konnte signifikant gesteigert werden um 11,90 Mio. EUR von 12,16 Mio. EUR auf 24,06 Mio. EUR (+98%). Mit dem vom 15.12.2023 in Kraft getretenen Anwendungserlass des BMF wurde die steuerliche Geltendmachung spezifischer Umsatzarten entschieden. Eine daraus resultierende Schmälerung des Rohergebnisses wurde seitens der Gesellschaft bereits in der Planung berücksichtigt. Zur Finanzierung des Wachstums wurde im Geschäftsjahr 2023 ein Darlehen mit Sicherungsübereignung abgeschlossen. Das Darlehen kann in zeitlich flexiblen Tranchen abgerufen werden. Eine erste Tranche in Höhe von 0,35 Mio. EUR wurde bereits im Geschäftsjahr 2023 abgerufen. Die liquiden Mittel zum Bilanzstichtag 31.12.2023 sind erwartungsgemäß um 7,19 Mio. EUR von 11,53 Mio. EUR auf 4,34 Mio. EUR gesunken. Neben der Realisierung vorhandener Wachstumspotenziale im Kerngeschäft, lag ein weiterer Fokus der Geschäftsaktivitäten in der Steigerung der Profitabilität. Auf eine weitere Expansion in neue Märkte wurde vor dem Hintergrund verzichtet. Des Weiteren konnten die Engpässe bei den Neuinstallationen von Parkflächen geschlossen werden. Ertragslage
Rohergebnis stark gestiegen: Das Rohergebnis der Gesellschaft ist im Geschäftsjahr 2023 um 11,90 Mio. EUR von 12,16 Mio. EUR auf 24,06 Mio. EUR gestiegen. Das gestiegene Rohergebnis ist auf die Ausweitung der betreuten Objekte zurückzuführen. Aufwand gestiegen: Der Personalaufwand ist um 5,47 Mio. EUR von 8,52 Mio. EUR auf 13,99 Mio. EUR gestiegen. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen der Anstieg der durchschnittlichen Zahl der Mitarbeiter von 119 im Geschäftsjahr 2022 auf 191 im Geschäftsjahr 2023. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 4,42 Mio. EUR von 4,79 Mio. EUR auf 9,21 Mio. EUR gestiegen. Dieser Anstieg resultiert vor allem aus der Wertberichtigung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 3,65 Mio. EUR (1,27 Mio. EUR im Vorjahr), Rückstellungen für Rückbaukosten in Höhe von 0,54 Mio. EUR (0,00 Mio. EUR im Vorjahr), Werbekosten in Höhe von 0,26 Mio. EUR auf 0,33 Mio. EUR (0,07 Mio. EUR im Vorjahr), Aufwendungen für Lizenzen in Höhe von 0,20 Mio. EUR auf 0,58 Mio. EUR (0,38 Mio. EUR im Vorjahr) sowie Recruitingkosten in Höhe von 0,08 Mio. EUR auf 0,34 Mio. EUR (0,26 Mio. EUR im Vorjahr). Darüber hinaus gab es einen Rückgang der Aufwendungen bei den Portokosten von 0,32 Mio. EUR auf 0,07 Mio. EUR (0,39 Mio. EUR im Vorjahr) und den Rechts- und Beratungskosten von 0,21 Mio. EUR auf 0,18 Mio. EUR (0,39 Mio. EUR im Vorjahr). Im Geschäftsjahr 2023 wurden Finanzanlagen in Höhe von 0,53 Mio. EUR aufwandswirksam abgeschrieben (0,00 Mio. EUR im Vorjahr). Grund hierfür ist die fehlende Werthaltigkeit der Anteile sowie der Ausleihungen an die dänische Tochtergesellschaft. Finanzlage Aus der im Geschäftsjahr 2022 abgeschlossenen Finanzierungsrunde (Series-A) standen auch für das weitere Wachstum im Geschäftsjahr 2023 ausreichend liquide Mittel zur Verfügung. Zum Bilanzstichtag sind noch hinreichend liquide Mittel in Höhe von 4,34 Mio. EUR vorhanden. Darüber hinaus konnte ein Bankdarlehen abgeschlossen werden, welches in zeitlich flexiblen Tranchen abgerufen werden kann. Im Geschäftsjahr 2023 wurde eine erste Tranche über 0,35 Mio. EUR in Anspruch genommen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten umfassen im Geschäftsjahr 2023 das (i) im Geschäftsjahr 2021 gewährte Annuitätendarlehen sowie (ii) ein im abgelaufenen Geschäftsjahr abgeschlossenes und in flexiblen Tranchen abrufbares Darlehen mit Sicherungsübereignung. Die Restschuld des Annuitätendarlehens beläuft sich auf 1,27 Mio. EUR mit einer verbleibenden Restlaufzeit von zwei Jahren. Von dem Darlehen mit Sicherungsübereignung wurde im Geschäftsjahr 2023 eine erste Tranche in Höhe von 0,35 Mio. EUR abgerufen. Die Tranche wird degressiv über 36 Monate zurückbezahlt. Vermögenslage
Die Bilanzsumme der Gesellschaft sank im Geschäftsjahr 2023 um 5,4% von 20,63 Mio. EUR auf 19,50 Mio. EUR. Auf der Aktivseite gab es einen Rückgang der flüssigen Mittel um 7,19 Mio. EUR von 11,53 Mio. EUR auf 4,34 Mio. EUR. Das Sachanlagevermögen (welches sich zum Großteil aus verbauten Scannern zusammensetzt) stieg in Folge der Installation und Inbetriebnahme einer Vielzahl neuer Objekte um 4,08 Mio. EUR von 4,55 Mio. EUR auf 8,63 Mio. EUR. Ein Teil des Sachanlagevermögens wird nicht ausschließlich für den Geschäftsbetrieb der Gesellschaft eingesetzt, sondern auch den Tochterunternehmen über ein entsprechendes Leasingmodell zur Verfügung gestellt. Die Finanzanlagen sind infolge von Ausleihungen an Tochtergesellschaften netto um 0,49 Mio. EUR von 0,54 Mio. EUR auf 1,03 Mio. EUR gestiegen. Die Forderungen gegenüber den Tochtergesellschaften stiegen ebenfalls um 0,17 Mio. EUR von 0,75 Mio. EUR auf 0,92 Mio. EUR. Der Anstieg ist vor allem auf die zunehmenden Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Wachstum der Tochtergesellschaften zurückzuführen. Zum 31.12.2023 stiegen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Folge des gesteigerten Umsatzes um 1,88 Mio. EUR von 1,27 Mio. EUR auf 3,15 Mio. EUR. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind um 0,64 Mio. EUR von 1,96 Mio. EUR auf 1,32 Mio. EUR gesunken. Grund dafür ist im Wesentlichen ein Rückgang des Umsatzsteuerüberhangs um 0,93 Mio. EUR von 1,62 Mio. EUR auf 0,69 Mio. EUR. Zudem besteht eine Körperschaftsteuerrückforderung aus Forschungszulagen von 0,35 Mio. EUR (0,00 Mio. EUR im Vorjahr). Auf der Passivseite stiegen insbesondere die Rückstellungen um 0,86 Mio. EUR von 0,29 Mio. EUR auf 1,15 Mio. EUR. Grund für die signifikante Erhöhung der Rückstellungen ist insbesondere die Absicherung zukünftiger Rückbauten von Anlagen auf Parkflächen. Der Rückgang sonstiger Verbindlichkeiten ist auf die geringeren steuerlichen Verbindlichkeiten um 0,67 Mio. EUR von 1,38 Mio. EUR auf 0,71 Mio. EUR zurückzuführen. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Situation: Die Geschäftsführung beurteilt die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft sowie den Geschäftsverlauf für das Geschäftsjahr 2023 als positiv. Der Liquiditätsverbrauch bzw. Abfluss liquider Mittel konnte trotz signifikanter Investitionstätigkeiten in die Ausweitung des Geschäftsangebots in einem zum Wachstum vernünftigen Verhältnis gehalten werden, was sich in der Kernprofitabilität und Kapitaleffizienz der Gesellschaft widerspiegelt. III. Chancen- Risiko- und Prognosebericht Risikobericht Die Gesellschaft ist einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die im Folgenden in der Rangfolge abnehmender Bedeutung dargestellt sind. Die nachfolgenden Ausführungen beinhalten Risiken, die zum Bilanzstichtag identifiziert wurden. Im Geschäftsjahr wurden keine Finanzinstrumente zur Absicherung von Risiken genutzt. Refinanzierungsrisiken Die Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag über eine solide finanzielle Struktur. Die Wachstumsrate kann durch weitere externe Finanzierung beschleunigt werden. Wie bei anderen Unternehmen auch, besteht das Risiko, dass sich in einem schwieriger werdenden Kapitalmarkt die Bedingungen für künftige Finanzierungen verschlechtern, d.h. weitere externe Finanzierungen ausbleiben oder sich die Konditionen verschlechtern. Internationalisierung Die Internationalisierung des Geschäfts ist ein zentrales Element der zukünftigen Strategie der Gesellschaft. Zwar ist das Geschäftsmodell der Gesellschaft in den internationalen Ländern mittlerweile erfolgreich erprobt, die internationalen Gesellschaften sind jedoch weiterhin defizitär. Die Rückzahlung investierter Anlaufkosten ist folglich von dem weiteren Wachstum in den internationalen Ländern abhängig. Technisches Risiko und IT-Sicherheit Cyber-Attacken, insbesondere in Form von Phishing-Emails oder auch gezielten Hackerangriffen, stellen ein wesentliches technisches Risiko dar. Für die genannten Fälle haben wir Sicherheitsmechanismen und eine Cyber-Versicherung abgeschlossen, um Vorfälle zu verhindern oder möglichst schnell für Aufklärung zu sorgen. Im Geschäftsjahr 2023 ergaben sich keine Vorfälle, die eine Betriebsunterbrechung zur Folge hatten. Die Daten auf den eingesetzten Geräten sind verschlüsselt und dahingehend vor Datendiebstahl geschützt. Personalrisiko Die Geschäftsführung sieht sich vor allem mit einer immer schwieriger werdenden Lage in der Personalbeschaffung qualifizierter Fachkräfte und in der langfristigen Mitarbeiterbindung konfrontiert. Die daraus resultierenden Risiken sind eher gering zu beurteilen. Gesamtrisiko Zum Stichtag bestehen keine weiteren wesentlichen Risiken, wie zum Beispiel aus den Kategorien Wettbewerbsrisiken, Gesamtwirtschaftliche Risiken oder Innovationsrisiken (technische Entwicklung neuer Produkte). Eine Abhängigkeit von Großkunden besteht nicht, sodass die Gesellschaft auch dieses Risiko als nicht relevant einstuft. Für das Geschäftsjahr 2024 sieht die Geschäftsführung keine nicht steuerbaren geschäftlichen Einzelrisiken, die den Fortbestand der Gesellschaft voraussichtlich gefährden könnten (bestandsgefährdende Risiken). Auch aus der Gesamtsumme der Risiken lässt sich zum Zeitpunkt der Berichtserstellung keine nicht steuerbare Gefährdung der Gesellschaft erkennen. Chancenbericht Für das kommende Geschäftsjahr 2024 und die Zeit darüber hinaus ist die Geschäftsführung optimistisch. Das rasante Wachstum im abgelaufenen Geschäftsjahr zeugt von der Relevanz und dem Interesse der entwickelten Lösungen. Darüber hinaus ergeben sich auch im gesellschaftlichen und branchenbezogenen Umfeld viele vorteilhafte Entwicklungen, welche die Gesellschaft in den kommenden Jahren ausnutzen möchte. Zum einen lässt sich beobachten, dass die Verfügbarkeit von ausreichendem und kostenfreiem Parkraum in Ballungsräumen kontinuierlich abnimmt, was zu einer Erhöhung des Parkdrucks auf allen Flächen führt. Dieser Trend ist getrieben durch stark steigende Flächenpreise im städtischen Raum 2 und regulatorische Veränderungen in der Parkraumverordnung3, während die Anzahl der registrierten Kraftfahrzeuge weiter steigt4. Zum anderen geht die Gesellschaft davon aus, dass der vorhandene Parkraum zunehmend digital oder digital gestützt bewirtschaftet wird, da herkömmliche Systeme kostenseitig und bei den Integrationsmöglichkeiten nicht konkurrenzfähig sein werden. Während die Bilderkennungs- Technologie wesentliche Fortschritte erzielt5, bedrohen die steigenden Lohnkosten und der Arbeitskräftemangel6 das Kostenmodell Menschen gestützter Systeme. Daneben steigt der Bedarf Parkflächen in der digitalen Welt abzubilden, um der Nachfrage nach "Smart Parking" gerecht zu werden und sich in holistische Mobilitätskonzepte der "Smart City" integrieren zu können7. Die Gesellschaft sieht weitere Potenziale in der Kostenoptimierung bei der Neuinstallation von Parkflächen durch eine effektivere Planung der Fahrtrouten. Zusätzlich kann durch Zukauf von Steigern, die zur Installation und dem Abbau entsprechender Parkflächen benötigt werden, auf externe Partner verzichtet werden, was zu einer Effizienzsteigerung und geringeren Kosten führt. Über das Kerngeschäft hinaus sieht die Gesellschaft signifikante Chancen durch weitere Produktinnovationen und durch die weitere Internationalisierung des Geschäfts. Zusammenfassend bestehen wesentliche Chancen im Bereich des gesellschaftlichen und branchenbezogenen Umfelds, der Erhöhung des Parkdrucks in Ballungsräumen, der fortwährend digital gestützten Parkraumbewirtschaftung, weiterer interner Kostenoptimierung und der Internationalisierung des Geschäfts. Prognosebericht Entsprechend der erläuterten Chancen steht im Mittelpunkt der Geschäftsplanung der Gesellschaft für das kommende Geschäftsjahr 2024 der Ausbau des Kerngeschäfts und die weitere Etablierung des Geschäftsbereichs "Bezahltes Parken" bei einem konstanten bzw. leicht steigenden Personalbestand. Darüber hinaus wurde für das Geschäftsjahr 2024 eine Änderung des Markennamens von "ParkDepot" zu "Wemolo" durchgeführt. Trotz einer für das Geschäftsjahr 2024 geplanten Überführung des Auslandsgeschäfts aus den Betriebsstätten Österreich und der Schweiz in eigenständige Gesellschaften plant die Gesellschaft aufgrund des Wachstums im deutschen Markt mit einer signifikanten Steigerung des im Geschäftsjahr 2024 zu erzielenden Rohergebnisses. Der Geschäftsplan für das Geschäftsjahr 2024 sieht die Weiterentwicklung der Technologie und Investitionen in das weitere Wachstum vor. Aus diesem Grund hat die Gesellschaft neben dem Abruf weiterer Tranchen des bereits bestehenden Darlehens mit Sicherungsübereignung, im Geschäftsjahr 2024 ein zusätzliches Darlehen über ein Gesamtvolumen von 4 Mio. EUR abgeschlossen. Für das Geschäftsjahr 2024 rechnet die Gesellschaft mit konstanten liquiden Mitteln.
München, am 17. September 2024 Wemolo GmbH Die Geschäftsführung Yukio Iwamoto Jakob Bodenmüller Bastian Pieper 1 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/2112/umfrage/veraenderung-des-bruttoinlandprodukts-im-vergleichzum- vorjahr/ 2 https://www-genesis.destatis.de/genesis/online?sequenz=tabelleErgebnis&selectionname=61262- 0001 abreadcrumb 3 https://park4sump.eu/sites/default/files/2021-02/EN%20%28web%29.pdf (S. 16 ff) 4 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/12131/umfrage/pkw-bestand-in-deutschland/ 5 https://www.grandviewresearch.com/industry-analysis/computer-vision-market 6 https://www.destatis.de/DE/Themen/Arbeit/Arbeitskosten-Lohnnebenkosten/_inhalt.html 7 https://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/veroeffentlichungen/sonderveroeffentlichungen/2021/datenstrategiengemeinwohl- stadtentwicklungdl.pdf;jsessionid=81AF344FCCFDA0C513D30FF96D00FF7A.live11291?__blob=publicationFile&v=2 S.19 ff BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Wemolo GmbH (bis 1. April 2024: ParkDepot GmbH; Eintragung im Handelsregister des Amtsgerichts München am 2. April 2024; nachfolgend "Gesellschaft") weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft i. S. des § 267 HGB auf. Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch. Der Jahresabschluss wurde nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Grundsätzen unter Beachtung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der ergänzenden Regelungen des GmbHGesetzes (GmbHG) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wird hinsichtlich der Bewertung von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Die Liquidität und der Finanzbedarf der Gesellschaft werden von der Geschäftsführung laufend überwacht. In Anbetracht der dabei erstellten Szenariorechnungen und der Planungen der Gesellschaft geht die Geschäftsführung davon aus, dass die Fortführung der Gesellschaft innerhalb der entsprechenden Szenarien sichergestellt ist. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von drei Jahren), bewertet. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert. Sachanlagen (technische Anlagen und Maschinen sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung) werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen angesetzt. Die Nutzungsdauer wird dabei unter Berücksichtigung des technischen Fortschritts und der wirtschaftlichen Veralterung geschätzt und beträgt aktuell zwischen drei und 20 Jahren. Mietereinbauten werden planmäßig linear über die Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Die Bewertung der technischen Anlagen und Maschinen erfolgte bis zum 31. Dezember 2022 unter Inanspruchnahme des § 252 Abs. 2 HGB nicht nach dem Grundsatz der Einzelbewertung gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB. Entsprechend wurden die Anschaffungskosten (einschl. Anschaffungsnebenkosten) mit dem gewogenen Durchschnittswert des Geschäftsjahres ermittelt. Seit dem Geschäftsjahr 2023 wurden die technischen Anlagen und Maschinen einzeln bewertet. Fremdkapitalzinsen werden weiterhin nicht aktiviert. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von bis zu EUR 800,00 netto wurden in den Vorjahren im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Im Geschäftsjahr wurde auf die Poolabschreibung über fünf Jahre bei geringwertigen Wirtschaftsgütern bis EUR 1.000,00 netto umgestellt. Die Anschaffungskosten der Anlagen im Bau wurden bis zum 31. Dezember 2022 mit dem gewogenen Durchschnittswert des Geschäftsjahres ermittelt. Seit dem Geschäftsjahr 2023 umfassen die Herstellungskosten zurechenbare Einzelkosten sowie anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten. Mit der Inbetriebnahme der Anlagen werden diese in den technischen Anlagen und Maschinen ausgewiesen und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von sieben Jahren abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen im Sachanlagevermögen werden vorgenommen, wenn bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung der Ansatz mit einem niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich ist. Außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen waren im laufenden Berichtsjahr in Höhe von EUR 14.830,43 erforderlich. Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit den Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. Das Wahlrecht des § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB wird nicht in Anspruch genommen. Ausleihungen an verbundene Unternehmen werden mit dem Nennwert bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen wurden im laufenden Berichtsjahr vorgenommen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Risiken wurden, soweit erforderlich, durch individuelle Bewertungsabschläge berücksichtigt. Zusätzlich wurde eine angemessene Pauschalwertberichtigung auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen für Vertragsstrafen gebildet. Sonstige Vermögensgegenstände werden zu ihren Anschaffungskosten bzw. ihrem Nennbetrag angesetzt. Guthaben bei Kreditinstituten und Zahlungsdienstleistern werden jeweils zum Nennwert angesetzt. Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das gezeichnete Eigenkapital wird zum Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen sind in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist. Sie decken alle zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen ab und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bewertet. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Für die Ermittlung latenter Steuern auf Jahresabschlussebene aufgrund von temporären oder quasipermanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Unrealisierte Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlauzeit von bis zu einem Jahr betreffen. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden bzw. -wahlrechte wurden gegenüber dem Vorjahr, bis auf unsere Ausführungen zu sogenannten geringwertigen Wirtschaftsgütern in Anlehnung an steuerrechtliche Vorschriften, beibehalten. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres ist in der Anlage 1 zum Anhang als integraler Bestanteil dargestellt (Anlagenspiegel). Die Restlaufzeiten und Angabe der Besicherung der Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag sind in der Anlage 2 zum Anhang im Verbindlichkeitenspiegel dargestellt. Sachanlagevermögen Die technischen Anlagen und Maschinen umfassen im Wesentlichen Scannersysteme, die zur Überwachung von Parkflächen eingesetzt werden. Die erwartete Nutzungsdauer der Scannersysteme beträgt sieben Jahre. Die Anlagen im Bau betreffen ausschließlich noch nicht installierte Scannersysteme, Parkautomaten und Beschilderungen für Parkflächen. Die Betriebs- und Geschäftsausstattung umfasst im Wesentlichen die Ausstattung der Büroräume, Laptops und Pkw. Finanzanlagevermögen Die Finanzanlagen beinhalten Anteile und Ausleihungen an verbundene Unternehmen. Anteile an verbundenen Unternehmen Zum Ende des Geschäftsjahres 2021 gründete die ParkDepot GmbH drei eigenständige Tochterunternehmen in Dänemark (ParkDepot ApS), Italien (ParkDepot SRL) und Polen (ParkDepot Sp. z o.o.). Die Gesellschaft ist alleinige Anteilseignerin der verbundenen Unternehmen. Die gesamten Anschaffungskosten (inkl. Anschaffungsnebenkosten) abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen auf ParkDepot ApS in Höhe von EUR 5.491 betragen:
Zum Bilanzstichtag 31.12.2023 bestanden entsprechend folgende Beteiligungsverhältnisse:
Ausleihungen an verbundene Unternehmen Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betragen zum Stichtag insgesamt EUR 1.022.000. Im Geschäftsjahr 2023 sind Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 520.000,00 außerplanmäßig abgeschrieben worden. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen im Wesentlichen zum Bilanzstichtag erhobene und noch nicht gezahlte Vertragsstrafen. Innerhalb dieser Forderungen sind zum Bilanzstichtag Forderungen der Niederlassung Österreich in Höhe von EUR 939.158,70 und Forderungen der Niederlassung Schweiz in Höhe von EUR 207.217,95 ausgewiesen. Die Forderungen an verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 916.430,37 resultieren wie im Vorjahr im Wesentlichen aus Dienstleistungsverrechnungen, der Überlassung von Scannersystemen und fälligen Zinsen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Forderungen gegen ParkDepot ApS in Höhe von EUR 425.522 abgeschrieben. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 1.323.512,19 betreffen im Wesentlichen Forderungen aus der Umsatzsteuer in Höhe von EUR 675.496,50, Körperschaftsteuerrückforderungen in Höhe von EUR 350.116,00 und Kautionen, die eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben, in Höhe von EUR 218.339,52. In den sonstigen Vermögensgegenständen werden Vermögensgegenstände in Höhe von insgesamt EUR 41.318,82 ausgewiesen, die auf die Niederlassungen Österreich und Schweiz entfallen. Guthaben bei Kreditinstituten und flüssige Mittel Die Guthaben bei Kreditinstituten und flüssige Mittel umfassen im Wesentlichen Bankguthaben in Höhe von EUR 4.206.647,34. Die Guthaben bei Zahlungsdienstleistern betragen EUR 133.740,28. In den Guthaben bei Kreditinstituten und flüssigen Mitteln sind Bankguthaben und Guthaben der Niederlassungen Österreich und Schweiz in Höhe von EUR 448.009,63 enthalten. Eigenkapital Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag EUR 40.107,00 und ist in voller Höhe einbezahlt. Die Kapitalrücklage in Höhe von EUR 20.372.840,65 entfällt ausschließlich auf die freie Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen in Höhe von EUR 423.612,31 entfallen in Höhe von EUR 139.927,31 auf die Niederlassung in Österreich. Das Bundesministerium der Finanzen hat am 15. Dezember 2023 ein Schreiben zur umsatzsteuerlichen Behandlung von Parkraumbewirtschaftungsverträgen aufgrund des EuGH-Urteils vom 20. Januar 2022, C-90/20 erlassen. Vor dem 15. Dezember 2023 ausgestellte Kontrollgebühren unterliegen als echter Schadensersatz aufgrund der Nichtbeanstandungsregelung nicht der Umsatzbesteuerung. Ab dem 15. Dezember 2023 gezahlte Kontrollgebühren und vor dem 15. Dezember 2023 ausgestellten Kontrollgebührenmitteilungen sind nach Auffassung des Bundesministeriums der Finanzen umsatzsteuerbare sonstige Leistungen. Die Gesellschaft hat daher eine Rückstellung für die Umsatzsteuer für vor dem 15. Dezember 2023 ausgestellte und nach dem 31. Dezember 2023 gezahlte Kontrollgebühren in Höhe von EUR 283.685,00 angesetzt, die im Voranmeldungszeitraum Dezember 2023 angemeldet und im Geschäftsjahr 2024 bezahlt wurden. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen in Höhe von EUR 540.358,00, für Personalkosten in Höhe von EUR 81.046,80, die im Wesentlichen für Boni und Vertriebsprovisionen angesetzt wurden, sowie Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten in Höhe von EUR 69.450,00. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren im Wesentlichen aus einem der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2021 gewährten Annuitätendarlehen mit einem Ausgabebetrag in Höhe von nominal EUR 2.000.000,00. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus Umsatzsteuerverbindlichkeiten aus früheren Jahren in Höhe von EUR 495.652,16 und aus Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von EUR 197.115,78. In den sonstigen Verbindlichkeiten werden Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt EUR 196.805,05 ausgewiesen, die auf die Niederlassungen Österreich und Schweiz entfallen. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betragen zum Bilanzstichtag EUR 100.000,00 und stellen Darlehen dar, während diese im Vorjahr EUR 104.880,96 betrugen und aus der im Geschäftsjahr 2021 erfolgten Verschmelzung der ParkGuard GmbH auf die Gesellschaft resultierten. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen nicht bilanzierte Mietverpflichtungen für die Büro- und Lagerräume in München und Garching bei München in Höhe von insgesamt EUR 1.289.633,28. Davon sind im Geschäftsjahr 2024 EUR 526.008,48 fällig. Die Gesellschaft hat ein virtuelles Mitarbeiterbeteiligungsprogramm (VSOP), insbesondere für Mitarbeiter/-innen aufgelegt. Über das Programm partizipieren die Anspruchsberechtigten, wenn bestimmte Bedingungen eintreten (Exit-Vergütung). Die Bedingungen, die im Rahmen des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms zu einer Zahlungsverpflichtung für die Gesellschaft führen, waren nach Angaben der Geschäftsführung zum Bilanzstichtag nicht mit hinreichender Wahrscheinlichkeit erfüllt. Es werden entsprechend zum Bilanzstichtag keine Rückstellungen angesetzt. Die Eintrittswahrscheinlichkeit der Bedingungen bewertet die Geschäftsführung für die kommenden Jahre ebenfalls als gering. Nichtsdestotrotz ist die Gesellschaft in Zukunft aus dem Beteiligungsprogramm für die erdienten virtuellen Anteile wesentlich belastet, wenn und soweit ein entsprechendes Ereignis eintritt. Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Rohergebnis Ihren Umsatz generiert die Gesellschaft durch (i) die Vereinnahmung von Vertragsstraften bei Nichteinhaltung der eingestellten Vertragsbedingungen, (ii) über monatliche Service-Entgelte der Parkraumeigentümer, (iii) über Einnahmen aus der kurz- bzw. langfristigen Vermietung freier Stellflächen (je nach Vertrag mit Umsatzbeteiligung), (iv) Installationsgebühren, sowie (v) über Einnahme von Parkgebühren (je nach Vertrag mit Umsatzbeteiligung). Das Rohergebnis setzt sich im Geschäftsjahr 2023 im Wesentlichen aus den oben genannten Erlösquellen der Gesellschaft sowie den Niederlassungen Österreich und Schweiz abzüglich der Aufwendungen für die Halterabfragen zusammen. Sonstiger betrieblicher Aufwand Sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von EUR 1.286.449,65 entfallen auf die Niederlassungen Österreich und Schweiz. Währungsdifferenzen Das Rohergebnis beinhalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 299,69. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 1.601,52 ausgewiesen. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge und Zinsaufwendungen Die Zinserträge und -aufwendungen enthalten (wie auch im Vorjahr) keine Erträge aus der Abzinsung bzw. keine Aufwendung aus der Aufzinsung von Posten der Bilanz. Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung Im Geschäftsjahr 2023 sind außergewöhnliche Aufwendungen angefallen in Höhe von EUR 540.358 für die erstmalige Bildung von Rückbauverpflichtungen sowie EUR 951.013 im Zusammenhang mit Abschreibungen von Anteilen und Ausleihungen an sowie Forderungen gegen die dänische Tochtergesellschaft ParkDepot ApS. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 191. Davon waren durchschnittlich 184 Arbeitnehmer in Deutschland beschäftigt und 7 in Österreich und Schweiz. Geschäfte mit nahestehenden Personen Im Geschäftsjahr wurden ferner keine Geschäfte zu nicht marküblichen Konditionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen gemäß § 285 Nr. 21 HGB getätigt. Namen der Geschäftsführer Während des Geschäftsjahres 2023 wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Herr Jakob Bodenmüller, München (CEO) Herr Dr. Yukio Iwamoto, Berlin (CEO) Herr Bastian Pieper, München (CPTO) Herr Moritz Bodenmüller, Meerbusch (COO) (bis 31. Januar 2023) Gesamtbezüge der Geschäftsführer Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung und des Beirats wird verzichtet (§ 286 Abs. 4 HGB). Im Geschäftsjahr 2023 haben drei Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhalten. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Auf die Angabe des Gesamthonorars des Abschlussprüfers wird aufgrund der größenabhängigen Erleichterung (§ 288 Abs. 2 HGB in Verbindung mit § 285 Nr. 17 HGB) verzichtet. Nachtragsbericht Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2024 von ParkDepot GmbH in Wemolo GmbH umfirmiert. Im Geschäftsjahr 2024 wurden die Gesellschaften ParkDepot GmbH und Wemolo Asset Management GmbH, beide München, gegründet, deren einzige Anteilseignerin die Wemolo GmbH ist. Die ParkDepot GmbH übernimmt im Geschäftsjahr 2024 die operative Abwicklung der Parkraumüberwachung. Nach dem Bilanzstichtag hat die Gesellschaft ein Annuitätendarlehen bei einem Kreditinstitut in Höhe von EUR 4.000.000,00 aufgenommen, mit dem das am Bilanzstichtag offene Annuitätendarlehen vollständig abgelöst wurde. Die Rückzahlung erfolgt monatlich mit 48 gleichbleibende Raten ab April 2025. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Bilanzverlust in Höhe von EUR 5.575.060,91, bestehend aus dem Verlustvortrag in Höhe von EUR 4.277.491,84 und dem Jahresfehlbetrag 2023 von EUR 1.297.569,07, wird auf neue Rechnung vorgetragen.
München, 17.09.2024 Dr. Yukio Iwamoto Jakob Bodenmüller Bastian Pieper Anlagenspiegel zum 31.12.2023Wemolo GmbH (vormals: ParkDepot GmbH), München
Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023 Wemolo GmbH, München
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 12.12.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Wemolo GmbH (bis 1. April 2024: ParkDepot GmbH), München Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Wemolo GmbH (bis 1. April 2024: ParkDepot GmbH), München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Wemolo GmbH (bis 1. April 2024: ParkDepot GmbH), München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 17. September 2024 dhpg
Wirtschaftsprüfer Rechtsanwälte
Brandenburg, Wirtschaftsprüfer Esbach, Wirtschaftsprüfer |
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